Sonntag, 5. Juli 2026

König vom Norisring: Nicki Thiim feiert perfektes Wochenende in Nürnberg

  • Aston-Martin-Pilot holt mit 66 Zählern maximale Punkteausbeute
  • Finn Wiebelhaus feiert zweites Podium in seinem achten DTM-Lauf
  • Rennwochenende in Nürnberg mit 118.500 Besuchern ausverkauft

Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Nicki Thiim neuer Spitzenreiter der DTM
Foto: ADAC-Motorsport

Traumwochenende für Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) auf dem ausverkauften Norisring: Der Aston-Martin-Fahrer gewann nach seinem Sieg am Samstag auch das Sonntagsrennen von der Pole-Position aus und übernahm nach diesem Doppelschlag die Tabellenführung in der DTM. „Ein unglaubliches Wochenende für mich! Zwei Pole-Positions und zwei Siege fühlen sich wie ein Traum an. Es war immer mein großes Ziel, nach meinem Vater im Jahr 1992 den Namen Thiim eines Tages wieder an die Tabellenspitze der DTM zu bringen. Finn Wiebelhaus hat mich im Verlauf des Rennens unfassbar unter Druck gesetzt. Da hat mir meine Erfahrung sicher geholfen“, sagte der Däne, der seinen Siegerpokal vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder entgegennahm. Auch Road-to-DTM-Aufsteiger Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) zeigte auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine Top-Leistung. Mit einem Rückstand von 0,887 Sekunden wurde er im Ford Mustang GT3 Zweiter und stand damit bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich von Startplatz fünf auf Rang drei vorarbeiten konnte.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16

  • Streckenlänge: 2.162 Meter
  • Wetter: 26 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
  • Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
  • Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 49,242 Sekunden

Kurz nach dem Start des Sonntagsrennens begann es auf dem Norisring leicht zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrer mit Slicks unterwegs. Pole-Setter Thiim führte vor Wiebelhaus, dessen Teamkollegen Arjun Maini (IND) und Auer. Stärker werdende Niederschläge sowie eine Kollision zwischen Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 sorgten nach gut zehn Minuten für eine 14-minütige Rennunterbrechung. Nach dem Re-Start ging das Feld mit Regenreifen erneut auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Dabei nutzte Auer eine Unaufmerksamkeit von Maini und schob sich auf Rang drei vor.

Kurz danach hörte der Regen auf und die Fahrer ließen beim ersten Pflicht-Boxenstopp wieder Slicks aufziehen. Wiebelhaus, der etwas früher seine Reifen gewechselt hatte, attackierte in den folgenden Runden Spitzenreiter Thiim. Der 37-Jährige wehrte im Aston Martin Vantage GT3 jedoch jeden Angriff ab, konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen und lag nach einem perfekten zweiten Boxenstopp klar in Führung. Nach 62 Runden überquerte Thiim als Sieger die Ziellinie und verbuchte durch diesen Erfolg die maximale Punkteausbeute des Wochenendes von 66 Zählern. Dieses Kunststück gelang zuletzt dem Porsche-Piloten Thomas Preining (A/Manthey) beim Saisonfinale 2023 in Hockenheim. Wiebelhaus und Auer folgten auf den Plätzen zwei und drei, Maini wurde trotz mäßiger Boxenstopps Vierter. Der fünfte Rang ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) steuerte seinen Ferrari 296 GT3 Evo auf Position sechs. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte als Siebter fünf Plätze gutmachen und liegt damit in der Gesamtwertung hinter Thiim und vor Auer auf Rang zwei. Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) verbesserte sich sogar um sieben Positionen und belegte Platz acht vor seinem Markenkollegen Preining. Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies bei seinem Heimspiel großen Kampfgeist und fuhr vom 18. auf den zehnten Rang vor.

Weitere Stimmen zum Rennen

Finn Wiebelhaus: „Ich hätte unfassbar gerne gewonnen, aber ein zweiter Platz an meinem ersten Rennwochenende auf dem Norisring ist auch ein super Ergebnis. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn waren wirklich herausfordernd. Nach dem ersten Boxenstopp konnte ich richtig dicht an Nicki Thiim heranfahren, aber ich bin einfach nicht an ihm vorbeigekommen.“

Lucas Auer: „Der dritte Platz fühlt sich wie ein Sieg an. Der Regen zu Beginn hat mir voll in die Karten gespielt, denn direkt nach dem Re-Start konnte ich Arjun Maini überholen. Für die Fans war es ein tolles Rennen. Es hat großen Spaß gemacht, vor einer so großen Kulisse zu fahren. Und ich hoffe, dass die vielen Zuschauer unsere Show genossen haben.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0,887 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,753 Sekunden

4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +8,417 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,178 Sekunden

Thiim legt nach: Däne macht nächste Pole auf dem Norisring klar

#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

Auf Deutschlands einzigem Stadtkurs führt kein Weg an Nicki Thiim vorbei. Der Aston-Martin-Pilot war auch im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen mit einer Rundenzeit von 48,583 Sekunden schnellster Fahrer und steht damit beim vierten DTM-Rennwochenende in Nürnberg zum zweiten Mal auf Startplatz eins.

