Stepan Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) beendet den Saisonauftakt der EURO MOTO Sportbike auf dem Sachsenring als Doppelsieger. Der Tscheche setzte sich im zweiten Rennen nach einem intensiven und engen Zweikampf gegen Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) durch. Damit verlässt er das erste Rennwochenende der Saison mit der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern und reist als Meisterschaftsführender nach Brünn.
Zuda erwischte einen perfekten Start und sprang direkt von Platz drei an die Spitze des Feldes. Der Triumph-Pilot versuchte zwar, sich von seinen Verfolgern abzusetzen, doch Rosenthaler blieb ihm dicht auf den Fersen. Bereits im ersten Rennen am Samstag lieferten sich die beiden spannende Duelle, die sich auch im zweiten Lauf fortsetzten.
Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden Fahrern. Bis zur letzten Runde blieb das Rennen völlig offen. In der vorletzten Kurve nach dem Wasserfall-Gefälle kam Zuda schließlich besser heraus, schlupfte an Rosenthaler vorbei und verteidigte die Spitze bis zur Ziellinie. „Dieses Rennen war noch tougher als gestern“, erklärte der Triumph-Sieger nach dem Rennen. „Mein Team hat super gearbeitet. Das Motorrad hat sich heute nochmal besser angefühlt als gestern. Dadurch konnte ich den Speed konstant hochhalten, auch wenn die Reifen am Ende komplett am Limit waren.“
Rosenthaler erneut ganz nah dran
Jakob Rosenthaler musste sich trotz einer erneut starken Leistung mit Rang zwei zufriedengeben. Der Österreicher hatte bereits am Samstag zunächst als Erster die Ziellinie überquert, war nach einer Strafe der Rennleitung allerdings noch auf Platz vier zurückversetzt worden. Auch im zweiten Rennen zeigte Rosenthaler, dass er in dieser Saison zu den absoluten Spitzenfahrern gehört.„Die Anfangsphase war extrem schnell“, erklärte der RT-Motorsports-Pilot. „Mir war relativ früh klar, dass die Hinterreifen das auf Dauer nicht mitmachen würden. Am Ende hatten Stepan und ich enorme Reifenprobleme, aber er hatte in der entscheidenden Situation einfach etwas mehr Schwung.“ Das nächste Duell der beiden lässt nicht lange auf sich warten: Bereits in drei Wochen geht es wieder in Brünn an den Start.
Kitzbichler erneut auf dem Podium
Auch Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) stand erneut auf dem Podium. Der 16-Jährige fuhr nach Platz zwei am Samstag diesmal auf Rang drei und überzeugte erneut mit starker Pace und cleverem Reifenmanagement.
Zur Rennmitte musste der Österreicher allerdings etwas Tempo herausnehmen, da die langen Linkskurven die Reifen stark beanspruchten. Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) zog zunächst an ihm vorbei. Kitzbichler blieb an ihm dran und nutzte die letzte Runde, um sich den dritten Platz zurückzuholen. Bijman wurde schließlich Vierter.
Mika Siebdrath bestätigte ebenfalls seine starke Form und fuhr nach Platz sechs am Samstag diesmal auf Rang fünf. Hinter ihm folgte Teamkollege Luis Rammerstorfer (beide Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auf Rang sechs.
Oliver Svendsen (ERC) kämpfte sich erneut von Startplatz zwölf nach vorne und belegte Rang sieben. Dem Dänen fehlt mit seiner neuen Kawasaki ZX-6R aktuell noch etwas Pace für den Anschluss an die Spitzengruppe.
Julian van Kalkeren (SRTD Pearl Gebben) wurde Achter vor Micky Winkler (WSC Racing) und Sasha De Vits (ERC).
Für kurzfristige Action sorgte Tom Kuil (RT Motorsports). Der Niederländer erwischte einen starken Start und schob sich von Platz sieben zunächst auf Rang zwei nach vorne. Allerdings wurde dem Triumph-Piloten ein Frühstart angelastet, weshalb die Rennleitung zwei Long-Lap-Penalties verhängte. Am Ende wurde Kuil Zwölfter hinter Alexander Weizel (Weizel Racing) auf Rang elf.
Weiter geht es für die EURO MOTO Sportbike vom 29. bis 31. Mai in Brünn. Dort gastiert die Serie erstmals.
EURO MOTO Sportbike, Race 2 (Top-Ten)
- Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
- Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
- Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS 660
- Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
- Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
- Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
- Oliver SVENDSEN (#69/DNK), Kawasaki Ninja ZX-6R
- Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
- Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS 660
- Sasha DE VITS (#19/BEL), Kawasaki Ninja ZX-6R
Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann



