Mittwoch, 15. August 2018

Action in den Dünen: ADAC GT Masters zu Gast in Zandvoort

  • Seriendebüt von Le-Mans-Sieger und WEC-Weltmeister Marc Lieb
  • Tabellenführer Kirchhöfer/Keilwitz trennt nur ein Punkt von Verfolgern
  • BMW-Pilot Timo Scheider hofft auf ersten ADAC GT Masters-Sieg
 
Es geht Schlag auf Schlag im ADAC GT Masters: Mit vier Rennwochenenden in sieben Wochen ist der Titelkampf der "Liga der Supersportwagen" in die entscheidende Phase eingetreten. Am kommenden Wochenende (17.-19. August) steht in Zandvoort (NL) der fünfte von sieben Saisonläufen an. Der Vorsprung der Halbzeitmeister Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) auf ihre engsten Verfolger, die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport), beträgt nur noch einen Punkt. Mit Spannung erwartet wird auch das ADAC GT Masters-Debüt des ehemaligen WEC-Weltmeisters und Le-Mans-Siegers Marc Lieb (38/Ludwigsburg, KÜS Team75 Bernhard). Und mit Indy Dontje (25/NL, Mann-Filter Team HTP Motorsport) tritt in Zandvoort ein siegverdächtiger Lokalmatador an. Die beiden Rennen auf dem Dünenkurs werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket" ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke beim ADAC GT Masters in Zandvoort kostenlos.
 
Gerade einmal ein Zähler trennt die Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz von Markus Pommer und Maximilian Götz, ihren hartnäckigsten Rivalen. Während sich die Tabellenführer zuletzt am Nürburgring zwar den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters sicherten, aber zwei Mal ohne Punkte blieben, machten Pommer/Götz mit zwei Podestplätzen wertvollen Boden im Titelkampf gut. "Wir dürfen jetzt aber nicht in einen Strudel geraten", so der zweimalige Saisonsieger Kirchhöfer, der für den Lauf in den Niederlanden optimistisch bleibt: "In Zandvoort geben wir wieder alles."

Neben dem Titelkampf steht auch ein hochkaratiges Seriendebüt in Zandvoort im Mittelpunkt des Interesses. Marc Lieb, der Le-Mans-Sieger und Champion der FIA-Langstreckenweltmeisterschaft WEC 2016, gibt im Porsche 911 GT3 R des KÜS Team75 Bernhard seinen Einstand in der "Liga der Supersportwagen". Er teilt sich das Fahrzeug mit Teamchef Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau), ebenfalls Le-Mans-Sieger und Titelträger in der WEC. Lieb ist bei Porsche inzwischen hauptberuflich als Leiter Customer Racing angestellt.

Mit dem Circuit vor den Toren von Amsterdam steht der bei den Fahrern wohl beliebteste im Kalender an. Der ehemalige Formel-1-Kurs direkt in den Nordseedünen ist eine echte "Oldschool"-Strecke. Es geht bergauf und -ab, zahlreiche Kurven sind echte Mutecken - schnell und nicht einsehbar -, und statt weitläufiger Asphaltflächen gibt es Kiesbetten, die jeden Fahrfehler bestrafen. "Zandvoort ist meine Lieblingsstrecke", sagt daher auch BMW-Pilot Timo Scheider, der sich im BMW Team Schnitzer ein Fahrzeug mit Mikkel Jensen (23/DK) teilt. "Von der Topografie ist sie wie die Nürburgring-Nordschleife in Klein. Aber auch der immer wieder auf die Strecke wehende Sand stellt die Fahrer vor Herausforderungen." Der ehemalige DTM-Champion ist daher hoch motiviert: "Zandvoort sollte dem M6 GT3 liegen. Der Kurs war in meiner Historie schon immer eine besondere Strecke gewesen, daher wäre es eine schöne Sache, dort zu gewinnen. Denn ein Sieg fehlt uns nach mehreren Podestplätzen noch."

Bereits über seinen ersten ADAC GT Masters-Sieg freuen konnte sich dagegen der einzige Niederländer im Starterfeld: Indy Dontje triumphierte zuletzt auf dem Nürburgring erstmals zusammen mit Teamkollege Maximilian Buhk. Damit zählt das Mercedes-AMG-Duo zu den sieben Rennsiegern von vier verschiedenen Marken in den ersten acht Saisonrennen. Dontje will auch bei seinem Heimspiel ganz oben auf dem Podest stehen. "Der Sieg auf dem Nürburgring macht natürlich Appetit auf mehr und war eine tolle Einstimmung auf Zandvoort", sagt der aktuelle Tabellensechste. "Ich bin mir sicher, dass viele Fans kommen und für eine tolle Stimmung sorgen werden. 2017 bin ich dort einmal Dritter geworden - jetzt soll es noch besser laufen."

Chancen auf vordere Ränge rechnen sich auch die Tabellendritten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) aus - nicht zuletzt da Porsche in Zandvoort mit drei Siegen die bisher erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters ist. Dem deutsch-französischen "Neunelfer"-Duo fehlen derzeit 14 Punkte auf die Tabellenspitze. "Zuletzt am Nürburgring hatten wir ein wirklich schwieriges Wochenende", so Teamchef Alfred Renauer. "Doch dank Platz fünf im Sonntagslauf haben wir den Abstand zur Spitze verkürzt. Das lässt uns optimistisch nach Zandvoort blicken."

Die Zuschauer erwartet ein unterhaltsames Motorsport-Wochenende. Neben den 35 GT3-Sportwagen des ADAC GT Masters starten dort auch die ADAC TCR Germany mit hochklassigen Tourenwagen-Sport, der traditionsreiche Porsche Carrera Cup Deutschland sowie der Renault Clio Cup Central Europe, der unterhaltsamen Markenpokalsport bietet. Mit dem unter circuitzandvoort.nl als Download erhältlichen "Dünenticket" ist der Eintritt zu den Stehplatzbereichen im Außenbereich der Rennstrecke kostenlos.
 

Audi-Pilot Langeveld fiebert Heimspiel in Zandvoort entgegen

  • Der Niederländer will Siege und Punkte sammeln
  • Langeveld: Siege in Zandvoort wären "ein Traumszenario"
  • Teamchef Kohlhaas über Langeveld: "Er ist verdammt schnell"
 
Niels Langeveld lächelt verschmitzt und kneift die Augen zusammen. "Motorsport", sagt er, "ist der beste Sport der Welt und macht unglaublich viel Spaß - wenn Du gewinnst. Wenn nicht, dann ist es der härteste Sport überhaupt." Ein kurzer Satz, der Langevelds Einstellung zum Sport bestens widerspiegelt. Für ihn zählen nur Siege und Trophäen - ein zweiter Platz, den Langeveld in der Gesamtwertung der ADAC TCR Germany derzeit belegt, ist nicht genug für den ehrgeizigen Niederländer.

 Da passt es bestens, dass Langevelds Heimspiel in Zandvoort vor der Tür steht. Auf dem Kurs, den wohl kein Fahrer im Feld der ADAC TCR Germany so gut kennt wie er, will der 30-Jährige am Wochenende vom 17. bis 19. August möglichst viele Punkte sammeln und die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. "Ich glaube, dass wir dort sehr schnell sein können", kündigt Langeveld an. Siege in Zandvoort vor der tollen Kulisse der Dünen der Nordsee, dazu der Sprung auf Rang eins der Tabelle - das klingt in den Ohren des Niederländers wie Musik. "Ein Traumszenario", nennt es der 30-Jährige selbst.

 In seiner zweiten Saison in der Tourenwagenserie des ADAC hat sich Langeveld in der Spitzengruppe etabliert. Anfang Juni auf dem Red Bull Ring feierte er in seinem leuchtend roten Audi RS3 LMS seinen ersten Saisonsieg, dazu kommen drei weitere Podiumsplatzierungen. Mit 209 Punkten hat Langeveld die Spitze fest im blick - einzig Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) liegt noch zehn Punkte vor ihm. Angesichts der lauernden Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler/198 Punkte) und Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen/190) prognostiziert Langeveld einen spannenden und packenden Kampf um den Titel. "Am Ende werden wir sehen, wer oben steht. Eine Sache ist aber klar: Die Entscheidung wird erst im letzten Rennen fallen", sagt er.

 Langevelds Teamchef bei Racing One, Martin Kohlhaas, traut seinem Fahrer den ganz großen Wurf zu. "Er ist ein Perfektionist und verdammt schnell", sagt Kohlhaas über Langeveld. Und einer, der sich und die Arbeit des Teams ständig kritisch hinterfragt und nach Verbesserungen sucht. So wie am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring. Da reichte es im zweiten Rennen "nur" zu Rang elf - viel zu wenig für Langevelds Ansprüche. Entsprechend folgte nach den Rennen eine intensive Analyse, um die vermeintlichen Probleme bis zum Heimspiel in Zandvoort abzustellen.

 Dass Langeveld, der in Sassenheim zu Hause ist, in Zandvoort gewinnen kann, hat er im Vorjahr bewiesen. Damals siegte er im zweiten Rennen am Sonntag und jubelte ausgelassen über seinen Heimsieg. Doch das Kapitel 2017 ist abgehakt und geschlossen, Langevelds volle Konzentration gilt nun den Rennen am kommenden Wochenende.

 Mit Siegen in Zandvoort will sich Langeveld auf die letzten beiden Rennwochenenden auf dem Sachsenring (7. bis 9. September) und in Hockenheim (21. bis 21. September) einstimmen und in eine möglichst gute Position bringen. An den Kurs in den Dünen hat der 30-Jährige beste Erinnerungen. Hier habe seine Karriere begonnen und richtig Schwung aufgenommen, sagt er: "2010 und 2012 bin ich hier in verschiedenen Klassen Meister geworden." In diesem Jahr kann Langeveld den Meistertitel der ADAC TCR Germany in Zandvoort zwar nicht perfekt machen, wohl aber wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln. Dann käme er seinem Traum vom Titel einen weiteren Schritt näher. "Es geht um Siege, um Titel, um Pokale", sagt Langeveld: "Das ist der Reiz, den der Motorsport ausmacht."

Dienstag, 14. August 2018

René Rast holt weiteres DTM-Podium für Audi

  • Dritter Platz für den Titelverteidiger im Sonntagsrennen in Brands Hatch
  • Nur 1,376 Sekunden fehlen zum zweiten Saisonsieg
  • Alle drei Audi-Teams sammeln in Brands Hatch Punkte
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Platz vier am Samstag, Dritter am Sonntag: Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg hat beim England-Comeback der DTM in Brands Hatch insgesamt 28 Punkte gesammelt und für Audi ein weiteres Podium in der populären Tourenwagen-Rennserie geholt.
 
Der amtierende DTM-Champion machte das Sonntagsrennen auf dem anspruchsvollen Grand-Prix-Kurs von Brands Hatch bis zur letzten Runde spannend. Von Platz vier gestartet, wurde Rast in der Anfangsphase zweimal von Pascal Wehrlein im Mercedes-Benz abgedrängt. Mit einem schnelleren Boxenstopp überholte Rast den ehemaligen Formel-1-Fahrer und machte anschließend Jagd auf die beiden führenden Mercedes-Benz von Paul di Resta und Gary Paffett, die er kurz vor Rennende einholte. Am Ende fehlten dem Deutschen nur 1,376 Sekunden zum zweiten Saisonsieg.
 
„Noch zwei Runden mehr und Gary (Paffett) hätte kein DRS mehr gehabt“, sagte Rast. „Dann hätte ich ihn vielleicht noch überholen können. Aber auch so bin ich sehr zufrieden. Es war ein tolles Wochenende für uns mit Platz vier gestern und einem weiteren Podium heute. Aber mich macht nicht nur das Ergebnis glücklich, sondern die Art und Weise, wie wir es erzielt haben. Wir waren sehr konkurrenzfähig, auch im Vergleich zu Mercedes-Benz. Das stimmt mich für den Rest der Saison zuversichtlich.“
 
Mit Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) auf Platz sechs und Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) auf Platz zehn fuhren am Sonntag zwei weitere Audi RS 5 DTM in die Punkteränge. Pech hatten dagegen die anderen drei Audi-Piloten. Robin Frijns wurde nach einer starken Qualifying-Leistung mit Startplatz sechs schon in der Startrunde in eine Kollision verwickelt. Vom Ende des Feldes fuhr der Niederländer mit seinem beschädigten Auto noch auf Rang zwölf nach vorn. Loïc Duval verlor sechs Runden vor dem Ziel mögliche Punkte durch einen Reifenschaden hinten links. Jamie Green hatte den vierten Platz zum Greifen nahe, ehe er kurz vor Rennende eine Durchfahrtstrafe wegen Abdrängen eines Konkurrenten antreten musste.
 
„Wir freuen uns, aus Brands Hatch ein Podiumsergebnis mit nach Hause zu nehmen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war toll, mit der DTM hier zu sein und erstmals auf dem großen Grand-Prix-Kurs zu fahren. Für René (Rast) war es nach dem frühen Boxenstopp heute ein sehr langes Rennen, doch er hat sich seine Reifen gut eingeteilt. Ganz am Ende konnte er sogar die beiden führenden Mercedes-Benz attackieren. Aber wir wissen, wie schwierig in Brands Hatch selbst mithilfe von DRS das Überholen ist. Auch Mike (Rockenfeller) und Jamie (Green) sind stark gefahren. Schade, dass Jamie die Punkte, die er bei seinem Heimspiel verdient gehabt hätte, durch die Durchfahrtstrafe verloren hat.“
 
Nach dem England-Gastspiel der DTM geht es in 14 Tagen bereits weiter im italienischen Misano. Auf der Rennstrecke an der Adriaküste bei Rimini werden am 25. und 26. August die ersten beiden Nachtrennen der DTM-Geschichte ausgetragen.

Montag, 13. August 2018

Mercedes-AMG feiert Doppel-Erfolg in Brands Hatch

  • Paul Di Resta holt in England seinen zweiten Saisonsieg
  • Gary Paffett wird Zweiter, Vorsprung in der Tabelle geschrumpft
  • René Rast fährt in starker Schlussphase auf Rang drei
Paul Di Resta siegt am Sonntag in Brandt Hatch
Foto: Mercedes-Motorsport
Erfolgreiches sechstes DTM-Rennwochenende für Mercedes-AMG: Nach dem Premieren-Sieg von Daniel Juncadella am Samstag überquerte Paul Di Resta am Sonntag als Erster die Ziellinie. Den Erfolg der Stuttgarter komplettierte im zwölften Saisonrennen Markenkollege und Tabellenführer Gary Paffett als Zweiter. Dritter auf der anspruchsvollen Grand-Prix-Variante der Rennstrecke in der Grafschaft Kent wurde Vorjahreschampion René Rast im Audi RS 5 DTM.
 
Den Grundstein zum Sieg legte Di Resta bereits beim Start. Von Position zwei aus überholte der Schotte den Pole-Setter Paffett bereits nach wenigen Metern und auch den Restart nach einer Safetycar-Phase konnte er für sich entscheiden. In Runde eins gerieten Augusto Farfus, Robin Frijns und Lucas Auer aneinander, rutschten teilweise von der Strecke, so dass das Safetycar für drei Runden rausgeschickt wurde. Für Di Resta, der seinen insgesamt zehnten DTM-Sieg feierte, war der heutige Sieg Balsam auf die Seele. „Das Ergebnis am Samstag mit Platz 16 hat schon weh getan“, sagte der Zweitplatzierte der Gesamtwertung nach dem Rennen. „Wir haben über Nacht am Auto gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. So hatte ich heute einen guten Kampf mit Gary, wie schon 2010.“ Auch wenn Paffett im Vergleich zu Samstag den Abstand in der DTM-Fahrerwertung nicht vergrößern konnte, bleibt er in Führung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Wochenende. Die Punkte gestern waren wichtig. Die machen den Unterschied zwischen Paul und mir.“
 
Eine starke Schlussphase zeigte Audi-Pilot René Rast, der von Platz vier in das Rennen gestartet war. Auch wenn er den Abstand auf Paffett in den letzten Runden verkürzen konnte, für eine Attacke auf Paffett und damit Platz zwei reichte es am Ende nicht. „Mit dem Ergebnis habe ich nicht wirklich gerechnet“, gab der DTM-Champion aus dem vergangenen Jahr zu Protokoll. „Es ist schwierig hier zu überholen. Insgesamt bin ich absolut zufrieden mit dem Rennen.“
 
Hinter Pascal Wehrlein im Mercedes-AMG C63 DTM auf Platz vier sah Marco Wittmann als bester BMW-Pilot auf Rang fünf die Zielflagge. Daniel Juncadella, Sieger im Samstagsrennen, wurde hinter Mike Rockenfeller, Philipp Eng und Lucas Auer Neunter. Die Punkteränge komplettierte am Sonntag Nico Müller.
 
In der DTM-Fahrerwertung liegt nach zwölf von 20 DTM-Saisonrennen weiter Gary Paffett in Führung. Der Mercedes-AMG-Pilot ist mit 177 Punkten Erster vor Paul Di Resta (148 Punkte) und Marco Wittmann und Lucas Auer (beide 110). Edoardo Mortara und Timo Glock liegen ebenfalls punktgleich (101) auf den Positionen fünf und sechs.
 
Eine Premiere feiert die DTM in zwei Wochen: Auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ finden vom 24 bis 26. August die ersten Nachtrennen in der DTM-Geschichte statt. Die Saisonrennen 13 und 14 starten jeweils um 22:30 Uhr. Zu sehen sind die Rennen an der italienischen Adriaküste ausnahmsweise bei kabel eins und nicht beim Stammsender SAT.1. Die Übertragung beginnt am Samstag und Sonntag um 22.15 Uhr.
 

Sonntag, 12. August 2018

Lokalhero Paffett holt die Pole Position

Gary Paffet holt Pole im Heimrennen
Foto: Jens Hawrda
Der Lokalmatador hat seine ohnehin glänzende Ausgangsposition im Kampf um das DTM-Championat weiter ausgebaut in dem ert sich die Pole für das Sonntagsrennen in Brands Hatch und somit weitere drei Punkte holte. „Das war ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zu gestern. Das Auto fühlte sich heute gut an. Mein erster Run war nicht gut. Paul war da sieben Zehntelsekunden schneller. Da dachte ich mir, das wird hart. Ich war auf meinem zweiten Run an einigen Stellen am Limit. Als ich meine Rundenzeit sah, konnte ich es kaum glauben. Ich bin sehr froh“, sagte der Mercedes-Pilot.

Mercedes fuhr der Konkurrenz im Qualifying für das zweite Rennen in Brand Hatch um die Ohren, mit dem Pole-Setter landeten mit Paul Di Resta, Pascal Wehrlein und Lucas Auer drei weitere Mercedes-AMG-Fahrer in den Top fünf. Nur Audi-Pilot René Rast konnte diese Phalanx als Vierter durchbrechen. Bester BMW-Pilot war Augusto Farfus als Siebter. „Das ist mehr als ich erwartet habe. Wir wollen jetzt nicht gierig werden. Ein paar Zehntel schneller, wäre ich in der ersten Startreihe gewesen. Wir haben die Pace, um aufs Podium zu fahren“, sagte DTM-Champion Rast.
  
„Der Speed war gestern schon da. Da kam mir aber eine gelbe Flagge auf meinem zweiten Run dazwischen. Heute war ich auch im ersten Run sehr schnell, bin dann aber leicht von der Strecke gekommen. In meinem zweiten Run musste dann alles sitzen. Da habe ich es unnötig spannend gemacht. Platz drei ist ein super Ergebnis“, sagte Wehrlein.

Als 13. enttäuscht und ratlos war Timo Glock. Dem BMW-Piloten schwimmen in der Gesamtwertung so langsam die Felle davon. „Weinen hilft nicht. Ich kann es nicht erklären. Der Reifen war extrem steif, ich habe ihn nicht zum Arbeiten gebracht. Jetzt hoffe ich auf Regen. Ansonsten fahren wir nur leider hinterher.“