Dienstag, 25. September 2018

ADAC GT4 Germany 2019 nimmt Form an

Sechs Veranstaltungen im Rahmen des ADAC GT Masters 

Foto: ADAC-Motorsport
Erster Ausblick auf die ADAC GT4 Germany: Im Rahmen des ADAC GT Masters-Finales in Hockenheim gab es einen ersten Ausblick auf die neue Serie, die ab 2019 sechs Mal im Rahmen des ADAC GT Masters startet. Bei einer Ausstellung verschiedener GT4-Modelle im Fahrerlager konnten sich Fans, Fahrer und Teams einen ersten Eindruck von der ADAC GT4 Germany machen. Saisonstart der ADAC GT4 Germany 2019 ist vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben. 

Sechs Läufe im Rahmen des ADAC GT Masters stehen für die ADAC GT4 Germany 2019 im Kalender. Die Serie startet in Oschersleben (26. bis 28. April), auf dem Nürburgring (16. bis 18. August), in Hockenheim (13. bis 15. September) auf dem Sachsenring (27. bis 29. September) sowie bei zwei Auslandsevents des ADAC GT Masters. Das Wochenendformat orientiert sich am erfolgreichen Format des ADAC GT Masters mit zwei freien Trainings, zwei Zeittrainings und zwei Rennen mit Fahrerwechsel. Zwei Fahrer teilen sich ein Auto, startberechtigt sind ausschließlich junge Talente oder Amateur-Rennfahrer der FIA-Fahrereinstufungen "Bronze" und "Silber". Wie im ADAC GT Masters kommen Einheitsreifen von Pirelli zum Einsatz. An jedem Rennwochenende stehen den Teilnehmern zwei neue Satz Pirelli-Reifen zur Verfügung, am ersten Rennwochenende drei. 

"Seit der Vorstellung der Serie im Juli haben wir eine große Resonanz und ein sehr positives Feedback erhalten", sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss. "Wir haben nun frühzeitig die Rahmenbedingungen abgesteckt, damit interessierte Teams und Fahrer frühzeitig Planungssicherheit haben, und haben die Chance genutzt, uns in Hockenheim mit vielen Interessierten auszutauschen. In den kommenden Monaten arbeiten wir an weiteren Details und freuen uns schon jetzt auf die ADAC GT4 Germany 2019." 

Die Einschreibung für die Premierensaison der ADAC GT4 Germany startet am 3. Dezember. Nennschluss ist der 15. März 2019. Insgesamt 28 Startplätze werden nach dem Zahlungseingang des Nenngeldes vergeben, maximal sechs weitere Startplätze vergibt der ADAC. 

Sonntag, 23. September 2018

Porsche-Fahrer Renauer und Jaminet gewinnen ADAC GT Masters

  • Platz fünf reicht deutsch-französischem Duo zum ersten Titelgewinn
  • Sheldon und Kelvin van der Linde werden mit Sieg Gesamtzweite
  • Mercedes-AMG und BMW ebenfalls auf dem Podium 

Robert Renauer u. Mathieu Jaminet ADAC GT-Masters Sieger 2018
Foto: ADAC-Motorsport
Ein Punkt war am Ende entscheidend: Dank Platz fünf im zweiten Rennen beim Saisonfinale in Hockenheim sicherten sich die Porsche-Fahrer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ihren ersten Titel im ADAC GT Masters und verwiesen damit die Rennsieger Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf den zweiten Gesamtrang. Platz zwei ging im 14. Saisonrennen an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team), den dritten Platz holten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP). "Ein Megatag", jubelte der frischgebackene Champion Renauer. "Unglaublich, dass wir den Titel geholt haben. Ich bin immer noch ein wenig baff." 

Titelkampf beginnt turbulent

Der Titelkampf im alles entscheidenden Rennen begann dramatisch: Der Pole-Setter und Tabellendritte Maximilian Götz kollidierte bereits in der ersten Kurve mit dem Audi von Dries Vanthoor (20/B, EFP by TECE) und musste aufgeben. Mit dem Champion von 2012 und seinem Teamkollegen Markus Pommer waren damit die ersten der vier verbliebenen Titelkandidaten aus dem Rennen.

Das Rennen wurde nach einer kurzen Unterbrechung für Aufräumarbeiten neu gestartet. An der Spitze setzte sich Lamborghini-Werkspilot Christian Engelhart in den Folgerunden stetig vom Feld ab und baute seinen Vorsprung auf knapp sechs Sekunden aus. Auf Platz zwei folgte Audi-Fahrer Kelvin van der Linde vor dem BMW von Timo Scheider (BMW Team Schnitzer) und Tabellenführer Mathieu Jaminet, der von Platz zehn gestartet war. Bis zu den Fahrerwechseln blieb diese Reihenfolge stabil.
 
Danach machte Sheldon van der Linde, der von Bruder Kelvin übernommen hatte, in großen Schritten Jagd auf den führenden Lamborghini von Rolf Ineichen. Kurz vor Rennende war er am Schweizer dran und überholte diesen schließlich drei Runden vor Schluss. Mit 2,2 Sekunden Vorsprung fuhr er danach zum zweiten Saisonsieg. Den erhofften Titel verpassten die beiden Südafrikaner dennoch um nur einen Zähler. Denn mit Rang fünf hinter dem drittplatzierten Mercedes-AMG von Dontje/Buhk, die dank einer geschickten Boxenstoppstrategie Plätze gutmachten, und dem BMW von Timo Scheider und BMW-Junior Mikkel Jensen (23/DK) holten Renauer und Jaminet die entscheidenden Meisterschaftszähler. Mit 137:136 Punkten gewannen die "Neunelfer"-Piloten erstmals den Fahrertitel im ADAC GT Masters.

Corvette-Piloten trotz starker Aufholjagd ohne Chance im Titelkampf

Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) kamen mit ihrem Porsche 911 GT3 R als Sechste ins Ziel, dahinter folgte die Corvette von Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition) auf Platz sieben. Das Duo hatte als Gesamtzweite vor dem Rennen ebenfalls noch Titelchancen, kam jedoch im Qualifying nur auf den 27. Startplatz. Trotz der starken Aufholjagd im Rennen mussten sich die dreimaligen Saisonsieger mit dem dritten Gesamtrang begnügen.

Die Ferrari-Fahrer Davide Rigon (33/I) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) punkteten als Achte zum zweiten Mal am Finalwochenende, dahinter folgten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) in ihrem Lamborghini, der letzte Meisterschaftszähler ging an Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport). 


Stimmen der Meister

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): "Nachdem wir im Qualifying nur Zehnte waren und Maxi Götz auf Pole stand, befürchteten wir schon, dass alles verloren ist. Es tut uns für ihn und Markus sehr leid, dass sie beim Start in die Kollision verwickelt waren. Sie hätten den Titel auch verdient gehabt. Wir hatten das Glück diesmal auf unserer Seite."

Mathieu Jaminet (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): "Ich bin im Auto absolut ruhig geblieben. Ich wollte beim Start möglichst viele Plätze gutmachen und beendete die erste Runde von Platz zehn kommend als Vierter. Ich wollte dann auch am BMW vorbei, um möglichst dicht am Land-Audi zu liegen, bin aber nicht vorbeigekommen. Als ich dann aus dem Auto war, habe ich es kaum ausgehalten. Robert hat auf der Strecke um jede Position gekämpft, der Audi ist auf Platz eins vorgefahren und von hinten kam die Corvette immer näher. Aber am Ende hat es gereicht. Es ist toll, meinen ersten Titel im GT-Sport geholt zu haben. Ich bin auf das ganze Team stolz. Mein Dank geht an die ganze Mannschaft, an Porsche, die Sponsoren und natürlich auch an unsere Fans."

Stimmen der Sieger

Sheldon van der Linde (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS: "Das Rennen war sehr gut. Ich hätte nicht erwartet, dass wir an diesem Wochenende ein Rennen gewinnen würden. Es tut zwar ein bisschen weh, die Meisterschaft mit nur einem Punkt verloren zu haben, aber wir haben das Rennen gewonnen. Deswegen sind wir sehr glücklich. Ich bin mit der ersten Saison im ADAC GT Masters sehr zufrieden. Wir haben alles gegeben."

