Freitag, 21. September 2018

Quartett der Titelkandidaten: Die Favoriten der ADAC TCR Germany

  • Vier Fahrer von vier Marken kämpfen noch um den Titel
  • Hyundai-Pilot Engstler reist als Führender nach Hockenheim
  • Top Drei trennen nur elf Punkte - 85 Punkte werden noch vergeben 

Furioses Finale auf dem Hockenheimring: Ein Fahrer-Quartett kämpft am Wochenende (21. bis 23. September) im bisher spannendsten Titelkampf in der ADAC TCR Germany noch um den Meistertitel. Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) reist mit nur fünf Zählern Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger nach Baden-Württemberg. Neben dem Hyundai-Piloten rechnen sich auch Fahrer der Marken Opel, Audi und Honda noch sehr realistische Chancen auf den Titel aus. SPORT1 überträgt die beiden Rennen der ADAC TCR Germany am Samstag (ab 12.00 Uhr) und Sonntag (ab 14.50 Uhr) im TV, zudem sind sie online im Livestream auf SPORT1.de., adac.de/motorsport, auf Facebook sowie im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen. Das sind die vier Titelkandidaten der ADAC TCR Germany:
 
Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), 349 Punkte:

Luca Engstler übernahm erst mit dem letzten Rennen auf dem Sachsenring die Führung der Fahrerwertung und doch reist er nun als großer Favorit an den Hockenheimring. Seit seinem Wechsel vom Volkswagen Golf GTI TCR in den Hyundai I30 N TCR vor dem Nürburgring ist der 18 Jahre alte Sohn von Teamchef Franz Engstler das Maß aller Dinge in der Tourenwagenserie des ADAC. Drei Rennen gewann er in Folge und feierte als einziger Pilot in dieser Saison zwei Siege an einem Rennwochenende. Als Schnellster im Qualifying sicherte sich der Rookie-Sieger der Vorsaison die Maximalpunktzahl von 85 Zählern in Hohenstein-Ernstthal. "Ich werde alles daran setzen und alles geben und dann sehen wir, was dabei herauskommt", sagte Engstler noch zögerlich: "Ich bin realistisch und weiß, wie schwer es wird. Aber natürlich ist man stolz, wenn man das Ding nach Hause fährt."

Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), 344 Punkte:

Nur fünf Punkte trennen den Österreicher Routinier vom Führenden Engstler. "Hari" Proczyk, Vizemeister in der Premierensaison der ADAC TCR Germany 2016, fuhr in diesem Jahr im Opel zu zwei Siegen, stand insgesamt fünfmal auf dem Podium. Der Teamchef von HP Racing International war bei jedem Rennen in den Punkten vertreten und führte die Fahrerwertung nach dem ersten Rennen auf dem Sachsenring noch an. Im vergangenen Jahr sorgte Proczyk in Hockenheim für den Sieg von Opel in der ADAC TCR Germany. Die Chance am Ende ganz oben zu stehen ist da. "Es ist schön, nach Hockenheim zu fahren und um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich kann keine Rechenspiele machen, deswegen werde ich ähnlich vorgehen wie im Rennen davor: das Maximum rausholen!", sagte Proczyk.

Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), 338 Punkte:

Elf Punkte Rückstand auf die Spitze hat Niels Langeveld vor dem Wochenende auf dem Hockenheimring. Der Niederländer startet in der zweiten Saison in der ADAC TCR Germany und kommt ebenfalls mit zwei Saisonsiegen nach Baden-Württemberg - auch auf seiner Heimstrecke in Zandvoort triumphierte der Audi-Pilot. Langeveld stand am häufigsten auf dem Podium: sechsmal fuhr er in der Saison bislang in die Top Drei und reiste noch als Spitzenreiter an den Sachsenring. Trotz eines enttäuschenden Wochenendes in Sachsen mit den Positionen sechs und fünf, gibt sich der Niederländer kämpferisch: "Ich glaube immer noch daran. Es wird wieder aufregend."

Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), 287 Punkte:

Wenn es auch nur noch Außenseiterchancen sind, so kann der Meister am Ende der Saison trotzdem Mike Halder heißen. Zwar ist der Rückstand auf 62 Punkte angewachsen, doch mit noch 85 zu vergebenden Punkten ist rechnerisch noch alles möglich. Und dass der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport seinen Honda zu Höchstleistungen treiben kann, stellte er in der Saison der ADAC TCR Germany bislang mehrmals unter Beweis: Dreimal fuhr Halder im Qualifying die schnellste Runde - am häufigsten von allen Fahrern - zweimal fuhr er sogar als Erster über die Ziellinie. Man sollte den jungen Schwaben also nicht unterschätzen.

Spannung pur: Zahlen und Fakten zum Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim

  • 15 Fahrer von sechs Marken haben Meisterschaftschancen
  • Porsche-Piloten Robert Renauer und Mathieu Jaminet sind Tabellenführer
  • Vier Titel werden beim Finale noch vergeben 

Der Countdown läuft: Nur noch wenige Tage bis zur spannendsten Meisterschaftsentscheidung in der Geschichte des ADAC GT Masters. Beim Saisonfinale in Hockenheim am kommenden Wochenende (21.-23. September) liefern sich noch 15 Fahrer mit Supersportwagen von sechs Marken einen echten Titelthriller. Bei 50 noch zu vergebenden Punkten sind die Top Vier der Gesamtwertung gerade einmal durch 17 Punkte getrennt. Die beiden Rennen des großen Finalwochenendes werden am Samstag (ab 14:30 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. 

Favoritenstellung: Das Punktepolster der Tabellenführer und Porsche-Piloten Robert Renauer und Mathieu Jaminet auf ihre engsten Verfolger, die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer und Maximilian Götz, beträgt gerade einmal vier Zähler. Das Audi-Duo Sheldon und Kelvin van der Linde liegt als Tabellendritter nur 13 Punkte hinter der Spitze, die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz 17 Zähler 

Vielfalt: In Hockenheim haben noch Fahrer von Audi, BMW, Corvette, Mercedes-AMG, Lamborghini und Porsche Chancen auf den Meisterschaftsgewinn 

Dramatik: Bisher ist die Titelentscheidung im ADAC GT Masters immer erst am letzten Rennwochenende gefallen. Das Finale wird zum achten Mal in Folge in Hockenheim ausgetragen. In den vergangenen Jahren wurde der Titel zwei Mal bereits am Samstag entschieden, fünf Mal fiel die Entscheidung erst im Finalrennen am Sonntag 

Erfolgsfamilie: Sheldon und Kelvin van der Linde können sich beim Finale als erstes Brüderpaar überhaupt den Titel in der "Liga der Supersportwagen" sichern. Sheldon van der Linde führt zudem in der Pirelli-Junior-Wertung 

Erfahrungsvorsprung: Von den 15 Titelkandidaten haben drei Piloten die Meisterschaft schon einmal gewonnen: Maximilian Götz (2012), Daniel Keilwitz (2013) und Kelvin van der Linde (2014) 

Ausgeglichen: Das ADAC GT Masters präsentiert sich 2018 extrem ausgeglichen. In den bisherigen zwölf Rennen gab es elf verschiedene Siegerpaarungen von fünf Marken. Mit insgesamt 22 verschiedenen Piloten, die mindestens ein Rennen gewonnen haben, wurde der Rekord von 2015 eingestellt. Damals gab es jedoch mit acht Läufen zwei Rennen mehr als in dieser Saison 

Dutzendfach: Noch mehr Vielfalt gibt es bei den Pole-Positions und schnellsten Rennrunden. In jedem Qualifying gab es einen anderen Pole-Setter und auch bei den schnellsten Rennrunden gab es zwölf verschiedene Piloten, die diese aufstellten 

Als einzige Fahrerpaarung haben Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz in dieser Saison bisher zwei Rennen gewonnen. Dank ihres Doppelschlags auf dem Red Bull Ring haben sie auch die meisten Führungsrunden (66) 

Routine: Daniel Keilwitz reist zum vierten Mal seit 2012 mit intakten Titelchancen zum Saisonfinale. Dazu verhalf der Champion von 2013 im vergangenen Jahr Teamkollege Jules Gounon zum Titel und belohnte sich selbst mit der Vizemeisterschaft 

Titelquartett: Neben der Fahrer-Wertung fallen in Hockenheim auch die Entscheidungen im Team-Klassement sowie der Pirelli-Junior-Wertung und der Pirelli-Trophy-Wertung 

Chancenreich: Sollte der Punktevorsprung nach dem Samtagsrennen 25 oder mehr betragen, kann sich das Mann-Filter Team HTP bereits vor dem zweiten Durchgang vorzeitig den Teamtitel sichern 

Eidgenosse: Audi-Pilot Remo Lips kann in Hockenheim zum dritten Mal in Folge die Pirelli-Trophy-Wertung für Nichtprofis gewinnen. Der einzige verbliebene Titelrivale ist Porsche-Fahrer Jan-Erik Slooten 

Bestwert: Fünf Mal hat Audi bereits in Hockenheim gewonnen - so oft wie kein anderer Hersteller im ADAC GT Masters 

Siegertypen: Keiner stand in Hockenheim so oft ganz oben auf dem Podest wie Titelkandidat Daniel Keilwitz und Dominik Schwager. Beide triumphierten jeweils drei Mal 

Frauenpower: Beide Fahrerinnen im aktuellen ADAC GT Masters-Feld haben bereits in Hockenheim gewonnen: Claudia Hürtgen siegte 2012, Rahel Frey 2015 

Abwechslungsreich: Mit Audi, BMW, BMW Alpina, Corvette, Ferrari, Ford, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche siegten bereits neun verschiedene Marken in Hockenheim 

Lokalmatadore: Mit AutoArenA Motorsport, Callaway Competition, RWT Racing und Team Rosberg haben mehrere Rennställe ihren Teamsitz weniger als 100 Kilometer von Hockenheim entfernt 

Langstrecke: Mit 4,574 Kilometern ist keine andere Strecke im Kalender des ADAC GT Masters so lang wie die Rennstrecke in Baden-Württemberg. In der Parabolika werden die höchsten Topspeeds der Saison gemessen 

Generalprobe: Die Teams und Fahrer des ADAC GT Masters stimmen sich bereits am Donnerstag mit drei Testsitzungen über insgesamt vier Stunden auf das Wochenende in Hockenheim ein

Donnerstag, 20. September 2018

Saisonfinal-Thriller: Vierkampf um den Titel in der ADAC TCR Germany

  • Nur elf Punkte zwischen den Top-Drei-Fahrern: Engstler vorn
  • Halber Zähler trennt Führungs-Duo in der Rookie-Wertung
  • Drei Titel-Entscheidungen in der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring

Engstler, Proczyk, Langeveld oder doch Halder? Hyundai, Opel, Audi oder Honda? Zwei Rennen vor Saisonende mit noch 85 zu vergebenden Punkten ist der Kampf um den Titel in der ADAC TCR Germany so offen wir noch nie zuvor. Die Läufe 13 und 14 auf dem Hockenheimring am Wochenende (21. bis 23. September) werden die Entscheidung in der Fahrer- und Teamwertung sowie in der Honda Rookie Challenge bringen. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind sie online im Livestream auf SPORT1.de, adac.de/motorsport, auf Facebook sowie im YouTube-Kanal des ADAC unter youtube.com/adac zu sehen. 
Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda
Als Führender der Gesamtwertung reist der 18 Jahre alte Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) nach Hockenheim. Nach einem Traum-Wochenende mit der Maximalpunktzahl von 85 Zählern auf dem Sachsenring und zuletzt drei Siegen in Folge übernahm der junge Hyundai-Pilot erstmals in dieser Saison die Spitze - und will sie sich auch nicht mehr nehmen lassen. "Ich werde alles daran setzen und alles geben und dann sehen wir, was dabei herauskommt", sagte Engstler: "Ich bin realistisch und weiß, wie schwer es wird. Aber natürlich ist man stolz, wenn man das Ding nach Hause fährt." 
Harald Proczyk
Foto: Jens Hawrda
Verfolger Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), Vizemeister 2016, will im Rennen um den Titel aber auch noch ein Wörtchen mitreden. "Es ist schön, nach Hockenheim zu fahren und um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich kann keine Rechenspiele machen, deswegen werde ich ähnlich vorgehen wie im Rennen davor: das Maximum rausholen! Ich hoffe, dass die Strecke uns besser passt als der Sachsenring", sagte der Opel-Pilot. 
Niels Langeveld
Foto: Jens Hawrda
Hinter Proczyk auf Platz drei folgt der Niederländer Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi, der die Hoffnung nach einem gebrauchten Wochenende in Hohenstein-Ernstthal noch nicht aufgegeben hat. "Das vergangene Wochenende war extrem spannend, aber am Ende auch sehr enttäuschend. Es war aufregend und es wird wieder aufregend. Wir fahren mit elf Punkten Rückstand nach Hockenheim, aber ich glaube immer noch daran", so Langeveld. 

Und schließlich auch Vizemeister Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) kann trotz 62 Zählern Rückstand am Ende noch den Titel mit nach Hause nehmen. Der Honda-Fahrer heimste bislang die meisten Pole Positions in dieser Saison ein und stand fünfmal auf dem Podium, zweimal davon ganz oben. Seine Konkurrenten sollten ihr also nicht unterschätzen. 

Sein Debüt im rund 30 Tourenwagenstarken Feld der ADAC TCR Germany feiert auf dem Hockenheimring dagegen der Schweizer Nachwuchsfahrer Julien Apothéloz, der als einer von drei Kandidaten im Rahmen der "AutoScout 24 Young Driver Challenge powered by SEAT" die Chance erhält, im Cupra TCR DSG seine ersten Schritte im Tourenwagensport zu absolvieren. 

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Honda Rookie Challenge 

Spannung bis zum Schluss ist auch in der Rookie-Wertung garantiert. Proczyks Teamkollege Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) führt im Opel vor Audi-Pilot Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) mit nur einem halben Punkt. Wankmüller hat seine Devise schon ausgegeben: "Attacke in Hockenheim!" Das dürfte auch für die beste Fahrerin im Feld gelten: Cupra-Pilotin Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder), die jüngere Schwester von Mike Halder, schob sich mit zwei Rookie-Siegen auf dem Sachsenring noch in Schlagdistanz des Führungsduos. Mit 12,5 Zählern Rückstand bei noch 21 zu vergebenden Punkten kann auch Halder am Ende die glückliche neue Besitzerin eines neuen Honda Civic sein, der als Prämie für den besten Nachwuchsfahrer ausgelobt wurde. Wankmüllers Teamchef Proczyk schwärmte schon vor dem Saisonende von dem jungen Opel-Piloten: "Seine Visitenkarte hat er auf jeden Fall abgegeben in diesem Jahr. Ich werde alles, was ich kann, um ihn am Wochenende zu unterstützen." 

Die DTM zu Gast in Spielberg: Volles Programm und reichlich Spannung

  • Heimspiel: In der Steiermark sind Auer und Eng die Lokalmatadoren
  • Nah dran: DTM öffnet Startaufstellung für Fans
  • Hochkarätiger Gaststarter: Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier im DTM-Cockpit
Foto: Jens Hawrda

Die vorletzte Saisonetappe führt die DTM vom 21. bis 23. September in die Berge. Genauer gesagt zum Red Bull Ring nach Österreich. Der in der malerischen Steiermark, auf 677 Metern Höhe gelegene Kurs, zählt zu den Lieblingsstrecken fast aller Piloten. Die rund 50 Kilometer von Graz entfernte Strecke ist technisch anspruchsvoll, 4,326 Kilometer lang, weist Höhenunterschiede von bis zu 65 Metern und maximale Steigungen von bis zu zwölf Prozent auf. Auf dieser, im wahrsten Sinne des Wortes, Berg- und Tal-Bahn, biegt die DTM 2018 am kommenden Wochenende mit den DTM-Saisonrennen 17 und 18 auf die Zielgerade ein.

Hoch hinaus will in Spielberg René Rast, der dort im vergangenen Jahr den zweiten Lauf gewann. Vor knapp zwei Wochen startete der Audi-Pilot auf dem Nürburgring in beiden Läufen von der Pole-Position und gewann beide Male. Das gab es seit Einführung des neuen Formats mit zwei Qualifkationstrainings und Rennen pro Wochenende noch nie. Der Wahl-Österreicher sammelte an den vergangenen vier DTM-Wochenenden insgesamt 126 Punkte, mehr als jeder andere Fahrer. Rast ist vor den letzten vier Saisonrennen mit 149 Punkten Dritter der Gesamtwertung und schärfster Verfolger der Mercedes-AMG-Piloten Gary Paffett (206 Punkte) und Paul Di Resta (204). „Das war nach den ersten Rennen nicht zu erwarten“, sagt Rast. „Wir haben mehr erreicht, als wir nach dem schwierigen Saisonstart erwarten durften. Ab jetzt können wir nur noch gewinnen. Der Rückstand auf Gary und Paul ist noch immer sehr groß. Aber ich werde kämpfen, solange die Chance da ist – und wenn sie noch so klein ist.“

Audi holte in Spielberg 2017 beide Poles und alle Podiumsplätze

Im vergangenen Jahr gingen alle sechs Podiumsplätze in Spielberg an Audi-Fahrer. Und mit Jamie Green holte ein Pilot der Ingolstädter zudem beide Pole-Positions. Audi ist mit sechs Siegen seit der DTM-Premiere 2011 auf dem umgebauten Red Bull Ring die erfolgreichste Marke. BMW hat dort bisher viermal gewonnen, Mercedes-AMG noch nie. Der letzte Sternfahrer, der in Spielberg gewann, war 2003 Marcel Fässler, damals vor den Markenkollegen Bernd Schneider und Christjian Albers.

In einer viel besseren Ausgangssituation als Rast im Kampf um den Titel befinden sich Paffett und Di Resta. Paffett ist dabei der einzige Fahrer, der schon in Spielberg für eine frühzeitige Titelentscheidung sorgen könnte – wenn er 55 Punkte von 56 maximal möglichen Punkten holte, und Di Resta komplett leer ausginge. Das dürfte schwer werden, zumal die beiden DTM-Führenden in Österreich in der jüngeren Vergangenheit nur mäßigen Erfolg hatten. Paffett belegte zuletzt am Red Bull Ring zwar Platz vier, landete davor aber nur auf den Plätzen 17, 13 und 18. Di Resta belegte im selben Zeitraum die Plätze neun, elf, 15 und sieben.

„Ich kam als Gesamtzweiter zum Nürburgring und bin als Führender wieder abgereist. Dabei habe ich zwei sehr starke Qualifying-Leistungen mit zwei zweiten Startplätzen gezeigt. Ich kam am Samstag als Dritter ins Ziel und hätte am Sonntag Zweiter werden müssen. Alles in allem war unsere Performance also sehr gut. Wir haben wieder die Pace, sammeln Punkte und führen die Meisterschaft erneut an“, sagt Paffett und Di Resta ergänzt: „Nach einer Enttäuschung am Samstag konnte ich am Sonntag noch ein gutes Ergebnis einfahren. Die Meisterschaft ist vor Spielberg komplett offen und wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln. Wir werden unser Bestes geben und wollen um Podestplätze mitkämpfen.“

300. DTM-Rennen in der Geschichte von BMW am Samstag

Ein besonderes Jubiläum feiert BMW am Wochenende. Der Lauf am Samstag ist das insgesamt 300. Rennen für BMW in der Geschichte der DTM seit 1984. Neben Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer hat auch Philipp Eng ein Heimspiel. „Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende. Ich fahre sehr gern auf dem Red Bull Ring und komme gerne in die Steiermark. Die Anlage ist einfach der Wahnsinn und ich glaube, das ist etwas in Europa Einmaliges“, sagt der BMW-Pilot, der mit 92 Punkten Neunter und somit bester Rookie in der Fahrerwertung ist.

Als Rookie mit fünf Weltmeister-Titeln startet am vorletzten Rennwochenende der Saison Sébastien Ogier. Der Rallye-Pilot gibt in Österreich einen Gaststart in der DTM und steigt auf dem Red Bull Ring in das Cockpit eines Mercedes-AMG C 63 DTM. „Diese Erfahrung ist sehr aufregend“, sagt Ogier. „Die DTM ist etwas komplett Neues für mich, aber ich versuche, mit jeder Runde so viel wie möglich zu lernen.“

Josh. mit Hit „Cordula Grün“ im Rahmenprogramm

Im Rahmenprogramm wartet die DTM in Spielberg mit einer Aktion auf, die es in vergleichbaren Rennserien in dieser Form noch nicht gegeben hat: Am Wochenende haben Fans mit Fahrerlager-Ticket Zugang zur XXL-Startaufstellung, die von 15 auf 40 Minuten ausgedehnt wird.

Für Musik sorgt im Fahrerlager der Österreicher Josh., der am Samstag ein 30-minütiges Konzert auf der Showbühne gibt. Bekannt wurde der Wiener Musiker vor allem mit seiner Single „Cordula Grün“. Unter die Haut geht Star-Tätowierer Mario Barth, dessen mobiles Studio vor Ort ist. Besucher können sich ein Tattoo stechen lassen oder auch nur beim Tätowieren zuzusehen.

Auf der Strecke wird es dieses Mal noch lauter: Die Rennserie BOSS GP ist mit von der Partie. Das Akronym steht für „Big Open Single Seater“ und schließt Formel-Fahrzeuge aller möglichen Serien ein, darunter auch Formel-1-Boliden von Toro Rosso und Benetton. In Spielberg will auch Mick Schumacher seine Erfolgsserie in der FIA Formel-3-Europameisterschaft fortsetzen. Der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher greift nach seinem Dreifach-Triumph vom Nürburgring nach der Tabellenführung. Sein Heimspiel feiert Ferdinand Habsburg, der Urenkel von Kaiser Karl I. von Österreich.

Die beiden DTM-Rennen zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“. Am Samstag und am Sonntag berichtet der TV-Sender jeweils ab 13:00 Uhr live aus Spielberg. In Österreich ist ORF eins an beiden Tagen jeweils ab 13:15 Uhr live auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports die Rennen. Rennstart ist an beiden Tagen um 13:30 Uhr. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt. Tickets gibt es online auf der offiziellen Webseite www.DTM.com/tickets.

Hochspannung beim Finale in Hockenheim: Das sind die Titelfavoriten im ADAC GT Masters

  • 15 Fahrer von sechs Marken kämpfen um den Titel
  • Porsche-Piloten Robert Renauer und Mathieu Jaminet als Tabellenführer
  • Top Vier der Meisterschaft trennen lediglich 17 Punkte, 50 Zähler werden noch vergeben
Die Meisterschaftskandidaten 2017
Foto: Jens Hawrda
Spannender kann ein Saisonfinale nicht sein: 15 Fahrer mit Supersportwagen von sechs Marken kämpfen am kommenden Wochenende (21. bis 23. September) in Hockenheim um den Titel im ADAC GT Masters. Bei 50 noch zu vergebenden Punkten beträgt der Vorsprung der Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) auf ihre engsten Meisterschaftsrivalen gerade einmal vier Zähler. Neben den Porsche-Piloten machen sich auch Fahrer von Audi, BMW, Corvette, Lamborghini und Mercedes-AMG Hoffnungen auf den Titelgewinn. Die beiden Rennen des großen Finalwochenendes werden am Samstag (ab 14:30 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. 

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R), 109 Punkte:

Renauer und Teamkollege Jaminet sind die konstantesten Punktesammler in dieser Saison. Das deutsch-französische Duo, das sich 2018 erstmals im ADAC GT Masters ein Fahrzeug teilt, hat in den bisherigen zehn Rennen sieben Mal gepunktet. Dazu zählen ein Sieg sowie zwei weitere Podestplätze. Am vergangenen Wochenende auf dem Sachsenring eroberten die Piloten von Precote Herberth Motorsport die Tabellenführung wieder knapp zurück. Doch vier Punkte sind kein Vorsprung, auf dem sich der Vizechampion von 2013 und der von Porsche unterstützte Franzose ausruhen können. "Das Ziel ist ganz klar, Meister zu werden", gibt sich Renauer jedoch zuversichtlich. "Damit uns dies gelingt, wollen wir auf das Podium fahren. Es ist wichtig, zwei saubere Rennen abzuliefern - so wie wir es eigentlich fast über das ganze Jahr gemacht haben. Uns hat in diesem Jahr vor allem die Konstanz ausgezeichnet. Das müsste auch der Schlüssel für den Erfolg in Hockenheim sein." 
Markus Pommer (l.) und Maximilian Götz
Foto: Jens Hawrda
Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP, Mercedes-AMG GT3), 105 Punkte:

Lediglich vier Punkte zur Tabellenführung fehlen den Gesamtzweiten Pommer und Götz. Dem Mercedes-AMG-Duo gelang 2018 bisher ein Sieg sowie drei weitere Podestplätze. Ex-DTM-Pilot Götz ist einer der routiniertesten Piloten im Starterfeld, 2012 gewann er bereits einmal den Titel im ADAC GT Masters. Teamkollege Pommer startet nach zwei Jahren im Audi R8 LMS in dieser Saison erstmals im Mercedes-AMG GT3 und entwickelte sich schnell zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten. "Unsere Chancen sind voll da, denn es gibt noch 50 Punkte zu holen", ist Pommer überzeugt. "Wie wir leider durch die zwei unverschuldeten Unfälle auf dem Sachsenring gesehen haben, kann sich im ADAC GT Masters der Titelkampf schnell drehen. Eigentlich wollten wir dort unseren Vorsprung ausbauen, um diesen dann in Hockenheim zu verwalten. Stattdessen liegen wir zurück und müssen angreifen. Ich denke, Hockenheim ist eine Strecke, auf der kein Auto benachteiligt ist. Die Stärken unserer Mercedes-AMG sind die schnellen Kurven sowie harte Bremszonen wie vor der Spitzkehre." 
Sheldon (l.) und Kelvin van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 96 Punkte: 

Die beiden Südafrikaner wollen in Hockenheim etwas schaffen, das im ADAC GT Masters eine Premiere wäre: als erstes Brüderpaar den Titel zu gewinnen. Dank eines Sieges und drei zweiter Plätze liegen sie vor Hockenheim 13 Punkte hinter der Tabellenspitze. Kelvin van der Linde zählt trotz seiner erst 22 Jahre zu den erfahrensten GT3-Piloten. Bereits mit 18 Jahren gewann er 2014 in seiner ersten ADAC GT Masters-Saison als bisher jüngster Fahrer überhaupt - zusammen mit dem letztjährigen DTM-Champion René Rast - den Titel. Bruder Sheldon bestreitet in diesem Jahr nach einem Gaststart 2017 seine Premierensaison in der "Liga der Supersportwagen" und hat als Führender der Pirelli-Junior-Wertung auch dort gute Chancen, sich in Hockenheim den Titel in zu sichern. "2017 hat unser Team dort zwei Podestplätze eingefahren, daher denke ich, dass es auch in diesem Jahr ähnlich laufen kann", sagt Kelvin van der Linde. "Mit 13 Punkten Rückstand haben wir auf jeden Fall gute Chancen und sind sehr zuversichtlich. Es wird am Wochenende wichtig sein, ein gutes Qualifying zu haben. Denn das Überholen im ADAC GT Masters ist nicht einfach und wenn man von weiter hinten startet, ist die Gefahr deutlich größer, in einen Unfall verwickelt zu werden." 
Marvin Kirchhöfer (l.) und Daniel Keilwitz
Foto: Jens Hawrda
Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R), 92 Punkte:

Kirchhöfer und Keilwitz kommen mit zwei Saisonsiegen nach Hockenheim. Keine andere Fahrerpaarung hat 2018 bisher zwei Rennsiege auf dem Konto. Auf der anderen Seite stehen jedoch bereits sieben Nuller - so viele wie bei keinem anderen der aussichtsreichsten Titelkandidaten - und 17 Punkte Rückstand. Während Keilwitz, Champion 2013 und der Fahrer mit den meisten Siegen im ADAC GT Masters, drei Mal in den vergangenen sechs Jahren beim Finale um den Titel kämpfte, ist dies für Partner Kirchhöfer in der "Liga der Supersportwagen" Neuland. Der Sachse gewann jedoch 2012 das ADAC Formel Masters, den Vorgänger der heutigen ADAC Formel 4. Mit Callaway Competition starten Kirchhöfer/Keilwitz für das letztjährige Meisterteam. "Es wird in Hockenheim unheimlich knapp, aber es ist noch alles drin", so Kirchhöfer. "Hockenheim sollte unserem Auto liegen. Daher hoffe ich, dass wir an die guten Ergebnisse zu Saisonbeginn anknüpfen können, als wir in Most und Spielberg zwei Siege und zwei zweite Plätze eingefahren haben. Wir sind optimistisch und hoch motiviert." 

Sieben weitere Fahrer haben beim Finale noch Außenseiterchancen, den Titel zu gewinnen. Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek) haben im zweiten Mercedes-AMG des Mann-Filter Team HTP als Tabellenfünfte 69 Punkte auf dem Konto. Dahinter folgen Ex-DTM-Star Timo Scheider (39/Lochau) und Partner Mikkel Jensen (23/DK, beide BMW Team Schnitzer, 67 Punkte). Jeweils 62 Punkte haben die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) sowie der Schweizer Audi-Pilot Jeffrey Schmidt (24/CH, BWT Mücke Motorsport).