Freitag, 26. Februar 2021

Audi Sport seit zehn Jahren Partner des ADAC GT Masters

  •  Erfolgreiche Zusammenarbeit wird 2021 fortgesetzt
  •  Audi R8 auch in der kommenden Saison des ADAC GT Masters Safety-Car und Leading Car

 

Foto: Jens Hawrda

Jubiläum für Audi Sport im ADAC GT Masters: Bereits seit zehn Jahren ist Audi Sport der Official Car Partner des ADAC GT Masters. In der Deutschen GT-Meisterschaft stellt Audi Sport auch weiterhin als Official Car Partner unter anderem das Safety-Car und das Leading Car, das das mehr als 30 Supersportwagen große Feld zum fliegenden Start führt. Das ADAC GT Masters startet vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2021, alle Rennen werden live und in voller Länge im Free-TV von NITRO übertragen.

Im Rahmen der Partnerschaft stellt Audi Sport drei R8, die als Safety-Car und Leading Car im Einsatz sind, sowie weitere Fahrzeuge, die die Rennleitung zum Beispiel für Streckenkontrollen nutzt. Zudem stellt Audi Sport dem ADAC GT Masters ein R8 LMS Show-Car für gemeinschaftliche Promotionzwecke zur Verfügung. Als Zeichen der Zusammenarbeit ist das Logo von Audi Sport an der Strecke deutlich sichtbar – und damit auch bei den Übertragungen von TV-Partner Nitro.

„Der ADAC setzt mit dem GT Masters weit über Europa hinaus Maßstäbe in puncto Qualität und Kundenorientiertheit, aber auch mit der schieren Größe des Teilnehmerfeldes“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Die Aufwertung zur Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft unterstreicht den Erfolgskurs der Rennserie. Wir engagieren uns als Partner seit vielen Jahren sehr gerne in diesem professionellen Umfeld und setzen daher die Zusammenarbeit auch in diesem Jahr fort.“

ADAC Motorsport-Chef Thomas Voss sagt zur Fortsetzung der erfolgreichen Partnerschaft: „Ich freue mich, dass wir die Partnerschaft mit Audi Sport verlängert haben. Das ist eine positive Nachricht und zeigt, dass wir uns auf unsere langjährigen Partner auch in herausfordernden Zeiten wie diesen verlassen können. Seit einem Jahrzehnt begleitet uns Audi bei den Rennwochenenden und ist damit einer von unseren treuesten Partnern.“

Erfolgreichste Marke der Serie

Audi-Rennfahrzeuge sind im ADAC GT Masters seit 2009 am Start, in den vergangenen Jahren avancierte die Marke mit 44 Siegen sowie vier Fahrer- und fünf Teamtiteln zum erfolgreichsten Hersteller in der Serie. Audi-Kundensportfahrzeuge kommen bei den Rennwochenenden auch in der ADAC GT4 Germany und bei der ADAC TCR Germany zum Einsatz.


Neuzugang mit Hyundai: Debüt für Robin Jahr in der ADAC TCR Germany

  •  Der 30-Jährige: „Die ADAC TCR Germany hat mich schon länger interessiert“
  • Jahr: „Wir werden eine Menge Erfahrung sammeln müssen“

Hyundai-Pilot Robin Jahr fiebert seinem Debüt in der ADAC TCR Germany entgegen
Foto: Roja-Motorsport


Die ADAC TCR Germany erhält in der Saison 2021 einen weiteren Neuzugang: Robin Jahr (30, Blankenfelde, Roja Motorsport by ASL Lichtblau) steigt in die Tourenwagenserie des ADAC ein. Der 30-Jährige setzt auf einen Hyundai i30 N TCR und spricht im Interview über seine große Vorfreude auf die ADAC TCR Germany.

Robin, Eurer Team ROJA Motorsport feiert in diesem Jahr seine Premiere in der ADAC TCR Germany. Was hat Euch zu diesem Schritt bewogen? 

Robin Jahr: „In der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) bin ich zusammen mit Felix Schumann und meinem Vater gefahren und auch ab und zu mal mit Luca Engstler. Da hatten wir verschiedene Fahrer-Kombinationen. Aber jetzt in der ADAC TCR Germany bin ich der einzige Fahrer unseres Teams. Die TCR hat mich schon einige Jahre interessiert. Aber primär sind wir erstmal in den Endurance-Sport wieder eingestiegen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir das TCR-Auto schon stehen, wussten aber nicht, wo wir es einsetzen sollen. Nach Gesprächen mit Franz Engstler war die ADAC TRC Germany dann die einzig logische Variante. Das muss man so sagen. Wahrscheinlich auch die Variante, die fahrerisch am meisten abfordert und die, wo das Auto letztendlich auch hingehört. Ich habe die Serie schon über die letzten Jahre verfolgt.“

Du hast Deinen Vater erwähnt, sind Deine Wurzeln im Motorsport schon früh familiär geprägt worden?

Jahr: „Ich habe früher bis ich 16, 17 Jahre alt war, die typische Kart-Karriere absolviert, bin bei Kart-Meisterschaften gestartet. Dort habe ich aus unterschiedlichen Gründen erstmal die Segel gestrichen. Ende 2018, Anfang 2019 ging es dann wieder los, dass wir gesagt haben, wir greifen da nochmal an. Also ist das jetzt so ein bisschen die zweite Chance. Was zwischendurch dabei war, hat sich extrem im Hobbybereich abgespielt. Bei der Formel 4 waren der Wunsch und auch die Perspektive zwar da, aber ich sage es mal so, damals hat das Mindset einfach noch nicht so gepasst.“

Ihr startet dieses Jahr mit dem Hyundai. Wie weit sind Eure Vorbereitungen und konntet Ihr schon testen?

Jahr: „Unsere Erfahrungen mit dem Hyundai sind bis dato noch sehr gering. Das muss man ganz klar feststellen. Wir hatten im vergangenen Jahr so ein, zwei Testtage mit dem Auto auf dem Nürburgring, bei denen ich auch das Auto erstmal kennen gelernt habe. Wir werden da auch bis zu einem Punkt unterstützt von erfahrenen Hyundai-Mitarbeitern. Wir selbst sind parallel ja auch Hyundai-Händler im Bereich Berlin-Brandenburg, dadurch kommt auch die Affinität zu dieser Marke. Aber ganz klar ist, dass wir da noch eine Menge Erfahrungen sammeln müssen.“

Inwieweit kann man von den Erfahrungen der vergangenen Saison profitieren?

Jahr: „Wir haben alles mitgenommen, was man so in einer ersten Saison mitnimmt – Höhen sowie auch Tiefen. Aber am Ende des Tages denke ich, dass jede Minute oder jede Sekunde im Rennwagen – ob es jetzt ein TCR, ein GT4, was auch immer –ist – Zeit ist, in der man lernt. Wobei die ADAC TCR Germany schon noch einmal vorm Konstrukt her komplett anders ist. Sprint- und Endurance-Rennen sind ja von der Herangehensweise grundsätzlich schon sehr unterschiedlich.“

Bereitest Du Dich auf dieses unterschiedliche Anforderungsprofil speziell vor?

Jahr: „Sportlich versuche ich mich gerade, enorm fit zu machen. Das Gewicht muss runter. Ab und zu bekomme ich auch noch den Support von Luca Engstler, der mich immer mal wieder in die richtige Richtung stuppst. Sportlich versuche ich, mich da sehr intensiv darauf vorzubereiten.“

Mit welchen Zielen startet Ihr in die Saison?

Jahr: „Ich rechne damit, dass das Starterfeld in der ADAC TCR Germany wieder sehr stark werden wird. In der Regel sind die Fahrer in der TCR sehr erfahren. Das erste Jahr ist für uns einfach, um Erfahrungen zu sammeln, überhaupt in der ADAC TCR Germany anzukommen. Wo wir uns da im Starterfeld positionieren, ist aktuell überhaupt noch gar nicht einzuschätzen. Wir müssen erstmal Fuß fassen, ich als Fahrer muss viel lernen, mit dem Auto müssen wir viel lernen. Dann kann man vielleicht in der Mitte der Saison anfangen zu sprechen, wo wir uns positionieren wollen. Das ist so unser Gedanke aktuell.“

Hast Du Lieblingsstrecken?

