Mittwoch, 4. November 2026

ADAC GT Masters: Die Teamchampions von FK Performance Motorsport

Aller guten Dinge sind drei: FK Performance Motorsport hat die Teamwertung des ADAC GT Masters gewonnen. Die Mannschaft aus Bremen hat nach zwei Vizetiteln 2026 den Sprung nach ganz oben geschafft. Mit drei BMW M4 GT3 Evo ging das Team rund um die Gründer Fabian Finck und Martin Kaemena in ihre vierte Saison im ADAC GT Masters und erzielte zudem Rang zwei in der Fahrermeisterschaft und dem Silver Cup mit Tim Zimmermann und Leyton Fourie. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch im GT3-Bereich eine Meisterschaft gewonnen haben“, erklärt Finck. „Das Gesamtpaket hat gepasst. Ob Fahrer, Ingenieure, Mechaniker oder die Menschen im Hintergrund; es lief alles nahezu fehlerfrei.“


Am zweiten Rennwochenende platzte der Knoten. Fourie und Zimmermann fuhren zum ersten Saisonsieg und ließen nur einen Tag später Platz zwei folgen. Die Freude komplett machte das Debütpodium von Fabio Rauer und Storm Gjerdrum - mit 18 Jahren, vier Monaten und 26 Tagen waren sie das drittjüngste Fahrerduo der Serien-Geschichte, das den Sprung aufs Podest geschafft hat. Fourie und Zimmermann ließen Siege am Lausitzring und Salzburgring folgen, übernahmen immer wieder die Tabellenführung und gingen mit dieser auch ins Finale. Trotz eines weiteren Podiumsplatzes – dem fünften für das Team – mussten sie sich am Ende knapp geschlagen geben. In der Teamwertung gab es mit 39 Punkten Vorsprung aber keinen Weg vorbei an FK Performance Motorsport.

Die beiden Säulen des Teams sind Freundschaft und Leidenschaft. Denn die beiden Teamgründer Finck und Kaemena sind nicht nur seit knapp 30 Jahren Freunde, sondern waren auch gemeinsam auf der Rennstrecke unterwegs. Als Fahrer starteten sie früher in der Nürburgring Langstrecken-Serie, fuhren drei bis vier Mal im Jahr mit dem Trailer zur Strecke und hatten einfach Spaß. 2013 folgte der entscheidende Schritt: Aus dem F von Finck und dem K von Kaemena formte sich FK Performance Motorsport und es entwickelte sich eine Partnerschaft, die Jahr für Jahr wuchs und Fahrt aufnahm.

Während FK Performance Motorsport zuerst nur am Nürburgring unterwegs war, kam 2020 schließlich der Einstieg in die DTM Trophy und damit in den Sprint-Bereich – mit Erfolg. Schon ein Jahr danach feierte die Mannschaft den Sieg in der Fahrerwertung gemeinsam mit dem späteren DTM-Piloten Ben Green. Seit 2023 startet das Team nun im ADAC GT Masters sowie in der ADAC GT4 Germany. Zwei Vizetitel in der Fahrer- und Teamwertung standen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC bereits zu Buche, nun ist die Teammeisterschaft dazugekommen. 

Mindestens genauso wichtig wie die reinen Ergebnisse ist für FK Performance Motorsport aber die Stimmung innerhalb der Mannschaft. „Das Team fühlt sich schon seit meinen GT4-Zeiten wie Familie an. Die Atmosphäre ist immer gut und positiv“, lobt beispielsweise Fourie. Für die Teamgründer ist das essentiell, um selbst mit Spaß in die Wochenenden zu starten und eventuell bei allen Teammitgliedern und Fahrern noch das Quäntchen mehr Leistung abrufen zu können. „Wir haben eine super Mannschaft um uns herum, die belastbar, voller Leidenschaft und Engagement ist“, freut sich Kaemena. „Unser technischer Leiter Roman Kajtov ist beispielsweise seit 2009 als Freund dabei und seit 2019 fest angestellt.“

Seit 2026 startet FK Performance Motorsport zusätzlich noch im BMW M2 Cup und bietet somit Cockpits über die gesamte Nachwuchsplattform der „Road to DTM“ an. Ziel ist, die jungen Talente länger als nur ein Jahr im Team zu behalten und sie innerhalb einer erfolgreichen Partnerschaft auf dem Weg nach oben zu begleiten. Ob in Zukunft noch eine weitere Stufe hinzukommen wird, lässt sich Finck offen: „Der Mensch ist so veranlagt, dass er immer nach mehr strebt. Was das am Ende bedeutet, wird die Zeit zeigen.“


Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 30. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Lukas Stiefelhagen – Der Rookie-Champion im Portrait

Der Pilot von ME Motorsport gab 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und erzielte vier Klassensiege in der Rookie-Wertung. Mit dem Motorsport begann er im Alter von 13 Jahren.


Der Niederländer Lukas Stiefelhagen krönte sich in der Saison 2026 zum Rookie-Champion der ADAC GT4 Germany - der Wertung für junge Rennfahrer ab Geburtsjahr 2001, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren. Der 19-jährige Pilot eines BMW M4 GT4 von ME Motorsport konnte insgesamt vier Klassensiege einfahren und hatte final 16 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „Vor der Saison haben wir uns nicht nur das Ziel gesetzt, die Serie kennenzulernen, sondern auch Rookie-Champion zu werden. Das ist erfreulicherweise gelungen und somit bin ich überglücklich“, erklärt Stiefelhagen, der sich den BMW mit Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln) teilte. „Die ADAC GT4 Germany ist auf einem extrem hohen Niveau und auch die Rookie-Wertung war richtig umkämpft. Folglich mussten wir hart um den Erfolg fighten. Auch deswegen bedeutet mir der Titel sehr viel.“

Die Saison 2026 begann für Stiefelhagen nach Maß. Beim Auftakt auf dem Red Bull Ring konnte er im Samstagsrennen gleich den Klassensieg einfahren. „Zudem kamen wir direkt auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Wenn man in eine neue Saison geht, weiß man im Vorfeld nie, wo man steht. Aber gleich soweit vorne dabei zu sein, war für alle eine kleine Überraschung“, blickt er zurück auf das Rennwochenende in Österreich. Weitere Klassensiege gab es jeweils in Rennen zwei auf dem Norisring, in Oschersleben und Hockenheim. Dazu kamen fünf weitere Top-Drei-Ergebnisse in der Rookie-Wertung.

Mit Stolz schaut Stiefelhagen noch immer auf seine beiden ganz persönlichen Saisonhighlights zurück – die Qualifikation auf dem Sachsenring und das zweite Rennen in Hockenheim. „Der Sachsenring ist sehr fordernd für die Reifen, folglich muss man es in der Quali genau auf den Punkt bringen. Wir kamen auf Platz zwei, was sowohl für mich als auch für das Team die bislang beste Platzierung war“, erläutert Stiefelhagen. „In Hockenheim lag ich lange auf der dritten Position und hatte über weite Teile des Rennens mit Gabriele Piana einen der besten GT4-Piloten der Welt im Rückspiegel. Der Zweikampf machte richtig Spaß und ich konnte vor großer Kulissen aufzeigen, was ich drauf habe.“

Stiefelhagen begann im Alter von 13 Jahren im Leihkart und konnte später auch niederländischer Kart-Champion werden. 2023 wechselte er ins Rennauto und saß im Citroen C1. 2024 und 2025 betritt Stiefelhagen den NXT Gen Cup und lernte so die DTM-Plattform kennen. Mit Erfolg: 2025 wurde er mit vielen gebrochenen Rekorden Champion. Seit 2026 ist er im GT4-Sport unterwegs.

Im Sommer begann Lukas Stiefelhagen in Utrecht ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit. Außerdem arbeitet er als Fahrer-Coach im Motorsport. Auch in seiner Freizeit dreht sich vieles um Sport, beispielsweise im Fitness-Studio ober beim Joggen. Ganz wichtig ist dem 19-Jährigen der Kontakt zu seinem Freundeskreis. „Tatsächlich ist es aber auch schwierig, mit meinen Kumpels einen Termin für gemeinsame Treffen zu finden, da ich ja so oft an der Rennstrecke bin. Aber manchmal kommen sie einfach mit“, lacht er. Eine weitere Leidenschaft ist das Klavierspielen, zu dem er über seinen Musik begeisterten Bruder gekommen ist. „Er hat zuhause sogar ein kleines Studio – und somit begann ich mit 15 Jahren auch mit dem Musizieren.“

In der Winterpause geht der Blick bei Lukas Stiefelhagen auch schon auf die Saison 2027: „Mein Plan ist es, im nächsten Jahr wieder in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Denn ich mag nicht nur die Serie, sondern auch die involvierten Teams und Fahrer. Mein Ziel sind dann so viele Podiumsplätze wie möglich. Vom Fahrertitel möchte ich nicht sprechen, um nicht zu viel Druck aufzubauen - aber natürlich würde ich mich freuen, wenn ich Champion in der Gesamtwertung werden könnte.“

Quelle: adac-motorsport.de