Freitag, 10. April 2026

ADAC GT4 Germany: ME Motorsport setzt 2026 auf zwei BMW M4 GT4 Evo

Rennstall von Markus Eichele mit dritter voller Saison in ADAC GT4 Germany. Alle vier Piloten stehen bereits fest. Aufstieg ins ADAC GT Masters als Ziel.

  • Rennstall von Markus Eichele mit dritter voller Saison in ADAC GT4 Germany
  • Alle vier Piloten stehen bereits fest
  • Aufstieg ins ADAC GT Masters als Ziel

Die beiden BMW von ME Motorsport in der ADAC GT4 Germany
Foto: Berzerkdesign/ME Motorsport

Alles fix bei ME Motorsport: Das Team aus Schwäbisch Gmünd wird auch die Saison 2026 in der ADAC GT4 Germany bestreiten. Mit den erfahrenen Philip Wiskirchen und Linus Hahne sowie den Serien-Neueinsteigern Lukas Stiefelhagen und Leon Bauchmüller stehen auch die Besatzungen der beiden BMW M4 GT4 Evo fest. „Alle im Team freuen sich auf die anstehende Saison der ADAC GT4 Germany. Wir fühlen uns in der Serie sehr wohl“, erklärt Teamchef Markus Eichele. „Die Veranstaltungen mit den vielen Fans vor Ort sind immer hochwertig und das Fahrerfeld ist klasse. Es kann also losgehen.“

ME Motorsport stieg zum Finale 2023 in die ADAC GT4 Germany ein und hat in den beiden Folgejahren jeweils die volle Saison bestritten. Von Anfang an am Steuer saß Philip Wiskirchen. Sein neuer Partner Linus Hahne ist seit 2025 für ME Motorsport in der Serie am Start. Beide Piloten standen im Vorjahr bereits auf dem Podium. „Mit diesem Duo wollen wir versuchen, in die Top Fünf der Gesamtwertung zu kommen“, so Eichele. 

Stiefelhagen und Bauchmüller geben beim Saisonauftakt vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring in Österreich hingegen ihr ADAC GT4-Germany-Debüt. Stiefelhagen kennt das DTM-Veranstaltungspaket bestens. Er sicherte sich 2025 den Titel im NXT Gen Cup. Bauchmüller gewann 2025 die Porsche Endurance Challenge Deutschland. Den M4 GT4 Evo von ME Motorsport lernten beide bei einem Test Ende März auf dem Hockenheimring kennen. „Natürlich wäre es schön, wenn Lukas und Leon ebenfalls mit um Podiumsplätze kämpfen könnten“, blickt Teamchef Eichele voraus.

Insbesondere der motorsportliche Nachwuchs nimmt bei ME Motorsport eine elementare Rolle ein. Über eine Kooperation ist der Rennstall 2025 in den ADAC Tourenwagen Junior Cup eingestiegen; 2026 folgt zudem der Schritt in den neuen BMW M2 Cup. „Auf diese Weise können wir Talenten einen Weg in den professionellen Motorsport bieten“, erläutert Eichele und verrät gleich schon ein neues spannendes Projekt: „Mitte des Jahres bekommen wir ein GT3-Auto. Es ist das Ziel, damit dann irgendwann einmal im ADAC GT Masters zu starten.“


Sportbike: RT Motorsports wird mit Jakob Rosenthaler fündig

Jetzt ist das Puzzle komplett. Nach knapp dreiwöchiger Suche nach einem weiteren Fahrer, hat das Team RT Motorsports die letzte offene Position endgültig besetzt: Mit Jakob Rosenthaler geht für das niederländische Team ein neues Gesicht an den Start, das im internationalen Nachwuchs jedoch längst kein Unbekanntes mehr ist.

Mit dem Österreicher Jakob Rosenthaler stößt ein Fahrer in der Sportbike-Klasse der EURO MOTO
dazu, der im internationalen Nachwuchs längst Spuren hinterlassen hat.
Foto: RT Motorsports

Die Entscheidung fiel nicht am Schreibtisch, sondern vor wenigen Tagen auf der Strecke. Beim Test letzte Woche in Assen überzeugte der 19-jährige Österreicher auf Anhieb und ließ keine Zweifel offen, dass er der richtige Mann ist. „Am Ende haben wir unsere Zusammenarbeit mit einem Handschlag besiegelt“, erklärt Teammanager Rob Vennegoor, der in rund vier Wochen mit zwei Fahrern in die bevorstehende Saison geht. Denn Rosenthaler rückt an die Stelle von Hudson Thompson und startet nun gemeinsam mit dem Niederländer Tom Kuil in der EURO MOTO Sportbike-Klasse. Zum Einsatz kommt dabei die Triumph Daytona 660, mit dem RT Motorsports im vergangenen Jahr bereits den Titel einfahren konnte.

Vom Supermoto bis zur WM-Bühne

Als Teil des KTM-Nachwuchsprogramms stand der Österreicher früh im Fokus: Angefangen im Supermoto, führte ihn sein Weg über den Northern Talent Cup und den Red Bull Rookies Cup bis in die JuniorGP, wo er als erster Österreicher aufs Podium fuhr. Der nächste Schritt ließ nicht lange auf sich warten: Es folgten Einsätze in der Moto3-Weltmeisterschaft und der Supersport-300-WM.

Brandkatastrophe bringt Karriere ins Wanken

Gleich zu Jahresbeginn traf die Familie Rosenthaler allersdings überraschend ein harter Schlag. Während sie über Silvester mit dem Wohnmobil in Spanien unterwegs war, erreichte sie ein Anruf der heimischen Feuerwehr. Ihr Bauernstadl, in dem nahezu das gesamte Equipment für Jakobs Motorsport-Karriere gelagert war, stand lichterloh in Flammen. Insgesamt elf Feuerwehren waren im Einsatz.

Die Brandkatastrophe hinterließ nicht nur einen enormen finanziellen Schaden. Sie zerstörte auch den Großteil seiner kompletten Rennausstattung. Plötzlich stand Rosenthalers weitere Motorsport-Zukunft auf der Kippe. Die Fahrersuche von RT Motorsports und das Angebot für einen Platz im Team kam für den Österreicher wie gerufen, um weiterhin fest im Rennsport verankert zu bleiben.

Der Lohn war ein Einstand nach Maß. Beim ersten gemeinsamen Test in Assen passte es sofort zwischen Fahrer, Bike und Team. Rosenthaler fand schnell seinen Rhythmus, auch die Abstimmung mit Teamkollege Kuil funktionierte auf Anhieb.

Dass dieses Gesamtpaket alles andere als selbstverständlich ist, betont auch Teammanager Rob Vennegoor: „Zu diesem späten Zeitpunkt vor dem Saisonbeginn noch einen Fahrer zu finden, der das nötige Niveau hat und gleichzeitig die Mittel mitbringt, um in der EURO MOTO konkurrenzfähig zu sein, war alles andere als einfach. Mit Jakob haben wir genau diesen Fahrer gefunden. Er bringt nicht nur fahrerisch extrem viel mit, sondern auch bereits enorm viel Erfahrung. Mit ihm wollen wir erneut um den Titel für RT Motorsports kämpfen.“

Volle Konzentration auf den Saisonstart

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Mit zwei weiteren Testtagen in Oschersleben arbeitet das Team aktuell weiter am Feinschliff. Der Fokus ist klar gesetzt: Zum Saisonauftakt vom 8. bis 10. Mai auf dem Sachsenring direkt auf Betriebstemperatur sein.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

Donnerstag, 9. April 2026

DTM vor Saisonstart: Finaler Härtetest am Red Bull Ring

  • Wichtiger Formcheck der Teams beim offiziellen Test auf dem Formel-1-Kurs
  • Lamborghini Temerario GT3 mit DTM-Debüt, drei neue Evo-Modelle im Einsatz
  • Freier Eintritt für Zuschauer mit bester Sicht von der Steiermark-Tribüne

Der Test am Red Bull Ring wird für die DTM-Stars zur Generalprobe
Foto: ADAC-Motorsport

Die DTM 2026 steht in den Startlöchern: Der offizielle Testtag am Dienstag, 14. April, auf dem Red Bull Ring in Österreich wird für Fahrer und Team zur Generalprobe für die neue Saison. Die Piloten haben knapp acht Stunden Streckenzeit, um sich auf den Saisonstart vorzubereiten und sich mit den neuen, exklusiv von Pirelli für die DTM entwickelten Reifen vertraut zu machen. Fans können das Kräftemessen des vollständigen DTM-Feldes kostenlos von der Steiermark-Tribüne verfolgen und bekommen einen Vorgeschmack auf das, was sie beim DTM-Auftakt an gleicher Stelle vom 24. bis 26. April erwartet.

Mit Lamborghini-Ass Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey) und Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo wollen drei DTM-Champions beim Test die Voraussetzungen für einen weiteren Titel schaffen. Prominenter Rückkehrer ist der Südafrikaner Kelvin van der Linde, der als Teamkollege von Wittmann nun einen BMW M4 GT3 Evo steuert.

Vier Neuzugänge betreten die DTM-Bühne und treffen in Spielberg erstmals auf die Konkurrenz: Die erfahrenen GT-Asse Matteo Cairoli (Emil Frey Racing) und Marco Mapelli (Red Bull Team Abt) aus Italien bringen internationales Topniveau mit. Der Däne Bastian Buus (Land-Motorsport) und Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing) aus Obertshausen, Sieger der „Road to DTM” im ADAC GT Masters, stehen zwei Youngster ebenfalls erstmals im DTM-Scheinwerferlicht.

Mit Spannung wird die DTM-Premiere des Lamborghini Temerario GT3 erwartet, der mit einem 4-Liter-V8-Biturbo-Motor rund 585 PS auf die Strecke bringt und vom TGI Team by GRT sowie dem Red Bull Team Abt eingesetzt wird. Porsche, Ferrari und Ford sind zudem mit neuen Evo-Modellen ihrer bewährten Rennfahrzeuge am Start. Zusätzlich richtet sich der Blick auf den neuen, exklusiv für die DTM entwickelte Pirelli-Slick.

Programm offizieller Testtag der DTM (vorläufig):

Dienstag, 14. April

08:40 – 11:55 Uhr    DTM Test-Session 1

13:35 – 13:45 Uhr    Simulation Rennstart

13:50 – 17:00 Uhr    DTM Test-Session 2

17:15 – 17:55 Uhr    DTM Qualifying Simulation

Mittwoch, 8. April 2026

Superbike: Wiederholungstäter Görbe mit Ansage

Heiß bis in die Haarwurzeln: Soma Görbe will in der EURO MOTO Superbike unter die ersten Fünf fahren.
Fotos: Dino Eisele

Soma Görbe aus Ungarn wird zum Wiederholungstäter. Der erst 20 Jahre alte BMW-Fahrer vom BCI-MW Racing Team fährt 2026 in sein zweites Superbike-Jahr. Er macht den EURO MOTO-Titelfavoriten eine klare Ansage.

Wenn zehn Fahrer gleichzeitig in die erste Kurve einbiegen wollen, wird das eine enge Kiste. Aber zwei Handvoll Fahrer haben 2026 das Zeug dazu, sich am Ende des Rennens einen Podiumsplatz zu gönnen. Davon träumt Soma Görbe nicht, obwohl er 2024 mit sieben Siegen und zwei zweiten Plätzen den Pro Superstock 1000 Cup gewann. Aber jetzt, in Deutschlands höchster Motorradrennsportklasse, sieht die Welt anders aus.

Nach der Premieren-Saison mit Gesamtrang 14 findet der 20-Jährige dennoch deutliche Worte: „Ich glaube, wir können eine starke Saison hinlegen. Mein Ziel ist es, unter die ersten Fünf zu kommen.“

In der Rookie-Saison schaffte er es auf der BMW M 1000 RR dreimal auf P8 in die Wertung. Gleichzeitig hatte er empfindliche Strafen kassiert, die ihn in der Gesamtwertung zurückwarfen. Im großen Finale von Hockenheim musste Görbe in den zwei Superbike-Rennen von ganz hinten starten, weil er das Motorenlimit überschritten hatte. Als er einen gebrauchten Antrieb einsetzen wollte, stellten die technischen Kommissare eine geöffnete Plombe am Motor fest. Görbe bekam die damit eingefahrenen Ergebnisse in Schleiz und Most aberkannt, insgesamt 24 Punkte. Das passiert garantiert kein zweites Mal.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Supersport: Aus der Box zum Sieg und Wildcards obendrauf

Von ganz hinten nach ganz vorne: Dirk Geiger hat in der
Supersport-Klasse in Assen gezeigt, wo der Hammer hängt. 
Fotos: Henk Teerink

Dieses Osterfest wird das Team Apreco mit Sicherheit nicht vergessen. Mit zwei Wildcards im Körbchen und einem Sieg in der International Dutch Championship (IDC) in Assen hat sich das Team aus den Niederlanden ins Wochenende verabschiedet.

EURO MOTO-Supersportler Dirk Geiger bekam letzte Woche sein Osternest vorgezogen gefüllt. Ihm winkt die erste Supersport-Wildcard seines Lebens. Der 23-jährige Neuzugang bei Yamaha Apreco wird im Rahmen der Superbike-WM in zwei Wochen in Assen sein Debüt geben. Teamkollege Twan Smits geht in der Superbike-Klasse an den Start.

Gestern lieferte Geiger noch schnell bei den Trainingsfahrten im Nachbarland eine Kostprobe seines Könnens in der IDC ab. Geiger sowie auch Teamkollege und Kumpel Lennox Lehmann machten es dabei wieder spannend. Weil sie zu spät an den Start kamen, mussten sie nach dem Feld aus der Boxengasse starten. Bereits nach drei Runden hatte Geiger die Führung übernommen, um das Rennen am Ende mit über 17 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.

Lehmann war schon nach der ersten Runde in die Boxengasse abgebogen. „Wir hatten ein kleines Problem. Im Dashboard hat eine rote Lampe geblinkt. Ich bin auf Nummer Sicher gegangen, um nicht etwas Größeres heraufzubeschwören.“

Der 20-Jährige wird in zwei Wochen beim EWC-Auftakt bei den 24-Stunden von Le Mans im Team Motobox Kremer im Einsatz sein. Der Dresdner trifft dort auf einen alten Bekannten aus dem Fahrerlager. „Mein Teampartner ist Maximilian Kofler. Er wurde ganz schnell aus der Superbike-Rente zurückgeholt.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek