Montag, 24. August 2015

Tim Georgi deutscher Meister in der Moto3

Beim vorletzten Moto3-Rennen der Saison holt Tim Georgi (Freudenberg Racing Team) in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben den Meistertitel in der Moto3 Standard-Wertung. Zum Feiern ist dem Nachwuchstalent nach dem tödlichen Unfall im ersten Rennen des ADAC Junior Cup powered by KTM jedoch nicht zumute.
Tim Georgi
Foto: Superbike*IDM
Bereits in den Qualifyings zeichnete sich ab, dass Tim Georgi gute Chancen hatte, den Titel bereits am vorletzten Wochenende in Oschersleben fix zu machen. Seine Leistungen setzte er auch im Rennen fort. Wenn es sonst oft am Start haperte, kam er dieses Mal gut weg und führte die Standard-Wertung direkt an. Teamkollege Matthias Meggle ließ sich zunächst aber nicht abschütteln. Gegen Mitte des Rennens legte Georgi dann nochmals zu. Meggle konnte das Tempo nicht mehr ganz mitgehen, machte ein paar Fehler und bekam es nun mit Walid Soppe (Ernst Dubbink Eveno racing) und Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) zu tun. Meggle musste Soppe zwischenzeitlich sogar den Vortritt lassen, eroberte sich die zweite Position aber zurück. Georgi siegte in der Standard-Wertung mit knapp viereinhalb Sekunden Vorsprung vor Meggle, Soppe und Freitag. Tim Georgi sichert sich mit seinem Sieg den deutschen Meistertitel 2015 in der Klasse Moto3 Standard.

In der Wertung Moto3 GP siegte der niederländische Gaststarter Thomas van Leeuwen, der auch gleichzeitig das Gesamtfeld überlegen anführte. Auf dem zweiten Platz landete Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno racing) vor Sander Kroeze (Young Racing Tech).

Überschattet wurde das Wochenende von einem Startunfall im ADAC Junior Cup powered by KTM am Samstagvormittag. Dabei wurde Jonas Hähle so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. Sowohl Georgi als auch Meggle haben mehrere Jahre gemeinsam mit Jonas Rennen bestritten und waren auch neben der Strecke gut befreundet. Im Moto3-Rennen traten sie daher zu seinen Ehren an. „Dieses Jahr hat das Freudenberg Team mehr als einen guten Job gemacht. Wir hatten jedes Wochenende ein nahezu perfektes Motorrad und sind in jedem Rennen aufs Podium gefahren. Ich bin damit natürlich super happy, auch wenn wir uns gerade insgesamt nicht richtig freuen können – mach’s gut Jonas“, sagte Georgi bedrückt.

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