Freitag, 19. Oktober 2018

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Pafffett holt Meistertitel 2018
Foto: Jens Hawrda
15 Jahre, zwei Titel: Wie sieht Deine Bilanz für Deine Zeit in der DTM aus? 

Gary Paffett: Das vergangene Wochenende war ein märchenhafter Abschluss für eine großartige Zeit. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand meine gesamte professionelle Karriere als Rennfahrer aus Mercedes und der DTM. Alles begann schon in meinem ersten vollen Jahr 2004 mit Platz zwei und ein Jahr später habe ich 2005 schon den Titel gewonnen. Es ging alles ganz schnell. Damals hielt ich die DTM für recht einfach und dachte, dass ich mehrere Meisterschaften gewinnen würde. Dann ging ich für ein Jahr weg, kam wieder zurück und musste einige harte Saisons durchmachen. Aber ich habe mich ins Werksteam zurückgekämpft und bin zumindest dreimal um den Titel mitgefahren. Leider bin ich 2009, 2010 und 2012 jeweils nur Zweiter geworden. 2012 war es am schwierigsten für mich. Richtig hart. Seitdem waren alle Saisons wirklich harte Arbeit. Es war nicht immer einfach und es gab Jahre, in denen ich mich nicht ganz wohl gefühlt habe und nicht glücklich war. Aber das Team hat immer an mich geglaubt - von Norbert und Gerhard bis zu Toto, Uli und Martin. Sie haben nie den Glauben an mich verloren, mich im Team behalten und dieses Jahr war einfach fantastisch. Das Team hat mir ein Auto hingestellt, mit dem ich schnell fahren konnte, besonders im Qualifying, das in diesem Jahr extrem wichtig war. Ich habe es genossen, mit diesem Auto zu fahren. Wie gesagt, das Ende der Geschichte war wie im Märchen. Ich habe meine Karriere bei Mercedes begonnen, rasch den Titel geholt und nun zum Abschluss die letzte Meisterschaft von Mercedes auf absehbare Zeit gewonnen. Das ist absolut fantastisch. 

Wenn Dir jemand vor einigen Monaten gesagt hätte, dass Du die Meisterschaft gewinnst - hättest Du Dich dann trotzdem dazu entschieden, die DTM zu verlassen? 

Gary Paffett: Das ist eine interessante Frage, bei der es viele Aspekte zu beachten gibt. Alles begann vor 18 Monaten, als Mercedes seinen Ausstieg aus der DTM bekanntgegeben hat. In dem Moment mussten wir uns alle etwas Neues suchen, auch wir Fahrer. Meine erste Reaktion war aber nicht, nach einem Cockpit bei einem anderen DTM-Team Ausschau zu halten. Ich fragte mich vielmehr, wo ich mit Mercedes weitermachen könnte? Ich bin seit 15 Jahren bei ihnen und ich wollte weiter mit ihnen zusammenarbeiten. Also habe ich mit Mercedes, Uli und Toto, gesprochen. Ich wollte wissen, was wir gemeinsam machen könnten. Natürlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich die Meisterschaft gewinnen würde. Tatsächlich bin ich in meinem Leben noch nie mit der Nummer 1 auf meinem Auto gefahren, weil ich die jeweilige Serie nach einem Titelgewinn immer verlassen habe. Das ist mir also nie gegönnt gewesen, aber ich bin sehr glücklich, dass ich in die Formel E gegangen bin. Klar, es wäre klasse, als Titelverteidiger anzutreten und meinen Titel zu verteidigen, aber ich glaube, dass ein Titelgewinn zum Abschluss meiner DTM-Karriere sogar noch besser ist. 

Du hast am Wochenende gesagt, dass dies das beste Qualifying Deiner Karriere gewesen sei. Wie meinst Du das? 

