Stepan Zuda ist der neue Champion der EURO MOTO Sportbike. Im letzten Rennen der Saison reichte dem Tschechen Rang drei, um den Titel endgültig einzutüten. Den Sieg holte sich erneut Ruben Bijman vor Gaststarter Daniel Mogeda. Gerade einmal 0,004 Sekunden trennten Mogeda und Zuda im Ziel. Tobias Kitzbichler wurde Vierter und sicherte sich damit Rang drei in der Gesamtwertung.
Zuda (Freudenberg Paligo Racing) erwischte zunächst den besten Start, wusste aber genau, dass er an diesem Sonntag nicht mit dem Kopf durch die Wand musste. Während Bijman (Freudenberg RORA PALIGO Racing) die Spitze übernahm und sofort die Pace hochhielt, fuhr der Meisterschaftsführende zunächst zurückhaltender. Für Bijman war die Ausgangslage einfacher. Er hatte nichts zu verlieren und musste All-in gehen. Zuda dagegen musste vor allem ins Ziel kommen.
Hinter Bijman mischten zunächst Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) und Daniel Mogeda (RT Motorsports Honda) kräftig mit. Das Feld lag eng zusammen und Zuda fiel zwischenzeitlich bis auf Rang sechs zurück. Zur Rennmitte fand er jedoch wieder seinen Rhythmus. „Am Anfang des Rennens habe ich erst einmal geschaut, wie sich die Gruppe verhält und wollte nichts überstürzen. Nach und nach habe ich meinen Rhythmus gefunden, konnte meine Pace wieder aufnehmen und mich schließlich aus der Gruppe lösen. Danach hat sich das Rennen für mich fast wie ein Märchen angefühlt“, erklärte Zuda.
Bijman macht den Doppelsieg perfekt
Vorne ließ Bijman nichts mehr anbrennen. Der Niederländer bestimmte das Tempo und gewann nach 13 Runden mit 2,506 Sekunden Vorsprung. Nach seinem Sieg am Samstag machte er damit den Doppelsieg in Hockenheim perfekt.
Gerade in der zweiten Saisonhälfte zeigte Bijman eine starke Form und machte auch beim Finale fahrerisch noch einmal den Unterschied. Für den Titel reichte es am Ende trotzdem nicht. „Vor allem nach der Sommerpause habe ich meinen Flow gefunden und konnte zeigen, was möglich ist. Stepan hat aber einen großartigen Job gemacht und über die gesamte Saison kaum Fehler gemacht. Ich bin sehr glücklich für diese Saison und freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr“, sagte Bijman.
Die schnellste Runde des Rennens ging allerdings an den neuen Champion. Zuda fuhr in Runde acht eine 1:31,441 Minuten. Bijmans schnellste Runde lag bei 1:31,546 Minuten.
Fotofinish um Platz zwei
Hinter Bijman wurde es auf den letzten Metern noch einmal richtig eng. Mogeda schnappte sich Zuda kurz vor dem Ziel und rettete Rang zwei mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,004 Sekunden über die Linie. Für den Spanier war es der gelungene Abschluss seines Testwochenendes auf der Honda CBR600RR. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende und mit dem Test auf der Honda. Es hat viel Spaß gemacht, hier zu fahren und Erfahrungen mit dem Motorrad zu sammeln. Ich bedanke mich bei meinem Team mich für die Möglichkeit, hier fahren zu dürfen“, sagte Mogeda.
Kitzbichler verpasste nach seinem Podium am Samstag als Vierter diesmal knapp die Top Drei. Dafür beendet der Österreicher eine starke Saison als Dritter der Gesamtwertung.
Mika Siebdrath (Freudenberg Paligo Racing) hatte bei seinem ersten Rennwochenende auf dem Hockenheimring einen schwierigeren Sonntag. Nach den ersten Runden konnte er die Pace der Spitzengruppe nicht mehr mitgehen und beendete das Rennen schließlich auf Rang sieben.
Zuda krönt seine Saison
Für Zuda war Platz drei am Ende mehr als genug. Nach einer Saison, in der er zwischenzeitlich auch mit einer Handverletzung zu kämpfen hatte, krönte er sich in Hockenheim zum EURO MOTO Sportbike Champion 2026. „Die gesamte Saison war großartig. Auch meine Handverletzung hat uns nicht davon abgehalten stetig wirklich stark zu sein. Ich blicke sehr dankbar auf dieses Jahr zurück und möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben.“
Damit endet die Sportbike Saison 2026 mit Zuda als Champion, Bijman als seinem stärksten Verfolger und Kitzbichler auf Gesamtrang drei.
EURO MOTO Sportbike, Race 2
- Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
- Daniel MOGEDA (#G88/ESP), Honda CBR600RR
- Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
- Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
- Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
- Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
- Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
- Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
- Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
- Kyano SCHOO (#G26/NLD), Yamaha YZF R7
- Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
- Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
- Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
- Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
- Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
- Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660
- Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


