Mittwoch, 26. Januar 2022

Boxenstopp, Rennleiter, Teamorder – das sind die wesentlichen Änderungen der DTM 2022

  •  Gut drei Monate vor dem Auftakt: Starterfeld der DTM mit mindestens 25 Fahrzeugen
  •  Neu: Ein Meisterschaftspunkt für die schnellste Rennrunde
  •  Wachsende Attraktivität: Auch DTM Trophy und DTM Classic entwickeln sich positiv  

Martin Tomczyk, Frederic Elsner, Peter Oberndorfer (v.l.) © DTM


Gut drei Monate vor dem Saisonauftakt befindet sich die DTM spürbar im Aufwind. Für das zweite Jahr unter angepasstem technischem Reglement freut sich die Dachorganisation ITR über ein großes Starterfeld mit mindestens 25 GT3-Rennwagen. 2021 waren 19 Fahrzeuge fest eingeschrieben. „Die DTM ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärker aufgestellt. Darüber sind wir natürlich sehr glücklich“, sagte Frederic Elsner in einem Pressegespräch. Der Director Event & Operations der ITR verwies auf einige Änderungen im Reglement, die vor allem den Fans mehr Spannung und Überraschungsmomente bringen werden. Die DTM 2022 wird an acht Wochenenden mit je zwei Rennen am Samstag und Sonntag ausgetragen, Auftakt ist vom 30. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão. Die Live-Übertragung im deutschsprachigen Raum wechselt innerhalb der Senderfamilie von SAT.1 zu ProSieben. Start der Rennen ist jeweils um 13:30 Uhr deutscher Zeit.

Die wichtigsten Änderungen und Neuerungen im Reglement betreffen den Pflichtboxenstopp, der jetzt auch während des Einsatzes des Safety-Cars erfolgen darf, und die Teamorder. So müssen Teams und Fahrer, die mit einer Stallorder das Renngeschehen beeinflussen, künftig mit dem Ausschluss aus der Meisterschaft rechnen. Bei den sogenannten Performance-Pitstops, dem Boxenstopp mit Pflichtreifenwechsel auf Zeit, einem Alleinstellungsmerkmal der DTM, ist der Ablauf neu geregelt. Maximal zwei Mechaniker je Fahrzeugseite müssen zunächst die Räder an der Hinterachse wechseln, bevor die Vorderräder gewechselt werden dürfen. „Durch diese Maßnahmen ist der Boxenstopp für alle gerechter und sicherer sowie für die Fans spannender“, so Frederic Elsner. Künftig wird auch ein sogenanntes Full-Course-Yellow (FCY) möglich sein, welches Safety-Car-Einsätze teilweise ersetzen kann. „Der Re-Start erfolgt aber auch in diesem Fall durch den bereits bekannten DTM Formations-Start“, führt Elsner aus. Der Einfluss des neuen Renndirektors Scot Elkins, der beim mehrtägigen Reglement-Workshop von Beginn an integriert war, ist auch bei einer weiteren Neuerung sichtbar. „Neu beim Start ist zudem, dass nicht mehr der Pole-Sitter das Rennen eröffnet, sondern der Renndirektor das Rennen mit der Ampel freigibt. Und dann ist künftig auch sofort das Ausscheren aus der Startformation erlaubt“, erläutert Elsner.

Für einen noch intensiveren Kampf um die Bestzeit im Rennen soll künftig ein Meisterschaftspunkt sorgen, der für die schnellste Rennrunde vergeben wird. Um sich in den freien Trainings am Freitag noch besser auf die Rennen vorbereiten zu können, steht den Teams jeweils ein weiterer Reifensatz ab dem zweiten Rennwochenende zu. Die Fahrzeug-Einstufung, die Balance of Performance, kurz BoP, kann künftig jederzeit und bis zum letzten Rennen geändert werden, um bei Bedarf regulierend eingreifen zu können. „Wir haben in unserem mehrtägigen Workshop alle Themenbereiche diskutiert und auch die Anregungen der Teams einfließen lassen, um die DTM noch besser und spannender zu machen“, fasst Elsner zusammen. „Die ersten Rückmeldungen der Teams zu den Reglementsänderungen sind durchweg positiv.“ Die ITR pflegt mit den Herstellern und Teams sowie den Partnern einen regelmäßigen, engen Austausch um die Zusammenarbeit maximal effizient zu gestalten.

Für eine wachsende Attraktivität auf der gesamten Plattform sorgen auch Veränderungen der Säulen DTM Trophy und DTM Classic. Als neuer Serienmanager für die DTM Trophy kann der ehemalige DTM-Champion Martin Tomczyk bereits auf positive Vorzeichen verweisen. „Meine ersten drei Wochen in der neuen Aufgabe waren interessant und turbulent. Die DTM Trophy erfährt zu ihrer dritten Saison ein weiteres Wachstum. Ich gehe von über 20 Autos aus. Erfreulich ist vor allem, das immer mehr DTM-Teams den Mehrwert und die Synergien erkennen, den ein Engagement in unserer Talentschmiede bietet“, berichtet Martin Tomczyk. „Dass auch in der DTM Trophy nur ein Fahrer ein Auto fährt und sich nicht zwei Fahrer ein Cockpit teilen, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, das von den Teams hoch bewertet wird.“ Dabei hat Tomczyk für den Einstieg junger Talente auch die DTM Esports im Blick. Schließlich hat DTM-Esports-Champion Moritz Löhner vor einem Jahr den Aufstieg in die DTM Trophy geschafft, und auch dem Titelträger der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt winkt eine Saison in einem reellen Rennwagen in der DTM Trophy 2023. Die BoP der DTM Trophy kommt ab der neuen Saison - wie auch für die DTM - von AVL RACING aus Graz. Auch der Markenpokal BMW M2 Cup startet 2022 erneut im Rahmenprogramm auf der DTM-Plattform, weitere Rennserien folgen.

Ganz neu aufgestellt präsentiert sich die DTM Classic für die bevorstehende Saison. Wie Serienmanager Peter Oberndorfer erläutert, gibt es für die überwiegend aus der DTM stammenden Rennwagen aus der Zeit von 1984 bis 2007 fortan den DTM Classic Cup mit vier Events mit je zwei Rennen. Dazu werden im Rahmen der Übernahme der Tourenwagen Classics zwei weitere Rennen im Rahmen des AvD-Oldtimer Grand Prix kommen. „Aufgrund der positiven Resonanz unseres DRM-Revials im Herbst am Red Bull Ring bieten wir darüber hinaus den DRM-Cup mit drei Veranstaltungen in Imola, am Nürburgring und am Red Bull Ring für die Rennfahrzeuge aus der ehemaligen Deutschen Rennsport-Meisterschaft an“, so der ehemalige DTM-Pilot Oberndorfer. „Diese Fahrzeuge hatten bisher überhaupt keine Plattform. Erfreulicherweise ist das Interesse an unseren beiden Classic-Serien groß, bei den Fahrern genauso wie bei den Fans.“

Montag, 24. Januar 2022

Team Speed Monkeys steigt mit Aston Martin in die DTM Trophy ein

  •  Essener Rennstall plant Einsatz von zwei Aston Martin Vantage
  •  Vom BMW M2 Cup in die DTM Trophy: Nick Hancke steht als Fahrer bereits fest
  •  Teamchef Christian Bracke: „Das Umfeld der DTM ist einzigartig“

Neu in der DTM Trophy: Team Speed Monkeys mit Nick Hancke und Aston Martin 
© Speed Monkeys

Das Team Speed Monkeys steigt mit Aston Martin in die DTM Trophy ein. Geplant ist der Einsatz von zwei Aston Martin Vantage, mit Nick Hancke ist das erste Cockpit bereits besetzt. Der 22-Jährige aus Erlangen setzt mit dem Einstieg in die DTM Trophy seine noch junge Karriere als Rennfahrer auf der hochkarätigen DTM-Plattform fort. Die vergangene Saison beendete Hancke als Gesamtdritter im BMW M2 Cup, der ebenfalls im Rahmen der DTM ausgetragen wird.

„In der DTM Trophy können vor allem junge Talente ungefiltert ihre Leistung zeigen, weil in dieser Nachwuchsserie genau wie in der berühmten DTM ein Fahrer ein Auto fährt und sich nicht zwei Fahrer ein Cockpit teilen. Dieses Format schätze ich sehr“, sagt Christian Bracke, Teamchef von Speed Monkeys. „Darüber hinaus ist das Umfeld der DTM einzigartig. Die DTM ist eine sehr bekannte Marke, da weiß jeder Bäcker sofort Bescheid, wenn man von der DTM erzählt.“ Nach drei Jahren mit Porsche wechselt das Team für die Saison 2022 zu Aston Martin. Das Team und auch Nick Hancke waren Mitte Januar bei Testfahrten von Aston Martin Racing (AMR) im spanischen Valencia. „Nick hat auf Anhieb sehr gute Aussagen zum neuen Auto machen können“, berichtet Bracke. „Dass er vorne mitfahren kann, hat er ja bereits im M2-Cup gezeigt. Wir haben einen hohen Anspruch und streben in der DTM Trophy einen Platz unter den drei Besten an.“

Der in Aachen geborene Nick Hancke stieg bereits 2016 in den Tourenwagensport ein. 2021 wurde er nicht nur Dritter im neuen BMW M2 Cup, obwohl er ein Rennwochenende auslassen musste, sondern erzielte im Team von Fußballstar Max Kruse auch einen Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und gewann zudem den Titel in der DMV BMW Challenge. „Ich freue mich sehr darauf, als Teil der Speed Monkeys die Saison 2022 in der DTM Trophy mit einem so außergewöhnlichen Auto zu bestreiten“, so Nick Hancke. „Nach einigen Erfahrungen im Tourenwagensport schlagen wir mit dem Einstieg in die DTM Trophy nun ein neues Kapitel auf.“

Der ehemalige DTM-Champion Martin Tomczyk, der zu Jahresbeginn innerhalb der DTM-Organisation ITR das Serienmanagement der DTM Trophy übernommen hat, freut sich über den Neuzugang: „Das Team Speed Monkeys ist eine echte Bereicherung für die DTM Trophy, nicht nur durch den Einsatz der britischen Traditionsmarke Aston Martin. Vielmehr unterstreicht der Aufstieg von Nick Hancke vom erfolgreichen BMW-Markenpokal in unsere Talentschmiede DTM Trophy die Bedeutung der DTM-Plattform. Für junge Fahrer ist das der lineare Weg in die Top-Liga DTM.“

Die DTM Trophy geht 2022 in die dritte Saison und wird gemeinsam mit der DTM an sieben Wochenenden mit je zwei Rennen ausgetragen. Saisonauftakt ist vom 20. bis 22. Mai auf dem DEKRA Lausitzring.

Dienstag, 18. Januar 2022

Weiterer Neuzugang: ABT Sportsline holt Top-Talent Ricardo Feller in die DTM

  •  Rookie in der DTM 2022: 21 Jahre alte Schweizer gilt als Rohdiamant
  •  Starkes Trio: Ricardo Feller neben René Rast und Kelvin van der Linde
  •  Feller: „Ich will mich mit den Besten messen – und die fahren aktuell in der DTM“

DTM-Fahrer Ricardo Feller mit ABT CEO und Teamchef Thomas Biermaier (l-r) © ABT Sportsline


ABT Sportsline schickt erneut drei Audi in die Rennen der DTM. Neben dem dreimaligen DTM-Champion René Rast und dem letztjährigen Meisterschaftsdritten Kelvin van der Linde hat der erfolgreiche Rennstall aus Kempten den 21-jährigen Ricardo Feller für das dritte Cockpit verpflichtet. Der Schweizer, der als 16-Jähriger bereits im GT3-Rennwagen Rennen bestritt, gilt als Supertalent und Rohdiamant.

„Es ist mega, dass wir auch in diesem Jahr drei Autos in der DTM einsetzen können“, sagt ABT CEO und Teamchef Thomas Biermaier. „Mit René, Kelvin und Ricardo haben wir drei Fahrer, die alle um den Titel kämpfen können. Trotz seines jungen Alters hat Ricardo bereits mehrere Jahre Erfahrung im Audi R8 LMS und ist einer der Schnellsten auf diesem Auto.“ Hans-Jürgen Abt ergänzt: „Er kann ein ganz Großer werden. Wir alle bei ABT freuen uns auf ihn.“

In Oberbözberg im Kanton Aargau geboren, kam er über den Kartsport und die Formel 4 bereits 2017 zu den GT3-Sportwagen ins ADAC GT Masters, in dem er in der vergangenen Saison mit Christopher Mies im Audi den Titel eroberte. „Mein Traum war von Anfang an die DTM“, sagt Ricardo Feller. „Es ist cool, dass dieser Traum bei ABT Sportsline Realität wird. Mir ist bewusst, dass 2022 eine Challenge wird. Unabhängig von meinen Teamkollegen wird die Competition in der DTM wahrscheinlich noch einmal stärker sein als im vergangenen Jahr. Ich will mich mit den Besten messen – und die fahren aktuell in der DTM.“

Seinen Einstand gibt Ricardo Feller Anfang April bei den offiziellen DTM-Testfahrten in Hockenheim. Die DTM 2022 mit insgesamt acht Rennwochenenden startet vom 30. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão in die neue Saison. „Es ist einfach toll, solch junge, großartige Talente wie im vergangenen Jahr Liam Lawson und nun Ricardo Feller in der DTM fahren zu sehen. Sie sind das Salz in der Suppe. Die Zuschauer können sich auf packende Duelle zwischen den coolen Rookies und den abgeklärten Routiniers freuen. Auch das macht die DTM aus“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR.

Dienstag, 11. Januar 2022

DTM-Comeback: ABT Sportsline bestätigt René Rast als Fahrer für die Saison 2022

  •  Comeback des erfolgreichsten Audi-DTM-Fahrers aller Zeiten
  •  René Rast wird Teamkollege von Kelvin van der Linde
  •  ABT Sportsline setzt auf bewährte, eingespielte Car-Crew

René Rast (DEU), Team ABT Sportsline © ABT Sportsline

Lange wurde spekuliert, jetzt bestätigt das Kemptener Team ABT Sportsline offiziell den zweiten Fahrer für die DTM-Saison 2022. Es ist der dreimalige DTM-Champion René Rast, der bereits 2017, 2019 und 2020 den Fahrertitel in der Traditionsserie gewann. Der 35-Jährige übernimmt das zweite Audi-Cockpit des Teams rund um ABT-CEO und -Teamchef Thomas Biermaier und wird neuer Teamkollege des Südafrikaners Kelvin van der Linde, der bereits in der vergangenen Saison für ABT Sportsline in der DTM an den Start ging und die Saison schließlich als Dritter der Fahrerwertung beendete.

René Rast gilt als der erfolgreichste Audi-DTM-Fahrer aller Zeiten. Seine Bilanz: drei Meistertitel, 24 Siege, 20 Pole-Positions und 14 schnellste Runden. Die Weichen für eine gemeinsame DTM-Zukunft mit René Rast sollten zeitig gestellt werden. „Wir haben früh begonnen, unsere Fühler in Richtung René auszustrecken. Aus der DTM kennen wir seine Stärken als Gegner. In der Formel E haben wir ihn in der vergangenen Saison noch besser kennen und schätzen gelernt. Wir sind seinem Management um Dennis Rostek und Audi Sport extrem dankbar, dass es geklappt hat und wir 2022 mit einem echten Dream-Team in den Titelkampf gehen können“, sagt Thomas Biermaier.

Auch die DTM-Organisation ITR zeigt sich erfreut, mit einer solch hochkarätigen Fahrer-Bekanntgabe in das neue Jahr starten zu können. Frederic Elsner, Director Event & Operations: „Wir freuen uns enorm, dass René Rast nach einem Jahr DTM-Pause zurück in der Serie ist. Mit ihm präsentiert das Team einen exzellenten, sehr erfahrenen Fahrer, der in seiner ersten vollen DTM-Saison 2017 direkt Meister wurde. Er wird mit insgesamt drei Titeln der erfolgreichste Fahrer im Feld sein und die Serie auf jeden Fall bereichern. René war schon immer ein sehr talentierter, hart arbeitender Rennfahrer und ‚Fighter‘ und ich denke, dass wir uns auf das ein oder andere Manöver freuen dürfen.“

Der gebürtige Mindener fuhr 2021 in der FIA-Formel-E-WM für das Team Audi Sport ABT Schaeffler. Er war der DTM jedoch stets verbunden, hat diese intensiv verfolgt und als TV-Experte begleitet: „Ich freue mich sehr, nach einem Jahr Pause in die DTM zurückzukehren. Ich hatte nie die Lust an der DTM verloren. Audi wollte, dass ich mich in der vergangenen Saison ganz auf die Formel E konzentriere. Ich war bei einigen DTM-Rennen vor Ort. Das, was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen.“

Das Team ABT Sportsline setzt in der DTM auf ein bewährtes, eingespieltes Team. „Ich werde in der DTM bei ABT fast dieselbe Crew haben wie in der Formel E. Mein Ingenieur bleibt derselbe, auch mein Chefmechaniker und einige Mechaniker. Wir sind ein super eingespieltes Team. Es machte einfach Sinn, zusammen weiterzumachen“, ergänzt Rast.

Die DTM 2022 startet mit offiziellen Testfahrten am 5. und 6. April in Hockenheim in die neue Saison. Weitere Testfahrten finden am 26. und 27. April in Portimão in Portugal statt, wo direkt im Anschluss (30. April – 1. Mai) auch die ersten beiden Rennen von insgesamt 16 Rennen der DTM-Saison 2022 ausgetragen werden.

Montag, 3. Januar 2022

Team Joos will in Deutscher GT-Meisterschaft nach Siegen und Titel greifen

 Ein Ex-Champion und ein Rohdiamant

  •  Ex-Meister Christian Engelhart als Teamleader
  •  Youngster Ayhancan Güven ist zweiter Neuzugang
  •  Rennstall setzt erneut einen Porsche ein

Foto: Jens Hawrda


Das Team Joos Sportwagentechnik greift in seiner zweiten Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft an und will 2022 um Siege fahren. Dafür rüstet die Mannschaft aus Balingen in Baden-Württemberg auf der Fahrerseite kräftig auf und verstärkt sich mit zwei hochklassigen Porsche-Spezialisten. Für den Porsche 911 GT3 R hat Joos mit Ex-Champion Christian Engelhart (35/Starnberg) einen der erfolgreichsten Fahrer des ADAC GT Masters und mit Porsche-Junior Ayhancan Güven (23/TR) ein Ass aus den Porsche-Markenpokalen verpflichtet. Erstmals macht das Joos-Duo beim Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben vom 22. bis 24. April Jagd auf Siege.


„Ich freue mich sehr über unser Fahreraufgebot für die nächste Saison“, sagt Teamchef Michael Joos. „Christian Engelhart ist einer der erfolgreichsten Fahrer in der Geschichte des ADAC GT Masters. Wir werden sicher von seinem Speed und seiner großen Erfahrung profitieren. Ayhancan Güven ist ein großes, vielversprechendes Talent, das bereits ein beeindruckendes Maß an Konstanz und Erfolg gezeigt hat. Mit ihnen wollen wir in unserer zweiten Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft den nächsten Schritt gehen und um Rennsiege und die Meisterschaft kämpfen.“

Porsche-Spezialisten als Fahrerduo

Christian Engelhart krönte sich 2020 in einem „Elfer“ zum Meister im ADAC GT Masters. Mit 15 Siegen belegt der Oberbayer Platz zwei in der ewigen Bestenliste des ADAC GT Masters. Auch international zählt Engelhart zu den erfolgreichsten GT-Fahrern. So gewann der offizielle Porsche-Fahrer unter anderem die Blancpain GT Series und holte Siege bei den 24 Stunden von Daytona und Dubai. „Ich freue mich unheimlich, mit Michael Joos und seinem Team im ADAC GT Masters für Porsche an den Start zu gehen“, so der GT-Routinier. „Mit meinem Porsche-Teamkollegen Ayhancan habe ich einen superschnellen Partner und ich bin sicher, dass wir alle Faktoren zusammen haben, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Danke an alle Partner, Teammitglieder und Porsche für das Vertrauen. Gehen wir es an!“

Teamkollege Güven kennen Fans des ADAC GT Masters bestens aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland. In diesem Jahr wurde er mit vier Rennsiegen Vizechampion in dem Porsche-Markenpokal im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters. Zuvor gewann er zwei Mal den französischen Carrera Cup. 2019 wurde der Türke in das Junior-Förderprogramm von Porsche aufgenommen und steigt nun als offizieller Porsche-Fahrer in die Deutsche GT-Meisterschaft auf. „Ich freue mich sehr auf mein Debüt im ADAC GT Masters“, sagt Güven. „Mit Christian Engelhart haben wir ideale Voraussetzungen um erfolgreich zu sein. Wir wollen zusammen mit dem Team Joos Sportwagentechnik die bestmöglichen Ergebnisse für Porsche einfahren.“

Das Team Joos Sportwagentechnik absolvierte 2021 nach zwei Testläufen im Vorjahr seine erste komplette Saison im ADAC GT Masters und fuhr in den 14 Saisonrennen sieben Mal in die Top 10. „Wir haben in unserem Debütjahr viel gelernt und wollen darauf 2022 aufbauen“, so Michael Joos. „Ich möchte mich ausdrücklich bei David Jahn, Marco Holzer und Jannes Fittje für ihre Einsätze mit uns bedanken. Sie waren wichtige Bausteine in unserer Premierensaison im ADAC GT Masters.“