Samstag, 20. September 2014

Audi-Sieg im Duell der ADAC GT Masters-Titelkontrahenten

Der Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Auf dem Sachsenring kämpften am Samstag die drei erstplatzierten in der Tabelle um den Sieg. In einem spannenden Duell setzten sich die Tabellenführer Kelvin van der Linde (18, ZA) und René Rast (27, Frankfurt / beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8 gegen den Porsche 911 mit ihren engsten Titelkontrahenten Jaap van Lagen (37, NL) sowie Christian Engelhart (27, Kösching / beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) durch. Das Podium war am Samstag ein Abbild des Tabellenstandes: Rang drei ging an Claudia Hürtgen (43, Aachen) und Dominik Baumann (21, A / beide PIXUM Team Schubert) im BMW Z4. „Der zweite Saisonsieg hat deutlich länger gedauert, als wir uns das gewünscht haben“, jubelte van der Linde nach dem Rennen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir vor allen unseren Verfolgern ins Ziel gekommen sind und damit nun etwas mehr Luft an der Tabellenspitze haben.“

Kevin v.der Linde u. Renè Rast enges Rennen mit Jaap v. Lagen und Christian Engelhart im Porsche
Foto: Jens Hawrda
 
Van der Linde agiert in der Startphase souverän
 
Pole-Setter van der Linde brauchte in der ersten Rennhälfte gute Nerven. Der Audi-Pilot setzte seinen ersten Startplatz in die Führung um, doch dann bremsten zwei Safety-Car-Phasen in den ersten sieben Runden das Feld ein. Nach einem Kontakt zwischen zwischen Alon Day (22, IL / BKK MOBIL OIL Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG und Max Sandritter (25, Raubling / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 in der Startrunde und einem technischen Defekt an der auf der Strecke stehenden Corvette von Patrick Assenheimer (22, Heilbronn / Callaway Competition) in Runde sechs rückte das Safety-Car aus. 
Auslöser der  Safety-Car-Phase Alan Day fährt nach Berührung mit Max Sandritter in die Leitplanke
Foto: Jens Hawrda
Nach den Restart verteidigte van der Linde stets die Führung vor Verfolger Engelhart im Porsche 911, konnte sich aber nicht von seinem Kontrahenten absetzen. Erst nach dem Fahrerwechsel von van der Linde auf Rast konnte sich der Audi an der Spitze einen Vorsprung von bis zu 3,5 Sekunden auf nun von van Lagen gesteuerten Porsche herausfahren. Der Vorsprung egalisierte sich allerdings zehn Minuten vor Rennende, als das Safety-Car abermals auf die Strecke ging, nachdem Corvette-Pilot Sebastiaan Bleekemolen (36, NL / Callaway Competition) auf der Strecke nach technischem Defekt ausgerollt war. Sechs Minuten vor dem Rennende wurde das Rennen für fünf Runden wieder freigegeben, in denen sich Rast und van Lagen ein Duell um Rennsieg und Tabellenführung lieferten. Der Audi-Pilot behielt die Spitze und siegte mit 1,3 Sekunden Vorsprung.
mit dem zweiten Platz weiter im Titelrennen Jaap van Lagen und Christian Engelhart
Foto: Jens Hawrda
„Die Safety-Car-Phase zum Schluß hat uns nicht geholfen, ich konnte dann auf den letzten Runden aber noch eine kleine Lücke herausfahren“, so Rast nach seinem siebtem ADAC GT Masters-Laufsieg. „Wir mussten heute mit der Strategie aufpassen. Eigentlich stoppen wir im ersten Rennen im früh, doch in dem Fall hätte der Porsche vielleicht Zeit gewinnen können und dann wäre es nochmals eng geworden. Daher haben wir die Strategie auf den Porsche abgestimmt und sind spät an die Box gekommen.“
 
Baumann/Hürtgen halten sich mit Rang drei im Titelkampf

wahren mit dem dritten Platz ihre Titelchancen: Claudia Hürtgen und Dominik Baumann
Foto: Jens Hawrda
Eine gute Strategie brachte auch Hürtgen und Baumann auf Rang drei und hielt das BMW-Duo im Titelrennen. Hürtgen lag nach dem Start auf Rang sechs, durch einen frühen Stopp konnte Baumann in der zweiten Rennhälfte auf Rang drei nach vorn fahren. Sebastian Asch (28, Ammerbuch) und Philip Frommenwiler (25, CH / beide Farnbacher Racing) hatten nach längerer Durststrecke wieder ein Erfolgserlebnis und kamen im Porsche 911 als Vierte ins Ziel. Über sein bisher bestes Saisonergebnis durfte Philip Geipel (27, Plauen) jubeln. Der Lokalmatador fuhr bei seinem Heimspiel gemeinsam mit Markus Winkelhock (34, Berglen-Steinach / beide YACO Racing) im Audi R8 LMS auf den fünften Rang.

Eine Durchfahrtsstrafe nach einem Tempoverstoss in der Boxengasse vereitelte einen möglichen Podiumsplatz von Luca Stolz (19, Brachbach) und Maximilian Götz (28, Uffenheim / HTP Motorsport). Nachdem das Mercedes-Benz-Duo in der Startphase auf Rang drei lag, kam der Flügeltürer nach absolvieren der Strafe auf Rang sieben hinter ihren Markenkollegen Maro Engel (29, München) und Jan Seyffarth (28, Querfurt / ROWE RACING) ins Ziel.

David Jahn (23, Leipzig) und Sven Barth (33, Weinheim / RWT Racing Team) steuerten die schnellste Corvette auf Rang acht vor Fabian Hamprecht (19, Hagen) und Nicki Thiim (25, DK / beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Herbert Handlos (31, A), Tabellenführer und Klassensieger in der Gentlemen-Wertung, holte als Zehnter im Porsche 911 mit Alfred Renauer (29, München / beide TONINO Team Herberth) noch einen Punkt.

Podium des Samstagsrennens
Foto: Jens Hawrda
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Kelvin van der Linde/René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Ch. Engelhart/J.v.Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
3. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3), .
4. Philipp Frommenwiler/Sebastian Asch (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),
5. Philip Geipel/Markus Winkelhock (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra).







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