Montag, 25. Oktober 2021

Lamborghini siegt erneut in Hockenheim

 Tabellenführer geraten vor dem Finale unter Druck

  •     Rolf Ineichen/Franck Perera gewinnen Sonntagsrennen
  •     Vorsprung der Tabellenführer Feller/Mies vor Finale auf vier Punkte geschmolzen
  •     Verfolger machen Boden im Titelkampf gut

Das schweizerisch-französische Duo holt den zweiten Lamborghini-Sieg des Wochenendes
Foto: ADAC-Motorsport

Die Titelentscheidung in der Deutschen GT-Meisterschaft fällt beim Finale: Der Meisterschaftskampf spitzte sich beim vorletzten Wochenende in Hockenheim vor gut gefüllten Tribünen weiter zu, die Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) geraten unter Druck. Im Audi belegten sie im Sonntagsrennen Rang sieben, während ihre engsten Verfolger Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT) im Mercedes-AMG mit Rang drei ihren Rückstand auf nur vier Punkte reduzierten. Beim Finale vom 5. bis 7. November auf dem Nürburgring haben noch 13 Fahrer Titelchancen. Der Sieg im Sonntagsrennen ging wie am Vortag an Lamborghini, diesmal waren es Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team), die vor den Tabellenvierten Mercedes-AMG-Piloten Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) siegten. „Das war ein perfekter Tag für uns, aber auch ein großartiges Wochenende für das GRT Grasser Racing Team und für Lamborghini“, so der ehemalige Formel-1-Testfahrer Perera. „In einer so hart umkämpften Rennserie zu gewinnen ist immer etwas Besonderes.

Starker Perera bleibt vorn

Nachdem Franck Perera bereits im Zeittraining das Tempo bestimmte, war der Franzose auch in der ersten Rennhälfte eine Klasse für sich. Ihm gelang ein optimaler Start, danach setzte er sich dank Toprundenzeiten – darunter auch der schnellsten Rennrunde – stetig von seinen Verfolgern ab. Fast sechs Sekunden betrug sein Vorsprung, als er in Runde 19 den Lamborghini Huracán GT3 Evo an Partner Rolf Ineichen übergab. Der Schweizer brachte den italienischen Sportwagen danach souverän als Sieger ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende noch 2,615 Sekunden. Für das Duo Ineichen/Perera war es der erste Saisonsieg, für Lamborghini und das GRT Grasser Racing Team der zweite Triumph des Wochenendes. Ineichen gewann damit wie am Vortag die Pirelli-Trophy-Wertung.

Hinter den Siegern brachten sich die Mercedes-AMG-Titelkandidaten in Stellung. Über das ganze Rennen kämpften Raffaele Marciello/Maximilian Buhk mit ihren Sternkollegen, den Tabellenzweiten Luca Stolz/Maro Engel, um Platz zwei, den sie jedoch bis ins Ziel verteidigten. Lange Zeit sorgten Igor Waliłko (24/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) für einen Mercedes-AMG-Dreikampf um das Podium, doch nachdem Waliłko nach den Boxenstopps kurz auf Platz zwei lag, fiel er in der Schlussphase noch hinter den bestplatzierten Porsche von Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard) auf Rang fünf zurück. Dennoch entschied Waliłko damit die Pirelli-Junior-Wertung für sich.

Auch auf den folgenden Positionen waren die Titelkandidaten in spannende Positionskämpfe verwickelt. Im Dreikampf um Platz sechs setzte sich das Porsche-Duo Dylan Pereira (24/L) und Joel Eriksson (23/S, beide Küs Team Bernhard) knapp gegen die Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) durch, die sich im besten Audi R8 LMS mit Platz sieben zufriedengeben mussten. Direkt dahinter folgten die Dritten der Gesamtwertung, Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet (27/F) und Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance). In der Tabelle liegt das Porsche-Duo vor dem Finale 17 Punkte zurück.

Mit Rang neun fuhren Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern) beim Heimspiel von Callaway Competition mit ihrer Corvette C7 GT3-R in die Top Ten, dahinter sahen als Zehnte David Jahn (30/Leipzig) und Jannes Fittje (22/Langenhain) im Porsche 911 GT3 R des Team Joos Sportwagentechnik die Zielflagge.

Stimmen der Sieger

Franck Perera: „Das Rennen war nicht leicht, der Start war sehr entscheidend. Ich habe versucht, so weit wie möglich von den Verfolgern davonzuziehen, was mir gelungen ist. Denn das Auto hat heute wirklich gut funktioniert. Rolf hat auch einen tollen Job gemacht und den Sieg sicher nach Hause gebracht. Die Saison war bisher nicht die einfachste für das Team, umso mehr freue ich mich über das Ergebnis heute.“

Rolf Ineichen: „Hockenheim liegt mir schon seit meinen Porsche-Carrera-Cup-Zeiten und ich habe hier auch schon sehr, sehr viel getestet. Unser Auto hat ein sehr gutes Paket, welches vor allem hier optimal funktioniert. Ich wusste, dass meine Rennhälfte dem Team sehr viel bedeutet, wir mussten dieses Jahr immer wieder Rückschläge hinnehmen, deshalb war es sehr wichtig, diesen Erfolg ins Ziel zu bringen. Der Druck nach dem Qualifying war auch sehr groß, Franck hat mir aber ein gutes Auto mit soliden Reifen übergeben und ich konnte uns den Sieg ohne große Fehler sichern. Schwierig waren die Lichtverhältnisse durch die tief stehende Sonne, in manchen Kurven konnte man gar nicht sehen, wo man hinfährt.“

Sonntag, 24. Oktober 2021

Sturm/König holen in Hockenheim ersten Porsche-Saisonsieg

Vettel verpasst Podium knapp

  • Joel Sturm und Paul-Aurel König gewinnen Sonntagsrennen in Hockenheim
  • Aston Martin-Duo Ben Dörr und Nico Hantke erstmals auf dem Podium
  • Fabian Vettel fährt mit Lukas Schreier im Porsche mit Space Drive auf Platz vier

Siegerauto: Der Porsche 718 Cayman GT4 von Joel Sturm und Paul-Aurel König
Foto: ADAC-Motorsport

Joel Sturm (19/Brühl) und Serienneuling Paul-Aurel König (17/Hameln, beide Team Allied-Racing) gewannen in souveräner Manier Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg und holten den ersten Saisonsieg von Porsche. Im spektakulären und stark besetzten Feld von 32 Sportwagen sicherten sich Ben Dörr (16/Butzbach) und Nico Hantke (17/Hürth, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4 mit Platz zwei ihr bestes Saisonergebnis. Das Podium komplettierten Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing) in einem weiteren Porsche. In der Meisterschaft spitzt sich der Zweikampf zwischen dem BMW M4 GT4-Duo Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sowie Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (19/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG derweil immer weiter zu. Das lässt ein spannendes Rennwochenende vom 5. bis 7. November auf dem Nürburgring erwarten. „Die Freude ist unendlich groß. Es ist schön, meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany einfahren zu können. Darüber bin ich sehr glücklich“, jubelte Sturm nach seinem Debütsieg in der Serie.

Mann des Starts war zunächst Markenkollege Lefterov. Der Bulgare konnte mit ordentlich Schwung von Startplatz sieben direkt auf die zweite Position vorfahren und Druck auf Pole-Setter Antoine Potty (18/BEL, Ring Racing) im Toyota GR Supra GT4 machen. Mit Erfolg: Noch in der ersten Runde holte sich Lefterov die Führung. Auch Joel Sturm ging direkt am Supra GT4 vorbei und übernahm Platz zwei. Zum Führungstrio gesellte sich auch Aston Martin-Pilot Ben Dörr. Diese vier Fahrzeuge von drei Marken boten den Zuschauern auf den auch am Sonntag gut gefüllten Tribünen im weiteren Rennverlauf sehenswerten Motorsport. Nach sechs Rennminuten schnappte sich Sturm dann die Spitze von Lefterov und setzte sich daraufhin vom Rest des Feldes ab. Wenig später ging Dörr am drittplatzierten Potty vorbei. „Der Kampf mit dem Porsche vor mir machte richtig Spaß. Ich habe gesehen, dass er im letzten Sektor nicht wirklich stark war. Dann kam ich sehr gut aus der letzten Kurve raus, habe mich neben ihn gesetzt und konnte vorbeifahren. Danach war es relativ einfach, davon zu ziehen und einen Vorsprung aufzubauen“, erläuterte Sturm.

Der Porsche-Pilot lag bereits über fünf Sekunden in Front, als die Rennleitung eine Safety-Car-Phase zur Bergung des Mercedes-AMG GT4 von Marvin Dienst (24/Lampertheim, W&S Motorsport) ausrief. Beim Restart behielt Sturm sicher die Führung. Dörr machte weiter Boden gut und überholte auch den zweitplatzierten Lefterov. Die ersten drei Plätze blieben bis zur Phase der Boxenstopps bestehen. Paul-Aurel König, der in Hockenheim zum ersten Mal in der ADAC GT4 Germany unterwegs war, übernahm den führenden Porsche von Sturm und konnte sich in der zweiten Rennhälfte an der Spitze behaupten. Final fuhr er mit einem Vorsprung von 8,880 Sekunden den Sieg ein. „Ich kann das Ergebnis immer noch nicht glauben. Ich habe erst vor rund zwei Wochen erfahren, dass ich hier dabei sein werde. Mein Job war es, einfach nur sicher zu fahren, keine Fehler zu machen und vorne zu bleiben. Das ist mir gelungen. Der Sieg wird jetzt gefeiert“, bilanzierte König.

Nico Hantke, der den Aston Martin von Ben Dörr übernommen hatte, sah als Zweiter die Zielflagge. Das Duo sicherte sich so den Triumph in der Junior-Wertung. Lefterovs Teamkollege Stefan Bostandjiev beendete das Rennen auf Platz drei, was gleichzeitig das beste Saisonergebnis für Overdrive Racing darstellte. Rang vier ging an Fabian Vettel (22/Augsburg) und Lukas Schreier (26/Leipzig, beide W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche. Der jüngere Bruder von Sebastian Vettel debütierte in Hockenheim in der ADAC GT4 Germany.

Nach einer Strafe wegen einer zu kurzen Mindestdauer beim Boxenstopp kamen Toyota-Pilot Potty und Teamkollege Nico Verdonck (35/BEL) auf Platz fünf vor John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4 sowie Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) in einem weiteren Aston Martin. Mit Platz acht konnten die Tabellenzweiten Jan Marschalkowski/Théo Nouet den Rückstand auf die Leader Michael Schrey und Gabriele Piana in der Gesamtwertung auf 21 Punkte verkleinern, da diese auf Position elf einliefen.

Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (21/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin sowie die Vortagessieger Leo Pichler (19/AUT) und Leon Wassertheurer (19/Stuttgart, beide Razoon - more than Racing) im KTM X-Bow GT4 komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an das Porsche-Duo Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing).

Weitere Stimmen zum Rennen:

Ben Dörr – Platz zwei im Aston Martin: „Das Ergebnis ist natürlich super. Für uns ging es in dieser Saison zunächst etwas auf und ab. Jetzt sind wir aber auf einem sehr guten Weg. Am Start habe ich zunächst eine Position verloren. Doch ich konnte schnell bis auf Platz drei vorfahren. Nach dem Re-Start habe ich mir dann auch noch den Zweiten geschnappt. Ich bin heute richtig glücklich.“

Nico Hantke – Platz zwei im Aston Martin: „Das Rennen hat mega Spaß gemacht. Ich habe davon profitiert, dass Ben einen Vorsprung für mich herausgefahren hat. Dann musste ich das Auto nur noch sicher nach Hause fahren. Meine Pace war aber dennoch gut. Heute lief es einfach perfekt.“

Hyundai-Pilot Engstler sichert sich bei Scalvini-Sieg vorzeitig die Meisterschaft

  • Dem 21-Jährigen reicht ein vierter Platz zum Titel
  • Grenzenloser Jubel über den Teamtitel beim Hyundai Team Engstler
  • Nico Gruber wird Champion der Honda Junior Challenge

Luca Engstler jubelt über vorzeitigen Titelgewinn
Foto: ADAC-Motorsport

Riesiger Jubel bei Luca Engstler: Der 21-Jährige hat sich vorzeitig den Titel in der ADAC TCR Germany gesichert. Im Hyundai i30 N TCR belegte der Wiggensbacher im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring den vierten Platz, der genügte, um die Meisterschaft zu entscheiden. Zu einem solch frühen Zeitpunkt war das noch keinem Champion der ADAC TCR Germany gelungen. Zudem sicherte sich Nico Gruber (20, Österreich, Hyundai Team Engstler) die Meisterschaft in der Honda Junior Challenge, und das Hyundai Team Engstler machte den Gewinn der Teamwertung perfekt. Engstler-Fahrer Roland Hertner (62, Heilbronn) stand schon zuvor als Sieger der Trophy-Wertung fest.

„Ich bin super happy, dass ich den Titel einfahren habe. Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren, das kommt wahrscheinlich im Laufe des Tages und des Abends. Mein großer Dank gilt dem Team, das einen überragenden Job gemacht und mir immer ein perfektes Auto gegeben hat“, jubelte Engstler, der beim Saisonfinale (5. bis 7. November) auf dem Nürburgring nicht mehr abzufangen ist. Den Sieg im Sonntagsrennen sicherte sich Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición TCR, der von der Pole Position aus ins Rennen gegangen war.

„Dieser Erfolg bedeutet mir eine Menge, wir haben diesen Sieg gebraucht und uns für einen sehr starken Sonntag belohnt. Ich bin sehr dankbar, in der ADAC TCR Germany zu starten, alles ist sehr lehrreich für mich, und wenn es dann so gut klappt wie heute, bin ich umso glücklicher. Meinen großen Glückwunsch auch an Luca Engstler“, sagte Scalvini, für den es der bereits vierte Saisonsieg war.

Auf Platz zwei folgte Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der in seinem Honda Civic TCR jetzt alles daranlegen wird, die Saison auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung zu beenden. Das Podium komplettiert Dominiks jüngerer Bruder Marcel Fugel (21, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der das Rennen im Honda auf dem dritten Platz beendete. Dahinter folgt der Hyundai i30 N TCR von Engstler. Auf Platz fünf beendet Gaststarter Sergio Lopez Bolotin (Venezuela, RC2 Junior Team) im Cupra Leon Competición das zweite Rennen an diesem Wochenende.

„Es war von Anfang an ein schweres Wochenende“, bewertete Dominik Fugel die Rennen auf dem Hockenheimring und fügte hinzu: „Jetzt aber mit Platz zwei und Platz drei nach Hause zu fahren, ist aber letztendlich zufriedenstellend, auch wenn wir die Meisterschaft leider verloren haben. Luca hat einen fehlerfreien Job gemacht und ist ein superschneller Fahrer, das ist der Grund, weshalb er die Meisterschaft schon heute entscheiden konnte.“

Den Start entschied Engstler eigentlich für sich, an Scalvini vorbei kam der 21-Jährige jedoch nicht. Sein Überholmanöver missling und er verlor in den ersten Runden einige Plätze. Auf der Einfahrt in die Parabolika fand sich Engstler schon nur noch auf Platz zehn wieder. Allerdings gelang es dem TCR-Champion 2021 schon eine Runde später, wieder auf Rang vier vorzufahren. Ein wirkliches Duell mit Marcel Fugel auf Platz drei, lieferte sich Engstler nie, da er zu jeder Zeit wusste, dass sein vierter Platz ihm zur Meisterschaft reichen würde.

Trotz einer Safety-Car-Phase in der siebten Runde, ausgelöst durch eine Kollision von Ruben Fernandez Gil (43, Spanien, RC2 Junior Team) im Cupra Leon Competición und Honda-Pilot Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing), änderte sich an den vorderen Rängen nichts mehr. Nach 16 Runden sah Scalvini die schwarz-weiß-karierte Flagge nach einem souveränen Rennen als Erster.

Als bester der Honda-Junior-Challenge beendete Nico Gruber (20, Österreich, Hyundai Team Engstler) im Hyundai das Rennen. Der Österreicher hatte sich an diesem Wochenende den Titel in der Honda Junior Challenge gesichert, ebenso wie das Hyundai Team Engstler nun in der Teamwertung uneinholbar in Führung liegt. Bester Fahrer der Trophy-Wertung war Peter Gross (51, Österreich, Wimmer Werk Motorsport) im Audi RS3 LMS TCR.

Weiter geht es mit der ADAC TCR Germany beim Saisonfinale auf dem Nürburgring. Vom 5. bis zum 7. November kämpfen die Fahrer um die letzten Punkte der Saison. Auch die Rennen Nummer 13 und 14 werden den Zuschauern noch einmal viel Spannung bieten.

Perera holt Pole fürs Sonntagsrennen

Und wieder Lamborghini: Frank Perera holt Pole fürs Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Lamborghini-Werkspilot Franck Perera fuhr im Sonntagszeittraining in Hockenheim zum ersten Mal in dieser Saison auf die Pole-Position.

Bereits in den vorangegangenen Qualifyings war Perera nah am besten Startplatz: Drei Mal hintereinander ging er zuletzt von Startplatz zwei ins Rennen. Nun holte er sich mit einer Zeit von 1.37,696 Minuten seinen ersten Pirelli Pole Position Award und drei Bonuspunkte für die Meisterschaft.

„Das Niveau in dieser Meisterschaft ist so hoch, alles muss passen, um hier erfolgreich zu sein. Deswegen bin ich sehr glücklich, Schnellster geworden zu sein“, so Perera, der sich im Huracán GT3 Evo mit Rolf Ineichen abwechselt. „Ich war zuletzt dreimal dicht dran, aber wusste, dass ich es hier schaffen kann. Durch die gelben Flaggen war es nicht einfach, die Reifen zu managen. Aber mir ist eine gute Runde gelungen. Es ist wichtig, den Sieg einzufahren und Lamborghini im Titelkampf zu unterstützen.“

0,099 Sekunden langsamer als Perera war auf Rang zwei BMW-Werksfahrer Nick Yelloly, der sich im Schubert-M6 GT3 mit Jesse Krohn abwechselt. Als beste Titelkandidaten fuhren Raffaele Marciello und Maximilian Buhk im Mercedes-AMG GT3 Evo des Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR auf Platz drei. Buhks beste Runde war 1.38,066 Minuten. Lokalmatador Dennis Marschall holte für sich und Partner Kim-Luis Schramm Startplatz vier. Seine beste Rundenzeit: 1.38,149 Minuten. Dahinter platzierte sich auf Platz fünf mit Dries Vanthoor (Team WRT, 1.38,216 Min.) ein weiterer Audi-Sport-Pilot. Der Belgier wechselt sich im Fahrzeug mit der Nummer 32 mit Charles Weerts ab.

Während die Tabellenzweiten Maro Engel/Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Toksport WRT von Platz sechs ins 60-minütige Rennen gehen, qualifizierten sich die Tabellenführer Christopher Mies/Ricardo Feller im Land-Audi als Elfte.

Quelle: adac-motorsport.de

Stimmen nach dem ersten Rennen auf dem Hockenheimring

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Samstagsrennen des sechsten Saisonlaufs der Deutschen GT-Meisterschaft.

Mirko Bortolotti - Pole und Sieg am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 1: „Es fühlt sich gut an, endlich gewonnen zu haben. Wir haben lange darauf gewartet. Wir waren davor immer knapp dran, heute hat zum Glück alles gepasst und wir konnten die Poleposition in den Sieg umwandeln. Ich danke meinem Team für die gute Vorbereitung. Marco hat heute auch einen super Job gemacht und die Führung hervorragend verteidigt. Die letzten 20 Minuten waren nochmal sehr spannend, ich wusste aber dass mein Teamkollege alles tun wird, um den Sieg nach Hause zu fahren. Das war ein perfekter Tag für uns.“

Marco Mapelli (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 1: „Mirko und das Team haben den Sieg verdient und insgesamt möglich gemacht, ich freue mich sehr hier dabei zu sein. Er hat mir das Auto in einer perfekten Position übergeben und ich konnte den Sieg für uns sicher nach Hause fahren. Die letzten 20 Minuten waren nochmal intensiv, es lag wirklich viel Pickup auf der Strecke während der Safety Car-Zeit. Ich habe mich aber dann auf den Restart fokussiert und konnte die Lücke nach Hinten solide verwalten.“

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 2: „Der Restart nach dem Safety-Car war durch den ganzen Pickup auf den Reifen für das ganze Feld ein schwieriges Unterfangen. Marco hat seine Position gut verteidigt, wir haben es ein zwei Mal probiert, aber es hat heute leider nicht geklappt. In der letzten Runde habe ich nochmal einen Angriff gewagt, wir fahren aber um die Meisterschaft und machen deswegen keine Harakiri-Aktion. Platz 2 heute ist ein wirklich gutes Ergebnis.“

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 2: „Der Lamborghini ist am Anfang schnell weggezogen, unser Start war aber trotzdem eigentlich ganz gut. In Turn 1 habe ich einen leichten Schlag bekommen, ich weiß gar nicht woher, wir haben dann leider etwas Zeit verloren. Im Laufe des Rennens konnten wir etwas auf Mirko aufschließen, für eine Attacke hat es leider nicht gereicht. In den letzten 20 Minuten wurde ich noch mal etwas nervöser, Chris hat aber alles entspannt und sauber nach Hause gefahren. Ich bin glücklich mit dem Ergebnis.“

Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: „Das Rennen war etwas schwierig heute, obwohl wir Dritter wurden. Eigentlich hatte ich einen guten Start, ich habe versucht an dem Audi vorbeizukommen, aber leider ist nicht alles nach Plan gelaufen. Danach habe ich so hart gepusht wie ich konnte, wir hatten ein gutes Auto heute, mehr als Platz drei war aber leider nicht drin. Als die Vorderen sich etwas absetzten, habe ich versucht, meine Reifen zu verwalten. Das Ergebnis war okay, Michael hat aber einen Großteil der Arbeit gemacht heute.“

Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: „Am Anfang hatte ich einen leichten Vorsprung auf den Hintermann und konnte etwas auf den Vordermann aufschließen. Unsere Pace war ganz solide heute. Während des Safety-Cars ist das Feld nochmal zusammengerückt und danach bei der Restarts wurde es nochmal turbulent. Glücklicherweise bin ich ganz gut durch gekommen. Wir hatten etwas zu kämpfen mit dem Auto, für morgen können wir aber optimistisch sein.“

Rolf Ineichen: (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), Gesamtplatz 6 und Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: „Im Qualifying habe ich leider keine freie Runde erwischt und hatte immer Verkehr. Deswegen mussten wir von Platz 20 starten. Beim Start bin ich gut durchgekommen und bin dann auf Platz 13 in die Box gekommen. Leider war der Stopp etwas zu kurz und wir mussten eine Penalty Lap absolvieren. Franck Perera hat dann alles richtig gemacht. Er war geduldig und hat von den Fehlern der anderen profitiert und sich auf Platz sechs vorgearbeitet. Damit können wir zufrieden sein. Wir sind natürlich doppelt happy, da die 63 von der Pole-Position einen Start-Ziel-Sieg eingefahren hat. Das ist gut für das Team. Jetzt schauen wir, dass es morgen so weitergeht.”

Thomas Preining (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 12: „Vom Auto und von der Pace her hatten wir ganz sicher das Potenzial, um zu attackieren und aufs Podium zu fahren. Es tut mir leid fürs Team, dass das heute nichts geworden ist Aber wenn ich noch einmal in der Situation wäre, in der es mich gedreht hat, würde ich wieder genauso handeln. Es gehört halt immer auch ein bisschen Glück dazu, heute war es leider nicht auf unserer Seite. Aber wir haben so ein gutes Team, alle arbeiten super zusammen und das Auto ist sauschnell. Von daher mache ich mir keine Sorgen, dass wir morgen nicht noch einmal die Chance bekommen.“

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), Gesamtrang 21: „Es war ein gutes Rennen, das Auto lief sehr gut, ich konnte mich nach dem Stopp problemlos von Maro lösen. Die Safety-Car-Phase wollte ich natürlich nutzen, und ich denke, es hätte auch klappen können. Nach dem ersten Restart wäre ich allerdings gerne etwas unbeschadeter durch das Chaos gekommen. Bei der Sache mit Vanthoor konnte ich nicht viel machen. Wenn du bei 220 so dicht hinter dem Vordermann bist und der dann überraschend früh bremst, kann so etwas eben passieren. Obwohl Dries sich bei den Sportkommissaren sehr fair verhalten hat, haben sie mich bestraft mit der Begründung, sie müssen nicht nur den Hergang ahnden, sondern auch die Konsequenzen. Und der Audi konnte halt nicht weiterfahren. Im Titelkampf ist das natürlich ein herber Rückschlag, auch wenn noch 84 Punkte zu vergeben sind. Ab jetzt zählen vor allem die Einzelergebnisse. Aufgegeben wird jedenfalls erst, wenn sich kein Rad mehr dreht.“

Dylan Pereira (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Ausfall: „Der Start war okay, ich habe mich aus allem herausgehalten, die anderen haben richtig reingehalten, sind sehr aggressiv gefahren. Dabei habe ich ein bisschen Boden verloren, aber das war okay. Dann ist mir einer einfach in die Kiste gefahren, ich konnte nichts machen.“

Quelle: adac-motorsport.de