Sonntag, 16. August 2015

Audi-Team kfzteile24 MS RACING mit Doppelsieg am Nürburgring

  • Audi-Doppelsieg mit Stoll/Basseng vor Dobitsch/Sandström
  • Bachler holt im Porsche Punkte auf Tabellenführer Ludwig/Asch auf
  • Weishaupt gewinnt Gentlemen-Klasse im Audi
Team kfzteile24 MS Racing zeigt allen das Heck
Foto: Jens Hawrda
Orange ist Trumpf beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring: kfzteile24 MS RACING machte beim fünften Rennwochenende in der Eifel am Sonntag einen Doppelsieg perfekt. Nach dem Sieg im Samstagsrennen legte die Audi-Mannschaft nach und feierte in Lauf zwei am Sonntag mit dem Audi R8 angeführt von Florian Stoll (34, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau) vor den Samstagsiegern Daniel Dobitsch (31,A)/Edward Sandström (36, S) einen Doppelsieg in einem schwierigen Regenrennen. „Der Sieg schmeckt sehr süß, denn er war hart erkämpft“, jubelte Basseng. „Wir haben von der ersten Runde an nichts geschenkt bekommen. Der zweite Platz unserer Teamkollegen rundet ein fast perfektes Wochenende für das Team ab. Das Eis scheint für unser Team nun endgültig gebrochen.“ Klaus Bachler (24, A)/Martin Ragginger (27, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) fuhren im Porsche 911 auf Rang drei und holten so auf die Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn)/Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) auf, die im Mercedes-Benz SLS AMG auf Rang zehn ins Ziel kamen.
schwierige Bedingungen
Foto: ADAC-Motorsport
Porsche vergibt Siegchance mit zu spätem Boxenstopp

Der Nürburgring präsentierte sich zum zweiten Rennen des Wochenendes mit Regen von seiner schwierigen Seite. Bachler ging im Porsche 911 von der Pole in Führung und geriet sofort unter Druck von Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) im Audi R8. Der Porsche-Pilot konnte kurz durchatmen, als nach einer Kollision zwischen Uwe Alzen (47, Betzdorf/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 und Kelvin nach der Linde (19, ZA/C.Abt Racing) im Audi R8 das Safety-Car auf die Strecke ging. Nach dem Restart konnte sich Bachler aber nicht mehr gegen Thiim wehren. Der Däne setzte sich vor dem Porsche an die Spitze, doch der Nürburgring sollte dem Sohn von Tourenwagenlegende Kurt Thiim nach dem verlorenen Sieg am Tag zuvor abermals kein Glück bringen. In Runde 14 musste Thiim seinen Audi mit technischem Defekt abstellen. Das löste eine weitere Safety-Car-Phase aus, Bachler erbte die Führung zurück.
 
Beim Fahrerwechsel während der Safety-Car-Phase erlaubte sich das Porsche-Team von Christian Schütz dann einen taktischen Fehler und holte Bachler eine Runde nach dem Hauptfeld an die Box. Dadurch fand sich Bachlers Teamkollege Ragginger nur auf Rang sieben wieder. Stoll übernahm im Audi die Führung vor seinem Markenkollegen Andreas Weishaupt (42, Ulm/C.Abt Racing) und Dobitsch. Während Stoll ungefährdet zum Sieg fuhr, kämpfte sich Dobitsch auf Rang zwei vor und auch Ragginger zeigte eine starke Aufholjagd und arbeitete sich noch bis auf Rang drei nach vorn. Für Basseng und Stoll war ihr jeweils zweiter ADAC GT Masters-Sieg das Ende einer langen Durststrecke in der „Liga der Supersportwagen“: Stoll siegte zuletzt 2011 auf dem Lausitzring, Basseng gewann erstmals seit 2008.
die Doppelsieger vom Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Basseng: „Gerade beim Start hat man gesehen, dass ich schon viele Situationen hier auf dem Nürburgring erlebt habe. Ich konnte alle Attacken kontern und daraus meine Vorteile ziehen. Ich habe heute nun ungefähr das 30. Mal hier auf dem Nürburgring ganz oben auf dem Podium gestanden, aber dieser Sieg war schon etwas Besonderes.“
 
„Wir hatten in den vergangenen beiden Jahren einen langen Leidensweg und jetzt scheint es aufwärts zu gehen“, freute sich Stoll. „Ich hoffe, dass wir diesen Level nun halten können, das wird allerdings sehr schwierig. Momentan ist unser Audi extrem gut, wir haben lange darauf hin gearbeitet.“
 
Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (25, Leimen/BMW Sports Trophy Team Schubert) beendeten das Rennen im BMW Z4 GT3 vor Hari Proczyk (39, A)/Bernd Schneider (51, Bottighofen, CH/beide HP Racing) im Mercedes-Benz SLS AMG als Vierte. Weishaupt kam gemeinsam mit Christer Jöns (28, Ingelheim) auf Rang sechs ins Ziel und fuhr damit nicht nur zu seinem bisher besten Ergebnis im ADAC GT Masters, sondern auch zum Sieg in der Gentlemen-Klasse. Im schnellsten Bentley Continental wurden Luca Stolz (19, Brachbach)/Vincent Abril (20, MCO/beide Bentley Team HTP) Siebte vor den Zweiten in der Gentlemen-Klasse, Marc Gassner (24, Kempen)/Florian Strauss (30, Berlin/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R und dem zweiten Bentley mit Clemens Schmid (24, A)/Fabian Hamprecht (20, A/beide Bentley Team HTP).
 
Die Tabellenführer Ludwig/Asch mussten das Rennen im Mercedes-Benz nach Wertungsauschluss im Qualifying aufgrund von Untergewicht von hinten in Angriff nehmen. Nach einer Durchfahrtsstrafe nach einem Regelverstoss in der Safety-Car-Phase retteten die Mercedes-Benz-Piloten auf Rang zehn noch einen Punkt. Vor dem sechsten von acht Rennwochenenden auf dem Sachsenring (28. bis 30. August) machte Verfolger Bachler am Nürburgring zehn Punkte auf die Tabellenführer gut.

In der Gentlemen-Wertung hält sich Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team) an der Spitze. Gemeinsam mit Sven Barth (34, Weinheim) belegte der Schweizer Rang drei in der Gentlemen-Wertung. Seine Verfolger im Titelkampf, die Nissan-Piloten Dominic Jöst (36, Absteinach)/ Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing), schafften es am Nürburgring nicht auf das Podium und wurden nach einer Strafe nach einem Geschwindigkeitsverstoß in der Boxengasse Vierte vor Samstagssieger Alexander Mattschull (43, Friedrichsdorf/CarCollection Motorsport) im Mercedes-Benz SLS AMG.


Podium des Rennens vom Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):

1. Marc Basseng (D)/Florian Stoll (D) Audi R8 LMS ultra kfzteile24 MS RACING,
2. Edward Sandström (S)/Daniel Dobitsch (D) Audi R8 LMS ultra kfzteile24 MS RACING,
3. Martin Ragginger (A)/Klaus Bachler (A) Porsche 911 GT3 R Schütz Motorsport,
4. Dominik Baumann (A)/Jens Klingmann (D) BMW Z4 GT3 BMW Sports Trophy Team Schubert,
5. Bernd Schneider (D)/Hari Proczyk (A) Mercedes SLS AMG GT3 HP Racing.

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