Gary Paffett: Ehrlich gesagt war es vielleicht nicht die schnellste Runde, die ich je gefahren bin, aber ich denke, es war die wichtigste Qualifying-Runde in meiner Karriere - und die schwierigste. Es wäre einfach gewesen, aufzugeben, zu hart zu fahren oder einen Fehler zu machen. P3 auf meiner zweiten Runde ist auch heute noch fantastisch. Wie gesagt, es war nicht meine schnellste Runde überhaupt. In Zandvoort war ich vier Zehntel schneller als der nächste Fahrer, das war Wahnsinn. Aber ich habe etwas Ähnliches 2005 in Istanbul erlebt. Auch damals habe ich um den Titel gekämpft und bin auf die Pole gefahren. Auf dieser Runde hatte ich ein ähnliches Gefühl. Sobald man an der schwierigsten Stelle vorbei ist, weiß man, dass es hinhauen wird. Der Titelgewinn in diesem Jahr ist der wichtigste in meiner Karriere. Es war die härteste Meisterschaft und diese Qualifying-Runde war praktisch der Schlüssel dazu.

Abt und di Grassi testen neuen Audi e-tron FE05

  • Finale Testfahrten der Formel E bis Freitag in Valencia (Spanien)
  • Alle Teams erstmals zusammen auf der Strecke
  • Teamchef McNish: „Wichtige Standortbestimmung vor dem Auftakt“

Daniel Abt, Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi-Motorsport

Es ist der einzige Vergleich mit der Konkurrenz, bevor die ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft Mitte Dezember in ihre neue Saison startet: Noch bis Freitag treffen sich alle elf Teams bei den offiziellen Testfahrten der Rennserie in Valencia. Audi zeigt Medien und Fans dabei erstmals öffentlich die Designs der beiden rein elektrischen Audi e-tron FE05 von Daniel Abt und Lucas di Grassi.


#66 und #11 – das sind die Startnummern, mit denen Daniel Abt und Lucas di Grassi den Titel in der Teamwertung verteidigen und um den Fahrertitel kämpfen wollen. Der 25 Jahre alte Deutsche bleibt damit bei seiner einst selbst gewählten Nummer, der Brasilianer wechselt nach einem Jahr als Champion mit der Nummer 1 zurück zu seiner Lieblingszahl. In Valencia sind erstmals beide Audi e-tron FE05 des Teams Audi Sport ABT Schaeffler zusammen auf der Strecke. Während Daniel Abt zwei weiße vordere Radhäuser und rote Spiegel hat, erkennt man di Grassi unter anderem an schwarzen Spiegeln sowie schwarzen vorderen Radhäusern. 

„Nach den privaten Tests in den vergangenen Monaten bilden die Testfahrten in Valencia jetzt den Abschluss und zugleich den Höhepunkt der Vorbereitungen auf der Strecke“, sagt Teamchef Allan McNish. „Es ist der erste und einzige direkte Vergleich mit der Konkurrenz und deshalb eine wichtige Standortbestimmung für jedes Team.“ Geplant ist auch eine Simulation des neuen Rennformats, das jetzt ohne einen Autowechsel zur Rennmitte auskommt. Dafür soll es künftig einen „Attack Mode“ und sogenannte „Aktivierungszonen“ geben: Durchfährt der Pilot diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig. 

Während die Formel E vor ihrer fünften Saison vor einem Umbruch steht, was Technologie und Reglement angeht, setzt Audi auf und neben der Strecke auf Konstanz: Daniel Abt und Lucas di Grassi bilden die einzige Fahrerpaarung im Feld, die alle bisherigen 45 Formel-E-Rennen Seite an Seite bestritten hat. Kein Duo holte dabei so viele Pokale. Auch alle Partner und Sponsoren sind weiter an Bord: Neben dem Technologiepartner Schaeffler, der zusammen mit Audi für die Entwicklung der Motor-Generator-Unit Audi Schaeffler MGU03 verantwortlich zeichnet, gehören Alpinestars, die Deutsche Post, DHL, HYLA, ITK Engineering, KUKA, LGT, MASCOT, Riello UPS und last but not least der langjährige Partner Würth Elektronik mit zum Team. 

Die Testfahrten in Valencia dauern noch bis einschließlich den heutigen Freitag. Danach gehen die beiden Audi e-tron FE05 noch einmal zur Vorbereitung zurück zum Team nach Kempten, bevor sie am 20. November verladen werden und sich auf die Reise nach Saudi-Arabien machen. Am 15. Dezember steigt in Ad Diriyah vor den Toren Riads das erste von 13 Rennen der neuen Saison. Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler startet auch die Mannschaft von Envision Virgin Racing mit zwei Audi e-tron FE05, am Steuer die Piloten Sam Bird und Robin Frijns.

