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Dienstag, 28. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar aus Oschersleben

Die ADAC GT4 Germany absolvierte in Oschersleben das dritte von sechs Rennwochenenden der Saison 2026. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Boxengasse ADAC GT4 Germany
Foto: Jens Hawrda

Siegerehrung mit Fans: Die ADAC GT4 Germany trat wie üblich im Rahmenprogramm der DTM an – und das machte das Event zu einem echten Zuschauermagnet. Über das Rennwochenende strömten 55.100 Besucher zur Rennstrecke in der Magdeburger Börde. Sie erlebten ein neues Highlight: Die Siegerehrung wurde direkt neben dem Dekra Fan Tower ausgerichtet – und somit inmitten der Fans.

Prominenter Gast: Am Samstag kam der ehemalige Fußball-Profi Torsten Frings nach Oschersleben, um sich die DTM und die ADAC GT4 Germany einmal genauer anzuschauen. „Er war mit seinen Söhnen bereits öfters bei uns auf der Kartbahn und so hat sich der Kontakt weiterentwickelt. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden“, enthüllt Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, ME Motorsport) den Grund für den prominenten Besuch. „Am Nürburgring wollen sie nochmals vorbeikommen.“

Erstmals Podium: Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel) gab sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und pilotierte einen BMW M4 GT4 von Razoon - more than Racing. Mit Erfolg: Am Samstag gewann er zusammen mit Daniel Drexel (25/AUT) die PRO-AM-Wertung und auch am Sonntag stand das Duo auf dem Podest. „Es war einfach nur ein super Wochenende, das richtig viel Spaß gemacht hat. Ich habe viel gelernt. Tatsächlich stand ich zum ersten Mal überhaupt in meiner Karriere auf dem Podium. Das war phantastisch“, strahlte Maniszewski. „Es ist nicht ausgeschlossen, dieses Jahr einen weiteren Gaststart zu absolvieren.“

Sieg nach vier Jahren: Das Sonntagsrennen gewannen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Es war der zweite Erfolg der japanischen Marke in der ADAC GT4 Germany, nachdem zuvor das Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring gewonnen wurde. Spannende Parallele: Auch damals gab es zunächst die Pole-Position und im Rennen einen souveränen Start/Zielsieg für die Supra.

Bus-Tour: In Oschersleben fand auch wieder die DTM Track Safari statt, in der Fans in Reisebussen während einer Session um die Strecke chauffiert werden. Als Reiseleiter dienten die ADAC GT4 Germany-Piloten Maximilian Schreyer (17/Marburg, AVIA W&S Motorsport) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM). „Es war ein schönes Erlebnis gemeinsam mit den GT3-Autos auf der Strecke gewesen zu sein“, meinte Gogollok. „Ob Rennfahrer oder Fan – ich kann jedem nur empfehlen, daran einmal teilzunehmen. Denn die DTM-Jungs lassen es richtig fliegen.“

Schnelle Rookies: In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und am Sonntag Lukas Stiefelhagen (19/NED, ME Motorsport) im BMW – beide waren bereits beim Saisonauftakt und auf dem Norisring erfolgreich. „Die Rookie-Wertung ist perfekt, da man sich mit Fahrern vergleichen kann, die ähnliche Erfahrung haben. Das klare Saisonziel ist der Rookie-Titel“, erklärt Schmid.

Lieblingsstrecke: Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) hat bislang alle Rennen der ADAC GT4 Germany absolviert. Von Zandvoort bis zum Red Bull Ring – der Italiener kennt alle Rennstrecken und hat einen klaren Favoriten: „Natürlich Oschersleben! Das Layout ist spannend und passt sehr gut zum BMW. Außerdem habe ich hier meistens Glück und sportlich gut abgeschnitten“, so Piana, der bereits sechs Siege in der Magdeburger Börde einfahren konnte. Auch diesmal stand Piana in beiden Rennen auf dem Podium.

Quelle: adac-motorsport.de


Sonntag, 26. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Nach vier Jahren erster Toyota-Sieg in ADAC GT4 Germany

Lucas Cartelle/Hudson Schwartz gewinnen für den japanischen Hersteller. BMW-Duo Piana/Sylvestersson nach Platz zwei neuer Tabellenführer. Ausgeglichenes Feld: Mit Aston Martin dritte Marke auf dem Podium.

Lucas Cartelle/Hudson Schwartz, Toyota GR Supra GT4
Foto: Jens Hawrda

Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) gewinnen im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Es ist der zweite Triumph des japanischen Herstellers in der ADAC Rennserie - nachdem zuletzt 2022 auf dem Nürburgring ein Toyota ganz oben im Klassement stand. Die jungen Cartelle/Schwartz siegen erstmals überhaupt auf der ADAC Bühne. In einem spannenden Rennen geht Platz zwei an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 somit die Tabellenführung übernehmen konnten. Das Podium komplettieren mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage GT4 die Laufsieger des Samstagsrennens.

Cartelle konnte am Sonntagmorgen bereits die Pole-Position erzielen und sich somit in die beste Ausgangslage für das Rennen bringen. Der junge Belgier gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes mit kontinuierlichen schnellen Rundenzeiten etwas ab. Lediglich Sylvestersson im BMW konnten ihm einigermaßen folgen. Zu Rennmitte wurden die Abstände durch eine Safety-Car-Phase aber egalisiert, was auch für zusätzliche Spannung im Hinblick auf die zweite Rennhälfte sorgte, als mit Hudson Schwartz und Gabriele Piana die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Ein perfekt getimter Boxenstopp von COSY Racing by ESM brachte zudem Springob bis auf die dritte Position vor, nachdem dieser den Aston Martin von Partner Gogollok übernommen hatte. Die zweite Rennhälfte sah ein taktisch geprägtes Rennen, in dem es auf den ersten drei Plätzen keine Änderungen mehr gab. Mit dem Toyota-Triumph gewann 2026 bereits die vierte unterschiedliche Marken im sechsten Saisonlauf der ADAC GT4 Germany. Cartelle/Schwartz konnten sich zudem auch über den Tageserfolg in der Junior-Wertung freuen.

Knapp vorbei am Podium fuhren Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW auf Platz vier. Die größte Aufholjagd des Rennens boten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), die im Mercedes-AMG GT4 vom Ende des Feldes bis auf die fünfte Position nach vorne stürmten und damit die Zuschauer an der Strecke begeisterten. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten im besten Porsche 718 Cayman GT4 Platz sechs erzielen, was sie als Zweitplatzierte der Tabelle zum nächsten Rennwochenende auf dem Nürburgring reisen lässt. Siebte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Für Stiefelhagen bedeutete dies auch den Triumph in der Rookie-Wertung. Die BMW-Markenkollegen Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport) wurden Achte. Mit Platz neun gewannen Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche auch die PRO-AM-Wertung. Die Top Zehn komplettierten deren Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). 

Stimmen nah dem Rennen

Lucas Cartelle – Sieger für CRT

„Unser erster Triumph in der ADAC GT4 Germany ist unglaublich schön, insbesondere da wir uns gestern im Rennen noch etwas schwer taten. Doch schon die Pole-Position am Morgen hat gezeigt, dass heute unser Tag werden könnte. Ich bin sehr stolz auf Hudson und das Team. Alle haben grandios gearbeitet.“

Hudson Schwartz – Sieger für CRT

„Auch ich freue mich riesig über den ersten Sieg in dieser so starken Rennserie. Morgen geht es direkt zurück in die USA, sodass ich dort gemeinsam mit meiner Familie etwas feiern werde. Das Team und Toyota haben und ein mega Auto hingestellt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Natürlich ist es klasse, dass wir die Tabellenführung zurückerobern konnten. Noch viel besser wäre es jedoch, wenn wir nach dem letzten Rennen der Saison ganz oben im Klassement stehen. Wir konnten uns im Vergleich zum Vortrag etwas steigern, doch der Toyota war heute einfach nicht zu schlagen. Am Nürburgring wollen wir dann die nächsten Laufsiege erzielen.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Die Tabellenführung zurückzuholen, ist ein schönes Ergebnis. Das Rennen heute war allerdings alles andere als einfach. Das Team hat aber einen sehr guten Job gemacht und wir haben das Maximum herausgeholt. Jetzt richten wir den Blick bereits auf den Nürburgring. Dort wollen wir an die Leistung anknüpfen und möglichst wieder ein ähnlich starkes Ergebnis einfahren.“

Jan Philipp Springob – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Es war definitiv ein gutes Wochenende für uns. Ich glaube, heute haben wir noch einmal alles herausgeholt, was möglich war. Fairerweise muss man aber sagen, dass wir einfach etwas zu langsam für die ganz vorderen Plätze waren. Die 15 Kilogramm Erfolgsballast waren sicherlich nicht hilfreich. Trotzdem haben wir die maximal möglichen Punkte mitgenommen und alles erreicht, was drin war. Jetzt wollen wir das am Nürburgring genauso wiederholen.“

Philipp Gogollok – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Ich bin sehr happy mit dem ganzen Team. Jan Philipp hat am Ende einen super Job gemacht und das Auto sicher nach Hause gebracht. So kann es weitergehen. Wir haben nur zehn Punkte Rückstand in der Meisterschaft - somit ist noch alles offen und wir geben weiter Gas. Heute war es zwar nicht ganz so spannend wie gestern. Wir hatten etwas mehr Luft nach hinten, deshalb war es ein wenig entspannter bis ins Ziel. Der BMW und der Toyota waren zum Ende hin mit unserem Gewichtsnachteil und ihren Voraussetzungen einfach etwas schneller als wir. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Das kann so weitergehen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Erste Pole-Position für Lucas Cartelle im Toyota

Erstmals seit 2022 beginnt ein Toyota GR Supra GT4 ein Rennen der ADAC GT4 Germany vom ersten Startplatz aus. Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei weitere Marken auf den ersten fünf Positionen.

Lucas Cartelle, Toyota GR Supra GT4
Foto: Jens Hawrda

Starke Leistung von Lucas Cartelle (18/BEL) in der Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Mit einer Zeit von 1:29,767 Minuten sicherte sich der Youngster im Toyota GR Supra GT4 die Pole-Position. „Es fühlt sich natürlich klasse an, das Rennen vom ersten Startplatz aus beginnen zu können. Das ist auf jeden Fall eine super Ausgangslage. Es gilt, die Konzentration hoch zu halten und den Fokus nicht zu verlieren“, so Cartelle, der zusammen mit Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) antritt. „Gestern hatten wir uns im Verlauf des Rennens etwas schwer getan. Wir haben am Abend und heute Morgen aber viel am Auto gearbeitet. Ich denke, uns ist ein Schritt gelungen. Wir freuen uns schon sehr auf das Rennen und hoffen, um das Podium kämpfen zu können.“

Für Cartelle ist es die erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany und für Toyota die zweite, nach dem Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring. Mit einem Rückstand von 0,644 Sekunden ging Startplatz zwei in Oschersleben an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Sylvestersson saß während der Qualifikation im BMW M4 GT4 und schaffte eine persönliche Bestzeit von 1:30,411 Minuten. Die dritte Position erzielten mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) die Sieger des Samstagsrennen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 lagen sie 0,689 Sekunden zurück.

Vierte wurden Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport), denen in einem weiteren BMW 0,860 Sekunden auf die Spitze fehlten. Die Top Fünf komplettierten Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im bestplatzierten Porsche 718 Cayman GT4. 

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:10 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 25. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Aston Martin feiert Start-Ziel-Sieg in Oschersleben

  • Zweiter Laufsieg 2026 für Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok
  • Bestes Saisonergebnis für Mercedes-AMG durch Platz zwei für Fellner-Feldegg/Böckmann
  • Piana/Sylvestersson komplettieren im BMW das Podium

Springob/Gogollok hohlen sich ihren zweiten Laufsieg 2026
Foto: Jens Hawrda

Volle Zuschauerränge, packende Zweikampf-Action und Dramatik bis zur allerletzten Kurve. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben bot nicht nur Unterhaltung der Extraklasse, sondern sah auch Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern auf dem Podest. Es triumphierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo konnte somit den zweiten Saisonsieg 2026 für sich verbuchen. Platz zwei ging knapp geschlagen an Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die sich im BMW M4 GT4 somit auf Platz zwei in der Tabelle verbesserten.

Springob startete das Rennen bereits von der Pole-Position aus und war auch der Pilot der ersten Rennhälfte. Bis zum obligatorischen Boxenstopp konnte er einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden auf den Rest des Feldes herausfahren. Dahinter ging es jedoch heftig zur Sache. Youngster Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4 sowie die beiden Routiniers Böckmann und Piana kämpften sehenswert um die beste Verfolger-Position. Zu Rennhalbzeit wurden dann unterschiedliche Strategien angewandt. Schwartz und Piana kamen gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters zum Wechsel auf Lucas Cartelle (18/BEL) bzw. Benjamin Sylvestersson herein, während Böckmann erst ganz zum Ende auf Teamkollege Fellner-Feldegg übergab.

Dieser Coup zahlte sich für Prosport Racing aus. Fellner-Feldegg konnte die zweite Position übernehmen und so Druck auf den führenden Philipp Gogollok aufbauen, der für Springob in den Aston Martin gestiegen war. Beide rückten im weiteren Rennverlauf immer dichter zusammen und begeisterten in einem fulminanten Duell die zahlreichen Fans an der Strecke. Letztendlich blieb die Reihung aber bestehen und Gogollok überquerte mit einem Vorsprung von knappen 0,358 Sekunden als Erster die Ziellinie. Er siegte damit zusätzlich auch in der Junior-Wertung.

Auch um den letzten Platz auf dem Podium entbrannte zu Rennende ein toller Zweikampf zwischen BMW-Pilot Sylvestersson und Cartelle im Toyota, den der M4 GT4-Pilot für sich entschied. Fünfte wurden im Mercedes-AMG Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) beim Heimspiel von BWT Mücke Motorsport. Schmied gewann damit auch die Rookie-Wertung. Rang sechs sicherten sich Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 somit die Tabellenspitze verteidigen konnten.

Auf Platz acht fuhren Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, alle BMW). Die Top Zehn komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Der Triumph in der PRO-AM-Wertung ging an Daniel Drexel (25/AUT) und Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel, beide Razoon - more than Racing) im BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM

„Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM

„Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz zwei für Prosport Racing

„Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing

„Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“

Gabriele Piana – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“

Benjamin Sylvestersson – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“


ADAC GT4 Germany: Pole-Position für Aston Martin in Oschersleben

Jan Philipp Springob von COSY Racing by ESM sicherte sich die Bestzeit in der Qualifikation für das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Vier unterschiedliche Marken in den Top Fünf.

Jan Philipp Springob Aston Martin Vantage AMR GT4 #4
Foto: Jens Hawrda

Jan Philipp Springob (25/Olpe) war in der Qualifikation für das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in Oschersleben nicht zu schlagen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 von COSY Racing by ESM umrundete er die 3,667 Kilometer lange Strecke in 1:29,493 Minuten. Es ist Springobs vierte Pole-Position in der Sportwagen-Serie des ADAC und seine erste in Oschersleben.

„Nach dem Ergebnis der freien Trainings vom Vortrag hätten wir tatsächlich nicht mit der Pole-Position gerechnet. Aber unser Auto scheint, auf eine Runde sehr gut zu funktionieren“, so Springob, der sich den Aston Martin mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) teilt. „Nun sind wir gespannt auf das Rennen. Doch von vorne loszufahren, ist auf jeden Fall kein Nachteil. Unser Ziel ist ganz klar der Sieg!“ Bereits beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring konnten Springob/Gogollok einen Laufsieg für sich verbuchen.

Mit lediglich 0,130 Sekunden Rückstand ging Platz zwei an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT), die 2026 ihr Debüt-Jahr in der ADAC GT4 Germany absolvieren. Es ist das beste Qualifikationsergebnis eines Toyota GR Supra GT4 in der Motorsport Arena Oschersleben. Dritte wurden Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR), denen im Mercedes-AMG GT4 von BWT Mücke Motorsport 0,165 Sekunden auf Springob fehlten. Somit konnten Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern die ersten drei Positionen der Qualifikation einnehmen. 

In einem weiteren Mercedes-AMG belegten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) mit einem Rückstand von 0,434 die vierte Position. Die Top Fünf komplettierten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4.

Die aktuellen Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) erreichten im Porsche 718 Cayman GT4 die achte Position. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in Oschersleben wird um 15:10 Uhr gestartet.


Freitag, 24. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: BMW-Pilot Piana erzielt Tagesbestzeit am Freitag

Gabriele Piana war im zweiten freien Training der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben nicht zu schlagen. Hinter seinem BMW lagen zwei Mercedes-AMG und ein Toyota.

Gabriele Piana BMW M4 GT4 #51
Foto: Jens Hawrda

Beim dritten Rennwochenende 2026 der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben ist der erste Trainingstag beendet - und das Feld präsentierte sich eng beisammen. Im zweiten freien Training ging die Bestzeit mit 1:30,873 Minuten an Gabriele Piana (39/ITA), der sich einen BMW M4 GT4 mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) teilt. Für Piana ist Oschersleben ein erfolgreiches Pflaster. Auf der 3,667 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde konnte er bereits sechs Laufsiege in der ADAC GT4 Germany feiern.

„Das Auto und auch die Strecke haben sich heute ganz gut angefühlt. Grundsätzlich gefällt mir Oschersleben; ich bin hier sehr gerne unterwegs – und das nicht nur, weil ich hier schon einige Rennen gewinnen konnte“, erklärt Piana. „Auch an diesem Rennwochenende würden wir gerne ganz oben auf dem Podium stehen. Mal sehen, ob uns das gelingt, denn erst im Verlauf des Rennwochenendes werden wir beurteilen können, wie stark die Konkurrenz wirklich ist.“

Piana stellte mit seiner Runde zudem auch die Tagesbestzeit der ADAC GT4 Germany in Oschersleben auf. Mit einem Rückstand von 0,080 Sekunden ging Platz zwei an Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) im Mercedes-AMG GT4. Das ist gleichzeitig auch das bislang beste Saisonresultat des Duos von BWT Mücke Motorsport. 

Dritte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), denen in einem weiteren Mercedes-AMG 0,160 auf die Spitze fehlten. Direkt dahinter folgten mit einem Rückstand von 0,317 Sekunden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Die beiden Youngster geben 2026 ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany und konnten im Laufe der Saison bereits mehrmals mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen.

Die Top Fünf komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) im BMW. Am Samstag geht es mit der Action in der ADAC GT4 Germany spannend weiter. Ab 09:15 Uhr startet die erste Qualifikation.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: BMW vor Ginetta im ersten Training

Linus Hahne setzte im ersten freien Training beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben die Bestzeit. Fahrzeuge von drei Marken auf den ersten vier Positionen.

Linus Hahne BMW M4 GT4 #77
Foto: Jens Hawrda

Das dritte Rennwochenende der Saison 2026 in der ADAC GT4 Germany ist eröffnet: Am Freitagmorgen fand in der Motorsport Arena Oschersleben bereits das erste freie Training statt - und da war BMW-Pilot Linus Hahne (22/Oelde, ME Motorsport) nicht zu schlagen. Im M4 GT4 umrundete er die 3,667 Kilometer lange Strecke in exakt 1:31,207 Minuten. 

„Ich bin wirklich sehr gerne in Oschersleben unterwegs. Die Strecke und das Auto haben sich gut angefühlt. Auch fahrerisch hat in meiner schnellsten Runde alles zusammengepasst“, freute sich Hahne, der sich das Cockpit mit Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) teilt. „Wir haben uns für das Rennwochenende einiges vorgenommen, möchten vorne mitfahren und im besten Fall aufs Podest kommen. Sicherlich sind Qualifikation und das Rennen aber eine ganz andere Hausnummer, als das freie Training. Doch wir sind bereit.“ Tatsächlich war es die erste Bestzeit überhaupt von Linus Hahne in seiner bisherigen ADAC GT4 Germany-Karriere.

Mit einem Rückstand von 0,402 Sekunden ging Platz zwei der Session an die Ginetta G56 GT4 von Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing). Bertilsson drehte die schnellste Runde des Fahrzeuges und führte damit weite Teile der Session an. Erst kurz vor Schluss konnte ihn BMW-Pilot Hahne noch von der Spitze verdrängen.

Lediglich weitere fünf Tausendstelsekunden zurück lagen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Das Duo befindet sich aktuell auf Platz drei der Gesamtwertung und ist mit dem klaren Ziel nach Oschersleben gereist, die Tabellenspitze zurückzuerobern. Vierte wurden mit einem Rückstand von 0,448 Sekunden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4. Damit befanden sich Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten vier Positionen, was die Ausgeglichenheit im Feld unterstreicht.

Die Top Fünf komplettieren Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, Mercedes-AMG) beim großen Heimspiel ihres Teams BWT Mücke Motorsport. 

Quelle: adac-motorsport.de


Dienstag, 21. Juli 2026

Wer wird Halbzeit-Champion der ADAC GT4 Germany 2026?

  • Denny Berndt/Lachlan Robinson kommen als Tabellenführer nach Oschersleben
  • Heimspiel für BWT Mücke Motorsport
  • Sport1 bringt die ADAC GT4 Germany ins Free-TV

Die beiden Porsche von AVIA W&S Motorsport kämpfen um die Tabellenspitze
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für das dritte Rennwochenende der Saison 2026. Schauplatz ist vom 24. bis 26. Juli die Motorsport Arena Oschersleben in der Magdeburger Börde. Bereits die ersten beiden Events 2026 haben jede Menge Spannung und Dramatik geboten – und genau das wird auch für den Auftritt auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands prognostiziert, auf der die ADAC GT4 Germany zudem Saisonhalbzeit feiert. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM, was volle Zuschauerränge garantiert. Tickets für Oschersleben gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Sport1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV. Beide Rennen starten am Samstag und Sonntag um 15:10 Uhr und sind im Livestream auf Sport1.de und ServusTV On zu sehen. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:15 Uhr und am Sonntag ab 10:00 Uhr live übertragen.

Als Tabellenführer reisen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) nach Oschersleben. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hat bislang alle Saisonrennen auf dem Podium beendet und zählt somit zu den ganz großen Favoriten. „Natürlich ist es das Ziel, auch nach Oschersleben im Klassement vorne zu liegen. Aber wichtiger als ein Halbzeit-Titel wäre es, am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle zu stehen. Oschersleben hat viele lang gezogene Kurven. Somit gilt es, schnell in die Ecken hineinzufahren und viel Speed mitzunehmen. Sicherlich werden wir einiges an Arbeit haben, um ein perfektes Set-up zu finden“, erklärt Berndt, der in Oschersleben auch Heimspiel hat. „Im Vergleich zu anderen Rennwochenenden werden einige Leute mehr mitkommen. Ich freue mich schon jetzt, mit ihnen abends zusammenzusitzen und über die Rennen zu philosophieren.“

Mit lediglich neun Punkten Rückstand liegen die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) auf Tabellenplatz zwei. Sie haben in drei der vier bisherigen Saisonrennen auf dem Podium gestanden. Weitere sieben Zähler zurück befinden sich Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 das Auftaktrennen auf dem Red Bull Ring für sich entschieden. Ebenfalls noch aussichtsreiche Chancen auf den inoffiziellen Titel des Halbzeit-Champions haben Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4.

Die kürzeste Anreise nach Oschersleben hat BWT Mücke Motorsport. Der Traditionsrennstall aus Berlin bestreitet somit ebenfalls sein Heimspiel und setzt dabei auf eine vielversprechende Fahrerpaarung. Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) teilen sich den pinkfarbenen Mercedes-AMG GT4. Schmid gibt 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany. Mit Erfolg: Nach zwei Klassensiegen und zwei weiteren zweiten Plätzen führt die Nachwuchshoffnung die Rookie-Wertung der ADAC GT4 Germany an.

„Mir macht es einfach richtig viel Spaß, mit BWT Mücke Motorsport und dem Auto an den Rennwochenenden der ADAC GT4 Germany anzutreten. Oschersleben sollte unserem Mercedes-AMG richtig gut liegen, da es viele Kurven und wenige Geraden gibt. Somit hoffe ich auf gute Ergebnisse. Vielleicht gelingt uns sogar ein Resultat in den Top Fünf. Ziel ist auf jeden Fall immer der Laufsieg in der Rookie-Wertung“, blickt Schmid voraus. „Tatsächlich hatte ich letztes Jahr im Oktober in Oschersleben meinen ersten GT4-Test mit dem Team. Schon damals hat mir die Strecke sehr gut gefallen.“


Montag, 6. Juli 2026

ADAC GT4 Germany Norisring: Porsche triumphiert auch am Sonntag doppelt

  • Erster Triumph für Alon Gabbay/Maximilian Schreyer in ADAC GT4 Germany
  • Denny Berndt/Lachlan Robinson festigen mit Platz zwei die Tabellenführung
  • Zweites Podium für Toyota-Duo Lucas Cartelle/Hudson Schwartz

Ganze vorne auf dem Norisring lagen zwei Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Triumph für Porsche beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Nach einem Doppelsieg im Samstagsrennen konnten sich auch in Lauf zwei am Sonntag zwei 718 Cayman GT4 ganz vorne im Klassement platzieren. Es siegten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS). Für Gabbay/Schreyer ist es der erste Erfolg überhaupt in der ADAC GT4 Germany. Berndt/Robinson konnten mit Platz zwei ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Rang drei ging nach einem starken Fight an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Damit standen dieselben sechs Piloten wie am Vortag auf dem Podium.

Gabbay begann das Rennen auf dem so spektakulären Straßenkurs in Nürnberg bereits von der Pole-Position aus. Er gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ein wenig ab. Lediglich Mannschaftsgefährte Berndt konnte dem Israeli folgen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten prägten die beiden Porsche-Piloten die erste Rennhälfte und hatten bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von rund zehn Sekunden angehäuft. Das Duell um die Spitze dauerte zunächst noch weiter an, als mit Maximilian Schreyer und Lachlan Robinson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Dann gab es aber den Rückschlag für Berndt/Robinson. Die Rennleitung ahndete ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse – und beorderte Robinson als Konsequenz zweimal in die sogenannte Penalty-lap, was einen Zeitverlust von in etwa zehn Sekunden bedeutete. Somit konnte Schreyer zu einem ungefährdeten Sieg fahren, der für ihn und Alon Gabbay auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Berndt/Robinson stellten dennoch Platz zwei klar und fahren somit als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende Juli in der Motorsport Arena Oschersleben.

Noch spannender ging es im Duell um Platz drei zu. Toyota-Pilot Lucas Cartelle und ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) kämpften in der Schlussphase rundenlang Rad-an-Rad und entzückten so die zahlreich angereisten Zuschauer. Über das Wochenende kamen 118.000 Zuschauer an den Norisring, sodass sowohl am Samstag als auch am Sonntag alle Plätze restlos ausverkauft waren. Letztendlich setzte sich Cartelle durch und konnte sich gemeinsam mit Teamkollege Hudson Schwartz über das zweite Podium in Folge freuen. Piana und Partner Benjamin Sylvestersson (19/FIN) festigten mit Platz vier den Bronze-Rang in der Tabelle.

Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Platz acht holten sich Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche, die in der ersten Rennhälfte noch auf der dritten Position unterwegs waren. Das Duo siegte somit auch in der PRO-AM-Wertung. Neunte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen konnte sich dadurch auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4.

Stimmen zum Rennen

Alon Gabbay – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“

Maximilian Schreyer – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“

Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“

Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“


Samstag, 4. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Porsche-Doppelsieg im Samstagsrennen auf dem Norisring

  • Robinson/Berndt holen ersten Saisonsieg für Porsche und gewinnen auch Junior-Wertung
  • AVIA W&S-Teamkollegen Gabbay/Schreyer knapp geschlagen
  • Toyota-Duo Cartelle/Schwartz mit erstem Podium 2026

Doppelsieg für die Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel im Porsche-Lager nach dem Samstagslauf der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. In einem unterhaltsamen und actionreichen Rennen triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). Nach BMW und Aston Martin konnte sich nun im dritten Saisonrennen die dritte Marke in die Siegerliste eintragen. Das Podium auf dem Norisring komplettierten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Für Berndt/Robinson gab es gleich doppelten Grund zur Freude: Sie führen erstmals in ihrer ADAC GT4 Germany-Karriere die Tabelle an.

Robinson konnte das Rennen im 718 Cayman GT4 bereits von der Pole-Position aus aufnehmen. Der Australier setzte sich zunächst auch leicht vom restlichen Feld ab. Lediglich Markenkollege Schreyer konnte ihm im Anschluss folgen. Stark präsentierte sich in der ersten Rennhälfte aber auch ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA), der im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport von Startplatz sechs bis auf die dritte Position nach vorne fuhr. Gegen die beiden führenden Porsche konnte Piana jedoch nichts ausrichten.

Auch nach den obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel blieb die Reihung auf den ersten drei Plätzen zunächst gleich. Dann drehte aber Benjamin Sylvestersson (19/FIN), der für Piana in den BMW stieg auf - und machte Druck auf Gabbay, der von Schreyer übernommen hatte. Mit einem sehenswerten Ausbremsmanöver bei der Anfahrt auf die Spitzkehre konnte Sylvestersson schließlich Platz zwei übernehmen. Nach und nach kam er auch an den führenden Denny Berndt heran, der zu Rennmitte ins Cockpit von Robinson gestiegen war. In der vorletzten Runde gab es jedoch den Rückschlag für den Finnen. Ein Reifenschaden verhinderte seinen weiteren Vormarsch und ließ ihn bis auf die neunte Position zurückfallen. Somit fuhren Berndt/Robinson zu einem ungefährdeten Laufsieg und konnten sich auch über den Triumph in der Junior-Wertung freuen. Hinter Gabbay überquerte Toyota-Pilot Hudson Schwartz auf der dritten Position die Ziellinie. Schwartz und sein Teamkollege Cartelle waren über das gesamte Rennen in unzählige Duelle verwickelt und mussten somit hart für das erste Podium ihres belgischen Rennstalls CRT kämpfen.

Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) beendeten das Rennen in einem weiteren BMW auf Platz vier vor Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 sowie Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW). Rang sieben ging an Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW), BMW) gefolgt von Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Die Top Zehn komplettierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG). Schmid machte somit auch den Triumph in der Rookie-Wertung klar. Den Erfolg in der PRO-AM-Wertung sicherten sich Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (19/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Ich könnte nicht glücklicher sein. Natürlich reisen wir hier alle an, um zu gewinnen. Doch uns ist es dieses Mal gelungen. Wir freuen uns sehr über das Resultat und versuchen morgen alles, um direkt noch einmal vorne zu sein.“

Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Hier zu gewinnen, ist natürlich super. Somit werden wir heute auch gemeinsam ein wenig feiern. Wir starten das Sonntagsrennen ebenfalls aus der ersten Reihe und wollen dann direkt noch einmal nachlegen. Hoffentlich gelingt uns dann erneut ein gutes Resultat.“

Maximilian Schreyer – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Der Ergebnis fühlt sich mega an. Der Norisring ist eine meiner Lieblingsstrecken - denn hier zu fahren, ist immer speziell. Das Rennen lief für uns recht gut. Wir hatten aber auch ein wenig Glück, als der BMW kurz vor Schluss zurückfiel. In Summe sind wir richtig happy mit unserer Performance.“

Alon Gabbay – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Es ist mein erstes Podium auf dem Norisring. Darauf habe ich wirklich lange hingearbeitet. Somit ist für mich gerade alles extrem emotional. Morgen starte ich von der Pole-Position. Dann möchten wir uns den Sieg holen.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Ein Podium tut einfach immer gut, insbesondere da wir am Red Bull Ring einen schlechten Saisonstart hatten. Nun konnten wir gute Punkte für die Meisterschaft einfahren. Hoffentlich können wir im Sonntagsrennen direkt das nächste Podium erzielen.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Lucas hat in der ersten Rennhälfte klasse vorgelegt. Als ich dann ins Auto stieg, fokussierte ich mich darauf, auf die vor mir fahrenden Fahrzeuge aufzuschließen. Natürlich sind wir super glücklich über den dritten Platz. Danke an Toyota und an unser Team.“

ADAC GT4 Germany: Zweimal Pole-Position für Porsche am Norisring

Lachlan Robinson und Alon Gabbay von AVIA W&S Motorsport sichern sich jeweils die ersten Startplätze für die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. Porsche, Mercedes-AMG, Toyota und Ginetta in den ersten beiden Startreihen.

#31 Lachlan Robinson / Denny Berndt / Porsche 718 Cayman GT4 RS CS / AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Spannende Action in den beiden Qualifikationen der ADAC GT4 Germany beim zweiten Rennwochenende auf dem Norisring. In zwei intensiven Sessions auf dem 2,162 Kilometer langen Stadtkurs im Süden Nürnbergs setzte sich letztendlich Porsche durch. Lachlan Robinson (22/AUS) holte im 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport die Pole-Position für das Samstagsrennen. Mannschaftsgefährte Alon Gabbay (22/ISR) wird Lauf zwei am Sonntag von ganz vorne beginnen.

„Nach dem Training am Freitag war uns klar, dass wir hier stark sein würden und in der Qualifikation eine Rolle spielen könnten“, meinte Robinson, der sich den Porsche mit Denny Berndt (21/Berlin) teilt, nach seiner Quali-Runde von 52,866 Sekunden. „Im Rennen gilt es dann zunächst vorsichtig zu agieren, da es hier nicht wirklich viele Auslaufzonen gibt. Somit kann viel passieren. Durch die Qualifikation haben wir nun schon mal die beste Ausgangslage. Mal sehen, wie es ausgeht.“

Mit einem Rückstand von lediglich 0,060 Sekunden ging Platz zwei in der ersten Qualifikation an die Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg), wobei Schreyer die Session bestritt. Dritte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), die 0,401 Sekunden zurücklagen. Dahinter folgten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4.

Auch nach der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurde bei AVIA W&S Motorsport mächtig gejubelt. Drei Porsche des Rennstalls aus Baden-Württemberg platzierten sich auf den ersten drei Positionen. Mit einer Zeit von 52,951 Sekunden schnappte sich Alon Gabbay die Pole-Position. „Die Freude ist natürlich riesig, da ich zum ersten Mal überhaupt vom ersten Startplatz aus in der ADAC GT4 Germany losfahren werde“, strahlte Gabbay. „Wir haben nun eine sehr gute Ausgangslage für beide Rennen und werden richtig Gas geben. Unser klares Ziel sind zwei Siege.“

Denny Berndt beendete die zweite Qualifikation mit knappen 0,033 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Dritte wurden die Teamkollegen Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA), die 0,204 Sekunden zurücklagen. Die Top Vier komplettierten Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4.

Das Samstagrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:10 Uhr gestartet und auf youtube.com/adacmotorsports, SPORT1.de, ServusTV On und Joyn vollumfänglich im Livestream gezeigt.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Mercedes-AMG mit Tagesbestzeit auf dem Norisring

Marek Böckmann von Prosport Racing markierte im zweiten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring die Spitze. Mit Mercedes-AMG, Porsche, BMW und Toyota fuhren Fahrzeuge von vier Marken auf die ersten fünf Plätze.

#26 Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg / Mercedes-AMG GT4 / Prosport Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Im zweiten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring ging es richtig eng zur Sache. In einer spannenden Session lag am Ende Marek Böckmann (29/Lautersheim) im Mercedes-AMG GT4 von Prosport Racing mit einer Zeit von 53,731 Sekunden an der Spitze. „Ich hatte schon bei der Anreise ein ganz gutes Gefühl. Aber dass es gleich so gut klappt, hätte ich überhaupt nicht erwartet. Somit bin ich mehr als zufrieden und werde heute ganz entspannt einschlafen“, freute sich Böckmann, der sich das Fahrzeug mit Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) teilt. „Nach unserer Leistung heute ist es mein Ziel, am Wochenende auf das Podium zu fahren.“ Böckmanns Runde stellte zudem die Tagesbestzeit der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring dar.

Die Konkurrenz lag auf dem 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg jedoch nicht weit entfernt. Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) hatten im Porsche 718 Cayman GT4 lediglich 0,020 Sekunden Rückstand. Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg) kamen im BMW M4 GT4 mit 0,057 Sekunden Rückstand auf Platz drei.

Deren FK Performance Motorsport-Teamkollegen Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport) lagen lediglich eine weitere Tausendstelsekunde zurück. Mit 0,075 Sekunden Rückstand komplettierten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 die Top Fünf.

Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Herstellern innerhalb einer Dreiviertel-Zehntelsekunde sprechen nicht nur für die Ausgeglichenheit im Feld, sondern versprechen auch Hochspannung für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. 

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Porsche macht im ersten Training die Pace

Laurenz Rühl war im ersten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring nicht zu schlagen. Der Wimmer Werk Motorsport-Pilot lag vor zwei Porsche-Markenkollegen sowie Mercedes-AMG und BMW.

Das zweite Rennwochenende 2026 der ADAC GT4 Germany ist eröffnet: Auf dem legendären Norisring in Nürnberg fand am Freitagmorgen das erste freie Training statt - und da lag Porsche an der Spitze des Feldes. Mit 54,017 Sekunden ging die Bestzeit an Laurenz Rühl (19/Friedrichdorf) im 718 Cayman GT4 von Wimmer Werk Motorsport. „Einen besseren Start ins Rennwochenende kann man sich nicht wünschen. Ich hätte mit einem Platz in den Top 15 gerechnet. Doch es wurde Platz eins“, strahlte Rühl, der sich das Cockpit mit Gentleman-Pilot Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) teilt. „Das Team hatte mir die gute Nachricht gar nicht am Funk verraten. Erst als im Teamzelt gefeiert wurde, klärten sie mich auf. Das Ziel für die Rennen am Norisring ist ein Platz in den Top Zehn.“ Es ist zudem das erste Mal überhaupt, dass Rühl eine Session der ADAC GT4 Germany an der Spitze abschloss.

