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Donnerstag, 10. September 2026

Emil Frey Racing mit Vollgas zum vorletzten DTM-Lauf an den Sachsenring

Matteo Cairoli, Ferrarie 296 GT3 Evo #14
Foto: Jens Hawrda

Vom 11. bis 13. September 2026 gastiert die DTM am Sachsenring, und Emil Frey Racing geht dort mit dem #14 und dem #69 Ferrari 296 GT3 Evo an den Start. Der 3,671 Kilometer lange Kurs bei Chemnitz zählt mit seinen 13 Kurven und dem hügeligen, technisch anspruchsvollen Layout zu den besonderen Herausforderungen im DTM-Kalender. Überholen ist auf dem engen Sachsenring traditionell schwierig, weshalb eine starke Qualifying-Leistung und ein fehlerfreies Rennen entscheidend sein werden.

Die Geschichte und die Ergebnisse sprechen allerdings für das Team aus Safenwil: Im vergangenen Jahr fuhr das Team zwei Podestplätze ein, im Jahr davor feierten es sogar einen Sieg und ein weiteres Podestergebnis. Der Sachsenring war daher für die Schweizer Truppe stets ein Ort, an dem die Stärken des Teams besonders zur Geltung kamen.

Nach dem Wochenende am Nürburgring, das mit dem souveränen dritten Saisonsieg von Matteo Cairoli am Samstag einen Hochpunkt hatte, aber durch den unglücklichen Boxenstopp-Defekt am Sonntag einen bitteren Beigeschmack hinterliess, geht Emil Frey Racing mit Entschlossenheit in die Schlussphase der Saison. Das Team nutzte zudem vor knapp zwei Wochen die Testfahrten am Sachsenring, um sich bestmöglich vorzubereiten. Das Programm verlief planmässig und lieferte wichtige Erkenntnisse, insbesondere hinsichtlich des Reifenverschleisses auf dem abrasiven Belag. In der Teamwertung liegt das Team mit 197 Punkten auf dem vierten Rang, 34 Zähler hinter dem führenden Winward Racing. Bei noch zwei ausstehenden Rennwochenenden und insgesamt vier Rennen ist der Kampf um die vorderen Plätze noch offen.

Fahrerstimmen vor dem Rennwochenende am Sachsenring

Matteo Cairoli (Italien)

„Es war sehr spannend, nach neun Jahren endlich mal wieder zu den Testfahrten an den Sachsenring zu kommen. Die Strecke ist eigentlich eine gesamte Linkskurve und mit den Höhenunterschieden einfach spannend. Auch wenn wir zuletzt am Nürburgring etwas an Boden verloren haben, ist es ganz klar unser Ziel, in den verbleibenden Rennen alles zu tun, damit wir noch im Meisterschaftskampf dabei sein können.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Wir hatten einen sehr guten Test und ich freue mich schon sehr auf diese coole Strecke, mit ihren schnellen Kurven aber auch den langsamen, technischen Passagen im ersten Abschnitt. Der Test war der erste seit langem und wir konnten uns in einigen Bereichen Klarheit verschaffen, denn wir haben ganz viele verschiedene Dinge ausprobiert. Ich freue mich sehr auf das Wochenende und denke wir haben ein sehr gutes Gesamtpaket.“

Mittwoch, 9. September 2026

Zwei Sachsen, zwei Geschichten: Paul feiert DTM-Comeback, Primm seine Premiere

  • Dresdener Maximilian Paul kehrt zwei Monate nach seinem Unfall zurück
  • Simon Connor Primm aus Großschirma gibt auf dem Sachsenring sein Debüt
  • Audi-Youngster Primm sorgt für DTM-Comeback der Marke mit den vier Ringen

Heimspiel mit besonderen Vorzeichen: Beim DTM-Wochenende auf dem Sachsenring (11. bis 13. September) stehen zwei Lokalmatadore mit ganz unterschiedlichen Geschichten im Mittelpunkt. Der Dresdner Maximilian Paul (TGI Team by GRT) kehrt nur gut zwei Monate nach seinem Unfall am Norisring ins DTM-Cockpit zurück. Für Simon Connor Primm (Seyffarth Motorsport) aus Großschirma beginnt dagegen ein neues Kapitel. Der 21-Jährige feiert vor heimischem Publikum seine DTM-Premiere – und bringt dabei Audi mit dem R8 LMS GT3 Evo2 als neunte Marke zurück in die DTM.

Nach erfolgreicher Reha zurück in der DTM: Maximilian Paul
Foto: ADAC-Motorsport

Paul kämpft sich in Rekordzeit zurück

Nach seinem Unfall Anfang Juli auf dem Norisring mit Brüchen an Schien- und Wadenbein sowie am ersten Lendenwirbel arbeitete Paul intensiv an seinem Comeback. Der 26-Jährige saß nach erfolgreicher Operation und zahlreichen Reha-Einheiten beim DTM-Test auf dem Sachsenring Ende August erstmals wieder im Rennwagen und schaffte damit den entscheidenden Schritt auf dem Weg zu seinem Comeback.

„Mein Körper hat bei der Heilung extrem schnell mitgemacht. Ich habe die vergangenen zwei Monate gefühlt 80 Prozent der Zeit bei meinem Physio verbracht. Wir haben jeden Tag intensiv gearbeitet und unter anderem viel im Wasser trainiert“, verrät Paul. „Beim DTM-Test am Sachsenring war meine größte Sorge zunächst der Rücken, aber der hat super funktioniert. Das Bein hat noch etwas wehgetan, trotzdem konnte ich fahren. Jetzt freue ich mich einfach riesig, wieder im Auto zu sitzen und in der DTM anzugreifen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen.“

Bereits 50 Tage nach dem Unfall saß der Dresdner beim offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring wieder im Lamborghini Temerario GT3 und absolvierte 98 Runden. Dabei übertraf Paul nicht nur die eigenen Erwartungen. „Im Team gab es dann sogar eine Wette, dass ich keine 15 Runden schaffe – die habe ich gewonnen“, erzählt er mit einem Lachen und ergänzt: „Natürlich zwickt es nach zwei Monaten hier und da noch. Aber wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich nicht fahren. Die Motivation und die Lust aufs Rennfahren sind viel größer als die kleinen Schmerzen.“

Simon Connor Primm gibt am Sachsenring sein DTM-Debüt
Foto: ADAC-Motorsport

Vom ADAC GT Masters auf die große DTM-Bühne

Während Paul auf bekanntes Terrain zurückkehrt, wartet auf Primm eine Premiere. Der Youngster aus Großschirma tritt seit drei Jahren im ADAC GT Masters an und startet dort für HGL Racing. Auf dem Sachsenring setzt die Mannschaft unter dem Namen Seyffarth Motorsport einen Audi R8 LMS GT3 Evo2 ein. Damit ist Audi erstmals in diesem Jahr in der DTM vertreten. Das Starterfeld wächst beim vorletzten Saisonstopp auf neun Marken.

„Das ist eine einmalige Chance. Die DTM gehört für mich zu den besten Serien der Welt. Es war schon immer mein Traum, dort einmal zu fahren. Als ich vor ein paar Jahren Fahrer wie Marco Wittmann und Lucas Auer in der DTM verfolgt habe, bin ich selbst noch Kart gefahren“, sagt Primm. „Dass wir mit Audi antreten und die Marke in dieser Saison zurück in die DTM bringen, macht das Ganze noch besonderer.“

Ganz unvorbereitet geht Primm nicht in sein Heimspiel. In den vergangenen beiden Wochen konnte der Debütant zweimal mit einem GT4-Fahrzeug auf dem Sachsenring testen. Trotzdem bleibt Primm vor seinem ersten DTM-Wochenende realistisch: „Für uns alle ist das ein Sprung ins kalte Wasser. Deshalb ist das Wichtigste, einen sauberen und fehlerfreien Job zu machen und so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Ich will mich mit den Besten messen. Genau diese Herausforderung reizt mich.“


Montag, 7. September 2026

Heißer DTM-Titelkampf auf der Achterbahn Sachsenring

  •  Audi feiert DTM-Gaststart mit Seyffarth Motorsport am Sachsenring
  • Spitzenreiter Maro Engel und Thomas Preining trennt nur ein Punkt
  • Erster Renneinsatz für Maximilian Paul nach seinem Unfall am Norisring

Foto: Jens Hawrda

Maximale Spannung, minimaler Abstand an der Spitze: Beim vorletzten DTM Saisonstopp am Sachsenring biegen Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) und Thomas Preining (A/Manthey) Kopf an Kopf auf die Zielgerade ein. Nur ein Punkt trennt die beiden Fahrer, die sich auf dem Kurs in Hohenstein-Ernstthal eine gute Ausgangsposition für das Meisterschaftsfinale in Hockenheim sichern wollen. Zum Top-Duo könnten jedoch weitere Titelkandidaten aufschließen: Angeführt von Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) liegt ein starkes Fahrer-Quartett auf den Plätzen drei bis sechs in Schlagdistanz. Dazu dürfen sich die Fans auf einen Audi-Auftritt freuen. Erstmals in der DTM 2026 geht die Marke mit den vier Ringen an den Start: Simon Connor Primm feiert im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Seyffarth Motorsport seine DTM-Premiere und sorgt dafür, dass die Fans in Sachsen Rennfahrzeuge von neun verschiedenen Herstellern sehen. Sein Comeback feiert Maximilian Paul (Dresden/TGI Team by GRT): Der 26-Jährige bestreitet nach seinem Unfall am Norisring wieder die ersten Rennen im Cockpit des Lamborghini Temerario GT3.

