Mittwoch, 15. August 2018

Action in den Dünen: ADAC GT Masters zu Gast in Zandvoort

  • Seriendebüt von Le-Mans-Sieger und WEC-Weltmeister Marc Lieb
  • Tabellenführer Kirchhöfer/Keilwitz trennt nur ein Punkt von Verfolgern
  • BMW-Pilot Timo Scheider hofft auf ersten ADAC GT Masters-Sieg
 
Es geht Schlag auf Schlag im ADAC GT Masters: Mit vier Rennwochenenden in sieben Wochen ist der Titelkampf der "Liga der Supersportwagen" in die entscheidende Phase eingetreten. Am kommenden Wochenende (17.-19. August) steht in Zandvoort (NL) der fünfte von sieben Saisonläufen an. Der Vorsprung der Halbzeitmeister Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) auf ihre engsten Verfolger, die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport), beträgt nur noch einen Punkt. Mit Spannung erwartet wird auch das ADAC GT Masters-Debüt des ehemaligen WEC-Weltmeisters und Le-Mans-Siegers Marc Lieb (38/Ludwigsburg, KÜS Team75 Bernhard). Und mit Indy Dontje (25/NL, Mann-Filter Team HTP Motorsport) tritt in Zandvoort ein siegverdächtiger Lokalmatador an. Die beiden Rennen auf dem Dünenkurs werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket" ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke beim ADAC GT Masters in Zandvoort kostenlos.
 
Gerade einmal ein Zähler trennt die Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz von Markus Pommer und Maximilian Götz, ihren hartnäckigsten Rivalen. Während sich die Tabellenführer zuletzt am Nürburgring zwar den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters sicherten, aber zwei Mal ohne Punkte blieben, machten Pommer/Götz mit zwei Podestplätzen wertvollen Boden im Titelkampf gut. "Wir dürfen jetzt aber nicht in einen Strudel geraten", so der zweimalige Saisonsieger Kirchhöfer, der für den Lauf in den Niederlanden optimistisch bleibt: "In Zandvoort geben wir wieder alles."

Neben dem Titelkampf steht auch ein hochkaratiges Seriendebüt in Zandvoort im Mittelpunkt des Interesses. Marc Lieb, der Le-Mans-Sieger und Champion der FIA-Langstreckenweltmeisterschaft WEC 2016, gibt im Porsche 911 GT3 R des KÜS Team75 Bernhard seinen Einstand in der "Liga der Supersportwagen". Er teilt sich das Fahrzeug mit Teamchef Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau), ebenfalls Le-Mans-Sieger und Titelträger in der WEC. Lieb ist bei Porsche inzwischen hauptberuflich als Leiter Customer Racing angestellt.

Mit dem Circuit vor den Toren von Amsterdam steht der bei den Fahrern wohl beliebteste im Kalender an. Der ehemalige Formel-1-Kurs direkt in den Nordseedünen ist eine echte "Oldschool"-Strecke. Es geht bergauf und -ab, zahlreiche Kurven sind echte Mutecken - schnell und nicht einsehbar -, und statt weitläufiger Asphaltflächen gibt es Kiesbetten, die jeden Fahrfehler bestrafen. "Zandvoort ist meine Lieblingsstrecke", sagt daher auch BMW-Pilot Timo Scheider, der sich im BMW Team Schnitzer ein Fahrzeug mit Mikkel Jensen (23/DK) teilt. "Von der Topografie ist sie wie die Nürburgring-Nordschleife in Klein. Aber auch der immer wieder auf die Strecke wehende Sand stellt die Fahrer vor Herausforderungen." Der ehemalige DTM-Champion ist daher hoch motiviert: "Zandvoort sollte dem M6 GT3 liegen. Der Kurs war in meiner Historie schon immer eine besondere Strecke gewesen, daher wäre es eine schöne Sache, dort zu gewinnen. Denn ein Sieg fehlt uns nach mehreren Podestplätzen noch."

Bereits über seinen ersten ADAC GT Masters-Sieg freuen konnte sich dagegen der einzige Niederländer im Starterfeld: Indy Dontje triumphierte zuletzt auf dem Nürburgring erstmals zusammen mit Teamkollege Maximilian Buhk. Damit zählt das Mercedes-AMG-Duo zu den sieben Rennsiegern von vier verschiedenen Marken in den ersten acht Saisonrennen. Dontje will auch bei seinem Heimspiel ganz oben auf dem Podest stehen. "Der Sieg auf dem Nürburgring macht natürlich Appetit auf mehr und war eine tolle Einstimmung auf Zandvoort", sagt der aktuelle Tabellensechste. "Ich bin mir sicher, dass viele Fans kommen und für eine tolle Stimmung sorgen werden. 2017 bin ich dort einmal Dritter geworden - jetzt soll es noch besser laufen."

Chancen auf vordere Ränge rechnen sich auch die Tabellendritten Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) aus - nicht zuletzt da Porsche in Zandvoort mit drei Siegen die bisher erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters ist. Dem deutsch-französischen "Neunelfer"-Duo fehlen derzeit 14 Punkte auf die Tabellenspitze. "Zuletzt am Nürburgring hatten wir ein wirklich schwieriges Wochenende", so Teamchef Alfred Renauer. "Doch dank Platz fünf im Sonntagslauf haben wir den Abstand zur Spitze verkürzt. Das lässt uns optimistisch nach Zandvoort blicken."

Die Zuschauer erwartet ein unterhaltsames Motorsport-Wochenende. Neben den 35 GT3-Sportwagen des ADAC GT Masters starten dort auch die ADAC TCR Germany mit hochklassigen Tourenwagen-Sport, der traditionsreiche Porsche Carrera Cup Deutschland sowie der Renault Clio Cup Central Europe, der unterhaltsamen Markenpokalsport bietet. Mit dem unter circuitzandvoort.nl als Download erhältlichen "Dünenticket" ist der Eintritt zu den Stehplatzbereichen im Außenbereich der Rennstrecke kostenlos.
 

Audi-Pilot Langeveld fiebert Heimspiel in Zandvoort entgegen

  • Der Niederländer will Siege und Punkte sammeln
  • Langeveld: Siege in Zandvoort wären "ein Traumszenario"
  • Teamchef Kohlhaas über Langeveld: "Er ist verdammt schnell"
 
Niels Langeveld lächelt verschmitzt und kneift die Augen zusammen. "Motorsport", sagt er, "ist der beste Sport der Welt und macht unglaublich viel Spaß - wenn Du gewinnst. Wenn nicht, dann ist es der härteste Sport überhaupt." Ein kurzer Satz, der Langevelds Einstellung zum Sport bestens widerspiegelt. Für ihn zählen nur Siege und Trophäen - ein zweiter Platz, den Langeveld in der Gesamtwertung der ADAC TCR Germany derzeit belegt, ist nicht genug für den ehrgeizigen Niederländer.

 Da passt es bestens, dass Langevelds Heimspiel in Zandvoort vor der Tür steht. Auf dem Kurs, den wohl kein Fahrer im Feld der ADAC TCR Germany so gut kennt wie er, will der 30-Jährige am Wochenende vom 17. bis 19. August möglichst viele Punkte sammeln und die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. "Ich glaube, dass wir dort sehr schnell sein können", kündigt Langeveld an. Siege in Zandvoort vor der tollen Kulisse der Dünen der Nordsee, dazu der Sprung auf Rang eins der Tabelle - das klingt in den Ohren des Niederländers wie Musik. "Ein Traumszenario", nennt es der 30-Jährige selbst.

 In seiner zweiten Saison in der Tourenwagenserie des ADAC hat sich Langeveld in der Spitzengruppe etabliert. Anfang Juni auf dem Red Bull Ring feierte er in seinem leuchtend roten Audi RS3 LMS seinen ersten Saisonsieg, dazu kommen drei weitere Podiumsplatzierungen. Mit 209 Punkten hat Langeveld die Spitze fest im blick - einzig Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) liegt noch zehn Punkte vor ihm. Angesichts der lauernden Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler/198 Punkte) und Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen/190) prognostiziert Langeveld einen spannenden und packenden Kampf um den Titel. "Am Ende werden wir sehen, wer oben steht. Eine Sache ist aber klar: Die Entscheidung wird erst im letzten Rennen fallen", sagt er.

 Langevelds Teamchef bei Racing One, Martin Kohlhaas, traut seinem Fahrer den ganz großen Wurf zu. "Er ist ein Perfektionist und verdammt schnell", sagt Kohlhaas über Langeveld. Und einer, der sich und die Arbeit des Teams ständig kritisch hinterfragt und nach Verbesserungen sucht. So wie am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring. Da reichte es im zweiten Rennen "nur" zu Rang elf - viel zu wenig für Langevelds Ansprüche. Entsprechend folgte nach den Rennen eine intensive Analyse, um die vermeintlichen Probleme bis zum Heimspiel in Zandvoort abzustellen.

 Dass Langeveld, der in Sassenheim zu Hause ist, in Zandvoort gewinnen kann, hat er im Vorjahr bewiesen. Damals siegte er im zweiten Rennen am Sonntag und jubelte ausgelassen über seinen Heimsieg. Doch das Kapitel 2017 ist abgehakt und geschlossen, Langevelds volle Konzentration gilt nun den Rennen am kommenden Wochenende.

 Mit Siegen in Zandvoort will sich Langeveld auf die letzten beiden Rennwochenenden auf dem Sachsenring (7. bis 9. September) und in Hockenheim (21. bis 21. September) einstimmen und in eine möglichst gute Position bringen. An den Kurs in den Dünen hat der 30-Jährige beste Erinnerungen. Hier habe seine Karriere begonnen und richtig Schwung aufgenommen, sagt er: "2010 und 2012 bin ich hier in verschiedenen Klassen Meister geworden." In diesem Jahr kann Langeveld den Meistertitel der ADAC TCR Germany in Zandvoort zwar nicht perfekt machen, wohl aber wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln. Dann käme er seinem Traum vom Titel einen weiteren Schritt näher. "Es geht um Siege, um Titel, um Pokale", sagt Langeveld: "Das ist der Reiz, den der Motorsport ausmacht."

Dienstag, 14. August 2018

René Rast holt weiteres DTM-Podium für Audi

  • Dritter Platz für den Titelverteidiger im Sonntagsrennen in Brands Hatch
  • Nur 1,376 Sekunden fehlen zum zweiten Saisonsieg
  • Alle drei Audi-Teams sammeln in Brands Hatch Punkte
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Platz vier am Samstag, Dritter am Sonntag: Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg hat beim England-Comeback der DTM in Brands Hatch insgesamt 28 Punkte gesammelt und für Audi ein weiteres Podium in der populären Tourenwagen-Rennserie geholt.
 
Der amtierende DTM-Champion machte das Sonntagsrennen auf dem anspruchsvollen Grand-Prix-Kurs von Brands Hatch bis zur letzten Runde spannend. Von Platz vier gestartet, wurde Rast in der Anfangsphase zweimal von Pascal Wehrlein im Mercedes-Benz abgedrängt. Mit einem schnelleren Boxenstopp überholte Rast den ehemaligen Formel-1-Fahrer und machte anschließend Jagd auf die beiden führenden Mercedes-Benz von Paul di Resta und Gary Paffett, die er kurz vor Rennende einholte. Am Ende fehlten dem Deutschen nur 1,376 Sekunden zum zweiten Saisonsieg.
 
„Noch zwei Runden mehr und Gary (Paffett) hätte kein DRS mehr gehabt“, sagte Rast. „Dann hätte ich ihn vielleicht noch überholen können. Aber auch so bin ich sehr zufrieden. Es war ein tolles Wochenende für uns mit Platz vier gestern und einem weiteren Podium heute. Aber mich macht nicht nur das Ergebnis glücklich, sondern die Art und Weise, wie wir es erzielt haben. Wir waren sehr konkurrenzfähig, auch im Vergleich zu Mercedes-Benz. Das stimmt mich für den Rest der Saison zuversichtlich.“
 
Mit Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) auf Platz sechs und Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) auf Platz zehn fuhren am Sonntag zwei weitere Audi RS 5 DTM in die Punkteränge. Pech hatten dagegen die anderen drei Audi-Piloten. Robin Frijns wurde nach einer starken Qualifying-Leistung mit Startplatz sechs schon in der Startrunde in eine Kollision verwickelt. Vom Ende des Feldes fuhr der Niederländer mit seinem beschädigten Auto noch auf Rang zwölf nach vorn. Loïc Duval verlor sechs Runden vor dem Ziel mögliche Punkte durch einen Reifenschaden hinten links. Jamie Green hatte den vierten Platz zum Greifen nahe, ehe er kurz vor Rennende eine Durchfahrtstrafe wegen Abdrängen eines Konkurrenten antreten musste.
 
„Wir freuen uns, aus Brands Hatch ein Podiumsergebnis mit nach Hause zu nehmen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war toll, mit der DTM hier zu sein und erstmals auf dem großen Grand-Prix-Kurs zu fahren. Für René (Rast) war es nach dem frühen Boxenstopp heute ein sehr langes Rennen, doch er hat sich seine Reifen gut eingeteilt. Ganz am Ende konnte er sogar die beiden führenden Mercedes-Benz attackieren. Aber wir wissen, wie schwierig in Brands Hatch selbst mithilfe von DRS das Überholen ist. Auch Mike (Rockenfeller) und Jamie (Green) sind stark gefahren. Schade, dass Jamie die Punkte, die er bei seinem Heimspiel verdient gehabt hätte, durch die Durchfahrtstrafe verloren hat.“
 
Nach dem England-Gastspiel der DTM geht es in 14 Tagen bereits weiter im italienischen Misano. Auf der Rennstrecke an der Adriaküste bei Rimini werden am 25. und 26. August die ersten beiden Nachtrennen der DTM-Geschichte ausgetragen.

Montag, 13. August 2018

Mercedes-AMG feiert Doppel-Erfolg in Brands Hatch

  • Paul Di Resta holt in England seinen zweiten Saisonsieg
  • Gary Paffett wird Zweiter, Vorsprung in der Tabelle geschrumpft
  • René Rast fährt in starker Schlussphase auf Rang drei
Paul Di Resta siegt am Sonntag in Brandt Hatch
Foto: Mercedes-Motorsport
Erfolgreiches sechstes DTM-Rennwochenende für Mercedes-AMG: Nach dem Premieren-Sieg von Daniel Juncadella am Samstag überquerte Paul Di Resta am Sonntag als Erster die Ziellinie. Den Erfolg der Stuttgarter komplettierte im zwölften Saisonrennen Markenkollege und Tabellenführer Gary Paffett als Zweiter. Dritter auf der anspruchsvollen Grand-Prix-Variante der Rennstrecke in der Grafschaft Kent wurde Vorjahreschampion René Rast im Audi RS 5 DTM.
 
Den Grundstein zum Sieg legte Di Resta bereits beim Start. Von Position zwei aus überholte der Schotte den Pole-Setter Paffett bereits nach wenigen Metern und auch den Restart nach einer Safetycar-Phase konnte er für sich entscheiden. In Runde eins gerieten Augusto Farfus, Robin Frijns und Lucas Auer aneinander, rutschten teilweise von der Strecke, so dass das Safetycar für drei Runden rausgeschickt wurde. Für Di Resta, der seinen insgesamt zehnten DTM-Sieg feierte, war der heutige Sieg Balsam auf die Seele. „Das Ergebnis am Samstag mit Platz 16 hat schon weh getan“, sagte der Zweitplatzierte der Gesamtwertung nach dem Rennen. „Wir haben über Nacht am Auto gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. So hatte ich heute einen guten Kampf mit Gary, wie schon 2010.“ Auch wenn Paffett im Vergleich zu Samstag den Abstand in der DTM-Fahrerwertung nicht vergrößern konnte, bleibt er in Führung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Wochenende. Die Punkte gestern waren wichtig. Die machen den Unterschied zwischen Paul und mir.“
 
Eine starke Schlussphase zeigte Audi-Pilot René Rast, der von Platz vier in das Rennen gestartet war. Auch wenn er den Abstand auf Paffett in den letzten Runden verkürzen konnte, für eine Attacke auf Paffett und damit Platz zwei reichte es am Ende nicht. „Mit dem Ergebnis habe ich nicht wirklich gerechnet“, gab der DTM-Champion aus dem vergangenen Jahr zu Protokoll. „Es ist schwierig hier zu überholen. Insgesamt bin ich absolut zufrieden mit dem Rennen.“
 
Hinter Pascal Wehrlein im Mercedes-AMG C63 DTM auf Platz vier sah Marco Wittmann als bester BMW-Pilot auf Rang fünf die Zielflagge. Daniel Juncadella, Sieger im Samstagsrennen, wurde hinter Mike Rockenfeller, Philipp Eng und Lucas Auer Neunter. Die Punkteränge komplettierte am Sonntag Nico Müller.
 
In der DTM-Fahrerwertung liegt nach zwölf von 20 DTM-Saisonrennen weiter Gary Paffett in Führung. Der Mercedes-AMG-Pilot ist mit 177 Punkten Erster vor Paul Di Resta (148 Punkte) und Marco Wittmann und Lucas Auer (beide 110). Edoardo Mortara und Timo Glock liegen ebenfalls punktgleich (101) auf den Positionen fünf und sechs.
 
Eine Premiere feiert die DTM in zwei Wochen: Auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ finden vom 24 bis 26. August die ersten Nachtrennen in der DTM-Geschichte statt. Die Saisonrennen 13 und 14 starten jeweils um 22:30 Uhr. Zu sehen sind die Rennen an der italienischen Adriaküste ausnahmsweise bei kabel eins und nicht beim Stammsender SAT.1. Die Übertragung beginnt am Samstag und Sonntag um 22.15 Uhr.
 

Sonntag, 12. August 2018

Lokalhero Paffett holt die Pole Position

Gary Paffet holt Pole im Heimrennen
Foto: Jens Hawrda
Der Lokalmatador hat seine ohnehin glänzende Ausgangsposition im Kampf um das DTM-Championat weiter ausgebaut in dem ert sich die Pole für das Sonntagsrennen in Brands Hatch und somit weitere drei Punkte holte. „Das war ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zu gestern. Das Auto fühlte sich heute gut an. Mein erster Run war nicht gut. Paul war da sieben Zehntelsekunden schneller. Da dachte ich mir, das wird hart. Ich war auf meinem zweiten Run an einigen Stellen am Limit. Als ich meine Rundenzeit sah, konnte ich es kaum glauben. Ich bin sehr froh“, sagte der Mercedes-Pilot.

Mercedes fuhr der Konkurrenz im Qualifying für das zweite Rennen in Brand Hatch um die Ohren, mit dem Pole-Setter landeten mit Paul Di Resta, Pascal Wehrlein und Lucas Auer drei weitere Mercedes-AMG-Fahrer in den Top fünf. Nur Audi-Pilot René Rast konnte diese Phalanx als Vierter durchbrechen. Bester BMW-Pilot war Augusto Farfus als Siebter. „Das ist mehr als ich erwartet habe. Wir wollen jetzt nicht gierig werden. Ein paar Zehntel schneller, wäre ich in der ersten Startreihe gewesen. Wir haben die Pace, um aufs Podium zu fahren“, sagte DTM-Champion Rast.
  
„Der Speed war gestern schon da. Da kam mir aber eine gelbe Flagge auf meinem zweiten Run dazwischen. Heute war ich auch im ersten Run sehr schnell, bin dann aber leicht von der Strecke gekommen. In meinem zweiten Run musste dann alles sitzen. Da habe ich es unnötig spannend gemacht. Platz drei ist ein super Ergebnis“, sagte Wehrlein.

Als 13. enttäuscht und ratlos war Timo Glock. Dem BMW-Piloten schwimmen in der Gesamtwertung so langsam die Felle davon. „Weinen hilft nicht. Ich kann es nicht erklären. Der Reifen war extrem steif, ich habe ihn nicht zum Arbeiten gebracht. Jetzt hoffe ich auf Regen. Ansonsten fahren wir nur leider hinterher.“

DTM: René Rast (Audi) verpasst Podium knapp

  • Titelverteidiger im Samstagsrennen in Brands Hatch Vierte
  • Mike Rockenfeller holt als Zehnter einen Punkt
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg hat bei der DTM-Premiere auf dem Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch (Großbritannien) als Vierter knapp das Podium verpasst.

Rast sicherte sich mit einer starken Qualifying-Leistung den dritten Startplatz für das Samstagsrennen und verbesserte sich am Start gleich auf Platz zwei. Die Strategie, wie bei seinem Sieg in Zandvoort bereits nach der ersten Runde zum Reifenwechsel an die Box zu kommen, zahlte sich für den Deutschen dieses Mal jedoch nicht aus. „Ich hatte einen guten Start“, sagte der Audi-Pilot. „Aber dann kam eine Slow Zone, die meinen Reifenvorteil zunichtegemacht hat. Ohne die Slow Zone hätte es ein besseres Ergebnis werden können. Ich bin trotzdem zufrieden, gute Punkte für die Meisterschaft gesammelt zu haben.“

Wie erwartet spielten die Startpositionen beim ersten DTM-Rennen auf dem 3,916 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Brands Hatch eine entscheidende Rolle. Von den Boxenstopp-Phasen abgesehen, gab es kaum Überholvorgänge. Ein Highlight war das Manöver von DTM-Neuling Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline), der BMW-Pilot Timo Glock in der berühmt-berüchtigten Paddock Hill Bend überholte. Auch Mike Rockenfeller und Jamie Green schnappten sich Glock noch in derselben Runde – und zwar gleichzeitig.

Mit nachlassenden Reifen fiel Frijns in der Schlussphase noch hinter Green und Rockenfeller zurück, der als Zehnter einen Punkt für das Audi Sport Team Phoenix holte. Nico Müller wurde nach einem Unfall im Qualifying im Rennen 15. Loïc Duval rutschte nach seinem Pflichtboxenstopp ins Kiesbett der Druids-Haarnadel und musste aufgeben.

„Wir hatten von dem Rennen etwas mehr erwartet, aber nachdem wir im Qualifying unter Wert abgeschnitten haben, waren wir nicht in der Position, zu attackieren“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Mit René (Rast) haben wir eine aggressive Strategie gewählt, die aber durch die Slow Zone nicht aufging. Unsere anderen Autos waren im Rennen schnell, konnten aber nicht überholen. Für morgen müssen wir vor allem daran arbeiten, uns im Qualifying zu verbessern.

Drei Fragen an Paul Di Resta

Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Die DTM ist zurück in Brands Hatch. Du hast dort schon zweimal gewonnen, im Jahr 2010 stellte Dein Heimsieg einen Wendepunkt in der Saison dar. Könnte es an diesem Wochenende wieder so sein?

Paul Di Resta: Das könnte an diesem Wochenende tatsächlich wieder so kommen. In der Saison 2010 war es auf jeden Fall ein Wendepunkt und der Beginn der zweiten Jahreshälfte ist definitiv ein entscheidender Moment. Im Augenblick konzentriere ich mich aber darauf, meine Siege aus den Jahren 2009 und 2010 zu wiederholen, das war auch das bislang letzte Mal, dass ich in Brands Hatch gefahren bin.

Was macht den Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch zu einer besonderen Herausforderung?

Paul Di Resta: Ich bin noch nie auf dieser Streckenvariante gefahren. Entscheidend sind für mich die Höhenunterschiede und wie schnell Brands Hatch sein kann. Es ist ein wenig wie Zandvoort, nur noch etwas schneller. Natürlich ist es eine der Strecken, auf der ich in den Nachwuchsklassen aufgewachsen bin. Dort bin ich ständig gefahren. Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie ich als Kind dort war, als mein Vater gefahren ist – und natürlich erinnere ich mich auch noch an meine Erfolge dort, die mich erst als Profirennfahrer hierhergebracht haben. Das war ein großer Teil meines Lebens.

In Brands Hatch beginnt die zweite Saisonhälfte. Ist es für Dich noch zu früh, um über die Meisterschaft nachzudenken?

Paul Di Resta: Absolut, der Fokus liegt wie in jedem Jahr auf der Meisterschaft. Angesichts der Position, in der wir uns befinden, müssen wir ein Auge darauf behalten. Aktuell ist es noch etwas zu früh, um darüber nachzudenken, aber im Verlauf des Rennwochenendes in Brands Hatch könnten wir einen Wendepunkt erreichen. Das könnte der Anfang sein, um uns mehr darauf zu konzentrieren. Im Moment bin ich noch der Jäger. Hoffentlich können wir mit unserer derzeitigen Performance und einer Portion Glück das Beste daraus machen.

Samstag, 11. August 2018

Daniel Juncadella holt in Brands Hatch seinen ersten DTM-Sieg

  • Nach langer Durststrecke endlich wieder ein Podestplatz für Augusto Farfus 
  • Lucas Auer macht mit Platz drei in der Gesamtwertung Boden gut
  • Tabellenführer Gary Paffett wird Sechster und baut Führung aus

Daniel Juncadella siegt am Samstag in Brands Hatch
Foto: dtm.com
Gelungene DTM-Rückkehr auf die britische Insel: Beim elften DTM-Saisonrennen auf der langen Grand-Prix-Variante in Brands Hatch (Großbritannien) sicherte sich Daniel Juncadella seinen ersten Sieg in der populären Tourenwagenserie. Von der Pole-Position gestartet, lieferte der Spanier ein fehlerfreies Rennen ab und fuhr nach 41 Runden mit 7,896 Sekunden Vorsprung zum ungefährdeten Sieg. „Den Sieg haben wir alle zusammen geholt“, lobte er über den Funk seine Boxenmannschaft. „Sehr, sehr geil. Es ist etwas ganz Besonderes, in der DTM zu gewinnen.“ Zweiter im Samstagsrennen wurde Augusto Farfus im BMW M4 DTM vor Lucas Auer in einem weiteren Mercedes-AMG C63 DTM.

Dabei sah es für Rennsieger Juncadella nach dem Start erstmal nicht so gut aus. „Ich hatte Probleme beim Losfahren und zwei Plätze verloren“, erklärte der Spanier. „Danach habe ich nur nach vorne geguckt. Das war wie ein Qualifying, erst in den letzten fünf Runden habe ich etwas Speed rausgenommen.“ Für den Mercedes-AMG-Piloten ist es der erste Sieg in seinem 67. DTM-Rennen. Vor wenigen Wochen holte er am Norisring mit Platz drei seinen ersten Podestplatz.

Grund zur Freude hatte auch BMW-Pilot Augusto Farfus. Nach 825 Tagen durfte der Brasilianer endlich wieder zur Siegerehrung. Zuletzt stand Farfus beim Saisonauftakt 2016 in Hockenheim als Zweiter auf dem Podest. Dabei profitierte der BMW-Pilot von seiner Streckenkenntnis. „Das hat mir sehr geholfen. Ich bin schon einige Rennen hier gefahren und Brands Hatch hat es immer gut mit mir gemeint“, sagte er. „Ich bin so glücklich, zurück auf dem Podium zu sein. Heute genießen wir den Tag und morgen will ich wieder das wiederholen.“

Im Gegensatz zu Farfus fuhr Lucas Auer zum ersten Mal ein Rennen auf dem langen Kurs. „Die Strecke ist sehr schwierig und anspruchsvoll. Zweiter im Qualifying und Dritter im Rennen ist in Ordnung.“

In der DTM-Fahrerwertung liegen nach elf Rennen drei Mercedes-AMG-Piloten auf den ersten Plätzen. Weiterhin auf Platz eins liegt Gary Paffett an, der mit Platz sechs seine Führung ausbauen konnte und jetzt 156 Punkte auf seinem Konto hat. Zweiter ist Paul Di Resta mit 121 Punkten vor Lucas Auer, der sich von Platz sechs auf drei verbessern konnte und 106 Punkte hat. Punktgleich (101) liegen Edoardo Mortara und Timo Glock auf den Positionen vier und fünf vor Marco Wittmann (100).


Das zweite Rennen des Wochenendes startet am Sonntag ab 14:30 Uhr (MESZ), das SAT.1 in „ran racing“ ab 14:00 Uhr (MESZ) live überträgt. In Österreich ist ORF eins am Sonntag ab 14:15 Uhr (MESZ) auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports das Rennen live.

Freitag, 10. August 2018

Traditionell eine Herausforderung: Die DTM kehrt nach Brands Hatch zurück

  • Mit Vollgas in die zweite Saisonhälfte 
  • Die lange Grand-Prix-Variante ist für die meisten Fahrer unbekanntes Terrain
  • Straffer Zeitplan: Kein Freies Training am Freitag 
DTM 2013 in Brands Hatch
Foto: dtm.com
Nach vier Jahren ist Brands Hatch zurück im Rennkalender der DTM. Die Strecke in der englischen Grafschaft Kent gilt als anspruchsvoller Kurs der alten Schule. Zwischen 2006 und 2013 wurden im Südosten Londons bereits acht DTM-Rennen ausgetragen. Damals allerdings auf dem 1,973 km langen Indy-Circuit. Nun geht es am 11. und 12. August auf dem 3,908 km langen Grand-Prix-Kurs rund. Erfahrungswerte gibt es kaum. Das stellt Fahrer und Teams gleichermaßen zum Start der zweiten Saisonhälfte vor eine große Herausforderung. 

Hinzu kommt ein straffer Zeitplan. Im Gegensatz zu den anderen neun DTM-Events 2018 wird auf dem Traditionskurs nicht an drei, sondern nur an zwei Tagen gefahren. Wegen der Lärmbeschränkung rund um den Grand-Prix-Kurs entfällt das übliche Freie Training am Freitag. Nach zwei 25-minütigen Freien Trainings am frühen Samstagmorgen geht es 80 Minuten später in die Qualifikation für Rennen eins. Vor dem Qualifying für das Sonntagsrennen stehen sogar nur 20 Minuten für das Dritte Freie Training zur Verfügung. Die richtige Abstimmung für das Auto zu finden wird somit gerade am Samstag zu einem Wettkampf mit der Zeit. Die drei Freien Trainings, die beiden Qualifyings und die beiden Rennen gehen innerhalb von nur 29,5 Stunden über die Bühne. 

„Brands Hatch wird ein schwieriges Wochenende. Es ist mein Heimrennen, aber ich bin auf der Strecke noch nicht sehr oft gefahren – was aber für die meisten Fahrer im Feld gilt“, sagt Tabellenführer Gary Paffett. „Wir haben kein Freitagstraining und wir kennen die Strecke nicht besonders gut. Schließlich sind wir bislang noch nie mit DTM-Autos auf dem Grand-Prix-Kurs gefahren. Es wird hart, aber ich bin zuversichtlich, dass wir ein sehr gutes Auto haben werden. Hoffentlich können wir einige gute Ergebnisse einfahren.“ Der Brite führt in der Fahrerwertung mit 148 Punkten vor Mercedes-AMG-Markenkollege Paul Di Resta (121) und BMW-Pilot Timo Glock (101) führt. Die Lokalmatadore kennen das süße Gefühl des Sieges dort. Paffett gewann 2012, Di Resta in den Jahren 2009 und 2010 in Brands Hatch.


Hohe Kurvengeschwindigkeiten fordern Mensch und Maschine 

Die Berg- und Talbahn in Brands Hatch zeichnet sich durch mehrere schnelle Rechtskurven aus, die vor allem die linken Vorderreifen der Fahrzeuge stark belasten. Kurven mit wohlklingenden Namen wie Paddock Hill Bend, Hawthorn Bend, Westfield Bend oder Clark Curve flößen Respekt ein. Die Kurven im Wald sind laut Simulation alle über 170 km/h schnell. Am schnellsten Punkt der Rennstrecke erreichen die Boliden vor dem Anbremsen der Hawthorns Bend mit geöffnetem DRS-Heckflügel eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h. Dagegen wird die Haarnadel „Druids“ mit lediglich 75 km/h durchfahren.

DTM-Rookie Philipp Eng ist die lange Version der Strecke ebenso wie Mercedes-Pilot Daniel Juncadella bereits gefahren. „Ich kenne sie aus dem vergangenen Jahr, als ich dort in der Blancpain GT-Series mit dem BMW M6 GT3 unterwegs war. Brands Hatch ist wie eine kleine Nürburgring-Nordschleife. Wenn du die Indy-Variante verlässt, hast du das Gefühl, dass du auf eine andere Schleife fährst. Speziell hinten im Wald, wenn nach der langen Geraden die schnelle Rechtkurve kommt, braucht es schon Mut. Es gibt sehr viele blinde Kurven, vor allem im zweiten Sektor.“

Bei Audi hat Jamie Green ein Heimspiel. Der Brite ist mit elf Punkten Letzter der Fahrerwertung. Das DTM-Urgestein hofft in heimischen Gefilden auf die Trendwende. „Der Grand-Prix-Kurs ist eine Strecke der alten Schule mit vielen schnellen, lang gezogenen Kurven, ein bisschen wie Zandvoort“, sagt der Lokalmatador. „Das wird für uns Fahrer ziemlich aufregend – eine Highspeed-Challenge. Ich habe in meiner Heimat noch kein DTM-Rennen gewonnen. Es wäre großartig, das in diesem Jahr zu schaffen.“

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm 


Neben den DTM-Boliden bekommen die Zuschauer im Rahmenprogramm in Brands Hatch weitere Highlights geboten. John McGuiness, der „King of the Mountain“, dreht Demo-Runden mit seinem spektakulären Norton SG7-Motorrad. Der 46-Jährige gewann die „Isle of Man Tourist Trophy“, das berühmteste und gefährlichste Motorradrennen der Welt, sage und schreibe 23 Mal. Auch der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und die MINI Challenge sind am Start. Mit dem Arrows FA13b und dem Dallara F191 drehen zudem zwei historische Formel-1-Autos Demo-Runden am Samstag und Sonntag. 



Die beiden DTM-Rennen aus Brands Hatch zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ am Samstag (11. August) und am Sonntag (12. August.) jeweils ab 14:00 Uhr (MESZ). In Österreich ist ORF Sport plus am Samstag und ORF eins am Sonntag jeweils ab 14:15 Uhr (MESZ) auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports beide Rennen live. Rennstart ist jeweils um 13:30 Uhr Ortszeit (14:30 Uhr MESZ). Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt.

Mittwoch, 8. August 2018

Audi RS 5 DTM vor Premiere in England

  • Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch erstmals Schauplatz der DTM
  • Audi-Piloten auf technisch anspruchsvollem Kurs der alten Schule

Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians 
In Brands Hatch (England) starten die Audi-DTM-Teams am Wochenende des 11./12. August in die zweite Saisonhälfte. Zum ersten Mal findet die populäre Tourenwagen-Rennserie dabei auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs statt. Die sechs Audi-Piloten erwartet ein sehr anspruchsvolles Streckenprofil mit hohen Kurvengeschwindigkeiten.

Die 3,908 Kilometer lange Rennstrecke vor den Toren Londons ist seit den 1950er-Jahren Schauplatz großer Autorennen. Sie gilt als echte Fahrerstrecke, die die Spreu vom Weizen trennt. Die DTM war zuletzt 2013 in Brands Hatch zu Gast. Auf dem kürzeren Indy Circuit siegte damals Audi-Pilot Mike Rockenfeller. „Ich freue mich sehr, dass wir in Brands Hatch endlich auf der langen Rennstrecke fahren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. 

Auch der britische Audi-Pilot Jamie Green kann es kaum erwarten, mit dem Audi RS 5 DTM in Brands Hatch an den Start zu gehen. „Der Grand-Prix-Kurs ist eine Strecke der alten Schule mit vielen schnellen, lang gezogenen Kurven, ein bisschen wie Zandvoort“, sagt der Lokalmatador. „Das wird für uns Fahrer ziemlich aufregend – eine Highspeed-Challenge. Ich habe in meiner Heimat noch kein DTM-Rennen gewonnen. Es wäre großartig, das in diesem Jahr zu schaffen.“

Nicht nur wegen der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn in den Wäldern der Grafschaft Kent wartet auf die sechs Audi-Piloten Loïc Duval, Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller eine besondere Herausforderung. Erfahrung mit einem DTM-Auto hat auf dem Grand-Prix-Kurs bisher keines der Teams. Wegen der Lärmbeschränkung rund um die Rennstrecke entfällt zudem das sonst übliche Freitagstraining. Nach zwei 25-minütigen freien Trainings am frühen Samstagmorgen geht es direkt in die Qualifikation für Rennen eins. Vor dem Qualifying für das Sonntagsrennen stehen sogar nur 20 Minuten zur Verfügung. 

„Das erschwert es, eine optimale Abstimmung zu finden, doch die Ausgangsbedingungen sind für alle gleich“, sagt Dieter Gass. „Das Streckenprofil ist ähnlich wie in Zandvoort und Budapest. Wir hoffen deshalb auf eine Performance wie auf diesen beiden Strecken.“ In Budapest hatte Nico Müller ein Podium für die Vier Ringe geholt, in Zandvoort René Rast den ersten Audi-Sieg in der laufenden DTM-Saison.

Der Grand-Prix-Kurs in Brands Hatch zeichnet sich durch mehrere schnelle Rechtskurven aus, die vor allem den linken Vorderreifen stark belasten. Die Kurven im Wald sind alle über 170 km/h schnell. Am schnellsten Punkt der Rennstrecke erreicht der Audi RS 5 DTM laut Simulation vor dem Anbremsen der Hawthorns-Kurve mit geöffnetem DRS-Heckflügel eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h. Dagegen wird die Druids-Haarnadel auf dem Indy Circuit mit lediglich 75 km/h durchfahren.

Die beiden DTM-Rennen starten am Samstag (11. August) und am Sonntag (12. August) jeweils um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ). SAT.1 überträgt in Deutschland an beiden Tagen ab 14 Uhr (MESZ) live.

Sonntag, 5. August 2018

Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster ADAC GT Masters-Sieg für tschechische Mannschaft Team ISR
  • Mercedes-Duo Pommer/Götz auf Platz zwei
  • Ex-F1-Pilot Winkelhock und Youngster Ortmann im Audi holen Rang drei

Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Team ISR souverän an der Spitze

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Vierte wurden mit Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) zwei weitere Audi-Fahrer. Dahinter folgte ein Porsche-Duo. Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) schlugen als Fünfte ihre Markenkollegen Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard), die ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. 

Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) fuhren in ihrem Audi auf Rang sechs, dahinter sahen Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard) die Zielflagge. Die Top Ten wurde von Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG, und den Audi-Fahrern Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kevin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) komplettiert. 

Erneut ohne Punkte blieben die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition). Keilwitz hatte sich dank eines guten Starts von Platz zehn auf Rang drei verbessert, musste jedoch nach 14 Runden die Corvette C7 GT3-R wegen eines Lichtmaschinendefektes abstellen. Der Punktevorsprung von Kirchhöfer und Keilwitz beträgt nach vier von sieben Rennwochenenden nur noch einen Zähler.

Sieger der Pirelli-Trophy-Wertung wurden erstmals in dieser Saison die Audi-Fahrer Remo Lips (35/CH) und Maximilian Hackländer (28/Rüthen, beide Aust Motorsport).

Stimmen der Sieger

Frank Stippler
(Team ISR, Audi R8 LMS): „Wir haben den Grundstein für den Sieg bereits in der Anfangsphase des Rennens gelegt. Wir sind mit einem frischen Reifensatz gestartet und das hat sich ausgezahlt. Wir konnten früh einen Vorsprung herausfahren, während dahinter die Fahrer in Zweikämpfe verwickelt waren. Ein toller Erfolg für unser Team, das neu im ADAC GT Masters ist. Wir haben uns sukzessive verbessert, aber auch viel Pech gehabt, denn wir haben mehrere Male die erste Runde nicht beendet. Daher ist der Sieg eine angenehme Abwechslung.“

Filip Salaquarda (Team ISR, Audi R8 LMS): „‚Stippi‘ ist einen tollen ersten Stint gefahren und hat mir das Auto auf Platz eins übergeben. Ich habe danach versucht, unseren Vorsprung zu vergrößern, was mir auch gelungen ist. Am Ende habe ich dann etwas die Reifen geschont. Das Team und Frank haben einen tollen Job gemacht. Wir haben uns von Rennen zu Rennen verbessert und arbeiten super zusammen. Daher ist der Sieg eine tolle Belohnung – vor allem nachdem wir gestern bereits in der ersten Runde nach einer unverschuldeten Kollision ausgeschieden waren.“

Honda-Pilot Fugel feiert ersten Saisonsieg

  • Opel-Fahrer Proczyk übernimmt wieder die Führung in Gesamtwertung
  • VW-Pilot Leuchter und Samstagssieger Halder auf dem Podium
  • Rennen nach Unfall von Davidovac vorzeitig abgebrochen

Honda-Pilot Dominik Fugel holt ersten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Honda-Pilot Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) sein erstes Saisonrennen gewonnen und ein erfolgreiches Wochenende am Nürburgring in der ADAC TCR Germany gekrönt. Im Honda Civic TCR siegte Fugel vor Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Teamkollege Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), der am Vortag selbst noch ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. 

"Das war definitiv ein perfektes Wochenende für mich. Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte Fugel nach der Siegerehrung: "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich realisiert habe, dass ich gewonnen habe. Unser Ziel ist auf jeden Fall jetzt, die Fahrerwertung zu gewinnen. Und der Mike sollte schauen, in der Fahrerwertung noch nach ganz oben zu kommen." Halder, nun Vierter in der Fahrerwertung mit 29 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) erwiderte: "Wir haben alles wettgemacht, was wir durch das letzte Rennen verloren hatten. Jetzt ist wieder einiges drin." 

Polesetter Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) verpasste im Opel Astra TCR das Podium knapp, fuhr aber als bester Rookie Punkte für die Honda Rookie Challenge ein. "Mein Ziel waren ganz klar die Punkte für die Rookie-Challenge. Natürlich war ärgerlich, dass ich am Start Platz eins nicht verteidigen konnte, aber Platz vier ist am Ende ein super Ergebnis und zehn Punkte für die Rookie-Challenge wollten wir", verriet Wankmüller. 

Fünfter wurde der Österreicher Harald Proczyk im Opel Astra TCR, der damit wieder die Führung in der Gesamtwertung von Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) übernahm, der auf Rang elf landete. Mit nur zehn Zählern Vorsprung auf den Niederländer sowie 21 Punkten auf Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) verspricht die Saison Spannung bis zum letzten Rennen. 

Engstler schob sich im neuen Hyundai i30 N TCR von Startplatz 18 auf Rang sechs. Rookie Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) landete im Audi RS3 LMS auf Platz sieben und führt weiter die Honda Rookie Challenge mit einem Vorsprung von nur einem halben Punkt vor Wankmüller an. Dahinter reihten sich Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im zweiten Hyundai sowie die beiden Cupra-Piloten Oliver Holdener (21, Schweiz, Wolf-Power Racing) und Rookie Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) ein.

Am Start kam Wankmüller von der Pole Position nicht gut weg und Fugel - von Platz vier startend - setzte sich schon in der ersten Kurve vor Leuchter und Wankmüller. Mike Halder ging nach einer Aufholjagd von Startplatz zehn schließlich noch erfolgreich an Rookie Wankmüller vorbei und übte Druck auf VW-Pilot Leuchter aus. Ganz zur Freude von Fugel, der von der Defensivarbeit Leuchters profitierte und trotz einer Safety-Car-Phase einen komfortablen Vorsprung herausfuhr. 

Der Lauf wurde dann bei verbleibenden rund sieben Minuten nach einem Unfall von Daniel Davidovac vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen und nicht fortgesetzt. Der Opel-Fahrer blieb unverletzt. 

Für die Piloten der ADAC TCR Germany geht es schon in zwei Wochen in die nächste Runde. Vom 17. bis 19. August geht es in die Niederlande. In Zandvoort stehen dann die Saisonrennen neun und zehn von insgesamt 14 an. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV. 

Weitere Stimme zur ADAC TCR Germany

Benjamin Leuchter
(Zweiter, Max Kruse Racing): "Ich hatte im Auto meine Freude. Ich war am Anfang ein bisschen schneller als Dominik Fugel, deshalb wäre ich gerne noch vor ihn gefahren, aber es gab keinen fairen Weg vorbei. Ich habe versucht, ihn in einen Fehler zu treiben, aber Mike Halder kam von hinten immer näher. Bei der Situation ist der Rennabbruch klar und für mich völlig verständlich. Wir sind ein neues Team in der TCR, ich freue mich einfach wahnsinnig, dass wir mit den etablierten Teams mitfahren können. Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich auf die Rennen in Zandvoort, Sachsenring und Hockenheim."

Samstag, 4. August 2018

Mercedes-AMG-Piloten Dontje/Buhk gewinnen Samstagsrennen auf dem Nürburgring

  • Erster Saisonsieg für niederländisch-deutsches Duo
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Corvette-Piloten Kirchhöfer/Keilwitz trotz Ausfalls Halbzeitmeister 
Das Podium vom ersten Rennen am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Die Mercedes-AMG-Piloten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) haben sich in einer Hitzeschlacht beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring durchgesetzt und ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Platz zwei ging beim siebten von 14 Saisonrennen an die Audi-Fahrer Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport), Rang drei an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser). "Ein super Rennen für uns", freute sich Premierensieger Dontje. "Ich bin glücklich, meinen ersten ADAC GT Masters-Sieg geholt zu haben. Hoffentlich geht es in zwei Wochen bei meinem Heimspiel in Zandvoort so weiter."

Starker Start bringt Feller an die Spitze

Der Start in das Samstagsrennen auf dem Nürburgring verlief turbulent: Audi-Pilot Ricardo Feller setzte sich von Platz sechs kommend in der ersten Kurve vor Pole-Setter Nicolai Sylvest (21/DK, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG an die Spitze des Feldes. Dahinter folgten der ebenfalls aus der ersten Reihe gestartete Mercedes-AMG von Indy Dontje und Maximilian Buhk vor dem Lamborghini Huracán GT3 von Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli, der von Rang neun ins Rennen gegangen war.

Feller behaupte bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte die Führung. Da der Schweizer jedoch bei dem fliegenden Rennstart zu früh ausgeschert war, musste das Audi-Duo beim Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel fünf Sekunden länger stoppen. Feller/Haase fielen dadurch auf den dritten Rang zurück. An der Spitze lag nun kurzzeitig der Mercedes-AMG der Trainingsschnellsten Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm (21/Wümbach), die jedoch schon bald vom späteren Sieger Buhk überholt wurden. Buhk setzte sich danach von seinen Verfolgern ab und fuhr souverän zum ersten Saisonsieg. Für den Norddeutschen war es der erste Triumph im ADAC GT Masters seit dem Lausitzring 2014, für Teamkollege Indy Dontje der erste überhaupt. Der Niederländer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung.

Nach einer späten Kollision zwischen Schramm und dem Lamborghini von Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Franck Perera (34/F, beide GRT Grasser Racing Team) auf den Rängen zwei und drei erbten Feller und Haase Rang zwei. Dritte wurden Bortolotti/Caldarelli im besten Lamborghini.

Platz vier holten Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim) im zweiten Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team HTP Motorsport vor ihren Markenkollegen Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing).

Beste Porsche-Piloten waren als Sechste Timo Bernhard (37/Bruchmühlbach-Miesau) und Kévin Estre (29/F, beide KÜS Team75 Bernhard). Dahinter freuten sich Christopher Dreyspring (20/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) als Siebte über das erste Top-Ten-Ergebnis des Honda NSX GT3 im ADAC GT Masters. Das Audi-Duo Oscar Tunjo (22/CO) und Ivan Lukashevisch (27/RUS, beide Phoenix Racing) kam auf Rang acht ins Ziel, gefolgt von Michele Beretta (23/I) und Aaro Vainio (24/SF, beide Team Rosberg), die vor den Augen von Teambesitzer Keke Rosberg ihr bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. Den letzten Meisterschaftszähler sammelten der nach einer Verletzung zurückgekehrte Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bornheim, beide HB Racing), die im einzigen Ferrari 488 GT3 im Feld von Rang 21 gestartet waren.

Ein unglückliches Rennen hatten die Tabellenführer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition), die beim Start mit dem Audi von Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel, beide Team ISR) kollidierten und anschließend eine Durchfahrtstrafe absolvieren mussten. Obwohl Kirchhöfer und Keilwitz später ihr Fahrzeug abstellen mussten, sicherten sie sich den inoffiziellen Titel des "Halbzeitmeisters".

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging diesmal an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team).

Stimmen der Sieger

Indy Dontje (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Wir hatten mit Platz zwei ein gutes Qualifying. Eigentlich hatten wir nicht erwartet, dass wir so weit vorn stehen würden. Beim Start habe ich mich etwas zurückgehalten und war danach Dritter. Ich bin ruhig geblieben und habe meinen Stint zu Ende gefahren. Danach hat Maxi einen super Job bemacht und kurz nach seiner Fahrzeugüberahme Kim-Luis Schramm überholt. Danach hat er das Rennen kontrolliert."

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3):
"Ein gutes Rennen. Indy hat sich beim Start aus allem rausgehalten und hat das Auto als Dritter übergeben. Der Boxenstopp war nahezu perfekt und ich habe dann schnell probiert an Kim-Luis Schramm vorbeizukommen, da ich gesehen habe, dass er etwas Probleme hatte. Das hat geklappt. Heute ist alles gut gelaufen." 

Honda-Doppelsieg auf dem Nürburgring

  • Halder siegt vor Fugel, Langeveld als Dritter neuer Tabellenführer
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Hesse bester Rookie
  • Zweites Rennen am Sonntag auf dem Nürburgring
Das Podium vom Samstagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) hat das siebte Saisonrennen der ADAC TCR Germany gewonnen und auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot gewann im Honda Civic TCR souverän vor seinem Teamkollegen Dominik Fugel (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS. Der Niederländer übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung und liegt nun vier Punkte vor Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International), der das Rennen im Opel Astra TCR auf Platz 13 beendete.

"Der Start war zwar nicht ganz so gut, ich konnte die Führung aber trotzdem beibehalten. Ich bin dann gut zurechtgekommen und habe ein bisschen Abstand herausgefahren", sagte Halder, der bei den heißen Temperaturen auf dem Nürburgring fehlerfrei fuhr: "Dominik hat den Doppel-Sieg perfekt gemacht. Ich will morgen noch möglichst viele Punkte für die Meisterschaft rausholen."

Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) wurde Vierter und sprang an die Spitze der Honda Rookie Challenge. Hinter Hesse kam Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Cupra TCR als Fünfte ins Ziel, es folgten Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) im neuen Hyundai i30 N TCR. Der Finne Antti Buri (29, LMS Racing) in einem weiteren Audi, Hyundai-Fahrer Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi komplettierten die Top Ten.

Halder, der am Freitag sowohl in den Trainings als auch im Qualifying der Schnellste gewesen war, erwischte auch im Rennen einen ordentlichen Start und behauptete seine Führung auf den ersten Metern erfolgreich. Hesse dagegen musste Lukas Niedertscheider (23, Österreich, Niedertscheider Motorsport) im Peugeot 308 TCR, Dominik Fugel und Niels Langeveld passieren lassen.

Niedertscheider setzte Halder fortan unter Druck, doch der Honda-Pilot verteidigte sich erfolgreich gegen die Angriffe des Österreichers. Das Duo setzte sich schnell von den Verfolgern ab, und kurz darauf war Halder alleine an den Spitze. Denn die Rennleitung hatte einen Frühstart Niedertscheiders festgestellt, der Peugeot-Fahrer musste daraufhin eine Durchfahrtsstrafe antreten und fiel zurück.

Halder ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und spulte seine Runden fehlerfrei ab. In der Tabelle liegt der Meßkirchner (158 Punkte) auf dem vierten Rang mit 39 Zählern Rückstand auf Niels Langeveld (197). Harald Proczyk (193) ist Zweiter vor Luca Engstler (175).

Für Fugel bedeutet Platz zwei das bislang beste Ergebnis in diesem Jahr, er fuhr sich in der zweiten Hälfte des Rennens ein Polster auf seine Verfolger heraus uns kam letztlich vier Sekunden vor Langeveld ins Ziel.

Im achten Saisonrennen am Sonntag (14.45 Uhr) wird Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) auf der Pole Position stehen, Mike Halder startet von Platz zehn. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de, adac.de/motorsport, auf Facebook und im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Dominik Fugel (Zweiter, Team Honda ADAC Sachsen): "Der Start war megagut und ich war schon auf Position drei. Lukas hat dann eine Durchfahrtsstrafe bekommen und von da an habe ich nur noch versucht, Platz zwei zu verteidigen. Es war mega!"

Niels Langeveld (Dritter, Racing One): "Nach diesem Rennen sind wir genau bei der Halbzeit angekommen. Morgen starte ich von Platz sieben, Proczyk von fünf. Es ist alles möglich, wir liegen wirklich eng beisammen. Wenn ich vor ihm lande morgen, dann bin ich der Sieger des Wochenendes. Eines ist sicher: Es wird bis zum Saisonende sehr spannend bleiben."

Max Hesse (Bester Rookie, Prosport Performance): "Der Start war eigentlich gut, aber dann konnten mich Niels und Dominik gleich überholen, danach habe ich aber meinen Fluss wiedergefunden und wurde wieder schneller. Ich habe auch schnell realisiert, dass ich an Niels nicht vorbeikomme und habe versucht, nach hinten abzusichern, weil ich natürlich in der Honda Rookie Challenge fahre und mir wichtig war, nicht viel Risiko einzugehen. Da war mir nicht wichtig, ob ich Dritter oder Vierter werde, sondern nur der Sieg für die Rookie-Wertung. Ich habe aus den Fehlern am Red Bull Ring gelernt, da habe ich die Eins in der Wertung verloren."

Freitag, 3. August 2018

Lamborghini-Pilot Perera Schnellster in Auftaktsession am Nürburgring

  • Franzose Schnellster im engen ersten Freien Training
  • IronForce by RING POLICE beim Heimspiel mit Fan World
  • Red-Bull-F1-Testfahrer Jake Dennis erstmals bei Montaplast by Land-Motorsport 

GRT Grasser Racing Team, Ezequiel Perez Companc, Franck Perera
Foto: Gruppe C Photography / ADAC-Motorsport
Die Fans des ADAC GT Masters dürfen sich an diesem Wochenende (3.-5. August) am Nürburgring auf ein heißes Wochenende einstellen. Bereits das erste Freie Training, in dem Lamborghini-Pilot Franck Perera (34/F, GRT Grasser Racing Team) bei knapp 30 Grad Außentemperatur die Bestzeit fuhr, zeigte dank enger Zeitabstände, wie ausgeglichen das Starterfeld in der "Liga der Supersportwagen" ist. Zudem dürfen sich die Zuschauer auf die Fan World von IronForce by RING POLICE freuen. Die beiden Rennen in der Eifel werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Perera, der sich den Lamborghini Huracán mit Ezequiel Perez Companc (24/RA) teilt, trotzte den heißen Außentemperaturen und erzielte mit 1.27,371 Minuten bereits früh in der Sitzung die Bestzeit. "Wir haben unsere Arbeit vom gestrigen Testtag fortgesetzt", so der ehemalige Formel-1-Testfahrer. "Alles läuft gut. Es ist sehr heiß, das macht es für uns sicher nicht einfacher. Es wird am Wochenende auf der Strecke sicher eng zugehen Wir arbeiten daran, ein gutes Set-up für das Qualifying zu finden, um uns einen guten Startplatz zu sichern."

Lediglich 0,027 Sekunden fehlten den Zweitschnellsten des 60-minütigen Trainings auf die Bestzeit. Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch) sorgten im Mercedes-AMG GT3 damit für einen vielversprechenden Wochenendauftakt für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing beim Heimspiel. Rang drei ging an das Audi-Duo Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf) vor ihren BWT Mücke Motorsport-Teamkollegen Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach). Das Topquintett an der Spitze der 60-minütigen Sitzung komplettierten Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg) in einem weiteren Lamborghini des GRT Grasser Racing Team. Insgesamt lagen auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgrings 21 Autos innerhalb einer Sekunde.

Spektakuläre Fan World von IronForce by RING POLICE

Das Team IronForce by RING POLICE, das einen Porsche 911 GT3 R für Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen) einsetzt, hat sich für sein ADAC GT Masters-Heimspiel auf dem Nürburgring mit einer eigenen Fan World im Fahrerlager etwas ganz Besonderes ausgedacht. Aufsehenerregend sind auch die Ausstellungsfahrzeuge aus dem Porsche Museum Gmünd, die in der Fan World zu bewundern sind. Zu diesen gehört unter anderem der Porsche 911 GT2, mit dem Uwe Alzen 1995 den ADAC GT Cup gewonnen hat. Immer wieder während des Wochenendes gibt es auf der Bühne des Rennstalls aus Erkelenz Musik und Interviews mit den Fahrern.

Red-Bull-Formel-1-Testfahrer startet für Montaplast by Land-Motorsport

Direkt vom Formel-1-Test auf dem Hungaroring reiste Montaplast by Land-Motorsport-Neuzugang Jake Dennis zum ADAC GT Masters-Lauf in der Eifel. Der Engländer fuhr am Mittwoch in Ungarn 131 Runden für Red Bull Racing und gibt an diesem Wochenende im Audi R8 LMS mit der Startnummer 29 seinen Einstand als Teamkollege von Ex-Champion Christopher Mies (29/Heiligenhaus). Dennis hat damit kaum Zeit zum Verschnaufen: Bereits am vergangenen Wochenende startete er beim 24-Stunden-Rennen in Spa, wo er in einem Aston Martin den neunten Gesamtrang belegte. "Natürlich ist es eine Umstellung, vom F1-Rennwagen in den GT3-Audi zu wechseln, aber es wird mit jeder Runde besser", so Dennis. "Spätestens im Qualifying sollte ich aber das Auto richtig kennen. Ich habe von Land-Motorsport schon viel gehört. Daher freut es mich, jetzt für das Team starten zu können. Ich bin für das Vertrauen in mich sehr dankbar. Auch Christopher Mies kenne ich schon seit mehreren Jahren. Wir haben ein starkes Line-up und wollen gute Resultate einfahren. Besonders freue ich mich Mitte August auf Zandvoort - eine meiner absoluten Lieblingsstrecken."

„King of the Mountain“ McGuiness sorgt in Brands Hatch für Spektakel

  • Motorrad-Legende tritt mit seiner Norton-Rennmaschine auf
  • Historische F1-Autos drehen Demo-Runden in Brands Hatch
  • MINI Challenge und Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup am Start

John McGuinness, Norton SG7
Foto: dtm.com
Der „King of the Mountain“ ist bei der DTM zu Gast. John McGuinness, einer der erfolgreichsten Motorradrennfahrer Englands, dreht in Brands Hatch (11.–12. August) Demo-Runden mit seinem spektakulären Norton SG7-Motorrad. Der 46-Jährige gewann die „Isle of Man Tourist Trophy“, das berühmteste und gefährlichste Motorradrennen der Welt, sage und schreibe 23 Mal. 

„Das wird ein unglaubliches Spektakel. Es wird großartig. Ich kann es kaum erwarten, mit meiner Norton auf dieser berühmten Strecke vor den DTM-Fans Gas zu geben“, sagt McGuiness, der nach längerer Verletzungspause bei der DTM-Veranstaltung sein Comeback auf einer Rennstrecke gibt. Beim Training zur North West 200 im Mai 2017 war der Engländer schwer verunglückt. Er brach sich vier Rückenwirbel. In diesem Jahr musste er wenige Wochen vor der „Isle of Man TT“ seine Teilnahme an dem Klassiker absagen.

Hautnah werden die Zuschauer in Brands Hatch McGuiness und seine Norton erleben dürfen. Am Renntruck kann das Motorrad mit dem erstaunlichen V4-Sound genauer unter die Lupe genommen werden. Zudem wird McGuiness am Sonntag im Fahrerlager Autogramme geben und Bücher signieren. Der in Morecambe geborene legendäre englische Motorradfahrer freut sich auf die DTM. „Diese Serie ist toll, es gibt nichts Vergleichbares. Es wird enge, spannende Rennen auf der Grand-Prix-Strecke geben – mit namhaften, sehr talentierten Fahrern.“ Die Demo-Runden stehen am Samstag ab 14:50 Uhr und am Sonntag ab 16:05 Uhr Ortszeit an.

Dallara F191 Chassis Number 23, Emmanuelle Pirro 1991 
Foto: dtm.com
Das Rahmenprogramm in Brands Hatch bietet weitere Highlights. Neben dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und der MINI Challenge wird es an beiden Tagen auch Demo-Runden zweier historischer Formel-1-Autos geben, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Mit dem Arrows FA13b waren Michele Alboreto und Aguri Suzuki 1992 und 1993 in der Formel 1 am Start. Der Dallara F191 wurde im Jahr 1991 von Emanuelle Pirro gesteuert.

Mittwoch, 1. August 2018

Startschuss für zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring

  • Hyundai gibt sein Debüt – Engstler und Coicaud im neuen i30 N TCR
  • Harald Proczyk reist als Tabellenführer in die Eifel
  • Nächste Runde in der Honda Rookie Challenge

Foto: Jens Hawrda
Eine neue Marke im hochklassigen Teilnehmerfeld, packende Zweikämpfe und intensiver Tourenwagensport: Die zweite Saisonhälfte der ADAC TCR Germany beginnt am Wochenende auf dem Nürburgring (3. bis 5. August) und verspricht Hochspannung. Der neue Hyundai i30 N TCR wird dabei seine Premiere geben, Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und Théo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler) sitzen am Steuer des 330 PS starken Kraftpakets aus dem Hause Hyundai. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem gibt es Livestreams auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und auf dem YouTube-Kanal des ADAC.

Zuletzt hatte die ADAC TCR Germany im Juni auf dem Red Bull Ring Vollgas gegeben – jetzt geht es mit den acht Marken Audi, Cupra, Honda, Hyundai, Opel, Peugeot, Renault und VW endlich weiter. Fahrer und Teams haben die Zeit genutzt, um abzuschalten, Kräfte zu tanken und rechtzeitig für den Start der zweiten Saisonhälfte wieder hochzufahren. 

Bei den ersten sechs Saisonrennen in Oschersleben, Most und Spielberg kam das Team HP Racing International am besten zurecht – logisch, dass es nun in allen drei Wertungen führt. Harald Proczyk (42, Österreich) ist in der Gesamtwertung an der Spitze, und Luke Wankmüller (Straubenhardt), der am 23. Juni seinen 17. Geburtstag gefeiert hat, hat derzeit bei der Honda Rookie Challenge die Nase vorn. Und auch bei der Teamwertung thront HP Racing International an der Spitze.

Für Proczyk, der die drei Aufgaben des Rennfahrers, des Teamchefs und des Mentors für Wankmüller vereint, ist das „alles eine schöne Momentaufnahme“, wie der Österreicher betont. Aber eben nicht mehr. Noch sind acht Rennen zu fahren, der erfahrene Proczyk weiß, dass sich alles drehen kann.

Ihm im Nacken sitzt etwa Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One), der im Audi RS3 LMS jüngst auf dem Red Bull Ring seinen ersten Saisonsieg gefeiert hat und in seinem zweiten Jahr in der Tourenwagenserie des ADAC den Titel holen will. „Von diesem Ziel weichen wir natürlich nicht ab, wir sind überzeugt, dass wir schnell genug dafür sind“, sagt der Meisterschaftszweite, der bislang 22 Punkte weniger als Proczyk geholt hat. 

Dabei kann Langeveld auf die Expertise seines Teams Racing One setzen. Der Rennstall aus Andernach kennt den Nürburgring bestens, nimmt regelmäßig am ADAC Zurich 24h-Rennen oder der VLN Langstreckenmeisterschaft teil und hat mit dem Niederländer Langeveld einen „richtig guten Rennfahrer“ in seinen Reihen, wie Teamchef Martin Kohlhaas betont: „Niels will immer gewinnen und ist sehr ehrgeizig.“

Apropos Lokalmatadoren: Das gilt ganz besonders auch für das Team Prosport Performance, das den von der ADAC Stiftung Sport geförderten Max Hesse (17, Wernau) und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee) ins Rennen schickt. „Es wird Zeit, endlich wieder ins TCR-Auto zu steigen“, sagt Hesse, der in der Honda Rookie Challenge derzeit hinter Wankmüller auf Platz zwei liegt: „Die Honda Rookie Challenge ist natürlich in meinem Fokus. Das wird nicht leicht, aber ich werde alles dafür geben.“

Für Hesse sind die Rennen auf dem Nürburgring „ganz besonders“ – und ein Heimrennen im doppelten Sinn. Denn nicht nur Prosport Performance sitzt am Nürburgring. Sondern auch Phoenix Racing, bei dem Hesse als Junior fährt. Mit seiner bisherigen Saison ist der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot: „sehr zufrieden. Speziell die Qualifikation in Most und Red Bull Ring mit Platz drei waren sehr gut.“ Diese Ergebnisse möchte Hesse am besten schon am Wochenende toppen.

Mit Spannung wird auch erwartet, wie sich Luca Engstler und Théo Coicaud im neuen Hyundai i30 N TCR schlagen werden. Engstler, der bislang im VW Golf GTI TCR unterwegs gewesen war und Platz drei belegt, ist zuversichtlich. „Die ersten Eindrücke sind super, ich bin begeistert“, sagte der 18-Jährige.