Dienstag, 17. März 2026

Superbike: Max Kofler sucht noch ein Team für 2026

Maximilian Kofler in 2025 auf einer Yamaha R1 #73
Foto: Jens Hawrda

Nach zwei Jahren in der Superbike-Klasse liegt der Wettkampfbetrieb bei Maximilian Kofler auf Eis. Das Familienteam ist mit seinem jüngeren Bruder Andreas, dem zweifachen Supersport-Champion, in die Weltmeisterschaft gezogen. Ein Hintertürchen hat sich Max jedoch aufgelassen.

„Ich war auch mit anderen Teams in Kontakt und wäre schon gerne in der EURO MOTO Superbike gestartet“, erzählt der 25-jährige Österreicher und gibt zu: „es hat sich aber nichts ergeben. Es war auch eine Budgetfrage.“

Als einer von Yamahas vier Superbike-Neulingen hatte Max Kofler 2024 den Wechsel von der Supersport-WM ins damalige IDM Superbike-Fahrerlager gewagt. Im ersten Jahr gelang ihm der zehnte Platz in der Gesamtwertung. 2025 verabschiedete er sich als Zwölfter. Immer im eigenen Team Yamalube Motorsport Kofler, dem auch Andy Kofler angehört, der als zweifacher Supersport-Meister nun ebenso die Chance auf den WM-Einstieg genutzt hat, wie sie einst der „Große“ hatte.

„Es ist absolut fair, dass unser Team mit ihm gegangen ist, und ich werde ihn bestmöglich unterstützen.“ Max Kofler wird seinen vier Jahre jüngeren Bruder so oft wie möglich als Assistent begleiten. „Was ich da machen muss?“ Kofler lacht. „Den Helm zum Service bringen, mich um die Lederkombi kümmern, Termine machen und dafür sorgen, dass der Andy an dem Zeitpunkt dort ist, wo er sein soll. Ich werde ihm alles abnehmen, damit sein Kopf frei fürs Fahren ist. Er soll sich auf nichts anderes konzentrieren.“

Max Kofler wird 2026 ebenfalls weiter am Kabel ziehen, nur nicht fix in einer Meisterschaft. „Wenn sich aus der EURO MOTO Superbike jemand meldet und einen Ersatzfahrer braucht, bin ich aber sofort zur Stelle.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Aston Martin kehrt mit Comtoyou in das ADAC GT Masters zurück

  • Comtoyou Racing setzt einen Aston Martin Vantage GT3 ein
  • Nachwuchstalente Jamie Day und Baudouin Detout steuern den Aston Martin
  • Comtoyou Racing visiert langfristiges Nachwuchsteam im Sinne der „Road-to-DTM“ an

Im Vorjahr war Comtoyou Racing mit Aston Martin bereits in der DTM unterwegs
Foto: Jens Hawrda

Neuzugang im ADAC GT Masters: Das belgische Team Comtoyou Racing wird ab der Saison 2026 einen Aston Martin Vantage GT3 einsetzen. Gefahren wird der Supersportwagen der britischen Kultmarke Aston Martin von Jamie Day (20/GBR) und Baudouin Detout (25/FRA). Am Red Bull Ring können die Fans den Aston Martin Vantage GT3 beim Saisonstart des ADAC GT Masters vom 24. bis 26. April erstmals live sehen. Tickets für den Saisonauftakt des ADAC GT Masters im Rahmen der DTM in Österreich sind unter dtm.com ab 49 Euro verfügbar.

Comtoyou Racing ist bereits seit 2025 in der DTM aktiv und startet nun auch im ADAC GT Masters durch. Ziel ist die Erschaffung eines Juniorteams im Sinne der „Road-to-DTM“, in dem Nachwuchspiloten die Möglichkeit bekommen sollen, sich zum ganzheitlichen Rennfahrer zu entwickeln und für den Aufstieg in die DTM zu beweisen. Gleiches gilt auch für junge und talentierte Mechaniker und Ingenieure, die im ADAC GT Masters ihre Fähigkeiten demonstrieren und sich so für eine Stelle im DTM-Team qualifizieren können.

Jamie Day ist kein Rookie mehr im ADAC GT Masters. Der Brite mit Wohnsitz in Dubai trat bereits 2024 als Gaststarter in Spa-Francorchamps an. Im gleichen Jahr überzeugte er als Sieger der Aston Martin Racing Academy. In der abgelaufenen Saison war er schon mit Comtoyou Racing unterwegs und sammelte in verschiedenen Rennserien Erfahrung und erste Erfolge.

Teamkollege Baudouin Detout feiert 2026 sein Debüt im ADAC GT Masters. Der Franzose startete seine Karriere im Motocross und wechselte danach in den nationalen und schließlich europäischen GT-Sport. In der Vergangenheit teilten sich die beiden Youngster bereits das Cockpit. „Ich freue mich sehr darauf, im ADAC GT Masters an der Seite von Jamie Day zu fahren, den ich gut kenne“, sagt Detout. „Er ist ein talentierter und erfahrener Fahrer und ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Duo bilden werden, um Comtoyou Racing und AMR in dieser echten Talentschmiede für die DTM zu vertreten.“

Mit den beiden Talenten verfolgt Comtoyou Racing-Teamchef François Verbist die Strategie, jungen Fahrern mit großem Potenzial den Einstieg in den GT3-Sport zu ermöglichen und sie für den Aufstieg in andere Rennserien vorzubereiten. Diese war in der Vergangenheit bereits erfolgreich und soll nun auch im DTM-Umfeld gelingen. „Im ADAC GT Masters wird Jamie die vielen Strecken kennenlernen, die auch im DTM-Kalender stehen, während Baudouin sich an das höhere Tempo der GT3-Kategorie gewöhnen wird, an der Seite eines erstklassigen Referenz-Teamkollegen“, sagt Verbist. „Wir bereiten die Zukunft vor, indem wir auf die Loyalität unserer Fahrer setzen und ihnen die besten Entwicklungsmöglichkeiten in einem großartigen Teamumfeld bieten.“


Sonntag, 15. März 2026

Sportbike: Rick Kooistra peilt die Sportbike-Spitze an

Rick Kooistra feierte in der vergangenen Saison einige Podestplätze.
Doch der erste Sieg blieb bisher noch aus.
Das soll sich in der nächsten Saison in der EURO MOTO ändern.
Foto: Dino Eisele

Gerade dreht Rick Kooistra in Spanien seine Runden auf der Rennstrecke. Bei den ersten Testtagen bereitet sich der Niederländer intensiv auf die neue Saison für die Sportbike-Klasse in der neuen EURO MOTO vor – mit klaren Zielen vor Augen.

Der 24-Jährige hatte im vergangenen Jahr Eindruck hinterlassen: In seiner ersten IDM-Saison überhaupt beendete er das Debütjahr der Sportbike-Kategorie mit einem hauchdünnen Vorsprung auf den Deutschen Justin Hänse auf Rang drei der Gesamtwertung. Ein starkes Ergebnis für den Fahrer aus Assen, dessen Aufwärtstrend sich ab Mitte der Saison abzeichnete.

Geht der Niederländer also wieder an den Start – diesmal für EURO MOTO?

Die Antwort ist eindeutig: „Ja, auf jeden Fall. Denn in diesem Jahr ist wesentlich mehr für uns zu holen“, sagt Kooistra, dessen Markenzeichen auf der Strecke längst bekannt ist: der weiße Helm zur orangefarbenen Lederkombi. Mit dem Ergebnis seines ersten IDM-Jahres zeigt sich der Niederländer zwar zufrieden, gleichzeitig weiß er, dass sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft ist. „Das erste Jahr war natürlich stark von Trial and Error geprägt. Alles war neu für uns, wir mussten uns und das Bike erst einmal finden“, erklärt Kooistra. „Gegen Ende der Saison konnten wir sagen, dass wir langsam richtig im Sattel sitzen. Aber da waren eben schon die meisten Rennen gefahren.“ Bemerkenswert dabei: Kooistra brachte seine Triumph in jedem einzelnen Rennen ins Ziel.

Für die kommende Saison ist die Zielsetzung nun deutlich formuliert: Der Blick geht nach vorne und auf den Sieg. Die Basisarbeit aus dem Debütjahr ist getan, nun soll das Paket aus Fahrer, Motorrad und Team weiterentwickelt werden und in die Feinarbeit gehen. Allerdings nicht mehr als Ein-Fahrer-Team: Bei den Tests in Spanien präsentierte sich auch das Team Pearle Gebben Racing erstmals mit zwei Fahrern. Neben Rick Kooistra wird künftig mit Julian van Kalkeren ein weiterer Niederländer an den Start gehen.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Mittwoch, 11. März 2026

ADAC GT4 Germany: Neuzugang KRT Racing aus Schweden setzt auf Ginetta

  • Mit Alexzander Kristiansson/Erik Bertilsson stehen beide Piloten bereits fest
  • Ginetta G56 GT4 Evo erstmals in ADAC GT4 Germany unterwegs
  • Rennstall feiert 2026 das Debüt in der Serie

Alexzander Kristiansson (re.) und Erik Bertilsson geben ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany
Foto: KRT Racing

Neues Team, neues Auto und neue Fahrer: Die ADAC GT4 Germany wird in der Saison 2026 noch bunter. Mit KRT Racing steigt erstmals überhaupt ein Rennstall aus Schweden in die Serie ein. Eingesetzt wird eine Ginetta G56 GT4 Evo. Das britische Modell gibt ebenfalls das Debüt im GT4-Championat des ADAC. Am Steuer wechseln sich Alexzander Kristiansson (25/SWE) und Erik Bertilsson (24/SWE) ab. „Mit dem Aufstieg in die ADAC GT4 Germany machen wir den Schritt auf die internationale Bühne und wollen das Programm in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Denn die ADAC GT4 Germany ist eine hochkarätige und sehr wettbewerbsfähige Rennserie“, erklärt Alexzander Kristiansson, der nicht nur Pilot, sondern auch Teammanager ist.

Kristiansson sammelte bereits 2025 erste Erfahrungen im ADAC Motorsport. „Ich fuhr letztes Jahr im Prototype Cup Germany und die Events auf der DTM-Plattform waren wirklich klasse“, erklärt er. „Die Reichweite, die wir dort erzielen können, ist sehr wichtig. Es sind viele Zuschauer vor Ort und das Interesse ist extrem groß. Somit konnten wir gute Pakete für unsere Sponsoren schnüren und haben uns für ein Engagement in der ADAC GT4 Germany entschieden.“ Der 25-Jährige begann seine Rennfahrer-Karriere 2020 im schwedischen Ginetta Markenpokal. 2024 krönte er sich dort zum Champion. Teamkollege Erik Bertilsson gewann 2025 den Titel. „Erik gehört eigentlich fast schon zur Familie und ist ein guter Freund. Nun wollen wir gemeinsam in der ADAC GT4 Germany angreifen“, so Kristiansson. „Natürlich kennen wir noch nicht alle Strecken. Aber im Verlauf der Saison möchten wir in die Top Fünf vorstoßen.“

Durch den so erfolgreichen Einsatz im heimischen Ginetta Markenpokal lag die Entscheidung zur G56 GT4 Evo des britischen Herstellers nahe. „Wir haben ein gutes Verhältnis mit Ginetta. Im europäischen, britischen und französischen GT4-Championat hat sich das Fahrzeug als sehr konkurrenzfähig erwiesen. Als wir Ginetta bezüglich eines Einsatzes in der ADAC GT4 Germany ansprachen, waren sie sofort begeistert“, so Kristiansson.

KRT Racing geht 2026 in seine sechste Saison im Motorsport und ist ein echter Familien-Rennstall. „Teambesitzer ist mein Vater“, klärt Alexzander Kristiansson auf. Die Mannschaft hat ihr Einsatzfahrzug bereits erhalten und technisch auf die ADAC GT4 Germany vorbereitet. Ein erster kurzer Shakedown fand bei kalten Außentemperaturen in Schweden statt. Aktuell ist das Team zu Testfahrten auf dem Hockenheimring unterwegs. „Mit rund 16 Grad Celsius und Sonnenschein ist Hockenheim die perfekte Gelegenheit, um uns an die G56 GT4 Evo zu gewöhnen und uns als Team auf die Saison einzuschwören. Wir können den Saisonauftakt Ende April auf dem Red Bull Ring schon gar nicht mehr abwarten“, ist Kristiansson hoch motiviert.


Montag, 9. März 2026

EURO MOTO: Die Jagd auf den Titel beginnt

Foto: Jens Hawrda

Der Startschuss für die Premierensaison der EURO MOTO ist gefallen: Ab sofort können sich Teams und Fahrer in der EURO MOTO für die Klassen Superbike, Sportbike und Supersport registrieren.

Mit der neuen Marke EURO MOTO entwickelt die Motor Presse Stuttgart (MPS) die erfolgreiche Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) konsequent weiter, um dem europäischen Rundstreckenrennsport eine noch attraktivere Plattform auf internationalem Top-Level zu bieten.

Mit der Eröffnung des Anmeldeportals präzisiert die MPS die Rahmenbedingungen für die bevorstehende Saison. Aufgrund lizenzrechtlicher Beschränkungen auf europäischer Ebene wird die Motor Presse Stuttgart in der Saison 2026 für die Klassen Superbike, Sportbike und Supersport kein offizielles Europameisterschafts-Prädikat verleihen. Der prestigeträchtige Titel, um den die Piloten im Rahmen der EURO MOTO kämpfen, lautet unverändert „Internationaler Deutscher Motorradmeister“.

Die Motor Presse bedauert nach monatelangen Vorbereitungen diese formale Beschränkung. Ungeachtet dessen bleibt die MPS ihrem Ziel verpflichtet, mit der EURO MOTO für Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans neue Maßstäbe als attraktivste Motorrad-Rennserie Europas zu setzen.

Das erste Rennwochenende rückt bereits in greifbare Nähe. In zwei Monaten, vom 08. bis 10. Mai 2026, startet die EURO MOTO auf dem Sachsenring in die Saison. Der Kalender umfasst insgesamt sieben Stationen auf traditionsreichen Kursen wie Assen, Most, Oschersleben, dem Nürburgring und dem Hockenheimring sowie der neu hinzugekommenen WM-Strecke in Brünn.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek