Donnerstag, 19. September 2019

Japanische Gastspiel beim DTM-Finale in Hockenheim

  • Historisch: Honda, Nissan und Lexus aus der SUPER GT-Serie fordern Aston Martin, Audi und BMW heraus
  • Formel-1-Weltmeister und SUPER-GT-Champion Jenson Button feiert DTM-Debüt
  • Fan-Aktion: Freier Eintritt für Freunde japanischer PS-Kultur
Nick Cassidy (NZL) / Ryo Hirakawa (JPN) - Lexus LC500
Foto: GTA

Beim DTM-Saisonfinale 2019 (4.–6. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg kommt es zum lang ersehnten Gipfeltreffen des internationalen Motorsports: Erstmals treten Autos aus der beliebtesten Rennserie Asiens und der populärsten Tourenwagen-Serie Europas gegeneinander an. Honda, Nissan und Lexus aus der japanischen SUPER-GT-Serie fordern in den beiden letzten DTM-Rennen der Saison Audi, BMW und Aston Martin heraus. Angeführt wird das Aufgebot aus Japan vom aktuellen SUPER-GT-Champion und Formel-1-Weltmeister von 2009, Jenson Button (GBR).
Jenson Button (GBR) - Honda NSX-GT
Foto: GTA
Mit einer besonderen Aktion sorgt die DTM-Dachorganisation ITR für Unterstützung für Button und die anderen Gäste aus Japan. Fans japanischer Fahrzeuge erhalten beim großen Aufeinandertreffen der Motorsport-Kulturen freien Eintritt für die Nordtribüne B – so lange der Vorrat reicht. Die ITR kooperiert bei der Aktion mit dem Veranstalter von „Reisbrennen“, einem großen internationalen Treffen für japanische Fahrzeuge, Tuning und Rennbegeisterte. Mehr als 2.000 Mitglieder der „Reisbrennen“-Community haben sich bereits für Hockenheim angekündigt.

„Japanisches Dorf“ und Sonder-Parkplatz für getunte japanische Autos

Und als spezielles Extra obendrauf werden 100 Inhaber besonders stilvoll getunter japanischer Fahrzeuge ihre Schmuckstücke auf einem VIP-Parkplatz hinter der Südtribüne ausstellen. Dort wird mit Foodtrucks, die insbesondere japanische Speisen anbieten, sowie Tuning- und Zubehörständen ein „japanisches Dorf“ aufgebaut. Die Anmeldung für die Kartenaktion für die Nordtribüne B erfolgt auf DTM.com.

Apropos freier Eintritt: Die Werksteams von Honda, Nissan und Lexus werden sich am Donnerstag vor dem Rennwochenende (3. Oktober) mit zwei jeweils einstündigen Testfahrten auf ihr DTM-Debüt vorbereiten. Der Hockenheimring gewährt hierzu am Tag der Deutschen Einheit allen Fans freien Eintritt für die Südtribüne G.

Mehrere SUPER-GT-Champions geben DTM-Debüt

Die Motorsport-Abteilungen von Honda, Nissan und Lexus entsenden jeweils einen SUPER-GT-Renner mit Topbesetzung ins badische Motodrom. Button soll in einem Honda NSX-GT an den Start gehen. Der Brite feierte in seiner über 17-jährigen Formel-1-Karriere 15 Grand-Prix-Siege und 50 Podiumsplatzierungen. Seit 2018 ist der 39-Jährige Stammpilot in der SUPER GT, wo er für das Team Kunimitsu fährt. In seiner Debütsaison gewann Button an der Seite seines Teamkollegen Naoki Yamamoto (JPN) den Fahrertitel.
Ronnie Quintarelli (ITA) / Tsugio Matsuda (JPN) - Nissan GT-R
Foto: GTA

Für Nissan voraussichtlich im Einsatz: Ronnie Quintarelli (ITA), der mit vier Fahrertiteln der Rekordmeister der SUPER GT ist, und Tsugio Matsuda (JPN), der bereits zweimal Champion war – jeweils an der Seite Quintarellis (2014, 2015). Die SUPER-GT-Champions von 2017, Nick Cassidy (NZL) und Ryō Hirakawa (JPN), sollen für Lexus starten. Nissan und Lexus bringen somit jeweils gleich zwei Fahrer nach Hockenheim, wobei jeder Pilot nur je eines der beiden Rennen bestreiten wird.

Dass der Hockenheimring – Schauplatz von bislang 93 DTM-Rennen – ein würdiger Ort für das Gipfeltreffen der japanischen und europäischen Motorsport-Kulturen ist, zeigt auch ein Blick in die Geschichtsbücher der DTM: Vor 30 Jahren sahen die Fans das DTM-Debüt des legendären Toyota Supra 3.0i in Hockenheim. Nun werden die Zuschauer an gleicher Stelle zum ersten Mal Werksautos von sechs Herstellern in einem DTM-Rennen erleben – bevor am 23./24. November das erste „SUPER GT x DTM Dream Race“ auf dem Fuji International Speedway in Japan stattfindet.

SAT.1 und J-Sports übertragen live

Wie gewohnt wird SAT.1 am 5. und 6. Oktober jeweils ab 13:00 Uhr live aus Hockenheim von der DTM berichten. Und auch in Japan ist das Interesse am ersten Gipfeltreffen von DTM und SUPER GT groß: Der Pay-TV-Sender J-Sports wird beide Rennen live in Japan übertragen. Um Jenson Button und dessen SUPER-GT-Kollegen aus nächster Nähe verfolgen zu können, werden in Hockenheim auch die drei Gastautos von Honda, Nissan und Lexus mit Live-Onboard-Kameras ausgestattet.

Reguläre Tickets für das DTM-Saisonfinale am Hockenheimring sind über die offizielle Website DTM.com/tickets und bei der DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) erhältlich. Die Hotline ist montags bis freitags sowie am Rennwochenende auch samstags und sonntags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet.

Mittwoch, 18. September 2019

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem Rennen am Sonntag am Nürburgring

Foto: R-Motersport
Daniel Juncadella
„Ich bin ein starkes Rennen gefahren. Der Start war recht kompliziert. Ich habe gegen meine Teamkollegen gekämpft und wollte dabei keine Risiken eingehen. Deshalb habe ich etwas zurückgesteckt und die Reifen geschont. Das hat sich gegen Ende des ersten Stints ausgezahlt, als ich eine gute Pace gehen konnte. Ich habe dann sehr spät gestoppt und konnte so auf dem zweiten Stint erneut einen sehr guten Speed zeigen. Vielen Dank an meine Teamkollegen, die mir die Chance gegeben haben, die Punkteränge anzugreifen. Ich konnte die Gruppe vor mir einholen, aber das Überholen war schwierig und so bin ich nur noch an einem Auto vorbeigekommen. Der zwölfte Platz ist unter diesen Umständen aber kein schlechtes Ergebnis.“ 

Jake Dennis
„Es war ein schwieriges Rennen. Der Reifenabbau war relativ hoch, weshalb ich mich vor allem darauf konzentrieren musste. Die Hinterreifen überhitzten recht schnell, was mir das Leben ziemlich schwer machte. Ich bin vor meinen Teamkollegen an die Box gegangen und durch einen Undercut vor sie gekommen. Am Ende sind mir jedoch die Reifen eingebrochen, sodass ich letztendlich auf P14 ins Ziel gekommen bin.“ 

Ferdinand von Habsburg
„Wir haben alle unser absolut Bestes gegeben, um die kleine Hoffnung auf Punkte am Leben zu erhalten. Auf diese Leistung können wir stolz sein. Die Fahrer und das gesamte Team haben vollen Einsatz gezeigt, um so wenig Fehler wie möglich zu machen. Am Ende reicht es im Moment noch nicht ganz, aber wir werden weiter zusammenarbeiten, um in Hockenheim hoffentlich in die Punkteränge zu fahren.“ 

Paul Di Resta
„Ich bin heute nur eine Runde gefahren und konnte aufgrund eines technischen Problems nicht am Rennen teilnehmen. So gesehen hatte ich leider nicht viel zu tun. Es ist immer besonders schade, wenn man gar nicht erst an den Start gehen kann. Das tut mir für das gesamte Team leid, das an jedem Wochenende unglaublich hart am Auto arbeitet. Immerhin haben wir am Freitag und Samstag einige positive Ansätze erkannt, die wir in das letzte Rennwochenende nach Hockenheim mitnehmen können.“

Schwieriges Rennen für R-Motorsport auf dem Nürburgring

  • Daniel Juncadella schließt den 16. Saisonlauf auf dem Nürburgring auf Rang 12 ab
  • Daniel Juncadella: „Ich habe sehr spät gestoppt und konnte so auf dem zweiten Stint erneut einen sehr guten Speed zeigen. Der zwölfte Platz ist unter diesen Umständen kein schlechtes Ergebnis.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Das Ergebnis zeigt unseren aktuellen Leistungsstand. Wir sind zwar näher an unsere unmittelbaren Konkurrenten herangekommen, aber dies hat uns bei den Platzierungen noch nicht weiter nach vorne gebracht.“

Daniel Juncadella, bester Aston Martin Pilot am Sonntag
Foto: Jens Hawrda


Lehrreiches Rennwochenende in der Eifel: R-Motorsport sammelt weitere wertvolle Erfahrung mit dem Aston Martin Vantage DTM. 

Zwei Wochen nach dem Sieg beim Blancpain GT3-Rennen auf dem Nürburgring kehrte R-Motorsport an diesem Wochenende in die Eifel zurück. Im Rahmen des vorletzten Rennwochenendes der DTM-Saison 2019 absolvierte das Team die ersten beiden Rennen mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM auf der Traditionsstrecke am Fuße der Nürburg.Schon am Samstag zeigte das Team im ersten Lauf eine ermutigende Performance, die am Ende mit einem Punkt belohnt wurde. Im zweiten Rennen am Sonntag konnte R-Motorsport trotz einer starken kämpferischen Leistung der Piloten keine Zähler mitnehmen.

Daniel Juncadella (28, Spanien), der am Samstag einen zehnten Platz einfuhr, beendete den 16. Saisonlauf am Sonntag als bester Fahrer des Teams auf dem 12. Platz. Dahinter belegten Jake Dennis (24, Großbritannien) und Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) die Ränge 14 und 15.

Das Team setzte bei allen drei Fahrern auf einen langen ersten Stint, Juncadella kam in Runde 26 sogar als letzter Fahrer im Feld zu seinem Pflichtstopp an die Box. Paul Di Resta (33, Großbritannien) konnte in Folge eines Motorschadens nicht an den Start gehen und unterstützte seine Teamkollegen während des Rennens gemeinsam mit dem Team aus der Box.

Nach dem Rennwochenende in der Eifel geht es für R-Motorsport vom 4. bis 6. Oktober weiter zum Saisonfinale in Hockenheim, wo R-Motorsport seine Debütsaison in der DTM abschließen wird.

Dienstag, 17. September 2019

Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser - das sind die neuen Champions des ADAC GT Masters

  • Audi-Piloten holen in Hockenheim mit zweitem Saisonsieg vorzeitig Meistertitel
  • Duo übernahm bereits beim dritten Saisonrennen in Most die Tabellenführung
  • Freundschaft, Konstanz und starke Qualifyingergebnisse als Erfolgsgeheimnis
Kelvin van der Linde (l.) und Patric Niederhauser 
sind die ADAC GT-Masters Champions 2019
Foto: ADAC-Motorsport

Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) haben es geschafft: Die beiden Audi-Fahrer sicherten sich in Hockenheim mit ihrem zweiten Saisonsieg vorzeitig den Fahrertitel im ADAC GT Masters. Das schweizerisch-südafrikanische Duo krönte damit eine starke Saison, der sie schon früh ihren Stempel aufdrückten.

"Kelvin und Patric ergänzen sich einfach unfassbar gut", lobt Teamchef Fabian Plentz, dessen Rennstall seine erste Saison in der "Liga der Supersportwagen" bestreitet. "Sie unterstützen und supporten sich und fahren nicht gegeneinander. Das ist der absolute Schlüssel, um hier erfolgreich zu sein. Sie haben mega abgeliefert. Für mich war von Anfang an klar, dass Kelvin bei unserem ADAC GT Masters-Einstieg unser Fahrer sein sollte. Wir haben dann nach dem richtigen Partner gesucht und mit Patric den idealen gefunden."

Der Saisonverlauf gibt Plentz recht: Bereits beim Auftakt in Oschersleben holten Niederhauser und van der Linde ihren ersten Podestplatz. Beim folgenden Lauf in Most fuhren sie am Samstag von der Pole-Position aus zu ihrem ersten Saisonsieg und übernahmen damit die Führung in der Gesamtwertung, die sie danach nicht mehr abgaben. Zwar mussten sie bis zum Sonntagsrennen in Hockenheim auf ihren nächsten Sieg warten, doch dank regelmäßiger Top-Fünf-Platzierungen bauten die Fahrer von HCB-Rutronik Racing ihr Punktepolster stetig aus. Als erste Fahrer in der Geschichte des seit 2007 ausgetragenen ADAC GT Masters sicherten sie sich nun vor dem Saisonfinale den Titelgewinn.

Die gemeinsame Geschichte von Niederhauser und van der Linde begann vor zwei Jahren: "Patric und ich waren 2017 bei Aust Motorsport Teamkollegen, haben uns aber leider nicht das Auto geteilt", sagt van der Linde. "Da habe ich schon gesehen, dass er ein Toptalent ist. Wir wollten seitdem immer etwas zusammen machen, und jetzt hatten wir die Möglichkeit." Niederhauser ergänzt: "Wir haben bereits damals eine Freundschaft aufgebaut. Die Chemie stimmt einfach zwischen uns. Er ist ein guter Kerl." Als Erfolgsgeheimnis sehen die beiden Meister vor allem ihre Konstanz und ihre guten Qualifyingergebnisse. "Dadurch, dass wir fast immer weit vorn gestartet sind, konnten wir regelmäßig viele Punkte sammeln. Diese Konstanz war ein ganz wichtiger Faktor beim Titelgewinn", sagt van der Linde. Teamkollege Niederhauser ergänzt: "Bis auf Zandvoort, wo wir unseren einzigen Nuller hatten, haben wir regelmäßig gepunktet. Wir waren selten die absolut Schnellsten an einem Wochenende, aber haben eigentlich immer das Maximum herausgeholt."

Während Niederhauser erstmals die Meisterschaft im ADAC GT Masters gewann, ging für van der Linde eine fünfjährige Durststrecke zu Ende. Der Südafrikaner, der zuvor in Volkswagen-Markenpokalen in seinem Heimatland und in Deutschland drei Titel in Folge geholt hatte, beeindruckte auch im ADAC GT Masters von Anfang an. Bereits in seiner Debütsaison 2014 krönte er sich zusammen mit dem späteren DTM-Champion René Rast zum Meister - und dies als Rookie und mit 18 Jahren als bis heute jüngster Pilot der Serienhistorie. "Danach hatte ich vielleicht meine zwei schwierigsten Jahre und nicht das Material, um um den Titel zu kämpfen", blickt van der Linde zurück, dessen Großvater und Vater bereits in Südafrika mehrere Tourenwagentitel einfuhren. "2017 war ich mit Aust und 2018 mit meinem Bruder Sheldon bei Land-Motorsport lange im Titelrennen. Man hat gesehen, dass es mit dem richtigen Material weiterhin möglich war, eine wichtige Rolle in der Meisterschaft zu spielen. Jetzt hat es endlich wieder mit dem Titel geklappt!"

Anders als sein Teamkollege, der schon früh den Weg Richtung Tourenwagen und GT-Sport einschlug, träumte Niederhauser lange von einer Karriere im Formelsport. "Mein Traum war die Formel 1", so der Schweizer, der 2011 die italienische Formel Abarth gewann und danach auch in der GP3-Serie Rennsiege einfuhr. "Aber es war in der Schweiz, die keine Autonation ist, schwierig, im Formelsport weiterzukommen. Mein Ziel war es daher, Profirennfahrer zu werden und meinen Lebensunterhalt mit dem Motorsport zu verdienen. Das war im Tourenwagen- oder GT-Sport einfacher. 2016 kam ich in Kontakt mit Lamborghini, die mich in ihr Junior-Programm aufnahmen." Niederhauser debütierte im gleichen Jahr im ADAC GT Masters, dem er auch 2017 treu blieb. 2019 kehrte er nach einer erfolgreichen Saison in Asien wieder in die "Liga der Supersportwagen" zurück. "Ich hätte schon die Möglichkeit gehabt, 2018 im ADAC GT Masters zu fahren. Aber es waren nicht die Voraussetzungen gegeben, mit denen ich vorne hätte mitfahren können. Denn das Feld ist so hochkarätig, da muss alles stimmen, um Erfolg zu haben. Als im Dezember vergangenen Jahres dann mein Telefon geklingelt hat und HCB-Rutronik Racing sich bei mir wegen des Platzes neben Kelvin gemeldet hat, ist für mich ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen."

Luca Trefz und Morgan Haber siegen am Sonntag in Hockenheim

  • Dritter Erfolg für Mercedes-AMG in Folge in der ADAC GT4 Germany
  • Marius Zug und Gabriele Piana bauen Führung in der Meisterschaft weiter aus
  • Titelaspiranten Hamza und Jusuf Owega scheiden vorzeitig aus
Luca Trefz (l.) und Morgan Haber
Foto: ADAC-Motorsport

Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) feiern im Mercedes-AMG GT4 im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring ihren ersten Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany. Die beiden Audi R8 LMS GT4 von Nico Rindlisbacher (23/CHE) und Patricija Stalidzane (17/München) sowie Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln, alle racing one) komplettieren das Podium. "Ich bin einfach nur überglücklich. Mit diesem Ergebnis hätte ich nie gerechnet. Denn wir sind von Position neun aus gestartet", strahlte Trefz nach der Zieldurchfahrt.

Zu Rennbeginn gab es jedoch ein ganz anderes Bild an der Spitze des Feldes. Am Start übernahm zunächst Lars Kern (31/Weissach, Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 die Führung. Doch noch in der ersten Runde kollidierte er im Motodrom mit dem Mercedes-AMG GT4 von Titelaspirant Jusuf Owega (17/Köln, GetSpeed Performance). Die Situation bedeutete für beide Piloten das Aus und rief auch eine Safety-Car-Phase auf den Plan.

Nach dem Restart kämpften dann Tim Heinemann (21/Fichtenberg, HP Racing International) und Marvin Dienst (22/Lampertheim, Schütz Motorsport) um die Spitze. Im Kampf um die Führung gerieten die beiden Mercedes-AMG aneinander, was Heinemann zur Aufgabe zwang und Dienst eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. So ging Mike Beckhusen im Audi in Führung. Diese behielt der Berliner bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters. Der spätere Sieger Haber lag zu diesem Zeitpunkt noch auf Rang drei. Als alle Boxenstopps absolviert waren, lag dessen Teamkollege Trefz an der Spitze.

Über die Renndistanz baute Trefz dann einen Vorsprung von über sieben Sekunden auf. Eine weitere Safety-Car-Phase, die durch einen Dreher von KTM-Pilotin Laura Kraihamer (28/AUT, True Racing) ausgelöst wurde, schob das Feld nochmals zusammen, am Ende siegt das Duo von Leipert Motorsport mit 0,574 Sekunden Vorsprung. "Als ich ins Auto stieg und auf dem ersten Platz lag, war ich einerseits glücklich - aber auch angespannt. Ich wusste, es geht um Alles. Ich durfte mir keine Fehler erlauben. Das ist mir gelungen. Heute hat einfach alles perfekt zusammengepasst", erklärte Trefz, der gleichzeitig auch die Junior-Wertung für sich entschied. "Ich hatte in der Anfangsphase bereits einige Plätze gut gemacht. Dann sind wird früh in die Box gefahren. Das zahlte sich letztendlich aus", beschrieb Haber.

Hinter dem Mercedes-AMG fuhr Nico Rindlisbacher im Audi R8 LMS GT4 in der zweiten Rennhälfte noch an seinem Teamkollegen Markus Lungstrass, der vom zuvor führenden Mike Beckhusen übernahm, vorbei und sicherte sich gemeinsam mit Patricija Stalidzane den zweiten Platz. Lungstrass konnte damit die Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany gewinnen.

Auf Position vier kamen die Gaststarter Marc Ehret (26/Hüttenfeld) und Tobias Dauenhauer (21/Mörlenbach, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 vor dem Aston Martin Vantage GT4-Duo Alexander Mies (27/Heiligenhaus) und Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde, beide Propeak Performance).

Mit Rang sechs konnten Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) ihre Führung in der Tabelle weiter ausbauen. Platz sieben ging an Oliver Mayer (61/Ingolstadt) und Jan Philipp Springob (18/Olpe, beide Bremotion) im Mercedes-AMG GT4. Dahinter folgten Phil Dörr (18/Butzbach) und Dennis Trebing (27/USA, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4, Claudia Hürtgen (48/Aachen) und Michael Fischer (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 sowie Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT) in einem weiteren McLaren.

Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) fuhren im KTM X-Bow GT4 auf Rang elf. Damit reisen sie als neue Zweitplatzierte in der Meisterschaftstabelle zum Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring (27. bis 29. September). TV-Kommentator Christian Danner (61/Seeshaupt) beendete das Rennen gemeinsam mit Bernhard Laber (55/München, beide Team GT) in einem McLaren 570S GT4 auf Position 17.

Hyundai-Fahrer Hesse macht sich mit Sieg zum Titelfavoriten

  • Hesse reist mit 14 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale
  • Zweiter Dreifachsieg vom Hyundai in Hockenheim
  • Michelle Halder siegt in der Honda Junior Challenge und übernimmt Tabellenführung


Max Hesse (Wernau) hat das zweite Rennen der ADAC TCR Germany am Hockenheimring für sich entschieden und vor dem Finale auf dem Sachsenring die Tabellenführung übernommen. Der 18-Jährige vom Hyundai Team Engstler gewann in seinem Hyundai i30 N TCR vor Gaststarterin Jessica Bäckman (22, Schweden, Target Competition). Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) machte mit Rang drei den Dreifacherfolg für Hyundai perfekt. Das erste Rennen am Samstag hatte Proczyk gewonnen.

"Das war ein mega Rennen, von Platz sechs auf eins - der Hammer. Das Auto hat super funktioniert, das Team hat wieder einen tollen Job gemacht. Besser kann's nicht sein", sagte Max Hesse: "Ich freue mich riesig über den Sieg."

Der Finne Antti Buri (30, LMS Racing) belegte aufgrund technischer Probleme mit seinem Audi RS3 LMS am Sonntag den zwölften Platz und musste seine Gesamtführung an Hesse abgeben. Mit 377 Punkten führt der dreimalige Saisonsieger Hesse vor Proczyk (363) und Buri, der 356 Zähler auf dem Konto hat. Auch Honda Civic TCR-Pilot Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) hat nach seinem fünften Platz und mit 334 Punkten in der Gesamtwertung noch Titelchancen.

Am Start verteidigte zunächst Polesetterin Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR ihre Führung, musste diese aber früh an ihren Markenkollegen Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) abgeben. Doch auch Fugel konnte seine Spitzenposition nicht lange halten, nacheinander gingen die Hyundai von Hesse, Bäckman und Proczyk vorbei.

Das Hyundai-Trio um Hesse, Bäckman und Proczyk fuhr an der Spitze des Feldes ein kontrolliertes Rennen, dahinter lagen die drei Honda-Fahrer Fugel, Mike und Michelle Halder eng beieinander, Positionsveränderungen in den Top-Sechs blieben in der Schlussphase aus. In der Honda Junior Challenge fuhr Michelle Halder durch ihren sechsten Platz zum Sieg und übernahm in der Sonderwertung auch die Gesamtführung.

In zwei Wochen kommt es beim Saisonfinale der Tourenwagenserie zum Showdown auf dem Sachsenring. Auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal fällt in den letzten beiden Saisonrennen die Entscheidung über den Meister der vierten Saison in der ADAC TCR Germany.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Jessica Bäckman (Zweite, Target Competition): "Gestern hatte ich hier noch große Probleme mit der Strecke. Heute fühlte sich das Auto viel besser an, also war ich zuversichtlich. Nach dem guten Start habe ich einfach versucht, das Rennen clever zu fahren. Wäre das Rennen noch etwas länger gewesen, hätte ich Max vielleicht noch bekommen. Aber insgesamt bin ich sehr, sehr glücklich, hier auf dem Podium zu stehen."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing International): "Das Wochenende war perfekt. Ich bin leider heute etwas zu spät nach vorne gekommen und habe einen kleinen und unnötigen Kontakt gehabt. Der hat das Auto etwas verstellt. Es war sehr eng heute, selbst wenn ich an Max noch herangekommen wäre, hätte ich ja erst einmal vorbeikommen müssen. Das geht nicht ohne Brechstange."

Michelle Halder (Siegerin Honda Junior Challenge, Profi-Car Team Halder): "Auf der einen Seite bin ich zufrieden, aber von Startplatz eins habe ich mir natürlich etwas mehr erhofft. Aber es war von Anfang an klar, dass Hyundai sehr, sehr stark ist. Im Rennen bin ich etwas abgedrängt worden, danach konnte ich aber mit den beiden anderen Honda gut mitgehen. Zufrieden bin ich natürlich, weil ich die Honda Junior Challenge hier gewinnen konnte."

Montag, 16. September 2019

Eng bestplatzierter BMW Pilot auf Rang acht beim Nürburgring-Rennen am Sonntag

Philipp Eng als  bester BMW-Pilot am Sonntag auf Platz 8
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Doppelpodium am Samstag, mussten die sechs BMW DTM - Piloten ein schwieriges Rennen am Sonntag bestehen. Philipp Eng (AUT) belegte im ZF BMW M4 DTM den achten Platz und erzielte in der Gesamtwertung vier Punkte. Auch Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) und Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) erreichten mit den Plätzen neun und zehn die Top Ten. 

Jamie Green (GBR) sicherte sich am Sonntag den Sieg. Audi-Kollege René Rast (GER) steht nach dem dritten Platz nun als DTM-Champion 2019 fest.

Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) erreicht die 11 bzw. 16. Positionen für das BMW Team RBM auf dem Nürburgring. 
Nach einer Kollision mit Glock in der zweiten Runde wurde van der Linde eine Durchfahrtsstrafe auferlegt. Ein Ölleck in der Motorperipherie zwang Marco Wittmann (GER), in die Box zu fahren, um seinen Schaeffler BMW M4 DTM dort abzustellen. Das Rennen in der Eifel markiert sein 100. DTM Rennen für das BMW Team RMG. Der zweifache Meister ist der bestplatzierte BMW Fahrer in der Gesamtwertung und belegt mit 182 Punkten den dritten Platz.

Sonntag, 15. September 2019

„Was für ein Jahr!“ René Rast vorzeitig DTM-Champion

  • Fahrermeisterschaft schon vor dem Finale entschieden
  • Teammeisterschaft geht ebenfalls an Audi
  • Erster Sieg für Jamie Green in der DTM seit 2017

Renè Rast sichert sich am Nürburgring vorzeitig seinen zweiten Meistertitel
Foto: Jens Hawrda


Das Triple ist perfekt: Nach dem Gewinn der DTM-Herstellermeisterschaft hat sich Audi auf dem Nürburgring auch vorzeitig die Titel in der Fahrer- und der Teammeisterschaft gesichert. Erster DTM-Champion der neuen Turbo-Ära ist René Rast, dem ein dritter Platz im Sonntagsrennen zum Titelgewinn reichte.

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte der 32 Jahre alte Deutsche, der erst nach der Zieldurchfahrt per Funk von seinem Renningenieur erfuhr, dass er den Titel schon im drittletzten Rennen der Saison gewonnen hat. „Was für ein Jahr! Wir waren fast überall extrem stark. Den Titel schon vor dem letzten Rennwochenende zu holen, ist unglaublich. Einen ganz großen Anteil daran hat das Team Rosberg, das fantastisch gearbeitet hat. Und natürlich Audi: Der Audi RS 5 DTM war in diesem Jahr das beste Auto mit dem besten Turbomotor.“

„Wir haben nicht damit gerechnet, die Meisterschaft schon so früh und vor allem auf eine derart dominante Art und Weise zu gewinnen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass, nachdem Audi im Sonntagsrennen die ersten sieben Plätze belegte. „René (Rast) ist nun zweimaliger DTM-Champion – und das absolut verdient. Er hat eine eindrucksvolle Saison gezeigt. Glückwunsch an ihn, an sein Team, aber auch die ganze Audi-Familie. Danke an alle, die diesen großartigen Erfolg möglich gemacht haben: Es ist fantastisch, mit einem so tollen Team zu arbeiten. Heute gibt es eine große Party. Und danach freuen wir uns auf das Finale in Hockenheim gemeinsam mit den Autos aus der japanischen Super GT. Auch das wird noch einmal ein absolutes Highlight.“

Nach seinem Sieg am Samstag holte Rast mit Platz zwei im Qualifying – nur eine Tausendstelsekunde hinter Jamie Green – und Rang drei im Rennen exakt jene Punkte, die er zum vorzeitigen Titelgewinn benötigte. Vor den letzten beiden Läufen hat der Pilot des Audi Sport Team Rosberg 56 Punkte Vorsprung auf Verfolger Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline und liegt damit uneinholbar auf Platz eins.

Müller startete nach einem Sensordefekt im Qualifying von Platz 14. Der Schweizer fuhr in seinem 100. DTM-Rennen bis auf Rang fünf nach vorn, ehe er kurz vor Rennende einen Platz und damit auch seine letzte Titelchance verlor. „Ich bin früh an die Box gekommen und hatte am Ende sehr mit meinen Reifen zu kämpfen“, sagte Müller. „Nach dem Qualifying war klar, dass es ein schwieriges Rennen für uns werden würde. Platz sechs war das Maximum. Schade, dass der Titelkampf nun entschieden ist. Ich freue mich für René und Audi, die einen tollen Job gemacht und den Titel verdient haben. Aber natürlich hätte ich die Titelentscheidung gerne auf das Finale in Hockenheim vertagt.“

Die Pole-Position und den Sieg im Sonntagsrennen sicherte sich Rasts Teamkollege Jamie Green. Der Brite setzte sich in einem direkten Duell gegen Rast durch und wehrte am Ende die Attacken von Robin Frijns ab, der in der Schlussphase mit frischeren Reifen angriff. „Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich ein Sieg in der DTM anfühlt“, sagte Green. „Mein letzter Sieg ist zwei Jahre her. Ich kann nur sagen: Es fühlt sich großartig an! Es war ein toller Kampf heute. Alle Audi-Piloten wollten gewinnen. Ich bin froh, dass ich den Sieg über die Ziellinie gerettet habe.“

Mit Loïc Duval, Jonathan Aberdein, Nico Müller und Mike Rockenfeller auf den Plätzen vier, fünf, sechs und sieben feierte Audi am Sonntag einen Siebenfacherfolg und toppte damit noch das bisher beste Ergebnis eines Herstellers in der neuen Turbo-Ära der DTM.

Auch der Titel in der Teammeisterschaft ist Audi nicht mehr zu nehmen. Den machen das Audi Sport Team Rosberg und das Audi Sport Team Abt Sportsline beim Finale in Hockenheim am 5. und 6. Oktober unter sich aus.

DTM: Renè Rast wieder Champion!

  • René Rast feiert seinen zweiten DTM-Titel mit Rang drei am Nürburgring
    Audi-Pilot nun in einer Titel-Liga mit Paffett, Wittmann, Scheider und Ekström
  • Jamie Green siegt nach packendem Zweikampf mit Robin Frijns
Renè Rast macht am Nürburgring seinen zweiten DTM-Titel perfekt
Foto: Jens Hawrda

Mit starker Wochenendleistung zum zweiten DTM-Titel: Audi-Mann René Rast (GER) hat sich auf dem Nürburgring frühzeitig zum Champion gekrönt. Mit Pole-Position und Sieg am Samstag, Startreihe eins und Platz drei am Sonntag sammelte er in der Eifel die entscheidenden Punkte. Gleichzeitig büßten seine letzten verbleibenden Titelkontrahenten Stück für Stück wertvollen Boden ein. Mit 56 Zählern Vorsprung ist der Mindener deshalb bis zum Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen – dank seiner sechs Saisonsiege.

Rast ist nicht nur der erst siebte Fahrer in der Geschichte der DTM, der mehr als einen Titel gewinnt – mit zwei Gesamtsiegen steigt er in die Liga von Mattias Ekström (SWE), Timo Scheider (GER), Marco Wittmann (GER) und Gary Paffett (GBR) auf. Mehr als zwei Titel haben nur Klaus Ludwig und Bernd Schneider (beide GER) auf dem Konto. Bereits in seiner dritten vollen Saison feierte Rast nun den zweiten Meisterschaftsgewinn – so schnell wie kein anderer Fahrer vor ihm.

Lucky seven: Audi dominiert zweites Rennen am Sonntag und stellt Rekord ein

Das zweite Nürburgring-Rennen geriet am Sonntag zur Show mit vier Ringen – eingestellter Rekord inklusive: Jamie Green (GBR) siegte von der Pole-Position im packenden Showdown in der Schlussphase vor Audi-Markenkollge Robin Frijns (NED). Den dritten Podestplatz sicherte sich Rast. Für Green war es der erste Sieg seit dem Saisonfinale 2017. Green, der nun siebte DTM-Sieger 2019, führte ein Audi-Septett an, das durch Loïc Duval (FRA), Jonathan Aberdein (RSA), Nico Müller (SUI) und Mike Rockenfeller (GER) komplettiert wurde. Damit stellte Audi einen Marken-Rekord ein: Die Plätze eins bis sieben hatte bisher nur BMW im ersten Lauf in Zandvoort 2015 für sich entschieden. Dabei verzichtete die Ingolstädter Marke auf rechnerische Planspiele und ließ ihre Fahrer frei um die Positionen kämpfen.

Ernüchterung bei BMW und Aston Martin

Für BMW blieben nur drei Punktresultate übrig – zu wenig für eine der erfolgreichsten Marken in der DTM-Historie. Philipp Eng (AUT) hielt die BMW-Fahnen mit Rang acht am höchsten, Timo Glock (GER) wurde Neunter, Bruno Spengler (CDN) Zehnter. Bestplatzierter Aston-Martin-Fahrer war einmal mehr Daniel Juncadella (ESP), der als Zwölfter ins Ziel fuhr.

Trotz der Entscheidungen in Sachen Fahrer- und Herstellermeisterschaft, die frühzeitig an René Rast und an Audi gingen, geht es beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring (4.–6. Oktober) in der Teamwertung noch einmal um alles. Das Audi Sport Team Rosberg (Rast/Green) bringt einen Vorsprung von nur 32 Zählern auf das Audi Sport Team Abt Sportsline (Müller/Frijns) mit. 

Stimmen – 2. Rennen, Nürburgring

Jamie Green (Sieger)
„Heute war ein hartes Rennen, ein großer Kampf bis zum Ende. Heute durften wir frei kämpfen, es zu gewinnen ist großartig. Glückwunsch an Audi und René Rast zum Titelgewinn! In Hockenheim geht es jetzt nochmal um die Teammeisterschaft und hoffentlich haben wir am Ende noch etwas zu feiern.“

Robin Frijns (2.Platz)
„Im ersten Stint hatte ich kleinere Probleme und kam an Loïc Duval nicht so recht vorbei, obwohl ich schneller war. Im zweiten Stint habe ich schnell auf René Rast aufgeschlossen und bin an ihm vorbei. Und auch die Lücke zu Jamie Green konnte ich schnell schließen. Mein Überholversuch war etwas überstürzt, denn ich habe geglaubt, es wäre mein einziger Versuch. Doch es war nicht die letzte, sondern die vorletzte Runde. Am Ende hat es trotz des Stresses viel Spaß gemacht. Diesmal war Jamie vorn, das nächste mal hoffe ich darauf, dass ich es bin.“

Renè Rast (3. Platz)
„Ich bin mega-happy, klar. Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob es gereicht hat, denn ich wusste nicht, auf welcher Position Nico Müller ins Ziel gekommen ist. Es ist ein bisschen wie beim ersten Titelgewinn, der unverhofft kam. Trotzdem hat sich dieser hier angekündigt. Wir hatten eine großartige Saison, waren immer konkurrenzfähig. Jetzt können wir das Finale in Hockenheim genießen – mit tollem Racing zusammen mit der SUPER GT.“

DTM Qualifying 2: Pole für Jamie Green

Jamie Green startet am Sonntag von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Das Qualifying zum zweiten Rennen am Nürburgring am heutigem Sonntag waren eine klare Sache für einen Hersteller. Die sechs schnellsten Piloten kamen aus dem Hause Audi,
Der Schnellste war Jamie Green vor Renè Rast, Mike Rockenfeller, Robin Frijns, Jonathan Aberdein und Loic Duval. Erst auf den Plätzen sieben bis elf folgen die BMW-Piloten Timo Glock, Marco Wittmann, Bruno Spengler, Sheldon van der Linde und Philipp Eng.

Meisterschaftsmitfavorit Nico Müller konnte sich nur auf Platz 14 qualizieren und war damit der langsamste Audi-Pilot im Qualifying. Die Aston Martin Piloten belegten die 15-18 am Ende der Startaufstellung.

Jamie Green sicherte sich damit zum zweiten Mal in diesem Jahr die Pole-Position und wiederholte damit seinen Erfolg im Sonntagsqualifying zuletzt auf dem Lausitzring. „Ich bin sehr froh, dass ich auf der Pole stehe“, sagte Green nach dem Training. „Auch zuletzt auf dem Lausitzring hatte ich schon die Pole-Position inne, aber diese Leistung hier macht mich vielleicht noch zufriedener, denn der Nürburgring ist eine Strecke, auf der ich bislang noch nicht wirklich erfolgreich gewesen bin. Außerdem glaube ich, dass René auf dieser Strecke sehr stark ist. Daher ist es ein wirklich tolles Gefühl, im Zeittraining heute schneller gewesen zu sein als alle anderen Fahrer.“

Samstag, 14. September 2019

Bortolotti/Engelhart machen mit drittem Sieg Titelkampf spannend

  • Lamborghini-Duo siegt im Samstagsrennen des ADAC GT Masters 
  • Indy Dontje und Maximilian Götz im Mercedes-AMG auf Platz zwei 
  • Gesamtplatz drei und Pirelli-Junior-Sieg für Carrie Schreiner und Dennis Marschall 
Christian Engelhart (l.) und Mirko Bortolotti siegen am Samstag am Hockenheimrinf
Foto: ADAC-Motorsport

Die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (29/I) und Christian Engelhart (32/Starnberg, beide Orange1 by GRT Grasser) holten im Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Hockenheim ihren dritten Saisonsieg und bleiben im Titelrennen der "Liga der Supersportwagen". Platz zwei ging auf dem badischen Kurs an Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im Mercedes-AMG, Dritte wurden Pole-Setter Dennis Marschall (23/Eggenstein-Leopoldshafen) und Partnerin Carrie Schreiner (21/Völklingen, beide HCB-Rutronik Racing) im bestplatzierten Audi. "Ein perfekter Tag", so Sieger Bortolotti. "Ich freue mich sehr über unseren dritten Saisonsieg. Der Erfolg war extrem wichtig für uns." 

Titelkandidaten müssen Federn lassen

Das elfte Saisonrennen begann mit einem Schreckmoment in der ersten Runde: In der Parabolika-Kurve drehte sich nach einer Berührung der Audi von Maximilian Hackländer (29/Rüthen, Aust Motorsport) und löste damit eine Kettenreaktion aus, die auch zwei Fahrzeuge aus dem Titelkampf betraf: Beim Ausweichen kollidierten mehrere Fahrzeuge, darunter die Corvette der Tabellenzweiten Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) sowie der Audi der auf Gesamtplatz drei liegenden Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport). Beide Autos wurden so stark beschädigt, dass sie das Rennen beim anschließenden Restart nach einer Unterbrechung nicht wiederaufnehmen konnten. 

Pole-Setter Dennis Marschall verteidigte auch beim zweiten Start seine Spitzenposition, wurde aber anschließend von Lamborghini-Fahrer Bortolotti unter Druck gesetzt. Dieser versuchte mehrere Male vergeblich vorbeizukommen. Kurz vor seinem Pflichtboxenstopp startete Bortolotti einen neuen Angriff, als Marschall von einem zu überrundenden Fahrzeug aufgehalten wurde. Diesmal gelang das Manöver und Bortolotti ging vor der Spitzkehre in Führung. Kurze Zeit später übergab er an Partner Christian Engelhart, der den Sieg danach souverän ins Ziel brachte. Dank ihres dritten Saisonsieges verbesserte sich das Duo auf den zweiten Rang der Gesamtwertung. Mit 38 Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) wahrten Bortolotti und Engelhart bei 75 noch zu vergebenden Zählern in den drei noch ausstehenden Rennen ihre Titelchancen. 

Spannend verlief der Kampf um die weiteren Podestplätze. Nach den Boxenstopps lag Carrie Schreiner, die von Dennis Marschall übernommen hatte, kurzzeitig auf Platz zwei, ehe sie von Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz und Teamkollege Kelvin van der Linde auf Platz vier verdrängt wurde. Götz und van der Linde lieferten sich danach ein spannendes Duell um Platz zwei. In der Schlussrunde schaffte es van der Linde, am gelben Mercedes-AMG vorbeizuziehen. Nach der Zieldurchfahrt erhielten der Südafrikaner und Partner Niederhauser jedoch nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe wegen Überholens unter Gelben Flaggen, die sie auf den neunten Rang zurückwarfen. Dontje und Götz rückten damit auf den zweiten Platz vor. Dennis Marschall und Geburtstagskind Carrie Schreiner holten als Dritte ihren ersten Podestplatz und siegten zudem in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. Schreiner ist damit nach Claudia Hürtgen und Rahel Frey die dritte Frau, die es im ADAC GT Masters in die Top Drei geschafft hat. 

Daniel Keilwitz (30/Villingen) und Jimmy Eriksson (28/S) verpassten als Vierte mit ihrem Mercedes-AMG das Podium nur um 0,5 Sekunden, holten aber das bisher beste Saisonergebnis für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing. Der fünfte Platz ging an die Porsche-Fahrer Timo Bernhard (38/Homburg/Saar) und Klaus Bachler (28/A, beide Küs Team75 Bernhard). 

Als Sechste führten Ricardo Feller (19/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport) ein Audi-Quintett auf den weiteren Positionen an. Dahinter folgten Filip Salaquarda (35/CZ) und Frank Stippler (44/Bad Münstereifel, beide Team ISR), Maximilian Paul (19/Dresden) und William Tregurtha (19/GB, beide T3 Motorsport), die als Achte erstmals in die Top Ten fuhren, die nachträglich bestraften Tabellenführer Niederhauser und van der Linde sowie Jeffrey Schmidt (25/CH) und Christopher Haase (31/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) auf dem zehnten Rang. 

Stimmen der Sieger: 

Mirko Bortolotti (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): "Ich hatte einen guten Restart, war sofort neben Dennis Marschall, musste dann allerdings nachgeben, weil alles ziemlich eng war. Danach bin ich lieber hinter ihm geblieben und habe erst gegen Ende meines Stints noch mal attackiert. Ich hatte dabei etwas Glück mit dem Verkehr aus der Boxengasse und konnte dann vorbeigehen. Der Sieg freut mich vor allem fürs gesamte Team, das so hart arbeitet." 

Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): "Heute ist alles perfekt gelaufen. Vor allem, wenn man sieht, wie eng in Hockenheim die Autos zusammenliegen. In der momentanen Meisterschaftssituation ist es extrem wichtig für uns und das gesamte Team, Rennen zu gewinnen und viele Punkte zu sammeln. Ich kann mich nur bedanken für die sensationell gute Vorbereitung. Was das Grasser-Team derzeit abzieht, ist gigantisch."

Hyundai-Pilot Proczyk dominiert am Hockenheimring

  • Proczyk gewinnt erstes Rennen der ADAC TCR Germany 
  • Österreicher holt in der Meisterschaft auf Audi-Fahrer Buri auf 
  • Zweites Rennen der Tourenwagenserie am Sonntag 
Harald Proczyk siegt am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport

Zweiter Saisonsieg für Titelverteidiger Harald Proczyk in der ADAC TCR Germany: Der 43-jährige Österreicher vom Team HP Racing International hat im Hyundai i30 N TCR das erste Rennen der Tourenwagenserie am Hockenheimring gewonnen und sich im Kampf um den Meistertitel zurückgemeldet. In einem von Hyundai-Fahrern geprägten Lauf verwies Proczyk Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) auf Rang zwei, dessen Teamkollege Theo Coicaud (Frankreich) durfte sich einen Tag nach seinem 20. Geburtstag über Rang drei freuen. 

"Ich freue mich natürlich über den Sieg. So einen Tag hatten wir als Team noch nie. In der ADAC GT4 Germany holen wir die Pole und den Sieg - und in der ADAC TCR Germany ebenfalls", sagte Proczyk: "Aber: Morgen ist ein neuer Tag, da kann sich das Blatt ganz schnell wieder wenden. Wir müssen von Rennen zu Rennen schauen." 

Der ohnehin schon spannende Kampf in der Meisterschaft nahm durch das Rennen nochmals Fahrt auf. Der Gesamtführende Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) belegte im Audi RS3 LMS Rang zehn und hat nun 340 Punkte auf dem Konto. Vor dem zweiten Rennen am Sonntag (ab 14.40 Uhr) liegt Hesse nur drei Punkte zurück, Proczyk ist Dritter (327 Punkte). 

Proczyk erwischte keinen guten Start, konnte seine Führung aber dennoch verteidigen. An der Führung des Titelverteidigers konnte auch eine Safety-Car-Phase nach zehn Rennminuten nichts ändern, als Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) beim Einbiegen auf die Start-und-Ziel-Gerade ins Kiesbett rutschte und sein Honda geborgen werden musste. Nach dem Restart zogen Proczyk, Coicaud und Hesse an der Spitze wieder davon, Buri arbeitete sich in der Zwischenzeit auf Rang sechs nach vorn. Einen Umlauf später zog Hesse an Coicaud vorbei. 

Während Proczyk das Rennen weiter diktierte, kam es zwischen Buri und Proczyks Teamkollegen Lukas Niedertscheider zu einem Kontakt. Niedertscheider drehte den Finnen um, Buri konnte das Rennen fortsetzen, der 24-jährige Österreicher hingegen musste sein Auto abstellen. Die zweite Safety-Car-Phase des Rennens war die Folge, die bis zum Fallen der Zielflagge andauerte. 

Hinter dem Hyunda-Trio wurde Mike Halder im Honda Civic TCR Vierter und hat mit 305 Punkten ebenfalls noch Titelchancen. Sein Teamkollege Dominik Fugel (22, Chemnitz) wurde Fünfter. Dahinter reihte sich ein starkes Gastfahrer-Paket mit Cupra-Pilot Pascal Eberle sowie den Geschwistern Jessica und Andreas Bäckman (beide Hyundai) ein. Sebastian Steibel (23, Walkertshofen, Steibel Motorsport) im VW Golf GTI TCR und Buri komplettierten die Top Ten. Bestplatzierter Fahrer in der Honda Junior Challenge war Volkswagen-Pilot Mitchell Cheah aus Malaysia. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Hesse (Zweiter, Hyundai Team Engstler): "Wir haben hart gearbeitet und noch ein paar Reserven gefunden. Es war heute Morgen schon perfekt, im Qualifying wäre auch noch mehr möglich gewesen. Im Rennen konnte ich mich gut nach vorne arbeiten. Es war das Maximum heute, Hari war etwas besser. Wir sind super happy und schauen nun, dass wir auch morgen so weit wie möglich nach vorne kommen." 

Theo Coicaud (Dritter, Hyundai Team Engstler): "Das war ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Besser könnte es kaum sein. Wir hatten zuletzt viel Pech, vieles lief nicht, wie wir es wollten. Jetzt aber ist endlich wieder ein Erfolgserlebnis da - entsprechend erleichtert bin ich. Morgen kann ich einfach wieder angreifen." 

Mitchell Cheah (Sieger Honda Junior Challenge, VW Team Oettinger): "Das war eines der härtesten Rennen meiner Karriere. Dass ich es geschafft habe, bester Junior zu sein, freut mich sehr und ist der Lohn für die harte Arbeit, die wir geleistet haben. Wir hatten bislang hier große Probleme und haben das Tempo nicht gefunden. Letztlich hat es sich aber ausgezahlt, hartnäckig zu bleiben und zu arbeiten."

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem ersten Rennen am Nürburgring

Daniel Juncadella:
„Ich hatte einen guten Start und verbesserte mich von P14 bis auf P10. Das war richtig cool. Nach ein paar Runden bekam ich Schwierigkeiten, den Autos vor mir zu folgen. Zudem wurde ich von einem BMW überholt. Nach meinem Boxenstopp war meine Pace erneut sehr gut, aber leider kam ich nicht über Rang elf hinaus. Damit habe ich zwar einen Punkt knapp verpasst, aber wir waren nicht so weit weg von unseren Konkurrenten. Das ist ermutigend für das gesamte Team. Jetzt müssen wir unsere Performance von heute analysieren und sehen, was wir morgen besser machen können.“ 

Ferdinand von Habsburg:
„Das Rennen ist ganz gut gelaufen. Ich konnte am Anfang den Vorteil der frischeren Reifen nicht nutzen, weil ich mich in einem Duell mit einem Audi befunden habe. Es gibt von meiner Seite also genügend zu verbessern. Aber das Gefühl im Auto hat sich seit gestern extrem gebessert.“ 

Paul Di Resta:
„Ich hatte einen sehr guten Start, wurde danach aber zweimal eingeklemmt. Wir sind einen langen ersten Stint gefahren, aber leider habe ich beim Boxenstopp etwas Zeit verloren und steckte dann mehrere Runden hinter Nico Müller fest. Er hatte einen sehr guten Topspeed auf den Geraden, weshalb ich ihn nicht einfach überholen konnte. Vor dem Stopp lag ich innerhalb von drei Sekunden zu Timo Glock und er ist in die Punkte gefahren. Wenn wir freie Fahrt gehabt hätten, hätte es möglicherweise ein gutes Rennen werden können.“ 

Jake Dennis:
„Wir hatten schon gegen Ende des Qualifyings ein Problem mit der Wasserpumpe und es scheint, als ob sich das im Rennen wiederholt hätte. Es wäre so oder so schwierig geworden, in die Punkteränge zu fahren, aber vielleicht wären ohne den Ausfall ein oder zwei Zähler drin gewesen. Vorsichtshalber haben wir uns aber dazu entschieden, das Auto aus dem Rennen zu nehmen.“

Ermutigende Performance für Aston Martin auf dem Nürburgring aber ohne Punktebelohnung

  • 15. Saisonlauf der DTM auf dem Nürburgring: R-Motorsport-Fahrer machen im Rennverlauf mehrere Positionen gut und belegen die Plätze elf bis dreizehn 
  • Daniel Juncadella: „Wir waren nicht so weit weg von unseren Konkurrenten. Das ist ermutigend für das gesamte Team.“
    Dr. Florian Kamelger: „Heute war mit dem elften Platz von Daniel nicht mehr drin. Das Rennen hat aber gezeigt, dass wir den Abstand zur Konkurrenz verringern konnten.“

Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Renndebüt des Aston Martin Vantage DTM auf dem legendären Nürburgring: Daniel Juncadella, Ferdinand von Habsburg und Paul Di Resta beenden das Rennen auf den Plätzen elf bis dreizehn.

R-Motorsport startete auf dem Nürburgring in das vorletzte Rennwochenende seiner Debütsaison in der DTM. Das Fahrer-Quartett des Teams ging aus der zweiten Hälfte der Startaufstellung ins Rennen.

Daniel Juncadella (28, Spanien) kam als erster der vier Fahrer des Teams in Runde 14 zu seinem Pflichtstopp an die Box. Im Verlauf des Rennens verbesserte sich der Spanier um drei Positionen und lag bis kurz vor Schluss sogar in den Punkterängen. Schlussendlich überquerte Juncadella die Ziellinie als Elfter knapp außerhalb der Top-10. Dabei fehlten ihm nur gut eineinhalb Sekunden auf den Zehntplatzierten Audi-Piloten Robin Frijns.

Seine Teamkollegen Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) und Paul Di Resta (33, Großbritannien) machten während der 41 Rennrunden ebenfalls Plätze gut und beendeten den Lauf auf den Rängen zwölf und dreizehn.Für Jake Dennis (24, Großbritannien) war das Rennen nach 25 Runden vorzeitig zu Ende. Der Brite musste sein Auto mit einem technischen Defekt abstellen.

Weiter geht es für das Team bereits am Sonntag. Dann steht um 10:25 Uhr das zweite Qualifying auf dem Nürburgring auf dem Programm, bevor um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live auf SAT.1) die Ampeln für den 16. Saisonlauf erlöschen.

Stimmen der BMW-Piloten nach dem 1.Rennen am Nürburgring

Marco Wittmann:
„Wenn man von Platz elf startet und am Ende auf Rang drei landet, dann kann man zufrieden sein. Wir sind ein starkes Rennen gefahren mit einer guten Strategie und einem guten Boxenstopp. Es ist großartig für das BMW Team RMG, beim Heimspiel zwei Fahrer auf dem Treppchen zu haben.“
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler:
„Ich bin sehr happy. Gerade am Anfang war es ein großer Kampf. Ich habe versucht, Mike Rockenfeller zu überholen. Das hat nicht geklappt. Danach haben mich die Audis etwas unter Druck gesetzt und waren richtig schnell. Aber dank der sehr guten Strategie meines Teams konnten wir den zweiten Platz verteidigen und nach Hause bringen. Ich freue mich sehr für das ganze BMW Team RMG. Die Plätze zwei und drei sind ein tolles Gesamtergebnis. Nach der extrem harten Arbeit hat sich das die Mannschaft absolut verdient.“

Timo Glock:
„Der Start war heute das Problem. Ich kam nicht weg und hatte direkt zu viel ‚Wheelspin’. Damit war das Rennen eigentlich fast gelaufen. Die Pace war insgesamt eigentlich okay. Glückwunsch an das BMW Team RMG zum starken Gesamtergebnis.“

Philipp Eng:
„Ich hatte heute überhaupt keine Pace. Der Defekt im Qualifying war natürlich schade. Nach dem Wochenende am Lausitzring war es leider schon das zweite Mal, dass ich aus der Boxengasse starten musste. Wenn man hinterher fährt, kann man einfach kein gutes Ergebnis holen.“

Joel Eriksson:
„Mit Blick auf unsere Startposition war es ein gutes Rennen. Wir hatten eine gute Pace, und das Auto hat super funktioniert. Beim Boxenstopp haben wir etwas Zeit verloren, aber das passiert eben. Wir werden uns auf das Qualifying morgen konzentrieren, um einen Schritt nach vorn zu machen. Die Pace im Rennen gibt in jedem Fall Anlass für Optimismus.“

Sheldon van der Linde:

„Man hat gesehen, was heute möglich gewesen wäre. Die Pace zu Beginn war richtig gut. Leider war unser Boxenstopp nicht perfekt, so dass wir etwas Zeit verloren haben. Dann steckte ich im Verkehr fest. Deshalb bin ich etwas enttäuscht. Aber ich freue mich sehr für BMW. Herzlichen Glückwunsch an Bruno Spengler und Marco Wittmann.“

Starke Teamleistung auf dem Nürburgring: Spengler und Wittmann für BMW auf dem Podest, fünf Fahrer in den Top-10

Bruno Spengler holt Platz 2 am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Nach dem 15. Lauf der DTM-Saison 2019 auf dem Nürburgring (GER) konnten zwei BMW Fahrer auf dem Podium jubeln: Beim Heimspiel ihres BMW Team RMG belegten Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) und Marco Wittmann (GER, Schaeffler BMW M4 DTM) die Plätze zwei und drei. Während Spengler seine Startposition im Rennen verteidigen konnte, arbeitete sich Wittmann vom elften Rang bis in die Top-3 vor. Beim Sieg von René Rast (GER, Audi) kamen insgesamt fünf BMW M4 DTM in die Punkte. 

Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) fuhr in der Eifel auf Platz sieben, dahinter folgten Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) und Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) auf den Positionen acht und neun. Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) musste sich nach einem Getriebe-Problem im Qualifying mit Rang 14 im Rennen zufriedengeben.

Für das BMW Team RMG waren es die Podestplätze 50 und 51 in der DTM. Auch Spengler erlebte einen Meilenstein: Er hat nun im Verlauf seiner Karriere mehr als 1.000 DTM-Punkte gesammelt (1017). Wittmann feierte bereits seinen sechsten Podestplatz in diesem Jahr, für Spengler war es nach dem Sieg auf dem Norisring (GER) der zweite in der Saison 2019.
In der Fahrerwertung bleibt Wittmann mit 182 Punkten als Dritter der bestplatzierte BMW Pilot, konnte jedoch den Rückstand auf den Zweitplatzierten Nico Müller (SUI, Audi) auf 33 Zähler verkürzen.

Rast nicht zu stoppen: Audi-Pilot nach perfektem Samstag auf Titelkurs

  • Maximale Punktzahl für den DTM-Spitzenreiter am Samstag
  • Verfolger Nico Müller nach Frühstart ohne Punkte im Rennen
  • Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz vier

Renè Rast siegt überlegen in Rennen 1 am Nürburgring
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem überlegenen Sieg im Samstagsrennen auf dem Nürburgring ist Audi-Pilot René Rast seinem zweiten DTM-Titel einen großen Schritt näher gekommen. Vor den letzten drei Läufen hat der Deutsche 47 Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Nico Müller und 80 auf BMW-Pilot Marco Wittmann. Maximal 84 Punkte werden noch vergeben.

Seinen Vorsprung in der Gesamtwertung baute der Pilot des Audi Sport Team Rosberg am Nürburgring bereits am Vormittag aus: Zum siebten Mal in diesem Jahr holte Rast die drei Zusatzpunkte für die Pole-Position. Damit hat der Deutsche in der Saison 2019 alleine im Qualifying 30 Punkte gesammelt – absoluter Rekord.

Auch im Rennen lief für Rast alles plangemäß: Nach einem guten Start setzte er sich sofort von seinen Verfolgern ab, fuhr rund sechs Sekunden Vorsprung heraus und kontrollierte anschließend souverän das Tempo an der Spitze. Im Ziel hatte er mehr als zehn Sekunden Vorsprung auf Bruno Spengler im BMW.

„Das war ein perfekter Tag“, sagte Rast nach seinem sechsten Saisonsieg und dem insgesamt 16. Triumph seiner DTM-Karriere. „Auto, Strategie, Boxenstopps: Heute hat einfach alles gepasst. Ein großes Lob an mein Team, das an diesem Wochenende bisher einen herausragenden Job gemacht hat. Das war heute ein wichtiger Schritt in Richtung Meistertitel. Ich hoffe, wir haben morgen noch einmal so einen Tag.“

Die Titelambitionen von Verfolger Nico Müller aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline erhielten dagegen einen herben Dämpfer. Der Schweizer sicherte sich Startplatz drei, leistete sich aber einen Frühstart und blieb im Rennen als 16. ohne Punkte. „Der Frühstart geht ganz klar auf meine Kappe“, sagte Müller. „Die Ampel war sehr lange rot. Ich hatte nur noch die Wahl, den Motor abzuwürgen oder loszufahren.“

Großes Pech hatte auch Mike Rockenfeller, der beim Heimrennen des Audi Sport Team Phoenix 25 Runden lang direkt hinter René Rast lag, seinen Audi RS 5 DTM dann jedoch wegen eines Öllecks im Bereich des Motorumfelds vorzeitig abstellen musste.

Zweitbester Audi-Pilot war so Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport. Der Südafrikaner kam nach einem starken Rennen noch vor Loïc Duval und Jamie Green auf Platz vier ins Ziel. Robin Frijns kämpfte sich vom letzten auf den zehnten Platz nach vorn, nachdem er am Start stehen geblieben war.

„Wir haben heute wieder ein fantastisches Rennen von René (Rast) gesehen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Er war im Qualifying einmal mehr eine Klasse für sich, hatte einen sehr guten Start, hat anschließend das komplette Rennen kontrolliert und keine Fehler gemacht. Schade, dass Mike (Rockenfeller) aufgeben musste – auch er ist ein sehr starkes Rennen gefahren und hätte den zweiten Platz verdient gehabt. Nico (Müller) wollte am Start vielleicht etwas zu viel. Nach dem Frühstart war das Rennen für ihn gelaufen.“

Am Sonntag hat René Rast die Chance, sich vorzeitig den DTM-Fahrertitel zu sichern. Dazu müsste der Audi-Pilot neun Punkte mehr holen als Nico Müller, und Marco Wittmann dürfte gleichzeitig nicht mehr als 23 Punkte auf ihn aufholen.

Die Teammeisterschaft entscheidet sich dagegen erst beim Finale in Hockenheim. Hier liegt das Audi Sport Team Rosberg nun wieder knapp vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline.
Das Sonntagsrennen beginnt zur gewohnten Zeit um 13:30 Uhr. SAT.1 überträgt ab 13 Uhr live.