Dienstag, 22. September 2020

Erster Saisonsieg für Hyundai-Pilot Antti Buri

  •  Fugel-Brüder gemeinsam auf dem Podium
  •  Dominik Fugel übernimmt wieder die Gesamtführung, Marcel Fugel bester Junior
  •  Beide HP Racing International-Piloten scheiden aus

Antti Buri holt ersten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport



Erlösung für Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler): Der 31-Jährige hat das Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring gewonnen und seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Finne triumphierte im Hyundai i30 N TCR und holte damit zugleich seinen ersten Erfolg seit dem Wechsel zum Hyundai Team Engstler. Zweiter wurde Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, er holte sich damit die Führung in der Gesamtwertung zurück. Rang drei ging an Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der damit bester Starter der Honda Junior Challenge war.
 
"Es fühlt sich gut an - sogar noch ein bisschen besser nach unserem schwachen Samstagsrennen", sagte Buri: "Das Rennen war gut, ich habe mich aus dem Gröbsten heraushalten können, und das Auto war super. Ich konnte das Rennen gut verwalten und musste den Honda nicht zu früh angreifen. Die Attacke hat dann gesessen - und von da an konnte ich die Pace gut kontrollieren."
 
"Mein Start war mittelmäßig, ich habe aber schnell gemerkt, dass bei mir mehr geht als bei den Jungs vor mir. Aber das Vorbeifahren ist dann doch immer etwas anderes", meinte Dominik Fugel: "Vielleicht wäre sogar noch mehr möglich gewesen, aber so ist es ein sehr guter Abschluss des Wochenendes." In der Gesamtwertung liegt der Chemnitzer mit nun 95 Punkten wieder vorne, dahinter folgen Vizemeister Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) mit 91 Zählern und Tagessieger Buri mit 89. Jan Seyffert (22, Stuttgart, HP Racing International), am Samstag erfolgreich), hat als Vierter 82 Punkte auf dem Konto. Bei noch acht verbleibenden Rennen verspricht die Meisterschaft im weiteren Verlauf Hochspannung.
 
Am Sonntag schieden die beiden HP Racing International-Piloten Harald Proczyk und Jan Seyffert nach einer Kollision in der ersten Runde aus. Auch der im Qualifying schnelle Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) und Gaststarter Niki Schelle (54, Böbing, Hyundai Team Engstler) im VIP Auto konnten das Rennen nicht fortsetzen.
 
Nach einer zehnminütigen Safety-Car-Phase war Marcel Fugel beim Restart zunächst vorne, Antti Buri aber saß dem Honda-Piloten im Nacken und versuchte immer wieder, sich an dem führenden Fugel vorbeizudrängen. Marcel Fugel wehrte sich aber nach Kräften - erst in der Schlussphase war er machtlos: Buri setzte sich mit seinem Hyundai in der Spitzkehre neben Fugel, hatte beim Herausbeschleunigen die Nase vorn und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
 
Dahinter zeigte Dominik Fugel ein herausragendes Rennen: Von Platz zehn gestartet, fand er sich in der Spitzengruppe wieder. Und dort bewies er Geduld und Nervenstärke. Zunächst überholte er Junior René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) und seinen Bruder Marcel. Nach erneuter Betrachtung des Überholmanövers ordnete die Rennleitung jedoch an, dass Dominik Fugel die Plätze mit Kircher tauschen müsse. Dadurch fiel der Tabellenführer erneut auf Platz vier zurück, wovon er sich allerdings nicht entmutigen ließ. Am Ende schloss er das Rennen dennoch als Zweiter ab und freute sich über wichtige 20 Punkte. Sein Bruder Marcel jubelte derweil über seine erste Podiumsplatzierung in dieser Saison. "Das war ein super Rennen. Ich war lange in Führung, am Ende waren Antti und Dominik aber schneller", sagte er.
 
Vierter und gleichzeitig bester VW-Pilot wurde René Kircher, dahinter folgten Albert Legutko (23, Polen, Albert Legutko Racing) im Honda Civic TCR und Gaststarter Philipp Walsdorf (19, Berlin, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR. Für Dziugas Tovilavicius (28, Litauen, Skuba Racing Team), der am Samstag Dritter geworden war, sprang diesmal Platz sieben heraus. Szymon Ladniak (17, Polen, GT2 Motorsport) als Achter, Steffen Redlich (28, Lubner Motorsport) als Neunter und Günter Benninger (59, Österreich, Wimmer Werk Motorsport) im neuen Cupra Leon Competición TCR komplettierten die Top Ten.
 
Die Piloten der ADAC TCR Germany können nun nur kurz durchschnaufen: Kommendes Wochenende steht das ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm, anschließend geht es vom 2. bis 4. Oktober auf dem Sachsenring ins vierte Rennwochenende der Saison.

Montag, 21. September 2020

„Robin Good“: Audi-Pilot Frijns siegt erneut

  •  Niederländer feiert auf dem Nürburgring seltenen Start-Ziel-Sieg in der DTM
  •  Titelverteidiger René Rast macht Audi-Doppelsieg perfekt
  •  Tabellenführer Nico Müller nach Dreher und Aufholjagd noch starker Fünfter

Robin Frijns
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel


Zweiter Sieg in Folge: Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt Sportsline hat nach seinem Erfolg auf dem Grand-Prix-Kurs am vergangenen Sonntag auch das erste der beiden DTM-Rennen auf dem Sprintkurs des Nürburgrings gewonnen. Dem „Fliegenden Holländer“ gelang ein in der DTM extrem seltener Start-Ziel-Sieg, obwohl sein Vorsprung gleich dreimal durch das Safety-Car zunichte gemacht wurde.

„Das war heute im Auto ziemlich nervenaufreibend“, sagte Frijns nach seinem knappen Sieg vor Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg. „Jedes Mal, wenn ich mir etwas Vorsprung herausgefahren hatte, kam das Safety-Car. Als René in den letzten Runden direkt hinter mir lag und permanent Push-to-Pass und DRS nutzen konnte, wusste ich, dass ich mir nicht den kleinsten Fehler leisten durfte. Mein Auto war großartig und der Schlüssel zum Sieg heute mein guter Start.“

Von Startplatz zwei aus gewann Frijns das Startduell gegen René Rast, der sich am Vormittag mit einer eindrucksvollen Runde die Pole-Position gesichert hatte. „Der Start war entscheidend“, bestätige der zweimalige DTM-Champion. „Am Freitag hatten wir im ersten freien Training ein technisches Problem und auch nach dem zweiten Training konnte ich keinen Start üben. Das heute war mein erster echter Start – und der war nicht gut.“

Rast fiel im Rennen zeitweise noch hinter BMW-Pilot Marco Wittmann auf den dritten Platz zurück, holte sich Platz zwei beim letzten Restart aber wieder zurück und machte in der Schlussphase Jagd auf den Spitzenreiter. „Ich wollte Robin erst in der letzten Runde überholen, aber vielleicht habe ich etwas zu spät attackiert“, sagte Rast. „Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ein zweiter Platz ist nicht mein Ziel, aber noch immer ein gutes Ergebnis.“

Rasts langsamer Start hatte indirekt auch Auswirkungen auf Tabellenführer Nico Müller. „Ich hing hinter René fest, der kaum Grip zu haben schien, deshalb haben mich in den ersten Kurven zwei BMW überholt“, sagte der Schweizer. Nach dem ersten Restart kam es für ihn noch dicker: „Ich war zwischen zwei Autos eingequetscht, wurde von hinten getroffen und umgedreht.“ Vom letzten Platz kämpfte sich Müller mit einem frühen Boxenstopp und der mit Abstand schnellsten Rennrunde noch auf Platz fünf nach vorn. Damit verteidigte er Platz eins in der Fahrermeisterschaft, sein Vorsprung schrumpfte jedoch auf 13 Punkte. „Das ist etwas frustrierend, denn heute war definitiv mehr drin“, sagte Müller.

Viertbester Audi-Pilot im Samstagsrennen war Ferdinand Habsburg vom Kundenteam WRT Team Audi Sport. Der Österreicher wurde Siebter.

Enttäuschend verlief der Samstag für das Audi Sport Team Phoenix. Mike Rockenfeller und Loïc Duval waren beide auf schnellen Runden, als das Qualifying mit der Roten Flagge unterbrochen wurde. Von den Startplätzen 12 und 13 ins Rennen gegangen, waren beide in harte Positionskämpfe verwickelt. Während sich Rockenfeller noch zwei Punkte für Platz neun erkämpfte, musste Duval nach einem Ausrutscher in der Spitzkehre und einer Kollision vorzeitig aufgeben.
Auch Jamie Green sah die Zielflagge nicht. Der Brite nutzte die dritte Safety-Car-Phase, um sich ein zweites Mal frische Reifen zu holen, fing sich bei der anschließenden Aufholjagd jedoch einen Reifenschaden ein.

„Wow, was für ein Rennen!“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Robin war heute herausragend. Er hat kein einziges Mal Push-to-Pass oder DRS gehabt und sich trotzdem vorne gehalten. Das war eine extrem starke Leistung. Auch, dass er sich bei all den Safety-Cars und Restarts null Fehler geleistet hat. Fantastisch! René hat mit Platz zwei einen Doppelsieg für Audi perfekt gemacht. Dass Nico, nachdem er umgedreht wurde, noch auf Platz fünf vorgefahren ist, war mega.“

Interview mit dem aktuellen DTM-Spitzenreiter Nico Müller

Audi-Pilot Nico Müller: „Ich fühle mich nicht wie der Gejagte“

Nico Müller
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Der Schweizer Audi-DTM-Pilot Nico Müller zieht nach zehn von insgesamt 18 Rennen in der Saison 2020 Bilanz. Zudem spricht der 28-Jährige über sein Verhältnis zu seinem Teamkollegen und ersten Verfolger in der Fahrerwertung Robin Frijns und gibt Einblicke in sein Familienleben.

Über die Hälfte der Saison 2020 hat der DTM-Tross schon absolviert. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Natürlich sehr positiv. Vier Siege sind mir und meiner Crew gelungen und es könnten sogar mehr sein. Ich denke, das spricht für sich. Ich bin sehr happy mit der Arbeit, die wir als Team bisher vollbracht haben. Alle sind top motiviert und machen einen ausgezeichneten Job. Und ich fühle mich einfach wohl im Auto und kann abliefern. Von daher war es für mich eine sehr positive erste Hälfte, auf die sich aufbauen lässt.

Hat das erste Rennwochenende auf dem Nürburgring bereits ausgereicht, dass du deinen Frieden mit der Rennstrecke schließen konntest?
Ich glaube, es war das stärkste Wochenende meiner DTM-Karriere. Was meine Performance angeht, aber auch die meiner Crew. Wir waren eigentlich in jeder einzelnen Session von Freitag bis Sonntag das schnellste Auto im Feld. Viel besser kann man nicht Frieden schließen. Das Einzige war der Zwischenfall im Rennen am Sonntag mit dem defekten Sensor ab der fünften Runde. Das tut natürlich weh, wenn man so Punkte liegen lassen muss. Aber es gibt schlussendlich viel mehr Positives mitzunehmen von diesem Wochenende, als dass wir dem Sonntag lange hinterhertrauern sollten. Dafür bleibt uns in dieser kompakten Saison auch gar keine Zeit.

Wie fühlt es sich an, die Schweizer Fahne im Parc Fermé hochzuhalten?
Es ist ein überragendes Gefühl. Unser kleines Land vertreten zu dürfen auf einer internationalen Plattform wie der DTM ist einfach klasse. Es macht mich auf jeden Fall stolz, einer der Schweizer Rennfahrer zu sein, die unsere Fahne hochhalten – neben großen Namen wie Marcel Fässler, Sébastien Buemi und Neel Jani.

Bei acht der bisherigen zehn Rennen hast du auf dem Podium gestanden. Ärgern dich die beiden fünften Plätze dazwischen?
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es nicht so ist. Gerade der fünfte Platz am vergangenen Sonntag war ärgerlich. Einfach weil ich sicher bin, dass wir das Rennen gewonnen hätten. Das Auto fühlte sich von der Balance her optimal abgestimmt an. Doch technische Probleme gehören eben dazu. Am Lausitzring hingegen waren andere schlauer als wir, vor allem die Münchner. Das muss man anerkennen und damit kann ich dann auch leben.

Bist du eher jemand, der Vergangenes analysiert oder orientierst du dich mehr an dem, was vor dir liegt?
Ich glaube schon, dass es wichtig ist, zurückzublicken. Um Situationen besser zu durchleuchten und daraus wieder einen Schritt nach vorn zu machen. Man muss aber bedenken, dass wir in dieser Saison kaum noch Zeit zwischen den Rennen haben. Du hast vielleicht noch einen Tag Zeit, um zu reflektieren. Und dann musst du wieder den Schalter umlegen. Ich denke, dass diese Umstellung sehr wichtig ist und dass es im Moment auch eine unserer Stärken ist. Wir erkennen relativ schnell, wo wir noch Potenzial haben und wie wir gleichzeitig unsere Vorteile beibehalten können.

An den Samstagen warst du bisher sowohl im Qualifying als auch im Rennen immer unter den Top drei. Wie kommt es, dass ihr gerade an den ersten Renntagen des Wochenendes so erfolgreich seid?
Auch wenn es nur Trainings sind, zeichnet es sich für mich schon freitags ab. Ich glaube, ich war immer mindestens auf Platz zwei im Freien Training und sieben oder acht Mal Schnellster. Es zeigt, dass wir in der Vorbereitung einen guten Job machen. Wir haben immer von der ersten Session an ein Auto gehabt, das gut funktioniert, was uns die Arbeit vor allem am Samstag einfacher macht. Dadurch müssen wir nicht so umfangreiche Setup-Anpassungen oder Fahrstil-Änderungen vornehmen, um das Maximale aus unserem Paket rauszuholen. Das war bisher sicher unsere große Stärke und ich hoffe, dass wir es beibehalten können. Zum Sonntag hin rückt das Feld natürlich näher zusammen. Aber auch da konnten wir uns noch jedes Mal verbessern.

Dein Teamkollege Robin (Frijns) ist dir in der Meisterschaft dicht auf den Fersen. Wie geht ihr damit um, dass ihr beide Titelkandidaten seid?
Es ist eine lustige Situation. Wir haben wirklich ein sehr gutes Verhältnis. Das ist untypisch. Ich hatte so etwas bisher noch nie in meiner Karriere. Und dann auch noch im gleichen Team. Wir pushen uns gegenseitig extrem. Natürlich wollen wir den jeweils anderen auf der Strecke schlagen, das muss auch so sein. Aber es ist nicht so, dass schlechte Stimmung aufkommt, wenn einer den Kürzeren zieht. Wir haben zwei so starke Crews im Team und wer den besseren Job macht, hat es sich ganz einfach verdient. Das ist aus meiner Sicht eine sehr gesunde Basis. Ich bin überzeugt, dass Robin einer der talentiertesten Rennfahrer auf diesem Planeten ist. Und ich bin jedes Mal stolz, wenn ich ihn schlage. Ich freue mich aber auch für ihn, wenn er ein Rennen gewinnt. Ich glaube, dass im Moment unser gutes Verhältnis im Team zu unserer Stärke beiträgt. Ob einer von uns beim Finale in Hockenheim noch die Chance auf den Titel hat, werden wir sehen. Und dann hoffen wir auf einen heißen Showdown.

Wie gehst du damit um, der Gejagte zu sein?
Tatsächlich fühlt es sich für mich nicht so an. Für mich ist René als der amtierende Champion immer noch derjenige, den es zu schlagen gilt. Zusammen mit seinem Team hat er über die letzten drei Jahre hinweg einen so beeindruckenden Job abgeliefert, und er ist auch dieses Jahr wieder ein heißer Anwärter auf den Titel. Auch wenn er im Moment nicht die Meisterschaft anführt. Er ist doch immer oben mit dabei. Wir haben noch vier Wochenenden vor uns. Da kann noch sehr viel passieren.

Du hast souverän das Gerücht widerlegt, dass Rennfahrer, die schon Vater geworden sind, langsamer wären. Hat sich dennoch etwas in deinem Job geändert, seitdem ihr zu dritt seid?
Von diesem Mythos habe ich auch schon gehört. Aber ich denke, wir konnten beweisen, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Das vergangene Wochenende war aus meiner Sicht das stärkste, das ich je abgeliefert habe. Und ich glaube eher, dass unser Glück mit Fynn mehr beflügelt als alles andere. Ich habe mich noch nie so geerdet gefühlt, wie ich es aktuell tue. Und ich bin sehr dankbar, dass ich eine so schöne kleine Familie zu Hause habe, die mich bei meiner Leidenschaft perfekt unterstützt. Daher bin ich mir sicher, dass es mich eher besser macht als schlechter.

Ist Motorsport bei euch zu Hause angesichts der kurzen Zeit, die du zu Hause verbringst, ein Tabuthema?
Nein, wir sprechen viel darüber. Manchmal zu viel. Ich glaube, das ist auch nötig, um das Geschehene zu verarbeiten. Sei es positiv oder negativ. Ich setze mich oft mit Vicky oder meinen Eltern, die direkt nebenan wohnen, einen oder zwei Tage nach den Rennen abends zusammen. Und dann sprechen wir auch darüber, was passiert ist. Die fiebern alle extrem mit und sind wahrscheinlich nervöser als ich an den Wochenenden.

Ihr seid im August auch noch in euer neues Zuhause eingezogen. Habt ihr genügend Platz für Pokale eingeplant?
Der sollte nie ausgehen. Und falls doch, wäre das ein Luxusproblem, um das ich mich gerne kümmere. Es war schon eine intensive Phase. Alles fiel ungefähr in die gleiche Zeit. Hausbau, Umzug, Nachwuchs. Wir hatten aber tolle Unterstützung von unseren Familien, wodurch ich auch den Freiraum hatte, um mich auf meinen Job zu konzentrieren. Das hat super geklappt.

Du bist auf Social Media aktiv und zeigst in deinem Driver’s Diary auch private Einblicke. Wie wichtig ist es dir, Kontakt zu den Fans zu halten?
Die sozialen Medien sind ein gutes Tool, um den Fans auch zwischen den Rennen Einblicke zu geben, um sie für unseren Sport zu begeistern und unsere Leidenschaft mit ihnen zu teilen. Da gehört das ein oder andere Private mit dazu. Ich versuche da einen gesunden Mix zu finden und hoffe, dass es die Leute freut, was sie zu sehen bekommen. Und dass damit auch bei ihnen die Vorfreude auf die Rennen steigt.

Wie sehen deine nächsten Wochen aus?
Es bleibt sehr intensiv. Diese Woche stehen die nächsten wichtigen DTM-Rennen auf dem Sprintkurs des Nürburgrings auf dem Programm. Und danach bleibe ich wahrscheinlich gleich in der Eifel. Denn dann folgen die 24 Stunden auf der Nordschleife – für mich immer ein großes Highlight im Jahr. Mein Ziel ist, nach unserem Erfolg 2015 noch einmal um den Gesamtsieg mitkämpfen zu können. Und erst danach habe ich mein erstes Wochenende seit dem DTM-Auftakt frei, bevor wir am zweiten Oktober-Wochenende schon wieder in Zolder fahren.

DTM: Zukunft der Plattform gesichert

  •    Traditions-Rennserie wird fortgeführt
  •     DTM ab der Saison 2021 mit neuem technischen Reglement
  •     Audi und BMW unterstützen Gerhard Berger bei Neuaufstellung


Foto: Jens Hawrda

Die Ampeln stehen auf Grün: Audi und BMW unterstützen Gerhard Berger bei seinen Plänen, die DTM neu aufzustellen. Als Noch-Mitglieder des ITR e.V. haben sich die beiden Hersteller nach konstruktiven Verhandlungen dafür ausgesprochen, den Aufbau einer eigenständigen professionellen Sprint-Rennserie auf GT-Basis zur Saison 2021 auf der Plattform der ITR zu ermöglichen. Formal scheiden sowohl Audi als auch BMW zum Saisonende aus der ITR aus. Ab dann übernimmt die BMS (Gerhard Berger) die alleinige wirtschaftliche Verantwortung für die neue Rennserie und die Weiterentwicklung der Plattform.

Gerhard Berger: „Während der letzten Monate haben wir in komplexen Verhandlungen verschiedene strategische Optionen für die Zukunft der DTM diskutiert. In den vergangenen Tagen habe ich sehr konstruktive Gespräche mit Audi und BMW geführt. Beide Hersteller ermöglichen, dass ich die volle Verantwortung für die Zukunft einer Rennserie übernehme, in der vorerst in erster Linie GT-Autos zum Einsatz kommen. Dass Audi und BMW ein Fortführungsszenario unterstützen, sind großartige Nachrichten für alle Mitarbeiter und Motorsportfans. Künftig werden nicht mehr die Werke, sondern eigenständige professionelle Privatteams auf der Plattform um Siege fahren. Wichtig war mir, dass sich beide Hersteller zu diesem Konzept bekennen, damit hier auch die GT-Modelle dieser Marken fahren werden. Die Zusage habe ich. Mein ausdrücklicher Dank geht deshalb an die Hersteller: Sie haben mit ihrer Entscheidung nicht nur maßgeblich zum Erhalt der Arbeitsplätze der ITR und der DTM-Partner beigetragen, sondern ermöglichen damit auch den Fans und Unterstützern weiterhin Motorsport auf Topniveau. Nun freue ich mich darauf, mit unseren starken Partnern wie Sat.1 eine nachhaltige Zukunftsstrategie zu erarbeiten, die die Fans begeistern wird.“

Samstag, 19. September 2020

Nervenaufreibend: Robin Frijns gewinnt DTM-Thriller auf der Nürburgring

  • Turbulentes Rennen mit drei Safety-Car-Phasen
  • Frijns mit Blitzstart, Drama für Nico Müller
  • Je fünf Audi und BMW unter den Top Ten

Robin Frijns vor Renè Rast
Foto dtm.com

Mit einem Tourenwagen-Spektakel wie aus dem Bilderbuch wurden die Zuschauer beim sechsten Saisonlauf der DTM verwöhnt. Das erste Rennen auf der 3,6 Kilometer kurzen Sprintvariante des Nürburgrings hatte am Samstag alles zu bieten. Am Ende hieß der strahlende Sieger Robin Frijns (NED, Audi), der sich mit einem perfekten Start durchsetzte und die Führung nicht mehr aus der Hand gab – den drängenden Versuchen der Konkurrenz zum Trotz. Titelverteidiger René Rast (GER, Audi), der auf der Sprintstrecke bereits drei Mal siegreich war, kreuzte als Zweitplatzierter die Linie. Mit Marco Wittmann (GER) auf Rang drei ist erneut ein BMW-Pilot auf dem Podium vertreten. Je fünf Audi und BMW unter den Top Ten sorgten für ein ausgeglichenes Markenverhältnis.

Bereits der Rennauftakt verlief äußerst unterhaltsam: Robin Frijns erwischte einen Blitzstart und zog direkt an Polesitter Rast vorbei. Nico Müller versuchte es anschließend außen in Kurve eins mit einem Überholversuch gegen Rast, musste aber zurückstecken und wurde im Anschluss vom hinter ihm lauernden Philipp Eng (GER, BMW) kassiert. Weiter hinten im Feld gab es in den ersten Runden intensive Zweikämpfe, die nicht ganz ohne Kontakt abliefen. So kam es dann auch wenig später zur ersten Safety-Car-Phase des Rennens, die aufgrund eines Trümmerteils auf der Strecke von der Rennleitung beschlossen wurde. Alle Piloten hatten die Zeit bis zur ersten Neutralisierungsphase bereits für ihre Pflichtstopps genutz – es folgte ein packender Kampf um die Position, frei von jeder Taktik.

Dreher-Drama für Nico Müller

Beim ersten Restart gab es unter den Top drei keine Veränderung, dafür jedoch ein Drama für den Meisterschaftsführenden Nico Müller: Der Schweizer drehte sich nach einem Kontakt mit Jamie Green und fiel ans Ende des Feldes zurück. Ein Grund für dessen Abt-Team, eine alternative Boxenstrategie zu wählen und Müller zum Reifenwechsel zu beordern, während die Spitzengruppe weiter auf der Strecke blieb. Das änderte sich ab der 15. Runde, als Loïc Duval (FRA, Audi) nach einem Ausritt ins Kiesbett und anschließendem Kontakt mit der Reifenbarriere die zweite Safety-Car-Phase auslöste. Der Franzose konnte seinen Audi RS 5 DTM aber wieder zurück auf die Strecke lenken und zunächst weiter fahren.

Zweiter Restart: Wittmann nutzt die Gunst der Stunde, dritter Restart: Rast kontert

Beim zweiten Restart, der nach Indy-Car-Manier in Zweierreihen durchgeführt wurde, gab es zunächst keine Veränderungen unter den Top drei. In Kurve zwei nutzte allerdings Wittmann die Gunst der Stunde und schob sich mit einem gekonnten Überholmanöver außen an Rast vorbei. Ein Dreikampf zwischen Lucas Auer (AUT, BMW), Fabio Scherer (SUI, Audi) und Duval sorgte für einen Crash zwischen den beiden Audi-Fahrern, für die das Rennen beendet war. Dies führte zur dritten und letzten Safety-Car-Phase, nach deren Ende das Rennen jedoch ohne weitere Zwischenfälle beendet werden konnte. Dieses Mal konterte Rast jedoch Wittmann aus, übernahm wieder Platz zwei und unternahm einen letzten Angriff auf Frijns. Eine gute halbe Sekunde trennten ihn am Ende vom Sieger. 

Vor dem zwöften Rennen der DTM-Saison 2020 (Sonntag ab 13:00 Uhr live in SAT.1) führt Nico Müller, der am Samstag Schadensbegrenzung betrieb und trotz seines Drehers noch auf Platz fünf landete, nach wie vor die Gesamtwertung an mit nun 216 Punkten. Frijns holt durch seinen Sieg auf und liegt nur noch 13 Zähler zurück, Rast bleibt Dritter mit 180 Punkten.

Stimmen – 1. Rennen, Nürburgring Sprint

Robin Frijns (NED), Audi, Sieger

„Das war ein schwieriges Rennen. Gerade am Start war es nicht einfach, die Position zu verteidigen. Es war wirklich nervenaufreibend im Cockpit. Ich habe immer wieder einen Vorsprung herausgefahren, und dann kam wieder das Safety-Car auf die Strecke, und alles ging wieder von vorne los. Grundsätzlich war mein Start gut, und ich konnte mich sofort etwas absetzen. Am Ende kam René Rast ziemlich nahe, vor allem in den Kurven eins und neun. Ich wusste, ich darf keinen Fehler machen. Das war entscheidend, aber ich bin habe es als Sieger ins Ziel geschafft. Ich habe mitbekommen, dass Nico Müller wohl ein ereignisreiches Rennen hatte, deshalb war es umso wichtiger, diesen ‚big point‘ zu machen.“

René Rast (GER), Audi, 2. Platz

„Der Start war schwierig, weil ich am Freitag leider keine Startübungen machen konnte. Bei den Restarts aus der zweiten Position habe ich einmal nicht die perfekte Linie erwischt, so dass Marco Wittmann vorbei gehen konnte. Beim nächsten Indy-Restart war es dann wieder umgekehrt. Ich wusste, dass es auf die letzte Runde ankommt, aber mein Angriff kam etwas zu spät. Okay, ich habe Punkte auf Nico Müller gewonnen, aber dafür Punkte auf Robin Frijns verloren. Einer der beiden ist immer vor mir. Nach dem bescheidenen Freitag war die Pole-Position und der zweite Platz im Rennen auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis für mich.“

Marco Wittmann (GER), BMW, 3. Platz

„ Mein Start war ganz ordentlich, doch mit der ersten Safety-Car-Phase wurde es etwas chaotisch. Bei drei Indy-Restarts konnte ich einen nutzen, um an René Rast vorbeizugehen, beim nächsten Mal ging es umgekehrt aus. Dadurch, dass die meisten ihren Pflichtstopp bereits vor der ersten Safety-Car-Phase absolviert hatten, war das Rennen weniger von der Strategie geprägt, mehr von der einen Performance. Es musste auch niemand mit den Reifen haushalten, da diese durch die drei Safe-Car-Phasen ja über etliche Runden geschont wurden. Ich bin jedenfalls sehr glücklich, dass ich es von Startplatz aufs Podium geschafft habe.“

Ergebnis – 1. Rennen, Nürburgring Sprint

01. Roin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 39 Runden in 59.51,551 MInuten

02. René Rast (GER) Audi RS 5 DTM, + 0,660 Sek.

03. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 1,573 Sek.

04. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 2,984 Sek.

05. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 4,743 Sek.

06. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, + 5,211 Sek.

07. Ferdinand Habsburg (AUT), Audi RS 5 DTM, + 8,513 Sek.

08. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 8,846 Sek.

09. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 14,970 Sek.

10. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, + 17,292 Sek.


Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi SR 5 DTM, 1.21,785 Min.

Pole-Position: René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,472 Min.

Wetter: 24°C, sonnig

Strecke: 36°C, trocken


ADAC GT Masters stellt frühzeitig Weichen für die 15. Saison

  • ADAC GT Masters erhält ab 2021 das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft
  • Kalender 2021 mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
  • Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben, Finale in Hockenheim im Oktober

Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters stellt frühzeitig die Weichen für die Saison 2021. Im kommenden Jahr startet die GT-Serie bereits in die 15. Saison und tritt abermals zu sieben Veranstaltungen mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden an. Erstmals erhält das ADAC GT Masters im kommenden Jahr ein offizielles Meisterschaftsprädikat des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Die Serie erhält das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft, die Fahrer und Teams kämpfen um den Titel des internationalen deutschen GT-Meisters. Saisonstart des ADAC GT Masters 2021 ist vom 14. - 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben.

"Wir werten das ADAC GT Masters mit dem Deutschen Meistertitel weiter auf und stellen mit der frühzeitigen Veröffentlichung des Kalenders eine hohe Planungssicherheit für unsere Teilnehmer sicher. Schon in diesem Frühjahr haben wir uns mit der Durchführung aller sieben geplanten Veranstaltungen in diesen unruhigen Zeiten deutlich hinter unsere Teams gestellt, das ist sicherlich ein Grund für das starke Feld im ADAC GT Masters in diesem Jahr. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, haben wir in der vergangenen Woche in einem Workshop mit unseren Teams und Vertretern der GT3-Kundensport-Hersteller gemeinsam konstruktiv an der Zukunft des ADAC GT Masters gearbeitet", so ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

"Der DMSB würdigt mit der Einführung der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft die erfolgreiche Arbeit des ADAC, der in den vergangenen Jahren demonstriert hat, wie eine GT-Serie professionell organisiert werden muss, um langfristig Erfolg zu haben", erklärt Dr. Hans-Gerd Ennser, im DMSB-Präsidium zuständig für den Automobilsport. Der genaue Modus der Wertung für die neu geschaffene Meisterschaft steht derzeit noch nicht fest und wird in den kommenden Monaten erarbeitet.

Bei der Kalenderplanung setzt das ADAC GT Masters für das kommenden Jahr den Fokus wieder mehr auf Deutschland. Neben fünf Rennwochenenden auf deutschen Strecken sind zwei Auslandsrennen vorgesehen. Das ADAC GT Masters berücksichtigt bei den nächstjährigen Terminen alle behördlichen Bestimmungen zur Covid-19-Prävention und startet vorsorglich später als gewohnt in die neue Saison. Nach dem Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben ist das zweite Rennwochenende vom 11. bis 13. Juni auf dem Red Bull Ring in Österreich geplant. Nach der von der Fußball-EM und den Olympischen Spielen geprägten Sommerpause geht es vom 6. bis 8. August auf dem Nürburgring weiter, ehe 14 Tage später mit den Rennen auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden die dritte Formel-1-Strecke in Folge im Kalender steht.

Anschließend ist der DEKRA Lausitzring vom 10. bis 12. September zurück im Kalender und Austragungsort des fünften Rennwochenendes. Auf dem Sachsenring geht es beim vorletzten Rennwochenende am Einheitsfeiertagswochenende vom 1. bis 3. Oktober in die entscheidende Phase der Meisterschaft. Das Finale wird auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 15. bis 17. Oktober ausgetragen.

Termine ADAC GT Masters 2021, Änderungen vorbehalten

14.05. - 16.05.2021 Motorsport Arena Oschersleben

11.06. - 13.06.2021 Red Bull Ring / A

06.08. - 08.08.2021 Nürburgring

20.08. - 22.08.2021 Circuit Zandvoort / NL

10.09. - 12.09.2021 Lausitzring

01.10. - 03.10.2021 Sachsenring

15.10. - 17.10.2021 Hockenheimring Baden-Württemberg

Freitag, 18. September 2020

Halbzeit in der DTM Trophy: acht Nationen, sechs Marken, ein Überflieger

  •  Gefördert von DTM-Rekordmeister Bernd Schneider: Tim Heinemann überlegen
  •  Acht Junioren bis 22 Jahre: Brite Ben Green Bester der „jungen Wilden“
  •  Nürburgring zum Zweiten: Zuschauer auch an de Sprintstrecke zugelassen

Tim Heinemann (Mercedes-AMG GT)
Foto: dtm.com




Positive Zwischenbilanz: Die neu eingeführte DTM Trophy sorgt als Unterbau der DTM weiter für Aufsehen und packenden Motorsport. Beim zweiten Gastspiel auf dem Nürburgring nehmen die seriennahen GT-Sportwagen bereits den vierten Saisonlauf unter die Räder. Damit beginnt die zweite Saisonhälfte, Zolder (BEL) und Hockenheim (GER) stehen anschließend noch im kompakten Terminkalender.

Tim Heinemann: Auch in der Eifel nicht zu schlagen

Das Starterfeld ist erstaunlich ausgeglichen, nur einer dominiert scheinbar nach Belieben:  Tim Heinemann. Der 23-Jährige aus Fichtenberg debütierte in Spa mit zwei zweiten Plätzen, danach fuhr er souverän vier Siege mit seinem Mercedes-AMG GT des Teams HP Racing International ein. Auf dem Grand-Prix-Kurs in de Eifel verwies er am Samstag die Briten Ben Green (BMW, FK Performance Motorsport) und Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport) auf die Plätze, am Sonntag den Österreicher Reinhard Kofler (KTM, Teichmann Racing) und den Polen Jan Kisiel (Mercedes-AMG, Leipert Motorsport).

Dass Tim Heinemann über großes Talent verfügt, war Bernd Schneider schon früh aufgefallen. Der Rekord-Meister der DTM ist seitdem sein erster Förderer. Am vergangenen Wochenende war Bernd Schneider selbst am Nürburgring, um seinem Schützling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Inklusiv den Extra-Punkten für drei Pole Positions eilt Tim Heinemann mit satten 150 Punkten der Konkurrenz auf und davon. Dahinter aber wird beherzt um jeden einzelnen Zähler gekämpft. Jan Kisiel erzielte bislang 84 Punkte und hat sich damit auf die zweite Tabellenposition vorgeschoben. Ben Tuck folgt mit 77 Punkten auf Rang drei vor Ben Green mit 71 Zählern. Tuck und Green hatten sich die Siege bei der Premiere der DTM Trophy in Belgien geteilt.

Ben Green ist zudem der Beste aus dem Kreis der acht „Jungen Wilden“. Mit 67 Punkten führt er die Junior-Wertung für junge Talente bis 22 Jahre (einschließlich Jahrgang 1998) an. Der Schweizer Felix Hirsiger (Porsche, Allied Racing) mit 46 und Jan Philipp Springob (Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) mit 34 Zählern sind Green´s ärgste Verfolger.

Starterfeld: Bunt gemischt und ausgeglichen

Das Feld der neuen DTM Trophy ist bunt gemischt. GT-Sportwagen von sechs Marken, von Audi, BMW, KTM, Mercedes, Porsche und Toyota, sorgen für eine hochkarätige Mischung. Im Sonntagrennen auf dem Nürburgring waren vier Marken auf den ersten fünf Plätzen vertreten – ein Beleg für Ausgeglichenheit und eine funktionierende Einstufung der Fahrzeuge (Balance of Performance). Dass die DTM Trophy auf Anhieb internationale Beachtung findet, dafür sorgen Fahrer aus acht Nationen. Neu dabei ist beim vierten Saisonlauf Nico Verdonck. Der GT-Spezialist aus Belgien pilotiert erstmals den Toyota Supra aus dem Team von Ring Racing.

Die 3,629 Kilometer lange Sprint-Strecke des Nürburgrings sorgt für eine neue Herausforderung in der noch jungen Geschichte der DTM Trophy. Die Kürze der Strecke und somit vergleichsweise viele Runden während der halbstündigen Renndistanz garantieren enge Positionskämpfe und zahlreiche Überholmanöver – sehr zur Freude der Zuschauer. Denn auch bei diesem zweiten Nürburgring-Gastspiel werden Fans auf den Tribünen, wenn auch in limitierter Anzahl, für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Personalisierte Tageskarten zum Preis von 49 Euro sind bis Sonntag, 12:00, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich. Darüber hinaus liefert die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) jedes Qualifying und jedes Rennen (Start jeweils ab 15:15 Uhr) das Geschehen auf TV-Bildschirme und Smartphone, und zwar live und auf Abruf.

Nürburgring unter Hochspannung: DTM mit Sprint-Kurs, verkürztem Punkterückstand und Zuschauern

  •  Wieder vor Zuschauern: sechster Saisonlauf vom 18. bis 20. September
  •  Nach zweitem Frijns-Sieg: Titel-Dreikampf spitzt sich zu
  •  Kompakte Motorsport-Action: DTM auf der 3,6 Kilometer langen Sprint-Strecke  

Foto: dtm.com

Rushhour auf dem Nürburgring: Auf die nur 3,6 Kilometer lange Sprintstrecke konzentriert sich am Wochenende (18.–20. September) das Renngeschehen beim sechsten Saisonlauf der DTM. Es wird also eng für die Rennfahrer mit ihren 640 PS starken Tourenwagen von Audi und BMW. Und eng wird es auch zunehmend in der Meisterschaft. Denn mit seinem zweiten Saisonsieg am vergangenen Sonntag auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings hat der Niederländer Robin Frijns den Rückstand auf Tabellenführer Nico Müller aus der Schweiz verkürzt, und Titelverteidiger René Rast (GER) mischt im Dreikampf um die heißbegehrte Champions-Trophäe ebenfalls noch mit.

Es ist also angerichtet für ein heißes DTM-Wochenende mit viel Sonne und Temperaturen jenseits der 20 Grad in der Eifel, zu dem erneut Zuschauer zugelassen sind. Zum Preis von 49 Euro sind die nur stark limitiert verfügbaren Tribünentickets ausschließlich bis Sonntag, 12:00 Uhr, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich.

Stresstest: Drei Rennwochenende in 16 Tagen

Die DTM rauscht derzeit mit Vollgas durch den Terminkalender. Nach Assen in den Niederlanden und der erfolgreichen Rückkehr auf den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings ist der sechste Saisonlauf auf der Sprint-Variante in der Eifel das dritte Rennwochenende innerhalb von nur 16 Tagen. Vor allem für die Teams, die nur wenig Zeit zur Vorbereitung der Tourenwagen haben und das Nürburgring-Fahrerlager unter der Woche zur großen Rennwerkstatt umfunktioniert haben, bedeutet diese Terminhatz einen echten Stresstest. Viele Fahrer nutzen die Zeit, um entweder flotte Runden über die legendäre Nordschleife zu drehen oder sich mit ausgedehnten Radtouren durch die herrliche Landschaft der Eifel fit zu halten.

46 Punkte trennen Müller, Frijns und Rast – 56 Zähler gibt es am Nürburgring

Müller, Frijns oder doch wieder Rast? Das ist die entscheidende Frage im prestigeträchtigen Titelkampf. Der Vorsprung des nach seinen drei Siegen zu Saisonbeginn souverän führenden Nico Müller ist geschrumpft. 205 Zähler hat er nach vier Siegen auf seinem Punktekonto, Frijns ist mit 176 Punkten bis auf 29 Zähler an seinen Schweizer Teamkollegen aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline herangerückt. Der zweimalige Champion Rast (159) aus dem Audi Sport Team Rosberg liegt 17 Punkte hinter Frijns und 46 Zähler hinter Müller. Allein am Nürburgring sind maximal 56 Punkte für zwei Siege und zwei Pole-Positions zu holen. Der Titelkampf ist bei noch acht ausstehenden Rennen – mit maximal 224 zu vergebenden Punkten – noch völlig offen. Die nächsten Verfolger sind Loïc Duval (FRA, 85) und Mike Rockenfeller (GER, 79) aus dem am Nürburgring ansässigen Audi Sport Team Phoenix. Als bester BMW-Fahrer rangiert Assen-Sieger Sheldon van der Linde (RSA) mit 72 Zählern an sechster Tabellenposition.

Erfolgreich auf dem Sprintkurs: Titelverteidiger Rast mit Rundenrekord

Die Jagd nach wertvollen Punkten steigt am Samstag und Sonntag (jeweils ab13:00 Uhr live in SAT.1 sowie über die Streaming-Plattform DTM Grid) wieder einmal auf der Sprintstrecke. 3.629 Meter misst diese kurze Streckenversion des variantenreichen Nürburgrings. Dreimal hat René Rast bereits auf der Sprintstrecke gewonnen, die auch als Nürburg-Schleife bekannt ist – mehr als jeder andere im aktuellen DTM-Fahrerfeld. Der 33-Jährige hält mit 1:21,358 Minuten auch den offiziellen Rundenrekord, gefahren am 14. September 2019. Damals gewann Rast am Samstag vor dem BMW-Duo Bruno Spengler (CDN) und Marco Wittmann (GER), am Sonntag gelang Audi ein Dreifach-Sieg durch Jamie Green (GBR), Frijns und Rast. Audi hat bisher bereits 15 DTM-Siege auf der Sprintstrecke erzielt.

Acht Rennen: DTM, DTM Trophy und Leckerbissen aus vergangenen DTM-Tagen

Für Motorsport-Action pur sorgt am Wochenende zuallererst die DTM mit ihren atemberaubenden Tourenwagen, deren Sound unter die Haut geht. Auch die neu eingeführte DTM Trophy hat sich bereits in die Herzen der Fans gefahren. Die jungen und ambitionierten Piloten der seriennahen GT-Sportwagen von sechs Herstellern liefern packende Positionskämpfe und damit beste Unterhaltung. Zwei weitere Rennserien bescheren den Zuschauern zusätzliche Höhepunkte. Die Tourenwagen-Classics (TWC) lassen mit legendären Tourenwagen vor allem aus früheren DTM-Zeiten, von Alfa Romeo, Audi, Ford, BMW, Mercedes bis Opel, ebenso nostalgische Erinnerungen aufkommen wie die Tourenwagen-Legenden (TWL). Am Volant dieser Tourenwagen-Schätze zeigen zahlreiche Altstars wie Harald Grohs, Roland Asch, Kris Nissen, Klaus Ludwig und Kurt Thiim, dass sie die Lust auf Vollgas nicht verloren haben.

Nur eine Woche später: Neun DTM-Piloten beim 24h-Klassiker in der „Grünen Hölle“

Für die meisten DTM-Piloten sind zwei Wochenenden in der schönen Eifel offenbar noch nicht genug. Denn nur eine Woche später steigt das traditionelle 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife. Mit Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller schickt Audi bis auf Loïc Duval alle DTM-Werksfahrer in die „Grüne Hölle“, dazu auch das Audi Sport Team Phoenix. BMW ist mit den vier DTM-Fahrern Lucas Auer, Philipp Eng, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde beim 24h-Klassiker am Start.

Opel verstärkt Feld der ADAC TCR Germany in Hockenheim

  •  Das Team Lubner Motorsport setzt zwei Opel Astra TCR ein
  •  Niki Schelle fährt das VIP Auto
  •  Schafft Proczyk die vierte Hockenheim-Pole-Position nacheinander?

Foto: Jens Hawrda

Die Anspannung steigt, das dritte Rennwochenende der ADAC TCR Germany steht vor der Tür: Vom 18. bis 20 September gibt die Tourenwagenserie des ADAC auf dem Hockenheimring Vollgas, auf dem Kurs in Baden-Württemberg steigen an diesem Wochenende die Saisonrennen fünf und sechs. Dabei können sich die Motorsportfans auf zwei Opel Astra TCR freuen, die vom bereits aus der Vergangenheit bekannten Team Lubner Motorsport eingesetzt werden und bei dieser Veranstaltung das Starterfeld ergänzen. Im VIP Auto des Hyundai Team Engstler fährt Niki Schelle (54, Schongau), der über viele Jahre als Rallyepilot aktiv war und sich zudem im Fernsehen bei "GRIP - das Motormagazin" auf RTL2 einen Namen gemacht hat. SPORT1 zeigt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, mindestens ein Lauf pro Wochenende ist dabei im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen. Online werden die Läufe bei SPORT1.de, adac.de/Motorsport, auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany und im YouTube-Kanal des ADAC übertragen.
 
An der Tabellenspitze geht es nach den ersten vier von insgesamt 14 Saisonrennen eng zu. Ganz vorne liegt Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen), der mit seinem Honda Civic TCR bislang 75 Punkte eingefahren hat. Nur vier Zähler weniger hat sein erster Verfolger: Ex-Meister Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) ist dem Tabellenführer mit 71 Punkten dicht auf den Fersen. In der Honda Junior Challenge führt derzeit René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR vor Honda-Civic-TCR-Fahrer Marcel Fugel (19, Chemnitz, Profi Car Team Halder) und Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler).
 
Ein Blick in die Ergebnislisten der vergangenen Jahre lässt nur einen Schluss zu: Harald Proczyk ist ein Spezialist für den Hockenheimring - und als solcher geht er automatisch als einer der Favoriten in dieses dritte Rennwochenende. 2017, 2018 und 2019 fuhr der Österreicher die Pole Position ein und gewann die jeweiligen Rennen dann auch. 2018 krönte sich Proczyk zudem auf dem Hockenheimring zum Champion - ein gutes Omen auch für 2020?
 
Proczyks Serie hin oder her - Dominik Fugel will sich auf seine eigenen Stärken besinnen und den Fokus auf seine Performance legen. "Das Ziel ist es, die Tabellenführung zu verteidigen gegen die geballte Hyundai-Power", sagte er: "Das Wichtigste ist es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen und keine Fehler zu machen." Und außerdem: Nie resignieren, auch wenn die Voraussetzungen ungünstig scheinen. Auf dem Nürburgring zuletzt hatte Fugel "nur" den zehnten Startplatz eingefahren, "und doch war ich dann derjenige, der die meisten Punkte an diesem Wochenende geholt hat", sagte der Chemnitzer.
 
Das Hyundai Team Engstler will derweil an den guten Auftakt auf dem Lausitzring anknüpfen - und das laut Teammanager Andreas Klinge "sehr schlechte Wochenende" auf dem Nürburgring abhaken. Damals war das Team mit großen Ambitionen und als Spitzenreiter in allen drei Wertungen angereist - doch was folgte, fasste Klinge als "von Hero zu Zero" zusammen.
 
Nico Gruber (19, Österreich) schied im ersten Rennen nach einer Kollision am Start aus, im zweiten Lauf musste er seinen Hyundai wegen eines technischen Problems abstellen: Er blieb somit gänzlich ohne Punkt. Antti Buri (31, Finnland) war ebenfalls in die Kollision verwickelt, er konnte jedoch weiterfahren und holte mit den Plätzen zwölf und sieben zumindest einige Zähler. Im zweiten Rennen leistete sich Buri allerdings einen Frühstart, der ihm die Chance auf den durchaus möglichen Sieg raubte.
 
"Wir wollen das vom Pech verfolgte Nürburgring-Wochenende hinter uns lassen und möglichst viele Meisterschaftszähler in Hockenheim einfahren. Der Hockenheimring zählt nicht zu meinen Lieblingsstrecken, aber er sollte dem Hyundai i30 N TCR gut liegen", sagt Buri: "Wir haben seit dem Nürburgring das Set-up noch einmal verbessert, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir einen guten Job abliefern werden."
 
Überhaupt denkt man bei Engstler längst noch nicht ans Aufgeben, bei noch zehn verbleibenden Rennen ist für das Team noch alles drin. Und zwar in allen Wertungen: Nico Gruber absolviert seine erste TCR-Saison und peilt den Sieg in der Honda Junior Challenge an, deren Gewinner am Ende des Jahres einen neuen Honda Civic erhält. Das VIP Auto fährt diesmal Niki Schelle (54, Schongau), der über viele Jahre als Rallyepilot aktiv war und sich zudem im Fernsehen bei "GRIP - das Motormagazin" auf RTL2 einen Namen gemacht hat.
 
Für Lubner Motorsport gehen Philipp Welsdorf (19, Berlin) und Steffen Redlich (28, Pinneberg) im 350 PS starken Opel Astra TCR an den Start. Das Team fiebert seinem Gaststart bereits entgegen. "Wir freuen uns auf den Gaststart in der ADAC TCR Germany. Wir haben keine Erwartungen an diese Veranstaltung, was das Ergebnis angeht", sagte Teamchef Mirko Lubner: "Unser Ziel ist es, einen guten Job abzuliefern und dabei Spaß zu haben. Mehr kann man mit den Voraussetzungen nicht erwarten. Klar wäre es toll, im Rennen mit einem Auto in die Top 10 zu fahren. Das Niveau in der ADAC TCR Germany ist sehr hoch. Wer uns kennt, weiß, dass wir alles versuchen werden. Mit Geduld der Fahrer und des Teams ist einiges möglich. Alle sind hoch motiviert und freuen sich auf die kommende Aufgabe.

Donnerstag, 17. September 2020

Auch zweites DTM-Spektakel am Nürburgring mit Zuschauern

  •  Erneut gilt: Tribünen-Tickets nur begrenzt verfügbar
  •  Ab sofort: Tageskarten für 49 Euro im DTM-Ticketshop und über DTM-Tickethotline
  •  Action auf dem Sprintkurs: Sechster Saisonlauf vom 18. bis 20. September

Foto: dtm.com

Die Tribünen bleiben geöffnet: Auch beim zweiten DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring innerhalb einer Woche sind Zuschauer zugelassen. Die zuständige Kreisverwaltung Ahrweiler hat das Startsignal für den Ticketverkauf zum sechsten Saisonlauf der DTM gegeben. Ab sofort sind Tageskarten für Samstag und Sonntag zum Preis von jeweils 49 Euro im DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich.

Schon am vergangenen Wochenende sorgten die Fans auf den drei geöffneten Tribünen für emotionale Momente in der Eifel. Alle DTM-Piloten liefen an beiden Tagen während der Startaufstellung die Tribünen-Front ab, winkten den Zuschauern zu und bedankten sich mit Applaus für deren Unterstützung. Emotional waren auch die Dankesreden des amtierenden DTM-Champions René Rast und von Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock, die unmittelbar vor den Tribünen direkt zu den Fans sprachen.

Volles Programm: Vier Rennserien, acht Rennen

Vom 18. bis 20. September setzt aber nicht nur die DTM mit ihren 640 PS starken Tourenwagen die 3,629 Kilometer lange Sprintstrecke des Nürburgrings unter Dampf. Erneut am Start sind die seriennahen GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern der neu eingeführten DTM Trophy, Darüber hinaus sorgen die Tourenwagen-Classics (TWC) ebenso für nostalgische Höhepunkte wie die Tourenwagen-Legenden (TWL). Legendäre Tourenwagen von Alfa-Romeo, BMW, Mercedes, Opel und anderen Marken lassen die Historie auch der DTM, die 1984 ihre Premiere feierte, wieder aufleben. Und etliche Altstars geben dabei genauso beherzt Gas wie damals. Insgesamt werden am Samstag und Sonntag acht Rennen ausgetragen, so dass Fans voll auf ihre Kosten kommen.

Erhältlich sind die stark limitierten Karten für die Tribünen 3, 4 und 4a mit dazugehörigem Parkplatz bis 12 Uhr am jeweiligen Renntag (Start der DTM-Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr). Früher erworbene Nürburgring-Tickets verlieren ihre Gültigkeit und gewähren keinen Zutritt zu den Tribünen. Alle bereits ausgestellten Gutscheine können jederzeit und veranstaltungsunabhängig im DTM-Ticketshop und über die DTM-Tickethotline eingelöst werden.

VIP-Gäste kommen am Nürburgring ebenfalls auf ihre Kosten: Tickets für die business°lounge inklusive hochwertigem Catering und bester Sicht auf die Strecke gibt es ab 279 Euro. Der Verkauf der VIP-Tickets findet ausschließlich auf der Webseite der Rennstrecke unter www.nuerburgring.de/dtm statt.

ADAC GT4 Germany in Hockenheim noch stärker besetzt

  •  Gaststart für Porsche von Burgmann Racing und dritten McLaren von Dörr Motorsport
  •  Tabellenführer von Allied-Racing wollen beim zweiten Rennwochenende erneut siegen
  •  Beide Rennen live auf SPORT1 im Free-TV sowie online im Livestream

Foto: Jens Hawrda


Die ADAC GT4 Germany steht vor ihrer zweiten Saisonstation 2020. Auf dem Hockenheimring darf sich die Serie am kommenden Wochenende (18. bis 20. September) im Rahmen des ADAC GT Masters über weiteren Teilnehmerzuwachs freuen. Burgmann Racing setzt unter der Bewerbung "Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport" einen Porsche 718 Cayman GT4 ein, dazu stockt Dörr Motorsport sein Kontingent auf drei McLaren auf. SPORT1 zeigt wieder beide Läufe im Free-TV. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Als Tabellenführer reist das Porsche-Duo Jan Kasperlik (41/Huglfing) und Nicolaj Møller Madsen (27/DNK, beide Team Allied-Racing) ins badische Motodrom. "Wir haben bereits am Nürburgring gezeigt, dass der Porsche 2020 sehr wettbewerbsfähig ist", erklärt Kasperlik, der mit Møller Madsen in der Eifel einen Laufsieg und ein weiteres Podiumsergebnis erzielte. "Wir gehen natürlich mit ähnlichen Erwartungen nach Hockenheim. Wir kennen die Strecke sehr gut, da wir dort recht oft getestet haben. Es wird wichtig sein, ein Set-up zu finden, dass nicht nur in Sektor eins und zwei sondern auch im Motodrom gut funktioniert. Insgesamt schätze ich auch BMW und Mercedes-AMG am Wochenende stark ein. Wir fahren voll auf Sieg und wollen zeigen, was wir können. Unser Ziel ist 2020 ganz klar der Meistertitel in der ADAC GT4 Germany."
 
Neben den insgesamt drei Porsche vom Team Allied-Racing und jeweils einem weiteren vom Küs Team75 Bernhard und vom DLV-Team Schütz Motorsport schraubt Burgmann Racing das Porsche-Kontingent in Hockenheim auf sechs 718 Cayman GT4 hoch. Das Fahrzeug startet unter der Nennung des Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport aus Gilching-Argelsried. Am Steuer sitzen Dominik Schraml (33/Altenstadt) und Dennis Richter (24/Essen), der Sohn der 2001 tödlich verunglückten Nürburgring-Legende Uli Richter.
 
Ebenfalls neu am Hockenheimring mit dabei ist ein dritter McLaren 570S vom Team Dörr Motorsport. Dieses Fahrzeug ist mit Steer-by-Wire-Technologie ausgestattet und verzichtet somit auf eine herkömmliche Lenksäule. Im Cockpit teilen sich die ehemaligen ADAC GT Masters-Fahrer Christer Jöns (33/Ingelheim) und Christopher Dreyspring (22/Nürnberg) die Arbeit. "Der Start in der ADAC GT4 Germany ist jetzt der nächste logische Schritt", erklärt Robin Dörr, dessen Team bereits Erfahrung mit der neuen Technik gesammelt hat. "Mit Christer Jöns konnten wir einen extrem professionellen und routinierten Fahrer für dieses Projekt gewinnen. Er begleitet uns mittlerweile seit mehr als einem Jahr und hat schon 2019 in der ADAC GT4 Germany ein Podium eingefahren - und das bei seinem Debüt mit uns. Wir wollen vorne mitmischen."
 
Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Team Schütz Motorsport) ist auf dem Hockenheimring wieder im doppelten Einsatz. Als einziger Pilot im Feld tritt er sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany an. "Ich habe mich mittlerweile an die Doppelbelastung gewöhnt und komme sehr gut zurecht. Natürlich brauche ich jeweils ein bis zwei Runden, um mich im GT3- bzw. GT4-Fahrzeug einzufinden", erklärt Dienst, der sich das Fahrzeug mit Marcus Suabo (51/Malsch) teilt. "Mein Ziel in der ADAC GT4 Germany ist es, Marcus fahrerisch weiterzuentwickeln. Dennoch möchte ich natürlich auch vorne mit dabei sein und hoffe auf die Pole-Position für das Rennen am Sonntag. Diesen Anspruch muss ich an mich persönlich stellen. In den beiden Läufen sollten Plätze in den Top Zehn auf jeden Fall drin sein. Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre natürlich super." Auf den Mercedes-AMG GT4 setzen in Hockenheim auch noch Dupré Motorsport Engineering und das Mann-Filter Team HTP-Winward.
 
Hofor Racing by Bonk Motorsport, das Team AVIA Sorg Rennsport, das Team Lillestoff und MRS GT-Racing mit den Zwillingen Alesia Kreutzpointner und Jacqueline Kreutzpointner (beide 21/Töging am Inn) vertrauen auf den BMW M4 GT4. Hella Pagid - Racing One und T3-HRT-Motorsport starten auf dem Hockenheimring wieder mit einem Audi R8 LMS GT4. Dazu kommen noch jeweils ein KTM X-Bow GT4 (Evo) von RTR Projects und True Racing sowie die Ginetta G55 GT4 vom Team Piro Sports Caffè d´Italia.

Mittwoch, 16. September 2020

ADAC GT Masters in Hockenheim: 33 GT3-Sportwagen versprechen viel Spannung

  • Maro Engel und Luca Stolz (Mercedes-AMG) sind Tabellenführer
  • Titelverteidiger Kelvin van der Linde: "Erwarte viel Action"

Foto: ADAC-Motorsport

Packende Duelle, gute Überholmöglichkeiten und enge Zeitenabstände: Das ADAC GT Masters startet am kommenden Wochenende (18.-20. September) auf dem Hockenheimring zum dritten Rennwochenende des Jahres - einer Strecke, die für spannendes Racing bekannt ist. Dabei machen 32 Supersportwagen Jagd auf die Tabellenführer Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (34/Monte Carlo, beide Toksport WRT) im Mercedes AMG GT3 Evo. Die beiden Rennen werden Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 5 und 6 von 14

Streckenlänge: 4.574 Meter
Layout: 17 Kurven (neun Rechts-, acht Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2019, Rennen 1: Mirko Bortolotti/Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser-Lamborghini Huracán GT3 Evo)
Sieger 2019, Rennen 2: Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik Racing-Audi R8 LMS)
ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring im TV: Übersicht über die TV-Sendezeiten im Anhang.
 
Die Favoriten

Vier Rennen, vier verschiedene Sieger: Das ADAC GT Masters ist abwechslungsreich in die aktuelle Saison gestartet. Dank eines Sieges und zweier weiterer Podestplätze führen die Mercedes-AMG-Piloten Luca Stolz und Maro Engel aktuell die Tabelle an. Dahinter folgen die Porsche-Duos Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster)/Christian Engelhart (33/Starnberg, beide SSR Performance) und Robert Renauer (35/Vierkirchen)/Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) sowie die Audi-Fahrer Charles Weerts (19/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT), die alle ebenfalls schon in dieser Saison triumphiert haben. Zu den Favoriten zählen auch die Titelverteidiger Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing). Auch sie setzen auf die Marke mit den vier Ringen, die mit insgesamt sieben Triumphen die erfolgreichste in Hockenheim ist. Niederhauser und van der Linde gewannen 2019 in Baden das Sonntagsrennen und sicherten sich dort vorzeitig den Fahrertitel des ADAC GT Masters.
 
Die Lokalmatadore

Mit Callaway Competition aus Leingarten - mit vier Siegen das erfolgreichste Team im ADAC GT Masters in Hockenheim -, Rutronik Racing aus Remchingen und dem DLV Team Schütz Motorsport aus Bobenheim-Roxheim haben gleich drei Rennställe ihren Sitz weniger als 100 Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Auch zahlreiche Fahrer stammen aus der Region um das badische Motodrom. So kommt BMW-Werksfahrer Jens Klingmann (30/Tägerwilen, MRS GT-Racing) aus dem nahe gelegenen Heidelberg. Audi-Pilot Dennis Marschall (24) aus Eggenstein-Leopoldshafen hat genauso ein Heimspiel wie Mercedes-AMG-Pilot Marvin Dienst (23/Lampertheim, DLV-Schütz Motorsport). Eine kurze Anreise hat auch Markus Pommer (29) aus Neckarsulm, der mit der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition antritt.
 
Die Strecke

Der Hockenheimring ist für spannende, enge Rennverläufe im ADAC GT Masters bekannt. In der Vergangenheit haben dort bereits neun Hersteller gewonnen. Mit 4,574 Kilometern ist der Hockenheimring die längste Strecke im Kalender und bietet einen spannenden Mix aus langen Geraden, schnellen Kurven, Spitzkehren und dem engen, stadionähnlichen Motodrom. Das Rennwochenende findet ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt. Neben dem ADAC GT Masters treten am Wochenende auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany und die ADAC Formel 4 an.
 
ADAC GT Masters eSports Championship powered bei EnBW mobility+

Die ADAC GT Masters eSports Championship powered bei EnBW mobility+ startet am Samstag ab 18.30 Uhr auf dem virtuellen Hockenheimring zum dritten von acht Saisonrennen. Neben den 20 festen Teilnehmern treten erneut vier Gaststarter an. Insgesamt geht es in der Saison um ein Preisgeld von 80.000 Euro. Nach seinem Sieg beim zweiten Saisonrennen auf dem Nürburgring ist Nikodem Wisniewski vom eSports-Team des Formel-1-Rennstalls Williams aktueller Tabellenführer. Das Rennen wird im Livestream auf youtube.com/adac und auf adac.de/motorsport übertragen.
 
Stimmen vor dem Rennwochenende
 
Kelvin van der Linde (Rutronik Racing, Audi R8 LMS): 

"Es ist etwas Besonderes, am Wochenende nach Hockenheim zurückzukehren. Wir haben dort im vergangenen Jahr am Sonntag den Sieg geholt und den Titel eingefahren. Das sind natürlich schöne Erinnerungen. Patrick und ich sind voll motiviert und auf einem guten Weg - was unser Podium und die Pole-Position am Nürburgring unterstreichen. Das Team hat gezeigt, wie stark es ist. Wir haben immer noch gute Chancen den Titel zu verteidigen - das bleibt unser Ziel. Ich denke, wir haben auch für Hockenheim ein gutes Paket. Es ist das Heimrennen unseres Teams, weshalb wir dort oft testen. Die Fans können sich auf tolle Rennen freuen. Hockenheim ist bekannt für viel Action. Wir haben dort in den vergangenen Jahren mit das beste Racing im ADAC GT Masters und tolle Fights gesehen. Die Strecke bietet einige Überholmöglichkeiten. Teile des Kurses - vor allem im letzten Sektor - sind neu asphaltiert worden. Mal sehen, was das für Auswirkungen auf die neuen Reifen von Pirelli haben wird."
 
Markus Pommer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R): 

"Hockenheim ist sowohl für mich als auch für Callaway Competition das Heimspiel. Deshalb können ich und einige Teammitglieder sogar zu Hause schlafen. Leider hatte ich in Hockenheim zuletzt viel Pech - vor allem vergangenes Jahr mit zwei unverschuldeten Unfällen in der ersten Runde war es sehr unglücklich. Daher kann es jetzt nur besser werden. Auch wenn Hockenheim die Hausstrecke von Callaway ist und wir die Strecke deshalb gut kennen, kann ich schwer einschätzen, wie stark wir in den Rennen sein werden. Denn wir sind 2019 keine Rennrunde gefahren und in diesem Jahr gibt es neue Reifen. Aber zuletzt auf dem Nürburgring lief es vor allem am Sonntag gut, daher bin ich zuversichtlich und kann das Rennwochenende vor der eigenen Haustür kaum erwarten."

Jonas Folger krönt packendes IDM-Wochenende in der Lausitz

 

Jonas Folger siegte auch am Lausitzring
Foto: MPS/Dino Eisele

Ex-MotoGP-Ass Jonas Folger behielt auch bei der dritten IDM-Veranstaltung der Saison 2020 eine weiße Weste. Der 27 Jahre alte Yamaha-Fahrer gewann am heutigen Sonntag beide Superbike-Rennen auf dem Lausitzring. Vor dem Finale vom 25. bis zum 27. September in Hockenheim fehlen dem Bayern nur noch sieben Punkte zum Meistertitel. Doch auch in den anderen IDM-Serien gab es spannende Entscheidungen. In gleich drei IDM-Serien wechselte die Spitze in der Meisterschaftswertung.

In der IDM Supersport 600 übernahm Luca Grünwald auf Kawasaki die Führung, allerdings nur mit drei Punkten vor dem zweifachen Lausitz-Rennsieger Martin Vugrinec auf Yamaha. Genauso knapp ist der Vorsprung von Paul Fröde (Honda) in der IDM Superstock 600 auf Jan-Ole Jähnig (Yamaha). In der IDM-Nachwuchsserie Supersport 300 eroberte Rick Dunnik auf Yamaha die Tabellenspitze.

In der Königsklasse IDM Superbike 1000 setzte sich Jonas Folger auf der Yamaha von Bonovo Action by MGM Racing erneut gegen den Titelverteidiger Ilya Mikhalchik auf der BMW des EGS-alpha-Van Zon-Teams durch. Folger konnte auch auf dem ihm zuvor unbekannten Lausitzring in beiden Rennen maximal punkten. „Die Strecke macht uns Fahrern schon richtig Arbeit“, schilderte er seine Eindrücke. Die Strecke in der Lausitz machte auch die Wahl einer richtigen Mischung der Pirelli-Reifen zur echten Herausforderung.

„Leider haben die weicheren Reifen nicht so gut funktioniert wie erhofft“, sagte Folger nach dem zweiten Rennen. Trotzdem fuhr er einen Vorsprung von 7,279 Sekunden heraus. Auch Ilya Mikhalchik haderte mit den Reifen. „Ich habe die harte Mischung gewählt, hatte aber nach der dritten Runde auf dem Vorderreifen zu wenig Grip“, so Mikhalchik. Hinter dem Spitzenduo fuhr  Wilbers-BMW-Pilot Florian Alt erneut zwei Podiumsplätze heraus und liegt in der Meisterschaft auf dem dritten Platz. Ihm folgt der Schweizer Dominic Schmitter, der zweitbesten Yamaha-Pilot im Superbike-Feld.

Stark präsentierte sich auf dem Lausitzring auch Langstrecken-Weltmeister Erwan Nigon. Der einzige Kawasaki-Pilot wurde im ersten Rennen Vierter. Im zweiten Lauf kämpfte der Franzose anfangs in der Spitzengruppe mit, musste sich aber am Ende mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Bester Honda-Pilot im Feld mit Fahrern aus acht Nationen war der Italiener Alessandro Polita, der in der IDM-Zwischenwertung den siebten Platz belegt.

In der hart umkämpften IDM Supersport 600 feierte Martin Vugrinec auf Yamaha seine ersten beiden IDM-Siege. Der 21-jährige Yamaha-Fahrer gewann jeweils vor Luca Grünwald auf Kawasaki, der als fleißiger Punktesammler die Führung in der Meisterschaft übernahm. Titelverteidiger Max Enderlein auf Yamaha konnte im ersten Rennen nach einer Durchfahrtsstrafe als Vierzehnter nur zwei Punkte retten. In der Gesamtwertung warf ihn das Ergebnis auf den dritten Platz zurück.

Wie Enderlein so stammt auch Paul Fröde aus Hohenstein-Ernstthal. Mit seiner Honda übernahm er die Führung in der erstmals als IDM-Meisterschaft ausgetragenen Superstock 600-Klasse. Allerdings folgt ihm Jan-Ole Jähnig nach zwei Siegen auf den Fersen. Der Belgier Tom Kohnen konnte nach seinem Sturz im ersten Rennen die Rolle des Tabellen-Spitzenreiters nicht verteidigen.

Auch in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 präsentiert sich nach dem Lausitzring-Wochenende ein neuer Fahrer als Gesamt-Erster. Mit seinem ersten Saisonsieg übernahm der Holländer Rick Dunnik auf Yamaha die Führung in der Meisterschaft mit dem größten Starterfeld innerhalb der IDM. Bei der dritten Veranstaltung kämpften 37 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer um Platzierungen und Punkte. Dunnik hat vor dem Finale 15 Punkte Vorsprung auf den Belgier Luca de Vleeschauwer auf Kawasaki. Der Fahrer von RT Motorsports by SKM-Kawasaki konnte zwar in der Lausitz seinen ersten IDM-Sieg feiern, blieb aber im zweiten Rennen nach einem Sturz in der Startrunde als Siebzehnter punktelos.

In der IDM Sidecar konnten die Schweizer Markus Schlosser und Marcel Fries auf LCR-Yamaha mit einem Sieg ihre Führung in der Meisterschaft ausbauen. Im zweiten Rennen behaupteten sie sich vor dem Titelverteidiger und achtfachen Weltmeister Tim Reeves und dessen Beifahrer Kevin Rousseau auf Adolf RS Yamaha. Die 1000er-Klasse entschieden Mike Roscher und Anna Burkard auf LCR-BMW souverän für sich. Sie liegen in der Meisterschaft mit der Idealpunktzahl in Führung.

Mit zwei spannenden Rennen setzte der neue Northern Talent Cup seine Premierensaison fort. Zwar gewann der Belgier Lorenz Luciano und der Tscheche Jakub Goretzky jeweils ein Rennen. Aber mit seinen beiden zweiten Plätzen konnte der Deutsche Freddie Heinrich seine Führung im Nachwuchscup dennoch behaupten. Im Twin Cup dominierte Nicolai Kraft auf Suzuki ebenso das Wochenende wie der Österreicher Nico Thöni auf seiner BMW den Pro Superstock Cup für seriennahe 1000er-Motorräder.

In allen IDM-Meisterschaften sind vor dem Finale auf dem Hockenheimring die Titel-Entscheidungen offen. Die bislang äußerst spannende, infolge der Corona-Pandemie auf vier Veranstaltungen verkürzte Saison lässt ein packendes Finale erwarten. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können auch am Hockenheimring keine Zuschauer zugelassen werden. Die IDM-Fans können auch die Finalrennen im kostenlosen IDM-Livestream verfolgen.

IDM-Finale: 25. bis 27. September 2020 auf dem Hockenheimring.

Dienstag, 15. September 2020

Zweiter Streich in einer Woche: erneuter DTM-Triumph von Robin Frijns

  •  Niederländer Robin Frijns verkürzt Abstand auf Tabellenführer Nico Müller
  •  Alle drei Audi-Werksteams auf dem Podium: Abt, Rosberg und Phoenix
  •  Assen-Sieger Sheldon van der Linde als bester BMW-Pilot Sechster

Robin Frijns holt zweiten Sieg am Nürburgring
Foto: dtm.com


Für Überraschungen ist die DTM immer gut: Audi-Pilot Robin Frijns (NED) feierte beim zweiten Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings unter strahlend blauem Himmel den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere. Zweiter wurde Titelverteidiger René Rast (GER, Audi) vor Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, Audi), der zum ersten Mal in der aktuellen Saison einen Podiumsplatz erzielte. Mit Abt Sportsline, Team Rosberg und Phoenix Racing waren erstmals in dieser Saison alle drei Audi-Werksteams auf dem Podium vertreten.

Müller zunächst souverän, dann von technischen Problem gebremst

Dabei hatte zunächst alles nach einem weiteren Triumph von Markenkollege und Polesitter Nico Müller (SUI) ausgesehen, der das Samstagsrennen in überlegener Manier für sich entschieden und das ganze Wochenende dominiert hatte. Auch der Start verlief für den Schweizer ohne Probleme, Müller kam gut vom weg vom Startplatz eins und konnte die hinter ihm lauernde Konkurrenz in Person von Frijns und Rast auf Distanz halten. Das Blatt wendete sich, als Müller in Runde elf seinen Pflichtstopp absolvierte. Robin Frijns kam nur eine Runde später an die Box und brannte danach eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt des erstmalig 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses, der erstmals seit 2001 wieder bei einem DTM-Rennen befahren wurde und der allen Piloten viel Fahrspaß bescherte. Müller hingegen kämpfte zunehmend mit einem technischen Problem an seinem Audi RS 5 DTM und musste zunächst Frijns und schließlich noch drei weitere Markenkollegen passieren lasen. Der Meisterschaftsführenden blieb im Ziel nur der fünfte Rang.

Sheldon van der Linde bester BMW-Pilot

Aus dem BMW-Lager zeigte der Südafrikaner Sheldon van der Linde die beste Leistung. Der Sieger vom Sonntagsrennen in Assen vor einer Woche überquerte die Ziellinie als Sechster und war damit bester Pilot eines BMW M4 DTM. Die Markenkollegen Timo Glock (GER), Philipp Eng (AUT) und Jonathan Aberdein (RSA) hatten sich unterhaltsame Positionskämpfe im Mittelfeld geliefert, allerdings ohne zur Audi-dominierten Spitzengruppe aufschließen zu können.

Nach dem zehnten von 18 Saisonrennen führt Nico Müller mit 195 Punkten weiterhin souverän die Gesamtwertung an. Verfolger Frijns (176) verkürzt durch seinen zweiten DTM-Sieg den Abstand zu Müller auf 29 Zähler. René Rast (159 Punkte) ist Dritter vor Duval (85), Rockenfeller (79) und van der Linde (72). Weiter geht es in der DTM schon am kommenden Wochenende (18. bis 20. September), wiederum auf dem Nürburgring, dann aber auf der 3,6 Kilometer kurzen Sprintvariante.


Stimmen – 2. Rennen, Nürburgring Grand Prix


Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, Sieger
„Dieser Sieg fühlt sich schon anders an als mein erster DTM-Sieg vor einer Woche. In Assen habe ich bis zur Ziellinie um den Sieg gekämpft, heute hatte ich freie Fahrt, nachdem ich an Nico Müller vorbei war. Trotzdem habe ich meine Reifen geschont, denn ich wusste ja nicht, was in der Schlussphase noch passieren würde. Zu Beginn des Rennens konnte ich mit Nico gut mithalten, wir waren ungefähr gleich schnell. Nach dem Boxenstopp habe ich schnell gemerkt, dass Nico nicht mehr den normalen Topspeed hatte. Ich bin dann leicht vorbeigekommen. Unser Abt-Team macht nichts anders, aber an diesem Wochenende hatten Nico und ich offensichtlich einen Vorteil.“


René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 2. Platz
„Ich denke, wir haben im Samstagrennen und auch heute das Maximale herausgeholt. Leider habe ich heute einen kleinen Fehler gemacht und bin leicht ins Kiesbett geraten, aber das hat mich nicht den Sieg gekostet. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht, jedoch ist es schwer, sich an Nico Müller und auch Robin Frijns heran zu kämpfen. Sie haben beide ein starkes Paket und machen keine Fehler. Wenn wir wüssten, wo der Unterschiedlich tatsächlich liegt, würden wir es sofort ändern. Wenn es nicht so läuft, wie man es wünscht, verliert man etwas das Vertrauen, man zweifelt, man ändert Dinge, aber das ist nicht immer das Beste. Wenn alles glatt läuft, ist alles einfacher. Das kenne ich ja aus dem vergangenen Jahr.“


Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 3. Platz
„Natürlich freue ich mich über meine erste Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Aber ich weiß auch, dass ich unter normalen Umständen nur Vierter oder Fünfter geworden wäre. Meine Jungs und meine Ingenieure arbeiten immer sehr hart, und so ist das Podium auch für sie eine Belohnung. Wir versuchen zu verstehen, woher der Abstand kommt. Daran arbeiten wir fortwährend. Nico Müller hatte heute ein Problem, er war auf den Geraden nicht mehr so schnell wie normal. Diese Chance zum Podium habe ich genutzt. “

Ergebnis – 2. Rennen, Nürburgring Grand Prix (Top-Ten)


01. Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 31 Runden in 58.16,157 Minuten
02. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, + 4,281 Sek.
03. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, + 10,258 Sek.
04. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, + 12,573 Sek.
05. Nico Mueller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 13,096 Sek.
06. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 13,487
07. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, + 16,741 Sek.
08. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, + 17,697 Sek.
09. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 19,620 Sek.
10. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 28,909 Sek.

Schnellste Rennrunde: Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.50,219 Min.
Pole-Position: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.46,958 Min.
Wetter: 24°C, sonnig
Strecke: 41°C, trocke

Zweites Rennen, zweiter Sieg: Heinemann dominiert die DTM Trophy auf dem Nürburgring

  •  Mercedes-Pilot Tim Heinemann mit Doppelsieg in der Eifel
  •  Österreicher Kofler holt zweiten Platz im KTM X-Bow
  •  Jan Kisiel holt Platz drei und ist neuer Zweiter der Gesamtwertung hinter Heinemann
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Das war ein Sieg mit Ansage: Tim Heinemann (GER, Mercedes-AMG) vom Team HP Racing International hat auch das zweite Rennen der DTM Trophy auf der 5,148 km langen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings gewonnen. Der 22-Jährige, der das gesamte Wochenende dominierte und sich auch am Sonntag die Pole Position gesichert hatte, fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Das war bereits der vierte Triumph in Folge für den Meisterschaftsführenden. Auf Rang zwei folgte Routinier Reinhard Kofler (AUT, Teichmann Racing), der im KTM X-Bow von Rang zwei gestartet war und seine Position über das gesamte Rennen verteidigte. Der Pole Jan Kisiel (Mercedes-AMG, Leipert Motorsport), Dritter im Qualifying, komplettierte als Dritter das Podium.

Souveräner Start von Heinemann, Ben Tuck im Pech

Der rollende Start brachte keine Veränderung an der Spitze des Feldes, wenngleich ein beherzt fahrender Kofler bereits in Kurve eins versuchte, an Heinemann vorbeizuziehen: Doch der Mercedes-Pilot hatte die bessere Linie und verteidigte geschickt – keine Chance also für Kofler. Pech hatte der Brite Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport), der aufgrund einer Entscheidung der Rennleistung nach einem zu harten Manöver gegen Jan Philipp Springob (GER, Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) auf Platz 17 versetzt wurde. Im weiteren Rennverlauf arbeitete Tuck sich Schritt für Schritt wieder nach vorn, musste aber hinter Springob bleiben und sich letzten Endes mit Position 13 begnügen.

Für Spannung sorgte eine Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aufgrund eines Trümmerteils auf der Strecke. Die letzte Runde wurde dann wieder im Renntempo gefahren. Doch auch hier bewies Heinemann ein weiteres Mal seine Klasse und ließ an der Spitze nichts anbrennen.

Nach dem sechsten von zwölf Saisonrennen, also zur Saison-"Halbzeit" der DTM Trophy, führt Heinemann die Wertung mit 150 Punkten weiterhin souverän an. Kisiel zog mit 84 Zählern an Tuck vorbei, der mit 77 Punkten neuer Dritter ist. Weiter geht es in der neu eingeführten DTM Trophy bereits am kommenden Wochenende (18. bis 20. September), erneut auf dem Nürburgring, dann jedoch auf der 3,6 Kilometer langen Sprintstrecke.

Montag, 14. September 2020

Mercedes-Pilot Heinemann gibt den Ton an: dritter Sieg in der DTM Trophy

  • Starke Leistung: Pole Position, Sieg und schnellste Runde
  • Actionreiches Rennen mit harten Manövern und Safety-Car-Phase
  • Tim Heinemann führt in der Punktetabelle klar vor Ben Tuck und Jan Kisiel

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In der neuen DTM Trophy gibt Tim Heinemann den Ton an: Der Mercedes-Pilot aus dem Team HP Racing International brillierte am Samstag im ersten Rennen der DTM Trophy auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Nicht nur das: Heinemann sich beim fünften Saisonrennen den motorsportlichen „Hattrick“ mit Pole Position, Sieg und schnellster Rennrunde. Es war bereits der dritte Sieg des 22-Jährigen in der DTM-Trophy, dem neuen Unterbau der DTM. Der Brite Ben Green (BMW, FK Performance Motorsport), von Platz zwei gestartet, verteidigte seine Position bis ins Ziel. Sein Landsmann Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport) komplettierte das Podium.

Den erstmals bei einem Rennen der DTM Trophy zugelassenen Zuschauern boten die seriennahen GT-Sportwagen ein actionreiches Rennen, das von Positionskämpfen, harten Überholmanövern und einer Safety-Car-Phase geprägt wurde. Beim fliegenden Start hatte Polesitter Heinemann alles im Griff, während Routinier Peter Terting (GER, Porsche, PROsport Racing) vergeblich versuchte, auf der Außenlinie an Green vorbeizuziehen. Kurze Zeit später musste Terting auch gegen Tuck passen und fiel damit auf Rang vier zurück.

Kisiel mit harten Bandagen, Pech für Terting

Zu einer Safety-Car-Phase kam es im weiteren Rennverlauf, als Felix von der Laden (GER, Audi, Superdrink by Bremotion) ins Kiesbett rutschte und der havarierte Audi R8 LMS abgeschleppt werden musste. Beim Restart machte Heinemann vorn alles richtig und setzte sich ab. Richtig spannend wurde es noch einmal in der letzten Minute des Rennens, als ein intensiv kämpfender Jan Kisiel (POL, Mercedes-AMG, Leipert Motorsport) von der fünften Position aus den vor ihm fahrenden Terting attackierte. Letzterer konnte sich zunächst wehren, doch musste er den Porsche Cayman wenig später mit technischem Defekt in der Boxengasse abstellen, so dass Kisiel den vierten Platz erbte.

Vor dem sechsten Rennen der DTM Trophy am Sonntag (Start: 15:15 Uhr / live via grid.dtm.com) liegt Heinemann mit 122 Punkten weiterhin deutlich in Führung vor Tuck (77). Kisiel behauptet mit 68 Zählern Rang drei der DTM-Trophy-Wertung.