Donnerstag, 13. Dezember 2018

Audi startet Titelverteidigung in der Formel E

  • Rennpremiere für Daniel Abt und Lucas di Grassi im Audi e-tron FE05
  • Saisonstart mit neuen Autos, neuen Teams und neuen Regeln
  • Erstes Rennen am 15. Dezember in Ad Diriyah (Saudi-Arabien)

Nach fünf Monaten Pause kehrt die Formel E am kommenden Samstag (15. Dezember) zurück auf die Rennstrecke: In Ad Diriyah, vor den Toren der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, beginnt die fünfte Saison der rein elektrischen Rennserie. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit Daniel Abt, Lucas di Grassi und dem neu entwickelten Audi e-tron FE05 geht als Titelverteidiger an den Start.
Daniel Abt,   Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einer beeindruckenden Aufholjagd und einem spektakulären Endspurt am letzten Rennwochenende in New York hat Audi Sport ABT Schaeffler in der vergangenen Saison den Titel in der Teamwertung erobert. Jetzt werden die Karten neu gemischt. „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Teamchef Allan McNish. „Das Saisonfinale mit all seinen Emotionen ist gefühlt schon so lange her. Jetzt blicken wir voraus: Bei den gemeinsamen Testfahrten in Valencia haben wir einen ersten Eindruck von den Kräfteverhältnissen in der neuen Saison bekommen. Aber es geht im Motorsport nichts über den Zauber des ersten Renntages mit dem ersten Qualifying und Rennen, wenn man wirklich weiß, wo man steht – vor allem nach den Monaten voller harter Arbeit, die in Neuburg geleistet wurde. Mein Gefühl lässt sich am besten mit angespannter Vorfreude beschreiben.“

Der Auftakt in Ad Diriyah markiert den Beginn einer neuen Ära in der Formel E. Wichtigste Neuerung: Dank der größeren Batteriekapazität der neuen Fahrzeug-Generation fällt der bisher obligatorische Autowechsel zur Rennmitte weg. Trotzdem bleibt es weiterhin spannend, mit dem sogenannten „Attack Mode“: Passiert der Fahrer die Aktivierungszone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos im „Attack Mode“ kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Herausforderung für die Strategen: Die Anzahl der Aktivierungen und deren Dauer legt die FIA für jedes Rennen individuell fest und gibt diese erst kurz vor dem Rennstart bekannt.
Lucas di Grassi,   Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Die Renndistanz – bisher durch Runden definiert – beträgt in der neuen Saison immer 45 Minuten plus eine Runde. Die Leistung im Rennmodus steigt von 180 kW auf 200 kW. Fans können weiterhin ihre Lieblingsfahrer unterstützen, indem sie ab sechs Tagen vor dem Rennen bis zur 15. Rennminute unter anderem über die Formel-E-Website abstimmen. Die fünf Fahrer mit den meisten Stimmen erhalten den „FanBoost“, in der zweiten Rennhälfte aktiviert werden kann und die Leistung kurzzeitig auf 250 kW erhöht.

Der Saisonstart markiert gleichzeitig das Renndebüt von zwei weiteren Audi e-tron FE05 im Team Envision Virgin Racing. Der britische Rennstall mit seinen Piloten Sam Bird und Robin Frijns nutzt in dieser Saison die Modelle von Audi inklusive des Antriebsstrangs rund um die Motor-Generator-Unit Audi Schaeffler MGU03. „Schön, dass in dieser Saison zusammen mit Envision Virgin Racing gleich vier Audi e-tron FE05 um Pokale kämpfen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Dass sich diese renommierte Mannschaft für unseren Antriebsstrang entschieden hat, ist auch eine Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit, die unsere Ingenieure zusammen mit den Kollegen unseres Entwicklungspartners Schaeffler leisten.“ 

Bei allen Neuerungen im Umfeld setzt Audi innerhalb des Teams auf Konstanz: Daniel Abt und Lucas di Grassi sind zwei von nur fünf Piloten im Feld, die alle 45 bisher ausgetragenen Formel-E-Rennen absolviert haben. Mit 35 Podiumsplätzen feierten sie dabei mit Abstand die meisten Erfolge. Lucas di Grassi ist mit 27 Pokalen und 611 Punkten erfolgreichster Fahrer der vier Jahre jungen Formel-E-Geschichte. 

„Kaum zu glauben: Jetzt gehöre ich mit 26 Jahren schon zu den Routiniers in einer Rennserie“, schmunzelt Daniel Abt. „Aber wenn man sich anschaut, was sich in der Formel E alles ändern wird, dann sind wohl in der neuen Saison alle 22 Piloten wieder Rookies. Wir haben in den vergangenen Monaten auf und neben der Strecke hart gearbeitet. Jetzt wollen wir in Riad den bestmöglichen Start erwischen und am liebsten schon ein erstes Ausrufezeichen setzen.“

Nach vier Jahren in Fernost ist erstmals Saudi-Arabien Schauplatz des Saisonauftakts. Der 2,494 Kilometer lange Kurs mit seiner langen Geraden und 90-Grad-Kurven vor historischer Kulisse verspricht einen spannenden Renntag. „Wir wollen den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen: Wir standen als Team zuletzt achtmal hintereinander auf dem Podium und möchten diese Serie ausbauen“, sagt Lucas di Grassi. „Unser e-tron FE05 ist ein starkes Auto, das Team ist nochmals gereift und enger zusammengewachsen. Natürlich wird die Konkurrenz härter, weil jeder immer mehr in das Thema Formel E investiert. Auch wir haben jedes Detail noch einmal hinterfragt und verbessert. Wir sind bereit.“

Am Sonntag nach dem Rennen (16. Dezember) steht in Ad Diriyah noch ein offizieller Testtag der Formel E auf dem Programm. Für Audi Sport ABT Schaeffler übernimmt Test- und Entwicklungsfahrer Nico Müller dann das Cockpit eines Audi e-tron FE05.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Heiß auf Eis: Audi beim GP Ice Race in Österreich

  • Audi RS 5 DTM und Audi e-tron FE04 erstmals mit Spikes auf Eis
  • René Rast und Daniel Abt in Zell am See auf glattem Untergrund
  • Acht Jahrzehnte Audi-Motorsport-Geschichte
René Rast (l.) und Daniel Abt
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Motorsport mal anders: Noch nie sind so unterschiedliche Rennwagen aus dem Motorsport-Programm von Audi zusammen auf Schnee und Eis gefahren. Das ändert sich am 19. und 20. Januar 2019: Beim GP Ice Race im österreichischen Zell am See driftet Daniel Abt mit dem elektrisch angetriebenen Audi e-tron FE04 um einen Eisparcours. DTM-Champion René Rast bändigt erstmals seinen Audi RS 5 DTM auf glattem Untergrund.

Von 1937 bis 1973 waren Eisrennen in Zell am See ein Publikumsmagnet und Treffpunkt der internationalen Motorsport-Elite. Diese Tradition lässt das Organisationsteam um Ferdinand Porsche und Vinzenz Greger nach 45 Jahren aufleben. Audi Tradition nutzt das Revival, um Geschichte und Zukunft des Rennsport-Programms zu demonstrieren – unter anderem mit einem Auto Union Typ C, der Teil der historischen Ausstellung ist. Hans Stuck gewann damit 1938 ganz in der Nähe von Zell am See das Großglockner-Bergrennen. Das spektakulärste Rallyeauto aller Zeiten, der Audi Sport quattro S1, wird ebenfalls beim GP Ice Race seine Runden drehen.