Tickets für die DTM am Sachsenring gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV. Sendebeginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 13 und 14 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Layout: 14 Kurven (vier Rechts-, zehn Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)
  • Sieger 2025, Rennen 2: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)


Engel unter Druck – behält der Spitzenreiter die Nerven?

Am Nürburgring riss die eindrucksvolle Serie von Engel: Der Mercedes-AMG-Pilot schied vorzeitig aus und blieb damit erstmals seit 18 DTM-Rennen ohne Punkte. Als Verursacher einer Kollision wird der Routinier zudem im Samstagsrennen auf dem Sachsenring um drei Startplätze zurückversetzt. Der Tabellenführer hat jedoch gezeigt, dass er auch in schwierigen Situationen die Nerven behält und von den hinteren Rängen nach vorn fahren kann. Sein schärfster Konkurrent Preining ist in Bestform: Der Champion von 2023 holte an den vergangenen beiden Rennwochenenden 89 seiner 159 Punkte und war beim offiziellen Test am Sachsenring vor rund drei Wochen der schnellste Fahrer. „Der Kurs liegt uns, und ich hoffe, dass wir am Wochenende Top-Ergebnisse abliefern können. Die Strecke ist einzigartig, hat unterschiedliche Kurven und viel Grip. Zunächst geht es nur linksherum, dann kommen schnelle Rechtskurven. Das ist auch für unsere Ingenieure eine Herausforderung“, erklärt der Österreicher.

Verfolger-Quartett in Lauerstellung

Im Verfolgerfeld hofft Thiim im Aston Martin Vantage GT3 nach zuletzt schwächeren Auftritten auf eine Wende – 21 Punkte fehlen dem Tabellendritten auf die Spitze. Ähnlich ist die Lage bei Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der nach seinem Ausfall am Nürburgring 24 Zähler hinter seinem Markenkollegen Engel liegt. Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) befindet sich dagegen im Aufwind. Mit seinem 20. DTM-Sieg in der Eifel verkürzte der BMW-Pilot den Rückstand auf 25 Punkte. „Wir haben am Nürburgring viel Boden gutgemacht. Der Sachsenring war für uns in der Vergangenheit kein optimales Pflaster. Wir müssen uns aus dem Chaos heraushalten und sehen, was das Wetter macht“, so der Fürther. Das Verfolger-Quartett komplettiert Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing). Der Italiener hat als einziger Fahrer im Feld bereits drei Saisonsiege auf dem Konto, braucht aber einen starken Schlussspurt, um den 33-Zähler-Rückstand noch wettzumachen.

Neunte Marke bereichert die Rennen am Sachsenring

Erstmals in dieser Saison erleben die Zuschauer einen Auftritt von Audi in der DTM. Seyffarth Motorsport setzt einen Audi R8 LMS GT3 Evo2 ein. Am Steuer sitzt Youngster Primm. „Die DTM war schon immer ein riesiger Traum von mir. Vor fünf Jahren bin ich noch Kart gefahren. Daher fühlt es sich umso besonderer an, am kommenden Wochenende mit Audi in der DTM zu starten“, sagt der 21-Jährige aus dem sächsischen Großschirma, der dieses Jahr seine dritte Saison im ADAC GT Masters bestreitet.

Rückkehrer Paul: „Endlich wieder Rennen fahren“

Der Sachsenring ist mit seinem speziellen Layout einzigartig im DTM-Kalender. Die 3,645 Kilometer lange Berg-und-Tal-Bahn hat ein maximales Gefälle von 12,8 Prozent und Steigungen von rund zehn Prozent. Besonderes Kennzeichen ist der griffige Asphalt, der die beliebte Strecke auch als Motorradkurs und Austragungsort des Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland auszeichnet. Für Maximilian Paul geht es bei seinem Comeback nach dem Unfall am Norisring nicht in erster Linie um Punkte. „Ich freue mich sehr, auf dem Sachsenring endlich wieder Rennen fahren zu können. Die Zeit nach dem Unfall habe ich mit meinem Physio, bei dem ich teilweise gewohnt habe, optimal genutzt. So konnte ich schon beim Test vor drei Wochen auch dank des Vertrauens von Lamborghini und Gottfried Grasser wieder im Cockpit sitzen″, sagt der Dresdner.

Rahmenprogramm mit Nachwuchsserien und „Renn-Ostalgie“

Im Rahmenprogramm erleben die Fans zwei Motorsport-Welten: Bei der ADAC GT4 Germany und dem BMW M2 Cup gehen zwei Nachwuchsserien an den Start und tragen jeweils zwei Meisterschaftsläufe aus. Der ADAC Historic Cup Ost präsentiert dagegen historische Renntechnik aus dem Osten. Zu sehen sind Formel- und Tourenwagen aus der Zeit vor 1990. Die Zuschauer können sich auf spannende Rennen und heiße Duelle der legendären Motorsport-Ikonen aus dem ehemaligen Ostblock freuen.

Dienstag, 1. September 2026

HRT zieht positive Zwischenbilanz der Saison 2026

Interview mit Ullrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team GmbH

Foto: Copyright HAUPT RACING TEAM

Ulrich, wie fällt deine Bilanz der bisherigen Saison 2026 aus?

„Insgesamt positiv, auch wenn sich unsere Leistung noch nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt. In der DTM stehen nach zehn Rennen drei Podiumsplätze und die erste Pole-Position des Ford Mustang GT3 zu Buche. Arjun Maini liegt auf Rang sechs der Meisterschaft und Finn Wiebelhaus fährt ein starkes erstes DTM-Jahr. Er hat sich schnell an das hohe Niveau gewöhnt und bereits mehrfach gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt.

Auch im ADAC GT Masters waren wir mit sechs Podien aus acht Rennen sehr konstant. Hinzu kommen die Gesamt-Pole in Monza und weitere starke Auftritte in der GT World Challenge Europe sowie auf der Nürburgring-Nordschleife, wo wir sowohl beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring als auch in Spa viele Führungskilometer absolvierten. Das zeigt, dass unser Paket auf sehr unterschiedlichen Strecken konkurrenzfähig ist.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass 2026 bislang noch der ganz große Sieg fehlt. Wir hatten mehrfach die Geschwindigkeit für ein Topresultat, konnten unser Potenzial aber nicht immer ausschöpfen – teils wegen unglücklicher Rennverläufe, teils weil bei uns nicht alle Abläufe optimal funktioniert haben.“

Welche Ziele verfolgt HRT für den weiteren Saisonverlauf?

„Für den Rest der Saison ist unser Anspruch klar: Wir wollen in allen Meisterschaften, in denen wir antreten, so erfolgreich wie möglich sein, um Podestplätze und Siege kämpfen und die Saison mit weiteren starken Ergebnissen abschließen.

Die konkreteste Titelchance haben wir im ADAC GT Masters. Niklas Kalus und Kiano Blum liegen vor den letzten vier Rennen auf Rang drei und sind noch in Schlagdistanz zur Spitze. Auch in der DTM können wir aus eigener Kraft um Podiumsplätze kämpfen. Dort wollen wir den nächsten Schritt in Richtung des ersten Sieges mit dem Mustang machen. Bei den beiden letzten Rennen des GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Nürburgring und in Portimão geht es außerdem darum, unsere starke Qualifying-Leistung aus Monza endlich in ein entsprechendes Rennergebnis zu übertragen.“

Wo siehst du das größte Potenzial für weitere Verbesserungen?

„Beim Fahrzeug sind die Fortschritte klar zu erkennen. Das liegt am Evo-Paket, aber genauso an unserer wachsenden Erfahrung mit dem Mustang. 2025, in unserem ersten Jahr mit Ford, haben wir gut 90 Rennstarts absolviert. In dieser Saison sind es jetzt schon über 70. Jeder Einsatz liefert uns neue Daten und Erkenntnisse. Gemeinsam mit Ford Racing wollen wir dieses Potenzial noch konsequenter in Ergebnisse umsetzen.

Auch als Team haben wir die erste Saisonhälfte genau analysiert und offen hinterfragt, was gut funktioniert hat und wo wir besser werden müssen. Zuständigkeiten müssen an einigen Stellen klarer geregelt, Entscheidungen schneller getroffen und Abläufe effizienter gestaltet werden. Im Zuge der Weiterentwicklung wird sich HRT auch personell in einzelnen Bereichen neu aufstellen und gezielt verstärken. Das gibt uns die Möglichkeit, den Fokus noch stärker auf die sportliche Performance zu richten. Dabei geht es nicht um kurzfristige Reaktionen, sondern um tragfähige Strukturen und eine klare Perspektive. Wir verfügen über ein hervorragendes Knowhow, ein engagiertes Team und verlässliche Partner. Dieses Gesamtpaket bestärkt uns in unserem Vorhaben, den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.“

Quelle: media.hauptracingteam.de

Donnerstag, 27. August 2026

Neue DTM-Doku „BEHIND THE GRID“ startet auf Joyn und ProSieben

  • Neue Doku-Serie begleitet die DTM-Saison 2026 mit exklusiven Einblicken
  • Im Fokus: Fahrer, Teams und Emotionen abseits der Rennbilder
  • Wöchentliche Ausstrahlung bis zum Saisonfinale in Hockenheim

Foto: ADAC-Motorsport

Die DTM bekommt eine neue, aufmerksamkeitsstarke Bühne: „BEHIND THE GRID“ – eine serielle TV- und Streaming-Dokumentation, die den Fans einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der traditionsreichen Rennserie ermöglicht. Die Doku-Serie wird kostenlos beim Streaminganbieter Joyn, bei ServusTV ON, Red Bull TV und auf dem offiziellen YouTube-Kanal der DTM zu sehen sein. Zudem werden Auszüge auch im linearen Free-TV auf ProSieben ausgestrahlt. Die erste Episode von „BEHIND THE GRID“ ist ab Freitag, 28. August 2026, online. Anschließend erscheint wöchentlich eine neue Folge bis zum großen Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Die einzelnen Episoden haben eine Länge von ca. 20 Minuten.

