Sonntag, 6. September 2026

ADAC GT Masters: Herzschlagfinale: Fourie/Zimmermann siegen

BMW-Duo Fourie/Zimmermann neue Tabellenführer des ADAC GT Masters. Doppelpodium für Ford-Team HRT mit Gjerdrum/Dybionka vor Blum/Kalus. Lokalmatador Leo Pichler im Porsche von Razoon – More than Racing Vierter.

Tim Zimmermann und Leyton Fourie sind neue Tabellenführer des ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannendes Finale beim ersten ADAC GT Masters-Rennen auf dem Salzburgring. Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben im BMW M4 GT3 Evo mit 0,493 Sekunden Vorsprung hauchdünn vor Debütant Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 gewonnen. Mit ihrem Erfolg übernahmen die Sieger auch die Tabellenführung. Den dritten Rang erzielte mit Niklas Kalus (21/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT) der zweite Ford des Haupt Racing Teams. „Ich freue mich riesig über diesen Sieg, weil er absolut unerwartet kam. Die Tests im Vorfeld haben nicht dafürgesprochen. Umso mehr hat mich die Pace des Autos überrascht - vor allem im Mittelstint. Doch selbst nachdem sich das Feld gegen Ende wieder sortiert hatte, war es so knapp mit dem Ford, dass ich nicht wirklich an den Sieg geglaubt habe“, freute sich Zimmermann nach seinem siebten Sieg im ADAC GT Masters. Teamkollege Fourie ergänzte: „Ich freue mich riesig. Nach dem ersten Stint hatte ich an P4 gedacht, aber die Entscheidung, den ersten Stopp mit Reifenwechsel zu absolvieren, war super. Wir haben das Maximum herausgeholt, trotzdem war ich sehr überrascht, als mein Ingenieur meinte, dass wir vorne sind. Es war sehr hart, am Ende den Ford hinter mir zu halten, zumal ich die älteren Reifen hatte. Jetzt sind wir glücklich, zuversichtlich und wissen, was wir in Sachen Meisterschaft zu tun haben. Trotzdem tut es mir leid für unsere Konkurrenten, denn so möchten wir keine Punkte aufholen.“

Schon vor dem Start des Rennens musste der Polesetter und bis dato Tabellenführer Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) seinen Lamborghini mit einem technischen Defekt abstellen. Nach einer Reparatur gingen Zulauf/Felix Hirsiger (28/CHE) nochmals auf die Strecke und wurden Zwölfte, was ihnen vier Punkte einbrachte. Die Differenz zu den Führenden Fourie/Zimmermann beträgt nun 17 Zähler. Das Rennen selbst fand bei Mischverhältnissen mit immer wieder einsetzendem Regen statt. Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing) ging im Porsche von der geerbten Pole-Position aus in Führung, dahinter sortierten sich Simon Connor Primm (21/Großschirna/HGL Racing) im Audi, Kalus im Ford und dessen Teamkollege Gjerdrum ein, der von Startplatz acht bis auf Rang vier nach vorne gefahren war. Fourie gelang es nicht, Boden gutzumachen, er blieb zunächst Siebter.

In der ersten Stopp-Phase entschied sich FK Performance als eines der wenigen Teams, bei Fourie/Zimmermann direkt die Reifen zu wechseln, während alle anderen Mannschaften in der Spitzengruppe zunächst auf den kurzen Halt an der Box setzten. Pichlers Teamkollege Colin Bönighausen (21/Isernhagen) kehrte als Führender auf die Strecke zurück. Dahinter entwickelte sich ein hartes Duell zwischen den beiden Ford von Dybionka und Blum, das der Österreicher Blum zur Hälfte des Stints für sich entschied und fortan Druck auf den Führenden Porsche ausübte. In der zweiten Boxenstopp-Phase wendete sich allerdings das Blatt. Pichler im Porsche wurde mit kalten Reifen bis auf Rang vier zurückgereicht. Fourie hingegen profitierte von seiner nun kürzeren Standzeit im Vergleich zur Konkurrenz und kam zunächst von Rang sieben bis auf Platz zwei nach vorne. Mit deutlich wärmeren Reifen passierte er schließlich auch Kalus kurz nach dessen Boxenausfahrt und übernahm die Führung. Der Ford-Pilot musste sich auch seinem Teamkollegen Gjerdrum geschlagen geben, der sich bis zur Ziellinie ein intensives Duell mit Fourie lieferte. „Leyton ist mein Freund und wir kennen uns sehr gut. Ich wusste, er würde maximal verteidigen und so kam es auch. In Kurve fünf wurde es richtig eng, aber er hat den Scheitelpunkt perfekt getroffen und ich kam nicht vorbei“, erklärte Gjerdrum nach Rang zwei. „Ich bin wirklich glücklich über das Ergebnis. Das Auto lag wie auf Schienen und uns fehlte nur ein Hauch. Wenn wir das am Sonntag noch etwas optimieren, kämpfen wir um den Sieg.“

