- DTM-Fahrer nutzen Generalprobe für den finalen Feinschliff
- Neuer exklusiver DTM-Reifen von Pirelli ausgiebig getestet
- Luca Engstler war mit 133 Runden fleißigster Fahrer in Österreich
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| Ben Dörr fuhr beim DTM-Test in seinem McLaren die schnellste Runde Foto: ADAC-Motorsport |
Finale Standortbestimmung vor dem Saisonstart: Beim offiziellen DTM-Test am Dienstag nutzten Fahrer und Teams auf dem Red Bull Ring in Österreich die letzte Gelegenheit, ihre Rennfahrzeuge für den Auftakt in genau zehn Tagen an gleicher Stelle optimal anzupassen. Unter Wettkampfbedingungen testeten die Piloten in zwei Sessions intensiv, sammelten wichtige Daten und beobachteten aufmerksam, wo sie im direkten Vergleich mit der Konkurrenz stehen. Besonderes Augenmerk lag auf dem neuen, exklusiv für die DTM entwickelten Slick von Pirelli – der in Deutschland produzierte Reifen kam auf dem steirischen Alpenkurs erstmals bei der DTM zum Einsatz.
Nach über sieben Stunden Fahrzeit, die letzten 60 Minuten in leichtem Regen, beendete Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) die DTM-Generalprobe als Tagesbester. Dem 21-Jährigen gelang im McLaren 720S GT3 Evo mit 1:28,199 Minuten die schnellste Runde. „Wir sind etwas früher als die anderen Teams unser Qualifying-Programm gefahren. Danach haben wir aber auch bei Regen eine gute Performance gezeigt und im Vergleich zum vergangenen Jahr Fortschritte gemacht. Der neue Reifen fühlt sich super an und ist etwas weicher. Das könnte uns in den Rennen helfen, da wir nach den Boxenstopps in der Vergangenheit relativ lange gebraucht haben, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bekommen“, sagte Dörr.
Auch Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) stellte dem neuen Pirelli-Pneu ein gutes Zeugnis aus. „Wir sind Qualifying- und Rennsimulationen gefahren, haben dadurch ein gutes Gefühl für den Reifen bekommen und waren sehr zufrieden. Insgesamt wirkt die Performance stark, auf eine Runde scheinen wir etwas schneller zu sein, und auch im Long-Run ist das Verhalten sehr konstant. Man hat das Gefühl, den Verschleiß besser kontrollieren zu können. Das ist definitiv ein Schritt nach vorn. Ich finde es zudem spannend, dass die DTM jetzt einen exklusiven Reifen hat“, erklärte der Niederländer.
Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) kehrt dieses Jahr in die DTM zurück und greift in einem BMW M4 GT3 Evo an. Der Südafrikaner spulte in der zweiten Testsession mit 83 Runden die meisten Kilometer ab. „Die Testmöglichkeiten in der DTM sind begrenzt, daher ist jeder Kilometer auf der Rennstrecke extrem wertvoll“, sagte van der Linde. „Ich konnte das Auto bereits im Vorjahr kennenlernen, das war ein wichtiger Schritt vor meiner ersten DTM-Saison mit BMW. Das Ziel für mich ist klar: Ich möchte endlich die DTM gewinnen.“
Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) blickt seiner zehnten DTM-Saison entgegen und setzt auf Kontinuität. Engel: „Ich arbeite mit dem gleichen Team wie aus dem Vorjahr, kenne zudem auch das Auto sehr gut. Das ist ganz klar eine Stärke von uns. Wir haben heute verschiedene Simulationen durchgespielt und sind bereit für die Saison. Es ist eine tolle Geschichte, dass der Auftakt auf dem Red Bull Ring steigt. Ich fahre unglaublich gern auf der Strecke und mag auch die Gegend sehr gern.“
Der neue Lamborghini Temerario GT3 kam auf dem österreichischen Alpenkurs zu seinem ersten DTM-Einsatz. Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) absolvierte deshalb mit seinem neuen Fahrzeug 133 Runden und war damit fleißigster Pilot. Sein Fazit: „Ein neues Auto bedeutet viel Arbeit, aber auch eine spannende Herausforderung. Es stehen noch ein paar intensive Tage und auch längere Nächte an, denn wir wollen das Maximum herausholen und top vorbereitet in den Saisonstart gehen.“
Insgesamt legten die 21 Fahrer 2.279 Runden beim finalen Test auf dem Red Bull Ring zurück. Das entspricht einer Distanz von 9.859 Kilometern.
Ergebnis Pre-Season-Test 2026
1. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport), 1:28,199 Minuten
2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 1:28,217 Minuten
3. Thomas Preining (A/Manthey), 1:28,354 Minuten
4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), 1:28:473 Minuten
5. Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf), 1:28,481 Minuten

