Sonntag, 28. September 2014

Nachgefragt bei … Mattias Ekström

Mattias Ekström - Befreiungsschlag in Zandvoort
Foto: Audi-Motorsport
Sie haben eine besondere Beziehung zu Zandvoort, wo Sie Ihren ersten DTM-Sieg geholt haben. War das heute ein neues Kapitel ?

Der erste Sieg ist zwölf Jahre her – fast auf den Tag genau. Damals war es nicht nur für mich ein einzigartiger Tag, sondern für das ganze Team, weil Laurent Aiello gleichzeitig den ersten DTM-Titel geholt hat. Seitdem hat diese Strecke einen besonderen Stellenwert. Ich fühle mich immer ein bisschen wie zu Hause, wenn ich hier an die Nordsee komme.
 
Was macht die Strecke so faszinierend ?

Zandvoort verzeiht keinen Fehler. Auf modernen Rennstrecken gibt es riesige Auslaufzonen und weiße Linien, an die man sich halten muss. Hier gibt es eine Strecke und daneben Gras und Kies. Wenn du von der Linie abkommst, wirst du knallhart bestraft. Es ist eine Old-School-Strecke, auf denen schon Rennen gefahren wurden, als ich noch klein war und Motorsport im Fernsehen geschaut habe.
 
Hat das Rennglück heute zum Sieg geholfen ?

Viele sagen, es war Glück dabei, weil das Safety Car geholfen hat – und sie haben recht. Aber ich habe in meinen 14 Jahren in der DTM gelernt, dass Glück allein nicht reicht: Man muss schnell sein, die Strategie muss passen, der Boxenstopp muss perfekt sein – all das ist uns heute gelungen. Ein perfekter Tag im Leben eines Rennfahrers.
 
Es war für die Zuschauer ein spektakuläres Rennen. Wussten Sie immer ganz genau, wo Sie waren und wie Ihre Chancen standen ?

Nach der ersten Safety-Car-Phase nicht so hundertprozentig, weil mir nicht klar war, wer am meisten profitiert hat. Aber die Mannschaft an der Box ist auf diese Situationen vorbereitet, hat einen kühlen Kopf bewahrt und mich immer auf dem Laufenden gehalten.
 
Der erste Saisonsieg für Audi ist in der Tasche. Worauf können sich die Fans jetzt beim Finale in Hockenheim freuen ?

Auf „Maximum Attacke“ von der ganzen Audi-Mannschaft. Natürlich ist uns allen heute ein Stein vom Herzen gefallen, aber wir bleiben auf dem Boden, arbeiten hart weiter und werden alles dafür geben, den Titel des besten Herstellers zu holen. Ich freue mich riesig auf das Finale vor den vielen Fans und werde dort jede Sekunde genießen.

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