Mittwoch, 26. August 2015

Modern, kurvenreich und anspruchsvoll - die DTM gastiert in Moskau

Die Jagd auf den alten Hasen der DTM, Mattias Ekström, ist eröffnet. Auf dem hochmodernen Grand-Prix-Kurs in Moskau geht der Kampf um die DTM-Krone 2015 in die nächste Runde. Zwischen dem 28. und 30. August werden auf dem Raceway im Westen der russischen Landeshauptstadt die Saison-Läufe elf und zwölf ausgetragen. Die 3,931 Kilometer lange Strecke stellt die 24 DTM-Piloten vor immense Herausforderungen – das kurvenreiche Layout fordert alles ab. Der im Jahr 2012 eröffnete Kurs wird zum dritten Mal in Folge Schauplatz von packenden Duellen in der populärsten Tourenwagenserie der Welt. Stets mit am Start: Audi-Pilot Mattias Ekström. Der Schwede wird sich als Führender der Gesamtwertung den entschlossenen Attacken seiner Konkurrenten erwehren müssen. Neben dem faszinierenden Wettstreit zwischen Audi, BMW und Mercedes-Benz werden die Besucher des Raceways durch ein spektakuläres Rahmenprogramm voll auf ihre Kosten kommen.
Foto: DTM-Media
„Zum jetzigen Zeitpunkt bedeutet es nichts, wenn man in der Meisterschaft führt. Entscheidend ist der Punktestand nach dem letzten Rennen“, sagt Ekström, der wild entschlossen ist, seine Position zu verteidigen. Moskau ist für den Schweden bisher ein gutes Pflaster. In den beiden bisherigen Rennen der DTM landete er jeweils auf dem Podium – 2013 wurde Ekström Zweiter, 2014 Dritter. Wenngleich sich die Verhältnisse vor den beiden Rennen auf dem Raceway für den 37-Jährigen deutlich erschwert haben – im wörtlichen Sinn: Durch die bisherigen Erfolge hat sein Auto mächtig Zusatzgewicht an Bord und wird mit 1137,5 Kilogramm das schwerste Fahrzeug im Feld sein. Dass er dennoch ein Kandidat auf den Sieg sein kann, bewies Ekström in Spielberg. Auch dort war er der Schwerste, holte am Sonntag den Sieg, schraubte sein Punktekonto auf 111 Zähler nach oben und übernahm die Führung in der Fahrerwertung. Ihm auf den Fersen ist Markenkollege Edoardo Mortara (98 Punkte), der in Österreich einen extrem starken Eindruck hinterließ: „Ich bin mitten drin im Titelkampf. Da will ich auch bleiben.“ Ebenso wie Pascal Wehrlein. Der Mercedes-Benz-Pilot liegt mit 94 Punkten auf dem dritten Gesamtrang und wird in den beiden Qualifyings und Rennen alles geben, um den Abstand zu verringern. Die bisherige Bilanz spricht jedoch nicht unbedingt für den jungen Deutschen – Mercedes-Benz blieb auf dem Raceway bisher ein Podiumsplatz verwehrt. Christian Vietoris ist dennoch optimistisch: „Wir haben in diesem Jahr ein konkurrenzfähiges Auto auf allen Strecken. Wir wollen um den Sieg mitfahren.“

Deutlich besser stehen die Vorzeichen für die BMW-Fahrer. Nicht auszuschließen, das die Münchener ähnlich furios auftreten, wie beim vierten Rennwochenende in Zandvoort. Damals holten sie nach eher verkorksten sechs Saisonrennen einen siebenfachen und einen fünffachen Sieg. Nach dem enttäuschenden Abschneiden in Spielberg fahren die Münchener nun mit einem beträchtlichen Gewichtsvorteil nach Russland. Das Layout der Strecke scheint dem Hersteller ebenfalls in die Karten zu spielen. Im Vorjahr feierten Maxime Martin und Bruno Spengler einen Doppelsieg, Marco Wittmann wurde Vierter. Das neue DTM-Format, das zwei Rennen pro Wochenende vorsieht, hält den vermeintlich abgeschlagenen BMW alle Möglichkeiten im Titelkampf offen. „Mit Blick auf den Red Bull Ring kann es eigentlich nur besser werden“, sagt Spengler, der mit 52 Punkten der bestplatzierte BMW-Pilot in der Gesamtwertung ist.

Am letzten August-Wochenende wird aus aller Theorie dann Praxis. So dürfen sich die Zuschauer am Samstag, 29. August, auf das Qualifying um 12:00 Uhr und das anschließende 40-minütige Rennen um 15:30 Uhr freuen. Einen Tag später geben die Piloten ab 15:10 Uhr im zweiten Lauf des Wochenendes Vollgas, das Qualifying zu diesem 60-minütigen Rennen beginnt um 12:25 Uhr (Alle Angaben in MESZ, Moskau hat aktuell +1 Stunde gegenüber Mitteleuropa).

Bevor die DTM-Fahrer aber am Sonntag alles aus ihren Boliden herausholen, wird den Zuschauern vor Ort ein besonderes Spektakel geboten. Vor dem Qualifying wird der Russe Alexey Kolesnikov auf seiner Yamaha atemberaubende Stunts in luftiger Höhe präsentieren. Der 31-Jährige ist Russlands erfolgreichster Motocross Freestyler und zählt zu den besten Fahrern der Welt. Autogrammstunden, ein öffentlicher Pitwalk, der Auftritt der Band „The Time Machine“ und zwei Rennen der Porsche Sport Challenge Russland bieten außerdem beste Unterhaltung auf und neben der Strecke.

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