Dienstag, 26. Mai 2026

Emil Frey Racing glänzt in Zandvoort mit erstem Sieg für Matteo Cairoli und Heimpodium für Thierry Vermeulen

Beim zweiten DTM-Saisonevent auf dem Circuit Zandvoort verzeichnete Emil Frey Racing ein erfolgreiches Wochenende: Matteo Cairoli fuhr in seinem erst dritten DTM-Rennen nach eindrucksvoller Pole Position einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein und wurde zudem zum Driver of the Day gekürt – ein beeindruckendes Statement des Italieners in der noch jungen Saison. Im Mittelpunkt stand dabei auch Thierry Vermeulen, der vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium in Zandvoort feierte und am Sonntag erneut stark auftrumpfte – ein Fehler beim Boxenstopp und eine andere Reifenstrategie kostete ihn jedoch am Ende einen möglichen Sieg.

Unterstützt von BWT und Windhager auf dem Nummer 14 Ferrari von Matteo Cairoli sowie Red Bull und Verstappen.com am #69 Ferrari von Thierry Vermeulen erlebte Emil Frey Racing beim Heimspiel des jungen Niederländers auf dem Circuit Zandvoort ein starkes DTM-Wochenende mit einem Sieg, einem Podium und starken Auftritten beider Fahrer.

Rennen 1 – Samstag, 23. Mai 2026

Ein perfekter Start ins Wochenende: Matteo Cairoli sicherte sich eindrucksvoll seine erste Pole Position in der DTM, während Thierry Vermeulen die erste Startreihe für Emil Frey Racing mit Platz zwei komplettierte.

Beim Start blieb Matteo Cairoli vorne und kontrollierte das Feld. Thierry Vermeulen musste zunächst den Mercedes von Lucas Auer ziehen lassen, stabilisierte sich jedoch auf Rang drei und kontrollierte das Rennen in der Folge. Dank eines komfortablen Vorsprungs konnte er seine Position auch nach dem Pflichtboxenstopp verteidigen.

Einmal mehr glänzte das Team in der Boxengasse: Mit einer Standzeit von 6,110 Sekunden gelang beim Stopp von Vermeulen der schnellste Boxenstopp des Tages.

An der Spitze kontrollierte Matteo Cairoli das Rennen souverän. Bis zu seinem Boxenstopp hatte er sich bereits einen signifikanten Vorsprung erarbeitet. Der Italiener liess sich den Sieg nicht mehr nehmen und überquerte in seinem dritten DTM-Rennen erstmals als Sieger die Ziellinie.

Thierry Vermeulen komplettierte das starke Teamergebnis mit Platz drei und feierte vor heimischem Publikum sein erstes DTM-Podium. Matteo Cairoli wurde zusätzlich verdient zum Driver of the Day gewählt.

Rennen 2 – Sonntag, 24. Mai 2026

Nach viel Verkehr im Qualifying erzielte Matteo Cairoli die sechstschnellste Zeit. Thierry Vermeulen wiederholte seine starke Leistung vom Vortag und sicherte sich erneut den zweiten Startplatz. Der Sieger vom Samstag ging im heutigen Rennen mit einem sogenannten Success Ballast von 20 kg Extragewicht an den Start, was sich auf die Performance spürbar auswirkte. 

Beim Start verloren allerdings beide Emil Frey Racing Ferrari an Boden: Matteo Cairoli fiel auf Platz 8 zurück, Thierry Vermeulen musste Lucas Engstler im #130 Lamborghini passieren lassen. Den ersten von zwei Boxenstopps absolvierte die #14 in Runde 9 – und während viele Teams Fehler machten, gewann die Mannschaft dank einer Standzeit von 6,3 Sekunden drei Positionen im Rennen. 

Thierry Vermeulen blieb länger draussen, erbte die Führung und kam gemeinsam mit den Top-3-Platzierten an die Box. Ein kurzer Zwischenfall nach einem Unsafe Release des Manthey-Porsches von Thomas Preining sorgte für eine Schrecksekunde in der Boxengasse, doch der Niederländer blieb cool und behielt die Nase vorne, um Platz 3 zu behaupten. 

Das Safety Car kam kurz in Runde 17 auf die Strecke, um Teile aufzusammeln – und beim Restart machte Thierry Vermeulen alles richtig: Erst überholte er den #130 Lamborghini und kletterte auf Rang 2, kurz darauf schnappte er sich auch noch die Führung vom #3 BMW von Kelvin van der Linde. Ab diesem Moment war der #69-Pilot der fliegende Holländer und fuhr in seiner eigenen Welt: Nach zwei Runden hatte er sich bereits um 2,2 Sekunden abgesetzt und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Doch beim Stopp schlich sich ein Fehler ein – das Auto wurde zu früh herabgelassen und musste erneut aufgebockt werden, wertvolle Sekunden blieben so auf der Strecke.

Während Thierry Vermeulen den mittleren Stint absolut dominierte, konnte er im dritten Stint mit gebrauchten Reifen nicht mehr angreifen und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Er kam schliesslich als Fünfter ins Ziel; Matteo Cairoli nahm mit Platz 11 ebenfalls noch wichtige Punkte mit.

Stimmen zum Rennwochenende

Matteo Cairoli (Italien)

„Der Sieg am Samstag war ein unglaubliches Gefühl! Trotz meines Vorsprungs war in den letzten Runden höchste Konzentration gefordert, da die Reifen ziemlich stark abgebaut hatten. Seit vielen Jahren war es immer mein Ziel, ein Rennen in der DTM zu gewinnen, und jetzt bin in natürlich umso glücklicher über diesen Sieg. Am Sonntag hingegen erlebten wir ein sehr kompliziertes Rennen. Mit dem Extragewicht war es natürlich schwierig. Aber trotzdem hatte ich heute mehr Balanceprobleme als im gestrigen Rennen. Ich denke ich habe am Sonntag das Maximum rausgeholt.”

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Allgemein war es ein wirklich schönes Wochenende hier in Zandvoort mit den ganzen Fans und es ist immer schön, auf dieser besonderen Strecke mein Heimrennen zu feiern. Ich hatte zwei starke Qualifyings und dann das Podium am Samstag war natürlich super. Am Sonntag hatten wir eine super Pace, die wir so nicht ganz erwartete hatten, aber machten dann einen Fehler und es war schmerzhaft zuzusehen, wie das Podium in die Ferne driftete. Aber dennoch gaben wir 100 Prozent und ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen im Team und ich kann es kaum erwarten, wo wir bei den nächste Rennen stehen.”

Quelle: emilfreyracing.com

Manthey erzielt vier Top-Zehn Platzierungen beim DTM-Gastspiel im niederländischen Zandvoort

  • Thomas Preining fährt bei der DTM in Zandvoort einen siebten und einen achten Platz ein  
  • Ricardo Feller erreicht in den Niederlanden zweimal den zehnten Rang 
  • Am Sonntag absolviert die Boxencrew des Teams den schnellsten Reifenwechsel des Tages 


Beim DTM Gastspiel in den Niederlanden erreicht Manthey vier Top Zehn Ergebnisse und verbucht damit beim zweiten von acht Rennwochenenden der Sprintsaison 2026 mit beiden Porsche 911 GT3 R wichtige Meisterschaftspunkte. Von Startplatz zehn aus fuhr Thomas Preining (Österreich) am Samstag auf Rang sieben vor und erreichte auch am Sonntag mit Platz acht die Punkteränge. Ricardo Feller (Schweiz) fuhr in den Dünen von Zandvoort zweimal den zehnten Platz ein, nachdem er am Samstag von Position elf und am Sonntag von Platz 16 gestartet war. Einen Erfolg konnte zudem die Boxenstopp Crew des Meuspather Teams verbuchen: Am Sonntag gelang ihr an der Startnummer 90 mit 6,133 Sekunden der schnellste Reifenwechsel des Tages. Nach den ersten vier Saisonrennen in Österreich und den Niederlanden rangiert Manthey nun auf Position fünf in der DTM Teamwertung (68 Punkte). Thomas Preining belegt mit 46 Punkten den vierten Platz in der Fahrermeisterschaft, während Ricardo Feller den elften Platz innehat (23 Punkte).

„Im ersten Qualifying konnten wir unsere Leistung leider nicht maximieren und es hat nur für die Startpositionen zehn und elf gereicht. Im Zuge des vergleichsweise ereignislosen Rennens konnten wir dann aber unsere Stärken bei der Strategie und den Boxenstopps ausspielen und mit beiden Fahrzeugen Positionen gutmachen. Im Sonntagszeittraining hat Thomas eine gute Runde zusammengebracht und sich mit Platz sieben in eine gute Ausgangslage gebracht. Ricardo konnte leider aufgrund von Verkehr und weil unsere Strategie im Qualifying nicht ganz aufging, nur Rang 16 erreichen. Das Rennen startete dann gut für uns und wir konnten uns sowohl auf der Strecke als auch in der Boxengasse mit beiden Fahrern auf die Plätze vier und neun vorarbeiten. Im weiteren Rennverlauf wurde die Performance unserer Autos leider beeinträchtigt: Die Startnummer 90 trug von einer unverschuldeten Berührung mit einem Konkurrenten während der Safety-Car-Phase einen Schaden davon. Mit Thomas trafen wir nach dem zweiten Boxenstopp auf Verkehr in der Fast Lane und es kam zu einem Kontakt mit Mirko Bortolotti im Lamborghini. Dadurch wurde das Fahrzeug beschädigt, was uns am Ende einige Plätze kostete. Anstatt des Sprungs nach vorne in Richtung Podium ging es für ihn daher leider nach hinten. Das ist schade, denn der dritte Rang war auf jeden Fall in Reichweite. In Anbetracht der Startposition wurde es für die Startnummer 90 am Ende ein solides Top-Zehn-Ergebnis“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH.

„Grundsätzlich haben wir uns das Wochenende in Zandvoort von den Ergebnissen her besser vorgestellt. Wir konnten mit Thomas zwar den Kontakt zur Spitze in der Meisterschaft halten, aber leider nicht auf das Podium vorfahren. Auch mit Ricardo hatten wir uns bei seinem zweiten Sprintrennwochenende mit dem Team größere Ziele gesetzt. Am Ende halten wir aber fest, dass wir in beiden Rennen mit beiden Autos gepunktet haben, was im Hinblick auf die Meisterschaft sehr wichtig ist”, fasst Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH, zusammen. „Jetzt schauen wir dem Lausitzring entgegen und wollen dort wieder um Siege kämpfen und mit beiden Fahrzeugen den Abstand zur Front in der Meisterschaft verkleinern“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Für die nächsten beiden Saisonläufe führt der Rennkalender die DTM Teams vom 19. bis 21. Juni an den Lausitzring. Zuvor wird Manthey nach Frankreich reisen, um dort bei den 24 Stunden von Le Mans (10. bis 14. Juni 2026) um den dritten LMGT3 Klassensieg in Folge zu kämpfen.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende in Zandvoort:

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Ein durchwachsenes Wochenende, von dem wir uns etwas mehr erwartet haben. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Auto gewesen und die Leistung des Teams war, wie immer, klasse. Mich freut, dass wir im Vergleich zum Red Bull Ring etwas Performance gefunden, auch wenn man das an den Ergebnissen nicht ganz ablesen kann. Das Ergebnis des Samstagsrennens war solide und die Meisterschaftspunkte sehr wichtig. Am Sonntag hatten wir im Qualifying leider ein wenig Pech mit der Position auf der Strecke und haben gleichzeitig etwas ausprobiert, was nicht ganz funktioniert hat. Das kann immer passieren und dafür konnten wir dann im Rennen aber gut aufholen und das zweite Punkteergebnis einfahren. Am Lausitzring ist das Ziel natürlich, noch einen weiteren Sprung nach vorne zu machen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Am Samstag haben wir uns nach einem schwierigen Qualifying mit einer guten Strategie und Boxenstopps sowie einem guten Start nach vorne gearbeitet und wichtige Punkte geholt. Das Qualifying am Sonntag lief mit Platz sieben besser. Nach dem Start waren wir schnell schon Fünfter und sind dann um das Podium mitgefahren. Leider gab es nach dem zweiten Boxenstopp in der Boxengasse eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Das kann einfach immer passieren, da es in Zandvoort sehr eng in der Pitlane ist. Dabei wurde das Auto leider stark beschädigt. Daher war es dann nur noch wichtig im Rennen zu bleiben und das Auto nachhause zu bringen. Ich bin froh, dass wir am Ende noch gute Punkte für die Meisterschaft geholt haben.“

Quelle: manthey-racing.com

Euro Moto Brünn: Volle Fahrt voraus für die Lokalhelden

Wenn die neue EURO MOTO am letzten Mai-Wochenende auf den Grand-Prix-Kurs im tschechischen Brünn einbiegt, steht ein Lokalmatador im Fokus: Štěpán Zuda. Der 20-Jährige reist nach seinem spektakulären Doppelsieg beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring als einer der Titelfavoriten in der EURO MOTO Sportbike an.

Die Entscheidungen auf dem Sachsenring hatten in einem Herzschlag-Finale geendet. Besonders dramatisch verlief der erste Lauf: Nach einem heftigen Kontakt mit einem Konkurrenten kam Zuda beinahe zu Fall, fing seine Maschine jedoch sensationell ab und kämpfte weiter um den Sieg. Die Rennleitung ahndete die riskante Aktion seines Gegners im Nachgang, bestrafte den Gegner und erklärte Zuda zum Sieger. Im zweiten Lauf wiederholte der einzige Tscheche im Feld das Ergebnis aus eigener Kraft mit mehr Schwung. Der aus Liberec stammende Rennfahrer geht auf einer Triumph Daytona 660 für das deutsche Freudenberg RORA-PALIGO Racing Team an den Start. Nach seinem Auftakterfolg gilt er inzwischen als heißer Titelkandidat in der kleinsten EURO MOTO-Klasse.

Schon eine Woche nach dem Doppelsieg hätte Štěpán Zuda fast den nächsten Meilenstein feiern können. Sein Team ermöglichte ihm den Start in der Sportbike-Weltmeisterschaft in Most. Doch ein Sturz in der Superpole endete mit einer Handverletzung. Bis zu den EURO MOTO-Läufen bei seinem Heimspiel in Brünn ist der 20-Jährige wieder fit.

Auch in der größeren EURO MOTO Supersport sind die tschechischen Farben stark vertreten. Insgesamt vier Fahrer gehen dort an den Start. Filip Novotný stammt direkt aus Brünn. Der 18-Jährige war schon im Alter von zwei Jahren mit seinem Vater bei den WM-Rennen vor den Toren der Stadt. Der Durchbruch in seiner eigenen Karriere gelang ihm vor drei Jahren im Northern Talent Cup. Aktuell ist der Ducati-Fahrer Gesamt-Siebter in der neuen EURO MOTO Supersport. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring gelangen ihm zwei Top 10-Platzierungen.

Zum tschechischen Quartett gehören außerdem die Yamaha-Fahrer Filip Feigl, Petr Feigl und Jindřich Škopek. Letzterer zählt mit gerade einmal 17 Jahren zu den jüngsten Fahrern im gesamten Feld.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

 

DTM – Stars and Stories vom Circuit Zandvoort

Sonne, volle Tribünen und jede Menge Geschichten abseits der Strecke: Rund um das DTM-Wochenende in Zandvoort war auf und neben dem Dünenkurs einiges geboten. Gaming-Star MontanaBlack schaute bei der DTM vorbei. Der ehemalige Rennrad-Profi Fabian Wegmann schickte das Feld in den ersten Lauf, bereits vor den Rennen liefen die DTM-Stars beim BWT Best Water Run für den guten Zweck. Dazu überzeugte Lokalmatador Thierry Vermeulen bei seinem Heimspiel mit einem Podiumsplatz sowie einer Box voller Fans.

Lokalmatador Thierry Vermeulen stand im Mittelpunkt des Publikumintersses in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport

MontanaBlack macht Boxenstopp in Zandvoort

Prominenter Besuch im Fahrerlager: Gaming-Star MontanaBlack – besser bekannt als „Monte“ – radelte zum DTM-Stopp nach Zandvoort. Der Streamer, der auf Twitch und YouTube mehrere Millionen Follower begeistert, ist einer der bekanntesten Internetstars Deutschlands. In Zandvoort zog es ihn zu Max Reis, der im ADAC GT Masters für das Haupt Racing Team an den Start geht. MontanaBlack streamte den Besuch bei der DTM für seine knapp sechs Millionen Follower live auf Twitch und zeigte sich begeistert: „Was für eine Hammer-Stimmung! Ich war schon mal in Zandvoort und finde es hier immer super. In Kombination mit der DTM ist das natürlich überragend. Besser geht es nicht bei diesem Wetter. Da schmecken Bratwurst und Bier doppelt gut.“

DTM-Stars laufen beim BWT Best Water Run

Am Donnerstagabend drehten sich auf dem Circuit Zandvoort nicht die Räder – dafür schnürten DTM-Piloten, Medienvertreter, Teammitglieder und Organisatoren die Laufschuhe. Beim BWT Best Water Run ging es über die 4,259 Kilometer lange Rennstrecke, DTM-Partner BWT belohnte den Einsatz jedes Läufers mit jeweils sechs Euro. Die gesammelte Summe geht an die b.waterMISSION, die seit Jahren Brunnenbauprojekte in Afrika unterstützt. Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim lief als einer der ersten DTM-Piloten durchs Ziel: „Das war verrückt und bei dem warmen Wetter sehr anstrengend. Gegen Ende ging mir etwas der Sprit aus. Aber die Bedingungen waren toll und für einen guten Zweck zu laufen, lohnt sich immer.“ Ähnlich erging es Luca Engstler: „Nach den anstrengenden letzten Wochen mit dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring war meine Pace nicht berauschend, aber im Rennwagen sieht das wieder anders aus. Es ist toll, dass so viele Läufer bei dem Charity-Run mitgemacht haben.“

Ex-Radprofi Wegmann weist DTM-Fahrern den Weg

Fabian Wegmann, dreimaliger Deutscher Meister im Straßenrennen, war in Zandvoort zum ersten Mal zu Gast bei der DTM und zeigte sich von der Atmosphäre beeindruckt. „Die ersten Eindrücke sind mega, vor allem bei diesem Traumwetter. Als ehemaliger Radprofi liebe ich die Geschwindigkeit, auch wenn ich im Gegensatz zu den DTM-Fahrern, die natürlich deutlich schneller sind, ordentlich strampeln musste“, sagte der Zweirad-Experte. Anschließend griff er selbst ins Geschehen ein: Mit dem Schild „Drivers start your engines“ schickte er das Feld in den ersten Lauf. Wegmann ist sportlicher Leiter der A.S.O. Germany, die gemeinsam mit dem ADAC Radsportevents wie die ADAC Cyclassics Hamburg veranstalten.

Sebastian Wheldon auf den Spuren von Vater Dan

Zum attraktiven Rahmenprogramm der DTM zählten zwei Läufe der FIA Formula Regional European Championship. Einer der stärksten Fahrer war Sebastian Wheldon, der den Samstagslauf gewinnen konnte. Dem 17-Jährigen liegt das Rennfahren im Blut: Sein Vater Dan Wheldon war einer der erfolgreichsten Piloten seiner Generation. Der Brite gewann 2005 die IndyCar Series sowie das legendäre Indianapolis 500 in den Jahren 2005 und 2011. Bei einem tragischen Unfall kam Dan Wheldon 2011 ums Leben. Sein Sohn führt das Erbe fort und zeigte auf dem Formel-1-Kurs in Zandvoort, dass er zu den vielversprechendsten Nachwuchsfahrern gehört.

Dritter auf dem Podium, Erster in den Herzen: Vermeulen begeistert Zandvoort

Thierry Vermeulen hat bei seinen DTM-Heimrennen in Zandvoort doppelt gepunktet: Der Lokalmatador aus Venlo fuhr einen starken dritten Platz ein und freute sich über den riesigen Support der niederländischen Fans. Beim Pitwalk strömten die Zuschauer an seine Box, um ihn und seinen Ferrari zu besuchen. „Es ist einfach mega, hier in Zandvoort mein Heimspiel zu haben“, sagte Vermeulen. „Die Strecke ist ohnehin für jeden Fahrer etwas Besonderes, aber mit all den niederländischen Fans auf den Tribünen fühlt es sich für mich noch einmal extra speziell an. Besonders schön ist es, wie nah die Fans bei uns sind, etwa in der Boxengasse oder beim Pitwalk. Der GT-Sport wächst in den Niederlanden immer weiter und es ist toll, wie die Begeisterung hier Jahr für Jahr größer wird.“

b.waterMISSION auf dem Dünenkurs im Fokus

Im Rahmen der Initiative „Driving Change“ setzen der ADAC und BWT ein starkes Zeichen für nachhaltigen Fortschritt im Motorsport. Die b.waterMISSION stand dabei im Mittelpunkt des DTM-Wochenendes in Zandvoort – ein Brunnenbauprojekt in Afrika für den Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. Der BWT Race Lap Award ist unmittelbar damit verknüpft: Für jede im Rahmen der DTM gefahrene Rennrunde spenden BWT und der ADAC vier Euro zur Unterstützung der b.waterMISSION. Jede Runde trägt damit direkt zum Ausbau der globalen Trinkwasserversorgung bei.


Montag, 25. Mai 2026

ADAC GT-Masters: Lamborghini siegt in Zandvoort - Zulauf/Hirsiger bleiben Spitzenreiter

  • Zweiter Saisonerfolg für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport in Zandvoort
  • Doppel-Podium für FK Performance durch Zimmermann/Fourie und Gjerdrum/Rauer
  • Leyton Fourie gewinnt „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort

Finn Zulauf und Felix Hirsiger haben das zweite Rennen in Zandvoort gewonnen
Foto: ADAC-Motorsport

Sieg für die Tabellenführer des ADAC GT Masters in den Niederlanden. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den zweiten Lauf in Zandvoort gewonnen. Im Ziel lagen sie 7,799 Sekunden vor den Vortagessiegern Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Das Podium komplettierten ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) im zweiten BMW. „Das war ein perfektes Rennen. Wir hatten absolut nicht mit dem Sieg gerechnet, umso besser fühlt es sich jetzt an“, freute sich Zulauf. Teamkollege Hirsiger ergänzte: „Es war unglaublich schwierig, in der Box zu stehen und Finn zuzusehen, aber er war so ruhig und gefasst und hat das super gemacht. Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende herausgeholt und hoffen jetzt, dass es am Lausitzring genauso weitergeht.“ Mit ihrem zweiten Saisonsieg baute das Duo die Tabellenführung weiter aus.

Am Start blieb zunächst Polesetter Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 vorne. Dahinter sortierten sich Fourie und sein Teamkollege Jan Duran (18/ESP) auf den Rängen zwei und drei ein, während Hirsiger sich mit Rang vier begnügen musste. „Am Start war wichtig, nur kalkuliertes Risiko einzugehen und dranzubleiben, um mit der Strategie auf die Autos vor uns zu reagieren“, erklärte Hirsiger. Nach einer Safety Car-Phase entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Hirsiger, Duran und Pavel Lefterov (28/BGR/Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R um die dritte Position, bis Hirsiger zum Fahrerwechsel abbog. „Unsere Strategie hat noch besser funktioniert als gedacht“, lachte Zulauf, der durch den frühen Boxenstopp schließlich die Führung übernahm. „Als ich auf die Strecke zurückkam, meinte mein Ingenieur, ich solle Quali-Mode fahren. Das Auto lief wirklich gut und Felix hat mir die Reifen in einem super Zustand überlassen, sonst wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.“

Verlierer der Boxenstopps war der bis zu diesem Zeitpunkt führende Ford Mustang GT3, den Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) von Blum übernommen hatte. Er kam nicht nur als Fünfter zurück auf die Strecke, sondern musste sich direkt auch gegen den BMW von Fabio Rauer (19/Stolberg/FK Performance Motorsport) in einem mehrere Kurven andauernden Duell geschlagen geben. Rauer nutzte den Schwung und überholte kurze Zeit später auch noch den Porsche von Mark Kastelic (18/SLO/ Razoon - more than Racing) sowie seinen Teamkollegen Joseph Ellerine (22/ZAF).

Eine Unterbrechung des Rennens nach einem Zwischenfall veränderte nicht die Top-3, allerdings fiel Ellerine beim Re-Start durch einen Fehler vom vierten Platz bis ans Ende des Feldes zurück. So blieb es bei Platz zwei und drei für FK Performance Motorsport. Fourie/Zimmermann übernahmen mit ihrem zweiten Platz nach dem Sieg am Vortag auch Rang zwei in der Meisterschaft. „Wir haben Zandvoort aus dem letzten Jahr kopiert, nur die Reihenfolge der Ergebnisse geändert. Platz zwei war mit dem Erfolgsballast nach dem Sieg gestern das Maximum für uns“, erklärte Fourie, der auch die „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort gewann. „Der Reifenabbau ist hier ohnehin recht herausfordernd, mit mehr Gewicht wird das nicht einfacher. Ich bin sehr happy über das Ergebnis und möchte mich beim Team für das tolle Auto bedanken. Die Saison hat etwas schwierig begonnen, aber wir wussten, dass wir hier stark sein würden und haben das bestmöglich ausgenutzt.“

Für Rauer und Storm Gjerdrum, die sich im Rennen von Startplatz neun bis auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatten, war es das erste Podium ihrer ADAC GT Masters-Karriere. „Ich bin sehr glücklich. Es war ein gutes, aber sehr ereignisreiches Rennen“, strahlte Rookie Rauer. „Es ist schon in Storms Stint so viel passiert. Nach dem Stopp war das Auto wieder mega. Als der Porsche aus der Box kam, habe ich den Moment direkt genutzt und es hat geklappt. Ich musste schnell reagieren und das war die richtige Entscheidung, sonst hätte es am Ende nochmal richtig eng mit dem Podium werden können.“

Auf dem vierten Rang sortierten sich schließlich Kastelic/Lefterov vor ihren Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing) im zweiten Porsche 911 GT3 R ein. Rang sechs ging an die Polesetter Blum/Kalus im bestplatzierten Ford Mustang GT3 vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/Frau/beide Comtoyou Racing) sicherten sich im Aston Martin Vantage GT3 Evo Rang acht, die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) wurden im BMW Neunte. Die Top-10 wurden von Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im dritten Lamborghini komplettiert.

Das dritte Rennwochenende der Saison 2026 findet von 19. bis 21. Juni auf dem Dekra Lausitzring statt.