Kelvin van der Linde (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): "Wir sind sehr stolz auf unseren zweiten Sieg in dieser Saison. Montaplast by Land-Motorsport hat das ganze Jahr über super abgeliefert, mein Bruder auch. Wir haben die Meisterschaft bestimmt nicht in der zweiten Hälfte der Saison verloren. Mal schauen, was das nächste Jahr bringt. Wir wollen auf jeden Fall zurückkehren."

Seriensieger René Rast hält mit viertem DTM-Triumph in Folge den Titelkampf offen

  • Mercedes-AMG gewinnt frühzeitig die DTM-Herstellerwertung
  • Entscheidung um den Fahrertitel fällt beim Finale in Hockenheim
  • 100. Sieg für Audi in der DTM 

Renè Rast siegt zum vierten Mal in Folge und hält sich im Titelrennen

In der DTM bleibt es spannend bis zum Schluss. René Rast hat in Spielberg seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der Audi-Pilot gewann auch das Sonntagsrennen in Österreich und legte damit eine historische Serie hin. Nach dem Nürburgring-Wochenende – vor zwei Wochen holte er in der Eifel beide Pole-Positions und beide Rennsiege – zieht er nun mit vier Siegen in Folge mit Klaus Ludwig (1989), Nicola Larini (1993) und Alessandro Nannini (1993/1994 und 1996) gleich, denen dieses Kunststück ebenfalls gelungen ist. In der neuen DTM seit 2000 hat vor Rast kein Fahrer so oft hintereinander gesiegt. „Ein weiteres unglaubliches Wochenende“, sagte Rast nach dem Rennen. „Ich bin dankbar für das tolle Auto, das tolle Team und das Teamwork.“ Zweiter im 18. DTM-Saisonrennen wurde Nico Müller in einem weiteren Audi RS 5 DTM. Das Podium komplettierte Gary Paffett als Dritter, der in der DTM-Fahrerwertung vor dem Finale in Hockenheim nun vier Punkte hinter Paul Di Resta liegt. Di Resta wurde in der Steiermark Vierter. Den Fahrertitel machen in Hockenheim Di Resta, Paffett und Rast unter sich aus.
Bleibt im Titelrennen: Renè Rast
Das Sonntagsrennen in Spielberg lässt die Vorfreude auf das Finale in Hockenheim weiter steigen: Alle drei Titel-Kandidaten waren gleichauf, mit dem besseren Ende für Rast, der Audi zudem den 100. Sieg in der DTM bescherte. „Vor vier Rennen waren es noch 100 Punkte Rückstand, jetzt sind es 30. Ich bin megahappy, so kann es weitergehen“, erklärte Rast. „Vier Siege in Folge habe ich selber in anderen Rennserien noch nie erlebt. In der hart besetzten DTM ist das etwas ganz Spezielles.“ Rast, der zum Saisonfinale 2017 mit 21 Punkten Rückstand zum Führenden anreiste und letztlich die Gesamtwertung gewann, verspricht: „Ich kämpfe in Hockenheim dafür, dass ich erneut Champion werde.“

Das ist auch das Ziel der beiden Mercedes-AMG-Fahrer Di Resta und Paffett. Letztgenannter prophezeit ein großartiges Finale. „Nur vier Punkte zwischen mir und Paul. Ich freue mich sehr, dort um die Meisterschaft zu kämpfen. Von der Pole-Position habe ich mir mehr erhofft und wollte als Führender nach Hockenheim kommen. Das hat nicht geklappt. Trotzdem werde ich jetzt alles geben.“

Für BMW holte am Sonntag Rookie Joel Eriksson das beste Ergebnis. Der Schwede wurde im BMW M4 DTM Fünfter, während Markenkollege Timo Glock als Siebter und Lokalmatador Philipp Eng als Neunter ebenfalls für die Münchner punkteten.

Mercedes-AMG feiert in Spielberg den ersten Titel

In einer Wertung ist am Sonntag in Spielberg bereits die Entscheidung gefallen: Mercedes-AMG hatte bereits nach dem Qualifying die Markenwertung frühzeitig gewonnen. Vor dem Finale in Hockenheim sind die Stuttgarter von der Konkurrenz aus München und Ingolstadt nicht mehr einzuholen. Mercedes-AMG liegt mit 865 Punkten uneinholbar vor BMW (563) und Audi (483) in Führung.

Ogier: „Die DTM hat jede Menge Spaß gemacht“

Nach Mattias Ekström beim DTM-Auftakt in Hockenheim und Alessandro Zanardi bei der DTM-Nachtpremiere in Misano war in Spielberg Rallye-Ass Sébastien Ogier der dritte Gastfahrer in dieser Saison. Nach Platz zwölf in dem turbulenten Samstagsrennen belegte der fünfmalige Rallye-Weltmeister am Sonntag Platz 17. „Das war eine tolle Erfahrung für mich. Das ist eine ganze andere Nummer als Rallye“, resümierte Ogier. „Ich hatte heute eigentlich zwei Rennen. In der ersten Hälfte konnte ich wegen Öls auf der Scheibe nicht richtig sehen, aber im zweiten Teil war ich hinter ‚Rocky‘ und konnte auch dranbleiben. Ich habe ihn zwar nicht überholt, aber das hat jede Menge Spaß gemacht.“

Nach einer dreiwöchigen Pause steigt vom 12. bis 14. Oktober 2018 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das DTM-Finale mit der Entscheidung um den Fahrertitel. Die Tabellensituation verspricht Spannung: Paul Di Resta liegt mit 229 Punkten nur vier Punkte vor seinem Markenkollegen Gary Paffett (225). Dritter im Bunde ist Seriensieger René Rast (199).

Hattrick: Remo Lips zum dritten Mal Pirelli-Trophy-Champion

  • Schweizer verteidigt Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung
  • Drei Titelgewinne mit drei verschiedenen Fahrzeugen und Teams
  • Konstanz ist Schlüssel zum Erfolg

Hockenheim. Mission Hattrick erfolgreich absolviert: Audi-Pilot Remo Lips (35/CH, Aust Motorsport) hat sich beim Saisonfinale des ADAC GT Masters in Hockenheim vorzeitig zum dritten Mal in Folge den Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung gesichert. „Dass mir der Hattrick gelungen ist, ist sehr schön“, sagte der Schweizer nach dem Titelgewinn. „Das ist ein tolle Belohnung für unsere Arbeit in der Saison.“

Mit dem dritten Titelgewinn ist Lips nun alleiniger Rekordchampion in der Wertung für Nichtprofis und übertrumpft damit seinen Landsmann Toni Seiler, der sich 2009 und 2010 den Titel sicherte. „Es bedeutet mir sehr viel, dass ich Toni übertroffen habe. Ich kenne ihn sehr gut und bin zwei Jahre in seinem Team gefahren“, so Lips. „Wir werden sicher noch heute telefonieren“. Was die Erfolge von Lips außerdem besonders macht: Ihm gelang der Titelhattrick mit drei verschiedenen Fahrzeugen und drei verschiedenen Teams: 2016 in einer Corvette Z06.R GT3 von RWT Racing, 2017 im Nissan GT-R NISMO GT3 von MRS GT-Racing und nun im Audi R8 LMS der westfälischen Mannschaft Aust Motorsport, für die es der erste Titelgewinn im ADAC GT Masters ist. Sein Erfolgsrezept? „Konstant sein. Ich bin nie ausgefallen in der Saison. Und ganz so langsam bin ich ja auch nicht“, sagte Lips lachend, der 2018 in jedem der bisherigen 13 Rennen Punkte in der Pirelli-Trophy-Wertung einfuhr und auf dem Nürburgring und dem Sachsenring – unterstützt von Partner Maximilian Hackländer (28/Rüthen) die Klasse gewann. „Diese Rennen waren für mich auch die Saisonhighlights.“ Einen kleinen Wermutstropfen hatte der Saisonverlauf für den ehrgeizigen Alpenländer jedoch: „Ich wäre gerne mal im Gesamtergebnis in die Top Ten gefahren und hätte einen Meisterschaftspunkt geholt. Aber bei der extremen Leistungsdichte ist dies für Nichtprofis wirklich nicht einfach.“

Dass Lips in dieser Saison nach mehreren Saisons im GT3-Sportwagen mit Frontmotor auf den Mittelmotor-Audi R8 wechselte, war eine neue Herausforderung: „Ich habe ein bisschen das Problem, dass ich immer noch den Corvette-Style im Kopf habe.“ Der Audi R8 LMS sei ein riesiger Unterschied zur Corvette Z06.R GT3, mit der Lips fünf Saisons bestritt: „Bei der Corvette wusste man genau, wann man über dem Limit ist. Beim Audi fährt man dagegen ans Limit und muss eigentlich sogar darüber hinaus, damit man schnell ist“, so der 35-Jährige. „Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.“ Einfacher war dagegen der Wechsel ins neue Team. „Am Anfang musste er die Umgewöhnungsphase auf den Audi meistern. Im Laufe der Saison hat er sich sehr gut auf den R8 eingestellt. Wenn er Vertrauen ins Auto gefasst hat, ist er sehr schnell. Das haben wir am Sachsenring gesehen. Über viele Runden Titelkandidat Robert Renauer hinter sich zu lassen ist eine bemerkenswerte Leistung“, lobt Teamchef Frank Aust. Und auch Teamkollege Maximilian Hackländer, der ebenfalls kein Rennprofi ist, ist begeistert vom Schweizer: „Remo ist ein lieber und sehr lustiger Typ. Wir harmonieren super miteinander. Er arbeitet sehr konzentriert und will sich immer verbessern.“ Lips gibt die Komplimente gerne zurück: „Maxi ist ein Hammer-Teamkollege. Er macht einen Super-Job und ich bin echt glücklich, dass ich mit ihm fahren darf. Er ist echt schnell und hat in einigen Rennen bewiesen, dass er schneller als einige Werksfahrer fahren kann.“

Seine Liebe zum Rennsport begann bei Lips bereits mit sechs Jahren. Im Alter von 14 Jahren kam er vom Kartfahren über die Formel-Nachwuchsschule des ADAC in den Motorsport. Mit 16 startete er in der BMW Formel ADAC und konkurrierte mit späteren Formel-1- oder DTM-Piloten wie Christian Klien, Timo Glock und Maro Engel. Danach folgten Einsätze im Renault-Markenpokal sowie in der Langstrecken-Meisterschaft. 2010 und 2011 nahm Lips erstmals sporadisch am ADAC GT Masters teil, bevor sein Name seit 2012 auf keiner Starterliste mehr fehlen durfte. Mittlerweile ist er dort einer der erfahrensten Piloten überhaupt. Mit bisher 113 Rennen haben nur fünf Fahrer in der Meisterschaft mehr absolviert als der Zürcher.

Außerhalb des Rennsports ist Lips in der Immobilienbranche tätig. „Das macht mir auch sehr viel Freude.“ Davor machte er etwas komplett anderes: „Schwer vorstellbar, aber ich habe ursprünglich mal Koch gelernt.“ Die Lehre absolvierte er parallel zu seinen ersten Schritten im Automobilsport. „Den Rennsport habe ich daher eigentlich nie zu hundert Prozent gelebt. Deswegen fahre ich auch deutlich weniger als viele andere Piloten im Feld.“ Um nicht aus der Übung zu kommen, geht der Pirelli-Trophy-Champion nach wie vor gerne Kart fahren. Aber auch der historische Rennsport hat es ihm angetan: Im Sommer startete er erneut beim Le Mans Classic in einem Shelby Mustang und einem Ferrari 512 BB/LM. Nebenbei ist er begeisterter Skifahrer und begann vor Kurzem mit dem Boxen. Wie er Motorsport, Beruf und Freizeit unter einen Hut bringt, wundere ihn manchmal selbst. „Mein Kopf ist überall, aber momentan schaffe ich es noch“, so Lips.

Mann-Filter Team HTP gewinnt vorzeitig Teamtitel im ADAC GT Masters

  • Rennstall erstmals bestes Team in der "Liga der Supersportwagen"
  • Mannschaft holte bisher zwei Rennsiege und drei weitere Podestplatzierungen
  • Fahrerduo Markus Pommer/Maximilian Götz noch mit Titelchancen
Teammeister 2018: Mann-Filter Team HTP
Foto: Jens Hawrda
Hockenheim. Der Team-Champion im ADAC GT Masters 2018 steht fest: Dank Platz vier im Samstagsrennen des Finalwochenendes in Hockenheim sicherte sich das Mann-Filter Team HTP vorzeitig den Gewinn der Team-Wertung. "Den Titel hat sich meine Mannschaft durch ihren nie endenden Kampfgeist und Siegeswillen absolut verdient", freute sich Teamchef Norbert Brückner. "Diesen gegen die vielen starken und namhaften Teams im ADAC GT Masters zu gewinnen ist enorm wertvoll und bedeutet mir viel." Mit Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim) haben zwei Fahrer von HTP vor dem Finalrennen am Sonntag noch Chancen auf die Fahrer-Meisterschaft. Dem Duo fehlen auf die Tabellenspitze zehn Zähler, 25 werden noch vergeben.

Der Rennstall aus Altendiez im Westerwald setzt in dieser Saison zwei leuchtend gelbe Mercedes-AMG GT3 für die aktuellen Tabellendritten Pommer und Götz sowie Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek) ein. Brückner ist mit beiden Fahrerpaarungen mehr als zufrieden. Beide holten in den ersten 13 von 14 Rennen jeweils einen Sieg und fünf Podestplätze. Aber auch ihre Konstanz beeindruckte: Kein anderer Rennstall sammelte in zwölf von bisher 13 ausgetragenen Rennen Punkte für die Team-Wertung. "Zunächst einmal sind alle tolle Jungs, die sich perfekt integrieren und mit ihrem Team an einem Strang ziehen können", so der Teamchef. "Unsere Fahrer wissen, dass sie so schnell fahren können, wie sie wollen - ohne ihre Mannschaft gewinnen sie gar nichts. Und weil sie das wissen und sich entsprechend verhalten, zerreißen sich die Jungs an der Box für ihre Fahrer. Dazu kommen technische Aspekte: Alle vier sind kompromissbereit, was die Fahrzeugabstimmung angeht, und harmonieren deswegen gut miteinander. Und alle vier haben einen fürchterlich schweren Gasfuß."

Gegründet wurde HTP, die Abkürzung steht für "High Tec Performance", im Winter 2012/13 von Brückner und dem Niederländer Wim de Pundert. "Wim und ich teilen seit jeher eine große Leidenschaft für den Motorsport", blickt Brückner zurück. "Ich selbst bin seit Jahrzehnten in der Szene unterwegs. Und so entstand irgendwann die Idee, gemeinsam eine Dienstleistungs-Plattform für Renneinsätze auf die Beine zu stellen." Bereits in seiner Debütsaison 2013 stand das Team dicht vor dem Meisterschaftsgewinn im ADAC GT Masters. Maximilian Buhk und Maximilian Götz kämpften mit ihrem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 bis zum Saisonfinale in Hockenheim um die Meisterschaft. Erst ein technischer Defekt im Sonntagsrennen beendete die Titelhoffnungen. 2014 siegte der Rennstall zwei weitere Male, ehe im Folgejahr ein Umbruch anstand: Als Bentley-Werksteam holten die Mannschaft gleich beim Auftakt in Oschersleben den bisher einzigen Sieg der britischen Nobelmarke im ADAC GT Masters. 2016 konzentrierte sich der Rennstall auf andere Einsätze, kehrte jedoch im vergangenen Jahr mit zwei Mercedes-AMG GT3 in die Serie zurück.

In dieser Saison gelang nun der langersehnte erste Titelgewinn in der "Liga der Supersportwagen". "Diese Rennserie ist seit Jahren so ausgeglichen, dass es einer absolut perfekten Leistung und der nötigen Portion Glück bedarf, um über eine ganze Saison hinweg vorne dabei zu sein", so Brückner, der als Geheimnis des Erfolgs seine Mitarbeiter und das Fahrzeug nennt: "Am Ende sind es immer die Menschen, die den Unterschied machen. Nur mit einer eingeschworenen Truppe, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann, sind Erfolge möglich. Einzelkämpfer kommen im Motorsport nicht weit. Mit Mercedes-AMG haben wir auf der technischen Seite einen idealen Partner. Der Mercedes-AMG GT3 ist ein Fahrzeug, das auf jeder Rennstrecke gut funktioniert."

Dass der erste Titel im ADAC GT Masters wohl nur eine Frage der Zeit war, zeigen die Erfolge des Rennstalls im internationalen GT-Sport: Zu diesen zählen mehrere Fahrer- und Teamtitel in den verschiedenen Blancpain-GT-Serien sowie der Triumph bei den 24 Stunden von Spa in der Debütsaison 2013. Neben den Einsätzen von GT3-Fahrzeugen spielt bei HTP auch die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle: Das Ende 2016 gegründete HTP Kart Team tritt im ADAC Kart Masters an und holte dort ebenfalls bereits Titel und Siege.

DTM: Paffett holt die Pole

Die Schnellsten im Qualifying, Müller, Paffett und Di Rersta (v.l.)
Der erste Titel ist bereits vergeben. Mercedes-AMG hat sich am Sonntag beim zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring frühzeitig den Titel in der Markenwertung gesichert. Nachdem Gary Paffett in auf die Pole Position raste und Paul Di Resta Platz drei holte, reichen die Punkte um von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden zu können. Als Zweiter wird Audi-Pilot Nico Müller beim eutigen  Rennen an den Start gehen.
Gary Paffett holt die Pole
„Ich war überrascht, als ich nach dem Qualifying hörte, dass wir die Herstellerwertung gewonnen haben. Unser Auto war über das ganze Jahr das Beste. Gratulation an das ganze Team. Meine Crew hat toll gearbeitet über Nacht, nachdem mein Auto gestern im Rennen beschädigt wurde. Ich hatte eine großartige Runde. Das Rennen wird hart. Ich kämpfe mit Paul um den Titel und wir liegen nur sieben Punkte auseinander. Das wird ein enger Fight“, sagte Paffett.

Sehr zufrieden war auch Nico Müller. Der Schweizer fühlt sich in Spielberg sehr wohl. In den letzten drei Rennen in der Steiermark schaffte er es jeweils auf das Podium. Auch für den heutigen Sonntag hat Müller somit nun eine sehr gute Ausgangsposition. „Ich habe mich im Auto sehr wohl gefühlt, die Balance stimmte. Ich habe es leider nicht ganz geschafft, die Reifen auf meiner besten Runde optimal ins Fenster zu bekommen. Aber, ich will mich nicht beschweren, ich stehe in Startreihe eins. Jetzt werde ich gegen die Mercedes-AMG-Piloten um den Sieg kämpfen“, sagte Müller. 

Mit Edoardo Mortara und Pascal Wehrlein folgen weitere Mercedes-Piloten auf den Plätzen vier und fünf. Als bester BMW-Pilot platzierte sich Joel Eriksson auf Rang sechs. René Rast war als Achter enttäuscht, seine Chancen auf die Titelverteidigung schwinden somit zunehmend.

DTM Drittes Freies Training: Müller Schnellster

Nico Müller (Audi) Schnellster im dritten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Audi war auch am Sonntagmorgen beim dritten Freien Training ganz vorn. Am Vortag bereits mit drei Podiumsplätzen dominierend und nun fuhr Nico Müller am Morgen des letzten Renntages auf dem Red Bull Ring die schnellste Zeit. „Es war noch ein wenig rutschig draußen. Wir haben ein paar kleine Änderungen gemacht und unter diesen Bedingungen funktionieren sie sehr gut. Ich denke, im Qualifying wird es trocken sein. Mal sehen, wie schnell das Auto dann ist“, sagte Müller. 

Mercedes-AMG-Pilot Edoardo Mortara war Zweiter vor Müllers Markenkollege Robin Frijns. Gary Paffett wurde vierter. „Die Session war sehr gut. Ich denke, wir haben ein gutes Auto, die Pace stimmt. Die Wetterbedingungen werden auf der Strecke wieder schwierig sein“, sagte Mercedes-AMG-Pilot Paffett, der Zweite der Fahrerwertung. 

Die weiteren Titelkandidaten René Rast und Paul Di Resta wurden Achter und Neunter. Die BMW-Piloten reihten sich am Ende des Feldes ein. Auf Rang 13 war Bruno Spengler noch der Schnellste.

Samstag, 22. September 2018

Paul Di Resta übernimmt Meisterschaftsführung vor Gary Paffett

  • Paul Di Resta führt die Fahrerwertung drei Rennen vor dem Saisonende mit neun Punkten Vorsprung auf Gary Paffett an
  • Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) übernimmt nach Platz vier wieder die Führung in der Fahrerwertung
  • Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) und Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) belegen die Plätze sechs und zehn
  • Mercedes-AMG Motorsport führt nach 17 von 20 Saisonrennen weiter die Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung an
  • Paul Di Resta: „Morgen ist ein neuer Tag und es gibt keinen Grund, über Platz vier allzu enttäuscht zu sein.“
  • Ulrich Fritz: „Wir haben heute ein sehr ereignisreiches Rennen mit vielen Zweikämpfen erlebt. Für uns war es eine Achterbahn der Gefühle.“

Paul Di Resta übernimmt die Führung in der Meisterschaft
Foto: Mercedes-Motorsport

Mercedes-AMG Motorsport startete mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle in das vorletzte Rennwochenende der DTM-Saison 2018 in Spielberg. Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) sicherte sich zunächst im Qualifying seine dritte DTM-Pole und fuhr in einem spannenden Rennen, das auf abtrockender Strecke stattfand, als Erster über die Ziellinie. Daniel führte das Rennen lange Zeit an, erhielt in Folge eines Verstoßes gegen die Richtlinien beim Re-Start kurz vor Rennende jedoch eine Durchfahrtsstrafe, die nachträglich in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde. Dadurch fiel er bis auf Rang 14 zurück.
Sein Teamkollege Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) beendete das Rennen auf Platz vier und übernahm damit wieder die Führung in der Fahrerwertung. Paul hat nach 17 von 20 Saisonläufen neun Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS). 

Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) fuhr bei seinem Heimrennen in Spielberg auf Platz sechs. Sein Teamkollege Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) kam auf Rang neun ins Ziel, erhielt nach Rennende jedoch ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe. Die folgende 30-Sekunden-Ersatzstrafe warf ihn auf Platz 16 zurück. 

Gary Paffett fiel nach einer chaotischen Startrunde und einer Berührung mit Bruno Spengler (BMW) ans Ende des Feldes zurück und überquerte die Ziellinie auf Platz zehn. Sébastien Ogier (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) beendete sein DTM-Debüt auf Rang 12 – einen Platz vor Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS). 

Neben der Fahrerwertung führt Mercedes-AMG Motorsport auch weiterhin die Team- und die Herstellerwertung der DTM an. Bei den Teams liegt die Mannschaft von Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (307 Punkte) mit 30 Zählern Vorsprung auf Mercedes-AMG Motorsport REMUS (277 Punkte) auf Rang eins. In der Markenwertung hat Mercedes-AMG (825 Punkte) 280 Zähler Vorsprung auf BMW (545 Punkte). 

Ein Blick auf Rennen 2: Der 18. Lauf der DTM-Saison 2018 startet am Sonntag um 13:30 Uhr MESZ (ab 13:00 Uhr MESZ live in SAT.1). Zuvor finden bereits um 08:30 MESZ Uhr das 3. Freie Training und um 11:35 MESZ Uhr das 2. Qualifying statt. Während jedes Rennwochenendes bieten wir auf unserer Webseite www.mercedes-amg-motorsport.com/dtm u.a. Live-Timing-Daten, Live-Kommentare, Fan-Votings und exklusive Videos hinter den Kulissen des Mercedes-AMG Motorsport DTM Teams.

DTM-Krimi in Spielberg: Audi feiert unerwarteten Dreifachsieg

  • René Rast holt dritten Sieg in Folge vor Mike Rockenfeller und Nico Müller
  • Meisterschaft drei Rennen vor Saisonende weiter offen
  • Fahrer aller drei Audi Sport Teams auf dem Podium

 Mike Rockenfeller, René Rast, Nico Müller (v.l.)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Audi hat das Versprechen, im DTM-Titelkampf für Spannung zu sorgen, mit einem Dreifachsieg im spektakulären Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring gehalten: Durch seinen dritten Sieg in Folge machte Audi-Pilot René Rast vom Audi Sport Team Rosberg weiter Boden auf die beiden führenden Mercedes-Benz-Fahrer Paul Di Resta und Gary Paffett gut. Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) und Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) komplettierten den ersten Audi-Dreifachtriumph des Jahres.


Was für ein Spektakel! Regen im Qualifying, eine im Rennen zum Teil noch feuchte Strecke und zwei Safety-Car-Phasen waren die Zutaten, die den 17. Saisonlauf der DTM 2018 zu einem Allzeitklassiker machten. Bis kurz vor Rennende sah Daniel Juncadella (Mercedes-Benz) wie der sichere Sieger aus. Der Spanier hatte kurz vor Halbzeit den lange Zeit führenden Mike Rockenfeller überholt und einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden auf den Audi-Fahrer, als BMW-Pilot Timo Glock eine Safety-Car-Phase auslöste. Beim IndyCar-Restart leistete sich Juncadella einen Regelverstoß und lieferte den dahinter folgenden Audi-Piloten eine unerwartete Steilvorlage, die René Rast, Mike Rockenfeller und Nico Müller eiskalt verwandelten. 

Während gegen Juncadella in der letzten Runde eine Durchfahrtstrafe ausgesprochen wurde, ließen Rockenfeller und Müller in der letzten Kurve Rast den Vortritt. „Natürlich will man am liebsten selbst gewinnen“, sagte Rockenfeller nach der turbulenten Schlussphase. „Aber René ist unsere einzige Chance im Titelkampf. Deshalb war es in dieser Phase der Meisterschaft klar, dass wir ihm helfen. Das haben wir heute gut hinbekommen.“ 

„Von Startplatz neun zu gewinnen kommt nicht so oft vor“, sagte Rast nach seinem insgesamt siebten Erfolg in der DTM. „Es war ein unheimlich hartes Rennen und Mike (Rockenfeller) und Nico (Müller) hätten den Sieg bzw. den zweiten Platz heute verdient gehabt. Aber mit Blick auf meine Chance, die Meisterschaft weiter offen und spannend zu halten, war es natürlich toll, dass sie mir geholfen haben.“ 

Entscheidend war dabei, dass Rast beim Restart drei Runden vor Schluss den BMW von Marco Wittmann überholte, der ihn zuvor viel Zeit und mehrere Plätze gekostet hatte. Damit brachte er sich in die Position, die Hilfe seiner Markenkollegen annehmen zu können. Rasts Teamkollege Jamie Green gelang sein bisher bestes Saisonergebnis: Der Brite fuhr von Startposition 15 auf Platz fünf nach vorn. Robin Frijns verpasste als Elfter nur knapp einen Punkt, obwohl er schon in der Startrunde von einem Konkurrenten getroffen wurde und auf den letzten Platz zurückfiel. Loïc Duval konnte seinem kreiselnden Markenkollegen nicht mehr ausweichen und musste infolge der Kollision aufgeben. 

„Das war ein unglaubliches Rennen mit einem unglaublichen Ergebnis für uns“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Nach dem Qualifying hätten wir nicht mit einem Dreifachsieg gerechnet und auch nicht damit, vier Autos in die Top Fünf zu bringen. Heute hat uns einfach alles in die Karten gespielt und die Geschenke unserer Wettbewerber haben wir gerne angenommen. Wir haben keine Fehler gemacht, andere schon. So sind wir in die Position gekommen, das Rennen zu gewinnen. Das ist natürlich fantastisch für uns. Nun freuen wir uns schon auf morgen.“ 

In das zweite Rennen am Sonntag (ab 13 Uhr live bei SAT.1) geht René Rast mit einem Rückstand von 42 Punkten auf Spitzenreiter Paul Di Resta und 33 Punkten auf Gary Paffett. Rast kann den Titelkampf bis zum Finale in Hockenheim am 13./14. Oktober offenhalten, wenn er am Sonntagabend nicht mehr als 56 Punkte zurückliegt. Es bleibt spannend.

ADAC GT Masters-Finale: Corvette-Sieg macht Titel-Vierkampf noch spannender

  • Porsche, Corvette, Mercedes-AMG und Audi kämpfen am Sonntag um den Titel
  • Mann-Filter Team HTP gewinnt vorzeitig die Team-Wertung
  • Sheldon van der Linde neuer Champion der Pirelli-Junior-Wertung
  • Remo Lips mit Titelhattrick in der Pirelli-Trophy-Wertung 

Das Podium vom heutigen Samstag, jetzt wird der Titelkampf noch spannender
Foto: ADAC-Motorsport

Showdown im letzten Saisonrennen: Nach dem Sieg der Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition) im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim liegen vor dem Finalrennen am Sonntag (ab 13.00 Uhr live bei SPORT1) noch vier Fahrerpaarungen im Titelrennen. Dank Platz zwei im Samstagsrennen führt das Porsche-Duo Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) weiterhin die Gesamtwertung an. Da die Audi-Fahrer Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im Mercedes-AMG als Dritte und Vierte ins Ziel kamen, können auch sie sich weiterhin Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. "Ich bin superhappy", sagt Marvin Kirchhöfer. "Es wird morgen superspannend. Wir werden erneut alles geben." Das Mann-Filter Team HTP gewann am Samstag bereits vorzeitig den Titel in der Team-Wertung, Sheldon van der Linde holte mit einem Klassensieg in der Pirelli-Junior-Wertung vorzeitig den Titel in der Nachwuchsfahrerwertung, Remo Lips durfte sich vorzeitig über den dritten Titel in Folge in der Pirelli-Trophy-Wertung freuen. 

Spannende Zweikämpfe der Titelrivalen

Die Rennsieger Kirchhöfer und Keilwitz verbesserten sich bereits beim Start von der dritten auf die zweite Position. Danach machte Startfahrer Kirchhöfer Jagd auf Pole-Setter und Tabellenführer Renauer. In der neunten Runde beschleunigte er den Porsche-Fahrer schließlich ausgangs der Spitzkehre aus und eroberte die Führung. Mit einer Serie schneller Runden baute Kirchhöfer anschließend seinen Vorsprung bis zu den Boxenstopps auf knapp 2,5 Sekunden aus. Partner Keilwitz blieb auch nach dem Pflichtfahrerwechsel vorn. In der Schlussphase wurde er noch einmal von Renauers Teamkollege Jaminet unter Druck gesetzt, sah aber nach 36 Runden mit 0,746 Sekunden Vorsprung als erster die Zielflagge. Dank des dritten Saisonsieges verbesserten sich Kirchhöfer und Keilwitz auf den zweiten Rang der Fahrer-Wertung und liegen punktgleich mit Pommer/Götz zehn Zähler hinter den Tabellenführern Renauer/Jaminet.

Um den dritten Platz lieferten sich die weiteren Titelkandidaten einen engen Kampf: Kelvin van der Linde verteidigte diesen knapp gegen den Mercedes-AMG von Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim). Nachdem Startfahrer Pommer vom vierten Startplatz bis auf den siebten Rang zurückgefallen war, kämpfte sich Teamkollege Götz wieder auf Platz vier nach vorn. In der Schlussphase griff er van der Linde mehrmals an, kam aber nicht vorbei. Dank Rang vier sicherte sich ihr Rennstall Mann-Filter Team HTP vorzeitig den Gewinn der Team-Wertung. Sheldon und Kelvin van der Linde haben als Tabellenvierte nun 114 Zähler gesammelt und damit ebenfalls noch Titelchancen. 25 Punkte werden am Sonntag noch vergeben.

Ebenfalls in den Kampf um den letzten Podestplatz involviert waren die Audi-Markenkollegen Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport), die sich am Ende mit Platz fünf zufriedengeben mussten. Mit Platz sechs holten Sven Barth (37/Eberbach) und Claudia Hürtgen (47/Archheim, beide RWT Racing) nicht nur ihr bisher bestes Saisonergebnis, sondern auch den dritten Sieg des Jahres in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Davide Rigon (32/I) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing) kamen im einzigen Ferrari im Feld auf Platz sieben vor dem Audi von Florian Spengler (30/Ellwangen) und Dries Vanthoor (20/B, beide EFP by TECE).

Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) zeigten als Neunte eine starke Aufholjagd. Die Porsche-Piloten waren nach einem Qualifying-Unfall von Bernhard vom 34. Startplatz ins Rennen gegangen. Der letzte Meisterschaftspunkt ging an Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Dominik Baumann (25/A, beide AutoArenA Motorsport) im Mercedes-AMG.

Dank Platz zwei in der Pirelli-Trophy-Wertung holte sich Audi-Fahrer Remo Lips zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg in der Klasse für Nichtprofis.

