Montag, 15. Oktober 2018

Gary Paffett holt DTM-Titel 2018

  • Gary Paffett sichert sich nach 2005 seinen zweiten DTM-Titel
  • Historische Aufholjagd von Rast endet mit Vize-Titel
  • Berger: „Paffett und Mercedes sind verdient Champions“
Gary Paffett holt den Meistertitel 2018
Foto: Mercedes-Motorsport

Gary Paffett ist DTM-Champion 2018. Dem Briten reichte beim letzten DTM-Rennen von Mercedes-AMG der dritte Rang zu seinem zweiten Titelgewinn nach 2005. „Das ist einfach unglaublich“, brüllte Paffett nach der Zieldurchfahrt über den Funk und bedankte sich bei seinem Team. „Ihr habt einen super Job gemacht, die Titel haben wir verdient gewonnen.“ Der Rennsieg beim Saisonfinale ging an René Rast, der damit seine Erfolgsserie auch im 20. und letzten Saisonrennen fortsetzte und seinen insgesamt sechsten Sieg in Folge feierte. Rekord. In der DTM-Fahrerwertung musste sich Rast am Ende um nur vier Punkte geschlagen geben. Hinter Rast fuhr BMW-Pilot Marco Wittmann auf Rang zwei. Der Gewinn der Fahrerwertung macht für Mercedes-AMG das Triple perfekt, denn bereits vor dem letzten Rennen stand die Marke aus Stuttgart als Sieger der Hersteller- und Teamwertung mit Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS fest.

DTM-Altmeister Gary Paffett hat sich seinen zweiten großen Titel gesichert, exakt 4.739 Tage nachdem er zuletzt als DTM-Gesamtsieger ebenfalls in Hockenheim jubeln durfte. 185 DTM-Rennen ist der mit 37 Jahren älteste Pilot im Feld seit seinem Debüt 2003 gefahren – und seine Bilanz kann sich sehen lassen: 23 Siege, 48 Podiumsplatzierungen und 17 Pole-Positions sind Spitzenwerte. „Wir haben 13 Jahre hart gearbeitet um wieder ganz oben zu stehen“, sagte der neue DTM-Champion. „Das ist der beste Tag in meinem Leben. Wie ein Märchen. Am Ende habe ich die Runden heruntergezählt – die letzten Runden in dem Auto, was ich so sehr liebe.“

Dank an Mercedes-AMG

„Gratulation an Gary Paffett und Mercedes“, sagte Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR. „Sie haben einen guten Job macht und es am Ende geschafft. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Mercedes bedanken. Mercedes hat viel für die Serie getan: Sie waren in 30 Jahren eine Art Rückgrat der DTM und haben die Serie durch Höhen und Tiefen begleitet. Mercedes war stets ein harter und fairer Wettbewerber und abseits der Rennstrecke ein guter Partner. Es tut mir leid, dass sie gehen, aber vielleicht werden wir uns in der Zukunft wiedertreffen. Ich bin mir sicher, sie gehen mit einem weinenden Auge.“

„Gratulation aber auch an Audi und René Rast, die bei den letzten Rennen extrem aufgeholt haben“, ergänzte Berger. „Es war ein harter Kampf zwischen Audi und Mercedes, zwischen René, Gary und Paul Di Resta. Beim letzten Rennen war auch BMW wieder stark und wir hatten die drei Marken auf dem Podium.“

Berger zog ein sehr positives Saison-Fazit. „Ich blicke auf eine tolle Saison zurück. Der Ausstieg von Mercedes war zwar immer wieder ein Thema, doch mit der Luxus-Sportwagenmarke Aston Martin gibt es neue großartige Perspektive für die Zukunft der Serie. Das Wichtigste: Wir haben den Fans in dieser Saison ein Super-Produkt geboten. Die meisten Rennen waren sehr spannend, und der Meister stand – wie schon im vergangenen Jahr – bis zum letzten Rennen nicht fest.“

Paffett verdient Champion

„Gary hat am Ende die Nerven behalten und ist verdient Champion“, so Berger weiter. „Dass er die DTM verlässt, ist schade, aber jeder macht mal Fehler. Scherz beiseite: Ich wünsche ihm alles Gute bei seiner neuen Herausforderung. Großer Respekt gebührt René, er ist einer der Fahrer in diesem Feld, der mich am meisten beeindruckt. Er ist ein ganz ausgeschlafener Kerl. Vor allem ist er nicht nur talentiert, er ist auch sehr fleißig – und das führt dazu, dass er einfach immer vorn dabei ist.“

„Wir haben den Fans hier in Hockenheim eine tolle Show geboten“, fasste René Rast das Wochenende zusammen, das der Audi-Pilot maßgeblich geprägt hatte. „Natürlich bin ich nach dieser unglaublichen Serie von sechs Siegen in Folge etwas enttäuscht, nicht ganz oben zu stehen. Wir haben viel für den Erfolg gearbeitet. Ich habe unglaublich viel Spaß in der DTM und ganz viel Lust auf das kommende Jahr.“

Im Schatten der Protagonisten zeigten beim DTM-Finale auch andere Piloten Bestleitungen: Marco Wittmann, von der Pole-Position gestartet, wurde Zweiter und hinter Nico Müller auf Platz vier sah Robin Frijns als Fünfter die Zielflagge. Der Niederländer fuhr vom letzten Startplatz eine starke Aufholjagd und belohnte sich mit zehn Punkten.

DTM-Kalender 2019 steht bereits fest

Der DTM-Kalender 2019 umfasst neun Rennwochenenden. Die Saison beginnt wie gewohnt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (3.–5. Mai 2019), wo auch das Saisonfinale (4.–6. Oktober 2019) stattfinden wird. Die Standorte der drei weiteren Rennwochenenden in Deutschland, der Norisring, der Lausitzring sowie der Nürburgring, gehören ebenfalls weiterhin zum festen Stamm des DTM-Kalenders. Darüber hinaus macht die DTM viermal im europäischen Ausland Station. Während die Rennstrecken in Misano (Italien) und Brands Hatch (Großbritannien) schon 2018 zum Programm der Tourenwagen-Serie gehörten, ist mit dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen eine neue Rennstrecke erstmals im Kalender vertreten. Zudem feiert die DTM auf dem Circuit Zolder (Belgien) ihr Comeback – also an dem Ort, an dem die DTM am 11. März 1984 ihr erstes Rennen austrug, damals noch unter dem Titel „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“.

Sixpack! Audi-Pilot Rast gewinnt auch DTM-Finale

  • Den eigenen Rekord getoppt: sechs DTM-Siege in Folge für René Rast
  • Audi-Pilot erkämpft sich im Finalrennen die Vizemeisterschaft
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Fantastischer Saisonabschluss“
Unglaubliche Serie von Renè Rast, sechs Siege in Folge
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Sechs Siege in Folge! Audi-Pilot René Rast hat auf dem Hockenheimring auch das letzte Rennen der Saison gewonnen und damit seinen eigenen Rekord vom Vortag getoppt. Der 31-jährige Deutsche aus dem Audi Sport Team Rosberg sicherte sich am Sonntag hinter Mercedes-Benz-Pilot Gary Paffett noch die Vizemeisterschaft. Zur erfolgreichen Titelverteidigung fehlten dem neuen Rekordmann der DTM am Ende lediglich vier Punkte.

„Was für ein unglaubliches Jahr, was für ein Comeback!“, sagte Rast nach dem Finale, in dem er Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta noch vom zweiten Platz der Gesamtwertung verdrängte. „Ich bin sehr stolz auf Audi Sport, das Team Rosberg und auch auf mich selbst. Wir hatten einen harten Saisonstart, haben aber nie aufgegeben, das Auto immer weiter verbessert und auch bei der Strategie Fortschritte gemacht. Alle Audi-Fahrer haben als Team fantastisch zusammengearbeitet. Nur so war es möglich, den Titeltraum bis zuletzt offenzuhalten. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Das ist etwas schade, aber Gary (Paffett) und Mercedes-Benz haben verdient gewonnen. Sie waren das ganze Jahr über sehr stark.“

Nach dem für Audi insgesamt schwierigen Saisonstart lag Rast nach neun Rennen mit 104 Punkten Rückstand abgeschlagen auf dem 15. Tabellenrang. Doch dem Audi-Fahrer gelang es, 100 Punkte aufzuholen und sieben Rennen zu gewinnen. Der Triumph beim Finale war besonders dominant: Rast übernahm mit einem perfekten Start aus Reihe eins die Führung, erarbeitete sich einen klaren Vorsprung und kontrollierte anschließend bis ins Ziel das Tempo.

Für maximale Spannung in der Schlussphase sorgten Nico Müller und Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline: Beide kamen erst spät zum Boxenstopp und machten in den letzten Runden auf frischen Reifen Platz um Platz gut. „Wäre das Rennen ein, zwei Runden länger gewesen, hätten wir es vielleicht noch geschafft, Gary (Paffett) zu überholen und René (Rast) doch noch zum Meister zu machen“, sagte Müller, der 1,7 Sekunden hinter Paffett über die Ziellinie fuhr. „Trotzdem dürfen wir alle stolz darauf sein, was wir noch erreicht haben. Das Finalwochenende mit dieser fantastischen Kulisse war einfach mega. Das spricht ganz klar für unseren Sport, die Meisterschaft und die DTM – ich freue mich schon auf die Zukunft.“

Bereits vor dem Start des Rennens sorgte Audi im voll besetzten Motodrom von Hockenheim für einen Gänsehautmoment: Ein emotionaler Film zum Abschied von Mercedes-Benz aus der DTM, der auf dem neuen YouTube-Kanal von Audi Sport zu sehen ist, löste auf den Tribünen spontan Standing Ovations aus. Alle sechs Audi RS 5 DTM starteten beim Finale mit dem Schriftzug „SEE YOU!“ auf dem Heckflügel, wobei das „O“ aus einem Stern bestand. Auch mit einem Großbanner an der Audi Race Lounge würdigte die Marke die gemeinsame Zeit in der DTM.

„Es war ein fantastischer Saisonabschluss für die DTM und ebenso für Audi Sport mit zwei tollen Rennen vor einer großartigen Kulisse“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Ich bin sehr stolz darauf, was wir an diesem Wochenende erreicht haben. Am Anfang der Saison waren wir im Nirgendwo, nun haben wir die Saison mit sechs Siegen von René (Rast) in Folge abgeschlossen. Und es gibt nichts zu bedauern: Wir haben alles gegeben und beide Rennen gewonnen. Der Rest lag nach dem schwierigen Saisonstart nicht mehr in unserer Hand. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft von Audi Sport, unseren Teams, Fahrern und Partnern. Glückwunsch natürlich auch an Gary (Paffett) und Mercedes-Benz. Schade, dass sie den Titel im nächsten Jahr nicht verteidigen. Aber ich bin überzeugt, dass wir in der DTM weiter tollen Sport sehen werden.“

Audi Sport arbeitet bereits intensiv für die neue DTM-Saison, die am 4./5. Mai 2019 beginnt. Der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor läuft bereits in einem Testträger des Audi RS 5 DTM.

DTM: Wittmann holt letzte Pole der Saison

Marco Wittmann holt letzte Pole der Saison
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann startet am Sonntag beim letzten Rennen der DTM-Saison in Hockenheim von der Pole Position. Viel interessanter für den Titelkampf war aber das Geschehen dahinter. Titelverteidiger René Rast wurde Zweiter vor Gary Paffett. Damit haben sowohl der Seriensieger im Audi als auch der Führende der Fahrerwertung im Mercedes-AMG ihre Chancen auf die Meisterschaft gewahrt.

„Alles ist möglich. Ich war lange auf Pole, die drei Punkte hätte ich gerne mitgenommen. Gary ist hinter mir. Ich bin zufrieden. Ich kann Champion werden. Für die Fans wird das ein toller Showdown“, sagte Rast und Paffett ergänzte: „Das war für mich sehr stressig, ich hatte schon einfachere Qualifyings. Ich war am Limit, aber es hat nur gereicht für P3. Ich habe meinen Job erledigt. Das wird das beste Finale seit langer Zeit.“

Einen herben Rückschlag erlitt indes Paul Di Resta. Der Mercedes-AMG-Pilot kommentierte seine Ausgangslage fürs Rennen nach Platz elf im Qualifying als „schwierig“. Paffett führt nun mit 240 Punkten vor Di Resta (223) und Rast (226). Gewinnt der Audi-Pilot kann Di Resta ihn nicht mehr aus eigener Kraft einholen. Paffett dürfte in diesem Fall maximal Fünfter werden, damit Rast seinen Titel verteidigen kann.

DTM: Jamie Green Schnellster im dritten Freien Training

Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Achtungserfolg für Jamie Green. Der Letzte der Fahrerwertung war am Sonntag der Schnellste beim dritten Freien Training in Hockenheim vor BMW-Pilot Marco Wittmann und Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer. „Ich würde dem Ergebnis im Freien Training nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Ich war einer der wenigen Piloten, die mit neuen Reifen unterwegs waren“, sagte Green.

Seriensieger René Rast wurde Vierter. „Ich bin viel gefahren, ich hatte einen guten Rhythmus. Das Auto fühlt sich gut an. Das war positiv“, sagte der Audi-Pilot. Seine Konkurrenten im Titelkampf, die beiden Mercedes-AMG-Piloten Gary Paffett und Paul Di Resta wurden Neunter  beziehungsweise 13.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Fünfter Sieg in Folge: Rast hält mit Rekord DTM-Titelrennen offen

  • Paffett übernimmt mit Platz vier die Tabellenführung
  • Entscheidung um den DTM-Titel fällt im letzten Rennen
  • Showdown: Fans erwartet am Sonntag ein Traumfinale 

Was für eine Serie: Renè Rast holt den fünften Sieg in Folge
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
René Rast ist nicht zu stoppen: Im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg hat der Audi-Pilot den fünften DTM-Sieg in Folge geholt. Mit dem historischen Erfolg sicherte sich Rast nicht nur einen Platz in den Geschichtsbüchern, sondern hält auch den Titelkampf offen. Die Entscheidung, wer DTM-Champion 2018 wird, fällt im letzten Rennen. „Ich habe keine Worte dafür – das ist einfach unglaublich“, war der Mindener in der Auslaufrunde fast zu Tränen gerührt. Mit Robin Frijns auf Platz zwei feierte Audi in Hockenheim einen Doppelerfolg. Dritter, in einem von unzähligen Rad-an-Rad-Duellen geprägten Rennen, wurde BMW-Pilot Timo Glock. „Das war ein Wahnsinnsrennen für die DTM“, fasste Glock zusammen. In der DTM-Fahrerwertung hat vor dem entscheidenden Rennen am Sonntag wieder Gary Paffett die Führung übernommen. Der Mercedes-AMG-Pilot wurde Vierter und liegt mit 239 Punkten auf Platz eins vor seinem Markenkollegen Paul Di Resta (233 Punkte), der Achter wurde. Rast hat mit 224 Punkten vor dem Traumfinale am Sonntag noch alle Chancen, seinen Titel zu verteidigen.

„Jetzt ist alles möglich“, sagt René Rast, der mit 30 Punkten Rückstand nach Hockenheim gereist war und den Rückstand nach dem ersten von zwei Rennen am Wochenende auf 15 verkürzen konnte. „Ich habe mich selbst überrascht. Heute nochmal zu gewinnen, daran habe ich eigentlich nicht geglaubt. Unser Ziel war es, die Entscheidung offen zu halten und wenn wir morgen wieder so ein spannendes Rennen haben, dann ist wirklich alles drin. Die Nacht heute könnte ziemlich unruhig werden.“ Rast musste vor den Konkurrenten Paffett und Di Resta ins Ziel kommen um seine Chancen zu wahren. In der 16. Runde übernahm Rast zum ersten Mal Platz eins im Rennen vor Paffett, musste diesen in der 23. aber wieder an ihn abgeben um nur eine Runde später wieder die Führung zu übernehmen. Beim Restart nach einer Safetycar-Phase – Augusto Farfus verlor in der Hochgeschwindigkeitspassage vor der Spitzkehre die linke Tür seines BMW M4 DTM – konnte Rast Platz eins gegen Paffett behaupten und ins Ziel bringen.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während Rast Platz eins sicher ins Ziel brachte, verlor Paffett in den neun Runden nach dem Restart zwei Positionen an Frijns und Glock. Er wurde Vierter. „Das ist frustrierend“, erklärte er nach dem Rennen leicht erbost. „Wir hatten einen sicheren zweiten Platz inne und dann kommt das Safetycar. Das verändert ein Rennen komplett und war aus meiner Sicht nicht notwendig. Darüber hinaus war am Schluss sehr viel Dreck auf der Strecke.“ Trotzdem: Paffett startet am Sonntag als Tabellenführer in das Finale.


Für Di Resta endete der vorletzte Saisonlauf enttäuschend. Als Tabellenführer angereist, musste er sich am Ende mit Platz acht begnügen. Mit 30 Punkten Vorsprung auf den drittplatzierten Rast in das Wochenende gestartet, beträgt das Polster auf den wie entfesselt aufstrebenden Titelverteidiger vor dem Finale nur noch neun Zähler. „Das war heute leider nicht mein Tag. Startplatz sechs war schon nicht ideal, insbesondere, da Gary und René vor mir gestartet sind. Zudem konnte Gary mit den beiden Qualifying-Punkten meinen kleinen Vorsprung halbieren. Im Rennen gab es dann jede Menge Action, Zweikämpfe und das Safetycar“, sagte Di Resta, der sich in der Schlussphase binnen weniger Runden Loïc Duval, Mike Rockenfeller und Nico Müller geschlagen geben musste. Das Audi-Trio beendete das Rennen auf den Plätzen fünf, sechs und sieben.

DTM: Lucas Auer holt Pole

Pole am Samstag für Lucas Auer (Mercedes)
Foto: Mercedes-Motorsport
Der Erste des Qualifying am Samstag in Hockenheim hieß Lucas Auer. Als Sieger durfte sich aber Gary Paffett fühlen. Für den Österreicher Auer war das seine dritte Pole Position in der Saison. „Das war ein starkes Qualifying. In den Freien Trainings habe ich viel links und rechts geschaut. Im Setup auch ein bisschen ausprobiert. Deswegen hatte ich kein gutes Gefühl. Wir haben dann auch alles zurückgeschraubt. Über die Pole-Position bin ich selber erstaunt“, sagte Auer.

Zweiter wurde Markenkollege Paffett. Somit verkürzte der Brite den Rückstand auf den Ersten der Fahrerwertung, Paul Di Resta, auf nur noch zwei Punkte. Der Schotte belegte nur Rang acht. „Vor René zu stehen, ist perfekt. Die Lücke zu Paul ist auch kleiner geworden. Das ist alles sehr positiv“, sagte Paffett. Hinter Timo Glock, dem besten BMW-Piloten wurde René Rast Vierter. „Für mich ändert sich jetzt nicht viel. Ich muss vor Paul und Gary ins Ziel kommen. Die Ausgangsposition ist nicht schlecht. Es hätte schlimmer kommen können. Ich bin ganz zufrieden und zuversichtlich“, sagte der Titelverteidiger, der von Platz drei starten wird. Denn Glock und Markenkollege Philipp Eng bekamen in Spielberg ihre dritte Verwarnung und werden deswegen heute beim ersten Rennen in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt.

DTM: Zweites Freies Training Erikson vor Farfus

Innerhalb von drei Tausendstelsekunden lagen die ersten Drei beim zweiten Freien Training am Samstag in Hockenheim. Rookie Joel Eriksson platzierte sich vor Markenkollege Augusto Farfus auf Rang eins. Dahinter folgte mit Gary Paffett im Mercedes-AMG der erste der drei Titelanwärter. „Es ist ein sonniger Tag. Im Freien Training geht es mehr um das Gefühl im Auto. Die Pace war gut. Ich freue mich auf das Qualifying“, sagte Paffett. 

Titelverteidiger René Rast wurde Fünfter hinter Markenkollege Nico Müller. „Im Qualifying wird es sehr eng zugehen. Das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf später. Alle werden versuchen, die letzten Tausendstelsekunden aus ihrem Auto raus zu quetschen“, sagte der Schweizer Audi-Pilot.

Freitag, 12. Oktober 2018

DTM: Erstes Freies Training - Renè Rast vorn

Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Titelverteidiger Renè Rast fuhr im ersten Freien Traing zum Saisonfinale in Hockenheim Bestzeit und setzte damit ein deutliches Zeichen. Die beiden Mitfavoriten auf die Meisterschaft Paul Di Resta und Gary Paffett belegten mit ihren Mercedes-AMG hingegen nur die Plätze 13. und 15. 


„Das ist offensichtlich ein guter Start ins Wochenende. P1 ist immer gut. Trotzdem müssen wir noch etwas am Auto arbeiten. Hoffentlich können wir morgen daran anknüpfen“, sagte Rast. 

Zweiter hinter Rast wurde Markenkollege Jamie Green. Dahinter folgten die Mercedes-Piloten Daniel Juncadella und Pascal Wehrlein auf Platz drei und vier. Bester BMW-Pilot war Timo Glock als Sechster. 


Das zweite Freie Training in Hockenheim findet am Samstagmorgen um 9 Uhr statt, das Qualifying zum ersten Rennen beginnt 10.55 Uhr, der Rennstart ist um 13:30 Uhr.

WRT wird Audi-Kundenteam in der DTM

  • Team aus Belgien setzt 2019 zwei neue Audi RS 5 DTM ein
  • Dieter Gass: „WRT hat das Potenzial, sich auch in der DTM zu etablieren“

Vincent Vosse (l.) und Dieter Gass
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel


Audi präsentiert das erste Kundenteam für die neue Ära der DTM: In der Saison 2019 wird das vor allem aus dem GT-Sport bekannte W Racing Team (WRT) in der internationalen Tourenwagen-Rennserie an den Start gehen. Die Mannschaft um Teamchef Vincent Vosse plant den Einsatz von zwei neuen Audi RS 5 DTM.

„Gemeinsam mit der ITR haben wir in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, die DTM wieder für Kundenteams zu öffnen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir freuen uns, das erste Kundenteam der neuen DTM-Ära präsentieren zu können. Ich kenne Vincent Vosse schon aus der STW und sein Team von der langjährigen Zusammenarbeit im GT-Sport sehr gut und weiß, wie stark WRT aufgestellt ist. Ich bin überzeugt, dass WRT das Potenzial hat, sich auch in der DTM zu etablieren.“

Das im belgischen Baudour beheimatete W Racing Team wurde 2009 gegründet und war vom ersten Tag an erfolgreich. International einen Namen gemacht hat sich die Mannschaft vor allem durch zahlreiche Siege und Meistertitel mit dem GT3-Rennwagen Audi R8 LMS. Dazu zählen Triumphe bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, in Spa, Zolder und Dubai, den 12-Stunden-Rennen in Sepang und Bathurst sowie mehrere Meistertitel in den Blancpain-GT-Serien, unter anderem mit den aktuellen Audi-DTM-Piloten Robin Frijns, Nico Müller und René Rast.

Seit 2016 engagiert sich WRT zudem erfolgreich in der TCR-Kategorie im Tourenwagen-Sport, aktuell mit dem Audi RS 3 LMS. „Der Aufstieg in die DTM war ein Traum von uns“, sagt Vincent Vosse. „Als Teil der Audi-Familie haben wir die DTM mit Interesse verfolgt. Die Bühne war schon immer großartig. Der Zeitpunkt für einen Einstieg war nie besser als jetzt: 2019 kommen erstmals die neuen Zweiliter-Turbomotoren zum Einsatz, mit denen alle Teams bei null starten. Und wir bekommen dasselbe Material wie die Werksteams. Das macht die DTM für uns und in Zukunft sicher auch für andere Teams so interessant.“

DTM-Kalender 2019 mit neuen Rennstrecken und neuem Rahmenprogramm

  • Rahmenprogramm u.a. mit der neuen W Series, Formel 3 und Porsche Markenpokalen
  • Künftig dabei: Der legendäre TT Circuit in Assen und der Circuit Zolder
  • Tickets für den Auftakt 2019 bereits am Wochenende in Hockenheim erhältlich
Foto: Jens Hawrda

Nächster Paukenschlag in der DTM: Einen Tag nach der Verkündung des Einstiegs von R-Motorsport als lizensiertes Team von Aston Martin verkündet die DTM-Dachorganisation ITR die Kooperation mit der neu geschaffenen W Series. Die Rennserie, in der ausschließlich Mädchen und junge Frauen gegeneinander antreten und gefördert werden, trägt ihre Rennen zunächst exklusiv im Rahmenprogramm der DTM aus.

Der heute veröffentlichte DTM-Kalender 2019 umfasst neun Rennwochenenden. Die Saison beginnt wie gewohnt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (3.–5. Mai 2019), wo auch das Saisonfinale (4.–6. Oktober 2019) stattfinden wird. Die Standorte der drei weiteren Rennwochenenden in Deutschland, der Norisring, der Lausitzring sowie der Nürburgring, gehören ebenfalls weiterhin zum festen Stamm des DTM-Kalenders. Darüber hinaus macht die DTM viermal im europäischen Ausland Station. Während die Rennstrecken in Misano (Italien) und Brands Hatch (Großbritannien) schon 2018 zum Programm der Tourenwagen-Serie gehörten, ist mit dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen eine neue Rennstrecke erstmals im Kalender vertreten. Zudem feiert die DTM auf dem Circuit Zolder (Belgien) ihr Comeback – also an dem Ort, an dem die DTM am 11. März 1984 ihr erstes Rennen austrug, damals noch unter dem Titel „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“.

„Wir setzen weiterhin auf eine ausgewogene Mischung aus Veranstaltungen an Deutschlands beliebtesten Motorsport-Standorten sowie attraktiven Rennstrecken in weiteren, großen europäischen Märkten“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „2018 haben wir nach längeren Pausen unsere Comebacks in Großbritannien und Italien gegeben – zwei Länder mit großer Motorsport-Tradition und begeisterungsfähigem Publikum. Hier ist es uns sehr wichtig, als DTM weiter Fuß zu fassen und unsere Fan-Basis zu erweitern. Ganz besonders freue ich mich auf die DTM-Premiere auf der Grand-Prix-Strecke in Assen. Die Niederlande ist traditionell fester Bestandteil unseres Kalenders und 2019 präsentieren wir uns zum ersten Mal auf dem traditionsreichen TT Circuit. Und das Comeback in Zolder, sozusagen der ‚Geburtsstätte‘ der DTM, hat natürlich einen ganz besonderen Charme.“

Weltpremiere: W Series zunächst exklusiv im DTM-Rahmenprogramm

In der kommenden Saison dürfen sich Motorsport-Fans auf ein komplett neu gestaltetes sportliches Rahmenprogramm bei den DTM-Veranstaltungen freuen – inklusive einer echten Weltpremiere. Die neu geschaffene, internationale W Series trägt ihre Rennen zunächst exklusiv bei der DTM aus. Die Ankündigung der Serie hat in dieser Woche für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. In baugleichen Formel-Fahrzeugen, die von 4-Zylinder-Turbomotoren mit 1,8 Litern Hubraum angetrieben werden und den neuesten Sicherheitsanforderungen des Automobil-Weltverbands FIA entsprechen, kämpfen die jungen Fahrerinnen aus der ganzen Welt nicht nur um Pole-Positions und Siege, sondern auch um ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar, um sich für höhere Aufgaben im internationalen Motorsport zu empfehlen.

Ebenfalls fester Bestandteil des DTM-Rahmenprogramms 2019: Die neu ausgeschriebene Formel-Serie der ITR-Tochter Formel 3 Vermarktungs GmbH, in der Fahrzeuge der aktuellen Formel-3-Europameisterschaft zum Einsatz kommen. Die Formel 3 wird bei allen DTM-Rennwochenenden dabei sein. Außerdem kehren Porsche Cup-Rennfahrzeuge nach einem Jahr Abwesenheit ins Rahmenprogramm der DTM zurück. So trägt u.a. der Porsche Carrera Cup Deutschland Rennen bei der DTM am Hockenheimring (Saisonauftakt) und am Norisring aus. In Zolder, Assen und am Nürburgring bereichert die Porsche GT3 CUP Challenge Benelux das DTM-Programm. Ebenfalls dreimal bei der DTM zu Gast: der beliebte Lotus Cup Europe (Assen, Brands Hatch, Nürburgring). Weitere Rennserien des DTM-Rahmenprogramms 2019 werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Stärkung des sportlichen Rahmenprogramms genießt Priorität

„Die Stärkung und Ausweitung unseres sportlichen Rahmenprogramms stand für 2019 ganz oben auf unserer To-Do-Liste“, sagt Kostron. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der W Series eine innovative und professionelle Rennserie bei der DTM begrüßen dürfen. Dass die Organisatoren der W Series für ihr großartiges Vorhaben die DTM als Plattform gewählt haben, spricht für sich. Ganz besonders freuen wir uns auch auf die Rückkehr der beliebten Porsche-Rennfahrzeuge. Durch die Auftritte verschiedener Porsche Markenpokale ist der Sportwagen-Hersteller bei den meisten DTM-Events dabei. Nicht zu vergessen die Fortsetzung der Formel 3 im Rahmenprogramm der DTM, die uns ebenfalls am Herzen liegt. Kurzum: Wir bieten den Fans an der Rennstrecke reichlich Action.“

Die offiziellen ITR-Testfahrten vor Beginn der Rennsaison 2019 werden vom 15.–18. April 2019 auf dem Lausitzring ausgetragen – und markieren zudem den Auftakt zu einem besonderen Jubiläumsjahr in der DTM. DEKRA, eine der weltweit führenden Expertenorganisationen, ist nicht nur Eigentümer der östlichsten Rennstrecke Deutschlands, sondern auch seit 1989 Partner der DTM.

Vorverkauf startet bereits beim Saisonfinale 2018

Zuschauer, die an diesem Wochenende (12.–14. Oktober 2018) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das große DTM-Saisonfinale verfolgen, haben erstmals die Gelegenheit, vor Ort Tickets für den Saisonauftakt 2019 (3.–5. Mai 2019) zu erwerben und sich als Erste die besten Plätze zu sichern. Der allgemeine Ticket-Vorverkauf für die gesamte DTM-Saison 2019 wird im November beginnen. Tickets werden dann wie gewohnt auf der offiziellen Webseite www.DTM.com/tickets sowie unter der Telefon-Hotline 01806 386 386 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz) erhältlich sein.

Die DTM-Termine 2019

15.–18. April, Lausitzring 
ITR-Test

3.–5. Mai, Hockenheim 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

17.–19. Mai, Zolder 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche GT3 CUP Challenge Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni, Misano 
u.a. mit W Series, Formel 3

5.–7. Juli, Norisring 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli, Assen 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche GT3 Cup Challenge Benelux, Lotus Cup Europe

10.–11. August, Brands Hatch 
u.a. mit W Series, Formel 3, Lotus Cup Europe

23.–25. August, Lausitzring 
u.a. mit Formel 3

13.–15. September, Nürburgring 
u.a. mit Formel 3, Lotus Cup Europe, Porsche GT3 CUP Challenge Benelux

4.–6. Oktober, Hockenheim 
u.a. mit Formel 3

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die DTM-Kommission. Die Termine und Austragungsorte der beiden gemeinsamen Events mit der japanischen SUPER-GT-Serie werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Aston Martin startet ab 2019 in der DTM

  • Britischer Luxus-Sportwagenhersteller nominiert Team R-Motorsport
  • ITR-Chef Berger: „Bedeutender Schritt für Internationalisierung“
  • Audi und BMW begrüßen den neuen Wettbewerber
Foto: dtm.com

Die DTM blickt dem Auftritt der renommierten Marke Aston Martin entgegen. Die ITR als Promotor der internationalen Rennsportserie begrüßt den britischen Hersteller, der in der DTM durch das Team R-Motorsport vertreten sein wird. Sofern die Entwicklung des Rennfahrzeugs auf Basis des Modells Aston Martin Vantage planmäßig voranschreitet, sind erste Renneinsätze bereits in der kommenden Saison geplant.

Die Hersteller Audi und BMW hatten frühzeitig ihr Bekenntnis zur DTM abgegeben, nun betritt eine weitere Top-Marke mit großer Motorsport-Tradition die Bühne. Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR e.V., sagt: „Diese Entscheidung eines Luxus-Sportwagen-Herstellers wie Aston Martin ist ein historisches Ereignis für unsere Serie und ein Meilenstein für die internationale Ausrichtung der DTM.“

Das Team R-Motorsport ist Teil der AF Racing AG mit Sitz in Niederwil bei St. Gallen, einem breit aufgestellten, jungen Motorsport-Unternehmen mit engen Beziehungen zur Aston Martin Lagonda Ltd. Bislang setzte R-Motorsport Aston-Martin-Rennfahrzeuge vornehmlich im GT-Rennsport ein. Das Unternehmen AF Racing AG wird das von Aston Martin lizensierte und unterstützte DTM-Projekt führen und hat jüngst mit der HWA AG ein Joint Venture mit Sitz in Deutschland gegründet. Dieses Joint-Venture-Unternehmen wird für Entwicklung, Aufbau und Einsatz der Aston-Martin-DTM-Fahrzeuge zuständig sein. HWA gilt aufgrund seiner großen DTM-Erfahrung als perfekter Partner. Die Zahl der Aston-Martin-Fahrzeuge sowie die Fahrer sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Wichtiger Schritt für die Internationalisierung der Serie

Das Engagement von Aston Martin fügt sich in die Weiterentwicklung der DTM als führende europäische Rennserie ein. Zuletzt hatte die ITR die mehrjährige Zusammenarbeit mit der GTA, der Dachorganisation der japanischen SUPER-GT-Serie, weiter intensiviert. Beide Serienbetreiber haben sich auf ein gemeinsames Technisches Reglement („CLASS 1“) verständigt. Für 2019 planen DTM und SUPER GT zwei gemeinsame Rennveranstaltungen, eine in Japan, die andere in Europa. „Ich bin mir sicher, dass die auf Internationalisierung ausgerichtete Kooperation von ITR und GTA sowie die Entscheidung von Aston Martin Signalwirkung für weitere Hersteller haben werden“, sagt Berger.

Der ITR-Vorsitzende fügt an: „Die Kooperation mit der GTA, die Internationalisierung der Plattform sowie die Gewinnung weiterer Marken zählen zu unseren vornehmlichen strategischen Zielen. Die internationale Ausweitung werden wir in Abstimmung mit Teams und Herstellern weiter vorantreiben, was zur Saison 2020 auch mit einer Anpassung des Seriennamens zum Ausdruck kommen soll.“

„Wir freuen uns, mit Aston Martin in eine renommierte, international aufgestellte Top-Rennserie einzusteigen“, erklärt Dr. Florian Kamelger, Gründer und Miteigentümer der AF Racing AG sowie Team Principal von R-Motorsport. „Der Wettbewerb mit Premiumherstellern ist eine große Herausforderung für unsere Marke. Das neue technische Reglement sowie die erweiterte internationale Aufstellung der Serie waren wichtige Beweggründe für unsere Planungen.“

Audi und BMW heißen Aston Martin herzlich willkommen

Für Freude sorgt der Einstieg von Aston Martin auch bei den Wettbewerbern. Audi-Motorsportchef Dieter Gass sagt: „Herzlich willkommen Aston Martin in der DTM. Wir freuen uns, AF Racing AG gemeinsam mit der Traditionsmarke Aston Martin in Zukunft an Bord zu haben. Damit ist sichergestellt, dass die DTM weiterhin auf hohem sportlichen und technischen Niveau mit Premiumherstellern präsent ist. Ich glaube, Aston Martin, Audi und BMW werden einen tollen Wettbewerb austragen. Es war eine harte Zeit, wir haben zusammen gekämpft mit großer Unterstützung von allen beteiligten Herstellern sowie der ITR, nicht zuletzt Gerhard Berger. Ich freue mich, dass der Einstieg von Aston Martin jetzt endlich verkündet werden kann und die DTM-Erfolgsgeschichte weitergeht.“

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt sagt: „Herzlich willkommen in der DTM, Aston Martin! Der Einstieg ist eine großartige Nachricht für die Serie und ihre Fans. Er gibt allen Beteiligten Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Wir haben uns nach der für alle überraschenden Ausstiegsankündigung von Mercedes frühzeitig zur DTM bekannt und den Fans versprochen, um die Serie zu kämpfen. Mit Erfolg. Unser Vertrauen in den Fortbestand der DTM und die vielen investierten gemeinsamen Arbeitsstunden mit ITR und Audi haben sich ausgezahlt. Ein großes Dankeschön an Gerhard Berger, dessen unermüdlicher Einsatz sich letztlich gelohnt hat. Aston Martin ist ein respektierter und geschätzter Mitbewerber im GT-Sport. Wir freuen uns, nun auch in der DTM gegen Aston Martin antreten zu können. Vor dem Hintergrund des ‚CLASS-1‘-Reglements und der internationalen Perspektiven für die DTM herrschte schon in den vergangenen Monaten eine Aufbruchsstimmung. Der Einstieg von Aston Martin stellt die Ampeln nun endgültig auf Grün. Jetzt können wir uns wieder voll und ganz auf das Racing konzentrieren.“


Donnerstag, 11. Oktober 2018

ADAC GT Masters 2019 mit sieben Veranstaltungen und stabilem Reglement


  • Insgesamt sieben Veranstaltungen in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden
  • Starkes Rahmenprogramm mit ADAC Formel 4, ADAC TCR Germany und ADAC GT4 Germany sowie Porsche Carrera Cup Deutschland
  • SPORT1 überträgt weiterhin alle Rennen live und in voller Länge

Foto: Jens Hawrda
Insgesamt sieben Veranstaltungen in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden, ein starkes Veranstaltungspaket mit ADAC TCR Germany, ADAC Formel 4 und der neuen ADAC GT4 Germany sowie dem Porsche Carrera Cup Deutschland und alle Rennen live und in voller Länge bei SPORT1: Für die Saison 2019 setzt das ADAC GT Masters auf Konstanz. Los geht es traditionell in der Motorsport Arena Oschersleben, dort findet vom 26. bis 28. April 2019 der Saisonstart statt. Auch im kommenden Jahr gibt es einen attraktiven Preisgeldtopf von 500.000 Euro in Geld- und Sachpreisen. 

