Donnerstag, 21. Juni 2018

ADAC Sachsenring Classic

Am Sachsenring wird der verstorbene Publikumsliebling Ralf Waldmann mit einer Ralf Waldmann-Kurve geehrt

Der 20-fache Grand Prix-Sieger Ralf Waldmann (Ennepetal/Honda 250 ccm)
 im Vorjahr bei der ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung
Foto:  Hermann Rüger
Am Wochenende (22. bis 24. Juni) findet auf dem Sachsenring die ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung statt. Am Freitagabend (22. Juni) wird um 17 Uhr die legendäre Kurve 11 auf dem Sachsenring zur Ralf Waldmann-Kurve umbenennt. Dies findet im Fahrerlager 1 hinter den Boxen bei freiem Eintritt für die Motorradfans statt.

Ralf Waldmann war einer der erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer und verstarb am 10. März 2018 völlig überraschend im Alter von 51 Jahren. „Waldi“ ist mit 20 GP-Siegen in den Klassen 125 und 250 ccm der erfolgreichste Grand Prix-Rennfahrer, der nie Weltmeister wurde. Seinen ersten Grand Prix-Sieg feierte Ralf Waldmann am 26. Mai 1991 auf dem Hockenheimring in der 125 ccm Klasse - Hockenheim ist ja die Partnerstadt von Hohenstein-Ernstthal. 1996 und 1997 verfehlte Waldmann den WM-Titel in der Viertelliterkategorie (250 ccm) nur ganz knapp und wurde jeweils Vizeweltmeister hinter Max Biaggi aus Italien. Der gebürtige Ennepetaler hat sich sehr für den Motorrad-GP auf dem Sachsenring eingesetzt und begeisterte die vielen Fans mit einem tollen dritten Platz beim Motorrad-WM Lauf 1999 auf dem Sachsenring. Hinter Sieger Valentino Rossi (Aprilia) und Loris Capirossi (Honda) überquerte „Waldi“ unter dem Jubel der vielen Zuschauer mit 9,030 Sekunden Rückstand als Dritter auf einer Aprilia die Ziellinie im Rennen in der 250 ccm Klasse. Im Jahre 2009 haben Martin Wimmer und Ralf Waldmann dann zusammen den Motorradhersteller MZ in Zschopau gekauft, doch bereits 2010 ist Waldmann bei MZ wieder ausgestiegen. Im Vorjahr ging Ralf Waldmann bei der Sachsenring Classic an den Start und leistete sich in der Kurve 11, die jetzt nach ihm benannt wird, einen Ausrutscher. Beim Fernsehsender Eurosport berichtete Ralf Waldmann als Experte von den Motorrad-WM-Rennen.

Die ADAC Sachsenring Classic findet von Freitag bis Sonntag statt, das Wochenendticket inklusive Fahrerlagerzugang kostet im Vorverkauf 20,- Euro, an der Tageskasse beträgt der Preis 30,-. Die Tageskarten für am Samstag und Sonntag kosten jeweils 20,- Euro, der Eintritt am Freitag ist frei. Weitere Informationen über die ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung gibt es im Internet unter
www.sachsenring-classic.de.

Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof


DTM: Drei Fragen an Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein: „Ich versuche, den Ärger in positive Energie umzuwandeln“

 
Glück und Pech liegen im Rennsport eng zusammen, vor allem wenn eine Meisterschaft so hart umkämpft ist wie die DTM. Pascal Wehrlein beschreibt, wie sich das in den ersten Rennen seines DTM-Comebacks ausgewirkt hat und was er sich für den Norisring vorgenommen hat.
Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
Pascal, Du bist nach den ersten drei Rennwochenenden Achter in der Gesamtwertung. Die Geschehnisse im zweiten Rennen in Budapest haben Dich wertvolle Punkte gekostet. Wie schwierig war es für Dich, das zu verdauen?
 
Pascal Wehrlein: Sehr schwer, aber ich versuche, den Ärger in positive Energie umzuwandeln. Mein Motto für dieses Wochenende lautet deshalb: Jetzt erst recht! Aber die Safety-Car-Phase und die rote Flagge lagen nicht in meiner Hand. Ich würde mich mehr ärgern, wenn meine Performance nicht gestimmt hätte. Was aber nicht bedeutet, dass ich mich nicht darüber geärgert hätte. Für mich zählt jetzt aber nur noch das kommende Wochenende in Nürnberg und dort werde ich versuchen, meine Leistung abzurufen - und vielleicht habe ich dann ja auch das Glück auf meiner Seite.
 
Es sind noch 14 Rennen zu fahren und Du hast knapp 50 Punkte Rückstand auf die Spitze. Wie entscheidend ist das Norisring-Wochenende für den weiteren Verlauf Deiner Saison?
 
Pascal Wehrlein: Nicht mehr und nicht weniger entscheidend als die Wochenenden davor oder danach. An jedem Wochenende gibt es 56 Punkte zu holen und man hat gesehen, wie schnell es gehen kann. An den ersten beiden Rennwochenenden war BMW sehr stark und am Hungaroring haben sie am Sonntag nur wegen der Vorfälle gepunktet. Ansonsten wäre es für sie dort schwierig geworden, überhaupt in die Punkte zu fahren. In der DTM kann alles passieren und von einem aufs andere Wochenende kann man schnell 30 oder 40 Punkte aufholen oder verlieren. Jedes Wochenende ist wichtig, vom ersten bis zum letzten.
 
Du bist bislang zweimal aus der ersten Startreihe gestartet, hattest viele Überholmanöver im Rennen, insgesamt sieht es also schon sehr gut aus. Was kannst Du noch verbessern?
 
Pascal Wehrlein: In Budapest habe ich zum ersten Mal gezeigt, dass ich auf einem Level bin, um Rennen zu gewinnen. Das ist an den beiden Rennwochenenden davor definitiv noch nicht der Fall gewesen. Natürlich war der Lausitzring mit meinem ersten Podium in diesem Jahr schon etwas besser, aber auch dort war ich noch nicht so weit, um das Rennen zu gewinnen. Budapest war ein weiterer Schritt nach vorne und ich gehe davon aus, dass ich auch die nächsten ein, zwei Wochenenden noch einmal Fortschritte erzielen kann. Dann gehört eben auch noch ein bisschen das nötige Quäntchen Glück dazu, das mir in Ungarn schon mit den Problemen im ersten Rennen gefehlt hat. So gesehen sind wir nicht mehr weit weg. Ich bin hochmotiviert, um bald meinen ersten Rennsieg einzufahren.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Die DTM am Norisring: 18 Raser in der Nürnberger City

  • Marco Wittmann peilt den ersten Heimsieg in der DTM an
  • Mercedes-AMG ist am Norisring die erfolgreichste Marke
  • Public Viewing: Deutschland gegen Schweden am Samstagabend
Foto: dtm.com
Kurze Strecke, lange Historie. Am kommenden Wochenende ist wieder Nervenkitzel angesagt am Norisring. Die DTM ist seit 1987 Stammgast bei der Stadtrundfahrt im „Fränkischen Monaco“. Die Atmosphäre ist einzigartig auf dem einzig verbliebenen Stadtkurs in Deutschland, die Stimmung zwischen Grundig-Kehre und Dutzendteich besonders. Spektakulär und faszinierend ist der rasende Verkehr der 18 Piloten durch die Nürnberger City. Nur 2,3 Kilometer Länge, über 250 km/h auf der Geraden, mächtige Bremsmanöver vor den Spitzkehren, millimetergenaue Steuerkunst entlang den alten Mauern hinter der Steintribüne – diese halsbrecherische Herangehensweise reizt die Fahrer immer wieder.
 
Allen voran Marco Wittmann, der nur ein paar Radlängen entfernt in Fürth geboren wurde. Der BMW-Pilot gewann vor gut zwei Wochen das DTM-Rennen am Sonntag in Budapest und ist mit 51 Punkten Fünfter in der Gesamtwertung. „Ich habe natürlich hohe Erwartungen. Mit einem Sieg im Gepäck zum Norisring zu reisen, fühlt sich auf jeden Fall gut an. Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende, denn ich bin wohl der einzige Fahrer im Feld, der solch ein Heimrennen hat, weil er so nah an einer Strecke wohnt. Zu wissen, dass alle Fans, der Fanclub, Familie und Freunde vor Ort dabei sind, ist cool und gibt einen zusätzlichen Schub. Ich habe mit dem Norisring und dem Podium dort noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr war es bereits sehr knapp, deshalb hoffe ich, dass mir in diesem Jahr der Sprung auf das Treppchen gelingt.“ Wittmann war bereits zweimal Vierter, einmal Fünfter und zweimal Sechster. Nun soll ihm der große Wurf gelingen.
 
Spengler und Martin schrieben BMW-Geschichte

Markenkollege Timo Glock reist derweil als DTM-Spitzenreiter nach Mittelfranken. Nach sechs Rennen hat Glock 90 Punkte auf seinem Konto. Im vergangenen Jahr war der Norisring ein sehr gutes Pflaster für die Piloten aus München. Im Samstagsrennen holte Bruno Spengler den ersten Norisring-Sieg für BMW seit 25 Jahren sowie den gleichzeitig 25. Sieg seit dem DTM-Comeback 2012. Tags darauf gewann Maxime Martin. Es war ein weiterer Meilenstein, der 75. Sieg von BMW in der Geschichte der DTM.
 
Härtester Widersacher von Glock ist Gary Paffett. Der Mercedes-AMG-Pilot liegt elf Punkte hinter dem Ersten der Fahrerwertung. „Der Ausgang des letzten Rennens in Budapest war sehr enttäuschend für uns. Aber der Saisonstart verlief sehr gut und das Auto war auch auf dem Hungaroring sehr schnell. Entsprechend glaube ich, dass wir allen Grund haben, um positiv gestimmt in das Wochenende zu gehen. Auf dem Norisring wird das Kräfteverhältnis meiner Meinung nach viel ausgeglichener sein, da der Streckenverlauf niemandem besonders entgegenkommt. Deshalb wird es darum gehen, das Beste aus dem Auto und dem Setup herauszuholen. Natürlich wäre es großartig, dort erneut zu gewinnen.“ Mit 18 Siegen ist Mercedes-AMG die mit Abstand erfolgreichste Marke auf dem Stadtkurs in Nürnberg.
 
Bodenwellen erschweren Aufgabe der Fahrer

Im vergangenen Jahr gab es am Sonntag ein fantastisches Fotofinish um Platz drei, in dem der Audi von Mattias Ekström, der BMW von Marco Wittmann und Edoardo Mortara im Mercedes-AMG nebeneinander über die Ziellinie fuhren – um ganze 0,027 Sekunden getrennt. „Wenn es um spannendes Racing und packende Überholmanöver geht, ist der Norisring die beste DTM-Rennstrecke überhaupt“, sagt Jamie Green, der in Nürnberg bereits vier DTM-Rennen gewann, derzeit allerdings mit zehn Punkten nur 16. in der Gesamtwertung ist.
 
Auf die richtige Abstimmung kommt es an am Norisring. Um auf den langen Geradeauspassagen möglichst wenig Zeit zu verlieren, wird mit minimalem Abtrieb gefahren. Entsprechend unruhig verhalten sich die Autos während der Bremsvorgänge, weshalb es für die beste Rundenzeit neben der Motorleistung auf ein perfektes Setup ankommt. Dass sich die Bodenwellen jedes Jahr ändern, erschwert die Aufgabe für die Fahrer zusätzlich.
 
FHR 100 Meilen Trophy erstmalig bei der DTM im Programm

Neben den beiden DTM-Läufen gibt es auf dem Zeppelinfeld ein vielfältiges sportliches Rahmenprogramm mit der FIA Formel-3-Europameisterschaft, der 100 Meilen Trophy, den Norisring Classics und dem Red Bull Skydive Team. Neu im Umfeld der DTM ist die FHR 100 Meilen Trophy, die 2017 ihre erste Saison bestritt. Diese neue Rennserie umfasst GT- und Rennsportwagen der Baujahre 1966 bis 1988. Im interessanten Starterfeld finden sich Fahrzeuge von Porsche, Mercedes, BMW, Reynard, Lola, Chevron, de Tomaso, Plymouth oder Ford Mustang. Die Norisring Classics beinhalten eine Ausstellung von insgesamt maximal 75 Fahrzeugen (25 pro DTM-Hersteller) inklusive einer zehnminütigen Demonstrationsfahrt jeweils am Samstag und Sonntag. Während der Startfeldpräsentation kommt das Red Bull Skydive Team zum Einsatz. Die außergewöhnlich begabten Luftakrobaten sorgen in ihren Wingsuits für Nervenkitzel mit einstudierten Choreographien und spektakulären Stunts. Die Luft ist ihr Zuhause.
 
Auch Fußballfans müssen trotz der zeitgleich stattfindenden Weltmeisterschaft nicht auf einen Norisring-Besuch verzichten: Das Spiel zwischen Deutschland und Schweden wird am Samstagabend ab 20 Uhr auf den Großbildschirmen an der Rennstrecke übertragen. Die beiden Saisonrennen vom Norisring zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ am Samstag (23.6.) und am Sonntag (24.6.) jeweils ab 13:00 Uhr. In Österreich ist ORF Sport+ an beiden Tagen auf Sendung. Rennstart ist jeweils um 13:30 Uhr. In der Schweiz zeigt MySports erstmals beide Rennen live. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen im Livestream gezeigt.

Dienstag, 19. Juni 2018

Heimrennen für BMW auf dem Norisring in Nürnberg

Timo Glock (BMW) kommt aus Meisterschaftsführender zum Norisring
Foto: Jens Hawrda
Das vierte Rennwochenende der DTM-Saison 2018 ist das Heimrennen für BMW. Der Norisring in Nürnberg (GER) liegt, nur 160 Kilometer von der Heimat von BMW in München (GER) entfernt. Die Rennen sieben und acht finden am Samstag und Sonntag (23./24. Juni) am einzigen Stadtkurs im Kalender statt. BMW-Pilot Timo Glock (GER) führt die DTM-Wertung vor den Rennen im "Fränkischen Monaco"an. In den bisherigen sechs abgeschlossenen Rennen hat Glock 90 Punkte erzielt. Der Lokalmatador des Norisring, Marco Wittmann (GER), liegt mit 51 Punkten auf dem fünften Gesamtrang und hat am vergangenen Rennwochenende seinen ersten Saisonsieg in Budapest (HUN) gefeiert.
 
Der 2,3 Kilometer lange Norisring ist ein temporärer Stadtkurs rund um den Nürnberger Dutzendteich. BMW-Fans hatten im vergangenen Jahr allen Grund, dort zu feiern: Bruno Spengler (CAN) holte im Rennen am Samstag den ersten Norisring-Sieg für BMW in 25 Jahren. Dieses Ergebnis war zugleich der 25. Sieg seit dem DTM-Comeback im Jahr 2012. Maxime Martin (BEL) beendete den Doppelsieg mit einem zweiten Platz. Martin gewann dann das Rennen am Sonntag. Das war ein weiterer Meilenstein: Der 75. Sieg für BMW in der Geschichte der DTM.

Montag, 18. Juni 2018

DTM in der Stadt: Härtetest für den Audi RS 5 DTM

  • Belastung für die Bremsen am Norisring noch größer als in den Vorjahren
  • Zusätzliche Wasserkühlung für die Bremssättel im Einsatz
  • Saisonhighlight und Audi-Heimrennen am Dutzendteich

Foto: Jens Hawrda
Saisonhöhepunkt in der DTM: Am Wochenende (23./24. Juni) steht auf dem Norisring in Nürnberg der einzige Stadtkurs der populären Tourenwagen-Rennserie auf dem Programm. Die Herausforderung für die Fahrer und den Audi RS 5 DTM ist dieses Mal noch größer als in den Vorjahren.

2017 erreichte Audi-Pilot Loïc Duval am Ende der Start-Ziel-Geraden im Qualifying am Sonntag einen Spitzenwert von 261 km/h. Beim anschließenden Anbremsen der mit 50 km/h langsamsten Kurve der Strecke wird eine Belastung von über 2,4 g erreicht – ein Härtetest für die Bremsen, deren Sättel am Norisring zusätzlich mit Wasser gekühlt werden. „Die Belastung wird in diesem Jahr noch größer, weil die Autos durch den reduzierten Abtrieb auf den Geraden schneller sind und der Bremsweg zugleich länger wird“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Die einzigartige Strecke zwischen Dutzendteich und Max-Morlock-Stadion ist nur 2,3 Kilometer lang und hat lediglich vier Kurven. Trotzdem gilt sie als eine der anspruchsvollsten der gesamten Saison. „Der Norisring sieht einfach aus, ist aber eine absolute Challenge“, sagt Audi-Pilot Nico Müller. Der Schweizer weiß, wovon er spricht: 2016 feierte er im Sonntagsrennen in Nürnberg mit dem Audi RS 5 DTM seinen ersten DTM-Sieg. 24 Stunden zuvor hatte er sich beim Anbremsen der Spitzkehre am Ende der Start-Ziel-Geraden nur minimal vertan und ein anderes Auto am Heck touchiert – das Rennen war danach für beide gelaufen.

Wie riskant der Norisring ist, bekam Audi-Pilot Mike Rockenfeller im vergangenen Jahr besonders schmerzhaft zu spüren: Beim Anbremsen der Spitzkehre verlor Gary Paffett die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz und krachte anschließend mit hoher Geschwindigkeit in den Audi RS 5 DTM des Deutschen. Dem extrem hohen Sicherheitsstandard der DTM-Autos hatte es Rockenfeller zu verdanken, dass er sich nur eine Verletzung am Fuß zuzog. Schon beim darauffolgenden Rennen konnte er wieder an den Start gehen.

Um auf den langen Geradeauspassagen möglichst wenig Zeit zu verlieren, wird auf dem Norisring mit minimalem Abtrieb gefahren. Entsprechend unruhig verhalten sich die Autos während der Bremsvorgänge, weshalb es für die beste Rundenzeit neben der Motorleistung auf ein perfektes Setup ankommt. Dass sich die Bodenwellen jedes Jahr ändern, erschwert die Aufgabe für die Fahrer zusätzlich. „Wenn es um spannendes Racing und packende Überholmanöver geht, ist der Norisring die beste DTM-Rennstrecke überhaupt“, sagt Jamie Green, der in Nürnberg bereits vier DTM-Rennen gewann.

Enger und packender Rennsport steht auf dem Norisring immer auf dem Programm. Im vergangenen Jahr lag das gesamte Starterfeld im Qualifying innerhalb von nur sieben Zehntelsekunden. Am Sonntag gab es ein spektakuläres Fotofinish um Platz drei, in dem ein Audi, ein BMW und ein Mercedes-Benz nebeneinander über die Ziellinie fuhren – um ganze 0,027 Sekunden getrennt.

Auf solche Szenen dürfen die Zuschauer auch in diesem Jahr hoffen, unter ihnen traditionell besonders viele Audi-Fans und -Mitarbeiter. Der Audi-Stammsitz in Ingolstadt ist nur 90 Kilometer entfernt, das Werk Neckarsulm etwa 165 Kilometer.

Auch Fußballfans müssen trotz der zeitgleich stattfindenden Weltmeisterschaft nicht auf einen Norisring-Besuch verzichten: Das Spiel zwischen Deutschland und Schweden wird am Samstagabend ab 20 Uhr auf den Großbildschirmen an der Rennstrecke übertragen. Auf dem Audi Intelligence Court können die Besucher zudem ihre eigene Fußball-Performance überprüfen: Auf einem kleinen Spielfeld auf der Zeppelinwiese treten sie in Zweierteams gegeneinander an. Dabei zeichnet ein spezielles Tracking-System die individuellen Leistungswerte der Spieler auf und fasst sie am Ende der Partie in einer Kennzahl zusammen.

Auch die sechs Audi-DTM-Piloten werden sich dieser Fußball-Challenge im Vorfeld der DTM-Rennen stellen. Die Rennen starten am Norisring an beiden Tagen um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt am Samstag (23. Juni) und am Sonntag (24. Juni) ab 13 Uhr live. Das Qualifying ist im Livestream auf ran.de zu sehen.