Freitag, 18. Januar 2019

Sheldon van der Linde komplettiert als erster Südafrikaner in der DTM 2019 die BMW DTM-Fahrerliste

Sheldon van der Linde (RSA) wird 2019 bei BMW Motorsport sein DTM-Debüt geben und das BMW-Fahrer-Team komplettieren. Er wird 19 Jahre und 356 Tage alt sein , wenn die Saison in Hockenheim am 5. Mai 2019 startet. Er ist damit nur 45 Tage älter als BMW - Werksfahrer Joel Eriksson (SWE) war , als er sein Debüt im vergangenen Jahr gab. Van der Linde soll ist der erste Südafrikaner, der seit dem Start der Serie vor 35 Jahren in der DTM gefahren ist.
Sheldon van der Linde komplettiert den BMW-Fahrerkader 2019
Foto: BMW-Motorsport
"Willkommen in der BMW Motorsport-Familie, Sheldon van der Linde", sagte BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Es ist großartig, einen weiteren talentierten Nachwuchs in unserem Team zu haben. Beim Young Driver Test Mitte Dezember machte Sheldon beim BMW M4 DTM einen fantastischen Eindruck. Zuvor hatten wir seine Karriere im GT-Rennen sehr sorgfältig verfolgt. Sheldons Geschwindigkeit und Vielseitigkeit machen ihn zur perfekten Ergänzung unseres BMW M Motorsport-Programms. Ich bin zuversichtlich, dass er in der DTM sehr schnell Fuß fassen wird. “

Van der Linde sagte: „Der Young Driver Test im BMW M4 DTM war für mich schon ein Traum. Es ist unglaublich, jetzt einen Platz im Team für 2019 zu haben. Ich bin sehr stolz darauf, eine Familientradition meines Vaters mit einem so berühmten Automobilhersteller fortzusetzen, die auch zu Hause sehr beliebt ist - und der erste Südafrikaner in der DTM zu sein. Ein herzliches Dankeschön an BMW Motorsport für das Vertrauen. “

Wie sein Bruder Kelvin, der drei Jahre älter ist, begann der in Johannesburg geborene Sheldon van der Linde im Alter von sechs Jahren seine Rennkarriere in der Kartszene. Beide Brüder haben den Motorsportfehler innerhalb ihrer Familie aufgefangen. Großvater Hennie war ein erfolgreicher Tourenwagenfahrer und gewann viele Titel in Südafrika, während Vater Shaun in den Tourenwagen von BMW zu Hause in Südafrika und in Europa Erfolg hatte. Ihr Onkel Etienne nahm an verschiedenen nationalen und internationalen Serien teil.
Im Vorjahr belegte Sheldon van der Linde (rechts) gemeinsam mit seinen Bruder Kelvin Platz 2
 in der Fahrerwertung der ADAC-GT-Masters
Foto: Jens Hawrda
Sheldon van der Linde, der in der Welt des Kartsports Erfolge erzielt hatte, stieg 2014 in den Automobilsport ein und gewann auf Anhieb den südafrikanischen Volkswagen Polo Cup. Damals fünfzehn, ist er nach wie vor der jüngste Rennfahrer in Südafrika, der eine nationale Meisterschaft gewonnen hat - ein Rekord, den sein Bruder Kelvin und sein Onkel Etienne zuvor vor ihm gehalten hatten. Sheldon verteidigte seinen Titel im folgenden Jahr erfolgreich, bevor er seine Heimat Südafrika verließ und seinem Bruder folgte, der bereits im ADAC GT Masters in Deutschland erfolgreich war, nach Kempten (GER).

Nach einer Saison im Audi TT Cup mit vier Rennsiegen und einem Gesamtsieg und dritten Platz im ADAC TCR Germany 2017 bestritt van der Linde seine erste Saison im GT3-Rennen 2018 - und das mit großem Erfolg. Zusammen mit seinem Bruder holte er im ADAC GT Masters zwei Siege, machte vier weitere Podestplätze und beendete das Jahr auf dem zweiten Platz, nur einen Punkt hinter dem Meister. Erfahrungen sammelte er auch bei der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, bei der er in der GTD-Klasse den letzten Lauf der Saison, den „Petit Le Mans“, gewann. In der Blancpain GT Series belegten er und sein Bruder bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL) den dritten Platz hinter den beiden BMW Teams von Walkenhorst Motorsport und ROWE Racing.

Das i-Tüpfelchen sollte jedoch noch Ende 2018 kommen: Die Einladung von BMW Motorsport zum DTM-Young-Driver-Test, bei dem er sich 2019 mit einem beeindruckenden Auftritt einen Platz sichern konnte. Damit hatte van der Linde in nur fünf Jahren seinen Traum vom Rennen in der DTM erfüllt. 

Van der Linde wird in der Saison 2019 für das BMW Team RBM antreten, neben Philipp Eng (AUT) und Joel Eriksson (SWE). Bruno Spengler (CAN) wechselt zum BMW Team RMG und wird neben Marco Wittmann (GER) und Timo Glock (GER) fahren.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Ein detaillierter Blick auf den neuen BMW M4 DTM

2019 begrüßt die neue Klasse-1-Ära in der DTM. BMW M Motorsport hat das stärkste DTM-Auto aller Zeiten gebaut: Der BMW M4 DTM wurde gemäß den Vorschriften der Klasse 1 modifiziert. Herzstück des Wagens ist der neu entwickelte Zweiliter-Turbomotor BMW P48. In Kombination mit einem deutlich leichteren Fahrzeug sind die Leistungsdaten beeindruckend und erlauben Geschwindigkeiten von bis zu 300 km / h. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Hauptunterschiede zwischen dem Rennwagen dieser Saison und der Version 2018. 
deutlich größere Lufteinlässe in der Motorhaube
Bild: BMW-Motorsport
Motor / Abgasanlage 
Die größte Innovation im BMW M4 DTM ist der Motor. Der Vierliter-V8-Motor P66 wurde durch einen neu entwickelten Turbomotor ersetzt - den P48. Die Leistung dieses Aggregats ist nur halb so groß wie bei seinem V8-Vorgänger, dennoch erzeugt es mit weniger Verbrauch noch viel mehr Leistung. Wie die BMW Serienmotoren ist der P48 ein gerade aufgeladener Zweiliter-Motor mit Direkteinspritzung. 

Die Abgasanlage musste für den neuen Turbomotor komplett neu gestaltet werden. Der BMW M4 DTM verfügt gemäß den Bestimmungen der Klasse 1 nur an der rechten Fahrzeugseite über ein viel kürzeres Auspuffrohr. Das Ende des Abgasrohrs befindet sich zur Türmitte neben den Lüftungsöffnungen. Anders als früher gibt es auf der linken Seite des Autos kein zweites Auspuffrohr. 

Push-to-Pass 
Der DTM hat im Jahr 2019 erstmals eine Push-to-Pass-Funktion eingeführt. Auf Knopfdruck können die Fahrer bis zu 30 PS zusätzliche Motorleistung abrufen. Dies ist mit einem zusätzlichen Normteil, der Kraftstoffdurchflussdrossel, möglich. Die Leistungssteigerung wird erreicht, indem vorübergehend ermöglicht wird, dass mehr Kraftstoff in die vier Zylinder des P48-Turbomotors eingespritzt wird. 
Der Heckflügel ist zukünftig deutlich breiter
Bild: BMW-Motorsport
Heckflügel / DRS 
Der Heckflügel des BMW M4 DTM ist 520 Millimeter breiter als beim 2018. Es hat auch nur einen Abschnitt. Die DTM übernahm das Konzept des Standardteils aus der japanischen Super GT-Meisterschaft. Der Heckflügel verfügt noch über ein DRS (Drag Reduction System) in Form eines pneumatischen Klappenmechanismus, der den vom Fahrzeug erzeugten aerodynamischen Luftwiderstand reduziert. 

Gewicht des Autos 
Das Pflichtgewicht des neuen BMW M4 DTM im leeren Zustand beträgt jetzt weniger als 1.000 kg. Das Fahrzeug muss jetzt mindestens 981 kg ohne Fahrer oder Kraftstoff wiegen. Das sind 50 kg weniger als in der letzten Saison. Die Kombination aus mehr Motorleistung und weniger Gewicht bedeutet, dass der BMW M4 DTM ein deutlich geringeres Leistungsgewicht von 1,6 kg / PS aufweist. Damit soll sichergestellt werden, dass die Autos auf den schnellsten Streckenabschnitten des DTM-Kalenders, beispielsweise der Parabolica am Hockenheimring, die 300-km / h-Marke erreichen. 

Nummernschild
Gemäß den Bestimmungen der Klasse 1 wird der BMW M4 DTM im Jahr 2019 kein Kennzeichen haben. Dadurch werden die Einlässe für das Kühlsystem vergrößert. Die Öffnung des charakteristischen BMW Kühlergrills wurde ebenfalls optimiert. 

Kühlöffnungen. 
Die Kühlluftöffnungen in der Motorhaube wurden für den Ladeluftkühler des Zweiliter-Turbomotors deutlich vergrößert. 
Seitenansicht im Vergleich
Bild: BMW-Motorsport
Frontsplitter 
Der Vorsprung des Frontsplitters wurde um bis zu 90 Millimeter reduziert. Diese Modifikation macht den BMW M4 DTM in Rad-zu-Rad-Kämpfen robuster. 

Diffusor 
Der Diffusor des BMW M4 DTM wurde um 30 Millimeter abgesenkt und der Start der Diffusorrampe wurde um 870 Millimeter nach hinten verschoben. 

Heckscheibe
Neu ist auch die Lüftungsöffnung an der Heckscheibe des BMW M4 DTM. Es ermöglicht eine optimierte Belüftung des Innenraums.

Ansonsten bleibt die Aerodynamik gegenüber 2018 unverändert. Mit dieser Kombination aus bewährten und modifizierten Aerodynamikkomponenten verlagert sich der Fokus noch stärker in Richtung des Fahrers. Gleichzeitig wird ein aerodynamisches Wettrüsten zwischen den Herstellern vermieden. 

Innenausstattung
Die neue Firewall im Innenraum, die das Cockpit direkt hinter dem Fahrer abschirmt, macht das Auto noch sicherer. Aus diesem Grund gibt es ab 2019 keinen Innenspiegel. Stattdessen ist der BMW M4 DTM mit einer Rückfahrkamera und einem Display ausgestattet.

Mehr Power: Fans erleben 2019 die stärkste DTM aller Zeiten

  • Neuer Heckflügel: DTM-Autos weiterhin mit DRS
  • Per Knopfdruck: „Push-to-Pass“-Funktion für noch mehr Motorleistung
  • Weniger ist mehr: Bestes Leistungsgewicht in der DTM-Geschichte
Audi RS 5 DTM 2019, Testträger
Foto: Audi-Motorsport

Fans, Fahrer und Teams können sich in dieser Saison auf die stärkste DTM aller Zeiten freuen. Dank des neuen Technischen Reglements, das in Zukunft auch weitestgehend von der japanischen SUPER-GT-Rennserie übernommen wird und ab dieser Saison in der DTM gilt, kommen nun deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge als bisher zum Einsatz. Neben den bekannten Neuerungen, darunter die neuen Turbomotoren (4 Zylinder, 2 Liter Hubraum, Direkteinspritzung) und weniger Abtrieb, werden u.a. folgende Leistungsmerkmale und Rahmenbedingungen zu spannendem und abwechslungsreichem Motorsport beitragen:

DRS (Drag-Reduction-System):

Die DTM-Fahrzeuge der Generation 2019 werden über ein DRS verfügen. Allerdings kommt ein im Vergleich zu den Vorjahren etwas breiterer Heckflügel zum Einsatz, der nicht mehr aus zwei, sondern einem Profil besteht. Bei dem neuen Heckflügel hat die DTM das bekannte Bauteil aus der SUPER GT übernommen. Der Fahrer kann den Flügel bei hoher Geschwindigkeit per Knopfdruck in eine Stellung bringen, in der der Flügel weniger Luftwiderstand erzeugt. Das wiederum sorgt für eine höhere Geschwindigkeit und erleichtert das Überholen.

Die Fahrer dürfen DRS im Rennen nur dann einsetzen, wenn ihr Abstand zum jeweils vorausfahrenden Fahrzeug weniger als drei Sekunden beträgt. Mit einer Ausnahme: Ab dieser Saison können alle Fahrer – außer dem Führenden – in den letzten fünf Runden DRS einsetzen, unabhängig vom Abstand zum Vordermann.

Push-to-Pass-Funktion:

Im Zweikampf steht den Fahrern in der Saison 2019 erstmals eine weitere Option zur Verfügung: Die DTM-Dachorganisation ITR hat gemeinsam mit den Herstellern die Einführung einer Push-to-Pass-Funktion beschlossen. Mittels eines Einheitsbauteils (Kraftstoff-Massenstrom-Restriktor) wird dem Fahrer per Knopfdruck kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung stehen. Bis zu 30 PS zusätzlich werden so abrufbar sein, wenn vorübergehend etwas mehr Treibstoff unter Volllast in die Brennräume der vier Zylinder gespritzt wird. Die Fahrer dürfen die Push-to-Pass-Funktion während eines Rennens bis zu zwölfmal aktivieren.

Fahrzeuggewicht:

Das vorgeschriebene Leergewicht der neuen DTM-Fahrzeuge sinkt unter die Marke von 1.000 kg. Ohne Fahrer und Treibstoff müssen die Boliden gerade einmal 981 kg auf die Waage bringen – anstatt wie bisher 1.031 kg. Das sind 50 kg weniger als in der vergangenen Saison.

DRS, Push-to-Pass und geringeres Gewicht bedeuten in Summe konkret: So leistungsstark wie 2019 waren die Rennfahrzeuge in der DTM noch nie. Denn durch das niedrigere Fahrzeuggewicht, gepaart mit leistungsstärkeren Turbomotoren, sinkt das Leistungsgewicht der DTM-Fahrzeuge in diesem Jahr auf ca. 1,6 kg/PS – also deutlich unter die „magische Grenze“ von 2,0 kg/PS. Und während die DTM-Piloten mit DRS bislang nur ein Hilfsmittel für Überholmanöver hatten, können sie künftig dank der Push-to-Pass-Funktion von zwei effektiven Werkzeugen Gebrauch machen. Dies dürfte dafür sorgen, dass die Autos an den schnellsten Streckenabschnitten im DTM-Kalender, wie etwa der Parabolika am Hockenheimring, die 300-km/h-Marke reißen.

„Das sind die richtigen Zutaten für spektakuläre Überholmanöver – und damit spannenden Motorsport“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR GmbH. „Dank des deutlich gesenkten Leistungsgewichts und des Aeropakets kommt es künftig noch mehr auf den Fahrer an, im Wettstreit auf der Strecke mit Mut und Geschick den Unterschied auszumachen.“

Darüber hinaus heben sich die neuen DTM-Autos unter anderem durch eine veränderte Frontpartie mit größeren Lufteinlässen sowie einer Motorhaube mit großen Luftauslässen von ihren Vorgängern ab. Der Hintergrund: Mehr Bedarf an Kühlung für Motor und Bremsen. Entsprechend wurde das aerodynamische Design des Vorderwagens angepasst. Das aggressive Design mit vielen Öffnungen lässt keinen Raum mehr für eine mittig platzierte Kennzeichentafel, auf der in den vergangenen Jahren das markante Branding des DTM-Partners Deutsche Post angebracht war. Das Post-Logo taucht künftig gleich zweimal am Gesicht der Fahrzeuge auf, nämlich jeweils an den seitlichen Enden der Frontpartie. Weitere markante Änderung: Es gibt nun nur noch ein Auspuffendrohr, das auf der Beifahrerseite der Autos endet – zudem etwas weiter vorne als bisher.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Autogrammstunde mit ServusTV-Experte Stefan Bradl auf der Motorradmesse Leipzig

  • ServusTV-Experte Stefan Bradl zur Autogrammstunde auf dem Stand des ADAC
  • Tickets für den Motorrad Grand Prix auf der Motorradmesse Leipzig erhältlich

Stefan Bradl
Foto: ADAC-Motorsport / Schneider
Autogrammstunde mit ServusTV-Experte Stefan Bradl, eine MotoGP-Maschine von KTM, ein Moto3-Bike von Prüstel GP und das offizielle BMW M Safety Car der MotoGP: Der Stand des ADAC in Halle 5 (Stand 5057) auf der Motorradmesse Leipzig vom 18. bis 20. Januar steht ganz im Zeichen des HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland (5. bis 7. Juli 2019). 

Auf der Messe können sich die Besucher beim ADAC umfassend über das MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring informieren, sich gratis das offizielle Veranstaltungsposter, Sachsenring-Luftaufnahmen und Sticker sichern und direkt auf der Messe Tickets für das Motorsport-Highlight kaufen. Dabei profitieren Messebesucher von den bis Ende Januar gültigen vergünstigten Ticketpreisen und erhalten zudem einen Sachsenring Event-Becher. 

Am Samstagnachmittag kommt Stefan Bradl zu einer Autogrammstunde zum des HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland in die Halle 5. Bradl ist in der Saison 2019 als Experte für den TV-Sender ServusTV im Einsatz, der in diesem Jahr in Deutschland alle MotoGP-Rennen live im frei empfangbaren TV überträgt. Im Interview auf der Hauptbühne gibt Bradl am Samstag ab 13.30 Uhr seine Einschätzung zur MotoGP-Saison 2019 und steht anschließend auf dem Stand des Motorrad Grand Prix für Autogramme und Selfies zur Verfügung. MotoGP-Fans haben sogar die Chance auf ein Meet & Greet mit Bradl in Leipzig: ServusTV verlost auf dem Facebook-Kanal @servusmotogp ein exklusives Treffen mit dem Rennfahrer. 

Die Motorradmesse Leipzig findet vom 18. bis 20. Januar zwischen 9 und 18 Uhr in der Messe Leipzig statt. Tickets kosten an der Tageskasse 14 Euro, Schüler, Studenten und Personen mit Behinderung zahlen 12 Euro. Im Onlinevorverkauf unter zweiradmessen.de sparen Besucher 10% auf den Ticketpreis. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei. 

Tickets für den HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland gibt es online unter adac.de/motogp sowie unter Hotline 03723/8099111 (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr). 


Josef Sattler und Uwe Neubert feiern IDM-Meistertitel und freuen sich auf die Seitenwagen-WM

Weltmeister Rolf Steinhausen (von links), Europameister Markus Reiterberger und
IDM-Meister Josef Sattler
Foto: Hermann Rüger
Bei der IDM-Meisterfeier für die Seitenwagen-Champions Josef Sattler und Beifahrer Uwe Neubert kamen fast 200 Gäste in die Bushalle der Firma Speckmaier-Reisen nach Zeilarn-Babing. Auch der Bürgermeister von Zeilarn Werner Lechl ehrte die Seitenwagen-Meister, der Motorsportclub Zeilarn half bei der Feier mit. Auch Superbike-Europameister Markus Reiterberger kam zur Meisterfeier, sein Vater Thomas Reiterberger steht Josef Sattler mit Rat und Tat zur Verfügung. 

Für Josef Sattler ist es nach 2014 der zweite IDM-Titel, den ersten errang er dort mit Beifahrer Stefan Trautner. Durch den Abend führte Helmut Haudum vom Polizei-Sportverein in Wels/Österreich, für den Josef Sattler seit 2011 startet. Der Bayer bedankte sich bei seinen Sponsoren, Gönnern und Helfern für den Einsatz. „Die Saison ist mit dem Meistertitel beim Finale in Hockenheim super gelaufen, ich hätte gerne auch noch das letzte Rennen gewonnen, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Ich möchte mich auch noch bei meinem ganzen Team und den Sponsoren sowie allen Helfern bedanken, im nächsten Jahr möchten wir unseren Titel verteidigen.“ 

Josef Sattler, der in Pfarrkirchen geboren wurde, stieg 2011 in die Seitenwagen-IDM ein. „Ich bin früher Solorennen gefahren und kam über Beifahrer Peter Adelsberger, der 2008 mit Harald Hainbucher Deutscher Meister bei den Seitenwagen war, zum Gespannsport. Bei einem Test bei einem Bergrennen stellte mir Rudi Schmied (RSR-Racing) aus Wartenberg ein RSR-Gespann zur Verfügung und dann habe ich 2011 zum ersten Mal an der Seitenwagen-IDM teilgenommen.“ 

Für Beifahrer Uwe Neubert war es der erste IDM-Meistertitel, der Sachse hatte zuerst mit dem Kartfahren angefangen und hat von 1994 bis 1996 dreimal in Folge den Formel-Cup gewonnen. Zu den Seitenwagen ist er 1996 über Mike Roscher gekommen, der im Nachbarort wohnt. Sein Debüt gab Uwe Neubert, der am 29. Februar geboren wurde, in Most. Bei Josef Sattler war Uwe Neubert das erste Mal in Zolder/Belgien 2015 als Beifahrer im Gespann. Josef Sattler freut sich auf die neue Saison: „Wir gehen 2019 in der Seitenwagen-WM mit einem neuen Adolf-RS2 Gespann mit einem Kawasaki-Motor an den Start. Wir möchten regelmäßig in die Top Ten fahren und bei einigen Rennen auch unter die ersten Sechs kommen. Ich bin Adrian Kornas, dem Geschäftsführer der Adolf Präzisionsteile GmbH, und dem zweifachen Weltmeister Rolf Steinhausen sehr dankbar, sie haben super Beziehungen. Wir freuen uns auf die WM, mein erster WM-Lauf war 2013 mit einer Wildcard auf dem Sachsenring. Da die Termine von der Seitenwagen-WM nicht mit den IDM-Terminen kollidieren, möchten wir auch wieder an der IDM teilnehmen und versuchen unseren Titel zu verteidigen.“ 

Die FIM hat die Termine für die Seitenwagen-WM jetzt auch veröffentlicht, es werden 10 Rennen in sechs Ländern ausgetragen. Das Auftaktrennen zur Seitenwagen WM ist am 20. April 2019 in Le Mans/Frankreich, der WM-Lauf in Deutschland wird am 21. Juli in Oschersleben ausgetragen. Der IDM-Auftakt findet vom 17.-19. Mai auf dem Lausitzring statt. Etwas enttäuscht war Josef Sattler, dass es von BMW keine Gratulation zum IDM-Meistertitel gab, obwohl BMW Poolpartner bei der IDM ist. 

Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof


Montag, 14. Januar 2019

Wittmann und Spengler testen den BMW iFE.18 in Marrakesch

Einen Tag nach dem E-Prix von Marrakesch testet BMW i Andretti Motorsport den BMW iFE.18 auf dieser Strecke. Die Werksfahrer Bruno Spengler (CAN) und Marco Wittmann (GER) waren in Marokko im Rahmen der offiziellen Rookie-Tests der ABB FIA Formel E-Meisterschaft im Einsatz. 
Marco Wittmann im BMW iFE.18
Foto: BMW-Motorsport
Es war Wittmanns erster Auftritt am Steuer des vollelektrischen BMW iFE.18. Er war zufrieden mit seinem Debüt und sagte: „Mein erster Test im BMW iFE.18 war sehr interessant. Ich war überrascht, wie viel der Fahrer im Cockpit tun muss. Einfach einsteigen und fahren - so funktioniert es nicht. Die Formel E stellt völlig andere Herausforderungen als herkömmliche Motorsportklassen wie die DTM. Deshalb können und sollten die beiden Plattformen nicht miteinander verglichen werden. Formel E und DTM sind zwei verschiedene Welten - aber beide sind auf ihre Art attraktiv. “
Bruno Spengler beim  Test in Marrakesch
Foto: BMW-Motorsport
Spengler, der bereits einige Auftritte für das BMW i Andretti Motorsport-Team hat und offizieller Ersatz- und Testfahrer dieser Saison ist, sagte: „Nach einigen Testfahrten während der Entwicklung des BMW iFE.18 war es sehr schön, das Auto wieder auf einer richtigen Formel-E-Strecke zu fahren. Ich war zuletzt vor ein paar Monaten im BMW iFE.18 unterwegs, also musste ich mich erst wieder daran gewöhnen, aber nach ein paar Runden war ich wieder im Groove und es hat großen Spaß gemacht. “

Sonntag, 13. Januar 2019

Doppelpodium für den Audi e-tron FE05

  • Alle vier Audi e-tron FE05 in Marrakesch in den Punkterängen
  • Plätze zwei und drei für Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing
  • Lucas di Grassi mit der schnellsten Rennrunde

Audi e-tron FE05 #4 (Envision Virgin Racing), Robin Frijns und Sam Bird
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Durch das Kundenteam Envision Virgin Racing hat Audi als erster Hersteller mit der neuen Generation von Formel-E-Rennwagen ein Doppelpodium erzielt. Beim zweiten Lauf der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft in Marrakesch (Marokko) fuhren zudem alle vier Audi e-tron FE05 in die Punkteränge. Neben den Plätzen zwei, drei, sieben und zehn gingen auch die Zusatzpunkte für die Pole-Position und die schnellste Rennrunde auf das Konto des Audi e-tron FE05.

Nach dem schwierigen Saisonstart im Dezember in Saudi-Arabien hinterließ der neue Audi e-tron FE05 mit seiner von Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelten Motor-Generator-Unit (MGU) in Nordafrika einen starken Eindruck. In einem bis zum letzten Meter packenden Rennen fiel die Entscheidung zugunsten von Jérôme d’Ambrosio (Mahindra) nach einer späten Safety-Car-Phase in einem Ein-Runden-Sprint. Im Fotofinish überquerten die ersten sieben Autos die Ziellinie innerhalb von 1,633 Sekunden – und das zum Teil nebeneinander.

„Wir haben erneut ein sehr spannendes Formel-E-Rennen mit einem insgesamt guten Ergebnis für Audi gesehen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Unsere beiden Kundenautos von Envision Virgin Racing kamen mit Robin Frijns und Sam Bird auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Unsere Werksautos hatten mit Lucas (di Grassi) und Daniel (Abt) nach guten Starts am Ende etwas mehr zu kämpfen. Wir müssen verstehen, warum sie im Verlauf des Rennens langsamer wurden.“
Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi und Daniel Abt
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Nach einem nicht optimalen Qualifying sorgten di Grassi und Abt im Rennen mit sensationellen Starts für Furore. Di Grassi verbesserte sich in der ersten Runde um fünf Positionen, Abt sogar um sieben. Nach wenigen Runden hatten die beiden Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler, von den Startpositionen elf und 16 kommend, den Anschluss zur Spitzengruppe gefunden. Nach einem turbulenten Rennen belegten sie die Plätze sieben und zehn.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Lucas di Grassi. „Nach meiner Aufholjagd hat mir nicht viel zur Führung gefehlt, doch das Safety-Car hat unsere Strategie ziemlich kompromittiert. Platz sieben und die schnellste Rennrunde – wir sind auf jeden Fall wieder da.“

„Mein Start war richtig gut“, sagte Daniel Abt. „Auch danach fühlte sich alles gut an. Ich war schon Siebter und hatte Anschluss an die Führungsgruppe. Doch nachdem ich den Attack Mode das erste Mal aktiviert hatte, ging plötzlich nicht mehr viel. Wir müssen analysieren, warum.“

Allan McNish, Teamchef von Audi Sport Team Abt Schaeffler: „Lucas (di Grassi) hat fast das ganze Rennen über um einen Podiumsplatz gekämpft. Für ihn kam das Safety-Car zum falschen Zeitpunkt. Alle haben mit dem neuen Attack Mode etwas gepokert, leider hatten wir dabei kein Glück. Daniel (Abt) ist am Anfang schnell nach vorn gekommen. Auch er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car. Die wichtigste Erkenntnis für uns ist, dass wir mit dem Audi e-tron FE05 ein schnelles Auto haben. Wir freuen uns, dass hier zwei Audi aufs Podium gefahren sind. Aber nun werden wir alles daransetzen, dass die Sonne in Santiago für unser Werksteam scheint.“


Der dritte Lauf der Elektrorennserie findet am 26. Januar in Santiago de Chile statt.

E-Prix Marrakesch: Debakel für BMW Andretti Motorsport

da Costa vor Sims
Foto: BMW-Motorsport / Daniel Reinhard
Nach dem Sieg beim Saisonauftakt verzeichnete BMW i Andretti Motorsport im zweiten Lauf der ABB FIA Formel E-Meisterschaft eine starke Leistung - diesmal jedoch ohne ein ähnliches Ergebnis. Beim E-Prix von Marrakesch wurde Alexander Sims (GBR) Vierter und holte die ersten Punkte seiner Karriere in der Formel E, wobei er in einem spannenden Finale nur knapp das Podium verpasste. António Félix da Costa (POR) zog sich zurück, nachdem er nach Kontakt mit Sims in die Reifenwand gerutscht war. Sims verlor zwei Plätze, konnte aber weiterrennen.

Die beiden BMW i Andretti Motorsport-Piloten starteten vom vierten und sechsten Platz ins Rennen und beide erlebten einen hervorragenden Start und kamen schnell auf den zweiten und dritten Platz vor. Nach dem Rennen übernahm Félix da Costa die Führung, gefolgt von Sims als Zweiter. Das herausragende Tempo der beiden BMW iFE.18 ermöglichte es dem Duo, sich vom Rest des Feldes auf dem Podium zu entfernen. Beide Fahrer verfehlten jedoch ihre Bremspunkte, als Sims nur wenige Runden vor dem Ende versuchte, zu überholen. Félix da Costa rutschte von der Innenlinie in die Reifenwand und musste in den Ruhestand gehen, während Sims Ausweichmanöver ergreifen konnte, bevor er als Vierter ins Rennen zurückkehrte. Das BMW i8 Coupé Safety Car brachte das Feld dann wieder zusammen. Sims kämpften weiter um einen Podestplatz, als das Rennen wieder losging. Noch eine Runde, konnte aber nicht an der Konkurrenz vorbeikommen. Der Sieg ging an Jérôme D'Ambrosio (BEL, Mahindra Racing).

Reaktionen im Team auf den Marrakesch E-Prix:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„In der Schlussphase des Rennens hatten beide BMW iFE.18 eine aussichtsreiche Position. Leider konnten wir unsere gute Leistung nicht nutzen. Kurz vor dem Ziel gab es Kontakt zwischen unseren Fahrern und António Félix da Costa musste sich dann zurückziehen. Alexander Sims konnte das Rennen auf Rang vier beenden. Wir haben den Vorfall mit beiden Fahrern analysiert und werden im Laufe der Saison davon lernen. Wir sind uns alle einig, dass ein solcher Vorfall nicht noch einmal vorkommen wird. “

Roger Griffiths (Teamchef BMW und Andretti Motorsport):
„Dies war leider ein enttäuschender Abschluss eines viel versprechenden Tages. Unsere Autos zeigten eine starke Leistung an der Spitze des Feldes und waren sehr wettbewerbsfähig. Unser Renntempo war extrem gut und ein Doppelsieg wäre möglich gewesen. Leider haben sich die Dinge nicht so entwickelt. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben darüber als Team diskutiert und schauen nun nach vorne. Wir haben gemeinsam in Ad Diriyah gewonnen. Wir konnten das hier in Marrakesch nicht wiederholen und haben als Team zusammen verloren. Wir werden daraus lernen. “

Alexander Sims:
„Natürlich ist es eine große Schande für das gesamte Team. Das Rennen hätte nicht so enden dürfen. Wir alle - ich, António und das Team - werden aus den Ereignissen lernen. Wir sind uns alle bewusst, dass solche Vorfälle nicht akzeptabel sind. Es hat uns heute ein Doppelsieg gekostet. “

António Félix da Costa:
„Ich möchte mich bei dem gesamten Team entschuldigen. Alex hat heute einen tollen Job gemacht. Ich hielt mich am Boden fest, als er auf gleicher Höhe mit mir stand und meine Vorderräder blockierten. Das war mein Fehler und hatte negative Folgen für mich und für Alex. Ich hätte ihn gehen lassen und mit dem zweiten Platz zufrieden sein sollen. “

E-Prix Marrakesch: Stimmen der Sieger

Der Sieger vom Marrakesch Jerome D'Ambrosio
Foto: media.fiaformulae.com / Motorsport Images

Jerome D'Ambrosio

"Das Rennen war wirklich hart umkämpft und unglaublich intensiv. Zumindest fühlte es sich so aus dem Cockpit an. Ich wusste, dass ich ein Top-5-Ergebnis erzielen konnte, da das Renntempo in Ad Diriyah und hier ebenfalls erstaunlich war. Ein paar Die Dinge haben zu unserem Vorteil beigetragen und dieses Rennen zu gewinnen, aber es bedeutet viel für das Team und die harte Arbeit der letzten Wochen. Wir werden es heute Abend genießen, aber morgen müssen wir wieder hart arbeiten."

Robin Frijns

"Es war ein aufregendes Rennen, aber der Start war ein bisschen chaotisch. Das einzige, was ich gesehen habe, war Rauch und ich habe keine Autos gesehen. Es war wirklich ein großartiger Tag für das Team - ich wurde ein Zweiter und wir haben zwei Autos auf dem Podium. Als ich den zweiten Platz erkämpft hatte war es mir wichtiger die Punkte zu sichern als im Kampf um Platz 1 mit Jerome alles zu riskieren."

Sam Bird

"Nachdem ich von hinten getroffen wurde, hatte ich ein bisschen ein Problem, dachte ich zumindest. Ich hatte mich heute eigentlich nicht sehr konkurrenzfähig gefühlt, aber es lief im Qualifying vielversprechend und dann im Rennen auch. Als eines der wenigen Kundenteams sind wir wirklich beeindruckend. Ohne Tests frage ich mich, wie wettbewerbsfähig wir in einigen Rennen sein werden. "

Doppelpodium für ENVISION VIRGIN RACING im dramatischen Marrakesch E-Prix

  • Erstes Podium der neuen Gen2-Ära für Envision Virgin Racing und Audi e-tron FE05
  • Robin Frijns verpasst den Sieg nur um 0,143 Sekunden; der engste Abstand der Formel E Geschichte bisher
  • Platz drei für den Briten Sam Bird, nachdem er sich im ereignisreichen Qualifying den fünften Pol der Karriere gesichert hatte
Podium Marrakesch: Robin Frijns, Jérôme d'Ambrosio, Sam Bird (von links)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Envision Virgin Racing sicherte sich beim Formel-E-Rennen in Marrakesch ein zweifaches Podium. Robin Frijns verpasste den Sieg mit lediglich 0,143 Sekunden, die ihm das bisher beste Ergebnis der Formel E bescherte. Der Teamkollege Sam Bird, der zuvor nach einem ereignisreichen Qualifying seinen fünften Pol in der Pole Position gesichert hatte, wurde Dritter hinter dem Niederländer.

Nach dem Start des Rennens stand Polemans Bird sofort unter Druck von Jean-Eric Vergne. Beim Versuch von Vergne den Führenden noch in der ersten Kurve zu überhohlen drehte sich Vergne jedoch und fiel ans Ende des Feldes zurück. Von dort startete er im Laufe des Rennens eine beindruckende Aufholjagd, die ihm im Ziel Platz fünf einbrachte.
Nun machten die beiden Andretti-Fahrer von Antonio Felix da Costa und Alexander Sims Druck auf Bird und es dauerte nicht lange, bis die beiden den Führenden passierten. Bird fiel auf Plat drei vorn Frijns, der auf den vierten Platz vorgerückt war.

Bei Halbzeit des 45-minütigen Rennens war Frijns dann vor Bird jedoch hinter Jerome D'Ambrosio der beide überholt hatte. In den nächsten Runden kam es zu einem häftigen Kampf der beiden führenden Andretti-Piloten Sims und da Costa. Beim Versuch sich gegen den Angriff seines Teamkollegen Sims zu verteidigen riskierte da Costa zuviel, mit einem verbremser sorgte er für seinen Ausfall und den Verlust des in Sichtweite liegenden Doppelsieges des Teams BMW i Andretti Formula E.
Das führte in Folge zu einer Safety-Car-Phase nach der gerade noch eine Runde zu fahren war.  Den Sieg sicherte sich schließlich D'Ambrosio vor Frijns und Bird.

Ergebnis – FIA Formula E Championship Marrakesh E-Prix:
 

1. Jerome D'Ambrosio, Mahindra Racing, 31laps (25pts)
2. Robin Frijns, Envision Virgin Racing, +0.143s (18pts)
3. Sam Bird, Envision Virgin Racing, +0.461s (15pts /// pole position)
4. Alexander Sims, BMW i Andretti Formula E, +0.740s (12pts)
5. Jean-Eric Vergne, DS Techeetah, +0.1.232s (10pts // Fastest Lap)
6. Andre Lotterer, DS Techeetah, +1.457s (8pts)
7. Lucas di Grassi, Audi Sport ABT Schaeffler, +1.633s (6pts)
8. Sebastien Buemi, Nissan e.dams, +2.455s (4pts)
9. Mitch Evans, Panasonic Jaguar Racing, +2.980s (2pts)
10. Daniel Abt, Audi Sport ABT Schaeffler, 4.014s (1pt)


Stand Fahrerwertung nach zwei Rennen:

1. Jerome D'Ambrosio, 40pts
2. Jean-Eric Vergne, 28pts
3. Antonio Felix da Costa, 28pts
4. Andre Lotterer, 19
5. Robin Frijns, 18pts
6. Sam Bird, 18pts

Stand Teamwertung nach 2 Rennen:


1. DS Techeetah, 47pts
2. Mahindra Racing, 40pts
3. BMW i Andretti Formula E, 40pts
4. Envision Virgin Racing, 36pts
5. Nissan e.dams, 18pts

Samstag, 12. Januar 2019

Formel E: Aktuelles und Buntes aus Marokko vom Audi-Team

  • Daniel Abt gewinnt Challenge im Souk von Marrakesch
  • Lucas di Grassi erstmals beim Race of Champions

Lucas di Grassi und Daniel Abt entspannen in Marrakesch
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Der erste E-Prix des Jahres 2019 startet am Samstag um 16 Uhr (MEZ) in Marrakesch (live auf Eurosport und www.zdf.de).

Ein Filmdreh führte Daniel Abt und Lucas di Grassi am Donnerstag zum Djemaa-el-Fna, dem berühmten Marktplatz im Herzen von Marrakesch. Die Aufgabe für die beiden Audi-Piloten: im traditionellen Souk für 500 Dirham (ca. 50 Euro) einen Hut, einen Korb und Schuhe kaufen und dabei möglichst wenig Geld ausgeben. Die Challenge gewann Daniel Abt, der seine Einkäufe anschließend stolz bei Teamchef Allan McNish ablieferte.

Traditionelle marokkanische Musik erlebten Daniel Abt und Lucas di Grassi in der Niederlassung von Audi-Partner DHL. Die beiden Formel-E-Stars wurden von den DHL-Mitarbeitern begeistert empfangen, schrieben fleißig Autogramme und erfüllten geduldig Selfie-Wünsche.

Lucas di Grassi verbrachte die Weihnachtsferien mit einem Kontrastprogramm: Einem Skiurlaub in Colorado (USA) folgte das erste gemeinsame Familien-Weihnachtsfest mit Sohn Leonardo in der brasilianischen Heimat.

Am Wochenende nach Marrakesch sind Daniel Abt und Lucas di Grassi bei zwei höchst unterschiedlichen Events im Einsatz. Abt fährt mit seinem Audi e-tron FE04 aus der Saison 2017/2018 beim GP Ice Race im österreichischen Zell am See auf Schnee und Eis. Di Grassi tritt in Mexiko-Stadt erstmals beim Race of Champions der besten Rennfahrer der Welt an.

Am Sonntag fahren Jamie Green und Nico Müller beim Rookie-Test der Formel E in Marrakesch die beiden Audi e-tron FE05 des Teams Audi Sport ABT Schaeffler. Während Müller bereits seinen dritten offiziellen Formel-E-Test für das Audi-Werksteam absolviert, schnuppert Jamie Green erstmals Formel-E-Luft. Der Brite hat sich kurz vor Weihnachten im Audi-Simulator auf den Test vorbereitet. Für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing testen Nyck de Vries und Benoît Tréluyer.

Startzeiten für DTM-Saison 2019 stehen fest

  • Alle Rennen beginnen um 13:30 Uhr Ortszeit
  • Starkes Rahmenprogramm sorgt für enge Zeitpläne
  • SAT.1 überträgt alle DTM-Rennen live

Foto: dtm.com
Neujahrsbotschaft für alle DTM-Fans: Die Startzeiten für die neun Veranstaltungen der DTM-Saison 2019 sind fixiert. Alle 18 Rennen der populären Rennserie werden samstags und sonntags jeweils um 13:30 Uhr gestartet. Das gilt auch für die Events außerhalb Deutschlands, womit Fans auf dem europäischen Festland die beiden Rennen im englischen Brands Hatch aufgrund der Zeitverschiebung ab 14:30 Uhr im TV verfolgen können.

„Konstante Startzeiten sind nicht nur für unser Event vor Ort, sondern auch für alle Fans, die die Rennen live im TV oder im Stream verfolgen wollen, wichtig“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR. „Daher war es uns ein Anliegen, dass die im vergangenen Jahr gelernten Startzeiten beibehalten werden.“

DTM: Freie Trainings nur noch freitags 

Ein starkes Rahmenprogramm sorgt in diesem Jahr für dichte Zeitpläne an den Rennwochenenden. Die W Series, die neue Rennserie exklusiv für weibliche Teilnehmerinnen, die Rückkehr der Porsche Markenpokale auf die DTM-Plattform, das Formula European Masters sowie weitere attraktive Markenpokale bieten den Fans durchgängig pure Renn-Action. Das hat nicht zuletzt Auswirkungen auf das DTM-Programm: So werden freitags künftig zwei freie Trainings ausgetragen, während am samstags und sonntags die freien Trainings entfallen. Die Fahrer werden an beiden Tagen vormittags direkt die Qualifikation bestreiten, was nicht zuletzt für zusätzliche Spannung sorgt. Lediglich in Brands Hatch, wo die Veranstaltung wie im vergangenen Jahr aufgrund lokaler Bestimmungen an nur zwei Tagen ausgetragen werden kann, bleibt an beiden Tagen der Dreiklang aus freiem Training, Qualifikation und Rennen bestehen.

SAT.1 überträgt live, Tickets sind online und telefonisch bestellbar 

Der TV-Sender SAT.1 wird auch 2019 alle Rennen mit seinem „ran racing“-Team live übertragen. Wie schon 2018 beginnen die Übertragungen von den Rennstrecken um 13:00 Uhr (Brands Hatch: 14:00 Uhr) mit Streckenvorstellungen, Hintergrundbeträgen und Interviews.


Der Ticket-Vorverkauf für alle Rennwochenenden der Saison 2019 hat bereits begonnen. Bestellt werden können Tickets über die offizielle Homepage www.DTM.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Die DTM-Termine 2019 (mit Rahmenprogramm) 

3.–5. Mai: Hockenheimring (GER)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Deutschland, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

17.–19. Mai: Circuit Zolder (BEL)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni: Misano World Circuit (ITA)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup France, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

5.–7. Juli: Norisring (GER)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli: TT Circuit Assen (NED)
W Series, Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP

10.–11. August: Brands Hatch (GBR)
W Series, Formula European Masters, Lotus Cup Europe

23.–25. August: Lausitzring (GER)
Formula European Masters, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics

13.–15. September: Nürburgring (GER)
Formula European Masters, Porsche Carrera Cup Benelux, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics, Lotus Cup Europe

4.–6. Oktober: Hockenheimring (GER)
Formula European Masters, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, t.b.a.

Formel E: Sam Bird holt Pole in Marrakesch

Sam Bird hat sich Startplatz eins für das Rennen in Marrakesch geholt, obwohl er während des Qualifyings einen Schaden erlitten hatte. In einem spannenden Qualifying setzte sich der Virgin-Fahrer knapp gegen Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne durch. Antonio Felix da Costa, der das erste Saisonrennen in Saudi-Arabien gewonnen hatte, wurde zunächst Dritter, wurde später aber um drei Plätze Strafversetzt. Die Top 6 der Super-Pole komplettierten Sebastien Buemi (Nissan), Alexander Sims (BMW) und Mitch Evans (Jaguar).

Bester Deutscher im Qualifying war Pascal Wehrlein auf Startplatz 7, der beim E-Prix von Marrakesch sein Debüt gibt. Daniel Abt wurde nur 16., Andre Lotterer wurde 18. Max Günther geht nach seinem Unfall von Rang 21 ins Rennen. Rennstart in Marrakesch ist heute um 16 Uhr.

Ergebnisse Superpole von Marrakesch
Grafik: www.fiaformulae.com

Dienstag, 8. Januar 2019

BMW i Andretti Motorsport fährt gut vorbereitet auf das zweite Rennen nach Marrakesch

Neues Jahr, neue Herausforderung: Nach dem Debüt bei der Premiere der ABB FIA Formel E im Dezember konzentriert sich das BMW i Andretti Motorsport Team jetzt auf den zweiten Saisonlauf in Marrakesch (MAR) am Samstag. António Félix da Costa (POR) führt die Fahrerwertung mit 28 Punkten Vorsprung vor dem E-Prix von Marrakesch nach seinem Sieg und seiner Pole Position in Ad Diriyah (KSA) an. Alexander Sims (GBR) will im zweiten BMW iFE.18 in seinem zweiten Rennen der Serie seine ersten Formel-E-Punkte holen. Das Team und die Fahrer haben die Zeit seit dem erfolgreichen Saisonauftakt genutzt, um sich auf die kommenden Rennen akribisch vorzubereiten, da sie sich auf weitere Top-Ergebnisse konzentrieren.
Antonio Felix da Costa (PRT), BMW iFE.18
Foto: BMW-Motorsport

Stimmen aus dem Team vor dem Marrakesch E-Prix:

Roger Griffiths (Teamchef BMW und Andretti Motorsport):

„Dies ist der dritte Besuch des Teams in der historischen Stadt Marrakesch und auf der semi-permanenten Strecke am Stadtrand. Trotz der Urlaubspause konzentrierte sich jeder darauf, die Daten des ersten Rennens zu analysieren und daran zu arbeiten, genauso wettbewerbsfähig wie wir in Ad Diriyah zu bleiben. Es war ein fantastisches Ergebnis für das Team, aber Sie können sich in dieser Meisterschaft nicht entspannen. Der Wettbewerb in der Formel E ist enorm stark und wir wissen, dass alle hart daran arbeiten, uns das nächste Mal zu schlagen. Die Strecke in Marrakesch ist zwar nicht ganz die "traditionelle" Formel-E-Rennstrecke, bringt aber dennoch ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Es ist auch eine Strecke, die viele Fahrer gut kennen, und ich erwarte eine starke Konkurrenz. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sich die Arbeit aller Mitarbeiter des Teams BMW i Andretti Motorsport seit dem Saisonauftakt auszahlt. Oberstes Ziel ist es, die Veranstaltung mit beiden Autos stark in den Punkten abzuschließen. “

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.18):

„Das erste Rennen war in Bezug auf die Vorbereitung anständig, daher werden wir in der zweiten Runde der fünften Saison das gleiche Verfahren haben. Ich freue mich sehr darauf, in Marrakesch Rennen zu fahren. Für mich wird es wieder ein Lernrennen sein, bei dem ich versuchen werde, den bestmöglichen Job zu machen. Das Team leistet bereits großartige Arbeit, daher werde ich versuchen, das Tempo, das ich im ersten Rennen gezeigt habe, aufrechtzuerhalten und hoffentlich ein gutes Ergebnis erzielen zu können. “

António Félix da Costa (# 28 BMW iFE.18):

„Ich freue mich definitiv auf das Rennen in Marrakesch nach dem großartigen Siegerstart in die fünfte Saison. Es war eine gemischte Vorbereitung, denn Weihnachten und einige Feiertage waren dazwischen, aber ich blieb konzentriert und arbeitete an meiner körperlichen und geistigen Stärke. Nachdem ich das erste Rennen gewonnen hatte, wollte ich nur direkt nach Marrakesch fahren, und ich kann es kaum erwarten, wieder in diesem großartigen Auto Rennen zu fahren. Das Streckenlayout in Marrakesch sollte ziemlich gut zu uns passen, würde ich sagen. Es wird ein bisschen mehr von einer Kraftstrecke sein und mit dem BMW i-Antrieb wird es Spaß machen, dort Rennen zu fahren. “

Montag, 7. Januar 2019

Audi e-tron FE05 startet in Marokko ins neue Jahr

  • Daniel Abt und Lucas di Grassi wollen zurück in die Spitzengruppe
  • Test, Datenanalyse und Simulatorarbeit als Vorbereitung
  • Jamie Green und Nico Müller bei Rookie-Test im Einsatz
#11 Lucas Di Grassi und # 66 Daniel Abt beide Audi e-tron FE05
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel  

Das Motorsportjahr 2019 beginnt für Audi Sport ABT Schaeffler in Afrika: Am Samstag, 12. Januar, startet die ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft zum zweiten Lauf der Saison in Marrakesch (Marokko). Nach zwei Top-Ten-Positionen beim Saisonauftakt im Dezember wollen Daniel Abt und Lucas di Grassi mit dem Audi e-tron FE05 jetzt nachlegen

Die Premiere der Formel-E-Saison in Saudi-Arabien war für die Mannschaft von Audi Sport ABT Schaeffler ein Gastspiel mit Höhen und Tiefen: Daniel Abt und Lucas di Grassi zeigten nach einem schwierigen Qualifying starke Aufholjagden und holten mit den Plätzen acht und neun die ersten Punkte. Nach acht Podiumsplatzierungen in Folge in der Vorjahressaison fuhren sie diesmal aber ohne einen Pokal nach Hause. „Am ersten Rennwochenende in Riad haben wir deutlich gesehen, wie hoch das Level und wie stark die Konkurrenz in der Formel E ist. Wir haben viel gelernt und eine Menge Hausaufgaben mit nach Deutschland genommen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Die Vorbereitung auf den zweiten von insgesamt 13 Läufen war entsprechend intensiv: Am Tag nach dem Rennen in Riad sammelte Nico Müller, der das Team als Test- und Entwicklungsfahrer unterstützt, wertvolle Daten. Die Ingenieure in Neuburg werteten das Material aus und analysierten es. „Jeder im Team hat viel Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass jedes Detail noch einmal optimiert wird und wir schnell wieder bei der Musik sind. Unser Ziel bleibt unverändert der Kampf um Siege und Pokale in jedem einzelnen Rennen – am liebsten schon in Marrakesch“, sagt Allan McNish, Teamchef von Audi Sport ABT Schaeffler. Wie vor jedem Lauf bereitete sich die Mannschaft auch im Simulator auf den Renneinsatz vor.

Marokko rückte im Januar 2017 während der dritten Saison der Formel E erstmals in den Rennkalender. Der Lauf war damals eingebunden in die UN-Klimakonferenz „COP22“, die zur gleichen Zeit in Marrakesch stattfand. Der 2,971 Kilometer lange „Circuit International Automobile Moulay El Hassan“ vor den Toren der nordafrikanischen Metropole ist eine Mischung aus permanenter Rennstrecke und öffentlichen Straßen. Beliebt bei Fotografen sind einige Blickwinkel mit dem schneebedeckten Atlas-Gebirge im Hintergrund.

„Mit dem chaotischen Renntag in Riad haben wir einen denkbar harten Start in die Saison erwischt – aber das ist Vergangenheit. Wir fahren selbstbewusst, optimistisch und voll motiviert nach Marokko“, sagt Lucas di Grassi. „Unsere Erwartung hat sich bestätigt. Die Konkurrenz in der Formel E ist in dieser Saison härter als jemals zuvor. Wir nehmen diese Herausforderung gern an und werden uns in Marrakesch stärker präsentieren.“ Marrakesch ist neben Santiago de Chile und Riad der einzige Austragungsort in der Formel-E-Geschichte, an dem das Team Audi Sport ABT Schaeffler bisher noch nicht auf dem Podium stand.

„Marrakesch ist ein Rennen mit einem ganz eigenen Charakter und völlig anderen Streckeneigenschaften als in Riad. Die Karten werden neu gemischt“, sagt Daniel Abt. „Wir hatten seit dem ersten Lauf Zeit, um konzentriert an unserer Performance und den Abläufen zu arbeiten. Ich habe volles Vertrauen in die ganze Mannschaft, dass wir in Marrakesch ein anderes Gesicht zeigen als beim Saisonauftakt.“

Das Rennen in Marrakesch beginnt um 16 Uhr Ortszeit und ist live auf Eurosport zu sehen. Außerdem überträgt das ZDF wie schon in Riad im Livestream. Alle internationalen Sendezeiten und Sender sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

Nach dem Renntag findet in Marrakesch ein weiterer Formel-E-Testtag statt. Wie im Vorjahr in Marokko und zuletzt in Riad wird dann Nico Müller einen der beiden Audi e-tron FE05 übernehmen. Das zweite Auto pilotiert Jamie Green, der für Audi seit 2013 in der DTM startet und seine Formel-E-Premiere erlebt.

Sonntag, 6. Januar 2019

Formel E: Marco Wittmann und Bruno Spengler testen den BMW iFE.18.

Marco Wittmann testet BMW iFE.18
Foto: Jens Hawrda
Nur einen Tag nach dem zweiten Saisonrennen in Marrakesch (MAR) wird BMW i Andretti Motorsport am kommenden Sonntag beim offiziellen Rookie-Test der ABB FIA Formel E mit zwei BMW Werksfahrern und DTM-Champions am Steuer des BMW iFE teilnehmen. 18 Neben Bruno Spengler (CAN), der bereits mehrfach im BMW iFE.18 unterwegs war, wird Marco Wittmann (GER) sein Debüt im Formel-E-Auto geben. „Ich freue mich sehr, zum ersten Mal mit einem vollelektrischen Rennwagen auf die Strecke zu gehen“, sagte Wittmann. „Bis jetzt bin ich der Formel E nur aus der Ferne gefolgt. Ich bin fasziniert zu sehen, wie es sich anfühlt, ein Auto wie den BMW iFE.18 zu fahren. Ich denke, dass die neuen Formel-E-Autos für uns Fahrer sehr attraktiv sind. Ich freue mich sehr darauf und freue mich zu sehen, wie sehr ich es genieße. Mein Herz schlägt für die DTM, Aber ich denke, es ist wichtig, dass Sie Ihren Horizont immer weiter erweitern. Glücklicherweise hat BMW Motorsport ein sehr abwechslungsreiches Programm, mit dem wir Erfahrungen in vielen verschiedenen Fahrzeugen sammeln können. “

Donnerstag, 3. Januar 2019

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag !

Am 3. Januar 1969 wurde in Hürth ein Junge namens Michael Schumacher geboren – ein Junge, der später der erfolgreichste Formel 1-Fahrer aller Zeiten wurde. Es gibt nur wenige Namen, die so gleichbedeutend mit der Formel 1 sind, wie der von Michael Schumacher. Mit 91 Siegen und sieben FIA Formel 1 Fahrer-Weltmeisterschaften ist er eine absolute Ikone des Sports und hat die Rennserie wie kein anderer dominiert.

An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch an Michael Schumacher zum 50. Geburtstag und weiterhin gute Besserung.

Foto: Mercedes-Motorsport


Mittwoch, 2. Januar 2019

Audi-Pilot Mike Rockenfeller: „DTM 2019 wird megaspannend“

  • DTM-Champion von 2013 im Interview über neue Turbo-Ära der DTM
  • Mehr Motorleistung, mehr Spannung
  • Saisonstart am 4./5. Mai 2019 auf dem Hockenheimring
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda

Noch vier Monate, dann feiert der neue rund 600 PS starke Audi RS 5 DTM Rennpremiere. Mike Rockenfeller, DTM-Champion von 2013 und langjähriger Audi-Werksfahrer, Im Interview über die Faszination der neuen DTM-Ära, die am 4./5. Mai auf dem Hockenheimring beginnt.

Was ist neu in der DTM 2019?
Es gibt für 2019 sehr viele Neuerungen. Der größte Unterschied ist wohl der Vierzylinder-Turbo, der deutlich mehr Leistung hat. Gleichzeitig hat unser neues Auto eine effizientere Aerodynamik. Dadurch sind wir auf den Geraden wesentlich schneller. Es ist unterm Strich die größte Veränderung, die ich in der DTM erlebt habe. Es ist sehr spannend, darin voll involviert zu sein. Ich bin nun zwölf Jahre lang die Achtzylinder gefahren und freue mich auf etwas Neues. Und mehr Leistung bringt immer auch mehr Spaß.

Spürt man, dass in der DTM 2019 eine neue Ära beginnt?
Jeder in der Mannschaft ist hoch motiviert. Das neue Auto ist wie unser neues Baby. Alle freuen sich, auch wenn viel Arbeit vor uns liegt. Es geht um Zuverlässigkeit, Fahrbarkeit, Leistung. Der neue Motor verhält sich anders als der alte Achtzylinder, dessen Charakteristik wir in- und auswendig kannten. Wir haben in der DTM nur wenige Tests, die müssen wir optimal nutzen.

Wie verhält sich der Turbo im Vergleich zum bisherigen V8-Saugmotor?
Der Sauger hat seine Leistung viel linearer entfaltet und war mit seinen Luftmengenbegrenzern bei rund 500 PS am Limit. Der Turbo hat weniger Hubraum, vier Zylinder weniger und eine ganz andere Charakteristik. Wir haben ungefähr 100 PS mehr Leistung. Das merkt man natürlich. Der Motor schiebt mehr an. Noch im vierten, fünften und sechsten Gang die Beschleunigung zu spüren, ist einfach toll. Sobald der Turbo einsetzt, hast du richtig Leistung. Die Reifen sind die gleichen, nun ziehen aber 100 PS mehr an den Hinterrädern, die schneller durchdrehen. Die Belastung ist speziell für die Hinterreifen höher.

Wie viel schneller sind die neuen DTM-Autos?
Die Rundenzeiten werden je nach Strecke zwei oder drei Sekunden schneller sein als bisher. Man kommt viel zügiger auf die Kurven zu und die Bremsphasen werden etwas länger. Die Geraden haben wir schneller passiert, weil wir höhere Geschwindigkeiten fahren – vielleicht sogar erstmals mehr als 300 km/h! Das wäre toll und sollte mit DRS und etwas Windschatten durchaus möglich sein.

Wie empfinden Sie den Sound der neuen Turbomotoren?
Im Auto selbst ist der Sound gar nicht viel anders. Beim Runterschalten scheppert es allerdings mächtig im Auspuff. Das ist cool für uns Fahrer und auch für die Fans. Insgesamt sind die Motoren etwas leiser, trotzdem hört und sieht man, dass viel Kraft dahintersteckt. Der Klang ist ein anderer als in der Vergangenheit, aber ein sehr schöner. Audi hat viel Erfahrung mit Turbomotoren im Motorsport. Ich fand die Turbomotoren schon in der Rallyezeit gigantisch. Es ist toll, dass wir jetzt auch in der DTM einen Turbo im Auto haben.

Wie fällt Ihre Testbilanz bisher aus?
Natürlich gibt es immer wieder kleine Problemchen, aber dafür testen wir ja. Insgesamt haben wir eine gute Basis. Wir fahren rund 500 Kilometer pro Testtag und sammeln viele Daten, die wir analysieren. Wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen. Es gibt insgesamt nur noch sieben Testtage vor dem Saisonstart. Das ist ein knappes und intensives Programm. Bisher haben wir die Tests sehr gut genutzt. Alle haben einen guten Job gemacht. Wo wir stehen, wird man jedoch erst beim Saisonauftakt in Hockenheim sehen. Wir werden versuchen, das Auto in der kurzen Zeit bis dahin so gut wie möglich vorzubereiten. Mir macht es viel Spaß, dabei meinen Input zu geben. Es ist gerade sehr spannend.

Waren die Turbos die richtige Entscheidung für die DTM?
Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gehen. Es ist ein Riesenschritt für die DTM und ich bin schon extrem gespannt auf das erste Rennen der neuen Ära in der DTM. Mit Aston Martin gibt es eine neue Marke und neue Gesichter, und es ist das erste gemeinsame Rennen mit der japanischen Super GT geplant. Ich bin sicher, die DTM 2019 wird megaspannend.