Dienstag, 16. Juli 2019

Vizetitel und Finalsieg für Audi in der Formel E

  • Audi Sport ABT Schaeffler Zweiter der Teammeisterschaft
  • Lucas di Grassi im Audi e-tron FE05 Dritter der Fahrermeisterschaft
  • Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing gewinnt letztes Rennen


Audi hat die Formel E bis zur letzten Runde spannend gemacht. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler sicherte sich beim Finale in New York die Vizemeisterschaft in der Elektrorennserie. Audi-Pilot Lucas di Grassi beendete die Saison 2018/2019 auf dem dritten Platz der Fahrermeisterschaft. Das letzte Rennen gewann Robin Frijns im Audi e-tron FE05 des Kundenteams Envision Virgin Racing, das Platz drei in der Teamwertung holte.

Die erste Saison mit den neuen Gen2-Rennwagen war voller Spannung, Dramatik und Abwechslung. In 13 Rennen auf fünf Kontinenten gab es neun verschiedene Sieger von acht Teams. Zehn verschiedene Piloten standen auf der Pole-Position. Vor dem letzten Rennen in New York hatten noch vier Fahrer und drei Teams Titelchancen.

Mit fünf Siegen ist der Audi e-tron FE05 der erfolgreichste Formel-E-Rennwagen der Saison. Zehn Podiums, eine Pole-Position und acht Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde gehen auf das Konto des FE05, dessen größte Stärke sein effizienter Antrieb war.

Dem Team Audi Sport ABT Schaeffler wäre es am Finalwochenende beinahe gelungen, sich wie im Vorjahr im Endspurt noch die Teamwertung zu sichern. 24 Punkte holten Daniel Abt und Lucas di Grassi in den beiden Rennen in New York auf DS Techeetah auf. Am Ende fehlten nur 19 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung.

„Das ganze Team hat bis zuletzt gekämpft und alles gegeben“, sagte Teamchef Allan McNish. „Es war unheimlich knapp. Wir haben DS Techeetah wie im vergangenen Jahr im Finale viele Punkte abgenommen, aber dieses Mal hat es nicht ganz zum Teamtitel gereicht. Ich bin trotzdem stolz auf das Team, das so viel harte Arbeit, Energie und Entschlossenheit in diese Saison gesteckt hat. Diese Entschlossenheit nehmen wir mit in Saison sechs. Wir freuen uns schon jetzt auf das erste Rennen im November.“

Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Es war eine aufregende Saison mit Höhen und Tiefen für jeden. Wir haben im letzten Rennen noch um beide Meisterschaften gekämpft und es ging bis zur Ziellinie. Für das Werksteam ist das letzte Rennen nicht ganz nach Wunsch verlaufen. Aber unser Kundenteam Envision Virgin Racing hat es geschafft, das Rennen zu gewinnen. Damit sind sie hinter uns auf Platz drei der Teammeisterschaft. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für Audi.“

Audi Sport ABT Schaeffler ist bisher in jeder Saison unter die besten drei der Gesamtwertung gekommen. Dasselbe gilt für Lucas di Grassi, der sich nach dem Meistertitel in der Saison 2016/2017 und zwei Vizemeisterschaften zum zweiten Mal den dritten Platz in der Fahrerwertung der Elektrorennserie sicherte. 

Im letzten Rennen kämpfte sich der Brasilianer vom elften Startplatz auf Rang sieben nach vorn, ehe er kurz vor dem Ziel von Jaguar-Pilot Mitch Evans in die Mauer gedrückt wurde und aufgeben musste. „Der Unfall hat zum Glück nichts am Ergebnis in der Meisterschaft geändert“, sagte der zweifache Saisonsieger. „Ich bin stolz, im fünften Jahr in Folge in die Top Drei gekommen zu sein. Danke an Audi, ABT und Schaeffler für ein so tolles Team.“

Daniel Abt schaffte es in New York an beiden Tagen im Qualifying in die Super Pole der schnellsten sechs. Er holte beide Male den Zusatzpunkt für die schnellste Runde und im Rennen am Sonntag den fünften Platz. „Mehr war heute nicht möglich“, sagte Abt. „Es war ein gutes Ende einer harten Saison. Natürlich wollten wir die Teamwertung gewinnen, aber in einer so stark umkämpften Meisterschaft Zweiter zu werden, darauf kann jeder im Team stolz sein.“

Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing feierte in New York seinen zweiten Sieg in der Formel E. Der Niederländer überholte den von der Pole-Position gestarteten BMW von Alexander Sims mit einem spektakulären Manöver in Turn 1 und fuhr anschließend einen überlegenen Sieg heraus. Teamkollege Sam Bird komplettierte das starke Ergebnis mit Platz vier.

BMW i Andretti Motorsport beendet erste Formel-E-Saison mit hervorragendem Ergebnis - erstes Podium für Sims

BMW i Andretti Motorsport hat die ABB FIA Formel E Meisterschaft 2018/19 mit einem weiteren Podiumserfolg abgeschlossen. Am Steuer des # 27 BMW iFE.18 sicherte sich Alexander Sims (GBR) nach dem Start von der Pole Position den zweiten Platz im New Yorker E-Prix. Nach dem 13. und letzten Rennen der Saison stand Sims zum ersten Mal in seiner Formel-E-Karriere auf dem Podium. Er konnte den ersten Platz bis zur 18. Runde verteidigen, bevor er die Führung an den späteren Sieger Robin Frijns (NED, Virgin) abgab. António Félix da Costa (POR) erreichte im zweiten BMW iFE.18 den neunten Platz.
 
Zusammen mit dem vierten Platz am Samstag ermöglichte dieses Ergebnis Sims einen weiteren Sprung nach vorne in der Fahrerwertung und er beendete die Saison mit 57 Punkten auf dem 13. Platz. Félix da Costa erreichte mit 99 Punkten den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Der Titel ging an den Techeetah-Piloten Jean-Éric Vergne (FRA). BMW i Andretti Motorsport sicherte sich mit 156 Punkten den fünften Platz in der Teamwertung.
 
Das Team kann nach einem Sieg, zwei Pole-Positionen und insgesamt fünf Podestplätzen auf eine erfolgreiche Debütsaison in der Formel E zurückblicken. Félix da Costa begann mit einem Sieg beim Auftakt in Ad Diriyah (KSA). Der Portugiese folgte mit Podestplätzen in Mexiko-Stadt (MEX), Sanya (CHN) und am Samstag in New York (USA). Nachdem Sims bereits zwei vierte Plätze belegt hatte, machte er das Finale am Sonntag mit seiner Pole Position und dem zweiten Platz zu seinem erfolgreichsten Formel-E-Renntag.

Alexander Sims:
„Es fühlt sich fantastisch an, auf dem Podium zu stehen, da ich gerade einige verpasst hatte Zeiten in der Vergangenheit. Natürlich hätte ich gerne von der Pole Position gewonnen. Trotzdem bin ich mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Das Finale als Vierter und Zweiter zu beenden, ist eine große Anstrengung. Ich habe in dieser Saison so viel gelernt und es gab viele Höhen und Tiefen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, dass wir nach so einem Rennen in die Sommerpause starten. “

António Félix da Costa:
„Es war heute wirklich nicht einfach, aus der Mitte aufzusteigen der Packung. Wir haben es jedoch geschafft, den neunten Platz zu erreichen. Genau wie gestern erzielten beide Fahrer einige Punkte für das Team. Es ist eine Schande, dass wir kein drittes Rennen haben, da wir hier in New York sehr gut gefahren sind. Ich habe die Saison als Sechster in der Fahrerwertung beendet. Wir waren die ganze Saison in der Spitzengruppe und der Gewinn des ersten Rennens bleibt natürlich der Höhepunkt. Ich denke, wir hatten insgesamt eine gute Saison. “

Formel-E-Thriller: Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi weiter mit Titelchancen

  • Entscheidung in beiden Meisterschaften erst im letzten Rennen
  • Erstes Rennen in New York voller Spannung und Dramatik


Nach dem ersten der beiden Finalrennen der Formel E in New York (USA) hat das Team Audi Sport ABT Schaeffler weiter die Chance auf den Gewinn beider Titel. Audi-Pilot Lucas di Grassi ist einer von vier Fahrern, die sich im letzten Rennen am Sonntag (Start um 16 Uhr Ortszeit/22 Uhr MESZ) noch den Titel sichern können. In der Teamwertung hat Audi Sport ABT Schaeffler den Rückstand auf DS Techeetah auf 24 Punkte reduziert.


Während Tabellenführer Jean-Eric Vergne und DS Techeetah im dramatischen ersten Rennen am Samstag bei glühender Hitze ohne Punkte blieben, kamen Lucas di Grassi und Daniel Abt mit ihren beiden Audi e-tron FE05 auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Di Grassi glänzte von Startplatz 14 einmal mehr mit einer Aufholjagd. Abt kämpfte nach einer starken Leistung im Qualifying von Anfang an um den Sieg, verlor bei einem harten Kampf um Platz zwei aber mehrere Positionen. 

„Ich bin selten sprachlos, aber heute bin ich es“, sagte Teamchef Allan McNish. „In diesem Rennen ist derart viel passiert. Wir konnten nie sicher sein, ob es für uns gut oder schlecht ausgehen würde. Während DS Techeetah beide Autos durch Unfälle verloren hat, sind unsere beiden Fahrer stark gefahren. Das heißt, wir sind weiter im Titelkampf und nehmen viel frische Energie mit in das morgige Finale.“

„Mein Auto wurde gleich nach dem Start durch Kollisionen vor und hinter mir stark beschädigt und war unheimlich schwierig zu fahren“, sagte Lucas di Grassi. „Ich bin trotzdem ins Ziel gekommen und die Meisterschaft ist weiter offen. Wir werden auch morgen kämpfen und alles geben.“

„Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn heute war das Podium möglich“, sagte Daniel Abt. „Bis zum Safety-Car lief es super. Der ganze Schlamassel begann, als mich Alexander Sims abgedrängt hat und ich dann auch noch einen heftigen Schlag von Mitch Evans bekommen habe. Das war heute etwas wie Autoscooter da draußen. Aber wir wissen nun, dass wir hier superschnell sind. Wir werden uns auf unsere Stärken fokussieren und morgen neu angreifen.“

Donnerstag, 11. Juli 2019

Daniel Abt startet weiter für Audi in der Formel E

  • Erfolgreichster deutscher Formel-E-Fahrer bleibt Audi treu
  • Audi bestätigt Teamkollegen von Lucas di Grassi für Saison sechs
  • Finale der Formel E an diesem Wochenende (13./14. Juli) in New York

Daniel Abt startet auch in der kommenden Saison für Audi in der Forme-E
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Noch vor dem Finale der aktuellen Saison stellt Audi die Weichen für seine Zukunft in der Formel E: Daniel Abt wird auch in der kommenden Saison mit Lucas di Grassi für das Team Audi Sport ABT Schaeffler in der rein elektrischen Rennserie an den Start gehen. Es ist die einzige Paarung, die seit Gründung der Serie 2014 Bestand hat.

Mit 40 Podiumsplätzen und 1.027 Punkten bilden Abt und di Grassi das erfolgreichste Duo in der Formel E. Seit dem Debüt der Serie im September 2014 haben sie 56 Rennen Seite an Seite bestritten und dabei in der vergangenen Saison den Titel in der Teamwertung gefeiert. Jetzt ist klar: Wenn die Formel E Ende November in Ad Diriyah in ihre sechste Saison geht, ist das deutsch-brasilianische Duo erneut im Zeichen der Vier Ringe am Start.

„Mit acht Titelkandidaten vor dem Finalwochenende erleben wir gerade die spannendste Saison der Formel E und wir erwarten, dass sich der Wettbewerb mit dem Einstieg von Mercedes und Porsche noch weiter verschärft“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Mit der frühen Bestätigung unserer beiden Fahrer wollen wir auch ein klares Zeichen in Richtung Konkurrenz setzen: Wir werden optimal vorbereitet sein und nehmen die Herausforderung gern an. Dazu gehört neben der akribischen Entwicklung und Erprobung des neuen Autos auch das klare Bekenntnis zu unseren beiden Fahrern.“

Schon vor den beiden Finalrennen in New York City, in denen sich sowohl die Fahrer- als auch die Teammeisterschaft entscheiden wird, blickt Audi Sport ABT Schaeffler auf eine erfolgreiche Saison zurück: Daniel Abt und Lucas di Grassi punkteten als einziges Team in zehn von elf Rennen, holten dabei zwei Siege und drei weitere Podiumsplätze.

„Wir haben für New York noch große Ziele. Deshalb ist es umso schöner, die beiden letzten Rennen und danach die Vorbereitung auf die neue Saison mit so einer Bestätigung und positiven Gedanken anzugehen“, sagt Daniel Abt, der zum ersten Mal mit – wenn auch recht theoretischen – Titelchancen zu einem Finalwochenende kommt. „Ich habe mich noch nie so wohl in einem Team und einer Serie gefühlt wie bei Audi in der Formel E. Ich bin stolz auf das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und werde alles tun, um mich mit Leistung dafür zu bedanken.“

Audi Sport ABT Schaeffler belegte in den vergangenen Jahren einmal den dritten, zweimal den zweiten und einmal den ersten Platz in der Teamwertung. Jetzt kommt die Mannschaft mit 43 Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz zum Finale. Saison-3-Champion Lucas di Grassi liegt mit 32 Punkten Rückstand auf Platz zwei der Fahrerwertung ebenfalls noch in Schlagweite.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Formel E: Audi bereit für Titelkampf in New York

  • Finalrennen der Elektroserie am 13. und 14. Juli in Brooklyn
  • Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi in Rolle des Jägers
  • Teamchef Allan McNish: „Nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen“

Daniel Abt (links) und  Lucas di Grassi
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Wie in den bisherigen vier Saisons entscheidet sich der Titelkampf in der Formel E auch dieses Mal erst am letzten Wochenende. Vor den beiden Rennen in New York (13./14. Juli) liegen Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi auf Platz zwei in der Team- und Fahrermeisterschaft.

Die Fans der Formel E können sich auf ein spannendes Finalwochenende freuen: Rechnerisch haben acht Piloten Chancen auf den Titel – so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte der Elektrorennserie. In New York werden zum einzigen Mal in dieser Saison zwei Rennen ausgetragen. Insgesamt sind bei dem sogenannten „Double Header“ inklusive der Zusatzpunkte für Pole-Position und schnellste Rennrunde 58 Zähler zu vergeben. Lucas di Grassi kommt mit einem Rückstand von 32 Punkten auf Titelverteidiger Jean-Éric Vergne in die USA.

„Solange wir eine rechnerische Chance haben, werden wir alles geben. Wir haben in der Vergangenheit schon mehr als einmal bewiesen, dass uns die Rolle des Jägers gut liegt“, sagt Lucas di Grassi. Unvergessen ist die Aufholjagd des Brasilianers am letzten Rennwochenende der Saison 2016/2017, als er mit einem Rückstand von zehn Punkten nach Montreal kam und dann mit 24 Punkten Vorsprung Champion wurde. Im Vorjahr machte Audi Sport ABT Schaeffler in den beiden Finalrennen einen Rückstand von 33 Zählern gut und wurde Team-Champion.

„Wir sind mit dem Ziel in die Saison gestartet, Rennen zu gewinnen und bis zum Schluss um alle Titel zu kämpfen – das ist uns gelungen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Natürlich haben wir mit einem Blick auf die Tabelle eine schwierige Aufgabe vor uns. Aber Daniel, Lucas und die ganze Mannschaft haben letztes Jahr gezeigt, was mit einer wahnsinnig starken Teamleistung möglich ist. Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.“ 2018 holte das deutsch-brasilianische Duo in den beiden New-York-Rennen einen Sieg, zwei zweite sowie einen dritten Platz und damit 78 von 94 möglichen Punkten.

Voller Vorfreude reist der erklärte USA-Fan Daniel Abt zum Finale. „New York ist eine mega Stadt mit einer Strecke, die mir richtig Spaß macht“, sagt der Deutsche, der im Vorjahr zweimal auf dem Podium vor der Skyline Manhattans stand. In neun von elf Rennen hat Abt diese Saison gepunktet – Bestwert unter allen 22 Piloten. „Was noch fehlt in meiner Sammlung, ist ein Sieg. Das wäre beim Finale ein perfekter Abschluss.“

Austragungsort der beiden Finalrennen ist zum dritten Mal der 2,320 Kilometer lange Kurs im Viertel Red Hook des New Yorker Stadtteils Brooklyn mit Blick auf Manhattan. Er führt direkt am Ufer der Upper New York Bay entlang, die Manhattan und Brooklyn trennt. Die Strecke ist weitgehend identisch zum Vorjahr, lediglich die Boxengasse ist jetzt entlang der Start-Ziel-Geraden positioniert.

Vor dem 12. und 13. Rennen liegt di Grassi mit 98 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, Teamkollege Daniel Abt folgt lediglich 23 Zähler dahinter auf Platz acht. Für einen Sieg gibt es 25 Punkte, drei Zähler für die Pole-Position und einen Punkt für die schnellste gefahrene Rennrunde innerhalb der Top Ten. Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler ist auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE05 unterwegs. Die britische Mannschaft liegt in der Teamwertung auf dem dritten Platz.

Die Rennen starten in New York am Samstag und Sonntag um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr MESZ) und führen wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das ZDF zeigt das Rennen im Livestream unter www.zdfsport.de. Wie immer überträgt Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

Dienstag, 9. Juli 2019

Ein schwieriges Wochenende für das Team WRT am Norisring

Jonathan Aberdein
Foto: Jens Hawrda

Es war nicht das Wochenende, auf das das Team WRT gehofft hatte. Auf dem Norisring konnte der Audi RS 5 LMS des WRT-Teams Audi Sport in der vierten Runde der DTM zum ersten Mal in seiner ersten Saison keine Punkte sammeln, da Jonathan Aberdein und Pietro Fittipaldi im ersten Rennen in Zwischenfälle verwickelt waren.  Auf dem  einzigartigen Straßekurs in Nürnberg hatten die belgischen Mannschaft ein gutes Tempo im Qualifying hingelegt konnte diese Form aber im Rennen nicht aufrecht erhalten. 

Die WRT - Team Audi Sport Fahrer mussten die Besonderheiten des Norisrings erst kennenlernen konnten sich  aber von die freien Training bis zum Qualifying immer steigern. 

Das erste Rennen könnte für die belgische Mannschaft nicht enttäuschender beginnen, da Fittipaldi in der ersten Kurve von einem Aston Martin getroffen wurde und mit einer verbogenen Federung auf der Stelle ausgefallen ist. Kurz nach dem Neustart des Rennens in Runde 10 war Aberdein in einen weiteren Zwischenfall verwickelt: Der Südafrikaner hatte keine andere Möglichkeit, den Zusammstaoß mit  dem Auto von Timo Glock zu verhindern der umgedreht wurde. Der schwarz-rote Audi erlitt einen Frontschaden und musste repariert werden, konnte sich aber erneut dem Rennen anschließen, um mit drei Runden Rückstand schließlich auf Platz 13 ins Ziel zu fahren..

Am Sonntag hatten die Autos im Qualifying wieder ein besseres Tempo als im Rennen. Aberdein stand auf Startplatz 10 und Fittipaldi auf 15 nach dem Qualifying. Beide hatten ein relativ schwieriges Rennen, das sie auf den Plätzen 14 und 15 hintereinander beendeten.

Jonathan Aberdein: 
 „Ein hartes Wochenende für uns. Wir zeigen vielversprechendes Tempo im Qualifying, aber aus irgendeinem Grund können wir das nicht in Ergebnisse in den Rennen umsetzen. Wir scheinen mit Reifendegradation zu kämpfen, und wir müssen uns darum bemühen, uns für die nächsten Rennen zu verbessern.“

Pietro Fittipaldi:  
„Rennen 1 war enttäuschend, da ich in Runde 1 von einem Aston Martin mit Fahrwerks- und Lenkungsschäden aus dem Rennen genommen wurde. Am Sonntag konnte ich im Qualifying keine freie Runde finden, aber das Tempo schien gut zu sein. Leider war das Tempo im Rennen aufgrund von Reifenschäden nicht so hoch. Daran müssen wir arbeiten und unsere Köpfe zusammenstecken, um dieses Problem zu lösen.“

Montag, 8. Juli 2019

Daniel Juncadella mir Aston Martin erneut in den Punkten

  • Zweite Top-10-Platzierung an diesem Wochenende: Daniel Juncadella kam nach Platz sechs am Samstag auch im zweiten Rennen in die Punkte
  • R-Motorsport sammelte auf dem Norisring in Nürnberg erneut wertvolle Rennkilometer mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM
  • Daniel Juncadella: „Wir können mit dem Punkt zufrieden sein, gerade, weil es heute keine Zwischenfälle oder Safety-Car-Phasen gegeben hat.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Nach unserem gestrigen besten Saisonergebnis sind die heutigen Resultate natürlich ernüchternd. Sie zeigen aber unseren momentanen Leistungsstand und, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um auf unsere Konkurrenz aufzuschließen.“
Daniel Juncadella
Foto: Jens Hawrda

Nur zwei Monate nach dem Renndebüt des neuen Aston Martin Vantage DTM: R-Motorsport punktet auch beim Saisonhighlight auf dem Norisring in beiden Rennen.

Das vierte Rennwochenende in der Debütsaison von R-Motorsport führte das Team auf den Norisring in Nürnberg. Nachdem die Truppe im ersten Rennen am Samstag mit drei Fahrern in den Top-10 das bislang beste Rennergebnis in ihrer noch jungen DTM-Teamgeschichte erzielen konnte, ging das Fahrer-Quartett im zweiten Lauf am Sonntag aus der zweiten Hälfte der Startaufstellung ins Rennen.

Daniel Juncadella (28, Spanien) fuhr den längsten ersten Stint aller Piloten, in der Hoffnung von einem möglichen Regenschauer gegen Rennende profitieren zu können. Der Regen kam zwar nicht, aber dank seines späten Stopps in Runde 42 beendete der Spanier das Rennen auf Position zehn. Nach seinem sechsten Platz am Samstag war es Daniels zweites Punkteresultat an diesem Wochenende.

Daniels Teamkollege Ferdinand von Habsburg (22, Österreich), der seinen vorgeschriebenen Boxenstopp nach 18 Runden absolvierte, verpasste seine zweite Punkteplatzierung an diesem Wochenende als Elfter nur denkbar knapp.

Jake Dennis (24, Großbritannien) setzte anders als seine Teamkollegen auf einen frühen Stopp. Er kam bereits nach der Startrunde an die Box, um seine Reifen wechseln zu lassen, und beendete das achte Saisonrennen auf Platz zwölf.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) absolvierte seinen Stopp nach 14 Umläufen, musste das Auto jedoch 17 Minuten vor Rennende mit einer beschädigten Hinterradfelge in Folge einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug vorzeitig abstellen.

Der nächste Renneinsatz des Teams findet vom 19.-21. Juli auf dem TT Circuit Assen statt. Am fünften von neun Rennwochenenden startet die DTM dort in die zweite Saisonhälfte.

Audi mit bisher stärkstem Norisring-Auftritt

  • Doppelpodium durch Jamie Green und Mike Rockenfeller am Sonntag
  • Audi RS 5 DTM bricht auf dem Stadtkurs in Nürnberg alle Rekorde
  • Audi-Chef Bram Schot: „Mannschaftlich eine ganz starke Leistung“
Jamie Green - gelungenes Comback nach Blinddarmoperation
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians 

Überlegener Sieg am Samstag, Doppelpodium am Sonntag, neuer Streckenrekord und Führung in allen drei Wertungen der DTM ausgebaut: Audi ist der bisher stärkste Auftritt beim Heimspiel auf dem Norisring gelungen.

Der 2,3 Kilometer lange Stadtkurs zwischen Dutzendteich und Max-Morlock-Stadion war in der Vergangenheit meist ein schwieriges Pflaster für die Marke mit den Vier Ringen. Das hat sich mit dem neuen Audi RS 5 DTM geändert: Der über 610 PS starke Class-1-Rennwagen brach beim ersten Einsatz auf dem Norisring alle Rekorde. Audi lag in beiden freien Trainingssitzungen vorn, holte an beiden Tagen die Pole-Position, vier von sechs möglichen Podiumsplatzierungen und die meisten Punkte. Auch neue Streckenrekorde im Qualifying (René Rast) und im Rennen (Nico Müller) gehen auf das Konto des neuen Turbo-Rennwagens.

Im Sonntagsrennen kamen alle sechs werkseitig eingesetzten Audi RS 5 DTM in die Top Acht und damit in die Punkteränge. Der viermalige Norisring-Sieger Jamie Green feierte nur vier Wochen nach seiner Blinddarmoperation mit Platz zwei ein gelungenes Comeback. „Leider musste ich Philipp Eng nach einer leichten Berührung wieder vorbeilassen“, sagte der Brite aus dem Audi Sport Team Rosberg. „Dadurch habe ich viel Zeit und den Anschluss zum späteren Sieger Bruno Spengler verloren. Trotzdem war es ein gutes Rennen für mich.“

Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix kämpfte sich vom elften Startplatz auf Platz drei nach vorn. Für den DTM-Champion des Jahres 2013 war es das erste DTM-Podium auf dem Norisring. „Es ist cool, hier oben zu stehen“, sagte „Rocky“ nach der von Fürst Albert von Monaco, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Skistar Thomas Dreßen durchgeführten Siegerehrung. „Mein Auto war richtig gut. Ich konnte viele Gegner überholen und hatte im Rennen jede Menge Spaß. Nachdem wir uns hier in der Vergangenheit meist recht schwergetan haben, können wir alle bei Audi sehr stolz auf dieses Ergebnis sein. Wir waren an diesem Wochenende extrem stark.“

Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline verpasste nach seinem Ausfall am Samstag mit Platz vier nur knapp das Podium. Loïc Duval kam nach einer gewagten Strategie mit einem Boxenstopp in der ersten Runde auf Platz sechs ins Ziel.

René Rast und Nico Müller mussten sich am Sonntag mit den Plätzen sieben und acht begnügen, obwohl beide aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen waren. Die beiden Audi-Piloten berührten sich in der ersten Runde unglücklich. Rast fiel durch den folgenden Dreher auf den letzten Platz zurück, Müller kassierte eine Durchfahrtstrafe.

„Den Sieg haben wir heute verschenkt, aber mannschaftlich war es eine ganz starke Leistung“, sagte Bram Schot. Der Vorsitzende des Vorstands der AUDI AG verfolgte das Sonntagsrennen gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Hans-Joachim Rothenpieler (Technische Entwicklung) und Peter Kössler (Produktion und Logistik) an der Audi-Box. Am Samstag hatte Hildegard Wortmann, neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing, der Audi-Mannschaft am Norisring die Daumen gedrückt.

„Nachdem wir uns im Qualifying die drei besten Startplätze geholt hatten, wollten wir natürlich auch heute gewinnen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Nach einem guten Start haben wir dann leider die erste Kurve nicht richtig hinbekommen, wodurch Bruno Spengler die Führung geerbt hat. René und Nico haben sich mit starken Rundenzeiten wieder nach vorn gekämpft. So haben wir die Plätze zwei, drei, vier, sechs, sieben und acht belegt. Wir können mit unserem insgesamt starken Auftritt auf dem Norisring sehr zufrieden sein und freuen uns schon auf die DTM-Premiere in Assen in 14 Tagen.“

René Rast behauptete auf dem Norisring seine Führung in der Fahrerwertung der DTM. Nico Müller verbesserte sich auf den zweiten Tabellenrang. In der Herstellerwertung hat Audi nun 119 Punkte Vorsprung auf BMW. In der Teamwertung liegen das Audi Sport Team Rosberg und das Audi Sport Team Abt Sportsline weiter auf den ersten beiden Plätzen.

High Five: Spengler Rekordsieger am Norisring

  • Starker Start, starkes Rennen: Bruno Spengler dominiert am Sonntag
  • Audi-Piloten Jamie Green und Mike Rockenfeller auf dem Podium
  • Albert II., Fürst von Monaco, besucht die DTM in Nürnberg
Der neue Mister "Norisring" - Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport

Großer Sport und Glamour am Norisring: Bruno Spengler (CDN) hat das Sonntagsrennen auf dem Norisring für sich entschieden. Schlüssel zum Erfolg: ein brillanter Start und eine clevere Taktik auf dem einzigen Stadtkurs im Kalender der DTM. Bevor der Kanadier rund eine Woche nach dem kanadischen Nationalfeiertag die Siegertrophäe von Albert II., Fürst von Monaco, in Emfpang nehmen durfte, war harte Arbeit angesagt. Zwar zog der BMW-Fahrer seiner starken Konkurrenz aus dem Audi-Lager Zug um Zug davon, jedoch sorgte leichter Regen für eine knifflige Strategie-Frage: Wann ist der Pflichstopp zur rechten Zeit gesetzt? Werden Regenreifen gebraucht? Wurden sie nicht – und Spengler siegte erstmals seit zwei Jahren in der DTM. Der bislang letzte Erfolg war ihm 2017 auf dem Norisring gelungen. Mit insgesamt fünf Siegen ist Spengler nun der DTM-Fahrer, der am häufigsten in Nürnberg gewonnen hat.

Audi-Dreierpack auf den Plätzen zwei, drei und vier

Den Kampf um die zweite Position entschied Jamie Green (GBR, Audi) für sich und nahm als Belohnung dafür den Pokal vom Ministerpräsidenten Bayerns, Dr. Markus Söder, bei der Siegerehrung entgegen. Besonders hitzig ging es im Kampf um Rang drei zu: Robin Frijns (NED, Audi), Philipp Eng (AUT, BMW) und Loïc Duval (FRA, Audi) zählten zu den Bewerbern, das Rennen jedoch machte Mike Rockenfeller (GER, Audi).

Nicht ganz nach Plan verlief der zweite Lauf auf dem Norisring für die beiden Meisterschaftsführenden, René Rast (GER, Audi) und Nico Müller (SUI, Audi), die sich auch die erste Startreihe teilten, sich jedoch bei der ersten Durchfahrt der S-Kurve leicht berührten. Die Konsequenz: Dreher für Rast, Durchfahrtsstrafe für Müller – und am Ende die Positionen sieben und acht. Daniel Juncadella (ESP) fuhr als Zehnter wie schon am Samstag in die Punkteränge und war damit erneut der bestplatzierte Fahrer von R-Motorsport/Aston Martin. Rast führt die Meisterschaft mit 127 Zählern weiterhin an, Müller hat als Zweiter 102 Punkte, Eng als Dritter 101.

Stimmen – 2. Rennen, Norisring

Albert II., Fürst von Monaco
„Das war heute ein interessantes Rennen. Die DTM ist eine gute Serie, die sehr gut organisiert ist. Die Rennen sind hart umkämpft. Mir hat der Besuch hier in Nürnberg sehr gefallen, die Atmosphäre am Norisring ist wirklich bemerkenswert.“

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Es war ein tolles Wochenende – gute Stimmung, viele Zuschauer, großer Sport. Ich habe mich nicht nur sehr über den Besuch von Fürst Albert von Monaco gefreut, sondern auch darüber, dass Ministerpräsident Söder mit seinem Besuch Flagge für den Motorsport gezeigt hat. Das DTM-Wochenende am Norisring ist ein Highlight. Es ist an diesem Wochenende aufgrund des Besuchs von Fürst Albert auch viel über ein mögliches Rennen in Monaco gesprochen worden. Nach dem, was ich heute erlebt habe, muss ich sagen: Mein Traum wären zwei Auftritte der DTM in der Stadt – einer in Nürnberg und der andere in Monaco. Auf jeden Fall freuen wir uns, im nächsten Jahr wieder hier am Norisring aufzutreten.“

Bruno Spengler, Sieger
„Der Sieg tut richtig gut. In Zolder war es schon knapp, aber das Safety-Car hat es für uns verhindert. Heute wurde es nicht gebraucht und wir haben gewonnen. Es hat richtig Spaß gemacht, das Auto war eine Sensation. Wir haben uns im Vergleich zu gestern stark verbessert. Ein geiler Tag für uns, einfach mega. Jetzt nehmen wir das Momentum mit.“

Jamie Green, 2. Platz
„Ich hatte einen schönen Zweikampf mit Philipp Eng um Platz zwei, und ich habe ihn überholt. Dabei haben wir uns leicht berührt, deswegen musste ich die Position wieder an ihn zurückgeben. Die Strafe war vielleicht etwas zu streng, denn ich habe in der DTM schon viel härtere Manöver erlebt. Mit dem ersten Reifensatz hatte ich kleinere Probleme, der zweite Stint lief aber viel besser. Rang zwei ist alles in allem ein großartiges Resultat.“

Mike Rockenfeller, 3. Platz
„Glückwunsch an Bruno Spengler und Jamie Green zu Platz eins und zwei. Ich denke, gemeinsam sind wir das wohl erfahrenste DTM-Podium, das es geben kann. Mein Wochenende ging gut los, aber im Qualifying am Samstag hatten wir erst Pech und mussten dann noch eine Strafe in Kauf nehmen. Im Samstagsrennen mussten wir dann auch noch mit einem technischen Defekt aufgeben. Dazu noch die Strafe im Zeittraining heute, die voll auf meine Kappe ging. Damit waren wir mittendrin im Feld. Uns blieb nichts anderes übrig, als alles zu geben. Ich hatte gute Zweikämpfe und das Podium ist definitiv eine schöne Belohnung.“

Ergebnis – 2. Rennen, Norisring (Top-Ten)

01. Bruno Spengler (CAN), BMW, 
02. Jamie Green (GBR), Audi, 
03. Mike Rockenfeller (GER), Audi, 
04. Robin Frijns (NED), Audi, 
05. Philipp Eng (AUT), BMW, 
06. Loïc Duval (FRA), Audi, 
07. René Rast (GER), Audi, 
08. Nico Müller (SUI), Audi, 
09. Timo Glock (GER), BMW, 
10. Daniel Juncadella (ESP).

Sonntag, 7. Juli 2019

DTM: Bruno Spengler (BMW) siegt am Norisring

Bruno Spengler holt nach langer Durststrecke seinen 17. DTM-Sieg
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler holt sich seinen fünften Sieg am Norisring, mehr Siege hat hier kein Pilot vorzuweisen. Vom Platz fünf gestartet, überholte er in der ersten Kurve alle vor im liegenden Kontrahenten und setzte sich an die Spitze des Feldes. Von nun an baute er seine Führung systematisch aus und verwaltete eine komfortablen 7 Sekundenvorsprung bis ins Ziel. 

Der BMW-Pilot triumphiert vor den Audi-Piloten Jamie Green, Mike Rockenfeller und Robin Frijns und beendet damit seine sieglose Durststrecke von zwei Jahren. Seinen letzten Sieg holte Bruno Spengler übrigens hier am Norisring im Jahr 2017.

Der Meisterschaftsführende Renè Rast wurde bereits in der ersten Runde von seinem Markenkollegen und Meisterschaftszweiten Nico Müller umgedreht. Rast viel ans Ende des Feldes zurück, Müller bekam eine Durchfahrtsstrafe, damit war für die beiden Meisterschaftsführenden das Rennen gelaufen, dachte man. Rast kämpfte sich aber im Verlauf des Rennens wieder bis auf Platz sieben vor und holte damit zumindest wichtige Meisterschaftspunkte.


DTM: Rast ist nicht zu halten - Pole für das zweite Rennen

Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Nach seinem gestrigen überlegenen Sieg am Norisring holt sich Rene Rast (Audi) auch die Pole Position für das heutige achte Saisonrennen der DTM. Er stellte dabei mit 46,146 Sekunden einen neuen Streckenrekord auf und verwies seine beiden Markenkollegen Jamie Green (Großbritannien) und Nico Müller (Schweiz) auf die Plätze.

Green's Startplatz ist allerdings noch nicht sicher, weil die Rennleitung eine Untersuchung gegen ihn angekündigt hat. Auf dem vierten Startplatz steht mit Loic Duval ein weiterer Audi-Pilot. Der Österreicher Philipp Eng (BMW), in der Gesamtwertung Dritter, fuhr den fünften Startplatz ein.


Insgesamt stehen damit vier Audi in den Top-Five. Aston Martin schaffte es mit den Startplätzen 13-17 diesmal nicht in die Top-Ten.

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem ersten Rennen am Norisring

Daniel Juncadella
„Was für ein Rennen! Das war wahrscheinlich eines meiner härtesten Rennen, aber am Ende hat es sich absolut ausgezahlt. Wir haben kein Auto, um immer in die Punkteränge zu fahren, aber genau das ist mir heute mit Platz sechs gelungen. Das ist fantastisch. Die Rennstrategie des Teams war klasse und obendrein hatten wir auch noch das nötige Quäntchen Glück. Vielen Dank an das gesamte Team für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate.“ 

Jake Dennis
„Drei Autos in den Top-10 ist ein richtig gutes Mannschaftsergebnis. Nach dem Qualifying ist das ein sehr positives Resultat für uns. Ich hatte an meinem Auto mit Überhitzungsschwierigkeiten zu kämpfen und musste deshalb viel 'Lift and Coast' fahren, um den Motor zu kühlen. Schlussendlich war es dadurch ein schwieriges Rennen für mich, aber wir haben durchgehalten und ein paar Punkte mitgenommen. Das ist positiv.“ 
Ferdinand von Habsburg
Foto: Jens Hawrda

Ferdinand von Habsburg
„Ich freue mich, wieder in den Punkten zu sein. Das ist immer ein besonderes Ereignis in der DTM, speziell, wenn man auf technischer Seite noch aufholen muss. Ich habe heute viel aus dem Rennen herausgeholt und es läuft immer besser für uns. Natürlich bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, weil zwei meiner Teamkollegen vor mir ins Ziel gekommen sind. Aber drei Fahrer in den Top-10 ist ein gutes Teamergebnis für unsere Mannschaft, mit dem wir nicht gerechnet hatten. So gesehen können wir zufrieden sein.“

Paul Di Resta
„Kein guter Tag für mich. Mein Auto wurde in der ersten Kurve getroffen und dabei beschädigt, das gleiche dann noch einmal in Kurve vier. Mit diesen Schäden war es ab diesem Zeitpunkt ein einsames Rennen für mich. Es war unmöglich, vorherzusagen, wie die Safety-Car-Phase verlaufen würde. Leider haben wir uns falsch entschieden. Auf ein Neues im zweiten Rennen morgen.“ 

Eriksson fährt auf dem Norisring für BMW aufs Podest – Vier BMW M4 DTM sammeln Punkte

Joel Eriksson (SWE) hat das siebte DTM-Saisonrennen auf dem Norisring (GER) am Samstag auf dem dritten Platz beendet. Im CATL BMW M4 DTM erreichte der Fahrer vom BMW Team RBM damit seine dritte Podestplatzierung in der DTM. Auch Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM), Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) und Marco Wittmann (GER, Schaeffler BMW M4 DTM) sammelten beim Sieg von René Rast (GER, Audi) auf den Plätzen fünf, sieben und acht Punkte. Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) und Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) schieden vorzeitig aus.


In der Fahrerwertung bleibt Eng mit 91 Punkten als Dritter der bestplatzierte BMW Vertreter. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Rast liegt bei 27 Punkten. Bei den Herstellern belegt BMW mit 301 Zählern den zweiten Rang.


Stimmen der BMW Piloten nach dem ersten Rennen am Norisring:

Philipp Eng:
„Der Tag ist ein wenig schwierig für mich gewesen. Ich hatte mit P2 ein super Qualifying, ehe ich eine Strafe erhalten habe, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich hatte dennoch einen guten Start und konnte mich auf den dritten Platz verbessern. Die Safety-Car-Phase hat das Rennen leider auf den Kopf gestellt. Hoffentlich haben wir morgen ein wenig mehr Glück.“

Joel Eriksson:
„Wir hatten eine gute Strategie und haben im Verlauf des gesamten Rennens eine starke Pace gezeigt. Ich hatte einige tolle Zweikämpfe mit Nico Müller. Es war faires Racing, das hat Spaß gemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er am Ende in der letzten Kurve reinsticht. Allerdings denke ich, dass er mich so oder so in der letzten Kurve überholt hätte, auch wenn ich die Türe komplett zugemacht hätte, denn er hatte noch DRS übrig. Seine Reifen waren am Ende des Rennens auch besser als meine. Das ist schade, aber wir werden weiter pushen. Heute haben wir wichtige Punkte gesammelt.“
Sheldon van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Sheldon van der Linde:
„Ich war nach einem guten Start auf dem sechsten Platz. Dann kam die Safety-Car-Phase, und nach dem Re-Start wurde es in Kurve vier ein wenig eng für mich. Ich habe Timo leicht berührt. Das war mein Fehler. Es tut mir sehr leid. Und natürlich möchte ich mich bei Timo entschuldigen.“

Marco Wittmann:
„Es war natürlich ein enttäuschendes Rennen. Wir sind viel Risiko gegangen und haben in der zweiten Runde gestoppt. Das Safety Car kam, aber leider hatten wir nicht die Pace von Audi. Am Ende ist der Reifen dann noch komplett in die Knie gegangen. Für mich ging es zurück bis auf Platz acht. Am Ende ist es nicht das Ergebnis, das ich mir für mein Heimrennen erhofft hatte. Aber wir haben morgen noch einen zweiten Tag.“

Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Bruno Spengler:
„Ich habe jetzt schon zum wiederholten Mal Punkte durch Pech mit dem Safety Car verloren. Das ist natürlich bitter. Trotzdem konnte ich heute noch viel Boden wieder gutmachen, denn der Speed meines Autos war konstant stark. Das Team hat sowohl bei der Vorbereitung des Autos als auch beim Boxenstopp einen tollen Job gemacht. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich vielleicht auch mal Glück mit dem Safety Car habe.“

Timo Glock:
„Es läuft einfach nicht sein momentan. Schon das Qualifying war schwierig. Obwohl wir nur eine kleine Änderung vorgenommen haben, war das Auto komplett anders zu fahren als gestern. Dann hatten wir eine gute erste Runde, aber Pech mit dem Safety Car, das in diesem Jahr scheinbar die Meisterschaft entscheidet. Am Ende ist es natürlich unschön, wenn man vom eigenen Teamkollegen getroffen wird. Aber ich kann Sheldon keine Vorwürfe machen. Das passiert.“

Drei Aston Martin Vantage DTM beim Saisonhighlight auf dem Norisring in den Top-10

  • Daniel Juncadella stellt mit Platz sechs das beste Rennergebnis in der noch jungen Teamgeschichte von R-Motorsport ein
  • Zum ersten Mal drei Fahrer in den Top-10: Neben Juncadella fahren auch Jake Dennis (P9) und Ferdinand von Habsburg (P10) in die Punkteränge
  • Daniel Juncadella: „Was für ein Rennen! Das war wahrscheinlich eines meiner härtesten Rennen, aber am Ende hat es sich absolut ausgezahlt.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Drei Aston Martin Vantage DTM auf den Plätzen sechs, neun und zehn in den Punkten ist unser bisher bestes Saisonergebnis.“

Aston Martin mit 3 Fahrzeugen in den Top-Ten
Foto: Jens Hawrda
Spannendes Rennen in den Straßen von Nürnberg: Drei Fahrern aus dem R-Motorsport Quartett gelingt beim Saisonhöhepunkt auf dem anspruchsvollen Stadtkurs der Sprung in die Punkteränge.

Der Norisring war bereits vor einem Jahr ein gutes Pflaster für Daniel Juncadella (28, Spanien), der in der Saison 2018 in Nürnberg seine erste Pole Position und seinen ersten Podestplatz in der DTM erzielen konnte. In diesem Jahr kam Daniel im ersten Lauf bereits in Runde drei zu einem frühen Reifenwechsel an die Box. Dabei profitierte er von einem kurz darauf erfolgenden Einsatz des Safety Cars. Im weiteren Rennverlauf mischte der Spanier bis zur Zielflagge in einem spannenden Kampf um den dritten Podestplatz mit. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf Position sechs und stellte damit das beste Einzelergebnis in der noch jungen DTM-Geschichte des Teams ein.

Die starke Mannschaftsleistung von R-Motorsport komplettierten Jake Dennis (24, Großbritannien) und Ferdinand von Habsburg (22, Österreich), die auf den Plätzen neun und zehn ebenfalls in die Punkteränge fuhren. Damit erreichten am erst vierten DTM-Rennwochenende des Teams zum ersten Mal drei Aston Martin Vantage DTM die Punkteränge. Wie ihr Teamkollege Daniel absolvierten auch Jake und Ferdinand jeweils einen frühen Pflichtstopp (Jake in Runde drei, Ferdinand direkt nach der Startrunde). Paul Di Resta (33, Großbritannien) legte seinen Stopp nach elf Umläufen ein und kam als Zwölfter knapp außerhalb der Top-10 ins Ziel.

Das Team reiste mit der zusätzlichen Erfahrung von zwei Testtagen in Vallelunga an den Norisring. Auf der italienischen Teststrecke arbeitete die Mannschaft zwischen den Rennen in Misano und Nürnberg an der Performance und der Zuverlässigkeit des neuen Aston Martin Vantage DTM, der über den Winter in Rekordzeit entwickelt und gebaut wurde. Die nächste Chance auf Punkte und weitere wichtige Erfahrungen mit dem Aston Martin Vantage DTM erhält das Team bereits am Sonntag. Dann steht um 13:30 Uhr das zweite Rennen des Wochenendes auf dem Norisring an.

Deshalb verloren Duval, Rockenfeller und Eng ihre Startplätze im ersten Rennen

Foto: Jens Hawrda
Weil das Audi Sport Team Phoenix an beiden Audi RS 5 DTM unter Parc-Fermé-Bestimmungen arbeitete, wurden Loïc Duval und Mike Rockenfeller aus der Wertung des ersten Qualifyings genommen. Sie verloren die Startplätze drei und acht und mussten Renen 1 vom Ende des Feldes antreten.

Philipp Eng wurde von den Sportkommissaren wegen einer Blockade gegenüber Mike Rockenfeller für schuldig gesprochen und muste deswegen statt von der zweiten von der fünften Startposition ins Rennen gehen. 

Anders als Duval (ursprünglich Dritter) darf Eng seine zwei Zusatzzähler für Rang zwei behalten. Duval, der eigentlich einen Punkt herausgefahren hat, verliert diesen wegen des Wertungsausschlusses jedoch an Bruno Spengler.

Samstag, 6. Juli 2019

From Zero to Hero: Rast siegt beim Audi-Heimspiel

  • Dritter Saisonsieg für René Rast mit fast 35 Sekunden Vorsprung
  • Pole-Position, Streckenrekorde und Platz zwei für Nico Müller
  • Loïc Duval fährt aus der letzten Startreihe auf Rang vier

Renè Rast siegt am Norisring überlegen
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Großer Tag für Audi beim Heimspiel in Nürnberg: René Rast gewann auf dem Norisring vor ausverkauften Tribünen das Samstagsrennen der DTM mit einem Vorsprung von fast 35 Sekunden, obwohl er am Start auf den letzten Platz zurückgefallen war. Der Trainingsschnellste Nico Müller schnappte sich in der letzten Runde noch Platz zwei und machte so einen Audi-Doppelsieg perfekt. Loïc Duval komplettierte die starke Vorstellung des neuen Audi RS 5 DTM mit Platz vier.

René Rast vom Audi Sport Team Rosberg erlebte auf dem Weg zu seinem dritten Saisonsieg und dem insgesamt 13. Sieg seiner DTM-Karriere ein Wechselbad der Gefühle. Am Start blieb der DTM-Champion des Jahres 2017 stehen. Rast musste den Motor neu starten und fiel auf den letzten Platz zurück. Als sich eine Safety-Car-Phase abzeichnete, reagierte sein Team blitzschnell und holte Rast nach nur drei Runden zum Reifenwechsel an die Boxen. Nach kurzer Zeit hatte er alle Konkurrenten überholt und im Ziel einen Vorsprung von fast 35 Sekunden.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Rast. „Natürlich hatten wir mit dem Safety-Car etwas Glück. Aber wir waren heute sehr schnell und wären auch so vorne mitgefahren. Nur das mit dem Start muss ich noch etwas üben. Ich habe die Kupplung zu schnell kommen lassen und den Motor abgewürgt. Auch im Qualifying müssen wir morgen besser werden.“ Rast musste sich mit Startplatz drei begnügen, nachdem er mit dem zweiten Reifensatz im Verkehr hängen geblieben war. Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich dagegen die drei Zusatzpunkte für die Pole-Position. Seine Zeit von 46,337 Sekunden ist die schnellste auf der aktuellen Streckenvariante jemals gefahrene Runde – ein klares Indiz für die Leistungsfähigkeit der neuen Class-1-Rennwagen und des neuen Audi RS 5 DTM mit einem mehr als 610 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor.

Im Rennen gelang Müller ein neuer Rundenrekord. Der Schweizer erwischte einen perfekten Start und setzte sich mühelos von den Verfolgern ab, wurde dann aber ein Opfer des Safety-Cars. Müller zählte zu jenen Fahrern, die ihren Boxenstopp noch nicht absolviert hatten, als das Safety-Car auf die Strecke ging. Nach seinem Reifenwechsel in Runde 30 kam der Audi-Pilot als Siebter wieder auf die Strecke, überholte auf den frischeren Reifen einen Konkurrenten nach dem anderen und schnappte sich mit einem Überraschungsangriff in der letzten Kurve auch noch den bis dahin zweitplatzierten BMW von Joel Eriksson.

„Das war mir persönlich besonders wichtig, weil ich in Zolder praktisch das ganze Rennen hinter ihm hing und einfach nicht vorbeikam“, sagte Müller. „Nach dem Safety-Car habe ich nicht mehr damit gerechnet, noch aufs Podium zu kommen, weil viele Autos schon ihren Boxenstopp absolviert hatten. Ich bin stolz auf mein Team, dass wir es trotzdem geschafft haben. Wir haben heute alles richtig gemacht.“

Für Audi war es der insgesamt sechste DTM-Sieg auf dem Norisring. Zuletzt hatte 2016 Nico Müller das Audi-Heimspiel auf dem Norisring gewonnen. „Wir haben uns ausgerechnet vor unseren Fans und Mitarbeitern traditionell immer ziemlich schwergetan“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir haben gehofft, dass sich das mit dem neuen Audi RS 5 DTM ändert. René war heute unglaublich schnell. Er ist am Ende trotz des frühen Boxenstopps auf den alten Reifen noch konstant schnelle Zeiten gefahren. Auch Nicos Rennen war vom Start bis zur Zielflagge perfekt. Er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car, hat sich aber wieder zurückgekämpft. Loïcs Aufholjagd aus der letzten Startreihe auf Platz vier war ebenfalls eindrucksvoll. Es ist ein fantastisches Ergebnis für uns und ein toller Einstand für Hildegard Wortmann, die seit Montag neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing ist und heute an der Box mitgefiebert hat.“

Ohne Punkte blieben am Samstag Jamie Green, Mike Rockenfeller und Robin Frijns. Green kam auf Platz elf ins Ziel, nachdem er sich bei einer Kollision die Frontpartie seines Audi RS 5 DTM beschädigt hatte. Rockenfeller und Frijns mussten mit Defekten im Bereich der Ladeluftzufuhr aufgeben.

DTM: René Rast siegt souverän am Norisring

  • Champion von 2017 holt zum ersten Mal Punkte in Nürnberg – und triumphiert deutlich
  • Aston Martin glänzt mit Daniel Juncadella – Rang sechs
  • Müller-Eriksson-Show bis zur letzten Kurve 

Renè Rast besigt den Fluch vom Norisring
Foto: dtm.com
Start suboptimal, Aufholjagd brillant: René Rast (GER) hat am Norisring mit einer bravourösen Strategie seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Im Samstagsrennen der DTM auf dem Stadtkurs in Nürnberg fiel der DTM-Champion von 2017 am Start von Position drei mit einem abgewürgten Motor ganz ans Ende des Feldes zurück, nutzte eine frühe Safety-Car-Phase allerdings geschickt für ein kluges taktisches Manöver, das ihn an die Spitze brachte. Für Furore sorgte auch DTM-Neuling Aston Martin. Daniel Juncadella (ESP) fuhr in einem turbulenten, action-reichen Rennen zwischenzeitlich auf der vierten Position – beendete Lauf eins des Wochenendes auf Platz sechs. 

Um die Podiumsplätze kämpften derweil Nico Müller (SUI, Audi) und Joel Eriksson (SWE, BMW). Die Reihenfolge entschied sich nach einem rundenlangen und äußerst sehenswerten Kampf erst in der allerletzten Kurve, als Polesitter Müller sich am lange Zeit auf Platz zwei fahrenden Eriksson vorbeiquetschte. Rang vier ging an Loïc Duval (FRA, Audi), Fünfter wurde Bruno Spengler (CDN, BMW).

Fluch eindrucksvoll besiegt: erste Norisring-Punkte mit Triumph am Norisring

Die Geschichte des Tages schrieb René Rast. Vor dem ersten Durchgang auf dem Norisring zwischen Dutzendteich und Alpha-Kurve bisher noch ohne Punkte in seiner DTM-Karriere, besiegte Rast seinen Norisring-Fluch nachhaltig. Mit dem dritten Saisonsieg baute der Spitzenreiter der Gesamtwertung seine Führung in der in der Tabelle aus. Und das mit dem dominantesten Sieg in der Norisring-DTM-Geschichte: 34,4 Sekunden betrug sein Vorsprung im Ziel. 2014 hatte Robert Wickens (CDN, Mercedes-Benz) Jamie Green (GBR, Audi) mit 23,906 Sekunden Vorsprung besiegt.

Stimmen – 1. Rennen, Norisring

René Rast, Sieger
„Trotz des schlechten Starts haben wir heute kühlen Kopf bewahrt und die frühe Safety-Car-Phase gut genutzt. Wir hatten eine gute Pace und konnten das Rennen dann von vorn diktieren. Das Auto war von vorn bis hinten perfekt, ein richtig großes Dankeschön an mein Team. Alles in allem: Unvermögen von mir am Start, aber Glück mit dem Safety-Car.“ 

Nico Müller, 2. Platz
„Von der Safety-Car-Phase war ich natürlich nicht begeistert. Ich hatte einen guten Start, alles lief super – doch die Neutralisation hat alles zunichte gemacht. Wir haben dann versucht, mit der Strategie das Maximum herauszuholen. Am Ende war es mir super wichtig, Joel Eriksson noch zu überholen. Das ist mir gelungen und das war mein persönliches Highlight des Tages.“ 

Joel Eriksson, 3. Platz
„Am Start habe ich einige Treffer bekommen – wie am Norisring üblich, ging es gut zur Sache. Nach dem Re-Start hatte ich nach vorn und hinten etwas Luft und bin mein eigenes Rennen gefahren. Am Ende habe ich den Kampf mit Nico Müller sehr genossen – das ist immer fair. Ich bin nicht allzu enttäuscht, Platz zwei kurz vor dem Ziel verloren zu haben. Dann gibt’s eben Revanche im Rennen morgen.“ 


Ergebnis – 1. Rennen, Norisring

01. René Rast (GER), Audi, 69 Runden in 57.31,554 Minuten
02. Nico Müller (SUI), Audi, + 34,498 Sek.
03. Joel Eriksson (SWE), BMW, + 34,692 Sek.
04. Loïc Duval (FRA), Audi, + 39,521 Sek.
05. Bruno Spengler (CAN), BMW, + 42,111 Sek.
06. Daniel Juncadella (ESP), Aston Martin, + 43,581 Sek.
07. Philipp Eng (AUT), BMW, + 45,357 Sek.
08. Marco Wittmann (GER), BMW, + 48,526 Sek.
09. Jake Dennis (GBR), Aston Martin, - 1 Rd.
10. Ferdinand von Habsburg (AUT), Aston Martin, - 1 Rd.

DTM Norisring - Qualifying 1: Pole für Nico Müller

Nico Müller (Audi) holt Startplatz 1 fürs heutige Rennen am Norisring
Foto: Jens Hawrda
Die Pole für das erste Rennen am Norisring am heutigen Samstag holt sich Nico Müller (Audi) vor Philipp Eng (BMW) und Loic Duval (Audi).

In die Top-Ten schaffen es nach dem Qualifying 6 Audi Piloten und 4 BMW-Fahrer. Auf Platz vier qualifizierte sich Bruno Spengler im BMW vor Renè Rast (Audi). Von Startplatz 6 geht Joel Eriksson (BMW) vor Markenkollege Marco Wittman ins Rennen. Auf Startplatz acht folgt Mike Rockenfeller im Audi vor J. Aberdein und Jamie Green (alle Audi).

Als bester Aston Martin Pilot qualifiziert sich Daniel Juncadella auf Startplatz 13.

Das heutige Samstagsrennen startet um 13.30 Uhr.

Freitag, 5. Juli 2019

DTM: Zweites Freies Training Norisring

Loic Duval (Audi  #28) Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: dtm.com
Nachdem im ersten Freien Training heute Mittag Audi noch dominierte, zeigt das zweite Freie Training am Nachmittag ein ausgeglicheneres Bild. Zwar belegen mit Loic Duval und Mike Rockenfeller wieder zwei Audi die ersten beiden Plätze, aber danach folgen mir Bruno Spengler und Philipp Eng zwei BMW-Piloten.

Danach folgen auf Platz fünf und sechs wieder zwei Audi mit Nico Müller und Rene Rast vor drei weiteren BMW-Piloten mit Timo Glock, Joel Erikson und Marco Wittmann. Den letzten Platz in den Top-Ten belegt Robin Frijns im Audi.

Im Gegensatz zu heute Mittag hat Aston Martin mehr Probleme den Anschluss zu halten ihr bester Pilot ist Daniel Juncadella auf Platz 14.

DTM: 1. Freies Training am Norisring

Audi-Schow am Norisring - vier Audis in den Top Five

Mike Rockenfeller (Audi), Schnellster im ersten Freien Training am Norisring
Foto: Jens Hawrda
Das erste Freie Training am Norisring wurde von Audi dominiert. Die vier Schnellsten bei diesem ersten Kräftemessen waren Mike Rockenfeller vor Loic Duval, Renè Rast und Nico Müller, wie gesagt alle im Audi. Erst auf Platz fünf folgt mit Philipp Eng der erste BMW-Pilot.

Auf Platz 8 folgt ein weiterer Audi Pilot mit Robin Frijns, vor Bruno Spengler im BMW. Auf Platz 8 landet Jamie Green (Audi) vor dem ersten Aston Martin-Piloten Daniel Juncadella. Auf Platz 10 fährt Marco Wittmann. Paul di Resta im zweiten Aston Martin verpast die Top-Ten knapp auf Platz 11.