Freitag, 15. Oktober 2021

Aston Martin ist zurück im ADAC GT Masters

  • Prosport Racing setzt einen Aston Martin Vantage GT3 am Hockenheimring ein
  • Zwei Youngster teilen sich den Vantage GT3

Zurück im ADAC GT Masters: Aston Martin Vantage GT3
Foto: ADAC-Motorsport

James Bond ist zurück im Kino und die bevorzugte Fahrzeugmarke des berühmtesten Geheimagenten der Welt ist zurück in der Deutschen GT-Meisterschaft. Das Team Prosport Racing aus der Eifel setzt beim sechsten Saisonlauf am kommenden Wochenende am Hockenheimring (22.–24. Oktober) einen Aston Martin Vantage GT3 ein und sorgt damit im rund 30 Supersportwagen großen Feld für noch mehr Markenvielfalt. Die Fans können sich auf ein packendes Rennwochenende freuen, mit einem abwechslungsreichen Programm auf der Rennstrecke und im offenen Fahrerlager. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Gesteuert wird der Aston Martin von zwei Youngstern: Tim Heinemann (23/Fichtenberg) und Salman Owega (16/Köln) wechseln sich im Vantage GT3 ab. Beide Fahrer starten erstmals in der Deutschen GT-Meisterschaft, sammelten aber in dieser Saison im GTC Race im Rahmen des ADAC Racing Weekend bereits viel GT-Erfahrung. Owega gewann dort den SemiPro-Titel, Heinemann den Pro-Titel. Mit Owegas Einsatz kommt es zu einem Geschwisterduell im ADAC GT Masters. Bruder Jusuf Owega fährt aktuell für Phoenix Racing einen Audi R8 LMS.

Zur Vorbereitung hat Prosport am vergangenen Mittwoch mit dem V8-Boliden auf dem Hockenheimring getestet. Zuletzt war Aston Martin 2019 im ADAC GT Masters am Start. Nachdem Prosport zuletzt am Sachsenring ein erfolgreiches Comeback in der ADAC GT4 Germany gefeiert hat und für den ersten Aston Martin-Sieg in der Serie sorgte, folgt nun der GT3-Einsatz in der Deutschen GT-Meisterschaft.

Teamchef Christoph Esser: „Wir gehen ohne Druck an den Start. Nach dem durchwachsenen Jahr 2019 haben wir uns auf die Fahne geschrieben, 2022 wieder mit GT3-Fahrzeugen durchzustarten. Am Hockenheimring fällt nun der Startschuss für uns. Die Tests am Mittwoch hatten aufgrund des Regens keine große Aussagekraft. Wir haben dementsprechend keine Erwartungshaltung. Je weiter vorne wir in diesem Feld von mega-etablierten Fahrern landen, desto besser. Die Jungs sollen einfach Spaß haben. Je nachdem, wie es in Hockenheim läuft, entscheidet sich dann, ob wir auch am Nürburgring an den Start gehen.“

Tim Heinemann: „Vor neun Jahren habe ich als Knirps auf der Tribüne in Oschersleben gesessen und beim ADAC GT Masters zugeschaut. Nun selber dabei zu sein und gegen so starke Konkurrenten mit all den Werksfahrern anzutreten, davor habe ich großen Respekt. Nur mitrollen im Feld wollen wir aber auch nicht. Wir wollen schon zeigen, was wir können und wollen das eine oder andere Ausrufezeichen setzen. Aber es wird sehr schwierig.“

ADAC GT4 Germany mit Rekordfeld und Neuzugang Toyota in Hockenheim

  • Starkes Feld mit 33 Fahrzeugen von acht Marken auf dem Hockenheimring
  • Toyota GR Supra GT4 gibt Debüt in der ADAC GT4 Germany
  • Kreutzpointner-Zwillinge mit Comeback in einem BMW

Jacqueline Kreutzpointner (li.) und Alesia Kreutzpointner
starten im BWM in der ADAC GT4 Germany
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany geht mit einem Rekordfeld in das vorletzte Rennwochenende der Saison 2021. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg werden vom 22. bis 24. Oktober 33 Sportwagen von acht Marken am Start stehen, darunter erstmals auch Toyota mit dem GR Supra GT4. Noch nie zuvor waren in einer deutschen Serie mehr GT4-Fahrzeuge am Start. Zuschauer sind in Hockenheim sowohl auf den Tribünen als auch im Fahrerlager herzlich willkommen. Tickets gibt es für ADAC Mitglieder auf adac.de/motorsport bereits ab 22,50 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport übertragen, NITRO zeigt die Highlights im Free-TV.