Montag, 15. Oktober 2018

Gary Paffett holt DTM-Titel 2018

  • Gary Paffett sichert sich nach 2005 seinen zweiten DTM-Titel
  • Historische Aufholjagd von Rast endet mit Vize-Titel
  • Berger: „Paffett und Mercedes sind verdient Champions“
Gary Paffett holt den Meistertitel 2018
Foto: Mercedes-Motorsport

Gary Paffett ist DTM-Champion 2018. Dem Briten reichte beim letzten DTM-Rennen von Mercedes-AMG der dritte Rang zu seinem zweiten Titelgewinn nach 2005. „Das ist einfach unglaublich“, brüllte Paffett nach der Zieldurchfahrt über den Funk und bedankte sich bei seinem Team. „Ihr habt einen super Job gemacht, die Titel haben wir verdient gewonnen.“ Der Rennsieg beim Saisonfinale ging an René Rast, der damit seine Erfolgsserie auch im 20. und letzten Saisonrennen fortsetzte und seinen insgesamt sechsten Sieg in Folge feierte. Rekord. In der DTM-Fahrerwertung musste sich Rast am Ende um nur vier Punkte geschlagen geben. Hinter Rast fuhr BMW-Pilot Marco Wittmann auf Rang zwei. Der Gewinn der Fahrerwertung macht für Mercedes-AMG das Triple perfekt, denn bereits vor dem letzten Rennen stand die Marke aus Stuttgart als Sieger der Hersteller- und Teamwertung mit Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS fest.

DTM-Altmeister Gary Paffett hat sich seinen zweiten großen Titel gesichert, exakt 4.739 Tage nachdem er zuletzt als DTM-Gesamtsieger ebenfalls in Hockenheim jubeln durfte. 185 DTM-Rennen ist der mit 37 Jahren älteste Pilot im Feld seit seinem Debüt 2003 gefahren – und seine Bilanz kann sich sehen lassen: 23 Siege, 48 Podiumsplatzierungen und 17 Pole-Positions sind Spitzenwerte. „Wir haben 13 Jahre hart gearbeitet um wieder ganz oben zu stehen“, sagte der neue DTM-Champion. „Das ist der beste Tag in meinem Leben. Wie ein Märchen. Am Ende habe ich die Runden heruntergezählt – die letzten Runden in dem Auto, was ich so sehr liebe.“

Dank an Mercedes-AMG

„Gratulation an Gary Paffett und Mercedes“, sagte Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR. „Sie haben einen guten Job macht und es am Ende geschafft. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Mercedes bedanken. Mercedes hat viel für die Serie getan: Sie waren in 30 Jahren eine Art Rückgrat der DTM und haben die Serie durch Höhen und Tiefen begleitet. Mercedes war stets ein harter und fairer Wettbewerber und abseits der Rennstrecke ein guter Partner. Es tut mir leid, dass sie gehen, aber vielleicht werden wir uns in der Zukunft wiedertreffen. Ich bin mir sicher, sie gehen mit einem weinenden Auge.“

„Gratulation aber auch an Audi und René Rast, die bei den letzten Rennen extrem aufgeholt haben“, ergänzte Berger. „Es war ein harter Kampf zwischen Audi und Mercedes, zwischen René, Gary und Paul Di Resta. Beim letzten Rennen war auch BMW wieder stark und wir hatten die drei Marken auf dem Podium.“

Berger zog ein sehr positives Saison-Fazit. „Ich blicke auf eine tolle Saison zurück. Der Ausstieg von Mercedes war zwar immer wieder ein Thema, doch mit der Luxus-Sportwagenmarke Aston Martin gibt es neue großartige Perspektive für die Zukunft der Serie. Das Wichtigste: Wir haben den Fans in dieser Saison ein Super-Produkt geboten. Die meisten Rennen waren sehr spannend, und der Meister stand – wie schon im vergangenen Jahr – bis zum letzten Rennen nicht fest.“

Paffett verdient Champion

„Gary hat am Ende die Nerven behalten und ist verdient Champion“, so Berger weiter. „Dass er die DTM verlässt, ist schade, aber jeder macht mal Fehler. Scherz beiseite: Ich wünsche ihm alles Gute bei seiner neuen Herausforderung. Großer Respekt gebührt René, er ist einer der Fahrer in diesem Feld, der mich am meisten beeindruckt. Er ist ein ganz ausgeschlafener Kerl. Vor allem ist er nicht nur talentiert, er ist auch sehr fleißig – und das führt dazu, dass er einfach immer vorn dabei ist.“

„Wir haben den Fans hier in Hockenheim eine tolle Show geboten“, fasste René Rast das Wochenende zusammen, das der Audi-Pilot maßgeblich geprägt hatte. „Natürlich bin ich nach dieser unglaublichen Serie von sechs Siegen in Folge etwas enttäuscht, nicht ganz oben zu stehen. Wir haben viel für den Erfolg gearbeitet. Ich habe unglaublich viel Spaß in der DTM und ganz viel Lust auf das kommende Jahr.“

Im Schatten der Protagonisten zeigten beim DTM-Finale auch andere Piloten Bestleitungen: Marco Wittmann, von der Pole-Position gestartet, wurde Zweiter und hinter Nico Müller auf Platz vier sah Robin Frijns als Fünfter die Zielflagge. Der Niederländer fuhr vom letzten Startplatz eine starke Aufholjagd und belohnte sich mit zehn Punkten.

DTM-Kalender 2019 steht bereits fest

Der DTM-Kalender 2019 umfasst neun Rennwochenenden. Die Saison beginnt wie gewohnt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (3.–5. Mai 2019), wo auch das Saisonfinale (4.–6. Oktober 2019) stattfinden wird. Die Standorte der drei weiteren Rennwochenenden in Deutschland, der Norisring, der Lausitzring sowie der Nürburgring, gehören ebenfalls weiterhin zum festen Stamm des DTM-Kalenders. Darüber hinaus macht die DTM viermal im europäischen Ausland Station. Während die Rennstrecken in Misano (Italien) und Brands Hatch (Großbritannien) schon 2018 zum Programm der Tourenwagen-Serie gehörten, ist mit dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen eine neue Rennstrecke erstmals im Kalender vertreten. Zudem feiert die DTM auf dem Circuit Zolder (Belgien) ihr Comeback – also an dem Ort, an dem die DTM am 11. März 1984 ihr erstes Rennen austrug, damals noch unter dem Titel „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“.

Sixpack! Audi-Pilot Rast gewinnt auch DTM-Finale

  • Den eigenen Rekord getoppt: sechs DTM-Siege in Folge für René Rast
  • Audi-Pilot erkämpft sich im Finalrennen die Vizemeisterschaft
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Fantastischer Saisonabschluss“
Unglaubliche Serie von Renè Rast, sechs Siege in Folge
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Sechs Siege in Folge! Audi-Pilot René Rast hat auf dem Hockenheimring auch das letzte Rennen der Saison gewonnen und damit seinen eigenen Rekord vom Vortag getoppt. Der 31-jährige Deutsche aus dem Audi Sport Team Rosberg sicherte sich am Sonntag hinter Mercedes-Benz-Pilot Gary Paffett noch die Vizemeisterschaft. Zur erfolgreichen Titelverteidigung fehlten dem neuen Rekordmann der DTM am Ende lediglich vier Punkte.

„Was für ein unglaubliches Jahr, was für ein Comeback!“, sagte Rast nach dem Finale, in dem er Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta noch vom zweiten Platz der Gesamtwertung verdrängte. „Ich bin sehr stolz auf Audi Sport, das Team Rosberg und auch auf mich selbst. Wir hatten einen harten Saisonstart, haben aber nie aufgegeben, das Auto immer weiter verbessert und auch bei der Strategie Fortschritte gemacht. Alle Audi-Fahrer haben als Team fantastisch zusammengearbeitet. Nur so war es möglich, den Titeltraum bis zuletzt offenzuhalten. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Das ist etwas schade, aber Gary (Paffett) und Mercedes-Benz haben verdient gewonnen. Sie waren das ganze Jahr über sehr stark.“

Nach dem für Audi insgesamt schwierigen Saisonstart lag Rast nach neun Rennen mit 104 Punkten Rückstand abgeschlagen auf dem 15. Tabellenrang. Doch dem Audi-Fahrer gelang es, 100 Punkte aufzuholen und sieben Rennen zu gewinnen. Der Triumph beim Finale war besonders dominant: Rast übernahm mit einem perfekten Start aus Reihe eins die Führung, erarbeitete sich einen klaren Vorsprung und kontrollierte anschließend bis ins Ziel das Tempo.

Für maximale Spannung in der Schlussphase sorgten Nico Müller und Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline: Beide kamen erst spät zum Boxenstopp und machten in den letzten Runden auf frischen Reifen Platz um Platz gut. „Wäre das Rennen ein, zwei Runden länger gewesen, hätten wir es vielleicht noch geschafft, Gary (Paffett) zu überholen und René (Rast) doch noch zum Meister zu machen“, sagte Müller, der 1,7 Sekunden hinter Paffett über die Ziellinie fuhr. „Trotzdem dürfen wir alle stolz darauf sein, was wir noch erreicht haben. Das Finalwochenende mit dieser fantastischen Kulisse war einfach mega. Das spricht ganz klar für unseren Sport, die Meisterschaft und die DTM – ich freue mich schon auf die Zukunft.“

Bereits vor dem Start des Rennens sorgte Audi im voll besetzten Motodrom von Hockenheim für einen Gänsehautmoment: Ein emotionaler Film zum Abschied von Mercedes-Benz aus der DTM, der auf dem neuen YouTube-Kanal von Audi Sport zu sehen ist, löste auf den Tribünen spontan Standing Ovations aus. Alle sechs Audi RS 5 DTM starteten beim Finale mit dem Schriftzug „SEE YOU!“ auf dem Heckflügel, wobei das „O“ aus einem Stern bestand. Auch mit einem Großbanner an der Audi Race Lounge würdigte die Marke die gemeinsame Zeit in der DTM.

„Es war ein fantastischer Saisonabschluss für die DTM und ebenso für Audi Sport mit zwei tollen Rennen vor einer großartigen Kulisse“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Ich bin sehr stolz darauf, was wir an diesem Wochenende erreicht haben. Am Anfang der Saison waren wir im Nirgendwo, nun haben wir die Saison mit sechs Siegen von René (Rast) in Folge abgeschlossen. Und es gibt nichts zu bedauern: Wir haben alles gegeben und beide Rennen gewonnen. Der Rest lag nach dem schwierigen Saisonstart nicht mehr in unserer Hand. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft von Audi Sport, unseren Teams, Fahrern und Partnern. Glückwunsch natürlich auch an Gary (Paffett) und Mercedes-Benz. Schade, dass sie den Titel im nächsten Jahr nicht verteidigen. Aber ich bin überzeugt, dass wir in der DTM weiter tollen Sport sehen werden.“

Audi Sport arbeitet bereits intensiv für die neue DTM-Saison, die am 4./5. Mai 2019 beginnt. Der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor läuft bereits in einem Testträger des Audi RS 5 DTM.

DTM: Wittmann holt letzte Pole der Saison

Marco Wittmann holt letzte Pole der Saison
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann startet am Sonntag beim letzten Rennen der DTM-Saison in Hockenheim von der Pole Position. Viel interessanter für den Titelkampf war aber das Geschehen dahinter. Titelverteidiger René Rast wurde Zweiter vor Gary Paffett. Damit haben sowohl der Seriensieger im Audi als auch der Führende der Fahrerwertung im Mercedes-AMG ihre Chancen auf die Meisterschaft gewahrt.

„Alles ist möglich. Ich war lange auf Pole, die drei Punkte hätte ich gerne mitgenommen. Gary ist hinter mir. Ich bin zufrieden. Ich kann Champion werden. Für die Fans wird das ein toller Showdown“, sagte Rast und Paffett ergänzte: „Das war für mich sehr stressig, ich hatte schon einfachere Qualifyings. Ich war am Limit, aber es hat nur gereicht für P3. Ich habe meinen Job erledigt. Das wird das beste Finale seit langer Zeit.“

Einen herben Rückschlag erlitt indes Paul Di Resta. Der Mercedes-AMG-Pilot kommentierte seine Ausgangslage fürs Rennen nach Platz elf im Qualifying als „schwierig“. Paffett führt nun mit 240 Punkten vor Di Resta (223) und Rast (226). Gewinnt der Audi-Pilot kann Di Resta ihn nicht mehr aus eigener Kraft einholen. Paffett dürfte in diesem Fall maximal Fünfter werden, damit Rast seinen Titel verteidigen kann.