"Wir haben 2018 eine der spannendsten Saisons in der zwölfjährigen Geschichte des ADAC GT Masters erlebt. Die Serie hat in diesem Jahr nochmals einen weiteren Schritt gemacht, die Leistungsdichte war so hoch wie nie zuvor. Daran wollen wir 2019 anknüpfen und setzen auf Konstanz, beim Kalender und auch beim Reglement. Mit der neuen ADAC GT4 Germany haben wir dazu eine vielversprechende neue Serie im Rahmenprogramm. Das macht das Veranstaltungswochenende für Fans und Teilnehmer nochmals attraktiver und einzigartig", so ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. 

"In den vergangenen Jahren haben wir das ADAC GT Masters kontinuierlich weiterentwickelt. Die Fans dürfen sich 2019 auf verschiedene neue Fahrzeugmodelle im ADAC GT Masters freuen und können weiterhin alle Rennen live und in voller Länge bei unserem TV-Partner SPORT1 verfolgen", sagt ADAC Geschäftsführer Lars Soutschka. 

Saisonstart ist traditionell in der Motorsport Arena Oschersleben, dort findet vom 26. bis 28. April bereits zum zwölften Mal in Folge der Auftakt statt. Anschließend startet die Serie zum zweiten Mal in Most in Tschechien (17. bis 19. Mai), bevor das Österreich-Gastspiel auf dem Red Bull Ring (7. bis 9. Juni) auf dem Plan steht. In Zandvoort (9. bis 11. August) in den Niederlanden startet zur besten Ferienzeit die heiße Phase der Meisterschaft, gefolgt vom Nürburgring (16. bis 18. August). Das vorletzte Rennwochenende der Saison findet auf dem Hockenheimring (13. bis 15. September) statt, das Finale des ADAC GT Masters wird erstmals seit 2008 wieder auf dem Sachsenring (27. bis 29. September) ausgetragen. 

Bei allen sieben Saisonläufen starten die Tourenwagen der ADAC TCR Germany im Rahmenprogramm. Die neue ADAC GT4 Germany und der Porsche Carrera Cup Deutschland sind bei sechs Veranstaltungen mit dabei. Die ADAC Formel 4 startet ebenfalls bei allen Rennen in Deutschland sowie am Red Bull Ring im Rahmen des ADAC GT Masters, dazu ist wieder ein Rennwochenende im Rahmen der Formel 1 beim Mercedes-Benz Formel 1 Grand Prix von Deutschland geplant. Hierzu steht der ADAC in Gesprächen mit der Formel 1. 

Auch beim Reglement setzt das ADAC GT Masters für 2019 auf Konstanz, geplant sind nur Detailanpassungen. Ab dem 3. Dezember beginnt für interessierte Teams die Früheinschreibung für das nächste Jahr, diese endet am 14. Dezember. Nennschluss für das ADAC GT Masters 2019 ist am 15. März 2019. 28 Startplätze werden nach Zahlungseingang der Nennungen vergeben, der ADAC behält sich das Recht vor, weitere sechs Startplätze zu vergeben. 


Termine ADAC GT Masters 2019 

26. - 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
17. - 19.05.2019 Most (CZ)
07. - 09.06.2019 Red Bull Ring (A)
09. - 11.08.2019 Circuit Zandvoort (NL)
16. - 18.08.2019 Nürburgring
13. - 15.09.2019 Hockenheimring Baden-Württemberg
27. - 29.09.2019 Sachsenring

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Schlagabtausch der DTM-Titelanwärter Paul Di Resta & Gary Paffett

Vor dem Finalwochenende dier DTM-Saison stehen die Markenkollegen Paul Di Resta und  Gary Paffett im unmittelbaren Titelkampf. Das war Anlass für ein kurzes Doppelinterview zu den Erwartungen mit den beiden Titelkandidaten.

Gary Paffett (l.) und Paul Di Resta
Foto: Mercedes-Motorsport
Welche Erwartungen hast Du vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim?

Paul Di Resta: Die Erwartungen sind wie bei jedem Rennen. Ich hoffe, dass wir mit einem guten Auto ins Rennwochenende gehen. Diesmal ist es natürlich ein besonderes Wochenende, da es um die Meisterschaft geht und wir diese vor dem Finale anführen. Entsprechend wollen wir es zu Ende bringen. Ich glaube, dass die Konstanz ein Schlüsselfaktor sein wird. Wir müssen sicherstellen, dass wir an beiden Tagen punkten und selbstverständlich wird auch das Qualifying, und hier vor allem die Punkte für die Top-3, eine entscheidende Rolle spielen. Jeder muss noch einmal nachlegen. Wir hatten bislang ein sehr solides Jahr und wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sondern müssen sicherstellen, dass wir unser Hauptziel erreichen und Rast schlagen. Wenn uns das gelingt, hoffe ich auf einen guten Kampf um den Titel. Hoffentlich kommen viele Fans an die Strecke, um das Saisonfinale und die letzten beiden Rennen von Mercedes live zu erleben.

Gary Paffett: Ich erwarte an diesem Wochenende einen harten Kampf. Es wird sicher nicht einfach, aber wir hatten bislang an jedem Wochenende ein richtig konkurrenzfähiges Auto. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch diesmal erwarten können, wettbewerbsfähig zu sein. Nichtsdestotrotz wird es garantiert hart. Nur weil wir die Meisterschaft anführen, bedeutet das noch lange nicht, dass wir locker an der Spitze sein werden. Wir müssen sehr hart arbeiten und genauso weitermachen, wie wir die anderen neun Rennwochenenden in dieser Saison bestritten haben.

Wie gefährlich kann euch René Rast im Titelkampf noch werden?

Paul Di Resta: Wenn man bedenkt, was zuletzt in Spielberg passiert ist, und wie sie das Rennen gehandhabt haben, ist René eine ziemliche Gefahr. Gleichzeitig können wir uns hier hoffentlich im Qualifying in eine stärkere Position bringen und dann alles auf das Rennsetup, das Teamwork, die Boxenstopps und die Rennstarts konzentrieren, sodass wir zu 100 Prozent konzentriert sind und sicherstellen, dass wir unsere Aufgaben erledigen. Ich erwarte aber, dass Audi in Hockenheim genauso stark sein wird.

Gary Paffett: René kann uns gefährlich werden. Wenn wir uns seine Pace seit Zandvoort ansehen, dann war er in diesem Zeitraum sehr stark. Aber auf der anderen Seite liegt er noch einige Punkte hinter uns. Er hat 30 Punkte Rückstand auf Paul und 26 auf mich. Wenn man uns das zu Saisonbeginn angeboten hätte, hätten wir es sicher angenommen. Seine Performance bedeutet aber, dass er eine gute Chance hat, an diesem Wochenende gegen uns zu kämpfen. Aber ich glaube, dass wir genügend Punkte Vorsprung haben, um vorne zu bleiben. Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler machen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Saison mit einem Meister in einem Mercedes abschließen können.

Was ist es für ein Gefühl, zu wissen, dass ihr am Sonntag euer letztes DTM-Rennen mit Mercedes bestreiten werdet?

Paul Di Resta: Der Sonntag wird sicher ein trauriger Moment, schließlich bin ich schon so lange Teil der Mercedes-Familie, gerade in der DTM. Ich habe mit dem Team meine Profi-Karriere begonnen und heute bin ich mit 32 Jahren noch immer bei ihnen. Bis es soweit ist, kann ich aber nicht viel dazu sagen. Angesichts unserer Position, in der wir uns aktuell befinden, kann ich nicht allzu weit voraus denken. Wir müssen uns auf eine Sache konzentrieren und das ist die Performance abzurufen und das Ergebnis einzufahren, das wir benötigen, um den Titel zu gewinnen. Das Team hat in den letzten 30 Jahren eine fantastische Zeit erlebt und hoffentlich sind wir am Sonntagabend alle da, können diese feiern und uns an die schönen Momente erinnern.

