- Robinson/Berndt holen ersten Saisonsieg für Porsche und gewinnen auch Junior-Wertung
- AVIA W&S-Teamkollegen Gabbay/Schreyer knapp geschlagen
- Toyota-Duo Cartelle/Schwartz mit erstem Podium 2026
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| Doppelsieg für die Porsche von AVIA W&S Motorsport Foto: ADAC-Motorsport |
Großer Jubel im Porsche-Lager nach dem Samstagslauf der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. In einem unterhaltsamen und actionreichen Rennen triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). Nach BMW und Aston Martin konnte sich nun im dritten Saisonrennen die dritte Marke in die Siegerliste eintragen. Das Podium auf dem Norisring komplettierten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Für Berndt/Robinson gab es gleich doppelten Grund zur Freude: Sie führen erstmals in ihrer ADAC GT4 Germany-Karriere die Tabelle an.
Robinson konnte das Rennen im 718 Cayman GT4 bereits von der Pole-Position aus aufnehmen. Der Australier setzte sich zunächst auch leicht vom restlichen Feld ab. Lediglich Markenkollege Schreyer konnte ihm im Anschluss folgen. Stark präsentierte sich in der ersten Rennhälfte aber auch ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA), der im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport von Startplatz sechs bis auf die dritte Position nach vorne fuhr. Gegen die beiden führenden Porsche konnte Piana jedoch nichts ausrichten.
Auch nach den obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel blieb die Reihung auf den ersten drei Plätzen zunächst gleich. Dann drehte aber Benjamin Sylvestersson (19/FIN), der für Piana in den BMW stieg auf - und machte Druck auf Gabbay, der von Schreyer übernommen hatte. Mit einem sehenswerten Ausbremsmanöver bei der Anfahrt auf die Spitzkehre konnte Sylvestersson schließlich Platz zwei übernehmen. Nach und nach kam er auch an den führenden Denny Berndt heran, der zu Rennmitte ins Cockpit von Robinson gestiegen war. In der vorletzten Runde gab es jedoch den Rückschlag für den Finnen. Ein Reifenschaden verhinderte seinen weiteren Vormarsch und ließ ihn bis auf die neunte Position zurückfallen. Somit fuhren Berndt/Robinson zu einem ungefährdeten Laufsieg und konnten sich auch über den Triumph in der Junior-Wertung freuen. Hinter Gabbay überquerte Toyota-Pilot Hudson Schwartz auf der dritten Position die Ziellinie. Schwartz und sein Teamkollege Cartelle waren über das gesamte Rennen in unzählige Duelle verwickelt und mussten somit hart für das erste Podium ihres belgischen Rennstalls CRT kämpfen.
Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) beendeten das Rennen in einem weiteren BMW auf Platz vier vor Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 sowie Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW). Rang sieben ging an Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW), BMW) gefolgt von Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Die Top Zehn komplettierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG). Schmid machte somit auch den Triumph in der Rookie-Wertung klar. Den Erfolg in der PRO-AM-Wertung sicherten sich Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (19/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche.
Stimmen zum Rennen
Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport
„Ich könnte nicht glücklicher sein. Natürlich reisen wir hier alle an, um zu gewinnen. Doch uns ist es dieses Mal gelungen. Wir freuen uns sehr über das Resultat und versuchen morgen alles, um direkt noch einmal vorne zu sein.“
Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport
„Hier zu gewinnen, ist natürlich super. Somit werden wir heute auch gemeinsam ein wenig feiern. Wir starten das Sonntagsrennen ebenfalls aus der ersten Reihe und wollen dann direkt noch einmal nachlegen. Hoffentlich gelingt uns dann erneut ein gutes Resultat.“
Maximilian Schreyer – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Der Ergebnis fühlt sich mega an. Der Norisring ist eine meiner Lieblingsstrecken - denn hier zu fahren, ist immer speziell. Das Rennen lief für uns recht gut. Wir hatten aber auch ein wenig Glück, als der BMW kurz vor Schluss zurückfiel. In Summe sind wir richtig happy mit unserer Performance.“
Alon Gabbay – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Es ist mein erstes Podium auf dem Norisring. Darauf habe ich wirklich lange hingearbeitet. Somit ist für mich gerade alles extrem emotional. Morgen starte ich von der Pole-Position. Dann möchten wir uns den Sieg holen.“
Lucas Cartelle – Platz drei für CRT
„Ein Podium tut einfach immer gut, insbesondere da wir am Red Bull Ring einen schlechten Saisonstart hatten. Nun konnten wir gute Punkte für die Meisterschaft einfahren. Hoffentlich können wir im Sonntagsrennen direkt das nächste Podium erzielen.“
Hudson Schwartz – Platz drei für CRT
„Lucas hat in der ersten Rennhälfte klasse vorgelegt. Als ich dann ins Auto stieg, fokussierte ich mich darauf, auf die vor mir fahrenden Fahrzeuge aufzuschließen. Natürlich sind wir super glücklich über den dritten Platz. Danke an Toyota und an unser Team.“


