Dienstag, 11. August 2015

ADAC GT Masters startet auf dem Nürburgring in heißen Spätsommer

  • ADAC GT Masters startet nach der Sommerpause in entscheidende Phase
  • Heimspiel für Tabellenführer Ludwig und Zakspeed, 100. Start für Asch
  • Bernd Schneider zurück im Mercedes-Benz SLS AMG
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters ist zurück aus der Sommerpause. Auf dem Nürburgring startet die „Liga der Supersportwagen“ am Wochenende (14. bis 16. August) in die zweite Saisonhälfte. Die beiden Rennen in der Eifel stehen ganz im Zeichen der Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn), Sebastian Asch (29, Ammerbuch), dem Team Zakspeed und ihrem Mercedes-Benz SLS AMG. Für Ludwig und die Zakspeed-Mannschaft aus dem nahen Niederzissen ist das Rennen auf der Sprintstrecke des Nürburgring ein Heimspiel und Asch startet als dienstältester Fahrer der Serie in sein 100. Rennen. Für den Tabellenzweiten Klaus Bachler (24, A), der am Nürburgring wieder gemeinsam mit Martin Ragginger (27, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 startet, geht es darum den Anschluss an die Tabellenführer zu wahren. „Das Wochenende am Nürburgring wird richtungsweisend im Titelkampf“, sagt Bachler. SPORT1 überträgt beiden Rennen vom Nürburgring Samstag und Sonntag live ab 13:00 Uhr.

Sprintstrecke des Nürburgring Garant für spannende Rennen

Die beiden Rennen auf der kurzen Sprintstrecke des Nürburgrings versprechen viel Action: Auf kaum einer anderen Strecke im Kalender sehen die Fans die Supersportwagen so oft wie auf der 3,6 km kurzen Nürburgring-Variante. Trotz des guten Vorsprungs in der Meisterschaft setzt Lokalmatador Ludwig beim Heimrennen auf Angriff: „Nach dem Nürburgring folgen Strecken, auf denen es für uns voraussichtlich eher schwierig wird. Daher müssen wir am Wochenende gut punkten. Im vergangenen Jahr begann am Nürburgring unsere Erfolgsstory, die bis jetzt anhält und sich hoffentlich weiter fortsetzt. Auch Asch ist optimistisch: „In den vergangenen Jahren war der Mercedes-Benz SLS AMG am Nürburgring immer sehr konkurrenzfähig. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht auch jetzt wieder um den Sieg kämpfen können.“

Porsche-Pilot Bachler ist dem Mercedes-Duo dicht auf den Fersen, doch der Österreicher hat selbst zwei schnelle Verfolger im Nacken. Dominik Baumann (22, A) und Jens Klingmann (25, Leimen/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) starten im BMW Z4 nach zwei Saisonsiegen als Tabellendritte und werden von den Tabellenführern stark eingeschätzt. „In der zweiten Saisonhälfte sehe ich Baumann/Klingmann als unsere härtesten Gegner an“, prognostiziert Ludwig.

Bentley und Corvette wollen Chancen im Titelkampf wahren

Richtungsweisend im Titelkampf sind die beiden Rennen in der Eifel für das Corvette-Duo Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) und Lokalmatador Luca Stolz (20, Brachbach)/Jeroen Bleekemolen (33, NL/beide Bentley Team HTP) im Bentley Continental. Wirth/Keilwitz, das nach Siegen erfolgreichste Duo der vergangenen Saison, sind noch ohne Saisonsieg. Allerdings stehen die Vorzeichen in der Eifel gut. Die Corvette ist auf dem Nürburgring der erfolgreichste Supersportwagen mit bisher fünf Siegen. Im vergangenen Jahr gelang dem US-Sportwagen auf dem Nürburgring ein Doppelsieg. Stolz und Bleekemolen wollen in der Eifel die dritte Podestplatzierung von Bentley im ADAC GT Masters einfahren.
Bentley will am Nürburgring seine Titelchancen wahren
Foto: Jens Hawrda
Mit guten Erinnerungen kehrt Edward Sandström (36, S) an den Nürburgring zurück: Im Mai gewann er dort das ADAC Zurich 24h-Rennen im Audi R8. Am kommenden Wochenende gibt es ein Wiedersehen des Schweden mit seinem Siegerauto, das im Fahrerlager am Nürburgring ausgestellt wird. Im ADAC GT Masters geht Sandström wieder gemeinsam mit Daniel Dobitsch (31, A/beide kfzteile24 MS RACING) im Audi R8 auf Punktejagd. 

Einen Einstand nach Maß gab beim Lauf in Spa-Francorchamps Ende Juni Bernd Schneider (51, Bottighofen/CH). Der DTM-Rekordchampion fuhr bei seinem Debüt zur Pole Position, am Nürburgring ist er wieder gemeinsam mit Hari Proczyk (39, A/beide HP Racing) im Mercedes-Benz SLS AMG am Start.

Lips will Gentlemen-Tabellenspitze verteidigen

Corvette-Pilot Remo Lips (32, CH/RWT RacingTeam) erlebte die schönste Sommerpause, seitdem er im ADAC GT Masters startet. Zur Halbzeitpause steht der Schweizer an der Gentlemen-Tabellenspitze. Doch am Nürburgring machen die Verfolger, allen voran Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R wieder Druck. Auf das Ende seiner Pechsträhne hofft Marc Gassner (24, Kempen/MRS GT-Racing). Die Rennen in der Eifel sind für den Nissan-Piloten vom Niederrhein ein Heimspiel. Der letztjährige Sieger des Nissan-Rennfahrercastings GT Academy hofft nach zuletzt unglücklichen Rennen wieder auf einen Gentlemen-Podiumsplatz.

Nürburgring anspruchsvoll für die Reifen von Exklusivreifenpartner Pirelli

Der Nürburgring ist auch für die Reifen von Exklusivreifenpartner Pirelli anspruchsvoll, so Anna Playford, Pirelli Trackside Engineer: „Der Kurs ist hinsichtlich Speed und Kurvenradien variantenreich, bietet einige harte Bremszonen und die Reifen werden auf den Kerbs ziemlich beansprucht. Dazu kommt noch das unberechenbare Eifelwetter. Die bisherigen Rennen haben aber gezeigt, dass wir bei allen Temperaturen und Bedingungen gut aufgestellt sind - egal ob bei 11 Grad wie beim Test in Oschersleben oder zuletzt bei 36 Grad auf dem Lausitzring.“

Volles Programm für Fans: Elf Rennen, Autogrammstunde und Pit-Walk

Viel Rennaction gibt es bei insgesamt elf Rennen beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring am Samstag und Sonntag. Neben der ADAC Formel 4 startet zum zweiten Mal die GT4 European Series im Rahmenprogramm, dazu liefern die DTC des DMSB/ADAC Procar und der Renault Clio Cup Central Europe spannenden Tourenwagensport. Drei Termine sollten Fans am Wochenende keinesfalls verpassen: Am Samstag und Sonntag gibt es beim Pit-Walk ab 11:05 Uhr in der Boxengasse einen ganz nahen Blick auf die Supersportwagen. Bei der „Meet the Drivers“ Autogrammstunde stehen die erfolgreichsten Piloten des Samstags ab 15:00 Uhr vor der ADAC Hospitality im Fahrerlager für Autogramme und „Benzingespräche“ zur Verfügung.“

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