Montag, 29. Juni 2015

Der Leiter DTM bei Audi Sport über das für Audi schwierige Norisring-Wochenende

Dieter Gass
Foto: Audi-Motorsport
Herr Gass, wie fällt Ihre Norisring-Bilanz aus?
Für die DTM war es ein tolles Wochenende. Das neue Format mit zwei Rennen wurde in Nürnberg angenommen: Schon beim ersten Rennen am Samstag waren die Tribünen voll. Und die Zuschauerkulisse am Sonntag war einfach nur eindrucksvoll. Alle Tribünenplätze waren ausverkauft. Erfreulich war auch die gute Quote bei der TV-Übertragung am Samstag mit 11,7 Prozent Marktanteil in Deutschland. Das zeigt, dass das neue DTM-Format gut ankommt.

Und die sportliche Bilanz?
Wir wussten, dass wir es an diesem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes schwer haben würden. Auf keiner anderen Rennstrecke machen sich die Performance-Gewichte derart bemerkbar wie auf dem Norisring – nicht zuletzt aufgrund der kurzen Runde und der traditionell knappen Zeitabstände im Qualifying.  Umso bemerkenswerter waren die Leistungen von Jamie Green und Mattias Ekström, die das Bestmögliche aus unserer Situation gemacht haben. Schade nur, dass Jamie am Sonntag um mögliche weitere Punkte gebracht wurde. Ich finde es nicht akzeptabel, wie mit dem Tabellenführer umgegangen wurde. Wenn man ihn so hart attackiert, dass er anschließend mit einem Schaden an die Box muss, dann ist das nicht okay.

Wie haben Sie das entscheidende Manöver von Bruno Spengler gegen Mattias Ekström gesehen?
Im Gegensatz zu dem Manöver gegen Jamie war das hart, aber fair. Ich denke, so etwas wollen die Zuschauer sehen. Das war echter Tourenwagen-Sport.
 
Wie geht es in 14 Tagen in Zandvoort weiter?
Positiv ist, dass wir am Norisring viel Gewicht abgebaut haben. Ich bin sicher, dass wir in Zandvoort wieder siegfähig sind. Allerdings werden wir nicht den Fehler machen, unsere Wettbewerber zu unterschätzen. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf zwei weitere spannende DTM-Rennen freuen.

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