Samstag, 13. August 2022

Marcus Reiterberger holt Pole in Assen

Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Markus Reiterberger hatte im Qualifying der IDM Superbike die Pole im Visier und am Meisterschaftsführenden ging auch kein Weg vorbei. Seine schnellste Rundenzeit: 1:38,776 Minuten. Der Bayer vom BCC-alpha-Racing-Van Zon-BMW-Team blieb als Einziger unter der 1:38 min-Grenze. Zweitschnellster in den beiden Qualifyings war Florian Alt mit einem Rückstand von nur 0,161 Sekunde.

„Ein Fliegenschiss“ wurde gesagt, aber die gute Zeit nutzt dem 26-jährigen Wilbers-BMW-Piloten nichts. Er wird morgen nicht aus der ersten Reihe, sondern in beiden Rennen von ganz hinten starten. Grund ist, dass das Team den vierten Motor in dieser Saison einsetzt. Maximal drei sind laut Reglement vorgesehen. Alt wird deswegen nicht weniger am Kabel ziehen. Von BMW wurde eine neue Elektronik geliefert, die teilweise ein- und wieder ausgebaut wird. Es geht in Etappen vorwärts. „Wir testen hier, um für die letzten beiden Veranstaltungen gerüstet zu sein. Alt hätte sich das Wochenende zwar anders gewünscht, aber es bleibt eine Herausforderung für ihn. „Es liegt eine Aufgabe vor mir und ich kann nicht sagen, dass ich keinen Bock darauf habe. Es ist ja auch eine Show für die Fans.“ Der heimliche Wunsch ist es, vom letzten Startplatz aus in Richtung Podium zu fahren.

Da Alt seinen eigentlichen Startplatz nicht einnehmen wird, rutscht das ganze Fahrerfeld eine Position nach vorn. Somit steht Rob Hartog auf der zweiten Stelle. Der Niederländer ließ auf seiner Heimstrecke nichts anbrennen und das war abzusehen. In der IDM Supersport hatte der Niederländer 2018 in Assen gewonnen, doch dass er auch in seiner Rookie-Saison auf der Superbike-Yamaha des SWPN-Teams so auftrumpft, war doch überraschend.

Loris Baz, der WM Superbiker aus dem Bonovo Action Team, wird morgen als Dritter aus der ersten Startreihe losfahren. Er weiß, worauf er sich eingelassen hat, glaubt Teammanager Michael Galinski, „aber mit einem Motorrad, das direkt aus der Transportkiste kommt, kann man gar nicht mehr erwarten. Ich finde es super, dass sich Loris überhaupt dazu bereit erklärt hat, mit dem Team hierher zu kommen.“ Markus Reiterberger kennt den Franzosen und ordnet ihn auf dem gleichen fahrerischen Level wie sich selbst ein. Die zweite Startreihe besiedeln Pepijn Bijsterbosch (BCC-alpha-Van Zon-BMW), Jeroen Hilster (RR Socia Racing Team) und Leandro Mercado (HRP Honda). Der Argentinier fuhr seine beste Quali-Runde in der zweiten Session und das Team muss an der Front der Fireblade noch etwas finden, was die Honda noch schneller macht

Max Schmid, das 19-jährige Nesthäkchen der IDM Superbike, eröffnet auf dem TT Circuit die dritte Startreihe. Ganz ohne die Kollegen Vladimir Leonov und Daniel Kartheininger an Bord, geht ihm jetzt doch teilweise die Düse, da er auf keine Stützen zurückgreifen kann. Doch das hat den Junior vom Hertrampf MO Yamaha Racing Team auch nach vorn getrieben.

IDM Superbike, Qualifying:

1. Markus REITERBERGER (DEU), BMW

2. Florian ALT (DEU), BMW

3. Rob HARTOG (NLD), Yamaha

4. Loris BAZ (FRAU), BMW

5. Pepijn BIJSTERBOSCH (NLD), BMW

6. Jeroen HILSTER (NLD), BMW

7. MERCADO (ARG), Honda

8. Max SCHMIDT (DEU), Yamaha

9. Leon LANGSTÄDTLER (DEU), BMW

10.Philipp STEINMAYR (AUT), BMW 

Quelle: www.idm.de

Florian Alt mit Handicap in Assen

Florian Alt # 66
Foto: Jens Hawrda

Es ist der erste Tag bei der IDM-Runde auf dem TT Circuit in Assen und Florian Alt weiß jetzt schon: Egal, wie gut seine Zeiten im freien Training und im Qualifying sein werden, er wird auf der Wilbers-BMW in den beiden IDM Superbike-Rennen am Sonntag vom letzten Startplatz losfahren. So sieht es das Reglement vor.

Grund dafür ist, dass der momentane Gesamt-Zweiter in der Königsklasse in Assen den vierten statt der drei grundsätzlich erlaubten Motoren einsetzt. Weil Alt im bisherigen Verlauf das Pech an den Fersen geklebt hatte, sind drei bereits verschlissen beziehungsweise nicht in optimaler Verfassung. Zuletzt in Schleiz rückte der 26-Jährige mit dem noch funktionsfähigen, aber zugleich auch schwächsten Antrieb aus der vorhandenen Kollektion aus. Auf den Geraden fuhr ihm der Meisterschaftsführende Markus Reiterberger unübersehbar davon.

So soll es nicht weitergehen. Deshalb kommt in Assen der nächste Motor in der Wilbers-BMW zum Einsatz, weshalb Florian Alt in den sauren Apfel beißen und von ganz hinten starten muss. Im freien Training wird der Antrieb eingefahren. Für die Rennen am Sonntag gibt es trotz der ungünstigen Ausgangslage nur ein Ziel: „Podium.“

Quelle: www.idm.de

IDM Superbike Assen: Puffe verletzt sich im Training und fällt aus

Julian Puffe
Foto: Jens Hawrda

Das GERT56-Team ist stark dezimiert. Nachdem Toni Finsterbusch in Schleiz verunglückte, erwischte es in Assen jetzt Julian Puffe. Der IDM-Dritte hatte im ersten Freien Training einen Highsider und verletzte sich am rechten Fuß. Der 26-Jährige wurde mit dem Krankenwagen ins „Ziekenhuis Wilhelmina“ von Assen gebracht. „Die Röntgenaufnahmen haben gezeigt, dass Julians Fuß mehrfach gebrochen ist“, berichtet Teamchef Karsten Wolf nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Puffe wird morgen operiert.

„Unsere Superbike-Abteilung ist momentan außer Gefecht. Nach Julians Sturz ist natürlich auch der Auftritt auf dem Red Bull Ring in drei Wochen in Gefahr“, sieht Wolf und meint: „Dabei sollte es unser großes Jahr werden. Zumindest war das nach unserem Einstieg in der letzten Saison der Plan.“

Toni Finsterbusch hatte den Sturz seines Teamkollegen im zweiten Sektor der fünften Runde von zu Hause aus per Livetiming vom Sofa aus verfolgt und gleich nachgehakt. Er selbst ist seit anderthalb Wochen aus dem Krankenhaus gekommen und pflegt seinen in Schleiz erlittenen Beckenbruch. „Ich habe eine 4,5 x 90 mm lange Schraube reingekriegt.“ Das Becken hatte sich zu Beginn auch noch verschoben und musste wieder ausgerichtet werden. Finsterbusch läuft aber bereits mit Gehhilfen, wobei eine davon speziell geformt ist, denn der 29-jährige Krostitzer hat aktuell auch noch eine Schiene an der ebenfalls gebrochenen rechten Hand.

Für GERT56 muss jetzt Jan Schmidt das Wochenende richten. Er fährt für das Team im Pro Superstock Cup.

Quelle: www.idm.de

Freitag, 12. August 2022

Family & Friends Festival: Motorsportspektakel und Erlebniswelten für die ganze Familie

  • Einmalig günstige Eintrittspreise ab 5 Euro im Vorverkauf unter adac.de/motorsport
  • Faszinierende Erlebniswelten warten auf die Besucher am DEKRA Lausitzring
  • Vier spektakuläre Rennserien starten im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft

Foto: Jens Hawrda


Das ADAC GT Masters präsentiert beim Gastspiel auf dem DEKRA Lausitzring am 20. und 21. August gemeinsam mit DEKRA eine Welt voller Erlebnisse für die ganze Familie. Neben spektakulärem Motorsport erwartet die Besucher beim Family & Friends Festival eine einzigartige Mischung aus Technik-Highlights, Spaß, Shows, Präsentationen und ein Blick hinter die Kulissen des DEKRA Lausitzring. Spannende Erlebniswelten können auf dem gesamten Gelände erkundet werden und sind über einen Shuttle-Service schnell und bequem erreichbar. Auch Musikfans kommen auf ihre Kosten. Am Samstagabend tritt das deutsche DJ-Duo „Gestört aber geil“ auf und sorgt für ordentlich Stimmung. Tickets sind an diesem Wochenende für einmalig günstige Preise bereits ab 5 Euro online unter adac.de/motorsport zu haben. Für Kinder unter 16 Jahren ist das abwechslungsreiche Event in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei.

Für den Nachwuchs hat das Family & Friends Festival spannende Aktivitäten zu bieten. Fahrradparcours, Drohnenflugschule, Kinderschminken, Karussells und ein Hüpfburgen-Land lassen die Herzen der kleinen Fans in der Kinder-Welt höherschlagen. Die Erwachsenen können unter anderem in der Motor-Welt aktuelle Fahrzeugmodelle ausprobieren und das Erlebnis Steilkurve im Test-Oval selbst erfahren sowie in der Offroad-Welt das Abenteuer abseits der Straße mit auf einem großen Geländeparcours erleben. Naturbegeisterte finden in der Outdoor-Welt alles, um die grenzenlose Freiheit genießen zu können.

Die DEKRA- und ADAC-Welt bildet das gesamte Portfolio der Sachverständigen-Organisation und des Mobilitätsclubs ab. Vor Ort können die Besucher einen Hubschrauber der ADAC Luftrettung in Augenschein nehmen, im Verkehrslabor werden in Fahrsimulationen unterschiedliche Gefahrensituationen durchgespielt. Dazu gibt es exklusive Einblicke hinter die ansonst verschlossenen Türen des DEKRA Lausitzring, seinen Prüflaboren und Testeinrichtungen. In der ADAC MX Academy können Kinder ab sechs Jahren auf elektrischen Motorrädern erste Erfahrungen im Motocrosssport machen. In speziell umgebauten E-Karts haben Heranwachsende beim Inklusionsprojekt „United in Dreams“ die Möglichkeit, an Rennen im E-Kart-Slalom teilzunehmen.

Motorsport-Fans können sich auf die Rennen neun und zehn der Deutschen GT-Meisterschaft freuen und erleben darüber hinaus weitere attraktive Rennserien. Der Prototype Cup Germany geht erstmals in dieser Saison im Rahmen des ADAC GT Masters mit Le-Mans-Prototypen an den Start. Junge Nachwuchspiloten kämpfen in der ADAC Formel 4 um Punkte, packende Tourenwagenaction liefern die Teilnehmer der ADAC TCR Germany auf dem 3,478 Kilometer langen Kurs ab. Auch die Piloten des Porsche Carrera Cup Deutschland geben auf dem DEKRA Lausitzring Gas. Eine spektakuläre Driftchallenge rundet das vielfältige Programm ab.


DTM-Trophy-Talent Theo Oeverhaus absolviert Gaststart in der DTM

  • DTM: 17-jähriger Theo Oeverhaus geht am Nürburgring an den Start
  • Dreier-Team: Oeverhaus wird Kollege von Muth und Wittmann bei Walkenhorst Motorsport
  • Doppelter Einsatz: Der Osnabrücker startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy

Vorfreude auf den DTM Einsatz bei Theo Oeverhaus
Foto: dtm.com

Theo Oeverhaus absolviert vom 26. bis 28. August bei der DTM auf dem Nürburgring powered by Mercedes-AMG einen Gaststart in der DTM und damit sein erstes Rennen in der Top-Liga. Oeverhaus, bereits seit 2021 in der Talentschmiede DTM Trophy etabliert, pilotiert bei seinem Gaststart einen BMW M4 des Teams Walkenhorst Motorsport aus Melle bei Osnabrück, wird Teamkollege von Esteban Muth (BEL) und Marco Wittmann (GER). Damit schreibt Oeverhaus in der 36. Saison der DTM als jüngster Fahrer der Traditionsserie Geschichte. Folglich löst er Pascal Wehrlein ab, der 2013 in Hockenheim als 18-Jähriger seine DTM-Premiere erlebte.

„Ich freue mich sehr über die Chance und das Vertrauen der DTM als jüngster Fahrer der Geschichte an den Start gehen zu dürfen“, sagt der Osnabrücker. „Es wird ein hartes Wochenende für mich, da ich auch in der DTM Trophy starten werde. Dennoch freue ich mich sehr darauf zu zeigen, wie gut man über die Nachwuchsserien BMW M2 Cup und DTM Trophy in die hochkarätige DTM aufsteigen kann. Ein großes Danke geht an Walkenhorst Motorsport, die mich sowohl in der DTM Trophy als auch in der DTM unterstützen.“

Seinen ersten Sieg in der DTM Trophy feierte Theo Oeverhaus im Oktober 2021 in Hockenheim im Walkenhorst BMW. Auch in der laufenden Saison gelang Oeverhaus bereits ein zweiter Platz am Lausitzring sowie ein Sieg am Norisring. Das Nachwuchstalent belegt in der Fahrerwertung aktuell mit 76 Punkten den dritten Platz. Auch im Markenpokal BMW M2 Cup, der regelmäßig auf der DTM-Plattform ausgetragen wird, geht Oeverhaus immer wieder erfolgreich an den Start. Erste GT3-Erfahrung konnte er bereits bei einem Rennen sowie Tests sammeln. Auch ein DTM-Test steht vor dem DTM-Debüt noch an.

Martin Tomczyk, Representative Brand & Sports: „Für einen Gaststart war uns wichtig, dass Theo etwas Erfahrung auf dem Auto mitbringt. Dies hat er kürzlich beim Langstreckenklassiker in Spa bewiesen. Es gefällt mir gut, wie er sich entwickelt. Theo hat sich in kurzer Zeit in Kombination mit dem BMW M2 Cup in der DTM Trophy bewährt und bekommt nun die Chance, sein Können in der DTM zu zeigen. Das ist genau die Entwicklung, die ich mir für junge Fahrer wünsche. Auch die Synergien, die das Team auf der DTM-Plattform nutzt, finde ich klasse.“

Walkenhorst Motorsport-Team-Manager Niclas Königbauer ergänzt: „Es macht uns als Team stolz und bringt uns große Freude Theo vom Kartsport bis in die DTM so erfolgreich begleiten zu können. Ich bin sehr gespannt, wie er sich in seinem ersten GT3-Sprintrennen schlagen wird. Und natürlich hoffe ich, dass wir auch in Zukunft weitere junge Talente auf der einmaligen DTM-Plattform sehen und wir ein Teil der Erfolgsgeschichte sein dürfen.“

Nach dem Kartsport wechselte Oeverhaus in die Einsteiger-Rennserie BMW 318i Cup, wurde 2020 Junior-Meister. Unterstützt wird der 17-Jährige bei seinem DTM-Debüt wie auch in der DTM Trophy von Rennfahrer-Legende Jörg Müller.