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Montag, 7. September 2026

ADAC GT- Masters: Schwieriges Wochenende für Schubert Motorsport am Salzburgring – Fokus richtet sich jetzt auf Hockenheim

Foto: Gruppe C Photography / Schubert Motorsport

Ein anspruchsvolles ADAC GT Masters Wochenende liegt hinter Schubert Motorsport. Für Sandro und Juliano Holzem verlief der fünfte Saisonlauf am Salzburgring nicht wie erhofft. Über das gesamte Wochenende fehlte dem BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 56 die gewünschte Pace, zusätzlich sorgte ein Zwischenfall im Qualifying am Samstag für weitere Herausforderungen.

Bereits in den Trainings zeigte sich, dass das Wochenende kein einfaches werden würde. Im ersten Freien Training belegte Schubert Motorsport Rang zwölf, im zweiten Training folgte Position zehn.

Schwieriger Samstag mit starker Schadensbegrenzung

Das erste Qualifying am Samstag fand unter nassen Bedingungen statt. Nach einem Zwischenfall musste die rechte Fahrzeugseite umfangreich repariert werden. Zudem wurde die schnellste Runde der Startnummer 56 nachträglich gestrichen, wodurch Sandro und Juliano Holzem von Startplatz zwölf ins erste Rennen gingen.

Die Mannschaft reagierte schnell und brachte den BMW M4 GT3 EVO rechtzeitig wieder zurück auf die Strecke.

Im Rennen gelang anschließend eine starke Aufholjagd. Von Position zwölf arbeitete sich das Duo bis auf Platz fünf nach vorne und machte damit sieben Positionen gut.

Sandro Holzem:

„Es war insgesamt ein schwieriges Wochenende. Der Zwischenfall im Qualifying am Samstag hat uns zusätzlich zurückgeworfen, aber das Team hat einen super Job gemacht und das Auto rechtzeitig wieder einsatzbereit hingestellt. Mit Platz fünf konnten wir im ersten Rennen noch gute Schadensbegrenzung betreiben.“

Sonntag erneut mit Schwierigkeiten

Auch am Sonntag fand Schubert Motorsport nicht vollständig zur gewünschten Performance zurück.

Im zweiten Qualifying belegte die Startnummer 56 in der bereinigten Wertung Position elf. Im anschließenden zweiten Rennen kamen Sandro und Juliano Holzem auf Platz zehn ins Ziel.

Sandro Holzem zieht deshalb ein klares Fazit:

„Am Sonntag hatten wir erneut Schwierigkeiten und konnten nicht die Pace zeigen, die wir uns vorgenommen hatten. Jetzt müssen wir uns das Auto und das gesamte Wochenende sehr genau anschauen, um zu verstehen, wo uns Performance gefehlt hat. Bis Hockenheim wollen wir die richtigen Antworten finden und wieder mit mehr Selbstvertrauen antreten. Das Wochenende lief nicht wie geplant – aber das ist Motorsport.“

Nach dem Salzburgring liegt Sandro Holzem mit 144 Punkten auf Rang sechs der Fahrerwertung, Juliano Holzem folgt mit 128 Punkten auf Rang neun.

Nun richtet sich der Fokus vollständig auf das Saisonfinale am Hockenheimring. Bis dahin sollen sowohl die Schäden vom Samstag als auch die fehlende Performance detailliert analysiert werden.

Quelle: schubert-motorsport.com

ADAC GT Masters: Sensations-Aufholjagd: Hirsiger/Zulauf siegen

Lamborghini-Duo gewinnt sein viertes Saisonrennen von Startplatz 13 aus. Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Fünf Punkte trennen Spitzen-Duos. Heimpodium für Razoon-Porsche mit Österreicher Pichler und Bönighausen.

Von Platz 13 zum Sieg: Felix Hirsiger und Finn Zulauf
Foto: ADAC-Motorsport

Überragendes Comeback im ADAC GT Masters: Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben den zweiten Lauf auf dem Salzburgring gewonnen. Das Duo im Lamborghini legte eine eindrucksvolle Aufholjagd vom 13. Startplatz hin und gewannen mit 1,690 Sekunden Vorsprung vor dem österreichischen Porsche-Team Razoon – More than Racing mit dem Weizer Leo Pichler (24) sowie Colin Bönighausen (21/Isernhagen). Rang drei ging an Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo. „Uns ist kein Stein, sondern ein Felsen vom Herzen gefallen. Das Ziel war, vor unseren Meisterschaftskonkurrenten zu bleiben, um nicht noch mehr Punkte zu verlieren. Wohl niemand hat damit gerechnet, dass wir dieses Rennen gewinnen. Jetzt heißt es ‚Gloves off‘ in Hockenheim – die Zurückhaltung ist vorbei!“, erklärte Zulauf nach seinem vierten Saisonsieg angriffslustig. Teamkollege Hirsiger zeigte sich nach einem bis dato schwierigen Wochenende ähnlich begeistert: „Endlich Payback! Jetzt haben wir hoffentlich alles an Problemen abgearbeitet. Das Auto war wirklich unglaublich, auch noch auf gebrauchten Reifen. In den letzten Runden musste ich in den Rhythmus kommen, den Rückspiegel im Auge behalten und sauber fahren. Zum Glück ist mir das gelungen und wir können jetzt feiern.“

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters hatte Lokalmatador Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford von Startplatz eins aus in Angriff genommen und diesen souverän verteidigt. Porsche-Pilot Bönighausen sowie Storm Gjerdrum (16/NOR/FK Performance Motorsport) im BMW folgten auf den Plätzen. Die späteren Sieger gingen nur von Startplatz 13 aus ins Rennen, da sie nach einem Verstoß gegen die Parc Fermé-Regelungen von der Pole-Position zurückversetzt worden waren. In der ersten Boxenstopp-Phase entschieden sich die meisten Teams an der Spitze für den langen Stopp mit Reifenwechsel – so auch Hirsiger, der zu diesem Zeitpunkt bereits in den Top-5 angekommen war. Razoon hingegen tankte nur nach und schickte Pichler deutlich in Führung wieder auf die Strecke. Kalus, der den Ford Mustang GT3 inklusive neuer Räder von Blum übernommen hatte, fiel nach einem Fehler sowie einer kurzzeitig langsamen Fahrt weit zurück und konnte nicht mehr in den Kampf vorne eingreifen. 

Somit begann ein virtuelles Zeitenduell um die Spitze zwischen Pichler und Zulauf, der den Lamborghini übernommen hatte. Sekunde um Sekunde knabberte der Tabellenzweite vom Vorsprung ab. Nachdem schließlich beide Autos ihren zweiten Stopp absolviert hatten, kam Hirsiger lediglich eine halbe Sekunde vor Bönighausen zurück auf die Strecke. Ein elf Runden andauernder Kampf um den Sieg begann, mit dem besseren Ende für den Lamborghini. „Wir haben schon erwartet, dass wir auf Platz zwei wieder auf die Strecke kommen, hatten aber aufgrund der neuen Reifen die Hoffnung, dass wir mit ihrem Speed mithalten können, aber das hat nicht geklappt“, erklärte Pichler nach Platz zwei beim Heimspiel. „Trotzdem sind wir glücklich mit dem Ergebnis und ich freue mich sehr über einen Podiumsplatz in Österreich, denn wir wissen, dass wir persönlich das Maximum aus uns und unseren Möglichkeiten herausgeholt haben.“

Dahinter zeigten Day und Detout ebenfalls eine starke Aufholjagd. Nach einer frühen Strafe war das Aston Martin-Duo aus den Top-10 gefallen, kämpfte sich aber über eine konträre Strategie mit dem Reifenwechsel beim zweiten Stopp wieder nach vorne. „Wir hatten sicher nicht den Start, den wir wollten. Trotzdem sind wir immer hungrig geblieben und haben bis zur Zielflagge Druck gemacht. Wir haben im mittleren Stint die warmen Reifen gehabt, wodurch ich die Lücke für den Boxenstopp und den letzten Stint aufreißen konnte. Das ist ein super Ergebnis für uns und das gesamte Team“, jubelte Day nach Rang drei.

Die Meisterschaftsführenden, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport), sicherten sich in der letzten Runde noch Rang vier vor ihren Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg). Die BMW-Piloten Fourie/Zimmermann liegen nun vor dem großen Finale in Hockenheim noch fünf Punkte vor ihren Verfolgern Hirsiger/Zulauf. Fourie sicherte sich mit diesem Ergebnis und dem Sieg vom Vortag zudem Platz eins in der „Road-to-DTM“-Wertung. Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) wurden nach mehreren Strafen im Ford Sechste, dahinter folgten Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 sowie der zweite Razoon-Porsche mit Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR). In einem weiteren Lamborghini wurden John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) Neunte. Die Top-10 komplettierten die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.

Das große Finale des ADAC GT Masters findet vom 9. bis 11. Oktober im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

Quelle. adac-motorsport.de


Sonntag, 6. September 2026

ADAC GT Masters: Herzschlagfinale: Fourie/Zimmermann siegen

BMW-Duo Fourie/Zimmermann neue Tabellenführer des ADAC GT Masters. Doppelpodium für Ford-Team HRT mit Gjerdrum/Dybionka vor Blum/Kalus. Lokalmatador Leo Pichler im Porsche von Razoon – More than Racing Vierter.

Tim Zimmermann und Leyton Fourie sind neue Tabellenführer des ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannendes Finale beim ersten ADAC GT Masters-Rennen auf dem Salzburgring. Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben im BMW M4 GT3 Evo mit 0,493 Sekunden Vorsprung hauchdünn vor Debütant Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 gewonnen. Mit ihrem Erfolg übernahmen die Sieger auch die Tabellenführung. Den dritten Rang erzielte mit Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT) der zweite Ford des Haupt Racing Teams. „Ich freue mich riesig über diesen Sieg, weil er absolut unerwartet kam. Die Tests im Vorfeld haben nicht dafürgesprochen. Umso mehr hat mich die Pace des Autos überrascht - vor allem im Mittelstint. Doch selbst nachdem sich das Feld gegen Ende wieder sortiert hatte, war es so knapp mit dem Ford, dass ich nicht wirklich an den Sieg geglaubt habe“, freute sich Zimmermann nach seinem siebten Sieg im ADAC GT Masters. Teamkollege Fourie ergänzte: „Ich freue mich riesig. Nach dem ersten Stint hatte ich an P4 gedacht, aber die Entscheidung, den ersten Stopp mit Reifenwechsel zu absolvieren, war super. Wir haben das Maximum herausgeholt, trotzdem war ich sehr überrascht, als mein Ingenieur meinte, dass wir vorne sind. Es war sehr hart, am Ende den Ford hinter mir zu halten, zumal ich die älteren Reifen hatte. Jetzt sind wir glücklich, zuversichtlich und wissen, was wir in Sachen Meisterschaft zu tun haben. Trotzdem tut es mir leid für unsere Konkurrenten, denn so möchten wir keine Punkte aufholen.“

Schon vor dem Start des Rennens musste der Polesetter und bis dato Tabellenführer Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) seinen Lamborghini mit einem technischen Defekt abstellen. Nach einer Reparatur gingen Zulauf/Felix Hirsiger (28/CHE) nochmals auf die Strecke und wurden Zwölfte, was ihnen vier Punkte einbrachte. Die Differenz zu den Führenden Fourie/Zimmermann beträgt nun 17 Zähler. Das Rennen selbst fand bei Mischverhältnissen mit immer wieder einsetzendem Regen statt. Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) ging im Porsche von der geerbten Pole-Position aus in Führung, dahinter sortierten sich Simon Connor Primm (21/Großschirna/HGL Racing) im Audi, Kalus im Ford und dessen Teamkollege Gjerdrum ein, der von Startplatz acht bis auf Rang vier nach vorne gefahren war. Fourie gelang es nicht, Boden gutzumachen, er blieb zunächst Siebter.

In der ersten Stopp-Phase entschied sich FK Performance als eines der wenigen Teams, bei Fourie/Zimmermann direkt die Reifen zu wechseln, während alle anderen Mannschaften in der Spitzengruppe zunächst auf den kurzen Halt an der Box setzten. Pichlers Teamkollege Colin Bönighausen (21/Isernhagen) kehrte als Führender auf die Strecke zurück. Dahinter entwickelte sich ein hartes Duell zwischen den beiden Ford von Dybionka und Blum, das der Österreicher Blum zur Hälfte des Stints für sich entschied und fortan Druck auf den Führenden Porsche ausübte. In der zweiten Boxenstopp-Phase wendete sich allerdings das Blatt. Pichler im Porsche wurde mit kalten Reifen bis auf Rang vier zurückgereicht. Fourie hingegen profitierte von seiner nun kürzeren Standzeit im Vergleich zur Konkurrenz und kam zunächst von Rang sieben bis auf Platz zwei nach vorne. Mit deutlich wärmeren Reifen passierte er schließlich auch Kalus kurz nach dessen Boxenausfahrt und übernahm die Führung. Der Ford-Pilot musste sich auch seinem Teamkollegen Gjerdrum geschlagen geben, der sich bis zur Ziellinie ein intensives Duell mit Fourie lieferte. „Leyton ist mein Freund und wir kennen uns sehr gut. Ich wusste, er würde maximal verteidigen und so kam es auch. In Kurve fünf wurde es richtig eng, aber er hat den Scheitelpunkt perfekt getroffen und ich kam nicht vorbei“, erklärte Gjerdrum nach Rang zwei. „Ich bin wirklich glücklich über das Ergebnis. Das Auto lag wie auf Schienen und uns fehlte nur ein Hauch. Wenn wir das am Sonntag noch etwas optimieren, kämpfen wir um den Sieg.“

Die Freude bei ihren Teamkollegen Kalus/Blum war nach Rang drei allerdings gedämpft, nachdem sie zwischenzeitlich um den Sieg gekämpft hatten. Knapp vier Sekunden ließ das Duo beim zweiten Stopp liegen, da die Zeit nach einem technischen Problem manuell heruntergezählt werden musste. „Als ich schließlich auf die Strecke kam, hatte unser Schwesterauto schon warme Reifen und ging problemlos vorbei. Nur eine Runde später waren meine Reifen da, aber in der verwirbelten Luft hatte ich keine Möglichkeit mehr. Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, beim Bremsen näherzukommen. Irgendwann haben meine Vorderreifen aufgegeben“, erklärte Kalus zu Rang drei.

Platz vier ging schließlich an die lange Führenden Pichler/Bönighausen im Porsche, die ebenfalls nach dem zweiten Stopp mit kalten Reifen Boden verloren. Rang fünf holten Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport), die sich von Startplatz zwölf stark nach vorne gearbeitet hatten. Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) wurden Sechste, nachdem ihr Audi im Mittelstint einige Konkurrenten passieren lassen musste. Dahinter sortierten sich Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ein. Platz neun holten ihre Teamkollegen Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP). Die Top-10 komplettierten Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo.

Das zweite Qualifying des Wochenendes findet am Sonntag um 9:15 Uhr statt, das Rennen startet erneut um 14:05 Uhr.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 5. September 2026

ADAC GT Masters: Tabellenführer Zulauf mit erster Pole am Salzburgring

Pole-Position für die Meisterschaftsführenden des ADAC GT Masters am Salzburgring. Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) hat sich mit 1:25.052 Minuten die Bestzeit des Samstags-Qualifyings gesichert. Im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 wird er gemeinsam mit Teamkollege Felix Hirsiger (28/CHE) das erste Endurance-Rennen des Wochenendes von ganz vorne aus in Angriff nehmen. „Wir wussten, dass unser Auto im Regen gut sein wird und das hat sich bewahrheitet. Das Team hat wieder super Arbeit geleistet“, strahlte Zulauf. „Das ist eine extrem wichtige Pole in der aktuellen Situation. Wir wissen, dass unsere Meisterschaftskonkurrenten hier in trockenen Bedingungen sehr stark sein werden und dürfen uns jetzt nicht ausruhen. Wir sind auf alle Verhältnisse gut vorbereitet, denn auch unsere Longruns am Freitag bei trockenen Bedingungen waren gut und wir haben uns beide wohlgefühlt.“ 

Das Qualifying auf dem 4,241 km langen Salzburgring fand bei starken Regen statt und musste von allen Piloten mit Regenreifen bestritten werden. Lediglich 14 Grad Luft- und 20 Grad Streckentemperatur stellten die Fahrer vor eine Herausforderung. Direkt beim Umschalten der Ampel ging das gesamte Feld auf die Strecke, um schnell eine Rundenzeit zu setzen. Hinter Zulauf gelang dies Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) am besten. Mit starken Rundenzeiten arbeitete sich der Lokalmatador aus Weiz stetig näher an den Führenden heran, musste sich am Ende jedoch aufgrund von 0,130 Sekunden Rückstand mit Rang zwei begnügen. „Ich bin mit Startplatz zwei beim Heimspiel sehr zufrieden, das ist eine gute Ausgansposition. Aber natürlich wäre die Pole-Position schöner gewesen“, sagte Pichler, dessen österreichisches Team Razoon – more than Racing ebenfalls sein Heimspiel feiert. „Wir werden sehen, was heute Nachmittag im Rennen möglich ist. Wir sind für alle Bedingungen gut aussortiert und haben klar den zweiten Heimsieg der Saison im Fokus.“

Auf die dritte Startposition fuhr Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing). Der Audi-Pilot hatte den Trainingstag dominiert und diese Leistung mit 0,355 Sekunden Rückstand zur Spitze auch im Qualifying untermauert. 0,046 Sekunden dahinter sortierte sich Niklas Kalus (21/Duisburg/Haupt Racing Team) ein. Er teilt sich den Ford Mustang GT3 mit Lokalmatador Kiano Blum (19/AUT) aus Fussach. Die beiden liegen aktuell mit 38 Punkten Rückstand zur Spitze auf Rang drei der Meisterschaft.

Die Top-5 komplettierte Jamie Day (GBR/20/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo. Der Brite hatte allerdings gemeinsam mit Juliano Holzem (22/Polch/Schubert Motorsport) im BMW nach einem Ausrutscher in den nassen Verhältnissen für die Unterbrechung des Qualifyings gesorgt. Der Tabellenzweite, Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport), wird das Samstagsrennen in seinem BMW M4 GT3 Evo von Startplatz sieben aus in Angriff nehmen.

Das erste Endurance-Rennen des Wochenendes findet am Samstagnachmittag um 14:05 Uhr statt. 

Quelle: adac-motorsport.de

Freitag, 4. September 2026

ADAC GT Masters: Primm setzt im Audi erstes Ausrufezeichen am Trainingsfreitag

#77 Robin Rogalski / Simon Connor Primm / Audi R8 LMS GT3 EVO II / HGL Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Simon Connor Primm (21/Großschirma) hat sich im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 die Freitags-Bestzeit des ADAC GT Masters am Salzburgring gesichert. In 1:17.686 Minuten fuhr der HGL Racing-Pilot die schnellste Zeit des Tages in der Vormittagssession. Seine starke Leistung untermauerte der 21-Jährige nochmals mit der schnellsten Runde am Nachmittag, die allerdings aufgrund der veränderten äußeren Bedingungen 0,379 Sekunden langsamer war als sein schnellster Umlauf. „Wir haben das erledigt, was wir uns vorgenommen haben und weitere Verbesserungen erzielt. Die Pitstops haben wir ebenfalls nochmal optimiert und ich fühle mich wohl im Auto. Sollte es am Samstag im Qualifying regnen, geht es einfach darum, wer sich am schnellsten auf die veränderten Bedingungen einstellen kann. Wir sind das gesamte Wochenende noch nicht im Nassen gefahren, aber letztlich muss ich einfach in allen Bedingungen mein Bestes geben und hoffen, dass es wieder so gut wird wie heute“, erklärte Primm.