Porsche präsentierte sich im ersten freien Training insgesamt recht stark aufgestellt. Platz zwei ging mit einem Rückstand von 0,129 Sekunden an den 718 Cayman GT4 von Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS). Dieses Duo liegt aktuell auch auf Platz zwei der Punktetabelle und hat sich für den Norisring einiges vorgenommen. Direkt dahinter folgten deren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg), denen 0,185 Sekunden auf die Spitze fehlten.

Wie üblich ging es in der ADAC GT4 Germany auf den ersten Positionen bunt zu. Mit einem Rückstand von 0,237 Sekunden holten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 die vierte Position. Die Top Fünf komplettierten Daniel Drexel (25/AUT) und Simon Birch (19/DEN, beide Razoon - more than Racing). Birch gibt auf dem Norisring sein Comeback in der ADAC GT4 Germany, nachdem er zuletzt 2024 auf dem Hockenheimring in der Serie unterwegs war. Das Duo pilotiert einen BMW M4 GT4. Drexel hatte den Saisonauftakt 2026 auf dem Red Bull Ring noch in einem Porsche absolviert.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 3. Juli 2026

Es wird wieder eng: ADAC GT4 Germany gastiert auf dem Norisring

  • Tabellenführer Piana/Sylvestersson peilen nächsten Sieg an
  • Verfolger Philipp Gogollok hochmotiviert
  • SPORT1 bringt die ADAC GT4 Germany ins Free-TV

Tabellenführer Gabriele Piana will auch auf dem Norisring siegen
Foto: ADAC-Motorsport

Großes Spektakel für die ADAC GT4 Germany: Auf dem legendären Norisring bestreitet die ADAC Serie ihr zweites Rennwochenende des Jahres 2026 – und dieses hat einen ganz außergewöhnlichen Charakter. Denn der 2,162 Kilometer lange Kurs im Süden Nürnbergs ist mit langen Geraden und nur fünf Kurven der einzige Stadtkurs in Deutschland. Das verspricht einiges an Action und Spannung. Somit gilt es für Piloten, Rennwagen und Teams den ultimativen Null-Fehler-Job zu erledigen. Nur so kann die Herausforderung Norisring erfolgreich bewältigt werden. 19 Rennwagen der sechs Marken Aston Martin, BMW, Ginetta, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota sind für das Event auf den Straßen Nürnbergs eingeschrieben. Tickets für den Norisring gibt es online im Vorverkauf ab 74 Euro unter dtm.com. Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden wie üblich auf sport1.de, ServusTV ON, Joyn und youtube.com/adacmotorsports umfänglich im Live-Stream gezeigt. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV.

Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) an den Norisring. Das BMW M4 GT4-Duo konnte beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring das Samstagsrennen gewinnen und stand auch in Lauf zwei auf dem Podium. „Ganz klar, unser Ziel für den Norisring sind zwei Siege. Doch erst nach den freien Trainings am Freitag können wir wirklich einschätzen, wo wir stehen. Es soll wohl recht warm werden, was unserem Paket entgegenkommt, sodass wir konkurrenzfähig sein dürften. Somit fahre ich entspannt zum Norisring und möchte die Tabellenführung verteidigen“, meint Piana. „Der Norisring hat ein spannendes Layout. Insbesondere die Kurvenkombination auf dem Rückweg in Richtung Steintribüne gefällt mir, da man dort mit viel Speed durchfährt. Für die Zuschauer und die Show im Allgemeinen ist der Norisring ideal.“

Piana/Sylvestersson haben aktuell einen Vorsprung von neun Punkten auf die Porsche 718 Cayman GT4-Fahrer Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Mit 14 Punkten Rückstand in der Tabelle treten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) an. Auch die Aston Martin Vantage AMR GT4-Piloten waren beim Auftakt auf dem Red Bull Ring bereits siegreich.

„Ich freue mich sehr auf den Norisring. Hoffentlich können wir dort genauso weitermachen wie zuletzt in Österreich. Da wir dieses Jahr den Titel gewinnen möchten, sind zwei Podiumsplatzierungen das Ziel fürs Rennwochenende. Die Qualifikation wird eine Schlüsselrolle inne haben, da auf einem Stadtkurs das Überholen in der Regel nicht einfach ist. Es gilt, keine Risiken einzugehen und keine Fehler zu machen, denn die nächste Leitplanke/Mauer ist nie weit entfernt. Doch mein Teamkollege JP und ich sind professionell genug, uns von den Wänden fernzuhalten. Grundsätzlich kommt unser Aston Martin mit dem neuen Pirelli-Reifen sehr gut zurecht. Insgesamt sollten wir also gut aufgestellt sein, um auf dem Norisring angreifen zu können.“

Neben Aston Martin, BMW und Porsche zählt auf jeden Fall auch Mercedes-AMG zum ganz großen Favoritenkreis. Im Vorjahr gewann die Marke mit dem Stern beide Läufe im sogenannten fränkischen Monaco. Erstmals überhaupt in der Geschichte der ADAC GT4 Germany sind Fahrzeuge von Ginetta und Toyota auf dem Norisring unterwegs. Nach der gezeigten Performance zuletzt auf dem Red Bull Ring dürften auch diese beiden für eine vordere Platzierung in Frage kommen.


Donnerstag, 4. Juni 2026

ADAC GT4 Germany: Springob: „Die ADAC GT4 Germany ist weltweit führend“

#4 Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok / Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo / COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Jan Philipp Springob zählt nicht nur zu den bekanntesten Piloten der ADAC GT4 Germany, sondern hat auch abseits der Rennstrecke so einiges drauf. Der Aston Martin-Fahrer erläutert, warum er sich seit 2019 in der Serie wohlfühlt.

Jung, schnell und einer der absoluten Sympathieträger im Fahrerlager der ADAC GT4 Germany: Jan Philipp Springob (Olpe) ist nicht nur einer der ganz großen Player in der GT4-Serie des ADAC, sondern auch extrem erfolgreich unterwegs. Das zeigte der 25-Jährige direkt schon beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring, als er gemeinsam mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 das Sonntagsrennen gewann und aktuell auf Platz drei der Tabelle liegt.

„Alleine schon wegen des Triumphs im Sonntagsrennen sind wir mit dem Rennwochenende zufrieden. Dennoch war es sehr ärgerlich, dass wir im Samstagsrennen mit einem fast schon sicheren Podiumsergebnis in der Hand unglücklich weit zurückgefallen sind“, blickt Springob auf den Red Bull Ring zurück. In seinem Aston Martin wurde eine Fehlermeldung angezeigt, sodass das Fahrzeug einmal komplett neu hochgefahren werden musste. Somit war am Ende nicht mehr als Platz zehn drin. Beim anstehenden Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring möchte Springob gemeinsam mit Teamkollege Gogollok dann aber direkt das nächste Podium nachlegen.

Im Leben von Jan Philipp Springob dreht sich alles um das Thema Auto. Er hat bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Kart-Slalom begonnen. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kart-Rundstrecke. Mit Erfolg: 2017 und 2018 gewann er das ADAC Kart Masters. Davon motiviert wurde Springob 2019 für zwei Jahre in die ADAC Stiftung Sport aufgenommen. „Durch diese Förderung war der Sprung in den GT4-Sport möglich“, erklärt Springob. Sein Debütjahr schloss er auf Platz zwei der Junior-Wertung ab. 2020 machte der Westfale einen Abstecher in die damals existierende DTM Trophy. Seit 2021 ist er wieder regelmäßig in der ADAC GT4 Germany am Start.

„Ich verdiene mit dem Motorsport mein Geld. Somit ist bei mir alles sponsorenbasierend. Meiner Meinung nach ist die ADAC GT4 Germany in Bezug auf die nötigen Ausgaben und den tatsächlichen Gegenwert, den man erhält, weltweit mit Abstand das führende Paket. Wir fahren auf der DTM-Plattform, sind im Fernsehen vertreten und haben ultra spannende Rennen. Das spiegeln mir auch die Sponsoren wider“, stellt Springob klar. „Davon abgesehen, macht mir das Fahren in der Serie wahnsinnig viel Spaß.“

Nicht nur im Cockpit, sondern auch abseits der Rennstrecke hat Springob einiges drauf. Er schreibt aktuell seine Bachelorarbeit im Bereich Fahrzeugtechnik. Darüber hinaus arbeitet er für verschiedene Hersteller als Instruktor bei beispielsweise Markteinführungen von neuen Modellen, Händlerschulungen oder Kundentrainings.

Ein regelrechter Farbtupfer im Feld der ADAC GT4 Germany ist auch Springobs Aston Martin. Auf dem Fahrzeug ist ein markanter Hacker zu sehen, der auf seinen Hauptsponsor aus der Internetsicherheitsbranche zurückgeht. „Mit den Chefs der COSY Systeme bin ich in einem Unternehmernetzwerk, sodass wir uns regelmäßig morgens treffen. Einmal haben wir über ein Sponsoring gesprochen“, verrät Springob. „Eine Woche später hatte ich morgens um 6 Uhr gerade meinen Kaffee in der Hand, als ich die Zusage bekam. Somit konnten wir letztes Jahr in der ADAC GT4 Germany antreten und haben auch dieses Jahr wieder eine richtig gute Fahrerpaarung.“

In der ADAC GT4 Germany fühlt sich Springob richtig wohl. „Mein ursprüngliches Ziel war es, mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Das habe ich nun erreicht. Somit bin ich schon mal super happy. Natürlich versucht man stets weiterzukommen und strebt nach größeren Dingen. Mein größter Wunsch wäre es, irgendwann in der DTM zu fahren“, so Springob. „Daran arbeiten wir – vielleicht klappt es in den nächsten Jahren.“

Quelle: adac-motorsport.de

Samstag, 23. Mai 2026

ADAC GT4 Germany: Piana: „Will noch zehn Jahre in ADAC GT4 Germany bleiben“

Gabriele Piana, BMW M4 GT4 Evo, FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana ist einer der Stars der ADAC GT4 Germany und zählt zu den beliebtesten Piloten im Fahrerlager. Im Interview verrät der Italiener, was ihm an der Serie gefällt und welche Situation ihm etwas peinlich war.

Er ist eines der ganz großen Gesichter der ADAC GT4 Germany: Gabriele Piana (39) hat als einziger Pilot überhaupt alle 85 Rennen der Seriengeschichte absolviert – und das mit herausragendem Erfolg: 2021 holte der Italiener den Fahrer-Titel und drei weitere Male (2019, 2020, 2024) wurde er Vize-Champion. Piana gewann 18 Rennen und erzielte sechs Pole-Positions. Im Interview blickt Piana auf seine bisherige Zeit in der ADAC GT4 Germany zurück.

Gabriele, du bist der erfahrenste und erfolgreichste Pilot der ADAC GT4 Germany und eines der Aushängeschilder. Was war bislang der schönste Moment in knapp acht Jahren in der Serie.

Piana: „Natürlich ist der Titel 2021 das ganz große Highlight. Insgesamt habe ich die Zeit zusammen mit Michael Schrey sehr genossen. Wir konnten zweimal fünf Rennen pro Saison gewinnen – was niemand anderem gelungen ist. Aber tatsächlich haben wir es 2024 auch geschafft, trotz der fünf Siege den Titel zu verpassen (lacht). Ich erinnere mich auch immer gerne an den Sachsenring 2023. Das war eines der besten Rennen meiner Karriere. Insgesamt fühle ich mich in der Serie extrem wohl.“

Was war der persönlich schlimmste Moment in dieser Zeit?

„Die mit Abstand fürchterlichste Erinnerung ist das Samstagsrennen 2021 beim Finale auf dem Nürburgring, als ich an der Box vorbeifuhr und wir so fast den Titel verloren hätten. So etwas wünsche ich nicht einmal meinem größten Feind. Das war wirklich peinlich. Aber manchmal braucht es genau diese Momente mit einem Tief, um sich weiterzuentwickeln.“

Wie hat sich die ADAC GT4 Germany seit 2019 entwickelt?

„Das Niveau wurde immer höher. Die Serie ist von Jahr zu Jahr besser geworden und mit konkurrenzfähigeren Fahrzeugen besetzt. Alles ist mittlerweile viel professioneller aufgestellt – auch in Bezug auf die Teams. So ist Motorsport. Wir kämpfen alle, um zu gewinnen.“

Warum kommst du jedes Jahr wieder zurück in die ADAC GT4 Germany? Was ist der Reiz an der Serie?

„Also ich habe schon zweimal die Formel 1 abgelehnt, nur um in der ADAC GT4 Germany zu fahren (lacht). Aber Spaß beiseite. Ich finde die ADAC GT4 Germany wirklich klasse. Mir gefällt das Format mit zwei Sprintrennen. Das Rennwochenende im Rahmen der DTM mit vielen Zuschauern vor Ort ist herausragend. Auch die Strecken sind super. Auf nationalem Niveau gibt es weltweit keine GT4-Meisterschaft, die so konkurrenzfähig ist.“

Was bereitet dir im GT4-Cockpit Spaß?

„Die GT4-Autos haben etwas weniger Grip und weniger Aerodynamik als die GT3. Somit sind sie nicht ganz so sensibel. Das bedeutet: Auch wenn nach Berührungen im Rennen ein paar Teile weggeflogen sind, fährt das Auto noch fast genauso gut weiter. Man kann immer kämpfen oder außen herum überholen. Im Vergleich zum GT3 geht es also mehr um das Managen des Grips als um die Peak-Performance.“

Seit 2019 hat die ADAC GT4 Germany acht Strecken besucht. Welche ist dein Favorit?

„Das muss auf jeden Fall Oschersleben sein! Mir gefällt die Strecke einfach und außerdem war ich dort immer recht erfolgreich unterwegs. Zandvoort vor dem Umbau fand ich auch super. Der Kurs war sehr besonders.“

Was sind deine Pläne für die Zukunft? Wirst du uns in der Serie erhalten bleiben?

„Ich würde gerne noch zehn Jahre in der ADAC GT4 Germany bleiben. Die Serie ist schon wie eine Heimat für mich. Ich bin auch schon gespannt, wie sich alles entwickelt und was es noch zu erleben gibt. Zudem freue ich mich bereits auf die nächste GT4-Generation. Ich liebe den GT4-Sport einfach.“


Mittwoch, 29. April 2026

ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar vom Red Bull Ring

Die ADAC GT4 Germany ist auf dem Red Bull Ring fulminant in ihre achte Saison gestartet. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Start Rennen 2, Red Bull Ring 2026
Foto: ADAC-Motorsport

Reiseleiter im Bus

Die DTM absolvierte auf dem Red Bull Ring die sogenannte Track Safari, bei der Zuschauer eine Session mit den GT3-Bolinden gemeinsam auf der Strecke aus einem Reisebus verfolgen konnten. Mit Jan Philipp Springob (25/Olpe, COSY Racing by ESM) und Lokalmatador Daniel Drexel (25/AUT, Razoon - more than Racing) saßen zwei Piloten aus der ADAC GT4 Germany mit in den Bussen, um die rasante Fahrt zu kommentieren. „Die Interaktion mit den Fans macht Spaß. So nah an den DTM Autos dran zu sein, ist auch für uns GT4-Piloten sehr speziell“, meinte Springob.

Schnelle Rookies 

In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte Lukas Stiefelhagen (18/NED, ME Motorsport) im BMW. „Mein Debüt in der ADAC GT4 Germany war eine großartige Erfahrung und das Ergebnis mit dem Rookie-Sieg ein perfekter Einstand“, meinte Stiefelhagen. In Lauf zwei triumphierte Mercedes-AMG-Pilot Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport): „Ich bin mit dem Wochenende sehr zufrieden. Die Rookie-Wertung ist eine tolle Möglichkeit, sich mit Piloten zu vergleichen, die sich auf einem ähnlichen Erfahrungsstand befinden. Der Rookie-Titel ist 2026 das Ziel.“

Heimspiel

Zu den gefragtesten Fahrern zählte am Wochenende Harald Huber (50/AUT, Razoon - more than Racing), der nur rund 25 Minuten vom Red Bull Ring entfernt wohnt. „Die Atmosphäre und das Wetter waren super“, so Huber, der zuvor Motorradsport betrieb. „Der Red Bull Ring macht aber auch im Auto viel Spaß. Ich hatte ein spannendes Wochenende und sehr viel Freude.“

Doppelsieg

In der PRO-AM-Wertung gewann das Porsche-Duo Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) beide Läufe. „Ich freue mich natürlich sehr über das Resultat. Es war mein erstes Rennwochenende auf einem so hohen Wettbewerbsniveau“, erläutert Horrell. „Die ADAC GT4 Germany ist eine tolle Serie. Alles ist gut organisiert und die Konkurrenz ist extrem stark. Das ist eine perfekte Benchmark.“

Aus Belgien

Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gab CRT, die einen Toyota GR Supra GT4 Evo2 für Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (16/USA) aufboten. „Das Niveau in der Serie ist sehr hoch und somit freuen wir uns, die ganze Saison mit dabei zu sein“, erklärte Cartelle. „Das DTM Fahrerlager ist beeindruckend. Es gibt so viele Fans, die richtig viel Ahnung vom Motorsport haben.“

Class of 2026

Am Samstagvormittag fanden sich die Piloten der ADAC GT4 Germany-Saison zu einem Gruppenbild im Fahrerlager zusammen mit den ADAC Motorsport Geschäftsführern Claudia Wagner und Thomas Voss sowie ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser ein. Insgesamt traten auf dem Red Bull Ring 38 Fahrer aus 13 Nationen an.

Volle Ränge

Die ADAC GT4 Germany tritt traditionsgemäß im Rahmenprogramm der DTM an. Somit ist ordentlich Zuschauerzuspruch garantiert. Zum Gastspiel auf dem Red Bull Ring in Österreich kamen über das Wochenende 51.000 Fans. Das sorgte auch für viele strahlende Gesichter unter den Piloten im GT4-Fahrerfeld.

Quelle: adac-motorsport.de

Sonntag, 26. April 2026

Aston Martin-Erfolg im Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring

  • Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok gewinnen in der ADAC GT4 Germany
  • Mit Aston Martin, BMW und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson reisen als Tabellenführer ab

Große Freude bei Philipp Gogollok (li.) und Jan Philipp Springob
Foto: ADAC-Motorsport

Britischer Triumph beim Auslandsgastspiel der ADAC GT4 Germany in Österreich: Mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg gewannen Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo von COSY Racing by ESM das Sonntagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Durch Platz zwei der BMW M4 GT4 Evo-Piloten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) und Rang drei für das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Herstellern auf die ersten drei Positionen fahren. Für Sieger Gogollok ist es nach 2024 und 2025 bereits der dritte Sieg in Folge auf der Rennstrecke in Österreich.

Bereits in der Qualifikation konnte Gogollok glänzen und sich die Pole-Position sichern. Die gute Ausgangslage wandelte der Hesse direkt in die Rennführung um. Bis zur Rennmitte baute er den Lead auf rund vier Sekunden aus. Hinter dem Aston Martin ging es jedoch mächtig zur Sache. Alon Gabbay (22/ISR) im Porsche, sein AVIA W&S Motorsport-Teamkollege Berndt und BMW-Pilot Sylvestersson kämpften sehenswert um die zweite Position, wobei Gabbay in der ersten Rennhälfte die Oberhand behielt.

In der Phase der Boxenstopps wechselte die Reihung jedoch signifikant. Mit einem perfekt getimten Stopp übernahm Robinsons Partner Berndt den zweiten Rang vor Gabriele Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, und Gabbays Partner Maximilian Schreyer (17/Marburg). An der Spitze drehte derweil Springob, der für Gogollok in den Aston Martin stieg, souverän seine Runden. Piana machte im weiteren Rennverlauf ordentlich Druck auf Robinson und konnte den Australier rund zehn Minuten vor Rennende überholen - und so Platz zwei klarstellen. Somit reisen Piana/Sylvestersson als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende auf dem Norisring. Unbeeindruckt von allem fuhr Springob zum Tagessieg, der für Gogollok zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Um Platz drei gab es zu Rennende nochmals einen spannenden Zweikampf zwischen Robinson und BMW-Pilot Luca Link (22/Günzburg, FK Performance Motorsport), in dem sich der Porsche-Fahrer aber durchsetzte. Link und Partner Luis Moser (17/AUT) belegten somit die vierte Position. Fünfte wurden Gabbay/Schreyer vor den beiden BMW von Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport). Rang acht ging an Roman Fellner-Feldegg (23/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor deren Mercedes-AMG GT4-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid gewann somit die Rookie-Wertung. Die Top Zehn komplettierten die PRO-AM-Sieger Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM: „Vielleicht sah es von außen langweilig aus, doch wir haben jede Runde maximal gepusht. Denn wir wussten, dass der BMW zum Rennende immer stark ist. Somit galt es, konstant die Runden abzuspulen und keine Fehler zu machen. Das ist uns gelungen. Insgesamt sind wir extrem happy über den Sieg.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM: „Der Start war recht turbulent, doch wir konnten uns aus allem heraushalten und vorne ein wenig wegfahren. Es war ein solider Stint von meiner Seite. Jan Philipp hat dann dafür gesorgt, dass die Lücke groß blieb. Somit können wir mit dem Rennwochenende sehr zufrieden sein.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Der zweite Platz ist sicherlich ein wenig süßsauer, denn wir hatten das Potenzial, nach dem Samstagsrennen auch am Sonntag zu gewinnen. Wir steckten im Rennen aber irgendwie immer im Verkehr und verloren dadurch Zeit. Auf jeden Fall ist es schön, die Tabellenführung inne zu haben - noch besser wäre es jedoch, nach dem letzten Saisonrennen in der Tabelle ganz oben zu stehen.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Mit einem ersten und zweiten Platz vom Red Bull Ring abzureisen, ist natürlich klasse. Das war ein richtig guter Saisonstart. Hoffentlich können wir am Norisring genauso weitermachen. In meinem Stint hatte ich ein paar ganz gute Zweikämpfe, die wirklich Spaß machten.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Wir standen hier zweimal auf dem Podium und fuhren dadurch viele Punkte im Titelrennen ein. Beide Rennen waren für mich sehr actionreich mit vielen Zweikämpfen. Es war exzellentes Racing und alles lief sauber ab. Das war großartig.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Es war ein guter Tag und wir sind mit dem Podium natürlich sehr zufrieden. Wie Lachlan schon erwähnte, gab es gute Kämpfe, denn die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist extrem stark. Danke auch an das Team, da unser Boxenstopp super funktionierte. Wir freuen uns nun bereits auf den Norisring.“