Samstag, 15. Dezember 2018

Formel E : Antonio Felix da Costa holt erste Pole-Position der Saison in Riad

da Costa holt die Pole für BMW
Foto: Jens Hawrda
Die Formel-E Saison 2018/2019 ist eröffnet und das erste Ausrufezeichen setzt ein Newcomer. Der BMW-Pilot Antonio Felix da Costa holt die Pole in Riad. Der Vorjagresmeister Vergne konnte das Tempo nicht gant mitgehen und startet von Platz sieben. Auch für Daniel Abt (Audi) lief das Qualifying nicht optimal, er wurde nur achtzehnter, sein Teamkollege die Grassi startet von Platz elf. Der zweite Deutsche im Feld, Andreas Lotterer startet von Platz 10.Die ehemalige DTM-Pilot Gary Paffet und Edoardo Mortara starten von Platz 15 und 16. Der frühere Formel-1 Pilot Fillippe Masse startet von Platz 19. Das Rennen startet heute in Riad um 13.05 Uhr deutscher Zeit.
Ergebnis des Qualifyings zum Ersten Rennen in Riad

Freitag, 14. Dezember 2018

DTM: Sieben Kandidaten testeten Audi RS 5 DTM in Jerez

  • Piloten begeistert vom Audi RS 5 DTM des Modelljahrs 2018
  • DTM-Projektleiter Andreas Roos: „Erneut sehr guter Test für Audi Sport“
  • Testträger des neuen Audi RS 5 DTM ebenfalls im Einsatz
Foto: Audi-Motorsport / Malte Chtistians


Zum Ende des DTM-Jahres 2018 bot Audi Sport sieben Piloten die Gelegenheit neue Rennsport-Erfahrung zu sammeln: Beim gemeinsamen Test von Audi, BMW und Mercedes-Benz in Jerez zeigten sich die Rennfahrer zum Abschied noch einmal begeistert von der 2018er-Version des Audi RS 5 DTM.

Für Audi Sport ging mit den Testfahrten im spanischen Jerez das DTM-Jahr 2018 erfolgreich zu Ende. Insgesamt sieben Piloten aus sechs verschiedenen Nationen erhielten die Gelegenheit, erstmals den Audi RS 5 DTM der diesjährigen Saison zu testen. Von Montag bis Mittwoch teilten sich Jonathan Aberdein (20/Südafrika), Andreas Bakkerud (27/Norwegen), Mattia Drudi (20/Italien), Sacha Fenestraz (19/Frankreich), Sergey Sirotkin (23/Russland), Benoît Tréluyer (42/Frankreich) und Frédéric Vervisch (32/Belgien) die Zeit im Cockpit von insgesamt zwei RS 5 DTM. Die DTM-Mannschaft vom Audi Sport Team Rosberg und das Audi-DTM-Kundenteam WRT setzten dabei jeweils einen der DTM-Tourenwagen von Audi mit V8-Saugmotor ein. Wertvolle Tipps erhielten die Rennfahrer von Jamie Green. Der Brite war als Referenzfahrer für Audi Sport im Einsatz und läutete am Montag die Testfahrten ein.

Parallel setzten Mike Rockenfeller und Nico Müller mit einem Testträger des neuen Audi RS 5 DTM in Jerez die Arbeit für die Saison 2019 fort. Rockenfeller übernahm am Montag und Dienstag die Testarbeit im rund 600 PS starken DTM-Boliden mit dem neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor. Der ehemalige DTM-Champion spulte auf dem 4,428 Kilometer langen MotoGP-Kurs insgesamt 211 Runden ab. Am Mittwoch übernahm der Schweizer Audi-DTM-Pilot Nico Müller das Cockpit und absolvierte mit 118 gefahrenen Runden ebenfalls eine beachtliche Tagesdistanz.

„Es war erneut ein sehr guter Test für Audi Sport hier in Jerez“, sagte Projektleiter Andreas Roos. „Die sieben Fahrer auf unserem Audi RS 5 DTM haben allesamt einen sehr guten Job gemacht. Mich hat besonders gefreut, wie hellauf begeistert sich die Piloten hinterher von unserem Auto gezeigt haben. Auch jemand wie Sergey (Sirotkin), der schon in der Formel 1 gefahren ist, hat hinterher ein Grinsen im Gesicht gehabt. Auch mit unserem Testträger konnten wir sehr viele Punkte unseres Testprogramms abhaken. An den drei Tagen sind wir insgesamt 1.457 Kilometer gefahren und das weitestgehend ohne Probleme. Nun werden wir die doch lange Winterpause nutzen, um die Daten auszuwerten, bis wir im März für den nächsten offiziellen DTM-Test wieder nach Jerez zurückkehren.“

Stimmen der Fahrer des Audi RS 5 DTM (2018):

Jonathan Aberdein (220 gefahrene Runden)
„Den Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke zu fahren hat sehr viel Laune gemacht. Ich bin einfach dankbar, dass ich das Auto hier in Jerez testen konnte. Die Tage vergingen wirklich wie im Flug. Ich fand erstaunlich, wie viel Performance das Auto angesichts seiner Größe an den Tag legt. Ich bin sonst nur Formelautos gefahren, die zum einen kein Dach und schon gar nicht so ein großes Cockpit haben. Der Blick raus auf die Rennstrecke war daher anfangs ungewohnt.“

Andreas Bakkerud (59 Runden)
„Für mich als Rallycross-Fahrer ein komplett neues Kapitel. Letzte Woche konnte ich mich schon ein wenig im Simulator beim Team Rosberg auf den Test vorbereiten. Den RS 5 DTM dann hier auf der Rennstrecke zu fahren war natürlich noch um einiges beeindruckender. Ich konnte kaum glauben, wie spät man mit den DTM-Autos bremsen kann. Jamie (Green) und René (Rast) haben mir da wertvolle Tipps gegeben. Danke an (Audi-Motorsportchef) Dieter Gass, Audi Sport und das gesamte Testteam für die geniale Erfahrung.“

Mattia Drudi (50 Runden)
„Die DTM ist für mich das höchste Level im Tourenwagensport. Die Chance den Audi RS 5 DTM zu testen war der bislang bedeutendste Moment in meiner Karriere. Ehrlich gesagt war ich anfangs etwas eingeschüchtert von der Teamgröße, doch dann schnell begeistert in so einem professionellen Umfeld zu arbeiten. Die ersten drei, vier Runden konnte ich gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Diese Power, wenn man aufs Gaspedal tritt, und die Kurvengeschwindigkeiten – ein ganz besonderes Erlebnis.“

Sacha Fenestraz (57 Runden)
„Ich hätte nicht erwartet, dass die DTM-Rennautos so unglaublich schnell sind. Meine Stints liefen richtig gut. Bis auf den Ausrutscher kurz vor Testende, als ich von der Strecke abgekommen und eingeschlagen bin. Mir ist nichts passiert, aber natürlich war es mir unangenehm, dass das Auto dabei beschädigt wurde. Nichtsdestotrotz war es eine einmalige Erfahrung für mich.“

Sergey Sirotkin (91 Runden)
„Als Kind habe ich schon die DTM verfolgt. Daher war die Vorfreude auf den Test riesig. Selbst in einem RS 5 DTM Platz nehmen zu dürfen war einmalig. Aber auch ganz schön tricky. Bis zum Ende meines Stints hatte ich noch nicht ganz das perfekte Gefühl für das Auto gefunden. Bisher bin ich noch kein Rennauto gefahren, das dem RS 5 DTM nahekommt – am ehesten in der Formel 3. Die Ingenieure und die Mechaniker haben mich bestmöglich unterstützt und haben mir die Eingewöhnungszeit so gut wie möglich verkürzt – vielen Dank noch mal an alle.“

Benoît Tréluyer (70 Runden)
„Der Test hier in Jerez hat mich an meine Zeit in der Super GT erinnert und auch an die LMP-Prototypen. Viel Abtrieb und hoher Speed in den Kurven. Bei Taxifahrten bin ich schon einmal den RS 5 DTM gefahren, aber das ist auf keiner Ebene hiermit zu vergleichen. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht wieder am Setup zu tüfteln und Runde für Runde den Fahrstil zu verbessern. Ich bin es zwar nicht anders gewohnt, aber noch mal Danke an Audi Sport und Team Rosberg für die perfekte Organisation.“

Frédéric Vervisch (47 Runden)
„Es war eine lang ersehnte Premiere für mich, ich wollte schon immer mal ein DTM-Auto fahren. Von Fahrerkollegen hatte ich zuvor schon gehört, dass die Tourenwagen sehr viel Abtrieb generieren – das kann ich nun bestätigen. Für mich persönlich war das die größte Umstellung verglichen mit einem GT3-Sportwagen oder einem TCR-Fronttriebler. Mit dem RS 5 DTM durch die Kurven zu jagen macht richtig Laune. Allerdings war es nicht einfach direkt das Limit zu finden, da man den Abtrieb im Lenkverhalten kaum wahrnimmt.“

Grünes Licht für neue Herausforderung: BMW i Andretti Motorsport startet in die erste Formel-E-Saison

Am kommenden Samstag startet der Ad Diriyah E-Prix (KSA) in die fünfte Saison der ABB FIA Formula E Championship. Es ist auch der erste Rennauftritt des Teams BMW i Andretti Motorsport und des BMW iFE.18-Rennwagens mit dem BMW i-Antriebsstrang. Zwei BMW-Werksfahrer, Alexander Sims (GBR) und António Félix da Costa (POR), werden die Fahrer sein. Sims bestreitet seine erste Formel-E-Saison, während Félix da Costa sein fünftes Jahr in der ersten Rennserie für vollelektrische Einsitzer-Autos startet. In der fünften Saison wird BMW i als „Official Vehicle Partner“ der Formel E die Safety-Car-Flotte für alle Rennen zur Verfügung stellen.
Foto: BMW-Motorsport

Stimmen aus dem Team vor dem Ad Diriyah E-Prix:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Die lange Vorbereitungszeit für den offiziellen Eintritt in die ABB FIA Formel E-Meisterschaft geht zu Ende. Für uns ist die Formel E das "Tech Lab" für iNEXT. Unser Antriebsstrang wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Motorsport und Produktion entwickelt, und die Ergebnisse dieser übergreifenden Zusammenarbeit werden in zukünftige BMW i-Modelle einfließen. Nun ist die Aufregung für das erste Rennen und der erste Vergleich mit unseren Konkurrenten gestiegen. Wir sind bereit für diese neue Herausforderung. “
Teamchef von Roger Griffiths (GBR) und Alexander Sims (GBR)
Foto: BMW-Motorsport

Roger Griffiths (Teamchef BMW und Andretti Motorsport):

„Alle im Team von BMW i Andretti Motorsport gehen gespannt und gespannt auf die neue Saison zu. Nach mehrjähriger inoffizieller Zusammenarbeit kommt die neue Werkspartnerschaft in die fünfte Staffel und ist bereit, die Herausforderung mit dem neuen BMW iFE.18 anzunehmen. Das Testen war bisher sehr positiv, aber das Testen ist ein Test und jetzt beginnt der eigentliche Wettbewerb. Wir haben zwei erprobte, erstklassige Fahrer in Alexander und António, von denen ich weiß, dass sie beide hungrig sind. Das Team wird von einer innovativen Gruppe von Partnern unterstützt, die jeweils Branchenführer in ihren eigenen Bereichen sind. Wir alle spüren das Potenzial des Teams und freuen uns auf die grüne Flagge. "

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.18):

„Ich freue mich sehr auf das erste Rennen der Saison. Die Tests sind einigermaßen gut verlaufen und wir konnten eine Menge Kilometer unter den Gürteln zurücklegen, was sich wie eine gute Position für den Saisonauftakt anfühlt. Das Team hat auch sehr gut gearbeitet und wir sind alle begeistert, als BMW-Werksteam endlich an den Start zu gehen. Ich persönlich hoffe auf ein reibungsloses erstes Rennwochenende in der fünften Staffel ohne große Fehler - das ist mein Ziel als Rookie. “

António Félix da Costa (# 28 BMW iFE.18):

„Eine völlig neue Herausforderung liegt vor uns. Ich bin wirklich glücklich, ein Teil davon zu sein. Wir sind sehr motiviert nach den Tests, die gut gelaufen sind. Für das erste Rennen selbst bedeutet das nicht viel, aber es gibt bereits ein gutes Gefühl. Wir haben hohe Ziele, aber wir sind mit unserem Ansatz auf dem Boden, da in der Formel E alles passieren kann. Ich bin sicher, dass wir die richtigen Leute im Team haben, und ich freue mich auf eine starke Saison, auf die es ankommt uns."

Donnerstag, 13. Dezember 2018

BMW M Motorsport beim dreitägigen DTM-Young-Driver-Test in Jerez de la Frontera

Beim DTM-Young-Driver-Test in Jerez de la Frontera (ESP) bot BMW M Motorsport vier Fahrern die Möglichkeit, am Steuer des BMW M4 DTM wertvolle Erfahrungen zu sammeln und möglicherweise einen Anspruch auf einen BMW DTM-Sitz für 2019 zu erheben Jahreszeit. Die aktiven Fahrer waren der ehemalige BMW Motorsport Junior und der zukünftige BMW-Werkspilot Mikkel Jensen (DEN), der BMW-Werkspilot Nick Catsburg (NED), der Brite Nick Yelloly und der Südafrikaner Sheldon van der Linde. Der dreitägige Test fand von Montag bis Mittwoch statt.

BMW M4 DTM Testträger
Foto: BMW-Motorsport

Jensen absolvierte sein zweites Ausbildungsjahr als BMW Motorsport Junior im Jahr 2018. Der 23-Jährige war Stammfahrer im ADAC GT Masters, in dem er sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit Timo Scheider (GER) teilte. Catsburg ist festes Mitglied des Teams des BMW M8 GTE in der FIA World Endurance Championship (WEC) und tritt regelmäßig am Steuer des BMW M6 GT3 auf.

Yelloly ist ein weiteres bekanntes Gesicht in der BMW-Familie. Der 28-jährige Brite fuhr den BMW M6 GT3 für ROWE Racing im diesjährigen Blancpain GT Series Endurance Cup. Yellolys Formelrennen hat ihn bis zur GP2 geführt und er ist seit mehreren Jahren erfolgreich in Markenpokalen. Der 19-jährige van der Linde hat die GT-Szene im letzten Jahr ins Auge gefasst. Er beendete das ADAC GT Masters als Zweiter und wurde Dritter bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL).

Die vier Piloten stiegen in Jerez de la Frontera 2018 im DEUTSCHE POST BMW M4 DTM auf die Strecke. BMW DTM-Pilot Philipp Eng (AUT) fuhr das Auto für seine Referenzrunden heraus.

BMW M Motorsport nutzte den dreitägigen Test auch, um die Entwicklung des BMW M4 DTM für die Saison 2019 fortzusetzen, die gemäß den Vorschriften der Klasse 1 modifiziert wurde. Die BMW DTM-Piloten Marco Wittmann (GER) und Bruno Spengler (CAN) wechselten am Steuer des Wagens, der von einem neu entwickelten Turbomotor angetrieben wird.


Stimmen der Piloten zum Young Driver Test und DTM Test in Jerez

Mikkel Jensen: 
„Ich kenne den BMW M4 DTM als Renntaxi, aber in einem Test auf der Strecke den echten Rennwagen zu fahren, ist etwas anderes. Sie denken, Sie könnten Ihre Erfahrung aus dem Taxi nutzen, aber Sie müssen das Auto auf eine andere Weise ans Limit bringen. Sie müssen Ihren Fahrstil wirklich fein abstimmen, um schnell zu sein, und es gibt immer etwas, das Sie in jeder Ecke finden können. Das war wirklich interessant. Die Carbonbremsen sind unglaublich, da sie wirklich hart beißen. Es war fantastisch zu fühlen, wie das Auto anhielt. Und die Highspeed-Kurven: Wenn Sie an GT-Autos gewöhnt sind, glauben Sie, Sie sitzen im gleichen Autotyp. Aber der BMW M4 DTM geht in der Kurve einfach viel schneller. “

Nick Catsburg: 
„Es hat definitiv viel Spaß gemacht. Der große Unterschied zum BMW M8 GTE und zum BMW M6 GT3, den ich normalerweise fahre, ist die schnelle Kurvenfahrt. Der Abtrieb ist viel höher und das Bremsen war etwas, woran ich mich gewöhnen musste. Der BMW M4 DTM ist ein sehr eindrucksvolles Auto, so wie ich es erwartet hatte, als ich bereits gehört hatte, dass es ein wirklich cooles Auto ist - und das ist ehrlich gesagt wahr. Ein sehr cooles Auto zu fahren. “

Nick Yelloly: 
„Es hat großen Spaß gemacht, den BMW M4 DTM zu fahren. Ich habe es wirklich genossen. Ein großes Dankeschön an BMW für die Gelegenheit. In Anbetracht des Gewichts des Autos ist die Geschwindigkeit in den Kurven wirklich fantastisch. Da ich schon früher mit starken Abtriebsfahrzeugen gefahren bin, wusste ich, was mich erwartet, aber der BMW M4 DTM hat mich trotzdem sehr beeindruckt. “
Sheldon van der Linde (vorn) und Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Sheldon van der Linde: 
„Es war eine erstaunliche Erfahrung. Es ist so anders als ich es gewohnt bin. Ich bin bisher nur mit GT3 gefahren, also war es anfangs ein wirklich großer Schritt, aber die Ingenieure und alle halfen mir sehr und Philipp gab auch einige Tipps. Was mir am BMW M4 DTM am besten gefallen hat, ist der Abtrieb. Es ist unglaublich und die Geschwindigkeit, mit der man die in die Kurven fahren kann, ist erstaunlich. “

Marco Wittmann: 
„Unsere Aufgabe bei den Tests bestand darin, die Entwicklung des neuen Autos voranzutreiben. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem neuen Turbomotor: Es ist wichtig, dies besser zu verstehen und von Test zu Test fein abzustimmen. Die Ingenieure, Teams und wir Fahrer haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, um für die neue Saison gut vorbereitet zu sein. Immerhin beginnt damit eine neue Ära in der DTM. Wir sind jedoch alle aufgeregt und freuen uns sehr darauf. Mehr Kraft ist für uns Fahrer immer cool. Der Test in Jerez war ein weiterer wichtiger Schritt in die neue Saison, und wir haben jetzt alle - Fahrer, Mechaniker, Ingenieure - unser Weihnachtsfest verdient. Ich möchte den Fans, die sich auf eine aufregende DTM-Saison 2019 freuen können, ein frohes Weihnachtsfest wünschen. “

Bruno Spengler: 
„Wir machen mit der Arbeit am BMW M4 DTM für die kommende Saison gute Fortschritte. Die Bedingungen waren konstant, wir haben viele Runden gefahren und sind mit unserem geplanten Programm gut vorangekommen. Das ist sehr wichtig, da wir nur eine bestimmte Anzahl von Testtagen haben. Es war ein produktiver Test, und ich freue mich jetzt auf ein paar ruhige Tage zwischen den Jahreszeiten mit meiner Familie. Ich möchte dem gesamten Team und allen Fans, die uns das ganze Jahr über unterstützen, frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr wünschen. “

Audi startet Titelverteidigung in der Formel E

  • Rennpremiere für Daniel Abt und Lucas di Grassi im Audi e-tron FE05
  • Saisonstart mit neuen Autos, neuen Teams und neuen Regeln
  • Erstes Rennen am 15. Dezember in Ad Diriyah (Saudi-Arabien)

Nach fünf Monaten Pause kehrt die Formel E am kommenden Samstag (15. Dezember) zurück auf die Rennstrecke: In Ad Diriyah, vor den Toren der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, beginnt die fünfte Saison der rein elektrischen Rennserie. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit Daniel Abt, Lucas di Grassi und dem neu entwickelten Audi e-tron FE05 geht als Titelverteidiger an den Start.
Daniel Abt,   Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einer beeindruckenden Aufholjagd und einem spektakulären Endspurt am letzten Rennwochenende in New York hat Audi Sport ABT Schaeffler in der vergangenen Saison den Titel in der Teamwertung erobert. Jetzt werden die Karten neu gemischt. „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Teamchef Allan McNish. „Das Saisonfinale mit all seinen Emotionen ist gefühlt schon so lange her. Jetzt blicken wir voraus: Bei den gemeinsamen Testfahrten in Valencia haben wir einen ersten Eindruck von den Kräfteverhältnissen in der neuen Saison bekommen. Aber es geht im Motorsport nichts über den Zauber des ersten Renntages mit dem ersten Qualifying und Rennen, wenn man wirklich weiß, wo man steht – vor allem nach den Monaten voller harter Arbeit, die in Neuburg geleistet wurde. Mein Gefühl lässt sich am besten mit angespannter Vorfreude beschreiben.“

Der Auftakt in Ad Diriyah markiert den Beginn einer neuen Ära in der Formel E. Wichtigste Neuerung: Dank der größeren Batteriekapazität der neuen Fahrzeug-Generation fällt der bisher obligatorische Autowechsel zur Rennmitte weg. Trotzdem bleibt es weiterhin spannend, mit dem sogenannten „Attack Mode“: Passiert der Fahrer die Aktivierungszone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos im „Attack Mode“ kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Herausforderung für die Strategen: Die Anzahl der Aktivierungen und deren Dauer legt die FIA für jedes Rennen individuell fest und gibt diese erst kurz vor dem Rennstart bekannt.
Lucas di Grassi,   Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Die Renndistanz – bisher durch Runden definiert – beträgt in der neuen Saison immer 45 Minuten plus eine Runde. Die Leistung im Rennmodus steigt von 180 kW auf 200 kW. Fans können weiterhin ihre Lieblingsfahrer unterstützen, indem sie ab sechs Tagen vor dem Rennen bis zur 15. Rennminute unter anderem über die Formel-E-Website abstimmen. Die fünf Fahrer mit den meisten Stimmen erhalten den „FanBoost“, in der zweiten Rennhälfte aktiviert werden kann und die Leistung kurzzeitig auf 250 kW erhöht.

Der Saisonstart markiert gleichzeitig das Renndebüt von zwei weiteren Audi e-tron FE05 im Team Envision Virgin Racing. Der britische Rennstall mit seinen Piloten Sam Bird und Robin Frijns nutzt in dieser Saison die Modelle von Audi inklusive des Antriebsstrangs rund um die Motor-Generator-Unit Audi Schaeffler MGU03. „Schön, dass in dieser Saison zusammen mit Envision Virgin Racing gleich vier Audi e-tron FE05 um Pokale kämpfen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Dass sich diese renommierte Mannschaft für unseren Antriebsstrang entschieden hat, ist auch eine Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit, die unsere Ingenieure zusammen mit den Kollegen unseres Entwicklungspartners Schaeffler leisten.“ 

Bei allen Neuerungen im Umfeld setzt Audi innerhalb des Teams auf Konstanz: Daniel Abt und Lucas di Grassi sind zwei von nur fünf Piloten im Feld, die alle 45 bisher ausgetragenen Formel-E-Rennen absolviert haben. Mit 35 Podiumsplätzen feierten sie dabei mit Abstand die meisten Erfolge. Lucas di Grassi ist mit 27 Pokalen und 611 Punkten erfolgreichster Fahrer der vier Jahre jungen Formel-E-Geschichte. 

„Kaum zu glauben: Jetzt gehöre ich mit 26 Jahren schon zu den Routiniers in einer Rennserie“, schmunzelt Daniel Abt. „Aber wenn man sich anschaut, was sich in der Formel E alles ändern wird, dann sind wohl in der neuen Saison alle 22 Piloten wieder Rookies. Wir haben in den vergangenen Monaten auf und neben der Strecke hart gearbeitet. Jetzt wollen wir in Riad den bestmöglichen Start erwischen und am liebsten schon ein erstes Ausrufezeichen setzen.“

Nach vier Jahren in Fernost ist erstmals Saudi-Arabien Schauplatz des Saisonauftakts. Der 2,494 Kilometer lange Kurs mit seiner langen Geraden und 90-Grad-Kurven vor historischer Kulisse verspricht einen spannenden Renntag. „Wir wollen den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen: Wir standen als Team zuletzt achtmal hintereinander auf dem Podium und möchten diese Serie ausbauen“, sagt Lucas di Grassi. „Unser e-tron FE05 ist ein starkes Auto, das Team ist nochmals gereift und enger zusammengewachsen. Natürlich wird die Konkurrenz härter, weil jeder immer mehr in das Thema Formel E investiert. Auch wir haben jedes Detail noch einmal hinterfragt und verbessert. Wir sind bereit.“

Am Sonntag nach dem Rennen (16. Dezember) steht in Ad Diriyah noch ein offizieller Testtag der Formel E auf dem Programm. Für Audi Sport ABT Schaeffler übernimmt Test- und Entwicklungsfahrer Nico Müller dann das Cockpit eines Audi e-tron FE05.