Gary Paffett: Es ist schon ein bisschen seltsam. Weil wir mitten im Titelkampf stecken, hatte ich noch nicht genügend Zeit, um darüber nachzudenken, dass dies das letzte Rennen von Mercedes in der DTM, mein letztes Rennen mit Mercedes und überhaupt mein letztes DTM-Rennen für absehbare Zeit ist. Schließlich wechsle ich nach Saisonende in die Formel E. Das ist ein wichtiges Ereignis, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir es spüren werden. Das wird schon noch eine Weile dauern. Mercedes und die DTM waren mein Leben. Ich habe meine gesamte Profi-Karriere in der DTM bei Mercedes verbracht. Deshalb ist dieser Abschied eine große Sache für mich. Hoffentlich können wir diese Zeit mit dem Gewinn des Fahrertitels krönen, aber wie gesagt, ich denke, dass es eine Weile brauchen wird, bis ich es verarbeitet habe. Am Sonntagabend wird es sicherlich ein komisches Gefühl sein.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Mercedes setzt Schlusspunkt für 30 Jahre DTM

Das letzte Kapitel in der Jubiläumssaison: Am kommenden Wochenende findet die 30-jährige DTM-Geschichte von Mercedes-AMG Motorsport beim Heimrennen der Marke in Hockenheim ihren Abschluss.

Foto: Mecedes-Motorsport
  • Erstes DTM-Rennen nach Werkseinstieg: 03. April 1988 in Zolder (3. Platz durch Jörg van Ommen)
  • Erster DTM-Sieg: Dany Snobeck (Nürburgring 1988), erster Werkssieger: Johnny Cecotto (Avus 1988)
  • Mit insgesamt 35 Siegen ist Mercedes-AMG Motorsport die erfolgreichste Marke in Hockenheim: Mit Gary Paffett (5 Siege), Paul Di Resta, Edoardo Mortara (je 2 Siege) und Lucas Auer (1 Sieg) haben vier der sechs Fahrer bereits in Hockenheim gewonnen
  • Paul Di Resta (P1, 229 Punkte) und Gary Paffett (P2, 225 Punkte) trennen vor den letzten beiden Saisonrennen in Hockenheim nur vier Punkte an der Spitze der Fahrerwertung
  • Mercedes-AMG Motorsport ist der Gewinn der Hersteller- und der Teamwertung vor dem Saisonfinale nicht mehr zu nehmen: Während der Herstellertitel bereits zum siebten Mal nach Stuttgart und Affalterbach geht, kann in der Teamwertung nur noch eine der drei Mercedes-AMG Motorsport-Mannschaften den 14. Teamtitel für die Marke gewinnen
  • Weitere Statistiken zur Strecke und der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke finden Sie in unseren Race Facts (hier herunterladen)
  • Ulrich Fritz: „Wir haben in Hockenheim die Chance, dieses großartige Kapitel unserer Motorsportgeschichte mit allen drei Titeln zu beenden.“

DTM-Finale: Audi-Pilot René Rast kämpft um zweiten Titel

  • Mit 30 Punkten Rückstand und Außenseiterchance nach Hockenheim
  • Letztes Duell mit Mercedes-Benz in der DTM
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Fahren nach der Devise all-in!“
Renè Rast kämpft am kommenden Wochenende um seinen zweiten DTM-Titel
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Audi Sport setzt beim Finale der DTM auf dem Hockenheimring am 13./14. Oktober alles auf eine Karte. Audi-Pilot René Rast hat noch eine Außenseiterchance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Ein Platz unter den besten drei der Gesamtwertung ist dem amtierenden DTM-Champion bereits sicher.

Der 31-jährige Deutsche vom Audi Sport Team Rosberg ist der Mann der Stunde in der DTM. Mit zuletzt vier Siegen in Folge hat er eine vorzeitige Titelentscheidung verhindert. Beim Finale in Hockenheim kann er die beiden Mercedes-Benz-Piloten Paul Di Resta und Gary Paffett quasi auf der Zielgeraden der Meisterschaft noch einholen. „Natürlich bin ich der Außenseiter, und es ist extrem unwahrscheinlich, dass wir den Titel noch holen“, sagt Rast. „Aber in der DTM kann einfach alles passieren, gerade in einem Finale. Wir haben unser Saisonziel bereits erreicht und können uns nicht mehr verschlechtern. Der Druck lastet eindeutig auf Paul und Gary.“

In den vergangenen neun Rennen holte Rast im Schnitt 19,5 Punkte pro Rennen und reduzierte damit den Rückstand in der Gesamtwertung auf 30 Punkte. 56 Punkte werden in Hockenheim noch vergeben: 25 für jeden Sieg, je drei für die Pole-Position. Holt Rast am Samstag die maximale Punktzahl, fällt die Titelentscheidung erst am Sonntag – unabhängig vom Resultat seiner Titelrivalen. Sollten Di Resta und Paffett ohne Punkte bleiben, muss Rast am Samstag mindestens zwei Punkte einfahren.

Ein Blick in die Geschichtsbücher der DTM gibt Rast Rückenwind. Seit 2014 hat Audi auf dem Hockenheimring an den Finalwochenenden fünf von sechs möglichen Siegen erzielt. Bereits sechsmal sicherte sich ein Audi-Fahrer im letzten Saisonrennen in Hockenheim den DTM-Titel –im vergangenen Jahr schaffte das René Rast. Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang in der DTM zuletzt vor zehn Jahren dem damaligen Audi-Piloten Timo Scheider.

„Nach dem für uns schwierigen Saisonauftakt haben wir nicht damit gerechnet, am Ende doch noch um die Meisterschaft zu kämpfen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Dass wir noch im Rennen sind, verdanken wir René und vor allem auch unserer Mannschaft, die in dieser Saison nie aufgegeben hat. Wir haben den Audi RS 5 DTM im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten des Reglements permanent verbessert. Für das Finale kann unsere Devise nur lauten: all-in! Wenn Renés Serie anhält, ist in der Tat alles möglich. Viele vergessen, dass er schon beim Saisonauftakt in Hockenheim in der ersten Startreihe stand. Und damals waren wir nach den Regeländerungen noch nicht optimal aufgestellt.“

In Hockenheim kämpfen Piloten von Audi und Mercedes-Benz zum vorerst letzten Mal um den DTM-Titel. Das Duell der beiden Premiumhersteller hat die Tourenwagen-Rennserie 22 Jahre lang geprägt – besonders in den Jahren 2006 bis 2011, als kein dritter Hersteller am Start war. Vier Fahrertitel gingen in dieser Zeit nach Ingolstadt, zwei nach Stuttgart.

Beim Abschied von Mercedes-Benz aus der DTM starten alle sechs Audi RS 5 DTM mit dem Schriftzug „SEE YOU!“, wobei das „O“ aus einem Stern besteht. „Mercedes-Benz war immer ein extrem starker Gegner, der alle Register zog“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es ist schade, dass der Mercedes-Stern nun in der DTM verlischt, denn die Rennserie hat unserer Meinung nach eine große Historie und sehr viel Potenzial für die Zukunft. Wir können es kaum erwarten, ab 2019 mit den modernen, noch leistungsstärkeren Turbomotoren an den Start zu gehen.“

Die beiden Finalrennen der DTM 2018 starten am Samstag und am Sonntag um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt an beiden Tagen jeweils ab 13 Uhr live aus Hockenheim. Tickets für das Finalwochenende gibt es online unter www.audi.com/dtm. Schüler haben freien Eintritt. Am Samstagabend findet zudem ab 19 Uhr ein Konzert der Disco Boys auf der Show-Bühne im Fahrerlager statt. Viele DTM-Fans freuen sich auch auf das Rennen der Tourenwagen Classics und das erste Rennen des GT4 Sprint Cup Europe im Rahmen der DTM.

Audi präsentiert e-tron FE05 für neue Formel-E-Saison

  • Neue Generation des Meisterautos für Audi Sport ABT Schaeffler Formula E Team
  • Spektakuläres Design, mehr Leistung, höhere Effizienz und größere Reichweite 
  • Neben Werksteam zwei Audi e-tron FE05 bei Virgin Racing im Einsatz
Daniel Abt (l.) u. Lucas Di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Am 15. Dezember beginnt in Ad Diriyah (Saudi-Arabien) eine neue Zeitrechnung in der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft: Dank der höheren Reichweite der Autos starten die Piloten erstmals mit jeweils nur einem Boliden ins Rennen. Jetzt präsentiert Audi den neu entwickelten Audi e-tron FE05, mit dem Daniel Abt und Lucas di Grassi erneut um Titel kämpfen wollen.

Es ist die bislang größte Neuerung in der Formel E: Erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt in der neuen Saison 2018/2019 nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batteriekapazität inzwischen für die gesamte Renndistanz von 45 Minuten ausreicht. Ein Beweis dafür, wie Motorsport – und vor allem die Formel E – Innovationen und Technologien vorantreibt.

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Audi hat sich mit dem Audi e-tron FE05 auf die neuen technischen und strategischen Herausforderungen akribisch vorbereitet. Das gilt besonders für das Herzstück des Audi e-tron FE05: den Antriebsstrang. Er besteht aus Motor, Inverter, Getriebe, Teilen des Hinterachsenfahrwerks sowie der entsprechenden Software. Während der Rest des Autos für alle Teams gleich ist, stellen die Hersteller beim Antrieb ihre technische Kompetenz unter Beweis. Schon in der vierten Saison der elektrischen Rennserie, die Mitte Juli in New York mit dem Titelgewinn von Audi Sport ABT Schaeffler zu Ende ging, war der Audi e-tron FE04 sehr oft das effizienteste Auto. Der Nachfolger ist die Evolution dieses Erfolgsmodells. 

Die Motor-Generator-Unit namens Audi Schaeffler MGU03 haben Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelt. Der Fokus der Ingenieure lag vor allem darauf, das Paket noch effizienter zu gestalten und den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. „Wir haben das Grundkonzept mit einem Gang beibehalten und gleichzeitig alle Elemente im Detail weiterentwickelt und neu gefertigt“, sagt Tristan Summerscale, Projektleiter Formel E bei Audi. 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs sind neu, dabei gelang es den Ingenieuren, zehn Prozent Gewicht zu sparen.

Schon Mitte 2017, also noch vor dem Auftakt der vergangenen vierten Saison, begannen Summerscale und sein Team mit der Entwicklung des Audi e-tron FE05. Ende Juli 2018 homologierte die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) das Fahrzeug. Änderungen sind nun nicht mehr erlaubt, lediglich die Software dürfen die Entwickler während der Saison weiter verbessern. Mitte Oktober steht noch ein gemeinsamer Test mit allen Teams in Valencia (Spanien) auf dem Programm, danach reisen Rennautos und Equipment nach Saudi-Arabien.

In der fünften Saison der Formel E darf der Motor im Qualifying maximal 250 kW (340 PS) leisten. In den Rennen ist die Leistung auf 200 kW (272 PS) begrenzt. Neu sind die sogenannten Aktivierungszonen: Passiert der Fahrer diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Die Formel-E-Fans können ihren Lieblingsfahrer auch in dieser Saison wieder per Online-Voting unterstützen: Mit dem „FanBoost“ steigt die Leistung kurzfristig bis auf 250 kW (340 PS).

Den Strom beziehen alle Formel-E-Teams aus einer identischen, 374 Kilogramm schweren Batterie von McLaren. Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich zwischen Fahrersitz und Antriebsstrang, hat eine Kapazität von 52 kWh und ist innerhalb von 45 Minuten aufgeladen. Eine völlig neue Entwicklung für die fünfte Saison ist das Brake-by-Wire-System. Bremsbetätigung und Übertragung zur Hinterachse sind dabei voneinander entkoppelt und elektronisch geregelt. Die Bremskraftverteilung ist somit immer optimal eingestellt und die Rekuperation noch effizienter. 

Wie in der Formel 1 sitzt der Fahrer in einem Monocoque aus Kohlefaser, entwickelt nach den FIA-Sicherheitsstandards. CFK-Crash-Strukturen an Front und Heck sowie den Flanken sorgen für maximale Sicherheit. Dazu kommt – analog der Formel 1 – das Halo-System über dem Cockpit, das den Kopf des Fahrers zusätzlich schützt. Das Mindestgewicht eines Formel-E-Rennwagens liegt bei 900 Kilogramm (inklusive Fahrer). Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Elektrorennwagen in 3,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 240 km/h. Besonders auffällig: Die neue Generation des Audi e-tron FE05 kommt ohne Heckflügel aus – ein Unikum im Motorsport. Für den Abtrieb sorgt stattdessen der große Diffusor am Heck des Rennautos. „Batmobil“, „Star Wars“, „Raumschiff“ kommentierten Fans und Medien die futuristische Optik nach den ersten Testfahrten. „Wenn ich zwischen anderen Autos auf der Strecke fahre, komme ich mir vor wie in einem Science-Fiction-Film“, sagt Daniel Abt. „Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Modell ein deutlich aggressiveres Design.“

13 Rennen in 12 Metropolen sind in der fünften Saison der elektrischen Rennserie geplant. Zwischen dem Auftakt in Ad Diriyah und den beiden Finalläufen in New York Mitte Juli 2019 liegen Rennen unter anderem in Marrakesch (Marokko), Mexiko-Stadt (Mexiko), Hongkong (China), Rom (Italien), Paris (Frankreich), Monaco und Berlin (Deutschland). Jedes Rennen dauert 45 Minuten plus eine Runde und wird überwiegend auf temporären Stadtkursen ausgetragen.

Erstmals starten in der Saison 2018/2019 neben dem Audi-Werksteam auch die Fahrer des britischen Rennteams Virgin Racing in einem Audi e-tron FE05. Die Partnerschaft ist ein weiteres Novum ab der fünften Saison und soll durch einen gesunden Wettbewerb zwischen den beiden Teams auch das Performance-Niveau kontinuierlich erhöhen.

Das Team Audi Sport ABT Schaeffler ist Gründungsmitglied der Formel E und seit dem ersten Rennen mit Daniel Abt und Lucas di Grassi dabei. Der Brasilianer holte in der dritten Saison (2016/2017) den Titel in der Fahrerwertung. Die Saison 2017/2018 beendeten di Grassi und Abt auf den Plätzen zwei und fünf.

Montag, 8. Oktober 2018

Garry Paffet wechselt in die Forme E

Gary Paffett wechselt in die Formel-E
Foto: Jens Hawrda
Garry Paffet der in wenigen Tagen in der DTM noch um den Meistertitel 2018 kämpft, wird danach bereits am 15. Dezember in Riad (Saudi-Arabien) seine Premiere in der Formel E feiern. Er startet für das HWA-Team, das unter dem neuen Namen HWA Racelab in die Formel-E Saison 2018/2019 antritt.Der zweite Fahrer für das Team steht noch nicht fest.

"Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, mit HWA in die fünfte Saison der Formel E zu starten", sagt Paffett. "Im Grunde ist es das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich wieder eine Serie und damit auch das Fahrzeug wechsle. Das wird eine große Herausforderung - für mich, aber auch für das Team. Der Start wird sicher nicht einfach, aber wir sind bereit und alle freuen sich darauf. Die Formel E ist eine sehr vielversprechende Serie mit guten Perspektiven. Es ist toll, ein Teil davon zu sein.""