Mittwoch, 19. Juni 2019

IDM-Cracks und GP-Stars geben sich in Zolder die Ehre

Foto: Jens Hawrda
Drei Prädikatsklassen und vier Cups, umrahmt vom europäischen Suzuki GSX-R-Meeting – dieses PS-Spektakel erwartet die Besucher der dritten IDM-Runde. Am kommenden Wochenende, vom 21. bis 23. Juni 2019, gastiert die von der Motor Presse Stuttgart veranstaltete Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft in Zolder (B).

Die Entscheidung in der Königsklasse IDM Superbike 1000 ist so spannend wie lange nicht: In den bislang vier ausgetragenen Rennen gab es drei verschiedene Sieger. Die BMW-Dominanz ist vorbei. Dafür gibt es eine gemischte Doppelspitze. Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) und Auftaktsieger Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) werden punktgleich in der Wertung geführt. Der Franzose bescherte den Grünen in Oschersleben den lang ersehnten IDM-Sieg.

Und was ist mit Ilya Mikhalchik, dem 22-jährigen Titelverteidiger aus der Ukraine? Er gewann beim Saisonauftakt zwar den ersten Lauf. Im zweiten aber bremste ihn ein Elektronikdefekt in Führung liegend aus. Das warf ihn in der Meisterschaft zurück, doch er konnte den Abstand bereits in Oschersleben deutlich verringern: Mikhalchik hat als Gesamt-Dritter nur noch vier Punkte Rückstand auf die Spitze. Allerdings sind auch der Italiener Alessandro Polita (Honda Holzhauer Racing Promotion), Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) und Marc Moser (Yamaha MGM Racing Performance) immer für Überraschungen gut. Fahrer aus sieben Nationen wittern ihre Chance auf Punkte in der Königsklasse.

In der IDM Supersport 600 kommt Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team) als Führender nach Belgien. Die Spitze in der bewährten Mittelklasse ist fest in Yamaha-Hand. Wenn Gabriel Noderer (Weber Motos Racing) nicht die Podiumsbelegung durchkreuzen würde: Dem Kawasaki-Piloten gelang in Oschersleben ein dritter Platz. Mit Spannung wird der erste Auftritt seines Markenkollegen Luca Grünwald (Kawasaki Schnock Team Motorex) erwartet. Der 24-jährige Bayer wird hoch gehandelt, hatte sich aber vor dem Saisonauftakt verletzt und musste sich bisher auskurieren. Das Feld in der IDM Supersport ist eine geballte Kraft, denn die Superstock 600-Piloten sind darin integriert. Man erkennt sie an den blauen Startnummerntafeln. Stefan Ströhlein hat auf Yamaha bisher alle Rennen gewonnen.

In Belgien sind auch die IDM Sidecars wieder am Start. Tim Reeves/Mark Wilkes, Markus Schlosser/Marcel Fries, Bennie Streuer/Kevin Rousseau, Josef Sattler/Uwe Neubert sind nur einige der eingefleischten WM-Teams, die sich zusätzlich in die IDM eingeschrieben haben. Es gibt Teams mit 600 ccm- und 1000 ccm-Antrieben im gleichen Feld, sie werden aber separat gewertet. 27 Gespanne werden am Wochenende ins Rennen gehen.

Garniert wird das IDM-Programm mit dem Suzuki GSX-R 1000-Cup, dem Twin-Cup und dem neuen BMW Motorrad BoxerCup.

Nicht nur auf der Strecke, sondern auch daneben geht es ab. Vom 21. bis 23. Juni treffen sich Suzuki GSX-R Fahrer aus ganz Europa zum zweiten Mal auf dem Areal. Hunderte Enthusiasten werden erwartet. Und natürlich ist auch das Suzuki-MotoGP-Team am Start. Die Werksfahrer Alex Rins, aktueller WM-Dritter, und Rookie Joan Mir kommen zum Europatreffen im Rahmen des IDM-Wochenendes in Zolder.

Montag, 17. Juni 2019

Formel E: Audi mittendrin im Titelkampf

  • Formel-E-Premiere auf neuer Strecke in Schweizer Hauptstadt Bern
  • Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi in Angriffsposition
  • Letztes Rennen vor dem entscheidenden Finalwochenende in New York
Lucas die Grassi vor Daniel Abt (Audi e-tron FE05)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Der Titelkampf in der Formel E spitzt sich zu: Am Samstag (22. Juni) trägt die Elektrorennserie in Bern den 11. von insgesamt 13 Saisonläufen aus. In der Team- und Fahrerwertung liegen Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi jeweils auf dem zweiten Platz und greifen bei der Premiere in der Schweizer Hauptstadt nach der Tabellenspitze. Eurosport zeigt das letzte Rennen in Europa ab 17:45 Uhr live.

Nach dem umjubelten Heimsieg zuletzt in Berlin liegt Lucas di Grassi nur noch sechs Punkte hinter Titelverteidiger und Tabellenführer Jean-Éric Vergne. Nur diesen beiden Piloten ist es in der aktuellen Saison gelungen, mehr als ein Rennen zu gewinnen. In der Teamwertung liegt Audi Sport ABT Schaeffler ebenfalls in Schlagdistanz und kann sich mit einem weiteren starken Auftritt von di Grassi und Daniel Abt eine gute Ausgangsposition für den Showdown in New York erarbeiten. Am Finalwochenende Mitte Juli werden dann gleich zwei Rennen ausgetragen.

„Berlin war für uns alle ein ganz besonderer Tag. Jetzt geht es darum, das Momentum des Erfolges mit nach Bern zu nehmen und dort nachzulegen“, sagt Lucas di Grassi, der mit zehn Siegen und 30 Podiumsplätzen erfolgreichster Fahrer der bisherigen Formel-E-Geschichte ist. „Dass wir in diesem Stadium der Saison mittendrin im Titelkampf sind, ist das Ergebnis harter Arbeit des ganzen Teams. Die Schweiz ist für uns ein gutes Pflaster, denn hier haben wir im Vorjahr gewonnen. Das ist wieder unser Ziel – und wenn es uns nicht gelingt, wollen wir zumindest so viele Punkte wie möglich mitnehmen.“

Startete die Formel E 2018 noch in Zürich, ist jetzt die Hauptstadt der Schweiz Austragungsort des Rennens. Der 2,750 Kilometer lange Kurs in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und entlang der Aare ist eine Mischung aus schnellen Passagen und engen 90-Grad-Kurven. „Die Strecke ist zum ersten Mal im Kalender und deshalb für uns alle neu“, sagt Daniel Abt. „Wir haben uns zwar wie alle Teams intensiv im Simulator vorbereitet, aber am Samstag wird es darauf ankommen, sich so schnell wie möglich in Sachen Abstimmung auf den Kurs einzustellen.“ In acht von zehn Rennen hat Abt in dieser Saison gepunktet – Bestmarke im Feld. „Die Fans in der Schweiz waren schon letztes Jahr unglaublich und eine tolle Kulisse für die Formel E. Mein großes Ziel ist es, am Samstag wieder auf dem Podium zu stehen.“ 

Den Meisterschaftskampf mit einer starken Teamleistung nach New York tragen – so lautet die Ansage von Teamchef Allan McNish. „Die Abstände in der Fahrer- und Teammeisterschaft sind sehr eng. Unsere ganze Mannschaft ist bereit und voll fokussiert, den Schwung aus Berlin mit zum nächsten Rennen zu nehmen.“ Der neue Kurs ist dabei eine echte Herausforderung. McNish: „Die Strecke hat eine ganz andere Charakteristik als alle anderen im Kalender, besonders die Auf- und Ab-Passagen werden spektakulär anzusehen sein. Wir alle freuen uns auf das zweite Gastspiel in der Schweiz – das Event im Vorjahr war nicht nur wegen Lucas’ Sieg einer der Saisonhöhepunkte.“

Vor dem elften von insgesamt 13 Rennen liegt di Grassi mit 96 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, Teamkollege Daniel Abt folgt lediglich 29 Zähler dahinter auf Platz sieben. Für einen Sieg gibt es 25 Punkte, drei Zähler für die Pole-Position und einen Punkt für die schnellste gefahrene Rennrunde innerhalb der Top Ten. Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler ist auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE05 unterwegs. Die britische Mannschaft liegt in der Teamwertung auf dem dritten Platz.

Der elfte Saisonlauf der Formel E startet in Bern am Samstag ausnahmsweise erst um 18 Uhr Ortszeit und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das Rennen war innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Wie immer überträgt Eurosport live. Zusätzlich zeigt die ARD das Rennen im Livestream auf sportschau.de.

Donnerstag, 13. Juni 2019

WRT-Team Audi Sport lässt in Misano aufhorchen

Erste Startreihe, Punkte und Zufriedenheit für das Audi-Kundenteam

Es war ein aufregendes und positives Rennwochenende für das Team WRT, das an zwei verschiedenen Fronten teilnahm. In der DTM erzielte das WRT-Team Audi Sport beim italienischen Lauf in Misano Adriatico in beiden Rennen Punkte. Dafür sorgte Jonathan Aberdein, der im Qualifying ein unglaubliches Tempo zeigte und den ersten Platz in der ersten Reihe für den Kader eroberte.
Andrea Dovizioso überzeugte beim DTM-Gaststart
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
MotoGP-Star Andrea Dovizioso wurde von Fans und DTM-Insidern gleichermaßen gelobt, wie er in seinem einmaligen Gaststar-Auftritt bewies, perfekt gegen Allradstars bestehen zu können.

Der dritte Lauf der DTM brachte dem WRT-Team Audi Sport in Misano sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf die Ergebnisse weitere Fortschritte. Der Audi RS 5 DTM des belgischen Kaders am Ufer der Adria hat sich als leistungsstärkster Fahrer erwiesen und in beiden Rennen mit Jonathan Aberdein Punkte geholt.

Bei seinem Gastauftritt in der DTM stand natürlich Andrea Dovizioso im Mittelpunkt des Interesses. Der Ducati-Werksfahrer hat bewiesen, dass ein echter Rennfahrer in jeder Disziplin auf höchstem Niveau fahren und glänzen kann. Er beendete beide Rennen und holte sich in Rennen 1 unweit der Punkte einen P12 und in Rennen 2 einen P15, nachdem er sich während des gesamten Rennens konstant verbessert hatte Wochenende.

Jonathan Aberdein, Stammfahrer des WRT Team Audi Sport, hat sich seit dem freien Training als konkurrenzfähig erwiesen und ist immer in den Top-10 gelaufen. Er qualifizierte sich hervorragend und belegte in Rennen 1 die Position zwei in der ersten Startreihe und in Rennen 2 die Position drei in der zweiten Startreihe. Während das Tempo gut war, forderte der Mangel an Erfahrung mit den strategischen Besonderheiten der DTM immer noch seinen Tribut. Aberdein erzielte in beiden Rennen dank eines P8 in Rennen 1 und eines P7 in Rennen 2 Punkte. Die Ergebnisse belegen jedoch, dass die Lernkurve in die richtige Richtung geht.

Stimmen aus dem Team nach dem Misano-Rennwochenende:

Vincent Vosse:  „Es war ein mehr als zufriedenstellendes Wochenende für das gesamte Team und unser Leistungsniveau war großartig, wie die hervorragenden Qualifikationsergebnisse von Jonathan belegen. In den Rennen müssen wir noch viel lernen, aber wir kommen dorthin. Wahrscheinlich sind wir etwas zu spät an die Box gegangen, aber wir haben in beiden Rennen gute Punkte erzielt, und das gesamte Team hat fantastische Arbeit geleistet. In Bezug auf Andrea Dovizioso bin ich einfach beeindruckt von dem, was er in so kurzer Zeit geschafft und erreicht hat! “

Jonathan Aberdein:  „Wirklich ein starkes Wochenende, ich bin sehr glücklich. Unser Tempo war sofort gut, dann haben wir die Dinge für das Qualifying optimiert, mit einem tollen P2. In Rennen 1 litten wir unter starkem Reifenabbau, wir haben einige Dinge über Nacht geändert und es war am Sonntag nach einem weiteren guten Qualy besser. Wir haben Punkte und solide Ergebnisse erzielt. Jetzt müssen wir arbeiten, um die Reifen besser zu verstehen. “

Andrea Dovizioso:  „Es war eine erstaunliche Erfahrung, ich war wirklich beeindruckt von der DTM, der Professionalität, dem Wettbewerb und dem Fahrstil. Das hat es mir schwer gemacht, aber ich mag Herausforderungen! Ich möchte Audi und WRT für die Unterstützung und die Atmosphäre danken. Es war natürlich nicht genug Zeit, aber ich habe versucht, so schnell wie möglich zu verstehen, und ich war nicht so weit ... Natürlich hätte ich es als Konkurrent besser machen wollen ... "

Beeindruckender zweiter Platz für Philipp Eng beim Rennen am Sonntag in Misano

2. Platz im Sonntagsrennen für Phillipp Eng
Foto: BMW-Motorsport
Nach dem sensationellen Triumph von Marco Wittmann (GER), der beim Rennen in Misano (ITA) am Samstag vom letzten Startplatz auf Platz 1 fuhr, schaffte es Philipp Eng (AUT) als zweiter BMW Pilot des Wochenendes auf das Podium das Sonntagsrennen. Der Österreicher startete vom neunten Platz ins sechste Rennen der Saison. Nach einem beeindruckenden Rennen mit einem cleveren Reifenmanagement wurde er Zweiter im ZF BMW M4 DTM.

Das war Engs dritte Besuch auf dem Podium in diesem Jahr, und der 290-te in der Geschichte der Tourenwagenserie für BMW. Insgesamt vier BMW Piloten lagen am Ende in den Top Ten. Joel Eriksson (SWE) wurde im CATL BMW M4 DTM Sechster, Bruno Spengler (CAN) beendete das Rennen als Achter im BMW Bank M4 DTM. Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) folgte ihm als Neunter.

Wittmann und Timo Glock (GER) haben am Sonntag in Misano einen ganz besonderen Meilenstein erreicht. Beide Fahrer fuhren das 100 th DTM - Rennen ihrer Karriere. Beide BMW Piloten debütierten beim Auftakt der Saison 2013 in Hockenheim in der Tourenwagenserie und sind seitdem sowohl mit dem BMW M3 DTM als auch mit dem BMW M4 DTM gefahren. Wittmann hat 13 Siege, 12 Pole-Positionen und zwei DTM-Titel. Glock hat sich fünf Pole-Positionen gesichert und ist bisher fünf Mal auf die oberste Stufe des Podiums geklettert. 

Doch leider stand das 100.Rennen für beide Piloten unter keinem guten Stewrn, sie fiehlen vorzeitigen aus. Wittmann wurde bereits in der ersten Runde in eine Kollision verwickelt und fiehl aus. Technische Probleme zwangen Glock, im JiVS BMW M4 DTM aufzugeben.

