Montag, 14. Juni 2021

Vierter Saisonsieg für Schrey/Piana auf dem Red Bull Ring

  •  BMW-Duo in der Saison 2021 weiterhin ungeschlagen
  •  Théo Nouet mit nächstem Sieg in der Junior-Wertung
  •  Neumann/Bölting gewinnen Trophy-Wertung

Schrey / Piana bisher ungeschlagen
Foto: Jens Hawrda

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sind in der ADAC GT4 Germany nicht zu stoppen. Das BMW M4 GT4-Duo gewinnt auch das Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring und baut damit die Siegesserie von vier Erfolgen in den bisherigen vier Läufen der Saison 2021 weiter aus. Rang zwei ging an Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 vor Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Dennis Fetzer (20/Buseck, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir die ersten vier Rennen gewinnen würden, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Dass wir das nun erreicht haben, ist einfach unfassbar“, jubelte Piana nach der Podiumszeremonie.

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany begann fulminant: Der von Platz sechs gestartete Porsche-Pilot Møller Madsen machte in der ersten Runde fünf Plätze gut und übernahm sehenswert die Führung. Ihm folgten zunächst Pole-Setter Christer Jöns (33/Ingelheim, Dörr Motorsport) im McLaren und Nouet im Mercedes-AMG. Kurz nachdem diese beiden die Plätze getauscht hatte, wurde das Rennen aber mit einer roten Flagge unterbrochen.

Alexander Tauscher (18/Mitterfels, Küs Team Bernhard) schlug im Porsche ausgangs Turn 1 in die Leitschiene ein, die daraufhin repariert werden musste. Tauscher blieb unverletzt. Auch nach dem Re-Start machte zunächst Møller Madsen die Pace an der Spitze. Es entwickelte sich im weiteren Rennverlauf schließlich ein atemberaubender Vierkampf um die Führung, in den neben dem Dänen, Nouet und Jöns auch Michael Schrey eingreifen konnte. Der BMW-Pilot hatte letztendlich das beste Händchen und fuhr innerhalb von wenigen Kilometern von Platz vier an die Spitze.

„Ich hatte heute den siebten Sinn und viele Lücken gesehen. Ich wusste, wo ich mich zurückhalten und wo ich angreifen musste. Es hat einfach immer gepasst und ich konnte die drei Jungs vor mir überholen. Als ich vorne war, gab es ein großes Lächeln unter meinem Helm“, erklärte Schrey die Situation aus seiner Sicht.

Noch vor den Boxenstopps schnappte sich Nouet Møller Madsen, sodass er den Mercedes-AMG auf Position zwei liegend an Teamkollege Marschalkowski übergab. Schreys Teamkollege Piana sicherte derweil die Führung und konnte sich einen kleinen Vorsprung aufbauen. Hinter Dennis Fetzer, der von Møller Madsen übernahm, fuhr zunächst Fred Martin-Dye im Dörr-McLaren von Jöns. Dieser kollidierte jedoch mit Marc de Fulgencio (21/ESP) im Mercedes-AMG von Leipert Motorsport, was schließlich noch eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte.

An den ersten drei Positionen änderte sich nach dem Re-Start nichts mehr. Schrey/Piana fuhren zum Sieg vor Marschalkowski/Nouet, was für den Franzosen den Sieg in der Junior-Wertung bedeutete. „Ich hatte zunächst einen recht entspannten Stint. Dann kam der Mercedes-AMG jedoch immer näher und nach dem Safety-Car war er ganz dicht an mir dran. Aber ich konnte den Re-Start gut managen und blieb vorne. Der Sieg gehört aber zu 80 Prozent Michael. Er hat eine unglaubliche Performance gezeigt“, lobte Piana.

Hinter Fetzer/Møller Madsen wurden Ben Dörr (16/Butzbach) und Nico Hantke (17/Hürth, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4 vierte vor Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG sowie Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4. Rang sieben ging an das Porsche-Duo Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing) vor Marcel Lenerz (23/Ludwigsau) und Michael von Zabiensky (20/Oschersleben, beide Schubert Motorsport) im BMW. Die Top Zehn komplettierten die Porsche von Max Kronberg (34/Berlin) und Marvin Dienst (24/Lampertheim, beide W&S Motorsport) sowie Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing). Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an die Porsche-Fahrer Tano Neumann (46/BUL) und Joachim Bölting (54/Gelsenkirchen, beide Overdrive Racing).

Das nächste Rennwochenende der ADAC GT4 Germany findet von 9. bis 11. Juli 2021 auf dem CM.com Circuit Zandvoort in den Niederlanden statt. „Zandvoort ist eine tolle Strecke mit super Ambiente. Dort wollen wir natürlich auch wieder ganz vorne sein. Doch leider wird unsere Siegesserie irgendwann reißen, das ist natürlich auch klar“, schaute Schrey schon auf das Event in den niederländischen Nordsee-Dünen voraus. 

Perfektes Wochenende für Cupra-Fahrer Scalvini auf dem Red Bull Ring

  • Doppelsieg und maximale Punkteausbeute für Eric Scalvini 
  • Lokalmatador Nico Gruber gewinnt in der Honda Junior Wertung

Grund zur Freude: Wimmer-Werk-Pilot Eric Scalvini gelang
mit zwei Siegen das perfekte Rennwochenende
Foto: ADAC-Motorsport

Was für ein Rennwochenende von Eric Scalvini (26, Wimmer Werk Motorsport): Der Italiener dominierte auch am Sonntag auf dem Red Bull Ring in Österreich in der ADAC TCR Germany und fuhr die maximale Punkteausbeute ein. Durch die beiden Pole-Positions und Rennsiege sammelte Scalvini 70 Punkte und kletterte dadurch in der Meisterschaft auf Rang zwei. Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen) überquerte in seinem Honda Civic TCR die Ziellinie knapp zwei Sekunden später. Hyundai-Pilot Luca Engstler (21, Hyundai Team Engstler) belegte den dritten Rang.

„Ich bin sprachlos. Es ist ein perfektes, fantastisches Wochenende. Mein Team und ich haben heute wieder einen überragenden Job erledigt. Als Team siegen und verlieren wir immer zusammen, aber dieses Wochenende war unfassbar gut. Es lief einfach alles optimal und wir haben das Beste aus uns herausgeholt“, sagte Scalvini.

Scalvini dominierte bei guten äußeren Bedingungen das Geschehen vom Start weg, lies über den gesamten Rennverlauf nichts anbrennen und distanzierte die Konkurrenz auch nach zwei Safety-Car-Phasen immer wieder souverän. Dominik Fugel gelang ebenfalls ein guter Start, der Chemnitzer verteidigte seinen zweiten Startplatz bis ins Ziel und zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit seiner Leistung: „Am Anfang musste ich mich gegen Luca Engstler etwas verteidigen, das ist mir gelungen. Aber Eric Scalvini war heute einfach deutlich zu schnell für uns, wie auch gestern. Deswegen war nicht mehr als Platz zwei für mich drin.“

Der Drittplatzierte Luca Engstler, der noch in Oschersleben beide Rennen gewonnen hatte, konnte seine Meisterschaftsführung in Spielberg weiter ausbauen. „An diesem Wochenende war es einfach nicht möglich, einen Punkt mehr rauszuholen. Deswegen fahre ich mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich freue mich für Eric und Dominik, aber am Nürburgring versuche ich natürlich das Ganze wieder umzudrehen“, so Engstler. Der WTCR-Fahrer führt die Rangliste nun mit insgesamt 118 Meisterschaftspunkten weiter an.

Auf dem vierten Platz landete Patrick Sing (29, RaceSing) im Hyundai i30 N TCR. Für den Crailsheimer ist es das beste Ergebnis in der ADAC TCR Germany bislang. Sein Markenkollege Nico Gruber (19, Hyundai Team Engstler) erreichte das Ziel als Fünfter und wurde damit bester Fahrer in der Honda Junior-Wertung. Grubers Teamkollege Martin Anderson (26) belegte Rang sechs, vor Jonas Karklys (21, NordPass) in einem weiteren Hyundai. Robin Jahr im Hyundai vom Team ROJA Motorsport by ASL Lichtblau belegte vor Günter Benninger (60, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición Rang acht. Der Österreicher erreichte mit seinem neunten Platz als schnellster Pilot in der Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer das Ziel. Junior Szymon Ladniak (18, JP Motorsport) fuhr in seinem VW Golf GTI TCR auf den zehnten Platz.

Das nächste Rennwochenende findet vom 06.08.– 08.08. auf dem Nürburgring statt. 

Sonntag, 13. Juni 2021

IDM Superbike Most: Marc Moser holt Pole

Marc Moser (Yamaha) holt seine erste Pole in der IDM Superbike
Foto: Dino Eisele

Diesmal hat es geklappt. Beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte Marc Moser (Bonovo Action by MGM) die Pole Position noch an Florian Alt abgeben müssen, aber im tschechischen Most ließ sich Moser die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er holte seine erste Pole Position in der IDM Superbike 1000. Sein Plan war aufgegangen. Moser holte die Bestzeit von 1:34,284 min im ersten Qualifying. Eine Vorsichtsmaßnahme, falls es in der zweiten Session regnen würde. „Ich habe gemerkt, dass es eine gute Runde wird. In drei Kurven wäre mir beinahe das Vorderrad eingeknickt. Das war für mich das Zeichen, dass ich am Limit bin“, berichtet Moser.

Der 28-Jährige Yamaha-Pilot ist einer der Kandidaten, der morgen neuer Spitzenreiter in der Gesamtwertung werden könnte. Denn Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) verliert seine Führungsposition auf jeden Fall. Der Ukrainer geht dieses Wochenende seinen Verpflichtungen in der Langstrecken-WM nach und setzt in der IDM aus.

Die gleichen Chancen haben aber auch Mosers Kameraden neben und hinter ihm in der Startaufstellung. Luca Grünwald und das Kiefer Racing Team haben sich binnen kürzester Zeit hervorragend aufeinander eingespielt. Und vor zwei Wochen war Grünwald schon privat für Testzwecke im tschechischen Motodrom. Er wollte mit seinem Teamkollegen Björn Stuppi die Strecke erkunden und möglichst viele Runden fahren. Das zahlt sich jetzt aus.

Bastien Mackels (Team SWPN) verdrängte Dominic Schmitter (Hess Racing) vom dritten Startplatz und schickte den Schweizer in die zweite Reihe. Schmitter hatte das zweite Qualifying ausgelassen und sah tatenlos zu. „Das ist eine Prestigesache. Mir ist es völlig egal, ob ich dritten oder vierten Startplatz losfahre. Da habe ich doch lieber einen Reifen gespart, den wir aufziehen können, falls es morgen einen Abbruch gibt. Ich wäre vorbereitet für den „worst case“. Und er fügt hinzu: Ich glaube, dass wir morgen auch ohne ein zweites Qualifying mit vorne seine werden. Ich hoffe nur, dass die Elektronikprobleme am Motorrad endlich gelöst sind.“

Startaufstellung nach Qualifying (Top-Ten):

1. Marc MOSER (DEU/Yamaha)

2. Luca GRÜNWALD (DEU/BMW)

3. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha

4. Dominic SCHMITTER (CHE/Yamaha)

5. Julian PUFFE (DEU/BMW)

6. Philipp STEINMAYR (AUT/Yamaha)

7. Nico THÖNI (AUT/Kawasaki)

8. Vladimir LEONOV (RUS/Yamaha)

9. Marco FETZ (DEU/BMW)

10.MOHR Jan (AUT/BMW)

Quelle: Text: Anke Wieczorek / www.idm.de

Samstag, 12. Juni 2021

Porsche-Duo Ammermüller/Jaminet gewinnt Red-Bull-Ring-Spektakel

  •  SSR-Piloten bauen mit Triumph auf dem Red Bull Ring Tabellenführung aus
  • Audi-Piloten Kim-Luis Schramm und Dennis Marschall siegen in Pirelli-Junior-Wertung
  • Rolf Ineichen gewinnt im Lamborghini Pirelli-Trophy-Wertung

Jaminet/Ammermüller siegen im Porsche am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Spannung von Start bis Ziel: In einem von zahlreichen Überholmanövern und spektakulären Zweikämpfen geprägten Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring holten sich Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) ihren zweiten Saisonsieg. Platz zwei ging an Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, GRT Grasser Racing Team), das Podium komplettierten die Corvette-Fahrer Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition). „Ein wirklich unglaubliches Rennen”, freute sich Sieger Ammermüller. „Am zweiten Saisonwochenende bereits den zweiten Sieg zu holen ist wirklich super.“

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg

Streckenlänge: Wetter: 23 Grad, leicht bewölkt

Pole-Position: Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa (GRT Grasser Racing Team), 1.28,773 Min.

Sieger: Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)

Schnellste Rennrunde: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.30,458 Min.

BMW und Mercedes-AMG führen in erster Rennhälfte

BMW-Pilot Nick Yelloly (29/GB, Schubert Motorsport), der von Rang eins ins Rennen ging, blieb auch beim Start vorn. Bis zur fünften Runde behauptete der Engländer die Spitze, musste dann jedoch in der Boxengasse nach einem Aufhängungsschaden aufgeben. Nun übernahm Mercedes-AMG-Fahrer Raffaele Marciello (26/I, Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) die Führung und baute diese bis zum Boxenstopp auf 3,5 Sekunden auf Verfolger Michael Ammermüller im Porsche aus. Doch als beide an ihre Teamkollegen Maximilian Buhk und Mathieu Jaminet übergeben hatten, lagen die Spitzenreiter in Schlagdistanz. Jaminet ließ sich nicht lange bitten und versuchte sofort, am führenden Mercedes vorbeizugehen. In Runde 22 gelang dies dem Meister von 2018 mit einem spektakulären, über mehrere Kurven gehenden Manöver. Während Buhk danach auch von den Verfolgern unter Druck gesetzt wurde, baute Leader Jaminet Runde für Runde seinen Vorsprung auf über sechs Sekunden aus. Eine späte Safety-Car-Phase um Trümmerteile zu bergen schob das Feld kurz vor Rennende noch einmal zusammen, doch Jaminet blieb vorn und sah als erster die Zielflagge.

Spannend verlief auch der Kampf um Platz zwei. Dieser ging am Ende mit 1,1 Sekunden Rückstand an das Lamborghini-Duo Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa. Bortolotti hatte im Qualifying die Bestzeit erobert, musste aber wegen eines Vergehens seines Teamkollegen in Oschersleben von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Der Italiener kämpfte sich in der ersten Rennhälfte bis auf Rang vier, ehe Costa Balboa in seinem Stint auf Position zwei vorfuhr und damit dem GRT Grasser Racing Team beim Heimspiel ein Podium schenkte. Ihren ersten Podestplatz der Saison holten als Dritte die Corvette-Fahrer Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer. Kirchhöfer lieferte sich in der Schlussphase einen engen Kampf mit Maximilian Buhk. Er musste diesen zwischenzeitlich auf Anweisung der Rennleitung wegen Missachtens der Streckenbegrenzung wieder vorbeilassen, holte sich den letzten Podiumsplatz aber umgehend wieder zurück. Marciello und Buhk mussten sich am Ende mit Platz vier zufriedengeben.

Neuzugang Dennis Lind (28/DK) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) im bestplatzierten Audi R8 LMS holten sich kurz vor dem Rennende noch Rang fünf vor dem Porsche von David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik). Siebte wurden Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) in einem weiteren Lamborghini des GRT Grasser Racing Team. Ineichen holte damit auch den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Gewinner der Pirelli-Junior-Wertung wurden als Gesamtachte Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein) in einem Audi von Rutronik Racing by Tece. Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) kamen auf Rang neun ins Ziel, dahinter folgten als Zehnte Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT), die als 24. ins Rennen gegangen waren.

Stimmen der Sieger

Michael Ammermüller: „Das Team hat einen guten Job gemacht und durch die solide Platzierung im Qualifying mit Platz drei konnte ich gut durch den ersten Stint kommen. Beim Restart nach dem ersten Safety-Car-Einsatz ging es noch mal eng her, aber ich konnte mit dem Auto einen kleinen Vorsprung bis zum Boxenstoppfenster herausfahren. Mathieu hat heute sehr gut performt und wir freuen uns über den Sieg.“

Mathieu Jaminet: „Es war ein spannendes Rennen mit vielen Zweikämpfen. Der Kampf mit Maximilian Buhk war wirklich spektakulär und nah am Limit. Als ich aus Turn 1 kam, konnte ich sehen, wie er aus der Boxengasse kam. Ich wollte ihn auf seiner Outlap nicht in den Rhythmus kommen lassen und habe sofort angegriffen. In Kurve drei bin ich neben ihn gegangen, in Turn 5 war ich dann endlich vorbei. Als am Ende das Safety-Car noch einmal rauskam, war ich natürlich nicht begeistert, aber ich habe dann beim und nach dem Restart noch mal gepusht. Am Ende lief alles gut für uns und wir freuen uns über den Sieg. Das war großartiges Racing heute.”

   

Start-Ziel-Sieg für Cupra-Pilot Eric Scalvini auf dem Red Bull Ring

  • Erster Sieg für Lokalmatadore von Wimmer und den Cupra Leon Competición
  • René Kircher wird bester Junior, Günter Benninger schnellster Starter der Trophy-Wertung

Cupra-Pilot Scalvini fährt für Wimmer Werk Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Eric Scalvini (26, Wimmer Werk Motorsport) siegte souverän im ersten Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Red Bull Ring in Österreich. Der 26-jährige Italiener setzte sich im Cupra Leon Competición TCR bei guten äußeren Bedingungen von der Pole Position mit über zwei Sekunden Vorsprung gegen Hyundai-Pilot Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) durch und feierte seinen Premierensieg in der Serie. Die Brüder Dominik und Marcel Fugel vom Team Honda ADAC Sachsen erreichten die Plätze drei und vier.

„Es war ein unglaubliches, ein fantastisches, einfach ein perfektes Rennen. Ich bin sehr glücklich und freue mich für das gesamte Team, bei dem ich mich ganz besonders bedanken möchte. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Auto, mit dem ich konstant ein hohes Renntempo halten kann. Das war heute für mich der Schlüssel zum Erfolg“, so Eric Scalvini im Anschluss der Siegerehrung.

Scalvini vom Start weg an der Spitze – Luca Engstler zufrieden mit Rang zwei

Nach einem guten Start von der Pole-Position konnte der Italiener im Verlauf des Rennens seinen Vorsprung stetig ausbauen. Der Neuzugang im Team Wimmer Werk Motorsport präsentierte sich in der Steiermark bislang in absoluter Topform. Bereits im ersten freien Training manövrierte der 26-Jährige seinen Cupra Leon Competición TCR am schnellsten über die Strecke, Samstagmorgen folgte im Qualifying die Pole-Position und in seinem dritten Rennen in der Serie nun der verdiente erste Triumph im Rennen. Der Italiener sorgte damit auch für den ersten Sieg der im vergangenen eingeführten zweiten Generation des TCR-Cupra in der ADAC TCR Germany.

WTCR-Fahrer Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) hatte in diesem Rennen keine Chance an Scalvini vorbeizuziehen und landete am Ende auf Rang zwei. Der Sieger der beiden ersten Rennen der Saison in der Motorsportarena Oschersleben bleibt dennoch Führender in der Gesamtwertung. "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, das uns wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft bringt. Eric ist ein super Rennen gefahren, Platz zwei ist gut für uns" sagte Engstler.

Fugel-Brüder auf den Plätzen drei und vier – Kircher schnellster Junior-Fahrer

Dominik Fugel (24, Chemnitz) startete von Rang fünf, machte während des Rennens zwei Plätze gut und fuhr in seinem Honda Civic TCR vor seinem jüngeren Bruder Marcel (20) als Dritter über die Ziellinie. „Der dritte Platz ist das bestmögliche Ergebnis für uns, Scalvini und Engstler waren einfach zu stark heute. Klar sind wir hier zum Gewinnen, aber gegen die beiden hatten wir heute einfach keine Chance“, so Dominik Fugel.

Der Däne Martin Andersen vom Hyundai Team Engstler erreichte Rang fünf, gefolgt von Neueinstieger Robin Jahr (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau). Junior-Fahrer René Kircher (20, Volkswagen Team OETTINGER) erreichte in seinem VW Golf GTI TCR einen starken siebten Rang, was ihm zum schnellsten Fahrer in der Honda Junior Challenge macht. Die Plätze acht bis zehn gingen an die beiden Hyundai Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass) und Patrik Sing (29, Ellwangen, RaceSing) sowie Junior Philipp Regensperger (22, Eggenfelden, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR.

Bester Rennsieger in der Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde der Österreicher Günter Benninger (60, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición. Der Routinier kam als Zwölfter ins Ziel.