Freitag, 17. April 2026

Porsche eröffnet die Saison 2026 auf dem Red Bull Ring mit Testbestzeit

  • Mit Porsche, Aston Martin und BMW drei Marken in den Top Fünf
  • Auch Ginetta und Mercedes-AMG mit starker Leistung auf dem Red Bull Ring
  • Teams richten Blick bereits auf den Saisonauftakt vom 24. bis 26. April

Der Porsche von Razoon - more than Racing war beim Test nicht zu schlagen
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für die Saison 2026. Die Sportwagen-Serie des ADAC absolvierte am Donnerstag auf dem Red Bull Ring in Österreich die offiziellen Testfahrten. Dabei hatten die teilnehmenden Teams über acht Stunden an Streckenzeit zur Verfügung, um ihre GT4-Rennwagen perfekt für die anstehende Saison vorzubereiten, die vom 24. bis 26. April an gleicher Stelle im Rahmenprogramm der DTM beginnt. Am besten gelang dies den Teams von Porsche, Aston Martin und BMW, die allesamt in die Top Fünf kamen. Tickets für die DTM und die ADAC GT4 Germany gibt es ab 49 Euro online unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Wechselnde Wetterbedingungen mit zunächst kühleren Temperaturen, dann Regen und am Nachmittag Sonnenschein boten den Teams die idealen Voraussetzungen, um diverse Set-up- Varianten durchzuspielen. Die schnellsten Runden wurden in der zweiten Session gedreht. Die Bestzeit des Tages sicherte sich auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs mit 1:37,402 Minuten Debütant Jack James (19/GBR), der einen Porsche 718 Cayman GT4 von Razoon - more than Racing alleine pilotierte.

„Es ist natürlich schön, mit der Bestzeit in die Saison zu starten. Das ist ein positives Zeichen für mein erstes Jahr in der ADAC GT4 Germany. Ich war das erste Mal auf dem Red Bull Ring unterwegs und saß auch das erste Mal im Porsche“, erklärte der Brite. „Die schnellste Runde wurde während einer Qualifikationssimulation am Nachmittag mit neuen Pirelli-Reifen erzielt. Wir haben den Testtag gut genutzt, um einige Dinge am Set-up auszuprobieren. Das hat sehr gut funktioniert.“

Rang zwei am Testtag ging mit einem Rückstand von 0,163 Sekunden an die Porsche-Markenkollegen Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport). Dritte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), denen im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo 0,249 Sekunden auf die Spitze fehlten. „Durch die wechselnden Bedienungen war es im Hinblick auf das Rennwochenende schwierig einzuschätzen, wo man wirklich steht“, erläuterte Springob. „Doch insbesondere die zweite Session war für uns als Team sehr effektiv. Wir konnte verschiedene Programme durchspielen und fahren somit zufrieden zurück. Letztes Jahr hatte ich auf dem Red Bull Ring bereits eine Pole-Position. Ich hätte nichts dagegen, wenn mir das dieses Jahr wieder gelingen sollte.“

Rang vier ging an Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 0,378 Sekunden Rückstand hatten. Die Top Fünf komplettierte der BMW M4 GT4 Evo von Lukas Stiefelhagen (18/NED) und Leon Bauchmüller (18/Kurchlinteln, beide ME Motorsport).

Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gaben Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing), die sich eine Ginetta G65 GT4 Evo teilen. „Die Serie ist klasse, wir wurden sehr gut aufgenommen“, erklärt Kristiansson, der neben seiner Rolle als Pilot auch Teammanager ist. „Der Testtag lief recht gut für uns. Wir konnten sowohl für Trockenheit als auch für Regen am Set-up arbeiten. Alles sieht sehr vielversprechend aus. Unsere Ginetta passt richtig gut zum Red Bull Ring. Somit gehen wir optimistisch ins Rennwochenende.“ Das Ginetta-Duo beendete den Test auf dem elften Rang. Den schnellsten Mercedes-AMG GT4 pilotierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) auf Rang acht.

Erstmals in der ADAC GT4 Germany unterwegs war auch der US-Amerikaner Tim Horrell (35, AVIA W&S Motorsport), der aufgrund einer Querschnittslähmung einen Porsche über Hebel und Knöpfe am Lenkrad steuert. „Es ist sehr schön, in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Somit kann ich mich nun mit den besten GT4-Piloten in Europa vergleichen“, erklärt Horrell, der sich das Cockpit mit Vize-Champion Hendrik Still (38/Kempenich) teilt. „Wir waren beim Test schon recht gut auf Pace. Durch die wechselnden Bedienungen war es teilweise schwierig, den Grip zu finden. Doch insgesamt konnten wir gute Daten für das Rennwochenende sammeln. Wir sind bereit.“

Die Top Fünf beim Testtag auf dem Red Bull Ring

1. James - Razoon - more than Racing - Porsche 718 Cayman GT4 - 1:37,402 min.

2. Dix/Litvinenko - Wimmer Werk Motorsport - Porsche 718 Cayman GT4 – 1:37,565 min.

3. Springob/Gogollok - COSY Racing by ESM - Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo - 1:37,651 min.

4. Berndt/Robinson - AVIA W&S Motorsport - Porsche 718 Cayman GT4 - 1:37,780 min.

5. Stiefelhagen/Bauchmüller - ME Motorsport - BMW M4 GT4 Evo - 1:37,782 min.


BMW beim offiziellen ADAC GT Masters-Test am Red Bull Ring vorne

  • Schubert Motorsport-Pilot Sandro Holzem fährt im BMW M4 GT3 Evo die Tagesbestzeit
  • Razoon – more than Racing mit 181 Runden am fleißigsten

Die Holzem-Zwillinge beendeten beide Testsessions in den Top-2
Foto: ADAC-Motorsport

Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) hat sich die erste Bestzeit der ADAC GT Masters-Saison 2026 gesichert. Beim offiziellen Testtag am 15. April auf dem Red Bull Ring fuhr der BMW-Pilot in 1:29.631 Minuten an die Spitze des Feldes. „Wir haben von Anfang an bemerkt, dass die Basis des Autos passt. Daher haben wir nur noch ein paar Kleinigkeiten angepasst und ein paar Sachen ausprobiert“, erklärte Sandro Holzem, der sich gut für den Saisonauftakt des ADAC GT Masters vom 24. bis 26. April an gleicher Stelle vorbereitet fühlt. „Wir haben das Paket und wissen, dass wir beide schnell genug sind. Wir werden alles geben, um die Meisterschaft am Ende zu gewinnen.“ Teamkollege und Zwillingsbruder Juliano hatte die zweitschnellste Zeit des Vormittags gesetzt, obwohl das Duo nach Umbauarbeiten am BMW M4 GT3 Evo erst später aus der Box fuhr.

Der Tag am Red Bull Ring präsentierte sich durchweg bewölkt. Nach nächtlichen Regenfällen trocknete die Strecke über den Vormittag stetig ab, die Streckentemperatur stieg jedoch nicht über 14,5 Grad. Hinter Holzem kam Rookie Colin Bönighausen (21/DEU/Razoon - more than Racing) mit 0,103 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Teamkollege Leo Pichler (24/AUT) hatte mit dem Porsche 911 GT3 R bereits die schnellste Zeit des Vormittags gesetzt. „Wir haben die halb trockenen, halb nassen Bedingungen heute Morgen maximal genutzt, um ein gutes Gefühl zu bekommen. Schließlich wissen wir aus der vergangenen Saison, dass solche Bedingungen auch am Rennwochenende nicht unwahrscheinlich sind“, erklärte Pichler. Das Duo war mit 181 absolvierten Runden auch das fleißigste des Tages.

Die Top-3 wurden von Pichlers Landsmann Kiano Blum (18/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 komplettiert. Dem Rookie fehlten 0,194 Sekunden zur Spitze. Auf dem vierten Rang sortierte sich mit Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport) der zweite BMW ein. Die Top-5 komplettierte Emil Gjerdrum (18/NOR/Haupt Racing Team) in einem weiteren Ford.

Mit 170 Runden zeigte sich auch Neueinsteiger Comtoyou Racing äußerst engagiert. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA) nutzten in ihrem Aston Martin Vantage GT3 Evo die feuchten Bedingungen des Vormittags und konzentrierten sich danach auf mehrere Longruns sowie Qualifying-Simulationen. „Wir haben am Setup des Autos gearbeitet und der Tag lief wirklich gut“, schilderte Rookie Detout. „Aktuell weiß niemand, was der andere macht und wir können es jetzt kaum mehr erwarten, endlich im Zeittraining zu sehen, wo wir wirklich stehen.“

Auf einen Einsatz im Nassen hatte HGL Racing hingegen verzichtet. Der Audi R8 LMS GT3 Evo 2 des zweiten Neueinsteiger-Teams wurde nach den Wintertestfahrten nochmals deutlich überarbeitet und sollte bei der feuchten Strecke am Morgen keinem Risiko ausgesetzt werden. Trotzdem hat das Team alle geplanten Aufgaben erledigt und Pilot Simon Connor Primm (21/Großschirna) fühlt sich gut vorbereitet für den Saisonauftakt. „Wir haben eine gute Basis aufgebaut. Natürlich müssen noch ein paar Schräubchen gedreht werden, dann geht es noch ein bisschen nach vorne, aber soweit konnten wir unser Programm reibungslos abspulen. Wir hatten keine Probleme mit den kühlen Temperaturen, ich würde mir sogar wünschen, dass es am ersten Rennwochenende ähnlich wäre.“


Donnerstag, 16. April 2026

International und vielfältig: Das ADAC GT Masters 2026

  • 28 Fahrer aus 15 Ländern und vier Kontinenten
  • Markenvielfalt: Sechs unterschiedliche Hersteller am Start
  • Hoher Preisgeldtopf, „Road-to-DTM“-Förderung und Rennen im Free-TV

Das Haupt Racing Team gewann im Vorjahr die Fahrer- und Teammeisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport

Das ADAC GT Masters steht in den Startlöchern für die Saison 2026. Mit einem vielversprechenden Fahrerfeld und insgesamt sechs verschiedenen Marken präsentiert sich die GT3-Nachwuchsliga des ADAC in ihrer 20. Saison erneut hochklassig. Mit 570.000 Euro in Geld- und Sachpreisen ist ein attraktiver Preisgeldtopf ausgelobt, der an die erfolgreichen Teilnehmer ausgeschüttet wird. Zum ersten Mal in der Serienhistorie wird die Saison außerhalb Deutschlands starten. Vom 24. bis 26. April gibt das Feld aus aufstrebenden Nachwuchstalenten und ambitionierten Routiniers auf dem Red Bull Ring in Österreich Gas. Tickets für den Saisonauftakt im Rahmen der DTM sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich. Die Rennen werden auf Sport1 im Free-TV übertragen und online bei Joyn, ServusTV ON sowie YouTube-Kanal ADAC Motorsports live gestreamt.

ADAC GT Masters international wie selten

Insgesamt werden 28 Piloten aus 15 Ländern und vier Kontinenten an den Start gehen. Damit ist das ADAC GT Masters in dieser Saison international wie selten zuvor. Mit Ethan Brown (21/SGP/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) ist erstmals ein Pilot aus Singapur im Teilnehmerfeld. Mit Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) geht das drittjüngste Fahrerduo in der Geschichte des ADAC GT Masters an den Start. Sie werden beim Saisonauftakt ein Durchschnittsalter von 18 Jahren, drei Monaten und 27 Tagen haben.

Das Feld ist bunt gemischt mit vielen neuen Gesichtern. 15 Fahrer starten erstmals eine volle Saison, davon zehn Rookies und vier Piloten, die in der Vergangenheit lediglich ein Rennwochenende bestritten haben. Mit den Vize-Champions des Vorjahres, Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) sowie den Zwillingen Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport), werden zwei Paarungen aus dem Vorjahr unverändert weiterfahren.

Neue Teams und Marken am Start

Die Piloten verteilen sich auf insgesamt sieben Teams. Mit der aus der DTM bekannten Mannschaft Comtoyou Racing aus Belgien sowie HGL Racing werden gleich zwei neue Teams im ADAC GT Masters gegen die Etablierten um Top-Platzierungen kämpfen. Das Haupt Racing Team, der Sieger in Fahrer- und Teamwertung des Vorjahres, ist erneut mit drei Ford Mustang GT3 am Start.

Erstmals setzen auch FK Performance Motorsport mit dem BMW M4 GT3 Evo und das Liqui Moly Team Engstler Motorsport mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 jeweils drei Fahrzeuge ein. Die österreichische Mannschaft von Razoon – more than Racing wird nach dem starken Einstieg im vergangenen Jahr nun zwei Porsche 911 GT3 R ins Rennen schicken. ADAC GT Masters-Urgestein Schubert Motorsport ist wieder mit einem BMW M4 GT3 Evo am Start. Über die fest in die Serie eingeschriebenen Teilnehmer hinaus freut sich der ADAC über eine hohe Nachfrage von Gaststartern bei ausgewählten Events. Die zusätzlichen Teilnehmer werden das hochklassige Feld des ADAC GT Masters nochmals verstärken.

Auf den Spuren von Finn Wiebelhaus

Ein wichtiger Baustein der Nachwuchsförderung bleibt auch in dieser Saison die „Road-to-DTM“. Der Sieger dieser Wertung erhält das Nenngeld für die nächstjährige DTM Saison. Die Fahrer bekommen Punkte für die gemeinsam erzielten Rennergebnisse und ihre individuellen Qualifying-Resultate, allerdings auch Abzüge für etwaiges Fehlverhalten auf der Strecke. Finn Wiebelhaus hat 2025 neben der ADAC GT Masters Fahrermeisterschaft auch die „Road-to-DTM“ gewonnen und für diese Saison den Aufstieg geschafft. Er tritt für HRT Ford Performance in der DTM an.

Rennen weiterhin auf Sport1 im Free-TV

In der Saison 2026 können sich die Fans wieder über ein breites Angebot an Live-TV und Streaming des ADAC GT Masters freuen. Sport1 überträgt die Sonntagsrennen in der Regel live und zeigt zudem im Vorfeld eine kurze Highlight-Zusammenfassung des Samstagslaufs. Darüber hinaus werden alle Rennen live auf Sport1, Joyn, ServusTV ON sowie YouTube-Kanal ADAC Motorsports gestreamt. Die Rennen können live und re-live in mehr als 150 Territorien weltweit verfolgt werden.

Perfekte Mischung aus Sprint und Endurance

Von den insgesamt sechs Rennwochenenden 2026 werden vier als Sprint-Events (Red Bull Ring, Zandvoort, Nürburgring und Hockenheimring) und zwei als Endurance-Veranstaltungen (Dekra Lausitzring und Salzburgring) ausgetragen.

Starterliste ADAC GT Masters 2026

#1 Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (18/NOR/beide Haupt Racing Team)

#2 Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (18/AUT/beide Haupt Racing Team)

#10 Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport)

#11 Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport)

#12 Jan Duran (18/ESP)/Joseph Ellerine (22/ZAF/beide FK Performance Motorsport)

#14 Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/DEU/beide Razoon - more than Racing)

#19 Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport)

#39 Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing)

#41 Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing)

#56 Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport)

#63 Felix Hirsiger (27/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport)

#74 Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team)

#77 Robin Rogalski (25/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirna/beide HGL Racing)

#163 John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport)


Mittwoch, 15. April 2026

McLaren-Pilot Dörr glänzt beim DTM-Test auf dem Red Bull Ring

  • DTM-Fahrer nutzen Generalprobe für den finalen Feinschliff
  • Neuer exklusiver DTM-Reifen von Pirelli ausgiebig getestet
  • Luca Engstler war mit 133 Runden fleißigster Fahrer in Österreich

Ben Dörr fuhr beim DTM-Test in seinem McLaren die schnellste Runde
Foto: ADAC-Motorsport

Finale Standortbestimmung vor dem Saisonstart: Beim offiziellen DTM-Test am Dienstag nutzten Fahrer und Teams auf dem Red Bull Ring in Österreich die letzte Gelegenheit, ihre Rennfahrzeuge für den Auftakt in genau zehn Tagen an gleicher Stelle optimal anzupassen. Unter Wettkampfbedingungen testeten die Piloten in zwei Sessions intensiv, sammelten wichtige Daten und beobachteten aufmerksam, wo sie im direkten Vergleich mit der Konkurrenz stehen. Besonderes Augenmerk lag auf dem neuen, exklusiv für die DTM entwickelten Slick von Pirelli – der in Deutschland produzierte Reifen kam auf dem steirischen Alpenkurs erstmals bei der DTM zum Einsatz.

Nach über sieben Stunden Fahrzeit, die letzten 60 Minuten in leichtem Regen, beendete Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) die DTM-Generalprobe als Tagesbester. Dem 21-Jährigen gelang im McLaren 720S GT3 Evo mit 1:28,199 Minuten die schnellste Runde. „Wir sind etwas früher als die anderen Teams unser Qualifying-Programm gefahren. Danach haben wir aber auch bei Regen eine gute Performance gezeigt und im Vergleich zum vergangenen Jahr Fortschritte gemacht. Der neue Reifen fühlt sich super an und ist etwas weicher. Das könnte uns in den Rennen helfen, da wir nach den Boxenstopps in der Vergangenheit relativ lange gebraucht haben, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bekommen“, sagte Dörr.

Auch Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) stellte dem neuen Pirelli-Pneu ein gutes Zeugnis aus. „Wir sind Qualifying- und Rennsimulationen gefahren, haben dadurch ein gutes Gefühl für den Reifen bekommen und waren sehr zufrieden. Insgesamt wirkt die Performance stark, auf eine Runde scheinen wir etwas schneller zu sein, und auch im Long-Run ist das Verhalten sehr konstant. Man hat das Gefühl, den Verschleiß besser kontrollieren zu können. Das ist definitiv ein Schritt nach vorn. Ich finde es zudem spannend, dass die DTM jetzt einen exklusiven Reifen hat“, erklärte der Niederländer.

Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) kehrt dieses Jahr in die DTM zurück und greift in einem BMW M4 GT3 Evo an. Der Südafrikaner spulte in der zweiten Testsession mit 83 Runden die meisten Kilometer ab. „Die Testmöglichkeiten in der DTM sind begrenzt, daher ist jeder Kilometer auf der Rennstrecke extrem wertvoll“, sagte van der Linde. „Ich konnte das Auto bereits im Vorjahr kennenlernen, das war ein wichtiger Schritt vor meiner ersten DTM-Saison mit BMW. Das Ziel für mich ist klar: Ich möchte endlich die DTM gewinnen.“

Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) blickt seiner zehnten DTM-Saison entgegen und setzt auf Kontinuität. Engel: „Ich arbeite mit dem gleichen Team wie aus dem Vorjahr, kenne zudem auch das Auto sehr gut. Das ist ganz klar eine Stärke von uns. Wir haben heute verschiedene Simulationen durchgespielt und sind bereit für die Saison. Es ist eine tolle Geschichte, dass der Auftakt auf dem Red Bull Ring steigt. Ich fahre unglaublich gern auf der Strecke und mag auch die Gegend sehr gern.“

Der neue Lamborghini Temerario GT3 kam auf dem österreichischen Alpenkurs zu seinem ersten DTM-Einsatz. Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) absolvierte deshalb mit seinem neuen Fahrzeug 133 Runden und war damit fleißigster Pilot. Sein Fazit: „Ein neues Auto bedeutet viel Arbeit, aber auch eine spannende Herausforderung. Es stehen noch ein paar intensive Tage und auch längere Nächte an, denn wir wollen das Maximum herausholen und top vorbereitet in den Saisonstart gehen.“

Insgesamt legten die 21 Fahrer 2.279 Runden beim finalen Test auf dem Red Bull Ring zurück. Das entspricht einer Distanz von 9.859 Kilometern.

Ergebnis Pre-Season-Test 2026

1. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport), 1:28,199 Minuten

2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 1:28,217 Minuten

3. Thomas Preining (A/Manthey), 1:28,354 Minuten

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), 1:28:473 Minuten

5. Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf), 1:28,481 Minuten

Dienstag, 14. April 2026

Top-Piloten, Premium-Marken, erstklassige Events: DTM startet in die Saison 2026

  • Internationales Fahrerfeld mit drei Champions und starken Neuzugängen
  • DTM baut Eventplattform und Entertainment neben der Rennstrecke weiter aus
  • Tickets unverändert ab 49 Euro – freier Eintritt für Kinder und Jugendliche

Foto: Jens Hawrda

Hochklassiger Sport auf der Rennstrecke und beste Unterhaltung im Fahrerlager: Die DTM hat im Rahmen des Vorsaisontests am Red Bull Ring, gut zehn Tage vor dem Saisonstart vom 24. bis 26. April in der Steiermark, einen starken Ausblick auf die Saison 2026 gegeben. Ein internationales Starterfeld mit Top-Fahrern, acht Premium-Marken und ein neuer exklusiver Reifen von Pirelli versprechen spektakuläre Motorsport-Action. Abseits der Strecke lockt die DTM mit Konzerten, einer nochmals aufgewerteten Fan Zone und einem Programm für die ganze Familie. Die Tickets sind mit Preisen ab 49 Euro auch in diesem Jahr fan- und familienfreundlich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben überträgt alle Rennen live im frei empfangbaren Fernsehen.

Drei Champions und starke Neuzugänge

Im hochkarätig besetzten Fahrerfeld mit Piloten aus elf Nationen machen die drei DTM-Champions Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) im Lamborghini, Porsche-Pilot Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R Evo/Manthey) und Marco Wittmann (Fürth) im BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport Jagd auf einen weiteren Titel. Wittmanns Teamkollege Kelvin van der Linde (ZA), Vizemeister der DTM 2024, peilt bei seinem Comeback die erste Meisterschaft an. Das gilt auch für Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer, der sich 2025 den Vizetitel sicherte. Sein Markenkollege Maro Engel (Monaco) feiert in diesem Jahr Jubiläum: Der Routinier geht in seine zehnte DTM-Saison.

Lamborghini-Premiere – Upgrades bei Ferrari, Ford und Porsche

Seinen ersten Auftritt auf der DTM-Bühne hat dieses Jahr der neue Lamborghini Temerario GT3. Das neue Fahrzeug tritt die Nachfolge des Huracán GT3 Evo2 an und wird vom Red Bull Team Abt und dem TGI Team by GRT eingesetzt. Ferrari, Ford und Porsche gehen mit weiterentwickelten Versionen ihrer bewährten Fahrzeuge an den Start.

Neuer Pirelli-Reifen „Made in Germany“ und synthetischer Kraftstoff

Reifenpartner Pirelli hat in diesem Jahr exklusiv für die DTM einen neuen Reifen entwickelt. Der Slick ist optimal auf die Bedürfnisse der DTM-Fahrzeuge abgestimmt und wird im deutschen Pirelli-Werk im hessischen Breuberg produziert, einem der modernsten der 18 weltweiten Produktionsstandorte des Konzerns. Alle DTM-Fahrzeuge werden von dem zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoff „DTM Pro Climate“ angetrieben, der die CO₂-Emissionen reduziert.

„Die DTM geht in diesem Jahr mit einem erstklassigen Feld an den Start, für die Entwicklung der Serie ist der neue exklusive DTM-Reifen von Pirelli ein wichtiger Baustein. Die Qualität der Fahrer und Teams ist außergewöhnlich, wir können uns wieder auf eine spannende Saison freuen“, sagt DTM-Geschäftsführer Thomas Voss.

ProSieben mit allen Rennen live

ProSieben überträgt alle Saisonläufe live und in voller Länge im frei empfangbaren Fernsehen sowie im Stream bei Joyn. Bei dem Superstreamer von ProSieben.Sat1 ist mehr DTM als je zuvor zu sehen, jeweils Samstag und Sonntag streamt Joyn ganztägig das Fan-TV von der Rennstrecke. Darüber werden die Rennen und das Qualifying im Livestream auch bei ran.de sowie bei ServusTV ON und auf dem YouTube-Kanal der DTM gezeigt.

Weiter ausgebaut werden das Eventprogramm und die Fan Zone der DTM. Besucher der DTM am Dekra Lausitzring und des Finalwochenendes in Hockenheim dürfen sich auf Konzerte von „Dick Brave“ alias Sasha auf der DTM Powerstage presented by Pirelli freuen. In der Fan Zone warten neben Europas größtem mobilen Bällebad und einem Action-Parcours neue Attraktionen. „Die DTM begeistert die ganze Familie, der Anteil von Kindern und Jugendlichen liegt bei knapp 30 Prozent und die DTM überzeugt auch immer mehr weibliche Fans. Wir setzen zukünftig abseits der Rennstrecke auf mehr Entertainment und bauen die Eventplattform in diesem Jahr konsequent weiter aus, um den Besuchern ein besseres Erlebnis zu bieten“, sagt die neue DTM-Geschäftsführerin Claudia Wagner, die seit dem Monatsbeginn gemeinsam mit Thomas Voss die Rennserie leitet. „Im TV und Streaming haben wir das Angebot nochmals ausgebaut, weltweit ist die DTM in diesem Jahr in rund 200 Territorien live oder re-live zu sehen.“

Starke Rennserien im Rahmenprogramm

Die Besucher erwartet an jedem DTM-Rennwochenende ein aufregendes Rahmenprogramm. Regelmäßig dabei ist dieses Jahr neben dem ADAC GT Masters und der ADAC GT4 Germany auch der BMW M2 Cup. Einen festen Platz auf der DTM-Bühne hat auch der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland.