Donnerstag, 28. August 2014

SUPERBIKE*IDM 2015 wieder mit Moto3-Klasse

Die kleinste Klasse kommt zurück. SUPERBIKE*IDM Promoter MotorEvents, der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) und der ADAC machen gemeinsame Sache. Sie holen die Moto3 wieder auf den Plan. Koordinator wird die deutsche Rennsport-Ikone Ralph Bohnhorst, ehemaliger Seitenwagen-Europameister und jetzt Chef der Racing Academy in der Motorsport Arena Oschersleben.
auf der ADAC-Pressekonferenz in Oschersleben wurde das Projekt Moto3 für 2015 vorgestellt
Foto: ADAC-Motorsport
 
Sie wird sich in zwei Kategorien aufteilen: Moto3 GP und Moto3 Standard. Erstere fahren nach Grand-Prix-Reglement, die anderen auf einheitlichen Honda NSF250-Motorrädern. In beiden wird um den deutschen Meistertitel gefahren.
 
„Wenn wir den Talenten den Weg an die Spitze im Straßenrennsport ebnen wollen, ist eine funktionierende Moto3 Klasse unverzichtbar“, sagt DMSB-Präsident Hans- Joachim Stuck zur neuen Moto3. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk ergänzt: „Aufstrebende, talentierte Fahrer benötigen eine angemessene Kategorie, in der sie ihre Fahrfähigkeiten, ihr Wissen und Geschick weiter ausbauen können, um eines Tages dort anzukommen, wonach jeder Motorradrennfahrer strebt: der Weltmeisterschaft.“
 
Das Projekt erhält auch Unterstützung durch die Dorna Sports S.L., dem Vermarkter der MotoGP™ und der Eni World Superbike, dessen Chef Carmelo Ezpeleta sagt: „Zusammen mit HRC denken wir darüber nach, drei oder vier Fahrer dieser Moto3 Serie zu fördern.“
 
Die neue Moto3-Klasse hat den Anschub nötig. Nach dem Wechsel von der 125 ccm-Klasse auf die 250er-Viertakt-Motorräder musste die Klasse 2014 in der SUPERBIKE*IDM wegen zu geringem Teilnehmerzuspruch und zu hohen Kosten aus dem Plan gestrichen werden.
 
Laut des neuen Konzepts bietet der DMSB die Standardbike für zehn Teilnehmer für 17.850 Euro, inklusive 1.190 Euro Ersatzteilkit, an. Laut Reglement dürfen an ihnen nur verschiedene Hebel, Fußrasten, Verkleidung, Felgen, Übersetzung und Bremsbeläge, beziehungsweise Bremsscheiben, verändert werden. Auch alle anderen originalen NSF 250 sind in der Moto3-Standard-Klasse zugelassen. Die Reifenmarke ist den Teilnehmern freigestellt. Allerdings dürfen pro Rennwochenende (beide Zeittrainings und Rennen) lediglich fünf Reifen verwendet werden.
 
Die erfolgreichsten Fahrer können aus einem Preisgeldtopf schöpfen. Honda schüttet knapp 15.000 Euro aus. Um das Paket attraktiv zu gestalten, erlässt SUPERBIKE*IDM-Promoter Motor Events den Teilnehmern 50 Prozent der Nenn- und Einschreibegebühr, die somit auf 2.753,00 Euro reduziert ist. Einschreiben können sich interessierte Teenager ab 14 Jahren schon ab dem 1. September 2014, ab 16 Jahre auch mit einer B-Lizenz. Für die Wertung mit den Motorrädern in der GP-Wertung ist eine A-Lizenz erforderlich.
 
Wie in den Jahren zuvor, wird der Kalender der SUPERBIKE*IDM Saison 2015 erneut acht Rennveranstaltungen in Deutschland und den Nachbarländern umfassen. Dazu kommt ein Auftakttraining. Die Moto3-Piloten absolvieren an den Wochenenden jeweils Freie Trainings, zwei Zeittrainings und ein Rennen, womit sie auf eine Gesamtfahrleistung von etwa 2.400 Kilometer kommen. Somit kann eine komplette Saison mit nur einer Revision bestritten werden.

Vor Ort stehen den Moto3-Fahrern Ersatzteildienst und Reifendienst zur Verfügung. Die Reifenmarke ist den Teilnehmern freigestellt. Allerdings dürfen pro Rennwochenende lediglich fünf Reifen verwendet werden. Auch die Drehzahl der Motoren soll reduziert werden, um die Moto3 Standard Klasse noch kostengünstiger zu machen. Hier wird der Nachwuchs auf bestem Niveau für die Folgeserien wie Supersport und Superbike in der SUPERBIKE*IDM oder gar einen Einstieg auf WM-Ebene vorbereitet.

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