Montag, 14. September 2015

DTM: Nachgefragt bei ... Hans-Joachim Stuck

Der DTM-Champion des Jahres 1990 über seine Erlebnisse am Steuer des Audi-RS-5-DTM-Renntaxis.
H.-J. Stuck beeindruckt von den aktuellen DTM-Rennautos
Foto: Audi-Motorsport
Sie durften im Rahmen des DTM-Wochenendes in Oschersleben erstmals ein modernes DTM-Rennauto fahren. Ihre Eindrücke?

Es war einfach unglaublich. Wenn ich hundert Daumen hätte, würden alle hundert nach oben zeigen. So eindrucksvoll hätte ich mir ein modernes DTM-Auto nicht vorgestellt. Am Freitag bin ich ein paar Runden gefahren, um mich einzuschießen. Da waren die Reifen und die Bremsen noch nicht richtig auf Temperatur. Richtig klasse war es am Sonntag: Je länger du fährst, desto besser funktionieren die Bremsen und auch die Reifen kommen auf Betriebstemperatur. Du bekommst noch mehr Grip und kannst noch früher aufs Gas gehen. Ich habe sogar ein paar coole Drifts hinbekommen. Aber klar ist auch, dass sich ein Rennfahrer immer mehr Leistung wünscht. So 100 PS mehr würden einem DTM-Auto nicht schaden.
Hans-Joachim Stuck gemeinsam mit Mattias Ekström bei einer Autogrammstunde im Fahrerlager
Foto: Audi-Motorsport
Sehen Sie die DTM nach dieser Erfahrung mit anderen Augen?

Was das Fahren angeht mit Sicherheit: Das ist extrem hart für die Fahrer. Es gibt nicht viel Raum, um sich persönlich zu profilieren. Hier geht es um das berühmte Tausendstel. Du darfst keinen einzigen Fehler machen, sonst bist du schon Fünfter. Chapeau vor all den jungen Burschen, die da ´rumpfeifen. Das sind tolle Jungs! Aber ich muss sagen: Mir hat es auch getaugt!

Sie mussten am Wochenende in Oschersleben auch viele Autogramme schreiben. Hat Sie die Resonanz gefreut?

Ich weiß das sehr zu schätzen, dass meine Fans da waren – Danke an alle! Man sagt ja: Applaus ist des Künstlers Brot.

Würden Sie das Audi RS 5 DTM Renntaxi wieder fahren?

Auf jeden Fall! Immer gerne! Audi braucht mich nur anzurufen. In diesem Jahr geht es leider nicht mehr, aber im nächsten Jahr gerne, gerne, gerne!

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