Stimmen der Sieger


Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):
"Wir hatten eine ziemlich lange Durststrecke bis zu unserem nächsten Podestplatz. Das letzte Mal war uns dies am Red Bull Ring gelungen. Ich wusste, dass unser Auto im Rennen sehr gut sein würde, deshalb war ich mit Platz drei im Qualifying sehr zufrieden. Beim Überholmanöver um Platz eins habe ich ausgangs der Spitzkehre innen reingestochen und war dann eingangs der folgenden schnellen Rechtskurve vorn."

Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):
"Uns war vor dem Rennen klar, dass wir gewinnen müssen, um noch eine Chance im Titelkampf zu haben. Marvin ist super gefahren. Er sollte in der Anfangsphase attackieren und das hat er gut gemacht. Am Ende musste ich noch ganz schön kämpfen, da die Hinterreifen ziemlich abgefahren waren. Es war nicht so einfach."

Reichlich Action in Spielberg: René Rast holt dritten DTM-Sieg in Folge

  • Drei Audi auf den ersten Plätzen
  • Paul Di Resta übernimmt wieder die Führung in der Fahrerwertung
  • Daniel Juncadella verliert Sieg nach Strafe 
Mike Rockenfeller, René Rast, Nico Müller (v.l.)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Dritter Sieg in Folge für René Rast: Nach seinem historischen Erfolg am Nürburgring – vor zwei Wochen holte Rast mit zwei Pole-Positions und zwei Siegen die maximale Punktzahl – sicherte sich der Audi-Pilot im Samstagsrennen in Spielberg weitere 25 Punkte für die Mission Titelverteidigung. „Das war kein einfaches Rennen heute, aber natürlich freue ich mich über die Siegesserie“, sagte der DTM-Champion von 2017. Mit Mike Rockenfeller und Nico Müller standen zwei weitere Audi-Piloten neben dem Sieger auf dem Podest. Rockenfeller wurde Zweiter und Müller Dritter. In der DTM-Fahrerwertung wechselte erneut die Führung. Während der bisherige Tabellenführer Gary Paffett als Zehnter einen Punkt holte, wurde sein Teamkollege und Titelrivale Paul Di Resta Vierter. 

Die Freude bei Rennsieger Rast war nicht so ausgelassen wie noch am Nürburgring. Er profitierte bei seinem siebten DTM-Sieg von einer Strafe gegen Daniel Juncadella und dem Teamplay seiner Markenkollegen, die ihn in der letzten Runden kampflos vorbeigelassen hatten. „René ist unsere einzige Chance im Titelkampf, das letzte Eisen im Feuer“, erklärte Rockenfeller. „Wenn wir als Teamkollegen helfen können, dann machen wir das. Die Saison ist im Endspurt, da geht es nur so.“ Wie im vergangenen Jahr in der Steiermark standen erneut drei Audi-Piloten auf dem Podium. „Das ist ein tolles Ergebnis, mit dem Anfang des Jahres niemand gerechnet hätte“, so Müller.

Ein unglückliches Rennen erlebte Mercedes-AMG-Pilot Juncadella. Seinen zweiten DTM-Sieg vor Augen, beging der Spanier beim Neustart in der drittletzten Runde einen Regelverstoß und wurde dafür mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Da Juncadella seine Strafe so kurz vor Rennende nicht mehr antreten konnte, wurde diese in eine 30-Sekunden-Ersatzstrafe umgewandelt, was letztlich Platz 14 bedeutete.

Rallye-Star Ogier beim DTM-Debüt Zwölfter, BMW beim Jubiläum glücklos 

In einem turbulenten Rennen mit zwei Safetycar-Phasen holte Gastfahrer Sébastien Ogier ein achtbares Ergebnis. Der fünfmalige Rallye-Weltmeister wurde bei seinem Renndebüt in der DTM Zwölfter. Fünf Plätze davor kam Marco Wittmann als Siebter ins Ziel. Auf abtrocknender Strecke war er bis zum zweiten Neustart als Dritter auf Podiumskurs, büßte dann aber noch Positionen ein. Letztlich war der zweimalige DTM-Champion im 300. DTM-Rennen für BMW bester Fahrer der Münchner.  


In der DTM-Fahrerwertung liegt drei Rennen vor dem Saisonende wieder Paul Di Resta in Führung. Der Mercedes-AMG-Pilot hat mit 216 Punkten zehn Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Gary Paffett (206). René Rast hat mit seinem erneuten Erfolg den Rückstand weiter verkürzt und ist mit 174 Punkten Dritter. 

Das zweite Rennen des Wochenendes wird am Sonntag ausgetragen. Rennstart ist um 13:30 Uhr.

Opel-Pilot Proczyk siegt in Hockenheim und übernimmt Tabellenführung

  • Proczyk geht mit vier Punkten Vorsprung auf Engstler ins letzte Saisonrennen
  • Langeveld folgt mit 22 Punkten Rückstand, Halder ohne Chance auf den Titel
  • Hesse baut Führung in der Honda Rookie Challenge aus 

Das Podium vom Samstagsrennen am Hockenheimring
Foto: ADAC-Motorsport

Opel-Pilot Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) hat das vorletzte Saisonrennen der ADAC TCR Germany in Hockenheim gewonnen und damit die Führung in der Meisterschaft übernommen. Der Pole-Setter setzte sich bei besten Bedingungen vor Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR und Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) im Hyundai i30 N TCR durch.

"Ich hatte heute schlicht das schnellste Auto, ich musste nur fahren. Es ist kein Zufall, dass der Opel hier gut geht. Wir haben schon im vergangenen Jahr einen Sieg hier geholt, da hat alles angefangen", sagte Proczyk: "Was im Rennen am Sonntag passiert, kann man nicht vorhersagen. Wenn man alleine vorne fährt, ist alles wunderbar. Aber wenn man irgendwo mittendrin ist, geht nachher gar nichts mehr. Es kann alles passieren."

Im letzten Rennen der Saison am Sonntag (ab 14.50 Uhr) fällt die Entscheidung in der umkämpften dritten Saison der ADAC TCR Germany. Proczyk geht mit vier Punkten Vorsprung auf Engstler in den abschließenden Lauf. Audi-Pilot Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) lauert mit 22 Punkten Rückstand auf seine Chance, Mike Halder hat dagegen angesichts eines Rückstands von 63 Zählern keine Möglichkeit mehr auf den Meistertitel.

Vierter wurde Audi-Pilot Langeveld vor Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR, Pascal Eberle (27, Schweiz, Steibel Motorsport) im Cupra TCR, Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler), Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR und Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance), der als Neunter bester Rookie wurde. Niko Kankkunen (19, Finnland, Team Engstler Europe) komplettierte die Top Ten.

Hesse baute damit die Führung in der Honda Rookie Challenge weiter aus. Er hat nun 91,5 Punkte auf dem Konto, sein Verfolger Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) folgt mit 84 Zählern. Einer der beiden 17-Jährigen wird die Nachwuchswertung der ADAC TCR Germany somit gewinnen und kann sich auf einen neuen Honda Civic freuen. Auch in der Honda Rookie Challenge fällt die Entscheidung am Sonntag, Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) hat als Dritte mit 73,5 Punkten keine Chance mehr auf den Titel.

Proczyk wehrt Angriffe ab und zieht davon - intensive Verfolgerduelle

Beim Start verlor Proczyk zunächst die Führung an Engstler, doch noch vor Ende der ersten Runde zog der Opel-Pilot auf der langen Gerade wieder vorbei. Auch Honda-Pilot Halder setzte Engstler unter Druck, der sich zwar hartnäckig, aber letztlich ohne Erfolg wehrte. Die Duelle seiner Verfolger spielten Proczyk in die Karten, der Österreicher baute seinen Vorsprung so kontinuierlich aus. Unterdessen hatte sich auch Niels Langeveld von Startplatz sechs auf vier nach vorne gearbeitet. Im Audi RS3 LMS versuchte er fortan, an Engstler vorbeizukommen.

In den folgenden Runden blieb das Bild unverändert: Proczyk bestimmte das Tempo, Halder folgte mit etwas Abstand. Dahinter lieferten sich Engstler und Langeveld als erste Verfolger intensive Duelle. Das Feld rückte erst wieder eng zusammen, als Jasmin Preisigs (26, Schweiz, Steibel Motorsport) Opel Astra TCR bei noch 15 Minuten Renndauer ausrollte und das Safety Car auf die Strecke kam. Beim Restart lauerten Proczyks Verfolger auf ihre Chance, doch der Österreicher setzte sich schnell wieder ab.

"Das hat perfekt funktioniert, so konnte ich mich immer wieder absetzen und bin gar nicht erst in die gefährliche Zone bei meinen Verfolgern gekommen. Das war auch wichtig, weil der Honda und speziell auch der Hyundai in den Kurven schon sehr, sehr gut gingen", sagte Proczyk, der auch eine weitere Safety-Car-Phase nach einem Kontakt zwischen Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) und Pascal Eberle (27, Schweiz, Steibel Motorsport) unbeschadet überstand und am Ende ausgelassen über seinen dritten Saisonsieg jubelte.

Anders erging es Engstler, der sich bis zur Ziellinie gegen die Angriffe Langevelds verteidigen musste. Zwischenzeitlich fand der Niederländer im Audi einen Weg vorbei, doch Engstler konterte im Hyundai und rettete seinen dritten Platz letztlich nervenstark.

Im letzten Saisonrennen am Sonntag hat Langeveld die beste Startposition. Er geht von Rang drei ins Rennen, Proczyk als Zehnter und Engstler als 19. müssen dagegen aufholen. Engstler hatte im Samstagsrennen seine dritte Verwarnung in dieser Saison erhalten, dies hat laut Regelwerk eine Rückversetzung von zehn Startplätzen zur Folge. Von der Pole Position startet Cupra-Pilot Oliver Holdener (22, Schweiz, Wolf-Power Racing) als Zehnter des Qualifyings. Im Sonntagsrennen startet die Top Ten des Zeittrainings in umgekehrter Reihenfolge. SPORT1 überträgt die Entscheidung live im TV und als Stream auf www.SPORT1.de. Das Rennen ist zudem im Livestream auf adac.de/motorsport, der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany und unter youtube.com/adac mit deutschem und englischem Kommentar zu sehen.


Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Luca Engstler (Dritter, Hyundai Team Engstler): "Ich habe gekämpft und war komplett am Limit. Mehr wäre nicht möglich gewesen, das ist frustrierend. In den Sektoren mit den Kurven war ich der Schnellste - auf der Geraden aber habe ich sechs Zehntel verloren. Das tut weh, aber so ist es. Damit musste jeder schon kämpfen, wir müssen jetzt hart arbeiten, und dann werden wir sehen, was passiert. Dann hoffen wir, dass es reicht. Vielleicht haben wir ein Regenrennen, und dann sieht alles ganz anders aus. Aufgeben kommt nicht in Frage. Ich kämpfe bis zum letzten Meter, bis ich die Checkered Flag sehe. Und wenn es dann nicht reichen sollte, dann braucht sich niemand bei uns etwas vorzuwerfen."

Max Hesse (bester Rookie, Prosport Performance): "Im Moment sieht's ganz gut aus für uns. Der Start war sehr gut, danach ging es eigentlich nur darum, meine Position zu halten und zu schauen, was machen die anderen. Ich bin dann auch ganz wenig Risiko eingegangen. Nach der Safety-Car-Phase gab es ein paar Rempeleien, aus denen ich mich versucht habe herauszuhalten. Es war einfach nicht nötig Risiko einzugehen, weil es egal war, ob ich Achter, Neunter oder Zehnter werde. Jetzt hier ganz oben zu stehen, war das Wichtigste - und die Punkte mitzunehmen. Der Vorsprung beträgt 7,5 Punkte, ich muss nur vor Luke landen und das Ding nach Hause bringen."

DTM: Daniel Juncadella holt seine dritte Pole dieses Jahr

Die drei Schnellsten des Qualifyings
Daniel Juncadella fuhr auf dem Red Bull Ring seine dritte Pole-Position dieser Saison heraus. Der Mercedes-AMG-Pilot war bei schwierigen Bedingungen zum rechten Zeitpunkt auf der Strecke und distanzierte die gesamte DTM-Konkurrenz. „Das ist ein sehr schönes Gefühl. Die dritte Pole der Saison, meine erste im Regen. Ich hatte eine wirklich gute Runde. Es ist toll auf dieser Strecke auf Startplatz eins zu stehen, nachdem ich am Nürburgring zuletzt ein schwieriges Wochenende hatte“, sagte Juncadella. Aufgrund der irregulären Bedingungen musste das Qualifying bereits nach fünf Minuten unterbrochen werden, der Kurs war aufgrund der Regenfälle und der starken Gischt kurzzeitig nicht befahrbar. Nach wenigen Minuten Unterbrechung konnte die Zeitenjagd aber fortgesetzt werden. 

Mit Timo Glock und Mike Rockenfeller fuhren Piloten der anderen beiden Hersteller auf die Plätze zwei und drei. Für BMW-Pilot Glock waren es die ersten Punkte im Qualifying seit dem Saisonauftakt in Hockenheim. „Meine Bilanz im nassen ist generell nicht so schlecht. Heute morgen habe ich mich im Auto schon wohlgefühlt. Mit Platz zwei bin ich zufrieden. In Turn eins habe ich am Ausgang die weiße Linie erwischt, das hat mich definitiv das Zehntel zu Platz eins gekostet. Bei den Bedingungen hat aber keiner eine perfekte Runde hinbekommen. Gestern haben wir noch bei 25 Grad in der Sonne gelegen. Heute könnte sich das im Rennen so ausgehen wie in Misano. Es geht im Nassen los und wir fahren ins Trockene rein“, sagte Glock.

Audi-Pilot Rockenfeller sammelte sogar den ersten Punkt im Qualifying in 2018 ein. „Ich bin froh. Wir waren in der Lage, um die Pole-Position zu kämpfen. Bei den Bedingungen brauchst du ein bisschen Glück. Am Ende war ich zur falschen Zeit auf der Strecke. Ich hatte zunächst viel Verkehr und in den letzten Minuten der Session hat es wieder stärker geregnet, so dass ich mich nicht mehr verbessern konnte“, sagte „Rocky“.

Die drei Führenden der Fahrerwertung landeten auf den Plätzen vier, Paul Di Resta, acht, René Rast und neun, Gary Paffett. Nach der dritten Verwarnung der Saison werden Audi-Pilot Robin Frijns und Mercedes-AMG-Pilot Pascal Wehrlein in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt. Frijns ist nun 13. und Wehrlein startet von Position 18. Gaststarter Sébastien Ogier startet im Mercedes-AMG vom Ende des Feldes. Der Rennstart für das erste Rennen in der Steiermark ist um 13:30 Uhr.

DTM: Wittmann (BMW) im zweiten Freien Training Schnellster

Marco Wittman
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (BMW) war im zweiten Freien Training am Samstagmorgen auf regennasser Streckeder Schnellste am Red Bull Ring. Platz zwei belegte Robin Frijns. Hinter dem Audi-Pilot wurde Timo Glock (BMW) Dritter. Der Führende der Fahrerwertung, Gary Paffett, wurde Sechster hinter den Audi-Piloten René Rast und Mike Rockenfeller. Mercedes-Gaststarter Sébastien Ogier hatte bei schwierigen Wetterverhältnissen als 19. und Letzter 2,132 Sekunden Rückstand auf den Ersten. 

„Es lief gut. Ich bin das erste Mal hier in Spielberg auf nasser Strecke gefahren. Als ich zuletzt im Regen gefahren bin, hatte ich Probleme. Jetzt bin ich zurück in der Spur. Warten wir mal das Qualifying ab“, sagte Rookie Frijns. 

Im ersten Qualifying geht es ab 10:35 Uhr um die besten Startplätze für das erste Rennen in der Steiermark, der Rennstart ist um 13:30 Uhr.

Freitag, 21. September 2018

DTM Spielberg: Auer legt vor

Lucas Auer (Mercedes) Schnellster im ersten Freien Training
Foto: Mercedes-Motorsport
Das erste Freie Training am heutigen Freitag auf dem Red Bull Ring wurde von Audi und Mercedes bestimmt. Beide Marken stellten am Ende des Tages vier Fahrer in die Top-Ten. Lucas Auer (Mercedes) fuhr vor heimischer Kullisse die Tagesbestzeit er verwieß Jamie Green (Audi) auf Platz zwei. Dritter wurde Pascal Wehrlein. 


„Ich hatte ein schlechtes Jahr in der DTM. Deshalb experimentieren wir hier ein bisschen mit meinem Auto. Ich war froh, dass es trocken war, weil die letzten beiden Wochenenden war es nass, so dass wir nicht am Setup arbeiten konnten. Ich habe die Session genossen, das Auto war gut“, sagte Green, der derzeit Letzter der Fahrerwertung ist.


Das derzeit in der Fahrerwertung führende Trio beendete das erste Freie Training auf den Plätzen fünf (René Rast), sechs (Gary Paffett) und acht (Paul Di Resta). Bester BMW-Pilot war Augusto Farfus als Zwölfter. Gaststarter Sébastien Ogier beendete den Tag auf Position 17. 


Das zweite Freie Training in Österreich beginnt am Samstagmorgen um 8:30 Uhr. Im ersten Qualifying geht es ab 10:35 Uhr um die besten Startplätze für das erste Rennen.

ADAC GT-Masters: Van der Linde-Brüder legen beim Finale vor

  • Audi-Piloten mit Bestzeit im ersten Training des ADAC GT Masters-Saisonfinales
  • Mercedes-AMG und Lamborghini auf den weiteren Positionen
  • 15 Fahrer mit Titelchancen beim letzten Saisonlauf
Kelvin u. Sheldon van der Linde mit Bestzeit am Freitag
Foto: Jens Hawrda
Starkes Statement im Titelkampf von den aktuellen Tabellendritten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) im ersten freien Training beim Finale in Hockenheim. Im Audi R8 setzten die Brüder im ersten freien Training die Bestzeit und lagen 0,254 Sekunden vor ihrem nächsten Verfolger. Die beiden Rennen des großen Finalwochenendes werden am Samstag (ab 14:30 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. 

Die Brüder van der Linde beherrschten von Anfang an die 50-minütige Sitzung. Kelvin van der Linde setzte mit 1.40,074 Minuten bereits früh die erste Bestmarke, die bis in die Schlussminuten Bestand hatte. Zwar verloren die Titelkandidaten kurz vor Ende der Session zwischenzeitlich noch einmal den Spitzenplatz, doch dann erzielte Sheldon van der Linde mit 1.39,471 Minuten die endgültige Bestzeit. "Ich hatte bereits zu Beginn mit alten Reifen einen sehr guten Run", so Kelvin van der Linde. "Zum Schluss haben wir unsere Qualifying-Abstimmung für morgen ausprobiert, da es wohl im Lauf des Tages zu regnen beginnen soll. Wir sind gut vorbereitet. Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu tun, aber wir sind startklar für Samstag." 

0,254 Sekunden hinter den Audi-Fahrern fuhren Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG auf den zweiten Rang vor Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) im schnellsten Lamborghini Huracán GT3. Die Top Fünf komplettierten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP) und Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport). 

Die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) kamen auf den 14. Rang, nachdem sie in den Tests am Donnerstag die Tagesbestzeit erzielt hatten. 

Fahrerwechsel bei AutoArenA Motorsport und im GRT Grasser Racing Team

Der achtmalige Rennsieger Dominik Baumann (25/A) gibt in Hockenheim sein Comeback im ADAC GT Masters. Der Österreicher pilotiert beim Finale neben Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) den Mercedes-AMG von AutoArenA Motorsport. Auch beim GRT Grasser Racing Team gibt es beim letzten Saisonlauf ein neues Gesicht: der Niederländer Carlo van Dam (32/NL) gibt als Teamkollege von Ezequiel Perez Companc (24/RA) seinen Einstand in der "Liga der Supersportwagen". "Der Deal war sehr kurzfristig", so der ehemalige deutsche und japanische Formel-3-Meister. "Ich bin am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring gefahren und dann zurück nach Asien geflogen, wo ich lebe. Nachdem ich den Anruf vom Team bekommen hatte, hatte ich nur drei Stunden, um noch einen Flug zurück nach Europa zu bekommen. In Hockenheim bin ich das letzte Mal 2007 in der Formel 3 gefahren."

Quartett der Titelkandidaten: Die Favoriten der ADAC TCR Germany

  • Vier Fahrer von vier Marken kämpfen noch um den Titel
  • Hyundai-Pilot Engstler reist als Führender nach Hockenheim
  • Top Drei trennen nur elf Punkte - 85 Punkte werden noch vergeben 

Furioses Finale auf dem Hockenheimring: Ein Fahrer-Quartett kämpft am Wochenende (21. bis 23. September) im bisher spannendsten Titelkampf in der ADAC TCR Germany noch um den Meistertitel. Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) reist mit nur fünf Zählern Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger nach Baden-Württemberg. Neben dem Hyundai-Piloten rechnen sich auch Fahrer der Marken Opel, Audi und Honda noch sehr realistische Chancen auf den Titel aus. SPORT1 überträgt die beiden Rennen der ADAC TCR Germany am Samstag (ab 12.00 Uhr) und Sonntag (ab 14.50 Uhr) im TV, zudem sind sie online im Livestream auf SPORT1.de., adac.de/motorsport, auf Facebook sowie im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen. Das sind die vier Titelkandidaten der ADAC TCR Germany:

Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), 349 Punkte:

Luca Engstler übernahm erst mit dem letzten Rennen auf dem Sachsenring die Führung der Fahrerwertung und doch reist er nun als großer Favorit an den Hockenheimring. Seit seinem Wechsel vom Volkswagen Golf GTI TCR in den Hyundai I30 N TCR vor dem Nürburgring ist der 18 Jahre alte Sohn von Teamchef Franz Engstler das Maß aller Dinge in der Tourenwagenserie des ADAC. Drei Rennen gewann er in Folge und feierte als einziger Pilot in dieser Saison zwei Siege an einem Rennwochenende. Als Schnellster im Qualifying sicherte sich der Rookie-Sieger der Vorsaison die Maximalpunktzahl von 85 Zählern in Hohenstein-Ernstthal. "Ich werde alles daran setzen und alles geben und dann sehen wir, was dabei herauskommt", sagte Engstler noch zögerlich: "Ich bin realistisch und weiß, wie schwer es wird. Aber natürlich ist man stolz, wenn man das Ding nach Hause fährt." 

Harald Proczyk
Foto: Jens Hawrda

Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), 344 Punkte:


Nur fünf Punkte trennen den Österreicher Routinier vom Führenden Engstler. "Hari" Proczyk, Vizemeister in der Premierensaison der ADAC TCR Germany 2016, fuhr in diesem Jahr im Opel zu zwei Siegen, stand insgesamt fünfmal auf dem Podium. Der Teamchef von HP Racing International war bei jedem Rennen in den Punkten vertreten und führte die Fahrerwertung nach dem ersten Rennen auf dem Sachsenring noch an. Im vergangenen Jahr sorgte Proczyk in Hockenheim für den Sieg von Opel in der ADAC TCR Germany. Die Chance am Ende ganz oben zu stehen ist da. "Es ist schön, nach Hockenheim zu fahren und um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich kann keine Rechenspiele machen, deswegen werde ich ähnlich vorgehen wie im Rennen davor: das Maximum rausholen!", sagte Proczyk.
Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), 338 Punkte:

Elf Punkte Rückstand auf die Spitze hat Niels Langeveld vor dem Wochenende auf dem Hockenheimring. Der Niederländer startet in der zweiten Saison in der ADAC TCR Germany und kommt ebenfalls mit zwei Saisonsiegen nach Baden-Württemberg - auch auf seiner Heimstrecke in Zandvoort triumphierte der Audi-Pilot. Langeveld stand am häufigsten auf dem Podium: sechsmal fuhr er in der Saison bislang in die Top Drei und reiste noch als Spitzenreiter an den Sachsenring. Trotz eines enttäuschenden Wochenendes in Sachsen mit den Positionen sechs und fünf, gibt sich der Niederländer kämpferisch: "Ich glaube immer noch daran. Es wird wieder aufregend."
Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), 287 Punkte:

Wenn es auch nur noch Außenseiterchancen sind, so kann der Meister am Ende der Saison trotzdem Mike Halder heißen. Zwar ist der Rückstand auf 62 Punkte angewachsen, doch mit noch 85 zu vergebenden Punkten ist rechnerisch noch alles möglich. Und dass der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport seinen Honda zu Höchstleistungen treiben kann, stellte er in der Saison der ADAC TCR Germany bislang mehrmals unter Beweis: Dreimal fuhr Halder im Qualifying die schnellste Runde - am häufigsten von allen Fahrern - zweimal fuhr er sogar als Erster über die Ziellinie. Man sollte den jungen Schwaben also nicht unterschätzen.