Freitag, 27. Mai 2022

Erfolgreiches Rennwochenende für Mercedes-AMG Customer Racing in der DTM und dem ADAC GT Masters

  •  Erfolgreiche zweite Runde in DTM und ADAC GT Masters für Mercedes-AMG Customer Racing
  •  DTM: Doppelpodium und vier Mercedes-AMG GT3 in den Top Fünf beim Samstagsrennen
  •  GT Masters: MANN-FILTER Team LANDGRAF bestätigt exzellente Form mit Platz drei

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Mit vier weiteren Podestplätzen konnten die Mercedes-AMG Customer Racing Teams am Wochenende an die erfolgreichen Saisonstarts in der DTM und dem ADAC GT Masters anknüpfen. Im Samstagsrennen der DTM auf dem Lausitzring fuhren Luca Stolz (GER) vom Mercedes-AMG Team HRT und Portimão-Sieger Lucas Auer (AUT) vom Mercedes-AMG Team WINWARD mit den Plätzen zwei und drei ein Doppelpodium ein. Insgesamt schlossen vier Mercedes-AMG GT3 das Rennen unter den ersten Fünf ab. Am Sonntag gelang auch Maro Engel (GER) vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing mit Platz zwei der Sprung auf das Podest. Im parallel ausgetragenen ADAC GT Masters erreichten Jonathan Aberdein (RSA) und Raffaele Marciello (SUI), die im Mercedes-AMG GT3 #48 des MANN-FILTER Team LANDGRAF auf dem Red Bull Ring Dritte wurden, bereits zum zweiten Mal in dieser Saison einen Podiumserfolg.

Nach den überzeugenden Siegen zum Saisonstart standen für Mercedes-AMG Customer Racing an diesem Wochenende die nächsten Bewährungsproben im ADAC GT Masters und der DTM auf dem Programm. Während die Internationale Deutsche GT-Meisterschaft für zwei einstündige Rennen auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg gastierte, feierte die DTM mit Rennwochenende zwei auf dem brandenburgischen Lausitzring ihre diesjährige Deutschland-Premiere.

DTM: Erfolgreiches Samstagsrennen mit vier Mercedes-AMG GT3 in den Top Five

Mit großen Ambitionen und dem Doppelerfolg von Portimão im Rücken reisten die vier Mercedes-AMG Customer Racing Teams am Wochenende zum zweiten Saisonlauf der DTM nach Klettwitz. Auf dem rund 4,6 Kilometer langen Lausitzring unterstrich Auftaktsieger Lucas Auer umgehend seine ausgezeichnete Verfassung und stellte den Mercedes-AMG GT3 #22 im 20-minütigen Qualifying am Samstag erstmals in diesem Jahr auf die Pole Position.

Beim Rennstart gelang es dem Österreicher jedoch nicht, seine Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen. Der Pilot vom Mercedes-AMG Team WINWARD bog als Zweiter in die überhöhte erste Kurve ein, die von der DTM in diesem Jahr exklusiv befahren wird. Nach einem frühen Boxenstopp musste Lucas Auer außerdem seinen Markenkollegen Luca Stolz in der Startnummer 4 des Mercedes-AMG Teams HRT ziehen lassen. Am Ende fuhr Lucas Auer als Dritter über die Ziellinie und eroberte mit diesem erneuten Podestplatz zumindest für eine Nacht die Führung in der Fahrermeisterschaft.

Luca Stolz, der bereits vor drei Wochen in Portimão gemeinsam mit Auer auf dem Podium stand, belegte Rang zwei. Sein Teamkollege Arjun Maini (IND) in der #36 des Mercedes-AMG Teams HRT als Vierter und Maro Engel vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing als Fünfter rundeten ein starkes Gesamtergebnis mit vier Mercedes-AMG GT3 unter den besten Fünf ab. Vorjahressieger Maximilian Götz (GER) sicherte sich mit Platz zehn im GT3 #1 ebenfalls einen Meisterschaftspunkt.

Eine rote Flagge während des zweiten Qualifyings brachte die ein oder andere Taktik etwas durcheinander. Maro Engel im Fahrzeug mit der #88 konnte sich dennoch Startplatz drei sichern. Der Mercedes-AMG Markenbotschafter erwischte einen guten Start und setzte sich in der Folge auf der zweiten Position fest. Nach dem Pflichtboxenstopp fuhr der Fahrer vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing die schnellste Rennrunde und sicherte sich damit den Zusatzpunkt, für eine entscheidende Attacke auf den Führenden reichte es allerdings nicht mehr.

GT Masters: MANN-FILTER Team LANDGRAF fährt nächste Podestplatzierung ein

Wertvolle Zähler für die Gesamtwertung sammelte Mercedes-AMG Customer Racing auch beim zweiten Saisonlauf des ADAC GT Masters, der zeitgleich auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg ausgetragen wurde. Mit der schnellsten Zeit im Qualifying am Samstag verschaffte sich Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3 #48 eine ideale Ausgangsposition für das erste von zwei einstündigen Rennen.

Dort fuhr er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jonathan Aberdein zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podest. Bereits beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte das Duo vom MANN-FILTER Team LANDGRAF überzeugt und die Plätze drei sowie vier belegt. Obwohl die #48 im zweiten Rennen am Sonntag nicht über Rang 14 hinauskam, verlassen Aberdein und Marciello die Steiermark auf dem zweiten Platz in der Fahrerwertung.

Bester Mercedes-AMG GT3 wurde am Sonntag die #8 vom Mercedes-AMG Team ZvO. Daniel Juncadella (ESP) und Jan Marschalkowski (GER) arbeiteten sich von der neunten Startposition auf Rang sieben nach vorne. Die Oschersleben-Sieger Jules Gounon (FRA) und Fabian Schiller (GER) sammelten im GT3 #4 vom Drago Racing Team ZvO als Zwölfte in beiden Wertungsläufen ebenfalls Punkte für die Meisterschaft.


Donnerstag, 26. Mai 2022

Schubert Motorsport erlebt traumhaftes Wochenende

Parallele Siege in DTM und ADAC GT-Masters

Doppelsieg am Lausitzring durch Sheldon van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Ein traumhaftes Rennwochenende erlebte das Team von Schubert Motorsport mit parallelen Triumphen in der DTM und im ADAC GT Masters. 

DTM Lausitzring

Sheldon van der Linde (RSA) hat beim DTM-Gastspiel auf dem Lausitzring (GER) sowohl das Samstags- als auch das Sonntagsrennen gewonnen. Dank insgesamt 56 Punkten hat van der Linde nach dem zweiten Event der Saison die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Gleichzeitig liegt Schubert Motorsport nach den ersten beiden Siegen für den neuen BMW M4 GT3 in der DTM auch auf Position eins in der Teamwertung. 

Ebenfalls die ersten Siege für den BMW M4 GT3 gab es beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring (AUT). Dort feierte Schubert Motorsport am Samstag und am Sonntag jeweils Platz eins für Ben Green (GBR) und Niklas Krütten (GER). Im Sonntagsrennen fuhren Nick Catsburg (NED) und Jesse Krohn (FIN) als Zweite ebenfalls aufs Podium.   

Auf dem Lausitzring sicherte sich Sheldon van der Linde am Samstag von Startplatz zwei den Sieg und drehte gleichzeitig die schnellste Rennrunde. Am Sonntag fuhr er trotz Erfolgsballasts von der Poleposition erneut zum Sieg. Es waren seine DTM-Erfolge zwei und drei, den ersten Sieg hatte er 2020 in Assen (NED) errungen. Mit 66 Punkten führt der Südafrikaner die Fahrerwertung an. Sein Schubert-Teamkollege Philipp Eng (AUT) erkämpfte am Sonntag einen vierten Platz, nachdem er am Samstag ausgefallen war. In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit 79 Zählern an der Spitze. 

Stimmen der Schubert-Piloten zum DTM-Wochenende auf dem Lausitzring

Sheldon van der Linde (#31 BMW M4 GT3, Schubert Motorsport): „Das war das beste Rennwochenende meiner Karriere. Nach dem Samstag dachte ich eigentlich, es könne nicht mehr besser werden, aber ich habe mich geirrt. Der Sonntag war noch besser! BMW M Motorsport hat mit dem BMW M4 GT3 ein sehr gutes Auto gebaut. Und das Team hat das ganze Wochenende einen perfekten Job gemacht. Das zweite Rennen war aufgrund des Erfolgsballasts deutlich härter, und Maro Engel hat viel Druck gemacht. Aber es hat dennoch zum Sieg gereicht. Ich bin überglücklich.“

Philipp Eng (#25 BMW M4 GT3, Schubert Motorsport): „Das Wochenende hat nicht gut angefangen. Wegen eines technischen Problems konnte ich im ersten Training kaum fahren, und auch im Samstagsrennen hat mich die Technik gestoppt. Am Sonntag bin ich zwar nur als Elfter gestartet, hatte aber ein sehr gutes Rennen. Ich habe den Reifenverschleiß gut gemanagt, und das Team hat bei der Strategie und beim Boxenstopp einen perfekten Job gemacht. Platz vier ist ein gutes Ergebnis, und für Schubert Motorsport das Wochenende mit den vier Siegen natürlich sensationell. Ich freue mich jetzt auf die nächsten Herausforderungen bei den 24h Nürburgring und dann wieder in der DTM in Imola.“

ADAC GT-Masters Red Bull Ring

Im ADAC GT Masters führen Green und Krütten nach ihren beiden Siegen mit je 60 Punkten die Fahrerwertung an. Catsburg und Krohn sind mit 55 Zählern Vierte. In der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit 73 Punkten auf Rang eins.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag feierten die Nachwuchsfahrer Ben Green (GBR) und Niklas Krütten (GER) im #10 BMW M4 GT3 den Sieg. Vor 25.000 Zuschauern am Wochenende übernahmen Green und Krütten dank ihrer beiden Siege mit je 60 Punkten die Führung in der Fahrerwertung. „Ich brauche erst einmal ein paar Tage, um das alles zu verdauen“, sagte Green. „Es ist unglaublich, hier beide Rennen gewonnen zu haben und jetzt sogar Spitzenreiter zu sein.“ 

Der erst 19-jährige Krütten, der sich am Sonntag zudem die Poleposition gesichert hatte, meinte: „Ich war beim Start nervös, kam aber gut weg. Nach ein paar Runden hat sich das Rennen an der Spitze etwas beruhigt und ich habe versucht, die Reifen für Bens Stint zu schonen. Das hat geklappt, sodass Ben den Sieg perfekt machen konnte. Ich kann es noch gar nicht fassen, nach dem ersten Erfolg am Samstag erneut gewonnen zu haben. Es ist einfach unglaublich.“


Mittwoch, 25. Mai 2022

IDM Superbike Oschersleben

Kämpfe auf höchstem Level und der große Showdown von Oschersleben

Der spannende Kampf zw. Reiterberger #28 und Alt #66 kennzeichnete
das erste Rennen am Sonntag in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) gehört in Oschersleben wie das Feuer zur Flamme. Die deutschlandweiten Unwetter verschonten die Magdeburger Börde. Ein Mix aus Wolken und Sonne ließ die Rennen in Deutschlands höchster Motorradserie zum Erlebnis auf und an der Rennstrecke werden.

Die Top-Stars in der Königsklasse Superbike machten den Kampf auf den über 200 PS starken Motorrädern unter sich aus: Florian Alt auf der Wilbers-BMW und Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) waren die heißen Favoriten auf den Sieg. Alt hatte nach dem wegen technischer Defekte völlig verkorksten Saisonauftakt auf dem Lausitzring viel aufzuholen. Reiterberger dagegen war dort ein Doppelsieg gelungen. Doch der Bayer wusste, dass Alt ihm Paroli bieten würde, wenn alles passt. Das geschah im ersten Lauf des Tages. Die beiden BMW-Fahrer lieferten sich ein Nerven zerreißendes Duell. In der letzten Runde gelang Alt die entscheidende Attacke auf Reiterberger. Der 26-Jährige bescherte Alt seinem Team, allen voran Chef Benny Wilbers einen Tag nach dessen 70. Geburtstag, den so ersehnten ersten Saisonsieg. 

Reiterbergers Revanche folgte im zweiten Lauf. Die Startaufstellung erfolgte in den ersten drei Reihen in umgekehrter Reihenfolge des ersten Zieleinlaufs. Alt stand somit auf Position neun, Reiterberger auf acht. Dem Meisterschaftsführenden gelang ein Traumstart. Schon nach zwei Kurven war er an der Spitze des Feldes zu sehen. Alt brauchte länger, um freie Fahrt zu haben. An Reiterberger kam er zwar nicht mehr heran, aber er spielt wieder mit im Kampf um die Superbike-Krone. Mit Vladimir Leonov (Hertrampf Mo Yamaha Racing) hat jetzt auch der dritte Top-Star ins Geschehen eingegriffen und sorgt auf einer Yamaha für Abwechslung. Er stieg nach beiden Rennen als Dritter aufs Podest. Gold wert ist aber auch die Konstanz in den Rennen. Für Toni Finsterbusch (GERT56) zahlen sich nach einem erfolgreichen Saisonauftakt auch zwei vierte Plätze in Oschersleben mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung aus. In der IDM Superbike ist an der Spitze Europas Elite am Start. Für den Japaner Hikari Okubo waren die Rennen eine große Erfahrung. Ihm gelang auf der Honda des HRP-Teams in beiden Läufen der Sprung in die Top Ten. In vier Wochen, vom 24. bis 26. Juni 2022, werden die Kämpfe im tschechischen Most fortgesetzt.


IDM Supersport Oschersleben

Enderlein erneut ungeschlagen 

Max Enderlein mit vier Siegen Meisterschaftsführender
Foto: Jens Hawrda

In der IDM Supersport blieb Max Enderlein (M32 Racing) erneut ungeschlagen. Seine bisherige Bilanz: vier Rennen, vier Siege. Der Sachse bekam in der Motorsport Arena aber erstmals Druck von Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex). Der Österreicher wuchs über sich selbst hinaus. Der 17-Jährige qualifizierte sich zum ersten Mal in seiner Supersport-Karriere für einen Platz in der ersten Startreihe und einen Tag später stand er auf dem Siegerpodest. Mit Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos Racing) beginnt ein weiterer Nachwuchsstern zu strahlen. 

Der 19-jährige Belgier fuhr im vergangenen Jahr noch in der kleineren Klasse IDM Supersport 300 und jetzt stand er als Rookie in der IDM Supersport wie schon in der Lausitz auf dem Podium - und das sogar auf dem zweiten Platz. Seinen bisher größten Erfolg konnte auch Chris Beinlich (Roto-Store BRT) verbuchen: ein dritter Platz im ersten Rennen. Und was ist mit dem Titelfavoriten Thomas Gradinger aus Österreich, der die IDM als optimales Sprungbrett für die Rückkehr in die Supersport-Weltmeisterschaft nutzen will? Der 25-jährige Yamaha-Fahrer vom Team Eder-Racing hat sich verletzt. Bei einem Highsider in der Einführungsrunde des ersten Supersport-Rennens brach er sich die Speiche in der rechten Hand.


IDM Supersport 300 Oschersleben

Das Team Freudenberg KTM_Paligo Racing kann feiern
Foto: Jens Hawrda

In der IDM Supersport 300 dominierte KTM an diesem Wochenende erneut. Scott Deroue und Walid Khan vom Team Freudenberg KTM-Paligo Racing gingen als Sieger hervor. Titelfavorit Marvin Siebdrath (Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki) konnte nach dem ersten Rennen mit dem zweiten Platz zwar seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen, weil er im zweiten Rennen jedoch patzte und punktemäßig leer ausging, führt als neuer Spitzenreiter Leo Rammerstorfer (Team Freudenberg KTM-Paligo Racing) die Meisterschaft an. Zwischen ihm und Siebdrath liegen aktuell zwei Punkte. 

Der 16jährie Màtè Számadó feiert sein erstes IDM Podium
Foto: Jens Hawrda

Mit Máté Számadó (Hungarian Racing Engineering Team) sah man am Wochenende ein neues Gesicht auf dem Siegerpodest. Der einzige Ungar im Fahrerfeld schaffte es im zweiten Rennen auf Rang drei. Der 16-Jährige feierte damit sein erstes Podium in der IDM.