Freitag, 8. November 2019

Erste Reaktionen zu ITR Plänen mit neuer Tourenwagenserie

Foto: Jens Hawrda
Ende Oktober hatte der DTM - Vermarkter ITR bekannt gegeben im nächsten Jahr im  Rahmen der DTM eine Meisterschaft für seriennahme GT-Fahrzeuge ins leben rufen zu wollen.

Das Format beider Serien unterscheidet sich deutlich. Während die ADAC GT4 Germany zwei Rennen pro Wochenende über je eine Stunde mit Fahrerwechsel absolviert, ist die DTM Trophy auf einen Piloten pro Fahrzeug zugeschnitten. Die neue Meisterschaft absolviert zwei halbstündige Rennen an jedem Rennwochenende. Dazu sind in der ADAC GT4 Germany nur Piloten mit Bronze- und Silbereinstufung zugelassen. In der DTM Trophy kann jeder Fahrer starten, der internationale D-Lizenz besitzt.

Nun gib es erste Reaktionen aus der Welt des Motorsports dazu.

Kurz nach Bekanntgabe der Pläne hatte sich bereits der ADAC geäußert der die exklusiv Lizenz für eine Rennserie mit GT4 Fahrzeugen in Deutschland besitzt.

„Wir haben die Ankündigung der ITR zur Kenntnis genommen. Exklusiver Rechtehalter für die Ausrichtung einer Rennserie mit GT4-Fahrzeugen in Deutschland ist der ADAC e.V. Wir werden uns die Fakten gemeinsam mit unserem Partner SRO anschauen und diese bewerten“ so ein ADAC-Sprecher auf eine Anfrage der Internetplattform "GT-Place.com".

Nun hat sich auch der SRO-Gründer und weltweiter Rechteinhaber der GT3 und GT4 Rennserien zu dem Vorgang geäußert. Gegenüber "Motorsport-Aktuell" sagte der Franzose: „Das kann man nur als unfreundlichen Akt gegenüber dem ADAC werten. Warum sollten GT-Teams im Rahmenprogramm fahren, wenn sie anderswo Hauptdarsteller sind?“

Auch erste Reaktionen von Seiten der Teams gibt es bereits, diese sehen die Sache genauso. Für sie stellt sich die Frage weshalb Sie in die neue Serie wechseln sollten, wenn Sie dort nur Auffüller des Rahmenprogramms sind.

Fakt ist, die DTM versucht krampfhaft Ihr jämmerliches Rahmenprogramm für die Fans attraktiver zu machen und so mehr Zuschauer anzulocken, denn bisher gibt es an den DTM Rennwochenenden außer der DTM nur relativ uninteressanten Motorsport, neben der Werbeveranstaltung DTM mit auch nur 18 Fahrzeugen und viel Politik im Hintergrund.

Es bleibt bei diesem Thema spannend, interessant wird sein, ob die ITR es schafft, bei den bisher geäußerten Meinungen zur neuen Serie, überhaupt ein entsprechendes Starterfeld zu finden.

Donnerstag, 7. November 2019

DTM: Kurzinterview mit Gerhard Berger

Berger: „Wir denken zwei Schritte weiter“

Gerhard Berger
Foto: dtm.com
Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. ITR-Vorsitzender Gerhard Berger erklärt im Interview die Hintergründe.

Herr Berger, die ITR hat eine Studie für Tourenwagen mit Elektroantrieb vorgestellt. Ist das ein Ausblick auf die DTM der Zukunft?

„Zunächst einmal sehen wir die Studie als eine mögliche Erweiterung des Angebots der ITR für das Programm auf der DTM-Plattform an. Wir haben die Kompetenz, Veranstaltungen zu organisieren, Rennserien auszuschreiben und auszutragen. Die langjährige Erfahrung bei der Gestaltung eines Technischen Reglements im Zusammenspiel mit Herstellern, Technologiepartnern für Entwicklung und Produktion von Bauteilen sowie den zuständigen Motorsport-Behörden hat die ITR auch.“

Die ITR arbeitet an einem Konzept zur Hybridisierung der derzeitigen DTM-Fahrerzeuge mit Vierzylinder-Turbomotoren. Jüngst wurde ein Pilotprojekt zur Verwendung von Kraftstoffen mit hohem erneuerbarem Anteil vorgestellt. Warum geht die ITR jetzt auch noch mit einer Elektrostudie an die Öffentlichkeit?

„Bei der ITR arbeiten wir an mehreren Bausteinen für nachhaltigere Technologien. Dabei denken wir auch mal zwei Schritte weiter. Wer die Zukunft des Motorsports gestalten will, muss den Blick weit nach vorn richten. Und dabei müssen wir den Entwicklungen in der Serienautomobil-Welt aufgeschlossen gegenüberstehen. Auf den Motorsport bezogen heißt das: Hybrid oder Elektro sind zwar hier und da bereits in Teilen realisiert, aber ein wirklich neues, mitreißendes Konzept, hat in meinen Augen bislang gefehlt. Und neben Millionen Motorsport-Fans weltweit gibt es nun einmal auch eine große Zahl an Automobilkonzernen und Zulieferern, mit denen wir im Austausch sind und die sich gerne stärker im Motorsport engagieren würden. All denen bieten wir jetzt etwas Neues.“

Als Fan der Elektromobilität sind Sie nicht gerade bekannt. Sie haben sich in den zurückliegenden Monaten teils kritisch über die Formel E geäußert. Was ist bei der nun von der ITR vorgelegten Konzeptstudie anders?

„Ich habe immer gesagt, dass die Formel E als Marketingplattform ihre Berechtigung hat und dass ich das Engagement vieler Konzerne dort verstehen kann. Meine Kritik war auf den Motorsport gerichtet, weil ich die Autos für zu langsam halte und die Fahrweise sehr stark durch Strategie und Energiemanagement bestimmt ist. Das wäre bei den Fahrzeugen, die die ITR in der Konzeptstudie vorgestellt hat, völlig anders. Hier sprechen wir von leistungsstarken Fahrmaschinen, die – ebenso wie die DTM – spektakuläres Rad-an-Rad-Racing ermöglichen. Ein weiterer Vorteil: Diese Autos haben einen direkten optischen Bezug zu Autos, die beim Händler stehen. Mit anderen Worten: Hiermit sollte sich auch der Fan identifizieren können.“

Wie realistisch ist es, dass die ITR aus dieser Studie Wirklichkeit werden lässt?

„Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst natürlich von der technischen Machbarkeit – das prüfen wir intensiv und dafür benötigen wie die Expertise von Spezialisten aus Bereichen, mit denen die ITR bislang nichts zu tun hatte, zum Beispiel Batterie- oder auch Roboterhersteller, wenn man an die ambitionierte und bahnbrechende Technologie bei den Boxenstopps denkt. Dann spielt natürlich die Finanzierung der Entwicklung eine große Rolle.“

Können Sie mehr zu den Kosten sagen?

„Noch nicht im Detail, dafür ist es zu früh. Wie auch in der DTM müssen bei einem solchen Technologieprojekt die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs wie Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle standardisiert sind. Wir haben bereits in der DTM ein effizientes Einheitsbauteile-Konzept und können das daher ganz gut beurteilen.“

DTM-Vermarkter ITR stellt Vision für eine revolutionäre Elektro-Rennserie vor

  • Modulares System: E-Antrieb mit wahlweise Batterie oder Brennstoffzelle
    Vollautomatische Boxenstopps: Roboter wechseln Batterie und Reifen
  • Rekordverdächtig: Autos mit einheitlichen Antrieben und bis zu 1.000 PS
ITR plant E-Rennserie mit Tourenwagen bis 1000 PS
Bild: ITR

Mit einer spektakulären Konzeptstudie für Rennfahrzeuge mit Elektroantrieb richtet die ITR, Vermarkter der Tourenwagen-Serie DTM, den Blick in die Zukunft des Motorsports. Der Entwurf ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig und geht weit über gegenwärtig existierende Rennserien mit Elektrofahrzeugen hinaus. So werden die Elektromotoren der Rennfahrzeug-Studien auf zwei verschiedene Arten mit Energie versorgt: entweder über eine Batterie oder über eine Brennstoffzelle, die Wasserstoff in elektrische Energie wandelt.
Eine Weltneuheit sieht die Vision von einer zukünftigen Rennserie auch für die Boxenstopps vor: Industrieroboter würden nicht nur die Räder automatisch wechseln, sondern auch die im Fahrzeugunterboden befindliche Batterie oder den Wasserstofftank – je nach Energiespeicher. Der Entwurf sieht extrem leistungsstarke Tourenwagen vor, in denen die Fahrer kurzzeitig bis zu 1.000 PS Leistung abrufen können. Angesichts dieser Power wären bei einem 30- bis 40-minütigen Rennen ein Wechsel von Batterie oder Wasserstofftank notwendig. Ein von der ITR verbreitetes Video zeigt Animationen der E-Rennfahrzeuge und der Boxenstopps.

Der Plan: Rennen im Rahmenprogramm der DTM

„Dies ist ein ebenso mutiges wie innovatives Konzept“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der ITR. „Wer die Zukunft des Motorsports gestalten und auch mit alternativen Antrieben Racing bieten will, das die Fans begeistert, muss den Blick weiter nach vorn richten. Und dass Hersteller, die sich im Motorsport engagieren wollen, ihr Augenmerk zunehmend auf alternative Antriebskonzepte legen, ist augenscheinlich.“ Seit der Saison 2019 kommen in der DTM Fahrzeuge mit effizienten Vierzylinder-Hochleistungsmotoren mit mehr als 600 PS zum Einsatz.

Darüber hinaus wurde ein klimafreundlicheres Hochleistungsbenzin bereits getestet. Und der nächste Baustein für zukünftige, nachhaltige Antriebstechnologien in der DTM ist schon in Arbeit: Die ITR hat gemeinsam mit den in der DTM engagierten Herstellern und weiteren Entwicklungspartnern ein tragfähiges Lastenheft für die Einführung eines Hybridsystems auf Basis der derzeitigen Zwei-Liter-Turbomotoren erstellt. Ziel ist es, dass die Hybridtechnologie 2022 in der DTM eingeführt wird.
ITR sieht in Elektroserie die Zukunft
Bild: ITR

Eine Serie für Elektro-Rennfahrzeuge würde im Rahmenprogramm der DTM an den Start gehen. Die Vision sieht Einheitsfahrzeuge vor, bei denen der Elektroantrieb mit E-Motoren, Leistungselektronik und Batterie (BEV) oder Brennstoffzelle weitestgehend standardisiert wäre. In den kommenden Monaten wird die ITR die Arbeit an einer detaillierten Machbarkeitsstudie fortsetzen. Bei einem solchen Technologieprojekt müssen die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Das geht nur, wenn weite Teile der Entwicklung zentral gesteuert werden und wesentliche technische Komponenten des späteren Rennfahrzeugs vereinheitlicht sind.

Imposante Leistungsdaten ermöglichen deutlich mehr als 300 km/h

Gleichwohl sollte eine solche Rennserie für Hersteller interessant sein, denn die Fahrzeuge können im markentypischen Erscheinungsbild ihrer Modelle auftreten. Bislang gibt es keine Rennserie mit vollelektrischen Fahrzeugen, die dies ermöglicht. Die Leistungsdaten der Studie sind imposant: Leistungsspitzen von bis zu 1.000 PS ermöglichen Höchstgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 300 km/h.
Wechsel der Batterie oder des Wasserstofftankes soll durch Roboter erfolgen
Bild: ITR
Derartige Fahrleistungen erfordern höchste Sicherheitsstandards für Fahrer, Batterie und Wasserstofftank. Bei der Fahrersicherheit würde man auf die Erfahrungen mit der bewährten Kohlefaser-Sicherheitszelle der DTM-Fahrzeuge aufbauen. Für Wechselbatterie und -Wasserstofftank würde eine im Monocoque des Fahrzeugs integrierte Box zum Crash- und Feuerschutz entwickelt werden.

Die DTM bietet eine starke Plattform für den Anlauf eines solchen Projekts

Eine Umsetzung des Projekts hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Der technischen Machbarkeit, der Finanzierung der Entwicklung sowie dem Interesse von Fans, Herstellern, Teams und Sponsoren an einer solchen Serie. Mit professionellen DTM-Veranstaltungen auf Top-Rennstrecken in Deutschland sowie in weiteren europäischen Kernmärkten, einem breiten Publikum sowie einer internationalen TV-Vermarktung hat die ITR für den Anlauf einer solchen Serie eine starke Plattform.
Auch der Reifenwechsel erfolgt durch Industrieroboter
Bild: ITR
Die vorgestellte Vision stellt einen Quantensprung im Motorsport dar, der große technische und organisatorische Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich bringt. Der heute skizzierte Rennserie fungierte für Hersteller gleichermaßen als Prüffeld und Entwicklungsbeschleuniger für Technologien mit Relevanz für Serienautos. Berger fügt an: „Die DTM ist eine professionelle, internationale Motorsport-Plattform für Fahrzeuge mit Bezug zu Serienmodellen. Sie existiert seit mehr als 30 Jahren, erfreut sich großer Beliebtheit und verfügt über ein starkes Erbe. Mit diesem Konzept wollen wir zeigen, dass wir aufgeschlossen in die Zukunft blicken und am Motorsport von morgen arbeiten.“

Dienstag, 5. November 2019

Neues Team von Maxime Martin plant Start in der ADAC GT4 Germany

  • Aston Martin-Werksfahrer Maxime Martin gründet eigenen Rennstall
  • Das Martin Racing Team (MRT) plant Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4
ADAC GT4 Germany, Martin Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Im ADAC GT Masters hat Maxime Martin bereits als Pilot große Erfolge eingefahren. Nun möchte der Belgier auch als Teamchef punkten. Derzeit gründet der Aston Martin-Werksfahrer seinen eigenen Rennstall, der in der Saison 2020 auch in der ADAC GT4 Germany an den Start gehen soll. „Ich bin mit meiner eigenen Fahrkarriere noch lange nicht fertig, aber ich wollte ein Unternehmen starten, das in die Zukunft wachsen kann. Ich möchte dem Sport, dem ich bereits mein ganzes Leben verbunden bin, etwas zurückgeben“, erklärt Martin, der im ADAC GT Masters in der Vergangenheit zu fünf Siegen fuhr.

Der 33-Jährige ehemalige DTM-Pilot ist seit 2018 Werksfahrer von Aston Martin und wird auch bei seinem Rennstall mit dem britischen Hersteller zusammenarbeiten. Das Martin Racing Team (MRT) plant den Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT4 in der Saison 2020 der ADAC GT4 Germany. „Ich war in die Entwicklung des Kundenfahrzeuges involviert und kenne es somit sehr gut. Der Vantage GT4 gehört zu den Besten überhaupt und ist ein stattliches Rennauto. Da auch Aston Martin als Marke eine Menge Interesse mit sich bringt, ist es insgesamt das perfekte Auto, um zu beginnen“, erklärt Martin die Fahrzeugwahl.

Das Martin Racing Team wird in der Nähe des Brüsseler Flughafens stationiert. Technisch verantwortlich zeichnet sich Thomas Matton, der Maxime Martin bereits elf Jahre als Rennmechaniker begleitet hat. „Insbesondere für junge Piloten und für engagierte Gentlemenfahrer hat der GT-Rennsport und vor allem die GT4-Kategorie zuletzt eine unglaubliche Popularität erlangt. Gemeinsam mit meinem Partner Thomas Matton habe ich die Erfahrung, diese Talente über das Team zu entwickeln“, präzisiert Martin.

Die ADAC GT4 Germany besteht auch 2020 wieder aus sechs Rennwochenenden. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

„DTM Trophy“: ITR schreibt neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge aus

  • Internationale Rennserie im DTM-Rahmenprogramm
  • Jeweils zwei Sprintrennen ohne Fahrertausch pro Veranstaltung
  • Einschreibung ab 6. November 2019 möglich
Wird die "DTM Trophy" ein Konkurrenzprodukt zur "ADAC GT4 Germany" ?
Foto: Jens Hawrda

Der DTM-Vermarkter ITR bringt im kommenden Jahr eine neue Rennserie für seriennahe GT-Fahrzeuge an den Start. Ab der Saison 2020 wird die „DTM Trophy“ regelmäßig im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen. Ähnlich wie in der DTM wird es in der DTM Trophy, die international ausgeschrieben wird, pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten.

Zur Teilnahme sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie Mercedes-AMG, Porsche, McLaren, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

Um für sportlich faire Verhältnisse zu sorgen, ermittelt die ITR vor Saisonbeginn die Spezifikationen aller teilnehmenden Fahrzeugtypen, auf deren Basis die grundsätzliche Einstufung der unterschiedlichen Modelle vorgenommen wird. Die aus vielen GT-Kategorien bekannte „Balance of Performance“ (BoP) soll die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte berücksichtigen und für ein möglichst ausgeglichenes Starterfeld sorgen.

„Attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis“

„Mit der DTM Trophy schnüren wir ein attraktives Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und renommierte Profis gleichermaßen“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „Die Klassen für seriennahe GT-Fahrzeuge mit ihrer großen Markenvielfalt sind hierfür besonders geeignet. Diese Fahrzeugklasse bietet erschwinglichen sowie attraktiven Motorsport und ist deshalb sowohl bei Fahrerinnen und Fahrern als auch bei Fans äußerst beliebt.“

In der DTM Trophy wird es drei Wertungen geben: eine Fahrer-, eine Team- und eine Junior-Wertung für Fahrer und Fahrerinnen unter 22 Jahren (Geburtsjahrgang 1998 oder jünger). Fahrereinstufungen, wie sie in vielen anderen GT-Serien üblich sind, wird es in der DTM Trophy nicht geben. Voraussetzung ist mindestens eine internationale D-Lizenz. Die Punktevergabe wird in der DTM Trophy genauso sein wie in der DTM: Es gibt Zähler für die zehn Bestplatzierten eines Rennens, wobei der Sieger 25 Punkte erhält und es für Platz zehn einen Punkt gibt. Darüber hinaus werden in der Qualifikation Punkte für die drei Bestplatzierten vergeben – nach dem Schema 3-2-1.

Alle Rennwochenenden in Deutschland im Kalender

Die Einschreibungsphase für die neue DTM Trophy beginnt am 6. November 2019 und endet am 11. März 2020. Die Einschreibegebühr beträgt 27.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer. In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sieben Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Assen (4.–6. September), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober).

Bereits Anfang Oktober hatte die ITR bekanntgegeben, dass neben der W Series in der kommenden Saison der DMV GT & Touring Car Cup (DMV GTC) im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen wird. Der DMV GTC ist eine in Deutschland etablierte Rennserie für Kundensport-Teams. Zugelassen sind hier Rennfahrzeuge der Kategorien GT3, Porsche Carrera Cup und Lamborghini Huracan Super Trofeo, die in einem Feld starten und getrennt gewertet werden.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Die Zusammenarbeit zwischen R-Motorsport und HWA in der DTM ist beendet

  • Beendigung des gemeinsamen DTM-Engagements von R-Motorsport und der HWA AG beschlossen
  • Dr. Florian Kamelger: „Wir wollen uns unter diesen veränderten Vorzeichen in Abstimmung mit Aston Martin für 2020 neu orientieren.“

R-Motorsport trennt sich von seinen DTM-Partner  HWA  AG
Foto: Jens Hawrda

Die AF Racing AG gab heute bekannt, dass die Zusammenarbeit mit der HWA AG in der DTM in beiderseitigem Einvernehmen ab sofort beendet wird.

Nach dem Ende der DTM-Saison 2019 gehen die AF Racing AG und die HWA AG im Motorsport in Zukunft getrennte Wege. Aston Martin wird R-Motorsport jedoch weiterhin beim lizenzierten Einsatz der Vantage DTM-Rennwagen und in weiterer Folge auch von Fahrzeugen nach dem „Class 1“-Reglement unterstützen. Wie sich das Motorsport-Programm von R-Motorsport im kommenden Jahr darstellt wird das Team in absehbarer Zukunft bekanntgeben.

Stimmen der Verantwortlichen:

Dr. Florian Kamelger
Bedauerlicherweise haben wir für die weitere Zusammenarbeit mit der HWA AG keinen Konsens hinsichtlich der Durchführung unseres DTM-Engagements finden ko?nnen, so dass uns in letzter Konsequenz nur eine Beendigung der gemeinsamen DTM-Teilnahme mit HWA mit dem Fokus in die Zukunft bleibt. Wir planen aber unser DTM-Engagement auch nach dem Ende unserer Zusammenarbeit mit HWA fortzusetzen und werden uns dafür unter anderen Vorzeichen in Abstimmung mit Aston Martin 2020 neu orientieren.

Dr. Andy Palmer, President and Group CEO Aston Martin Lagonda
Aston Martin wird auch weiterhin das DTM-Programm von R-Motorsport mit dem Vantage DTM-Rennwagen und deren weitergehende Pläne einer Teilnahme an Rennserien unterstützen, die nach dem ‚Class 1‘-Reglement ausgetragen werden, wie die Super GT in Japan und in Asien.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Fabian Vettel: "Würde gerne dort bleiben, wo ich bin"

  • Vettel über Höhen und Tiefen in der ADAC GT Masters-Debütsaison
  • Dritter Platz in Zandvoort als Saisonhighlight
Fabian Vettel
Foto: Jens Hawrda

Er war der prominenteste Newcomer im ADAC GT Masters 2019: Fabian Vettel (20/Heppenheim, Mann-Filter Team HTP), jüngerer Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel (31/Heppenheim) trat im Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit Philip Ellis (26/GB) an. Die erste Saison im ADAC GT Masters hat Vettel auf Anhieb überzeugt: "Es ist eine megaenge und -professionelle Serie. Wenn man sich dort beweisen kann, kann man sich überall im GT3-Sport behaupten."

Ohne wirkliche Karterfahrung und nach nur zwei Saisons in Markenpokalen bestritt Fabian Vettel seine erste Saison im GT3-Sportwagen. Vettel und Ellis erlebten eine Saison mit Höhen und Tiefen. Highlight war ganz klar der dritte Rang im Sonntagsrennen in Zandvoort, in Most sprang zudem ein zweiter Platz in der Pirelli-Junior-Wertung heraus. Sportlich fällt das Fazit von Vettel zweigeteilt aus. "Ich ziehe ein durchwachsenes Fazit. Anfangs hatten wir viel Pech und sind nicht in Fahrt gekommen. Ich habe mich selbst schwergetan, meinen Rhythmus zu finden, vor allem was das Qualifying angeht. Da muss man vorne stehen, sonst macht man im Rennen auch keinen Stich mehr - vor allem auf Strecken, wo man nicht gut überholen kann."

Vor allem das Reifenmanagement war für Vettel anfangs eine Herausforderung: "Es ist nicht einfach, den Peak der Reifen zu spüren und dann das Maximale herauszuholen. Das war für mich etwas ganz Neues. Denn in einem GT3-Auto hat man nur eine oder maximal zwei schnelle Runden, in denen man es auf den Punkt bringen muss. Oft ist die zweite auch gar nicht mehr so schnell, da die Reifen dann schon etwas abgebaut haben. Wir haben während der Saison viele Sachen ausprobiert, und ich habe dabei viel gelernt."

Tiefpunkt war für den Heppenheimer ausgerechnet sein Heimspiel in Hockenheim: "Wir hatten dort hohe Erwartungen und rechneten uns einiges aus. Doch dann war das Wochenende nach der Kollision im ersten Rennen schon am Samstag beendet. Das Auto konnte für den Sonntag nicht mehr repariert werden. Wir hatten aber auch gute Momente. Zandvoort mit Gesamtplatz drei war nicht schlecht. Wir haben immer wieder gesehen, dass wir es können. Manchmal haben wir uns aber schwergetan. Ich denke aber, das gehört im ersten Jahr im GT3-Sport dazu. Ich konnte sehr viel lernen, vor allem durch die schlechten Momente. Jetzt muss ich es in den nächsten Jahren besser machen."

Seine Erfahrung aus diesem Jahr will er 2020 nutzen: "Mein Ziel ist es, weiterhin den Mercedes-AMG GT3 zu fahren. Ich habe erst vor drei Jahren mit Motorsport angefangen und bisher jedes Jahr etwas anderes gemacht. Deswegen hoffe ich auf Kontinuität, um dann das Maximum herausholen zu können. Ich mache auf jeden Fall im GT3-Sport weiter und würde mich freuen, wenn ich dort bleiben kann, wo ich jetzt bin. Aber mal sehen. Bei der endgültigen Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle."

Dienstag, 22. Oktober 2019

Audi-Mitarbeiter in Ingolstadt feiern DTM-Champion René Rast und Erfolge im GT-Sport

  • Siegreiche Rennwagen fahren durch die Produktionshallen im Werk Ingolstadt
  • René Rast, Frank Stippler und Dries Vanthoor begeistert empfangen

René Rast,  Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg)
Foto: Audi-Motorsport
Mit einer einzigartigen Aktion haben die Mitarbeiter am Audi-Standort Ingolstadt am Mittwoch den dreifachen Titelgewinn von Audi in der DTM 2019 und die Erfolge von Audi Sport customer racing im GT-Sport gefeiert: Zum ersten Mal überhaupt fuhren dabei Rennwagen durch die Produktionshallen im Werk Ingolstadt.

„Das war auch für mich ein ganz besonderer Tag“, sagte DTM-Champion René Rast nach seiner Fahrt mit dem in der DTM siegreichen Audi RS 5 DTM. „Die Mitarbeiter waren begeistert, standen dicht an dicht, haben Fahnen geschwenkt, uns bejubelt und angefeuert – das war echt beeindruckend.“

Flankiert wurde Rast von den Siegerwagen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring und des 10-Stunden-Rennens in Suzuka. Am Steuer der beiden Audi R8 LMS GT3 saßen Frank Stippler und Dries Vanthoor. „Ich war heute zum ersten Mal im Werk Ingolstadt“, sagte Vanthoor. „Mit den drei Siegerautos vor den Audi-Mitarbeitern zu fahren war richtig schön.“ Frank Stippler sprach von „einer sehr großen Ehre“. „Das wunderschöne Wetter passte perfekt zur erfolgreichen Saison 2019 – in der DTM wie im GT-Sport. Es hat Spaß gemacht, den Leuten, die das ganze Jahr so hart für Audi arbeiten, etwas zurückzugeben.“ 

Achim Heinfling, Werkleiter Audi-Standort Ingolstadt, sagte: „Während der Saison haben 40.000 Mitarbeiter in der ganzen Region mitgefiebert. Es ist wunderbar, dass unsere erfolgreichen Motorsportler uns heute besucht haben. Sie gehören alle zur Audi-Familie. Gerade nach einer so erfolgreichen Saison sind alle sehr stolz darauf, was die Jungs für die Marke Audi in der Öffentlichkeit leisten.“

Montag, 21. Oktober 2019

Positiver Testabschluss für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team in Valencia

Herausforderung Formel E: Start in die heiße Phase der Saisonvorbereitung für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team


  • Erster offizieller Test für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team bei den Vorsaison-Testfahrten der ABB FIA Formel E Meisterschaft (15., 16. & 18. Oktober)
  • Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries testeten den Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 an drei Testtagen auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia
  • Stoffel Vandoorne: „Wir konnten viele Punkte auf unserer To-Do-Liste abhaken, bis zum Saisonauftakt in Saudi-Arabien gibt es jedoch noch viel zu tun.“
  • Nyck de Vries: „Es war sehr wichtig, heute einen sauberen Tag zu haben, an dem ich viele Runden zurücklegen und Erfahrung sammeln konnte.“
  • Ian James: „Nach einem schwierigen Start in die Woche konnten wir den Test am Freitag positiv abschließen. Wir haben eine gute Basis geschaffen, auf der wir aufbauen können, um uns während der Saison weiterzuentwickeln.“
Foto: Mercedes-Motorsport

Gut einen Monat vor dem Saisonauftakt der ABB FIA Formel E Meisterschaft in Saudi-Arabien laufen die Vorbereitungen auf die Debütsaison des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams auf Hochtouren. Vom 15. bis zum 18. Oktober nahm das Team an den offiziellen Testfahrten der Rennserie in Valencia teil.

Im Verlauf der drei Testtage (am Donnerstag wurde pausiert) sammelte das Team wertvolle Erfahrung und weitere Testkilometer mit dem neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01. Die Lehren aus den Testfahrten, die zu Beginn noch von einigen Kinderkrankheiten begleitet wurden, fließen nun in die Vorbereitung auf die Rennpremiere des Teams Ende November in Diriyah ein.

„Die ersten beiden Testtage in dieser Woche waren für uns schwierig“, gibt Teamchef Ian James zu. „Es gab einige unerwartete Herausforderungen, die wir zu meistern hatten. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, aber wir haben die richtigen Lösungen dafür gefunden. Das zeigt, wie wichtig solche Testfahrten im Vorfeld der Saison sind. Bei den privaten Tests waren wir konstant und konnten eine gewisse Stabilität erreichen. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir diese in das erste Rennwochenende mitnehmen. Nach dem schwierigen Start in die Woche konnten wir den Test am Freitag aber positiv abschließen.“

Entsprechend kam es bei den Testfahrten in Valencia vor allem darauf an, weiter mehr über das Auto sowie die Abläufe zu lernen und so viele Runden wie möglich zurückzulegen. Die Rundenzeiten spielten eine untergeordnete Rolle.

„Uns geht es im Moment darum, Konstanz aufzubauen“, erklärt Ian James. „Aber natürlich wollen wir konkurrenzfähig sein, wenn wir einsteigen. Valencia ist eine permanente Rennstrecke, die sich signifikant von den Stadtkursen unterscheidet, auf denen wir normalerweise während der Saison fahren. Außerdem absolviert jedes Team bei den Testfahrten unterschiedliche Programme, sodass es nicht einfach ist, Vergleiche zu ziehen. Deshalb haben wir noch kein endgültiges Bild vom Kräfteverhältnis. Trotzdem glaube ich, dass wir eine gute Basis geschaffen haben, auf der wir aufbauen können, um uns während der Saison weiterzuentwickeln.“

In den beiden Cockpits nahmen an allen drei Testtagen die zwei Einsatzfahrer des Teams Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries Platz. Alles in allem legten die beiden Fahrer 259 Runden respektive 801 km auf dem 3,094 km langen Circuit Ricardo Tormo vor den Toren Valencias zurück.

„Natürlich sind wir nach dieser Testwoche nicht ganz zufrieden, aber genau dafür sind Testfahrten da“, sagte Stoffel Vandoorne. „Wir konnten viele Punkte auf unserer To-Do-Liste abhaken, bis zum Saisonauftakt in Saudi-Arabien gibt es jedoch noch viel zu tun. Gleichzeitig bin ich aber froh, dass wir nun endlich wieder Rennen fahren. Wir haben jetzt für eine lange Zeit getestet und das Gefühl ist gut. Die Voraussetzungen sind vorhanden, um stark zu sein, aber dafür müssen wir alles zusammenbekommen. Das ist in der Formel E keine einfache Aufgabe. Warten wir ab, wie es weitergeht. Nach der langen Pause freue ich mich sehr darauf, wieder ins Auto zu steigen und Rennen zu fahren.“

„Hinter uns liegen einige herausfordernde Tage mit unerwarteten Problemen, die wir jedoch rasch beheben konnten“, sagte Nyck de Vries. „Leider habe ich dann einen Fehler in der Schikane gemacht und dadurch viel Zeit auf der Strecke verloren. Zusammen mit einigen anderen Schwierigkeiten hat mich das praktisch einen kompletten Tag gekostet. Deshalb war es sehr wichtig, hier einen sauberen Tag zu haben, an dem ich viele Runden zurücklegen und Erfahrung sammeln konnte. Der Vormittag war in dieser Hinsicht sehr positiv und auch der Nachmittag war mit Blick auf die Rennsimulation sehr interessant. Es war schade, dass es am Ende so viele Unterbrechungen gegeben hat, aber das gehört im Rennsport dazu.“

Für Ian James ist es wichtig, dass die beiden Fahrer einen wichtigen Teil des Entwicklungsteams darstellen. „Das Gute an Stoffel und Nyck ist, dass sie ein sehr direktes Feedback geben“, sagte der Teamchef. „Wir können die nötige Performance nur aufbauen, wenn wir von ihnen die Anstöße dazu erhalten. Sie sind sehr offen darin, uns zu sagen, was gut und was nicht so gut läuft. Trotz der großen Herausforderung und der vielen Aufgaben, die es bis zum Saisonstart noch zu bewältigen gilt, ist die Stimmung innerhalb unserer Mannschaft phänomenal. Ich bin stolz darauf, wie sich das Team verhält.“

Nach dem offiziellen Test in Valencia geht es für das Team zurück in die Fabrik, um sich auf das Renndebüt des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 am 22. und 23. November in Diriyah vorzubereiten.

Freitag, 18. Oktober 2019

Audi e-tron FE06 trifft erstmals auf Konkurrenten

  • Einzige gemeinsame Formel-E-Testfahrten noch bis heute in Valencia
  • Rennautos von Daniel Abt und Lucas di Grassi im finalen Design 
  • Elektrorennserie startet in 37 Tagen in ihre neue Saison
Audi e-tron FE06
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

In Valencia trifft der neue Audi e-tron FE06 in diesen Tagen erstmals auf seine Konkurrenten: Noch bis Freitag testen alle zwölf Teams der rein elektrischen Rennserie gemeinsam, bevor die neue Saison am 22. und 23. November in Diriyah (Saudi-Arabien) beginnt.

Die Sommerpause der Formel E ist vorbei: In dieser Woche testen Daniel Abt und Lucas di Grassi zum ersten und einzigen Mal vor der Saison gemeinsam mit den anderen Teams und Fahrern. Dabei zeigt das Duo auch erstmals seine beiden Rennautos Audi e-tron FE06 im endgültigen Design mit den Startnummern #11 (di Grassi) und #66 (Abt). Der Deutsche erhält als zusätzliches Unterscheidungsmerkmal neon-orange Rückspiegel. 

Mit zwölf Teams, 24 Fahrern und insgesamt zehn Herstellern – darunter die vier deutschen Premiummarken Audi, BMW, Porsche und Mercedes – erwartet die Fans die wohl spannendste Saison aller Zeiten. Als Gründungsmitglied der Formel E stellt sich Audi Sport ABT Schaeffler den alten und neuen Konkurrenten mit einem bewährten Duo: Daniel Abt und Lucas di Grassi haben als einzige Fahrer alle bisherigen Rennen der Formel E in einem Team bestritten und gehen gemeinsam in die sechste Saison. „Diese Konstanz und die eingespielte Zusammenarbeit innerhalb unserer Mannschaft sind unsere großen Stärken in einer so dynamischen und lebhaften Meisterschaft wie der Formel E“, sagt Teamchef Allan McNish.

Neben Action auf der Rennstrecke am Dienstag, Mittwoch und Freitag dieser Woche haben Abt und di Grassi auch am Donnerstag volles Programm: Während des Medientags werden alle offiziellen Fotos und Videos aufgenommen, mit denen die Piloten dann auf Plakaten, den Social-Media-Kanälen der Formel E und während der Fernsehübertragungen präsentiert werden.

Nach dem Test in Valencia und dem Abschluss der Vorbereitungen werden die beiden Audi e-tron FE06 sowie sämtliche Ausrüstung Anfang November versandfertig gemacht. Erste Klarheit über die wahren Kräfteverhältnisse gibt der Auftakt in Diriyah (Saudi-Arabien): Am 22. und 23. November werden dort die ersten beiden Rennen ausgetragen, bevor die Formel E dann bis Ende Juli 2020 auf ihre Welttournee mit zwölf weiteren Rennen auf fünf Kontinenten geht.

Auftakt zur sechsten Saison: BMW i Andretti Motorsport präsentiert den BMW iFE.20 und seine beiden Fahrer

Die sechste Saison der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft für BMW i Andretti Motorsport hat am Montag mit dem digitalen Saisonauftakt begonnen. Der neue BMW iFE.20 wurde erstmals auf Facebook und YouTube der Öffentlichkeit vorgestellt. Herzstück ist der weiterentwickelte Antriebsstrang BMW Racing eDrive02, der die Innovations- und Technologiekompetenz von BMW i Motorsport und BMW i vereint. Die beiden BMW Werksfahrer Maximilian Günther (GER) und Alexander Sims (GBR) werden ab Dienstag in Valencia (ESP) am offiziellen Formel-E-Test E teilnehmen.
BMW iFE.20 für die Saison 2019/20
Foto: BMW-Motorsport

Was BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt zu sagen hatte:

... über die Vorbereitungen für Staffel 6:

„Die intensiven Vorbereitungen für unsere zweite Formel-E-Saison mit dem BMW i Andretti Motorsport Team sind sowohl auf der Rennstrecke als auch im Simulator noch in vollem Gange. Es läuft gut, ist aber noch nicht fertig. In den kommenden Tagen werden wir unsere Aufgabe bei den offiziellen Testfahrten in Valencia fortsetzen. Wir haben die Ergebnisse unserer ersten Saison analysiert und uns darauf konzentriert, unsere Leistung in allen Bereichen insgesamt zu optimieren. Wir werden jedoch nur wirklich wissen, wo wir beim Saisonauftakt stehen. “

 ... über das Ziel für sie sechste Saison:

„In unserer ersten Saison mit einem Sieg, zwei Pole-Positionen und mehreren Podestplätzen haben wir gezeigt, dass wir in der Formel E Spitzenergebnisse erzielen können. Wir wissen jedoch, dass das Leistungsniveau extrem hoch ist und wahrscheinlich steigen wird. In diesem Wettbewerbsumfeld müssen wir uns jedoch bemühen, uns in unserer zweiten Saison weiter zu verbessern und unter den Spitzenreitern zu sein, die um die Spitzenpositionen kämpfen. Unabhängig von den Ergebnissen wollen wir durch gute und aufregende Rennen zeigen, wie dynamisch und emotional Elektrofahrten sein können. Und abseits der Rennstrecke sind wir mit BMW i präsent. Wir werden die Formel E weiterhin als Plattform nutzen, um der Öffentlichkeit Innovationen in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und andere zukunftsweisende Bereiche der BMW Group vorzustellen. “

... zum Technologietransfer zwischen Rennsport und Produktion:

„Trotz aller sportlichen Ambitionen und Ambitionen auf der Rennstrecke bleibt der Technologietransfer zwischen Rennsport und Serienproduktion eine zentrale Säule unseres Engagements in der Formel E. Unser Ziel für den Werkseintritt für die 5. Saison war es, einen effizienten Technologiezyklus zwischen BMW i zu etablieren Motorsport und BMW i und wir waren sehr erfolgreich. Die Ingenieure von BMW i profitieren bereits enorm von den technologischen Erkenntnissen, die wir aus dem extremen Anwendungsfall der Formel E bei der Entwicklung zukünftiger Serienmodellmotoren ziehen. Wir werden diese enge Zusammenarbeit in der nächsten Saison zum Vorteil beider Parteien fortsetzen. “

Was die Fahrer von BMW i Andretti Motorsport zu sagen haben:

Maximilian Günther: „Aus Bayern kommend ist es natürlich ein Traum, für einen namhaften Hersteller wie BMW und das BMW i Andretti Motorsport Team fahren zu können. Ich habe mich von Anfang an wie zu Hause gefühlt. Ich habe die ersten Wochen damit verbracht, meine neuen Kollegen kennenzulernen, und wurde von allen herzlich begrüßt. Ich fühle, dass wir sehr gut zusammenarbeiten und intensiv daran arbeiten, uns auf den Saisonstart vorzubereiten. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich das Beste aus unserem Paket herauszuholen und Spitzenergebnisse zu erzielen. “ 

Alexander Sims: „Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, eine weitere Saison einer zukunftsorientierten Rennserie wie der Formel E zu bestreiten. Vielen Dank an BMW i Andretti Motorsport für das Vertrauen, das mir erneut entgegengebracht wurde. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Max. Er hatte eine fantastische Rookie-Saison und wird ohne Zweifel unser Team verbessern. “

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Gary Paffett wird Ersatz- und Entwicklungsfahrer sowie Berater im Bereich „Sport und Technik“ des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams

Gary Paffett unterstützt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team mit seinem Know-how in der ABB FIA Formel E Meisterschaft

Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport
  • Gary ist seit dem Jahr 2003 Teil der Mercedes-Familie und wurde in dieser Zeit zweimal DTM-Champion
  • Als Berater im Bereich „Sport und Technik“ sowie als Ersatz- und Entwicklungsfahrer bringt Gary seine Erfahrung nun im Mercedes-Benz EQ Formel E Team ein
  • Gary Paffett: „Es ist sehr wichtig, einen Rennfahrer als Teil des Management-Teams zu haben. Ich verstehe, wie die Fahrer denken und wie man das Beste aus ihnen herausholt.“
  • Ian James: „Gary ist seit 16 Jahren eine wichtige Säule unseres Motorsport-Programms. Denkt man an Gary Paffett, dann denkt man unweigerlich auch an Mercedes-Benz Motorsport.“
  • Gary Paffett bleibt weiterhin ein wichtiges Mitglied der Mercedes-Benz Motorsport-Familie: der Brite wird in der anstehenden Saison Berater im Bereich „Sport und Technik“ und übernimmt zudem die Rolle des Ersatz- und Entwicklungsfahrers beim neuen Mercedes-Benz EQ Formel E Team.


„Natürlich bin ich auf der einen Seite ein wenig enttäuscht, dass ich in dieser Saison nicht mehr für Mercedes-Benz in der Formel E an den Start gehen werde“, sagte Gary. „Auf der anderen Seite bin ich sehr gespannt darauf, Teil des Teams zu bleiben und Mercedes-Benz in seinem ersten Jahr in der Formel E als Ersatz- und Entwicklungsfahrer zu unterstützen. Gleichzeitig wird es sehr interessant, an den Rennwochenenden auf der sportlichen Ebene mitzuhelfen, um die optimale Performance aus den beiden Einsatzfahrern sowie dem gesamten Team herauszuholen.“

„Es ist sehr wichtig, einen Rennfahrer als Teil des Management-Teams zu haben“, sagte Gary weiter. „Ich verstehe, wie die Fahrer denken und wie man das Beste aus ihnen herausholt. Mit mir haben die Piloten einen Ansprechpartner, um über ihre eigenen Leistungen sowie das Auto zu sprechen. Das ist eine neue Rolle für mich, auf die ich mich sehr freue.“

Zwischen 2003 und 2018 absolvierte Gary 185 DTM-Rennen für die Marke mit dem Stern. Dabei erzielte er 17 Pole Positions sowie 23 Siege und gewann zweimal den Meistertitel, zuletzt in der Saison 2018 zum 30-jährigen DTM-Jubiläum von Mercedes-Benz.

Auch die Formel E ist für Gary kein unbekanntes Terrain. In der zurückliegenden Saison gab der Motorsport-Allrounder mit HWA RACELAB sein Debüt in der Elektrorennserie.

In der kommenden Saison 2019/20 ist er als Ersatz- und Entwicklungsfahrer des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams bei den Rennen vor Ort und unterstützt die Mannschaft mit seiner Erfahrung aus knapp zwei Jahrzehnten im Profirennsport. Mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz trägt Gary einen entscheidenden Teil zur Entwicklung des Fahrzeugs bei.

„Gary ist seit 16 Jahren eine wichtige Säule unseres Motorsport-Programms“, sagt Ian James, Teamchef des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams. „Denkt man an Gary Paffett, dann denkt man unweigerlich auch an Mercedes-Benz Motorsport. Er ist nicht nur ein außergewöhnlicher Fahrer, sondern auch ein charismatischer und umsichtiger Anführer, was er in der DTM als unser Team-Captain stets bewiesen hat. Zudem gibt es kaum einen Fahrer, der die Entwicklung eines Fahrzeuges besser vorantreiben kann als er.“

„Es freut uns daher sehr, dass wir Gary als Berater für ‚Sport und Technik‘ sowie als Ersatz- und Entwicklungsfahrer für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team gewinnen konnten“, so Ian James weiter. „Ohne Zweifel wird er, wie bisher, einen großen Anteil an der zukünftigen Entwicklung des Teams haben.“

Die nächsten Meilensteine für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team stehen bereits kurz bevor: das erste Rennen absolviert das Team beim Saisonauftakt der Formel E am 22. und 23. November in Diriyah.

Mercedes-Benz beliefert Venturi Racing in der Saison sechs

Mit Beginn der Saison sechs der ABB FIA Formel E Meisterschaft geht Venturi Racing mit Mercedes-Benz EQ Technologie an den Start

  • Venturi Racing setzt in der Saison sechs zwei neue Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 ein
  • Die Vereinbarung umfasst das Kühlsystem, den Heckrahmen, die Hinterradaufhängung, die Dämpfer, die Software, die Onboard-Elektronik und die Verkabelung sowie den brandneuen vollelektrischen Antriebsstrang
  • Ian James: „Wir sind hocherfreut, Venturi Racing schon vor dem Beginn unserer Premierensaison in der Formel E als Teil der Mercedes-Familie begrüßen zu dürfen.“
  • Andy Cowell: „Wir nutzen das im zurückliegenden Jahrzehnt gelernte Know-how und wenden es auf die neuen Herausforderungen in der Formel E an.“
  • Die sechste Saison der ABB FIA Formel E Meisterschaft steht in den Startlöchern und noch vor dem Auftaktwochenende Ende November in Diriyah gab Mercedes-Benz heute eine Technologie-Liefervereinbarung mit Venturi Racing bekannt.
Foto: Mercedes-Motorsport

Venturi Racing wird in der Saison sechs zwei neue Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 einsetzen. Gemeinsam mit den beiden Autos des Mercedes Werksteams beschleunigt der Hersteller damit die Lernkurve in seiner Debütsaison in der Formel E.

Im Rahmen des Technologie-Lieferabkommens erhält Venturi Racing das Kühlsystem, den Heckrahmen, die Hinterradaufhängung, die Dämpfer, die Software, die Onboard-Elektronik und die Verkabelung sowie den brandneuen Antriebsstrang (inklusive Inverter, Motor, Komponenten der Hinterachse und der Software für das Energiemanagement), der von Mercedes-AMG High Performance Powertrains (HPP) designt und entwickelt wird. HPP ist das globale Kompetenzzentrum des Daimler Konzerns für High-Performance Hybridtechnik in Brixworth (Großbritannien).

Venturi Racing profitiert somit von dem gesammelten Know-how der Mercedes-Benz Motorsport-Familie.

„Wir sind hocherfreut, Venturi Racing schon vor dem Beginn unserer Premierensaison in der Formel E als Teil der Mercedes-Familie begrüßen zu dürfen“, sagte Ian James, Teamchef des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams. „Mit Mercedes-AMG High Performance Powertrains haben wir uns im Verlauf der vergangenen Jahre einen enormen Wissensschatz auf dem Gebiet von elektrifizierten High-Performance-Power-Units erarbeitet. Dieser kommt nun nicht nur unserem neuen Mercedes-Benz EQ Formel E Team zugute, sondern auch Venturi Racing. Der Einsatz von vier Fahrzeugen beschleunigt unsere Fortschritte in unserer Debütsaison in Richtung unseres ultimativen Ziels, um Rennsiege zu kämpfen.“

„Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Schritt für unser Team dar und dank meiner jahrelangen Beziehung zu Mercedes-Benz bin ich sehr zuversichtlich, dass wir eine starke Arbeitspartnerschaft mit unserem neuen Lieferanten für den Antriebsstrang haben werden“, fügte Susie Wolff, Teamchefin von Venturi Racing, hinzu. „Wir konnten in der vergangenen Saison gute Fortschritte erzielen, aber unsere Pläne für die Saison sechs sind noch ehrgeiziger. Wir geben alles in unserer Macht Stehende, um sicherzustellen, dass wir bis zum Saisonauftakt in Saudi-Arabien so konkurrenzfähig wie möglich sind.“

„Wir nutzen das im zurückliegenden Jahrzehnt gelernte Know-how und wenden es auf die neuen Herausforderungen in der Formel E an“, sagte Andy Cowell, Geschäftsführer von Mercedes-AMG High Performance Powertrains. „Durch unsere Zusammenarbeit mit Venturi Racing erhalten wir die Möglichkeit, die Lernkurve in unserer Debütsaison zu beschleunigen – noch dazu mit einer so etablierten Mannschaft, die schon seit dem ersten Jahr dabei ist. Diese Lehren und Technologien aus dem Rennsport fließen mit der Zeit auch in die Entwicklung für Straßenautos ein, sodass die gesamte Mercedes-Benz Familie davon profitiert.“

„Wir sind stolz darauf, Mercedes-Benz für die Saison sechs als unseren Partner für den Antriebsstrang in der Venturi-Familie zu begrüßen“, fügte Gildo Pastor, Präsident von Venturi Automobiles, hinzu. „Die Kombination aus unserer Erfahrung mit Hochleistungs-Elektrofahrzeugen mit der Rennsport-Tradition von Mercedes ist ein maßgeblicher Schritt zur Stärkung unserer Position in einem immer härter umkämpften Wettbewerbsumfeld. Wir freuen uns sehr auf diese neue Ära für das Team und ich bin zuversichtlich, dass dies den Beginn einer großartigen gemeinsamen Zukunft mit unseren neuen Kollegen in Stuttgart und Brixworth darstellt.“

Der Fahrplan bis zur Premiere des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams sieht als nächstes die offiziellen Testfahrten aller Teams vom 15. bis 18. Oktober auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia vor. Die neue Saison beginnt am 22. und 23. November mit den ersten beiden Saisonläufen in Diriyah.

Mercedes-Benz EQ Formel E Team präsentiert neues Auto, Teamchef & Fahrer-Duo

Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries starten in der Debütsaison des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams für die Marke mit dem Stern – Ian James wird neuer Teamchef

  • Mercedes-Benz EQ Formel E Team steigt in der Saison 6 (2019/20) in die ABB FIA Formel E Meisterschaft ein
  • Im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt stellte das Team das Design seines neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01, seine Fahrerpaarung und seinen Teamchef vor
  • Stoffel Vandoorne: „Ich freue mich darauf zu sehen, was wir als Team erreichen können. Das Potential ist riesig und ich kann es kaum erwarten, endlich loszulegen.“
  • Nyck de Vries: „Ich hoffe, dass ich viel von Stoffel lernen kann, damit wir gemeinsam das bestmögliche Ergebnis für das Team herausholen können.“
  • Ian James: „Wir geben alles dafür, um erfolgreich zu sein. Aber wir wissen, dass vor uns eine steile Lernkurve liegt.“
Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01
Foto: Mercedes-Motorsport

Nach 125 Jahren Motorsportgeschichte schlägt Mercedes-Benz in der kommenden Saison ein neues Kapitel auf: beim Saisonstart der ABB FIA Formel E Meisterschaft Ende November in Saudi-Arabien gehen zum ersten Mal zwei vollelektrische Rennwagen des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams ins Rennen.

In den beiden Cockpits des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 nehmen in der Debütsaison des Teams der ehemalige Formel-1-Fahrer Stoffel Vandoorne und der derzeit Führende der FIA Formel-2-Meisterschaft Nyck de Vries Platz.

„Mit Stoffel und Nyck haben wir zwei starke, entwicklungsfähige Fahrer verpflichtet, die gemeinsam mit uns in unserer Debütsaison in der Formel E weiter lernen und wachsen können“, sagte Ian James, Teamchef des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams. „Wir blicken bei Mercedes-Benz auf 125 Jahre im Motorsport zurück. Aber wir wissen, dass die Formel E ganz anders ist als alle anderen Rennserien, in denen wir bislang angetreten sind. Wir geben alles dafür, um erfolgreich zu sein. Aber wir wissen, dass vor uns eine steile Lernkurve liegt.“

Die Mannschaft greift in ihrer Debütsaison auf das Know-how und die gebündelte Motorsport-Erfahrung der Mercedes-Familie zurück. Das Herzstück des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 ist der elektrische Antrieb der bei Mercedes-AMG High Performance Powertrains (HPP) in Großbritannien entworfen und entwickelt wurde, dem globalen Kompetenzzentrum des Daimler Konzerns für High-Performance Hybridtechnik. In Brixworth werden auch weiterhin die Hybrid-Power-Units entwickelt, mit denen Mercedes in den vergangenen fünf Jahren jeweils das WM-Double in der Formel 1 gelungen ist.

Den Renneinsatz der Fahrzeuge führt die HWA AG aus Affalterbach durch, die in der vergangenen Saison bereits mit dem Team HWA RACELAB Erfahrung in der Formel E sammeln konnte. Unterstützung erhält das Team zudem vom amtierenden Konstrukteurs-Weltmeister der Formel 1, Mercedes-AMG Petronas Motorsport aus Brackley.

„Die Zusammenarbeit zwischen Affalterbach, Brackley, Brixworth und Stuttgart wird enorm wichtig sein“, ergänzte Ian James, der im Rahmen der Teampräsentation auf der IAA in Frankfurt als Teamchef vorgestellt wurde. „Zum Glück haben die Experten, die unseren Antriebsstrang für die Formel E entwickeln, bereits sehr viel Erfahrung mit Hybrid-Power-Units in der Formel 1 sammeln können. Dieser Wissenstransfer hilft uns, trotzdem ist die Formel E eine ganz andere Herausforderung, die wir nicht unterschätzen dürfen.“

Die Fahrer: Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries

Mit dem Fahrer-Duo Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries startet das Team mit einem Formel E erfahrenen Piloten und einem aufstrebenden Nachwuchstalent in seine Debütsaison.

Für Stoffel ist es nach seinem Debütjahr mit HWA RACELAB die zweite Saison in der Elektrorennserie. Gleichzeitig kann er auf die Erfahrung aus 41 Grands Prix in der Formel 1 zurückblicken. „Ich bin überglücklich, dass ich mich Mercedes anschließen darf“, sagte Stoffel. „Bereits im letzten Jahr konnte ich mit HWA Erfahrung in der Serie sammeln. Jetzt freue ich mich sehr, offiziell zur Mercedes-Familie zu gehören.“

„Der Einstieg von Mercedes ist eine großartige Chance für uns alle“, so Stoffel weiter. „Das Auto sieht fantastisch aus. Ich freue mich darauf zu sehen, was wir als Team erreichen können. Das Potential ist riesig und ich kann es kaum erwarten, endlich loszulegen.“

Nyck steht vor seiner Debütsaison in der Formel E. Derzeit führt er vier Rennen vor Saisonende die FIA Formel 2 Meisterschaft an, deren Finale eine Woche nach Nycks Formel-E-Debüt im Rahmen des Formel 1-Saisonabschlusses in Abu Dhabi stattfindet.

„Es ist ein ganz besonderes Gefühl, für Mercedes-Benz EQ in der Formel E antreten zu dürfen, und ich fühle mich geehrt, dass mich das Team als einen seiner beiden Fahrer ausgewählt hat“, sagte Nyck. „Die Formel E ist eine großartige Plattform, die sich bereits als eine der größten und professionellsten Rennserien neben der Formel 1 etabliert hat. Es ist eine klasse Chance, für die ich Mercedes wirklich wahnsinnig dankbar bin.“

„Das Team hat mich sehr gut aufgenommen und es macht viel Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, erklärte Nyck. „Aber schlussendlich kommt es auf die Leistung auf der Rennstrecke an, sobald die Saison losgeht. Es ist alles noch recht neu für mich. Deshalb habe ich ehrlich gesagt noch nicht über eine Zielsetzung für meine Debütsaison nachgedacht. Grundsätzlich möchte Mercedes natürlich irgendwann um Siege und Titel kämpfen. Hoffentlich geschieht dies eher früher als später. Aber bis dahin erwartet mich und das Team eine enorme Lernkurve, um wettbewerbsfähig zu werden.“

Seinen neuen Teamkollegen kennt Nyck schon seit vielen Jahren aus den gemeinsamen Zeiten im Kartsport. „Die Motorsport-Familie ist recht klein und man kennt sich schon von einem jungen Alter an“, sagte Nyck. „Ich freue mich darauf, zusammen mit Stoffel im gleichen Team zu fahren. Er besitzt viel Erfahrung und ist ein großartiger Fahrer. Entsprechend hoffe ich, dass ich viel von ihm lernen kann, damit wir gemeinsam das bestmögliche Ergebnis für das Team herausholen können.“

BMW i Andretti Motorsport mit Sims und Günther in die Neue Saison

Die Fahreraufstellung für die sechste Saison steht fest: Alexander Sims wird weiterhin BMW i Andretti Motorsport vertreten

Alexander Sims fährt auch in der kommenden Saison für BMW i Andretti Motorsport
Foto: BMW-Motorsport
Das Fahrer-Duo BMW i Andretti Motorsport für die sechste Saison der ABB FIA Formula E Championship steht fest. Alexander Sims (GBR) wird in der ersten Serie für vollelektrische Rennwagen weiterhin die BMW Farben repräsentieren. In der vergangenen Saison feierte der 31-Jährige sein Formel-E-Debüt, sammelte 57 Punkte und sicherte sich eine Pole-Position sowie einen Podestplatz. Sein Teamkollege ist Maximilian Günther (GER), den das Team Anfang September als Neuzugang vorstellte. 

Als langjähriger BMW Werksfahrer im GT-Rennsport hat Sims in der 5. Saison den Schritt in die Formel E geschafft. Sein erfolgreichstes Wochenende hatte er beim Finale in New York (USA). Sims fuhr am Samstag mit der Pole Position auf den vierten Rang und am Sonntag mit dem zweiten Rang auf den zweiten Rang.

"Wir haben ein aufregendes Fahrerduo für unsere zweite Formel E-Saison", sagte BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Alexander Sims hat in seiner ersten Saison rasant gelernt und gezeigt, dass er vorne mit dabei sein kann. Bei einigen Rennen hatte er Pech, aber beim Finale in New York feierte er endlich sein erstes Podium. Ich bin zuversichtlich, dass er 2019/20 darauf aufbauen kann. “

Sims sagte:„ Ich habe in meinem Anfängerjahr so ​​viel gelernt; Es gab fantastische Höhen und Tiefen zu überwinden, und ich bin entschlossen, dieses Wissen zu nutzen und dort anzufangen, wo ich aufgehört habe, und von dort aus weiter zu bauen. Die Konkurrenz mit den anderen Fahrern wird in dieser Saison hart, aber ich habe es mit den einzigartigen Herausforderungen der Formel E zu tun und bin bereit, diese Erfahrung in gute Ergebnisse umzusetzen. “  

Für Sims und Günther beginnt die Saisonvorbereitung für BMW i Andretti Motorsport vom 15. bis 18.  Oktober in Valencia (ESP). Dies ist der offizielle Formel-E-Test, bei dem die teilnehmenden Teams ihre erste direkte Begegnung vor Saison 6 haben.

Dienstag, 15. Oktober 2019

DTM: Wittmann komplettiert 'Dream Team' für Fuji

BMW Team RBM verantwortlich für den Auftritt in Japan


Das 'Dream Team'-Line-up für das' Dream Race 'ist komplett: BMW Werksfahrer Marco Wittmann (GER) wurde als dritter Vertreter von BMW M Motorsport beim' SUPER GT x DTM Dream Race 'in Fuji (JPN) bestätigt . Wittmann wird in Japan zusammen mit dem BMW Werksfahrer und BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi (ITA) und dem Lokalmatador Kamui Kobayashi (JPN) an den Start gehen. Das BMW Team RBM verantwortet die drei BMW M4 DTMs. Das „Traumrennen“ im November ist das erste gemeinsame Rennereignis für die DTM und den japanischen SUPER GT in Japan.

Marco Wittmann startet für BMW in Fuji
Foto: Jens Hawrda
Wittmann holte sich 2014 und 2016 mit BMW den DTM-Titel. In der gerade zu Ende gegangenen Saison 2019 erzielte er mit seinem Schaeffler BMW M4 DTM vier Siege und drei weitere Podestplätze. In der DTM-Fahrerwertung 2019 wurde er Dritter. 

„Mit dem dritten Platz in der DTM-Saison 2019 komplettiert Marco Wittmann nun unser‚ Dream Team 'für das ‚Dream Race'“, sagte BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Marco ist der erfolgreichste BMW DTM-Fahrer der letzten Jahre und damit der ideale Botschafter, um unser DTM-Programm in Japan zu vertreten. Wir haben jetzt eine starke Fahreraufstellung mit Alex Zanardi, Kamui Kobayashi und Marco. Die Reise nach Japan ist eine Reise ins Unbekannte und ein Abenteuer für uns alle. Das BMW Team RBM ist jedoch ein erfahrenes DTM-Team, das auch die Herausforderungen der Rennen in anderen Ländern kennt. Wir sind sehr gut auf Fuji vorbereitet. Das ‚Traumrennen 'wird eine fantastische Veranstaltung und wir freuen uns alle sehr darauf.“ 

Wittmann sagt: „Es ist großartig, Teil des‚ Dream Race 'in Fuji zu sein. Alex Zanardi, ein Idol von mir, Kamui Kobayashi und ich bilden ein starkes Team. Ich war schon einmal in Japan, aber noch nie in Fuji. Ich mag das Land wirklich. Die Leute dort sind einfach so freundlich, die Fans sind sehr begeistert und sie lieben ihren Motorsport. Ich freue mich auf das Rennen und die Veranstaltung insgesamt und insbesondere auf den SUPER GT. Wir haben bereits gesehen, wie sehr die drei Autos aus Japan in Hockenheim willkommen geheißen wurden. Das zeigt, dass die DTM in die richtige Richtung in die Zukunft geht. Natürlich wird es in erster Linie ein Show-Event sein, aber wenn die Lichter grün werden, wollen Sie nur erfolgreich sein. Mein Ziel ist es also, ganz vorne dabei zu sein. Ich freue mich sehr darauf. “ 

Das BMW Team RBM, angeführt von Teamchef Bart Mampaey (BEL), tritt seit dem BMW Comeback 2012 in der DTM an und ist seit vielen Jahren in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (FIA WTCC) erfolgreich. Das Team war für den Auftritt des BMW M4 DTM beim DTM-Show-Run beim SUPER GT Finale 2017 im japanischen Motegi verantwortlich. 

„Der Name der Veranstaltung sagt alles: Es ist ein‚ Traumrennen '- und genau das ist es für mein Team “, sagt Mampaey. „Ich möchte mich bei BMW dafür bedanken, dass wir uns für den BMW M4 DTM entschieden haben. Auf der einen Seite geht es darum, bei ihrem Heimrennen am Fuße des Fuji gegen die SUPER GT-Teams anzutreten, aber es geht auch um die Vergangenheit. In Japan haben wir in der FIA WTCC Erfolge gefeiert und in Okayama Rennen mit Andy Priaulx und Augusto Farfus gewonnen. Und da ist die Tatsache, dass wir eine sehr interessante Kombination von Fahrern haben - mit dem Lokalmatador Kamui Kobayashi, Marco Wittmann und natürlich Alex Zanardi. Ich hatte die Ehre, viele Jahre mit ihm in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft zu verbringen, obwohl er nie für mein Team gefahren ist. Es ist eine großartige Veranstaltung und eine echte logistische Herausforderung. Das ganze Team freut sich auf unseren Auftritt in Japan. Ich bin selbst ein Japan-Fan und wir können es kaum erwarten, loszulegen. “ 

Im "SUPER GT - DTM Dream Race" treten Vertreter der DTM-Hersteller gegen ihre japanischen Kollegen von Honda, Lexus und Nissan an. Die Veranstaltung auf dem Fuji Raceway findet vom 22. bis 24. November statt.