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| Bild: Jens Hawrda |
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| Grafik: Jens Hawrda |
Der Pilot von ME Motorsport gab 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und erzielte vier Klassensiege in der Rookie-Wertung. Mit dem Motorsport begann er im Alter von 13 Jahren.
Der Niederländer Lukas Stiefelhagen krönte sich in der Saison 2026 zum Rookie-Champion der ADAC GT4 Germany - der Wertung für junge Rennfahrer ab Geburtsjahr 2001, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren. Der 19-jährige Pilot eines BMW M4 GT4 von ME Motorsport konnte insgesamt vier Klassensiege einfahren und hatte final 16 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „Vor der Saison haben wir uns nicht nur das Ziel gesetzt, die Serie kennenzulernen, sondern auch Rookie-Champion zu werden. Das ist erfreulicherweise gelungen und somit bin ich überglücklich“, erklärt Stiefelhagen, der sich den BMW mit Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln) teilte. „Die ADAC GT4 Germany ist auf einem extrem hohen Niveau und auch die Rookie-Wertung war richtig umkämpft. Folglich mussten wir hart um den Erfolg fighten. Auch deswegen bedeutet mir der Titel sehr viel.“
Die Saison 2026 begann für Stiefelhagen nach Maß. Beim Auftakt auf dem Red Bull Ring konnte er im Samstagsrennen gleich den Klassensieg einfahren. „Zudem kamen wir direkt auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Wenn man in eine neue Saison geht, weiß man im Vorfeld nie, wo man steht. Aber gleich soweit vorne dabei zu sein, war für alle eine kleine Überraschung“, blickt er zurück auf das Rennwochenende in Österreich. Weitere Klassensiege gab es jeweils in Rennen zwei auf dem Norisring, in Oschersleben und Hockenheim. Dazu kamen fünf weitere Top-Drei-Ergebnisse in der Rookie-Wertung.
Mit Stolz schaut Stiefelhagen noch immer auf seine beiden ganz persönlichen Saisonhighlights zurück – die Qualifikation auf dem Sachsenring und das zweite Rennen in Hockenheim. „Der Sachsenring ist sehr fordernd für die Reifen, folglich muss man es in der Quali genau auf den Punkt bringen. Wir kamen auf Platz zwei, was sowohl für mich als auch für das Team die bislang beste Platzierung war“, erläutert Stiefelhagen. „In Hockenheim lag ich lange auf der dritten Position und hatte über weite Teile des Rennens mit Gabriele Piana einen der besten GT4-Piloten der Welt im Rückspiegel. Der Zweikampf machte richtig Spaß und ich konnte vor großer Kulissen aufzeigen, was ich drauf habe.“
Stiefelhagen begann im Alter von 13 Jahren im Leihkart und konnte später auch niederländischer Kart-Champion werden. 2023 wechselte er ins Rennauto und saß im Citroen C1. 2024 und 2025 betritt Stiefelhagen den NXT Gen Cup und lernte so die DTM-Plattform kennen. Mit Erfolg: 2025 wurde er mit vielen gebrochenen Rekorden Champion. Seit 2026 ist er im GT4-Sport unterwegs.
Im Sommer begann Lukas Stiefelhagen in Utrecht ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit. Außerdem arbeitet er als Fahrer-Coach im Motorsport. Auch in seiner Freizeit dreht sich vieles um Sport, beispielsweise im Fitness-Studio ober beim Joggen. Ganz wichtig ist dem 19-Jährigen der Kontakt zu seinem Freundeskreis. „Tatsächlich ist es aber auch schwierig, mit meinen Kumpels einen Termin für gemeinsame Treffen zu finden, da ich ja so oft an der Rennstrecke bin. Aber manchmal kommen sie einfach mit“, lacht er. Eine weitere Leidenschaft ist das Klavierspielen, zu dem er über seinen Musik begeisterten Bruder gekommen ist. „Er hat zuhause sogar ein kleines Studio – und somit begann ich mit 15 Jahren auch mit dem Musizieren.“
In der Winterpause geht der Blick bei Lukas Stiefelhagen auch schon auf die Saison 2027: „Mein Plan ist es, im nächsten Jahr wieder in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Denn ich mag nicht nur die Serie, sondern auch die involvierten Teams und Fahrer. Mein Ziel sind dann so viele Podiumsplätze wie möglich. Vom Fahrertitel möchte ich nicht sprechen, um nicht zu viel Druck aufzubauen - aber natürlich würde ich mich freuen, wenn ich Champion in der Gesamtwertung werden könnte.“
Quelle: adac-motorsport.de
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| Die „Road to DTM“-Sieger 2026 Michael Schrey, Finn Zulauf, Denny Berndt und Lachlan Robinson (v.l.) Foto: ADAC-Motorsport |
Vier Serien, fünf Sieger und ein gemeinsamer Weg: 2026 gewannen Finn Zulauf, Denny Berndt, Lachlan Robinson, Michael Schrey und Jakub Kamenik die „Road to DTM“. Vom Kartsport über den BMW M2 Cup und die ADAC GT4 Germany bis in das ADAC GT Masters werden Fahrer auf ihrem Weg in Richtung DTM unterstützt. Besonders erfolgreich verlief die Saison für Finn Zulauf. Der 22-Jährige gewann nach seinem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch die „Road to DTM“-Wertung im ADAC GT Masters und sicherte sich damit ein Förderpaket für einen möglichen Start in der DTM 2027.
Zulauf gelingt historischer Doppelerfolg
Der Hesse Zulauf (Königstein im Taunus) schrieb beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring Geschichte. Gemeinsam mit Felix Hirsiger gewann der Lamborghini-Pilot vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport den Titel im ADAC GT Masters und setzte sich zudem in der „Road to DTM“-Wertung durch. Bereits 2024 hatte Zulauf als Champion der ADAC GT4 Germany die Nachwuchsförderung gewonnen und stieg in der Folge in das ADAC GT Masters auf. Damit ist er der erste Fahrer, der auf zwei verschiedenen Stufen der „Road to DTM“ erfolgreich war. „Es ist eine sehr coole Story, dass ich nach dem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch das ADAC GT Masters gewonnen habe und damit der erste Fahrer bin, der die ‚Road to DTM‘ in beiden Meisterschaften für sich entschieden hat“, erklärt Zulauf. „Ich bin dem ADAC sehr dankbar, dass ich diese Erfolgsleiter immer weiter hochklettern durfte.“
Mit dem Sieg in der Nachwuchswertung erhält Zulauf ein Förderpaket für die DTM-Saison 2027. Dass der Sprung vom ADAC GT Masters in die DTM gelingen kann, bewies in diesem Jahr bereits Finn Wiebelhaus (Obertshausen). Der Champion und „Road to DTM“-Sieger des Vorjahres stieg zur Saison 2026 mit HRT Ford Racing in die DTM auf und beeindruckte auf Anhieb mit starken Leistungen im Ford Mustang GT3.
Berndt und Robinson blicken in Richtung GT3
Auch die neuen Champions der ADAC GT4 Germany entschieden die „Road to DTM“ für sich. Berndt (Berlin) und Robinson (AUS/beide AVIA W&S Motorsport) holten im Porsche 718 Cayman GT4 nicht nur gemeinsam den Fahrer- und Junior-Titel, sondern erhalten durch das Nachwuchsförderprogramm auch Unterstützung für einen möglichen Aufstieg in das ADAC GT Masters. „Das Programm Road to DTM ist interessant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen“, sagt Robinson mit Blick auf die kommende Saison. Teamkollege Berndt ergänzt: „Die Unterstützung seitens des ADAC über das Programm Road to DTM finde ich super und hilfreich. Als junger Fahrer geht der Blick immer nach oben.“ Ob das Duo 2027 gemeinsam den Schritt in den GT3-Sport macht oder seinen Titel in der ADAC GT4 Germany verteidigt, ist noch offen.
Schrey gewinnt im BMW M2 Cup
Im Jahr 2026 erstmals vom ADAC ausgerichteten BMW M2 Cup setzte sich Schrey (Wallenhorst) durch. Der Routinier von Hofor Racing by Bonk Motorsport gewann den Markenpokal in seinem BMW M2 Racing und damit auch die „Road to DTM“. Schrey brachte bereits vor seinem Start im BMW M2 Cup umfangreiche Erfahrung mit und wurde 2021 Champion der ADAC GT4 Germany.
Kamenik auf dem Sprung in den Automobilsport
Den Einstieg in die „Road to DTM“ bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft, wo das Nachwuchsprogramm in der OK-N-Kategorie verankert ist. Dort sicherte sich Kamenik den Titel und gewann damit zugleich die „Road to DTM“-Trophy. Der Tscheche erhält für die Saison 2027 die Startgebühr für eine Teilnahme im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany und damit die Chance, direkt vom Kart- in den Automobilsport zu wechseln. „Ich mich freue mich riesig auf das, was vor mir liegt. Mit der ‚Road to DTM‘ eröffnet sich für mich die Chance, den nächsten Schritt zu machen und mich im GT4- oder M2-Cup zu beweisen. Darauf bin ich sehr gespannt“, sagt Kamenik.
Für die Saison 2027 wird die „Road to DTM“ noch gezielter auf den direkten Aufstieg in die jeweils nächste Motorsport-Liga ausgerichtet. Dafür werden die Förderpakete auf allen Stufen neu strukturiert. Insgesamt stehen im kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro in Geld- und Sachpreisen zur Verfügung. Davon profitieren erstmals die Gewinner der „Road to DTM“ in der Saison 2027.
Am 8. November: Zehn Runden im BMW M2 Racing inklusive Coaching. Teilnahme ab 15 Jahren mit nationaler DMSB-A-Lizenz. Die Top Drei des BMW M2 Cup 2026 testen den BMW M4 GT4.
Den BMW M2 Racing und den BMW M2 Cup auf der Rennstrecke kennenlernen: Am 8. November bietet die BMW Area M in der Motorsport Arena Oschersleben einen Testtag an. Teilnehmen können Fahrer ab 15 Jahren mit einer gültigen nationalen DMSB-A-Lizenz. Für 825 Euro brutto absolvieren sie zehn Runden im Arrive-and-Drive-Format inklusive Reifen, Kraftstoff und Verschleiß. Die Plätze sind begrenzt.
Bei dem Testtag erhalten die Teilnehmer nach einem Warm-up ein individuelles Coaching durch einen Instruktor. Ein Rennteam mit Dateningenieuren begleitet die Teilnehmer den gesamten Tag und unterstützt sie bei der Auswertung der Fahrdaten. Rennbekleidung und Helm werden gestellt.
Der BMW M2 Racing ist das perfekte Einsteigermodell für Nachwuchsrennfahrer, die ihre ersten Schritte im Automobilsport auf der Rundstrecke machen wollen. Er bringt mit dem Reihen-4-Zylinder-Motor mit M TwinPower Turbo Technologie eine Leistung von 230 kW / 313 PS auf die Rennstrecke und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 270 km/h. Die Basis bildet dabei das Chassis der aktuellen M2-Generation, das mit zahlreichen Rennsport-Komponenten ausgebaut wird. Das Modell kam bereits erfolgreich im BMW M2 Cup in diesem Jahr zum Einsatz.
Für die drei Erstplatzierten des BMW M2 Cup 2026, Michael Schrey, Christopher Holst und Niklas Hirsch, steht am selben Tag in Oschersleben eine weitere Testfahrt auf dem Programm: Sie testen den BMW M4 GT4. Die exklusive Testfahrt haben sie sich mit ihren Platzierungen im diesjährigen Markenpokal gesichert.
Der BMW M2 Cup ist Teil des Road to DTM-Förderpropgramms des ADAC. Ziel ist es, den BMW M2-Cup-Fahrern einen Aufstieg durch die gesamte ADAC-Motorsport-Pyramide bis in die DTM zu bieten. Von einem Preisgeldtopf in Höhe von insgesamt 305.000 Euro fließt ein Großteil direkt in den nächsten Karriereschritt des BMW-M2-Cup-Champions. Der Road-to-DTM Gewinner erhält einen Anteil von 170.000 Euro in Form von Nenngeld, Reifenpaketen sowie Preisgeld, um sich ein Cockpit in der ADAC GT4 Germany in der Folgesaison zu ermöglichen.
Anmeldungen für den Testtag mit dem BMW M2 Racing in der Motorsport Arena Oschersleben sind bis zum 28. Oktober per E-Mail an julia.rietz@adac.de möglich. Weitere Informationen erhalten Interessierte ebenfalls unter dieser Adresse.
Quelle: adac-motorsport.de