Es wird definitiv laut und schnell, wenn René Rast seinen Audi RS 5 DTM in Zell am See startet. Der DTM-Champion von 2017 ist neugierig, wie gut die Spike-Reifen mit den mehr als 500 PS seines Rennwagens klarkommen. „Im Kart bin ich einmal auf Spikes ein Eisrennen gegen Nico Rosberg gefahren und mit der Audi driving experience war ich schon in Schweden“, sagt der 32-jährige Profi. „Eis ist natürlich die absolute Herausforderung für einen Rennfahrer. Alles läuft wie in Zeitlupe ab und trotzdem müssen wir uns voll konzentrieren. Es ist einerseits Spaß, andererseits wollen wir immer auch das Limit fühlen. Ich bin schon sehr gespannt.“

Daniel Abt ist in seinem offenen Cockpit noch näher an den stiebenden Kristallen. Der Allgäuer, der 2018 in der Formel E sein Heimrennen in Berlin gewann, steuert das Formel E-Meisterauto Audi e-tron FE04. Der elektrische Rennwagen krallt sich ebenfalls mit Spikes in den Untergrund. „Im Monoposto auf Eis – was für eine Kombination!“, sagt der 26 Jahre alte Audi-Pilot. „Einmal bin ich ein Eiskartrennen gefahren, ein anderes Mal war ich auf Schnee Beifahrer bei Mattias Ekström im Rallycross-Audi. Aber selbst habe ich noch nie ein Rennauto auf Eis bewegt. Das wird sicher eine Super-Gaudi. Ich hoffe, dass ich keinen Eiskratzer für mein Helmvisier brauche ...“

Montag, 10. Dezember 2018

DTM: Zugabe beim „Young-Driver-Test“: Mercedes-AMG-Autos in Jerez

  • Die drei diesjährigen DTM-Boliden testen noch einmal gemeinsam
  • Habsburg überrascht mit kurzfristigem Wechsel von Audi zu HWA
  • BMW sucht Fahrer für das letzte freie Werks-Cockpit
#23 Daniel Juncadella, Mercedes-AMG C 63 DTM
Foto: dtm.com
Der Mercedes-AMG C 63 DTM geht in die Verlängerung: Die HWA AG, langjährige Entwicklungs- und Einsatzmannschaft des Stuttgarter Herstellers in der DTM, setzt beim „Young-Driver-Test“ vom 10. bis 12. Dezember im spanischen Jerez noch einmal das diesjährige Mercedes-AMG-Auto ein. Der Konzern hat sich zwar zum Saisonende 2018 aus der DTM verabschiedet, doch in Andalusien wird ein DTM-Auto mit dem Stern auf der Motorhaube noch einmal gemeinsam mit Audi und BMW auf einer Rennstrecke zu sehen sein. Als Referenzfahrer im Mercedes-AMG ist der langjährige DTM-Pilot Daniel Juncadella mit von der Partie.

Für den Test nominierte HWA neben dem Spanier Juncadella die Youngster Jake Dennis (23), Jake Hughes (24), Thomas Preining (20) und Ferdinand Habsburg (21). Insbesondere die Nominierung des Österreichers Habsburg ist eine Überraschung, denn das Talent aus der Formel 3 war ursprünglich bei Audi für den Test in Jerez vorgesehen und war von den Ingolstädtern auch bereits kommuniziert worden.

Audi hatte die Fahrer des RS 5 DTM bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Mit dem 27 Jahre alten Rallycross-Star Andreas Bakkerud, dem dreimaligen Le-Mans-Sieger und ehemaligen Champion der japanischen SUPER GT, Benoît Tréluyer (42), dem im Kundensport-Programm von Audi Sport erfolgreichen Belgier Frédéric Vervisch (32), dem Italiener Mattia Drudi (20) und den Formel-3-Fahrern Jonathan Aberdein (20) aus Südafrika und Sacha Fenestraz (19) aus Frankreich, darf sich bei den Ingolstädtern gleich ein Sextett beweisen. Fenestraz ist kurzfristig für Habsburg nachgerückt.

Aberdein und Fenestraz sitzen für WRT, das erste Kundenteam für die neue Ära der DTM, im Cockpit. Vincent Vosse sagt gegenüber DTM.com: „Wir haben in Jerez die Möglichkeit, zum ersten Mal mit einer 2018-Spezifikation im DTM-Umfeld zu arbeiten.“ Nach Aussage des Teamchefs werden die beiden WRT-Fahrer für die DTM-Saison 2019 Ende Dezember oder Anfang Januar offiziell verkündet. Das im belgischen Baudour beheimatete W Racing Team hat sich international einen Namen gemacht durch zahlreiche Siege und Meistertitel mit dem GT3-Rennwagen Audi R8 LMS.

Der „Young-Driver-Test“ nach Abschluss der Saison hat in der DTM Tradition. Die Hersteller geben im Zuge einer Fahrerselektion talentierten Piloten aus der Formel 3 sowie anderen Serien eine Chance, ihr Können im DTM-Auto zu zeigen.
Audi RS 5 DTM 2019, BMW M4 DTM 2019
Foto: dtm.com
Für BMW werden neben Werksfahrer Nick Catsburg (30) noch der dänische BMW-Junior Mikkel Jensen (23), der Südafrikaner Sheldon van der Linde (19) sowie der Brite Nick Yelloly (28) zum Einsatz kommen. Die Münchner benötigen einen neuen Fahrer für 2019, da sich Augusto Farfus bei BMW künftig auf GT-Einsätze konzentrieren wird. Referenzfahrer für das Quartett ist der diesjährige DTM-Rookie Philipp Eng. Bei BMW kommt wie auch bei Audi ein 2018er Auto für die Youngster zum Einsatz sowie ein „CLASS-1“-Prototyp. Bei den Münchnern steuern diesen die ehemaligen Champions Bruno Spengler und Marco Wittmann.


Auch R-Motorsport, das 2019 als exklusives Aston-Martin-Team sein DTM-Debüt geben wird, hat noch keine Fahrer für den Einstieg mit dem britischen Luxus-Sportwagenhersteller nominiert. Die Aston-Martin-DTM-Autos werden von einem Joint Venture von HWA AG und der Schweizer AF Racing entwickelt. Beim Test in Jerez wird das neue DTM-Team noch nicht dabei sein.

Samstag, 8. Dezember 2018

PROsport-Aston Martin mit Daniel Keilwitz und Maxime Martin

  • Erste Fahrerpaarung von PROsport Performance für das ADAC GT Masters steht fest
  • Daniel Keilwitz tritt im Aston Martin Vantage GT3 mit Maxime Martin an

Aston Martin Vantage GT3 
Foto: Aston Martin 
Die erste Fahrerpaarung von PROsport Performance für das ADAC GT Masters 2019 steht fest: Aston-Martin-Werksfahrer Maxime Martin (32, B) und Ex-Champion Daniel Keilwitz (29, Villingen) werden in einem von zwei Aston Martin Vantage GT3 für das Team von Christoph Esser antreten. Als offizieller Race-Partner von Aston Martin Racing wird PROsport Performance zwei neue Aston Martin Vantage GT3 im ADAC GT Masters einsetzen und darüber hinaus zwei Aston Martin Vantage GT4 in der neuen ADAC GT4 Germany einsetzen. Das ADAC GT Masters startet vom 27. bis 29. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2019, Tickets gibt es unter adac.de/motorsport im Vorverkauf.

„Maxime Martin und Daniel Keilwitz sind eine überaus starke Fahrerpaarung mit sehr viel Erfahrung sowohl im GT3-Rennwagen als auch im ADAC GT Masters, die uns in der ersten Saison in dieser hart umkämpften Rennserie sicherlich enorm helfen wird. Wir freuen uns jedenfalls sehr auf Maxime und Daniel sowie auf eine spannende Saison mit Aston Martin“, äußert Christoph Esser, Teamchef und Geschäftsführer von PROsport Performance.

Maxime Martin, seit 2018 Werksfahrer von Aston Martin Racing unter anderem in der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC), kehrt 2019 nach Deutschland zurück. Vier Jahre fuhr er in der DTM, im ADAC GT Masters startete er zuletzt 2012 und kann auf insgesamt fünf Siege zurückblicken. Keilwitz ist der nach Siegen erfolgreichste Fahrer im ADAC GT Masters, gewann bisher 22 Rennen und 2013 den Titel. 

David King, Präsident von Aston Martin Racing, erklärt: „Wir sind begeistert über unsere neue Verbindung zu PROsport Performance im ADAC GT Masters. Wenn wir unseren Werksfahrer Maxime Martin im Team neben Daniel Keilwitz platzieren, so ist das ein starkes Signal, dass wir dieses Programm in der Tat sehr ernst nehmen. Deutschland ist ein wichtiger Markt für Aston Martin. Mit dem neuen Vantage GT3 wollen wir ganz klar unsere Kernelemente Sport, Ausdauer und Leistung demonstrieren, die unseren Ruf als Hersteller in Verbindung mit zahlreichen Meisterschafts-Erfolgen begründen.“

Maxime Martin ist gespannt auf sein Comeback in Deutschland: „Ich freue mich sehr auf die Saison 2019 mit PROsport Performance. Sie sind ein sehr angesehenes Team, und das ADAC GT Masters ist eine sehr starke Meisterschaft. Ich denke, wir sind sehr stark aufgestellt und können mit Blick auf den Titelkampf nach vorne schauen. Die Partnerschaft mit Daniel ist für das Team aufregend, weil er sehr erfahren ist und weiß, wie man die Meisterschaft gewinnt. Ich denke, dass wir ein sehr wettbewerbsfähiges Fahrer-Team bilden. Ich freue mich sehr auf die Rückkehr in das ADAC GT Masters. Ich habe es genossen, als ich 2012 dort gefahren bin, und ich kenne alle Strecken und liebe es, in Deutschland zu fahren. Das wird Spaß machen!“

Daniel Keilwitz freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich bin wirklich glücklich, Teil dieses neuen Projektes sein zu dürfen. Aston Martin steht für Erfolge im Motorsport, PROsport Performance ist enorm motiviert, und Maxime Martin ist ein extrem schneller GT3-Pilot – das ist ein echt starkes Paket, und ich kann das erste Rennen kaum erwarten. Nach neun erfolgreichen Jahren im gleichen Team freue ich mich auf diese neue Herausforderung und auf die Möglichkeit, meine Erfahrung einbringen zu können. Das ADAC GT Masters ist meiner Meinung nach eine der stärksten GT3-Rennserien weltweit, die mit dem neuen Aston Martin Vantage GT3 eine weitere Bereicherung erfährt.“

Freitag, 7. Dezember 2018

Ravenol offizieller Schmierstoffpartner der ADAC GT4 Germany

  • Kalender 2019 steht fest: Sechs Events im Rahmen des ADAC GT Masters
  • Ravenol offizieller Schmierstoffpartner der ADAC GT4 Germany
  • Einschreibungen für Premierensaison beginnen am 3. Dezember
Thomas Voss (ADAC), Martin Huning (Ravenol), Lars Soutschka (ADAC), (v.l.)
Foto: ADAC-Motorsport
Die ADAC GT4 Germany startet 2019 mit sechs Events im Rahmen des ADAC GT Masters in ihre Premierensaison. Die neue Serie startet in Deutschland, Österreich und den Niederlanden und darf auch frühzeitig auch einen neuen Partner begrüßen: Ravenol wird offizieller Schmierstoffpartner der ADAC GT4 Germany. Die Logos von Ravenol werden in der ADAC GT4 Germany unter anderem auf den Nummernschildträgern zu sehen sein. Einschreibungen für die erste Saison der ADAC GT4 Germany sind ab dem 3. Dezember online unter adac.de/motorsport möglich. Die ADAC GT4 Germany startet vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Debütsaison. Tickets gibt es unter adac.de/motorsport im Vorverkauf. 

Ravenol ist ein langjähriger Partner von ADAC Motorsport. Der Schmierstoffhersteller aus Ostwestfalen engagiert sich seit 2016 beim ADAC GT Masters und ist nun einer der ersten Partner der ADAC GT4 Germany. 

"Für Ravenol ist die Partnerschaft in der neuen ADAC GT 4 die Fortsetzung einer seit Jahren erfolgreichen Kooperation mit dem ADAC. Viele Teams aus dem GT Sport setzen die Schmierstoffe aus unserem Haus ein. Deshalb wird Ravenol auch auf den Fahrzeugen sichtbar sein", so Ravenol Motorsport Director Martin Huning. 

"Wir begrüßen Ravenol als Partner unserer neuen ADAC GT4 Germany. Ravenol ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner von ADAC Motorsport und genießt auch bei unseren Teilnehmern einen hervorragenden Ruf. Wir freuen uns gemeinsam mit Ravenol in die Debütsaison der ADAC GT4 Germany zu starten", sagt Thomas Voss, ADAC Leiter Motorsport und Klassik. 

Sechs Mal startet die ADAC GT4 Germany 2019 im Rahmen des ADAC GT Masters. Nach dem Saisonstart in Oschersleben Ende April findet das zweite Rennwochenende auf dem Red Bull Ring (7. bis 9. Juni) statt, anschließend geht es vom 9. bis 11. August zum Circuit Zandvoort in die Niederlande. Die zweite Saisonhälfte startet vom 16. bis 18. August auf dem Nürburgring, das vorletzte Rennwochenende wird vom 13. bis 15. September auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Finale findet gemeinsam mit ADAC GT Masters, ADAC TCR Germany, ADAC Formel 4 und dem Porsche Carrera Cup Deutschland vom 27. bis 29. September auf dem Sachsenring statt. 

Über Ravenol

Die Ravensberger Schmierstoffvertrieb GmbH entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Schmierstoffe. Von Motorenölen über Getriebeöle, Hydrauliköle sowie Kühlmittel, Winterchemie, Fette, Additive, Reiniger und Autopflegemittel reicht das umfassende Sortiment. Das ostwestfälische Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 70jähriges Bestehen. Seit dem Wiedereinstieg in den Motorsport im Jahr 2004 ist RAVENOL auch hier national und international ein fester Begriff. Rennserien und Teams aus dem Formel-, Tourenwagen- und Rallyesport nutzen Qualitäts-Rennschmierstoffe "Made in Germany". Auch im maritimen Rennsport und im Zweiradbereich werden RAVENOL-Schmierstoffe eingesetzt. Langjährig stark vertreten ist das Unternehmen vor allem auch im Bereich Sportwagen-Wettbewerbe. 

Termine ADAC GT4 Germany 2019 

26. - 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
07. - 09.06.2019 Red Bull Ring (A)
09. - 11.08.2019 Circuit Zandvoort (NL)
16. - 18.08.2019 Nürburgring
13. - 15.09.2019 Hockenheimring Baden-Württemberg
27. - 29.09.2019 Sachsenring

Dienstag, 4. Dezember 2018

ADAC-GT-Masters 2019: Sieben Events, 76 Rennen

  • Starkes Rahmenprogramm beim ADAC GT Masters 2019 
  • ADAC Formel 4 und ADAC TCR Germany weiterhin dabei
  • Neue ADAC GT4 Germany sorgt für noch mehr GT-Action
  • Porsche Carrera Cup Deutschland feiert Jubiläum und startet bei sechs Veranstaltungen
Foto: Jens Hawrda

Starkes Motorsport-Powerpack beim ADAC GT Masters: Im kommenden Jahr tritt das ADAC GT Masters gemeinsam mit der neuen ADAC GT4 Germany, der ADAC TCR Germany, der ADAC Formel 4 und dem Porsche Carrera Cup Deutschland in einem Veranstaltungspaket an. Nur bei den ersten beiden Veranstaltungen ist das Programm leicht abweichend. Insgesamt dürfen sich Fans bei den sieben Veranstaltungen auf 76 Rennen freuen. Teams können sich ab dem 3. Dezember für die vier Serien des ADAC einschreiben, Saisonstart ist vom 27. bis 29. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Tickets für alle sieben Veranstaltungen sind im Vorverkauf online unter adac.de/motorsport erhältlich. Wer sich bis Ende Dezember Tickets sichert, profitiert von günstigen Angeboten. 

Die Zuschauer erwartet an den Rennstrecken erneut ein abwechslungsreiches Paket vom Formelsport über Tourenwagen bis zu GT-Sportwagen. Fester Bestandteil des Rahmenprogramms sind weiterhin die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany. Die ADAC TCR Germany liefert bei allen sieben Läufen reichlich Tourenwagenaction. In der Nachwuchsserie ADAC Formel 4 kämpfen die Motorsportstars von morgen um Siege und Pokale. Die Youngster treten außer in Most bei allen Rennwochenenden an, im Rahmen des Mercedes-Benz Formel 1 Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring (26. bis 28. Juli) steht das einzige Rennwochenende außerhalb des ADAC GT Masters auf dem Programm. 

Erstmals am Start ist die neue ADAC GT4 Germany, die in ihrer Debütsaison 2019 mit Ausnahme der Veranstaltung in Most bei allen Events des ADAC GT Masters antritt. Junge Talente und Amateurfahrer können hier ihre ersten Schritte im GT-Sport unternehmen. Der Porsche Carrera Cup Deutschland hat bereits in diesem Jahr die Fans des ADAC GT Masters begeistert und feiert 2019 das 30. Jubiläum. Im Rahmen des ADAC GT Masters ist der Porsche Carrera Cup Deutschland im kommenden Jahr gleich sechs Mal am Start. Lediglich die Veranstaltung in Oschersleben lässt Deutschlands schnellster Markenpokal aus. 

Beim Saisonstart in Oschersleben und in Most ist auch die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) am Start, in Tschechien gibt der Octavia Cup ein einmaliges Gastspiel. Auch neben den Rennstrecken ist für Kurzweil gesorgt: der freie Zugang zum Fahrerlager, der Pitwalk und die Autogrammstunde sind weiterhin fester Bestandteil eines jeden Events. 

Rahmenrennserien ADAC GT Masters 2019 

Oschersleben: 
ADAC GT Masters, ADAC TCR Germany, ADAC GT4 Germany, ADAC Formel 4, STT 

Most: 
ADAC GT Masters, ADAC TCR Germany, Porsche Carrera Cup Deutschland, Octavia Cup 

Red Bull Ring, Zandvoort, Nürburgring, Hockenheimring, Sachsenring:
ADAC GT Masters, ADAC TCR Germany, ADAC GT4 Germany, ADAC Formel 4, Porsche Carrera Cup Deutschland 


Termine ADAC GT Masters 2019

26. - 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
17. - 19.05.2019 Autodrom Most (CZ)
07. - 09.06.2019 Red Bull Ring (A)
09. - 11.08.2019 Circuit Zandvoort (NL)
16. - 18.08.2019 Nürburgring
13. - 15.09.2019 Hockenheimring Baden-Württemberg
27. - 29.09.2019 Sachsenring

Montag, 3. Dezember 2018

René Rast Rennfahrer des Jahres 2018

Renè Rast
Foto: Audi-Motorsport
Große Ehre für René Rast: Der Audi-Werksfahrer wurde von den Lesern der Fachzeitschrift AUTOBILD MOTORSPORT zum „Deutschen Rennfahrer des Jahres 2018“ gewählt. Rast nahm die prestigeträchtige Trophäe am Freitagabend im Rahmen der AUTOBILD MOTRSPORT Race Night auf der Essen Motor Show entgegen. „Diese Auszeichnung macht mich sehr stolz“, sagte Rast. „Die Saison war unglaublich. Nach dem schwierigen Saisonstart hätte ich nie damit gerechnet, am Ende sechs Rennen in Folge zu gewinnen und noch Vizemeister zu werden. Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass die Saison 2019 beginnt. Die neuen Turboautos sind einfach mega."

In Essen ebenfalls geehrt wurde das Team Audi Sport ABT Schaeffler, das sich mit einer sehenswerten Aufholjagd den Teamtitel in der Elektrorennserie Formel E gesichert hatte. Stellvertretend für das Team nahmen Audi-Motorsportchef Dieter Gass, Hans-Jürgen Abt, Daniel Abt und Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer vom Audi-Partner Schaeffler den „Elektro Award“ der Redaktion entgegen. Die neue Formel-E-Saison beginnt bereits in zwei Wochen (15. Dezember).

Donnerstag, 29. November 2018

Die Reise beginnt: Audi startet Formel-E-Welttournee


  • Beide Audi e-tron FE05 auf dem Weg zum Saisonauftakt am 15. Dezember
  • Gut acht Tonnen Material für Daniel Abt und Lucas di Grassi unterwegs
  • Teamchef Allan McNish: „Große Aufregung und Vorfreude“
 Audi e-tron FE05
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 



Der Countdown läuft: In 16 Tagen startet die Formel E in ihre neue Saison. Audi Sport ABT Schaeffler geht mit seinen Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi als Titelverteidiger ins Rennen. Jetzt haben die beiden rein elektrischen Audi e-tron FE05 ihre Welttournee angetreten, die sie über fünf Kontinente, durch elf Länder und über insgesamt mehr als 70.000 Kilometer führen wird.

Die Kisten sind geschlossen, die Frachtpapiere komplett: Insgesamt gut acht Tonnen Material sind jetzt auf dem Weg in die Formel-E-Saison. Erster Stopp ist Ad Diriyah vor den Toren von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Dort nehmen die Mechaniker ihre beiden Audi e-tron FE05 zum Auftakt der Saison wieder in Empfang. Am 15. Dezember um 15 Uhr Ortszeit schaltet die Startampel zum ersten Mal wieder auf Grün. Es ist das erste Etappenziel einer langen Reise, die schon 2017 mit dem Entwicklungsstart des rein elektrischen Rennautos begann.

In den Containern und Boxen des Teams befinden sich nicht nur die Autos. Auch zwei komplette Sätze Bodywork sowie fünf Fahrzeugnasen inklusive Frontflügel als Reserve gehen mit auf die Reise. Zudem transportiert DHL – Logistikpartner der Serie und des deutschen Audi-Teams – die vollständige Ausstattung der Boxen, das gesamte Werkzeug der Mechaniker sowie zahlreiche weitere Verbrauchsmittel und Ersatzteile. Außerdem an Bord: eine italienische Espressomaschine, eine Stereoanlage und zwölf Schirme für Sonne oder Regen.

„Es ist ein bisschen wie beim Roulette: Nichts geht mehr“, schmunzelt Teamchef Allan McNish. „Unser neu entwickelter Antriebsstrang ist versiegelt, die Testfahrten sind beendet, die Rennautos verladen – wenn wir die Kisten wieder öffnen dürfen, startet endlich die neue Saison. Auf diesen Moment haben wir uns die vergangenen Monate intensiv vorbereitet, und entsprechend groß ist die Aufregung und Vorfreude.“

Nach dem ersten Rennen führt die Tournee die Teams nach Marrakesch, Santiago de Chile, Mexiko-Stadt, Hongkong und in den chinesischen Urlaubsort Sanya. Erst vor der Rückkehr der Formel E nach Europa im April kommen die Rennautos zurück zu Audi Sport nach Neuburg. Bis dahin werden sie direkt von Rennstrecke zu Rennstrecke transportiert – eine logistische Herausforderung, die DHL mit einer optimalen Kombination aus Flug-, Schiffs- und Landtransport meistert. Durch die Auswahl der effizientesten Transportmittel und Routen sowie den gemeinsamen Transport von Fahrzeugen und Materialien werden die Emissionen so gering wie möglich gehalten. Grundsätzlich verfolgt die Formel E das Ziel, ihre Emission stufenweise zu reduzieren und langfristig zu kompensieren.

In der zweiten Saisonhälfte geht es dann für Mannschaft und Technik quer durch Europa mit Rennen in Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern. Krönender Abschluss der mehr als 70.000 Kilometer langen Welttournee ist Mitte Juli 2019 das Saisonfinale in New York.

Mittwoch, 28. November 2018

DTM: Rookies und Routiniers testen den Audi RS 5 DTM

Loïc Duval, Audi Sport RS 5 DTM #28 (Audi Sport Team Phoenix)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Insgesamt sechs Fahrer bekommen die Gelegenheit, den Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke zu testen. Einer der Piloten, die vom 10. bis 12. Dezember im spanischen Jerez Erfahrung im 2018er-DTM-Audi sammeln dürfen, ist der 27 Jahre alte Rallycross-Star Andreas Bakkerud. Ebenfalls zum Einsatz kommen der dreimalige Le-Mans-Sieger und ehemalige Champion der Japanischen Super GT, Benoît Tréluyer (42), der im Kundensport-Programm von Audi Sport erfolgreiche Belgier Frédéric Vervisch (32) sowie der junge Italiener Mattia Drudi (20), der in dieser Saison bei Starts im Audi R8 LMS für Audi Sport Italia einen starken Eindruck hinterlassen hat. Auch zwei Formel-3-Fahrer werden hinter dem Steuer des über 500 PS starken Audi Platz nehmen: der Österreicher Ferdinand Habsburg (21) und Jonathan Aberdein (20) aus Südafrika. Außerdem wird das Team WRT um Teamchef Vincent Vosse erstmals die Möglichkeit nutzen, beim Test dabei zu sein, um sich auf die neue Herausforderung einzustellen.

Dienstag, 27. November 2018

IDM 2019: ADAC kehrt mit dem Junior Cup zurück

Der ADAC-Junior Cup startet ab 2019 wieder im Rahmen der IDM
Foto: ADAC-Motorsport
Der renommierte ADAC Junior Cup powered by KTM geht 2019 wieder im Rahmen der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) an den Start. Die deutlich gestiegene Attraktivität und das vermehrte Zuschauerinteresse an Deutschlands höchster Straßenrennsportserie für Motorräder haben Europas größten Mobilitätsclub nach drei Jahren zur Rückkehr mit der Nachwuchsklasse bewegt. Der Schulterschluss mit dem ADAC erstreckt sich 2019 zunächst auf drei IDM-Veranstaltungen: Lausitzring (17.-19. Mai 2019), Most (9.-11. August 2019) und das Hockenheim-Finale (27.-29. September 2019). Außerdem startet der ADAC Junior Cup powered by KTM im Rahmen der German Speedweek Oschersleben (6.-9. Juni 2019), wo auch alle IDM-Prädikatsklassen um Meisterschaftspunkte kämpfen.

Die Zusage des ADAC verleiht der IDM unter der Leitung der Motor Presse Stuttgart als Promoter noch mehr Rückenwind. Die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer aus dem ADAC Junior Cup powered by KTM  bekommen wiederum die Chance, im deutschsprachigen Umfeld zu fahren und direkte Kontakte für ihren nächsten Karrieresprung zu knüpfen. Die Cup-Teilnehmer sind zwischen 13 und 21 Jahren alt. Sie fahren auf Einzylinder-Viertaktern von KTM mit einer Motorleistung von rund 40 PS. Bei jeder IDM-Veranstaltung werden zwei Wertungsläufe ausgetragen.

Samstag, 24. November 2018

Formel-E: Interview mit António Félix da Costa

António Félix da Costa: "Mit dem BMW iFE.18 haben wir etwas sehr Aufregendes geschaffen."


Antònio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
Beim Eröffnungsrennen in Ad Diriyah (KSA) startet das Team von BMW i Andretti Motorsport am 15. Dezember in die erste Saison der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. BMW-Werksfahrer António Félix da Costa (POR) hat die Serie aus der 1. Staffel gekannt. Nun eröffnet er zusammen mit BMW und Andretti Motorsport ein neues Kapitel. Im Interview spricht er über die beeindruckende Entwicklung der Formel E und die neuen Herausforderungen mit dem BMW iFE.18 in der fünften Saison.

António, Saison 5 der ABB FIA Formel E-Meisterschaft, markiert Ihre fünfte Saison in dieser Serie. Wie hat es sich von Anfang an entwickelt?

António Félix da Costa: „Von Anfang an dabei zu sein, war es wirklich beeindruckend, das Wachstum und die Veränderungen in der Formel E in den letzten vier Saisons zu sehen. Es begann mit etwas, an das die Leute nicht wirklich glaubten, einschließlich mir selbst, und nun möchte jeder Fahrer ein Teil davon sein. Aber nicht nur das, schauen Sie sich an, wie professionell es ist, wie viele Top-Hersteller gekommen sind, wie viele Fans anwesend sind und wie viele Sponsoren beteiligt sind. Es ist wirklich das Interesse der Motorsportwelt geweckt. Es war eine wirklich gewaltige Reise für uns alle und es ist jetzt eine Serie, die jeder ernst nimmt. Es ist wirklich sehr groß geworden. “

Was ändert sich für Sie persönlich, wenn BMW als Hersteller einsteigt?

Félix da Costa: „Als BMW-Werksfahrer in der Formel E zu sein, habe ich von Anfang an angestrebt. Ich hoffte von der ersten Staffel, dass BMW eines Tages involviert sein würde, und jetzt, in der fünften Staffel, treten sie richtig ein. Es sind eigentlich alle Teile des Puzzles, die zusammenkommen. Es ist schön, wenn Sie einen Plan haben und es klappt. Ich freue mich sehr auf diese Saison - ich hoffe, dass wir gemeinsam viel erreichen können. “
Antònio Felix da Costa beim Test in Valnecia
Foto: BMW-Motorsport
Wie kann sich die Meisterschaft mit dem Einstieg von BMW und anderen Herstellern verbessern?

Félix da Costa: „Ein großer Faktor für den Erfolg der Meisterschaft war die Anzahl der Hersteller. BMW ist ein sehr erfolgreicher Hersteller auf der ganzen Welt und in den fünften und sechsten Staffeln werden weitere große Spieler, darunter Porsche, Mercedes, Audi, Nissan und Jaguar, auf Kurs kommen. Es ist sehr aufregend, für jede Serie dieses Interesse und Engagement von Branchenführern zu haben, was auf eine sehr starke Zukunft hindeutet. “

Wie aufregend ist es, Teil eines ganz neuen Projekts wie dem BMW iFE.18 zu sein?

Félix da Costa: „Es ist wirklich spannend, Teil von etwas Neuem zu sein. Ich bin noch jung und ziemlich frisch mit einem Hersteller, daher ist es großartig, ein neues Projekt in einem Unternehmen wie BMW entwickeln zu können. In München sind viele Spitzenleute engagiert, die sich sehr darauf freuen, dass dieses Baby geboren wird und so schnell wie möglich wächst. “

Wie fühlt es sich an, den BMW iFE.18 zu fahren?

Félix da Costa: „Das neue Auto hat sich vom ersten Tag an sehr gut angefühlt. Das Fahrverhalten ist wirklich gut. Natürlich waren wir, wie alle anderen in der Startaufstellung, besorgt darüber, wie wir uns gegen unsere Konkurrenten behaupten würden, aber wir sind beim Test in Valencia aufgetaucht und haben gezeigt, dass wir ein leistungsfähiges und zuverlässiges Auto haben. Mit dem BMW iFE.18 haben wir etwas sehr Aufregendes geschaffen und ich kann es kaum erwarten, in der fünften Saison an den Start zu gehen. “

Wie viel kann Ihre Arbeit auf der Rennstrecke zu den nächsten Generationen von Elektroautos beitragen?

Félix da Costa: „Mit dem Formula E-Projekt können sich BMW für sich selbst mehr herausfordern. Das Rennprogramm gibt ihnen eine Testumgebung, ein Labor für die Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs. Wir ermutigen die Entwickler von Straßenfahrzeugen, ihre Entwicklungswerkzeuge so aggressiv wie möglich voranzutreiben. Ich denke, die Formel E hat BMW bereits dabei geholfen, die Messlatte für E-Mobility zu setzen, und ich denke, dass dies dazu beitragen wird, sie in den nächsten Jahren noch weiter anzuheben. “

Wie viel Spaß macht ein Elektroauto?

Félix da Costa: „Elektrische Straßenautos sind cool, lustig und aufregend. Ich denke, die Formel E ist eine fantastische Art, dies zu zeigen. In der Formel E müssen wir unsere Energie bewältigen, um zum Ende zu kommen, aber dies ist eine zusätzliche Motivation für uns. Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, und wenn wir dazu neue Fahrstile lernen, können wir dies im Alltag auf die Straße bringen. “

Zurück zum Rennsport: Was sind die wichtigsten technischen Unterschiede zwischen dem BMW iFE.18 und dem Gen1?

Félix da Costa: „Das Auto der zweiten Generation sieht viel schöner aus - es ist ein großer Schritt nach vorne, wie futuristisch und aggressiv es aussieht. Technisch gesehen haben wir mehr Kraft und mehr Reichweite, was den Wagenwechsel während des Rennens überflüssig macht. Außerdem haben wir das Brake-by-Wire-System. Dies ist für uns ein großer Schritt nach vorne, da die Softwareseite das gesamte Bremsen und Abbremsen des Autos steuern kann und wann wir bremsen, wie viel Regeneration in die Batterie zurückfließt. “

Können Sie bitte die neuen Regeln für die Leistungsmodi erläutern?

Félix da Costa: „Während der Rennen werden wir jetzt mit 200 kW laufen. Dies war unsere Qualifikation aus dem vergangenen Jahr. Im Qualifying stehen uns jetzt sogar 250 kW zur Verfügung. In diesem Jahr wird es auch einen 'Angriffsmodus' geben: Sie müssen etwas offline gehen, um ihn auszulösen, dann haben Sie eine bestimmte Zeit, die Sie mit 225 kW laufen können. Dadurch können wir schneller vorgehen, angreifen, verteidigen und die Menschen dazu ermutigen, während des gesamten Rennens unterschiedliche Strategien zu verfolgen. “

Was sind die besonderen Herausforderungen, die Sie als Fahrer und das Auto auf den engen und oft holprigen Straßenkursen stellen müssen?

Félix da Costa: „Straßenkurse sind für Rennfahrer immer eine große Herausforderung. Traditionell hatten wir nur ein oder zwei Rennen pro Jahr, aber mit der Formel E ist fast jedes Rennen eine Straßenbahn, eine unglaubliche neue Herausforderung. Ich habe die Straßenrunden immer geliebt und hatte schon vor der Formel E große Erinnerungen daran, dass sie den Grand Prix von Macau zweimal gewonnen und in Monaco auf dem Podium gestanden haben. Ich gehe wirklich gerne auf holprigen Tracks ohne Platz für Fehler. “

Was erwarten Sie allgemein von Ad Diriyah und der Saison?

Félix da Costa: „Der Test in Valencia verlief für uns gut. Die Ergebnisse des Tests gibt uns viel Selbstvertrauen, aber wir müssen demütig bleiben. Unsere Konkurrenten sind extrem stark, deshalb gehen wir mit Ad Diriyah vorsichtig um. Wir sind nicht wirklich sicher, was von der Veranstaltung zu erwarten ist, aber wir gehen mit so viel Kraft und Motivation an, wie wir können, und dann werden wir unsere Ziele und Erwartungen für die Saison von dort aus aufbauen.

Mittwoch, 21. November 2018

Robert Renauer: „Der ADAC GT Masters-Titel ist das Nonplusultra“

  • ADAC GT Masters-Champions Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Doppelinterview
  • Porsche-Piloten gewinnen 2018 erstmals die „Liga der Supersportwagen“
Foto: ADAC-Motorsport

Vor genau 50 Tagen sicherten sich Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (24/F, beide Precote Herberth Motorsport) den Titel im ADAC GT Masters. Die Porsche-Piloten blicken noch einmal auf das Jahr zurück, erzählen, wie sie das dramatische Saisonfinale in Hockenheim erlebt haben und geben einen Ausblick auf 2019. 

Wie lebt es sich als ADAC GT Masters-Meister? Welche Bedeutung hat der Titelgewinn für Sie?

Robert Renauer: „Es war und ist ein tolles Gefühl, den Titel gewonnen zu haben. Für unser Team ist er das Nonplusultra, vor allem, wenn man sieht, wen wir geschlagen haben. Das Starterfeld im ADAC GT Masters ist mit Werksfahrern und großen, namhaften Teams wirklich stark besetzt.“

Mathieu Jaminet: „Der Titel ist mein erster im GT-Sport, daher bedeutet er mir wirklich viel. Ich glaube, es gab in diesem Jahr keine härtere GT-Rennserie. 30 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde gab es nirgendwo anders. Aber es ist auch toll, den Titel mit Robert und Herberth Motorsport gewonnen zu haben. Wir waren das vielleicht kleinste Team, Robert hat teilweise sogar als Mechaniker mitgeholfen. Mit diesem tollen Familienteam das ADAC GT Masters zu gewinnen, macht mich schon stolz.“

Das Finalwochenende in Hockenheim war sehr dramatisch. Wie haben Sie es erlebt? 

Renauer: „Es war nervenaufreibend. Der Samstag lief gut, wir haben unsere Tabellenführung ausgebaut. Doch nachdem wir im Qualifying am Sonntag kein gutes Timing hatten und nur den zehnten Startplatz einfahren konnten, während unser stärkster Titelkonkurrent auf der Pole-Position stand, kam ich schon ins Grübeln. Aber nach dem Start sah es für uns schon wieder ganz anders aus, man braucht halt auch etwas Rennglück. Und das muss man sich auch erst mal verdienen, was uns, denke ich, auch gelungen ist. Denn wir haben das ganze Jahr über einen guten Job gemacht. Ich war froh, dass ich den zweiten Stint gefahren bin. Am Kommandostand zu stehen und nicht mehr eingreifen zu können, ist schrecklich für jeden Fahrer. Gerade wenn von hinten noch die Corvette eine Aufholjagd startet und die Brüder van der Linde vorne sind.“

Jaminet: „Ich saß beim Finalrennen an der Boxenmauer und habe es kaum ausgehalten. Ich hatte Angst, dass noch irgendetwas passiert. Die letzten zehn Minuten waren sicherlich die stressigsten der ganzen Saison. Die übrige Zeit des Wochenendes war ich dagegen zuversichtlich und sehr fokussiert, ohne mir große Gedanken zu machen – auch nach dem Qualifying für das zweite Rennen. Ich wusste, wir hatten nicht die beste Ausgangssituation, aber ich habe mir gedacht: ‚Es ist immer noch alles möglich.‘ Und das hat sich dann auch bewahrheitet.“
Foto: ADAC-Motorsport

Sie bekamen nach dem Finale sicher viele Glückwünsche. Gab es welche, die Sie besonders überrascht oder gefreut haben? 

Renauer: „Ich habe mich sehr über die Nachricht am Abend von Maxi Götz gefreut, der mit uns um den Titel gekämpft hat. Sie war für mich sehr emotional und bewegend, wir kennen uns schließlich schon ewig und haben oft auf der Strecke gegeneinander gekämpft. Es war vor allem schön zu hören, dass uns fast alle den Titel gegönnt haben. Das ist in dem Geschäft auch nicht selbstverständlich.“

Jaminet: „Bei mir war es ähnlich. Auch ich habe zahlreiche Glückwünsche von Fahrern oder Teams bekommen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Es ist wirklich schön, wenn man sieht, dass der Erfolg auch von anderen Leuten gewürdigt wird. Wer mir zum Bespiel auch gratuliert hat, war Jules Gounon, der 2017 das ADAC GT Masters gewonnen hat. Er hatte mir vorher schon Glück gewünscht und gesagt, dass ich die Tradition der französischen Meister fortsetzen müsse.“ 

Wenn Sie zurückblicken, was war letztendlich der Schlüssel zum Titelgewinn? 

Renauer: „Ganz klar unsere Konstanz. Wir haben zwar nicht die meisten Siege oder Podien geholt, sind aber in 14 Rennen neun Mal in die Top Fünf gefahren. Damit das im ADAC GT Masters gelingt, darf man sich wirklich keinen Fehler erlauben. Es beginnt mit einem guten Qualifying und auch die Boxenstopps müssen perfekt klappen.“ 

Jaminet: „Wir waren immer vorn dabei, das war das Entscheidende. Wir hatten in der Saison auch Glück, aber wenn man so regelmäßig punktet, ist der Erfolg erarbeitet. Es gab wohl kaum ein Auto, dass in den Rennen so sauber durchgekommen ist wie unseres. Wir waren sicher über das Jahr gesehen nicht die Schnellsten, aber wir haben die wenigsten Fehler gemacht.“ 

Was war für Sie der Höhepunkt der Saison? 

Renauer: „Zandvoort war sicherlich ein Highlight. Ich hatte leider am Freitagvormittag einen Unfall, bei dem unser Auto recht stark beschädigt wurde. Wir mussten deswegen eine Nachtschicht einlegen. Das Auto war schon am Samstag eine Rakete, aber wir haben es noch nicht umsetzen können, aber am Sonntag haben wir dann unseren einzigen Saisonsieg geholt.“

Jaminet: „Der Sieg in Zandvoort war auf jeden Fall ein Highlight. Wir haben hart dafür gearbeitet. Vor dem Wochenende hatten wir nicht unbedingt damit gerechnet, da die Strecke dem Porsche nicht so liegt. Für mich war es der erste Sieg seit dem Saisonauftakt 2017, daher wurde es auch mal wieder Zeit. Zudem habe ich die Pole-Position geholt und bin die schnellste Rennrunde gefahren – ein perfekter Tag. Wir haben aber auch sonst viele tolle Rennen gehabt – wie zum Beispiel in Most, wo wir zwei Mal Dritte wurden und unsere meisten Punkte holten.“ 

Gab es denn auch ein Rennen oder ein Wochenende, in dem gar nichts ging? 

Renauer: „Für mich war der Nürburgring ein Tiefpunkt, da wir dort nicht wussten, warum das Auto nicht funktionierte. Wir haben viel ausprobiert, aber es ging einfach nicht viel voran. Das war sicherlich unser schwächstes Wochenende. Aber im Schnitt haben wir eine sehr ordentliche Saison hingelegt.“

Jaminet: „Der Samstag am Sachsenring war hart, ein Desaster. Das Auto hat gut funktioniert, aber wir konnten das nicht in ein gutes Ergebnis ummünzen. Aber dann haben wir uns auf Sonntag konzentriert und mit Platz vier die Tabellenführung zurückerobert. Aber wir hätten an dem Wochenende deutlich mehr Punkte holen können.“

Die Saison war extrem ausgeglichen. Wen würden Sie rückblickend als härtesten Gegner im Titelkampf bezeichnen? 

Renauer: „Für mich waren es Maximilian Götz und Markus Pommer. Sie waren immer vorn dabei. Vor allem ihre Qualifyingergebnisse waren absolute Spitze. Für mich war Maxi zusammen mit Mathieu fahrerisch der Beste im Feld.“

Jaminet: „Ich sehe es ähnlich. Götz war sicher unser stärkster Gegner. Er war überall schnell und hat keine Fehler gemacht. Am Ende hatten er und Pommer jedoch viel Pech. Sie hätten es auch verdient gehabt, den Titel zu gewinnen. Die Corvette war sicher auf dem Papier das stärkste Auto, aber sie hatte zu viele Nuller.“ 

Können Sie schon einen Ausblick auf 2019 geben? Werden wir Sie zusammen in der Startnummer 1 sehen? 

Renauer: „Das wäre natürlich toll, aber es ist noch zu früh, eine konkrete Aussage zu treffen. Unser Programm wird sicherlich ähnlich aussehen wie in diesem Jahr. Mit dem Erfolg im Rücken werden wir mit vielen Leuten sprechen. Vielleicht klappt es, ein zweites Auto an den Start zu bringen. Das würden wir gerne machen. Wir bekommen im Dezember wohl unser erstes Modell des neuen Porsche 911 GT3 R und wollen damit beim 24 Stunden-Rennen in Daytona starten. Das Fahrzeug ist nahezu komplett neu entwickelt, daher ist es gut, schon früh viel Erfahrung zu sammeln.“

Jaminet: „Auch bei mir ist es noch zu früh, um etwas für 2019 zu verkünden. Ich führe Gespräche mit Porsche, aber es ist noch nichts entschieden. Aber es wäre toll, wenn ich auch 2019 für Precote Herberth Motorsport fahren könnte.“

Dienstag, 20. November 2018

Das Rahmenprogramm der DTM 2019 steht

  • Rückkehr: Porsche Carrera Cup gleich sechsmal bei der DTM am Start
  • Weltpremiere: W Series für Frauen exklusiv bei der DTM
  • Lautstarke Mischung: Formel 3, BOSS GP, Tourenwagen Classics, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Lotus Cup Europe, Belcar Endurance Championship
Die Tourenwagen Classics sind auch 2019 fester Bestandteil des Rahmenprogramms der DTM
Foto: dtm.com

Das Rahmenprogramm der DTM-Saison 2019 ist bereits sechs Monate vor dem Saisonstart nahezu ausgebucht: Motorsport-Fans können sich an den neun Rennwochenenden ein abwechslungsreiches Programm auf der Rennstrecke freuen. Drei Tage lang gilt von morgens bis abends das DTM-Motto „Laut. Nah. Dran.“ – und zwar auch dann, wenn die DTM gerade nicht fährt. Die Zeitpläne sind prall gefüllt mit qualitativ hochwertigen Rennserien.

„Mit der Einführung der über 600 PS starken Vierzylinder-Turbomotoren läutet die DTM 2019 eine neue Ära ein. Die Fans an den Rennstrecken können sich auf noch aufregenderes Racing als bisher freuen. Das gilt auch für das Rahmenprogramm“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR GmbH. Frederic Elsner, Head of Operations & Event bei der ITR, fügt hinzu: „Die DTM-Events warten 2019 mit hochklassigen Rahmenrennserien auf. Wir freuen uns sehr, dass wir diesbezüglich im nächsten Jahr deutlich mehr zu bieten haben als zuletzt.“

Comeback: Porsche gibt Vollgas bei der DTM

Mit der Verkündung des DTM-Kalenders 2019 beim Saisonfinale vor wenigen Wochen hatte die ITR bereits die Formel 3 sowie die W Series als festen Bestandteil der Veranstaltungen verkündet. Nun sind nahezu alle Events komplett. Besonders bemerkenswert: Der Porsche Carrera Cup feiert nach einjähriger Pause sein Comeback bei der DTM. An gleich sechs Rennwochenenden werden Porsche Markenpokale im Rahmenprogramm der DTM auftreten. Der Porsche Carrera Cup Deutschland trägt Rennen bei der DTM am Hockenheimring (Saisonauftakt) und am Norisring aus. In Zolder, Assen und am Nürburgring bereichert der Porsche Carrera Cup Benelux das DTM-Programm. In Misano ist der Porsche Carrera Cup France mit von der Partie.

Freuen dürfen sich DTM-Fans auch auf eine echte Weltpremiere. Die neu geschaffene, internationale W Series trägt ihre Rennen zunächst exklusiv bei der DTM aus. In baugleichen Formel-Fahrzeugen kämpfen junge Fahrerinnen aus der ganzen Welt nicht nur um Pole-Positions und Siege, sondern auch um ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar, um sich für höhere Aufgaben im internationalen Motorsport zu empfehlen. Die Autos werden von 4-Zylinder-Turbomotoren mit 1,8 Litern Hubraum angetrieben und entsprechen den neuesten Sicherheitsanforderungen des Automobil-Weltverbands FIA. Die W Series ist bei den ersten sechs Veranstaltungen (Hockenheim, Zolder, Misano, Norisring, Assen und Brands Hatch) mit dabei.

Immer dabei: die Formel 3

Fester Bestandteil des DTM-Rahmenprogramms 2019 ist die neu ausgeschriebene Formel-Serie der ITR-Tochter Formel 3 Vermarktungs GmbH, in der Fahrzeuge der diesjährigen Formel-3-Europameisterschaft zum Einsatz kommen. Die Formel 3 wird bei allen DTM-Rennwochenenden jeweils drei Rennen austragen.

Nach dem erfolgreichen Debüt 2018 kehrt der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup gleich fünf Mal ins Rahmenprogramm der DTM zurück (Hockenheim Auftakt und Finale, Misano, Lausitzring und Nürburgring). Beim Comeback der DTM in Zolder sorgt die Belcar Endurance Championship mit ihrem abwechslungsreichen Starterfeld an GT-Tourenwagen für einen sportlichen Leckerbissen. Richtig laut wird es in Assen. Bei der DTM-Premiere auf der niederländischen Strecke ist die Rennserie BOSS GP mit von der Partie. Das Akronym steht für „Big Open Single Seater“ und schließt Formel-Fahrzeuge verschiedener Serien ein: Formel 1, GP2, World-Series-by-Renault, IndyCar und Formula Superleague.

Wie auch 2018 ist das Tourenwagen Classics in der kommenden Saison zweimal mit von der Partie. DTM-Klassiker der Achtziger- und Neunzigerjahre sorgen am Lausitzring und am Nürburgring für Nostalgie. Dreimal ist der beliebte Lotus Cup Europe bei zu Gast (Assen, Brands Hatch, Nürburgring).

Ticket-Vorverkauf hat bereits begonnen

Ein DTM-Wochenende ist nicht nur pures Racing, sondern ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie. Neben etablierten Attraktionen wie Pit View, Fan Village und Fan Terrace, sorgen Konzerte und Autogrammstunden für jede Menge gute Unterhaltung und Abwechslung. Der Ticket-Vorverkauf für alle Rennwochenenden der Saison 2019 hat bereits begonnen. Bestellt werden können Tickets über die offizielle Homepage www.DTM.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr. Die Rennen der DTM-Saison 2019 werden live in SAT.1 gezeigt.

Die DTM-Termine 2019 (mit Rahmenprogramm)

3.–5. Mai: Hockenheimring (GER) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

17.–19. Mai: Circuit Zolder (BEL) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni: Misano World Circuit (ITA) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup France, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

5.–7. Juli: Norisring (GER) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli: TT Circuit Assen (NED) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP

10.–11. August: Brands Hatch (GBR) 
W Series, Formel 3, Lotus Cup Europe

23.–25. August: Lausitzring (GER) 
Formel 3, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics

13.–15. September: Nürburgring (GER) 
Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics, Lotus Cup Europe

4.–6. Oktober: Hockenheimring (GER) 
Formel 3, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, t.b.a.

Freitag, 16. November 2018

Interview mit Alexander Sims: "Die Formel E wird eine fantastische mentale Herausforderung".

Beim Eröffnungsrennen in Ad Diriyah (KSA) startet das Team von BMW i Andretti Motorsport am 15. Dezember in die erste Saison der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. BMW-Werksfahrer Alexander Sims (GBR) wird sein BMW iFE.18-Rennpremiere geben. Im Interview bewertet er die sportlichen und technischen Herausforderungen der Formel E.
Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport
Alex, als BMW Werksfahrer waren Sie bisher im GT-Rennsport sehr erfolgreich. Aber Sie haben auch viel Erfahrung mit Einsitzern, oder?

Alexander Sims: „Ja. Ich denke, dass ich im Einsitzer-Rennen einen ziemlich konventionellen Weg eingeschlagen habe. Ich habe mit zwei Jahren Formel Renault angefangen, dann zwei Jahre Formel 3 Euro Serie. Danach habe ich ein Jahr GP3 gemacht. Nachdem ich 2012 mit dem GT-Rennen begonnen hatte, war ich eigentlich immer noch in der Formel 3 und in der GP3, aber mein Hauptaugenmerk lag schnell auf BMW Motorsport. Mein letztes Einsitzer-Rennen war der 2016 Macau F3 Grand Prix. “

Sie haben in den vergangenen Jahren viele verschiedene BMW Rennwagen gefahren. Wird diese Vielseitigkeit Ihnen helfen, sich schnell an die Formel E anzupassen?

Sims: „Die Erfahrung, viele verschiedene Rennwagen fahren zu können, erweitert das Spektrum an Fähigkeiten, auf die Sie zurückgreifen können. Das ist sehr hilfreich bei der Anpassung an die Formel E, was in vielen Aspekten einen anderen Ansatz erfordert als bei herkömmlichen Autos und Rennstrecken. Ich habe gelernt, die Stärken und Schwächen vieler verschiedener Autos zu verstehen und auf verschiedenen Strecken die bestmögliche Rundenzeit zu erreichen. Die schnelle Anpassung wird in der Formel E mit all ihren unterschiedlichen und meist holprigen Straßenrundfahrten eine große Sache sein. Ich habe schon viel mit António Félix da Costa darüber gesprochen. Mit seiner Erfahrung kann er mir sehr helfen. “
FIA Formel-E Test in Valencia (ESP) BMW i Andretti Motorsport, BMW iFE.18, Alexander Sims (GBR)
Foto: BMW-Motorsporrt
Aus technischer Sicht: Was wird für Sie mit dem BMW iFE.18 die größte Herausforderung im Vergleich zu einem Rennwagen mit Verbrennungsmotor?

Sims: „Es ist schwierig, eine große Herausforderung zu nennen, da es viele Dinge gab, die eine Anpassung meines Ansatzes erforderlich machten. Die Formel E unterscheidet sich so stark vom konventionellen Rennsport. Eine Sache, die mich wirklich überrascht hat, war die Menge an Freiheit, die ich hatte, um die Software so zu verbessern, dass sie perfekt zu meinem Fahrstil passt. Für den größten Teil meiner Karriere im Einsitzer- und GT-Rennen gab es eine begrenzte Anzahl von Dingen, die Sie für den Fahrer realistisch ändern konnten. Die Schönheit des Elektromotors ist, dass er so flexibel ist, was er anbieten kann. Ein weiteres großes Thema für mich ist das Verständnis aller Systeme, die Sie im Formel-E-Auto haben, um die Energie zu steuern. Wenn Sie mit anderen Jungs Rad an Rad fahren und gleichzeitig an Ihr Energiemanagement und Ihre Rennstrategie denken müssen, ist viel Multitasking erforderlich. Alles in allem,

Was halten Sie von den vielversprechenden Testergebnissen in Valencia?

Sims: „Bisher sehen die Dinge gut aus, aber es ist eine Sache, eine schnelle Runde in Valencia zu fahren, wo der offene Rundkurs Sie nicht für jeden kleinen Fehler bestraft, während es auf einem engen Straßenkreis ganz anders aussieht. Ich denke, der BMW iFE.18 ist ein tolles Auto, aber für mich als Anfänger werden die Rennwochenenden eine große Herausforderung. Ich erwarte nicht, im ersten Rennen ganz oben zu sein. In einer so schwierigen und konkurrenzfähigen Meisterschaft wie der Formel E muss ich viel lernen. “

Worauf freuen Sie sich am meisten in der Formel E?

Sims: „Ich erwarte, dass die Rennwochenenden mit ihrer hohen Intensität viel Spaß machen werden. Wir haben einen engen Zeitplan, der schnelle Entscheidungen zusammen mit den Ingenieuren erfordert. Auch die Rennen selbst werden großartig sein. Ich bin wirklich aufgeregt, um wieder auf Rennstrecken zu fahren. Sie gehören normalerweise zu den besten Strecken der Welt und fügen den Rennen immer etwas Besonderes hinzu. “

BMW nutzt die Formel E als Tech-Labor für iNEXT. Wie sehen Sie als Fahrer die Synergien zwischen Serienentwicklung und Motorsport?

Sims: „In diesem Entwicklungskreis zwischen Motorsport und Serienentwicklung müssen wir auf der Strecke Dinge lernen, die im Entwicklungsprozess für die nächsten Generationen von Elektromotoren verwendet werden können. Im Motorsport können wir kurzfristig Änderungen vornehmen, um die Dinge sehr schnell zu verbessern. Wenn wir ein Problem haben, brauchen wir eine Lösung in nur wenigen Wochen oder Tagen. Diese Entwicklungsgeschwindigkeit im Motorsport ist der Serienentwicklung immer überlegen. “
Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport
Wie interessiert sind Sie am technischen Aspekt der Formel E? Sprechen Sie mit den Ingenieuren über Details zum Antriebsstrang?

Sims: „Für mich war es wirklich interessant, einige der ersten Tests durchzuführen und die Konstrukteure zu treffen, die man normalerweise an Rennwochenenden nicht sieht. Ich habe es genossen, mit ihnen über die Eigenschaften des Antriebsstrangs zu sprechen. Um ehrlich zu sein, bin ich noch mehr an den technischen Details des BMW iFE.18 interessiert als an den Details eines Verbrennungsmotors. Ich persönlich fühle mich einfach mehr von Elektromobilität angezogen. “

Sie unterstützen den EV-Fortschritt im Allgemeinen stark. Bitte erzähl uns davon.

Sims: „In Großbritannien bin ich Vorsitzender der Wohltätigkeitsorganisation 'Zero Carbon World'. Wir bieten kostenlose Ladestationen für Elektroautos für kleine Unternehmen wie Hotels, öffentliche Sehenswürdigkeiten oder Parkhäuser an. Grundsätzlich versuchen wir, die Infrastruktur der Ladestationen dort zu stärken, wo wir es für notwendig halten. “

Welches Entwicklungsniveau hat die E-Mobilität in diesen Tagen erreicht?

Sims: „Ich sehe eine riesige Entwicklung. Als ich vor sechs oder sieben Jahren mein erstes Elektroauto bekam, gab es kein Ladungsnetzwerk. Ich musste Verlängerungskabel von den Hotelzimmern im ganzen Fenster benutzen, um mein Auto aufzuladen. Im Vergleich dazu ist der Standard, den wir jetzt haben, ziemlich beeindruckend und ich bin zufrieden damit. Realistisch gesehen befinden wir uns jedoch noch in einer Übergangsphase. Es wurde bereits viel getan, und in Zukunft muss noch viel getan werden, um eine Infrastruktur für viele weitere Elektroautos auf den Straßen zu schaffen. Für mich ist das Fahren eines Elektroautos in Großbritannien heutzutage keine Kompromisse. “

Mit Blick auf Ihr Debüt in der Formel E: Was erwarten Sie für den Saisonauftakt in Ad Diriyah?

Sims: „Sagen wir, ich bin vorsichtig optimistisch. Ich bin sehr zuversichtlich, welche Arbeit das BMW i Andretti Motorsport Team leisten wird. Sie haben fantastische Ingenieure und eine Menge Erfahrung, aber ich bin ein Anfänger und möchte nichts übertreiben. Ich hoffe auf das Beste, aber ich bin auch auf schwierige Zeiten vorbereitet. “