Donnerstag, 6. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Arjun Maini überrascht mit Vormittagsbestzeit

  •  Drei Marken unter den Top Fünf
  •  US-Amerikaner Gore fährt die meisten Runden
  •  DTM Trophy: Schweizer Mauron Schnellster vor Stéphane Kox
  •  Vorbereitung für den Auftakt in Monza: DTM-Testfahrten enden am Abend

Fuhr die meisten Runden: Dev Gore (Audi R8 LMS) Team Rosberg
Foto: dtm.com

Arjun Maini sorgte am dritten Tag der offiziellen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring für eine kleine Überraschung. Der Inder erzielte am Vormittag im Mercedes-AMG GT3 aus dem am Nürburgring ansässigen Mercedes-AMG Team GetSpeed in 1:43,228 Minuten die Bestzeit. Zweitschnellster (1:43,234) war der erst 19 Jahre alte Red Bull-Pilot Liam Lawson (NZL) im Ferrari 488 GT3 vor Maximilian Götz (GER, 1:43,345), der im Mercedes-AMG des Haupt Racing Teams am Dienstag und Mittwoch die Tagesbestzeit markiert hatte.

Bei nicht durchgehend trockenen Witterungsbedingungen auf dem 4,570 km langen Lausitzring waren mit Vincent Abril (MON, HRT-Mercedes-AMG) und Kelvin van der Linde (RSA, ABT-Audi) auf den Plätzen vier und fünf drei Marken unter den besten Fünf vertreten. Der fleißigste Fahrer war am Vormittag der US-Amerikaner Dev Gore im Audi R8 LMS von Team Rosberg, der 35 Runden zurücklegte, zwei Umläufe mehr als van der Linde.

„Wir haben eine gute Lernkurve“, zeigte sich Arjun Maini nach seiner Vormittagsbestzeit zufrieden. „Mein Team GetSpeed passt unsere Mercedes-AMG immer mehr an meinen Fahrstil an, das hilft mir sehr. Wir sind auf unser Programm fokussiert. Wo wir wirklich stehen, werden wir beim Auftakt in Monza sehen.“

In der Nachwuchsserie DTM Trophy war der Schweizer Lucas Mauron im Audi R8 LMS von Heide-Motorsport in 1:54,156 Minuten der Schnellste am Donnerstagvormittag. Auf einem beachtlichen zweiten Rang landete die Niederländerin Stéphane Kox (1:54,311) im Toyota GR Supra GT von Ring-Racing, gefolgt vom Finnen Matias Salonen im CVPG-Mercedes-AMG (1:54,772).

Die dreitägigen offiziellen Testfahrten von DTM und DTM Trophy auf dem DEKRA Lausitzring enden am Donnerstagabend. Saisonauftakt ist vom 18. bis 20. Juni im italienischen Monza.

DTM-Test in der Lausitz: Götz, Albon und Lawson geben das Tempo vor

  •    Fahrer aus sieben Nationen auf den ersten sieben Plätzen
  •    Ex-Champion Mike Rockenfeller am Mittwoch der Fleißigste
  •    DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann Schnellster
  •    Offizielle Testfahrten enden am Donnerstagabend 

Alex Albon (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Maximilian Götz war wie schon am Dienstag auch am zweiten Tag der offiziellen DTM-Testfahrten der Schnellste. Im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams umrundete der DTM-Rückkehrer den 4,570 km langen DEKRA Lausitzring in 1:43,645 Minuten. Die Top Drei komplettierten bei kühlen, aber weitgehend idealen Witterungsbedingungen die Red Bull-Piloten Alexander Albon (THA, 1:45,468) und Liam Lawson (NZL, 1:43,651) in ihren Ferrari 488 GT3 Evo von AF Corse die Top 3. Der fleißigste Profi des Tages war Ex-Champion Mike Rockenfeller. Im Audi R8 LMS von ABT Sportsline drehte der gebürtige Neuwieder insgesamt 91 Runden, 44 am Vormittag und 47 am Nachmittag.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Saison, die vom 18. bis 20. Juni in Monza beginnt, lieferten die spektakulären Startübungen am Nachmittag. In dichtgestaffelter Formation jagte das buntgemischte Feld – viele Teams überraschten beim Test in der Lausitz mit farbenfrohen Designs – um den Kurs südlich von Cottbus, einhergehend mit einer markanten Soundkulisse der Acht- und Zehnzylinder-Motoren.

Erneut Tagesschnellster: Maximilian Götz (GER),
Mercedes-AMG, Mercedes-AMG Team HRT © DTM

Bunt wie das Starterfeld waren auch die Fahrer auf den ersten sieben Plätzen gemischt, denn sieben Nationen waren vertreten. Neben Deutschland, Thailand und Neuseeland waren dies die Schweiz (Philip Ellis, Mercedes-AMG Team WINWARD), Österreich (Lucas Auer, Mercedes-AMG Team WINWARD), Monaco (Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT) und Indien (Arjun Maini, Mercedes-AMG Team GetSpeed). Die Top Ten komplettierten Rockenfeller, Vizemeister Nico Müller (Audi, Team Rosberg) und Zweifach-Champion Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke).

„Wieder ein sehr guter Testtag mit der schnellsten Zeit. Wir haben unser Programm durchgezogen, das Auto fühlt sich wirklich gut an. Wir sortieren uns aus, machen Boxenstopptrainings, Qualifikations-Simulationen, Long-Runs: Das muss ja alles auch mal getestet werden“, so der zweimalige Tagesschnellste Maximilian Götz. „Heute sind wir wirklich viel gefahren. Am letzten Testtag wollen wir unsere Boxenstopps weiter optimieren.“

Kuriosität in der DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann mit Doppelführung

In der Nachwuchsserie DTM Trophy, die am Mittwoch ebenfalls zwei Testsessions auf dem DEKRA Lausitzring absolvierte, führte Titelverteidiger Tim Heinemann (GER) in der Tageswertung die Zeitenliste an, und das kurioserweise gleich zweimal: Mit seinem Einsatzfahrzeug für die Saison, dem Aston Martin Vantage GT, eingesetzt von PROsport Racing, fuhr er eine Zeit von 1:54,199 Minuten. Zudem drehte der 23-Jährige aus Fichtenberg einige Runden mit dem Porsche Cayman Pro4 des Teams vom Nürburgring und unterbot mit 1:54,030 Minuten sogar seine eigene Bestzeit. Hinter Heinemann folgte Michael Schrey (GER, Hofor Racing by Bonk Motorsport), der im BMW M4 GT am Dienstag Tagesschnellster gewesen war. Den arbeitsreichsten Tag hatte der Finne Mattias Salonen. Im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group drehte er mit 35 Runden am Vor- und 41 Runden am Nachmittag insgesamt 76 Runden, was einer Distanz von 347,32 Kilometern entspricht.

Am Donnerstag werden die letzten DTM-Testfahren vor dem Saisonauftakt (18.-20. Juni) in Monza mit jeweils zwei weiteren Durchgängen für die DTM und die DTM Trophy abgeschlossen.

Mittwoch, 5. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Alexander Albon im Ferrari Schnellster am Mittwochvormittag

  •  Zwei Red-Bull-Ferrari-Fahrer unter den ersten Drei
  •  Zweitschnellster Maximilian Götz (HRT-Mercedes) mit den meisten Runden
  • DTM Trophy: Bestzeit für William Tregurtha (CV Performance Group-Mercedes)

Alexander Albon  (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Mit einer Zeit von 1:43,468 Minuten beendete Red-Bull-Fahrer Alexander Albon (THA) im AlphaTauri-Ferrari des Teams AF Corse den DTM-Test am Mittwochvormittag auf dem DEKRA Lausitzring auf Platz eins. Auch sein Teamkollege Liam Lawson war nahezu gleichschnell: Der Neuseeländer war Drittschnellster, unmittelbar hinter Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT), der Tagesschnellste vom Dienstag.

Bei zwar niedrigen Temperaturen, aber trockenen Bedingungen wurde viel gefahren: Zehn der insgesamt 15 Fahrer, die in der Vormittagssession zum Einsatz kamen, absolvierten mehr als 30 Runden auf der 4,570 Kilometer langen Streckenvariante des DEKRA Lausitzrings. Fleißigster Fahrer war dabei einmal mehr Maximilian Götz, der es auf 46 Umläufe schaffte.

Nico Müller (SUI); Audi, Team Rosberg © DTM 

Im Test der DTM Trophy fuhr der Brite William Tregurtha im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group mit 1:54,944 Minuten die Bestzeit. Mit dem Schweizer Lucas Mauron (Audi, Heide-Motorsport) und dem Deutschen Michael Schrey (BMW, Hofor Racing by Bonk Motorsport) auf den Plätzen zwei und drei gab es drei Fahrer aus drei unterschiedlichen Nationen und mit drei verschiedenen Marken auf den vorderen Positionen.

Am Nachmittag wird der Testbetrieb fortgesetzt mit je einer Session für die DTM und für die DTM Trophy, der offizielle DTM-Test endet am Donnerstagabend.

Maximilian Götz Schnellster am ersten DTM-Testtag in der Lausitz

  •  Wechselnde Witterungsbedingungen am ersten von drei Testtagen
  •  DTM-Rückkehrer Götz führt Mercedes-Quintett an
  •  Ferrari-Fahrer Albon und Cassidy in den Top Ten
  •  BMW-Pilot Philipp Stahlschmidt Tagesschnellster der DTM Trophy  

Die beiden Schnellsten des ersten DTM-Testtages in der Lausitz:
Daniel Juncadella und Maximilian Götz  © DTM 

Ein farbenfrohes Bild lieferte die DTM am ersten von drei Testtagen auf dem DEKRA Lausitzring. Die meisten DTM-Rennwagen präsentierten sich bereits in ihrem finalen Design mit vielen auffälligen Akzentfarben, die den Rennwagen einen hohen Erkennungswert verliehen. Tagesschnellster auf der 4,570 Kilometer langen Strecke zwischen Dresden und Berlin war Maximilian Götz, der es am späten Nachmittag im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams auf 1:43,840 Minuten schaffte. Götz führte am ersten Testtag ein Quintett von Mercedes-Fahrern auf den ersten fünf Positionen an. Ihm folgten seine Markenkollegen Daniel Juncadella (ESP, Gruppe M), Philip Ellis (SUI, WINWARD), Lucas Auer (AUT, WINWARD) und Arjun Maini (IND, GetSpeed). Ellis war am Vormittag die bis dahin schnellste Zeit gefahren, die Rundenzeiten aus den ersten zwei Stunden waren jedoch nur bedingt aussagekräftig, da bereits früh der Regen einsetzte. Am Nachmittag konnten die DTM-Fahrer ihre Runden weitestgehend im Trockenen absolvieren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Am Nachmittag haben wir uns nach dem Regen am Vormittag auf eine Basisabstimmung im Trockenen konzentriert und sind dann zum Schluss mit neuen Reifen eine Qualirunde gefahren, die für P1 gereicht hat“, sagte Götz, der zuletzt 2016 eine komplette Saison in der DTM fuhr. Mit insgesamt 94 absolvierten Runden am Dienstag, 49 am Vormittag und 45 am Nachmittag, war Götz auch der produktivste Fahrer des ersten von drei Testtagen.

Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst Motorsport © DTM

Mit Alexander Albon (THA) und Nick Cassidy (NZL) auf den Positionen sechs und sieben schafften es auch zwei der drei Red Bull-Fahrer des AF-Corse-Ferrari-Teams unter die ersten Zehn. Dahinter folgte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS des Teams ABT Sportsline. Schnellster BMW-Fahrer war der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) auf Rang elf.

Neben Abstimmungsarbeiten für das Qualifying und Tests mit Regenreifen am Vormittag absolvierten die Teams ausgiebige Longruns im Rahmen der unterschiedlichen Testprogramme. Mit dem ersten von insgesamt drei Testtagen der DTM auf dem DEKRA Lausitzring wurde die entscheidende Phase in der Vorbereitung auf den Saisonstart (18.-20. Juni in Monza) eingeläutet.

Auch für die Fahrer und Teams der Nachwuchsserie DTM Trophy gab es am Dienstag zwei Testdurchgänge zu je zwei Stunden. Philipp Stahlschmidt (GER) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport war mit einer Zeit von 1:53,837 Minuten der schnellste Mann aus der DTM Trophy. Sein Teamkollege Michael Schrey hatte am Vormittag die Zeitenliste angeführt und belegte mit dieser Zeit in der Tageswertung Rang zwei, gefolgt von Moritz Löhner. Der 22-Jährige aus Bamberg gewann im vergangenen Jahr den Titel in der DTM-Esports-Series und durfte nun als Belohnung im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group erstmals reale Rennluft schnuppern. Dabei schlug er sich mehr als beachtlich. „Jetzt würde ich mich freuen, wenn sich eine Chance im realen Rennsport auftut“, kommentierte er.

Am Mittwoch wird der Testbetrieb auf dem DEKRA Lausitzring fortgesetzt, einmal mehr mit je zwei Sessions zu zwei Stunden für DTM und DTM Trophy.

Dienstag, 4. Mai 2021

Testauftakt in der Lausitz: Schweizer DTM-Rookie Ellis setzt bei gemischter Witterung erste Bestzeit

  • Vor der Regenschauer: Ellis vor Juncadella und Rockenfeller
  • Offizielle Testfahrten auf dem DEKRA Lausitzring bis Donnerstag  

Schnellster am Vormittag: Philip Ellis (SUI), Mercedes, Mercedes-AMG Team WINWARD
© DTM

Der Schweizer Philip Ellis sorgte am Dienstagvormittag für die erste Bestzeit bei den dreitägigen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams WINWARD umrundete der DTM-Einsteiger die 4,570 Kilometer lange Rennstrecke südlich von Cottbus in 1:45,816 Minuten. Auf Rang zwei folgte sein spanischer Markenkollege Daniel Juncadella (GruppeM, 1:46,209), Drittschnellster war Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, 1:46,319) im Audi R8 LMS von ABT Sportsline.

Schnellster Ferrari-Pilot war Red-Bull-Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA, 1:48,961) als Sechster, Timo Glock (GER, ROWE Racing) war mit 1:50,163 auf Rang neun der bestplatzierte BMW-Pilot. Allerdings hatten die Rundenzeiten kaum Aussagekraft, da die Zeiten-Jagd bereits nach wenigen Runden durch Regen eingebremst wurde und sich die Fahrer auf Tests unter nassen Streckenbedingungen konzentrierten. Immerhin drehte DTM-Rückkehrer Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT) 49 Runden und war damit der eifrigste Pilot des Vormittags, gefolgt von seinem Teamkollegen Vincent Abril (MON) mit 46 Umrundungen.

Timo Glock (GER), BMW, ROWE Racing © DTM

Schnellster in der Nachwuchsserie DTM Trophy war Michael Schrey (GER, 1:55,440) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport, gefolgt von DTM-Esports-Champion Moritz Löhner (GER, 1:55,818) im Mercedes-AMG GT (CV Performance Group) und dem Dänen Patrik Matthiesen (1:56,020) im Aston Martin Vantage GT von PROsport Racing.

Die Testfahrten werden am Nachmittag fortgesetzt und enden am Donnerstagabend.