Mittwoch, 23. Januar 2019

Vorschau E-Prix Santiago, Chile

Am kommenden Wochenende (26. JANUAR 2019) findet in Chile's Hauptstadt Santiago das dritte Rennwochenende dieser Saison der FIA Formel - E Rennserie statt. 
Neues Streckenlayout vom E-Prix Santiago
Quelle: FIA Formula-E Media
Santiago ist eine Stadt voller vielfältiger kultureller Strömungen, verrückter Partys, riesiger Museen und erstklassiger Restaurants. Sie ist Hauptstadt und unumstrittenes politisches Zentrum von Chile und die bedeutendste Stadt des Landes. Mit etwa acht Millionen Einwohnern lebt fast jeder zweite Chilene in Santiago oder im Ballungsraum der Metropole am Westhang der Anden. 

Nachdem in der vergangenen Saison in den Straßen von Santiago einer der spektakulärsten Showdowns in der Geschichte der ABB FIA Formula E Championship stattfand, wird die Stadt erneut Gastgeber sein. In diesem Jahr erwartet die Fahrer eine neue Streckenführung im Santiago'er O'Higgins-Park, die zweitgrößte Parkanlage Chiles. Die neue Strecke kann durchaus als High-Speed-Strecke bezeichnet werden, die sich durch lange Geraden und voraussichtlich viele Überholmöglichkeiten auszeichnet. Die Streckenlänge beträgt2,348 Km, der Kurs mit 14 Kurven wird gegen den  Urzeigersinn befahren.


Das EGS Moto Racing-Team startet neu in der IDM Superbike-Klasse mit Jan Bühn und Tim Eby

Das EGS Moto Racing Team mit obert Eby, Jan Bühn und Tim Eby (von links)
Foto: EGS Moto Racing-Team
Das neu gegründete EGS Moto Racing Team startet in der kommenden Saison mit Jan Bühn und Tim Eby in der IDM Superbike 1000-Klasse. Der 27-jährige Jan Bühn aus dem badischen Kronau kehrt nach seiner Teilnahme in der Superstock-1000-EM in die IDM zurück. Sein Teamkollege wird Tim Eby aus Blumberg, beide gehen auf einer BMW S1000RR an den Start. Hauptsponsor ist die Firma EGS Automatisierungstechnik GmbH aus dem südbadischen Donaueschingen. Als Co-Sponsor konnte die Firma Grimm Zuführtechnik GmbH & Co. KG aus Spaichingen gewonnen werden. 

Jan Bühn begann 2003 im ADAC Minibike-Cup seine Karriere und zählte von 2015 bis 2017 zu den erfolgreichsten deutschen Piloten in der IDM. Nach dem IDM-Titelgewinn 2015 auf Yamaha in der Supersport 600-Klasse stieg der Badener 2016 in die Superstock 1000-Klasse auf und wurde gleich im ersten Jahr als bester BMW-Pilot Gesamtdritter. Im Jahr 2017 ging Jan Bühn (BMW) dann in der Superbike-IDM an den Start und belegte ebenfalls den dritten Gesamtrang. Im Vorjahr wurde Jan Bühn (BMW) Elfter in der Superstock-1000-Europameisterschaft. 

Sein neuer Teamkollege Tim Eby ist im Motorradrennsport seit 2016 aktiv und belegte gleich den dritten Rang beim Rehm-600-Cup. 2017 erfolgte dann der Umstieg zu den 1000ern, bei denen er in den vergangenen zwei Jahren diverse Podestplätze einfahren konnte. Jan Bühn ist zuversichtlich für die neue Saison: „Mit unserem neuen EGS Moto Racing-Team kooperieren wir mit Werner Daemen und übernehmen von ihm die BMW-Rennmotorräder, Teile und den Truck. Wir werden auch in der Box zusammenarbeiten. Es war bisher viel zu organisieren, während der IDM-Saison werde ich von Andreas Ledermann unterstützt. Für die Technik ist mein langjähriger Mechaniker Tobias Tettweiler zuständig. Über Weihnachten hatten wir unseren ersten Rollout in Cartagena/Spanien und sind an drei Tagen viel gefahren. Den ersten richtigen IDM-Test mit dem kompletten Team werden wir Mitte März in Spanien absolvieren. Wir haben eine starke Truppe zusammen und freuen uns auf den IDM-Auftakt vom 17.-19. Mai auf dem Lausitzring. In meiner vierten Saison auf der BMW möchte ich in der IDM unter die ersten Drei fahren“.

Newcomer Tim Eby ist gespannt auf seine erste IDM Saison: „Ich möchte in meiner ersten IDM-Saison als Newcomer das bestmögliche rausholen, Erfahrungen sammeln und diese von Rennen zu Rennen umsetzen“. Weitere Informationen über Jan Bühn gibt es im Internet unter www.jan-buehn.de bzw. vom neuen EGS Racing-Team unter www.egs-racing.de.

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Dienstag, 22. Januar 2019

Kampf um den ADAC GT Masters-Titel wird 2019 noch spannender

  • Neues Punktesystem sorgt für noch mehr Spannung
  • Handicap-Gewichte werden verringert
  • Offizieller Vorsaisontest am 8. und 9. April in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters wird in der Saison 2019 noch spannender. Durch ein neues Punktesystem haben mehr Teams als zuvor die Chance in einem der 14 Rennen Meisterschaftszähler zu sammeln, eine neue Abstufung der Punkte wird auch weiterhin für eine enge Tabelle sorgen. Dazu wurden die sogenannten Handicapgewichte angepasst, die für die sportliche Fairness zwischen den Fahrerpaarungen sorgen. Einen ersten Ausblick auf die ADAC GT Masters-Saison gibt es am 8. und 9. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Drei Wochen vor dem Saisonstart (26. bis 28. April) findet dort der offizielle Vorsaisontest statt. 

Ab der neuen Saison erhalten in den Rennen die ersten 15 Autos Meisterschaftspunkte. Nach dem bisherigen, seit 2011 verwendeten System durften sich die Top 10 eines Rennens über Zähler freuen. Zukünftig werden die Punkte nach dem Schlüssel 25-20-16-13-11-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 vergeben. Angewendet wird die neue Verteilung im Fahrer- und Teamklassement und auch in der Pirelli-JuniorWertung und der Pirelli-Trophy-Wertung. 

„Wir erwarten auch in diesem Jahr ein großes Starterfeld mit mehr als 30 Teilnehmern im ADAC GT Masters. Um diesem gerecht zu werden, wurde das Punktesystem angepasst“, sagt Thomas Voss, ADAC Leiter Motorsport und Klassik. „Dank der neuen Verteilung haben mehr Fahrer und Teams Chancen auf Meisterschaftszähler und damit auf eine Belohnung für ihre Leistung.“ 

Ebenfalls überarbeitet wurde die Vergabe der Handicap-Gewichte, die im Sinne der sportlichen Fairness nach den FIA-Fahrereinstufungen der jeweiligen Paarungen vergeben werden. Betrug das maximale Handicap-Gewicht für zwei professionelle Piloten bisher 30 Kilogramm, wird dies für die Saison 2019 auf 20 Kilogramm reduziert. Analog dazu werden auch die Zusatzgewichte für Fahrerkombinationen mit den Einstufungen „Professional“ und „Semi-Professional“ verringert. Fahrerpaarungen, in denen mindestens ein Nicht-Profi der FIA-Einstufung „Bronze“ startet, erhalten weiterhin kein Handicap-Gewicht. 

Der offizielle Vorsaisontest des ADAC GT Masters und der neuen ADAC GT4 Germany findet am 8. und 9. April in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Am 9. und am 10. April bereiten sich dort auch die Teilnehmer aus ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 auf die neue Saison vor. 

Montag, 21. Januar 2019

Formel E: Audi-Werksteam hat in Santiago das Podium fest im Visier

  • Elektrorennserie startet am 26. Januar in Santiago de Chile
  • Gastspiel in Südamerika für Lucas di Grassi „ein kleines Heimspiel“
  • Eurosport überträgt live im TV, ZDF im Livestream
Daniel Abt, Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Die Formel E kommt nach Südamerika: Am Samstag, 26. Januar, trägt die rein elektrische Rennserie ihren dritten Saisonlauf aus. Nachdem Daniel Abt und Lucas di Grassi bisher in allen Rennen dieser Saison gepunktet haben, wollen die Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler jetzt auf das Podium.

Schauplatz des Rennens ist der Parque O'Higgins, der mit 750.000 Quadratmetern zweitgrößte Park der chilenischen Hauptstadt. Der 2,348 Kilometer lange Kurs im Zentrum Santiagos mit seinen langen Geraden, Spitzkehren und Schikanen führt rund um die Movistar Arena. „Das Streckenlayout sieht spannend aus, aber was uns genau erwartet, sehen wir erst vor Ort“, sagt Teamchef Allan McNish. „Eines wissen wir jedoch schon jetzt: Es wird ein komplett anderes Rennen als die beiden bisherigen Läufe in dieser Saison. Erstens bekommen wir es mit viel höheren Temperaturen zu tun. Und zweitens ist es der erste richtige Stadtkurs im Kalender, mit all den dafür typischen Besonderheiten.“

Trotz neuer Location und unbekannter Strecke bleibt das Ziel für das Werksteam gleich. „Wir wissen um das Potenzial unseres Audi e-tron FE05, unseres Teams und unserer Fahrer – jetzt müssen wir alles zusammenbringen, damit wir auf dem Podium stehen“, sagt Allan McNish. „Rennen in Südamerika sind ohnehin immer etwas ganz Besonderes, denn die Fans sind enthusiastisch und schaffen eine tolle Atmosphäre.“
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians 
Das motiviert auch Audi-Pilot Lucas di Grassi zusätzlich. „Santiago de Chile liegt nur vier Flugstunden von meiner Heimatstadt São Paulo entfernt. Das Rennen ist also so etwas wie ein kleines Heimspiel für mich“, sagt der Brasilianer. „Nach einem schwierigen Auftakt in Riad haben wir zuletzt in Marrakesch einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Mit etwas mehr Glück wäre dort ein Podiumsplatz möglich gewesen. Jetzt greifen wir in Santiago an. Der Kurs ist Neuland für alle, daher müssen wir umso konzentrierter arbeiten und von der ersten Minute an fokussiert sein.“

Ebenso wie sein Teamkollege hat auch Daniel Abt in den ersten beiden Rennen der Saison gepunktet, das Podium allerdings verfehlt. „Jeder in unserem Team ist hungrig auf Erfolg und will so schnell wie möglich wieder einen Pokal mit nach Hause nehmen“, sagt der Deutsche. „Dafür arbeiten alle hart – an der Strecke, bei Audi in Neuburg und im Simulator. Wir verstehen das neue Auto immer besser und optimieren unsere Abläufe. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Santiago den nächsten Schritt in Richtung Spitze machen werden.“ 

Das Rennen in Santiago de Chile beginnt um 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ) und ist live auf Eurosport zu sehen. Außerdem überträgt das ZDF im Livestream unter zdf.de. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

In dieser Saison sind in der Formel E gleich vier Autos mit Technologie von Audi und Schaeffler am Start: Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch die Mannschaft von Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem Audi e-tron FE05 ins Rennen. Beide Piloten des britischen Rennstalls fuhren zuletzt in Marrakesch aufs Podium.

Audi-Rennfahrer begeistern auf Schnee und Eis

  • Daniel Abt und René Rast zwei der Hauptdarsteller beim GP Ice Race
  • Audi e-tron FE04 und Audi RS 5 DTM erstmals mit Spikes
  • Walter Röhrl komplettiert Audi-Show im historischen Audi Sport quattro
René Rast, Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Spektakuläre Szenen in Österreich: Beim GP Ice Race in Zell am See wagten sich Formel-E-Teamchampion Daniel Abt und DTM-Champion René Rast mit ihren Rennautos bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt auf Schnee und Eis. Ebenfalls für Audi Sport im Einsatz: Rallyelegende Walter Röhrl und Freestyle-Skistar Benedikt Mayr.

Diese Bilder gehen um die Welt: Beim erfolgreichen Revival der traditionellen Eisrennen in Zell am See begeisterte ein Trio von Audi-Rennwagen die zahlreichen Zuschauer. Daniel Abt pilotierte den Audi e-tron FE04, mit dem das Team Audi Sport ABT Schaeffler in der Saison 2017/2018 den Titel in der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft gewonnen hatte. René Rast saß am Steuer seines Audi RS 5 DTM. Komplettiert wurde der spektakuläre Auftritt auf Schnee und Eis von Rallye-Weltmeister Walter Röhrl am Steuer eines historischen Audi Sport quattro.

„Das war ein superschönes Wochenende mit einer tollen Atmosphäre und tollen Menschen“, sagte Daniel Abt. „Für mich war es das erste Mal, ein Formel-E-Auto auf Eis zu fahren. Ein cooles Feeling! Es hat unheimlich viel Spaß gemacht – auch die Fans zu sehen, wenn man das Auto anstellt und durch die Kurven driftet. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr wieder dabei sein.“
Daniel Abt, Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Abt versuchte sich auch erfolgreich im traditionellen Skijöring, bei dem ein Skifahrer von einem Auto gezogen wird. Der erste Mensch, der auf Schnee und Eis am Seil eines Formel-E-Rennwagens hing, ist seit diesem Wochenende Freestyle-Skirennläufer Benedikt Mayr. „Das war klasse. Nun möchte ich unbedingt ein Formel-E-Rennen erleben“, sagte der Deutsche.

Deutlich schwierigere Bedingungen hatte René Rast. Während der Audi e-tron FE04 mit langen Rallyespikes perfekt ausgerüstet war, musste der DTM-Champion aufgrund der engen Radkästen des DTM-Autos mit kurzen Spikes auf den Eisparcours gehen. „Mit den kleinen Spikes und 500 PS an der Hinterachse hatten wir etwas Traktionsprobleme“, lachte Rast. „Es war trotzdem eine interessante Erfahrung, das DTM-Auto auf Eis zu fahren und hat sehr viel Spaß gemacht.“