Freitag, 27. März 2026

ADAC GT4 Germany: Großaufgebot für AVIA W&S Motorsport

Rennstall bringt 2026 vier Porsche an den Start. Lachlan Robinson/Denny Berndt blicken auf den Fahrer-Titel. Hendrik Still mit Neuzugang Tim Horrell in der PRO-AM-Wertung

AVIA W&S Motorsport bietet wieder vier Porsche auf
Foto: Berzerkdesign/AVIA W&S Motorsport

  • Rennstall bringt 2026 vier Porsche an den Start
  • Lachlan Robinson/Denny Berndt blicken auf den Fahrer-Titel
  • Hendrik Still mit Neuzugang Tim Horrell in der PRO-AM-Wertung

Großangriff von AVIA W&S Motorsport auf die Krone der ADAC GT4 Germany: Der Rennstall aus Ofterdingen in Baden-Württemberg tritt mit vier Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport an und hat auch in der anstehenden Saison wieder einiges vor. Bereits in den vergangenen drei Jahren konnte die Teamwertung gewonnen werden - für 2026 wurde somit die Mission Titelverteidigung ausgerufen. „Die vierte Teammeisterschaft in Folge wäre etwas ganz Besonderes. Aber wir wollen nicht nur in der Teamwertung ganz oben stehen – auch in der Fahrer-, Rookie- und PRO-AM-Wertung möchten wir um die Titel kämpfen. Dafür braucht es ein perfektes Zusammenspiel aus Fahrern, Technik und Team – und ich bin überzeugt, dass wir das haben", ist Teamchef Daniel Schellhaas optimistisch.

In Bezug auf seine Fahrerpaarungen hat sich der Porsche-Rennstall stark aufgestellt. Im markanten AVIA-Design treten Alon Gabbay/Maximilian Schreyer an. Gabbay kennt die ADAC GT4 Germany seit 2022; Schreyer gab 2025 sein Debüt. Große Ambitionen haben auch Lachlan Robinson/Denny Berndt, die beide bereits ganz oben auf dem Podium standen. Der Berliner Berndt war zuletzt noch für einen anderen Rennstall aktiv. „In der ersten Saison mit W&S erwarte ich mir ganz klar, die Meisterschaft zu gewinnen – das ist unser Ziel“, erklärt Berndt. „Mit Lachlan an meiner Seite habe ich ein gutes Gefühl und freue mich auf das erste Rennen, das wir gemeinsam angehen.“

Hendrik Still ist bereits seit 2019 in der ADAC GT4 Germany am Start und hat in dieser Zeit fünf Laufsiege erzielt. 2025 gewann er den Vize-Titel in der Fahrerwertung. Mit seinem neuen Teamkollegen Tim Horrell tritt der Routinier in der PRO-AM-Wertung an. Dabei kommt es zu einer Premiere für die ADAC GT4 Germany. Der US-Amerikaner steuert den Porsche aufgrund einer Querschnittslähmung über Handhebel. „Ich freue mich besonders darauf, in dieser Saison gemeinsam mit Tim an den Start zu gehen“, meint Still. „Ich begleite ihn schon länger als Coach – jetzt auch das Cockpit zu teilen, ist ein besonderer Schritt und wird definitiv richtig Spaß machen.“ Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gibt das vierte Fahrer-Duo mit dem Dänen Frederic Zebis und Nicolas Guillaume aus Belgien.

Quelle: adac-motorsport.de

Donnerstag, 26. März 2026

DTM: Neues Auto, neue Fahrer: Abt Sportsline stellt sich für die DTM 2026 auf

  • Traditionsteam tritt mit neuem Lamborghini Temerario GT3 an
  • DTM-Rennsieger Luca Engstler wechselt zu Abt Sportsline
  • Erste DTM-Saison für Neuzugang Marco Mapelli

Abt Sportsline startet mit Luca Engstler und Marco Mapelli (l-r) in der DTM
Foto: Abt Sportsline

Abt Sportsline baut in der DTM 2026 die Zusammenarbeit mit Lamborghini weiter aus: Die Mannschaft aus dem Allgäu setzt in der neuen Saison nicht nur auf zwei Werkfahrer des italienischen Herstellers, sondern bringt auch den neuen Lamborghini Temerario GT3 an den Start. Pilotiert werden die Fahrzeuge vom erfahrenen GT-Piloten Marco Mapelli (I) sowie Luca Engstler aus Kempten. Mit fünf Fahrertiteln, 78 Rennsiegen und 92 Pole-Positions seit dem DTM-Einstieg im Jahr 2000 ist die Abt-Mannschaft das erfolgreichste und dienstälteste Team im Starterfeld.