R-Motorsport blickt nach erstem SAisondrittel auf guten Einstand in die DTM zurück

  • R-Motorsport sammelt im zweiten Lauf in Misano erneut wichtige Rennkilometer mit dem Aston Martin Vantage DTM
  • Ferdinand Habsburg: „Andrea Dovizioso ist eine absolute Legende auf dem Motorrad und es ist sehr cool, einmal einen Zweikampf mit ihm geführt zu haben.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Die beiden Rennen hier haben gezeigt, dass wir noch einiges an Aufholarbeit vor uns haben. Jetzt heißt es, in die Hände zu spucken, nach vorne zu schauen und unser Technikpaket konsequent weiter zu entwickeln.“
Die Piloten von R-Motorsport mit dem Aston Martin Vantage DTM
Foto: Jens Hawrda

Hockenheim, Zolder & Misano: R-Motorsport schloss beim sechsten Saisonlauf in Italien das erste Drittel der DTM-Saison 2019 ab.

Gerade einmal drei Monate nach dem Streckendebüt des neuen Aston Martin Vantage DTM Anfang März absolvierte R-Motorsport an diesem Wochenende in Misano bereits seine DTM-Rennen Nummer fünf und sechs.

An seinem dritten Rennwochenende in der noch jungen Teamgeschichte konnte die Mannschaft in den beiden Läufen am Samstag und Sonntag insgesamt 268 Rennrunden respektive 1.132 Rennkilometer zurücklegen. Damit konnte das Team weitere Erfahrung mit dem in Rekordzeit entwickelten und gebauten Aston Martin Vantage DTM sammeln.

Anders als im ersten Rennen am Samstag entschied sich Ferdinand von Habsburg (21, Österreich) am Sonntag für einen längeren ersten Stint. Entsprechend legte er seinen Pflichtboxenstopp erst in Runde 19 ein. Am Ende überquerte Ferdinand die Ziellinie auf Position zwölf knapp außerhalb der Punkteränge.

Jake Dennis (23, Großbritannien) kam in Runde 27 als letzter Fahrer im Feld zu seinem planmäßigen Boxenstopp herein. So sammelte er in den Umläufen vor seinem Reifenwechsel erneut Führungskilometer mit dem neuen Auto. Nach seinem Stopp arbeitete er sich bis auf Rang 13 nach vorne.

Sein Teamkollege Daniel Juncadella (28, Spanien) setzte hingegen auf eine Strategie mit einem frühen Pflichtstopp. Der Spanier kam bereits nach der Startrunde zum Reifenwechsel an die Box und beendete das Rennen auf Position 14.

Für einen der beiden Vorjahressieger, Paul Di Resta (33, Großbritannien), endete das Rennen leider schon nach sechs Runden vorzeitig. Der DTM-Champion des Jahres 2010 musste sein Auto mit einem technischen Problem am Streckenrand abstellen.

Aus Misano geht es für das Team in seiner Debütsaison in der DTM weiter an den Norisring. Dort erwartet die Mannschaft vom 05. bis 07. Juli zum ersten Mal das Saisonhighlight in den Straßen von Nürnberg.

Mittwoch, 12. Juni 2019

IDM: Große Trauer um Dennis Lippert

Wir trauern um Dennis Lippert
Foto: Motor Presse Stuttgart / Dino Eisele
Dennis Lippert ist seinen schweren Verletzungen in Folge seines Sturzes erlegen. Der 23-jährige war am 8. Juni 2019 beim ersten Lauf der IDM Supersport 600 in Oschersleben verunglückt. Nach der sofort eingeleiteten Erstversorgung wurde er zur weiteren Behandlung mit dem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Magdeburg geflogen. Dort ist er nach Angaben der IDM am 11. Juni 2019 gestorben. Dennis Lippert wurde am 1. April 1996 in Brunnthal bei München geboren.

Die ganze IDM -Gemeinde trauert um einen Fahrer, der den Rennsport mit Leidenschaft betrieb und in Zukunft noch viele Pläne verwirklichen wollte. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und dem Team Ravenol Endurance Motorsport.

Audi Sport Team Phoenix: erstes Podium der Saison für Loïc Duval

  • Franzose am Samstag in Misano Dritter, Durchfahrtstrafe am Sonntag
  • Mike Rockenfeller sammelt in beiden Rennen Punkte
Loìc Duval
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Das Audi Sport Team Phoenix freute sich am Samstag über das erste Podiumsergebnis von Loïc Duval in der laufenden DTM-Saison. Mike Rockenfeller sammelte in Italien in beiden Rennen Punkte.

Im vergangenen Jahr holte Loïc Duval in Misano seine erste Pole-Position in der DTM. Und auch dieses Mal zeigte der Franzose auf dem Kurs an der Adria von Anfang an eine starke Leistung. „Am Samstag waren wir im Freien Training, im Qualifying und im Rennen konstant schnell“, sagte Duval nach seinem dritten Platz im ersten Rennen. „Ich denke, das Podium ist verdient, wenn man unsere Leistungen an diesem Wochenende sieht. Ohne das Safety-Car hätte es sogar ein zweiter Platz werden können.“

Am Sonntag kämpfte Duval erneut um ein Podium, ehe er sich für eine Berührung mit Robin Frijns eine Durchfahrtstrafe einhandelte. „Das hat mein Rennen ruiniert“, sagte Duval. „Wir waren auch heute sehr stark. Es wäre mindestens ein Podium gewesen, vielleicht sogar ein Sieg. Stattdessen hat sich meine Serie schwarzer Sonntage fortgesetzt.“

Mike Rockenfeller wurde am Samstag Sechster und am Sonntag Zehnter. Im zweiten Rennen kam „Rocky“ schon nach einer Runde an die Box, weil nach einem Unfall von Marco Wittmann ein Safety-Car-Einsatz möglich schien. „Leider kam das Safety-Car nicht“, sagte Rockenfeller. „Es war ein Poker, der nicht aufging, denn das ganze Rennen mit einem Reifensatz zu fahren, ist in Misano extrem schwierig. Am Ende bin ich Zehnter geworden, obwohl ich nach einem guten Start schon auf Platz acht lag.“

„Loïc war hier wie schon im letzten Jahr sehr stark“, sagte Teamchef Ernst Moser. „Es ist schade, dass er am Sonntag die Berührung mit Robin hatte, sonst wäre in beiden Rennen das Podium möglich gewesen. Bei Mike lief es an diesem Wochenende nicht optimal. Trotzdem hat er zweimal gepunktet.“

Seinen 65. Geburtstag feierte in Misano Teammanager Dirk Theimann, dem das Team am Sonntagmorgen einen speziellen Sitz und eine Torte überreichte. Ein zweiter Kuchen landete medienwirksam im Gesicht des Geburtstagskindes. Der „Täter“: Mike Rockenfeller.

Dienstag, 11. Juni 2019

R-Motorsport sammelt wertvolle Erfahrungen in Misano

  • Test unter Wettbewerbsbedingungen: Die R-Motorsport Fahrer legten beim fünften Saisonlauf der DTM in Misano wichtige Kilometer zurück
  • Daniel Juncadella: „Das Duell gegen Andrea Dovizioso auf der letzten Runde war richtig gut. Das war für die italienischen Fans sicher schön anzusehen.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Das Rennen heute hat gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber wir werden uns Schritt für Schritt mit unserer Performance weiterentwickeln, bis wir vorne mitfahren können.“
Aston Martin Vantage DTM
Foto: Jens Hawrda

R-Motorsport stellte sich beim fünften DTM-Rennen der Saison den Herausforderungen von Misano und sammelte dabei wertvolle Erfahrung mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM.

Das dritte Rennwochenende in der Debütsaison von R-Motorsport führte das Team auf den „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ in Italien, auf dem die DTM in dieser Saison zum zweiten Mal Station machte. Das Fahrer-Quartett von R-Motorsport nahm den fünften Saisonlauf in der noch jungen Geschichte des Teams aus der zweiten Hälfte der Startaufstellung in Angriff.

Ferdinand von Habsburg (21, Österreich) entschied sich bereits nach der ersten Runde für einen frühen Boxenstopp und profitierte dabei von der kurz darauffolgenden Safety-Car-Phase. Diese Strategie brachte ihm, nachdem alle Fahrer ihre Pflichtstopps absolviert hatten, zwischenzeitlich den zweiten Platz ein. Am Ende hatte er mit abbauenden Reifen zu kämpfen und verpasste seine zweite Punkteplatzierung in der DTM als Vierzehnter leider knapp.

Daniel Juncadella (28, Spanien) hatte vor seinem Boxenstopp in Runde 15 ebenfalls die Top-10 im Visier, verpasste diese als Dreizehnter aber ebenso. Sein Teamkollege Jake Dennis (23, Großbritannien) lag lange Zeit direkt hinter Daniel. Der Brite fuhr den längsten ersten Stint aller Fahrer im Feld und kam erst in Runde 17 zum Reifenwechsel an die Box. Das Rennen beendete er auf Position 15.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) gewann im Vorjahr das erste DTM-Nachtrennen der Geschichte in Misano. In diesem Jahr erlebte der Schotte jedoch ein schwieriges erstes Rennen und musste sein Auto wenige Minuten vor Rennende mit einem technischen Defekt an der Box abstellen. Seinen regulären Boxenstopp hatte der Schotte in Runde 16 eingelegt.

R-Motorsport blickt auf vielversprechenden Saisonstart zurück

Das Team blickt nach den ersten beiden Rennwochenenden in Hockenheim und Zolder auf einen vielversprechenden Saisonstart zurück, bei dem es in den ersten vier Saisonläufen jeweils mit mindestens einem Fahrer in die Punkteränge fahren konnte. In diesem Zuge konnten alle vier Piloten des Teams bereits Zähler auf ihrem Konto verbuchen, auch die beiden DTM-Rookies Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg.

Eine beachtliche Mannschaftsleistung des Teams, das den ersten Test mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM nur zwei Monate vor dessen Renndebüt absolvierte. Angesichts der Rekordentwicklungs- und Bauzeit von gerade einmal 90 Tagen sieht das Team die ersten Rennwochenenden in dieser Saison auch als „Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen“ an.

Zweiter Karriere-Sieg von Nico Müller am Sonntag von Misano

  • Audi-Mann Nico Müller siegt im dramatischen Sonntagsrennen der DTM
  • Titelkandidaten Philipp Eng und René Rast komplettieren Podium
  • Samstagssieger Marco Wittmann im Pech – frühes Aus in Runde eins
Nico Müller holt am Sonntag in Misano seinen zweiten DTM Karriere-Sieg
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians


Ein Sieg der Cleverness: Nico Müller (SUI) hat das Sonntagsrennen der DTM in Misano (Italien) souverän für sich entschieden. Der Audi-Mann erwischte nicht nur einen guten Start, sondern machte auch in Sachen Rennstrategie und Reifenmanagement alles richtig. Sein zweiter DTM-Karriere-Sieg – der erste für das Audi Sport Team Abt Sportsline seit 624 Tagen – blieb allerdings nicht die einzige Schlagzeile des Tages. Denn die Titelkandidaten Marco Wittmann (GER, BMW), René Rast (GER, Audi) und Philipp Eng (AUT, BMW) trugen ebenfalls wesentlich zum großen Unterhaltungswert bei.

Allein unter Audi-Fahrern – BMW-Mann Eng nutzt turbulentes Rennen: Platz zwei

Eng entwickelte sich gegen Rennmitte zum Nutznießer einer Kette dramatischer Ereignisse. Zunächst hatte sich Wittmann im Startgetümmel unverschuldet einen Lenkungsschaden eingefangen und musste frühzeitig aufgeben. In Runde 14 erwischte es Polesitter René Rast in Führung liegend, der mit einem Reifenschaden wertvolle Zeit verlor. Er fand sich in der Folge in einem packenden Zweikampf mit Eng wieder – den der Österreicher in Runde 21 für sich und zugunsten seines fünften Podiumsresultats im Jahr 2019 entschied. Damit sicherte sich Eng Rang zwei innerhalb einer Meute von vier Audi-Fahrern. Dass es nicht fünf waren, dafür sorgte Joel Eriksson (SWE, BMW) in der letzten Runde mit einem atemberaubenden Manöver auf der Außenbahn, bei dem er Jonathan Aberdein (RSA, Audi) überholte.

Starke Leistung bleibt unbelohnt: Andrea Dovizioso lange Zeit auf Top-Ten-Kurs

Gaststarter Andrea Dovizioso (ITA, Audi) erlebte im Sonntagsrennen der DTM in Misano die ganze Bandbreite von Höhen und Tiefen. Schon in Runde drei hatte sich der MotoGP-Star auf die neunte Position vorgekämpft, die er in Folge der Pflichtstopps und nach einem Highspeed-Dreher in Runde 30 jedoch wieder herschenken musste – Rang 15 hinter den Aston Martin von Ferdinand von Habsburg (AUT), Jake Dennis (GBR) und Daniel Juncadella (ESP). Dennoch beeindruckte das Zweirad-Ass in seinen ersten beiden Automobilrennen mit Tempo, unermüdlicher Analyse und sehenswerten Manövern.

Stimmen – 2. Rennen, Misano

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Wir hatten eine tolle Atmosphäre bei unserem zweiten DTM-Auftritt in Misano und wir haben zwei gute Rennen gesehen. Audi und BMW haben jeweils ein Rennen gewonnen und Neuling Aston Martin hat hier und da wieder sein Potenzial gezeigt. Der Auftritt von Andrea Dovizioso hat für viel Stimmung und Aufmerksamkeit gesorgt. ‚Dovi‘ hat einen starken Eindruck hinterlassen, er war mit einem ungewohnten Fahrzeug auf Anhieb schnell. Für mich war das keine Überraschung. MotoGP-Fahrer bändigen tagtäglich ein Leistungsgewicht, das jenseits von Gut und Böse ist. Sie wissen, was Grip ist. Und sie wissen, wie man mit Reifen umgehen muss.“

Nico Müller, Sieger
„Einfach genial! Wir haben extrem hart für den Sieg gearbeitet. Die neuen Autos sind super schön zu fahren, aber für die Mechaniker auch jede Menge Arbeit. Die Jungs haben sich das verdient – und ich glaube, ich mir auch. Der Samstag hätte besser laufen können, denn wir streben immer nach Perfektion. Die gibt’s selten. Der Sieg tut aus diesem Grund richtig, richtig gut.“

Philipp Eng, 2. Platz
„Von Platz neun startend darf man in der DTM nicht davon ausgehen, auf das Podium zu fahren. Ich muss mich heute vor meinem Team verneigen, das einen herausragenden Job gemacht hat. Ich habe heute versucht, die Reifen in dieser Hitze über die Distanz zu bringen – das ist mir gut gelungen. Die Punkte sind natürlich Gold wert.“

René Rast, 3. Platz
„Ich hatte keinen guten Start, dazu einige Berührungen in der ersten Runde. Dann später der Reifenschaden – gut gelaufen ist es heute nicht. Platz drei ist daher ein richtig gutes Ergebnis. Im Team Rosberg sind wir ein eingespieltes Team, wo jeder weiß, was er tut. Wir hätten heute zusammen mehr erreichen können. Aber ich bin nicht unzufrieden.“

Andrea Dovizioso, 15. Platz
„Ich habe das Wochenende in der DTM richtig genossen. Die Autos sind schön zu fahren. Sie haben jede Menge Leistung, Tempo und Abtrieb. Aber auf diesem fahrerischen Niveau mitzuhalten, ist schwierig. Alles in allem aber eine tolle Erfahrung.“

Audi-Pilot René Rast neuer DTM-Spitzenreiter

  • Pole-Position und Platz zwei im Samstagsrennen in Misano, Loïc Duval Dritter
  • Umstrittener Safety-Car-Einsatz verhindert möglichen Audi-Doppelsieg
  • MotoGP-Star Andrea Dovizioso begeistert bei seinem DTM-Debüt
Renè Rast übernimmt am Samstag die Meisterschaftsführung
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Mit einer Pole-Position und einem zweiten Platz im Samstagsrennen hat Audi-Pilot René Rast in Misano (Italien) die Gesamtführung in der DTM übernommen. Loïc Duval gelang mit Platz drei sein erstes Podium der Saison. MotoGP-Star Andrea Dovizioso beeindruckte bei seinem DTM-Debüt mit Platz zwölf und spektakulären Zweikämpfen.

Rast holte in Misano die erste Pole-Position für den neuen Audi RS 5 DTM, obwohl der Pilot des Audi Sport Team Rosberg im Qualifying nur einmal auf die Strecke ging und sich so einen Reifensatz sparte. Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport, Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix und Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline komplettierten mit den Startplätzen zwei, drei und vier den starken Audi-Auftritt.

Einen möglichen Doppelsieg der Vier Ringe im Samstagsrennen verhinderte dann jedoch eine umstrittene Safety-Car-Phase. Als Joel Eriksson seinen BMW nach zwei Runden am Streckenrand abstellte, setzte die Rennleitung das Führungsfahrzeug ein. Davon profitierte vor allem Erikssons Markenkollege Marco Wittmann, der vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen war und seinen Pflichtboxenstopp bereits nach der ersten Runde absolvierte. Das Safety-Car verschaffte Wittmann damit einen uneinholbaren Vorsprung.

„Ein zweiter Platz ist eigentlich positiv und die Punkte sind gut für die Meisterschaft“, sagte René Rast, der mit konstant schnellen Rundenzeiten noch bis auf 8,238 Sekunden an Wittmann heranfuhr und die Führung in der Fahrerwertung übernahm. „Nicht glücklich bin ich, dass das Rennen durch das Safety-Car entschieden wurde. Aber das ist so in der DTM und wir müssen damit umgehen können. Mal hat man Glück, mal nicht. Generell bin ich sehr zufrieden mit meinem Auto und meiner Leistung.“

„Für mich war es ein guter Start hier in Misano“, sagte Loïc Duval nach seinem dritten Platz. „Ich denke, das Podium ist verdient, wenn man unsere Leistungen an diesem Wochenende sieht: Wir waren im Freien Training, im Qualifying und im Rennen konstant schnell.“

Mit Duval haben alle sechs Audi-Werksfahrer nach nur fünf Rennen der neuen Turbo-Ära bereits ein Podiumsergebnis erzielt. Audi hat bisher elf von 15 möglichen Podiums geholt und seine Führung in der Herstellerwertung vor BMW am Samstag in Misano weiter ausgebaut. In die Punkteränge fuhren auch Nico Müller (Platz fünf), Mike Rockenfeller (Platz sechs) und Jonathan Aberdein (Platz acht).

Robin Frijns schied nach einer starken Leistung im Qualifying auf Platz vier liegend durch einen defekten Sensor an seinem Audi RS 5 DTM aus. Pietro Fittipaldi verpasste als Elfter nur knapp einen weiteren DTM-Punkt.

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso gelang ein eindrucksvoller Einstand in der DTM. Der Lokalmatador kämpfte sich vom 15. Startplatz auf Rang zwölf nach vorn und zeigte dabei wenig Respekt vor dem DTM-Establishment. Selbst der spätere Sieger Marco Wittmann benötigte mehrere Runden, um an Dovizioso vorbeizukommen. Mit Duellen im MotoGP-Stil und einem doppelten Überholmanöver in der letzten Runde begeisterte der Motorrad-Pilot die Zuschauer und auch Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

„Was Andrea hier zeigt, ist wirklich eindrucksvoll“, sagte Gass. „Es macht Spaß, ihm zuzusehen und ich bin schon sehr gespannt, was morgen bei ihm noch möglich ist. Insgesamt war es ein starkes Rennen für uns. Aber natürlich ist es etwas enttäuschend, nicht zu gewinnen, wenn man im Qualifying die ersten vier Startplätze holt und auch im Rennen schnell ist. Ich tue mich etwas schwer mit den vielen Safety-Cars, die die Rennergebnisse beeinflussen. Trotzdem Respekt vor Marco Wittmann, der das ganze Rennen mit einem Reifensatz durchgefahren ist.“

Sensationeller Erfolg in Misano: Marco Wittmann gewinnt das fünfte Rennen der DTM-Saison vom letzten Startplatz

Sensationeller Sieg von Marco Wittmann in Misano am Samstag
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (GER) erzielte mit einer fantastischen Leistung und taktischen Meisterklasse seinen zweiten Saisonsieg beim Rennen am Samstag in Misano (ITA). Ein technisches Problem mit dem Schaeffler BMW M4 DTM verhinderte, dass Wittmann im Qualifying eine Zeitrunde fuhr, und startete vom 18. Startplatz aus ins Rennen.

Der DTM-Champion von 2014 und 2016 war am Ende der ersten Rennrunde zu seinem Reifenwechsel in die Box gekommen. Dies erwies sich als kluger taktischer Schachzug, der sich nach einer Safety-Car-Phase wirklich auszahlt. Nachdem alle anderen Fahrer ihren obligatorischen Reifenwechsel absolviert hatten, führte Wittmann das Rennen ab der Runde 17 an.

Insgesamt fuhren fünf BMW M4 DTMs in die Top Ten. Bruno Spengler (CAN) wurde Vierter in der BMW Bank M4 DTM. Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) belegte in den Punkten ebenfalls den siebten Platz. Der DTM-Neuling Sheldon van der Linde (RSA) belegte nach seinem Start als bestplatzierter BMW-Pilot nach dem Qualifying wie beim Sonntagsrennen in Zolder (BEL) den neunten Platz. Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) beendete das erste Rennen in Misano als Zehnter. Joel Erikssons (SWE) Rennen endete nach nur zwei Runden nach einem technischen Problem mit dem CATL BMW M4 DTM vorzeitig. 

Montag, 10. Juni 2019

Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer holt auf dem Red Bull Ring dritten Saisonsieg

  • Callaway-Duo gewinnt souverän Sonntagsrennen in Österreich
  • Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG
  • Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei

Sonntagssieg für das Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer
Foto: Jens Hawrda
Corvette und Red Bull Ring – dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der „Liga der Supersportwagen“ ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). „Ein toller Erfolg”, freute sich Sieger Pommer. „Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden.“ 

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle

Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die „gelbe Mamba” auf Platz zwei ins Ziel.

Nachdem sein Teamkollege David Jahn bis zum Boxenstopp auf Rang zwei gelegen hatte, fiel Partner Sven Barth nach dem Pflichthalt auf die dritte Position zurück. Anschließend wurde er von Audi-Fahrer Patric Niederhauser angegriffen, der schließlich in Runde 34 an der Corvette vorbeiging und damit für sich und Startfahrer Kelvin van der Linde den dritten Podestplatz sicherte. Niederhauser und van der Linde gehen damit als Tabellenführer in die zweimonatige Sommerpause des ADAC GT Masters.
Da Barth wegen Missachtens der Track-Limits in der Schlussphase eine Durchfahrtsstrafe absolvieren musste und auf Rang acht zurückfiel, ging der vierte Platz an die Samstagssieger Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) im BMW M6 GT3. Sylvest gewann damit zum zweiten Mal am Wochenende die Pirelli-Junior-Wertung. Fünfte wurden Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I) im bestplatzierten Lamborghini Huracán GT3 Evo der Heimmannschaft Orange1 by GRT Grasser.

Wie bereits am Vortag fuhren Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf Platz sechs. Hofer war damit der bestplatzierte Österreicher am Sonntag. Rolf Ineichen (41/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) beendeten in ihrem Lamborghini das Rennen als Siebte. Ineichen holte beim Heimspiel seines Rennstalls den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Hinter den wegen der Durchfahrtstrafe auf Platz acht zurückgefallenen Jahn und Barth wurden Daniel Keilwitz (29/Villingen) und Maxime Martin (33/B, beide Propeak Performance) im Aston Martin Vantage GT3 Neunte. Die Top 10 komplettierten mit ihrem Audi Jeffrey Schmidt (25/CH) und Christopher Haase (31/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport).

Stimmen der Sieger:

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): „Der Start war etwas turbulent. Nach der Safety-Car-Phase konnte ich mich etwas absetzen. Natürlich spielte uns in die Karten, dass die Corvette hier stark ist. Aber es war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Wir mussten extrem pushen, um vorn zu bleiben. Wir können zufrieden sein. Wir haben bisher immer das Maximum herausgeholt. Jetzt kommen nach der Pause die Strecken, die uns nicht so gut liegen. Daher müssen wir uns gut auf sie vorbereiten.” 

Markus Pommer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): „Marvin hat toll vorgearbeitet. Ich hatte danach das Glück, dass sich hinter mir Patrick Niederhauser und Sven Barth bekämpften und ich einen guten Vorsprung hatte. Ich war danach immer mit dem Team in Kontakt und wusste so, wie groß mein Polster nach hinten ist. Ich habe noch mal gepusht, aber eigentlich lief dann alles nach Plan.”

Vorerst kein Sieger bei der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring

  • Disqualifikation des McLaren von YouTube-Star Felix von der Laden und Alain Valente
  • Berufungsgericht des DMSB entscheidet über das Endergebnis
Über Ihren Sieg wird noch entschieden: v.d. Laden/Valente
Foto: ADAC-Motorsport

Felix von der Laden (24/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT) dominierten das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring. Das McLaren-Duo überquerte als erstes die Ziellinie. Nach dem Rennen wurde der 570S GT4 bei der technischen Nachkontrolle des DMSB disqualifiziert, da die Feuerlöschanlage des Fahrzeugs nicht wie vom Reglement vorgeschrieben aktiviert war. Das Team GT hat gegen die Disqualifikation fristgerecht eine Berufung angekündigt. Somit gibt es bis zur Verhandlung vor dem Berufungsgericht des DMSB keinen Sieger im zweiten Lauf der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring. Die nachfolgenden Fahrzeuge rücken nicht auf. Das Ergebnis des Rennens ist vorläufig. 

YouTube-Star von der Laden hatte vom Start weg dem Rennen am Red Bull Ring den Stempel aufgedrückt. Von der Pole-Position aus gestartet, ließ er nichts anbrennen und behielt gekonnt die Rennführung. „Ich konnte ganz einfach vorne wegziehen. Ab der zweiten Kurve habe ich eigentlich nie mehr nach hinten geschaut. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters hatte der McLaren-Pilot einen Vorsprung von über fünf Sekunden angehäuft. „Ich war von mir selbst überrascht, dass ich das Tempo an der Spitze so gut kontrollieren konnte“, erklärte der McLaren-Pilot.

Nach den Boxenstopps hatte dann jedoch zunächst Michael Fischer (23/AUT, Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 die Führung inne. Doch mit schnellen Rundenzeiten holte von der Ladens Teamkollege Valente auf. Der Schweizer überholte den BMW und sah mit einem Vorsprung von 3,780 Sekunden als Erster die schwarzweiß karierte Flagge. 

Fischer und seine Teamkollegin Claudia Hürtgen (47/Aachen) beendeten das Rennen auf Rang zwei vor Fred Martin-Dye (30/GBR) und Thomas Krebs (26/DNK, beide Dörr Motorsport) in einem weiteren McLaren 570S GT4. Der Brite Martin-Dye hatte in einem starken Schlusssprint noch den BMW von Marius Zug (16/Pfaffenhofen, RN Vision STS Racing Team) überflügelt, sodass der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot gemeinsam mit Teamkollege Gabriele Piana (32/ITA) vierter wurde. Zug konnte dennoch jubeln, da er die Junior-Wertung der ADAC GT4 Germany für sich entschied. Rang fünf ging an den Porsche Cayman GT4 von Jan Kasperlik (40/Huglfing) und Lars Kern (31/Weissach, beide Team Allied-Racing), der für Kasperlik den Sieg in der Trophy-Wertung bedeutete.

Platz sechs holte sich das BMW-Duo Stephan Grotstollen (50/Langenhagen) und Georg Braun (48/Pfullingen, beide MRS Besagroup Racing Team) vor den beiden Audi von Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln) sowie Nico Rindlisbacher (23/ CHE) und Patricija Stalidzane (17/München, alle racing one). Neunte wurden Florian Thoma (23/CHE) und Jérémie Lesoudier (23/FRA, beide Propeak Performance) im Aston Martin. Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) komplettierten im Mercedes-AMG GT4 die Top Zehn.

Nächster Sonntagssieg: Buri ist Tabellenführer der ADAC TCR Germany

  • Drittes Rennwochenende, dritter Sonntagstriumph für den Finnen
  • Harald Proczyk nach Platz eins am Samstag am Sonntag Zweiter
  • René Kircher als Dritter bester Junior - WTCR-Champion Tarquini wird 14.

Antti Buri siegt wieder am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
"Sonntagsfahrer" Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) hat erneut zugeschlagen: Der Finne, der bereits in Oschersleben und Most die Sonntagsrennen der ADAC TCR Germany gewonnen hat, hat auch auf dem Red Bull Ring triumphiert und die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Im Audi RS3 LMS setzte sich Buri vor Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) im Hyundai i30 N TCR und dem von der Pole Position gestarteten Junior René Kircher (18, Hünfeld, racing one) im Audi durch. WTCR-Champion Gabriele Tarquini (57, Italien, Hyundai Team Engstler), an diesem Wochenende Gaststarter, musste nach einem frühen Kontakt an die Box und kam mit deutlichem Rückstand als 14. ins Ziel. 

"Es war natürlich ein tolles Rennen für uns! Samstag lief bereits gut, und am Sonntag jetzt haben wir nochmal einen draufgesetzt", sagte Buri, der seinen insgesamt achten Sieg in der ADAC TCR Germany feierte: "Das Auto hat sich super angefühlt, wir hatten keine Probleme, ich konnte das Rennen voll und ganz genießen. Die Strecke liegt Audi, und auch ich mag sie einfach gerne. Wir waren schon mit Cupra hier sehr schnell und mit Audi läuft es top." 

Hinter dem Spitzentrio folgten Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR und der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Hyundai-Fahrer Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler). Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International), Théo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler), Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), Junior Julien Apothéloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) im Cupra TCR und VW-Pilot Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) belegten die Plätze sechs bis zehn. 

Beim Start zog Michelle Halder an Rene Kircher vorbei, und auch Antti Buri und Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) überholten den 18-Jährigen. Bevor sich das Feld richtig sortiert hatte, musste bereits das Safety Car auf die Strecke: Fugel konnte nach einem Kontakt nicht mehr weiterfahren, sein Honda musste geborgen werden. Nach zehn Minuten kam das Safety Car in die Box - und Michelle Halder erwischte keinen idealen Restart. Buri nutzte die Gelegenheit, um in der Rechtskurve nach Start-und-Ziel vorbeizuziehen. Mitchell Cheah folgte dem Finnen, und es entwickelte sich vorne ein ähnlich spannender Zweikampf wie bereits im Samstagsrennen. 

Mit etwas Abstand folgte Proczyk, der ebenfalls an Halder vorbeigekommen war. Die Rennleitung belegte Cheah anschließend mit einer Durchfahrtsstrafe, weil der VW-Pilot einen Frühstart hingelegt hatte. Buri konnte somit vorne das Tempo kontrollieren, auch seine beiden Verfolger Proczyk und Kircher behaupteten ihre Positionen ohne große Mühe. Im hinteren Teil des Feldes lieferten sich die Piloten enge Duelle, Michelle Halder gelang es aber letztlich, ihren vierten Platz erfolgreich zu verteidigen und damit ihr bislang bestes Saisonergebnis einzufahren. 

Für die ADAC TCR Germany steht nun eine zwei Monate lange Sommerpause an. Am Wochenende vom 7. bis 9. August geht es in Zandvoort weiter, auf dem Kurs in den Dünen der niederländischen Nordseeküste stehen dann die Saisonrennen sieben und acht auf dem Programm. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. Online sind die Läufe im Livestream auf SPORT1.de und adac.de/motorsport sowie auf dem Facebook-Kanal der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing International): "Es war insgesamt ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns, obwohl die Strecke den Stärken des Hyundai nicht so sehr entgegenkommt. Anders aber als an den Wochenenden in Oschersleben und in Most hatten wir diesmal auch das nötige Rennglück. Ein Sieg und ein zweiter Platz - das hört sich super an." 

René Kircher (Dritter und bester Junior, racing one): "Es ist perfekt, weil wir in Most und auch hier im Training ein paar Probleme mit dem Motor hatten. Wir haben jetzt endlich gefunden, woran es lag. Jetzt ist es umso schöner, auf dem Podium zu stehen. Es ist ein Hammergefühl, wirklich unbeschreiblich."

Wechsel in der Gesamtführung und Promi-Auflauf bei der IDM in Oschersleben

Großer Bahnhof für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in Oschersleben. Die zweite Saisonrunde wurde im Rahmen der FIM Endurance-WM ausgetragen.  Extrem spannende Rennen sorgten in zwei der drei Prädikats-Soloklassen für einen Führungswechsel in den Gesamtwertungen. Mit Wolfgang „Teddy“ de Beer, dem ehemaligen BVB-Fußballtorwart und –trainer, und Moto2-WM-Pilot Lukas Tulovic begeisterten sich prominente Gäste für Deutschlands höchste Serie im Motorradstraßenrennsport. 
Sieger im ersten Rennen ser IDM Superbike 1000: Iliy Mikhalchik
Foto: Jens Hawrda
In der Königsklasse IDM Superbike 1000 gibt es jetzt sogar eine Doppelspitze. Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) und Auftaktsieger Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) werden punktgleich in der Wertung geführt. Der Franzose bescherte den Grünen in Oschersleben im zweiten Lauf des Wochenendes endlich den lang ersehnten Sieg. Im Ziel knallten die Sektkorken. Das Weber-Motos-Team hatte sich bei der Siegerehrung versammelt wie auch das französische Langstrecken-Team, für das Nigon zusätzlich in der Endurance-Team fährt. Sie sangen voller Inbrunst die französische Nationalhymne bei der Podiumszeremonie mit. „Es ist eine halbe Ewigkeit her, dass Kawasaki ganz oben stand“, empfand Jochen Schmid, der als Gast des IDM-Teams nach Oschersleben gereist war. Der heute 55-Jährige wurde 1995 auf Kawasaki Deutscher Superbikemeister. 
So freut sich Erwan Nigon über seinen Sieg im zweiten Rennen der IDM Superbike 1000
Foto: Jens Hawrda
Den ersten Lauf gewann Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW), en beim Saisonauftakt ein technischer Defekt in Sachen Titelverteidigung ausgebremst hatte. Inzwischen ist der 22-jährige Ukrainer auf die Ideallinie zurückgekehrt und mit nur noch vier Punkten Rückstand Tabellen-Dritter.  Alle fünf in der IDM Superbike 1000 vertretenen Motorradmarken haben mindestens einen Fahrer in den Top Ten. Sie kommen aus sieben Nationen: Deutschland, Ukraine, Frankreich, Schweiz, Österreich, Niederlande, Italien. Die Top-Klasse der IDM ist international hochkarätig besetzt.

Ein schwerer Unfall überschattete die beiden Rennen in der Klasse IDM Supersport 600. Yamaha-Fahrer Dennis Lippert (Ravenol Endurance Motorsport) wurde nach einem Sturz im ersten Lauf  in die Universitäts-Klinik nach Magdeburg geflogen und dort weiter versorgt. Das Rennen war sofort abgebrochen worden. Das neu gestartete Rennen gewann Titelverteidiger Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Academy) vor Martin Vugrinec (UNIOR Racing Team) und Gabriel Noderer (Kawasaki Weber Motos Racing).  Nachdem er auch den zweiten Lauf gewann, verließ Enderlein die Motorsport Arena als neuer Spitzenreiter in der Klasse. Der Sachse konnte sich bereits ein sattes Punktepolster schaffen. Der Zweite Tom Toparis aus Australien folgt mit 29 Zählern Abstand. Er war im ersten Lauf gestürzt. Sander  Kroeze (MGM Racing Performance) aus den Niederlanden macht die Yamaha-Dominanz auf den ersten drei Plätzen komplett.

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 konnte Rick Dunnik (Yamaha) seinen Platz an der Spitze verteidigen, auch wenn er in Oschersleben nicht gewann. Der Belgier Angelo Licciardo (Kawasaki) ist Sieger beider Läufe:Ihn trennen jetzt nur noch vier Punkte von Dunnik. Sein niederländischer Landsmann Colin Velthuizen (Kawasaki) fuhr ebenfalls zwei Mal aufs Podium. Der Niederländer belegt Platz drei in der Gesamtwertung. Bester Deutscher ist sein Teamkollege Troy Beinlich (Pößneck, NUTEC-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) auf dem fünften Rang.

Schon in zwei Wochen (21. bis 23. Juni 2019) ist die IDM erneut am Start. In Zolder sind  auch die IDM Sidecars wieder am Start, aber die Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 setzt aus.

Sylvest und Klingmann holen auf dem Red Bull Ring ersten Saisonsieg für BMW

  • BMW-Duo beendet achtjährige Durststrecke von MRS GT-Racing
  • Lokalmatador Klaus Bachler fährt als Dritter auf das Podium
  • Corvette-Pilot Sven Barth gewinnt als Zweiter Pirelli-Trophy-Wertung
Siegen am Samstag für BME: Sylvest/Klingmann
Foto: ADAC-Motorsport

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters. Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). „Es war am Ende wirklich eng“, sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. „Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient.“ 

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche

Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge. 

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte – seinen ersten seit Zandvoort 2015 –, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der „Liga der Supersportwagen“ überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

Barth und Jahn holten in ihrer unter österreichischer Flagge startenden Corvette als Zweite ihr bisher bestes Saisonresultat, für Barth bedeutet dies gleichzeitig den bereits dritten Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung der Saison. Lokalmatador Klaus Bachler und Teamkollege Timo Bernhard durften sich als Dritte über ihren ersten Podestplatz des Jahres freuen. Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) holten, nachdem sie vom zweiten Startplatz ins Rennen gegangen waren, zwar nur die vierte Position, verteidigten aber als bestplatzierte Audi-Piloten die Tabellenführung. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) vervollständigten mit ihrer Corvette C7 GT3-R die Top fünf.

Die sechste Position ging an den Audi R8 LMS von Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) vor dem Porsche 911 GT3 R von Titelverteidiger Robert Renauer (34/Jedenhofen) und Thomas Preining (20/A, beide Precote Herberth Motorsport), die im Qualifying nur auf Rang 16 gefahren waren. Lucas Auer (24/A) kam zusammen mit Jimmy Eriksson (28/S, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) beim Gaststart auf seiner Heimstrecke als Achter ins Ziel. 

Jeffrey Schmidt (25/CH) und Christopher Haase (31/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) machten mit ihrem Audi insgesamt zehn Plätze gut und wurden Neunte, dahinter kam der der HB-Racing-Ferrari 488 GT3 von Luca Ludwig (30/Alfter) und Sebastian Asch (33/Ammerbuch) ins Ziel.

Stimmen der Sieger:

Nicolai Sylvest
(MRS GT-Racing, BMW M6 GT3): „Ich bin natürlich superbegeistert, was wir zusammen – Jens, das Team und ich – erreicht haben. Ich bin schon etwas sprachlos. Mein Start war gut. Danach war es schwierig, den Abstand zum Porsche auf Platz zwei zu halten. Ich wusste, wenn ich einen Fehler mache, ist der Porsche da. Jens hat in der Schlussphase einen tollen Job gemacht. Er hatte viel Druck von der Corvette. Ich war in der Box meganervös, aber wir hatten großes Vertrauen in Jens und er hat den Sieg ins Ziel gebracht.“ 

Jens Klingmann (MRS GT-Racing, BMW M6 GT3): „Das Qualifying und der Start von Nicolai waren die Grundlagen für unseren Erfolg. Als ich nach dem Fahrerwechsel gesehen habe, dass die Corvette auf Platz zwei liegt, habe ich schon gedacht, dass es eng werden könnte. Denn sie hat einen guten Topspeed, was hier sehr wichtig ist. Ich habe versucht, den Vorsprung zu managen, doch dann hat David Jahn Zehntel für Zehntel den Rückstand verringert. Als er in den letzten 15 Minuten an mir dran war, war jede Runde wie im Qualifying. Es war wirklich eng. Ich bin froh, dass das Rennen nur eine Stunde gedauert hat. Ich denke, den Sieg haben wir verdient, vor allem nach Most, wo wir lange auf Platz drei lagen, aber zurückgefallen sind. Das Team hat hart für den Erfolg gearbeitet.“

GT4: Schrey und Jäger triumphieren im ersten Rennen am Red Bull Ring

  • Heimsieg für den Österreicher Thomas Jäger in der ADAC GT4 Germany
  • McLaren-Duo Benyahia/Fagg gewinnt die Juniorwertung
  • Braun und Grotstollen sichern die Tropy-Wertung

Thomas Jäger (l.) u. Michael Schrey
Foto: ADAC-Motorsport

Michael Schrey (36/Wallenhorst) und Thomas Jäger (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) holen sich im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring in Österreich ihren ersten Sieg in der Saison 2019. Das BMW-Duo triumphierte vor Charles Fagg (19/GBR) und Michael Benyahia (18/MAR, beide Team GT) im McLaren 570S GT4 und den Markengefährten Stephan Grotstollen (50/Langenhagen) und Georg Braun (48/Pfullingen, beide MRS Besagroup Racing Team). „Wir sind schon mit dem Wissen angereist, dass unser Auto gut auf die Strecke passt. Es lag somit an uns Fahrern, keine Fehler zu machen. Das ist uns gelungen und stimmt uns überglücklich. Heute wird gefeiert“, jubelte Lokalmatador Jäger über den Heimsieg in der Steiermark.

Den Grundstein für den Triumph legte Jägers Teamkollege Michael Schrey bereits in der Startphase. Direkt bei der Anfahrt auf die erste Kurve zog er an dem von Pole-Position gestarteten BMW von Thomas Tekaat (27/Wallhausen, MRS Besagroup Racing Team) vorbei. „Als die Ampeln auf Grün sprangen, habe ich ein bisschen schneller reagiert. Ich konnte den Schwung mitnehmen und mich an die Spitze setzen“, beschreibt er die Situation. 

Im weiteren Rennverlauf griff auch McLaren-Pilot Charles Fagg in den Zweikampf um die Führung mit ein, nach dem Pflichtboxenstopp zur Rennmitte übernahm jedoch Teamkollege Wagenpartner Jäger wieder die Spitzenposition. Von diesem Platz aus ließ sich der Österreicher bis zum Rennende nicht mehr verdrängen. „Da wir etwas Probleme mit dem Reifenabbau hatten, musste ich im Cockpit mächtig kämpfen. Da war es sehr schwierig, das Auto am Limit zu bewegen“, stellt Jäger klar.

Thomas Tekaats Teamkollege Franjo Kovac (64/Borken) musste in der zweiten Rennhälfte Platz zwei abgeben und beendete das Rennen auf Postion 13, die Verfolgerrolle von Jäger nahm der zweite MRS-BMW M4 GT4 mit Georg Braun ein. Nach einem über mehrere Runden währenden Duell mit Michael Benyahia im McLaren musste er schließlich Rang zwei abgeben und beendete das Rennen als Dritter, durfte sich gemeinsam mit Teamkollege Grotstollen noch über den Sieg in der Tropy-Wertung freuen. 

„Mein ganzer Stint lief sehr gut. Ich hatte mir den vor mir fahrenden BMW über einige Runden zurecht gelegt, bevor ich zum entscheidenden Manöver ansetzte“, erklärt der in Monaco lebende Marokkaner Benyahia. „Mit Platz zwei sind wir sehr zufrieden. Wir hatten über das Wochenende einige technische Probleme. Selbst am Renntag mussten wir noch den Turbo tauschen. Das Resultat ist eine Leistung des gesamten Teams“, ergänzte Partner Fagg. Das Duo konnte zudem auch die Junior-Wertung für sich entscheiden. 

Mit den Rängen vier und fünf machten zwei weitere M4 GT4 ein starkes BMW-Resultat perfekt. Claudia Hürtgen (47/Aachen) und Michael Fischer (23/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) lagen vor Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team). Beide Duos mussten das Rennen von Ende des Feldes aus beginnen. 

Platz sechs ging an den Mercedes-AMG GT4 von Hamza Owega (27/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) vor den beiden KTM X-Bow GT4 von Laura Kraihamer (27/AUT) und Reinhard Kofler (34/AUT, beide True Racing) sowie Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter). Hinter dem Audi R8 LMS von Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln, beide racing one) komplettierte der Mercedes-AMG GT4 von Oliver Mayer (61/Ingolstadt) und Jan Philipp Springob (18/Olpe, beide BREMOTION) die Top Zehn des Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring.