Montag, 21. September 2026

Dreimal Punkte aus zwei Rennen für das TGI Team by GRT an herausforderndem DTM-Wochenende auf dem Sachsenring

  • Maximilian Paul fährt beim Comeback mit Aufholjagd im zweiten Rennen in die Top-10
  • TGI Team by GRT mit Mirko Bortolotti am Samstag wieder bestplatziertes Lamborghini-Team
  • Gottfried Grasser: “Der positivste Aspekt war für uns die Rückkehr von Max.”


Die siebte von acht Veranstaltungen in der DTM-Saison 2026 fand für das TGI Team by GRT am vergangenen Wochenende vom 11. bis 13. September auf dem Sachsenring statt. Der Traditionskurs in Hohenstein-Ernstthal war für die von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Mannschaft mit dem Lamborghini Temerario GT3 abermals Neuland. Mit wechselhaftem Wetter und turbulenten Sessions boten sich Mirko Bortolotti und Rückkehrer Maximilian Paul herausfordernde Bedingungen. Die beiden Lamborghini Factory Driver schafften es mit viel Durchhaltevermögen und Kampfgeist dennoch, in den beiden Rennen dreimal Punkte zu holen, darunter zwei Top-10-Resultate. Am Samstag war das TGI Team by GRT mit Bortolotti auf Rang sieben erneut das bestplatzierte Lamborghini-Team. Im zweiten Lauf erreichte Paul bei seinem Comeback zwei Monate nach dem Unfall am Norisring den zehnten Platz im Feld der 22 DTM-Fahrer.

Das Qualifying am Samstagmorgen wurde auch bei trockenen Bedingungen zum Glücksspiel. Nach einer späten roten Flagge hatten die Piloten nur drei Minuten, um die Reifen auf Temperatur zu bringen und eine Zeit zu setzen. Mirko Bortolotti verbesserte sich dabei noch auf die neunte Position. Maximilian Paul qualifizierte sich als 18. Das erste Rennen über 55 Minuten plus eine Runde begann turbulent. Eine Kollision von vier Autos sorgte für eine Safety-Car-Phase. Maximilian Paul reagierte in der Situation richtig und fuhr auf Platz 15 vor, erlitt dabei aber dennoch eine Beschädigung am Frontsplitter. Beim darauffolgenden Restart gewann Bortolotti zwei Positionen. Im weiteren Rennverlauf setzten beide Fahrer auf einen langen ersten Stint. Bortolotti kam in Runde 17 zum Reifenwechsel und lag nach dem Overcut auf Position sieben, die er bis zur Zielflagge nach 41 Runden behauptete. Maximilian Paul hingegen musste nach 27 Runden aufgrund des Folgeschadens aus der Startrunde abstellen.

Der Sonntag ging bei wechselhaften Bedingungen über die Bühne und das Qualifying fand mit Regenreifen auf feuchter Strecke statt. Mirko Bortolotti fuhr die achtschnellste Zeit, wurde aber nach der Session wegen Unregelmäßigkeiten beim Ladedruck aus der Wertung genommen. Maximilian Paul startete erneut von Platz 18. Beim Start des zweiten Laufs war der Asphalt abermals nicht ganz trocken, aber beide Fahrer des TGI Team by GRT setzten auf Slicks. In der Startrunde überholte Bortolotti sofort sechs Konkurrenten und lag damit auf P16. Der Italiener blieb beim ersten Boxenstopp-Fenster erneut länger draußen und nahm Kurs auf die Top-10, doch ein Zeitverlust beim Pitstop in Runde elf warf ihn bis auf die 17. Position zurück. Maximilian Paul hingegen profitierte im zweiten Boxenstopp-Fenster zehn Minuten vor dem Ende und lag danach auf Position 13. Mehrere Zwischenfälle sorgten in den Schlussminuten für zwei Restarts. Der Dresdner machte beim ersten Neustart einen Platz gut, beim zweiten gleich zwei. Dadurch wurde er nach 39 Runden als Zehnter gewertet. Auf P13 holte Bortolotti ebenfalls Punkte.

Für das TGI Team by GRT stehen im Oktober die beiden letzten Veranstaltungen der Saison 2026 an. Vom 9. bis 11. Oktober findet das Finale der DTM traditionell auf dem Hockenheimring statt. Am darauffolgenden Wochenende ist in Portimão (Portugal) der Saisonabschluss im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup an der Reihe.

Stimmen der Fahrer zum Rennwochenende

Mirko Bortolotti: “Es stimmt mich zufrieden, dass wir in Bezug auf die Performance das ganze Wochenende über alles herausgeholt haben. Am Samstag haben wir mit P7 unser Potenzial voll ausgeschöpft, und das ist uns am Sonntag mit P8 im Qualifying erneut gelungen. Leider führte ein Problem am Auto bei der Leistungsabgabe zu Overboost-Spitzen, als das System zu kompensieren versuchte, was zur Disqualifikation führte. Das bedeutete, dass wir das Rennen vom Ende des Feldes aus starten mussten. Das war sehr frustrierend, denn angesichts unserer ursprünglichen Startposition und unserer Pace haben wir meiner Meinung nach am Sonntag eine echte Chance verpasst, ein weiteres starkes Ergebnis einzufahren. Dennoch können wir Zuversicht daraus schöpfen, dass wir unter allen Bedingungen das Maximum aus dem Paket herausgeholt haben.”

Maximilian Paul: “Was die Performance angeht, war es kein einfaches Wochenende, aber ich freue mich über mein Comeback. Vor allem das zweite Rennen hat mir gezeigt, dass ich nach zehn Wochen Rehabilitation in Folge meines schweren Unfalls wieder auf dem gleichen Niveau wie die anderen Lamborghini-Fahrer sein kann. Ein solches Rennen fühlt sich für mich wie ein kleiner Sieg an. Ich fühle mich wieder wohl im Auto und bin wieder ganz der Alte, was sehr gut ist. Es ist natürlich schade, dass wir keine noch bessere Platzierung erreichen konnten, aber für mich persönlich war es ein großartiges Wochenende. In jeder Session habe ich mich stetig verbessert, und genau darauf habe ich mich bei meiner Rückkehr konzentriert. Vielen Dank an das Team, dass mir die Möglichkeit gegeben hat, so schnell zurückzukommen, und ein großes Dankeschön an TGI.”

Quelle: grasser-racing.com

Euro Moto Supersport: Marcel Brenner - Schirmhalter statt Comeback

Ende Juni war der 29-jährige Schweizer Marcel Brenner im zweiten EURO MOTO-Rennen in Most schwer gestürzt. Der Ducati-Fahrer musste am zehnten Rückenwirbel operiert werden. Brenner erlitt zudem eine Lungenquetschung und ein Schleudertrauma, dessen Nachwirkungen er immer noch spürt: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Nackenverspannungen. Seine Euphorie, beim Hockenheim-Finale in die Meisterschaft zurückzukehren, ist verflogen. Brenner ist noch nicht fit. Also wird er wie auf dem Nürburgring im Grid als professioneller Schirmhalter seines Teamkollegen Daniel Blin fungieren. Er gesteht, dabei nervöser zu sein als wenn er selbst fährt. Dazu kommt, dass Blin noch Chancen auf den Titel hat.

Brenners Ausfall kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Er war gerade dabei, sich in der vorderen Hälfte der Top 10 zu etablieren. Sein Ziel, sogar in der Supersport-WM ein Comeback zu geben, bleibt jedoch unverändert bestehen. Im Automarket AF Racing Team, in dem er am liebsten an der Seite von Blin bleiben möchte, stehen für 2027 drei Optionen zur Debatte: ein größeres Supersport-Team, der Aufstieg in die EURO MOTO Superbike und der Wechsel in die WM. Spruchreif ist nichts.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Emil Frey Racing trotzt Wetterkapriolen beim DTM-Lauf am Sachsenring und bleibt im Meisterschaftskampf

Der Sachsenring war Schauplatz des vorletzten Laufs der DTM-Saison 2026, und Emil Frey Racing erlebte dabei zwei sehr unterschiedliche Renntage.

Rennen 1 – Samstag, 12. September 2026

Im Qualifying zum ersten Rennen am Sachsenring sicherte sich Matteo Cairoli im #14 Ferrari 296 GT3 den sechsten Startplatz, Teamkollege Thierry Vermeulen reihte sich dahinter im #69 Ferrari auf Position 8 ein.

Matteo Cairoli erwischte einen starken Start und schob sich bereits nach der zweiten Kurve auf Platz 3 vor. Thierry Vermeulen gewann ebenfalls Positionen und reihte sich auf Rang 7 ein. Im Kampf um die zweite Position mit Kelvin van der Linde im #3 BMW verlor Matteo Cairoli jedoch Boden und fiel nur wenige Kurven später auf Platz 5 zurück. Ein frühes Safety Car unterbrach das Renngeschehen, nachdem Bastian Buus im #29 Porsche im Kiesbett stecken geblieben war. Zu diesem Zeitpunkt lag Matteo Cairoli auf Platz 5, Thierry Vermeulen auf Rang 6. Die Renndistanz wurde auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt.

Beim Restart behauptete Matteo Cairoli seinen fünften Platz, direkt hinter Thomas Preining im #91 Porsche, den er zunehmend unter Druck setzte. Thierry Vermeulen hielt Rang 6, verlor jedoch eine Position an Maro Engel im #80 Mercedes und fiel auf Platz 7 zurück.

Als das Boxenstoppfenster öffnete, kam Thierry Vermeulen als Erster der beiden Emil Frey Racing Ferrari herein und wurde in 6,9 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli folgte eine Runde später mit einem Stopp von 6,5 Sekunden. Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse verlor der Italiener den direkten Zweikampf gegen Kelvin van der Linde im #3 BMW ganz knapp, der mit bereits aufgewärmten Reifen den Vorteil für sich nutzen konnte. Nach Abschluss der Stoppserie lag Matteo Cairoli auf Platz 7, Thierry Vermeulen auf Rang 9.

In der Folge lieferte sich Thierry Vermeulen einen starken Zweikampf mit Nicki Thiim im #7 Aston Martin. Da der Aston Martin Pilot im Meisterschaftskampf vor Matteo Cairoli liegt, war das Duell von besonderer Bedeutung. Der Niederländer verteidigte seine Position lange Zeit couragiert, doch der Däne zeigte ein beherztes Überholmanöver und drängte sich innen an Thierry Vermeulen vorbei.

In der Schlussphase geriet Matteo Cairoli zwischen zwei Feuer: Er verlor Boden auf den vor ihm platzierten Maro Engel im #80 Mercedes, während Mirko Bortolotti im #63 Lamborghini von hinten Druck ausübte. Am Ende brachte der Italiener Matteo Cairoli den #14 Ferrari als Sechster ins Ziel, Thierry Vermeulen überquerte die Ziellinie im #69 Ferrari auf dem neunten Rang.

Rennen 2 – Sonntag, 13. September 2026  

Das Qualifying zum zweiten Rennen fand bei nasser Strecke statt und verlief für Emil Frey Racing ernüchternd. Nach Strafen gegen mehrere Konkurrenten starteten Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen schlussendlich von den Plätzen 14 und 15. Der Rennstart wurde um zehn Minuten verschoben, was die Nervosität in der Startaufstellung angesichts möglicher weiterer Regenschauer zusätzlich steigerte.

Beim Start hatten die beiden Emil Frey Racing Piloten unterschiedliche Reifenstrategien gewählt: Thierry Vermeulen auf Regenreifen, Matteo Cairoli auf Slicks. Thierry Vermeulen arbeitete sich innerhalb der ersten Runde bis auf Platz 3 vor, während Matteo Cairoli nach einer Berührung einen Schreckmoment erlebte. Der #14 Ferrari-Fahrer fiel kurzzeitig weit zurück, kämpfte sich auf seinen Slicks jedoch bis auf Rang 7 nach vorne.

Als die Strecke abtrocknete, verloren Thierry Vermeulens Regenreifen an Wirkung. Daher war der Niederländer einer der Ersten an der Box und wurde in starken 5,9 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli folgte kurz darauf mit 6,4 Sekunden und kehrte als Erster der bereits gestoppten Fahrer auf die Strecke zurück. Was folgte, war eine beeindruckende Aufholjagd: Matteo Cairoli setzte in Runde 11 die schnellste Rennrunde, holte sich Platz 3 von Ricardo Feller im #90 Porsche und nahm Kurs auf Thomas Preining im #91 Porsche. Nach den ersten Boxenstopps lagen Matteo Cairoli auf Platz 4 und Thierry Vermeulen auf Rang 7.

Beim zweiten Stopp wurde Thierry Vermeulen in 6,7 Sekunden abgefertigt, Matteo Cairoli in 7,7 Sekunden. Mit noch knapp zehn Minuten Rennzeit sorgte ein Unfall zwischen Nicki Thiim im #7 Aston Martin und Jules Gounon im #48 Mercedes für eine Safety-Car-Phase. Ein mutiger Überholversuch von Matteo Cairoli auf Thomas Preining scheiterte knapp und kostete ihn eine Position. Ein weiterer Dreher von Kelvin van der Linde löste das nächste Safety Car aus, ehe das Rennen in einem hochdramatischen letzten Umlauf zu Ende ging. Matteo Cairoli verteidigte Rang 4 gegen Maro Engel im #80 Mercedes und kam mit dem #14 Ferrari als Vierter über die Ziellinie. Thierry Vermeulen beendete das Rennen auf Rang 7.

Fahrerstimmen zum Rennwochenende

Matteo Cairoli (Italien)

„Am Ende war es doch noch ein positives Wochenende. Wir sammelten Punkte, was immer gut ist, aber es ist auch schade, dass wir das Podium nicht schafften. Mit nur noch zwei Runden bis zum Rennende war es nicht das ideale Szenario, aber ich war wohl zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Aber wenn man bedenkt, wo wir starteten, bin ich ganz zufrieden. Wir haben noch zwei Rennen und ich würde gerne das Podium in beiden Rennen in Hockenheim schaffen. Wir werden bis zur allerletzten Runde kämpfen.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Sachsenring war ein schwieriges Wochenende. Im ersten Rennen kämpften wir etwas mit der Balance und ich fühlte mich nicht wohl mit dem Auto. Das Qualifying für das zweite Rennen war auch nicht gut, aber das Rennen danach war wirklich sehr spannend. Es war sicherlich nicht perfekt von meiner Seite aus, aber ich versuchte das Maximum herauszuholen und aus dem ganzen Chaos herauszubleiben. Leider verloren wir noch eine Position am Ende, aber wir holten Punkte und ich habe wieder viel gelernt – diese Rennen sind sehr wichtig für meine Lernkurve. Jetzt hoffen wir noch auf ein Podium in Hockenheim und sind gespannt, was wir noch erreichen können.“

Mittwoch, 16. September 2026

Euro Moto Superbike: Yamaha muss in Hockenheim Drehzahl senken

Yamaha muss zum Saisonfinale in Hockenheim die Drehzahl reduzieren
Foto: Jens Hawrda

Nach den EURO MOTO Superbike-Rennen auf dem Nürburgring ist der dritte Performance-Checkpint der Saison erreicht. Ziel dieser Bewertung ist die fortlaufende Beobachtung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Hersteller. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Arbeit der Safety/Technical/Sporting Commission, kurz CSTS.

Die Auswertung bringt für das große Hockenheim-Finale zwei konkrete Konsequenzen: Yamaha muss die maximale Drehzahl reduzieren, Honda erhält dagegen die Freigabe für die Verwendung des Kit-Nockenwellensets.

Der Performance Checkpoint wird gemäß des Technischen Reglements der EURO MOTO Superbike durchgeführt. Grundlage ist jeweils das bestplatzierte Motorrad jeder Marke pro Rennen bei trockenen Bedingungen.

Performance Points im Vergleich

Nach jeweils vier Rennen werden die Performance Points im Rahmen eines Performance Checkpoints analysiert. Dadurch ergeben sich in einer Saison in der Regel drei Checkpoints. Zeigt ein Hersteller eine Überperformance durch einen Vorsprung von mindestens neun Performance Points, werden durch die CSTS entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Bei Motorradmodellen, die bereits mit Concession Parts unterwegs sind, können diese aberkannt und/oder die Drehzahl reduziert werden. Bei Motorradmodellen ohne verfügbare Concession Parts kann die Drehzahl reduziert werden. Der Umfang der Maßnahmen richtet sich dabei nach dem Ausmaß der festgestellten Überperformance.

Auch am anderen Ende des Performance-Feldes gibt es eine Regelung: Motorradmodelle, die zum Performance Checkpoint mindestens 24 Performance Points hinter dem Motorradmodell mit den meisten Performance Points liegen, können nach Analyse durch die CSTS Concession Parts zur Verwendung zugesprochen bekommen.

Yamaha muss runter, Honda darf nachlegen

­Yamaha weist nach den Nürburgring-Rennen einen Vorsprung von 10 Performance Points auf. Honda liegt dagegen 24 Performance Points zurück. Damit ist das Tätigwerden der CSTS in Bezug auf die Performance-Faktoren erforderlich.

Für das Hockenheim-Finale vom 25. bis 27. September gelten deshalb folgende Anpassungen:

Für die Motorräder der Marke Yamaha wird eine maximale zulässige Drehzahl von 14.500 Umdrehungen/Minute festgelegt. Das sind 300 Umdrehungen weniger als bisher genutzt. Für Honda wird die Verwendung des Kit-Nockenwellensets freigegeben. Die Spezifikation des Sets ist in der aktuellen Version der Eligible Parts List definiert.

Damit geht es beim großen EURO MOTO-Finale nicht nur um die Titelvergabe, sondern auch um die nächste Runde im technischen Wettbewerb der Hersteller.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Dienstag, 15. September 2026

Schubert Motorsport triumphiert doppelt – Wittmann bleibt im DTM-Titelrennen

Marco Wittmann, BMW #11, am Samstag Sieg, am Sonntag von Platz 16 auf Platz 6 gefahren
Foto: Jens Hawrda

Ein Wochenende mit zwei Gesichtern liegt hinter Schubert Motorsport. Am Samstag feierte die Mannschaft sowohl in der DTM am Sachsenring als auch in der Nürburgring Langstrecken-Serie auf der Nordschleife einen Sieg. Marco Wittmann machte damit einen großen Schritt im DTM-Titelkampf. Am Sonntag musste das Team dagegen in beiden Rennserien Rückschläge hinnehmen.

Der Samstag hätte für Schubert Motorsport kaum erfolgreicher verlaufen können. Am Sachsenring sicherte sich Marco Wittmann zunächst die Poleposition und verwandelte diese anschließend in einen starken Sieg. Mit der maximalen Ausbeute machte der BMW-Werksfahrer wichtige Punkte im Kampf um die DTM-Meisterschaft gut und hält seine Titelchancen vor dem Saisonfinale am Hockenheimring weiter offen. Auch Kelvin van der Linde zeigte ein starkes Rennen. Mit Platz vier verpasste er das Podium nur knapp und komplettierte damit ein überzeugendes Mannschaftsergebnis.

Fast zeitgleich gab es auch auf der Nürburgring-Nordschleife Grund zum Feiern. Schubert Motorsport gewann den achten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Für Jordan Pepper war es der erste NLS-Einsatz für das Team – und direkt ein Einstand mit Gesamtsieg. Damit gelangen Schubert Motorsport am Samstag innerhalb weniger Stunden Siege in zwei unterschiedlichen Rennserien.

Am Sonntag zeigte sich ein anderes Bild. Nach einem schwierigen Qualifying am Sachsenring gingen Wittmann von Startplatz 16 und van der Linde von Position sieben in das zweite DTM-Rennen. Während sich van der Linde schnell in der Spitzengruppe etablierte, arbeitete sich Wittmann aus dem hinteren Teil des Feldes kontinuierlich nach vorne.

Für van der Linde endete das Rennen nach einer unverschuldeten Kollision mit Maro Engel vorzeitig. Wittmann setzte seine Aufholjagd dagegen fort und überquerte die Ziellinie auf einem starken sechsten Platz. Damit sammelte er nach seinem Sieg am Vortag weitere wichtige Zähler für die Meisterschaft.

Auch beim neunten NLS-Lauf blieb Schubert Motorsport am Sonntag ohne zählbares Ergebnis. Der Yokohama BMW M4 GT3 EVO geriet auf eine Ölspur, rutschte von der Strecke und wurde bei dem anschließenden Unfall so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens nicht möglich war.

Torsten Schubert, Teamchef Schubert Motorsport: „Der Samstag war für uns wirklich außergewöhnlich – gerade am Sachsenring, der unserem BMW von seiner Charakteristik eigentlich nicht unbedingt entgegenkommt. Marco hat mit der Poleposition und dem Sieg eine starke Leistung gezeigt und ist weiterhin voll im Rennen um den Titel. Auch Kelvin war am Samstag mit Platz vier sehr stark unterwegs. Umso mehr tut es mir für ihn leid, dass er am Sonntag nach dem unverschuldeten Unfall das Rennen nicht beenden konnte. Zwei Siege an einem Tag in zwei verschiedenen Rennserien zu feiern, ist für unser gesamtes Team etwas ganz Besonderes. Jetzt richtet sich unser Blick auf Hockenheim. Marco hat weiterhin die Chance auf die Meisterschaft und wir freuen uns auf ein spannendes Finale.“

Für Schubert Motorsport endet damit ein ereignisreiches Doppelwochenende mit einem sportlich herausragenden Samstag und einem Sonntag, der die Mannschaft auf beiden Strecken forderte. In der DTM ist die wichtigste Entscheidung jedoch noch nicht gefallen.