- Aston-Martin-Pilot holt mit 66 Zählern maximale Punkteausbeute
- Finn Wiebelhaus feiert zweites Podium in seinem achten DTM-Lauf
- Rennwochenende in Nürnberg mit 118.500 Besuchern ausverkauft
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| Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Nicki Thiim neuer Spitzenreiter der DTM Foto: ADAC-Motorsport |
Traumwochenende für Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) auf dem ausverkauften Norisring: Der Aston-Martin-Fahrer gewann nach seinem Sieg am Samstag auch das Sonntagsrennen von der Pole-Position aus und übernahm nach diesem Doppelschlag die Tabellenführung in der DTM. „Ein unglaubliches Wochenende für mich! Zwei Pole-Positions und zwei Siege fühlen sich wie ein Traum an. Es war immer mein großes Ziel, nach meinem Vater im Jahr 1992 den Namen Thiim eines Tages wieder an die Tabellenspitze der DTM zu bringen. Finn Wiebelhaus hat mich im Verlauf des Rennens unfassbar unter Druck gesetzt. Da hat mir meine Erfahrung sicher geholfen“, sagte der Däne, der seinen Siegerpokal vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Dr. Markus Söder entgegennahm. Auch Road-to-DTM-Aufsteiger Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) zeigte auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine Top-Leistung. Mit einem Rückstand von 0,887 Sekunden wurde er im Ford Mustang GT3 Zweiter und stand damit bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Treppchen. Das Podium komplettierte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der sich von Startplatz fünf auf Rang drei vorarbeiten konnte.
Keyfacts, Norisring, Nürnberg, Saisonrennen 8 von 16
- Streckenlänge: 2.162 Meter
- Wetter: 26 Grad, bewölkt
- Pole-Position: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7), 48,449 Sekunden
- Sieger: Nicki Thiim (Comtoyou Racing, Aston Martin Vantage GT3 #7)
- Schnellste Runde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 49,242 Sekunden
Kurz nach dem Start des Sonntagsrennens begann es auf dem Norisring leicht zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Fahrer mit Slicks unterwegs. Pole-Setter Thiim führte vor Wiebelhaus, dessen Teamkollegen Arjun Maini (IND) und Auer. Stärker werdende Niederschläge sowie eine Kollision zwischen Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) im Lamborghini Temerario GT3 sorgten nach gut zehn Minuten für eine 14-minütige Rennunterbrechung. Nach dem Re-Start ging das Feld mit Regenreifen erneut auf die 2,162 Kilometer lange Strecke. Dabei nutzte Auer eine Unaufmerksamkeit von Maini und schob sich auf Rang drei vor.
Kurz danach hörte der Regen auf und die Fahrer ließen beim ersten Pflicht-Boxenstopp wieder Slicks aufziehen. Wiebelhaus, der etwas früher seine Reifen gewechselt hatte, attackierte in den folgenden Runden Spitzenreiter Thiim. Der 37-Jährige wehrte im Aston Martin Vantage GT3 jedoch jeden Angriff ab, konnte seinen Vorsprung wieder ausbauen und lag nach einem perfekten zweiten Boxenstopp klar in Führung. Nach 62 Runden überquerte Thiim als Sieger die Ziellinie und verbuchte durch diesen Erfolg die maximale Punkteausbeute des Wochenendes von 66 Zählern. Dieses Kunststück gelang zuletzt dem Porsche-Piloten Thomas Preining (A/Manthey) beim Saisonfinale 2023 in Hockenheim. Wiebelhaus und Auer folgten auf den Plätzen zwei und drei, Maini wurde trotz mäßiger Boxenstopps Vierter. Der fünfte Rang ging an Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).
Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) steuerte seinen Ferrari 296 GT3 Evo auf Position sechs. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte als Siebter fünf Plätze gutmachen und liegt damit in der Gesamtwertung hinter Thiim und vor Auer auf Rang zwei. Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) verbesserte sich sogar um sieben Positionen und belegte Platz acht vor seinem Markenkollegen Preining. Lokalmatador Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) bewies bei seinem Heimspiel großen Kampfgeist und fuhr vom 18. auf den zehnten Rang vor.
Weitere Stimmen zum Rennen
Finn Wiebelhaus: „Ich hätte unfassbar gerne gewonnen, aber ein zweiter Platz an meinem ersten Rennwochenende auf dem Norisring ist auch ein super Ergebnis. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn waren wirklich herausfordernd. Nach dem ersten Boxenstopp konnte ich richtig dicht an Nicki Thiim heranfahren, aber ich bin einfach nicht an ihm vorbeigekommen.“
Lucas Auer: „Der dritte Platz fühlt sich wie ein Sieg an. Der Regen zu Beginn hat mir voll in die Karten gespielt, denn direkt nach dem Re-Start konnte ich Arjun Maini überholen. Für die Fans war es ein tolles Rennen. Es hat großen Spaß gemacht, vor einer so großen Kulisse zu fahren. Und ich hoffe, dass die vielen Zuschauer unsere Show genossen haben.“
Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring
1. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing)
2. Finn Wiebelhaus (D/HRT Ford Racing), +0,887 Sekunden
3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +5,753 Sekunden
4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing), +8,417 Sekunden
5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,178 Sekunden









