Freitag, 8. November 2019

Erste Reaktionen zu ITR Plänen mit neuer Tourenwagenserie

Foto: Jens Hawrda
Ende Oktober hatte der DTM - Vermarkter ITR bekannt gegeben im nächsten Jahr im  Rahmen der DTM eine Meisterschaft für seriennahme GT-Fahrzeuge ins leben rufen zu wollen.

Das Format beider Serien unterscheidet sich deutlich. Während die ADAC GT4 Germany zwei Rennen pro Wochenende über je eine Stunde mit Fahrerwechsel absolviert, ist die DTM Trophy auf einen Piloten pro Fahrzeug zugeschnitten. Die neue Meisterschaft absolviert zwei halbstündige Rennen an jedem Rennwochenende. Dazu sind in der ADAC GT4 Germany nur Piloten mit Bronze- und Silbereinstufung zugelassen. In der DTM Trophy kann jeder Fahrer starten, der internationale D-Lizenz besitzt.

Nun gib es erste Reaktionen aus der Welt des Motorsports dazu.

Kurz nach Bekanntgabe der Pläne hatte sich bereits der ADAC geäußert der die exklusiv Lizenz für eine Rennserie mit GT4 Fahrzeugen in Deutschland besitzt.

„Wir haben die Ankündigung der ITR zur Kenntnis genommen. Exklusiver Rechtehalter für die Ausrichtung einer Rennserie mit GT4-Fahrzeugen in Deutschland ist der ADAC e.V. Wir werden uns die Fakten gemeinsam mit unserem Partner SRO anschauen und diese bewerten“ so ein ADAC-Sprecher auf eine Anfrage der Internetplattform "GT-Place.com".

Nun hat sich auch der SRO-Gründer und weltweiter Rechteinhaber der GT3 und GT4 Rennserien zu dem Vorgang geäußert. Gegenüber "Motorsport-Aktuell" sagte der Franzose: „Das kann man nur als unfreundlichen Akt gegenüber dem ADAC werten. Warum sollten GT-Teams im Rahmenprogramm fahren, wenn sie anderswo Hauptdarsteller sind?“

Auch erste Reaktionen von Seiten der Teams gibt es bereits, diese sehen die Sache genauso. Für sie stellt sich die Frage weshalb Sie in die neue Serie wechseln sollten, wenn Sie dort nur Auffüller des Rahmenprogramms sind.

Fakt ist, die DTM versucht krampfhaft Ihr jämmerliches Rahmenprogramm für die Fans attraktiver zu machen und so mehr Zuschauer anzulocken, denn bisher gibt es an den DTM Rennwochenenden außer der DTM nur relativ uninteressanten Motorsport, neben der Werbeveranstaltung DTM mit auch nur 18 Fahrzeugen und viel Politik im Hintergrund.

Es bleibt bei diesem Thema spannend, interessant wird sein, ob die ITR es schafft, bei den bisher geäußerten Meinungen zur neuen Serie, überhaupt ein entsprechendes Starterfeld zu finden.

Donnerstag, 7. November 2019

DTM: Kurzinterview mit Gerhard Berger

Berger: „Wir denken zwei Schritte weiter“

Gerhard Berger
Foto: dtm.com
Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. ITR-Vorsitzender Gerhard Berger erklärt im Interview die Hintergründe.

Herr Berger, die ITR hat eine Studie für Tourenwagen mit Elektroantrieb vorgestellt. Ist das ein Ausblick auf die DTM der Zukunft?

„Zunächst einmal sehen wir die Studie als eine mögliche Erweiterung des Angebots der ITR für das Programm auf der DTM-Plattform an. Wir haben die Kompetenz, Veranstaltungen zu organisieren, Rennserien auszuschreiben und auszutragen. Die langjährige Erfahrung bei der Gestaltung eines Technischen Reglements im Zusammenspiel mit Herstellern, Technologiepartnern für Entwicklung und Produktion von Bauteilen sowie den zuständigen Motorsport-Behörden hat die ITR auch.“

Die ITR arbeitet an einem Konzept zur Hybridisierung der derzeitigen DTM-Fahrerzeuge mit Vierzylinder-Turbomotoren. Jüngst wurde ein Pilotprojekt zur Verwendung von Kraftstoffen mit hohem erneuerbarem Anteil vorgestellt. Warum geht die ITR jetzt auch noch mit einer Elektrostudie an die Öffentlichkeit?

„Bei der ITR arbeiten wir an mehreren Bausteinen für nachhaltigere Technologien. Dabei denken wir auch mal zwei Schritte weiter. Wer die Zukunft des Motorsports gestalten will, muss den Blick weit nach vorn richten. Und dabei müssen wir den Entwicklungen in der Serienautomobil-Welt aufgeschlossen gegenüberstehen. Auf den Motorsport bezogen heißt das: Hybrid oder Elektro sind zwar hier und da bereits in Teilen realisiert, aber ein wirklich neues, mitreißendes Konzept, hat in meinen Augen bislang gefehlt. Und neben Millionen Motorsport-Fans weltweit gibt es nun einmal auch eine große Zahl an Automobilkonzernen und Zulieferern, mit denen wir im Austausch sind und die sich gerne stärker im Motorsport engagieren würden. All denen bieten wir jetzt etwas Neues.“

Als Fan der Elektromobilität sind Sie nicht gerade bekannt. Sie haben sich in den zurückliegenden Monaten teils kritisch über die Formel E geäußert. Was ist bei der nun von der ITR vorgelegten Konzeptstudie anders?

„Ich habe immer gesagt, dass die Formel E als Marketingplattform ihre Berechtigung hat und dass ich das Engagement vieler Konzerne dort verstehen kann. Meine Kritik war auf den Motorsport gerichtet, weil ich die Autos für zu langsam halte und die Fahrweise sehr stark durch Strategie und Energiemanagement bestimmt ist. Das wäre bei den Fahrzeugen, die die ITR in der Konzeptstudie vorgestellt hat, völlig anders. Hier sprechen wir von leistungsstarken Fahrmaschinen, die – ebenso wie die DTM – spektakuläres Rad-an-Rad-Racing ermöglichen. Ein weiterer Vorteil: Diese Autos haben einen direkten optischen Bezug zu Autos, die beim Händler stehen. Mit anderen Worten: Hiermit sollte sich auch der Fan identifizieren können.“

Wie realistisch ist es, dass die ITR aus dieser Studie Wirklichkeit werden lässt?

„Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst natürlich von der technischen Machbarkeit – das prüfen wir intensiv und dafür benötigen wie die Expertise von Spezialisten aus Bereichen, mit denen die ITR bislang nichts zu tun hatte, zum Beispiel Batterie- oder auch Roboterhersteller, wenn man an die ambitionierte und bahnbrechende Technologie bei den Boxenstopps denkt. Dann spielt natürlich die Finanzierung der Entwicklung eine große Rolle.“

Können Sie mehr zu den Kosten sagen?

„Noch nicht im Detail, dafür ist es zu früh. Wie auch in der DTM müssen bei einem solchen Technologieprojekt die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs wie Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle standardisiert sind. Wir haben bereits in der DTM ein effizientes Einheitsbauteile-Konzept und können das daher ganz gut beurteilen.“

DTM-Vermarkter ITR stellt Vision für eine revolutionäre Elektro-Rennserie vor

  • Modulares System: E-Antrieb mit wahlweise Batterie oder Brennstoffzelle
    Vollautomatische Boxenstopps: Roboter wechseln Batterie und Reifen
  • Rekordverdächtig: Autos mit einheitlichen Antrieben und bis zu 1.000 PS
ITR plant E-Rennserie mit Tourenwagen bis 1000 PS
Bild: ITR

Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. Der Entwurf ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig und geht weit über gegenwärtig existierende Rennserien mit Elektrofahrzeugen hinaus. So werden die Elektromotoren der Rennfahrzeug-Studien auf zwei verschiedene Arten mit Energie versorgt: entweder über eine Batterie oder über eine Brennstoffzelle, die Wasserstoff in elektrische Energie wandelt.
Eine Weltneuheit sieht die Vision von einer zukünftigen Rennserie auch für die Boxenstopps vor: Industrieroboter würden nicht nur die Räder automatisch wechseln, sondern auch die im Fahrzeugunterboden befindliche Batterie oder den Wasserstofftank – je nach Energiespeicher. Der Entwurf sieht extrem leistungsstarke Tourenwagen vor, in denen die Fahrer kurzzeitig bis zu 1.000 PS Leistung abrufen können. Angesichts dieser Power wären bei einem 30- bis 40-minütigen Rennen ein Wechsel von Batterie oder Wasserstofftank notwendig. Ein von der ITR verbreitetes Video zeigt Animationen der E-Rennfahrzeuge und der Boxenstopps.

Der Plan: Rennen im Rahmenprogramm der DTM

„Dies ist ein ebenso mutiges wie innovatives Konzept“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der ITR. „Wer die Zukunft des Motorsports gestalten und auch mit alternativen Antrieben Racing bieten will, das die Fans begeistert, muss den Blick weiter nach vorn richten. Und dass Hersteller, die sich im Motorsport engagieren wollen, ihr Augenmerk zunehmend auf alternative Antriebskonzepte legen, ist augenscheinlich.“ Seit der Saison 2019 kommen in der DTM Fahrzeuge mit effizienten Vierzylinder-Hochleistungsmotoren mit mehr als 600 PS zum Einsatz.

Darüber hinaus wurde ein klimafreundlicheres Hochleistungsbenzin bereits getestet. Und der nächste Baustein für zukünftige, nachhaltige Antriebstechnologien in der DTM ist schon in Arbeit: Die ITR hat gemeinsam mit den in der DTM engagierten Herstellern und weiteren Entwicklungspartnern ein tragfähiges Lastenheft für die Einführung eines Hybridsystems auf Basis der derzeitigen Zwei-Liter-Turbomotoren erstellt. Ziel ist es, dass die Hybridtechnologie 2022 in der DTM eingeführt wird.
ITR sieht in Elektroserie die Zukunft
Bild: ITR

Eine Serie für Elektro-Rennfahrzeuge würde im Rahmenprogramm der DTM an den Start gehen. Die Vision sieht Einheitsfahrzeuge vor, bei denen der Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle weitestgehend standardisiert wäre. In den kommenden Monaten wird die ITR die Arbeit an einer detaillierten Machbarkeitsstudie fortsetzen. Bei einem solchen Technologieprojekt müssen die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs vereinheitlicht sind.

Imposante Leistungsdaten ermöglichen deutlich mehr als 300 km/h

Gleichwohl sollte eine solche Rennserie für Hersteller interessant sein, denn die Fahrzeuge können im markentypischen Erscheinungsbild ihrer Modelle auftreten. Bislang gibt es keine Rennserie mit vollelektrischen Fahrzeugen, die dies ermöglicht. Die Leistungsdaten der Studie sind imposant: Leistungsspitzen von bis zu 1.000 PS ermöglichen Höchstgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 300 km/h.
Wechsel der Batterie oder des Wasserstofftankes soll durch Roboter erfolgen
Bild: ITR
Derartige Fahrleistungen erfordern höchste Sicherheitsstandards für Fahrer, Batterie und Wasserstofftank. Bei der Fahrersicherheit würde man auf die Erfahrungen mit der bewährten Kohlefaser-Sicherheitszelle der DTM-Fahrzeuge aufbauen. Für Wechselbatterie und -Wasserstofftank würde eine im Monocoque des Fahrzeugs integrierte Box zum Crash- und Feuerschutz entwickelt werden.

Die DTM bietet eine starke Plattform für den Anlauf eines solchen Projekts

Eine Umsetzung des Projekts hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Der technischen Machbarkeit, der Finanzierung der Entwicklung sowie dem Interesse von Fans, Herstellern, Teams und Sponsoren an einer solchen Serie. Mit professionellen DTM-Veranstaltungen auf Top-Rennstrecken in Deutschland sowie in weiteren europäischen Kernmärkten, einem breiten Publikum sowie einer internationalen TV-Vermarktung hat die ITR für den Anlauf einer solchen Serie eine starke Plattform.
Auch der Reifenwechsel erfolgt durch Industrieroboter
Bild: ITR
Die vorgestellte Vision stellt einen Quantensprung im Motorsport dar, der große technische und organisatorische Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich bringt. Der heute skizzierte Rennserie fungierte für Hersteller gleichermaßen als Prüffeld und Entwicklungsbeschleuniger für Technologien mit Relevanz für Serienautos. Berger fügt an: „Die DTM ist eine professionelle, internationale Motorsport-Plattform für Fahrzeuge mit Bezug zu Serienmodellen. Sie existiert seit mehr als 30 Jahren, erfreut sich großer Beliebtheit und verfügt über ein starkes Erbe. Mit diesem Konzept wollen wir zeigen, dass wir aufgeschlossen in die Zukunft blicken und am Motorsport von morgen arbeiten.“

Dienstag, 5. November 2019

Neues Team von Maxime Martin plant Start in der ADAC GT4 Germany

  • Aston Martin-Werksfahrer Maxime Martin gründet eigenen Rennstall
  • Das Martin Racing Team (MRT) plant Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4
ADAC GT4 Germany, Martin Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Im ADAC GT Masters hat Maxime Martin bereits als Pilot große Erfolge eingefahren. Nun möchte der Belgier auch als Teamchef punkten. Derzeit gründet der Aston Martin-Werksfahrer seinen eigenen Rennstall, der in der Saison 2020 auch in der ADAC GT4 Germany an den Start gehen soll. „Ich bin mit meiner eigenen Fahrkarriere noch lange nicht fertig, aber ich wollte ein Unternehmen starten, das in die Zukunft wachsen kann. Ich möchte dem Sport, dem ich bereits mein ganzes Leben verbunden bin, etwas zurückgeben“, erklärt Martin, der im ADAC GT Masters in der Vergangenheit zu fünf Siegen fuhr.

Der 33-Jährige ehemalige DTM-Pilot ist seit 2018 Werksfahrer von Aston Martin und wird auch bei seinem Rennstall mit dem britischen Hersteller zusammenarbeiten. Das Martin Racing Team (MRT) plant den Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4 in der Saison 2020 der ADAC GT4 Germany. „Ich war in die Entwicklung des Kundenfahrzeuges involviert und kenne es somit sehr gut. Der Vantage GT4 gehört zu den Besten überhaupt und ist ein stattliches Rennauto. Da auch Aston Martin als Marke eine Menge Interesse mit sich bringt, ist es insgesamt das perfekte Auto, um zu beginnen“, erklärt Martin die Fahrzeugwahl.

Das Martin Racing Team wird in der Nähe des Brüsseler Flughafens stationiert. Technisch verantwortlich zeichnet sich Thomas Matton, der Maxime Martin bereits elf Jahre als Rennmechaniker begleitet hat. „Insbesondere für junge Piloten und für engagierte Gentlemenfahrer hat der GT-Rennsport und vor allem die GT4-Kategorie zuletzt eine unglaubliche Popularität erlangt. Gemeinsam mit meinem Partner Thomas Matton habe ich die Erfahrung, diese Talente über das Team zu entwickeln“, präzisiert Martin.

Die ADAC GT4 Germany besteht auch 2020 wieder aus sechs Rennwochenenden. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

„DTM Trophy“: ITR schreibt neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge aus

  • Internationale Rennserie im DTM-Rahmenprogramm
  • Jeweils zwei Sprintrennen ohne Fahrertausch pro Veranstaltung
  • Einschreibung ab 6. November 2019 möglich
Wird die "DTM Trophy" ein Konkurrenzprodukt zur "ADAC GT4 Germany" ?
Foto: Jens Hawrda

Der DTM-Vermarkter ITR bringt im kommenden Jahr eine neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge an den Start. Ab der Saison 2020 wird die „DTM Trophy“ regelmäßig im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen. Ähnlich wie in der DTM wird es in der DTM Trophy, die international ausgeschrieben wird, pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten.

Zur Teilnahme sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie Mercedes-AMG, Porsche, McLaren, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

Um für sportlich faire Verhältnisse zu sorgen, ermittelt die ITR vor Saisonbeginn die Spezifikationen aller teilnehmenden Fahrzeugtypen, auf deren Basis die grundsätzliche Einstufung der unterschiedlichen Modelle vorgenommen wird. Die aus vielen GT-Kategorien bekannte „Balance of Performance“ (BoP) soll die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte berücksichtigen und für ein möglichst ausgeglichenes Starterfeld sorgen.

„Attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis“

„Mit der DTM Trophy schnüren wir ein attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis gleichermaßen“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „Die Klassen für seriennahe GT-Fahrzeuge mit ihrer großen Markenvielfalt sind hierfür besonders geeignet. Diese Fahrzeugklasse bietet erschwinglichen sowie attraktiven Motorsport und ist deshalb sowohl bei Fahrerinnen und Fahrern als auch bei Fans äußerst beliebt.“

In der DTM Trophy wird es drei Wertungen geben: eine Fahrer-, eine Team- und eine Junior-Wertung für Fahrer und Fahrerinnen unter 22 Jahren (Geburtsjahrgang 1998 oder jünger). Fahrereinstufungen, wie sie in vielen anderen GT-Serien üblich sind, wird es in der DTM Trophy nicht geben. Voraussetzung ist mindestens eine internationale D-Lizenz. Die Punktevergabe wird in der DTM Trophy genauso sein wie in der DTM: Es gibt Zähler für die zehn Bestplatzierten eines Rennens, wobei der Sieger 25 Punkte erhält und es für Platz zehn einen Punkt gibt. Darüber hinaus werden in der Qualifikation Punkte für die drei Bestplatzierten vergeben – nach dem Schema 3-2-1.

Alle Rennwochenenden in Deutschland im Kalender

Die Einschreibungsphase für die neue DTM Trophy beginnt am 6. November 2019 und endet am 11. März 2020. Die Einschreibegebühr beträgt 27.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer. In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sieben Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Assen (4.–6. September), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober).

Bereits Anfang Oktober hatte die ITR bekanntgegeben, dass neben der W Series in der kommenden Saison der DMV GT & Touring Car Cup (DMV GTC) im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen wird. Der DMV GTC ist eine in Deutschland etablierte Rennserie für Kundensport-Teams. Zugelassen sind hier Rennfahrzeuge der Kategorien GT3, Porsche Carrera Cup und Lamborghini Huracan Super Trofeo, die in einem Feld starten und getrennt gewertet werden.