Freitag, 14. August 2026

EURO MOTO in Assen: Die Kathedrale des Speeds ruft

Es geht wieder los. Die EURO MOTO fährt in die nächste Runde. Im niederländischen Assen wird dieses Wochenende (14. bis 16. August) der fünfte von sieben Saison-Events ausgetragen. Jeweils zwei Rennen in drei Prädikatsklassen stehen auf dem Programm. Drei Cups runden die Agenda ab.

Der offizielle Name der Strecke ist TT Circuit Assen. Die Buchstaben TT stehen für Tourist Trophy und sind von den berühmten TT-Rennen auf der Isle of Man abgeleitet. Die Strecke wurde speziell für Motorradrennen konzipiert, hat zwölf Rechts- und sechs Linkskurven. Eine spektakuläre Kurve befindet sich vor Start-Ziel. Dazu kommt eine 1.-Gang-Kurve. Eine Runde misst 4,555 Kilometer.

In der EURO MOTO Superbike sind 15 Runden pro Rennen angesetzt. Lukas Tulovic (Ducati) führt die Wertung mit 166,5 Punkten an. Marcel Schrötter (BMW) folgt mit 122 Punkten. Markus Reiterberger (BMW) hat 105, Florian Alt (Honda) 87 und Twan Smits (Yamaha) 81 Zähler. Damit sind in den Top 5 alle Motorradmarken vertreten.

Nach dem Massencrash vor zwei Wochen in Oschersleben sind alle darin verwickelten Fahrer wieder am Start. Obwohl er sich an der Hand verletzt hat, ist auch Twan Smits am Start. Der einzige Yamaha-Fahrer im Feld will sein Heimrennen nicht verpassen. Viel Physiotherapie hat die Beweglichkeit in der Hand verbessert. An der Strecke wird er von medizinischem Personal betreut.

Siegchancen rechnet sich Markus Reiterberger aus. Bei seinem letzten Auftritt auf dem TT Circuit im Jahr 2022 gewann er beide Rennen. Der Bayer sagt: „Ich freue mich auf Assen, die Strecke liegt mir gut. Nach dem verheerenden Crash in Oschersleben hat das Team beim Aufbau eines komplett neuen Bikes ganze Arbeit geleistet und auch mit dem Set up sind wir einen Schritt weiter gekommen. Ich denke, dass wir in Assen sogar noch stärker sein können. Der Sieg ist das ganz klare Ziel. Vorbereitet habe ich mich die letzten zwei Tage mit dem Fällen von Borkenkäfer-befallenen Bäumen, das war echt ein hartes Workout.“

In der Supersport-Klasse gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Daniel Blin (Ducati) und Dirk Geiger (Yamaha). Beide trennt nur ein einziger Punkt. Wird es Geiger schaffen, nächstes Jahr als Meister in die höhere Klasse aufzusteigen? Gestern wurde bekanntgegeben, dass der 24-Jährige nach dem Saisonende 2026 in die EURO MOTO Superbike wechselt. Konkurrenz auf der Supersport-Yamaha lauert auch in Form des eigenen Teamkollegen Lennox Lehmann. Der Dresdner hat dieses Jahr noch kein Rennen gewonnen, stand aber bisher immer auf dem Podium. Das haben weder Geiger noch Blin geschafft. Im Windschatten hat sich Luca Göttlicher angesaugt (MV Agusta), der nach zwei Podiumsplatzierungen noch lange nicht fertig ist.

In der EURO MOTO Sportbike gewann Štěpán Zuda auf der Triumph Daytona 660 die letzten drei Rennen und ist seinen Verfolgern in der Gesamtwertung um 44 Punkte enteilt. Jakob Rosenthaler (Triumph) und Tobias Kitzbichler (Aprilia) haben das Titelthema jedoch nicht abgehakt. Zumal immer neue Teenager an der Spitze mitreden. In Most erhielt der 17-jährige Mika Siebdrath erstmals einen Pokal.

EURO MOTO – das ist ein Kampf um Tausendstelsekunden. Die Rennen auf dem TT Circuit sind ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans.

Der ADAC Junior Cup, der Kawasaki ZX4-RR Cup sowie der Pro Superstock Cup sorgen zusätzlich für eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. EURO MOTO in Assen – das ist nicht nur Rennsport auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Donnerstag, 13. August 2026

DTM: Bortolotti verliert Sieg vom Sonntagsrennen in Oschersleben

Neues Ergebnis Oschersleben Rennen 2

Mirko Bortolotti wird sein historischer Sieg vom Sonntagsrennen in Oscherleben aberkannt
Foto: Jens Hawrda


Für den zehnten Wertungslauf der DTM am 26. Juli 2026 in der Motorsport Arena Oschersleben gibt es nachträglich ein neues Rennergebnis. Im Anschluss an das Rennen wurden bei der technischen Nachkontrolle verschiedene Fahrzeugteile weitergehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass am erstplatzierten #63 Lamborghini Temerario GT3 des TGI Team by GRT ein Radlager verwendet wurde, das nicht der DTM-Homologation entsprach. Infolgedessen ist das Fahrzeug am 13. August von den Sportkommissaren des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) disqualifiziert worden. Alle nachfolgend platzierten Fahrzeuge rücken entsprechend auf.

Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol) wird damit im Mercedes-AMG GT3 als Sieger des Sonntagsrennens in Oschersleben gewertet. Thomas Preining (Manthey) rückt auf den zweiten Platz vor. Marco Wittmann (Schubert Motorsport) wird im BMW M4 GT3 als Drittplatzierter geführt.

Das TGI Team by GRT hat angekündigt, gegen die Entscheidung der Sportkommissare eine Berufung einzulegen.


DTM Kalender 2027 veröffentlicht

Alpen-Auftakt, Stadtspektakel und Nordsee-Action

Drei Länder, acht Rennwochenenden, 16 Meisterschaftsläufe: Die DTM hat ihren Rennkalender für das Jahr 2027 veröffentlicht und startet auf dem Red Bull Ring präsentiert von der VKB-Bank in die Saison.

Foto: Jens Hawrda

Neben dem Formel-1-Kurs in Österreich ist der niederländische Circuit Zandvoort die zweite Auslandsstation. Hinzu kommen sechs renommierte Rennstrecken in Deutschland. Das Finale wird traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ausgetragen. Zwischen Auftakt und Saisonabschluss liegen damit knapp sechs Monate voller Motorsport-Action. Sämtliche 16 Rennen werden 2027 live bei ProSieben im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Der Ticketvorverkauf für die DTM 2027 startet am 11. Oktober, dem Finaltag der diesjährigen DTM.

Vor der beeindruckenden Kulisse der steirischen Alpen beginnt vom 23. bis 25. April 2027 eine neue Jagd nach dem Titel. Nach seiner erfolgreichen Premiere als Saisonauftakt in diesem Jahr empfängt der Red Bull Ring erneut die ersten beiden Meisterschaftsläufe und verspricht Motorsport vor atemberaubender Bergkulisse. Nur zwei Wochen später gastiert die DTM vom 7. bis 9. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs bei Magdeburg sind Präzision und Konstanz besonders gefragt.

Mit dem Dekra Lausitzring steht vom 18. bis 20. Juni die nächste Herausforderung an. Anschließend wartet eines der absoluten Saison-Highlights: Der Norisring verwandelt Nürnberg vom 2. bis 4. Juli erneut in die DTM-Hauptstadt. Deutschlands einziger Stadtkurs begeistert Jahr für Jahr mit seiner einzigartigen Atmosphäre, vollen Tribünen und spektakulären Rad-an-Rad-Duellen zwischen Leitplanken und Betonmauern.

Mit dem Dekra Lausitzring steht vom 18. bis 20. Juni die nächste Herausforderung an. Anschließend wartet eines der absoluten Saison-Highlights: Der Norisring verwandelt Nürnberg vom 2. bis 4. Juli erneut in die DTM-Hauptstadt. Deutschlands einziger Stadtkurs begeistert Jahr für Jahr mit seiner einzigartigen Atmosphäre, vollen Tribünen und spektakulären Rad-an-Rad-Duellen zwischen Leitplanken und Betonmauern.

Mitten im Hochsommer zieht es die DTM vom 6. bis 8. August an die niederländische Nordseeküste. Der Circuit Zandvoort, eingebettet in die Dünenlandschaft direkt am Meer, bildet die Bühne für die Saisonrennen neun und zehn. Die entscheidende Phase im Titelkampf beginnt nur zwei Wochen später am Nürburgring. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie in der Eifel, bevor der Sachsenring vom 24. bis 26. September das letzte Kapitel vor dem Saisonhöhepunkt aufschlägt.

Wenn die DTM vom 8. bis 10. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zum Finale antritt, steht alles auf dem Spiel. Auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs fällt die Entscheidung im Titelkampf, dort werden Helden geboren und die DTM-Meister 2027 gekrönt.

"Die volle Begeisterung auf den Tribünen zeigt: Die DTM ist auf Erfolgskurs und hat eine hohe Anziehungskraft für die Besucher. In den ersten fünf Events in diesem Jahr hatten wir einen Besucherzuwachs von 13%. Diesen Schwung wollen wir mit in die Saison 2027 nehmen und setzen auf die bewährten und bei den Besuchern beliebten Austragungsorte, variieren aber die Reihenfolge. Mit acht hochkarätigen Rennwochenenden, traditionsreichen Rennstrecken und einer ausgewogenen Mischung aus nationalen Highlights und internationalen Gastspielen bieten wir Fans, Teams und Partnern erneut einen Kalender auf Top-Niveau", sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

DTM - Kalender 2027

23.04.–25.04.2027 – Red Bull Ring (A) präsentiert von VKB-Bank

07.05.–09.05.2027 – Motorsport Arena Oschersleben

18.06.–20.06.2027 – Dekra Lausitzring

07.02.–07.04.2027 – Norisring

06.08.–08.08.2027 – Zandvoort (NL)

20.08.–22.08.2027 – Nürburgring

24.09.–26.09.2027 – Sachsenring

08.10.–10.10.2027 – Hockenheimring Baden-Württemberg

Zurück in der Erfolgsspur: Emil Frey Racing peilt starke Ergebnisse beim DTM-Lauf am Nürburgring an

Thierry Vermeulen, Ferrari #69
Foto: Jens Hawrda

Für den sechsten Lauf der DTM-Saison 2026 reist Emil Frey Racing an den Nürburgring, und das Schweizer Team trägt dabei besonders gute Erinnerungen im Gepäck: Im vergangenen Jahr platzte dort der Nürburgring-Fluch und das Team feierte seinen ersten DTM-Doppelsieg. Mit Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen will Emil Frey Racing an diese starke Leistung anknüpfen. Der Nürburgring, mitten in der Eifel gelegen, ist wohl Deutschlands bekannteste Rennstrecke. Auch wenn die DTM die Kurzanbindung auf dem Grand-Prix-Kurs fährt, ist das Wochenende eines der Highlights im DTM-Kalender und verspricht in dieser entscheidenden Phase der Saison hochklassigen Motorsport vor einem leidenschaftlichen Publikum.

Die vergangenen zwei Rennwochenenden haben Emil Frey Racing vor Herausforderungen gestellt. In Oschersleben fehlte trotz starker Boxenstopps die nötige Pace, um vorne mitzufahren, während das Wochenende in Magny-Cours von Beginn an durch Balanceprobleme geprägt war. Das Team hat seitdem in der Rennwerkstatt in Safenwil die Daten gründlich analysiert und geht mit neuen Erkenntnissen an den Nürburgring. Matteo Cairoli, der zuletzt in Oschersleben seine Rückkehr an die Strecke nach acht Jahren feierte und trotz schwieriger Bedingungen kämpferisch blieb, hat am Nürburgring klare Ambitionen. Teamkollege Thierry Vermeulen will ebenfalls in beiden Rennen möglichst viele Punkte einfahren.

Gefahren wird am Nürburgring die kurze Variante der Grand-Prix-Strecke. Diese verspricht viel Action im technischen Teil der AMG-Arena, beim Anbremsen der Kurzanbindung sowie bei Überholmanövern aus dem Windschatten vor der Veedol-Schikane. Ein Kurs, der sowohl fahrerisches Können als auch präzise Fahrzeugabstimmung belohnt.

In der Teamwertung liegt Emil Frey Racing auf Platz 3 mit 160 Punkten. Der Rückstand auf das führende Winward Racing beträgt 45 Punkte. Der sechste von insgesamt acht Saisonläufen am Nürburgring bietet die nächste Möglichkeit, wieder Boden gutzumachen.

Fahrerstimmen zum kommenden Rennwochenende am Nürburgring

Matteo Cairoli (Italien)

„Ich hoffe, dass sich die Situation ab dem Nürburgring ändern wird. Ich bin nach wie vor noch sehr motiviert, da wir bereits starke Ergebnisse hatten. Ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft von Emil Frey Racing, und wir müssen nun alle am gleichen Strang ziehen, um weiter um die Meisterschaft kämpfen zu können. Sicherlich wird es nicht einfach, aber ich hoffe, wir sind wieder dort, wo wir hingehören - nämlich auf die Spitzenplätze.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Ich freue mich schon sehr auf die DTM am Nürburgring, da es sich ein bisschen wie ein Heimrennen anfühlt, da der Ring nicht weit von der holländischen Grenze liegt. Die Kurzanbindung ist immer ein spannendes Streckenlayout und es kommen immer zahlreiche Fans. Wir hatten zuletzt ein paar sehr schwierige Rennen und klar ist es etwas frustrierend. Umso wichtiger ist es nun, dass wir besonders den Mechanikern endlich mal ein gutes Ergebnis liefern, denn sie arbeiten so hart die ganze Zeit.“

Mittwoch, 12. August 2026

Euro Moto Superbike: Geiger schwenkt um und will die Belohnung

Dirk Geiger will 2027 für Yamaha Superbike fahren
Foto: Jens Hawrda

Die ersten Tests sind vollzogen und Dirk Geiger hat seine Team Apreco-Chefin Corine Brandhorst sprachlos gemacht. Er steigt in der EURO MOTO-Saison 2027 in die Superbike-Klasse auf. Der momentane Titelfavorit aus der Supersport-Kategorie tritt dann als zweiter Yamaha R1-Fahrer neben Twan Smits an.

Corine Brandhorst ist noch immer überrascht: „In meinem Drei- bis Fünfjahresplan für die Weiterentwicklung des Teams war es immer vorgesehen, irgendwann mit zwei Motorrädern in der Superbike-Klasse anzutreten. Was allerdings nicht Teil meines Plans war, war der Aufstieg von Dirk Geiger. Er und Lennox Lehmann haben sich als sehr starkes Team erwiesen und ich hätte beide gerne auch 2027 wiederzusammen in der Supersport-Klasse gesehen. Für 2028 ist der Schritt in die World Supersport-WM geplant.“

Offensichtlich bestand von mehreren Fahrern Interesse, die nächsten zwei Jahre an der Seite von Twan zu verbringen. Brandhorst erszählt: „Gemeinsam mit Yamaha haben wir eine Shortlist mit drei Fahrern erstellt, die ich anschließend mit meinem Team und unseren Fahrern besprochen habe. Als ich mich mit Dirk zusammensetzte, fragte er mich am Ende unseres Gesprächs: ‚Warum zieht ihr mich eigentlich nicht in Betracht?‘ Für einen Moment war ich sprachlos, denn Dirk hatte zuvor nie Interesse an der Superbike-Klasse gezeigt und war immer vollständig darauf fokussiert, in die World Supersport aufzusteigen.“

In den vergangenen Monaten hat Geiger die R1 GYTR mehrfach getestet und zusätzlich an zwei Läufen zur FIM Endurance World Championship teilgenommen. Yamaha jetzt einen Entwicklungsplan für beide Fahrer erarbeitet. Brandhorst umreißt das Ziel ganz klar: „Wir wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre den EURO MOTO Superbike-Titel ins Team Apreco und zu Yamaha holen.

Auch die Belohnung für den Fahrer, der diesen Titel holt, ist klar: Sobald der Titel wieder bei Yamaha ist, ist der nächste Schritt in seiner Karriere bereits gesichert.“

Dirk Geiger erklärt seinen Wechsel so: „Seit ich Twan während der Wintertests und beim ersten Rennwochenende am Sachsenring auf der R1 gesehen habe, war ich extrem beeindruckt von diesem Motorrad. Und sind wir ehrlich: Sie ist aktuell definitiv eines der coolsten Bikes im gesamten Feld!“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek