Samstag, 15. Juni 2013

DTM – Lausitzring Mercedes setzt Ausrufezeichen in der Qualifikation

  • Mercedes meldet sich zurück, Pole für Christian Vietoris

  • Jamie Green erstmals seit Wechsel zu Audi mit Top-Qualifikationsergebnis

  • nicht erwartete Qualifikationsprobleme bei BMW
    erste Pole im 26. DTM-Rennen: Christian Vietoris
    Foto: Jens Hawrda

Mercedes-Benz Junior Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé) startet beim vierten Saisonlauf der DTM auf dem Lausitzring von der Pole Position. Vietoris erzielte in 1:17.715 Minuten die schnellste Zeit des vierten Qualifying-Abschnitts. Es ist seine erste Pole Position in seinem 26. DTM-Rennen und die erste für einen Mercedes-Benz Junior seit der Wiedereinführung des Junior Teams im vergangenen Jahr. Insgesamt stehen am Sonntag drei Mercedes-Benz Fahrer in den ersten beiden Startreihen und fünf in den Top-10 der Startaufstellung.

Neben Vietoris geht sein Teamkollege Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé / 1:17.940 Minuten) in das vierte Rennen der Saison. Der Brite fuhr die zweitschnellste Zeit im Q1 und jeweils die Bestzeit im Q2 und Q3. Mit einer Zeit von 1:17.463 Minuten gelang Paffett im dritten Qualifying-Abschnitt die schnellste Rundenzeit des gesamten Qualifyings. Mit dem Kanadier Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé / 1:18.133 Minuten) erreichte ein dritter Mercedes-Benz Fahrer den vierten Qualifying-Abschnitt. Er startet das Rennen am Sonntag von Position vier.

Zum ersten Mal nach seinem Abschied von Mercedes schaffte der Brite Jamie Green den Sprung in die finale Qualifying-Runde und fuhr dort mit dem Audi RS 5 DTM die drittschnellste Zeit. Mit seinem Red Bull Audi RS 5 DTM hatte Green bereits am Vormittag aufhorchen lassen und die schnellste Runde im Freien Training gedreht. Green stand bereits in den Jahren  2005 und 2006 am Lausitzring auf Pole, hat hier aber nie gewonnen.

Spannung verspricht auch die dritte Startreihe. Dort stehen der Kanadier Bruno Spengler im BMW M3 DTM als Fünfter und Mike Rockenfeller (Audi) als Sechster - die beiden Führenden der Gesamtwertung gehen direkt nebeneinander ins Rennen.

Nach dem Dreifachsieg in Spielberg haben die BMW DTM-Teams ein schwieriges Qualifying zum vierten Saisonrennen auf dem Lausitzring (DE) erlebt. Bruno Spengler (CA) belegte als bester BMW Fahrer in seinem BMW Bank M3 DTM den fünften Platz. Lediglich zehn Tausendstelsekunden fehlten dem amtierenden DTM-Champion in Diensten vom BMW Team Schnitzer, um den Sprung ins Top-4-Qualifying zu schaffen.

Auch Augusto Farfus (BR) war im dritten Qualifying-Abschnitt am Steuer des Castrol EDGE BMW M3 DTM für das BMW Team RBM dabei und kam auf den zehnten Platz. Allerdings verliert der 29-Jährige in der Startaufstellung fünf Positionen, nachdem er im freien Training mit einem nicht für sein Fahrzeug angemeldeten Reifensatz angetreten war.

Sehr enttäuschend verlief die Qualifikation für drei DTM-Routiniers in der Lausitz. Timo Scheider, Mattias Ekström (beide Audi) und Martin Tomczyk (BMW) kamen nicht über die Startplätze 17, 18 und 22 hinaus.

Stimmen zum Qualifying:

Christian Vietoris (24, Deutschland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

Wir hatten einen schwierigen Saisonstart und wurden zuletzt viel kritisiert. Heute haben wir mit einem starken Mannschaftsergebnis im Qualifying die richtige Antwort gegeben. Persönlich habe ich versucht, in Q4 noch eine Schippe draufzulegen, das ist mir gelungen. Wenn man die letzten Rennen betrachtet, waren wir am Sonntag stets stärker als am Samstag. Unser Ziel war es, hier weiter vorne zu starten. Wir sind allerdings mit unserem normalen Setup gefahren. Ich erwarte also, dass wir auch morgen stark sein werden. Man weiß natürlich nie, wie sich das Rennen entwickeln wird, gerade mit den neuen Option-Reifen, aber ich hoffe, dass wir vorne bleiben und ich meinen ersten Sieg in der DTM einfahren kann. Das wird nicht einfach, aber natürlich will jeder, der vorne startet, auch vorne bleiben.“


Gary Paffett (32, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):

„Mein EURONICS Mercedes AMG C-Coupé Auto war heute überragend, es hat alles gepasst. Die Pole Position wäre definitiv drin gewesen, doch in Kurve vier habe ich leider einen Fehler gemacht. Das tut mir leid für meine Jungs, die an diesem Wochenende super Arbeit geleistet haben. Anders als das Ergebnis vielleicht vermuten lässt, haben wir uns bei der Abstimmung des Autos nicht speziell auf das Qualifying konzentriert. Unsere Vorbereitung sieht immer gleich aus, wir versuchen stets, unser Bestes zu geben. Mein Auto war bereits beim letzten Rennen in Spielberg besser und ich hätte ohne die Probleme aus den Top-5 starten können. Manchmal dauert es eben etwas länger, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Jamie Green (31, England, Red Bull Audi RS 5 DTM):

"Ich bin sehr glücklich. Nachdem es in den ersten drei Rennen nicht ganz rund lief, ist es schön, dass ich endlich dort bin, wo ich sein sollte. Mit dem Audi erstmals so weit vorn zu sein, nimmt mir viel Gewicht von den Schultern. Es fühlt sich sehr gut an. Die ersten drei Rennen liefen für mich nicht ideal. Jetzt sind wir wieder zurück, und das ist schön. Am Freitag hatte ich Geburtstag, und es wäre doch toll, wenn ich hier meine ersten Punkte der Saison erhalten würde“

Bruno Spengler (30, Kanada, BMW M3 DTM):

„Platz fünf ist okay, aber es ist nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht hatte. Meine Runde war nahezu fehlerfrei, mehr war heute aber einfach nicht drin. Es war klar, dass die Konkurrenten besser werden. Aber heute war erst das Qualifying und morgen ist das Rennen“

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