Montag, 20. Januar 2020

Formel-E: Doppelte Punkte für Mercedes in Santiago

Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne in den Top-6

Nyck de Vries,  Mercedes-Benz EQ
Foto: Mercedes-Motorsport
Drei Rennen, drei Mal in den Punkterängen: Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team punktet auch im dritten Lauf seiner Debütsaison

  • Nyck de Vries verbesserte sich im Rennverlauf um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie im Endspurt auf Platz drei – durch eine nachträgliche Zeitstrafe belegte er schlussendlich Rang fünf
  • Stoffel Vandoorne kam hinter seinem Teamkollegen auf dem sechsten Platz ins Ziel
  • Ian James: „Ich freue mich über die Plätze fünf und sechs, die genau innerhalb unserer Zielsetzung liegen. Wir befinden uns als Team weiter auf dem richtigen Weg.“
  • Nyck de Vries: „Meine Pace war gut und ich konnte mich durch das Feld nach vorne kämpfen. Leider habe ich dann noch eine Strafe erhalten, aber insgesamt war es ein gutes Rennen.“
  • Stoffel Vandoorne: „Das war ein hartes, sehr ereignisreiches Rennen für mich. Es ist wichtig für uns, erneut eine gute Punkteausbeute mitzunehmen. Darauf kommt es in dieser Meisterschaft an.“


Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzte an diesem Wochenende den erfolgreichen Start in seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft in Chile fort. Nach zwei Podestplätzen am Auftaktwochenende in Saudi-Arabien fuhren die beiden Fahrer Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne beim Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 beide in die Top-6.

Nyck ging vom achten Startplatz in eines der heißesten Rennen der Saison. Der Niederländer verbesserte sich im Laufe der 40 Rennrunden um fünf Positionen und überquerte die Ziellinie nach einem spannenden Finish auf Platz drei. In Folge einer nachträglichen Zeitstrafe fiel er auf den fünften Rang zurück. Die Ursache hierfür war ein Verstoß bei der Batterietemperatur. Trotzdem erzielte der Rookie damit das bislang beste Ergebnis in seiner noch jungen Formel-E-Karriere.

Direkt hinter Nyck belegte sein Teamkollege Stoffel Vandoorne den sechsten Platz. Für Stoffel war es nach zwei dritten Plätzen in Diriyah die dritte Punkteankunft im dritten Saisonrennen.

Nyck und Stoffel qualifizierten sich für die vierte respektive fünfte Startreihe. Nach dem unerwartet erfolgreichen Debüt des Teams in Saudi-Arabien mussten sie in Qualifying-Gruppe eins respektive zwei antreten, in denen die Streckenbedingungen herausfordernd waren. Mit den Plätzen eins und zwei in ihrer jeweiligen Gruppe verpassten Stoffel und Nyck den Einzug in die Super-Pole der besten sechs Fahrer nur knapp.

Im Rennen gab es zum dritten Mal in Folge für beide Fahrer zusätzliche Leistung über den Fanboost (VAN: 18,6% / DEV: 7,7%). Stoffel gelang sogar ein Hattrick im Fan-Voting: der Belgier lag nach den ersten beiden Saisonläufen in Diriyah auch in Santiago in der Gunst der Fans ganz vorne.

Nach drei von 14 Saisonrennen führt Stoffel (38 Punkte) die Fahrerwertung mit drei Zählern Vorsprung vor Alexander Sims (35 Punkte) an. Nyck liegt mit 18 Punkten auf dem elften Gesamtrang. In der Teamwertung belegt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team (56 Punkte) mit vier Zählern Rückstand auf BMW i Andretti Motorsport (60 Punkte) den zweiten Platz.

Aus Chile geht es weiter nach Mexiko-Stadt. Dort bestreitet das Team am 15. Februar auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez den vierten E-Prix in seiner Debütsaison in der Formel E.

Audi-Pilot di Grassi begeistert mit Aufholjagd

  • Spektakulärer E-Prix in der chilenischen Hauptstadt Santiago
  • Lucas di Grassi macht nach Pech im Qualifying im Rennen 15 Plätze gut
Lucas di Grassi von Startplatz 22 auf Platz 7 im Ziel
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Die Formel E ist in Santiago de Chile mit einem spektakulären Rennen in das Jahr 2020 gestartet. Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler begeisterte die südamerikanischen Fans mit einer Aufholjagd von Startplatz 22 auf Rang sieben.

Packende Duelle, jede Menge Überholmanöver, Kollisionen und Spannung bis zur letzten Runde: Der E-Prix im Parque O'Higgins der chilenischen Hauptstadt lieferte ein typisches Formel-E-Rennen, das die Zuschauer von ihren Sitzen riss. „Es war absolut fantastisch“, sagte Lucas di Grassi. „Ich bin völlig erschöpft, aber überglücklich, aus der vorletzten Startreihe noch auf Platz sieben nach vorne gefahren zu sein. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team und Audi.“

Der Brasilianer hatte das große Pech, dass im Qualifying direkt vor ihm ein Unfall passierte und er nur vom Startplatz 22 ins Rennen gehen konnte. Mit seiner Aufholjagd unterstrich er, dass der Audi e-tron FE06 eines der schnellsten Autos im Starterfeld ist.

Teamkollege Daniel Abt hatte im Qualifying mit Verkehr zu kämpfen. Der Deutsche arbeitete sich von Startplatz 13 auf Rang acht nach vorn. Eine nachträglich gegen ihn verhängte 30-Sekunden-Zeitstrafe infolge einer Kollision warf ihn auf Platz 14 zurück.

„Es ging heute mächtig zur Sache“, sagte Teamchef Allan McNish. „Nach dem schwierigen Qualifying wussten wir alle, dass es für uns ein hartes Rennen werden würde. Aber das Team hat sich wieder einmal zurückgekämpft. Dass Lucas bis auf Platz sieben nach vorne fahren konnte, war eindrucksvoll. Dass Daniel für einen der vielen Zwischenfälle, die es heute gab, nachträglich eine Strafe bekommen hat, ist sehr schade. Es war ein hartes Rennwochenende für uns, aber wir nehmen wichtige Punkte mit aus Santiago und freuen uns schon auf das nächste Rennen in Mexiko.“

Sam Bird holte trotz eines Drehers mit Platz zehn einen Punkt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Robin Frijns wurde nach einer Berührung im Startgetümmel 15.

Sonntag, 19. Januar 2020

Maximilian Günther holt beim Santiago E-Prix den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere

Sieger beim Santiago E-Prix: Maximilian Günther BMW iFE.20
Foto: BMW-Motorsport
In einem spannenden Finale gelang Maximilian Günther (GER) in der letzten Runde ein Überholmanöver und damit der Sieg im Santiago E-Prix. Der 22-Jährige holte den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere in seinem dritten Rennen für das Team. Auf diese Weise wurde er auch der jüngste Gewinner aller Zeiten in der Serie. Die 25 erzielten Punkte brachten BMW i Andretti Motorsport an die Spitze der Teamwertung. Alexander Sims (GBR) fiel leider in Santiago aus.

Im Qualifying kämpften Sims mit einer Strecke, die für die erste Gruppe noch rutschig war. Nach drei Pole-Positionen in Folge musste er sich mit dem 15. Startplatz begnügen. Günther nutzte die besseren Streckenbedingungen in der dritten Gruppe perfekt aus und stieg in die Super Pole auf, wo er mit dem zweiten Platz zum vierten Mal in Folge einen Startplatz in der ersten Startreihe einnahm.

Während Sims zu Beginn des Rennens in viele heftige Zweikämpfe im Mittelfeld verwickelt war und sich nach Kontakt mit den Leitplanken endgültig aufgeben musste, konnte sich Günther in den Top 3 behaupten. Gegen Ende des Rennens profitierte er von der Energieeffizienz seines BMW iFE.20 und der herausragenden Strategie des Teams. In einem fesselnden Kampf um die Führung konnte er António Félix da Costa (POR) in der letzten Runde überholen und als Sieger die Zielflagge sehen.

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 15. Platz, Rennergebnis: DNF, Punkte: 35, Fahrerwertung: 2. Platz):

„Erstens freue ich mich unglaublich über Max und das Team. Max hatte ein hervorragendes Qualifying und er und das Team haben im Rennen alles richtig gemacht. Ich hatte auch im Training ein gutes Tempo, aber in der ersten Qualifikationsgruppe konnte ich nicht viel machen. Die ersten Runden meines Rennens waren ziemlich gut. Es war ein typisches Formel-E-Rennen im Mittelfeld. hart, aber gut. Ich kam dann leicht mit der Wand in Berührung, beschädigte aber mein Auto so sehr, dass ich mich vom Rennen zurückziehen musste. Daher ist das Ergebnis offensichtlich enttäuschend.“

Maximilian Günther (# 28 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 2. Platz, Rennergebnis: 1. Platz, Punkte: 25, Fahrerwertung: 4. Platz):

„Heute ist ein Traum wahr geworden. Ich bin unglaublich glücklich, hier in Santiago den ersten Sieg meiner Formel-E-Karriere zu feiern. Der zweite Platz im Qualifying war hervorragend. Nachdem wir auf der schmutzigen Seite der Strecke keinen guten Start hingelegt hatten, was mich eine Position gekostet hat, haben wir den ATTACK MODE sehr geschickt eingesetzt, um die Führung zu übernehmen. Bei der Hitze war es auch wichtig, die Temperatur der Batterien im Auge zu behalten. Das haben wir wirklich gut gemacht. In der letzten Runde musste António auf der Geraden etwas früher als ich rollen. Ich dachte bei mir 'jetzt oder nie' und ging zum Überholen. Zum Glück ist es gelungen. “

Samstag, 18. Januar 2020

Piro Sports steigt mit Ginetta in die ADAC GT4 Germany ein

  • ADAC GT4 Germany wird 2020 um eine weitere Marke bereichert
  • Mit Cedric Piro und Robin Falkenbach steht das Fahrer-Duo bereits fest
  • Piro Sports peilt zudem Gaststarts mit zweitem Fahrzeug an
Piro Sports setzt die Ginetta G55 GT4 ein
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany wird 2020 um eine weitere Marke reicher. Nachdem 2019 bereits Fahrzeuge von Aston Martin, Audi, BMW, KTM, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche an den Rennen der ADAC-Serie teilnahmen, ist in der anstehenden Saison auch eine Ginetta am Start. Eingesetzt wird das G55 GT4 getaufte Modell vom saarländischen Rennstall Piro Sports. "Unsere Familie liebt alles Britische und hat somit auch eine ganz besondere Beziehung zu englischen Automobilen. Da fiel die Entscheidung leicht, auf die Ginetta zu setzen", erklärt Teamchef Erwin Piro den Hintergrund zur Fahrzeugwahl.

Die Ginetta G55 GT4 wird von einem V6-Saugmotor angetrieben, der über einen Hubraum von 3,7 Litern verfügt und rund 380 PS leistet. Das Fahrzeug wiegt in der Grundkonfiguration 1085 Kilogramm. "Wir haben im letzten Herbst zwei gebrauchte Ginetta erworben und sind damit sehr zufrieden. Schon bei unserem Rollout konnten wir 50 problemfreie Runden abspulen. Das stimmt uns zuversichtlich für die Saison. Die Ginetta wurde als echtes Rennauto entwickelt, hat aber dennoch einen recht konservativen Charakter", stellt Piro das britische GT4-Modell näher vor.

Auch die Fahrerpaarung steht bei Piro Sports bereits fest. Angeführt wird das Duo von Cedric Piro, dem Sohn von Teamchef Erwin Piro. Er startete bis 2017 in der ADAC Formel 4 und wechselte 2018 in den europäischen Tourenwagen-Bereich. Nach einer Rennpause 2019 möchte er im GT4-Sport nun wieder richtig Vollgas geben. Sein Teamkollege ist Robin Falkenbach, der aus dem Kartsport aufsteigt. "Beide sind derzeit am studieren und durch all die Klausuren zeitlich natürlich sehr eingebunden. Dennoch sind sie hochmotiviert, die Doppelbelastung aus Universität und Motorsport stemmen zu können", so Piro weiter, dessen Team sich für die Saison der ADAC GT4 Germany viel vorgenommen hat. "Unsere zwei Fahrer haben ein enormes Potenzial. Somit ist es unser Ziel, regelmäßig in die Top Zehn zu fahren."

Denkbar sind bei Piro Sports auch Gasteinsätze mit der zweiten Ginetta. "Wir planen, damit ab und zu einen Gaststart in der ADAC GT4 Germany zu bestreiten. Wenn die ersten beiden Rennwochenenden einmal absolviert sind, werden wir diesbezüglich sicherlich ein klareres Bild haben."

In der Vergangenheit war Piro Sports in der ADAC Formel 4 aktiv, die Rückkehr auf die ADAC GT Masters-Plattform und die Entscheidung für die ADAC GT4 Germany fiel dem Team leicht. "Wir haben die Serie letztes Jahr natürlich detailliert analysiert. Das Gesamtpaket passt einfach", stellt Piro klar. Saisonstart der ADAC GT4 Germany ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Die Rennen der ADAC werden auch 2020 wieder von SPORT1 oder SPORT1+ live im Fernsehen übertragen.

WRT-Teamchef Vincent Vosse: "Wir lieben Herausforderungen"

  • Belgier freut sich auf das ADAC GT Masters
  • W Racing Team startet erstmals in der "Liga der Supersportwagen"
  • Rennstall setzt zwei Audi R8 LMS ein
WRT-Teamchef Vincent Vosse
Foto: Foto: ADAC-Motorsport

Wenn am 24. April in Oschersleben die neue Saison des ADAC GT Masters beginnt, feiert mit dem W Racing Team (WRT) eines der erfolgreichsten internationalen GT-Teams seine Premiere in der "Liga der Supersportwagen". Teamchef Vincent Vosse gibt einen ersten Ausblick auf das neue Programm der belgischen Mannschaft.

Vor gerade einmal zehn Jahren, im September 2009, wurde das W Racing Team gegründet. Seitdem hat sich die Mannschaft aus Baudour zu einem der führenden Teams im GT-Sport entwickelt. So gewann der Rennstall die 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring sowie in Dubai und in Zolder. Zudem gewann WRT den FIA-GT-Weltcup und weitere nationale und internationale Rennen und Meisterschaften wie die 12 Stunden von Bathurst und Sepang und die 10 Stunden von Suzuka. In dieser Saison feiert das Team mit zwei Audi R8 LMS seinen Einstand im ADAC GT Masters. Für Teamchef Vincent Vosse ein logischer Schritt: "Wir wollten schon vor zwei Jahren in die Serie einsteigen, aber jetzt hat es endlich geklappt. Das ADAC GT Masters ist eine großartige Meisterschaft. Es ist sehr hart umkämpft und für Hersteller wie Audi sehr wichtig. Wir lieben Herausforderungen."

Was die Ziele angeht, hält sich Vosse zurück. "Wir wollen stolz auf unsere Leistungen sein und unser Bestes geben. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum wir nicht auf Augenhöhe mit den anderen Audi-Teams kämpfen können. Natürlich ist das ADAC GT Masters keine einfache Serie. Wir werden sehen, was am Ende herausspringt."

Als größte Herausforderung für sein Team sieht Vosse das Thema Reifen. "Jede Meisterschaft hat ihre Besonderheiten. In den bisherigen GT-Serien, in denen wir gestartet sind, gab es Reifenwärmer. Diese sind im ADAC GT Masters nicht erlaubt. Daher ist es wichtig zu lernen, wie man die Reifen optimal aufwärmt, damit man die beste Leistung abrufen kann." Um für die Einsätze in der "Liga der Supersportwagen" bestens gerüstet zu sein, setzt WRT nicht nur auf bewährte Kräfte. "Wir haben ein paar neue Leute ins Team geholt, die schon im ADAC GT Masters gearbeitet haben."

Wer die beiden Audi R8 LMS pilotieren wird, steht noch nicht fest. "Wir führen noch Gespräche", so Vosse, der hofft, 2020 bei möglichst vielen Rennen selbst vor Ort zu sein. "Wir haben bei WRT zum Glück ein sehr umfangreiches Programm. Oft mit vielen parallelen Einsätzen an einem Rennwochenende. Aber ich freue mich auf das ADAC GT Masters."

Donnerstag, 16. Januar 2020

Team GT startet 2020 in der DTM Trophy

  • McLaren-Kundenteam erstmals im DTM-Rahmenprogramm
  • Sechs Rennwochenenden zwischen April und Oktober
  • 150.000 Euro: Attraktiver Preisgeld-Topf für die Top 3 der DTM Trophy
Foto: dtm.com

Team GT bringt eine legendäre Rennsport-Marke ins DTM-Rahmenprogramm. Die in München ansässige Mannschaft wird mit zwei GT-Sport-Versionen des McLaren 570S in der DTM Trophy 2020 an den Start gehen.

„Wir freuen uns sehr, das Team GT in der DTM Trophy begrüßen zu dürfen“, sagt Frederic Elsner, Director Event beim DTM-Vermarkter ITR. „Die beiden McLaren sind spektakuläre und leistungsstarke Rennfahrzeuge, die bei Motorsport-Fans sehr gut ankommen werden. Außerdem ist die Mannschaft um Teamchef Bernhard Laber eine eingespielte Truppe, die junge Talente fördert und optimal auf deren Karrierewegen begleitet. Dieser Ansatz passt perfekt zur Ausrichtung der DTM Trophy.“

„Die Teilnahme an der DTM Trophy ist für uns der richtige Schritt“, sagt Teamchef Laber. „Das Konzept der ITR hat uns von Anfang an überzeugt: Sprintrennen ohne Fahrerwechsel, das professionelle DTM-Umfeld, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Vermarktungskompetenz der ITR – das passt. Die DTM Trophy bietet im DTM-Rahmenprogramm attraktive Start- und Fahrtzeiten. Das ist für uns als Team, das junge Talente fördert, ein ganz wichtiger Punkt. Nicht zuletzt daran erkennt man, welch hohen Stellenwert die DTM Trophy auf der DTM-Plattform genießt. Zwar können wir im Moment noch nicht verraten, wer unsere beiden McLaren fahren wird, aber wir können sagen, dass wir eine hochattraktive Fahrerpaarung aufbieten werden. Mehr dazu in Kürze.“

Einschreibung für interessierte Teams eröffnet

Die DTM Trophy für seriennahe GT-Rennfahrzeuge mit Heckantrieb startet 2020 an sechs Wochenenden im Rahmenprogramm der DTM. Ähnlich wie in der DTM wird es in der Serie pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten. Fahrerwechsel gibt es nicht.

Interessierte Teams können sich seit dem 6. November offiziell bei der ITR einschreiben. Ende der Einschreibungsfrist ist der 11. März 2020. An die Top 3 der Gesamtwertung werden nach Saisonende insgesamt 150.000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet. Der beste Junior-Pilot qualifiziert sich zudem für eine Testfahrt in einem DTM-Auto.

Die Einschreibegebühr beträgt 23.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer – wobei neben den Hankook-Reifen auch der Kraftstoff den Teilnehmern bei allen offiziellen Veranstaltungen der DTM Trophy kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das gilt nicht nur für alle Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM 2020, sondern würde auch mögliche, durch die ITR ausgerichtete Testfahrten vor Saisonbeginn umfassen. Weitere Informationen zur Einschreibung gibt es unter https://www.dtm.com/de/dtm-trophy.

DTM Trophy bei sechs von zehn DTM-Events im Rahmenprogramm

Zur Teilnahme an der DTM Trophy sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie McLaren, Mercedes-AMG, Porsche, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sechs Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober). Anfang Januar war der Rennkalender von der ITR angepasst worden, um eine Terminüberschneidung mit der GT4 European Series der SRO zu vermeiden. Die DTM-Dachorganisation reagierte damit auf eine Anregung der Rennteams, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu bieten.

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem E-Prix in Santiago

Stoffel Vandoorne, Nyck de Vries
Foto: Mercedes-Motorsport
Stoffel Vandoorne:

„Hinter uns liegt eine recht lange Pause seit den ersten beiden Saisonrennen in Saudi-Arabien. Es fühlt sich fast so an, als ob sie schon vor einer kleinen Ewigkeit gewesen wären. Deshalb freue ich mich riesig darauf, endlich wieder Rennen zu fahren. Santiago wird eine enorme Herausforderung für uns. Im vergangenen Jahr war es dort extrem heiß und diesmal dürfte es genauso sein. Es ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze. Dadurch werden die Fahrer, die Autos und die Batterien sehr stark belastet. Ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende an unsere Leistung aus Diriyah anknüpfen können. Das war ein fantastisches Debüt für unser Team.“

Nyck de Vries:

„Zum Auftakt des Jahres geht es für uns zum zweiten Rennwochenende der Saison nach Santiago. Wir hatten seit dem Saisonstart in Diriyah eine kleine Pause, wobei ich es lieber gehabt hätte, wenn diese nicht ganz so lang gewesen wäre. Ich hatte das Gefühl, dass wir für Saudi-Arabien gut vorbereitet waren und ein gutes Wochenende hatten. Deshalb hätte ich gerne weiter gemacht und direkt daran angeknüpft. Gleichzeitig war es aber auch schön, mich nach einem anstrengenden Jahr ein bisschen zu erholen. Jetzt möchte ich den Schwung des guten Auftaktwochenendes in den Rest der Saison mitnehmen. Uns ist bewusst, welche Herausforderungen uns erwarten und wie stark die Konkurrenz ist. Deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an und bleiben mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”

Mittwoch, 15. Januar 2020

Mercedes-Benz EQ Formel E Team reist hochmotiviert zum heißesten Rennen der Saison

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzt seine Debütsaison in der ABB FIA Formel E Meisterschaft beim dritten Saisonlauf in Santiago fort
Foto: Mercedes-Motorsport
  • Neuer Streckenverlauf und hohe Temperaturen: der Antofagasta Minerals Santiago E-Prix 2020 stellt das Team vor neue Herausforderungen
  • Ian James: „Unser Debüt in der Formel E hat dem Team einen enormen Motivationsschub verschafft.”
  • Stoffel Vandoorne: „Santiago ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze.”
  • Nyck de Vries: „Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten.”


Das zweite Rennwochenende in der noch jungen Teamgeschichte führt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team am kommenden Wochenende zum Santiago E-Prix nach Chile.

Die chilenische Hauptstadt ist seit der Saison vier Bestandteil des Rennkalenders und somit in diesem Jahr zum dritten Mal Austragungsort eines E-Prix. Nachdem das Debüt im Februar 2018 noch auf einer Strecke am Parque Forestal stattgefunden hat, treten die Teams seit dem Vorjahr auf einem Kurs im Parque O’Higgins an.

Für die dritte Ausgabe in diesem Jahr wurde die Strecke in allen Sektoren erheblich umgebaut und leicht verkürzt. In diesem Zuge wurde unter anderem die Schikane entfernt. Insgesamt erwarten die Piloten elf Kurven, darunter acht Links- sowie drei Rechtskurven. Die neue Streckenlänge beträgt 2,287 km, der Vollgasanteil beträgt 50%. Der geänderte Streckenverlauf sollte zudem zu den höchsten Topspeeds der Saison führen.

Besondere Beachtung kommt in Santiago den erwarteten hohen Temperaturen zu, die bereits in der vergangenen Saison für eine riesige Herausforderung sorgten. Während des Rennens erreichten die Luft- und die Streckentemperatur im Vorjahr Spitzenwerte von knapp 38°C respektive mehr als 46°C. Damit war Santiago 2019 der bislang heißeste E-Prix in der Geschichte der Formel E.

Nach den unerwarteten Erfolgen beim Saisonstart in Diriyah reist das Mercedes-Benz EQ Formel E Team als Führender in der Teamwertung zum dritten Saisonrennen nach Chile. Nach zwei von 14 Saisonläufen belegen die Fahrer Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries die Plätze zwei und neun in der Fahrerwertung. Der Start zum Santiago E-Prix erfolgt am kommenden Samstag, 18. Januar um 16:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ).

BMW i Andretti Motorsport vor dem Santiago E-Prix

Der Santiago E-Prix (CHI) am kommenden Wochenende ist das erste Rennen des Jahres 2020 in der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. Alexander Sims (GBR) reist nach seinem Sieg und zwei Pole-Positionen in Diriyah (KSA) an die Spitze der Fahrerwertung nach Chile. 
BMW i Andretti Motorsport, BMW iFE.20, Maximilian Günther, Alexander Sims
Foto: BMW-Motorsport

Alexander Sims (# 27 BMW iFE.20):

„Die Pause nach Diriyah hat mir sehr gut getan und ich fühle mich erholt, als ich in Santiago ins Rennen ging und bereit für die Herausforderung bin. Natürlich fahre ich nicht nach Santiago, weil ich denke, dass ich automatisch die Pole Position und den Sieg wieder erhalte, aber ich bin ehrgeizig genug, um einen weiteren Sieg anzustreben. Das BMW i Andretti Motorsport Team war in Saison 5 sowohl in Diriyah als auch in Santiago stark. Ich hoffe, dass wir diesmal wieder dasselbe schaffen. Alle Fahrer müssen zuerst das neue Streckenlayout verinnerlichen. Das Training im Simulator hat mir schon sehr geholfen. Die Tatsache, dass ich zum ersten Mal in der Qualifikationsgruppe 1 antreten muss, ist eine Herausforderung, aber ich hoffe, dass wir gut zurechtkommen und ein weiteres starkes Ergebnis erzielen können. “


Maximilian Günther (# 28 BMW iFE.20):

„Nach der langen Pause habe ich mehr als nur meine Batterien aufgeladen, und ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu kommen. Ich hatte in der letzten Saison viel Spaß in Santiago und hoffe, dass das neue Layout der Strecke genauso cool ist, um weiterzufahren. Besonders mit meiner Leistung im zweiten Rennen in Diriyah war ich sehr zufrieden. Mein Tempo war vielversprechend, auch wenn wir am Ende keine Punkte gesammelt haben. Dies gibt uns allen noch mehr Motivation, in Santiago noch besser zu werden. Die Chemie im Team ist hervorragend. Ich fühle mich sehr zu Hause. "

Montag, 13. Januar 2020

Formel E startet in Santiago ins neue Jahr

  • Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wollen in Chile Pokale holen
  • Audi Sport ABT Schaeffler nach 60 Formel-E-Rennen erfolgreichstes Team
  • Teamchef Allan McNish: „Wollen Schwung aus Riad mitnehmen

Daniel Abt, Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Die Weihnachtspause ist vorbei: Am kommenden Samstag (18. Januar) startet die Formel E zu ihrem dritten von insgesamt 14 Saisonrennen in Santiago de Chile. Nach einem ersten Pokal am Auftaktwochenende der rein elektrischen Rennserie im November nimmt das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi wieder das Podium ins Visier.

Austragungsort am Samstagnachmittag ist wie im Vorjahr der 2,287 Kilometer lange Kurs im Parque O'Higgins, der südlich des Stadtzentrums liegt. Die Strecke wurde in einigen Bereichen neu gestaltet, die Boxengasse verlegt und eine Schikane entfernt. In der vergangenen Saison erlebten Fahrer, Teams und Fans mit 37 Grad die bis heute höchste Temperatur während eines Formel-E-Rennens.

„Wir alle haben unsere Akkus über die Feiertage aufgeladen und freuen uns, dass die Saison jetzt endlich weitergeht. Den Schwung aus Riad wollen wir natürlich mit ins neue Jahr nehmen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Im Vorjahr waren wir stark in Santiago: Lucas ist die schnellste Runde in der Super Pole gefahren und Daniel stand auf dem Podium. Aber jetzt sind die Voraussetzungen anders, denn das Streckenlayout hat sich geändert. Was das bedeutet, werden wir trotz aller Simulationen erst nach dem ersten freien Training genau wissen.“

Für Audi Sport ABT Schaeffler war es im Vorjahr ein E-Prix mit gemischten Emotionen. Daniel Abt sicherte sich mit dem dritten Rang den ersten Podiumsplatz der Saison 2018/19 und fuhr außerdem die schnellste Runde. Lucas di Grassi erlebte einen gebrauchten Renntag: klare Bestzeit im der Super Pole, Strafversetzung von der Pole-Position auf den letzten Startplatz, Aufholjagd zurück in die Punkte, Kollision mit anschließender Zeitstrafe – keine Punkte. 

Die Erinnerungen des Brasilianers an Santiago sind trotzdem positiv: „In der vergangenen Saison war ich in der Super Pole mit einer halben Sekunde Vorsprung Schnellster. Jeder in unserer Mannschaft ist hoch motiviert und möchte unbedingt mit einem guten Ergebnis in das neue Jahr starten. Spätestens seit dem Podiumsplatz in Riad wissen wir, dass wir mit dem e-tron FE06 auch in dieser Saison ein Auto haben, mit dem wir um Siege fahren können.“

Teamkollege Daniel Abt würde den Erfolg aus dem Vorjahr am liebsten wiederholen. Mindestens. „Ich bin heiß auf Santiago und froh, dass ich endlich wieder im Rennauto sitze“, sagt der 27 Jahre alte Deutsche. „Auch, wenn der Auftakt in Riad nicht leicht war, hat er doch noch mehr Lust auf die neue Saison gemacht. Schön, dass es jetzt in den nächsten Monaten Schlag auf Schlag geht. Jeder im Team hatte Zeit, die ersten beiden Rennen zu analysieren und an allen Details zu arbeiten. Für diese harte Arbeit wollen wir uns jetzt belohnen.“

Das Rennen in Santiago startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ) und ist der 61. E-Prix in der noch jungen Formel-E-Geschichte. Audi Sport ABT Schaeffler führt mit 41 Podiumsplätzen und 1.127 Punkten die Bestenliste an. Der Lauf geht wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Die ARD zeigt den Lauf im Livestream unter www.daserste.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Santiago.

Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten beiden Rennen in der Teamwertung auf Platz zwei.

Mittwoch, 8. Januar 2020

IDM Superbike: Marc Moser startet 2020 für MGM Racing auf der neuen Yamaha R1

Marc Moser , Yamaha R1-M (#32)
Foto: Jens Hawrda
Marc Moser hat Anfang Dezember einen Vertrag für die Saison 2020 bei MGM Racing unterschrieben. Marc Moser hatte die Saison 2019 bei MGM Racing Performance als bester Yamaha-Fahrer in der IDM Superbike 1000 beendete. Er stand vier mal auf dem Podium und wurde Gesamt-Sechster in der Königsklasse.

Moser wird ins Team Bonovo action by MGM Racing integriert. Seine Kollegen in der Superbike-Klasse sind Jonas Folger und Max Weihe. Den prominenten Ex-Grand Prix-Piloten kennt Moser mehr als die Hälfte seines Lebens. Folger und Moser sind als Kinder in der ADAC Mini Bike-Meisterschaft gegeneinander gefahren, wobei schon damals ersichtlich war, dass Folger ein Ausnahmetalent ist.

Moser wird wie seine Kollegen auf der neuen Yamaha YZF-R1 starten. Ihre Kennzeichen: aggressive Frontverkleidung, verbesserte Aerodynamik, bessere Elektronik, stärkerer Motor, neu entwickelte Schlepphebel und Nockenprofile für optimierten Ventilhub, modifizierter Ansaugtrakt mit neu gestaltetem Zylinderkopf. „Ich denke, das Motorrad ist konkurrenzfähig“, meint Moser und fügt hinzu: „Marvin Fritz ist sie schon gefahren und er hat uns als Gastfahrer beim Finale in Hockenheim schon mit dem alten Modell gezeigt, was damit geht.“

Samstag, 4. Januar 2020

Julian Puffe startet 2020 für das HRP-Team in der IDM-Superbike

Julian Puffe startet 2020 mit Honda in der IDM-Superbike
Foto: Jens Hawrda
Schon lange vor Weihnachten war klar, das Julian Puffe trotz des Vize-Titels in der IDM Superbike 1000 seinen Platz im Team alpha Racing-Van Zon-BMW verloren hat. Werner Daemen macht mit dem zweifachen IDM Superbike 1000-Champion Ilya Mikhalchik weiter und verpflichtet Vladimir Leonov sowie den Rookie Tim Eby neu für sein Team.

Für Puffe war zum Saisonende 2019 einiges schief gelaufen. Nach seinem Verlust der Führung in der IDM Superbike 1000-Gesamtwertung war der S1000 RR-Pilot von Stürzen und technischen Defekten verfolgt. Am Ende wurde er mit 115 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen Ilya Mikhalchik Vizemeister.

Puffe, der 2019 zwei IDM Superbike 1000-Siege und sechs weitere Podiumsplatzierungen holte, versucht nun alles, um in ein anderes Team zu rutschen.

Dann hat es aber für Puffe doch noch geklappt, Julian Puffe hat Mitte Dezember bei Teamchef Jens Holzhauer einen Vertrag für die Saison 2020 in der IDM Superbike 1000 unterschrieben. Der Vizemeister von 2019 wird zusammen mit seinen Teamkollegen Alex Polita im Team Holzhauer Racing Promotion die nagelneue Honda CBR 1000 RR-R pilotieren.

Die Stimmung im Team und vor allem bei Julian Puffe ist in Erwartung der neuen Saison fantastisch, fährt man dan doch mit der neuen Honda mit 217 PS und viel MotoGP Technologie an Bord. Die Motorräder werden voraussichtlich Anfang Januar 2020 zu Holzhauers Firmensitz in Wittenberge geliefert. Im Februar und März soll dann viel getestet werden. 

Freitag, 3. Januar 2020

Zahlen, Daten und Fakten zur ADAC TCR Germany 2019

  • Champion Hesse mit vier Saisonsiegen
  • 133.800 Zuschauer bei den sieben Veranstaltungen vor Ort
  • Michelle Halder gewinnt als erste Frau ein Rennen in der ADAC TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Die vierte Saison der ADAC TCR Germany war spannend und umkämpft – Champion Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler), Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing), Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) und Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) waren die dominanten Fahrer in diesem Jahr.

Das Quartett punktete in allen 14 Saisonrennen und sorgte für ein packendes Finish am Sachsenring. Unterdessen gelang Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) als erster Frau ein Sieg in der ADAC TCR Germany. 

Weitere spannende Zahlen und Fakten der ADAC TCR Germany 2019

Alte Hasen - Newcomer: Insgesamt gingen in dieser Saison 36 Fahrer aus 13 Nationen an den Start - erstmals waren Fahrer aus Belgien, Marokko und Malaysia mit dabei. 19 Piloten sicherten sich in der ADAC TCR Germany-Saison 2019 Punkte. 

Enge Kiste: Nur zweimal wechselte während der Saison der Spitzenreiter. Nach Honda-Pilot Mike Halder übernahm Antti Buri im Audi das Ruder. Max Hesse im Hyundai übernahm die Spitzenposition nach dem vorletzten Rennwochenende in Hockenheim und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. 

Viele Fans vor Ort: Die ADAC TCR Germany erfreut sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Insgesamt 133.800 Zuschauer waren bei den sieben Veranstaltungen in dieser Saison vor Ort.

Speedy Gonzales: Hari Proczyk im Hyundai fuhr dreimal und damit am häufigsten die schnellste Runde. Ebenfalls schnell unterwegs waren Mike Halder, Antti Buri und Dominik Fugel, denen jeweils zweimal die schnellste Runde eines Rennens gelang.

Konstanz: Das Führungsquartett Hesse, Proczyk, Buri und Halder punktete in jedem Rennen – 14-mal. Am häufigsten auf dem Podium stand Champion Max Hesse, der viermal siegte und insgesamt neun Podiumsplatzierungen einfuhr. Antti Buri siegte dreimal – immer bei den Sonntagsrennen der ersten drei Rennwochenenden. Auf dem Podium stand der Finne achtmal und damit ebenso häufig wie der Österreicher Hari Proczyk, der zwei Rennsiege holte – davon einen bei seinem Heimrennen auf dem Red Bull Ring.

Präsenz: Die ADAC TCR Germany war in 260 TV-Sendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen. Insgesamt beläuft sich die Sendedauer auf 66 Stunden. Weltweit zeigten 23 Sender in 116 Territorien die ADAC TCR Germany.
Markenvielfalt: Insgesamt sieben Marken waren in dieser Saison am Start, Motorsportfans bekamen die 350 PS starken Tourenwagen Audi RS3 LMS, Cupra TCR, Honda Civic TCR, Hyundai i30 N TCR, Lada Vesta TCR, Opel Astra TCR und VW Golf GTI TCR zu sehen. Der Lada stieß erst in Zandvoort dazu, damals setzte Lubner Motorsport erstmals den Vesta TCR ein.

Schnelle Geschwister I, II und III: Mike und Michelle Halder waren 2019 nur eines von drei schnellen Geschwisterpärchen der ADAC TCR Germany. Mit insgesamt sieben Podiumsplatzierungen führen die beiden aus Meßkirch die inoffizielle Familienwertung klar vor dem Chemnitzer Brüderpaar Dominik (22, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (Profi-Car Team Halder) sowie den schwedischen Geschwistern Jessica und Andreas Bäckman an, die als Gaststarter ihre Premiere in der ADAC TCR Germany feierten.

Schnell, schneller, Apotheloz: Mit 240,53 km/h beim 12. Saisonrennen auf dem Hockenheimring legte der 18-jährige Schweizer Julien Apotheloz (TOPCAR Sport) den höchsten gemessene Topspeed der gesamten Saison auf den Asphalt.

Meiste Siege: Champion Max Hesse feierte die meisten Siege – nämlich vier. Drei Siege holte sich Antti Buri, der in der Endabrechnung jedoch hinter Vizemeister Hari Proczyk Platz nehmen musste. Der Österreicher und Mike Halder feierten jeweils zwei Rennsiege. Je einmal trugen sich Gaststarter Thierry Neuville, Dominik Fugel und Michelle Halder in die Siegerlisten ein. Insgesamt sieben verschiedene Piloten von Hyundai, Audi und Honda standen in diesem Jahr auf dem Podium ganz oben. 

Michelle Halder 1: Michelle Halder feierte als erste Dame in der ADAC TCR Germany einen Sieg. Der historische Sieg gelang ihr beim zweiten Rennen in Zandvoort. 

Volle Punktzahl: Kein Fahrer konnte in dieser Saison beide Rennen eines Wochenendes gewinnen. Max Hesse, der am fünften Rennwochenende einmal Erster sowie hinter dem nicht punkteberechtigten Gaststarter Thierry Neuville Zweiter wurde, strich immerhin auf dem Nürburgring dank des gewonnenen Qualifyings die maximal mögliche Punktzahl ein. 

Führungspersönlichkeit: Die meisten Runden in Führung verbrachte nicht Meister Hesse, sondern der Viertplatzierte Mike Halder. Bei 40 der 245 absolvierten Umläufe lag der Meßkircher vom Team Honda ADAC Sachsen vorne, mit mehr als 16 Prozent also rund ein Sechstel der gesamten Rennzeit. Proczyk und Hesse brachten es auf 38 Führungsrunden. Insgesamt zehn Piloten führten ein Rennen für mindestens eine Runde an. 

Qualifying: Hari Proczyk war der Meister der Zeittrainings. Dreimal und damit am häufigsten fuhr er im Qualifying die beste Zeit. Einmal - auf dem Hockenheimring - triumphierte er im Anschluss auch im Rennen. Im ersten Lauf fuhr der 43-Jährige zu einem Start-Ziel-Sieg. 

Knapp & deutlich: Den engsten Rennausgang sahen die Fans auf dem Hockenheimring beim Sieg von Max Hesse, der nur knapp vier Zehntel vor Hyundai-Markenkollegin Jessica Bäckman den Zielstrich überquerte. Am deutlichsten war es dagegen beim Sonntagrennen auf dem Red Bull Ring, wo Lokalmatador Proczyk über sechs Sekunden nach Sieger Antti Buri ins Ziel kam.

Generationsübergreifend: Der jüngste Pilot war Gaststarter Sami Taoufik. Er war Saisonfinale auf dem Sachsenring 17 Jahre und sieben Monate alt. Der älteste Fahrer im Feld war bei seinem Start am Nürburgring der Schweizer Jörg Schori mit 58 Jahren und sieben Monaten.