Samstag, 28. März 2020

Callaway Competition: Angriff auf den Titel mit neuem Fahrerduo

  • Markus Pommer startet auch 2020 in der Corvette C7 GT3-R
  • Schweizer Jeffrey Schmidt neu im Team
  • Dienstältestes Team im ADAC GT Masters will erneut um Titel kämpfen

Corvette C7 GT3-R von Callaway Comprtition
Foto: Jens Hawrda
33 Rennsiege, 27 Pole-Positions, zwei Fahrer- und zwei Teamtitel: Die Erfolgsgeschichte von Callaway Competition im ADAC GT Masters ist beeindruckend. 2020 will der dienstälteste Rennstall der „Liga der Supersportwagen“ mit einer neuen Fahrerpaarung daran anknüpfen: Mit dem Schweizer Jeffrey Schmidt (26/CH) bekommt Markus Pommer (29/Heilbronn), 2019 dreimaliger Rennsieger mit Callaway Competition, einen neuen Partner, der ebenfalls bereits im ADAC GT Masters ganz oben auf dem Siegerpodest stand.

2019 startete das Team aus Leingarten mit drei Siegen erfolgreich in die Saison und kämpfte lange Zeit um den Titel. Doch nach zwei Unfällen in Hockenheim mussten Pommer und sein letztjähriger Teamkollege Marvin Kirchhöfer (26/Luzern) ihre Meisterschaftsambitionen begraben. 2020 will Callaway mit einer neu aufgebauten Corvette C7 GT3-R wieder angreifen.

„Das Team hat über die Wintermonate einiges geleistet“, sagt Teamchef Mike Gramke. „Die Hürden haben wir gut gemeistert und sind froh, dass wir mit Jeffrey Schmidt einen neuen schnellen Fahrer gewinnen konnten. Wir sind mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt für die kommende Saison sehr gut aufgestellt und ich denke, dass wir wieder vorn angreifen können. Wann wir allerdings genau in die Saison starten können, ist ungewiss. Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Jahr wieder eine spannende Meisterschaft haben werden. Oberste Priorität hat jedoch selbstverständlich die Gesundheit jedes einzelnen Teammitglieds, aller unserer Fahrer und unserer Fans. Daher bleibt uns nun nichts anderes übrig als abzuwarten.“

Teamneuzugang Jeffrey Schmidt startet seit 2017 im ADAC GT Masters, bisher jedoch ausschließlich im Audi R8 LMS. 2018 holte er in Most von der Pole-Position seinen ersten Sieg in der „Liga der Supersportwagen“. Insgesamt stand er bisher sieben Mal auf dem Podium. „Ich danke Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und dem Team Callaway Competition für das in mich gesetzte Vertrauen“, so der 26-Jährige. „Nach einer enttäuschenden Saison 2019 freue ich mich nun auf die neue Herausforderung und die vielversprechende Zusammenarbeit mit der erfahrenen Mannschaft aus Leingarten und meinem neuen Teamkollegen Markus Pommer. Wir sind gut aufgestellt und haben uns hohe Ziele gesetzt.“

Markus Pommer ist für die neue Saison zuversichtlich: „Ich freue mich, dass ich dieses Jahr wieder für Callaway Competition an den Start gehen kann. Letztes Jahr feierten wir zusammen große Erfolge und mussten leider auch einige Rückschläge einstecken. Nach den zwei Unfällen in Hockenheim letztes Jahr bin ich glücklich, dass das Auto wieder in einem top Zustand ist und wir wieder zusammen angreifen können. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team bedanken, denn über den Winter wurde sehr hart gearbeitet, um ein gutes Paket zu schnüren. Mit Jeffrey habe ich einen sehr schnellen Teamkollegen, der auch im ADAC GT Masters bereits über viel Erfahrung verfügt. Wir sind alle motiviert und möchten wieder ganz vorne mitfahren.“

Donnerstag, 26. März 2020

ITR gibt neuen DTM-Kalender 2020 bekannt

  • Erste Saisonhälfte wird verschoben
  • Neuer Plan: Saisonstart im Juli auf dem Norisring
  • Es bleibt bei zehn Rennwochenenden im Jahr 2020

Foto: Jens Hawrda

Die DTM-Dachorganisation ITR hat den DTM-Kalender 2020 neu strukturiert, um angesichts der weltweiten Verbreitung des Coronavirus weiterhin alle zehn Rennveranstaltungen in dieser Saison durchführen zu können.

Die DTM-Saison 2020 hätte ursprünglich vom 24. bis 26. April auf dem belgischen Circuit Zolder beginnen sollen, gefolgt von Rennwochenenden auf dem Lausitzring, dem Igora Drive bei St. Petersburg (Russland), dem schwedischen Anderstorp und in Monza (Italien) im Juni.

Wenngleich sich die weltweite Lage jederzeit ändern kann, ist nun der DTM-Saisonauftakt für 10. bis 12. Juli auf dem Nürnberger Norisring vorgesehen. Das Saisonfinale wird vom 13. bis 15. November in Monza ausgetragen.

Bereits gekaufte Tickets für die DTM-Rennwochenenden 2020 behalten ihre Gültigkeit auch für neu terminierte Veranstaltungen. Karteninhaber finden hierzu auf DTM.com weitere Informationen.

„Wir erleben gerade eine beispiellose und unsichere Zeit – und das Wohlergehen unserer Familien, Mitarbeiter und der Gesellschaft ist uns am Wichtigsten“, sagt ITR-Geschäftsführer Marcel Mohaupt. „Trotz der Ungewissheit halten wir es für wichtig, Motorsport-Fans weltweit und allen Mitgliedern der DTM-Familie einen angepassten Kalender mit neuen Terminen anzubieten.“

„Es ist klar, dass die sichere Eindämmung und Behandlung dieser schrecklichen Epidemie für alle oberste Priorität genießen“, fährt Mohaupt fort. „Aber wir glauben, dass der Sport eine wichtige Rolle einnehmen kann, wenn es darum geht, wieder Normalität in das Leben der Menschen zu bringen. Mit der Unterstützung unserer Fans, der DTM-Hersteller Audi und BMW, die 16 Fahrzeuge an den Start bringen werden, der Rennstrecken und all unserer Partner wollen wir alle noch in diesem Jahr eine aufregende Saison auf die Beine stellen.“

„Wir wissen, dass wir weiterhin flexibel und pragmatisch agieren müssen“, sagt Mohaupt. „Dies ist ein erster Schritt – und wir versprechen, dass wir gestärkt zurückkehren werden. Sobald eine Rückkehr auf die Rennstrecke sicher ist, wollen wir mit der DTM den Weg weisen.“

DTM-Kalender 2020 – Update*

10.07.–12.07. Norisring (GER)
31.07.–02.08. Igora Drive St. Petersburg (RUS) oder 
                         Scandinavian Raceway Anderstorp (SWE)**
07.08.–09.08. Circuit Zolder (BEL)
22.08.–23.08. Brands Hatch Circuit (GBR)
04.09.–06.09. TT Circuit Assen (NED)
11.09.–13.09. Nürburgring (GER)
02.10.–04.10. Igora Drive St. Petersburg (RUS) oder 
                         Scandinavian Raceway Anderstorp (SWE)**
16.10.–18.10. Lausitzring (GER)
06.11.–08.11. Hockenheimring Baden-Württemberg (GER)
13.11.–15.11. Autodromo Nazionale Monza (ITA)

* Vorbehaltlich der Zustimmung durch die FIA.
** Entscheidung über Zuteilung Austragungsort/Datum folgt.

Freitag, 20. März 2020

HTP Winward Motorsport mit zwei starken Mercedes-Duos

  • Bewährtes HTP-Fahrerduo Maximilian Götz und Indy Dontje startet auch 2020 gemeinsam
  • FIA-GT-World-Cup-Sieger Marciello und Deutsch-Brite Ellis bilden zweite Fahrerpaarung
  • Deutsch-amerikanische Allianz tritt zudem mit zwei Talenten in der ADAC GT4 Germany an 
Maximilian Götz und Indy Dontje starten auch 2020 wieder für HTP Winward Motorsport
Foto: Jens Hawrda

Das deutsch-amerikanische Team HTP Winward Motorsport will mit zwei schlagkräftigen Fahrerpaarungen ein gewichtiges Wort im Titelkampf der ADAC GT Masters-Saison 2020 mitreden: 

Der ehemalige DTM-Pilot Maximilian Götz (34/Uffenheim) wird wie im Vorjahr mit Indy Dontje (27/NL) antreten. Auch Philip Ellis (27/GB) blieb HTP treu, kann sich aber auf einen neuen starken Partner im Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo freuen: den amtierenden Champion des FIA GT World Cup Raffaele Marciello (25, I).

Der Rennstall aus Altendiez in Rheinland-Pfalz, 2018 Sieger in der Teamwertung des ADAC GT Masters, tritt 2020 unter dem Namen HTP Winward Motorsport an und unterstreicht damit die erweiterte Kooperation mit dem US-Team Winward Racing. Die Zusammenarbeit hatte 2017 begonnen. Die beiden Mercedes-AMG GT3 Evo der deutsch-amerikanischen Allianz tragen unverändert die Startnummern 47 und 48.

Am Steuer der als „Mamba“ bekannten Startnummer 47 im „giftigen“ gelb-grünen Design des Fahrzeugausrüsters Mann-Filter wechseln sich erneut Maximilian Götz und Indy Dontje ab. 2019 feierte die Paarung einen Sieg und belegte in der Abschlusstabelle Platz drei, nur einen Punkt hinter den Gesamtzweiten. Bei der Startnummer 48 hat sich nicht nur die Lackierung geändert – das Auto ist nun weiß und blau und trägt die Logos von Knaus Tabbert, einem der führenden Caravan- und Reisemobilhersteller in Europa –, Philip Ellis bekommt mit dem in der Schweiz geborenen und wohnenden Italieners Raffaele Marciello einen neuen Cockpitpartner. Der ehemalige Test- und Ersatzfahrer des Formel-1-Teams Sauber fährt seit 2017 im Mercedes-AMG. 2018 wurde er Werksfahrer und gewann den Titel in der Blancpain GT-Serie. Außerdem bestritt er vier Rennen im ADAC GT Masters. 2020 sollen 14 weitere dazukommen.

Neben dem starken Aufgebot im ADAC GT Masters baut HTP Winward Motorsport sein Engagement in der Nachwuchsförderung aus und setzt 2020 einen seriennahen GT-Sportwagen in der ADAC GT4 Germany ein, die erneut das Rahmenprogramm des ADAC GT Masters bereichert. Zwei vielversprechende Youngster, deren Namen zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden, pilotieren dort einen Mercedes-AMG GT4 (Jahrgang 2020). Auch die „Baby-Mamba“ von HTP Winward Motorsport geht im Design von Mann-Filter ins Rennen.

„Mit den Einsätzen im ADAC GT Masters und in der ADAC GT4 Germany stärken wir unsere Präsenz in der deutschen Rennszene und stellen gleichzeitig unsere Nachwuchsförderung auf eine neue Stufe“, sagt Christian Hohenadel, der Teamchef von HTP Winward Motorsport. „Im Idealfall begleiten wir Talente vom HTP Kart Team/CV Performance Group über die GT4 bis in die Topligen des GT-Sports.“ Hohenadel, der selbst viele Jahre im ADAC GT Masters angetreten ist und als intimer Kenner der Motorsport-Szene gilt, verstärkt die Führungsspitze von HTP Winward Motorsport seit November 2019.

ADAC GT Masters reagiert auf aktuelle Lage in Europa

  • Rennwochenende in Oschersleben aufgrund aktueller Lage verlegt
  • Neuer Termin im Oktober
  • Offizieller Vorsaisontest des ADAC GT Masters in Oschersleben abgesagt
Foto: Jens Hawrda

Unter Berücksichtigung aller aktuellen Entwicklungen und öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus in Europa verschiebt das ADAC GT Masters seinen Saisonauftakt. Statt vom 24. bis 26. April gastiert das ADAC GT Masters mit seinen Rahmenserien in diesem Jahr vom 23. bis 25. Oktober in der Motorsport Arena Oschersleben. 

Abgesagt wird der offizielle Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben vom 6. bis 8. April 2020. Damit einher geht auch die Absage der geplanten Pressekonferenz anlässlich des ADAC GT Masters Media Days am Montag, den 6. April, zu der der ADAC gemeinsam mit der Motorsport Arena Oschersleben vor Saisonbeginn traditionell lädt. 

Die Absage des offiziellen Vorsaisontests sowie die Verlegung des Rennwochenendes in Oschersleben betrifft grundsätzlich auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany und die ADAC Formel 4. 

