Donnerstag, 19. September 2019

Japanische Gastspiel beim DTM-Finale in Hockenheim

  • Historisch: Honda, Nissan und Lexus aus der SUPER GT-Serie fordern Aston Martin, Audi und BMW heraus
  • Formel-1-Weltmeister und SUPER-GT-Champion Jenson Button feiert DTM-Debüt
  • Fan-Aktion: Freier Eintritt für Freunde japanischer PS-Kultur
Nick Cassidy (NZL) / Ryo Hirakawa (JPN) - Lexus LC500
Foto: GTA

Beim DTM-Saisonfinale 2019 (4.–6. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg kommt es zum lang ersehnten Gipfeltreffen des internationalen Motorsports: Erstmals treten Autos aus der beliebtesten Rennserie Asiens und der populärsten Tourenwagen-Serie Europas gegeneinander an. Honda, Nissan und Lexus aus der japanischen SUPER-GT-Serie fordern in den beiden letzten DTM-Rennen der Saison Audi, BMW und Aston Martin heraus. Angeführt wird das Aufgebot aus Japan vom aktuellen SUPER-GT-Champion und Formel-1-Weltmeister von 2009, Jenson Button (GBR).
Jenson Button (GBR) - Honda NSX-GT
Foto: GTA
Mit einer besonderen Aktion sorgt die DTM-Dachorganisation ITR für Unterstützung für Button und die anderen Gäste aus Japan. Fans japanischer Fahrzeuge erhalten beim großen Aufeinandertreffen der Motorsport-Kulturen freien Eintritt für die Nordtribüne B – so lange der Vorrat reicht. Die ITR kooperiert bei der Aktion mit dem Veranstalter von „Reisbrennen“, einem großen internationalen Treffen für japanische Fahrzeuge, Tuning und Rennbegeisterte. Mehr als 2.000 Mitglieder der „Reisbrennen“-Community haben sich bereits für Hockenheim angekündigt.

„Japanisches Dorf“ und Sonder-Parkplatz für getunte japanische Autos

Und als spezielles Extra obendrauf werden 100 Inhaber besonders stilvoll getunter japanischer Fahrzeuge ihre Schmuckstücke auf einem VIP-Parkplatz hinter der Südtribüne ausstellen. Dort wird mit Foodtrucks, die insbesondere japanische Speisen anbieten, sowie Tuning- und Zubehörständen ein „japanisches Dorf“ aufgebaut. Die Anmeldung für die Kartenaktion für die Nordtribüne B erfolgt auf DTM.com.

Apropos freier Eintritt: Die Werksteams von Honda, Nissan und Lexus werden sich am Donnerstag vor dem Rennwochenende (3. Oktober) mit zwei jeweils einstündigen Testfahrten auf ihr DTM-Debüt vorbereiten. Der Hockenheimring gewährt hierzu am Tag der Deutschen Einheit allen Fans freien Eintritt für die Südtribüne G.

Mehrere SUPER-GT-Champions geben DTM-Debüt

Die Motorsport-Abteilungen von Honda, Nissan und Lexus entsenden jeweils einen SUPER-GT-Renner mit Topbesetzung ins badische Motodrom. Button soll in einem Honda NSX-GT an den Start gehen. Der Brite feierte in seiner über 17-jährigen Formel-1-Karriere 15 Grand-Prix-Siege und 50 Podiumsplatzierungen. Seit 2018 ist der 39-Jährige Stammpilot in der SUPER GT, wo er für das Team Kunimitsu fährt. In seiner Debütsaison gewann Button an der Seite seines Teamkollegen Naoki Yamamoto (JPN) den Fahrertitel.
Ronnie Quintarelli (ITA) / Tsugio Matsuda (JPN) - Nissan GT-R
Foto: GTA

Für Nissan voraussichtlich im Einsatz: Ronnie Quintarelli (ITA), der mit vier Fahrertiteln der Rekordmeister der SUPER GT ist, und Tsugio Matsuda (JPN), der bereits zweimal Champion war – jeweils an der Seite Quintarellis (2014, 2015). Die SUPER-GT-Champions von 2017, Nick Cassidy (NZL) und Ryō Hirakawa (JPN), sollen für Lexus starten. Nissan und Lexus bringen somit jeweils gleich zwei Fahrer nach Hockenheim, wobei jeder Pilot nur je eines der beiden Rennen bestreiten wird.

Dass der Hockenheimring – Schauplatz von bislang 93 DTM-Rennen – ein würdiger Ort für das Gipfeltreffen der japanischen und europäischen Motorsport-Kulturen ist, zeigt auch ein Blick in die Geschichtsbücher der DTM: Vor 30 Jahren sahen die Fans das DTM-Debüt des legendären Toyota Supra 3.0i in Hockenheim. Nun werden die Zuschauer an gleicher Stelle zum ersten Mal Werksautos von sechs Herstellern in einem DTM-Rennen erleben – bevor am 23./24. November das erste „SUPER GT x DTM Dream Race“ auf dem Fuji International Speedway in Japan stattfindet.

SAT.1 und J-Sports übertragen live

Wie gewohnt wird SAT.1 am 5. und 6. Oktober jeweils ab 13:00 Uhr live aus Hockenheim von der DTM berichten. Und auch in Japan ist das Interesse am ersten Gipfeltreffen von DTM und SUPER GT groß: Der Pay-TV-Sender J-Sports wird beide Rennen live in Japan übertragen. Um Jenson Button und dessen SUPER-GT-Kollegen aus nächster Nähe verfolgen zu können, werden in Hockenheim auch die drei Gastautos von Honda, Nissan und Lexus mit Live-Onboard-Kameras ausgestattet.

Reguläre Tickets für das DTM-Saisonfinale am Hockenheimring sind über die offizielle Website DTM.com/tickets und bei der DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) erhältlich. Die Hotline ist montags bis freitags sowie am Rennwochenende auch samstags und sonntags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet.

Mittwoch, 18. September 2019

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem Rennen am Sonntag am Nürburgring

Foto: R-Motersport
Daniel Juncadella
„Ich bin ein starkes Rennen gefahren. Der Start war recht kompliziert. Ich habe gegen meine Teamkollegen gekämpft und wollte dabei keine Risiken eingehen. Deshalb habe ich etwas zurückgesteckt und die Reifen geschont. Das hat sich gegen Ende des ersten Stints ausgezahlt, als ich eine gute Pace gehen konnte. Ich habe dann sehr spät gestoppt und konnte so auf dem zweiten Stint erneut einen sehr guten Speed zeigen. Vielen Dank an meine Teamkollegen, die mir die Chance gegeben haben, die Punkteränge anzugreifen. Ich konnte die Gruppe vor mir einholen, aber das Überholen war schwierig und so bin ich nur noch an einem Auto vorbeigekommen. Der zwölfte Platz ist unter diesen Umständen aber kein schlechtes Ergebnis.“ 

Jake Dennis
„Es war ein schwieriges Rennen. Der Reifenabbau war relativ hoch, weshalb ich mich vor allem darauf konzentrieren musste. Die Hinterreifen überhitzten recht schnell, was mir das Leben ziemlich schwer machte. Ich bin vor meinen Teamkollegen an die Box gegangen und durch einen Undercut vor sie gekommen. Am Ende sind mir jedoch die Reifen eingebrochen, sodass ich letztendlich auf P14 ins Ziel gekommen bin.“ 

Ferdinand von Habsburg
„Wir haben alle unser absolut Bestes gegeben, um die kleine Hoffnung auf Punkte am Leben zu erhalten. Auf diese Leistung können wir stolz sein. Die Fahrer und das gesamte Team haben vollen Einsatz gezeigt, um so wenig Fehler wie möglich zu machen. Am Ende reicht es im Moment noch nicht ganz, aber wir werden weiter zusammenarbeiten, um in Hockenheim hoffentlich in die Punkteränge zu fahren.“ 

Paul Di Resta
„Ich bin heute nur eine Runde gefahren und konnte aufgrund eines technischen Problems nicht am Rennen teilnehmen. So gesehen hatte ich leider nicht viel zu tun. Es ist immer besonders schade, wenn man gar nicht erst an den Start gehen kann. Das tut mir für das gesamte Team leid, das an jedem Wochenende unglaublich hart am Auto arbeitet. Immerhin haben wir am Freitag und Samstag einige positive Ansätze erkannt, die wir in das letzte Rennwochenende nach Hockenheim mitnehmen können.“

Schwieriges Rennen für R-Motorsport auf dem Nürburgring

  • Daniel Juncadella schließt den 16. Saisonlauf auf dem Nürburgring auf Rang 12 ab
  • Daniel Juncadella: „Ich habe sehr spät gestoppt und konnte so auf dem zweiten Stint erneut einen sehr guten Speed zeigen. Der zwölfte Platz ist unter diesen Umständen kein schlechtes Ergebnis.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Das Ergebnis zeigt unseren aktuellen Leistungsstand. Wir sind zwar näher an unsere unmittelbaren Konkurrenten herangekommen, aber dies hat uns bei den Platzierungen noch nicht weiter nach vorne gebracht.“

Daniel Juncadella, bester Aston Martin Pilot am Sonntag
Foto: Jens Hawrda


Lehrreiches Rennwochenende in der Eifel: R-Motorsport sammelt weitere wertvolle Erfahrung mit dem Aston Martin Vantage DTM. 

Zwei Wochen nach dem Sieg beim Blancpain GT3-Rennen auf dem Nürburgring kehrte R-Motorsport an diesem Wochenende in die Eifel zurück. Im Rahmen des vorletzten Rennwochenendes der DTM-Saison 2019 absolvierte das Team die ersten beiden Rennen mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM auf der Traditionsstrecke am Fuße der Nürburg.Schon am Samstag zeigte das Team im ersten Lauf eine ermutigende Performance, die am Ende mit einem Punkt belohnt wurde. Im zweiten Rennen am Sonntag konnte R-Motorsport trotz einer starken kämpferischen Leistung der Piloten keine Zähler mitnehmen.

Daniel Juncadella (28, Spanien), der am Samstag einen zehnten Platz einfuhr, beendete den 16. Saisonlauf am Sonntag als bester Fahrer des Teams auf dem 12. Platz. Dahinter belegten Jake Dennis (24, Großbritannien) und Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) die Ränge 14 und 15.

Das Team setzte bei allen drei Fahrern auf einen langen ersten Stint, Juncadella kam in Runde 26 sogar als letzter Fahrer im Feld zu seinem Pflichtstopp an die Box. Paul Di Resta (33, Großbritannien) konnte in Folge eines Motorschadens nicht an den Start gehen und unterstützte seine Teamkollegen während des Rennens gemeinsam mit dem Team aus der Box.

Nach dem Rennwochenende in der Eifel geht es für R-Motorsport vom 4. bis 6. Oktober weiter zum Saisonfinale in Hockenheim, wo R-Motorsport seine Debütsaison in der DTM abschließen wird.

Dienstag, 17. September 2019

Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser - das sind die neuen Champions des ADAC GT Masters

  • Audi-Piloten holen in Hockenheim mit zweitem Saisonsieg vorzeitig Meistertitel
  • Duo übernahm bereits beim dritten Saisonrennen in Most die Tabellenführung
  • Freundschaft, Konstanz und starke Qualifyingergebnisse als Erfolgsgeheimnis
Kelvin van der Linde (l.) und Patric Niederhauser 
sind die ADAC GT-Masters Champions 2019
Foto: ADAC-Motorsport

Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) haben es geschafft: Die beiden Audi-Fahrer sicherten sich in Hockenheim mit ihrem zweiten Saisonsieg vorzeitig den Fahrertitel im ADAC GT Masters. Das schweizerisch-südafrikanische Duo krönte damit eine starke Saison, der sie schon früh ihren Stempel aufdrückten.

"Kelvin und Patric ergänzen sich einfach unfassbar gut", lobt Teamchef Fabian Plentz, dessen Rennstall seine erste Saison in der "Liga der Supersportwagen" bestreitet. "Sie unterstützen und supporten sich und fahren nicht gegeneinander. Das ist der absolute Schlüssel, um hier erfolgreich zu sein. Sie haben mega abgeliefert. Für mich war von Anfang an klar, dass Kelvin bei unserem ADAC GT Masters-Einstieg unser Fahrer sein sollte. Wir haben dann nach dem richtigen Partner gesucht und mit Patric den idealen gefunden."

Der Saisonverlauf gibt Plentz recht: Bereits beim Auftakt in Oschersleben holten Niederhauser und van der Linde ihren ersten Podestplatz. Beim folgenden Lauf in Most fuhren sie am Samstag von der Pole-Position aus zu ihrem ersten Saisonsieg und übernahmen damit die Führung in der Gesamtwertung, die sie danach nicht mehr abgaben. Zwar mussten sie bis zum Sonntagsrennen in Hockenheim auf ihren nächsten Sieg warten, doch dank regelmäßiger Top-Fünf-Platzierungen bauten die Fahrer von HCB-Rutronik Racing ihr Punktepolster stetig aus. Als erste Fahrer in der Geschichte des seit 2007 ausgetragenen ADAC GT Masters sicherten sie sich nun vor dem Saisonfinale den Titelgewinn.

Die gemeinsame Geschichte von Niederhauser und van der Linde begann vor zwei Jahren: "Patric und ich waren 2017 bei Aust Motorsport Teamkollegen, haben uns aber leider nicht das Auto geteilt", sagt van der Linde. "Da habe ich schon gesehen, dass er ein Toptalent ist. Wir wollten seitdem immer etwas zusammen machen, und jetzt hatten wir die Möglichkeit." Niederhauser ergänzt: "Wir haben bereits damals eine Freundschaft aufgebaut. Die Chemie stimmt einfach zwischen uns. Er ist ein guter Kerl." Als Erfolgsgeheimnis sehen die beiden Meister vor allem ihre Konstanz und ihre guten Qualifyingergebnisse. "Dadurch, dass wir fast immer weit vorn gestartet sind, konnten wir regelmäßig viele Punkte sammeln. Diese Konstanz war ein ganz wichtiger Faktor beim Titelgewinn", sagt van der Linde. Teamkollege Niederhauser ergänzt: "Bis auf Zandvoort, wo wir unseren einzigen Nuller hatten, haben wir regelmäßig gepunktet. Wir waren selten die absolut Schnellsten an einem Wochenende, aber haben eigentlich immer das Maximum herausgeholt."

Während Niederhauser erstmals die Meisterschaft im ADAC GT Masters gewann, ging für van der Linde eine fünfjährige Durststrecke zu Ende. Der Südafrikaner, der zuvor in Volkswagen-Markenpokalen in seinem Heimatland und in Deutschland drei Titel in Folge geholt hatte, beeindruckte auch im ADAC GT Masters von Anfang an. Bereits in seiner Debütsaison 2014 krönte er sich zusammen mit dem späteren DTM-Champion René Rast zum Meister - und dies als Rookie und mit 18 Jahren als bis heute jüngster Pilot der Serienhistorie. "Danach hatte ich vielleicht meine zwei schwierigsten Jahre und nicht das Material, um um den Titel zu kämpfen", blickt van der Linde zurück, dessen Großvater und Vater bereits in Südafrika mehrere Tourenwagentitel einfuhren. "2017 war ich mit Aust und 2018 mit meinem Bruder Sheldon bei Land-Motorsport lange im Titelrennen. Man hat gesehen, dass es mit dem richtigen Material weiterhin möglich war, eine wichtige Rolle in der Meisterschaft zu spielen. Jetzt hat es endlich wieder mit dem Titel geklappt!"

Anders als sein Teamkollege, der schon früh den Weg Richtung Tourenwagen und GT-Sport einschlug, träumte Niederhauser lange von einer Karriere im Formelsport. "Mein Traum war die Formel 1", so der Schweizer, der 2011 die italienische Formel Abarth gewann und danach auch in der GP3-Serie Rennsiege einfuhr. "Aber es war in der Schweiz, die keine Autonation ist, schwierig, im Formelsport weiterzukommen. Mein Ziel war es daher, Profirennfahrer zu werden und meinen Lebensunterhalt mit dem Motorsport zu verdienen. Das war im Tourenwagen- oder GT-Sport einfacher. 2016 kam ich in Kontakt mit Lamborghini, die mich in ihr Junior-Programm aufnahmen." Niederhauser debütierte im gleichen Jahr im ADAC GT Masters, dem er auch 2017 treu blieb. 2019 kehrte er nach einer erfolgreichen Saison in Asien wieder in die "Liga der Supersportwagen" zurück. "Ich hätte schon die Möglichkeit gehabt, 2018 im ADAC GT Masters zu fahren. Aber es waren nicht die Voraussetzungen gegeben, mit denen ich vorne hätte mitfahren können. Denn das Feld ist so hochkarätig, da muss alles stimmen, um Erfolg zu haben. Als im Dezember vergangenen Jahres dann mein Telefon geklingelt hat und HCB-Rutronik Racing sich bei mir wegen des Platzes neben Kelvin gemeldet hat, ist für mich ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen."

Luca Trefz und Morgan Haber siegen am Sonntag in Hockenheim

  • Dritter Erfolg für Mercedes-AMG in Folge in der ADAC GT4 Germany
  • Marius Zug und Gabriele Piana bauen Führung in der Meisterschaft weiter aus
  • Titelaspiranten Hamza und Jusuf Owega scheiden vorzeitig aus
Luca Trefz (l.) und Morgan Haber
Foto: ADAC-Motorsport

Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) feiern im Mercedes-AMG GT4 im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring ihren ersten Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany. Die beiden Audi R8 LMS GT4 von Nico Rindlisbacher (23/CHE) und Patricija Stalidzane (17/München) sowie Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln, alle racing one) komplettieren das Podium. "Ich bin einfach nur überglücklich. Mit diesem Ergebnis hätte ich nie gerechnet. Denn wir sind von Position neun aus gestartet", strahlte Trefz nach der Zieldurchfahrt.

Zu Rennbeginn gab es jedoch ein ganz anderes Bild an der Spitze des Feldes. Am Start übernahm zunächst Lars Kern (31/Weissach, Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 die Führung. Doch noch in der ersten Runde kollidierte er im Motodrom mit dem Mercedes-AMG GT4 von Titelaspirant Jusuf Owega (17/Köln, GetSpeed Performance). Die Situation bedeutete für beide Piloten das Aus und rief auch eine Safety-Car-Phase auf den Plan.

Nach dem Restart kämpften dann Tim Heinemann (21/Fichtenberg, HP Racing International) und Marvin Dienst (22/Lampertheim, Schütz Motorsport) um die Spitze. Im Kampf um die Führung gerieten die beiden Mercedes-AMG aneinander, was Heinemann zur Aufgabe zwang und Dienst eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. So ging Mike Beckhusen im Audi in Führung. Diese behielt der Berliner bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters. Der spätere Sieger Haber lag zu diesem Zeitpunkt noch auf Rang drei. Als alle Boxenstopps absolviert waren, lag dessen Teamkollege Trefz an der Spitze.

Über die Renndistanz baute Trefz dann einen Vorsprung von über sieben Sekunden auf. Eine weitere Safety-Car-Phase, die durch einen Dreher von KTM-Pilotin Laura Kraihamer (28/AUT, True Racing) ausgelöst wurde, schob das Feld nochmals zusammen, am Ende siegt das Duo von Leipert Motorsport mit 0,574 Sekunden Vorsprung. "Als ich ins Auto stieg und auf dem ersten Platz lag, war ich einerseits glücklich - aber auch angespannt. Ich wusste, es geht um Alles. Ich durfte mir keine Fehler erlauben. Das ist mir gelungen. Heute hat einfach alles perfekt zusammengepasst", erklärte Trefz, der gleichzeitig auch die Junior-Wertung für sich entschied. "Ich hatte in der Anfangsphase bereits einige Plätze gut gemacht. Dann sind wird früh in die Box gefahren. Das zahlte sich letztendlich aus", beschrieb Haber.

Hinter dem Mercedes-AMG fuhr Nico Rindlisbacher im Audi R8 LMS GT4 in der zweiten Rennhälfte noch an seinem Teamkollegen Markus Lungstrass, der vom zuvor führenden Mike Beckhusen übernahm, vorbei und sicherte sich gemeinsam mit Patricija Stalidzane den zweiten Platz. Lungstrass konnte damit die Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany gewinnen.

Auf Position vier kamen die Gaststarter Marc Ehret (26/Hüttenfeld) und Tobias Dauenhauer (21/Mörlenbach, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 vor dem Aston Martin Vantage GT4-Duo Alexander Mies (27/Heiligenhaus) und Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde, beide Propeak Performance).

Mit Rang sechs konnten Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) ihre Führung in der Tabelle weiter ausbauen. Platz sieben ging an Oliver Mayer (61/Ingolstadt) und Jan Philipp Springob (18/Olpe, beide Bremotion) im Mercedes-AMG GT4. Dahinter folgten Phil Dörr (18/Butzbach) und Dennis Trebing (27/USA, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4, Claudia Hürtgen (48/Aachen) und Michael Fischer (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 sowie Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT) in einem weiteren McLaren.

Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) fuhren im KTM X-Bow GT4 auf Rang elf. Damit reisen sie als neue Zweitplatzierte in der Meisterschaftstabelle zum Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring (27. bis 29. September). TV-Kommentator Christian Danner (61/Seeshaupt) beendete das Rennen gemeinsam mit Bernhard Laber (55/München, beide Team GT) in einem McLaren 570S GT4 auf Position 17.