Samstag, 27. Juni 2015

Vierfacherfolg für Mercedes in Rennen 1 am Norisring

am Ende ging es unter den Markenkollegen knapp zu
Foto: Jens Hawrda 


Das Samstagsrennen am Norisring machte Mercedes unter sich aus, am Ende stand auf den ersten vier Plätzen ein Mercedespilot. Es siegte Pascal Wehrlein, vor Robert Wickens, Gary Paffett und Christian Vietoris (alle Mercedes) erst auf Platz fünf folgte mit Bruno Spengler (BMW) der erste Nichtmercedes.

Für Wehrlein war es sein zweiter Sieg in der international populären Tourenwagenserie. Im vergangenen Jahr wurde er durch seinen Debütsieg auf dem Lausitzring zum jüngsten Sieger in der DTM-Geschichte. Sein Erfolg in Nürnberg war der 13. Mercedes-Triumph auf dem Norisring seit 2003. Seitdem war in jedem Jahr ein Mercedes-Pilot der bestplatzierte Fahrer auf dem fränkischen Stadtkurs.

Der fünfte Saisonlauf 2015 begann nach einem Schauer kurz vor Rennbeginn auf nasser Fahrbahn. Wehrlein startete im Gegensatz zu Wickens, Paffett und Vietoris auf Slicks. Seine Markenkollegen wählten Regenreifen. Damit fuhren sie einen Vorsprung heraus, den sie zur Rennhälfte für einen Wechsel auf Trockenreifen nutzten.


Schließlich konnte sich der 20-Jährige Wehrlein dann  der Schützenhilfe seiner Markenkollegen gewiss sein. Robert Wickens, Gary Paffett und Christian Vietoris kämpften hinter ihm um die Plätze zwei und drei. In der 21. Runde zog zunächst Wickens am zweitplatzierten Vietoris vorbei, bevor Paffett es ihm zwei Umläufe später gleich tat und Platz drei übernahm. Dann aber hatten die vier Mercedes-Benz-Fahrer genug - die Reihenfolge hatte über die weiteren 23 Runden bis ins Ziel bestand.

Damit muss Audi weiter auf einen Heimsieg warten und Mercedes-Benz baut seine einzigartige DTM-Bilanz auf dem Norisring aus.

„Ich bin absolut nicht wütend darüber, dass wir uns am Start für die Regenreifen entschieden haben“, sagte Wickens. „Das war eine gute Strategie. Fast wäre sie aufgegangen, aber Pascal hat das auf den Slicks richtig gut gemacht.“ Zufrieden war auch der Dritte, Gary Paffett: „Es ist immer toll, wenn man um Siege und Podestplätze kämpfen kann. Unsere Reifenwahl war eine absolute Last-Minute-Entscheidung.“  


Der Meisterschaftsführende Audi-Pilot Jamie  Green hielt sich ,bis auf eine kurze Berührung mit Paul die Resta, die die Resta das Rennen kostete, aus allen Duellen auf der Strecke heraus, konnte am Samstag im Kampf um einen Podestplatz aber nicht mithalten.

„Vielleicht wäre ein wenig mehr möglich gewesen, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Als Gesamtführender kommt es auf die Punkte an. Insofern bin ich zufrieden“, sagte Green, der den ersten Lauf als bester Audi-Fahrer auf dem siebten Platz beendete. Sein Audi RS 5 DTM hatte neben den vier Mercedes auch gegen zwei BMW das Nachsehen. Bruno Spengler schaffte den Sprung von Startplatz 13 auf fünf. 

Bruno Spengler bester BMW-Pilot auf Rang fünf
Foto: Jens Hawrda
„Hut ab vor dem Team. Die Entscheidung auf Slicks zu starten, war die richtige. Ich konnte sogar im Nassen Druck machen. Auch am Ende war meine Geschwindigkeit noch hoch. So konnte ich den Abstand nach Vorne sogar noch ein wenig verkürzen“, sagte der Kanadier. Auch Martin Tomczyk zog in der 40. Runde an Green vorbei und sicherte sich durch sein Manöver den sechsten Rang.

Nach fünf Rennen führt Jamie Green die Fahrerwertung nun mit 81 Punkten vor seinen Audi-Kollegen Mattias Ekström und Edoardo Mortara (beide 58 Punkte) an. Pascal Wehrlein hat durch seinen Sieg aber reichlich Boden gut gemacht. Als Viertplatzierter in dieser Statistik hat er nun 57 Punkte auf dem Konto.

Podium am Samstag Dreifacherfolg für Mercedes
Foto: DTM-Media
Ergebnis Samstagsrennen (Top-Five):

1. Pascal Wehrlein (gooix Mercedes AMG 63 DTM),
2. Robert Wickens (Silberpfeil Mercedes AMG 63 DTM),
3. Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG 63 DTM),
4. Christian Vietoris (Original-Teile Mercedes AMG 63 DTM), 
5. Bruno Spengler (BMW Bank M4 DTM).

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