Bereits gekaufte Tickets für die Rennen des ADAC GT Masters 2020 behalten ihre Gültigkeit auch für neu terminierte Veranstaltungen.

Über eine mögliche Verlegung der Veranstaltung in Most (15. bis 17. Mai) und auf dem Red Bull Ring (5. bis 7. Juni) wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, aktuell werden bereits mögliche alternative Termine geprüft.

Dienstag, 17. März 2020

Yaco Racing: Rückkehr mit zwei Österreichern

  • Youngster Simon Reicher mit Norbert Siedler als erfahrenem Neuzugang
  • Rennstall aus Sachsen feiert 20-jähriges Jubiläum
Simon Reicher und Norbert Siedler starten 2020 für Yaco Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Yaco Racing is back! Unter der Flagge von Österreich kehrt der Rennstall aus Sachsen nach einem Jahr Pause in dieser Saison in das ADAC GT Masters zurück. Das Team setzt dabei unverändert auf einen Audi R8 LMS. Gesteuert wird der Mittelmotor-Sportwagen von dem Nachwuchsfahrer Simon Reicher (20) und dem Routinier Norbert Siedler (37) aus Österreich. Das ADAC GT Masters startet vom 24. bis 26. April in Oschersleben in seine 14. Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

Yaco Racing trat bereits von 2012 bis 2018 im ADAC GT Masters an und setzt seit 2013 Rennwagen von Audi ein. In dieser Zeit gelangen dem Rennstall mit Philip Geipel und Rahel Frey zwei Siege. Nun startet das Team, das in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert, nach einem Jahr Pause wieder in der Serie. Der R8 LMS des Rennstalls bekommt dabei ein rot-weiß-rotes Design - eine Referenz an das österreichische Fahrerduo, den Start unter österreichischer Flagge und die Firmenfarben von Yaco Racing. 

Teamchef Uwe Geipel sieht die kommende Saison als Entwicklungsjahr. "Ich bin froh, Norbert Siedler als schnellen und erfahreneren Mentor für Simon Reicher in unserem Team zu haben. Wir wollen Simon Schritt für Schritt kontinuierlich aufbauen. Unser Ziel ist, dass am Jahresende ein deutlicher Fortschritt erkennbar ist. Dann haben wir alles richtig gemacht. Simon hat viel Talent, und das wollen wir behutsam fördern und ausbauen." 

Auch Peter Reicher, Vater von Simon Reicher und Initiator des Comebacks von Yaco Racing, ist von Neuzugang Siedler begeistert: "Er ist ein Fahrer mit Rang und Namen. Er passt menschlich sehr gut zu uns, ist ein harter Arbeiter und soll mit seiner großen Erfahrung Simon auf dem Weg zum Profirennfahrer unterstützen." 

Siedler selbst freut sich über seine Rückkehrer in die "Liga der Supersportwagen". Der Pilot aus Kufstein holte 2011 auf dem Red Bull Ring bereits einen Sieg in der Serie, in der er zuletzt 2018 antrat. "Es ist toll, wieder im ADAC GT Masters antreten zu können. Ich habe mich im Dezember mit Peter Reicher getroffen, und er hat mir erzählt, was er vorhat. Wir haben uns sofort gut verstanden und uns schnell geeinigt. Ich freue mich auf meine Rolle als Mentor für Simon. Ich möchte ihm mit meiner Erfahrung weiterhelfen, damit er sich in die richtige Richtung weiterentwickelt. Mit Yaco Racing haben wir ein gutes Team, das bereits zahlreiche Erfolge im ADAC GT Masters gefeiert hat. Die Serie ist wieder sehr stark besetzt, aber unser Ziel sollten Top-Platzierungen sein." 

Teamkollege Simon Reicher, der 2019 vier Rennen im ADAC GT Masters bestritt und zuvor in der ADAC TCR Germany startete, blickt gespannt auf seine erste komplette Saison in der Serie. "Ich hoffe, dass wir einige gute Platzierungen einfahren werden, aber was ich mir noch mehr erhoffe, ist, dass ich durch die Zusammenarbeit mit Norbert sehr viel lernen und mitnehmen kann", so der 20-Jährige. Auf sein Team Yaco Racing hält der Österreicher große Stücke: "Das Team hat ein großes Know-how und ist technisch sehr gut aufgestellt. Und auch menschlich passt alles. Da kann es nicht besser laufen."