Die Freude bei ihren Teamkollegen Kalus/Blum war nach Rang drei allerdings gedämpft, nachdem sie zwischenzeitlich um den Sieg gekämpft hatten. Knapp vier Sekunden ließ das Duo beim zweiten Stopp liegen, da die Zeit nach einem technischen Problem manuell heruntergezählt werden musste. „Als ich schließlich auf die Strecke kam, hatte unser Schwesterauto schon warme Reifen und ging problemlos vorbei. Nur eine Runde später waren meine Reifen da, aber in der verwirbelten Luft hatte ich keine Möglichkeit mehr. Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, beim Bremsen näherzukommen. Irgendwann haben meine Vorderreifen aufgegeben“, erklärte Kalus zu Rang drei.

Platz vier ging schließlich an die lange Führenden Pichler/Bönighausen im Porsche, die ebenfalls nach dem zweiten Stopp mit kalten Reifen Boden verloren. Rang fünf holten Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport), die sich von Startplatz zwölf stark nach vorne gearbeitet hatten. Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) wurden Sechste, nachdem ihr Audi im Mittelstint einige Konkurrenten passieren lassen musste. Dahinter sortierten sich Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ein. Platz neun holten ihre Teamkollegen Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP). Die Top-10 komplettierten Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo.

Das zweite Qualifying des Wochenendes findet am Sonntag um 9:15 Uhr statt, das Rennen startet erneut um 14:05 Uhr.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 5. September 2026

Euro Moto Superbike: Smits mit Hammer-Pole vor Tulovic

Twan Smits, Yamaha #85 holt sich die Pole am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Genau 41,5 Punkte Vorsprung trennen Lukas Tulovic von seinem Konkurrenten Marcel Schrötter auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Superbike-Klasse. Theoretisch kann Tulo den Sack beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring morgen zumachen. Aber ganz so einfach ist das nicht. Allein schon, weil Twan Smits von der Pole Position ins Rennen geht – mit einer Qualifikationszeit, die es in sich hat.

Im gestrigen Superpole Pre-Practice hatten sich Smits (Apreco-Yamaha), Tulovic (Triple M Ducati Frankfurt), Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes), Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) und Kevin Orgis (ORM Racing) für die Superpole 2 qualifiziert. Heute kamen Leon Orgis (ORM Racing), Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon-BMW) und Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) als die drei schnellsten Fahrer aus der Superpole 1 dazu. Die komplette GERT56-Familie war dadurch im Kampf um die Startplätze in den ersten drei Reihen beteiligt – genauso wie die Brüder aus der Familie Orgis.

Smits sicherte sich die Pole Position mit einer Rundenzeit von 1:22.936 Minuten. Es war ein Triumph. Kein anderer Fahrer knackte die 1:22 er-Marke. Tulovic brachte 1:23.174 Minuten aufs Papier. Ihm wiederum folgte Schrötter mit einem Abstand von nur 0,099 Sekunden.

Das heißt: In den beiden Superbike-Rennen am Sonntag stehen eine Yamaha, eine Ducati und eine BMW in der ersten Startreihe. Die sieben schnellsten Fahrer bewegten sich innerhalb einer Sekunde.

Reiterberger war nach der Superpole 2 besser gelaunt als gestern. Der vierfache Meister hatte im Superpole Pre-Practice den Direkteinzug verpasst und musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen. Dort stand er seinem eigenen Teamkollegen Hannes Soomer gegenüber, aber der Este war langsamer. In der Superpole 2 kämpfte sich Reiti anschließend auf den fünften Platz nach vorn.

Ungewöhnlich weit hinten startet Florian Alt: P8. Eine innige Liebe verbindet das Honda-Team zum Nürburgring nicht. Aber eines ist auch sicher: Alt wäre nicht Alt, wenn er daraus keinen Ansporn ziehen würde. Im Rennen ist mit dem Kämpfer aus dem Holzhauer Racing Promotion Team jederzeit zu rechnen.

Superpole 2

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

2.Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

4. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

5. Leon ORGIS (GER/BMW)

6. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

7. Kevin ORGIS (GER/BMW)

8. Florian ALT (GER/Honda)

9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

Superpole 1

1. Leon ORGIS (GER/BMW)

2. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

3. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

4. Hannes SOOMER (EST/BMW)

5. Martin VUGRINEC (CRO/BMW)

6. Jan MOHR (AUT/BMW)

7. Marco FETZ (GER/BMW)

8. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

9. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

10.Christoph BEINLICH (GER/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Supersport: Der Geiger-Zug rollt weiter in Richtung Titel

Dirk Geiger holt sich den Sieg im Samstagsrennen am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Dirk Geiger hat am Nürburgring seinen fünften Saisonsieg in der EURO MOTO Supersport eingefahren und damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Es gab keinen Showdown mit seinem Titelkonkurrenten Daniel Blin, aber ein Rennen mit Unterhaltungswert.

Nach dem Start war die Reihenfolge schnell hergestellt: Dirk Geiger (Apreco-Yamaha) in seinem gelben Outfit strahlte vor seinem Teamkollegen Lennox Lehmann in Pink und als Dritter hatte sich Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) in Schwarz-Rot eingereiht.

Vor allem Lehmann merkte man es deutlich an, dass er heute den ersten Saisonsieg erringen wollte. Der Dresdner wollte endlich aus der mittlerweile zwei Jahre langen Abstinenz erlöst werden. In Geiger hatte er allerdings den größten Widersacher, den er sich vorstellen konnte. In der zehnten Runde war klar, das aus dem Vorhaben nichts wird. Geiger vergrößerte die mittlerweile stark geschrumpfte Lücke zu den beiden Verfolgern wieder und glänzte mit persönlichen Bestzeiten in den einzelnen Sektoren.

Nun musste Blin handeln, wenn er seine Titelchancen aufrecht erhalten wollte. Lehmann konnte er überholen, doch für eine Jagd auf Geiger war es zu spät. Erstens hatte sich der gebürtige Mannheimer in der Schlussphase noch einmal vier Zehntelsekunden Luft verschafft. Zweitens bekam Blin am Kurvenausgang Probleme mit seiner Ducati. Mehrere Rutscher in den letzten drei Runden machten die Verfolgung nicht gerade einfacher.

Damit war die Reihenfolge festgezurrt: Dirk Geiger gewann das erste Rennen beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring vor Daniel Blin und Lennox Lehmann.

Am Anfang wusste ich gar nicht richtig, was da abgeht“, erklärte Geiger. Ganz zufrieden klang der fünffache Saisonsieger trotzdem nicht: „Heute war nicht ganz so mein Tag. Ich habe es am Ende enger gemacht, als es hätte sein müssen.“ Lennox Lehmann bleibt in der Warteschleife. „Die erste Rennhälfte war besser“, meinte der 20-Jährige, „ich bin zu aggressiv mit der Front umgegangen. Es war mein eigener Fehler. Und ich bin mal wieder Dritter.“

Ein paar Meter hinter den Top Drei ging es turbulent zu. Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), Marvin Siebdrath (MCA Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) kämpften um die Positionen nach dem Podest. Oder besser: Yamaha gegen Honda und MV Agusta. Wie bereits mehrfach geschehen, kam Göttlicher in der zweiten Rennhälfte immer besser in Fahrt. In der 13. Runde führte „Lucky Luc“ das Trio an und kam nach 16 Runden als Vierter ins Ziel.

Siebdrath ließ derweil bei De Vleeschauwer nicht locker und suchte Runde für Runde nach einer Lücke. Drei Umläufe später musste er die Geduld nicht mehr bemühen: De Vleeschauwer stürzte aus dem Geschehen.

Auch dahinter ging es heiß her. Julius Caesar Rörig (MCA Racing) war in einen Kampf mit Marvin Kreimes (Team Kreimes Racing) und Jorke Erwig (Eder Racing) verwickelt. Die Drei hatten im hinteren Teil des Feldes für reichlich Action gesorgt.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Daniel BLIN (POL/Ducati)

3. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)

4. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

5. Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)

6. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)

7. Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)

8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

9. Max STAUFFER (AUS/Yamaha)

10.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

11.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

12.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)

13.Marvin KREIMES (GER/Ducati)

14.Jorke ERWIG (GER/Ducati)

15.Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

16.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)

17.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Sportbike: Bijman hält Kitzbichler bis ins Ziel in Schach

Ruben Bijman nach Pole zum Sieg
Foto: Jens Hawrda

Ruben Bijman (Freudenberg RoRa Paligo Racing) hat seine Pole Position auf dem Nürburgring in einen Sieg verwandelt. Der Niederländer setzte sich im ersten Rennen der EURO MOTO Sportbike gegen Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) durch. Gerade einmal 0,045 Sekunden trennten die beiden beim Überqueren der Ziellinie. Meisterschaftsführer Stepan Zuda (Freudenberg RoRa Paligo Racing) machte das Podium als Dritter komplett.

Dabei erwischte zunächst Zuda den besten Start. Der Tscheche bog als Spitzenreiter in die erste Runde ein, Kitzbichler folgte vor Mika Siebdrath (Freudenberg RoRa Paligo Racing) und Bijman. Lange ließ der Polesetter allerdings nicht auf sich warten. Bereits nach zwei Runden hatte sich Bijman auf Rang zwei vorgearbeitet, eine Runde später übernahm er die Führung. Von da an blieb der Niederländer felsenfest an der Spitze. Kitzbichler setzte sich dahinter auf Rang zwei fest, gefolgt von Stepan Zuda.

Entschieden war der Sieg damit aber noch lange nicht. Kitzbichler blieb über die gesamte Distanz in Schlagdistanz und nahm Bijman bis zum Schluss in die Mangel. Der wiederum wusste ganz genau, dass hinter ihm jemand auf seine Chance lauerte. „Ich habe die ganze Zeit ein Motorrad hinter mir gehört und deshalb versucht, immer so spät wie möglich zu bremsen. So habe ich es geschafft, vorne zu bleiben und keinen Platz für einen Angriff zu lassen. Am Ende hat es gereicht und ich konnte das Rennen für mich entscheiden“, erklärte Bijman.

Kitzbichler musste sich nach 13 Runden um gerade einmal 0.045 Sekunden geschlagen geben, konnte dem zweiten Platz aber trotzdem einiges abgewinnen. Dazu kam die schnellste Rennrunde in 1:31,127 Minuten. „Ich bin super zufrieden mit dem Rennen. Mit dem Vorderrad hatte ich ein bisschen zu kämpfen, aber insgesamt hat es richtig gut funktioniert. Nach dem Testtag am Donnerstag haben wir noch etwas am Motorrad verändert und das zahlt sich jetzt aus“, so der Österreicher.

Zuda nimmt wichtige Punkte mit

Zuda entschied sich dagegen bewusst gegen unnötiges Risiko. Nach seinem Sturz im Qualifying am Freitag brachte der Spitzenreiter Rang drei sicher nach Hause und sammelte weitere 16 Punkte. Im Ziel fehlten ihm 1,393 Sekunden auf Bijman.

„Ich bin mit den Punkten und Platz drei vollkommen zufrieden. Ich war heute nicht am Limit, hatte aber das Gefühl, dass ich sehr schnell dort gewesen wäre, sobald ich mehr gepusht hätte. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Die Pace war heute einfach nicht da. Jetzt müssen wir uns anschauen, woran das lag“, erklärte Zuda.

Dahinter fuhr Siebdrath ein konstant starkes Rennen auf Rang vier. Tom Kuil (RT Motorsports) komplettierte die Top fünf. Um die Positionen dahinter ging es deutlich enger zu. Alexander Weizel (Weizel Racing Team) setzte sich auf Rang sechs durch, nur eine Tausendstelsekunde dahinter folgte Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben). Jay Jay den Hoed (Team SWPN), Ty Henriksen (Nordic Vikings) und Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) komplettierten die ersten Zehn.

Kein glückliches Händchen hatte dagegen Jakob Rosenthaler (RT Motorsports). Für den Österreicher war das Rennen nach eine Sturz bereits nach der ersten Runde beendet.  Auch Magnus Kristoffersen (M58 Motorsport) sah die Zielflagge nicht und musste nach acht Runden aufgeben. Dabei hatte er erst am Donnerstagabend einen neuen Motor eingebaut. Gaststarterin Lucy Michel (TSL Racing) brachte ihre Yamaha bei ihrem ersten EURO MOTO Sportbike Rennen auf Rang 14 ins Ziel.

Mit seinem Sieg macht Bijman auch in der Meisterschaft Boden gut. Zwar bleibt Zuda mit 202 Punkten standhaft an der Spitze. Bijman übernimmt mit 165 Punkten allerdings Rang zwei und liegt nun fünf Zähler vor Kitzbichler. Rosenthaler bleibt nach seinem Ausfall bei 130 Punkten auf Rang vier.

Weiter geht es mit dem zweiten Rennen am Sonntagmittag. Um 12:05 Uhr schalten sich die Ampeln wieder aus und die Sportbike-Klasse dreht wieder am Gashahn. Der Lauf kann kostenfrei im Live-Stream unter www.euromoto.racing/live/ verfolgt werden. 

EURO MOTO Sportbike, Race 1

  1. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  2. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  7. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  9. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  10. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  11. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  12. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  13. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
  14. Lucy MICHEL (#G16/DEU), Yamaha YZF R7

DNF: Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

DNF: Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto: Supersport: Dirk Geiger mit Rückenwind auf Pole

Dirk Geiger, Yamaha #60 holt sich die Pole
Foto: Jens Hawrda

Mit 13 Punkten Vorsprung ist Dirk Geiger als Spitzenreiter der Gesamtwertung zum Öhlins EURO MOTO-Lauf auf den Nürburgring gekommen. Jetzt hat der Yamaha-Fahrer den nächsten Trumpf in der Hand: Nach dem Doppelsieg in Assen startet er auch in der Eifel von der Pole Position.

Geiger läuft entsprechend gut gelaunt durchs Fahrerlager. Der 24-Jährige vom Apreco-Yamaha-Team wirkt selbstbewusst – und hat allen Grund dazu. In Assen musste er das erste Rennen noch aus der Boxengasse aufnehmen. Nach einer starken Aufholjagd über 13 Runden wurde er am Ende zum Sieger erklärt. Gleichzeitig schnappte er seinem größten Titelrivalen Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) die Führung in der Gesamtwertung weg.

Der Ducati-Fahrer aus Polen hat zwar weiterhin einen Sieg mehr auf seinem Konto, aber die Schulterverletzung in Most riss das erste Loch in seine Erfolgsbilanz. Am Nürburgring bleibt Blin in Schlagdistanz. Mit knapp einer halben Sekunde Rückstand auf Geiger qualifizierte er sich für Startplatz drei und steht damit ebenfalls in der ersten Reihe. Dazwischen steht Geigers Teamkollege Lennox Lehmann. Der Dresdner geht von Platz zwei ins Rennen und hofft, nach gescheiterten Anläufen nun endlich endlich den ersten Saisonsieg zu erringen.

Hinter dem Trio folgt mit Marvin Siebdrath der Gesamtvierte und schnellste Honda-Fahrer. Der MCA-Racing-Pilot teilt sich die zweite Startreihe mit Luca de Vleeschauwer (SWPN Yamaha) und Luca Göttlicher (LJ Racing). Damit sind Yamaha, Ducati, Honda und MV Agusta in den ersten beiden Reihen vertreten. Nur Kawasaki fehlt dort. Der einzige ZX-6R-Fahrer ist Freddie Heinrich und er steht auf dem 11. Startplatz.

Für de Vleeschauwer läuft die Saison bislang allerdings zäh. Nach fünf Podiumsplätzen im vergangenen Jahr wartet der Belgier noch immer auf den ersten Pokal der laufenden Saison. Auch am Nürburgring lief es zunächst nicht rund: Sowohl er als auch Göttlicher stürzten beim zusätzlichen Training am Donnerstag. Beide blieben unverletzt.

Göttlicher hatte nach der starken MV-Agusta-Bilanz zuletzt sogar auf einen Platz in der ersten Reihe gehofft. Nach dem heftigen Highsider musste seine F3 800 RR allerdings erst wieder aufgebaut werden. Bis zum ersten Rennen will das LJ Racing-Team noch die letzten Einstellungen finden.

Die entscheidenden Zeiten fielen ausschließlich im zweiten Qualifying. Auf die nasse Strecke am Morgen hatten bis auf Julius Caesar Rörig (MCA Racing) alle verzichtet. Bei Honda-Fahrer Rörig musste der neue Motor den Funktionstest bestehen. Am bisherigen Antrieb war die Kopfdichtung defekt.

EURO MOTO Supersport, Qualifying

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)

3. Daniel BLIN (POL/Ducati)

4. Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)

5. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

6. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

7. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)

8. Max STAUFFER (AUS/Yamaha)

9.Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

10.Jorke ERWIG (GER/Ducati)

11.Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)

12.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)

13.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

14.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

15.Marvin KREIMES (GER/Ducati)

16.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)

17Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek