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Dienstag, 14. Juli 2026

EuroMoto Supersport: Jonas Folger kommt mit langer To-do-Liste

Es steht noch viel Arbeit bevor:
Jonas Folger entwickelt in der EURO MOTO die KTM RC990 R für die Supersport-WM.
Fotos: Dino Eisele

Mit Ex-MotoGP-Star Jonas Folger hatte sich kurzfristig Prominenz angemeldet bei der letzten EURO MOTO-Veranstaltung in Most. Als Gast- und Testfahrer war es sein Job, die KTM RC 990R für die Supersport-Weltmeisterschaft weiterzuentwickeln. Wie geht es weiter?

Fest steht, das Folger auch bei der EURO MOTO-Runde vom 31. Juli bis zum 2. August am Start sein wird. An diesem Termin gastiert die Serie in Oschersleben. KTM treibt das Projekt mit dem Next Generation Bike gemeinsam mit dem deutschen Freudenberg-Team voran. Der WM-Einstieg ist für 2027 geplant.

„Wir benötigen möglichst viele freie Runden am Stück. Die EURO MOTO bietet uns genau diese Möglichkeit“, hatte Teamchef Carsten Freudenberg unlängst nach erschwerten Bedingungen bei diversen Trackdays auf stark frequentierten Strecken erklärt.

Die Zeit läuft. Bis zum Jahresende soll ein verkäuflicher Race-Kit für die straßenzugelassene KTM RC 990R erhältlich sein. Enthalten sind Chassis, Linksystem, Gabelbrücke, Elektronik, Nockenwellen, Auspuff und Ölkühler. Es ist der abschließende Schritt zur FIM-Homologation des Motorrads. Momentan werden für 2027 eine Leistungsreduzierung und neue Balanceregeln diskutiert. Die im Entwicklungsstadium stehende KTM RC 990R hat mit knapp 145 PS gegenüber jetzigen Supersportlern ein Defizit von knapp 10 PS. „Ziel ist die WM-Rückkehr von KTM im Rahmen des Kundensportprogramms“, sagt Projektmanager André Klipphahn. Für die KTM RC 990R gilt der FIM-Preisdeckel von 26.400 Euro. Einen Werksauftritt in der Supersportklasse wird es neben dem bereits bestehenden MotoGP-Einsatz nicht geben.

Der 32-jährige Folger konnte in Most kein Rennen beenden. Der Fokus lag ohnehin auf der Entwicklung und nicht auf einer Platzierung, „aber diese hätten uns weitere wichtige Erkenntnisse geliefert. Nun fehlen uns diese Daten, aus denen wir hätten lernen können“, sagt Folger. Allerdings hätte er sich insgesamt weiter vorne gesehen. Folger belegte in der kombinierten Zeitenliste der freien Trainings und der Qualifyings jeweils den siebten Platz und lag beide Male etwa 1,5 Sekunden hinter der Bestzeit zurück.

Die extreme Hitze habe dem Team sogar in die Karten gespielt. „Die Bedingungen waren eine brutale Ausdauerprüfung, mit Lufttemperaturen von bis zu 40 Grad und über 60 Grad auf dem Asphalt.» So haben wir ein gutes Gespür dafür bekommen, was beim Material verbessert werden muss. Abgesehen davon hatte ich riesigen Spass daran, wieder in der Meisterschaft dabei zu sein und auf der Strecke gegen so viele schnelle Fahrer in dieser Klasse anzutreten. Die meisten haben uns gezeigt, wo wir stehen, und die Bereiche aufgezeigt, in denen wir uns verbessern oder Änderungen vornehmen müssen.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Montag, 13. Juli 2026

Superbike: Schrötter muss Pokal von Most zurückgeben – die Fakten

Marcel Schrötter hatte lange Zeit, sich auf dem 18-Stunden-Flug von Prag ins japanische Suzuka zu ärgern, wo er derzeit an der Langstrecken-WM teilnimmt. Sein dritter Platz im ersten EURO MOTO Superbike-Lauf in Most am vergangenen Sonntag wurde ihm aberkannt. Den Pokal muss er abgeben. Und auch im zweiten Rennen erhielt der 33-jährige BMW-Fahrer vom Team GERT56 by RS Speedbikes eine empfindliche Strafe. Hier sind die Fakten, wie es dazu kam.

Im ersten Rennen kam es in der zweiten Runde zu einem kontaktfreudigen Zwischenfall mit Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt). Schrötter hielt die Linie nicht, nahm den Notausgang, schnitt die Schikane ab und reihte sich wieder hinter Tulovic ein. Um durch das Abkürzen keinen Vorteil zu erlangen, muss der Fahrer laut Regelwerk im ersten Streckensektor eine Sekunde verlangsamt haben. Schrötter beendete das Rennen als Dritter. Das Team Apreco-Yamaha legte Protest ein. Schrötter soll die Regeln nicht befolgt haben. Um 12:58 Uhr wurde Schrötter über das Informationsportal Discord für eine Stellungnahme zu den Sportkommissaren gebeten. Als der BMW-Fahrer vier Stunden später noch nicht reagiert hatte, wurde die Protestentscheidung in seiner Abwesenheit getroffen. Schrötter erhielt eine 3-Sekunden-Strafe. Dadurch verlor er in der Wertung zwei Plätze. Das Team GERT56 by RS Speedbikes legte gegen die Entscheidung der Sportkommissare Berufung ein. Als Dritter wurde Twan Smits (Team Apreco-Yamaha) gewertet.

Im zweiten Rennen bekamen Schrötter und auch Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) gleich zu Beginn die erste Kurve nicht. Schrötter erhielt sofort eine 3-Sekunden-Strafe, weil er nachgewiesen zu schnell ins Feld zurückkehrte. Er schloss das Rennwochenende mit zwei fünften Plätzen ab. In der Gesamtwertung bleibt er Zweiter mit 96 Punkten. Es führt Lukas Tulovic (129).

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Supersport: Marcel Brenner wurde am Rückenwirbel operiert

Der verletzte Ducati-Fahrer Marcel Brenner aus der Schweiz erlitt bei einem Highsider schwere Verletzungen.
Foto: Bruno Brenner

Im zweiten Rennen der EURO MOTO Supersport war der Schweizer Marcel Brenner (Automarket AF Racing Team) im tschechischen Most schwer gestürzt. Nach einem heftigen Highsider mit der Ducati stürzte er aus knapp vier Metern Höhe auf den Boden. Das Rennen wurde sofort mit der roten Flagge abgebrochen und Brenner mit dem Rettungshelikopter ins Krankenhaus gebracht. Die positive Nachricht: Nach einer erfolgreichen Operation, die am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, stattfand, gehen die Ärzte davon aus, dass der 28-Jährige vermutlich keine Folgeschäden haben wird.

„Seine enorm gute Kondition und auch eine riesengroße Portion Glück haben ihm beigestanden“, sagt sein Vater Bruno Brenner erleichtert. Er war bei dem Unfall in Most als Augenzeuge vor Ort und erzählt: „Auch die Ärzte haben nach den Videoauzeichnungen an ein Wunder geglaubt.“ Nach der ersten Untersuchung in Most wurde Marcel am Montag ins heimische Inselspital/Universitätsspital nach Bern transportiert. Jetzt zahlte sich die 26-jährige Mitgliedschaft von Bruno Brenner in der Schweizerischen Rettungsflugwacht aus. Marcel wurde von Prag mit einem privaten Ambulanz-Jet heimgeflogen.

Die Diagnose der Ärzte: Der zehnte Rückenwirbel ist gebrochen. Die Nervenkanäle sind intakt. In der Operation am Mittwoch werden die Verletzungen fixiert und verschraubt. Eine Rippe ist gebrochen und die Halsregion ist durch den Aufprall des Kopfes angegriffen.

Ohne körperliche Anstrengung soll die erste Rehabilitationsphase mindestens sechs Wochen betragen, bis er mit einer kleinen Belastung beginnen kann, aber in Marcel Brenner ist die Rennsport-DNA zu Hause. Er ist sich nicht sicher, ob er nicht vielleicht doch über ein Comeback in Hockenheim nachdenken sollte. Und er bedankt sich bei allen, die ihm in den letzten Tagen geholfen haben. „So viele Menschen haben auf mich aufgepasst, ich kann nicht genug danken für alles, was sie für mich getan haben.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sonntag, 12. Juli 2026

Superbike: Philipp Steinmayr tödlich verunglückt

Philipp Steinmayr (Foto) und Adrian Rus verloren am Samstag bei einem Unfall in Brünn ihr Leben.
Foto: Steinmayr privat

Er gehörte zum Stammpersonal in der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Zwei Jahre nach seinem letzten Rennen als permanenter Fahrer in der IDM Superbike ist Philipp „Stone“ Steinmayr tot. Der 32-jährige Österreicher verlor am Samstag, dem 11. Juli 2026, bei einem tragischen Unfall sein Leben.

Die FIM Europe bestätigt, dass zwei Fahrer bei einem Unfall im Rahmen des Samstags-Programms der Alpe-Adria-Motorrad-Meisterschaft auf dem Automotodrom Brno ums Leben gekommen sind.

Trotz des sofortigen Einsatzes der medizinischen Einsatzkräfte erlag Philipp Steinmayr seinen erlittenen Verletzungen. Der 43-jährige Adrian Rus aus Rumänien wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, wo er später seinen Verletzungen erlag.

Nach dem Unfall beschlossen die Veranstalter, das gesamte verbleibende Programm des Wochenendes vollständig abzusagen. Davon betroffen sind die Rennen des Supersport-300-Europacups, des Supersport-600-Europacups, des Superstock-1000-Europacups sowie der Frauen-Europameisterschaft.

Wir sprechen den Familien, Freunden, Teams und Angehörigen von Philipp Steinmayr und Adrian Rus unser aufrichtiges Beileid aus.

Quelle euromoto.racing / Anke Wieczorek


Montag, 29. Juni 2026

Superbike: Tulovic mit alter Stärke zum Doppelsieg

Mit Sombrero, Nackenschutz und Kaltgetränk beobachteten die Fans in Most, wie Lukas Tulovic in der EURO MOTO Superbike in Most zum Doppelsieg fuhr. So wie beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring.

Das war hart an der Grenze. Das Asphaltthermometer im tschechischen Most zeigte mittlerweile 70,1 Grad an. Die 16 Rennrunden im zweiten Superbike-Lauf strapazierten Mensch und Maschine aufs Äußerste.

Marcel Schrötter (GERT56) und Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) kriegten gleich zu Beginn die erste Kurve nicht und mussten geradeaus fahren. Um durch das Abkürzen der Schikane keinen Vorteil zu erlangen, verlangen die Regeln, dass eine Sekunden verloren gehen muss, bevor sie sich wieder einreihen dürfen. Für Schrötter sah es danach mit dem Vorhaben, nach jedem Rennen auf dem Podium zu stehen, schlecht aus.

In der zweiten Runde schob sich Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) mit einem ordentlichen Honda-Überschuss am bis dahin führenden Titelverteidiger Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) vorbei. Alt hatte nach dem ersten Rennen am Vormittag bereits angekündigt, Tulo ein wenig Gesellschaft leisten zu wollen. Twan Smits (Apreco Yamaha) konnte das Tempo auf Dauer nicht halten, blieb aber mit Abstand nach vorne und hinten immer auf dem dritten Platz.

Kevin Orgis, der ältere Bruder von Leon aus dem privaten ORM-Team, schaffte auf seiner BMW innerhalb von drei Runden den Sprung vom zehnten Startplatz auf den vierten Rang im Rennen. Es war beachtlich, was der Sachse leistete und vor allem wie lange er Namen wie Marcel Schrötter, Toni Finsterbusch, Hannes Soomer, Markus Reiterberger und Jan-Ole Jähnig hinter sich halten konnte. Reiterberger, der vor vier Wochen mit dem ersten Saisonsieg triumphiert hatte, war zwischenzeitlich sogar auf den neunten Platz durchgereicht worden.

Orgis Erfolgsstory hielt bis zur siebten Runde. In der sechsten biss sich Schrötter noch die Zähne am 26-jährigen BMW-Fahrer aus. Im siebten Umlauf leitete er eine Überholserie ein.

Alt beschäftigte Tulovic ganz vorne weiterhin immens. Länger als es der Titelverteidiger vermutet hatte. In der neunten Runde schlug Tulo zu und übernahm die Führung. Waren in Brünn Tulo und Alt nicht ganz auf der Höhe, sondern Schrötter und Reiterberger, dann war es jetzt wieder umgekehrt.

Nach gut 25 Minuten war alles vorbei. Tulo erreichte das Ziel 0,940 Sekunden vor Alt. Smits hatte als Dritter 4,093 Sekunden Abstand und auch nach hinten ordentlich Luft. Aufs Podium kamen die Fahrer von Ducati, Honda und Yamaha. Trotz der BMW-Armada im Feld war keine von ihnen in Richtung Podest gerollt. Bester Mann auf der M 1000 RR wurde Toni Finsterbusch (GERT56) als Vierter.

Ausnahmslos alle Fahrer waren trotz körperlich erstklassiger Fitness ausgepowert bis zum Anschlag. Was bei Tulovic noch dazu kam: „Die zweite Rennhälfte bestand nur aus Schmerzen“, schilderte er den Tribut der Hitze, „der V4-Motor an der Ducati befindet sich genau an meiner Wade. Er war kochend heiß und es tat einfach nur noch weh.“

EURO MOTO Superbike, Lauf 2 (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

4. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

5. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

6. Hannes SOOMER (EST/BMW)

7. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

8. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW)

9. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

10.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Supersport: Kein Ergebnis im zweiten Rennen nach Abbrüchen

Das zweite Rennen der EURO MOTO Supersport in Most endete vorzeitig und ohne Wertung. Nach zwei Rennabbrüchen entschieden die Verantwortlichen, keinen weiteren Neustart mehr anzusetzen. Damit wurden weder Punkte vergeben noch die bereits absolvierten Runden gewertet.

Für Dirk Geiger (Apreco-Yamaha) war das besonders ärgerlich. Nach seinem Sieg am Samstag hatte der Mannheimer die Gesamtführung von Ducati-Fahrer Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) übernommen und wollte seinen Vorsprung im zweiten Lauf weiter ausbauen. Alles sah zunächst danach aus: Geiger setzte sich sofort an die Spitze und verschaffte sich einen Vorsprung. Dann der Schock in Runde fünf. Der Schweizer Marcel Brenner (Automarket AF Racing Team) stürzte nach einem heftigen Highsider am Ausgang der letzten Kurve schwer. Das Rennen wurde mit der roten Flagge abgebrochen und Brenner ins Krankenhaus gebracht.

Für den Neustart wurde die Startaufstellung anhand des letzten vollständigen Rennumlaufs festgelegt. Geiger stand erneut auf der Pole Position. MV Agusta-Senkrechtstarter Luca Göttlicher fuhr neben ihm an die Linie und freute sich schon auf den nächsten greifbaren Podiumsplatz, nachdem er MV Agusta am Samstag aus der Starre erlöst hatte. Komplettiert wurde die erste Startreihe durch Luca de Vleeschauwer (SWPN). Dahinter lauerten Filip Feigl (Eder Racing) und Daniel Blin, der sich im ersten Rennabschnitt in nur vier Runden eindrucksvoll von Startplatz 16 bis auf Rang fünf nach vorne gearbeitet hatte.

Der Lauf wurde auf acht Runden verkürzt. Geiger und Göttlicher erwischten einen guten Start. Auch Blin war weiter hinten gut weggekommen und tauchte direkt neben de Vleeschauwers Yamaha YZF-R9 auf. Doch bevor sich das Rennen richtig entwickeln konnte, wurde erneut die rote Flagge geschwenkt: Rennabbruch. Mit Jindřich Škopek war einer der vier tschechischen Teilnehmer gestürzt und der Rettungswagen fuhr auf die Strecke. Das Rennen wurde kein weiteres Mal gestartet.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Zuda feiert Heimsieg, Siebdrath erstes Podium

Im zweiten Rennen der EURO MOTO Sportbike-Klasse in Most gab es diesmal tatsächlich einen Sieger und ein offizielles Ergebnis. Anders als am Samstag, als das erste Rennen nach zwei Startversuchen aus Sicherheitsgründen abgebrochen und nicht gewertet worden war, ging es am Rennsonntag bei erneut großer Hitze diesmal bis ins Ziel. Den Sieg sicherte sich Stepan Zuda auf seiner Heimstrecke und das denkbar knapp.

Showdown an der Spitze bis zur letzten Kurve

Schon der Start verlief im zweiten Rennen deutlich ruhiger als noch am Vortag. Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing), von der Pole Position ins Rennen gegangen, setzte sich zunächst an die Spitze. Dahinter reihten sich Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) und Bruno Ieraci (RT Motosports) ein, der als kurzfristiger Ersatzfahrer für den verletzten Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) erneut eine starke Rolle spielte. Ruben Bijman und Mika Siebdrath (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) komplettierten zunächst die Top fünf.

An der Spitze entwickelte sich schnell ein enger Dreikampf. Zwischen Zuda, Kitzbichler und Ieraci ging es immer wieder hin und her, die Positionen wechselten mehrfach. Die Entscheidung fiel schließlich erst in der letzten Runde. Im direkten Duell mit Ieraci musste Zuda zunächst geduldig bleiben, weil sich keine Lücke auftat. Erst nach der letzten Kurve bot sich ihm die entscheidende Chance. Zuda nahm mehr Schwung mit, profitierte von einem Schaltfehler des Italieners und zog im Windschatten noch vorbei.

Mit gerade einmal einer knappen Motorradlänge Vorsprung rettete er sich als Sieger ins Ziel. „Unglaublich, dass ich das Rennen doch noch gewonnen habe. Nach meinem schweren Sturz bei meinem Wildcard-Einsatz in der Weltmeisterschaft hier in Most habe ich fast einen Finger verloren. Die Verletzung hat mich auch in Brünn noch stark behindert. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass wir ausgerechnet hier in Most wieder ganz oben auf dem Podium stehen“, sagte Zuda bei der Siegerehrung.

Mit dem Heimsieg übernimmt der Tscheche auch wieder die Führung in der Meisterschaft. Jakob Rosenthaler, der wegen seiner Beinverletzung nicht antreten konnte, musste damit zusehen, wie ihm die Tabellenführung wieder entgleitet.

Für Bruno Ieraci endete das Wochenende trotz des knapp verpassten Sieges ebenfalls stark. Der WM-Fahrer wurde mit nur 0,068 Sekunden Rückstand Zweiter. Nach seiner Schulterverletzung konnte er den Einsatz in Most damit sportlich sehr gut für sich nutzen.

Siebdrath jubelt nach schwerem Samstag

Eine besondere Geschichte schrieb auch Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing). Nachdem sein Rennsamstag mit dem Sturz in der ersten Schikane und dem Feuer am Motorrad von Jay-Jay Den Hoed  (SWPN) denkbar unglücklich verlaufen war, endete das Wochenende für den 17-Jährigen nun doch noch mit einem Highlight. Lange sah es im zweiten Rennen nicht nach einem Podiumsplatz aus, denn Siebdrath lag auf Rang fünf und hatte keinen Anschluss mehr an die Spitzengruppe. Doch dann rutschte Tobias Kitzbichler über das Vorderrad weg und riss dabei auch Ruben Bijman mit aus dem Rennen. Siebdrath erbte dadurch Rang drei und feierte seinen ersten Podiumsplatz in der EURO MOTO. „Ich bin sprachlos und überglücklich. Nach dem Desaster von gestern jetzt auf dem Podium zu stehen, ist einfach unglaublich. Meine Kondition hat am Ende nachgelassen, aber ich habe bis zum Schluss gekämpft“, sagte der Wildenfelser.

Weil Tobias Kitzbichler an diesem Wochenende keine Punkte mitnehmen konnte, rückte Siebdrath in der Gesamtwertung zugleich auf Rang drei vor. Für Ruben Bijman lief es dagegen erneut bitter. Der Triumph-Pilot hatte sich in Most viel vorgenommen und wollte endlich seinen ersten Sieg in der Sportbike-Klasse holen. Nach dem Zwischenfall mit Kitzbichler blieb er nun jedoch ebenfalls ohne Punkte.

Auf Rang vier kam mit Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) ein weiterer Niederländer ins Ziel. Für ihn war es zugleich das beste Ergebnis bislang in der Serie. Alexander Weizel  (AK Racing) belegte Platz fünf nach einem spannenden Duell mit Maksymilian Palmowski (SP Race Project), der am Ende Sechster wurde. Dahinter komplettierten Julian van Kalkeren, Rick Kooistra, (beide SRTD Pearle Gebben Racing) Jay-Jay Den Hoed und Tom Kuil (RT Motorsports) die Top 10.

Bemerkenswert war auch das Comeback von Jay-Jay Den Hoed. Sein Team SWPN um Frank Brouwer hatte nach dem Feuer am Samstag eine Nachtschicht eingelegt, um das Motorrad rechtzeitig wieder fahrbereit zu machen. Dabei musste das Feuerlöscherpulver sorgfältig aus allen Bereichen entfernt werden, wofür das Bike bis auf den Rahmen zerlegt werden musste. Auch Tom Kuil konnte nach seinem Sturz vom Samstag wieder antreten, nachdem er gründlich durchgecheckt worden war.

Weiter geht es für die EURO MOTO Sportbike-Klasse mit Runde vier. Nach einer kurzen Sommerpause steht das nächste Rennwochenende vom 31. Juli bis 2. August in der Motorsport Arena Oschersleben an.


Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Tulovic gewinnt die Hitzeschlacht über 16 Runden

Nach dem Doppelschlag vom Sachsenring hat Ducati-Spitzenreiter Lukas Tulovic auch das erste EURO MOTO Superbike-Rennen in Most gewonnen. Drei Motorradmarken waren auf dem Podium vertreten. Florian Alt war für Honda erfolgreich und Marcel Schrötter für BMW.

Die Hitze war fast unerträglich. Die Asphalttemperatur wurde mit 51 Grad Celsius angegeben. „Wenn Du im Pulk fährst, dann entsteht sofort ein brachialer Wärmestau am Motor“, hieß es in der GERT56-Box. Doch das war nicht das einzige Problem. Wie schon im letzten Jahr wurden in Most wegen der heißen Temperaturen andere Pirelli-Reifen ausgegeben. Die Erfahrungswerte mit dem Einheitsreifen D0922 halten sich in Grenzen, die Abstimmungsarbeiten an den Motorrädern gestalteten sich schwierig.

Um die Fahrer nicht zu lange der Hitze auszuliefern, kam vor dem Rennen das Quick-Start-Prozedere zur Anwendung. Sieben Minuten vor dem Start wurde die Boxengasse eine Minute lang geöffnet. Am Grid stand ein einziges Teammitglied. Keine Überprüfung mehr am Motorrad, kein Austausch – alles passierte ganz schnell. Superbike-Fahrersprecher Toni Finsterbusch hatte nach Rücksprache für die Quick-Start-Variante plädiert, aber nicht für eine Kürzung der Renndistanz. Es ging also über die kompletten 16 Runden.

Twan Smits (Team Apreco), der mit der Yamaha erstmal aus der ersten Reihe gestartet war, hielt in der ersten Runde Marcel Schrötter, Polesetter Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) und Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) in Schach. Tulo, der in Brünn an der Technik der Panigale V4R gescheitert war und im ersten Lauf nur Siebter wurde, stand jetzt wieder vor einer neuen Aufgabe und musste sich sputen. Er war lediglich mit einem 5-Punkte-Polster auf Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) nach Most gereist. Genau mit diesem legte er sich nun kontaktfreudig an und brachte ihn aus dem Rhythmus. Schrötter musste sogar die Schikane auslassen, achtete aber darauf, dass er mindestens eine Sekunde vertrödelte, um auf die Strecke zurückzukehren und sich keinen Vorteil verschafft zu haben. So verlangen es die Regeln.

In der vierten Runde ging Tulo aufs Ganze, presste sich Smits vorbei übernahm die Führung. Der Niederländer verlor prompt den Schwung. Das nutzte Schrötter sofort aus und übernahm den zweiten Platz. Und dann kam Flo Alt ins Spiel, der zum Schluss noch dazwischen grätschte. Mit einem lupenreinen Manöver unter dem Orlen-Bogen zog der Honda-Fahrer in der vorletzten Runde an der Schrötter-BMW vorbei. Das war „Alt-Land“, und das ließ sich der Nordrhein-Westfale nicht nehmen.

„Wenn man man durchgereicht wird, ist das schon schwierig“, haderte der ehemalige Supersport-WM-Fahrer Schrötter mit dem Ergebnis.“ Aber heute war durch die Hitze alles anders und bekam völlig neue Dimensionen. Alt, der vom fünften Startplatz aufs Treppchen gefahren war, erzählte im Nachhinein, die Honda halbwegs komfortabel abgestimmt zu haben. „Und es war eines der heißesten Rennen, die ich in meiner Karriere bestritten habe.“ Bei der Langstrecken-WM in Suzuka seien die Temperaturen zwar ähnlich, aber es herrsche eine andere Luftfeuchtigkeit.

Tulo führte die Ducati Panigale V4R mit einem Vorsprung von 1,235 Sekunden zum dritten Saisonsieg. „Mein Start war eine Schwäche, die ich schon im letzten Jahr hatte. Aber ich wusste, dass im Anfang des Rennens die Pace habe, um nach vorn zu kommen. Nach den Rennen in Brünn vor vier Wochen waren wir ganz unten. Jetzt ist alles wieder gut.“

Toni Finsterbusch (GERT56) präsentierte sich stark auf der Bremse, arbeitete sich vom siebten auf den vierten Platz nach vorn, musste Twan Smits auf der letzten Rille aber doch noch vorbei lassen. Bei Masteroil Alpha Van Zon BMW schaute der erfolgsverwöhnte Teamchef Werner Daemen wenig amüsiert aufs Ergebnis. Seine Truppe hatte im heutigen ersten Lauf rein gar nichts mit dem Podium zu tun: Hannes Soomer auf P6, Markus Reiterberger auf P7, Milan Merckelbagh P9, Jan Mohr P10, Soma Görbe gestürzt.

EURO MOTO Superbike, Lauf 1 (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Florian ALT (DEU/Honda)

3. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

4. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

6. Hannes SOOMER (EST/BMW)

7. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

8. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW)

9. Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Samstag, 27. Juni 2026

Supersport: Geiger-Sieg, Führungswechsel und Premieren

Dirk Geiger hat in Most sein erstes Supersport-Rennen nach dem Wechsel zu Yamaha gewonnen. Gleichzeitig übernahm er die Tabellenführung in der mittleren EURO MOTO-Klasse. Mindestens genauso spektakulär war die Podiumsfahrt von Luca Göttlicher auf der MV Agusta, auch wenn sich das Feld am Ende weit auseinander gezogen hatte.

Nach vier Siegen von Daniel Blin (Automarket AF Racing) war die Zeit für Dirk Geiger (Team Apreco) gekommen. Von der Pole Position aus gelang ihm im tschechischen Autodrom sein erster Sieg auf der Apreco-Yamaha. Es war nicht irgendein Sieg, sondern auch der erste für das neue Motorradmodell YZF-R9 in der EURO MOTO. Geiger führte das Rennen über 14 Runden souverän an. Am Ende hatte er 5,81 Sekunden Vorsprung vor dem Verfolgerfeld und ließ sich feiern. Dass Teamkollege Lennox Lehmann als Zweiter abgewunken wurde, löste doppelte Freude in der ganzen Crew aus: „Obwohl ich den Beginn mit ein paar Fehlern vermasselt habe“, warf der Dresdner ein. Und er fügte hinzu: „Besser hätte es nicht laufen können, denn unser Teamkollege Twan Smits startet morgen bei den Superbikes auch noch aus der ersten Startreihe.“ Yamaha hatte allen Grund zum Jubeln.

Luca Göttlicher (LJ Racing) setzte einen Meilenstein in der Geschichte von MV Agusta. Er holte in der Hitzeschlacht den ersten Podiumsplatz für die italienische Marke in der EURO MOTO und vormals der IDM. In den letzten drei Jahren war Till Belczykowski verpflichtetet gewesen. Göttlicher war im Winter verletzt und erst bei der zweiten EURO MOTO-Veranstaltung am Start. Offensichtlich hat „Lucky Luc“ aber schon jetzt den roten Faden gefunden. Wie er sagt, liegt ihm das Motorrad, nur die Hitze habe ihn in Most überrannt. Als die Rundenzeiten im Rennen immer langsamer wurden, blieb Göttlicher trotzdem hartnäckig auf Podiumskurs.

Luca de Vleeschauwer (SWPN) machte auf Yamaha zwei Plätze gut. Filip Feigl (Eder Racing) empfahl sich auf der Marke als Bester von vier gestarteten Tschechen. Marvin Siebdrath war der beste Honda-Fahrer von MCA Racing. Der Sachse wurde Siebter, nachdem er in der ersten Runde auf den 12. Platz zurückgefallen war.

Für Marcel Brenner ging es aus der ersten Startreihe nach hinten. Zur Mitte des Rennens verlor er 2,2 Sekunden auf die Spitze. Der Ducati-Fahrer aus der Schweiz rettete sich auf den siebten Platz. Für seinen Teamkollegen Daniel Blin endete das erste Supersport-Wochenende dramatisch: Er wurde auf P16 mit 54,512 Sekunden Rückstand auf Sieger Geiger gewertet. Das Ergebnis warf ihn nach dem Sturz im Qualifying nochmals zurück. Gleichzeitig verlor der 24-jährige Pole die Führung in der Supersport-Gesamtwertung. Die Ursachenforschung läuft. Gast-Fahrer Jonas Folger (Freudenberg KTM RORA PALIGO) schlug während des Rennens den Weg an die Box für Abstimmungsarbeiten ein.

EURO MOTO Supersport, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

3. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

4. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

5. Filip FEIGL (CHE/Yamaha)

6. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

7. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

8. Freddie HEINRICH (DEU/Kawasaki)

9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

10.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Superbike: Drei Motorradmarken in der ersten Startreihe

Wer steht in Most auf der Pole Position? Lukas Tulovic hat Ducati in der EURO MOTO Superbike ein weiteres Mal an die Spitze gebracht. Funktioniert das auch in den beiden Rennen am morgigen Sonntag? „Einfach wird das nicht“, gibt Tulovic zu, „die Bedingungen sind extrem und ich bin einiges gewohnt.“

Auf seiner Rundenzeit von 1:32,519 Minuten aus der Superpole 2 kann sich Tulo nicht ausruhen. Damit war er nur 0,176 Sekunden schneller als Marcel Schrötter. Der BMW-Fahrer musste dabei wenige Minuten zuvor noch die Strapazen der Superpole 1 auf sich nehmen, um unter die schnellsten Drei zu kommen. Nur das ermöglichte ihm den Sprung in die Superpole 2, in der die endgültigen Plätze in den ersten drei Startreihen ausgefahren werden. Schrötter qualifizierte sich für die erste Startreihe. Besser hätte es für den Superbike-Rookie nicht laufen können. Dass auch Twan Smits in der ersten Reihe steht, macht es an der Spitze noch interessanter, denn gleichzeitig sind in dieser Kombination drei Motorradmarken vorne vertreten: Ducati, BMW und Yamaha.

Die Ducati von Triple M Racing Frankfurt läuft in Most solide, aber nicht optimal. „Es gibt kleine Schwierigkeiten mit dem Fahrwerk, aber wir haben sie unter Kontrolle“, lässt der Titelverteidiger durchblicken und fügt hinzu: „Natürlich will ich gewinnen, aber ein Spaziergang wie am Sachsenring wird das nicht.“

Nicht ganz rund läuft es auch bei Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW), dem Laufsieger von Brünn. „Das Motorrad geht einfach nicht“, zuckte der Publikumsliebling mit den Schultern. „Tendenziell haben wir uns nicht verbessert. Wir machen sehr viel, aber es wird eher schlimmer.“ Reiti bringt es deutlich auf den Punkt: „Ich fahre mir den Arsch ab und es passiert nichts.“ Aber wie immer wird der vierfache Superbike-Champion am Ende doch eine Lösung haben.

Weil sich neben Schrötter auch Jan-Ole Jähnig noch für die Superpole 2 qualifiziert hatte, ist jetzt das komplette GERT56-Team in den ersten drei Startreihen vertreten. Finsterbusch hatte es als Einziger des Trios im Direkteinzug geschafft. Die beiden Teamkollegen hatten aber niemals daran gezweifelt, dass ihnen Sprung über den Umweg der Superpole 1 gelingt. Bei Jähnig wurde gestern noch am Fahrwerk der BMW M 1000 RR geschraubt, „das dauert halt alles ein bisschen bei den Bedingungen. Jähnig erzählt, wie es sich bei der Hitze auf dem Motorrad anfühlt. „Auf der Start-Ziellinie bläst die Luft richtig heiß nach oben. Nach sechs Runden müsste man theoretisch die Füße rausstrecken, um Fahrtwind dranzulassen.“ Der einzige Honda-Fahrer Florian Alt (HRP) meinte: „Wenn Du in die Box reinkommst, kannst Du den Stoßdämpfer nicht anfassen. Der hat 80 bis 90 Grad. Das sind Probleme, die wir nicht kennen.“

Nicht mehr dabei ist Patrick Hobelsberger. Er hat sich abgemeldet.

Ergebnis Qualifying Most (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

2. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

3. Twan SMITS (NDL/Yamaha)

4. Hannes SOOMER (EST/BMW)

5. Florian ALT (DEU/Honda)

6. Jan-Ole JÄHNIG (DEU/Honda)

7. Toni FINSTERBUSCH (DEU/BMW)

8. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

9. Leon ORGIS (DEU/BMW)

10.Kevin ORGIS (DEU/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Kein Rennergebnis am Samstag nach zwei Abbrüchen

Das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike-Klasse am Samstag in Most ist ohne Wertung geblieben. Nach gleich zwei Rennabbrüchen entschied die Rennleitung, keinen weiteren Neustart mehr anzusetzen. Damit wird das Rennen nicht gewertet und es gibt keine Punkte.

Beim ersten Start setzte sich Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) von der Pole Position sofort an die Spitze und bog als Erster in die Schikane ein. Tobias Kitzbichler (RT Motorsports), der von Rang drei ins Rennen gegangen war, erwischte ebenfalls einen guten Start und sortierte sich direkt hinter Zuda ein.

Noch in der Anfangsphase kam es dann aber zu einem heftigen Zwischenfall. Der Niederländer ay-Jay Den Hoed (SWPN) fuhr in der Schikane Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) ins Heck. Beide Fahrer stürzten und rutschten über den Asphalt, zudem fing die Yamaha von Den Hoed Feuer. Beide Fahrer konnten sich eigenständig von ihren Motorrädern entfernen. während die Streckenposten sofort eingriffen und die Flammen löschten.

Für beide Fahrer war der Rennsamstag damit vorzeitig beendet. Auch auf die Teams wartet nun eine Nachtschicht, um die Motoräder wieder für das zweite Rennen startklar zu bekommen.

Nach der Unterbrechung wurde das Rennen über sieben Runden neu gestartet. Wieder kam Stepan Zuda von der Pole gut weg, diesmal setzte sich Gaststarter Bruno Ieraci (RT Motorsports) direkt an sein Hinterrad. Doch erneut hielt das Rennen nicht lange. Im Hintergrund kam es zu einer weiteren Kollision, diesmal zwischen Tom Kuil (RT Motorsports) und Louis Rammerstorfer (Freudenberg RORA-PALIGO Racing). Daraufhin wurde die rote Flagge ein zweites Mal gezeigt.

Anschließend entschied sich die Rennleitung, das Rennen nicht noch einmal neu zu starten. Da keine vollständige Runde beendet wurde, wird der Lauf nicht gewertet. Punkte werden entsprechend nicht vergeben.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Sportbike: Geiger auf der Pole und Blin muss klotzen

Bei Temperaturen von 38 Grad verbesserte sich im zweiten Qualifying in der EURO MOTO Supersport mit Ausnahme des Tschechen Filip Novotný kein einziger Fahrer. Die besten Rundenzeiten aus der ersten Session im Autodrom Most blieben unangetastet. Dirk Geiger startet im Samstags-Lauf um 16:45 Uhr von der Pole Position. Dort stellt sich auch die Frage: Wie weit nach vorn kommt Daniel Blin?

Dirk Geiger triumphierte mit einer Rundenzeit von 1:34.857 Minuten und hatte einen Abstand von guten zwei Hundertstelsekunden zu seinem Apreco-Yamaha-Teamkollegen Lennox Lehmann aufgebaut. Gestern hatte den Mannheimer ein Motorschaden ausgebremst. Der Antrieb des Sachsen lief wegen einer defekten Batterie ebenfalls nicht rund. Heute war das vergessen. Weil es klar war, dass die Lufttemperaturen noch steigen würden, hatte das Team für die zwei Fahrer gleich beide Reifensätze im ersten Qualifying verwendet, um sich erfolgreich positionieren zu können. Geiger und Lehmann stand deshalb heute kein neues Material zur Verfügung.

Die beiden Deutschen liegen in der Gesamtwertung auf dem zweiten und dritten Rang. Die Führung hat Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) inne. Der polnische Ducati-Fahrer gewann bisher alle Rennen. Im Most startet der 24-Jährige nur vom 16. Platz. Im ersten Qualifying war er gestürzt und hatte dabei Glück, wenigstens eine gezeitete Runde absolviert zu haben. Dem Ducati-Fahrer geht es gut. Er wird das Rennen bestreiten, aber nur eine Aufholjagd kann ihn am Wochenende vor einem größeren Punkteverlust oder gar die Tabellenführung retten. Blins Teamkollege Marcel Brenner steht neben Geiger und Lehmann auf der dritten Startposition.

Für den vierten Startplatz qualifizierte sich Luca Göttlicher auf der einzigen MV Agusta im Feld. Damit schaffte es der Neuzugang der Marke ein weiteres Mal, das Motorrad in die Spitzengruppe zu führen. Die fünftschnellste Rundenzeit fuhr Marvin Siebdrath auf Honda. Das MCA-Team brachte mit dem Sachsen, dem Dänen Julius Ahrenkiel-Frellsen und dem Bayern Julius Caeser alle Teamfahrer in die Top Ten.

Siebdrath ist der Fahrersprecher in der EURO MOTO Supersport und hatte sich gestern in einer Besprechung gegen eine Verkürzung der Renndistanzen aufgrund der Hitze ausgesprochen. Dabei bleibt es auch. „Die Temperaturen sind grenzwertig. Das Fahren macht keinen Spaß. Aber wir betreiben hier Leistungssport und der macht eben nicht immer Spaß. Und alle 19 Fahrer haben die gleichen Bedingungen.“

Yamaha-Fahrer Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) vervollständigt die zweite Startreihe und Jonas Folger auf der Entwicklungs-KTM (Team Freudenberg) eröffnet die dritte.

EURO MOTO Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

3. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

4. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

5. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

7. Jonas FOLGER (DEU/KTM)

8. Filip FEIGL (CHE/Yamaha)

9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

10.Julius Caesar RÖRIG (DEU/Honda)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Zuda setzt die Messlatte für die Pole in Most

Stepan Zuda (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) startet beim dritten Saisonwochenende der EURO MOTO Sportbike in Most von der Pole Position. Der Lokalmatador setzte bereits im ersten Qualifying am Samstagmorgen in 1:40,146 Minuten die Bestzeit und verteidigte diese auch im zweiten Zeittraining erfolgreich. Damit sicherte sich der Tscheche vor heimischem Publikum die beste Ausgangsposition für das erste Rennen am Samstagnachmittag. „Es ist hier definitiv nicht einfach zu fahren. Durch die hohen Temperaturen ist es körperlich sehr anstrengend. Umso glücklicher bin ich, dass wir das Motorrad so gut abgestimmt haben. Es funktioniert richtig gut und ich freue mich natürlich riesig, ausgerechnet hier in Most auf der Pole Position zu stehen“, sagte Zuda nach dem Qualifying.

Bruno Ieraci (RT Motorsports) qualifizierte sich mit einem Rückstand von lediglich 0,413 Sekunden auf Startplatz zwei. Direkt daneben steht Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb), dem auf seiner Aprilia RS660 lediglich drei Tausendstelsekunden auf den Italiener fehlten. Ruben Bijman (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) komplettiert die erste Startreihe, nachdem er nur 0,089 Sekunden hinter Kitzbichler blieb. Damit trennen die ersten vier Fahrer gerade einmal eine halbe Sekunde – beste Voraussetzungen für einen packenden Kampf um den Sieg.

Luis Rammerstorfer crasht in Q1 früh

Auch die zweite Startreihe ist hochkarätig besetzt. Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) qualifizierte sich als bester Deutscher auf Rang fünf und teilt sich die Reihe mit Teamkollege Luis Rammerstorfer sowie dem tschechischen Gaststarter Troy Sovicka (Panattoni BGR Smrž Racing).

Für Rammerstorfer verlief das Qualifying dabei zweigeteilt. Der Österreicher stürzte bereits in seiner dritten Runde des ersten Zeittrainings, blieb dabei jedoch unverletzt. Auch seine Triumph Daytona 660 wurde nur leicht beschädigt, sodass einem weiteren Einsatz nichts im Wege stand. Seine zuvor gefahrene Bestzeit von 1:41,404 Minuten reichte am Ende dennoch für Startplatz sechs. Im zweiten Qualifying konnte er sich bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad nicht mehr steigern und geht damit aus der zweiten Startreihe in das erste Rennen.

Komplettiert werden die Top Ten von Tom Kuil, Alexander Weizel und Kiyano Veijer. Das Trio startet von den Positionen acht bis zehn und dürfte alles daran setzen, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht abreißen zu lassen. Gerade auf dem engen und überholfreundlichen Kurs in Most bieten sich dafür bereits in den ersten Rennrunden zahlreiche Möglichkeiten.

Quick-Start-Verfahren für alle Rennen

Aufgrund der hohen Temperaturen in Most wird an diesem Wochenende außerdem das reguläre Startverfahren in allen EURO MOTO-Klassen ausgesetzt. Stattdessen kommt das sogenannte Quick-Start-Prozedere zur Anwendung. Dadurch verbringen Fahrer und Teams deutlich weniger Zeit in der Startaufstellung, um die Belastung durch die Hitze so gering wie möglich zu halten.

Das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike startet am Samstagnachmittag um 15:55 Uhr. Das zweite Rennen folgt am Sonntag um 11:50 Uhr. Beide Läufe werden live im Stream unter euromoto.racing/live übertragen.

EURO MOTO Sportbike, Ergebnis Qualifying (Top-Ten)

  1. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  2. Bruno IERACI (#8/ITA), Triumph Daytona 660
  3. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  4. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  5. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  6. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  7. Troy SOVICKA (#G21/CZE), Yamaha YZF-R7
  8. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  10. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Superbike: Tulovic schlägt zurück – Ducati mit Bestzeit in Most

Zwölf Fahrer waren im Superpole Pre Practice innerhalb einer Sekunde,
Lukas Tulovic führte Ducati an die Spitze.
Foto: Dino Eisele

Das Debakel von Brünn ist Geschichte. Die Ducati läuft wieder – und wie. Lukas Tulovic ist im Superpole Pre Practice die schnellste Zeit gefahren. Trotz der enormen Hitze über dem Autodrom Most war die Session ein einziges Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwölf Fahrer aus der EURO MOTO Superbike lagen am Ende innerhalb einer Sekunde.

„Er macht das schon, da bin ich zuversichtlich“, lehnte sich Matthias Moser in seinem Klappstuhl in der Box zurück. Der Teamchef von Triple M Racing Ducati Frankfurt weiß genau, was er an seinem Fahrer hat. Das Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Tulovic umrundete den Kurs auf der Ducati Panigale V4R in 1:33,039 Minuten und war damit hauchdünne 0,029 Sekunden schneller als Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW).

Für Soomer war es die Rückkehr in die EURO MOTO Superbike. Der Este hatte zuletzt in Brünn gefehlt, weil er zeitgleich in der Superbike-Weltmeisterschaft den verletzten Danilo Petrucci im BMW-Werksteam vertreten hatte. Den Ausflug auf die WM-Bühne genoss Soomer sichtlich und hofft auf eine Fortsetzung. In der EURO MOTO-Gesamtwertung hat ihn der Einsatz jedoch zurückgeworfen, nachdem er beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring aufs Podium gefahren war. Soomer wird jetzt als Gesamt-Neunter in der Superbike-Wertung geführt. Das wird er nicht so stehen lassen wollen.

Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) holte die drittbeste Zeit. Im Gegensatz zum Vorjahr machen ihm die Einheitsreifen zu schaffen. Die Honda muss darauf abgestimmt werden und die Asphalttemperaturen machen es derzeit nicht einfach.

Ebenfalls den direkten Einzug in die Superpole 2 schafften Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW), Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes) und Leon Orgis (ORM Racing). Im ersten freien Training hatte er wegen eines defekten Lenkkopflagers keine einzige Runde zustande gebracht und musste das Treiben auf der Strecke im Abseits beobachten.

Völlig aus der Rolle fiel Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes). Der ehemalige Supersport-WM-Fahrer landete lediglich auf Rang elf – allerdings ebenfalls noch innerhalb einer Sekunde hinter Spitzenreiter Tulovic. Reifenprobleme und mehrere kleinere Schwierigkeiten verhinderten eine bessere Platzierung. Damit muss Schrötter am morgigen Samstag zunächst den Umweg über die Superpole 1 nehmen. Dort qualifizieren sich die drei Schnellsten für die Superpole 2, in der gemeinsam mit den sechs Bestplatzierten des heutigen Superpole Pre Practice die endgültigen Startplätze in den ersten drei Reihen für die beiden Rennen am Sonntag vergeben werden.

Superpole Pre Practice (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (Ducati/DEU)

2. Hannes SOOMER (BMW/EST)

3. Florian ALT (Honda/DEU),

4. Markus REITERBERGER (BMW/DEU)

5. Toni FINSTERBUSCH (BMW/DEU)

6. Leon ORGIS (BMW/DEU)

7. Twan SMITS (Yamaha/NLD),

8. Jan-Ole JÄHNIG (BMW/DEU)

9. Soma GÖRBE (BMW/HUN)

10.Kevin ORGIS (BMW/DEU)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Doppelsturz bremst Bijman nicht

Der Trainings-Freitag in Most hat die neue Lage im Titelkampf der EURO MOTO Sportbike-Klasse angedeutet, aber längst nicht auch nur ansatzweise entschieden. Während Meisterschaftsführer Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) verletzungsbedingt fehlt, konnte Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) die Chance auf die Spitze in den ersten beiden freien Trainings noch nicht voll nutzen. Der Österreicher beendete den Tag in der kombinierten Zeitenliste auf Rang fünf.

Damit bleibt die Ausgangslage vor Qualifying und Rennen offen. Kitzbichler liegt zwar  trotz eines leichten Sturzes im ersten Training weiter in Schlagdistanz, aber eine dominierende Rolle spielte niemand. Gerade mit Blick auf Rosenthalers knappen Vorsprung von nur vier Punkten verspricht Most damit weiterhin in der Sportbike-Klasse spannend zu bleiben.

Für eine der kurioseren Geschichten des Tages sorgte Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing). Der Niederländer fuhr in der kombinierten Wertung auf Platz zwei, obwohl sein Freitag alles andere als problemlos verlief. Bijman stürzte sowohl in FP1 als auch in FP2, gehörte am Ende aber trotzdem zu den schnellsten Fahrern im Feld. „Ich bin zwar heute zweimal gestürzt, aber das war nicht dem Motorrad oder dem Setup geschuldet. Letztendlich ist unsere Pace wirklich gut. Ich fühle mich auf dieser Strecke schnell und weiß, dass wir vorne mitkämpfen können. Mein Ziel für dieses Wochenende ist ganz klar: Ich möchte endlich meinen ersten Sieg in der Sportbike-Klasse holen“, erklärte Bijman. Der bislang letzte Rennsieg des Niederländers liegt bereits etwas zurück. 2024 gewann er beim Saisonfinale in Hockenheim das letzte Rennen der Supersport-300-Klasse.

Hinter dem Führenden lagen die Abstände insgesamt eng beieinander. Tobias Kitzbichler bleibt trotz Rang fünf voll im Rennen um die Spitze. Direkt vor ihm reihten sich Louis Rammerstorfer und Lokalmatador Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) auf den Plätzen drei und vier ein. Gaststarter Bruno Ieraci (RT Motorsports) setzte in der Hitzeschlacht die Bestzeit und führt die kombinierte Wertung der beiden freien Trainings vorerst an.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Sonntag, 7. Juni 2026

Superbike: Das steckt hinter Schrötters Glücksmoment

Marcel Schrötter
Foto: Jens Hawrda

Superbike-Rookie Marcel Schrötter hat in Brünn zum ersten Mal in der EURO MOTO Superbike gewonnen. Ein Ausnahmefahrer und ein Spitzen-Team haben eine Paarung ergeben, die in der Gesamtwertung nur fünf Punkte hinter Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) liegt.

Pole Position in Brünn. Marcel Schrötter fuhr als Einziger eine Zeit unter 1:57 Minuten. „Das war mein erster großer Glücksmoment am Wochenende“, sagt der 33-Jährige. Im ersten Rennen toppte er das Ergebnis: Sieg nach 13 Runden. Mit 1.57,722 gab es obendrauf die die schnellste Rennrunde. Schrötter hat Träume und Wünsche im Team GERT56 by RS Speedbikes wahr gemacht.

Was war passiert? „Der Testtag vor dem Rennwochenende kam uns dabei sehr gelegen, da wir weitere Sachen probieren konnten, um das Motorrad besser verstehen zu können. Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für das Team, das im Winter mit den Federelementen zu Öhlins gewechselt ist“, erzählt Schrötter und macht auf einen besonderen Umstand aufmerksam: „Wir sind in jeder Session vorwärts gekommen – vor allem im Vergleich zu Markus Reiterberger. Er war am Wochenende zuvor mit dem EWC-Team und seinem EURO MOTO-Motorrad beim Testen in Brünn. Das heißt, er war schon richtig eingeschossen und hat auch entsprechend losgelegt. Aber wir haben ständig aufgeholt und am Samstag war die Superpole mit der Pole Position als Ergebnis optimal.“

Dass Schrötter das erste Rennen gewann war eine Wohltat für das Team GERT56. Der letzte Sieg lag zwei Jahre zurück. Er wurde von Patrick Hobelsberger geholt und datierte vom 5. Mai 2024. Auch im zweiten Rennen fühlte sich Schrötter auf der BMW M 1000 RR stark wie ein Bär. Bis ihn Lukas Tulovic unter Druck setzte. „Aber das Gefühl mit dem Motorrad war gut, und ich war mir sicher alles unter Kontrolle zu haben, bis ein paar kleine Probleme auftraten, deren Ursache wir noch finden müssen. Jedenfalls musste ich mehr pushen als gewollt und auch von der Elektronik her mehr freischalten, um diese Probleme zu überfahren. Das ging auf die Kosten der Reifen. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem man innerhalb einer Runde ziemlich einbrechen kann. Bei mir das der Fall. Ich habe meinen Hinterreifen kaputtgemacht und konnte das Tempo der Vorderen nicht mehr halten.“

Der dritte Platz war eine Enttäuschung für Schrötter. „ Diese ist aber längst überwunden, denn viel wichtiger ist, wieder ganz vorne dabei zu sein. Wir haben mit dem Motorrad einen Weg eingeschlagen, mit dem ich sehr happy bin. Ich hoffe, dass das eine Basis ist, die auch bei den nächsten Rennen gut funktioniert.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Freitag, 5. Juni 2026

Superbike: Aufgeben kommt für Hobelsberger nicht infrage

Patrick Hobelsberger, Honda CBR 1000 RR-R #52
Foto: Jens Hawrda

Wie schon vor der Veranstaltung bekannt war, kam Patrick „Pax“ Hobelsberger gesundheitlich nicht völlig auskuriert zur zweiten Saisonveranstaltung in der EURO MOTO Superbike. Mit viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen holte der Honda-Fahrer in Brünn vier Punkte. Es hätten mehr sein können.

Vor fünf Jahren holte der 29-Jährige Bayer aus Landau an der Isar den Titel in der IDM Supersport. Zwei Jahre später später stieg er als Gesamt-Dritter bei den Superbikes aufs Treppchen. Danach ging die Erfolgskurve in die verkehrte Richtung. Hobelsberger setzt dennoch alles daran, um in seinem privaten Team wieder vorwärts zu kommen.

In Brünn nahm Pax die Möglichkeit eines zusätzlich angebotenen Trainingstages war. „Ich hatte die Chance, um in Ruhe zu sehen, wo ich gesundheitlich stehe und wie viel Intensität wir in die freien Trainings legen können.“ Da die 4,5403 km lange Strecke als Reifenfresser gilt, lag der Fokus darauf, die Haltbarkeit der Reifen so gut es geht mit dem Setup zu verbessern. Nach dem mehrteiligen Qualifikationsverfahren über das Superbike Pre Practice und die Superpole stand Hobelsberger auf dem siebten Startplatz, direkt hinter dem ehemaligen Moto2-Weltmeister Marcel Schrötter sowie Shootingstar Leon Orgis. In seinem Rücken hoffte Titelverteidiger und Auftaktsieger Lukas Tulovic auf Schadensbegrenzung.

Bei Pax blieb das Qualifying der größte Erfolg des Wochenendes. Ein Fehler im Dashboard zum Rennbeginn kostete im ersten Lauf etliche Plätze. Seine Aufholjagd begann gleich in der ersten Runde. Am Ende überquerte er die Ziellinie als Elfter. Der zweite Lauf endete vorzeitig durch einen Sensor-Defekt. Nur vier Punkte aus Brünn mitzunehmen, das war ein Debakel. Ein frustrierter Pax lässt dennoch wissen: „Wir kämpfen weiter.“ Und das mit zwei Ausrufezeichen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Dienstag, 2. Juni 2026

Euro Moto Superbike: Erster Siegerpokal 2026 für Markus Reiterberger

Markus Reiterberber holt ersten Sieg
Foto: Jens Hawrda

Erstmals in der Geschichte der Euro Moto und damit auch erstmals in der langen und erfolgreichen Geschichte des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW ging die Reise auf die tschechische Moto Grand Prix Strecke von Brünn. Teamchef Werner Daemen war dieses Mal nur mit drei Piloten angereist. Mit dabei Markus Reiterberger (D), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL). Hannes Soomer (EST) war dem Ruf aus der BWM-Chefetage gefolgt und vertrat den verletzten Danilo Petrucci beim Rennen der World Superbike im spanischen Aragon. 

Markus Reiterberger hatte sich mit einem Extra-Test optimal auf die nicht wirklich vertraute Strecke vorbereitet. Zur Verstärkung war sein Fan-Club angereist und verpasste dem Piloten eine extra Ladung Motivation. Der BMW-Pilot mischte in allen Trainings vorne mit und eroberte nach dem direkten Einzug in die Superpole 2 die dritte Startposition, die seinen Ehrgeiz allerdings nicht so ganz zufriedenstellte. «Das habe ich wohl selbst verbockt», meinte er mit Blick auf die verpasste Pole-Position. «Aber Danke ans Team, ich hätte besser und schneller fahren können, war zu Beginn aber einfach zu vorsichtig. Nach dem Regenschauer im Training kurz vor uns war ich mir nicht sicher, ob der Asphalt schon wieder trocken oder noch feucht war. Da bin ich ein paar Runden rumgeeiert. Als ich die Abstände nach vorne sah, dachte ich mir, das muss doch gehen und habe noch schnell ein 1.57 min-Runde hingebrannt.»

Im ersten Rennen hatte sich Markus Reiterberger wie die gesamte Konkurrenz für die weiche Reifenmischung entschieden. Anfangs sah die Nummer auch komfortabel aus, was sich in einer bequemen Führung widerspiegelte. Am Schluss war es allerdings der Vorderreifen, der ihm einen Strich durch die Siegerrechnung machte. «Das war ein verschenkter Sieg», meinte er nüchtern nach seiner Ankunft auf Rang 3. «Das Bike war super und ich konnte gut attackieren. Am Hinterreifen habe ich gespart. Aber mit dem Vorderreifen habe ich nicht gerechnet. Die letzten zwei Runden fuhr ich wie auf Eiern. Da kam dann Marcel Schrötter durch. Im Bergauf-Stück bin ich in den Neutral-Gang gekommen und habe dadurch noch einen Platz an Florian Alt verschenkt.»

Revanche war das klare Motto im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW für Lauf 2. Und Reiterbergers Siegeshunger setzte sich durch, obwohl er sich in den letzten Runden mit allem, was er hatte, gegen Lukas Tulovic wehren musste. Doch am Ende konnte Reiterberger sich von seinem mitgereisten Fan-Club feiern lassen. Immerhin lag sein letzter Sieg in der nationalen Meisterschaft schon 3,5 Jahre zurück. «Das erste Rennen lag mir im Magen», offenbarte er nach seiner Siegfahrt am Nachmittag. «Ich habe beim Hinterreifen dann auf einen SC2 gesetzt. Immerhin bin ich mit dem schon vier Mal Meister geworden und er hat mich noch nie im Stich gelassen. Am Ende hatte ich zwar auch ein paar Probleme, aber ich hatte ein tolles Bike und es hat gereicht.»

Jan Mohr war wieder aus dem benachbarten Österreich angereist und kommt nach seiner Rückkehr ins Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit zwei Top Ten-Ergebnissen immer besser in Fahrt. Auch wenn Mohr eindeutig mehr will, als wie in Brünn auf den Plätze 10 und 9 im Ziel zu landen. «Ich war auf jeden Fall gut dabei», fasst der Vorarlberger sein Tschechien-Wochenende zusammen. «Im Pre Practice war ich Achter, im dritten freien Training am Samstagmorgen sogar Sechster. Der Regenschauer kurz vor der Superpole 1 hat mir dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin mit Regenreifen raus und das war im Nachhinein betrachtet die falsche Entscheidung. Mit Startplatz 13 macht man sich dann in den Rennen das Leben selber schwer.»

«Es hat ein paar Runden gedauert, bis ich mich in den beiden Rennen auf den zehnten Platz vorgekämpft hatte. Ich bin dann ähnliche Zeiten, wie die Jungs auf Platz 5 gefahren. Aber die Lücke zu der Gruppe vor mir war einfach jedes Mal zu groß. Im zweiten Lauf ist Toni Finsterbusch noch vor mir gestürzt, sodass es im Ziel für mich Platz 9 geworden ist. Happy bin ich mit den Ergebnissen nicht, denn ich weiß, es wäre mehr drin gewesen im Training. Aber die eine Session hat eben nicht hingehauen. Vom Grund-Speed her läuft es gut und beim nächsten Rennen in Most will ich den nächsten Schritt nach machen.»

Milan Merckelbagh bewies beim Premieren-Wochenende in Brünn vor allem am Samstag sein ganz spezielles Talent. Kurz vor dem Training der Superpole 1, bei dem die drei schnellsten noch in der Superpole 2 mit insgesamt neun Fahrern um die beste Startposition kämpfen, war ein kräftiger Regenschauer über die Rennstrecke von Brünn niedergegangen, nur um kurz drauf gleich wieder abzutrocknen. Genau die gemischten Bedingungen, die viele Fahrer so gar nicht mögen, und für die Merckelbagh ein besonderes Talent hat. Auch wenn er seiner Boxen-Crew noch ein Schreck versetzte, als er zu Beginn des Trainings dem Kiesbett einen kurzen Besuch abstattete. Doch davon lässt sich ein wasserfester Niederländer nicht erschüttern. Mit flotten Runden fuhr er auf direktem Weg in die Superpole 2. Mit Startplatz 9 durfte Merckelbagh in beiden Rennen aus Reihe 3 los. Was ihm allerdings kein Glück brachte.

Zwei 14. Plätzen, damit vier Punkte in der Gesamtwertung, nahm der Pilot vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW als Souvenir aus Tschechien mit. Im ersten Rennen kassierte er wegen eines von der Rennleitung geahndeten Frühstarts zwei Long Laps. Dieser Zeitverlust ließ sich über die Distanz nicht mehr wettmachen. Auch in Lauf 2 konnte Merckelbagh nicht zeigen, was er draufhat. «Der Start war ganz gut», meinte er nach der Zielankunft, «die erste Runde war auch ziemlich stark. In der zweiten Runden allerdings, ich war auf dem Weg zu Turn 10, hat die Bremse nicht optimal gearbeitet, mit dem Ergebnis, dass ich nicht wie geplant durch die Kurve kam und durch den Dreck musste. Dann habe ich versucht, die Lücke zu den Vorderleuten wieder zu schließen, aber sie war durch den Zwischenfall einfach zu groß und ich landete wieder auf P14.»

Montag, 1. Juni 2026

Superbike: Sieg für Markus Reiterberger und Tulo ist zurück

Podium Rennen 2 der Superbike
Foto: Michael Praschak

Lukas Tulovic war wieder da. Nicht ganz vorn, aber auf dem Podest. Den zweiten EURO MOTO Superbike-Lauf in Brünn gewann Markus Reiterberger. Der vierfache Champion zeigte eine Glanzleistung. Dritter wurde Marcel Schrötter.

Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) und Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) setzten sich nach drei Runden vom Feld ab. Twan Smits (Apreco Yamaha) überholte Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion). Leon Orgis (ORM Racing) rutschte wie schon im ersten Lauf übers Vorderrad aus der Verfolgergruppe.

Dann kam Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) ins Spiel. Vor dem Start hatte er sich in Geheimniskrämerei geübt, was die Ursache dafür war, dass er das ganze Wochenende nicht an der Spitze hatte mithalten können. Nur soviel: Das Team habe vor dem zweiten Lauf den Fehler gefunden und ein defektes Teil an der Ducati Panigale V4R ausgetauscht. Die Karten wirklich aufdecken, wollte der Titelverteidiger nicht.

Vom zehnten Startplatz stürmte Tulovic jetzt aufs Podium. Auf der letzten Rille presste er sich an Schrötter vorbei und am Ende schien es auch für Reiterberger noch eng zu werden. Doch der Bayer erwies sich als harter Hund. Tulo schwächelte in der letzten Runde kurz und Reiti nutzte seinen Vorteil aus, um die Ziellinie auf der BMW M 1000 RR um 0,775 Sekunden früher als Tulo auf seiner roten Diva zu erreichen. Es war sein erster Sieg in der Klasse seit dem Hockenheim-Finale 2022. „Das erste Rennen hat mir schwer im Magen gelegen“, meinte er im Rückblick, „jetzt habe ich meinen altbewährten Reifen genommen und es hat gepasst.“ Auch für seinen 50 Mann starken Fanclub, der nach Brünn gekommen war, hatte sich der Ausflug absolut gelohnt. Reiti wurde entsprechend gefeiert.

Für Tulovic war der zweite Platz wie ein Sieg. „Wir hatten am Wochenende Probleme von A bis Z. Ich bin stolz, dass wir das alles so gut umdrehen konnten.“ Schrötter haderte mit zwei Punkten auf dem Automotodrom, hat sich mit den zwei Podiumsplätzen – den ersten Lauf hatte er gewonnen – in eine hervorragende Ausgangsposition für die nächste Veranstaltung in Most in vier Wochen gebracht. In der Gesamtwertung hat ihn das Ergebnis von Brünn nach vorn gespült. Zu Spitzenreiter Tulovic fehlen ihm nur fünf Punkte.

Im Verlaufe des Rennens gerieten Lorenzo Zanetti (Triple M Ducati Racing Frankfurt) und Florian Alt aneinander. Privatfahrer Kevin Orgis (ORM Racing) überholte in der letzten Runde Twan Smits, den einzigen Yamaha-Fahrer im ganzen Feld.

EURO MOTO Superbike, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Markus REITERBERGER (DEU/BMW)

2. Lukas TULOVIC (DEU/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (DEU/BMW)

4. Kevin ORGIS (DEU/BMW)

5. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

6. Florian ALT (DEU/Honda)

7. Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

8. Soma GÖRBE (HUN/BMW)

9. Jan MOHR (AUT/BMW)

10.Jan-Ole JÄHNIG (DEU/BMW)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Supersport: Fünf Hundertstelsekunden retten Daniel Blin

Vier Rennen, vier Siege: Daniel Blin hat seine Bilanz nach den Supersport-Rennen
in Brünn weiter in die Höhe getrieben.
Foto: Michael Praschak

Daniel Blin und der vierte Sieg in Folge. Was der polnische Ducati-Fahrer in der EURO MOTO Supersport abliefert, ist einsame Spitze. Sein angereister Fan-Club feierte ihn in Brünn frenetisch. Die Yamaha-Fraktion mit Dirk Geiger und Lennox Lehmann beißt sich die Zähne am Führenden aus.

„Obwohl es ein schweres Wochenende war, an dem wir viel probiert und wir uns im Kreis gedreht haben, war es ein geiles Rennen“, fasste Dirk Geiger den zweiten Lauf in der EURO MOTO Supersport in Brünn zusammen. Für einen Jubelschrei reichte es nicht. Der Apreco-Yamaha-Fahrer verpasste den Sieg um 0,051 Sekunden. Somit hat Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) auch das vierte Saisonrennen gewonnen. Dem 24-jährigen Polen, der 2025 als Gesamt-Dritter abgeschlossen hatte, geht die hiesige Erfolgsbilanz runter wie Öl. „Letztes Jahr wäre das noch komplett unmöglich gewesen.“

Blins Ducati Panigale V2 rannte den Verfolgern auf den Geraden förmlich weg. In den letzten drei Runden waren der Pole sowie die beiden Deutschen Dirk Geiger und Lennox Lehmann die verbliebenen Podestanwärter – so wie in allen bisherigen Rennen der Saison.

Geiger streckte die Hand zum Sieg aus, als er an Blin vorbeizog und der Pole nicht mehr attackieren konnte. Doch die Windschattenspiele endeten zum Schluss doch wieder zugunsten des Ducati-Fahrers, wenn auch nur mit 0,051 Sekunden Vorsprung. Aber alles war wie immer: Blin siegte vor Geiger und Lehmann. Wobei Letzterer niemals gedacht hätte, dass das angeschlagene Tempo über das ganze Rennen anhalten würde. Der Dresdner hat jetzt vier Podiumsplätze in vier Rennen erbeutet. Es war ihm jedoch deutlich anzusehen, dass ihm P3 auf Dauer nicht behagt. Nach seinem schwierigen letzten Jahr, als er nicht ein einziges Mal aufs Siegerpodest durfte, hat er jetzt wieder seine helle Freude daran gefunden, aber eben nicht auf P3.

Der Schweizer Marcel Brenner hatte zu Beginn des Rennens mit seinem Teamkollegen Daniel Blin eine Ducati-Doppelspitze gebildet, konnte sich aber nicht lange in der Nähe des Vierfach-Siegers halten. Auf den letzten Metern wurde er auch noch vom besten Honda-Fahrer im Feld, Marvin Siebdrath, geknackt. Der Sachse von MCA Racing bestätigte mit dem vierten Platz sein Ergebnis vom Vortag. Teamkollege Julius Ahrenkiel-Frellsen schluckte fast gleichzeitig den munter kämpfenden Luca Göttlicher auf der einzigen MV Agusta im Feld. „Lucky Luc“ hatte in Brünn seinen Saison-Einstand gegeben und der F3 800RR ordentlich Leben eingehaucht.

Null Punkte gab es für Freddie Heinrich (Kawasaki Weber). Der Sachsen-Turbo war im Training gestürzt. Die Verletzungen hielten sich in Grenzen: leichte Gehirnerschütterung und etwas Rückenschmerzen. Das Motorrad war hingegen schwer verwundet und bis zum ersten Lauf nicht einsatzbereit. In der Summe aller Komponenten entschied das Team, auch den zweiten Lauf nicht zu bestreiten. Freddie Heinrich wird in vier Wochen im tschechischen Most in bester Verfassung zurückkommen.

EURO MOTO Supersport, 2. Lauf (Top-Ten)

1. Daniel BLIN (POL/Ducati)

2. Dirk GEIGER (DEU/Yamaha)

3. Lennox LEHMANN (DEU/Yamaha)

4. Marvin SIEBDRATH (DEU/Honda)

5. Marcel BRENNER (CHE/Ducati)

6. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

7. Luca GÖTTLICHER (DEU/MV Agusta)

8. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

9. Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

10.Filip FEIGL (CZE/Yamaha)


Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek