Dienstag, 28. Juli 2026

DTM: Maro Engel übernimmt DTM-Meisterschaftsführung in Oschersleben

Maro Engel übernimmt DTM-Meisterschaftsführung in Oschersleben
Foto: Copyright Mercedes-Benz Group


Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel (GER) setzte sich bereits am Samstag an die Spitze der Fahrermeisterschaft und behauptete diese auch am Sonntag.

Insgesamt 20 Fahrzeuge gingen in Oschersleben an den Start. Maro Engel startete von Platz fünf, Jules Gounon (FRA) von Platz zehn, Tom Kalender (GER) von Position 15 und Lucas Auer (AUT), der auf seiner schnellsten Qualifyingrunde von der Strecke abgekommen war, von Platz 16.

Das Sonntagsrennen mit seinen zwei Pflichtboxenstopps bot wie immer zahlreiche strategische Optionen. Vor allem Maro Engel und sein Mercedes-AMG Team RAVENOL profitierten davon. Er kam mit seinem Mercedes-AMG GT3 #80 beide Male spät an die Box. Durch einen erfolgreichen Overcut beim zweiten Boxenstopp gewann er zwei Positionen und sicherte sich Rang zwei.

Jules Gounon verbesserte sich im Rennverlauf um eine Position und kam als Neunter ins Ziel. Lucas Auer machte beim zweiten Boxenstopp die entscheidenden Positionen gut und beendete das Rennen auf Rang zwölf. Tom Kalender sah die Zielflagge auf Position 18.

Am Samstag gingen alle vier Mercedes-AMG Piloten aus den Top Ten ins Rennen: Maro Engel von Rang drei, Lucas Auer von Rang vier, Jules Gounon von Platz sechs und Tom Kalender von Position zehn.

Maro Engel gewann bereits beim Start eine Position. Durch etwas Zeitverlust beim Pflichtboxenstopp verlor er diese Position jedoch auf der Strecke an seinen Verfolger und beendete das Rennen auf Rang drei. Lucas Auer wurde Vierter. Tom Kalender fiel nach einer Penalty Lap wegen einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse um 1 km/h auf Rang 13 zurück. Jules Gounon wurde in der Startphase in ein Gerangel mit drei Fahrzeugen verwickelt.

Dabei musste er die Strecke verlassen und seinen Mercedes-AMG GT3 in Runde 27 vorzeitig abstellen.

Mercedes-AMG Motorsport führt nach dem Rennwochenende in Oschersleben alle drei DTM-Wertungen an: Maro Engel mit 145 Punkten die Fahrerwertung, das Mercedes-AMG Team Winward Racing mit 205 Punkten die Teamwertung und Mercedes-AMG mit 277 Punkten die Herstellerwertung.

Mit den beiden Rennen auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs in der Motorsport Arena hat die zweite Saisonhälfte der DTM-Saison 2026 begonnen.

Die DTM-Läufe elf und zwölf finden vom 14. – 16. August auf dem Nürburgring statt.


EURO MOTO - Die Sommerpause ist vorbei – Punktejagd in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Nach 32 Tagen Sommerpause erwacht die EURO MOTO wieder zum Leben. Vom 31. Juli bis 2. August 2026 startet die Rennserie in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saisonhälfte – und selten lag so viel Nervenkitzel in der Luft. Siege, Verletzungen, historische Erfolge und neue Geschichten sorgten in den letzten Wochen hinter den Kulissen dafür, dass das Wiedersehen in der Magdeburger Börde unter Hochspannung steht.

In der EURO MOTO Superbike reist Tabellenführer Lukas Tulovic (Ducati) mit Rückenwind an. Der Titelverteidiger nutzte die Rennpause für einen Ausflug in die Italienische Meisterschaft. In Misano fuhr er in beiden Rennen aufs Podium - im zweiten Lauf als Sieger vor der 32 Teilnehmer starken Konkurrenz. Mit einem Motorrad, das er nicht kannte. In Italien kam eine Stocksport-Variante zum Einsatz, während in der EURO MOTO die schärfere Panigale V4R ins Rennen geht. Mit ihr führt der 26-Jährige die Gesamtwertung in der EURO MOTO Superbike an. Vier Siege und ein 33-Punkte-Polster vor dem Zweiten Marcel Schrötter machen ihn gelassener als zum Saisonbeginn. „Dadurch kann ich mehr Risiko in Zweikämpfen eingehen.“ Noch lieber spricht er über die Strecke selbst: „Ich liebe den Kurs mit seinem Layout. Außerdem ist es die Strecke, auf der ich die meiste Erfahrung habe. Als Instruktor habe ich hier schon ganz, ganz, ganz viele Kilometer gesammelt.“

Schrötter gibt nicht auf

Verfolger Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) kann das nicht von sich behaupten. Der ehemalige Supersport-WM-Star erinnert sich kaum noch an seinen letzten Auftritt in Oschersleben. Für ihn sind die 3,696 km mit sieben Rechts- und sieben Linkskurven fast Neuland. Zusätzlich kämpft er mit den Folgen seines Sturzes bei den Suzuka 8 Hours. Ein gerissenes hinteres Kreuzband und Innenband im linken Knie bremsen ihn seitdem aus. Auf eine Operation möchte der Bayer zunächst verzichten. „Die Physiotherapie ist Gold wert“, sagt Schrötter. „Trotzdem lässt sich das angeschlagene Knie lässt nicht richtig abwinkeln, aber ich werde am Wochenende alles dafür tun, um den den Rückstand auf Tulo zu verkürzen.“

Vier Hersteller, ein enges Spitzenfeld

Hinter den beiden Spitzenfahrern lauern Florian Alt (Honda), Markus Reiterberger (BMW) und Twan Smits (Yamaha) auf ihre Chance. Vor allem Reiterberger kommt mit einem historischen Erfolg nach Oschersleben. Während für Schrötter in Suzuka schon vor dem Rennen das „Aus“ kam, schrieb Reiti in Japan Motorsportgeschichte: Zum ersten Mal holte eine europäische Motorradmarke einen Podestplatz bei den prestigeträchtigen „Suzuka 8 hours“. Reiti war einer der drei Fahrer im BMW Motorrad World Endurance Team.

Dass alle in der EURO MOTO Superbike beteiligten Hersteller einen Fahrer in den Top 5 der höchsten deutschen Motorradklasse platziert haben, zeigt wie ausgeglichen die höchste deutsche Straßenrennsportklasse ist.

Neue Namen drängen nach vorn

Auch in der EURO MOTO Supersport ist der Spannungsbogen garantiert. Dirk Geiger (Yamaha) reist mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf den polnischen Konkurrenten Daniel Blin (Ducati) nach Oschersleben. Nachdem Blin zuvor vier Rennen gewonnen hatte, schlug Geiger in Most eindrucksvoll zu. Von der Pole Position fuhr er nicht nur zu seinem ersten Sieg auf der neuen Yamaha YZF-R9 und übernahm die Tabellenführung, sondern bescherte dem Motorradmodell zugleich den ersten EURO-MOTO-Erfolg überhaupt. Blin rettete trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung, die er sich im Qualifying zugezogen hatte, immerhin wichtige Punkte. Schlägt er am Wochenende zurück?

Dahinter warten mit Lennox Lehmann (Yamaha), Marvin Siebdrath (Honda) und Luca de Vleeschauwer (Yamaha) weitere Podiumsanwärter. Er setzte vor der Sommerpause einen Meilenstein in der Geschichte von MV Agusta und gewann in der Hitzeschlacht von Most den ersten Podiumsplatz für die italienische Marke in der EURO MOTO überhaupt.

Zuda will die Tabellenführung zurück

Auch die kleinste EURO MOTO-Klasse ist nichts für schwache Nerven. Wenn die Triumph Daytona 660, die Aprilia RS660, die Kawasaki Ninja ZX-6R und die Yamaha YZF-R7 aufeinandertreffen, gibt es keine Verschnaufpause. Stepan Zuda und Jakob Rosenthaler teilen sich bisher die Siege. Weil Rosenthaler das letzte Rennen in Most verpasste, verlor er die Tabellenführung an den Tschechen. Die Scharte will er schnellstmöglich auswetzen.

Rennsport zum Anfassen

EURO MOTO in der Motorsport Arena – das ist ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans. Der ADAC Junior Cup, der Kawasaki ZX4-RR Cup, der Moto4 Northern Cup sowie der Twin Cup sorgen zusätzlich für eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. EURO MOTO in Oschersleben – das ist nicht nur Rennsport auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen.

Die Motor Presse Stuttgart setzt als Promoter den Anspruch, mit der EURO MOTO die attraktivste Rennserie Europas zu etablieren – mit neuen Maßstäben, frischen Impulsen und maximaler Leidenschaft für den Sport. Die EURO MOTO ist ein Schritt in die Zukunft für Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans. Die Veranstaltung in Oschersleben hat dafür alles zu bieten.

Euro Moto Superbike: Florian Alt setzt auf einen langen Atem der Honda

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR-R  # 66
Foto: Jens Hawrda

Wenn die EURO MOTO vom 31. Juli bis zum 2. August in Oschersleben in die zweite Saisonhälfte einbiegt, geht es für Florian Alt um Tausendstelsekunden. Der Superbiker vom Team Holzhauer Racing Promotion hat sich mit gleich zwei Tests auf das Wochenende vorbereitet.

Der einzige Honda-Fahrer im Feld hatte in der der sechswöchigen Sommerpause alle Hände voll zu tun. Fast eine Woche verbrachte er als Moderator für Sky den Fernsehsender Sky. Gleich zweimal rückte Alt mit dem HRP-Team in Oschersleben zum Test an – erst für zwei Tage, später noch einmal für einen weiteren.

Die Runden auf der Magdeburger Börde waren extrem wichtig, denn genau hier hatten im vergangenen Jahr vor allem die BMW-Fahrer die Messlatte hoch gelegt. Auch Lukas Tulovic war damals nicht zu schlagen. Er gewann beide Rennen auf seiner Ducati Panigale V4R. Alt holte mit den Plätzen zwei und drei das Maximum für Honda heraus.

Diesmal reist der 30-jährige Meister von 2023 mit einem besseren Gefühl an. „Ich glaube, wir sind jetzt näher dran als im letzten Jahr“, meint Alt. In den Tests wurde das Motorrad an vielen Stellen weiterentwickelt. Was genau verändert wurde, bleibt Betriebsgeheimnis. Eines bleibt ohnehin unverändert: „Wir werden wie gewohnt ganz tiefstapeln.“

Der Blick von Florian Alt richtet sich vor allem auf den Rennsonntag. Hier geht es nicht um eine spektakuläre Qualifying-Zeit, sondern das Durchhalten über die 18 Runden beziehungsweise 66,006 Kilometer in der Motorsport Arena Oschersleben. „Wenn ich an Most und Brünn zurückdenke, habe ich auf den letzten Runden richtig Meter gutmachen können. Es geht nicht darum, einmal richtig schnell zu sein – entscheidend ist, am Ende vorne dabei zu sein.“

Dass Titelverteidiger Lukas Tulovic am vergangenen Wochenende bei seinem Debüt in der Italienischen Superbike-Meisterschaft einen Sieg holte, hat Alt imponiert. „Das zeigt, wie hoch das Niveau in der EURO MOTO inzwischen ist. Tulo hat aktuell das beste Gesamtpaket.“

Das Oschersleben-Wochenende naht mit Riesenschritten. Und es wird spannend, was die Honda Fireblade abliefert, wenn die Ampel ausgeht.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Superbike: Tulovic rockt Italien – Sieg bei der Premiere

Laufsieger Lukas Tulovic hat mit 1,386 Sekunden Vorsprung seinen Einstand
in der Italienischen Meisterschaft gegeben.
Fotos: Giulio Di Natale, BMAX

Neue Meisterschaft, neues Team, neues Motorrad, neue Reifen – und trotzdem ganz vorne dabei. Lukas Tulovic hat bei seinem Debüt in der Italienischen Meisterschaft gezeigt, warum er der EURO MOTO Superbike-Champion ist. Auf den dritten Platz im spektakulären Nachtrennen folgte ein krönender Sieg im zweiten Lauf des vergangenen Wochenendes in Misano.

Für Tulovic begann das Abenteuer mit jeder Menge Unbekannten. Er startete für das italienische BMAX-Team auf einer Ducati Panigale V4S. In der EURO MOTO sitzt der 26-Jährige dagegen bei Triple M Racing Ducati Frankfurt auf der deutlich schärferen Panigale V4R. Dazu kamen statt der gewohnten Pirelli-Reifen erstmals Dunlop-Pneus. Ein komplett anderes Paket – und trotzdem war Tulovic vom ersten Training an konkurrenzfähig.

Schon im Qualifying setzte er mit dem vierten Startplatz ein Ausrufezeichen im Umfeld bekannter Namen wie Michael Ruben Rinaldi, Randy Krummenacher und Gabriele Giannini. Das erste Rennen wurde kurz vor 22 Uhr gestartet. Zuvor hatte es auch Nachttrainings gegeben. „So stelle ich mir das in der Langstrecken-WM vor“, sagte Tulovic, für den solch ein Zeitplan Neuland war. Das Rennen beendete er als Dritter. Nur Stunden später fuhr er zu seinem ersten Sieg in der Italienischen Motorrad-Straßenmeisterschaft (CIV – Campionato Italiano Velocità) und ließ 32 Konkurrenten hinter sich.

Das zeigte auch, wie hoch das sportliche Niveau in der EURO MOTO ist. Weil der der italienische Titelverteidiger Alessandro Delbianco im zweiten Rennen stürzte, war Tulovic bei seinen ersten Start in Italien mit 41 Punkten sogar der erfolgreichster Superbike-Teilnehmer des gesamten Wochenendes. „Ich bin meinem deutschen Teamchef Matthias Moser sehr dankbar, dass er mir den Einsatz genehmigt hat. Seine Zustimmung war die Voraussetzung.“ Moser platzte fast vor stolz auf seinen Fahrer.

Der erste Kampf des Wochenendes hatte jedoch nicht auf, sondern neben der Rennstrecke stattgefunden. Tulovic verbrachte in Misano mehrere Stunden mit Anmeldung, Papierkram und der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern. Die Sprachbarriere machte die Sache nicht einfacher. Nur wenige Italiener sprechen Englisch. „Mit ein paar Brocken Italienisch kam ich zumindest ein kleines bisschen weiter“, erzählte Tulo später erleichtert.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


EuroMoto Sportbike: Rosenthaler greift in Oschersleben wieder an

Jacob Rosenthaler, Triumph Daytona 660 #78
Foto: Jens Hawrda

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) wird beim kommenden Rennwochenende der EURO MOTO in Oschersleben wieder an den Start gehen. Der Österreicher hatte die vergangenenen Läufe in Most verletzungsbedingt kurzfristig absagen müssen, nachdem er sich wenige Tage zuvor im Training eine Beinverletzung zugezogen hatte.

Der Ausfall kam für den 20-Jährigen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach zwei Rennwochenenden wäre Rosenthaler als Führender der Meisterschaft nach Most gereist. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz betrug allerdings nur vier Punkte. Für ihn sprang kurzfristig der italienische WM-Pilot Bruno Ieraci ein, der im Team RT Motorsports ein starkes Debüt feierte und im zweiten Rennen nur knapp am Sieg vorbeifuhr.

Die fünfwöchige Sommerpause der EURO MOTOT kam Rosenthaler letztlich zugute. „Meine Beinverletzung ist in den letzten Wochen komplett verheilt und ich kann wieder voll angreifen“, freut sich der Österreicher auf seine Rückkehr in Oschersleben.

Auch wenn Rosenthaler seine Meisterschaftsführung in Most verlor, hielt sich der Schaden in Grenzen. Das erste Rennen wurde nach zwei Rennabbrüchen direkt nach dem Start aus Sicherheitsgründen nicht neu gestartet und nicht gewertet. Dadurch wurden keine Meisterschaftspunkte vergeben. Erst im zweiten Rennen konnten Punkte gesammelt werden.

Dort sicherte sich Lokalmatador Stepan Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auf seiner Heimstrecke den Sieg und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. Mit einem Vorsprung von 21 Punkten reist der Tscheche nun als Spitzenreiter nach in die Magdeburger Börde. Angesichts der noch insgesamt acht ausstehenden Rennen bleibt der Titelkampf in der EURO MOTO Sportbike weiterhin völlig offen.

Das vierte Saisonwochenende der EURO MOTO findet vom 31. Juli bis 2. August in Oschersleben statt.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann