Donnerstag, 4. Juni 2026

ADAC GT4 Germany: Springob: „Die ADAC GT4 Germany ist weltweit führend“

#4 Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok / Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo / COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Jan Philipp Springob zählt nicht nur zu den bekanntesten Piloten der ADAC GT4 Germany, sondern hat auch abseits der Rennstrecke so einiges drauf. Der Aston Martin-Fahrer erläutert, warum er sich seit 2019 in der Serie wohlfühlt.

Jung, schnell und einer der absoluten Sympathieträger im Fahrerlager der ADAC GT4 Germany: Jan Philipp Springob (Olpe) ist nicht nur einer der ganz großen Player in der GT4-Serie des ADAC, sondern auch extrem erfolgreich unterwegs. Das zeigte der 25-Jährige direkt schon beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring, als er gemeinsam mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 das Sonntagsrennen gewann und aktuell auf Platz drei der Tabelle liegt.

„Alleine schon wegen des Triumphs im Sonntagsrennen sind wir mit dem Rennwochenende zufrieden. Dennoch war es sehr ärgerlich, dass wir im Samstagsrennen mit einem fast schon sicheren Podiumsergebnis in der Hand unglücklich weit zurückgefallen sind“, blickt Springob auf den Red Bull Ring zurück. In seinem Aston Martin wurde eine Fehlermeldung angezeigt, sodass das Fahrzeug einmal komplett neu hochgefahren werden musste. Somit war am Ende nicht mehr als Platz zehn drin. Beim anstehenden Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring möchte Springob gemeinsam mit Teamkollege Gogollok dann aber direkt das nächste Podium nachlegen.

Im Leben von Jan Philipp Springob dreht sich alles um das Thema Auto. Er hat bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Kart-Slalom begonnen. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kart-Rundstrecke. Mit Erfolg: 2017 und 2018 gewann er das ADAC Kart Masters. Davon motiviert wurde Springob 2019 für zwei Jahre in die ADAC Stiftung Sport aufgenommen. „Durch diese Förderung war der Sprung in den GT4-Sport möglich“, erklärt Springob. Sein Debütjahr schloss er auf Platz zwei der Junior-Wertung ab. 2020 machte der Westfale einen Abstecher in die damals existierende DTM Trophy. Seit 2021 ist er wieder regelmäßig in der ADAC GT4 Germany am Start.

„Ich verdiene mit dem Motorsport mein Geld. Somit ist bei mir alles sponsorenbasierend. Meiner Meinung nach ist die ADAC GT4 Germany in Bezug auf die nötigen Ausgaben und den tatsächlichen Gegenwert, den man erhält, weltweit mit Abstand das führende Paket. Wir fahren auf der DTM-Plattform, sind im Fernsehen vertreten und haben ultra spannende Rennen. Das spiegeln mir auch die Sponsoren wider“, stellt Springob klar. „Davon abgesehen, macht mir das Fahren in der Serie wahnsinnig viel Spaß.“

Nicht nur im Cockpit, sondern auch abseits der Rennstrecke hat Springob einiges drauf. Er schreibt aktuell seine Bachelorarbeit im Bereich Fahrzeugtechnik. Darüber hinaus arbeitet er für verschiedene Hersteller als Instruktor bei beispielsweise Markteinführungen von neuen Modellen, Händlerschulungen oder Kundentrainings.

Ein regelrechter Farbtupfer im Feld der ADAC GT4 Germany ist auch Springobs Aston Martin. Auf dem Fahrzeug ist ein markanter Hacker zu sehen, der auf seinen Hauptsponsor aus der Internetsicherheitsbranche zurückgeht. „Mit den Chefs der COSY Systeme bin ich in einem Unternehmernetzwerk, sodass wir uns regelmäßig morgens treffen. Einmal haben wir über ein Sponsoring gesprochen“, verrät Springob. „Eine Woche später hatte ich morgens um 6 Uhr gerade meinen Kaffee in der Hand, als ich die Zusage bekam. Somit konnten wir letztes Jahr in der ADAC GT4 Germany antreten und haben auch dieses Jahr wieder eine richtig gute Fahrerpaarung.“

In der ADAC GT4 Germany fühlt sich Springob richtig wohl. „Mein ursprüngliches Ziel war es, mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Das habe ich nun erreicht. Somit bin ich schon mal super happy. Natürlich versucht man stets weiterzukommen und strebt nach größeren Dingen. Mein größter Wunsch wäre es, irgendwann in der DTM zu fahren“, so Springob. „Daran arbeiten wir – vielleicht klappt es in den nächsten Jahren.“

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 3. Juni 2026

Next DTM-Stop: Dekra Lausitzring

DTM DEKRA Lausitzring 2025
Foto: ADAC-Motorsport

Für den dritten Saisonstopp reist die DTM nach Brandenburg: Vom 19. bis 21. Juni finden auf dem Dekra Lausitzring der fünfte und sechste Meisterschaftslauf statt. Neben packender Rennaction erwartet die Fans ein aufregendes Festival-Wochenende. „Dick Brave“ alias Sasha sorgt am Samstagabend mit seinem Auftritt auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ für beste Unterhaltung.

Mit der Tabellenführung im Gepäck kommt Maro Engel in die Lausitz. Der Mercedes-AMG-Pilot führt vor seinem Markenkollegen Lucas Auer und Marco Wittmann im BMW M4 GT3 Evo die DTM an. Mit großer Vorfreude geht Maximilian Paul ins Lausitzring-Wochenende: Der Lamborghini-Werksfahrer startet im neuen Temerario GT3 und hat als Dresdner ein Heimspiel.

Die Zuschauer dürfen sich am Lausitzring auf Motorsport im XXL-Format freuen: Die neue TGP-Meisterschaft ist mit ihren mehr als 1.000 PS starken Trucks am Start. Mit dem ADAC GT Masters ist zudem die GT3-Nachwuchsliga des ADAC dabei. Seinen Saisonstart trägt der BMW M2 Cup aus. Bereits zum dritten Mal in der laufenden DTM-Saison ist der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland dabei.

Eine Extraportion Adrenalin verspricht in der Lausitz die DTM Track Safari: Bereits am Freitag geht es für die Zuschauer in Bussen auf die Rennstrecke, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit dicht vorbeiziehen. Ein weiteres Programm-Highlight ist ein Kinoabend am Freitag, den die DTM gemeinsam mit Partner CineStar veranstaltet. Am Samstagabend erwartet die Besucher zudem ein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft – um 22 Uhr trifft Deutschland auf die Elfenbeinküste.

Quelle: dtm.com

ADAC Racing Weekend: Spannende Rennen begeistern in Oschersleben

Rasmus Vendelbo zweimal ganz vorne in der Porsche Sprint Challenge GT4 . Peter Terting / Thomas Frank sowie Kyam Potez feiern Siege in der STT. Thomas Westarp gewinnt alle drei Rennen der GT Summer Series.

GT Summer Series Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Eineinhalb Tage mit Sonnenschein und dann eine Phase mit Regen, so präsentierte sich die Motorsport Arena Oschersleben am vergangenen Wochenende beim zweiten ADAC Racing Weekend des Jahres 2026. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 hießen die Sieger Jan Antoszewski und Joel Hohmann (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)), in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 war Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) zweimal ganz vorne. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wurden einmal Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) und einmal Kyam Potez (Mercedes-AMG GT4) als Erste abgewinkt, während die größten Pokale in der GT Summer Series sowohl in den beiden 30-Minuten-Sprints wie auch im abschließenden 50-minütigen Rennen an Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) gingen. Der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC) wurde zur Beute von Franjo Kovac (Mercedes-AMG GT4) und Holger Redlich (Opel Astra TCR).

Joel Hohmann gewinnt sein erstes Rennen in der Porsche Sprint Challenge Deutschland
Foto: Jens Hawrda

Joel Hohmann mit Premierenerfolg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3

Jan Antoszewski gewann den ersten Lauf der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und bejubelte damit seinen dritten Triumph im dritten Saisonrennen. Hinter ihm kreuzten Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) die Ziellinie. Dabei fuhr Ljungberg rundenlang eng hinter seinem Rivalen her, fand aber keinen Weg, einen erfolgreichen Angriff durchzuziehen. Im zweiten Heat von Oschersleben beendete Hohmann die Siegesserie von Antoszewski, den er bereits am Start auf die zweite Position verwies. Seine Führung gab er bis zum Rennende nicht mehr ab. Levin Gelf (Porsche 911 GT3 Cup (992)) angelte sich den dritten Rang. 

Dritter Saisontriumph für Rasmus Vendelbo in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4

Im ersten Lauf übernahm Rasmus Vendelbo früh Platz eins in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, einzig Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte ihm folgen. Schließlich erreichten sie die Zielflagge in der Reihung Vendelbo vor Sobczyk. Als Dritter feierte Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) seine Premiere auf dem Podium der Sprint Challenge GT4. Das Trio Vendelbo, Sobcyzk und Görtz traf sich auch nach dem zweiten Heat auf dem Treppchen und die Reihenfolge entsprach ebenfalls der im ersten Durchgang. 

Neue Sieger in der STT

In der STT schlug die Stunde der GT4-Piloten. Im ersten Lauf setzte sich das Duo Peter Terting / Thomas Frank von der Pole Position kommend schon am Start an die Spitze und baute sich einen Vorsprung auf, der immer größer wurde. Nach 22 Runden freute sich die Paarung des Teams Up2Race über ihren ersten Saisonsieg vor Kyam Potez und Jonathan Engström / Kjell Holm (beide Mercedes-AMG GT4). Einen Tag später stand das zweite Rennen auf dem Programm. Zunächst sah es wieder nach einem Erfolg von Terting / Frank aus, doch nach dem obligatorischen Boxenstopp überholten sowohl Potez wie auch das Duo Christian Klien / Alex Lambertz (beide Lotus Emira GT4) den Porsche GT4 RS. Im Ziel lautete die Reihenfolge Potez vor Klien / Lambertz; Frank / Terting brachten letztendlich Rang drei nach Hause.

Der ehemalige Formel-1 Pilot Christian Klien im Lotos Emira #255
Foto: Jens Hawrda

Im Feld der STT sticht der Name Christian Klien direkt ins Auge, der Österreicher startete bei 49 Formel-1-Rennen. „Ich kenne Pierre und Alex Schmitz, die beiden Teamchefs von AP Motors, schon lange und als sie mich fragten, ob ich Lust habe, für sie zu fahren, habe ich natürlich ‚ja‘ gesagt.“ Das Team AP Motors ist neu und auch das gewählte Auto fällt auf. „Wir wollten die Straßenversion des Lotos Emira kaufen, aber der Verkäufer hatte auch die GT4-Version. Wir haben kurz überlegt und dann zugeschlagen“, so Pierre Schmitz, dessen Mannschaft noch eine dritte Besonderheit aufweist. „Wir bieten Lehrgänge und Kurse für Berufe im Motorsport an, zum Beispiel für Mechaniker, Ingenieure, Teammanager. Für diese Ausbildung wollten wir ursprünglich auch die Straßenversion des Emira haben. Bei unseren Rennen ist neben einem Experten für einen Bereich immer auch ein Lehrling dabei, der so auch an die Arbeitsabläufe im realen Motorsport herangeführt wird.“ Dass sich AP Motors damit nicht schwächt, hat unter anderem das Podium in der Motorsport Arena Oschersleben gezeigt.  

Hermann Speck dreimal hinter Sieger Thomas Westarp in der GT Summer Series

Bei der Premiere der GT Summer Series im Rahmen des ADAC Racing Weekend war Thomas Westarp im ersten Sprint nicht zu bezwingen. Als einziger Rivale konnte Hermann Speck (Porsche 992 GT3 R) ihm folgen, er fand sich am Ende mit einem Rückstand von über sechs Sekunden auf Rang zwei wieder. Mike Janser (Porsche 992 GT3 Cup) eroberte den dritten Platz. Im zweiten Durchgang hielt Speck lange mit dem führenden Westarp mit, musste dann aber abreißen lassen, als leichter Regen einsetzte. Auch wenn er am Schluss wieder näher an den Spitzenreiter kam, der zweite Triumph für Westarp war nicht mehr in Gefahr. Position drei sicherte sich abermals Janser.

Auch im Regen des dritten Rennens nicht zu schlagen: Thomas Westarp im Audi R8
Foto; Jens Hawrda

Das abschließende Endurance-Rennen über 50 Minuten begann im starken Regen, der gegen Mitte des Laufs endete. Westarp ließ sich auch von den schwierigen Witterungsbedingungen nicht irritieren und feierte seinen dritten Sieg an diesem Wochenende. Janser und Urs Frick (Porsche 992 GT3 Cup) waren auf dem Weg zu den beiden verbliebenen Podestplätzen, doch da ihr Boxenhalt jeweils 13 Sekunden zu kurz war, wurden zu ihren Fahrzeiten je 36 Sekunden addiert. Damit kletterte Speck an die zweite Stelle, Igor Klaja und Fabian Dybionka (Porsche 992 GT3 Cup) erbten Rang drei. 

Reifenpoker im NATC geht an Holger Redlich

Der NATC hatte für das Oschersleben-Wochenende zwei Sprints ausgeschrieben. Im ersten Durchgang hatte sich Bernd Schaible (Audi R8 GT4) an die Spitze gesetzt, doch er konnte Bennett Lehmann (BMW M4 GT4) nicht abschütteln. Beim Angriff des BMW-Piloten kollidierten beide Fahrzeuge, was Lehmann mit einem Ausfall bezahlte. In der letzten Runde musste Schaible sich dann dem herannahenden Franjo Kovac beugen, der schlussendlich als Sieger abgewinkt wurde. Schaible auf Rang zwei und Jörg Muszczak (Seat Leon Supercopa) als Dritter komplettierten das Podium. Im zweiten Lauf mussten die Piloten mit Regenwetter klarkommen, das erst kurz vor dem Start begann. Am besten machte es Holger Redlich, der von Beginn an auf Regenreifen setzte und fast 50 Sekunden vor Oliver Rüsch (BMW M3) die Zielflagge sah. Laurie Brezina (BMW M235i Racing) freute sich über Position drei. 


Dienstag, 2. Juni 2026

Euro Moto Superbike: Erster Siegerpokal 2026 für Markus Reiterberger

Markus Reiterberber holt ersten Sieg
Foto: Jens Hawrda

Erstmals in der Geschichte der Euro Moto und damit auch erstmals in der langen und erfolgreichen Geschichte des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW ging die Reise auf die tschechische Moto Grand Prix Strecke von Brünn. Teamchef Werner Daemen war dieses Mal nur mit drei Piloten angereist. Mit dabei Markus Reiterberger (D), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL). Hannes Soomer (EST) war dem Ruf aus der BWM-Chefetage gefolgt und vertrat den verletzten Danilo Petrucci beim Rennen der World Superbike im spanischen Aragon. 

Markus Reiterberger hatte sich mit einem Extra-Test optimal auf die nicht wirklich vertraute Strecke vorbereitet. Zur Verstärkung war sein Fan-Club angereist und verpasste dem Piloten eine extra Ladung Motivation. Der BMW-Pilot mischte in allen Trainings vorne mit und eroberte nach dem direkten Einzug in die Superpole 2 die dritte Startposition, die seinen Ehrgeiz allerdings nicht so ganz zufriedenstellte. «Das habe ich wohl selbst verbockt», meinte er mit Blick auf die verpasste Pole-Position. «Aber Danke ans Team, ich hätte besser und schneller fahren können, war zu Beginn aber einfach zu vorsichtig. Nach dem Regenschauer im Training kurz vor uns war ich mir nicht sicher, ob der Asphalt schon wieder trocken oder noch feucht war. Da bin ich ein paar Runden rumgeeiert. Als ich die Abstände nach vorne sah, dachte ich mir, das muss doch gehen und habe noch schnell ein 1.57 min-Runde hingebrannt.»

Im ersten Rennen hatte sich Markus Reiterberger wie die gesamte Konkurrenz für die weiche Reifenmischung entschieden. Anfangs sah die Nummer auch komfortabel aus, was sich in einer bequemen Führung widerspiegelte. Am Schluss war es allerdings der Vorderreifen, der ihm einen Strich durch die Siegerrechnung machte. «Das war ein verschenkter Sieg», meinte er nüchtern nach seiner Ankunft auf Rang 3. «Das Bike war super und ich konnte gut attackieren. Am Hinterreifen habe ich gespart. Aber mit dem Vorderreifen habe ich nicht gerechnet. Die letzten zwei Runden fuhr ich wie auf Eiern. Da kam dann Marcel Schrötter durch. Im Bergauf-Stück bin ich in den Neutral-Gang gekommen und habe dadurch noch einen Platz an Florian Alt verschenkt.»

Revanche war das klare Motto im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW für Lauf 2. Und Reiterbergers Siegeshunger setzte sich durch, obwohl er sich in den letzten Runden mit allem, was er hatte, gegen Lukas Tulovic wehren musste. Doch am Ende konnte Reiterberger sich von seinem mitgereisten Fan-Club feiern lassen. Immerhin lag sein letzter Sieg in der nationalen Meisterschaft schon 3,5 Jahre zurück. «Das erste Rennen lag mir im Magen», offenbarte er nach seiner Siegfahrt am Nachmittag. «Ich habe beim Hinterreifen dann auf einen SC2 gesetzt. Immerhin bin ich mit dem schon vier Mal Meister geworden und er hat mich noch nie im Stich gelassen. Am Ende hatte ich zwar auch ein paar Probleme, aber ich hatte ein tolles Bike und es hat gereicht.»

Jan Mohr war wieder aus dem benachbarten Österreich angereist und kommt nach seiner Rückkehr ins Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit zwei Top Ten-Ergebnissen immer besser in Fahrt. Auch wenn Mohr eindeutig mehr will, als wie in Brünn auf den Plätze 10 und 9 im Ziel zu landen. «Ich war auf jeden Fall gut dabei», fasst der Vorarlberger sein Tschechien-Wochenende zusammen. «Im Pre Practice war ich Achter, im dritten freien Training am Samstagmorgen sogar Sechster. Der Regenschauer kurz vor der Superpole 1 hat mir dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin mit Regenreifen raus und das war im Nachhinein betrachtet die falsche Entscheidung. Mit Startplatz 13 macht man sich dann in den Rennen das Leben selber schwer.»

«Es hat ein paar Runden gedauert, bis ich mich in den beiden Rennen auf den zehnten Platz vorgekämpft hatte. Ich bin dann ähnliche Zeiten, wie die Jungs auf Platz 5 gefahren. Aber die Lücke zu der Gruppe vor mir war einfach jedes Mal zu groß. Im zweiten Lauf ist Toni Finsterbusch noch vor mir gestürzt, sodass es im Ziel für mich Platz 9 geworden ist. Happy bin ich mit den Ergebnissen nicht, denn ich weiß, es wäre mehr drin gewesen im Training. Aber die eine Session hat eben nicht hingehauen. Vom Grund-Speed her läuft es gut und beim nächsten Rennen in Most will ich den nächsten Schritt nach machen.»

Milan Merckelbagh bewies beim Premieren-Wochenende in Brünn vor allem am Samstag sein ganz spezielles Talent. Kurz vor dem Training der Superpole 1, bei dem die drei schnellsten noch in der Superpole 2 mit insgesamt neun Fahrern um die beste Startposition kämpfen, war ein kräftiger Regenschauer über die Rennstrecke von Brünn niedergegangen, nur um kurz drauf gleich wieder abzutrocknen. Genau die gemischten Bedingungen, die viele Fahrer so gar nicht mögen, und für die Merckelbagh ein besonderes Talent hat. Auch wenn er seiner Boxen-Crew noch ein Schreck versetzte, als er zu Beginn des Trainings dem Kiesbett einen kurzen Besuch abstattete. Doch davon lässt sich ein wasserfester Niederländer nicht erschüttern. Mit flotten Runden fuhr er auf direktem Weg in die Superpole 2. Mit Startplatz 9 durfte Merckelbagh in beiden Rennen aus Reihe 3 los. Was ihm allerdings kein Glück brachte.

Zwei 14. Plätzen, damit vier Punkte in der Gesamtwertung, nahm der Pilot vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW als Souvenir aus Tschechien mit. Im ersten Rennen kassierte er wegen eines von der Rennleitung geahndeten Frühstarts zwei Long Laps. Dieser Zeitverlust ließ sich über die Distanz nicht mehr wettmachen. Auch in Lauf 2 konnte Merckelbagh nicht zeigen, was er draufhat. «Der Start war ganz gut», meinte er nach der Zielankunft, «die erste Runde war auch ziemlich stark. In der zweiten Runden allerdings, ich war auf dem Weg zu Turn 10, hat die Bremse nicht optimal gearbeitet, mit dem Ergebnis, dass ich nicht wie geplant durch die Kurve kam und durch den Dreck musste. Dann habe ich versucht, die Lücke zu den Vorderleuten wieder zu schließen, aber sie war durch den Zwischenfall einfach zu groß und ich landete wieder auf P14.»

Montag, 1. Juni 2026

Zusammenfassung ADAC Race-Weekend Oschersleben

Großartiger Motorsport bei wechselhaftem Wetter in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda


An diesem Wochenende fand das ADAC Racing Weekend in der Motorsport Arena Oschersleben unter wechselhaften Wetterbedingungen statt.

Am Samstag eröffnete die Porsche Sprint Challenge GT3 & GT4 das Rennwochenende mit dem ersten freien Training, gefolgt vom NATC (Norddeutscher ADAC Touren-wagen Cup).

Im Infield der Arena fand parallel ein Car Meet statt, das knapp 100 Fahrzeuge aus der Region zur Teilnahme an der Fahrzeugausstellung lockte.Hier konnten die Motorsportbegeisterten ihren Sound am Stand der Lautstärkemessung testen lassen und ihre Fahrzeuge beim Show&Shine Wettbewerb bewerten lassen.

Am Nachmittag startete das erste Rennen des Wochenendes bei bestem Wetter.

Nach einem spannenden Finale der STT (Spezial Tourenwagen Trophy) ging der Sieg an Peter Terting und Thomas Frank auf dem Porsche GT4 RS.

Es folgte die neu etablierte Rennserie von GEDLICH Racing – die GT Summer Series. Hier fuhr Thomas Westarp mit seinem Audi R8 LMS GT3 auf den ersten Platz.

Abgerundet wurde der Samstag vom ersten Sprintrennen des NATC, bei dem Franjo Kovac sich mit seinem Mercedes AMG behaupten konnte.

Der Sonntag begann mit den Qualifikationen der STT und des NATC. Danach folgten die restlichen sechs Rennen des Wochenendes.

In der Porsche Sprint Challenge GT3 konnte sich im ersten Rennen Jan Antoszweski den Sieg sichern. In der Porsche Sprint Challenge GT4 ging der erste Platz an Rasmus Vendelbo, was ihm ebenfalls im zweiten Rennen am frühen Nachmittag gelang.

Einsetzender Regen machte den Fahrern im anschließenden Rennen der GT Summer Series zu schaffen. Dennoch konnte sich Thomas Westarp den anderen elf Teilnehmern gegenüber beweisen und fuhr erneut einen Sieg ein.

Auch das zweite Rennen der STT wurde als „Wet Race“ deklariert. Hier konnte sich Kyam Potez mit dem Mercedes AMG GT4 durchsetzen.

Bei strahlendem Sonnenschein startete das zweite und letzte Porsche-Rennen. In der GT3 Challenge konnte sich Joel Hohmann auf dem Siegertreppchen einfinden.

Im Anschluss stand das zweite NATC Sprintrennen auf der Agenda, welches bei starkem Regenfall stattgefunden hat. Holger Redlich konnte sich trotz allem den ersten Platz sichern.

Abgeschlossen wurde das ADAC Racing Weekend mit dem dritten Rennen der GT Summer Series, welches fast eine Stunde andauerte. Hier wurde bei unveränderten Wetterbedingungen Thomas Westarp zum letzten Sieger des Wochenendes gekrönt.