Freitag, 14. August 2026

EuroMoto Superbike: Smits dominiert und kein Ende des Rummels um Tulovic

Florian Alt fährt in Assen mit veränderter Farbgebung am Bike
Fotos: Dino Eisele

Twan Smits dominierte im Superpole Pre-Practice auf seiner Heimstrecke in Assen. Der einzige Yamaha-Fahrer in der EURO MOTO Superbike war 0,428 Sekunden schneller als der Rest. Wo blieb Lukas Tulovic? Der Titelverteidiger auf der Ducati legte die fünftschnellste Zeit vor. Die Drehzahlen an der Panigale V4R sind eingeschränkt.

Nach dem Doppelsieg von Lukas Tulovic in Oschersleben bekam Triple M Ducati Frankfurt-Teamchef Matthias Moser Post. Der Inhalt des Bulletins war nicht überraschend. Nach vier überlegenen Siegen in Folge war eine Drehzahlreduzierung an der Panigale V4R angesagt. Das ist durch die Balance of Performance eindeutig geregelt und seit Saisonbeginn bekannt.

Was bei anderen Motorradherstellern durch ein paar wenige Mausklicks im Computer realisierbar ist, scheint bei Ducati nicht möglich zu sein, sondern gestaltet sich als aufwändige und kostspielige Angelegenheit. Laut Moser wird im neuen Modell V4R die hauseigene Ducati-Elektronik eingesetzt und die Drehzahlbegrenzung kann nur vom Werk vorgenommen werden. Der Preisdeckel würde dabei erheblich überschritten.

Bis Mittwoch fürchtete Tulo, dass er am Wochenende zu Hause bleiben muss, aber das Team ist in Assen angereist und Tulo versucht die Drehzahl manuell unten zu halten. Mittels Schaltblitz und Anzeigen auf dem Dashboard ist das möglich und kann sogar über einen Datenträger überprüft werden. Tulo fährt immer mit einem Auge auf der Anzeige, um die 15.600 Umdrehungen nicht zu überschreiten. Ob die derzeit angewandte Methode erfolgreich ist, wird sich in den nächsten Sessionen zeigen.

Twan Smits (Team Apreco) präsentierte sich im Superpole Pre-Practice auf dem TT Circuit trotz verletzter Hand als Überflieger. Nachdem Leon Orgis (ORM Racing) von Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) ganz oben von der Zeitenliste abgelöst wurde, machte der Niederländer kurzen Prozess und startete durch an die Spitze. Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) und Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) hatten keine Chance, den 22-Jährigen noch vom Sockel zu stoßen.

Orgis war heute morgen im ersten freien Training über eine Bodenwelle gestürzt. Die ORM-Crew machte die BMW des Sachsen wieder rechtzeitig fit, doch am Ende verpasste er genauso wie sein Bruder Kevin den direkten Einzug in die Superpole 2. Auch für Florian geht kein Weg an der Superspole 1 vorbei, bevor es für ihn hoffentlich weitergeht. Er war heute Siebter. Achtung: Der einzige Honda-Fahrer im Feld fährt dieses Mal nicht mit roter Verkleidung, sondern in Schwarz. Nach dem Massencrash von Oschersleben musste HRP-Teamchef Jens Holzhauer auf die Schnelle zaubern mit dem Material, was vorrätig war.

Superpole Pre-Practice

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

2. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

3. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

4. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

5. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

6. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

7. Florian ALT (GER/Honda)

8. Kevin ORGIS (GER/BMW)

9. Leon ORGIS (GER/BMW)

10.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

11.Jan MOHR (AUT/BMW)

12.Milan MERCKELBAGH (NED/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


EuroMoto Sportbike: Gaststart Buis, ERC und Winkler fehlen

Der Niederländer Jeffrey Buis nutzt seine Pause in der Weltmeisterschaft,
um an diesem Wochenende in der EURO MOTO an den Start zu gehen.
Foto: Michael Praschak

Ein bekanntes Gesicht mischt an diesem Wochenende in der EURO MOTO Sportbike mit. Jeffrey Buis (Track & Trades Wixx Racing) nutzt die Sommerpause in der Weltmeisterschaft für einen Gaststart in Assen im Rahmen der EURO MOTO. Für den Niederländer ist es gleichzeitig die perfekte Gelegenheit, auf seiner Heimstrecke Rennkilometer zu sammeln.

Buis kennt nicht nur den TT Circuit Assen bestens, sondern auch das Fahrerlager der EURO MOTO. In der Vergangenheit war der WM Fahrer mehrere Jahre für das Team Freudenberg in der IDM Superspor 300 unterwegs. Aktuell startet er in der Sportbike Weltmeisterschaft, die sich derzeit allerdings in einer langen Sommerpause befindet. Erst Anfang September geht es nach rund drei Monaten wieder weiter.

Statt die Füße stillzuhalten, nutzt Buis deshalb das Rennwochenende zum Training. Dass er dabei nicht nur mit seiner Suzuki GSX-8R ein paar entspannte Runden drehen möchte, zeigte sich bereits am Freitagvormittag. Im ersten Freien Training setzte der Niederländer auf Anhieb mit 1:46,055 Minuten die schnellste Rundenzeit und sortierte sich damit ganz vorne ein. Im zweiten Training platzierte er sich hinter den Spitzenreiter Stepan Zuda auf Rang zwei.