Bei „BEHIND THE GRID“ stehen die Menschen im Mittelpunkt, die den Sport prägen: Fahrer, Teams, Mechaniker, Ingenieure und Verantwortliche. Die Serie zeigt, welche Emotionen hinter dem stecken, was die Fans an den Rennwochenenden auf der Strecke sehen. Jede Episode folgt einer eigenen erzählerischen Linie und ist den Protagonisten dabei immer ganz nah. Es geht um Erwartungen, Drucksituationen, Konflikte, Entscheidungen, Teamarbeit, Leidenschaft, Rückschläge, Triumphe – und die sportliche Intensität der DTM.

Mit „BEHIND THE GRID“ erweitert die DTM ihr Bewegtbildangebot um ein modernes TV- und Streaming-Format. Die dokumentarische Insider-Perspektive der Serie schafft für bestehende Motorsportfans einen echten Mehrwert. Zugleich spricht die Serie durch ihren eigenständigen Reallife-Charakter auch Zuschauerinnen und Zuschauer an, die den Sport bisher eher aus der Distanz verfolgt haben.

„In der DTM haben wir starke Typen und spannende Charaktere. Diese wollen wir den Zuschauern in ‚BEHIND THE GRID‘ von einer Seite zeigen, die sie bisher nicht kennen. Mit dem Format ergänzen wir unsere Kommunikationsstrategie für die DTM um einen wichtigen neuen Baustein. Wir wollen den Fans zusätzliche Inhalte bieten und die Serie gleichzeitig für ein breiteres Publikum öffnen. Das gelingt nur über gut erzählte Geschichten. Die Doku-Serie ist dafür das ideale Format. Es freut uns sehr, dass die Fahrer, Teams und Hersteller das Projekt so aktiv unterstützen. Die Bereitschaft, exklusive Einblicke zu gewähren, ist wirklich groß – und genau das macht ‚BEHIND THE GRID‘ so besonders“, sagt DTM-Geschäftsführerin Claudia Wagner.

Produziert wird „BEHIND THE GRID“ von fahrwerkfilm, die die DTM seit Saisonbeginn hautnah mit Kamerateams begleitet haben. Gedreht wird im Fahrerlager, in den Boxen, bei den Teams und im Umfeld der Fahrer. Der Fokus liegt auf authentischem Storytelling, echten Situationen und exklusiven Perspektiven aus dem Inneren der Rennserie.

Peter Linke, CEO der fahrwerkfilm GmbH: „Bei den Dreharbeiten merken wir immer wieder, wie viel Potenzial in der DTM steckt, wenn man den Sport nicht nur über Ergebnisse und Rennaction erzählt, sondern über die Menschen dahinter. Motorsport funktioniert in dieser dokumentarischen Form besonders gut, weil Druck, Rivalität, Teamarbeit, Freude und Enttäuschung an jedem Rennwochenende ganz unmittelbar spürbar sind. Wir freuen uns sehr darauf, diese Perspektive nun einem größeren Publikum zu zeigen.“

BEHIND THE GRID

Episode 1: 28. August 2026

Episode 2: 04. September 2026

Episode 3: 11. September 2026

Episode 4: 18. September 2026

Episode 5: 25. September 2026

Episode 6: 02. Oktober 2026

Summary: 09. – 11. Oktober auf ProSieben im Free TV

Episode 7: 16. Oktober 2026

Dienstag, 25. August 2026

Next DTM-Stop: Sachsenring

Action im Titelendspurt: Vom 11. bis 13. September kommt die DTM an den Sachsenring. Beim vorletzten Rennwochenende des Jahres geht es in die entscheidende Schlussphase. Auf der Rennstrecke bei Chemnitz kämpfen die DTM-Stars um wichtige Punkte und die beste Ausgangslage für das Finale in Hockenheim. Beste Voraussetzungen für ein packendes Wochenende.

Foto: Jens Hawrda

Als Spitzenreiter reist Maro Engel an den Sachsenring – sein Vorsprung ist zuletzt allerdings auf nur noch einen Punkt geschrumpft. Denn Porsche-Werksfahrer Thomas Preining präsentiert sich aktuell in beeindruckender Form: Der Tabellenzweite aus Österreich stand viermal in Folge auf dem Podium und hat sich mit starken Ergebnissen zurück in den Titelkampf gebracht. Auf dem Sachsenring will Preining die nächsten Top-Platzierungen folgen lassen und die Tabellenführung übernehmen. Doch auch dahinter ist der Kampf um die DTM-Krone längst nicht entschieden. Nicki Thiim, Lucas Auer, Marco Wittmann und Matteo Cairoli liegen ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze und wollen das Sachsenring-Wochenende nutzen, um sich eine starke Ausgangslage für den Showdown in Hockenheim zu erkämpfen.

Beste Unterhaltung verspricht auch das Rahmenprogramm. Neben der DTM sorgen die ADAC GT4 Germany und der BMW M2 Cup für zusätzliche Action auf der Strecke. In der ADAC GT4 Germany kämpfen ambitionierte Nachwuchstalente um Siege und Meisterschaftspunkte, im BMW M2 Cup geht es mit identischen Rennfahrzeugen besonders eng zur Sache. So dürfen sich die Fans an allen drei Veranstaltungstagen auf ein volles Motorsport-Programm freuen.

Quelle: dtm.com


Montag, 24. August 2026

Formel-1-Auftritt für DTM-Spitzenreiter Maro Engel

In Zandvoort hat Maro Engel den Pirelli Pole Position Award an Lando Norris übergeben
Foto: ADAC-Motorsport

Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) hatte am Samstag beim Formel-1-Wochenende in Zandvoort eine besondere Aufgabe: Der DTM-Spitzenreiter tauschte das Lenkrad seines Mercedes-AMG GT3 gegen eine Trophäe und überreichte den Pirelli Pole Position Award in der Formel 1 an Fahrer Lando Norris. Der Brite hatte zuvor im Qualifying die schnellste Runde beim Großen Preis der Niederlande gedreht. Engel war der erste Fahrer aus der DTM, dem die Ehre zuteil wurde, den Sieger des Formel-1-Qualifyings zu ehren.

„Es war eine besondere Ehre, den Pirelli Pole Position Award an Lando Norris zu übergeben. Die Initiative kam über die DTM zustande. Als aktueller DTM-Meisterschaftsführender durfte ich diese besondere Aufgabe übernehmen, was mich natürlich sehr gefreut hat. Pirelli ist auch Reifenpartner der DTM und ich finde es schön, dass sich auf diese Weise eine Verbindung zwischen DTM und Formel 1 herstellen lässt. Das zeigt auch, wie wertvoll solche Partnerschaften sind und welche besonderen Möglichkeiten sich daraus ergeben können. Für mich war es auf jeden Fall ein schöner Moment, hier in Zandvoort einmal auf der anderen Seite zu stehen“, sagte Engel nach der Übergabe in Zandvoort, wo er 2023 selbst ein DTM-Rennen gewann. Für den Mercedes-AMG-Piloten war der Termin bei der Königsklasse an der niederländischen Nordseeküste eine willkommene Abwechslung, bevor der DTM-Titelkampf in die entscheidende Phase geht.

In drei Wochen reist Engel als Tabellenführer zum vorletzten DTM-Stopp an den Sachsenring (11. bis 13. September). Der 40-Jährige liegt bei vier noch ausstehenden Rennen nur einen Punkt vor Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey). Die Meisterschaftsentscheidung fällt im Oktober beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring.

Quelle: dtm.com

Starkes Statement: Preining Schnellster beim DTM-Test auf dem Sachsenring

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining hat vor der entscheidenden Phase im Titelkampf der DTM ein klares Ausrufezeichen gesetzt: Der Tabellenzweite vom Team Manthey fuhr am Sonntag beim offiziellen Test am Sachsenring mit 1:17,827 Minuten im Porsche 911 GT3 R die schnellste Runde und unterbot als einziger Fahrer die Marke von 1:18,000 Minuten. Damit geht der Champion von 2023 mit viel Selbstvertrauen in das siebte und vorletzte DTM-Rennwochenende, das in knapp drei Wochen an gleicher Stelle stattfindet.

„Wir haben unser Testprogramm durchgezogen und Long Runs sowie Qualifying-Simulationen absolviert. Die Bestzeit ist bei einem Test eigentlich nicht so wichtig. Es ist aber nie verkehrt, schnell zu fahren, denn dann lernt man im Auto und auf der Strecke am meisten. Der Sachsenring liegt uns und wir gehen top-vorbereitet in die kommenden Rennen″, sagte Porsche-Werksfahrer Preining.

Sein Teamkollege Ricardo Feller folgte mit einem Rückstand von 0,258 Sekunden auf Platz zwei. Ben Dörr komplettierte im McLaren 720S GT3 Evo die Top-Drei. Auch DTM-Spitzenreiter Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Ravenol präsentierte sich auf der 3,645 Kilometer langen Strecke in Hohenstein-Ernstthal stark und belegte Rang vier. Dahinter wurde der Tabellendritte Nicki Thiim im Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing Fünfter.

Sieben Stunden lang hatten die DTM-Piloten am Sonntag bei trockenen Bedingungen auf dem Sachsenring Zeit, ihre Fahrzeuge auf den verwinkelten Kurs mit seinen großen Höhenunterschieden abzustimmen. Während in der Vormittagssession die schnelleren Zeiten erzielt wurden, stand in der zweiten Testphase am Nachmittag die Feinabstimmung der rund 580 PS starken Rennwagen im Fokus.

Erfreuliche Nachricht für die Fans: Der Dresdner Maximilian Paul saß erstmals seit seinem schweren Unfall beim DTM-Rennen auf dem Norisring wieder im Cockpit des Lamborghini Temerario GT3 und absolvierte seine Runden auf dem Sachsenring.

Quelle: dtm.com


Freitag, 21. August 2026

Mercedes-AMG Junior-Fahrer Tom Kalender holt sein erstes DTM-Podium am Nürburgring

DTM Nürburgring, Mercedes-AMG Junior-Fahrer Tom Kalender
Copyright Mercedes-Benz Group

Die sechste DTM-Station der Saison fand in der Eifel statt: Der erst 18-jährige Tom Kalender (GER) holte gemeinsam mit dem Mercedes-AMG Team Landgraf am Sonntag sein erstes DTM-Podium. Von Startplatz elf aus fuhr der Mercedes-AMG Junior-Fahrer in einem fehlerfreien Rennen auf den zweiten Rang. „Mein erstes DTM-Podium – das fühlt sich einfach super an”, freute sich der jüngste DTM-Fahrer aller Zeiten.

Neben der Freude über das Podium war der Sonntag aus Sicht von Mercedes-AMG Motorsport enttäuschend: Lucas Auer (AUT), der von Position sieben gestartet war, hatte einen sehr guten Start und machte mehrere Positionen gut. In der ersten Runde kam es jedoch zu einer Kollision mit Maro Engel (GER), die für beide AMG-Piloten das vorzeitige Renn-Aus bedeutete.

Auch Jules Gounon (FRA) hatte kein Rennglück. Im Qualifying am Morgen sicherte er sich bei Temperaturen um 20 Grad mit einer Zeit von 1:25,062 Minuten die Pole-Position und stellte gleichzeitig einen neuen Rundenrekord auf. Für den Franzosen, der unter andorranischer Lizenz startet, war es die zweite Pole-Position in seinem 30. DTM-Rennen. Aufgrund zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse musste Gounon im Rennen eine Penalty-Lap absolvieren und kam auf Rang 14 ins Ziel.

Der Samstag verlief hinsichtlich der Punkteausbeute erfolgreicher: Im Qualifying sicherten sich alle vier Mercedes-AMG Fahrer gute Ausgangspositionen. Lucas Auer qualifizierte sich auf Rang drei, Maro Engel auf Rang sechs, Jules Gounon auf Rang sieben und Tom Kalender auf Rang neun.

Tom Kalender musste das Samstagsrennen in der siebten Runde nach einem unverschuldeten Kontakt vorzeitig beenden. Sein Mercedes-AMG GT3 #84 verlor infolge der Kollision erheblich an Leistung.

Lucas Auer verlor beim Start auf der Außenbahn in Kurve eins zwei Positionen und brachte Rang fünf ins Ziel. Maro Engel und Jules Gounon behaupteten ihre jeweiligen Positionen.

Maro Engel konnte trotz seines Ausfalls die Führung in der Fahrerwertung behaupten und liegt mit 160 Punkten weiterhin knapp an der Spitze. Auch das Mercedes-AMG Team Winward Racing führt mit 231 Punkten die Teamwertung an. Mit 328 Punkten liegt Mercedes-AMG zudem an der Spitze der Herstellerwertung

Nachtrag zum Sonntagsrennen in Oschersleben am 26. Juli: Durch die Disqualifikation des ursprünglichen Siegers wurde Maro Engel als neuer Rennsieger gewertet und erhielt fünf zusätzliche Meisterschaftspunkte. Dadurch musste er das Samstagsrennen am Nürburgring mit dem Erfolgsballast für einen ersten Platz bestreiten – 20 statt 10 Kilogramm. Auch Lucas Auer, Jules Gounon und Tom Kalender rückten jeweils um eine Position auf.

Das vorletzte Rennwochenende der DTM-Saison 2026 findet in vier Wochen vom 11. bis 13. September am Sachsenring statt.

Stimmen der Mercedes Piloten zum Rennwochenende am Nürburgring

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team Landgraf #22

„Der Samstag war mit dem Qualifying und dem Rennergebnis gut. Heute hatte ich einen richtig guten Start ins Rennen, habe dann aber leider einen Treffer von Maro bekommen, der für mich das vorzeitige Aus bedeutete. Das ist natürlich bitter. Deshalb verlasse ich den Nürburgring diesmal mit gemischten Gefühlen, freue mich aber für meinen Teamkollegen Tom Kalender, der heute definitiv der Mann des Tages ist.”

Jules Gounon, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #48

„Zunächst einmal möchte ich mich bei meinem Mercedes-AMG Team MANN-FILTER bedanken. Die Mannschaft hat alles gegeben und mir damit die Pole-Position ermöglicht. Wir hatten ein fantastisches Auto – der Mercedes-AMG GT3 hat sich richtig gut angefühlt. Umso enttäuschender ist es natürlich, dass wir diese starke Ausgangslage nicht in einen Sieg umwandeln konnten.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team RAVENOL #80

„Der Ausfall heute ist extrem ärgerlich. Der Unfall war definitiv mein Fehler. Entschuldigung an Lucas Auer und Kelvin van der Linde, deren Rennen dadurch ebenfalls vorzeitig zu Ende waren, und an die ganze Mannschaft des Mercedes-AMG Team RAVENOL. Jetzt ist es wichtig, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern nach vorne zu schauen und am Sachsenring zurückzukommen.“

Tom Kalender, Mercedes-AMG Team Landgraf #84

„Das war ein mega Tag heute. Mein erstes DTM-Podium – das fühlt sich einfach super an. Ich hatte in dieser Saison nicht immer Glück, musste viele Rückschläge und Ausfälle hinnehmen, einige davon unverschuldet. Umso schöner ist es, heute auf Platz zwei zu stehen. Dafür möchte ich mich bei meinem gesamten Team Landgraf und bei Mercedes-AMG bedanken.“


DTM: Sieg und Podium! Marco Wittmann meldet sich auf dem Nürburgring im Titelrennen zurück

  • Marco Wittmann feiert im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring den 20. DTM-Sieg seiner Karriere 
  • Bereits am Samstag jubelt Wittmann als Dritter auf dem Podium 
  • Starke Punkteausbeute bringt Wittmann zurück ins Titelrennen – Platz fünf mit 25 Punkten Rückstand 

Marco Wittmann, Schaeffler BMW M4 GT3 EVO #11
Foto: Jens Hawrda

Das drittletzte DTM-Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring (GER) wurde zur Triumphfahrt für Marco Wittmann (GER). Der zweimalige Champion feierte am Sonntag im #11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO seinen ersten Saisonsieg und den 20. seiner Karriere. Bereits am Samstag sammelte er als Dritter auf dem Podium viele wertvolle Punkte. Im Kampf um seinen dritten Fahrertitel meldet er sich als Fünfter mit nun 135 Punkten und 25 Zählern Rückstand auf die Spitze zurück. Kelvin van der Linde (RSA) erlebte ein frustrierendes Wochenende.

Mit den Plätzen vier und sechs in den beiden Qualifyings erarbeitete sich Wittmann für die Rennen gute Ausgangspositionen. Diese setzte er bereits am Samstag gut um, am Sonntag gelang ihm das dank fahrerischer Klasse und hervorragender Leistung des Teams Schubert Motorsport noch besser. Am Ende eines strategisch perfekten Rennens mit starken Boxenstopps stand der erste DTM-Sieg seit Zandvoort 2024 zu Buche. In der Fahrerwertung ist Wittmann wieder in Reichweite zu seinem dritten Titel, in der Teamwertung liegt Schubert Motorsport mit 201 Punkten und 30 Zählern Rückstand auf die Spitze auf Rang drei. Kelvin van der Linde erlebte ein Wochenende zum Vergessen. Am Samstag schied er in Folge eines technischen Defekts aus, am Sonntag wurde er unverschuldet in einen Startunfall verwickelt.

Stimmen nach den Rennen

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, Rennen 1: 3. Platz, Rennen 2: 1. Platz): „Ich bin extrem glücklich über dieses Wochenende! Nach einigen schwierigen Events in dieser Saison hat diesmal endlich von Freitag an alles gepasst. Der Sieg am Sonntag war am Ende hart erkämpft. Thomas Preining und Tom Kalender haben richtig viel Druck gemacht. Zum Glück für mich war Thomas in den letzten Runden ein guter Puffer zu Tom, der mit neuen Reifen deutlich schneller war. Vielen Dank an mein Team, das mit der Strategie goldrichtig lag und perfekte Boxenstopps hingelegt hat. Ich bin stolz auf euch!“

Kelvin van der Linde (#3 Shell BMW M4 GT3 EVO, Rennen 1: Ausfall, Rennen 2: Ausfall): „Das Wochenende war gelinde gesagt eine Katastrophe. Zwei Ausfälle in zwei Rennen, das ist natürlich nicht das, weswegen wir in der DTM antreten. Mir bleiben noch vier Rennen, um die Saison anständig zu Ende zu bringen. Vielen Dank an Schubert Motorsport für die gute Arbeit. Hoffentlich kann ich im Kampf um den Teamtitel noch wichtige Punkte holen.“ 

Dienstag, 18. August 2026

TGI Team by GRT dreht DTM-Wochenende auf dem Nürburgring mit starker Aufholjagd in die Top-5

  • Mirko Bortolotti fährt im Sonntagsrennen in der Eifel von Startposition 16 auf Platz 5
  • Ersatzfahrer Christian Engelhart überzeugt beim Debüt im Lamborghini Temerario GT3 mit Pace
  • Gottfried Grasser: “Wir haben das Rennen mindestens genauso gut ausgeführt wie in Oschersleben.”

Mirko Bortolotti mit starkem Sonntag am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Für das TGI Team by GRT setzte sich die Achterbahnfahrt in der DTM 2026 am sechsten Rennwochenende vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring unvermindert fort. Auf dem Traditionskurs in der Eifel war das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team aus der Steiermark wieder mit zwei Lamborghini Temerario GT3 am Start. Neben Mirko Bortolotti griff mit Christian Engelhart ein alter Bekannter als Ersatz für Maximilian Paul ins Lenkrad. Das Rennglück ließ am Nürburgring bei sommerlichen Bedingungen vor 81.000 Zuschauern jedoch auf sich warten. Nach einem turbulenten ersten Lauf rettete Mirko Bortolotti das Wochenende am Sonntag mit einer phänomenalen Aufholjagd von Startposition 16 auf Platz 5.

In den Trainings auf dem 3,629 Kilometer langen Sprint-Layout zeigte sich früh, dass ein Top-Resultat am Nürburgring schwierig zu erreichen sein wird. In den beiden Qualifyings schaffte es Lamborghini als einziger Hersteller im 21 GT3-Fahrzeuge starken DTM-Grid nicht in die Top-10. Für das Samstagsrennen stellten Bortolotti und Engelhart die Startplätze 13 und 15 sicher. Christian Engelharts Vorstellung war mit einem Rückstand von nur 0,071 Sekunden auf den bestplatzierten Lamborghini im Feld besonders beeindruckend. Für ihn war die Veranstaltung seine Premiere mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. Seine Leistung sprach für eine gelungene und vor allem schnelle Umstellung auf das ihm zuvor unbekannte Fahrzeug.

Das erste Rennen über eine Distanz von 55 Minuten plus eine Runde gestaltete sich für das Fahrerduo vom TGI Team by GRT schwierig. Mirko Bortolotti wurde bereits in der Startrunde mehrfach von der Rennstrecke gedrängt. Daraufhin verstopften Debris die Kühleinlässe seines Lamborghini Temerario GT3. Um Folgeschäden zu verhindern, musste er nach Runde drei an der Box abstellen. Christian Engelhart hielt sich im Mittelfeld schadlos und kämpfte um den Einzug in die Top-10. In der letzten Runde unterlief dem 39-jährigen Bayer jedoch ein Fehler und er kollidierte mit einem Konkurrenten. Er wurde daraufhin zwar noch auf Platz 14 gewertet, konnte aufgrund der dabei erlittenen Beschädigungen an seinem Auto am zweiten Rennen aber nicht mehr teilnehmen.

Den Sonntag nahm Mirko Bortolotti demzufolge erneut als einziger Fahrer für das TGI Team by GRT in Angriff. Vom 16. Startplatz zeigte der Lamborghini Factory Driver in einem hart umkämpften Rennen erneut seine ganze Klasse. In der Startphase gewann er vier Positionen, wegen einer Penalty-Lap für die falsche Position im Startkorridor fiel er wieder auf P16 zurück. In einem ereignisreichen Rennverlauf mit zwei Safety-Car-Phasen arbeitete sich Bortolotti wieder bis auf Platz acht vor. Aufgrund seines frühen Ausfalls am Samstag, konnte der 36-jährige Italiener auf zwei frische Reifensätze zurückgreifen. Beim Overcut während des zweiten Boxenstopp-Fensters nutzte er diesen Vorteil und fuhr vor seinem zweiten Pitstop die schnellsten Rundenzeiten im Feld. In einer engen Schlussphase überholte er noch zwei weitere Kontrahenten und wurde nach 39 Runden als Fünfter gewertet. Im Ziel hatte er mit insgesamt elf Positionen mehr Plätze als jeder andere Fahrer gutgemacht.

In zwei Wochen ist das TGI Team by GRT erneut auf dem Nürburgring am Start. Vom 28. bis 30. August findet mit einem 3-Stunden-Rennen die vierte Station im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup statt. In der DTM geht es vom 11. bis 13. September mit dem siebten von acht Rennwochenenden auf dem Sachsenring weiter. Zuvor wird das Team bei Testfahrten mit Maximilian Paul eine mögliche Rückkehr des Stammfahrers ins Cockpit des Lamborghini Temerario GT3 mit der Startnummer 19 evaluieren.

Stimmen der Fahrer nach dem Rennwochenende am Nürburgring

Mirko Bortolotti: “Es war aus mehreren Gründen ein sehr anspruchsvolles Wochenende. Einen hart erkämpften und verdienten Sieg drei Wochen später und nur einen Tag vor dem Start eines weiteren Rennwochenendes zu verlieren, war eine bittere Pille. Hinzu kam, dass der Freitag für mich im Grunde genommen ein verlorener Tag war, da wir erst am Abend feststellten, dass es ein Problem mit dem Auto gab. Das bedeutete, dass wir etwas blind in den Renntag gingen. Angesichts all dieser Umstände bin ich froh, erneut einen Platz unter den Top-5 erreicht zu haben. Wir haben eine starke Leistung gezeigt und wieder einmal großartige Teamarbeit geleistet. Ich möchte mich auch bei allen Fans für die unglaubliche Unterstützung bedanken, die ich das ganze Wochenende über erhalten habe.”

Christian Engelhart: “Ich bin mit viel Freude und Motivation in dieses DTM-Wochenende gegangen. Die Voraussetzungen waren mit einem neuen Auto und ohne vorherige Testmöglichkeiten anspruchsvoll. Ich habe mich dieser Herausforderung mit vollem Einsatz gestellt. Wir hatten einen guten Start und konnten gemeinsam mit den Ingenieuren von Session zu Session unsere Performance steigern. Am Samstagmorgen haben wir nach nur zwei Trainings ein starkes Qualifying hingelegt – das war eine großartige Leistung für uns als Team. Auch das Rennen verlief bis zur letzten Runde solide. Eigentlich wollte ich nichts riskieren, aber als ich auf die letzte Schikane zufuhr, war ich sehr dicht hinter meinem Vordermann. Dann ging alles sehr schnell. Ich habe die Situation beim Anbremsen falsch eingeschätzt und es kam zur Kollision. Ich entschuldige mich beim gesamten Team von GRT und meinen Mechanikern, sowie bei Thierry und Emil Frey Racing. Abschließend möchte ich allen Beteiligten für ihren Einsatz danken.”


Quelle: grasser-racing.com

Erfolgreiches DTM-Heimspiel: Zwei Podestplätze und Punkteergebnisse für Manthey am Nürburgring

  • Ein zweiter und ein dritter Rang für Thomas Preining in der Eifel
  • Ricardo Feller erreicht in beiden Sprintläufen die Punkteränge
  • Manthey begrüßt über 600 Gäste bei den DTM-Heimrennen in Nürburg

Foto: Jens Hawrda

Manthey und Thomas Preining führen die in Oschersleben gestartete Serie an Podesträngen auch am Nürburgring vor heimischem Publikum fort. Dem Österreicher gelingt es am Samstag den zweiten und im Sonntagsrennen in der Eifel den dritten Platz einzufahren. Ricardo Feller muss in beiden Sprintrennen, nach Kontakten mit anderen Fahrzeugen, Schäden an seinem Neunelfer hinnehmen, kann jedoch mit einem neunten und einem elften Platz dennoch wertvolle Punkteergebnisse sammeln. Diese Ergebnisse feierte das Meuspather Team mit mehr als 600 geladenen Gästen, darunter viele Partner sowie zahlreiche Mitarbeitende und deren Familien. Zudem konnte Manthey den Anschluss an die Meisterschaftsspitze wiederherstellen. Mit nur noch vier Punkten Rückstand liegt das Team in der Teammeisterschaftswertung nun in Schlagdistanz auf der zweiten Position. Thomas Preining rangiert, nur einen Zähler hinter dem Meisterschaftsführenden, ebenfalls auf Rang zwei in der Fahrermeisterschaft, während Ricardo Feller auf Platz zwölf liegt (77 Punkte). In keinem der zwölf Rennen der bisherigen Sprintsaison blieb Manthey punktelos. 

„Auch wenn der Nürburgring weiter die einzige Strecke im DTM-Kalender bleibt, auf der wir bisher nicht gewinnen konnten, haben wir es geschafft, in beiden Rennen das Podium zu erreichen und den Anschluss zur Meisterschaftsspitze herzustellen. Alles ist wieder offen vor den letzten beiden Rennwochenenden und wir sind voll dabei – ein extrem schönes Ergebnis bei unseren Heimrennen. Das vor so vielen Grello- und Manthey-Fans und auch vor zahlreichen Partnern sowie Kollegen und Kolleginnen zu erreichen, ist ein besonderes Gefühl. Der Samstag lief für Thomas super. Trotz zehn Kilogramm Erfolgsballast aus Oschersleben, konnte er den starken zweiten Platz einfahren. Ricardo wurde leider unverschuldet umgedreht und hat dadurch Positionen verloren. Ohne den Kontakt wäre auch mehr als Platz neun möglich gewesen und das Ergebnis gibt nicht ganz seine gute Leistung wieder. Am Sonntag konnte Thomas von Ausfällen und Fehlern der Konkurrenz profitieren und wir haben strategisch und in der Pitlane ein fehlerloses Rennen gezeigt. Am Ende hat es für Platz drei gereicht, womit wir sehr zufrieden sind. Für Ricardo war es ein sehr zweikampf-intensives Rennen und leider wurde die Startnummer 90 in einem davon beschädigt. Bis dahin war es ein gutes Rennen, danach konnte er das Auto aber nur noch über die Ziellinie schleppen und wenigstens ein paar Punkte mitnehmen. Man hat aber dieses Wochenende klar das Potential von ihm gesehen. Daran wollen wir anknüpfen“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH. 

„Ich bin stolz auf das Team, denn wir haben uns in der Meisterschaft wieder nach vorne gearbeitet. Vor allem freue ich mich, dass wir das am Nürburgring erreicht haben und knapp 300 Mitarbeiter aus unseren vier Geschäftsbereichen es mit ihren Familien miterlebt haben. Mit weiteren Partnern und Freunden hatten wir über 600 Gäste vor Ort, was für eine besondere Stimmung bei unseren Heimrennen gesorgt hat. Zudem waren auf den Tribünen sehr viele Grello-Fans zu sehen, was mich immer wieder beeindruckt. Ich weiß diese große Unterstützung zu schätzen und bin sehr stolz darauf. Wir reisen mit einem guten Gefühl und guten Chancen an den Sachsenring, an den wir nach zwei Siegen im letzten Jahr tolle Erinnerungen haben. Wir wollen an die vier Podestplätze anknüpfen und um die Meisterschaft kämpfen“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Bevor das Team in einem Monat für das vorletzte Sprintrennwochenende des Jahres an den Sachsenring (11.09. – 13.09.2026) reist, steht mit den Lone Star Le Mans (04.09. – 06.09.2026) das nächste FIA World Endurance Championship Rennen auf dem berühmten Circuit of the Americas im Kalender.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Nürburgring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Erneut ein schwieriges Wochenende für mich. Ich bin nicht unzufrieden mit der Arbeit, die wir gemacht haben. Das Team hat top abgeliefert. Leider hatten wir am Samstag Pech mit einem Dreher. Am Sonntag hatte ich dann viele Autos mit neuen Reifensätzen um mich rum, was am Ende ein Kampf um das Überleben in dem Feld für mich wurde. Immerhin konnten wir aber noch Punkte ins Ziel retten. Ich hoffe, dass wir am Sachsenring endlich zeigen können, wofür wir arbeiten und was in uns steckt. Ich freue mich für Thomas, dass er den Kontakt zur Meisterschaftsspitze wiederherstellen konnte. Ein großer Dank geht an die zahlreichen Fans und die vielen Mitarbeiter von Manthey, die uns so toll angefeuert haben. “

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit dem Wochenende am Nürburgring. Der Samstag lief extrem gut und am Sonntag konnten wir von Ausfällen der Konkurrenz profitieren. Danke an das Team für das hervorragende Auto und die super Strategien und Boxenstopps. Ich bin auch sehr froh, dass wir den vielen Fans, Partnern und Manthey-Mitarbeitern eine so gute Show bieten konnten. Die Rennen in der Eifel sind mittlerweile wie Heimrennen für mich und es ist toll, eine so unfassbar große Unterstützung hier zu bekommen. Wir sind wieder da, wo wir in der Meisterschaft sein wollen und ich bin stolz, dass wir nie aufgehört haben, weiterzukämpfen. Ich fahre nun mit einem sehr guten Gefühl an den Sachsenring, der uns und dem Auto auch sehr gut liegt.“ 


Emil Frey Racing feiert mit Matteo Cairoli dritten DTM Saisonsieg

Der Nürburgring bescherte Emil Frey Racing beim sechsten Lauf der DTM-Saison 2026 ein Wochenende zwischen Triumph und verpasster Chance. Während Matteo Cairoli am Samstag mit einer makellosen Vorstellung seinen dritten Saisonsieg feierte, verhinderte am Sonntag ein technisches Problem beim Boxenstopp, was ein weiterer Sieg hätte werden können.

Matteo Cairoli, Ferrari #14
Foto: Jens Hawrda

Rennen 1 – Samstag, 15. August 2026

Im Qualifying zum ersten Rennen am Nürburgring zeigte Matteo Cairoli eine bärenstarke Runde und sicherte sich die Pole Position mit einem Vorsprung von nur 0,036 Sekunden auf Thomas Preining im #91 Porsche. Teamkollege Thierry Vermeulen startete von Platz 14.

Matteo Cairoli behauptete beim Start souverän die Führung im #14 Ferrari 296 GT3 Evo und baute seinen Vorsprung auf Thomas Preining in den ersten Runden auf 3,25 Sekunden aus. Thierry Vermeulen arbeitete sich derweil kontinuierlich nach vorne und hatte sich vor dem Boxenstoppfenster bereits bis auf Platz 11 vorgearbeitet.

Als das Boxenstoppfenster öffnete, war Thierry Vermeulen einer der Ersten an der Box und wurde in guten 6,3 Sekunden abgefertigt. Matteo Cairoli kam zur Rennhalbzeit an die Box und kehrte nach einem Stopp von 6,2 Sekunden wieder auf die Strecke zurück. Thomas Preining stoppte ebenfalls in 6,2 Sekunden, war aber vor Matteo Cairoli an der Box gewesen. Dennoch behauptete der Italiener nach Abschluss der Stoppserie die Führung im #14 Ferrari 296 GT3 Evo, auch wenn Thomas Preining mit bereits aufgewärmten Reifen zunächst schneller unterwegs war als Matteo Cairoli auf noch kalten Gummis. Thierry Vermeulen setzte nach seinem Stopp auf frischen Reifen seine persönliche Bestzeit und klassierte sich auf Platz 13.

Matteo Cairoli hielt dem Druck stand, baute seinen Vorsprung auf 2,2 Sekunden aus und legte zudem die schnellste Rennrunde vor. Als der letzte Konkurrent schliesslich an die Box kam, führte Matteo Cairoli mit komfortablem Vorsprung von über sieben Sekunden. In der Schlussphase kämpfte Thierry Vermeulen mit Bastian Buus im #29 Porsche um Platz 11, verlor jedoch in der Anfahrt zur ersten Kurve die Position und belegte Rang 12. Was dann folgte, war schlicht unnötig: Christian Engelhart manövrierte den #19 Lamborghini in der allerletzten Schikane in den unschuldigen Thierry Vermeulen im #69 Ferrari und schickte den Niederländer ins Kiesbett. Ein vermeidbares Manöver in der letzten Runde, das Thierry Vermeulen wichtige Punkte kostete und auch in der Teamwertung Schaden anrichtete.

Matteo Cairoli fuhr derweil mit knapp zehn Sekunden Vorsprung einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus und feierte seinen dritten Saisonsieg. Zu Recht wurde er anschliessend zum Driver of the Day gekürt.

Rennen 2 – Sonntag, 16. August 2026

Nach seinem souveränen Sieg am Samstag ging Matteo Cairoli im #14 Ferrari 296 GT3 Evo von Startplatz 3 ins zweite Rennen, allerdings mit 20 Kilogramm Erfolgsballast an Bord. Teamkollege Thierry Vermeulen startete vom 17. Platz aus.

Thierry Vermeulen erwischte einen starken Start und arbeitete sich sofort nach vorne. Als kurz darauf Maro Engel, Kevin van der Linde und Luca Auer in einem Unfall verwickelt wurden, profitierte der Niederländer und verbesserte sich bis auf Platz 11. Das Safety Car wurde eingesetzt und dadurch die Renndistanz auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt. Matteo Cairoli behauptete währenddessen seinen dritten Platz. Beim Restart blieb der Italiener auf Position 3, während Thierry Vermeulen in Runde 4 Mirko Bortolotti im #63 Lamborghini überholte und sich auf Platz 10 schob. Kurz darauf fiel er wieder auf Rang 11 zurück.

Thierry Vermeulen kam als Erster an die Box und wurde in 7,3 Sekunden abgefertigt. Vor Matteo Cairolis Stopp lieferten sich die Spitzenfahrer enge Kämpfe um die zweite Position. Der Italiener war einer der Letzten, der die Box ansteuerte, und kam in der letzten Minute gemeinsam mit dem führenden Jules Gounon im #48 Mercedes herein. Doch es kam zu einem Problem hinten links, der Stopp dauerte 24,8 Sekunden. Matteo Cairoli fiel dadurch auf Platz 11 zurück, Thierry Vermeulen klassierte sich zu diesem Zeitpunkt auf Rang 14. Jules Gounon erhielt zudem eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse, was bedeutete, dass Matteo Cairoli bei einem reibungslosen Stopp die Führung hätte übernehmen können.

In Runde 17 sorgte Ben Dörr für eine Safety-Car-Phase, nachdem sein McLaren mit einem lockeren Rad langsam zum Stillstand kam und in der ersten Kurve zum Stehen blieb. Das Rennen wurde in Runde 20 wieder freigegeben. Matteo Cairoli kämpfte sich zurück und überholte in Runde 25 sowohl den #10 als auch Ricardo Feller im #90 Porsche und verbesserte sich auf Platz 9. Thierry Vermeulen kam in Runde 27 erneut als Erster zum zweiten Stopp, abermals in 7,3 Sekunden. Matteo Cairoli folgte in Runde 28, doch der Stopp dauerte diesmal ebenso länger, da die Feder erneut Probleme bereitete.

Am Ende klassierte sich Thierry Vermeulen auf Platz 12, Matteo Cairoli auf Rang 13. Nach dem grandiosen Sieg am Samstag ein herber Rückschlag, denn mit einem problemlosen Boxenstopp wäre an diesem Sonntag ein weiterer Rennsieg für den Italiener durchaus wieder möglich gewesen.

Fahrerstimmen zum Rennwochenende am Nürburgring

Matteo Cairoli (Italien)

„Auf der einen Seite ist es ein sehr gutes Gefühl, auf der anderen Seite ist es ein sehr frustrierendes Ende zu dem Wochenende, denn das Rennen heute hatte sehr viel Potenzial. Es ist einfach sehr schade, dass das Problem beim Boxenstopp passierte. Daran trägt auch keiner Schuld, es ist einfach nur schade – aber es ist noch alles offen und wir greifen wieder am Sachsenring an.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Ein sehr schwieriges Rennen und Wochenende für mich. Auch wenn ich mit dem Auto sowohl am Samstag als auch am Sonntag zufrieden war, konnte ich nicht an Matteos Pace herankommen. Ein schwerer Unfall am Samstag hinterlies grosse Schäden am Auto. Ein grosses Dankeschön an das gesamte Team, das die ganze Nacht gearbeitet hat, denn ohne diesen Einsatz wäre ein Start am Sonntag nicht möglich gewesen. Wir müssen nun analysieren, warum die Pace bei mir nicht vorhanden war."


Montag, 17. August 2026

DTM – Stars and Stories vom Nürburgring

Beim DTM-Wochenende am Nürburgring ging es nicht nur um den Meisterschaftskampf – auch abseits der Traditionsstrecke war jede Menge los. Prominente Gäste aus Sport und Unterhaltung sorgten für Begeisterung: Tischtennis-Legende Timo Boll überreichte einen Pokal, Ex-Bachelor Felix Stein drehte eine Runde im Leading-Car von Cupra und Joey Kelly präsentierte den Kult-Bus der Kelly Family. Auch Olympiasieger wie Skicross-Star Daniela Maier und Kanu-Ass Ricarda Funk fieberten an der Strecke mit. Dazu kamen atemberaubende Stunts von Trial-Freestyle-Athlet Adrian Guggemos.

Joey Kelly begeistert die Fans mit Kult-Bus

Der legendäre rote Doppeldecker-Bus der Kelly Family war ein echter Hingucker beim DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring. Joey Kelly ließ es sich nicht nehmen, bei der Präsentation des kultigen Familiengefährts aus früheren Tourjahren persönlich dabei zu sein. "Der Bus war 28 Jahre eingelagert und ist unter der Aufsicht von Dekra aufwendig restauriert worden. In der nächsten Woche wird er offiziell zugelassen", erklärte der Musiker und Extremsportler. Kelly selbst ist Motorsport- und Nürburgring-Fan durch und durch: "Ich bin selbst drei Jahre lang in kleineren Klassen gefahren und war viermal beim 24-Stunden-Rennen dabei. Ich liebe die Nordschleife, der Ring ist mein Ding", verriet er mit leuchtenden Augen. Am Samstagmittag wurde Kelly auf der Start-Ziel-Geraden aktiv und schickte das Feld mit dem Schild "Drivers start your engines" in den elften Meisterschaftslauf.


Heiz-Harald Frentzen und seine Tochter besuchen die DTM am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Frentzen-Familie zurück in der DTM

Heinz-Harald Frentzen blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: 157 Rennen absolvierte er in der Formel 1 und wurde 1997 Vize-Weltmeister in der Königsklasse. Von 2004 bis 2006 startete der Mönchengladbacher mit Opel und Audi auch in der DTM. Am Sonntag war der 59-Jährige mit seiner Tochter Lea am Nürburgring zu Gast. Die beiden schlenderten durch das Fahrerlager und über das Grid – und sorgten für so manches Wiedersehen mit alten Weggefährten. "Zum ersten Mal gemeinsam mit meinem Vater die DTM zu besuchen, ist ein besonderes Gefühl. Das Coolste ist für mich bei der DTM definitiv der Start, wenn alle Fahrzeuge zusammen in die erste Kurve fahren", sagte Lea Frentzen, die als Influencerin ihren Followern regelmäßig Einblicke in ihre Kindheit gewährt und ihre Fans hinter die Kulissen des Motorsports mitnimmt. "Mit Social Media habe ich vor drei Jahren angefangen, als ich in Silverstone erstmals bei der Formel 1 war. Es ist unglaublich schön zu sehen, wie viele Fans mein Vater heute noch hat."

Tischtennis-Legende Timo Boll übergibt DTM-Pokal

Timo Boll besuchte die DTM am Nürburgring mit seinem Wohnmobil. Die Erfolge der Tischtennis-Ikone sind einzigartig: Boll war als erster und einziger Deutscher Weltranglistenerster, holte acht EM-Titel, war WM-Dritter und gewann mit der Nationalmannschaft mehrfach olympisches Silber. In der Eifel genoss der Hesse die besondere Stimmung am Ring und entdeckte Parallelen zwischen Motorsport und Tischtennis: "In beiden Sportarten muss man vorausschauend denken und Situationen richtig einschätzen. Außerdem spielt auch bei uns das Material – etwa der Grip des Schlägerbelags – eine große Rolle." Nach dem DTM-Samstagsrennen überreichte der Tischtennis-Crack dem Zweitplatzierten den Pokal. Schon vorher gestand Boll mit einem Augenzwinkern: "Früher habe ich Pokale empfangen, heute übergebe ich sie. Das mache ich aber sehr gern, denn jeder, der in der DTM auf dem Podium steht, hat Großes geleistet."

Olympiasiegerinnen Maier und Funk drücken Wittmann die Daumen

Zwei Olympiasiegerinnen waren auf Einladung von Schaeffler bei der DTM in der Eifel: Daniela Maier und Ricarda Funk. Die Skicross-Goldmedaillengewinnerin Maier hatte bereits als Kind erste Berührung mit der DTM. "Ich war bei meinem ersten DTM-Besuch ungefähr acht Jahre alt. Hier ist so unglaublich viel los, ein Highlight jagt das andere: Es ist ein mega Erlebnis, ein Rennwochenende mitzuerleben", erklärte Maier. Funk, in Bad Neuenahr-Ahrweiler nahe dem Nürburgring geboren und Olympiasiegerin im Kanuslalom, ist als Kind der Eifel mit der Geschwindigkeit groß geworden. "Ein DTM-Wochenende ist genau das Richtige für mich. Ich komme aus einer Actionsportart und bin auch schon aus einem Flugzeug gesprungen. Die Daumen habe ich Marco Wittmann gedrückt", verriet Funk.

Atemberaubende Stunts mit Trial-Freestyle-Star Adrian Guggemos

Adrian Guggemos begeisterte im Fahrerlager und vor den DTM-Rennen in Kurve eins mit einer spektakulären Live-Stunt-Show. Mit waghalsigen Manövern – darunter das Fahren auf dem Hinter- oder Vorderrad – trieb der 32-jährige Schorndorfer den Adrenalinspiegel der Zuschauer in die Höhe. Den Höhepunkt setzte er direkt vor den Tribünen: Dort sprang Guggemos zur großen Begeisterung der Zuschauer mit seinem Trial-Motorrad über das DTM-Safety-Car – einen Cupra Formentor VZ5.

"Cupra unofficial": Die dunkle Seite der Marke erobert den Eifelkurs

Als Official Car Partner führt Cupra auch 2026 das Starterfeld der DTM an. Am Nürburgring zeigte die Marke nun jedoch eine andere, ungewohnte Seite: Als "Unofficial Partner" machte der spanische Automobilhersteller seine dunkle Seite sichtbar – mit dem erklärten Ziel, eigene Limits zu verschieben, der Rennleidenschaft freien Lauf und sich nicht "ausbremsen" zu lassen. Passend dazu erhielten das Safety- und das Leading-Car am Nürburgring eine neue "Unofficial Livery", die über das bestehende Branding geklebt wurde. Zudem wurde an beiden Renntagen eine "Unofficial Zone" mit acht exklusiven Sitzplätzen direkt innerhalb der Kurve eins installiert – ein Ort, der normalerweise für Zuschauer nicht zugänglich ist. Ergänzt wurde die Aktion durch "Unofficial-Flags" mit den Aufschriften "Remember why you're driving", "Folge deinem Instinkt" und "Unofficial Partner".

DTM am Nürburgring überwältigt Bachelor Felix Stein

Felix Stein war am Samstag zu Gast beim DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring. Als Teil der "Unofficial Crew" von Cupra schwenkte der Bachelor 2025 aus der RTL-Datingshow im Leading-Car die Flagge bei der Fahrt ins Grid und sorgte für beste Stimmung bei den Fans. Der gebürtige Berliner zeigte sich restlos begeistert von der DTM-Atmosphäre: "Es hat nur zehn Minuten gedauert, da war ich schon ein Teil der DTM-Community. Der Sound der Fahrzeuge, die Stimmung auf den Tribünen und die Freundlichkeit der Leute – das alles ist überwältigend. Auch die Fahrt mit dem Leading-Car war einmalig. Ich wusste gar nicht, dass diese Autos schon so schnell fahren", sagte Stein.

Bob-Olympiasieger Georg Fleischhauer: "Diese DTM-Fahrzeuge sind der Hammer"

Georg Fleischhauer war am Wochenende nach langer Zeit wieder zu Gast bei der DTM – und sichtlich beeindruckt. "Das letzte Mal war ich vor über 15 Jahren bei der DTM. Deshalb habe ich mich riesig über die Einladung von Schaeffler gefreut", sagte der zweimalige Deutsche Meister im 400-Meter-Hürdenlauf, der heute als einer der stärksten Anschieber im Bobsport gilt. Gemeinsam mit Pilot Johannes Lochner wurde er Weltmeister und holte je eine Goldmedaille im Zwei- und Viererbob. Besonders die DTM-Boliden hatten es dem Athleten angetan: "Diese Autos sind der Hammer. Auch unsere Bobs sind Hightech-Geräte, aber diese Fahrzeuge sind schon etwas ganz Spezielles. Auch im Bobsport spielen Geschwindigkeit und die richtige Wahl der Linie eine entscheidende Rolle. Allerdings sind die Temperaturen bei uns doch ein wenig anders als hier auf dem Nürburgring", stellte Fleischhauer fest.

Ludwig, Scheider, Güven – drei DTM-Meistergenerationen am Nürburgring

Klaus Ludwig (1982, 1988, 1994), Timo Scheider (2008, 2009) und Ayhancan Güven (2025) – drei DTM-Champions aus drei Jahrzehnten trafen sich am Nürburgring. Während die beiden Routiniers Ludwig und Scheider längst zur DTM-Geschichte gehören, ist der aktuelle Titelträger Güven nach seinem Triumph in die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC gewechselt. Umso mehr genoss der erste türkische DTM-Champion den Besuch an seiner alten Wirkungsstätte. "Es ist toll, wieder bei der DTM zu sein. Diese Atmosphäre im Paddock und im Grid, die tollen Fans sind einmalig. Ich würde hier allerdings am liebsten selbst in einem Rennauto sitzen und mitfahren", sagte Güven. Doch auch das Bad in der Menge bereitete ihm sichtlich Freude: "Ich komme mir vor wie ein Rockstar, so viele Selfies musste ich hier am Ring machen."

Mercedes-AMG Team Landgraf gewinnt Truck-Wettbewerb

Am Samstagabend wurde auf dem Nürburgring ein PS-starkes Spektakel ausgetragen: Beim traditionellen Wettbewerb "DTM-Trucks Go and Stop" traten die Zugmaschinen der DTM-Teams gegeneinander an – und deren Fahrer stellten ihr Können in Sachen Beschleunigung und Bremstechnik unter Beweis. Die Aufgabe: Auf der Start-Ziel-Geraden mit voller Power beschleunigen, um anschließend am Ende der Haupttribüne vor drei hintereinander aufgestellten Kegeln zum Stehen zu kommen. Nur der vorderste Kegel durfte umgestoßen werden. Eine Challenge, die ein feines Gefühl fürs Bremspedal verlangte. Im Finale setzte sich das Mercedes-AMG Team Landgraf gegen Emil Frey Racing durch. Svetoslav Koynov verriet mit einem Schmunzeln sein Erfolgsrezept: "Am Anfang das Gaspedal voll durchtreten, dann voll in die Bremse gehen. Und danach mit dem ganzen Team gemeinsam auf den Sieg anstoßen."

Tim Jarschel krönt sich am Nürburgring zum eSports-Champion

Er hat die Nerven behalten und das erste Onsite-Finale in der Geschichte der DTM eSports Championship gewonnen: Tim Jarschel entschied am Samstag im RaceRoom SimRaceCafé im Ring-Boulevard zwei der vier Finalrennen für sich und machte damit seinen zweiten Titel klar. Für Jarschel gab es nicht nur die Siegprämie von 5.000 Euro, sondern ein ganz besonderes Extra: einen Startplatz im BMW M2 Cup beim DTM-Finale in Hockenheim. Der frischgebackene Champion strahlte: "Das war ein Wahnsinnstag. Ich bin ein großer Fan der DTM. Hier meinen zweiten Titel geholt zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Nach dem Sieg habe ich ordentlich gefeiert und am Sonntag meinem Lieblingsfahrer Thomas Preining, die Daumen gedrückt."

Wilde Kart-Action in der Eifel

Das erste Rennen des DTM-Wochenendes wurde am Freitagabend auf der Ring-Kartbahn ausgetragen. Zwölf Teilnehmer gingen an den Start: Neben den DTM-Fahrern Ben Dörr und Tom Kalender griff auch Ford-Werkspilot David Schumacher ins Lenkrad. Zudem waren die Förderfahrer Elia Weiß und Oliver Goethe von der ADAC Stiftung Sport sowie Devin Titz (Mitglied des Mercedes-AMG F1 Junior Teams) im Einsatz. Medienvertreter und Kart-Nachwuchs-Asse komplettierten das starke Feld. Fabian Klatt, der vom Nürburgring eine Wildcard erhalten hatte, gewann den Kart-Grand-Prix nach 32 umkämpften Runden. Ehemaliger DTM-Pilot Schumacher belegte Platz sieben. Dörr kommentierte seinen achten Rang vor Kalender: "Ich habe lange nicht mehr in einem Kart gesessen. Umso schöner war es, sich mit den anderen Fahrern zu messen. Tom und ich haben uns am Schluss hart duelliert – das waren ein paar echt coole Fights." Bester Medienvertreter war Michael Bräutigam (Motorsport Aktuell) auf Position zehn.

Sonntag, 16. August 2026

DTM: Wittmann gewinnt fesselnden Eifel-Krimi und feiert 20. DTM-Sieg

  • Nervenstarker BMW-Pilot verteidigt knappen Vorsprung vor Tom Kalender
  • Preining verkürzt als Dritter Abstand zur Tabellenspitze auf einen Punkt
  • Fulminantes Nürburgring-Wochenende der DTM begeistert 81.000 Fans

Jubel bei Marco Wittmann: Der Fürther entschied das Sonntagsrennen der DTM für sich
Foto: ADAC-Motorsport

Nervenstark und taktisch clever: Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) machte am Sonntag auf dem Nürburgring seinen 20. DTM-Erfolg perfekt. Der 36-Jährige überzeugte mit frühen und schnellen Boxenstopps sowie sauberen Überholmanövern. Im letzten Drittel eines wilden Rennens übernahm der BMW-Pilot die Führung und sicherte sich seinen ersten DTM-Erfolg seit zwei Jahren. „Der 20. Sieg bedeutet mir enorm viel! In all meinen Jahren in der DTM habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt. Es fühlt sich großartig an, aus eigener Kraft ganz vorne mitzufahren. Das Rennen verlief zeitweise chaotisch, aber ich habe einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn es hinten raus richtig eng wurde“, erklärte Wittmann. Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf) zeigte eine sensationelle Leistung: Der Youngster machte neun Plätze gut und feierte als Zweiter den ersten Podiumsplatz in seiner DTM-Karriere. Mit Rang drei verpasste Thomas Preining (A/Manthey) ganz knapp den Sprung an die Tabellenspitze und liegt nur noch einen Punkt hinter dem Führenden Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol). Der 40-Jährige schied nach einer Kollision in der ersten Runde aus und blieb damit erstmals seit 18 DTM-Rennen ohne Punkt. 81.000 Besucher erlebten ein heißes Rennwochenende auf dem Nürburgring – mit vielen Überholmanövern und harten Duellen.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 12 von 16

  • Streckenlänge: 3.629 Meter
  • Wetter: 27 Grad, sonnig
  • Pole-Position: Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 Evo #48), 1:25,062 Minuten
  • Sieger: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 R #11)
  • Schnellste Runde: Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:25,988 Minuten

Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:25,988 MinutenKurz nach dem Start zum zwölften DTM-Meisterschaftslauf kam es auf dem Nürburgring in der ersten Kurve zu einer Kollision – das Safety-Car musste ausrücken. Spitzenreiter Engel musste seinen Mercedes-AMG GT3 ebenso abstellen wie der Markenkollege Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der damit in der Tabelle auf Rang vier zurückfiel. Auch für Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) war das Rennen beendet. Nach dem Re-Start führte Pole-Setter Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) vor Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) und Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing). Wittmann hatte sich um eine Position auf Rang vier verbessert und übernahm nach einem frühen Boxenstopp Platz zwei hinter Gounon. Dörr schied mit einem falsch montierten Hinterreifen aus, Cairoli fiel nach einem schwachen Pflichtstopp weit zurück. Davon profitierte auch Preining, der auf Platz drei vorrückte. Kurz darauf übernahm Wittmann im BMW M4 GT3 Evo die Führung, da Gounon wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse eine Penalty-Lap absolvieren musste und viele Plätze verlor.

Nach dem zweiten Reifenwechsel verteidigten Wittmann und Preining ihre Positionen. Kalender setzte dagegen auf einen späten Stopp und kam mit frischen Pirelli-Slicks als Fünfter zurück auf die Strecke. Mit gekonnten Überholmanövern kämpfte sich der 18-Jährige auf Rang drei vor. Schließlich attackierte der Mercedes-AMG-Pilot Preining und zog eine Runde vor Schluss am Österreicher vorbei. Kalender schloss sogar noch zu dem führenden Wittmann auf – doch der überquerte nach 39 turbulenten Runden als Erster die Ziellinie.

Hinter Wittmann, Kalender und Preining folgten Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) und Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) im Lamborghini Temerario GT3 auf den Rängen vier und fünf. Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) belegte in einem weiteren Lamborghini Platz sechs. Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) schob sich als Siebter auf Rang drei in der Gesamtwertung vor. Timo Glock (Kreuzlingen) positionierte den zweiten McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport auf Platz acht. Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt) folgte als Neunter vor Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport).

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Tom Kalender: „Als ich nach der Siegerehrung zu meinem Team gelaufen bin, habe ich so viele glückliche Gesichter gesehen wie noch nie. In nur vier Jahren habe ich es vom Kartsport bis aufs Podium in der DTM geschafft. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Nach meinem Ausfall am Samstag hatte ich noch einen frischen Satz Reifen in der Hinterhand. Das hat mir im Duell mit Thomas Preining natürlich geholfen.“

Thomas Preining: „Ein super Heimrennen fürs Team! Beim Start hatte ich riesiges Glück, dass ich der Kollision der Fahrzeuge neben mir gerade noch ausweichen konnte. Ich hätte den zweiten Platz gern ins Ziel gebracht und habe alles gegeben, aber Tom Kalender war einfach nicht zu halten. In der Meisterschaft sind wir jetzt voll im Titelkampf angekommen und das haben wir uns hart erarbeitet.“

Ergebnis, 12. Meisterschaftslauf, Nürburgring (Top-Five)

 1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)

2. Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,517 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey), +0,918 Sekunden

4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance), +2,571 Sekunden

5. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +3,112 Sekunden