Freitag, 29. Mai 2026

Sportbike: WM-Start für Svendsen, ERC-Team fehlt in Brünn

Oliver Svendsen vor dem ersten Start im neuen ERC Team beim Saisonauftakt
der EURO MOTO auf dem Sachsenring. An diesem Wochenende tritt er in der WM an.
Foto: Dino Eisele

Während sich die Fahrer der EURO MOTO an diesem Wochenende auf dem Automotodrom Brno dem nächsten Kräftemessen der Saison stellen, wird ein bekanntes Gesicht im Sportbike-Feld fehlen. Oliver Svendsen, IDM-Meister von 2024 und Vizemeister von 2025, tritt zeitgleich bei der FIM Sportbike World Championship im spanischen Aragon an.

Für den Dänen eröffnet sich damit eine Chance, auf die er seit Jahren hinarbeitet und hofft. Nach mehreren erfolgreichen Saisons in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft möchte der 22-Jährige den nächsten Schritt in Richtung Weltmeisterschaft gehen. In Aragon wird Svendsen als Ersatzfahrer für das Werksteam Kove Moto auf einer Kove 450RR an den Start gehen. „Das ist genau der nächste Schritt, den ich machen will und der mein Ziel ist. Ich freue mich sehr über diese Chance und das Wochenende und werde mein Bestes geben, das Team bei ihren Zielen zu unterstützen“, sagt Svendsen. Möglich wird der Einsatz durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Lokalmatador Beñat Fernández und dem Deutschen Phillip Tonn. Gemeinsam mit Daniel Mogeda verstärkt Svendsen deshalb das Aufgebot von Kove Moto beim dritten Saisonlauf der Weltmeisterschaft. Wie lange die beiden Stammfahrer ausfallen und ob der Däne in Zukunft weitere Einsätze für das Team absolvieren wird, ist offen.

Team ERC fehlt nach Saisonauftakt

Zum Saisonauftakt der EURO MOTO auf dem Sachsenring war Svendsen erstmals für sein neues Team ERC angetreten. Gemeinsam mit Teamchef Lothar Kraus, der bereits im Vorjahr als sein Crew Chief tätig war, wechselte er auf eine Kawasaki ZX-6R 636. Mit den Plätzen fünf und sieben sammelte der Däne dabei solide Punkte für die Meisterschaft.

Auf die Fans der EURO MOTO müssen Svendsen und sein Team allerdings noch etwas warten. ERC hat seine Teilnahme sowohl für Brünn als auch für Most zurückgezogen. Damit werden neben Svendsen auch seine Teamkollegen Sasha de Vits und Jules Bercot an den beiden kommenden Veranstaltungen nicht teilnehmen. Die Rückkehr des Teams wird frühestens beim nächsten deutschen Lauf der EURO MOTO in Oschersleben erwartet.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

ADAC Racing Weekend: GT Summer Series gibt Debüt

Jan Antoszewski möchte weiße Weste in der Porsche Sprint Challenge GT3 behalten. Viele Sieganwärter in der Spezial Tourenwagen Trophy. NATC bestreitet in Oschersleben zwei Sprints.

Die Motorsport Arena Oschersleben ist am kommenden Wochenende (30. – 31. Mai) Schauplatz des zweiten ADAC Racing Weekend 2026. Mit dabei sind folgende Rennserien: die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die GT Summer Series und der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC). Auch aus Oschersleben wird es wieder einen kostenlosen Livestream geben. Er geht am Samstag um 11:10 Uhr auf Sendung, kurz bevor das erste Qualifying der STT ausgetragen wird. Einen Tag später beginnt die Live-Übertragung bereits um 10:15 Uhr, kurz vor dem Start ins erste Rennen der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4.

Die beiden Serien des Porsche Sports Cup Deutschland haben ihren Saisonauftakt Anfang Mai in Hockenheim erlebt. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 war Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) zweimal nicht zu schlagen. Er gewann Lauf eins vor Joel Hohmann (Porsche 911 GT3 Cup (992)), im zweiten Durchgang wurde der in Heat eins noch drittplatzierte Mads K. Ljungberg (Porsche 911 GT3 Cup (992)) auf Rang zwei notiert. Position drei eroberte mit Josef Hrdlicka (Porsche 911 GT3 Cup (992)) der beste ProAm-Pilot. In der ProAm-Wertung werden die Fahrer zusammengefasst, die im Jahr 1996 oder früher geboren sind und höchstens die FIA-Einstufung Bronze haben. In Oschersleben wird Hrdlicka mit Michal Perel (Porsche 911 GT3 Cup (992)) einen weiteren Rivalen im Kampf um den Sieg in der ProAm-Klasse haben.

Auch in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 starten ProAm-Piloten und sie konnten beim Saisonauftakt ebenfalls überzeugen. Mit Daniel Reiter auf Rang zwei und Adrian Wolf (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) auf Position drei schafften sogar zwei ProAm-Vertreter den Sprung auf das Podium des ersten Laufs. Einzig Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte sich vor den beiden platzieren. Ein Rennen später siegte Rasmus Vendelbo vor Luka Wlömer (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) und Sobczyk. 

In der STT war Thomas Westarp (Audi R8 GT3 Evo II) in Hockenheim in beiden Durchgängen nicht zu bezwingen. Das möchte das Duo Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) in der Magdeburger Börde am liebsten nachmachen, nachdem es beim Auftakt bereits zwei Top-Sechs-Platzierungen erreicht hat. Doch auch die beiden Schweden Jonathan Engström und Holm Kjell, die sich einen Mercedes-AMG GT4 teilen und die Paarung Christian Klien / Alex Lambertz (beide Lotus Emira GT4) sollte man auf der Rechnung haben. Der Österreicher Klien ist ehemaliger Formel-1-Pilot und möchte nun in der STT seine Spuren hinterlassen.

Die GT Summer Series wurde erst in diesem Jahr ins Leben gerufen und hat ihr erstes Rennwochenende ebenfalls bereits hinter sich. Für Oschersleben haben sich Teams und Fahrer mit GT3-, GT4- und Cup-2-Fahrzeugen für die beiden 30-Minuten-Sprints und den 50-minütigen Endurance-Lauf angekündigt, wobei in der Klasse Cup 2 Porsche 911 GT3 Cup (992.1) zugelassen sind. In dieser Kategorie führen Marco Reinbold / Paul Hochberger (beide Porsche 992 GT3 Cup), die sich nun auch die Gesamt-Tabellenspitze angeln wollen. Aktuell werden sie noch auf Rang zwei hinter Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) notiert. Westarp belegt gleichzeitig auch Position eins im GT3-AM-Klassement, während die beste GT4-AM-Paarung zurzeit Bernd Schaible / Tobias Erdmann (beide Audi R8 LMS GT4) heißt.

Der NATC bereichert das ADAC Racing Weekend mit zwei Sprints, für die unter anderem auch Schaible / Erdmann (beide Audi R8 GT4) gemeldet haben. Erdmann konnte 2026 bereits einen Sprint für sich entscheiden, was im Verlaufe der bisherigen Saison auch Ralf Iwan (BMW E36 M3), Daniel Nadelstumpf (Renault Clio 4 Cup) sowie gleich dreimal Mike Janser (Porsche 992 Cup) gelungen ist. In dem NATC-Feld vieler unterschiedlicher Fahrzeuge sticht unter anderem ein Opel Manta hervor, der von Hans-Heinrich Ernst eingesetzt wird.

Los geht es in der Motorsport Arena am Samstag um 9:00 Uhr mit dem freien Training der GT Summer Series. Der erste NATC-Sprint beendet den Samstag mit seiner planmäßigen Zielankunft um 17:25 Uhr. Auch das Programm am Sonntag beginnt wieder um 9:00 Uhr, dieses Mal mit dem zweiten Qualifying der STT. Das Endurance-Rennen der GT Summer Series schließt den Sonntag und damit auch das zweite ADAC Racing Weekend im Jahr 2026 um 16:45 Uhr ab.

Quelle: adac-motorsport.de

Superbike: Prima Klima bei GERT56

Die GERT56-Crew tankt demnächst eFuel 98: Holger Homfeldt, Johannes Bornemann,
Ronny Schlieder, Toni Finsterbusch, Jan-Ole Jähnig, Marcel Schrötter.
Foto: GERT56

Volle Leistung, weniger CO2-Neuemissionen: Das EURO MOTO Superbike-Team GERT56 setzt auf eFuels und entscheidet sich damit für eine nachhaltigere Motorsport-Zukunft.

Innovation trifft auf Verantwortung. Am heutigen Donnerstag präsentiert GERT56 in der EURO MOTO Superbike den neuen Treibstoff Racing eFuel 98 im Rahmen des Testtags im tschechischen Brünn, bevor hier am Freitag offiziell die zweite Veranstaltung auf dem EURO MOTO-Terminkalender beginnt. Am Rennwochenende in Most, das Ende Juni stattfindet, geht es mit Racing eFuel 98 verbindlich im Rennbetrieb los.

Von der Superbike-WM in die EURO MOTO

„Motorsport und Nachhaltigkeit müssen für uns kein Widerspruch sein. Wir freuen uns sehr, mit der eFuel GmbH eine der führenden Firmen für synthetische Kraftstoffe für unser Projekt gewonnen zu haben. Durch ihre Erfolge in der World Superbike mit BMW Motorrad Motorsport konnte die Leistungsfähigkeit des Treibstoffs bereits auf großer Bühne unter Beweis gestellt werden. Wir sind stolz darauf, das nun exklusiv auch in der EURO MOTO tun zu können. Gleichzeitig freuen wir uns über die Unterstützung unseres Hauptsponsors DenkerWulf bei unserer Nachhaltigkeitskampagne“, heißt es aus der GERT56-Teamleitung, die seit Jahresbeginn aus Ronny Schlieder, Holger Homfeldt, Toni Finsterbusch und Johannes Bornemann besteht.

„Das Projekt ist für uns ein bewusster Schritt. Kein Experiment. Kein Symbol. Sondern gelebte Verantwortung im Wettbewerb“, so DenkerWulf Vorstandsvorsitzender Torsten Levsen. GERT56-Hauptsponsor DenkerWulf zählt zu den führenden Windparkentwicklern in Deutschland – die Wurzeln der ersten Projekte reichen bis in das Jahr 1991 zurück. Mit der Erfahrung von über 945 errichteten Windenergieanlagen und einer installierten Leistung von über 2,1 GW entwickeln 300 Mitarbeitende an mehreren Standorten Lösungen rund um die Windenergie an Land.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Donnerstag, 28. Mai 2026

Starke Fortschritte bleiben für TGI Team by GRT beim DTM in Zandvoort unbelohnt

  • TGI Team by GRT schließt die entscheidende Lücke zum neuen Lamborghini Temerario GT3
  • Mirko Bortolotti und Maximilian Paul sicherten sich am zweiten Rennwochenende drei Punkteplätze
  • Gottfried Grasser: "Die Entscheidungen dieses Wochenendes bedürfen einer Klärung"



TGI Team by GRT zeigte mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 beim zweiten Lauf der DTM 2026 in Zandvoort vom 22. bis 24. Mai eine beeindruckende Wende. Nach einem herausfordernden Debüt im Red Bull Ring erzielten die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti und Maximilian Paul drei Punkteplätze unter heißen Bedingungen in den Niederlanden vor 39.500 Zuschauern. Der Italiener zeigte am Sonntag mit einer starken Leistung sein Tempo und startete bis in die letzten Runden an der Spitze des Feldes. In beiden Rennen wurde er jedoch durch Strafen benachteiligt, was ihm bessere Ergebnisse kostete.

Ab Freitag zeigte das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team bereits deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Auftaktwochenende vor einem Monat. Obwohl das Team vorher keine Gelegenheit hatte, mit dem Lamborghini Temerario GT3 auf dem 4,259 Kilometer langen Circuit Zandvoort zu testen, belegten Mirko Bortolotti und Maximilian Paul im ersten Training die Plätze acht und elf. In der zweiten Session schaffte es der DTM-Meister 2024 sogar, Vierter zu werden.

In der ersten Qualifikationssession am Samstag konnten Maximilian Paul und Mirko Bortolotti ihre Leistung aus dem Training zunächst nicht wiederholen und sicherten sich die Startplätze 15 und 17 in einem Feld von 21 GT3-Fahrzeugen. Das Rennen über eine Distanz von 55 Minuten plus einer Runde führte jedoch zu den 13. und 14. Plätzen, was auf einen Schritt in die richtige Richtung hindeutete. Während des Rennens holte Mirko Bortolotti fünf Plätze auf – kein anderer Fahrer gewann weitere Positionen. Die TGI Team by GRT Boxencrew leistete ihren Beitrag, indem sie den Reifenwechsel in beeindruckenden 6,87 Sekunden abschloss. Der 36-Jährige überquerte die Ziellinie auf Platz 12, doch eine überraschende 5-Sekunden-Strafe wegen eines Vorfalls in der Boxengasse warf ihn auf Platz 14 zurück. Maximilian Paul erzielte mit Platz 13 sein erstes Punkteergebnis der aktuellen Saison.

Mirko Bortolotti sicherte sich eine vielversprechende Startposition für das zweite Rennen, indem er sich auf Platz vier qualifizierte. Auch Maximilian Paul zeigte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vortag. Der 26-jährige Deutsche war fast eine halbe Sekunde schneller als im Qualifying am Samstag. Im Rennen hielt Mirko Bortolotti bis zur zweiten Boxenstoppphase, eine Viertelstunde vor Ziel, mit der führenden Gruppe in Kontakt. Auf dem fünften Platz trat während des Boxenstopps eine ähnliche Situation wie beim ersten Rennen auf. Ein Konkurrent wurde von seiner Boxencrew freigelassen und traf die rechte Seite von Mirko Bortolotti. Infolgedessen erhielt der Italiener jedoch eine Strafrunde, die ihn auf Platz elf zurückwarf. In den verbleibenden drei Minuten kämpfte er sich wieder auf Platz neun vor. Für Maximilian Paul endete das Rennen in Runde 19 nach einer Kollision vorzeitig.

Das TGI Team by GRT wird am kommenden Wochenende für die zweite Runde der GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup wieder in den Einsatz kommen. Mirko Bortolotti, Maximilian Paul und Franck Perera werden in einem dreistündigen Rennen auf dem Autodromo Nazionale Monza mit dem Lamborghini Temerario GT3 antreten. In der DTM findet das dritte von acht Rennwochenenden im diesjährigen Kalender vom 19. bis 21. Juni am Lausitzring statt.

Stimmen zum Rennwochenende

Mirko Bortolotti: "Uns wurde die Stärke verwehrtR-Ergebnisse an beiden Tagen, basierend auf unserer Meinung nach fragwürdigen Entscheidungen der Stewards. Zweimal in der Überholspur wegen unsicherer Freifahrten getroffen zu werden und dann infolgedessen Strafen zu erhalten, ist schwer zu verstehen und birgt das Risiko, einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen. Positiv ist, dass wir leistungstechnisch in die richtige Richtung gehen und weiterhin solide Fortschritte machen."

Maximilian Paul: "Zuallererst freue ich mich, dass wir als Team mit Lamborghini solche Fortschritte gemacht haben. Unser Auto ist endlich in einer Position, in der wir mithalten und ganz vorne stehen können, wie Mirko gezeigt hat. Entschuldigung an das Team für den Kontakt in meinem zweiten Rennen, der bedeutete, dass wir nicht ins Ziel kommen konnten. Die Stimmung ist trotzdem gut. Ich bin einfach stolz, Teil dieses Teams zu sein, und es macht unglaublich viel Spaß. Ich werde weiter an meinem eigenen Spiel arbeiten und gemeinsam sorgen wir dafür, dass wir ein wirklich großartiges Auto auf die Strecke bringen und erfolgreich sind."

Gottfried Grasser, Teamchef: "Insgesamt war das Wochenende sehr positiv. Wir hatten vor der Veranstaltung in Zandvoort nicht getestet, und es hat am Wochenende eine Weile gedauert, bis wir das richtige Gleichgewicht mit dem neuen Setup gefunden haben. Wir sehen jetzt, dass wir uns auf dem richtigen Weg bewegen, und freuen uns, die Lücke geschlossen zu haben. Die Zusammenarbeit zwischen Lamborghini Squadra Corse, den Teams und der Rennserie verdient hier besondere Erwähnung. Der Dialog war sehr konstruktiv und wir sind optimistisch hinsichtlich der bevorstehenden Ereignisse. Die Rennen in Zandvoort waren jedoch turbulent für uns. Wir sind mit den Entscheidungen der Rennleitung bezüglich Vorfällen in der Boxengasse nicht einverstanden. Bis jetzt hatte ein Auto auf der Überholspur immer Vorrang, und zu unserer Überraschung wurde das diesmal ganz anders gehandhabt. Ich denke, die Entscheidungen von diesem Wochenende bedürfen einer Klarstellung, sonst wird es bei den Boxenstopps in Zukunft nur noch Chaos geben. Betrachtet man das große Ganze, ist das für uns im Moment jedoch zweitrangig. Unser Fokus liegt darauf, mit dem neuen Auto zu arbeiten, und wir werden unser Bestes geben, um bald den nächsten Schritt zu machen. Vielen Dank an das gesamte Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir werden weiter dranbleiben und freuen uns auf die kommenden Rennen."

Quelle: grasser-racing.com


Superbike: Reiti mit doppelter Rückendeckung in Brünn

Nur ein einziger Podiumsplatz in zwei Rennen ist nicht nach dem Geschmack des vierfachen Superbike-Champions Markus „Reiti“ Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Nach dem Saisonauftakt auf dem Sachsenring greift er am kommenden Wochenende bei der EURO MOTO-Runde in Brünn schon unter ganz anderen Voraussetzungen an. Ein Test und eine Gesellschaft machen viel aus.

Im Paket rund um die BMW M 1000 RR und die Pirelli-Reifen steckt für den 32-Jährigen aus Obing zwar noch etwas Arbeit. Aber genau deshalb war der Bayer vor einer Woche auf der Strecke testen, auf der es ab morgen um Bestzeiten geht. Das 5,403 km lange Autodrom Brno in den Nordosten Tschechiens ist vom 29. bis 31. Mai Ort des Geschehens für den zweiten Saison-Event.

Wiederholung aus dem Jahr 2018?

„An die Rennstrecke habe ich richtig gute Erinnerungen. Hier habe ich 2018 die Pole Position in der Superstock 1000-Klasse geholt und bin im gleichen Jahr Europameister gewonnen“, sagt Reiterberger und zieht eine positive Bilanz der letzten Tage. „Beim Test in der letzten Woche bin ich mit der EURO MOTO-BMW genauso schnell gefahren wie mit dem Motorrad aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Das stimmt mich zuversichtlich für die beiden Superbike-Rennen am Sonntag. Ich verstehe jetzt langsam wie das Motorrad zu fahren ist. Natürlich möchte ich in Brünn um Siege kämpfen, aber auch dort wird Lukas Tulovic mit der Ducati schwer zu schlagen sein.“

Tulo hatte auf dem Sachsenring dominiert und beide Läufe am Sonntag gewonnen. Aber Reiterberger will sich nicht lumpen lassen und weiß auch eine starke Truppe hinter sich. Sein Fanclub reist mit über 50 Leuten an sein und wird für die entsprechende Motivation sorgen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek