Donnerstag, 6. August 2015

SUPERBIKE*IDM auf dem TT Circuit Assen: Titelkampf eröffnet

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Schon am kommenden Wochenende (07. bis 09. August) gastiert die SUPERBIKE*IDM auf dem TT Circuit Assen. Für viele Klassen ist es bereits der vorletzte Saisonstopp. In der Kathedrale des Motorsports können manche Piloten bereits den Titel perfekt machen.
Foto: Jens Hawrda
Superbike: Gegenwind aus Down Under
Nach den Ausfällen der Stammfahrer Max Neukirchner und Damian Cudlin beschaffte sich das Team Yamaha MGM nicht weniger illustren Ersatz. Kev Coghlan und Josh Brookes wären auf dem TT Circuit Assen vorgesehen gewesen. Doch das Team scheint vom Pech verfolgt. Coghlan verletzte sich auf dem Schleizer Dreieck und kann in Assen nicht an den Start gehen. Mit dabei sein wird aber Josh Brookes. Der verbuchte in der britischen Superbike Meisterschaft zuletzt einen Doppelsieg und reist beflügelt in die Niederlande. Der Australier liegt in der BSB aktuell an zweiter Position der Gesamtwertung, nur fünf Punkte hinter dem Führenden. Brookes ist nicht nur rennerfahren, sondern kennt auch die neue Yamaha aus dem Effeff. Trotzdem wird er kein leichtes Spiel gegen die permanenten Starter der SUPERBIKE*IDM haben. Markus Reiterberger (Team Van Zon-Remeha-BMW) ist kaum zu bremsen. Im Halbfinale in Assen will auch Xavi Forés (3C-Racing Team) nochmals seine Klasse zeigen und nach Schleiz nun den nächsten Saisonsieg erkämpfen.
 
Superstock 1000: Stamm mit nur einem Punkt Rückstand auf Gines
Beim vorletzten Rennen in der Superstock 1000-Klasse geht es enger zu als je zuvor. Das Stockfeld ist stark besetzt, Nuancen machen den Unterschied. Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) führt seit Saisonbeginn das Gesamtranking an und befindet sich auf direktem Weg Richtung Meisterschaftsgewinn. Doch die Konkurrenz liegt auf der Lauer. Roman Stamm will endlich Meister werden, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren zweimal den Vizemeistertitel in der Klasse Supersport 600 geholt hatte. Nachdem Gines in Schleiz nicht vorne mitmischen konnte, machte Roman Stamm deutlich Boden gut und liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter Gines. Der Meistertitel muss also keineswegs ein Wunschtraum bleiben. Viel drin ist in dieser Saison auch für Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team), der in Schleiz die volle Punktzahl kassierte und jetzt an Platz drei im Gesamtranking liegt.
 
Supersport 600: Nekvasil mischt auf
Am Schleizer Dreieck bekamen die Fahrer der Klasse Supersport 600 ordentlich Konkurrenz. Marco Nekvasil startet für den Rest der Saison im Team LSG Racing und legte mit einem ersten und einem zweiten Platz gleich richtig vor. In Assen soll es wieder so – oder noch besser laufen. Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) hat aber etwas dagegen. Er fuhr in Schleiz ebenfalls auf Platz eins und zwei und liegt nun im Gesamtklassement an Platz zwei hinter Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer). Platz drei hat Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) inne, gefolgt von Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex) und Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen). Das niederländische Team SWPN schickt Frank Brouwer an den Start. Er liegt im Moment auf Rang sieben. Rob Hartog, der in der Superstock-600-EM unterwegs ist, wird in Assen ebenfalls im Renngeschehen mitmischen.
 
Zuwachs für die Klasse SuperNaked
Auf dem TT Circuit Assen mischt sich ein neues Gesicht unter die SuperNaked-Fahrer. Julian Neumann wird auf der Kawasaki Z800 für das Team Mct-Lohmann Racing an den Start gehen. Der 29-jährige Langenhagener gewann zuletzt das Fischereihafen-Rennen und ist jetzt zum ersten Mal in der SUPERBIKE*IDM unterwegs. „Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung“, sagt Neumann. „Auf dem TT Circuit Assen steht auch Spitzenreiter Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) am Grid. Ebenfalls mit dabei sind Frank Behrje sowie Uwe Reichmann (Völpker NRT 48), der sich in Schleiz zum ersten Mal gegen Karthin durchsetzte.
 
Moto3: Soppe und Dubbink wollen in Assen glänzen
Walid Soppe (Eveno Racing) wollte in Schleiz eigentlich vorne mitmischen. Er vermasselte sich die Tour jedoch durch einen Frühstart selbst. In Assen will der 15-Jährige wieder glänzen. Vor allem, weil er in Assen geboren ist. Mehr Heimrennen geht nicht. Trotz der Nähe halten sich seine Erfahrungen mit dem TT Circuit Assen in Grenzen. Erst zwei- oder dreimal sei er hier gestartet. Und meistens seien die Ergebnisse zum Vergessen gewesen. Dieses Mal soll es besser laufen. Die Konkurrenz ist groß: Tim Georgi und Matthias Meggle (beide Freudenberg Racing Team) sowie Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) sind starke Gegner. In der Moto3 GP-Wertung steht auch für Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno Racing) ein Heimrennen an. In Schleiz lieferte sich der großgewachsene Niederländer einen harten Fight mit Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team), der bis dato alle Saisonsiege der GP-Wertung einfuhr. In Assen soll sich das ändern, denn hier kennt Dubbink sich aus und hat bereits große Erfolge feiern können.
 
Sidecar-Fahrer Gürck: „In Assen waren wir immer stark“
Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) führen die Klasse Sidecar seit Saisonbeginn an. Auch wenn es dort eng zugeht – die Spitzenposition konnte den Routiniers bisher keiner der harten Rivalen streitig machen. Jetzt kommen Gürck/Wechselberger nach Assen, wo sie, wie Gürck sagt „immer stark waren“. Im Jahresendspurt wollen sie einen weiteren Sieg einfahren, aber vor allen Dingen den ersten Platz im Gesamtklassement halten. André Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) waren ihnen bis zuletzt dicht auf den Fersen. Doch ein Sturz in Schleiz bescherte den beiden eine Nullrunde und das Abrutschen auf Platz drei im Gesamtklassement. Auch der aktuelle Champion Josef Sattler (Sattler Motorsport) und sein neuer Partner Uwe Neubert wollen in der Meisterschaft vorne mitfahren. Nach dem überlegenen Sieg in Schleiz liegen sie auf Platz zwei. Als Gaststarter ist u. a. das niederländische WM-Gespann Bennie Streuer und Geert Koerts mit von der Partie, die auch in der Sidecar-WM regelmäßig unter die ersten drei fahren.

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