Sonntag, 31. August 2014

Corvette-Duo Jahn/Barth überrascht mit Sieg am Nürburgring

Überraschungssieg für David Jahn und Sven Barth (Corvette)
Foto: ADAC-Motorsport
Zwei Überraschungssieger durften beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring  erstmals jubeln: David Jahn (23, Leipzig) und Sven Barth (33, Weinheim / beide RWT Racing  Team) gewannen auf einer Corvette unerwartet den elften Lauf des ADAC GT Masters. Alon Day und Luca Ludwig (25, Bonn / BKK MOBIL OIL Zakspeed) fuhren auf der kurzen  Sprintstrecke des Nürburgrings im Mercedes-Benz SLS AMG als Zweite erstmals in dieser Saison  vor dem Porsche 911 von Robert Renauer (29, Jedenhofen) und Norbert Siedler (31, A / TONINO  Team Herberth) auf das Podium. „Wir haben mit unserem Podestplatz am Slovakia Ring schon  gezeigt, dass wir vorn mitfahren können. Aber dass es hier nun zum Sieg reicht, ist der  Wahnsinn“, jubelte Jahn. Auch RWT Racing-Teamchef Gerd Beisel rang nach dem ersten Sieg  seiner Mannschaft im ADAC GT Masters um Worte: „Ich bin überwältigt. Wir haben aus eigener Kraft gewonnen und haben nicht einen Fehler gemacht.“
 
Jahn profitiert am Start von einem Fehler von Polesetter Day

Pole-Setter Alon Day konnte sich im Mercedes-Benz nur kurz über die Führung freuen. Der Israeli  verbremste sich vor der ersten Kurve und musste einen weiten Bogen fahren. Das nutzte Jahn,  um in seiner Corvette vor Renauer im Porsche in Führung zu gehen. „Ich war leider etwas zu  optimistisch bei meinem Bremspunkt, konnte aber zum Glück dem Kiesbett noch ausweichen“, so Day. Während Jahn für eine Corvette-Führung sorgte, erhielten die Träume der erfolgreichen  Titelverteidigung von seinem Markenkollegen Daniel Keilwitz (25, Villingen /Callaway  Competition) einen Dämpfer. Bei einem Startunfall in der Mercedes-Arena schied die von  Keilwitz’ Teamkollegen Andreas Wirth (29, Heidelberg) gesteuerte Corvette mit der  Startnummer 1 ebenso aus wie Nico Bastian (24, Frankfurt / ROWE RACING) im Mercedes-Benz  SLS AMG und Sebastian Asch (28, Ammerbuch / Farnbacher Racing) in einem Porsche 911.  Aufgrund der Kollision ging das Safety-Car für zwei Runden auf die Strecke, nach dem Restart  konnte Jahn die Corvette an der Spitze halten, bis zum Pflichtboxenstopp folgten Renauer und  Day dicht im Windschatten des Führenden.

Alon Day konnte seine Pole nicht optimal umsetzen
Foto: ADAC-Motorsport
Nach dem Fahrerwechsel konnte sich Barth an der Spitze Luft verschaffen und baute seinen  Vorsprung auf zwischenzeitlich 3,7 Sekunden aus. Hinter Barth drehte sich in der zweiten  Rennhälfte die Reihenfolge der Verfolger. Ludwig übernahm durch einen besser getimten Boxenstop den zweiten Platz vor Norbert Siedler, bis zur letzten Runde änderte sich die  Reihenfolge nicht mehr. Auf den letzten Metern mußte Barth allerdings noch einmal um seinen  Sieg zittern. Barth: „In der letzten Schikane ist das Getriebe im dritten Gang stecken geblieben,  ich habe es zum Glück noch bis ins Ziel geschafft.“
 
„In der ersten Rennhälfte hat der Porsche sehr viel Druck gemacht, aber ich konnte den  Vorsprung verwalten“, so Jahn über die Startphase. „Die Abstände waren extrem eng, aber es wurde nie gefährlich für mich. Wir sind überglücklich und müssen diesen Sieg erst einmal  realisieren.“
 
Der ehemalige DTM-Pilot Maro Engel (29, München) und Jan Seyffarth (28, Querfurt / ROWE  RACING) durften sich in einem Mercedes-Benz SLS AMG als Vierte über ihr bisher bestes Ergebnis  der Saison freuen. Auf dem fünften Platz kam Jaap van Lagen (37, NL) gemeinsam mit Christian  Engelhart (27, Kösching / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) ins Ziel. Der Niederländer  eroberte damit die Tabellenführung zurück, nachdem die bisherigen Spitzenreiter Claudia  Hürtgen (42, Aachen) und Dominik Baumann (21, A / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4  Neunte wurden. Kelvin van der Linde (18, ZA) und René Rast (27, Frankfurt / Prosperia C. Abt  Racing) schoben sich durch einen sechsten Rang im Audi R8 auf Tabellenrang zwei nach vorn.

starkes Debüt von Renger van der Zande
Foto: ADAC-Motorsport
Ein gutes Debüt im ADAC GT Masters erlebte der ehemalige DTM-Pilot Renger van der Zande  (26, NL). Gemeinsam mit Maximilian Götz (28, Uffenheim / HTP Motorsport) belegte van der  Zande im Mercedes-Benz SLS AMG den siebten Rang vor dem Audi R8 mit dem ehemaligen  Formel-1-Piloten Markus Winkelhock (34, Berglen-Steinach) und Christer Jöns (27, Ingelheim /  beide Prosperia C. Abt Racing). Mathias Lauda (33, A) landete in einem weiteren Flügeltürer-Mercedes bei seinem zweiten Rennwochenende im ADAC GT Masters mit Luca Stolz (19, Brachbach / beide HTP Motorsport) auf Rang zehn.

Seiler siegt in der Gentlemen-Wertung

Toni Seiler (56, CH) machte den Corvette-Triumph auf dem Nürburgring perfekt. Der Schweizer  sorgte mit Unterstützung von Jeroen Bleekemolen (32, NL / beide Callaway Competition) für  einen Klassensieg in der Gentlemen-Wertung. Remo Lips (32, CH) und ADAC Stiftung Sport- Förderpilot Lennart Marioneck (25, Bamberg / beide Callaway Competition) komplettierten als  zweite einen Corvette-Doppelsieg vor dem Gentlemen-Tabellenführer Herbert Handlos (31, A /  TONINO Team Herberth) im Porsche 911.

Thiim startet am Sonntag im Audi von der Pole

Im zweiten Lauf am Sonntag (ab 11:45 Uhr live bei kabel eins) teilen sich ein Audi und ein  Porsche die erste Startreihe. Nicki Thiim (25, DK / Prosperia C. Abt Racing), der am Samstag  Rang 18 belegte, startet von der Pole neben dem Porsche von Siedler. Aus Reihe zwei gehen  am Sonntag Götz im Mercedes und der Tabellenzweite Rast im Audi ins Rennen.


Podium erstes Rennen am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):

1. David Jahn/Sven Barth (RWT Racing Team-Corvette Z06.R GT3),
 2. Alon Day/Luca Ludwig (BKK MOBIL OIL Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG),
 3. Robert Renauer/Norbert Siedler (TONINO Team Herberth-Porsche 911 GT3 R),
 4. Maro Engel/Jan Seyffarth (ROWE RACING-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
 5. C.Engelhart/J.v.Lagen (Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3  R),

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