ERC verabschiedet sich aus der Saison

Während Buis das Starterfeld in Assen verstärkt, fehlen drei Kawasaki Fahrer, die in Oschersleben noch für Aufsehen gesorgt hatten. Das ERC Team ist mit Sasha de Vits, Jules Bercot und Ersatzfahrer Felix Kauertz nicht mehr dabei.

Dabei hatte sich das Team nach einer langen Pause in Oschersleben gerade erst stark zurückgemeldet. Bercot fuhr im ersten Rennen auf das Podium, de Vits kämpfte am Sonntag sogar um den Sieg. Im Nachgang folgte jedoch der Rückschlag. Nach dem zweiten Rennen wurden sowohl Bercot als auch de Vits nachträglich disqualifiziert.

Nun steht fest, dass ERC auch bei den verbleibenden Rennwochenenden der Saison nicht mehr antreten wird. Das Team hat sich aus der EURO MOTO zurückgezogen. Genaue Gründe für die Entscheidung wurden bislang nicht genannt.

Kleiner Unfall beim Training

Auch Micky Winkler (WSC Racing) fehlt an diesem Wochenende in Assen. Der Schleizer musste seinen Start kurzfristig absagen, nachdem er in dieser Woche beim Training mit dem Fahrrad gestürzt war.

„Es ist nichts Wildes, aber ich darf meinen Arm gerade nicht belasten“, erklärt Winkler auf Nachfrage. Eine längere Pause ist damit nicht zu erwarten. Beim nächsten Rennwochenende am Nürburgring will der Aprilia Pilot wieder im Starterfeld stehen.

Am Samtag geht es für die Sportbike-Klasse bereits ins erste Rennen. Um 15:30 Uhr kann der erste Lauf kostenlos und live über den EURO MOTO Livestream verfolgt werden. Am Sonntag geht es für die Fahrer um 14 Uhr in die zweite Runde. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


DTM Nürburgring: Ergebnis 2. Freies Training (Top-Ten)

Thomas Preining, Schnellster im 2. Freien Training am Freitag Nachmittag
Foto: Jens Hawrda

1. Thomas Preining, Porsche

2. Ricardo Feller, Porsche

3. Kelvin van der Linde, BMW

4. Marco Wittmann, BMW

5. Nicki Thiim, Aston Martin

6. Finn Wiebelhaus, Ford-Mustang

7. Ben Dörr, McLaren

8. Marco Mapelli, Lamborghini

9. Arjun Maini, Ford-Mustang

10. Lucas Auer, Mercedes-AMG


ADAC GT4 Germany: Ginetta mit erster Bestzeit auf dem Nürburgring

Erik Bertilsson, Ginetta #97
Foto: Jens Hawrda

Der schnelle Schwede Erik Bertilsson markierte im ersten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring die Führung. Bereits am Freitag erster Schlagabtausch der Tabellenspitze.

Die zweite Saisonhälfte 2026 der ADAC GT4 Germany hat offiziell begonnen. Beim vierten von sechs Rennwochenenden auf dem Nürburgring fand am Freitagmorgen bereits das erste freie Training statt – und da war Ginetta am schnellsten. Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing), der sich die G56 GT4 mit Alexzander Kristiansson (26/SWE) teilt, umrundete den 3,629 Kilometer langen Kurs in exakt 1:33,956 Minuten. Damit ist der Schwede perfekt ins Wochenende gestartet. Bertilsson gibt zudem sein Debüt auf dem legendären Kurs in der Eifel.

„Ich bin mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Ich denke, wir haben eine gute Abstimmung gefunden und sollten auch in der Qualifikation und im Rennen stark aufgestellt sein. Wir hatten uns in den ersten Rennen dieses Jahres noch etwas schwer getan, somit sollten wir keine zu hohen Erwartungen haben. Doch ein Resultat in den Top Fünf ist das Ziel“, so Bertilsson. „Grundsätzlich passt unsere Ginetta gut zum Layout des Nürburgrings. Wir sind optimistisch.“

Mit einem Rückstand von 0,381 Sekunden ging Platz zwei der Session an Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport). Es ist das bislang beste Ergebnis des Porsche 718 Cayman GT4-Duos in der ADAC GT4 Germany. Dritte wurden die aktuellen Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 0,440 Sekunden zurücklagen.

Die Tabellenzweiten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) belegten in einem weiteren Porsche mit 0,618 Sekunden Rückstand die vierte Position. Das versprich Hochspannung für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes. Die Top Fünf komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW. Am Freitag folgt ab 13:55 Uhr noch das zweite freie Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. 

Quelle: adac-motorsport.de

DTM: Ergebnis erstes Freies Training Nürburgring (Top-Ten)

Matteo Caroli, Ferrari # 14 Schnellster im 1. Freien Training
Foto: Jens Hawrda

1. Matteo Cairoli, Ferrari

2. Lucas Auer, Mercedes-AMG

3. Marco Mapelli, Lamborghini

4. Marco Wittmann, BMW

5. Kelvin van der Linde, BMW

6. Luca Engstler, Lamborghini

7. Arjun Maini, Ford-Mustang

8. Maro Engel, Mercedes-AMG

9. Jules Gounon, Mercedes-AMG

10. Mirko Bortolotti, Lamborghini