"Was für ein überragender Start in den Tag. Es macht mir einfach riesigen Spaß, auf dem Norisring zu fahren. Die Strecke hat nur vier Kurven. Aber genau deswegen kommt es darauf an, die Bremspunkte perfekt zu treffen und maximal am Limit zu fahren", erklärte Thiim, der mit seiner Gruppe das Zeittraining eröffnet hatte. Finn Wiebelhaus war mit 48,694 Sekunden Schnellster der zweiten Gruppe, die danach in die Qualifikation gestartet war. Damit steht der 20-Jährige bereits zum zweiten Mal mit dem Ford Mustang GT3 in der ersten Startreihe. Arjun Maini folgt im Ford Mustang GT3 auf Rang drei, Ben Dörr sicherte sich im McLaren 720S GT3 Evo Position vier. Lucas Auer geht wie bereits am Samstag von Rang fünf in den achten Meisterschaftslauf.

Thiim war am Sonntagmorgen bei 20 Grad Celsius Lufttemperatur der dominierende Fahrer seiner Gruppe, die um 9:10 Uhr das Qualifying auf dem Norisring einläutete. Der 37-Jährige fuhr mehrere Top-Zeiten und markierte die Bestmarke gut eine Minute vor Schluss. Danach startete die zweite Gruppe, in der Wiebelhaus bereits in seinem achten Umlauf die beste Rundenzeit gelang.

Am Norisring wurden die Qualifyings auf der engen und welligen Strecke in zwei Gruppen ausgetragen. Als insgesamt schnellster Fahrer steht Thiim auf Startplatz eins, neben ihm geht Wiebelhaus als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Maini als Zweitschnellster der Gruppe des Pole-Setters folgt als Dritter, mit Dörr auf Position vier wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern aus den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung, 8. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing)

3. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing)

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf)


Quelle: dtm.com


DTM: Max Paul nach schwerem Unfall operiert, auch Kelvin van der Linde kurz im Krankenhaus

Nach dem schweren Unfall am Samstag am Norisring wurde Maximilian Paul und auch Kelvin van der Linde ins Krankenhaus gebracht.

Kelvin van der Linde konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen. "Wir hatten gestern lange Untersuchungen, er war fast fünf Stunden im Krankenhaus", sagt Teamchef Torsten Schubert bei ran.de. "Am Ende hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass nichts angebrochen ist. Zwischendurch gab es noch ein paar Äußerungen, aber wir haben immer viele Informationen bekommen - aber es ist am Ende so, dass alles mit Prellungen ausgegangen ist."

Kelvin van der Linde habe einen "verstauchten Fuß, denn die Pedaleriebox - und alles - hat sich zusammengefaltet". Zum Glück sei alles den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen - und das Team geht davon, "dass er bereits in zwei Wochen beim Test in Oschersleben wieder mit dabei ist" 

Im Rennen am Sonntag wird Kelvin van der Linde nicht teilnehmen.

Schwerer erwischt hat es Maximilian Paul. "Er hat eine große Verletzung im linken unteren Fuß", gibt Teamchef Gottfried Grasser am Sonntagmorgen ein Update zur Lage. "Wir haben direkt vom Krankenhaus die Information erhalten, dass es Max den Umständen entsprechend gut geht. Er wurde in der Nacht operiert und hat eine Verletzung im unteren Fußbereich, die verschraubt werden musste. Die Umstände sind sicher nicht einfach, aber bei der Operation ist alles gut verlaufen - das ist das Wichtigste", stellt er klar.

Aufgrund der schwere der Verletzungen wird Maximilian Paul i dieser Saison möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen. "Das ist eine Rennfahrer-Geschichte, weil der linke Fuß der Bremsfuß ist", klärt Grasser auf. "Die Jungs müssen ja mit 130 Kilo drücken können. Daher muss die Genesung anständig sein, damit das wieder anständig verheilt."

Wir drücken Maximilian Paul fest die Daumen das der Heilungsprozess schnell und vollständig erfolgt.

 

Samstag, 4. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Porsche-Doppelsieg im Samstagsrennen auf dem Norisring

  • Robinson/Berndt holen ersten Saisonsieg für Porsche und gewinnen auch Junior-Wertung
  • AVIA W&S-Teamkollegen Gabbay/Schreyer knapp geschlagen
  • Toyota-Duo Cartelle/Schwartz mit erstem Podium 2026

Doppelsieg für die Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel im Porsche-Lager nach dem Samstagslauf der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring. In einem unterhaltsamen und actionreichen Rennen triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS) vor ihren AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). Nach BMW und Aston Martin konnte sich nun im dritten Saisonrennen die dritte Marke in die Siegerliste eintragen. Das Podium auf dem Norisring komplettierten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Für Berndt/Robinson gab es gleich doppelten Grund zur Freude: Sie führen erstmals in ihrer ADAC GT4 Germany-Karriere die Tabelle an.

Robinson konnte das Rennen im 718 Cayman GT4 bereits von der Pole-Position aus aufnehmen. Der Australier setzte sich zunächst auch leicht vom restlichen Feld ab. Lediglich Markenkollege Schreyer konnte ihm im Anschluss folgen. Stark präsentierte sich in der ersten Rennhälfte aber auch ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA), der im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport von Startplatz sechs bis auf die dritte Position nach vorne fuhr. Gegen die beiden führenden Porsche konnte Piana jedoch nichts ausrichten.

Auch nach den obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel blieb die Reihung auf den ersten drei Plätzen zunächst gleich. Dann drehte aber Benjamin Sylvestersson (19/FIN), der für Piana in den BMW stieg auf - und machte Druck auf Gabbay, der von Schreyer übernommen hatte. Mit einem sehenswerten Ausbremsmanöver bei der Anfahrt auf die Spitzkehre konnte Sylvestersson schließlich Platz zwei übernehmen. Nach und nach kam er auch an den führenden Denny Berndt heran, der zu Rennmitte ins Cockpit von Robinson gestiegen war. In der vorletzten Runde gab es jedoch den Rückschlag für den Finnen. Ein Reifenschaden verhinderte seinen weiteren Vormarsch und ließ ihn bis auf die neunte Position zurückfallen. Somit fuhren Berndt/Robinson zu einem ungefährdeten Laufsieg und konnten sich auch über den Triumph in der Junior-Wertung freuen. Hinter Gabbay überquerte Toyota-Pilot Hudson Schwartz auf der dritten Position die Ziellinie. Schwartz und sein Teamkollege Cartelle waren über das gesamte Rennen in unzählige Duelle verwickelt und mussten somit hart für das erste Podium ihres belgischen Rennstalls CRT kämpfen.

Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) beendeten das Rennen in einem weiteren BMW auf Platz vier vor Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 sowie Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW). Rang sieben ging an Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW), BMW) gefolgt von Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Die Top Zehn komplettierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG). Schmid machte somit auch den Triumph in der Rookie-Wertung klar. Den Erfolg in der PRO-AM-Wertung sicherten sich Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (19/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Ich könnte nicht glücklicher sein. Natürlich reisen wir hier alle an, um zu gewinnen. Doch uns ist es dieses Mal gelungen. Wir freuen uns sehr über das Resultat und versuchen morgen alles, um direkt noch einmal vorne zu sein.“

Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Hier zu gewinnen, ist natürlich super. Somit werden wir heute auch gemeinsam ein wenig feiern. Wir starten das Sonntagsrennen ebenfalls aus der ersten Reihe und wollen dann direkt noch einmal nachlegen. Hoffentlich gelingt uns dann erneut ein gutes Resultat.“

Maximilian Schreyer – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Der Ergebnis fühlt sich mega an. Der Norisring ist eine meiner Lieblingsstrecken - denn hier zu fahren, ist immer speziell. Das Rennen lief für uns recht gut. Wir hatten aber auch ein wenig Glück, als der BMW kurz vor Schluss zurückfiel. In Summe sind wir richtig happy mit unserer Performance.“

Alon Gabbay – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Es ist mein erstes Podium auf dem Norisring. Darauf habe ich wirklich lange hingearbeitet. Somit ist für mich gerade alles extrem emotional. Morgen starte ich von der Pole-Position. Dann möchten wir uns den Sieg holen.“

Lucas Cartelle – Platz drei für CRT

„Ein Podium tut einfach immer gut, insbesondere da wir am Red Bull Ring einen schlechten Saisonstart hatten. Nun konnten wir gute Punkte für die Meisterschaft einfahren. Hoffentlich können wir im Sonntagsrennen direkt das nächste Podium erzielen.“

Hudson Schwartz – Platz drei für CRT

„Lucas hat in der ersten Rennhälfte klasse vorgelegt. Als ich dann ins Auto stieg, fokussierte ich mich darauf, auf die vor mir fahrenden Fahrzeuge aufzuschließen. Natürlich sind wir super glücklich über den dritten Platz. Danke an Toyota und an unser Team.“

Historischer Erfolg: Thiim holt auf dem ausverkauften Norisring ersten DTM-Sieg für Aston Martin

  • Norisring beim siebten DTM-Rennen am Samstag ausverkauft
  • Maro Engel belegt Rang zwei und übernimmt die Tabellenführung
  • Arjun Maini feiert erstes Podium mit dem Ford Mustang GT3

Riesenjubel bei Nicki Thiim über seinen zweiten DTM-Sieg
Foto: ADAC-Motorsport

Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) ist auf dem Norisring wieder zur Höchstform aufgelaufen. Der Däne gewann am Samstag den siebten Meisterschaftslauf auf dem ausverkauften Stadtkurs in Nürnberg und sorgte damit für den ersten Sieg von Aston Martin in der DTM. Für Thiim war es der zweite Erfolg, schon 2024 gewann er auf dem Norisring. Der Däne dominierte das Rennen von Beginn an und überquerte nach 63 Runden als Erster die Ziellinie. „Den ersten DTM-Sieg für Aston Martin ausgerechnet auf meiner Lieblingsstrecke am Norisring zu holen, fühlt sich unglaublich an. Dieser Moment ist für mich schon jetzt das Highlight des Jahres. Das Rennen wurde zwischenzeitlich unterbrochen, das war eine große mentale Herausforderung. Umso glücklicher bin ich über den Erfolg“, sagte der 37-Jährige. Mit einem Rückstand von 0,587 Sekunden belegte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) Rang zwei. Damit übernahm der Routinier die Führung in der Fahrerwertung. Ford-Pilot Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) belohnte sich als Dritter für eine erneut starke Leistung mit dem ersten Podiumsplatz der Saison.

Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 7 und 8 von 16

  • Streckenlänge: 2.162 Meter
  • Wetter: 23 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
  • Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
  • Schnellste Runde: Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 #22), 48,830 Sekunden

Pole-Setter Thiim konnte nach dem Start am Samstagmittag seine Führung behaupten und kontrollierte das Feld von der Spitze aus. Engel und Maini folgten auf den Positionen zwei und drei. Während Engel und Maini ihre Pflicht-Boxenstopps sehr früh absolvierten, holte sich Thiim erst spät neue Pirelli-Slicks und kam als Spitzenreiter wieder vor Mercedes-Pilot Engel auf die Strecke. Dahinter lieferten sich Maini und Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) ein packendes Duell, das der Inder für sich entscheiden konnte.

Kurz danach ereignete sich in Runde 34 ein Unfall zwischen Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) und Maximilian Paul (Dresden/TGI Team by GRT). Der Lamborghini von Paul traf den BMW von van der Linde in der ersten Kurve – der Unfall hatte wegen notwendiger Reparaturen der Streckenbegrenzung eine knapp einstündige Unterbrechung zur Folge. Während van der Linde nach erster Diagnose unverletzt blieb, wurde Paul mit Verdacht auf eine Unterschenkelfraktur ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach dem Re-Start änderte sich die Reihenfolge der Top-Vier bis ins Ziel nicht mehr. Hinter Thiim, Engel, Maini und Auer wurde Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 Evo Fünfter. Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) sicherte sich im zweiten Ford Mustang GT3 Rang sechs. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) beendete den siebten Meisterschaftslauf auf Position sieben. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) wurde als bester Lamborghini-Pilot Achter. Thomas Preining (A/Manthey) war kurz vor dem Unfall mit seinem Porsche 911 GT3 R zum Reifenwechsel gefahren und verbesserte sich durch den Boxenstopp während der Full-Course-Yellow-Phase um mehrere Plätze auf Rang vier. Der Österreicher konnte diese Position jedoch nicht halten und kam als Neunter ins Ziel. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) komplettierte im McLaren 720S GT3 Evo die Top Ten.

Weitere Stimmen zum Rennen

Maro Engel: „Ein gutes Rennen von uns mit einem super Ergebnis! Nicki Thiim war einfach schneller und hat verdient gewonnen. Nach seinem Boxenstopp habe ich alles probiert, weil seine Reifen noch nicht ganz auf Temperatur waren. Ich bin nähergekommen, konnte den Abstand aber nicht entscheidend verkürzen.“

Arjun Maini: „Es ist bereits mein zweites Norisring-Podium, darüber bin ich sehr glücklich. Entscheidend für den dritten Platz war mein Manöver gegen Lucas Auer. Dabei haben sich unsere Fahrzeuge ein wenig berührt, aber das gehört zu den Rennen in der DTM dazu. Wir haben diese Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht, hoffentlich folgt bald auch mein erster Sieg.“

Ergebnis, 7. Meisterschaftslauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0,587 Sekunden

3. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +3,182 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +11,346 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +12,237 Sekunden