Zum spektakulären Feld zählt auf dem Hockenheimring auch ein Toyota GR Supra GT4, der von Ring Racing eingesetzt wird. Der von den vierfachen Le-Mans-Siegern Toyota Gazoo Racing in Köln entwickelte Rennwagen tritt erstmals in der ADAC GT4 Germany an. Am Steuer des Supra wechseln sich die beiden Belgier Antoine Potty und Nico Verdonck ab. Der Auftritt des Toyota geschieht vor dem Horizont weiterer Einsätze in der Saison 2022 der ADAC GT4 Germany. „Die ADAC GT4 Germany zählt zu den Top-Meisterschaften. Es ist an der Zeit, dass der GR Supra GT4 auch auf dieser Bühne zeigt, was er kann“, blickt Florian von Hasselbach von Toyota Gazoo Racing Europe voraus. Fans können sich auf dem Hockenheimring auf ein weiteres Highlight freuen. Toyota wird einen weiteren GR Supra GT4 im Fahrerlager präsentieren und lässt dabei einen genauen Blick auf den Rennwagen zu.

Ihr Comeback in der Serie geben in Hockenheim die Zwillinge Alesia und Jacqueline Kreutzpointner, die den BMW M4 GT4 von Driverse pilotieren. Die „Racing Twins“ waren bereits 2020 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Der Name Kreutzpointner ist im Motorsport vor allem durch Vater Fritz ein Begriff. 1991 startete „Fritz K.“ gemeinsam mit Michael Schumacher im Werks-Mercedes bei den 24 Le Mans.

Weitere Frauenpower gibt es bei Hofor Racing by Bonk Motorsport. Der Rennstall bringt einen dritten BMW an den Start, den die siebenfache ADAC GT Masters-Laufsiegerin Claudia Hürtgen und Michael Fischer aus Österreich pilotieren. Beide geben ebenfalls das Comeback in der ADAC GT4 Germany. Auch das Team AVIA Sorg Rennsport kehrt in die Serie zurück. Der Rennstall aus Wuppertal bietet einen BMW für den amtierenden Meister Nicolaj Møller Madsen und den Finnen Philipp Miemois auf. Beim Saisonfinale auf dem Nürburgring wird das Team erneut in der ADAC GT4 Germany am Start stehen.

Auch die Porsche-Fraktion erhält auf dem Hockenheimring Zuwachs. Erstmals mit dabei ist das Team Van Berghe, das ein 718 Cayman GT4 für ein erfolgreiches Junior-Gespann aufbietet. Mit dem Gaststart will sich Van Berghe für einen möglichen Einsatz in der ADAC GT4 Germany 2022 präsentieren. Ebenfalls neu in der Serie ist Speed Monkeys, das einen Porsche für Jacob Riegel und Dennis Richter einsetzt. Auch hier geht der Blick schon auf die Saison 2022. Für das kommende Jahr plant Speed Monkeys mit bis zu zwei Fahrzeugen in der ADAC GT4 Germany.

Drei Teams verdoppeln ihr ADAC GT4 Germany-Engagement beim Rennwochenende in Hockenheim. W&S Motorsport bringt im badischen Motodrom einen weiteren Porsche an den Start. Das Black Falcon Team Textar setzt neben dem bekannten Porsche auch noch einen Mercedes-AMG GT4 ein. Außerdem ist Prosport Racing mit einem zweiten Aston Martin Vantage GT4 dabei.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Vorschau Hockenheim: Starke Lokalmatadore wollen den Sieg in der Deutschen GT-Meisterschaft

  •     Local Heros Winkelhock, Asch, Marschall, Jahn und Trefz
  •     Heimrennen von Callaway, Rutronik und Küs Team Bernhard
  •     Schweizer Starter werden von Tabellenführer Ricardo Feller angeführt

Foto: Jens Hawrda


Ehemalige Meister, Rennsieger und Werksfahrer: Starke Lokalmatadore haben sich bei ihrem Heimspiel in der Deutschen GT-Meisterschaft in Hockenheim (22.–24. Oktober) viel vorgenommen. Beim Highlight in Hockenheim entscheidet sich, wer mit Titelchancen zum Finale fährt, und auch die starken Local Heros wollen beim vorletzten Rennwochenende der Saison vorn mitmischen. Auf ihr Heimspiel freuen sich unter anderem Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock (41/Zdiměřice), Doppelchampion Sebastian Asch (35/Ammerbuch), Audi-Sport-Pilot Dennis Marschall (25/Eggenstein), aber auch die Corvette-Mannschaft von Callaway Competition und das Audi-Team Rutronik Racing. Fans sind auf den Tribünen und im offenen, fanfreundlichen Fahrerlager in Hockenheim willkommen. Tickets gibt es für ADAC Mitglieder unter adac.de/motorsport bereits ab 22,50 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen.

Schwaben-Connection bei Car Collection Motorsport

Gleich mit zwei schwäbischen Piloten startet das Team Car Collection Motorsport. Den Audi R8 LMS teilen sich Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock und Florian Spengler (33/Ellwangen), der aktuell Führende der Pirelli-Trophy-Wertung. „Hockenheim ist für uns als Schwaben natürlich etwas ganz Besonderes“, so der gebürtige Stuttgarter Winkelhock. „Ich freue mich sehr auf das Wochenende und hoffe, dass wir an das Ergebnis vom Sachsenring anknüpfen können, wo wir zuletzt Siebte wurden. Ein Top-10-Ergebnis ist auf jeden Fall realistisch. Es ist toll, vor heimischem Publikum zu fahren. Die Atmosphäre im Motodrom ist immer einzigartig, die schöne Stimmung dort bekommt man auch als Rennfahrer mit, vor allem, wenn man auf die berühmte Sachskurve zufährt.“ Ein weiterer Schwabe im Starterfeld ist der zweifache Serienchampion Sebastian Asch, der zusammen mit dem 22-fachen ADAC GT Masters-Rennsieger und Meister von 2013 Daniel Keilwitz (32/Villingen) bei Aust Motorsport ebenfalls einen Audi pilotiert. Mit insgesamt vier Triumphen in Hockenheim ist Keilwitz auch dort Rekordgewinner. Mit Serienneuling und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Luca-Sandro Trefz (19, Montaplast by Land-Motorsport) aus Wüstenrot startet noch ein weiterer Lokalmatador auf dem Hockenheimring in einem R8 LMS.

Sportwagen-Star freut sich auf „zweites“ Heimspiel

„Hockenheim ist ein tolles Pflaster für uns und neben dem Nürburgring unser zweites Heimrennen. Ich habe dort selbst 2001 im Porsche Carrera Cup den Titel gewonnen, im ADAC GT Masters haben wir 2016 einen Sieg geholt“, erinnert sich Timo Bernhard, zweifacher Le-Mans-Sieger und Teamchef beim Küs Team Bernhard. Sein Rennstall setzt zwei Porsche 911 GT3 R ein, darunter ein Fahrzeug für Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (23/A). „Es werden viele Fans, Freunde und Mitarbeiter von uns kommen und uns anfeuern. Wir haben zuletzt die Platzierungen vier, fünf und drei eingefahren. Diesen Aufwärtstrend wollen wir gerne fortsetzen. Das Podium am Sachsenring war schön, aber wir wollen noch mehr.“

Einer der 2016 in Hockenheim siegreichen Fahrer ist David Jahn. Der 30-Jährige kommt gebürtig aus dem nur einen Steinwurf entfernten Speyer und fährt einen Porsche 911 GT3 R für Team Joos Sportwagentechnik. „Es ist immer schön, in Hockenheim und in der Heimat zu fahren. Ich bin schon mit acht Jahren im Kart auf der Strecke gefahren. Ich kenne dort praktisch jeden Stein, die Strecke macht viel Spaß und sollte auch unserem Auto liegen. Nachdem wir zuletzt auf dem Sachsenring zwei Mal unschuldig in Startkollisionen verwickelt waren, wollen wir jetzt zwei saubere Rennen. Das wäre für das ganze Team sehr wichtig. Ich möchte im Qualifying gerne wieder in die Top Sechs fahren und dann in den Rennen punkten, um nach den Nullern zuletzt wieder Plätze in der Meisterschaft gutzumachen.“

Rutronik Racing kehrt auf Erfolgsstrecke zurück

Rund 60 Kilometer reist Rutronik Racing by Tece von Remchingen zum Hockenheimring. Zum diesjährigen Fahreraufgebot zählt auch wieder Lokalmatador Dennis Marschall. Der Audi-Sport-Pilot eroberte in den Vorjahren jeweils eine Pole-Position auf der 4,574 Kilometer langen Strecke. Aktuell führt Marschall zusammen mit Partner Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer an.

Callaway Competition siegte schon vier Mal vor der Haustür

Der Hockenheimring gilt auch als Heimstrecke von Callaway Competition. Das dienstälteste und mit 35 Rennsiegen auch erfolgreichste Team im ADAC GT Masters entwickelt und baut seine Corvette C7 GT3-R im ebenfalls rund 60 Kilometer von der Strecke entfernten Leingarten. Den bulligen US-Sportwagen des Rennstalls teilen sich Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern), die im Juni auf dem Red Bull Ring bereits einen Sieg holten. „Hockenheim ist die nächste Rennstrecke zur Schweiz, deswegen ist es mein Heimevent in Deutschland und mein Highlight im Kalender“, so Schmidt. „Wir haben zwar keinen Heimvorteil, aber durch den zusätzlichen Support sind wir noch ein, zwei Zehntelsekunden schneller. Marvin und ich wollen gewinnen. Das Team hat in den letzten Jahren so hart geschuftet und ist dafür selten belohnt worden. Wir wollen ihm jetzt etwas zurückgeben.“

Starkes Schweizer Aufgebot

Fahrer aus der nahen Schweiz sind im ADAC GT Masters stark vertreten und schnell, wie Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH, Montaplast by Land-Motorsport) beweist. Feller und Partner Christopher Mies (31/Düsseldorf) liegen vier Rennen vor Saisonende mit knappen zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Bereits zwei Mal ganz oben auf dem Podium stand in Hockenheim Ex-Meister Patric Niederhauser (30/CH, Phoenix Racing), der in den vergangenen beiden Jahren jeweils ein Rennen in Hockenheim gewann. Ein Kandidat für vordere Platzierungen ist auch Rolf Ineichen (42). Der Schweizer gewann 2017 auf dem badischen Kurs und startet erneut in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo des GRT Grasser Racing Team. Die einzige Frau im Feld kommt ebenfalls aus der Schweiz: Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro (33/CH) pilotiert einen 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Premierenfieber in Deutscher GT-Meisterschaft

 Neue GT3-Autos von BMW und Audi erstmals in Hockenheim zu sehen

  •  BMW präsentiert neu entwickelten M4 GT3
  •  Audi legt zweite Evo-Variante des R8 LMS nach
  •  Teams und Fahrer aus ADAC GT Masters wichtige Faktoren bei Fahrzeugentwicklung

  Sorgt für Aufsehen: der neue BMW M4 GT3 (Foto: BMW)

Blick in die Zukunft: Beim vorletzten Rennwochenende der Deutschen GT-Meisterschaft in Hockenheim gibt es vom 22. bis 24. Oktober schon einen Blick auf die Saison 2022. BMW und Audi schicken im kommenden Jahr neue GT3-Modelle ins Rennen, bei der Entwicklung haben Teams und Fahrer der Deutschen GT-Meisterschaft in den vergangenen Monaten eine wichtige Rolle gespielt. Beim ADAC GT Masters in Hockenheim sind der neue BMW M4 GT3 und der Audi R8 LMS GT3 evo II für die Besucher im offenen Fahrerlager ausgestellt.

Schubert Motorsport setzt auf neuen BMW

BMW bringt 2022 mit dem M4 nach dem Z4 und dem M6 das dritte GT3-Fahrzeug an den Start. Beim neuen Rennwagen handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung, die neben einem umfangreichen Testprogramm erste Renneinsätze absolviert hat. Mit dabei: BMW-Werkspilot Jesse Krohn (31/FIN). „BMW hat mit der Entwicklung des M4 GT3 sehr früh begonnen und dies merkt man als Fahrer sofort“, so der Finne, der in dieser Saison zusammen mit Nick Yelloly (30/GB) das Vorgängermodell M6 GT3 im ADAC GT Masters für Schubert Motorsport pilotiert. „Das Auto ist eigentlich praktisch fertig, aber es wird noch bei jedem Detail geschaut, ob man es noch verbessern kann. Für mich ist das Auto ein großer Schritt nach vorne. Wir haben dort das Beste vom M8 GTE aus der WEC und IMSA übernommen. Der M4 ist ein echter Allrounder und sollte auf allen Strecken stark sein. Ich würde mich sehr freuen, ihn 2022 im ADAC GT Masters fahren zu können. Ich glaube fest daran, dass er Rennen gewinnen wird und um den Titel kämpfen kann.“

Der langjährige BMW-Partner Schubert Motorsport plant, 2022 zwei M4 GT3 in der Deutschen GT-Meisterschaft einzusetzen. „Wir werden das erste Auto Anfang Dezember bekommen“, sagt Marcel Schmidt, Teammanager und Renningenieur beim Rennstall aus Oschersleben. „Wir wollen den M4 GT3 erstmals bei den 24 Stunden von Dubai im Januar einsetzen, um Erfahrungen und Daten zu sammeln. 2022 planen wir erneut im ADAC GT Masters anzutreten und führen dazu gerade Gespräche. Es sieht danach aus, dass wir mit zwei Autos an den Start gehen werden. Das erste soll ein Pro-Fahrzeug mit zwei Werksfahrern werden, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Im zweiten M4 GT3 würden wir gerne Juniorfahrer einsetzen, die den nächsten Schritt bei uns im Team machen und von den Werksfahrern lernen können.“

Schmidt hat hohe Erwartungen an das neue Auto: „Das Feedback, das wir von unseren Werksfahrern über den M4 GT3 bekommen haben, ist sehr vielversprechend. Sicherlich haben wir viel Arbeit über den Winter, aber ich denke, BMW hat einen guten Schritt mit dem Auto gemacht und wir werden nächstes Jahr in der Meisterschaft angreifen können.“

  Audi hat eine zweite Evo-Version des R8 LMS entwickelt (Foto: Audi)

Audi mit zweiter Evolutionsstufe

Audi ist bereits seit mehreren Jahren die Marke mit den meisten Fahrzeugen im Starterfeld. Auf entsprechend viele Exemplare der neuen Evo-Version dürfen sich Fans der vier Ringe im kommenden Jahr freuen, denn die aktuellen Fahrzeuge können mit einem Upgrade-Kit auf den neuesten Stand gebracht werden. Seit 2016 startet die zweite Generation des Audi R8 in der Rennserie, die sich seitdem als erfolgreichstes der aktuellen GT3-Fahrzeuge etabliert hat: 21 Siege sowie zwei Fahrer- und zwei Teamtitel lautet die Bilanz. Und auch aktuell führen mit Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) zwei R8-Piloten die Gesamtwertung an. Nach einer ersten Evo-Variante 2019 folgt nun die zweite Ausbaustufe. Dabei hat Audi Sport das Auto in den Bereichen Aerodynamik, Motorcharakteristik, Klimatisierung, Fahrwerk und Traktionskontrolle optimiert.

Neben einem umfangreichen Testprogramm hat der Audi R8 LMS GT3 evo II in anderen Rennserien bereits erste Einsätze absolviert. Eingesetzt wurde das Fahrzeug bei der Premiere bei einem 24-Stunden-Rennen in Barcelona vom Team Car Collection Motorsport, das in der Deutschen GT-Meisterschaft einen Audi an den Start bringt. Zu den Piloten zählte auch Audi-Sport-Fahrer Patric Niederhauser (30/CH, Phoenix Racing), der ADAC GT Masters-Champion von 2019. „Das neue Auto ist eine deutliche Weiterentwicklung“, so der Schweizer. „Dabei wurde vor allem darauf Wert gelegt, dass es angenehmer zu fahren ist. Der evo II liegt zum Beispiel beim Kurveneingang deutlich stabiler. Aber auch Punkte wie die Elektronik, das Lenkrad oder die neue Klimaanlage machen das Fahren komfortabler.“ Denis Ferlemann, Teammanager bei Car Collection, plant bereits für 2022: „Es ist für uns natürlich eine große Ehre, in die Entwicklung des Audi R8 LMS GT3 evo II eingebunden worden zu sein. Wir freuen uns, dass wir Audi dabei unterstützen können. Wir haben beim ersten Renneinsatz viele Kilometer zurückgelegt, man lernt dort oft mehr als im bloßen Testbetrieb. Die Fahrer gaben ein sehr positives Feedback zum neuen Auto. Das Fahrverhalten hat sich weiter verbessert, die Aerodynamik ist stabiler – was vor allem am neuen Heckflügel liegt. Wir wollen im Winter unsere aktuellen R8 mit dem Update-Kit umrüsten, damit wir im Januar in Dubai damit antreten können. Natürlich spielt danach auch das ADAC GT Masters wieder eine wichtige Rolle in unseren Planungen für die nächste Saison. Wir arbeiten gerade an verschiedenen Paketen für 2022 und wollen dort gerne zwei Audi einsetzen.“

Perfekter Tag für Ben Green

 Sieg und Meistertitel beim Finale der DTM Trophy 2021 auf dem Norisring

  •     Ben Green folgt auf Vorjahres-Meister Tim Heinemann
  •     Fünfter Saisonsieg des BMW-Fahrers am Sonntag
  •     Platz zwei reicht Herausforderer William Tregurtha nicht

Der neue Champion der DTM Trophy: Ben Green (GBR),
BMW, FK Performance Motorsport © DTM

Der Meister der DTM Trophy 2021 heißt Ben Green. Der Brite setzte sich in einem spannenden Finalrennen in der Nachwuchsserie der professionellen DTM-Plattform durch. Im BMW von FK Performance Motorsport errang Green mit seinem fünften Saisonsieg den Meistertitel. Seinem einzig verbliebenen Rivalen im Titelkampf, dem britischen Mercedes-AMG-Piloten William Tregurtha (CV Performance Group), blieb sowohl im Rennen, als auch in der Endabrechnung nur der zweite Platz.

Green nahm das letzte Rennen des Jahres vom fünften Startplatz auf und machte schon am Start zwei Positionen gut. Der Brite lag anschließend hinter seinem Markenkollegen Michael Schrey (Hofor Racing by Bonk-Motorsport) und dem von der Pole gestarteten Tregurtha auf dem dritten Rang. Das hätte schon hauchdünn gereicht: Zu diesem Zeitpunkt herrschte Gleichstand in der Gesamtwertung zwischen Green und Tregurtha. Green hätte in diesem Fall wegen der größeren Anzahl an Saisonsiegen die Nase vorn gehabt. Tregurtha verkürzte zuvor mit der Sonntags-Pole seinen Rückstand auf drei Punkte.

Etwas weiter hinten im Feld krachte es schon kurz nach dem Start, sodass für vier Autos das Rennen bereits in der ersten Runde beendet war. Die BMW-Piloten Gabriele Piana (ITA/Hofor Racing by Bonk-Motorsport) und Moritz Löhner (GER/FK Performance Motorsport), sowie Toyota-Pilotin Stephane Kox (NED/Ring-Racing), die im Qualifying mit dem dritten Startplatz überrascht hatte,  und KTM-Fahrer Reinhard Kofler (AUT/True Racing by Reiter Engineering) konnten ihre Fahrt nicht fortsetzen.

Nach einer langen Safety-Car-Phase setzte sich Schrey beim Restart an die Spitze, während dahinter Tregurtha und Green Rad an Rad um die zweite Position kämpften. Schon bald sollte daraus der Kampf um die Führung im Rennen werden: Schrey ging beim Neustart zu früh ans Gas und musste deswegen zu einer Durchfahrtsstrafe antreten. In der 21. von insgesamt 32 Runden fand Green schließlich einen Weg vorbei an Tregurtha. Der Mercedes-AMG-Pilot gab jedoch so schnell nicht auf und startete noch im selben Umlauf einen Gegenangriff. Green wehrte die Attacke erfolgreich ab und Tregurtha fiel noch hinter Walkenhorst-Motorsport-Pilot Theo Oeverhaus (BMW) auf den dritten Rang zurück.

In der letzten Runde eroberte Tregurtha den zweiten Platz zurück. Für einen Angriff auf Green reichte es allerdings nicht mehr. Der BMW-Pilot überquerte die Ziellinie als Sieger und als neuer Champion der DTM Trophy. Dritter wurde am Ende der belgische Toyota-Pilot Nico Verdonck (Ring-Racing). Er profitierte von einer 30-Sekunden-Zeitstrafe gegen Oeverhaus. Hinter Greens Teamkollegen Yann Zimmer aus der Schweiz und dessen Landsmann Lucas Mauron (Audi/Heide-Motorsport) kam Maurons Teamkollegin Sophie Hofmann als beste Dame im Feld als Sechste ins Ziel. Koflers österreichische Teamkollegin Laura Kraihamer wurde Elfte.