Bei sommerlichen Bedingungen und 20 Grad startete das ADAC GT Masters zum zweiten Mal in der Seriengeschichte in ein Wochenende am Salzburgring. Am Nachmittag zogen die Temperaturen nochmals deutlich an, weshalb die Bestzeiten allesamt am Vormittag erzielt wurden. Titelaspirant Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport) setzte die zweitschnellste Runde des Tages. Er blieb im BMW M4 GT3 Evo 0,032 Sekunden hinter Primm zurück. „Das Auto fühlt sich gut an, die Balance passt und wir haben das Optimum aus dem Paket herausgeholt. Was die Longrun-Pace und generell das Rennen morgen betrifft, das liegt nicht in unserer Hand“, erklärte Fourie. „Auch das Wetter könnte morgen eine Rolle spielen. Normalerweise ist unser Auto in diesen Bedingungen nicht so stark, aber vielleicht ist es auf dieser Strecke auch anders. Das lässt sich schwierig beurteilen, weil ich noch nie im Nassen hier gefahren bin.“

Platz drei des Trainingstages ging an Colin Bönighausen (Isernhagen) im Porsche 911 GT3 R. Der 21-Jährige kehrte am Salzburgring nach einer privaten Verletzungspause ins Geschehen zurück. Beim Heimspiel seines Teams Razoon – more than Racing und seines Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT) aus Weiz fehlten Bönighausen 0,054 Sekunden nach ganz vorne. In 1:17.804 Minuten umrundete Tabellenführer Felix Hirsiger (28/CHE) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 die Strecke und war Viertschnellster. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (1/NOR/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3, dem 0,152 Sekunden zu Primm fehlten. 

Das erste Qualifying des Wochenendes findet am Samstag, um 9:30 Uhr statt und wird live auf dem Youtube-Kanal des ADAC übertragen. Nach aktuellen Prognosen wird das Qualifying unter nassen oder Mischbedingungen stattfinden. 

Quelle: adac-motorsport.de 

Donnerstag, 3. September 2026

ADAC GT Masters : Engstler Motorsport reist für das Langstrecken-Wochenende nach Österreich

#163 John Paul Southern / Jonas Karklys / Lamborghini Huracán GT3 EVO 2 
 LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Nach einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte im ADAC GT Masters steht das LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport vor seiner nächsten großen Herausforderung. Vom 4. bis 6. September 2026 gastiert die deutsche GT3-Nachwuchsserie auf dem Salzburgring in Österreich.

Nach einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte im ADAC GT Masters steht das LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport vor seiner nächsten großen Herausforderung. Vom 4. bis 6. September 2026 gastiert die deutsche GT3-Nachwuchsserie auf dem Salzburgring in Österreich. Das Rennwochenende ist für das Team aus dem Allgäu von besonderer Bedeutung, da die Mannschaft als Tabellenführer der Fahrerwertung nach Österreich reist und ihre beeindruckende Saisonbilanz mit den drei Lamborghini Huracán GT3 EVO2 weiter ausbauen möchte.

Nach vier Rennwochenenden führen Felix Hirsiger und Finn Zulauf die Fahrerwertung mit 147 Punkten an. Mit nur einem Punkt Rückstand folgen ihre direkten Titelkonkurrenten Tim Zimmermann und Leyton Fourie (146 Punkte). Der Meisterschaftskampf könnte vor dem Gastspiel auf dem Salzburgring also kaum enger sein. Das Fahrerduo im Auto mit der Startnummer 63 hat bereits mehrfach bewiesen, dass es zu den stärksten Paarungen im Feld gehört. Mit drei Siegen aus vier Rennwochenenden haben Hirsiger und Zulauf bislang eine herausragende Saison absolviert.

Für Tim Hütter und Ethan Brown im Lamborghini Huracán GT3 EVO2 mit der Startnummer 19 verspricht das Wochenende am Salzburgring etwas ganz Besonderes zu werden. Vor allem für den Österreicher Tim Hütter ist dieses Event ein echtes Heimrennen. Vor heimischem Publikum möchte er die einzigartige Atmosphäre nutzen und gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ethan Brown um ein starkes Ergebnis kämpfen. Der Salzburgring stellt nicht nur aufgrund seiner Hochgeschwindigkeits-Streckenführung eine besondere Herausforderung dar, sondern bietet Hütter auch die Gelegenheit, vor zahlreichen heimischen Fans und Unterstützern anzutreten. Angesichts der bisherigen Saisonergebnisse sind die jungen Piloten fest entschlossen, ihre Schnelligkeit in weitere Punkte und ein starkes Resultat für das Team umzumünzen.

Der dritte Lamborghini von Engstler – das Fahrzeug mit der Startnummer 163 – wird von John Paul Southern und Jonas Karklys pilotiert. Während Southern Erfahrung aus verschiedenen internationalen GT-Rennserien mitbringt, zählt Karklys bereits zu den erfahreneren Piloten im Aufgebot von Engstler. Der Litauer bestreitet seine vierte Saison im ADAC GT Masters mit dem Team und kennt sowohl die Serie als auch die Arbeitsweise der Mannschaft in- und auswendig. Gemeinsam wollen John Paul und Jonas die Stärken des Lamborghini Huracán GT3 EVO2 optimal nutzen und beim Langstreckenrennen auf dem Salzburgring eine konstante sowie fehlerfreie Leistung abliefern.

Engstler Motorsport setzte bereits zum Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring ein starkes Ausrufezeichen. Hirsiger und Zulauf sicherten sich die Pole-Position und fuhren anschließend in einem spektakulären Fotofinish den ersten Saisonsieg ein. Beim Überqueren der Ziellinie trennten den Lamborghini lediglich 0,143 Sekunden vom zweitplatzierten Ford Mustang GT3. Mit einem zweiten Platz im darauffolgenden Rennen sicherten sie sich zudem einen weiteren Podestplatz.

Auch in Zandvoort setzte das Duo seine beeindruckende Form fort. Nach einem schwierigen ersten Rennen, das von Rückschlägen, einem Ausfall, einem Reifenschaden und Strafen geprägt war, meldete sich Engstler Motorsport im zweiten Lauf eindrucksvoll zurück. Hirsiger und Zulauf gewannen das Sonntagsrennen mit deutlichem Vorsprung und verteidigten damit die Tabellenführung. Nach einem herausfordernden Wochenende auf dem DEKRA Lausitzring musste das Team mit der Startnummer 63 die Führung in der Fahrerwertung zunächst an den FK-Performance-BMW von Zimmermann und Fourie abgeben. Mit einem erfolgreichen Wochenende auf dem Nürburgring eroberte das Engstler-Duo jedoch die Spitzenposition zurück. Hirsiger sicherte sich am Samstag die Pole-Position, die er und Zulauf in ihren dritten Saisonsieg ummünzten. Trotz eines schwierigen Rennens am Sonntag gelang es ihnen, die Meisterschaftsführung mit einem Punkt Vorsprung wieder zu übernehmen.

Genau deshalb verspricht auch das Wochenende auf dem Salzburgring Hochspannung. Der Kampf an der Tabellenspitze ist extrem eng, und jeder einzelne Punkt könnte im Titelrennen den Ausschlag geben. Auch den beiden anderen Fahrzeugen des Teams wird eine wichtige Rolle zukommen. Tim Hütter und Ethan Brown sowie John Paul Southern und Jonas Karklys wollen in ihren Lamborghini Huracán GT3 EVO2 starke Leistungen zeigen und wertvolle Punkte für das Team sammeln.

Neben dem DEKRA Lausitzring ist der Salzburgring einer von zwei Austragungsorten für Langstreckenrennen im diesjährigen Kalender des ADAC GT Masters. Im Gegensatz zu den üblichen Sprint-Wochenenden dauern die Rennen in Österreich jeweils 80 statt 60 Minuten. Zudem sind pro Rennen zwei Boxenstopps vorgeschrieben. Neben dem obligatorischen Fahrerwechsel umfasst der Ablauf der Boxenstopps auch einen Reifenwechsel sowie einen Tankstopp.

Folglich werden neben der reinen Fahrzeugperformance auch Strategie, Boxenstopp-Leistung, Reifenmanagement und das nahtlose Zusammenspiel zwischen Fahrern und Team eine noch größere Rolle spielen. Für das LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Auf dem schnellen Salzburgring können schon kleinste Fehler schwerwiegende Folgen haben. Entscheidend wird es sein, das perfekte Set-up für den Lamborghini zu finden, eine effiziente Boxenstopp-Strategie umzusetzen und über die gesamte Renndistanz konstante Rundenzeiten zu fahren.

Der Salzburgring zählt zu den traditionsreichsten Rennstrecken Österreichs. Mit seinen schnellen Abschnitten und langen Vollgaspassagen stellt der Kurs hohe Anforderungen an Fahrer und Fahrzeuge. Für Engstler Motorsport ist die Veranstaltung zudem ein wichtiges Saisonhighlight, da das Team seine starke Position in der Meisterschaft weiter ausbauen möchte.

Die Rückkehr an diese Rennstrecke ist für das LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport auch mit schwierigen Erinnerungen verbunden. Im vergangenen Jahr kam es im zweiten Rennen zu einem schweren Unfall des damaligen Engstler-Piloten Emil Gjerdrum. Nach einem Reifenschaden geriet der Norweger von der Strecke ab, verlor in Kurve 11 die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte heftig frontal in den Reifenstapel.

Nach diesem Vorfall sind Entschlossenheit und Motivation des Teams umso größer. In diesem Jahr hofft die Mannschaft, auf dem Salzburgring ein anderes Kapitel zu schreiben und mit allen drei Fahrerpaarungen für positive Schlagzeilen zu sorgen.

Neben dem ADAC GT Masters bietet das ADAC Racing Weekend auf dem Salzburgring jede Menge weitere Renn-Action. Der ADAC richtet beide Veranstaltungen vom 4. bis 6. September gemeinsam aus und ermöglicht den Zuschauern so ein prall gefülltes Motorsport-Wochenende, das neben den spektakulären GT3-Lamborghinis eine Vielzahl weiterer Rennserien und Fahrzeugklassen umfasst.

Für die Fans bietet sich damit die Gelegenheit, nicht nur den Kampf der drei Lamborghini Huracán GT3 EVO2 des LIQUI MOLY Team Engstler Motorsport um den Titel im ADAC GT Masters zu verfolgen, sondern auch eine breite Palette an Motorsportkategorien hautnah zu erleben.

Nach dem Salzburgring steht im Rennkalender nur noch das Saisonfinale auf dem Hockenheimring vom 9. bis 11. Oktober an. Die Bedeutung des Rennwochenendes in Österreich ist daher enorm. Im Kampf um die Meisterschaft könnte auf dem Salzburgring bereits eine Vorentscheidung fallen. Das Team ist bereit. Drei Lamborghini Huracán GT3 EVO2, sechs Fahrer, ein hauchdünner Titelkampf und 160 Rennminuten voller Strategie und Action: Auf dem Salzburgring schlägt der Kampf um den ADAC GT Masters-Titel ein neues Kapitel auf.

Mittwoch, 2. September 2026

ADAC GT-Masters: Schubert Motorsport reist bestens vorbereitet zum Salzburgring

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport


Am kommenden Wochenende steht für Schubert Motorsport der nächste Einsatz im ADAC GT Masters auf dem Programm. Vom 4. bis 6. September geht es für Sandro und Juliano Holzem mit dem BMW M4 GT3 EVO an den Salzburgring.

Die 4,255 Kilometer lange Strecke gehört zu den schnellsten Kursen im Kalender. Lange Vollgaspassagen, schnelle Kurven und ausgeprägte Windschatten-Duelle prägen den Salzburgring. Gerade die Fahrerlagerkurve zählt mit Geschwindigkeiten von rund 245 km/h zu den anspruchsvollsten Passagen des Kurses.

Für Schubert Motorsport ist die Strecke kein Neuland. Bereits im vergangenen Jahr zeigte das Team dort eine starke Rennperformance. Im ersten Qualifying startete das Fahrzeug von Position sechs und arbeitete sich im Rennen bis auf Platz drei nach vorne. Auch im zweiten Lauf gelang eine Verbesserung: Von Startplatz sieben ging es im Rennen bis auf Rang vier.

Damit ist auch die Zielsetzung für dieses Wochenende klar. Die Rennpace war bereits im vergangenen Jahr vorhanden, nun soll vor allem im Qualifying eine bessere Ausgangsposition geschaffen werden.

Zusätzliche Herausforderung werden die wechselnden Bedingungen über das Wochenende. Für Freitag werden sommerliche Temperaturen von rund 28 Grad erwartet, während es am Samstag deutlich kühler werden soll. Auch am Sonntag können sich die Bedingungen zwischen Qualifying und Rennen erneut verändern. Für die Ingenieure bedeutet das, dass die am Freitag gesammelten Daten nur eingeschränkt auf die folgenden Sessions übertragbar sein könnten.

Sandro Holzem blickt dennoch optimistisch auf das Wochenende

„Wir kommen bestens vorbereitet aus der Pause. Der Salzburgring liegt uns, und wir wissen, dass wir im Rennen die Pace haben, um vorne mitzufahren. Im Qualifying müssen wir dieses Jahr noch einen Schritt machen, damit wir uns eine bessere Ausgangsposition schaffen. Die wechselhaften Bedingungen werden die Arbeit sicher nicht einfacher machen, aber genau das macht die Herausforderung spannend. Wir freuen uns auf Österreich.“

Nach dem bisherigen Saisonverlauf reist Schubert Motorsport entsprechend motiviert nach Österreich. Entscheidend wird sein, bereits im Qualifying das Potenzial des BMW M4 GT3 EVO abzurufen und sich damit eine gute Basis für die beiden Rennen zu schaffen.

Der Salzburgring verspricht dabei einmal mehr Motorsport auf höchstem Tempo – und für Schubert Motorsport die nächste Gelegenheit, um im ADAC GT Masters wichtige Punkte zu sammeln.

Quelle: schubert-motorsport.com


Dienstag, 1. September 2026

HRT zieht positive Zwischenbilanz der Saison 2026

Interview mit Ullrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team GmbH

Foto: Copyright HAUPT RACING TEAM

Ulrich, wie fällt deine Bilanz der bisherigen Saison 2026 aus?

„Insgesamt positiv, auch wenn sich unsere Leistung noch nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt. In der DTM stehen nach zehn Rennen drei Podiumsplätze und die erste Pole-Position des Ford Mustang GT3 zu Buche. Arjun Maini liegt auf Rang sechs der Meisterschaft und Finn Wiebelhaus fährt ein starkes erstes DTM-Jahr. Er hat sich schnell an das hohe Niveau gewöhnt und bereits mehrfach gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt.

Auch im ADAC GT Masters waren wir mit sechs Podien aus acht Rennen sehr konstant. Hinzu kommen die Gesamt-Pole in Monza und weitere starke Auftritte in der GT World Challenge Europe sowie auf der Nürburgring-Nordschleife, wo wir sowohl beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring als auch in Spa viele Führungskilometer absolvierten. Das zeigt, dass unser Paket auf sehr unterschiedlichen Strecken konkurrenzfähig ist.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass 2026 bislang noch der ganz große Sieg fehlt. Wir hatten mehrfach die Geschwindigkeit für ein Topresultat, konnten unser Potenzial aber nicht immer ausschöpfen – teils wegen unglücklicher Rennverläufe, teils weil bei uns nicht alle Abläufe optimal funktioniert haben.“

Welche Ziele verfolgt HRT für den weiteren Saisonverlauf?

„Für den Rest der Saison ist unser Anspruch klar: Wir wollen in allen Meisterschaften, in denen wir antreten, so erfolgreich wie möglich sein, um Podestplätze und Siege kämpfen und die Saison mit weiteren starken Ergebnissen abschließen.

Die konkreteste Titelchance haben wir im ADAC GT Masters. Niklas Kalus und Kiano Blum liegen vor den letzten vier Rennen auf Rang drei und sind noch in Schlagdistanz zur Spitze. Auch in der DTM können wir aus eigener Kraft um Podiumsplätze kämpfen. Dort wollen wir den nächsten Schritt in Richtung des ersten Sieges mit dem Mustang machen. Bei den beiden letzten Rennen des GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Nürburgring und in Portimão geht es außerdem darum, unsere starke Qualifying-Leistung aus Monza endlich in ein entsprechendes Rennergebnis zu übertragen.“

Wo siehst du das größte Potenzial für weitere Verbesserungen?

„Beim Fahrzeug sind die Fortschritte klar zu erkennen. Das liegt am Evo-Paket, aber genauso an unserer wachsenden Erfahrung mit dem Mustang. 2025, in unserem ersten Jahr mit Ford, haben wir gut 90 Rennstarts absolviert. In dieser Saison sind es jetzt schon über 70. Jeder Einsatz liefert uns neue Daten und Erkenntnisse. Gemeinsam mit Ford Racing wollen wir dieses Potenzial noch konsequenter in Ergebnisse umsetzen.

Auch als Team haben wir die erste Saisonhälfte genau analysiert und offen hinterfragt, was gut funktioniert hat und wo wir besser werden müssen. Zuständigkeiten müssen an einigen Stellen klarer geregelt, Entscheidungen schneller getroffen und Abläufe effizienter gestaltet werden. Im Zuge der Weiterentwicklung wird sich HRT auch personell in einzelnen Bereichen neu aufstellen und gezielt verstärken. Das gibt uns die Möglichkeit, den Fokus noch stärker auf die sportliche Performance zu richten. Dabei geht es nicht um kurzfristige Reaktionen, sondern um tragfähige Strukturen und eine klare Perspektive. Wir verfügen über ein hervorragendes Knowhow, ein engagiertes Team und verlässliche Partner. Dieses Gesamtpaket bestärkt uns in unserem Vorhaben, den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.“

Quelle: media.hauptracingteam.de

Montag, 31. August 2026

ADAC GT Masters: Highspeed-Festival auf dem Salzburgring

  • Kampf um die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase. 
  • Drei Lokalmatadoren beim zweiten Österreich-Gastspiel im ADAC GT Masters.
  • Samstagsrennen live auf Sport1, gesamte Action auf Joyn, Servus TV On und Youtube.

Foto: Jens Hawrda

Das lange Warten hat ein Ende: Die Sommerpause des ADAC GT Masters endet am kommenden Wochenende mit dem vorletzten Saisonevent auf dem Salzburgring. Vom 4. bis 6. September gibt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf der Oldschool-Strecke vor den Toren der Mozartstadt Gas. Zwei Endurance-Läufe über jeweils 80 Minuten warten auf die Fans vor Ort und zuhause. Das Samstagsrennen wird von Sport1 live ab 14:00 Uhr im Free-TV übertragen. Die gesamte Rennaction zeigen Joyn und ServusTV On, darüber hinaus überträgt der Youtube-Kanal des ADAC auch die beiden Qualifyings live. 

Titelkampf spitzt sich zu

Im Kampf um die Meisterschaft stehen auf dem Salzburgring die Saisonrennen neun und zehn auf dem Programm. Die Ausgangslage könnte nicht spannender sein. Die Führenden, Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2, liegen in der Tabelle lediglich einen Punkt vor dem BMW-Duo Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport). 

Für die Verfolger war der Salzburgring im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Pflaster. Fourie fuhr am Sonntag zur Pole-Position und das Duo gewann das Rennen, nachdem sie am Vortag Sechste geworden waren. „Am ersten Renntag hatten wir leider Regen, das sind nicht die besten Bedingungen für unser Auto, ansonsten wäre es vermutlich ein noch besseres Wochenende geworden“, erinnert sich Fourie. „Der Salzburgring sollte uns und unserem Auto gut liegen. Unser Ziel ist klar: Wir möchten mindestens so erfolgreich sein wie im vergangenen Jahr und als Tabellenführer abreisen.“

Mit drei Saisonsiegen und einem weiteren Podiumsplatz im Gepäck, reisen die Tabellenführer nach Österreich. Zulauf kommt voller Motivation an den Salzburgring, rechnet allerdings mit einem herausfordernden Wochenende für ihn und Teamkollege Hirsiger. „Wir müssen die Rennen abwarten. Allerdings sollte die Strecke eine der schwierigeren für unseren Lamborghini werden“, gibt der 22-Jährige ehrlich zu. „Wir versuchen, solide Punkte zu holen, um im Meisterschaftskampf zu bleiben. Unser Fokus liegt darauf, uns eine gute Ausgangslage für das Finale in Hockenheim zu schaffen.“

Heimspiel für drei Österreicher

Drei Lokalmatadoren aus Österreich werden das zweite Saisonheimspiel im Kalender nach dem Red Bull Ring bestreiten. Einer davon ist Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing). Mit seinem Porsche 911 GT3 R hat er bereits einen Saisonsieg gefeiert und hofft auf ein starkes Heimspiel. „Es ist eine echte Oldschool-Strecke, die sehr speziell ist und alles zu bieten hat. Du hast lange Geraden, langsame und schnelle Kurven. Wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, wird es extrem interessant, denn das ist nicht ohne“, erklärt der Weizer. „Wir haben schon auf dem Red Bull Ring gewonnen und ich hoffe, uns gelingt auf dem Salzburgring ein zweiter Heimsieg.“

Der Zweite im Bunde ist Tim Hütter (19/AUT) aus Gallneukirchen. Für ihn ist es die zweite Saison im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit dem Liqui Moly Team Engstler Motorsport greift auch er im Lamborghini an. Auf den Auftritt vor seinen Landsleuten freut auch Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team), allerdings unter schwierigeren Voraussetzungen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat der Ford-Pilot noch keine einzige Rennrunde auf dem Salzburgring gedreht. „Mein Team war im vergangenen Jahr bereits da, also haben wir Daten und Videos, mit denen ich mich bestmöglich vorbereiten werde“, erklärte der Pilot aus Fussach. In der Meisterschaft liegt er gemeinsam mit Niklas Kalus (21/Duisburg) aktuell auf dem dritten Gesamtrang.

Endurance-Rennen auf dem Salzburgring

Auf dem 4,255 km langen Salzburgring gastiert das ADAC GT Masters zum zweiten Mal in der Seriengeschichte. Bei den insgesamt zwölf Kurven sticht eine heraus: Die Fahrerlagerkurve, die mit rund 245 km/h durchfahren wird und viel Mut erfordert. Auslaufzonen gibt es kaum, somit zählt Präzision, sonst geht es für die Piloten direkt ins Kiesbett. 

Auf dem Salzburgring warten erneut zwei Endurance-Rennen mit zwei Boxenstopps inklusive Fahrerwechseln. Während der 80 Minuten Renndauer werden einmal die Reifen getauscht und nach Belieben nachgetankt. Unterschiedliche Strategien sorgen für Spannung bis zur karierten Flagge. Auf sein Debüt freut sich an diesem Wochenende Fabian Dybionka (17/POL). Er wird sich für die beiden verbliebenen Saisonstationen den Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams mit Emil Gjerdrum (19/NOR) teilen.


Freitag, 7. August 2026

ADAC GT Masters: Ein Blick hinters Visier: Kiano Blum und Niklas Kalus

Sie teilen sich das Cockpit und kämpfen gemeinsam um Tausendstelsekunden auf der Strecke – doch wie ticken sie abseits des Lenkrads. Die Fahrer-Duos des ADAC GT Masters beantworten persönliche Fragen über sich selbst und ihren Teamkollegen. Von Kochkünsten bis Temperament: Wie schätzen sich die Duos ein. Heute Kiano Blum und Niklas Kalus, die sich den Ford Mustang GT3 Evo des Haupt Racing Teams teilen.


Wer von euch ist der Frühaufsteher und wer der Langschläfer?

Niklas Kalus: Wir stehen beide gegen sieben oder acht Uhr auf, also sind wir uns ähnlich. Keine Ahnung, ob das jetzt Frühaufsteher oder Langschläfer ist.

Wer von euch ist der bessere Koch?

Kiano Blum: Ich koche sehr gerne, ich wasche aber leider nicht gerne ab (lacht). Wenn ich Lust habe, koche ich gerne mit Freunden zusammen. Das passiert so einmal im Monat.

Wer von euch ist ungeduldiger?

Niklas Kalus: Ich bin generell ein geduldiger Mensch, aber das ist immer davon abhängig, bei was und vor allem bei wem. 

Wer von euch beiden ist detailverliebter?

Kiano Blum: Ich würde mich als Perfektionist im normalen Leben bezeichnen. Ob das jetzt detailverliebt ist, weiß ich nicht. Bei meinem Auto muss schon alles passen.

Niklas Kalus: Ich mache sehr ungern sauber. Wenn ich es aber tue, dann sitze ich auch drei oder vier Stunden da, um jedes Detail ordentlich zu reinigen. 

Wer von euch ist spontan und wer ist der Planer?

Niklas Kalus: Ich bin schon sehr spontan.

Kiano Blum: Dann bin ich der Planer. Eigentlich zwar auch nicht wirklich, aber im Vergleich zu Niklas schon eher. Innerhalb meines Freundeskreises bin ich der Spontane.

Wer von euch ist ehrgeiziger?

Niklas Kalus: Da wird jeder immer sich selbst nennen.

Wer von euch ist ordentlicher?

Kiano Blum: Ich. Wenn man meinen Spint mit seinem vergleicht, gibt es da keinen Zweifel.

Niklas Kalus: Ich habe zuhause mein Schlafzimmer und das ist immer sauber, denn da bin ich nie. In meinem zweiten Zimmer halte ich mich meistens auf und darüber spreche ich jetzt nicht (lacht).

Kiano Blum: In dieser Beziehung kommt bei mir wieder der Perfektionist durch. Ich möchte alles geordnet und strukturiert haben.

Wer von euch beiden ist pünktlicher?

Niklas Kalus: Wir sind beide pünktlich. Wenn uns das Team sagt, seid zu dieser Uhrzeit da, sind wir das auch beide. Grundsätzlich hasse ich es, unpünktlich zu sein. Einen Termin machen und dann nicht rechtzeitig da zu sein, finde ich sehr unangenehm.

Kiano Blum: Ja, pünktlich sind wir beide. Wenn uns das Team aber einen Korridor vorgibt, wann wir da sein müssen, ist immer Niklas früher dran, weil er hier an der Strecke im Wohnwagen schläft.

Wer von euch ist extrovertierter?

Niklas Kalus: Vor drei Jahren hätte ich mit Sicherheit gesagt, dass Kiano extrovertierter ist. Durch das Rennfahren habe ich aber auf jeden Fall einen großen Sprung gemacht, weil ich auch oft Dinge machen musste, die ich vielleicht privat nicht gemacht hätte. Deshalb wohl unentschieden.

Wer von euch ist kompromissbereiter?

Kiano Blum: Bezogen auf unseren Ford sind wir uns ähnlich. Wir schauen immer, dass es für beide passt und versuchen die goldene Mitte zu finden. Einmal ist es für den einen etwas besser und einmal für den anderen. Wir sind beide keine Typen, die partout auf ihr Recht bestehen.

Wer von euch ist impulsiver?

Kiano Blum: Wenn es um Strafen oder derartige Dinge geht, dann ich. In solchen Situationen brauche ich Zeit für mich und verarbeite alles. Sobald es wieder auf die Strecke geht, ist dann alles vergessen.

Wer von euch ist kreativer?

Niklas Kalus: Ich bin sowas von unkreativ, dass ich in der Schule sogar eine 5 in Kunst hatte. Das grenzte an Arbeitsverweigerung. Ich habe Kunst auch abgewählt, sobald ich die Chance dazu hatte.

Kiano Blum: Ernsthaft (lacht)? Gut, der Punkt geht dann wohl an mich. Kunst war sogar eines meiner Lieblingsfächer, weil es easy going war und man sich nicht wirklich anstrengen musste (lacht). Ich würde mich jetzt nicht unbedingt als kreativ, was Zeichnen oder Schule angeht, bezeichnen, aber im Leben. Ich finde eigentlich immer eine Lösung.

Niklas Kalus: In dem Punkt gehe ich mit. Aber sich Sachen ausdenken oder zeichnen, darin bin ich echt nicht gut.

Wer von euch ist risikofreudiger?

Kiano Blum: Im normalen Leben gehe ich jetzt nicht übermäßige Risiken ein. Skifahren ist da so ein Thema. Oder auch im Sommer, wenn meine Freunde aus großen Höhen ins Wasser springen. Ich bin genau der Typ, der das auch machen würde, lasse es aus Vernunft und wegen des Verletzungsrisikos aber sein. Im Rennauto sieht das anders aus. Ich nehme das Risiko und wenn es mal nicht klappt, dann eben nicht.

Niklas Kalus: Im Alltag bin ich eher langweilig, was das Thema angeht. Tatsächlich denkt man auch aufgrund des Verletzungsrisikos über alles zweimal nach. Auf der Rennstrecke kommt man manchmal in einen Rausch. Im Nachhinein sieht man sich Videos an und merkt, oh, das war ja doch recht knapp.

Wer von euch ist reizbarer? 

Niklas Kalus: Das kommt ganz auf die Person an. Wenn es nicht die bestimmten Personen sind, dann fast gar nicht. Da müsste schon sehr viel passieren.

Kiano Blum: Nach außen überhaupt nicht. Wenn eher nach innen, da denke ich mir schon das ein oder andere Mal, ob das wirklich so sein muss. 

Wer von euch ist der Optimist und wer der Pessimist?

Kiano Blum: Ich bin schon eine sehr optimistische Person – generell im Leben. Ich denke mir immer, ach komm, es wird schon gutgehen. Irgendwie wird es auch immer.

Niklas Kalus: Ich bin auch eher der Glas-halbvoll-Typ. Gleichzeitig ist es besser, die Erwartungen in manchen Bereichen zu dämpfen, dass man am Ende nicht enttäuscht wird.

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 15. Juli 2026

ADAC GT Masters: Fahrerlager-Radar vom Nürburgring

Weltmeisterlicher Besuch, eine große Beförderung und ein historischer Sieg. Der Fahrerlager-Radar vom Nürburgring.

Start Rennen 2, ADAC GT Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Weltmeister zu Besuch

Am Samstag kam ein besonderer Gast an den Nürburgring. Kevin Großkreutz, Fußball-Weltmeister von 2014, mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger, besuchte Max Reis während des ersten Rennens. In der Startaufstellung ließ sich der Fußballer den Ford Mustang GT3 des HRT-Piloten erklären, führte später im Pace Truck das Feld ins Rennen und beobachtete schließlich die Action aus der Box. „Es war sehr interessant und für mich absolutes Neuland“, erklärte Großkreutz. „Die Autos sind sehr beeindruckend, vor allen die Knöpfe am Lenkrad – da muss man erstmal durchblicken. Max hat mir ein paar Einblicke gegeben und erklärt, wie anstrengend es ist, solche Autos zu fahren.“ Großkreutz war so begeistert, dass er auf jeden Fall nochmals zu Besuch kommen möchte.

Aston Martin on Top

Für Comtoyou Racing und alle Aston Martin-Fans war es ein ganz besonderes Wochenende. Mit Jamie Day fuhr zum ersten Mal seit dem Sachsenring 2008 wieder ein Aston Martin auf die Pole-Position im ADAC GT Masters. Damals war es Frédéric Makowiecki, der den Aston Martin DBRS9 von Hexis Racing auf den ersten Startplatz stellte. Im Rennen wurde es nur Rang zwei – im Gegensatz zu Day und Baudouin Detout. Sie feierten souverän ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters und bescherten ihrem Team Comtoyou Racing den ersten Erfolg seit ihrem Einstieg in die Serie in dieser Saison. Für die britische Marke Aston Martin war es der erste Sieg seit 2012 in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Damals gewannen Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen im Aston Martin V12 Vantage GT3 von Young Driver AMR den zweiten Lauf am Sachsenring. 

Beförderung zum Junior-Piloten

Eine besondere Ehre wurde Tabellenführer Finn Zulauf zuteil. Kurz vor dem Nürburgring-Wochenende wurde der Pilot aus Königstein im Taunus zum offiziellen Lamborghini GT3 Junior ernannt. „Für mich ist es eine große Ehre und ein cooles Gefühl, diesen Schritt gemacht zu haben und nun die Marke Lamborghini auch offiziell repräsentieren zu dürfen“, erklärte Zulauf. „Natürlich soll diese Ernennung nur der erste Schritt sein und ich werde umso härter weiterarbeiten.“

Krankenbesuch im Fahrerlager

Rennen fahren konnte er am Wochenende nicht, einen Besuch am Nürburgring ließ er sich trotzdem nicht nehmen. Razoon-Pilot Colin Bönighausen brach sich bei einem Arbeitsunfall nach dem Lausitzring den rechten Oberschenkel und wurde für die beiden Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix von Alexander Tauscher ersetzt. „Es fällt mir schon schwer, hier selbst nicht fahren zu können, aber es hilft ja nichts. Am Salzburgring bin ich aber selbst wieder am Steuer“, sagte Bönighausen optimistisch. Der Bruch sei operativ gut versorgt und heile sehr gut. 

Von Sieger zu Sieger

Bei der Siegerehrung zum ersten Rennen auf dem Nürburgring bekamen Felix Hirsiger und Finn Zulauf ihre Pokale von keinem Geringeren als Nicki Thiim überreicht. Der DTM-Pilot ließ es sich nach seinem Doppelsieg am Norisring nicht nehmen, nur wenige Tage später beim ADAC GT Masters am Nürburgring vorbeizusehen, um sein Team Comtoyou Racing zu besuchen. Auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser erhielten ihre Pokale für den Pro-AM-Sieg von Thiim. 

Darts trifft ADAC GT Masters

Die Box von HRT entwickelte sich am Nürburgring zwischenzeitlich zur Darts Area. Max Hopp, der „Maximiser“, schaute auf einen Wurf vorbei. Er war lange die Deutsche Nummer 1 und nahm mehrfach an der PDC-WM teil. Max Reis hatte die Gelegenheit, im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix ein wenig mit ihm zu spielen. „Ich kenne Max schon länger und bin persönlich sehr Darts-begeistert. Ich spiele auch selbst ab und zu. Es hat mich sehr gefreut, dass er mich hier am Nürburgring dank einem meiner Sponsoren besucht hat“, sagte Reis.

Neuer Zuschauer-Rekord

Wie in jedem Jahr war der ADAC Truck-Grand-Prix ein wahrer Zuschauermagnet. 2026 kamen 135.000 Zuschauer in die Eifel – nochmals 1000 mehr als im Vorjahr – und bewunderten im Rahmen der Trucks auch die spannenden Rennen des ADAC GT Masters.

Quelle: adac-motorsport.de

Montag, 13. Juli 2026

ADAC GT-Masters: Aston Martin-Team Comtoyou mit Debütsieg am Nürburgring

  • Jamie Day/Baudouin Detout feiern souveräne Sieg-Premiere im ADAC GT Masters
  • Kalus/Blum gewinnen die „Road-to-DTM“-Wertung am Nürburgring
  • Enger Titelkampf: Hirsiger/Zulauf und Zimmermann/Fourie trennt nur ein Punkt

Der erste Sieg für Comtoyou Racing im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Jubel bei Comtoyou Racing aus Belgien: Die ADAC GT Masters-Neueinsteiger haben den zweiten Lauf auf dem Nürburgring gewonnen. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) zeigten im Aston Martin Vantage GT3 Evo eine souveräne Vorstellung und kamen mit 3,806 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Für die britische Automarke ist es der erste Sieg seit 2012 in der Serie. Rang zwei sicherten sich wie am Vortag Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 vor den Gaststartern Enrico Förderer (19/Leuterod)/Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) mit dem Mercedes-AMG GT3. „Ich freue mich so sehr für das Team und danke ihnen und Aston Martin für diesen Sieg. Das Auto war wirklich super“, strahlte Detout über seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. „Die letzten Runden waren die längsten meines Lebens. Ich habe nur versucht, nicht zu viel Druck zu machen und die Emotionen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.“ Teamkollege Day jubelte ebenfalls über seinen ersten Erfolg in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC: „Ich bin extrem glücklich. Das Team hat von Saisonbeginn an so hart gearbeitet und das hat sich in den Ergebnissen leider nicht immer widergespiegelt. Heute Pole-Position und Sieg einzufahren – besser hätte es nicht laufen können.“

Bei rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Day von der Pole-Position aus sofort in Führung und baute seinen Vorsprung konstant aus. Comtoyou Racing entschied sich für einen späten Boxenstopp und kam erst kurz vor Ende des Fensters zum Fahrerwechsel. Detout schloss nahtlos an die Leistungen seines Teamkollegen an und hielt den Vorsprung auf Platz zwei konstant. Hinter dem Aston Martin Vantage GT3 Evo wirkte der Ford von Blum/Kalus nach einem guten Start wie der sichere Zweitplatzierte, bis er immer mehr mit den Reifen zu kämpfen hatte. Förderer im Mercedes und Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) im Porsche schoben sich immer näher an den Ford heran, verstrickten sich allerdings in einen Zweikampf um die dritte Position, was Kalus letztlich die nötige Luft gab, um Rang zwei ins Ziel zu bringen. „Ich bin sehr glücklich über den Ausgang des Rennens und das Wochenende generell“, freute sich Blum. „Startplatz zwei ist hier nicht unbedingt ein Vorteil, aber es ist mir gelungen, die Position am Start zu halten. Dass wir den Aston Martin heute nicht holen können, war uns recht schnell klar. Deshalb habe ich versucht, die Reifen zu managen und sie Niklas so gut wie möglich zu übergeben. Am Ende wurde es nochmal richtig knapp, aber zum Glück hat es für uns gereicht.“ Blum und Kalus feierten mit ihren beiden Podiumsplatzierungen auch den Sieg in der „Road-to-DTM“-Wertung am Nürburgring und schoben sich auf Rang drei der Gesamtwertung nach vorne.

Dahinter war die Freude bei den Gaststartern von SR Motorsport by Schnitzelalm über den dritten Rang riesig. Besonders Förderer, der am Nürburgring sein Debüt im GT3-Auto bestritten hatte, freute sich über das Podium an seinem ersten ADAC GT Masters-Wochenende. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das mir direkt das Podium gelungen ist. Das Team hat super Arbeit geleistet, denn das Auto fühlte sich sehr gut an und ich habe mich sehr wohlgefühlt“, freute sich der amtierende ADAC GT4 Germany-Champion. „Mein Ziel war sogar, noch einen Platz nach vorne zu kommen, dadurch wurde es nach hinten eng. Der Porsche hat ordentlich gedrückt, aber ich konnte die Position zum Glück halten.“ Pichler/Alexander Tauscher (23/Mitterfels/beide Razoon - more than Racing) wurden Vierte.

Meisterschaftskampf eng wie selten

Auf der fünften Position kamen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo ins Ziel. Sie reisen mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) aus der Eifel ab. Die Tabellenführer erlebten ein schwieriges Rennen in ihrem Lamborghini und kamen nicht über Platz neun hinaus.

Sensationelle Sechste und Sieger in der Pro-AM-Wertung wurden Gerhard Tweraser (37/AUT)/Gottfried Grasser (47/AUT/beide GRT Grasser Racing Team). Durch den reglementbedingt kürzeren Stopp der Pro-AM-Mannschaft kam Grasser als Vierter zurück auf die Strecke. Zwei Konkurrenten musste der DTM-Teamchef passieren lassen, hielt aber für den Rest des Rennens die Position gegen den herannahenden Ford Mustang GT3 von Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team). Rang acht ging an Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Hinter dem Lamborghini der Tabellenführer komplettierten Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) im Audi die Top-10.

Das ADAC GT Masters verabschiedet sich nun in eine knapp achtwöchige Sommerpause. Vom 4. bis 6. September geht es schließlich mit der vorletzten Saisonrunde auf dem Salzburgring weiter. Es wird das zweite Gastspiel vor den Toren der Mozartstadt und die Vorfreude auf die 4,255 km lange Strecke ist groß.


Sonntag, 12. Juli 2026

ADAC GT Masters: Day fährt zur Premieren-Pole am Nürburgring

#39 Baudouin Detout / Jamie Alan Day / Aston Martin Vantage GT3 EVO / Comtoyou Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Der Brite Jamie Day (20) hat sich selbst und seinen Team Comtoyou Racing die erste Pole-Position im ADAC GT Masters gesichert. In 1:24.834 Minuten fuhr er mit dem Aston Martin Vantage GT3 an die Spitze des Nürburgring-Qualifyings. Es ist die erste Pole-Position für einen Aston Martin im ADAC GT Masters seit 2008. 

„Ich bin unglaublich glücklich. Nicht nur für mich, sondern vor allem für das gesamte Team. Sie arbeiten so hart und die Ergebnisse haben das bis jetzt nicht widergespiegelt. Wir haben so gekämpft, um wieder an die Spitze zu kommen und das Lob gilt wirklich den Jungs“, freute sich Day, der sich den Aston Martin mit Baudouin Detout (25/FRA) teilt. „Es gibt eigentlich keinen Plan für das Rennen, außer vorne wegzufahren, einen Vorsprung herauszufahren und ihn für den Rest des Rennens zu halten.“

Bei angenehmen 20 Grad Lufttemperatur gingen die Starter des ADAC GT Masters am Sonntagmorgen ins zweite Qualifying. Es entwickelte sich ein Hin und Her zwischen Day und dem nun Zweitplatzierten Kiano Blum (19/AUT). Ihm fehlten letztlich beim Heimspiel seines Haupt Racing Teams im Ford Mustang GT3 0,335 Sekunden zur Bestzeit. Ein Ausrufezeichen setzte Gaststarter SR Motorsport by Schnitzelalm. Der amtierende ADAC GT4 Champion Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel) fuhr im Mercedes-AMG GT3 die drittschnellste Zeit mit 0,443 Sekunden Rückstand.

Ebenfalls Eindruck machte Alexander Tauscher Alexander Tauscher (23/Mitterfels/Razoon - more than Racing) in seinem allerersten ADAC GT Masters-Qualifying. Der Rookie fuhr im Porsche mit 0,519 Sekunden Rückstand auf Startplatz vier. Die Top-5 komplettierte mit Max Reis (19/Ramstein) ein weiterer Ford Mustang aus dem Hause HRT. Ihm fehlten 0,593 Sekunden zu Day.

Das finale Rennen des Wochenendes im ADAC GT Masters findet am Sonntag um 14:15 Uhr statt und wird live auf Sport1 im Free TV übertragen. Dazu gibt es Highlights aus dem Samstagslauf. Im Stream ist das Rennen bei Joyn, ServusTV On und Youtube.com/ADACMotorsports zu sehen.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 11. Juli 2026

ADAC GT-Masters: Souveräner Sieg für Hirsiger/Zulauf am Nürburgring

  • Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport feiert dritten Sieg
  • Podium für Kalus/Blum im Ford beim Heimspiel des Haupt Racing Teams
  • DTM-Teamchef Grasser und Tweraser gewinnen Pro-AM-Wertung im Lamborghini

Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind erneut Tabellenführer
Foto: ADAC-Motorsport

Pole-Position in Perfektion verwandelt. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben sich im ersten Rennen am Nürburgring ihren dritten Saisonsieg im ADAC GT Masters gesichert. Das Duo im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 kam mit 5,737 Sekunden Vorsprung vor Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 ins Ziel und übernahm erneut die Führung in der Meisterschaft. Ihre ersten Verfolger in der Tabelle, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport), wurden Dritte. „Wir sind sehr glücklich. Wir haben wirklich alles aus dem Auto herausgeholt, was möglich war. Ich hatte einen guten Start und wusste, die ersten zehn bis zwanzig Minuten des Rennens werden entscheidend sein, um am Ende etwas Puffer zum Schonen der Reifen zu haben“, erklärte Hirsiger. Teamkollege Zulauf fügte hinzu: „Der Reifenverschleiß ist bei diesen Temperaturen extrem, deshalb habe ich in meiner Hälfte versucht, den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Dass wir die Meisterschaft jetzt wieder anführen ist ein gutes Gefühl. Ich mag es, der Gejagte zu sein. Wirklich wichtig ist uns aber, nach dem letzten Saisonrennen oben in der Tabelle zu stehen.“

Bei 28 Grad und strahlendem Sonnenschein ging Hirsiger im Lamborghini von der Pole-Position aus ins Rennen und verteidigte Rang eins. Dahinter entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Fourie, Kalus und dessen Ford-Teamkollegen Emil Gjerdrum (19/NOR). In dessen Folge eroberte Kalus Rang zwei vor Gjerdrum, während der BMW von Fourie auf Rang vier zurückfiel. Kalus und später Blum fuhren die zweite Position beim Heimspiel ihres in Drees beheimateten Haupt Racing Teams sicher nach Hause und waren nach schwierigen Wochen überglücklich. „Es ist eine sehr große Erleichterung, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir sind alle extrem glücklich“, strahlte Kalus. „Als mir nach dem Qualifying gesagt wurde, dass ich Dritter bin, konnte ich es kaum glauben, weil niemand von uns damit gerechnet hat, so weit vorne zu stehen. Am Start wollte ich diesmal unbedingt eine Position gewinnen und das ist mir gelungen. Von da ab haben Kiano und ich jede Runde gepusht, aber Platz eins war zu weit weg. Vielen Dank an HRT, die über Nacht nochmal das komplette Setup geändert und das Podium so möglich gemacht haben.“

Hinter Kalus sortierte sich zunächst Gjerdrum ein, musste aber nach dem ersten Rennviertel Fourie wieder passieren lassen. „Der Start war ein bisschen knifflig, weil die Außenlinie noch dreckig von den Trucks zuvor war“, erklärte Fourie, wieso Kalus und Gjerdrum ihn passieren konnten. „Ich habe es aggressiv versucht, um vielleicht noch eine Chance in Richtung des Lamborghini zu erhalten. Das ging leider nach hinten los und beide Ford gingen vorbei. Als der Ford einen Fehler gemacht hat, konnte ich wieder vorbeigehen, aber mehr war nicht möglich. Wir haben mit diesem dritten Rang das Maximum heute für die Meisterschaft herausgeholt.“

Auf dem vierten Rang kamen die Zwillingsbrüder Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) in einem weiteren BMW ins Ziel. Als bestplatzierte Gaststarter kamen Enrico Förderer (19/Leuterod)/Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 auf Platz fünf, wodurch Förderer bei seinem GT3-Debüt stärkster Rookie wurde. Härtling hatte sich in einem sehenswerten Duell an Fabio Rauer (19/Stolberg) vorbeigekämpft, der zusammen mit Storm Gjerdrum (16/NOR) im BMW Sechster wurde. Auf den Rängen sieben und acht kamen Leo Pichler (24/AUT)/Alexander Tauscher (23/Mitterfels/beide Razoon - more than Racing) und Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) ins Ziel. Tauscher im Porsche und Primm im Audi hatten sich ein spektakuläres Duell geliefert, als sie im Positionskampf nahezu eine Runde im Parallelflug um die Strecke fuhren. Primm ging zunächst vorbei, musste die Position allerdings kurze Zeit danach wieder zurückgeben. Als bestes Pro-AM-Team kamen DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) und Gerhard Tweraser (37/AUT/beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini als Neunte an. Die Top-10 wurden von Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche komplettiert.

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters im Rahmen des Int. ADAC Truck-Grand-Prix findet am Sonntag um 14:25 Uhr statt und wird live auf Sport1 im Free TV übertragen. Dazu zeigen Joyn und ServusTV On den zweiten Lauf in voller Länge. Das Qualifying findet am Sonntagmorgen um 8:30 Uhr statt und ist – wie später auch das Rennen – auf Youtube.com/ADACMotorsports verfügbar.


ADAC GT Masters: Hirsiger sichert sich Debüt-Pole am Nürburgring

Meisterschaftskampf schon im Qualifying des ADAC GT Masters am Nürburgring. Der Tabellenzweite Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) startet das erste Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix aus der Pole-Position – neben ihm steht der Meisterschaftsführende Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). Im Zeittraining am Samstagmorgen lieferten sich die beiden ein Duell um die Bestzeiten, bis schließlich Hirsiger im Lamborghini in 1:25.104 Minuten die Spitze übernahm und Fourie sich mit Platz zwei und 0,249 Sekunden Rückstand begnügen musste.

„Alles hat super geklappt und für uns war es die perfekte Runde. Das ist hier am Nürburgring mit den ganzen Kerbs nicht einfach. Ein Danke ans Team für die tolle Arbeit, das Auto war super“, freute sich Hirsiger über seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit Teamkollege Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus) möchte er das Rennen entspannt angehen und macht sich keine Sorgen um das Duell mit Meisterschaftskonkurrent Fourie. „Wir wissen, dass wir alle fair fahren und es nicht um die erste Kurve, sondern das Gesamtresultat geht. Unsere Longrun-Pace ist super, Finn und ich sind beide super Fahrer – da ist schon was möglich.“

Fourie selbst war überrascht von seinem starken Ergebnis im Qualifying. „Wir hatten ehrlich gesagt nicht erwartet, so weit vorne zu stehen. Die Jungs vom Team haben einen tollen Job gemacht, denn das Auto fühlte sich von der ersten Runde hier super an“, erklärte Fourie, der gemeinsam mit Tim Zimmermann (29/Langenargen) im BMW M4 GT3 Evo um die Meisterschaft kämpft. Im Duell gegen den Lamborghini stapelt er allerdings tief. „Sie sehen immer noch stärker aus als wir, das hat das Qualifying gezeigt. Trotzdem versuchen wir natürlich alles. Sollten wir sie nicht besiegen können, möchten wir die ersten Verfolger sein.“

Von der dritten Startposition aus geht Niklas Kalus (21/Duisburg) ins Rennen. Im Ford Mustang GT3 lag er 0,312 Sekunden hinter der Bestzeit beim Heimspiel seines Haupt Racing Teams aus Drees. Für eine Überraschung sorgte Rookie Victor Nielsen (19/DNK) mit Rang vier. Normalerweise startet der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und bekam am Nürburgring die Chance, sein allererstes Rennwochenende in einem GT3-Auto zu bestreiten. Bei seiner schnellsten Runde im BMW M4 GT3 Evo lag er 0,327 Sekunden hinter Polesetter Hirsiger. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (1/NOR/Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3 mit 0,4 Sekunden Rückstand.

Quelle: adac-motorsport


ADAC GT Masters: Neue Gesichter, erste Eindrücke

#22 Gottfried Grasser / Lamborghini Huracán GT3 EVO 2 / GRT Grasser Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Drei Gaststarter-Teams und zwei Ersatzfahrer geben im ADAC GT Masters am Nürburgring Gas. Nach den ersten Trainingssessions erzählen sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix.

Einer der Rookies ist Alexander Tauscher. Der 23-Jährige springt bei Razoon – more than Racing in den Porsche 911 GT3 R an der Seite von Leo Pichler (24/AUT). Normalerweise startet er im Porsche Carrera Cup Deutschland, an diesem Wochenende ersetzt er Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der sich privat verletzt hat und deshalb nicht startet. „Es ist von vorne bis hinten eine neue Erfahrung für mich und das erste Mal in einem GT3-Auto. Es ist eine lange Zeit her, dass ich so voller Vorfreude zur Rennstrecke gefahren bin. Ich versuche, die Atmosphäre aufzusaugen und bisher ist es umwerfend, ich genieße es sehr. Mein Teamkollege Leo musste gestern und heute einige Fragen beantworten, aber das hat er sehr gerne getan. Wir verstehen uns sehr gut und kennen uns seit 2021 aus der ADAC GT4 Germany. Wir können hoffentlich zeigen, dass wir super harmonieren und uns echt gut ergänzen. Ich muss ein bisschen tiefstapeln, denn ich habe viel zu lernen. Der Kampfgeist ist aber immer der gleiche. Wenn wir ein Podium schaffen würden, wäre das echt super!“

Ein Rückkehrer fährt im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom GRT Grasser Racing Team. Niemand geringerer als der Teamchef selbst. Er feierte 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters und bestritt bis einschließlich 2013 insgesamt zwölf Rennen. Nun kehrt er für zwei Gaststarts an der Seite seines guten Freundes Gerhard Tweraser (37/AUT) zurück. „Es ist spannend, macht irrsinnig Spaß und Freude. Der Ehrgeiz kommt natürlich zurück. Mit Gerhard zusammen ist es extrem lustig. Unsere Testfahrten fanden alle bei kaltem Wetter statt und jetzt verstehe ich bei diesen Temperaturen hier, weshalb meine Fahrer im Auto immer so jammern, dass es heiß ist. Wenn ich im Qualifying ein oder zwei Autos hinter mir lasse, bin ich schon zufrieden. Danach wird man sehen, wie der Start gelingt und welchen Verlauf die Rennen nehmen.“

Nico Hantke (22/Hürth) war bereits in den vergangenen beiden Jahren Stammpilot im ADAC GT Masters, erzielte zwei Rennsiege und eine Pole-Position. Nun kehrt er an der Seite von Felice Jelmini (31/ITA) im Mercedes-AMG GT3 Evo von Prosport Racing zurück. „Wir hatten einen recht guten Start und ich bin super happy, wieder hier zu sein. Das Auto macht Spaß und der Nürburgring ist generell eine coole Strecke – vor allem im Rahmen des Truck GP ist es eine schöne Atmosphäre. Der Mercedes ist recht ähnlich zum Aston Martin, den ich früher gefahren habe. Zuletzt war ich allerdings viel im Audi unterwegs und das ist schon etwas anders. Ich musste mich daran gewöhnen. Wir wollen auf jeden Fall ums Podium kämpfen, aber wo wir wirklich stehen, sehen wir erst am Samstagmorgen im ersten Qualifying.“

Enrico Förderer (19/Leuterod) feiert an diesem Wochenende ebenfalls sein Debüt im GT3-Auto. Der amtierende Champion der ADAC GT4 Germany teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit seinem Meisterschaftskollegen Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). „Bisher gefällt es mir super. Die ersten Runden in einem GT3 waren einfach unfassbar. Es macht unglaublich Spaß und ich freue mich aufs Wochenende. In der Konstellation mit dem Team und Jay Mo sind wir sehr selbstbewusst und wissen, was wir können. Mein Ziel ist, das Beste aus dem Wochenende herauszuholen, das Auto heil zu lassen und keinen Blödsinn zu machen.“

Ein weiterer Rookie ist Victor Nielsen (19/DNK) im BMW M4 GT3 Evo. Normalerweise fährt der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und darf dieses Wochenende erstmals ADAC GT Masters-Luft schnuppern. „Ich bin meine ersten Runden in einem GT3-Auto gefahren und es war eine unglaubliche Erfahrung. Am vergangenen Wochenende war ich noch am Norisring in der ADAC GT4 Germany und ich glaube, es wird hart, nach diesen Eindrücken wieder zurückzukehren (lacht). Der Speed-Unterschied und auch das Downforce-Level sind wahnsinnig. Bisher lief es richtig gut und ich habe Vertrauen ins Auto aufgebaut. Ich habe an das Wochenende keine großen Erwartungen bezüglich der Ergebnisse. Wichtig ist für mich vor allem, im Teamvergleich mithalten zu können und nicht eine Sekunde oder mehr hinter den beiden Schwesterautos zu liegen.“

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT Masters: Simon Connor Primm setzt erstes Ausrufezeichen am Nürburgring

Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) hat sich die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters am Freitag auf dem Nürburgring gesichert. Der Pilot im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 fuhr seine schnellste Runde von 1:25.981 Minuten in der Vormittagssession. „Wir hatten heute nur ein kleines Problem, das wir innerhalb von ein paar Minuten beheben konnten. Ansonsten war es ein reibungsloser Tag. Wir haben getestet, was wir uns vorgenommen hatten“, so Primm. „Ich habe zuhause nochmal extra trainiert und mich intensiver auf die Hitze vorbereitet, wobei die Temperaturen hier aktuell noch sehr entspannt sind. Wir hoffen natürlich, an das Lausitzring-Wochenende anzuknüpfen und wieder die Pole-Position zu erzielen und im besten Fall das Rennen zu gewinnen.“

Bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad setzte sich Felix Hirsiger (28/CHE) auf die zweite Position. Dem Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport fehlten in seinem Lamborghini nur 17 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit. Der Tabellenzweite des ADAC GT Masters war der einzige Fahrer in den Top-5, der seine schnellste Runde in der Nachmittagssession gesetzt hatte. Am Freitag gelang es nur Primm und Hirsiger die 1:26er-Marke zu knacken. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag. Die zweite Session war super, wir haben uns aufs Qualifying vorbereitet. Das Gefühl war da, das Auto war da, obwohl die hohen Temperaturen sicher nicht hilfreich für schnelle Zeiten waren“, erklärte Hirsiger. „Finn hat im Longrun ebenfalls gezeigt, dass wir stabil dabei sein und die Meisterschaftsführung zurückerobern können. Ich denke, das ist möglich, weil wir mental stark sind. Das ist immer der Trumpf, wenn es in den Meisterschaftskampf geht.“

Die Top-3 komplettierte Leo Pichler (24/AUT/Razoon - more than Racing). Er teilt sich dieses Wochenende seinen Porsche 911 GT3 R mit Rookie Alexander Tauscher (23/Mitterfels). Im schnellsten Run lag Pichler 0,142 Sekunden hinter der Spitze. Rang vier erzielte Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). In seinem BMW M4 GT3 Evo war der Tabellenführer 0,237 Sekunden langsamer als Primm. Baudouin Detout (25/FRA/Comtoyou Racing) fuhr auf Rang fünf der Tageswertung. Im Aston Martin Vantage GT3 fehlten ihm 0,446 Sekunden zur Bestzeit.

Quelle: adac-motorsport.de