Für Mapelli ist es die erste DTM-Saison. Der Italiener kennt die DTM-Strecken jedoch bereits aus dem ADAC GT Masters, in dem er vier Rennen gewann. Als Lamborghini-Werksfahrer war der 38-Jährige in die Entwicklung des neuen Temerario GT3 eingebunden. "DTM-Fahrer für Abt zu sein, fühlt sich wie ein wahr gewordener Traum an", sagt der Italiener. "Ich freue mich sehr darauf, die gesamte Saison mit einem absoluten Top-Team zu arbeiten. Vom ersten Moment an habe ich mich im Team wie zu Hause gefühlt. Man spürt das Engagement und die Leidenschaft jedes Einzelnen, das ist eine große Motivation für mich, alles zu geben. Die Geschichte von Abt spricht für sich. Dieses Team fährt, um zu gewinnen, und genau das ist auch unser Anspruch."

Engstler startet seit 2023 in der DTM und holte bisher zwei Siege. Der Pilot aus dem Allgäu ist bereit für seine erste Saison mit Abt Sportsline: "Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit Abt", sagt der 26-Jährige. "Das Team begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Ich bin damals jeden Tag auf dem Weg zur Schule an der Werkstatt vorbeigefahren. Jetzt selbst für Abt in der DTM zu starten, ist eine große Ehre. Natürlich ist vieles neu für uns, deshalb wird das erste Jahr auch eine Lernphase. Aber wir haben den Anspruch, erfolgreich zu sein und uns über die gesamte Saison konstant weiterzuentwickeln. Entscheidend wird sein, auch an schwierigen Wochenenden Punkte mitzunehmen."

Thomas Biermaier, CEO von Abt Sportsline, ist für die kommende Saison zuversichtlich: "Wir freuen uns sehr, Luca und Marco in unserem Team zu haben. Schon in den ersten Wochen haben wir gemerkt, dass beide nicht nur sportlich, sondern auch menschlich perfekt zu uns passen. Gemeinsam haben wir ein klares Ziel: wieder erfolgreich zu sein. Mit Luca und Marco sind wir auf einem sehr guten Weg, dieses Ziel zu erreichen."

Mittwoch, 25. März 2026

Freier Eintritt: DTM-Test live erleben

Wenn es beim offiziellen Testtag (14. April) am Red Bull Ring zum ersten Kräftemessen in der DTM 2026 kommt, gilt auch für Fans freie Fahrt. Die Zuschauer können die ersten Testaktivitäten der neuen Saison auf dem Formel-1-Kurs im österreichischen Spielberg kostenlos und live verfolgen. Von der Steiermark-Tribüne aus haben die Besucher beste Sicht auf die Fahraction der DTM-Stars. Zwei Testsessions stehen auf dem Red Bull Ring an: Die erste Session läuft von 9:00 bis 11:45 Uhr, bevor es für die DTM-Piloten von 13:00 bis 17:55 Uhr ein zweites Mal auf die Strecke geht.

Quelle: dtm.com


Sportbike: RT Motorsport vergibt noch einen Platz im Team

Kurz vor dem Start der neuen EURO MOTO Saison ergibt sich für ambitionierte Racer eine spannende Chance: Das Team RT Motorsports rund um Teamchef Rob Vennegoor hat noch einen Platz für das bevorstehende Debüt-Jahr zu vergeben.

„Wir haben das Material und die Möglichkeiten – warum also nicht den letzten Platz noch anbieten“, erklärt Vennegoor. Der Niederländer weiß, wovon er spricht: In der vergangenen Saison sicherte er sich gemeinsam mit Inigo Iglesias nach einer turbulenten Rennzeit voller Höhen, Tiefen und Überraschungen den Meisterschaftstitel.

Für die kommende Saison wird Iglesias jedoch nicht mehr an den Start gehen. Stattdessen setzt Vennegoor auf frischen internationalen Input und holt sich Verstärkung aus Australien und den Niederlanden ins Team. Die Marschrichtung ist klar: angreifen.

„Wir wollen unsere Erfahrung und Kompetenz nutzen, um jemandem die Chance zu geben, in einem professionellen Umfeld in den Rennsport einzusteigen“, so Vennegoor weiter. Und er ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Wer bei uns einsteigt, bekommt kein warmes Plätzchen in der Box – sondern die echte Chance, sich zu beweisen. Wir fahren nicht, um dabei zu sein. Wir fahren, um vorne mitzumischen.“

Gleichzeitig macht der Teamchef deutlich, dass der Einstieg in den Rennsport heute klare Rahmenbedingungen hat: „Ohne ein gewisses Eigenkapital, das man mitbringt, geht es heutzutage einfach nicht mehr. Motorsport ist und bleibt immer mit Investitionen verbunden, die sich jedoch für die richtigen Fahrer auch wieder auszahlen können.“ Entsprechend sollten Bewerber bereits über etwas Budget verfügen als auch Rennerfahrung mitbringen.

Wer diese Voraussetzungen erfüllen kann, hat die Chance sich einen Platz in einem eingespielten, ambitionierten, erfahrenen und erfolgreichen Team zu sichern und Teil der ersten EURO MOTO Saison  zu werden.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Hobelsberger kommt mit Honda Privatteam

Patrick "Pax" Hobelsberger nimmt die neue EURO MOTO Superbike
mit seinem privaten Team und mit Honda Deutschland in Angriff
Foto: Hobelsberger Racing Team

Nach einem Jahr mit mehreren Baustellen meldet sich Patrick „Pax“ Hobelsberger ohne „Wenn und Aber“ im heimischen Fahrerlager zurück. Der 29-jährige Bayer nimmt den Kampf gegen die Konkurrenz in der EURO MOTO Superbike auf und erfreut sich der Unterstützung durch Honda Deutschland.

Die ganze Saison will er wieder dabei sein, nicht nur zwei Einsätze wie im letzten Jahr. Das private Team funktioniere inzwischen perfekt, lässt Hobelsberger wissen. Die Abläufe sind geregelt. Nach der kurzfristigen Liaison mit dem Kawasaki-Team von Oliver Skach samt Trennung im Eilverfahren hat Hobelsberger das Racing-Projekt wieder auf die eigenen Beine gestellt.

Alle Voraussetzungen erfüllt

„Für uns ist das jetzt der perfekte Schritt, erneut eine komplette Meisterschaft zu bestreiten“, sagt der Vollblut-Racer. 2025 ging er im Alpe Adria Cup, in der Niederländischen Meisterschaft und bei den besagten zwei IDM-Rennen in Assen und in Hockenheim an den Start. In der IDM sah der Gesamt-Dritte von 2023, damals im BMW-Team GERT56, den Zielstrich bei keinem der zwei IDM-Events. Der gelernte Zimmerer aus Landau an der Isar erinnert sich mit hochgezogenen Augenbrauen an die Zeit und resümiert: „Eigentlich hatten wir 2025 eine sehr, sehr gute Saison. Allerdings mit sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen.“

Das Rätsel ist gelöst

Das Hockenheim-Finale gehörte eindeutig zu den Tiefen. Aber die Sorge, dass seine Honda bei niedrigen Temperaturen streiken könnte, hat „Pax“ inzwischen nicht mehr. Bei den Wintertests in Spanien ist die Crew dem rätselhaften Verhalten auf den Grund gekommen. Hobelsberger erzählt: „Meine letzte Honda hatte ich 2025 im April erhalten und wir haben sehr spät mit dem Aufbau begonnen. Wir hatten nie einen Einsatz bei niedrigen Temperaturen. Meistens war es draußen sogar richtig heiß und alles lief reibungslos. Dann stand Hockenheim auf dem Plan. Ich hätte niemals erwartet, dass unser Setup Ende September bei niedrigen Temperaturen nicht funktionieren könnte. Aber es war so. Bei den Wintertests in Spanien trat genau das gleiche Phänomen auf. Es war eine Kopie von Hockenheim. Völlig verrückt. Step by Step haben wir alles ausgelotet und wissen nun, dass es hauptsächlich an der Heckpartie lag.“

Die Verletzung vom Saisonende ist verheilt. Die ersten Teile für die nagelneue Honda CBR1000RR-R sind fertig. Der Testbetrieb geht im April weiter. Hobelsberger will in der EURO MOTO nicht antreten, um nur zu gucken, wo er steht. „Das wäre der falsche Anreiz.“ Er will vorne mitmischen.

Quelle: euromoto.racing/Anke Wieczorek