Jahr: „Lausitzring ist eine Strecke, die ich tatsächlich ganz gut kenne, weil ich da schon öfter gefahren bin. Oschersleben kenne ich noch von meinen Kart-Zeiten ganz gut, aber das ist schon eine Weile her. Lausitzring ist so eine Rennstrecke, die mir mehr in die Karten spielt.“

Wie ist das Team zusammengestellt?

Jahr: „In der TCR wird das so ein bisschen wie ein Familienbetrieb, wir haben viele Hyundai-Mechaniker aus unserem Betrieb dabei. Die „Stimme in meinem Ohr“, der sich um die Fahrzeuge so ein bisschen als „Head of Car-Teamchef“ an der Rennstrecke kümmert, ist Max Schumann. Er und seine Familie sind im Bereich NLS sehr erfahren. Er begleitet mich quasi auf Schritt und Tritt. Er ist immer an meiner Seite und kümmert sich, dass ich das richtige mache.“

Gibt es irgendwas, worauf Du Dich besonders freust oder wovor Du besonders nervös bist?

Jahr: „Wahrscheinlich auf den ersten Start. Aber letztendlich freue mich auf alles gleich. Letztendlich gibt es bei mir noch gar keine „Highlight-Gedanken“. Ich bin einfach super gespannt. Für mich ist es eine Riesenchance - das muss man auch mal sagen - mit 30 Jahren noch einmal in eine Klasse auf diesem Niveau einzusteigen. Und genauso lasse ich das auch auf mich wirken. Ich versuche einfach, jede Erfahrung mitzunehmen und mich so schnell wie es nur geht, weiter zu entwickeln.“

Termine ADAC TCR Germany 2021, Änderungen vorbehalten

14.05. – 16.05.2021    Motorsport Arena Oschersleben
11.06. – 13.06.2021    Red Bull Ring (A)
06.08. – 08.08.2021    Nürburgring
10.09. – 12.09.2021    DEKRA Lausitzring
17.09. – 19.09.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg
01.10. – 03.10.2021    Sachsenring
22.10. – 24.10.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg

Dienstag, 23. Februar 2021

Honda Junior Challenge geht 2021 in die nächste Runde

  •  Honda auch 2021 Partner der ADAC TCR Germany
  •  Attraktive Nachwuchswertung in der ADAC TCR Germany
  •  ADAC TCR Germany und Honda kooperieren seit 2017

Foto: ADAC-Motorsport

 Honda unterstützt auch 2021 als offizieller Serienpartner die ADAC TCR Germany. Damit geht auch die erfolgreiche Honda Junior Challenge in die nächste Runde. Neben der von Honda unterstützten Nachwuchsfahrerwertung stellt der Autohersteller aus Japan auch weiterhin das Safety Car in der ADAC TCR Germany. Die sechste Saison der ADAC TCR Germany beginnt am 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben – und am Ende des Jahres darf wieder der beste Nachwuchsfahrer über einen neuen Honda Civic jubeln.

Die Honda Junior Challenge war bisher ein voller Erfolg und ein Sprungbrett für Tourenwagenfahrer in höhere Klassen. 2017 gewann der heutige WTCR-Fahrer Luca Engstler die Nachwuchswertung. Im Jahr darauf folgte Max Hesse, der mittlerweile bei BMW unter Vertrag genommen wurde. 2019 holte Michelle Halder den Titel und 2020 Marcel Fugel, der in diesem Jahr in der ADAC TCR Germany im Civic Type R TCR erneut um Podiumsplätze kämpfen will. Teilnahmeberechtigt an der Honda Junior Challenge 2021 sind Fahrer, die jünger als 23 Jahre sind.

„Wir sind sehr froh, auch im fünften Jahr als Partner des ADAC in die Saison 2021 gehen zu können, und freuen uns auf spannende Rennwochenenden“, sagt Klaus Kniedel, Verantwortlicher Motorsport bei Honda Deutschland.

„Mit der Honda Junior Challenge schaffen wir gemeinsam einen besonderen Anreiz für Neueinsteiger“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss: „Wir freuen uns darüber, dass Honda als Partner nicht nur die ADAC TCR Germany unterstützt, sondern sich auch aktiv für den Nachwuchs engagiert, und das nun bereits im fünften Jahr.“

Termine ADAC TCR Germany 2021, Änderungen vorbehalte

 
14.05. – 16.05.2021    Motorsport Arena Oschersleben
11.06. – 13.06.2021    Red Bull Ring (A)
06.08. – 08.08.2021    Nürburgring
10.09. – 12.09.2021    DEKRA Lausitzring
17.09. – 19.09.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg
01.10. – 03.10.2021    Sachsenring
22.10. – 24.10.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg

Dörr Motorsport mit Aston Martin und McLaren in der ADAC GT4 Germany

  •  Rennstall aus Frankfurt bringt Fahrzeuge von zwei britischen Marken an den Start
  •  ADAC GT Masters-Laufsieger Andreas Wirth im Fahrerkader
  •  Saisonziel ist der Meistertitel


 

Dörr Motorsport setzt 2021 auf Aston Martin und McLaren
Bild: ADAC-Motorsport

  

Dörr Motorsport tritt auch 2021 wieder in der ADAC GT4 Germany an. Der Rennstall aus Frankfurt setzt dabei erstmals auf zwei verschiedene Fahrzeuge. Beide kommen sie aus Großbritannien: Neben dem bekannten McLaren 570S GT4 wird nun auch ein Aston Martin Vantage GT4 an den Start gebracht. „In der Dörr Group haben wir beide Hersteller im Programm. Insofern passt es sehr gut, mit McLaren und Aston Martin nun auch auf der Rennstrecke vertreten zu sein“, erklärt Teamchef Rainer Dörr den Hintergrund des diesjährigen Rennprogramms in der ADAC GT4 Germany. Der Aston Martin Vantage GT4 ist in der ADAC-Serie bereits etabliert, da das Fahrzeug 2019 und 2020 von einem anderen Rennstall aufgeboten wurde. Durch das Engagement von Dörr Motorsport erhöht sich die Anzahl der für die Saison 2021 in die ADAC GT4 Germany eingeschriebenen Marken auf sechs.

Der Aston Martin wird schon in den nächsten Tagen an Dörr Motorsport ausgeliefert. „Unser Plan ist es, im März erstmals mit dem für uns neuen Fahrzeug sowie auch dem McLaren testen zu gehen“, verrät Dörr. Durch zehn Jahre Motorsporterfahrung sieht er seinen Rennstall für den Einsatz von zwei verschiedenen Modellen technisch gut aufgestellt: „Es ist eher eine logistische Herausforderung, da wir nun zwei unterschiedliche Ersatzteilpakete mitnehmen müssen.“

Pilotiert wird der Aston Martin von Phil Dörr, der bereits 2019 und 2020 in der ADAC GT4 Germany für Dörr Motorsport unterwegs war, und von Andreas Wirth. „Ich freue mich unglaublich auf die anstehenden Tests, den Aston Martin sehe ich als Herausforderung“, so Wirth, der bereits acht Siege im ADAC GT Masters einfahren konnte. „Mit meiner jahrelangen Erfahrung aus dem ADAC GT Masters möchte ich das gesamte Team unterstützen und vorwärtsbringen. Auch für Phil möchte ich ein Mentor sein. Ich möchte ganz vorne mitfahren.“ Denselben Anspruch hat auch Teamchef Rainer Dörr. „Wir treten nicht an, um dabei zu sein. Wir wollen dieses Jahr um die Meisterschaft in der ADAC GT4 Germany kämpfen. Das ist unser höchstes Saisonziel.“

Im McLaren 570S GT4 gibt in der Saison 2021 Ben Dörr sein Debüt in der ADAC GT4 Germany. Der jüngere Bruder von Phil steigt aus dem Kartsport auf. „Es ist natürlich etwas ganz Besonders, dass Phil und Ben nun gemeinsam in einer Rennserie antreten“, ist Vater Rainer Dörr stolz. „Tatsächlich ist es auch das erste Mal, dass die Zwei gegeneinander auf der Rennstrecke fahren. Somit ist die Vorfreude natürlich groß.“ Ben Dörr teilt sich das McLaren-Cockpit mit Nico Hantke, der wie Dörr zuletzt ebenfalls im ADAC Kart Masters unterwegs war. „Der Wechsel vom Kart in den GT-Sport war für mich eine komplett neue Erfahrung, alles ist größer und schneller, aber es macht sehr viel Spaß. Jetzt möchte ich so schnell als möglich Erfolge einfahren“, blickt Hantke voraus.

Dörr Motorsport ist in der ADAC GT4 Germany eine feste Größe. Das Team hat an bislang allen Rennen der Serie teilgenommen und konnte zwei Laufsiege einfahren. Nach Platz neun in der Team-Wertung 2019 erreichte der Rennstall 2020 Platz fünf. „Die ADAC GT4 Germany ist unserer Meinung nach die professionellste GT4-Serie im deutschsprachigen Raum. Wir fühlen uns dort sehr wohl“, erläutert Rainer Dörr. „Uns gefällt vor allem der Teamgedanke mit zwei Piloten pro Fahrzeug. Außerdem finden wir es klasse, dass die Rennen in Deutschland und dem benachbarten Ausland stattfinden. Denn dies hat natürlich große Vorteile in Bezug auf Logistik und Reisekosten.“

Termine ADAC GT4 Germany 2021, Änderungen vorbehalten

 
14.05. - 16.05.2021    Motorsport Arena Oschersleben
11.06. - 13.06.2021    Red Bull Ring (A)
09.07. - 11.07.2021    CM.com Circuit Zandvoort (NL)
06.08. - 08.08.2021    Nürburgring
01.10. - 03.10.2021    Sachsenring
22.10. - 24.10.2021    Hockenheimring Baden-Württemberg

Dienstag, 16. Februar 2021

GRT Grasser: mit vier Lamborghini und starken Fahrern um Titel kämpfen

  •  Fahrerkader ein Mix aus bekannten Namen, Rückkehrern und Youngstern
  •  Teamchef Gottfried Grasser: „Wir greifen wieder an“
  •  Österreicher bringen vier Lamborghini Huracán GT3 Evo an den Start

GRT Grasser startet mit vier Huracán GT3 im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport
 


Vier gewinnt – so lautet 2021 das Motto beim GRT Grasser Racing Team. Die österreichische Mannschaft startet mit vier Lamborghini Huracán GT3 Evo im ADAC GT Masters. Das Ziel: der Titelgewinn. In der Deutschen GT-Meisterschaft setzt Grasser dabei auf drei Lamborghini-Werksfahrer, routinierte Rennsieger und vielversprechende Nachwuchspiloten. Das ADAC GT Masters startet vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison, der TV-Sender NITRO überträgt alle Rennen live und in voller Länge im frei empfangbaren Fernsehen,

Das erste Fahrerduo bilden die Werksfahrer Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (30/E). „Ich freue mich unheimlich, dass Mirko zurückkehrt“ sagt Gottfried Grasser. „Er ist ein guter Freund und war schon beim Beginn unserer Zusammenarbeit mit Lamborghini dabei. Das verbindet uns. Albert ist extrem schnell und hat viel Talent. Er wird seinen Weg machen. Mir gefällt, dass er viele Emotionen hat und immer alles gibt.“ Rückkehrer Rolf Ineichen (42/CH), mit 36 Klassensiegen der erfolgreichste Pilot in der Pirelli-Trophy-Wertung in der Seriengeschichte, und Werksfahrer Franck Perera (36/F) teilen sich den zweiten Huracán. Grasser: „Beide haben schon 2019 erfolgreich ein Team gebildet. Sie harmonieren sehr gut. Franck liegt extrem daran, den Teamkollegen weiterzubringen. Da ist null Egoismus im Spiel.“

In den zwei weiteren Fahrzeugen setzt Grasser auf junge Nachwuchsfahrer. Wie bereits im vergangenen Jahr bilden die Lamborghini-Junioren Steijn Schothorst (26/NL) und Tim Zimmermann (25/Langenargen) eine Fahrerpaarung. Das Duo beeindruckte 2020 in seiner ADAC GT Masters-Debütsaison mit drei Pole-Positions und einem Gesamtpodium. Zimmermann gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. „Beide hatten ein starkes erstes Jahr, an diese Entwicklung wollen wir anknüpfen. Sie werden sicher einige Highlights setzen.“ Für den vierten Huracán GT3 Evo steht bereits der erste Fahrer fest, für den zweiten Platz führt das Team noch Gespräche. „Die vier Fahrerteams werden eng zusammenarbeiten und alle Synergien nutzen“, so Grasser. „Es gibt transparente Daten und alle haben komplett das gleiche Material. Darauf lege ich sehr viel Wert. Es sollen faire Bedingungen bei uns herrschen.“

Jubiläumssaison für das GRT Grasser Racing Team

Für Gottfried Grasser und seine Mannschaft ist 2021 eine besondere Saison: Die Österreicher feiern zehnjähriges Jubiläum im ADAC GT Masters. 2011 gab Grasser, damals noch selbst als Fahrer aktiv, mit einer Dodge Viper auf dem Nürburgring seinen Einstand in der Rennserie. Seitdem hat sich viel getan. Nach einem bescheidenen Beginn hat sich das GRT Grasser Racing Team zu einem der erfolgreichsten und größten Rennställe im ADAC GT Masters entwickelt. Zehn Siege und 14 Pole-Positions stehen inzwischen zu Buche, kein Rennstall setzt 2021 mehr Fahrzeuge ein als die Mannschaft aus der Steiermark. „Unser heutiges Team ist mit den Anfängen gar nicht mehr vergleichbar“, blickt Gottfried Grasser zurück. „,Von der Bierbank zur ,Doppelstockhospi´ könnte man die Entwicklung zusammenfassen. Wir haben eine komplett andere Struktur, alles ist größer geworden und extrem gewachsen. Vor allem seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit mit Lamborghini 2015 ist es richtig bergauf gegangen. Wir haben seitdem einen tollen Partner, den wir rund um die Uhr unterstützen, und Lamborghini unterstützt uns ebenfalls rund um die Uhr. Das ist eine traumhafte Konstellation.“

Grasser hat in den vergangenen Jahren natürlich auch die Entwicklung des ADAC GT Masters verfolgt: „Die Entwicklung geht nur nach oben. Es gibt, glaube ich, keine Serie, wo der Kosten-Nutzen-Faktor so gut dargestellt wird. Das ist ein Faktor, der immer wichtiger wird. Es ist noch mit vernünftigen Kosten zu machen. Und vom Wettbewerb gibt es nichts Stärkeres auf der Welt, nicht einmal annähernd. In anderen Rennserien liegen 20 Autos innerhalb einer Sekunde, im ADAC GT Masters liegen 20 Autos innerhalb einer halben Sekunde. Die Serie ist vom Teilnehmerfeld, vom Wettbewerb wirklich fantastisch. Das ist beinharter Motorsport und gibt es nirgendwo anders.“

Highlights hat Grasser in den vergangenen Jahren einige erlebt: „Jeder einzelne Sieg bei unserem Heimspiel auf dem Red Bull Ring liegt mir sehr am Herzen. Mein persönlich schönster Sieg war der im Jahr 2015 bei der Premiere des neuen Lamborghini Huracán GT3. Was Schöneres konnte nicht passieren. Das ist eine Erinnerung, die bleibt. Aber es gab auch weitere tolle Events und Erfolge. Wir hatten 2018 zum Beispiel auch einen wunderschönen Sieg in Hockenheim.“

Ehrgeiziges Ziel

An diese Erfolge möchte Grasser 2021 anknüpfen. „Der Titel muss das Ziel sein“, so der Österreicher. „Wir waren in den letzten Jahren immer mal wieder nah dran, aber haben dann Fehler gemacht. Deshalb kann es nur heißen: Besser machen und wieder angreifen! Man lernt immer dazu. Meister zu werden ist immer sehr schwierig, denn es gibt viele andere Teams mit dem gleichen Ziel. Der Titelgewinn im ADAC GT Masters steht in meiner Prioritätenliste in diesem Jahr ganz oben. Wir haben ein sehr gutes Paket geschnürt.“