Mittwoch, 23. April 2014

Nachgefragt bei ... Filipe Albuquerque


Filipe Albuquerque
Foto: Audi-Motorsport
Filipe Albuquerque war drei Jahre für Audi in der DTM am Start und hat mit dem GT-Sportwagen Audi R8 GRAND-AM bereits einen Klassensieg bei den 24 Stunden von Daytona eingefahren. Seit dem Winter lernt er nun auch das dritte Rennsport-Programm von Audi kennen. Beim Saisonhöhepunkt der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, den 24 Stunden von Le Mans, teilt sich Albuquerque das Cockpit des R18 e-tron quattro mit Marco Bonanomi (Italien) und Oliver Jarvis (Großbritannien).
 
Audi R18 e-tron quattro
Foto: Audi-Motorsport
 
Sie haben in Silverstone in der European Le Mans Series gerade Ihr erstes Rennwochenende in einem Sportwagen absolviert. Mit dem Team Jota Sport haben Sie das Rennen angeführt, bevor einer Ihrer Teamkollegen später mit dem Auto ausgefallen ist. Wie waren Ihre ersten LMP-Rennkilometer?

„Es hat riesigen Spaß gemacht, in die Welt der Sportprototypen einzusteigen. Ich bestreite die European Le Mans Series in Vorbereitung auf meine beiden WEC-Rennen mit Audi in Spa und in Le Mans. Langstrecken-Distanzen und den Teamsport-Gedanken mit mehreren Fahrerkollegen kenne ich schon von meinen Einsätzen im Audi R8 LMS ultra. Neu ist für mich allerdings das Fahrgefühl in einem Sportwagen.“

Was sind die größten Unterschiede zu einem DTM-Rennwagen, wie Sie ihn bisher für Audi gefahren sind?

„Der Audi RS 5 DTM, den ich noch im Vorjahr gefahren bin, hat riesigen Spaß gemacht, war sehr anspruchsvoll und steht für die hochkarätigste Tourenwagen-Technik. Trotzdem ist ein Sportwagen noch einmal ganz anders. Die Fliehkräfte und die Kurvengeschwindigkeiten sind viel höher, die Beschleunigung ist besser und bei meinen Tests im Audi R18 e-tron quattro habe ich mich an die komplexe Bedienung eines Hybrid-Sportwagens gewöhnt. Die LMP1-Rennwagen sind die schnellste Kategorie im Feld. Da ist höchste Konzentration beim Überholen und Überrunden gefragt.“

Ihr erster Einsatz im Audi R18 e-tron quattro steht unmittelbar bevor – am 3. Mai steht der WEC-Lauf in Spa auf dem Programm. Fühlen Sie sich bereit?

„Die Vorbereitung hat mehr als ein halbes Jahr gedauert und war hervorragend. Audi hat mich so gut eingearbeitet, dass ich mich in jeder Phase meines Wechsels vom Touren- in den Sportwagen sehr wohl fühle. Nach meinem ELMS-Rennen habe ich am Sonntag zusammen mit Marco Bonanomi und Oliver Jarvis den WEC-Einsatz meiner Teamkollegen in den Boxen von Audi verfolgt. Auch unser Renningenieur Matthias Huber war in das Geschehen eingebunden. Jetzt kann ich es kaum noch abwarten, mit Marco in Spa mit dem Audi Nummer ‚3’ an den Start zu gehen.“

Filipe Albuquerque vor seinem Einsatz im Audi R18 e-tron quattro
Foto: Audi-Motorsport
 
 

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