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Mittwoch, 15. Juli 2026

ADAC GT Masters: Fahrerlager-Radar vom Nürburgring

Weltmeisterlicher Besuch, eine große Beförderung und ein historischer Sieg. Der Fahrerlager-Radar vom Nürburgring.

Start Rennen 2, ADAC GT Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Weltmeister zu Besuch

Am Samstag kam ein besonderer Gast an den Nürburgring. Kevin Großkreutz, Fußball-Weltmeister von 2014, mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger, besuchte Max Reis während des ersten Rennens. In der Startaufstellung ließ sich der Fußballer den Ford Mustang GT3 des HRT-Piloten erklären, führte später im Pace Truck das Feld ins Rennen und beobachtete schließlich die Action aus der Box. „Es war sehr interessant und für mich absolutes Neuland“, erklärte Großkreutz. „Die Autos sind sehr beeindruckend, vor allen die Knöpfe am Lenkrad – da muss man erstmal durchblicken. Max hat mir ein paar Einblicke gegeben und erklärt, wie anstrengend es ist, solche Autos zu fahren.“ Großkreutz war so begeistert, dass er auf jeden Fall nochmals zu Besuch kommen möchte.

Aston Martin on Top

Für Comtoyou Racing und alle Aston Martin-Fans war es ein ganz besonderes Wochenende. Mit Jamie Day fuhr zum ersten Mal seit dem Sachsenring 2008 wieder ein Aston Martin auf die Pole-Position im ADAC GT Masters. Damals war es Frédéric Makowiecki, der den Aston Martin DBRS9 von Hexis Racing auf den ersten Startplatz stellte. Im Rennen wurde es nur Rang zwei – im Gegensatz zu Day und Baudouin Detout. Sie feierten souverän ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters und bescherten ihrem Team Comtoyou Racing den ersten Erfolg seit ihrem Einstieg in die Serie in dieser Saison. Für die britische Marke Aston Martin war es der erste Sieg seit 2012 in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Damals gewannen Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen im Aston Martin V12 Vantage GT3 von Young Driver AMR den zweiten Lauf am Sachsenring. 

Beförderung zum Junior-Piloten

Eine besondere Ehre wurde Tabellenführer Finn Zulauf zuteil. Kurz vor dem Nürburgring-Wochenende wurde der Pilot aus Königstein im Taunus zum offiziellen Lamborghini GT3 Junior ernannt. „Für mich ist es eine große Ehre und ein cooles Gefühl, diesen Schritt gemacht zu haben und nun die Marke Lamborghini auch offiziell repräsentieren zu dürfen“, erklärte Zulauf. „Natürlich soll diese Ernennung nur der erste Schritt sein und ich werde umso härter weiterarbeiten.“

Krankenbesuch im Fahrerlager

Rennen fahren konnte er am Wochenende nicht, einen Besuch am Nürburgring ließ er sich trotzdem nicht nehmen. Razoon-Pilot Colin Bönighausen brach sich bei einem Arbeitsunfall nach dem Lausitzring den rechten Oberschenkel und wurde für die beiden Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix von Alexander Tauscher ersetzt. „Es fällt mir schon schwer, hier selbst nicht fahren zu können, aber es hilft ja nichts. Am Salzburgring bin ich aber selbst wieder am Steuer“, sagte Bönighausen optimistisch. Der Bruch sei operativ gut versorgt und heile sehr gut. 

Von Sieger zu Sieger

Bei der Siegerehrung zum ersten Rennen auf dem Nürburgring bekamen Felix Hirsiger und Finn Zulauf ihre Pokale von keinem Geringeren als Nicki Thiim überreicht. Der DTM-Pilot ließ es sich nach seinem Doppelsieg am Norisring nicht nehmen, nur wenige Tage später beim ADAC GT Masters am Nürburgring vorbeizusehen, um sein Team Comtoyou Racing zu besuchen. Auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser erhielten ihre Pokale für den Pro-AM-Sieg von Thiim. 

Darts trifft ADAC GT Masters

Die Box von HRT entwickelte sich am Nürburgring zwischenzeitlich zur Darts Area. Max Hopp, der „Maximiser“, schaute auf einen Wurf vorbei. Er war lange die Deutsche Nummer 1 und nahm mehrfach an der PDC-WM teil. Max Reis hatte die Gelegenheit, im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix ein wenig mit ihm zu spielen. „Ich kenne Max schon länger und bin persönlich sehr Darts-begeistert. Ich spiele auch selbst ab und zu. Es hat mich sehr gefreut, dass er mich hier am Nürburgring dank einem meiner Sponsoren besucht hat“, sagte Reis.

Neuer Zuschauer-Rekord

Wie in jedem Jahr war der ADAC Truck-Grand-Prix ein wahrer Zuschauermagnet. 2026 kamen 135.000 Zuschauer in die Eifel – nochmals 1000 mehr als im Vorjahr – und bewunderten im Rahmen der Trucks auch die spannenden Rennen des ADAC GT Masters.

Quelle: adac-motorsport.de

Montag, 13. Juli 2026

ADAC GT-Masters: Aston Martin-Team Comtoyou mit Debütsieg am Nürburgring

  • Jamie Day/Baudouin Detout feiern souveräne Sieg-Premiere im ADAC GT Masters
  • Kalus/Blum gewinnen die „Road-to-DTM“-Wertung am Nürburgring
  • Enger Titelkampf: Hirsiger/Zulauf und Zimmermann/Fourie trennt nur ein Punkt

Der erste Sieg für Comtoyou Racing im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Jubel bei Comtoyou Racing aus Belgien: Die ADAC GT Masters-Neueinsteiger haben den zweiten Lauf auf dem Nürburgring gewonnen. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) zeigten im Aston Martin Vantage GT3 Evo eine souveräne Vorstellung und kamen mit 3,806 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Für die britische Automarke ist es der erste Sieg seit 2012 in der Serie. Rang zwei sicherten sich wie am Vortag Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 vor den Gaststartern Enrico Förderer (19/Leuterod)/Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) mit dem Mercedes-AMG GT3. „Ich freue mich so sehr für das Team und danke ihnen und Aston Martin für diesen Sieg. Das Auto war wirklich super“, strahlte Detout über seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. „Die letzten Runden waren die längsten meines Lebens. Ich habe nur versucht, nicht zu viel Druck zu machen und die Emotionen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.“ Teamkollege Day jubelte ebenfalls über seinen ersten Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC: „Ich bin extrem glücklich. Das Team hat von Saisonbeginn an so hart gearbeitet und das hat sich in den Ergebnissen leider nicht immer widergespiegelt. Heute Pole-Position und Sieg einzufahren – besser hätte es nicht laufen können.“

Bei rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Day von der Pole-Position aus sofort in Führung und baute seinen Vorsprung konstant aus. Comtoyou Racing entschied sich für einen späten Boxenstopp und kam erst kurz vor Ende des Fensters zum Fahrerwechsel. Detout schloss nahtlos an die Leistungen seines Teamkollegen an und hielt den Vorsprung auf Platz zwei konstant. Hinter dem Aston Martin Vantage GT3 Evo wirkte der Ford von Blum/Kalus nach einem guten Start wie der sichere Zweitplatzierte, bis er immer mehr mit den Reifen zu kämpfen hatte. Förderer im Mercedes und Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) im Porsche schoben sich immer näher an den Ford heran, verstrickten sich allerdings in einen Zweikampf um die dritte Position, was Kalus letztlich die nötige Luft gab, um Rang zwei ins Ziel zu bringen. „Ich bin sehr glücklich über den Ausgang des Rennens und das Wochenende generell“, freute sich Blum. „Startplatz zwei ist hier nicht unbedingt ein Vorteil, aber es ist mir gelungen, die Position am Start zu halten. Dass wir den Aston Martin heute nicht holen können, war uns recht schnell klar. Deshalb habe ich versucht, die Reifen zu managen und sie Niklas so gut wie möglich zu übergeben. Am Ende wurde es nochmal richtig knapp, aber zum Glück hat es für uns gereicht.“ Blum und Kalus feierten mit ihren beiden Podiumsplatzierungen auch den Sieg in der „Road-to-DTM“-Wertung am Nürburgring und schoben sich auf Rang drei der Gesamtwertung nach vorne.

Dahinter war die Freude bei den Gaststartern von SR Motorsport by Schnitzelalm über den dritten Rang riesig. Besonders Förderer, der am Nürburgring sein Debüt im GT3-Auto bestritten hatte, freute sich über das Podium an seinem ersten ADAC GT Masters-Wochenende. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das mir direkt das Podium gelungen ist. Das Team hat super Arbeit geleistet, denn das Auto fühlte sich sehr gut an und ich habe mich sehr wohlgefühlt“, freute sich der amtierende ADAC GT4 Germany-Champion. „Mein Ziel war sogar, noch einen Platz nach vorne zu kommen, dadurch wurde es nach hinten eng. Der Porsche hat ordentlich gedrückt, aber ich konnte die Position zum Glück halten.“ Pichler/Alexander Tauscher (23/Mitterfels/beide Razoon - more than Racing) wurden Vierte.

Meisterschaftskampf eng wie selten

Auf der fünften Position kamen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo ins Ziel. Sie reisen mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) aus der Eifel ab. Die Tabellenführer erlebten ein schwieriges Rennen in ihrem Lamborghini und kamen nicht über Platz neun hinaus.

Sensationelle Sechste und Sieger in der Pro-AM-Wertung wurden Gerhard Tweraser (37/AUT)/Gottfried Grasser (47/AUT/beide GRT Grasser Racing Team). Durch den reglementbedingt kürzeren Stopp der Pro-AM-Mannschaft kam Grasser als Vierter zurück auf die Strecke. Zwei Konkurrenten musste der DTM-Teamchef passieren lassen, hielt aber für den Rest des Rennens die Position gegen den herannahenden Ford Mustang GT3 von Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team). Rang acht ging an Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Hinter dem Lamborghini der Tabellenführer komplettierten Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) im Audi die Top-10.

Das ADAC GT Masters verabschiedet sich nun in eine knapp achtwöchige Sommerpause. Vom 4. bis 6. September geht es schließlich mit der vorletzten Saisonrunde auf dem Salzburgring weiter. Es wird das zweite Gastspiel vor den Toren der Mozartstadt und die Vorfreude auf die 4,255 km lange Strecke ist groß.


Sonntag, 12. Juli 2026

ADAC GT Masters: Day fährt zur Premieren-Pole am Nürburgring

#39 Baudouin Detout / Jamie Alan Day / Aston Martin Vantage GT3 EVO / Comtoyou Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Der Brite Jamie Day (20) hat sich selbst und seinen Team Comtoyou Racing die erste Pole-Position im ADAC GT Masters gesichert. In 1:24.834 Minuten fuhr er mit dem Aston Martin Vantage GT3 an die Spitze des Nürburgring-Qualifyings. Es ist die erste Pole-Position für einen Aston Martin im ADAC GT Masters seit 2008. 

„Ich bin unglaublich glücklich. Nicht nur für mich, sondern vor allem für das gesamte Team. Sie arbeiten so hart und die Ergebnisse haben das bis jetzt nicht widergespiegelt. Wir haben so gekämpft, um wieder an die Spitze zu kommen und das Lob gilt wirklich den Jungs“, freute sich Day, der sich den Aston Martin mit Baudouin Detout (25/FRA) teilt. „Es gibt eigentlich keinen Plan für das Rennen, außer vorne wegzufahren, einen Vorsprung herauszufahren und ihn für den Rest des Rennens zu halten.“

Bei angenehmen 20 Grad Lufttemperatur gingen die Starter des ADAC GT Masters am Sonntagmorgen ins zweite Qualifying. Es entwickelte sich ein Hin und Her zwischen Day und dem nun Zweitplatzierten Kiano Blum (19/AUT). Ihm fehlten letztlich beim Heimspiel seines Haupt Racing Teams im Ford Mustang GT3 0,335 Sekunden zur Bestzeit. Ein Ausrufezeichen setzte Gaststarter SR Motorsport by Schnitzelalm. Der amtierende ADAC GT4 Champion Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel) fuhr im Mercedes-AMG GT3 die drittschnellste Zeit mit 0,443 Sekunden Rückstand.

Ebenfalls Eindruck machte Alexander Tauscher Alexander Tauscher (23/Mitterfels/Razoon - more than Racing) in seinem allerersten ADAC GT Masters-Qualifying. Der Rookie fuhr im Porsche mit 0,519 Sekunden Rückstand auf Startplatz vier. Die Top-5 komplettierte mit Max Reis (19/Ramstein) ein weiterer Ford Mustang aus dem Hause HRT. Ihm fehlten 0,593 Sekunden zu Day.

Das finale Rennen des Wochenendes im ADAC GT Masters findet am Sonntag um 14:15 Uhr statt und wird live auf Sport1 im Free TV übertragen. Dazu gibt es Highlights aus dem Samstagslauf. Im Stream ist das Rennen bei Joyn, ServusTV On und Youtube.com/ADACMotorsports zu sehen.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 11. Juli 2026

ADAC GT-Masters: Souveräner Sieg für Hirsiger/Zulauf am Nürburgring

  • Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport feiert dritten Sieg
  • Podium für Kalus/Blum im Ford beim Heimspiel des Haupt Racing Teams
  • DTM-Teamchef Grasser und Tweraser gewinnen Pro-AM-Wertung im Lamborghini

Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind erneut Tabellenführer
Foto: ADAC-Motorsport

Pole-Position in Perfektion verwandelt. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben sich im ersten Rennen am Nürburgring ihren dritten Saisonsieg im ADAC GT Masters gesichert. Das Duo im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 kam mit 5,737 Sekunden Vorsprung vor Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 ins Ziel und übernahm erneut die Führung in der Meisterschaft. Ihre ersten Verfolger in der Tabelle, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport), wurden Dritte. „Wir sind sehr glücklich. Wir haben wirklich alles aus dem Auto herausgeholt, was möglich war. Ich hatte einen guten Start und wusste, die ersten zehn bis zwanzig Minuten des Rennens werden entscheidend sein, um am Ende etwas Puffer zum Schonen der Reifen zu haben“, erklärte Hirsiger. Teamkollege Zulauf fügte hinzu: „Der Reifenverschleiß ist bei diesen Temperaturen extrem, deshalb habe ich in meiner Hälfte versucht, den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Dass wir die Meisterschaft jetzt wieder anführen ist ein gutes Gefühl. Ich mag es, der Gejagte zu sein. Wirklich wichtig ist uns aber, nach dem letzten Saisonrennen oben in der Tabelle zu stehen.“

Bei 28 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Hirsiger im Lamborghini von der Pole-Position aus ins Rennen und verteidigte Rang eins. Dahinter entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Fourie, Kalus und dessen Ford-Teamkollegen Emil Gjerdrum (19/NOR). In dessen Folge eroberte Kalus Rang zwei vor Gjerdrum, während der BMW von Fourie auf Rang vier zurückfiel. Kalus und später Blum fuhren die zweite Position beim Heimspiel ihres in Drees beheimateten Haupt Racing Teams sicher nach Hause und waren nach schwierigen Wochen überglücklich. „Es ist eine sehr große Erleichterung, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir sind alle extrem glücklich“, strahlte Kalus. „Als mir nach dem Qualifying gesagt wurde, dass ich Dritter bin, konnte ich es kaum glauben, weil niemand von uns damit gerechnet hat, so weit vorne zu stehen. Am Start wollte ich diesmal unbedingt eine Position gewinnen und das ist mir gelungen. Von da ab haben Kiano und ich jede Runde gepusht, aber Platz eins war zu weit weg. Vielen Dank an HRT, die über Nacht nochmal das komplette Setup geändert und das Podium so möglich gemacht haben.“

Hinter Kalus sortierte sich zunächst Gjerdrum ein, musste aber nach dem ersten Rennviertel Fourie wieder passieren lassen. „Der Start war ein bisschen knifflig, weil die Außenlinie noch dreckig von den Trucks zuvor war“, erklärte Fourie, wieso Kalus und Gjerdrum ihn passieren konnten. „Ich habe es aggressiv versucht, um vielleicht noch eine Chance in Richtung des Lamborghini zu erhalten. Das ging leider nach hinten los und beide Ford gingen vorbei. Als der Ford einen Fehler gemacht hat, konnte ich wieder vorbeigehen, aber mehr war nicht möglich. Wir haben mit diesem dritten Rang das Maximum heute für die Meisterschaft herausgeholt.“

Auf dem vierten Rang kamen die Zwillingsbrüder Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) in einem weiteren BMW ins Ziel. Als bestplatzierte Gaststarter kamen Enrico Förderer (19/Leuterod)/Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 auf Platz fünf, wodurch Förderer bei seinem GT3-Debüt stärkster Rookie wurde. Härtling hatte sich in einem sehenswerten Duell an Fabio Rauer (19/Stolberg) vorbeigekämpft, der zusammen mit Storm Gjerdrum (16/NOR) im BMW Sechster wurde. Auf den Rängen sieben und acht kamen Leo Pichler (24/AUT)/Alexander Tauscher (23/Mitterfels/beide Razoon - more than Racing) und Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) ins Ziel. Tauscher im Porsche und Primm im Audi hatten sich ein spektakuläres Duell geliefert, als sie im Positionskampf nahezu eine Runde im Parallelflug um die Strecke fuhren. Primm ging zunächst vorbei, musste die Position allerdings kurze Zeit danach wieder zurückgeben. Als bestes Pro-AM-Team kamen DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) und Gerhard Tweraser (37/AUT/beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini als Neunte an. Die Top-10 wurden von Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche komplettiert.

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters im Rahmen des Int. ADAC Truck-Grand-Prix findet am Sonntag um 14:25 Uhr statt und wird live auf Sport1 im Free TV übertragen. Dazu zeigen Joyn und ServusTV On den zweiten Lauf in voller Länge. Das Qualifying findet am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr statt und ist – wie später auch das Rennen – auf Youtube.com/ADACMotorsports verfügbar.


ADAC GT Masters: Hirsiger sichert sich Debüt-Pole am Nürburgring

Meisterschaftskampf schon im Qualifying des ADAC GT Masters am Nürburgring. Der Tabellenzweite Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) startet das erste Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix aus der Pole-Position – neben ihm steht der Meisterschaftsführende Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). Im Zeittraining am Samstagmorgen lieferten sich die beiden ein Duell um die Bestzeiten, bis schließlich Hirsiger im Lamborghini in 1:25.104 Minuten die Spitze übernahm und Fourie sich mit Platz zwei und 0,249 Sekunden Rückstand begnügen musste.

„Alles hat super geklappt und für uns war es die perfekte Runde. Das ist hier am Nürburgring mit den ganzen Kerbs nicht einfach. Ein Danke ans Team für die tolle Arbeit, das Auto war super“, freute sich Hirsiger über seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit Teamkollege Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus) möchte er das Rennen entspannt angehen und macht sich keine Sorgen um das Duell mit Meisterschaftskonkurrent Fourie. „Wir wissen, dass wir alle fair fahren und es nicht um die erste Kurve, sondern das Gesamtresultat geht. Unsere Longrun-Pace ist super, Finn und ich sind beide super Fahrer – da ist schon was möglich.“

Fourie selbst war überrascht von seinem starken Ergebnis im Qualifying. „Wir hatten ehrlich gesagt nicht erwartet, so weit vorne zu stehen. Die Jungs vom Team haben einen tollen Job gemacht, denn das Auto fühlte sich von der ersten Runde hier super an“, erklärte Fourie, der gemeinsam mit Tim Zimmermann (29/Langenargen) im BMW M4 GT3 Evo um die Meisterschaft kämpft. Im Duell gegen den Lamborghini stapelt er allerdings tief. „Sie sehen immer noch stärker aus als wir, das hat das Qualifying gezeigt. Trotzdem versuchen wir natürlich alles. Sollten wir sie nicht besiegen können, möchten wir die ersten Verfolger sein.“

Von der dritten Startposition aus geht Niklas Kalus (21/Duisburg) ins Rennen. Im Ford Mustang GT3 lag er 0,312 Sekunden hinter der Bestzeit beim Heimspiel seines Haupt Racing Teams aus Drees. Für eine Überraschung sorgte Rookie Victor Nielsen (19/DNK) mit Rang vier. Normalerweise startet der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und bekam am Nürburgring die Chance, sein allererstes Rennwochenende in einem GT3-Auto zu bestreiten. Bei seiner schnellsten Runde im BMW M4 GT3 Evo lag er 0,327 Sekunden hinter Polesetter Hirsiger. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (1/NOR/Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3 mit 0,4 Sekunden Rückstand.

Quelle: adac-motorsport


ADAC GT Masters: Neue Gesichter, erste Eindrücke

#22 Gottfried Grasser / Lamborghini Huracán GT3 EVO 2 / GRT Grasser Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Drei Gaststarter-Teams und zwei Ersatzfahrer geben im ADAC GT Masters am Nürburgring Gas. Nach den ersten Trainingssessions erzählen sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix.

Einer der Rookies ist Alexander Tauscher. Der 23-Jährige springt bei Razoon – more than Racing in den Porsche 911 GT3 R an der Seite von Leo Pichler (24/AUT). Normalerweise startet er im Porsche Carrera Cup Deutschland, an diesem Wochenende ersetzt er Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der sich privat verletzt hat und deshalb nicht startet. „Es ist von vorne bis hinten eine neue Erfahrung für mich und das erste Mal in einem GT3-Auto. Es ist eine lange Zeit her, dass ich so voller Vorfreude zur Rennstrecke gefahren bin. Ich versuche, die Atmosphäre aufzusaugen und bisher ist es umwerfend, ich genieße es sehr. Mein Teamkollege Leo musste gestern und heute einige Fragen beantworten, aber das hat er sehr gerne getan. Wir verstehen uns sehr gut und kennen uns seit 2021 aus der ADAC GT4 Germany. Wir können hoffentlich zeigen, dass wir super harmonieren und uns echt gut ergänzen. Ich muss ein bisschen tiefstapeln, denn ich habe viel zu lernen. Der Kampfgeist ist aber immer der gleiche. Wenn wir ein Podium schaffen würden, wäre das echt super!“

Ein Rückkehrer fährt im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom GRT Grasser Racing Team. Niemand geringerer als der Teamchef selbst. Er feierte 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters und bestritt bis einschließlich 2013 insgesamt zwölf Rennen. Nun kehrt er für zwei Gaststarts an der Seite seines guten Freundes Gerhard Tweraser (37/AUT) zurück. „Es ist spannend, macht irrsinnig Spaß und Freude. Der Ehrgeiz kommt natürlich zurück. Mit Gerhard zusammen ist es extrem lustig. Unsere Testfahrten fanden alle bei kaltem Wetter statt und jetzt verstehe ich bei diesen Temperaturen hier, weshalb meine Fahrer im Auto immer so jammern, dass es heiß ist. Wenn ich im Qualifying ein oder zwei Autos hinter mir lasse, bin ich schon zufrieden. Danach wird man sehen, wie der Start gelingt und welchen Verlauf die Rennen nehmen.“

Nico Hantke (22/Hürth) war bereits in den vergangenen beiden Jahren Stammpilot im ADAC GT Masters, erzielte zwei Rennsiege und eine Pole-Position. Nun kehrt er an der Seite von Felice Jelmini (31/ITA) im Mercedes-AMG GT3 Evo von Prosport Racing zurück. „Wir hatten einen recht guten Start und ich bin super happy, wieder hier zu sein. Das Auto macht Spaß und der Nürburgring ist generell eine coole Strecke – vor allem im Rahmen des Truck GP ist es eine schöne Atmosphäre. Der Mercedes ist recht ähnlich zum Aston Martin, den ich früher gefahren habe. Zuletzt war ich allerdings viel im Audi unterwegs und das ist schon etwas anders. Ich musste mich daran gewöhnen. Wir wollen auf jeden Fall ums Podium kämpfen, aber wo wir wirklich stehen, sehen wir erst am Samstagmorgen im ersten Qualifying.“

Enrico Förderer (19/Leuterod) feiert an diesem Wochenende ebenfalls sein Debüt im GT3-Auto. Der amtierende Champion der ADAC GT4 Germany teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit seinem Meisterschaftskollegen Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). „Bisher gefällt es mir super. Die ersten Runden in einem GT3 waren einfach unfassbar. Es macht unglaublich Spaß und ich freue mich aufs Wochenende. In der Konstellation mit dem Team und Jay Mo sind wir sehr selbstbewusst und wissen, was wir können. Mein Ziel ist, das Beste aus dem Wochenende herauszuholen, das Auto heil zu lassen und keinen Blödsinn zu machen.“

Ein weiterer Rookie ist Victor Nielsen (19/DNK) im BMW M4 GT3 Evo. Normalerweise fährt der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und darf dieses Wochenende erstmals ADAC GT Masters-Luft schnuppern. „Ich bin meine ersten Runden in einem GT3-Auto gefahren und es war eine unglaubliche Erfahrung. Am vergangenen Wochenende war ich noch am Norisring in der ADAC GT4 Germany und ich glaube, es wird hart, nach diesen Eindrücken wieder zurückzukehren (lacht). Der Speed-Unterschied und auch das Downforce-Level sind wahnsinnig. Bisher lief es richtig gut und ich habe Vertrauen ins Auto aufgebaut. Ich habe an das Wochenende keine großen Erwartungen bezüglich der Ergebnisse. Wichtig ist für mich vor allem, im Teamvergleich mithalten zu können und nicht eine Sekunde oder mehr hinter den beiden Schwesterautos zu liegen.“

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT Masters: Simon Connor Primm setzt erstes Ausrufezeichen am Nürburgring

Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) hat sich die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters am Freitag auf dem Nürburgring gesichert. Der Pilot im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 fuhr seine schnellste Runde von 1:25.981 Minuten in der Vormittagssession. „Wir hatten heute nur ein kleines Problem, das wir innerhalb von ein paar Minuten beheben konnten. Ansonsten war es ein reibungsloser Tag. Wir haben getestet, was wir uns vorgenommen hatten“, so Primm. „Ich habe zuhause nochmal extra trainiert und mich intensiver auf die Hitze vorbereitet, wobei die Temperaturen hier aktuell noch sehr entspannt sind. Wir hoffen natürlich, an das Lausitzring-Wochenende anzuknüpfen und wieder die Pole-Position zu erzielen und im besten Fall das Rennen zu gewinnen.“

Bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad setzte sich Felix Hirsiger (28/CHE) auf die zweite Position. Dem Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport fehlten in seinem Lamborghini nur 17 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit. Der Tabellenzweite des ADAC GT Masters war der einzige Fahrer in den Top-5, der seine schnellste Runde in der Nachmittagssession gesetzt hatte. Am Freitag gelang es nur Primm und Hirsiger die 1:26er-Marke zu knacken. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag. Die zweite Session war super, wir haben uns aufs Qualifying vorbereitet. Das Gefühl war da, das Auto war da, obwohl die hohen Temperaturen sicher nicht hilfreich für schnelle Zeiten waren“, erklärte Hirsiger. „Finn hat im Longrun ebenfalls gezeigt, dass wir stabil dabei sein und die Meisterschaftsführung zurückerobern können. Ich denke, das ist möglich, weil wir mental stark sind. Das ist immer der Trumpf, wenn es in den Meisterschaftskampf geht.“

Die Top-3 komplettierte Leo Pichler (24/AUT/Razoon - more than Racing). Er teilt sich dieses Wochenende seinen Porsche 911 GT3 R mit Rookie Alexander Tauscher (23/Mitterfels). Im schnellsten Run lag Pichler 0,142 Sekunden hinter der Spitze. Rang vier erzielte Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). In seinem BMW M4 GT3 Evo war der Tabellenführer 0,237 Sekunden langsamer als Primm. Baudouin Detout (25/FRA/Comtoyou Racing) fuhr auf Rang fünf der Tageswertung. Im Aston Martin Vantage GT3 fehlten ihm 0,446 Sekunden zur Bestzeit.

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 8. Juli 2026

GT-Masters: Eifel-Spektakel beim ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring

  • Zahlreiche Gaststarter erweitern das Feld, auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser dabei
  • Heimspiel für das Haupt Racing Team, die Holzem-Zwillinge und Schnitzelalm Racing
  • Meisterschaftskampf zwischen BMW und Lamborghini spitzt sich zu

Die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem feiern im BMW M4 GT3 Evo
von Schubert Motorsport ihr Heimspiel am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Highlight der Saison wartet auf das ADAC GT Masters. Auf dem Nürburgring tritt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix an, zu dem im vergangenen Jahr mehr als 134.000 Zuschauer am Wochenende reisten. Es werden zwei Sprint-Rennen von 60 Minuten Renndauer (Samstag 13:45 Uhr und Sonntag 14:15 Uhr) ausgetragen. Am Sonntag überträgt Sport1 das zweite Rennen live im Free-TV sowie Highlights des Samstagslaufs. Alle Rennen sind zudem live auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports zu sehen.

DTM-Teamchef Grasser und siebte Marke als Gaststarter

Einer der namhaftesten Gaststarter am Nürburgring wird Gottfried Grasser (47/AUT) sein. Der DTM-Teamchef tauscht die Rollen und setzt sich nach 13 Jahren Rennpause wieder hinters Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo 2. Das Cockpit teilt er sich mit seinem guten Freund Gerhard Tweraser (37/AUT), der bereits 36 Rennen im ADAC GT Masters absolvierte – viele für das GRT Grasser Racing Team. Das Duo wird in der Pro-Am-Klasse antreten. „Das Ziel im ersten Rennen ist, ins Ziel zu kommen. Im Zweiten schauen wir, welche Position es wird“, erklärt Grasser, der bereits zwölf Rennen im ADAC GT Masters bestritten hat. Obwohl die Ambitionen hoch sind, dämpft er gleichermaßen die Erwartungen. „Wir haben bisher noch nicht einmal einen Boxenstopp mit Anschnallen und allem Drum und Dran geübt. Daher schauen wir erstmal, dass wir sicher ins Ziel kommen. Aber natürlich ist sofort auch wieder der Biss da und ich werde die Zehntel und Platzierungen genau im Blick haben.“

Als Rückkehrer begrüßt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC Prosport Racing mit dem Mercedes-AMG GT3. Somit werden am Nürburgring wieder sieben verschiedene Marken an den Start gehen. Als Fahrer an Bord sind Debütant Felice Jelmini (31/ITA) und mit Nico Hantke (22/Hürth) ein bekanntes Gesicht. Er fuhr in den vergangenen beiden Jahren in der Serie und erzielte eine Pole-Position, zwei Siege sowie Tabellenrang vier. Am Nürburgring feiert der Hürther zudem sein Heimspiel und hat sich viel vorgenommen: „Ich freue mich, zum ersten Mal mit dem Mercedes-AMG GT3 an den Start zu gehen. Es ist eine neue Herausforderung, aber ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Das Ziel für das Wochenende ist ganz klar: Wir wollen vorne mitfahren und um den Sieg kämpfen.“

Der dritte Gaststarter ist SR Motorsport by Schnitzelalm. Das Team bestritt die vergangene Saison komplett und ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter dabei. Den Mercedes-AMG GT3 der Mannschaft aus Niederzissen pilotieren beim Heimspiel die amtierenden ADAC GT4 Champions, Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). Förderer feiert sein Debüt im GT3-Auto, Härtling hat sogar schon ein Podium im ADAC GT Masters vorzuweisen. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln“, so Härtling.

Meisterschaftskampf geht in die nächste Runde

In der Tabelle liegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) in ihrem BMW M4 GT3 Evo mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze. Die Vizechampions des Vorjahres haben aktuell einen Lauf. Sie haben zwei der vergangenen vier Rennen gewonnen und wurden zweimal Zweite. „Wir versuchen, auf dieses Momentum aufzubauen und genauso weiterzumachen“, erklärt Fourie. „Wir wissen, dass das am Nürburgring vielleicht nicht so gut funktionieren könnte wie bisher, aber wir nehmen jedes Rennen wie es kommt und holen das Maximum heraus.“ Teamkollege Zimmermann hat zudem ein riesiges Event mit rund 300 Gästen geplant, die in einer eigenen Lounge ihm und seiner Mannschaft die Daumen drücken werden.

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sind die ersten Verfolger. Sie haben ebenfalls zwei Saisonsiege auf dem Konto und möchten am Nürburgring die Tabellenführung zurückerobern. „Ich gehe positiv in das Wochenende. Die Strecke sollte für uns nicht schlecht sein. Natürlich gibt es immer äußere Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich denke, dass wir nach wie vor alle Voraussetzungen mitbringen, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärt Zulauf, der im Vorjahr bereits am Nürburgring auf dem Podium stand.

Heimspiel für Sandro und Juliano Holzem und das Haupt Racing Team

Nach ihrem Debüt-Sieg am Lausitzring fahren die Zwillinge Juliano und Sandro Holzem (22) aus Polch mit einer Extraportion Selbstbewusstsein zu ihrem Heimspiel. „Die Motivation ist extrem hoch. Viele Sponsoren und unsere Familie kommen zum Rennen. Es werden auch wieder viele Zuschauer vor Ort sein, die Vorfreude ist wirklich riesig. Wir wissen, dass wir mit unserem Paket am Nürburgring extrem stark sind und dort auf jeden Fall gewinnen können. Aktuell sind wir Meisterschaftsdritte und wollen am Nürburgring den nächsten Schritt machen, um ganz oben ein Wörtchen mitzureden“, erklärt Sandro Holzem, der viele schöne Momente mit dem Nürburgring verbindet. „Wir waren schon als Kinder immer mit meinem Vater an der Strecke und ich habe dort mein Debüt in der DTM gefeiert.“

Ein Heimspiel feiert auch das Haupt Racing Team. Die Mannschaft aus Drees wird drei Ford Mustang GT3 ins Rennen schicken und hat aus der Vergangenheit eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen: drei der letzten vier Rennen in der Eifel gewonnen und zudem vier Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions erzielt. Auch in der aktuellen Saison ist HRT mit fünf Podien gut unterwegs und nimmt beim Heimspiel Kurs auf den ersten Saisonsieg.


Schubert Motorsport startet beim ADAC GT Masters am Nürburgring

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Schubert Motorsport ist zurück im ADAC GT Masters. Vom 10. bis 12. Juli geht das Team beim ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring an den Start. Am Steuer des BMW M4 GT3 stehen erneut Sandro und Giuliano Holzem, die nach ihrem starken Auftritt beim vergangenen Rennwochenende mit viel Rückenwind in die nächste Runde der Saison gehen.

Zuletzt feierten die beiden ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters und setzten damit ein klares Ausrufezeichen. An diese Leistung möchte Schubert Motorsport nun anknüpfen. Die Ausgangslage ist vielversprechend: Sandro und Giuliano Holzem liegen in der Fahrerwertung aktuell auf Rang drei und haben mit 79 Punkten weiterhin eine starke Position im Kampf um die vorderen Plätze. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport derzeit auf Platz fünf.

Der Nürburgring ist für Schubert Motorsport keine unbekannte Strecke. Das Team verfügt über viel Erfahrung auf dem traditionsreichen Kurs und kennt die besonderen Anforderungen der Strecke sehr gut. Dennoch bleibt das Wochenende offen: Wetter, Verkehr und die starke Konkurrenz im ADAC GT Masters können jederzeit eine entscheidende Rolle spielen.

Das Rennwochenende beginnt am Freitag mit zwei Freien Trainings. Am Samstag folgen das erste Qualifying und Rennen 1, bevor am Sonntag mit Qualifying 2 und Rennen 2 die nächsten wichtigen Punkte vergeben werden.

Sandro Holzem:„Der Nürburgring ist für uns natürlich ein ganz besonderes Wochenende. Es ist unser Heimrennen, viele Freunde, Partner und Unterstützer werden vor Ort sein, und genau darauf freuen wir uns sehr. Wir kennen die Strecke gut und fühlen uns dort zuhause. Nach unserem ersten Sieg im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring gehen wir mit großer Motivation in das Wochenende. Wir wollen von Beginn an Vollgas geben, weiter angreifen und versuchen, an die starke Leistung anzuknüpfen.“

Quelle:schubert-motorsport.com

Dienstag, 7. Juli 2026

DTM-Teamchef Gottfried Grasser kehrt ins ADAC GT Masters zurück

  • Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser treten im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 an
  • GRT Grasser Racing Team absolviert Gaststarts am Nürburgring und am Salzburgring
  • Gottfried Grasser: „Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause.“

Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser vor ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2
(Copy: GRT Grasser Racing Team)

Vom Kommandostand ins Cockpit: DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) kehrt nach 13 Jahren ins ADAC GT Masters zurück – als Pilot. Der 47-Jährige wird mit seinem GRT Grasser Racing Team einen Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 einsetzen. An seiner Seite greift Gerhard Tweraser (37/AUT) ins Lenkrad. Das Duo absolviert zwei Gaststarts im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring (10. bis 12. Juli) und auf dem Salzburgring (4. bis 6. September).

Das GRT Grasser Racing Team war zuletzt 2024 im ADAC GT Masters am Start und absolvierte insgesamt 13 Jahre in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Gottfried Grasser fuhr zuletzt 2013 am Red Bull Ring und kehrt nun ins Cockpit zurück. Die Idee entstand 2025 mit seinem guten Freund und Teamkollegen Tweraser zusammen. „Nach zehn Jahren ging der Huracán in den Ruhestand und ich habe eines der Autos privat behalten. Jetzt stand es zuhause und der Keller war voll mit Ersatzteilen“, lachte Grasser. „Wir haben also beschlossen, über das Jahr ein paar lockere Tests zu fahren. Es hat immer mehr Spaß gemacht und der nächste Schritt war, den Kalender zücken und sehen, wann das ADAC GT Masters nicht mit der DTM zusammen unterwegs ist. Damit war die Entscheidung schon getroffen, vor allem mit dem Heimrennen am Salzburgring.“

Teamkollege Gerhard Tweraser ist ebenfalls seit 2012 im ADAC GT Masters aktiv. Der Österreicher hat insgesamt 36 Rennen bestritten und war immer wieder für das GRT Grasser Racing Team am Start. Zuletzt trat er 2025 auf dem Red Bull Ring als Gaststarter in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo 1 an. Im Vorfeld des Nürburgring-Wochenendes im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix besteht am Donnerstag eine Testmöglichkeit, die Grasser und Tweraser nutzen werden. An gleicher Stelle trat Grasser 2011 erstmals mit einer mächtigen Dodge Viper im ADAC GT Masters an. Nach einem technischen Defekt im Training war das Wochenende vor 15 Jahren allerdings frühzeitig beendet, bei seinem Comeback hofft er nun auf mehr Glück. „Ich habe ein Racer-Herz, das habe ich schon an den Testtagen gemerkt. Ich habe an den Zehnteln herumgeknabbert und versucht immer wieder besser zu werden“, gibt der 47-Jährige ehrlich zu. „Wir haben auch mit dem Huracán ein sehr ausgereiftes Auto, das sehr viele Erfolge gefeiert hat und vorne mitfahren kann, das ist eine super Basis. Das hatten wir 2013 nicht, damals war es eher sehr mühsam.“

Der Österreicher tritt seit 2022 mit seinem GRT Grasser Racing Team in der DTM an und setzt seit dieser Saison den Lamborghini Temerario GT3 ein. Während er dort als Teamchef die Fäden zieht und seine Piloten zur Umsicht ermahnt, gelingt ihm das im Cockpit nur bedingt. „Es ist immer das Gleiche: Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause“, lacht Grasser. „Es ist eine wahnsinnige Herausforderung, macht aber irrsinnig Spaß. Das Rennfahren ist eine eigene Welt und bringt dich in allen Belangen an die Grenzen. Der Sport übt eine brutale Faszination aus. Das mal wieder von der anderen Seite zu sehen, tut als Teamchef sehr gut.“

Die Rückkehr ins Cockpit nach 13 Jahren ist für Grasser aber nicht nur Spaß, sondern auch eine ernstzunehmende Aufgabe, der er mit Respekt begegnet. „Für mich wird die größte Herausforderung die Zweikämpfe mit den anderen Autos. Da habe ich noch ein bisschen Bammel, denn das habe ich schon lange nicht mehr gemacht“, verrät der 47-Jährige, der gemeinsam mit Tweraser in der Pro-AM-Klasse an den Start gehen wird.

Für die Zukunft schließt er auch nicht aus, wieder als Teamchef ins ADAC GT Masters zurückzukehren, allerdings nur mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. „Wir haben mit diesem Auto aktuell noch ein paar Baustellen und es ist ein langer Weg, aber für die Zukunft kann ich mir eine Rückkehr auf jeden Fall vorstellen“, so Grasser. „Ich mag die Serie und ihr Format irrsinnig gerne. Die Mischung aus Nachwuchspiloten und alten Hasen wie mir bringt viel Würze und Spannung. Und das Umfeld stimmt.“


Schnitzelalm Racing feiert ADAC GT Masters-Comeback mit Meisterduo

  • Gaststart am Nürburgring mit Förderer/Härtling im Mercedes-AMG GT3
  • ADAC GT4 Germany-Champions geben erstmals gemeinsam im ADAC GT Masters Gas

Der Mercedes-AMG GT3 von Schnitzelalm Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Schnitzelalm Racing kehrt mit dem Mercedes-AMG GT3 ins ADAC GT Masters zurück. Das Team aus Niederzissen bestreitet im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix vom 10. bis 12. Juli einen Gaststart auf dem Nürburgring. Pilotiert wird der Mercedes der Mannschaft von bekannten Gesichtern: Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel), die amtierenden Champions der ADAC GT4 Germany, werden gemeinsam an den Start gehen.

Für Härtling wird es der dritte Einsatz in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Der 23-Jährige startete bereits 2024 gemeinsam mit Schnitzelalm Racing am Nürburgring sowie in Hockenheim und stand einmal auf dem Podium. „Ich freue mich, wieder im ADAC GT Masters zu starten“, erklärt Härtling. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln. Wenn wir das Potenzial des Autos ausschöpfen und um gute Platzierungen kämpfen können, wäre das ein gelungenes Wochenende.“

Sein Teamkollege Förderer, mit dem er sich bereits vergangene Saison beim Titelgewinn in der ADAC GT4 Germany das Auto von Schnitzelalm Racing teilte, feiert hingegen sein Debüt – im ADAC GT Masters und in der GT3-Klasse. „Der Schritt ins GT3-Auto ist für mich etwas Besonderes. Das ADAC GT Masters ist dafür eine ideale Plattform, um Erfahrung auf hohem Niveau zu sammeln“, freut sich Förderer auf seinen ersten Einsatz.

Schnitzelalm Racing ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter aktiv, 2025 bestritt die Mannschaft erstmals eine komplette Saison im ADAC GT Masters. Zwei Pole-Positions sowie vier Podiumsplatzierungen stehen für das Team aus Niederzissen, das nur rund 30 Kilometer vom Nürburgring entfernt beheimatet ist, zu Buche. „Der Gaststart im ADAC GT Masters ist für uns die ideale Gelegenheit, unsere beiden Nachwuchsfahrer bei unserem Heimrennen weiterzuentwickeln. Enrico bekommt die Chance, sein GT3-Debüt auf diesem Niveau zu feiern, während Jay Mo bereits Erfahrung aus der Serie mitbringt“, sagt Teamchef Thomas Angerer. „Dass wir das vor der großartigen Kulisse des Truck-Grand-Prix tun können, macht das Wochenende noch besonderer. Wir bedanken uns zudem bei unserem neuen Partner Logosocke, der dieses Projekt unterstützt.“


Die Halbzeitchampions Fourie und Zimmermann über Erwartungsdruck, Teamgeist und hohe Ambitionen

  • Das BMW-Duo von FK Performance Motorsport gibt Einblicke in seine Zusammenarbeit
  • Fourie liegt in der „Road-to-DTM“-Wertung an der Spitze und denkt an den Titel
  • Die Tabellenführer verraten, wer sie abseits der Rennstrecke sind


Leyton Fourie (20/ZAF) und Tim Zimmermann (29/Langenargen) sind Halbzeitmeister des ADAC GT Masters. Im letzten Rennen vor Saisonmitte haben die beiden Piloten von FK Performance Motorsport die Tabellenführung übernommen. Im Interview schildert das BMW-Duo seine Erwartungen, gibt Einblicke in die persönliche Zusammenarbeit als Teamkollegen und verrät, warum es auch manchmal ehrliche Worte braucht.

Als Vizechampions des Vorjahres wart ihr von Saisonbeginn an unter den Top-Favoriten auf den Titel. Wäre es eine Enttäuschung gewesen, jetzt nicht ganz oben in der Tabelle zu stehen?

Leyton Fourie: „Wir waren nur eines von zwei Fahrerduos, die aus dem Vorjahr schon bestanden. Entsprechend wussten wir um das Potenzial unseres Paketes und was wir tun müssen, um es auszuschöpfen. Der Saisonauftakt war allerdings steinig, weil ein paar Variablen nicht in unsere Karten gespielt haben. Zandvoort war hingegen ein Traumwochenende mit einem Sieg und einem zweiten Platz. Als wir schließlich an den Lausitzring kamen, wussten wir nicht, wo wir wirklich stehen, obwohl ich von Beginn an ein recht gutes Gefühl hatte. Hätte mich am Red Bull Ring jemand gefragt, ob wir Halbzeitmeister werden, hätte ich vermutlich nein gesagt. Jetzt bin ich einfach glücklich, dass wir oben stehen, über die Fortschritte und was wir aus dem Paket herausgeholt haben.“

Tim Zimmermann: „Das lustige ist, dass mir vor meinem Wechsel zu BMW jeder erzählt hat, dass der Red Bull Ring einfach die perfekte Strecke für das Auto ist und es dort superschnell ist. Letztlich hatten wir sowohl dieses als auch letztes Jahr nicht nur Pech, sondern auch keine Pace. Wir wussten, dass es auch dieses Jahr nicht unsere favorisierte Strecke sein würde, sind aber immer positiv geblieben. Das war auch der Grund, warum wir in Zandvoort so abgeliefert haben. Nun sind wir mitten im Titelkampf, wenngleich die Saison noch lang ist und viel passieren kann. Trotzdem bin ich jetzt sehr positiv.“

Wie groß war die Erleichterung nach dem Traumwochenende in Zandvoort?

Leyton Fourie: „Die war gar nicht so groß, weil wir schon vor dem Wochenende zuversichtlich waren, was unser Paket dort anging. Als wir gewonnen haben, fühlte es sich eher wie eine Art Revanche für das an, was am Red Bull Ring passiert war. Ich glaube, wir haben das gebraucht – emotional und für unser Gefühl. Es war gut für das Team und es hat uns auch unser Selbstvertrauen zurückgegeben.“

Wann war klar, dass ihr wieder als Teamkollegen für FK Performance Motorsport antreten werdet?

Tim Zimmermann: „Ich war mir immer sicher, dass ich beim Team bleiben wollte, deshalb habe ich mich ziemlich früh entschieden. Ich glaube, bereits in Hockenheim lag uns ein Vertrag vor. Aber niemand wusste damals, wer mein Teamkollege werden würde. Natürlich habe ich auf Leyton gehofft, weil wir zusammen ein starkes Duo sind.“

Leyton Fourie: „Für mich gab es im Vorfeld noch ein paar Dinge anderer Natur zu klären. Als diese ausgeräumt waren, stand meine Entscheidung. Ich bin mit FK Performance Motorsport schon in der ADAC GT4 Germany gefahren und habe mit ihnen den Aufstieg ins ADAC GT Masters geschafft. Außerdem konnten wir sehen, dass wir mit unserem Paket die Meisterschaft gewinnen können.“

Was macht FK Performance Motorsport als Team aus?

Tim Zimmermann: „Für mich gab es bisher eigentlich in jedem Team etwas, das nicht gepasst hat. Damit meine ich nicht nur die Arbeit auf der Strecke. Ich bringe zu jedem Event viele Gäste mit und da muss alles reibungslos funktionieren. Bei FK Performance Motorsport würde ich zum ersten Mal sagen, dass einfach alles reibungslos läuft. Alle arbeiten gut zusammen und ich bin wirklich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre hierbleiben kann.“

Leyton Fourie: „Das Team fühlt sich schon seit meinen GT4-Zeiten wie Familie an. Auch wenn sich im Laufe der Jahre natürlich die Ingenieure geändert haben, ist das Umfeld gleichgeblieben. Wenn ich aus Südafrika anreise, kommt es mir jedes Mal so vor, als würde ich zu einer zweiten Familie kommen, weit weg von meiner eigentlichen Familie zu Hause. Es herrscht immer eine gute, positive Atmosphäre und es gibt nichts, über das ich mich beschweren müsste.“

Es ist das zweite Jahr als Teamkollegen. Wie hat sich die Zusammenarbeit verändert? Redet oder kritisiert ihr euch mittlerweile anders?

Tim Zimmermann: „Wenn ich ehrlich bin, hatten wir zu Beginn der Saison unsere schwierigen Momente. Die Erwartungen an dieses Jahr waren einfach unglaublich hoch. Und natürlich: Wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, kochen die Emotionen deutlich höher. Wir haben aber direkt darüber gesprochen, dass wir ruhig bleiben müssen, auch wenn Dinge nicht nach Plan laufen und trotzdem unser Bestes geben. Jetzt sind wir wieder auf Kurs. Das gilt auch für unser Gesamtpaket.“

Leyton Fourie: „Das Team ist letztlich wie eine Familie. Und in einer Familie kommt es manchmal vor, dass man aneinandergerät, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollten. Das Schöne ist aber zu sehen, wie das Umfeld und die Beziehungen innerhalb des Teams funktionieren. Selbst nach so einer Situation schaffen wir es, alles sofort wieder in die richtige Bahn zu lenken. Wir können uns gegenseitig beruhigen, einen klaren Kopf bewahren und uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Im zweiten Jahr der Zusammenarbeit verstehen wir uns viel besser und gleichzeitig sind wir schlicht immer ehrlich zueinander. Das ist unsere Arbeitsweise.“

Tim Zimmermann: „Das ist auch gut so!“

Wer sind Leyton Fourie und Tim Zimmermann, wenn sie nicht hinter dem Steuer sitzen?

Leyton Fourie: „Ich bin zuhause ziemlich mit meinem Studium beschäftigt. Das ist zwar manchmal etwas nervig, aber es läuft recht gut. Ich engagiere mich auch in meiner Kirchengemeinde. Mein Glaube hat für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Außerdem spiele ich gelegentlich Golf, unter anderem mit Joe [Joseph Ellerine]. Er wohnt nur etwa 20 Minuten von mir entfernt. Darüber hinaus engagiere ich mich ein wenig als Coach für junge Fahrer dort, wo ich früher selbst gefahren bin und auch Kelvin und Sheldon van der Linde ihre Karriere begonnen haben. Die Förderung des Nachwuchses liegt mir sehr am Herzen. Training gehört natürlich auch dazu, wobei ich eher spaßige Aktivitäten bevorzuge. Ich radle gerne, aber eher im Fitnessstudio.“

Tim Zimmermann: „Ich organisiere an den Rennwochenenden ziemlich große Veranstaltungen für meine Partner und Sponsoren. Deshalb fließt viel Zeit in die Planung. Aber ich bin auch ein sehr guter Hundepapa. Ich wohne direkt am See, deshalb verbringe ich gerne Zeit auf oder neben dem Wasser – zum Beispiel indem ich ein Boot miete, Wakeboard oder Rad fahre. Ich gehe auch gerne wandern und klettern. Generell bin ich neben dem Rennsport sehr aktiv.“

Leyton, du führst auch die „Road-to-DTM“-Wertung an. Wie wichtig ist dir diese Meisterschaft?

Leyton Fourie: „Vergangenes Jahr bin ich knapp gescheitert, deshalb wäre es eine kleine Genugtuung, sie jetzt zu gewinnen. Es wird wohl auf ein Duell zwischen mir und Finn [Zulauf] hinauslaufen. Er ist ebenfalls ein starker Fahrer, deshalb wird der Konkurrenzkampf die ganze Saison hoch bleiben. Mein Fokus bleibt der Gewinn der Fahrer-Meisterschaft und damit würde die „Road-to-DTM“ einhergehen.“

Wie sehen die langfristigen Ziele im Motorsport aus?

Leyton Fourie: „Meine Zusammenarbeit mit BMW reicht mittlerweile lange Zeit zurück – bis zum M2 Cup. Ich habe praktisch das ganze Förderprogramm durchlaufen und träume natürlich davon, Werksfahrer zu werden. Es wäre auch schön, den Weg in die DTM zu schaffen und selbstverständlich reizen mich die Klassiker – z.B. das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in einem Hypercar.“

Tim Zimmermann: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, noch einige Jahre im ADAC GT Masters zu fahren – gerne mit FK Performance Motorsport. Vieles hängt natürlich von meinen Partnern und Sponsoren ab. Letztlich entscheiden sie mit darüber, welchen Weg ich einschlage. Die DTM ist auch eine Option, allerdings bewegt sie sich preislich auf einem anderen Niveau. Es bleibt spannend.“

In der zweiten Saisonhälfte warten noch der Nürburgring, der Salzburgring und das Finale in Hockenheim. Wie optimistisch geht ihr in diese Rennen?

Tim Zimmermann: „Solange es nicht regnet, bin ich zufrieden (lacht).“

Leyton Fourie: „Ich denke, dass der Nürburgring unsere größte Herausforderung werden wird. Aber wir wissen auf jeden Fall, dass wir das richtige Gesamtpaket haben. Wie bereits erwähnt: Wir sind zuversichtlich und haben Vertrauen in unsere Möglichkeiten. Jetzt müssen wir einfach alles optimal ausschöpfen und das Maximum aus jeder Situation herausholen.“


Montag, 22. Juni 2026

ADAC GT-Masters: BMW-Duo Zimmermann/Fourie siegt und ist Halbzeitmeister

  • Zweiter Saisonsieg für Zimmermann/Fourie von FK Performance Motorsport
  • Lokalmatador Primm fährt mit Rogalski im Audi von HGL Racing auf Platz zwei
  • Haupt Racing Team-Piloten Gjerdrum/Reis im Ford erneut auf Platz drei

Leyton Fourie und Tim Zimmermann haben das Rennen gewonnen und sind Halbzeitmeister
Foto: ADAC-Motorsport

Halbzeitmeister mit Ausrufezeichen: Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Dekra Lausitzring mit 5,574 Sekunden Vorsprung dominant gewonnen. Mit ihrem zweiten Saisonerfolg übernahmen die BMW-Piloten die Tabellenführung und sind Halbzeitmeister. Rang zwei sicherten sich Lokalmatador Simon Connor Primm (21) aus Großschirma und Robin Rogalski (25/POL/beide HGL Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo 2. Das Podium komplettierten Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. „Mit diesem Ausgang hätte ich niemals gerechnet, als wir ins Wochenende gestartet sind. Wir können dem Team nur danken, denn die Strategie war unglaublich“, strahlte Fourie, der auch die „Road-to-DTM“-Wertung für sich entschied. „Dass wir nun Halbzeitmeister sind, hätte ich nach dem schwierigen Saisonstart nicht geglaubt. Wir müssen dieses Momentum nun mitnehmen und die Führung halten.“ Teamkollege Zimmermann freute sich über die Tabellenführung und den Sieg, drückte aber auf die Euphoriebremse: „Halbzeit heißt, dass noch die zweite Hälfte der Saison vor uns liegt und viel passieren kann. Ich bin sehr froh über den heutigen Ausgang und die Punkte. Es lief alles perfekt. Wir hätten nicht erwartet, so konkurrenzfähig zu sein, gerade weil der Audi heute Morgen extrem schnell war. Aber unser BMW hat sich klasse angefühlt. Ich habe versucht, die Balance zwischen Vollgas und Reifenschonen zu finden und der Plan ging auf.“

Am Start des 80-minütigen Endurance-Rennens hielt Polesetter Primm im Audi die Führung und baute in seinem Stint den Vorsprung auf über sieben Sekunden gegenüber Fourie im BMW aus. Dahinter setzte sich Ford-Pilot Emil Gjerdrum auf Rang drei. Während der ersten Boxenstopp-Phase entschieden sich HGL Racing und das Haupt Racing Team für den kurzen Stopp und gingen gemeinsam mit Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini deutlich in Führung. Der BMW von FK Performance erhielt beim ersten Stopp hingegen frische Pneus, doch Zimmermann machte die längere Standzeit durch starke Rundenzeiten am Fließband wett. „Tim hat einen super zweiten Stint gefahren. Ich hatte am Ende zwar kaum mehr Reifen übrig, aber der Abstand nach hinten war groß genug, um das zu managen“, lachte Fourie, der nach dem zweiten Boxenstopp deutlich in Führung wieder zurück auf die Strecke kam.

Hinter dem späteren Sieger wirbelte die zweite Stopp-Phase das Feld nochmals ordentlich durcheinander. Zunächst lagen die beiden Razoon – more than Racing Porsche 911 GT3 R von Pavel Lefterov (28/BGR) und Leo Pichler (24/AUT) auf Podiumskurs, da sie ebenfalls die Reifen schon beim ersten Fahrerwechsel getauscht hatten. In der Endphase zollten sie den abbauenden Pneus jedoch Tribut, während von hinten Primm im Audi und Emil Gjerdrum im Ford herannahten und mit ihren frischen Reifen beide Porsche überholten. Somit feierten Primm aus Großschirma und sein Team HGL Racing aus Leipzig gemeinsam mit Rogalski das erste Podium im ADAC GT Masters beim Heimrennen auf dem Dekra Lausitzring. „Das Rennen hat unglaublich Spaß gemacht. Ich konnte einen Vorsprung rausfahren und habe schnell bemerkt, dass wir heute das beste Auto hatten. Tausend Dank an Audi und meinen Teamchef Tobias Seyffarth, dem das gemeinsam mit unseren Ingenieuren gelungen ist“, strahlte Primm. „Als ich zu meinem finalen Stint wieder auf die Strecke kam, wusste ich, dass ich mit den frischen Reifen gute Chancen haben würde, den Porsche nochmal anzugreifen. Es war ein faires Duell und ich freue mich riesig über Platz zwei beim Heimrennen.“

Rang drei ging – wie bereits am Vortag – an Emil Gjerdrum und Reis im Ford. „Ich bin wirklich glücklich über dieses Podium. Das Ergebnis zeigt das Potenzial, von dem wir immer wussten, dass es in uns steckt“, strahlte Gjerdrum, der zum Schluss mit einem starken Mannöver noch Platz drei gegen Lefterov sicherte. „Dieses Rennen hat unglaublich Spaß gemacht durch sehr viele, teils knappe Überholmanöver. Es war eines meiner coolsten Rennen bisher. Ich glaube, beide Strategien hatten heute Vor- und Nachteile. Aber wie es aussieht, war für uns der Reifenwechsel zum Ende die richtige Entscheidung.“

Lefterov (28/BGR)/Mark Kastelic (18/SLO) wurden am Ende Vierte. Platz fünf ging an die bisherigen Tabellenführer Hirsiger/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Sechste wurden Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo vor Pichler/Colin Bönighausen (21/Isernhagen), die mit ihrem Porsche noch bis auf Rang sieben zurückfielen. Rang acht ging an das BMW-Duo Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) vor ihren Markenkollegen Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport). Die Vortagessieger hatten am Start mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und fielen deshalb zeitweise ans Ende des Feldes zurück. Die Top-10 wurden von John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 komplettiert.

Bereits in knapp drei Wochen geht das ADAC GT Masters in die nächste Runde. Vom 10. bis 12. Juli gastiert die GT3-Nachwuchsliga des ADAC beim Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Im vergangenen Jahr reisten rund 134.000 Fans zu diesem Spektakel in die Eifel.


Sonntag, 21. Juni 2026

Pole-Position für Lokalmatador Primm am Dekra Lausitzring

Pole-Position beim Heimspiel des ADAC GT Masters am Dekra Lausitzring für Simon Connor Primm (21) aus Großschirma. Im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 fuhr er ins 1:20.476 Minuten zur Bestzeit und bescherte damit auch seinem Team HGL Racing zum ersten Mal Startplatz eins in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC.

„Es freut mich unglaublich. Wir haben so viel am Auto gearbeitet und endlich hat es geklappt. Vielen Dank an Audi, an mein Team HGL Racing und meinen Teamchef Tobias Seyfarth, ohne die das alles nicht möglich wäre. Es ist ein richtiger Befreiungsschlag“, strahlte Primm, der sich das Auto mit Robin Rogalski (25/POL) teilt. „Wir werden sehen, was im Rennen möglich ist. Unser Audi ist gut und wir sind zuversichtlich.“

Hinter dem Polesetter spitzt sich der Kampf um die Tabellenführung weiter zu. Mit 0,059 Sekunden Rückstand fuhr der aktuell Zweitplatzierte der Meisterschaft, Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport), auf Startplatz zwei. Der BMW-Pilot setzte früh Bestzeit nach Bestzeit und musste sich am Ende nur Primm geschlagen geben. Direkt dahinter belegt der aktuelle Meisterschaftsführende Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) mit 0,166 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Er wählte eine andere Herangehensweise und setzte erst kurz vor Ende der Session seine schnellste Rundenzeit. 

Die Top-5 komplettieren die beiden Porsche 911 GT3 R von Razoon – more than Racing. Leo Pichler (24/AUT) geht mit 0,206 Sekunden Rückstand von Startplatz vier aus ins Rennen, sein Teamkollege Pavel Lefterov (28/BGR) mit 0,257 Sekunden Abstand zur Spitze direkt dahinter.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 20. Juni 2026

Jubel im Doppelpack: Debüt-Sieg für die Holzem-Zwillinge

  • Schubert Motorsport-Piloten gewinnen erstmals im ADAC GT Masters
  • BMW-Doppelpodium durch Zimmermann/Fourie von FK Performance Motorsport
  • Haupt Racing Team-Duo Reis/Gjerdrum komplettieren im Ford das Podium

Sieg nach langer Durststrecke: Sandro und Juliano Holzem jubelten
überschwänglich über ihren Debüt-Erfolg
Foto: ADAC-Motorsport

Die lange Wartezeit hat ein Ende: Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) haben am Dekra Lausitzring ihr erstes ADAC GT Masters-Rennen gewonnen. Die Zwillingsbrüder lagen im BMW M4 GT3 Evo am Ende 3,141 Sekunden vor ihren Markenkollegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport). Für das Traditionsteam Schubert Motorsport war es der 14. Sieg im ADAC GT Masters. Das Podium komplettierten Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. „Mir fällt ein sehr großer Stein vom Herzen. Wir haben oft gezeigt, dass wir im Stande sind zu gewinnen und waren auch oft nah dran, hatten aber immer wieder Pech. Vielen Dank an unser Team für die gute Strategie und das tolle Auto“, jubelte Sandro Holzem. Sein Zwillingsbruder strahlte ebenfalls: „Es ist wie ein Bann, der endlich gebrochen wurde. Wir sind sehr glücklich. Wir haben so lange auf diesen Sieg gewartet und die Performance war immer da. Endlich haben wir es geschafft. Ich habe in meinem Stint versucht, die Pace zu halten und keinen Fehler zu machen und bin sehr erleichtert, dass unsere Leistung nun endlich belohnt wurde.“

Der Dekra Lausitzring war zum Start des ersten Endurance-Rennens der Saison noch feucht nach einem Regenschauer, die Temperaturen waren mit 26 Grad Luft und 32 Grad Asphalt ebenfalls etwas abgekühlt. Sandro Holzem, der das Rennen von Startplatz eins aus in Angriff nahm, blieb unangefochten an der Spitze gefolgt von Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford und Zimmermann im BMW. Dahinter ging Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 an Colin Bönighausen (21/Isernhagen/Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R vorbei. Die erste Boxenstopp-Phase wirbelte das Feld etwas durcheinander. Während sich fast alle Teams für den längeren Stopp mit Reifenwechsel entschieden, blieben Schubert Motorsport und der Ford Mustang von Reis/Gjerdrum auf den älteren Pneus, was das Haupt Racing Team-Duo auf Platz zwei nach vorne spülte – unmittelbar vor Teamkollege Niklas Kalus (21/Duisburg/Haupt Racing Team), der den Ford von Blum übernommen hatte. Im Zweikampf touchierte Kalus die Wand und musste sein Auto schließlich abstellen. Von hinten näherte sich aber bereits Fourie im BMW und kämpfte nahezu seinen gesamten Stint gegen Gjerdrum um Rang zwei. „Wir haben diese starke Pace im Rennen nicht erwartet, beschweren uns aber natürlich nicht darüber. Das Auto war in guter Verfassung in diesen Bedingungen“, erklärte Fourie. „Wir waren wirklich schnell auf den neuen Reifen, aber die Luftverwirbelungen hinter dem Ford haben es knifflig gemacht, eine Überholmöglichkeit zu erhalten. Und fairerweise muss ich sagen, dass Emil auch sehr gut verteidigt hat.“

Nach der zweiten Boxenstopp-Phase blieben die späteren Sieger an der Spitze, bekamen mit kalten Reifen allerdings zunächst Druck von Zimmermann. Dahinter kam Tabellenführer Hirsiger auf Rang drei aus der Box, da Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R an der Boxeneinfahrt ohne Benzin liegengeblieben waren. Die daraus resultierende Safety-Car-Phase schob das Feld wieder eng zusammen und Reis, der nun seinerseits mit frischen Reifen auf seinem Ford Mustang unterwegs war, arbeitete sich an Hirsiger heran und ging schließlich vorbei. „Ich wusste aus dem vergangenen Jahr, dass es ein großer Vorteil ist, am Ende die frischen Reifen zu haben. Zumal es zur ersten Boxenstopp-Phase noch etwas feucht war und es damit schwieriger gewesen wäre, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das Safety Car hat natürlich dazu beigetragen, dass ich nochmal angreifen konnte“, erklärte Reis. „Ich bin sehr glücklich. Endlich haben wir es aufs Podium geschafft, nachdem die Saison sehr hart für uns verlief, weil wir deutlich mehr Pace in der Tasche gehabt haben und das nie zeigen konnten.“

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) wurden schließlich Vierte und verteidigten ihre Tabellenführung. Platz fünf ging an Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R. Lokalmatador Simon Connor Primm (21/Großschirma) und sein Teamkollege Robin Rogalski (25/POL/HGL Racing) wurden im Audi Siebte, Alain Valente (29/CHE)/Joseph Ellerine (22/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW kamen auf Platz acht ins Ziel. Dahinter lagen Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo, die Top-10 komplettierten John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2.

Das zweite Endurance-Rennen des ADAC GT Masters auf dem Dekra Lausitzring wird am Sonntag ab 15:05 Uhr live auf Sport1 im Free TV übertragen. Im Stream ist es auch bei Joyn, ServusTV ON und auf youtube.com/adacmotorsports zu sehen. Auf dem Youtube-Kanal des ADAC und Joyn gibt es morgens auch das Qualifying ab 8:30 Uhr live.


ADAC GT Masters: Sandro Holzem rückt am Dekra Lausitzring auf Startplatz 1 nach vorne

Sandro Holzem erbt Pole-Position nach Entscheidung der Rennleitung
Foto: ADAC-Motorsport

Sandro Holzem (22/Polch/Schubert Motorsport) wird in seinem BMW M4 GT3 Evo das erste Rennen des ADAC GT Masters auf dem Dekra Lausitzring von Startplatz eins aus in Angriff nehmen. Der 22-Jährige hatte sich auf die zweite Startposition qualifiziert und rückt nun eine Position nach vorne. Der eigentliche Qualifying-Sieger Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) geht von Rang zwei aus ins Rennen. Er erhielt nachträglich eine Grid-Penalty für das Blockieren eines anderen Fahrzeugs während des Zeittrainings.

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT Masters: Rookie Blum fährt auf dem Dekra Lausitzring zur Pole

Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) hat es geschafft: Der Rookie hat sich auf dem Dekra Lausitzring die Pole-Position gesichert. In seinem Ford Mustang GT3 wartete er lange an der Box und setzte erst gegen Ende des Qualifyings die Bestzeit von 1:20.346 Minuten. „Wir sind spät rausgefahren, haben dem Reifen Zeit gelassen, denn wenn der Asphalt so heiß ist, geht nur eine Runde. Auf diese eine haben wir gesetzt und das hat zum Glück funktioniert“, strahlte Blum, der eine klare Ansage an die Konkurrenz schickt. „Wir waren auf Pole, wir waren Zweite und Dritte im Rennen, nur der Sieg fehlt noch. Wir wissen, dass der BMW und der Lamborghini sehr stark sind hier, gerade wenn das Rennen länger wird. Aber wir werden das Beste aus unserem Paket herausholen und alles geben, damit es heute der erste Rennsieg für uns wird.“

#2 Kiano Blum / Ford Mustang GT3 / Haupt Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Schon morgens zum Qualifying des ADAC GT Masters präsentierte sich der Dekra Lausitzring mit sommerlichen Temperaturen von 27 Grad. Die meisten Piloten warteten mit ihren schnellen Runden bis zum Ende des Zeittrainings, so auch Sandro Holzem (22/Polch/Schubert Motorsport). Er fuhr in seinem BMW mit 0,095 Sekunden Rückstand auf die zweite Startposition. Rang drei sicherte sich sein Markenkollege Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport). Dem aktuell Meisterschaftszweiten fehlten 0,206 Sekunden zur Spitze.

Den vierten Startplatz erzielte Colin Bönighausen (21/Isernhagen). Im bestplatzierten Porsche 911 GT3 R war er 0,304 Sekunden hinter der Bestzeit. Sein Team Razoon – more than Racing gewann mit Teamkollege Leo Pichler (24/AUT) im Vorjahr beide Rennen auf dem Dekra Lausitzring und hat auch von Platz vier gute Chancen auf ein starkes Ergebnis. 

Die Top-5 komplettierte Tabellenführer Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport). Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, war er im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sehr früh auf der Strecke. „Ich bin grundsätzlich zufrieden, denn wir stehen etwa auf der erwarteten Position. Die Session lief solide und ich war am Limit dessen, was möglich war“, so Hirsiger. „Ich habe eine schnelle Runde zusammenbekommen, nur leider wurde ich auf meinem schnellsten Versuch von einem Konkurrenten blockiert. Sonst wären vielleicht noch die Top-3 möglich gewesen.“

Für das erste Endurance-Rennen des ADAC GT Masters der Saison auf dem Dekra Lausitzring ist Spannung garantiert. Temperaturen von über 30 Grad, zwei Boxenstopps mit Fahrerwechsel, Nachtanken und ein Reifenwechsel bringen viel Action. Ein drohendes Gewitter während des Rennens stellt die Teams und Fahrer vor zusätzliche Herausforderungen. Wer nicht live vor Ort dabei sein kann, hat ab 15:10 Uhr die Möglichkeit, das Rennen in voller Länge auf Joyn, ServusTV On und youtube.com/ADACMotorsports zu sehen. 

Quelle: adac-motorsport.de

Freitag, 19. Juni 2026

ADAC GT Masters: Sandro Holzem am Lausitzring Freitags-Schnellster

Sandro Holzem (22/Polch) hat sich in seinem BMW M4 GT3 Evo die Bestzeit des Freitags im ADAC GT Masters gesichert. Der Pilot von Schubert Motorsport setzte kurz vor Schluss der Nachmittagssession seine Zeit von 1:21.518 Minuten.

#56 Sandro Holzem BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

„Ich bin mit meiner Runde wirklich sehr zufrieden. Wir wissen, dass unsere Qualifying-Performance stimmt, das haben wir damit erneut unter Beweis gestellt“, freute sich Holzem, der sich sein Auto mit Zwillingsbruder Juliano teilt. „Im Fokus standen die Longruns in Hinblick auf die beiden Endurance-Rennen am Wochenende. Ich erwarte sehr schwierige Rennen bei diesen hohen Temperaturen. Es wird viel um Management gehen. Auch die Temperaturen im Auto werden mit rund 70 bis 80 Grad zum Ende des Rennens eine Herausforderung, bei der die Kondition eine wichtige Rolle spielt. Ich hoffe trotzdem, dass wir ein trockenes Rennen haben. Ich werde lieber durch meinen Schweiß als durch Regen nass.“

Wie überall in Deutschland, herrschten auch am Lausitzring hochsommerliche Temperaturen mit 34 Grad Luft- und 42 Grad Asphalttemperatur. Neben Holzem kam auch Tabellenführer Felix Hirsiger (28/CHE) sehr gut mit diesen Bedingungen zurecht. Er fuhr mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport mit 0,235 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Storm Gjerdrum (16/NOR/FK Performance Motorsport) fehlten in seinem BMW M4 GT3 Evo als Drittem 0,416 Sekunden zur Bestzeit. Im bestplatzierten Ford Mustang GT3 kam Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) auf Rang vier. Sein Abstand zu Holzem betrug 0,493 Sekunden. Die Top-5 komplettierte Mark Kastelic (18/SLO/ Razoon - more than Racing). Ihm fehlten in seinem Porsche 911 GT3 R 0,507 Sekunden zur Spitze.

Lokalmatador Primm am Morgen vorne

In der ersten Session am Freitagmorgen setzte sich Lokalmatador Simon Connor Primm (21) aus Großschirma durch. Er fuhr in seinem Audi R8 LMS GT3 Evo eine Zeit von 1:22.080 Minuten und war damit neun Tausendstel-Sekunden schneller als Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Platz drei ging an Niklas Kalus (21/Duisburg/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. Vierter wurde Alain Valente (29/CHE), der das Wochenende am Lausitzring kurzfristig für FK Performance Motorsport im BMW absolviert. Die Top-5 des Vormittags komplettierte der Tagesschnellste Sandro Holzem.

Das Qualifying zum ersten Endurance-Rennen auf dem Lausitzring findet am Samstag um 8:25 Uhr statt und wird live auf youtube.com/ADACMotorsports und Joyn gestreamt. Das Rennen beginnt um 15:10 Uhr und wird noch zusätzlich von ServusTV On gezeigt.

Quelle: adac-motorsport.de

Dienstag, 16. Juni 2026

ADAC GT-Masters: Endurance-Spektakel wird zum Härtetest auf dem Dekra Lausitzring

  • Die Saisonrennen fünf und sechs des ADAC GT Masters auf dem Dekra Lausitzring
  • Tabellenführer Hirsiger/Zulauf die Gejagten, Primm und HGL Racing vor Heimspiel
  • Highlights abseits der Rennaction: Konzert von „Dick Brave“ und Public Viewing zur WM

Heimspiel für Simon Connor Primm aus Großschirma
Foto: ADAC-Motorsport

Das ADAC GT Masters macht sich zu seiner dritten Saisonstation auf den Weg zum Dekra Lausitzring. Vom 19. bis 21. Juni gastiert die GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf der 3,478 km langen Strecke in der malerischen Urlaubsregion des Lausitzer Seenlandes. Zum ersten Mal in dieser Saison werden zwei Endurance-Läufe ausgetragen. Für alle Rock ’n’ Roll- und Fußball-Fans warten weitere Highlights: Auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ tritt am Samstagabend „Dick Brave“ alias Sasha auf, direkt im Anschluss gibt es ein Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft, wo Deutschland auf die Elfenbeinküste trifft. Fans können für das Event im Rahmen der DTM noch Tickets ab 59 Euro unter dtm.com erwerben. Für Daheimgebliebene gibt es das Sonntagsrennen sowie die Highlights vom Vortag vom Dekra Lausitzring ab 15:05 Uhr in voller Länge auf Sport1 im Free-TV. Darüber hinaus sind die Rennen jeweils um 15:10 Uhr im Stream auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports live zu sehen.

Die Favoriten in der Lausitz

Als heiße Kandidaten auf die vorderen Plätze gehen auch am Dekra Lausitzring die Tabellenführer im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ins Rennen. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben bisher bei jedem Saisonevent ein Rennen gewonnen und dadurch einen Vorsprung von 18 Punkten auf ihre Verfolger Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Zulauf erzielte bereits im Vorjahr die Pole-Position und führte das Rennen bis zu einem technischen Defekt an. Entsprechend optimistisch reist er an. „Der Lausitzring ist meine Lieblingsstrecke. Zum einen ist er sehr charakterstark mit den ganzen Bodenwellen und zum anderen ist es meine mit Abstand erfolgreichste Strecke. Ich hatte in jeder Serie, mit der ich dort gefahren bin, eine Pole-Position“, erklärt der 21-Jährige. „Das macht mich sehr zuversichtlich, wenngleich natürlich viele Faktoren eine Rolle spielen. Am wichtigsten ist, konstant vorne dabei zu sein und viele Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.“

Ihre Kontrahenten Zimmermann und Fourie erlebten in der vergangenen Saison ein schwieriges Wochenende am Lausitzring. Das ist für Fourie aber abgehakt, denn die Gründe kennt sein Team FK Performance Motorsport und sie reisen mit dem Rückenwind des ersten Saisonsieges in Zandvoort in die Lausitz. „Die Strecke ist für unseren BMW nicht unbedingt optimal, trotzdem versuchen wir das Beste aus dem Paket herauszuholen und machen uns nicht allzu große Sorgen“, so Fourie. Er und Zimmermann haben den letzten im ADAC GT Masters ausgetragenen Endurance-Lauf in der vergangenen Saison gewonnen und freuen sich daher schon auf die beiden anstehenden Rennen. Es werden jeweils 80 Minuten gefahren, zwei Fahrer- sowie ein Reifenwechsel absolviert und nachgetankt. „Im vergangenen Jahr wussten wir zu Beginn nicht genau, was der Reifen über ein Endurance-Rennen braucht. Das haben wir zum Ende hin deutlich besser verstanden und haben schließlich gewonnen. Der Reifen hat bei unserem Sieg am Salzburgring wirklich lange gehalten. Ich genieße dieses Rennformat, außer es ist zu heiß. Es ist eine Abwechslung zu den anderen Rennwochenenden und bringt neue Spannung rein“, lacht Fourie. Bei angekündigten Temperaturen über 30 Grad könnten die beiden Rennen jedoch zum Härtetest für Piloten und Autos werden.

Ein Pilot, der mit sehr hohen Ambitionen anreist, ist Leo Pichler (24/AUT). Der Porsche-Pilot hat im vergangenen Jahr mit seinem Team Razoon – more than Racing beide Rennen auf dem Dekra Lausitzring gewonnen. Nun kehrt er mit seinem neuen Teamkollegen Colin Bönighausen (21/Isernhagen) an den Ort des Erfolges zurück. „Ich erinnere mich natürlich sehr gerne an das vergangene Jahr. Das war das beste Wochenende, das ich und mein Team bisher im ADAC GT Masters gehabt haben. Es wäre unglaublich, wenn wir das auch nur im Ansatz so wiederholen könnten“, so Pichler, der in der aktuellen Saison ebenfalls schon einen Rennsieg erzielte und auf Rang fünf der Meisterschaft liegt. „Wir haben viel Selbstvertrauen gewonnen. Entsprechend geben wir am Lausitzring natürlich unser Maximum und hoffen, dass wir dort wieder einen Sieg herausholen. Die Strecke ist sehr selektiv. Es gibt keine langweiligen Passagen, da es ständig hin- und hergeht und auf jedes Detail ankommt. Ich kann es kaum erwarten, dort loszulegen.“

Heimspiel für HGL Racing und Simon Connor Primm

Für Simon Connor Primm (21/Großschirna) und sein Neueinsteiger-Team HGL Racing aus Leipzig wartet auf dem Dekra Lausitzring das Heimspiel. Mit seiner ehemaligen Mannschaft stand Primm 2025 schon kurz vor dem Sieg auf seiner Heimstrecke, bis die Technik ihm einen Strich durch die Rechnung machte. „Der Lausitzring ist keine einfache Strecke durch die Bodenwellen. Die lange Gerade ist vielleicht nicht optimal für unseren Audi, aber generell sollte der Kurs unserem Auto sehr gut liegen“, erklärt Primm. Ziel für den sächsischen Piloten und sein Team HGL Racing bleiben Top-5-Ergebnisse in der Debüt-Saison im ADAC GT Masters – beim Heimspiel mit zusätzlicher Motivation. „Viele Familienmitglieder und Sponsoren werden anreisen. Es ist auch für sie ein schönes Erlebnis, alles live statt nur im Fernsehen zu sehen.“