Montag, 8. August 2016

DTM: Nachgefragt ... bei Edoardo Mortara

Der Italiener über Vaterfreuden, einen Ausflug in den GT-Sport und seine DTM-Titelchancen.
Edoardo Mortara
Foto: Jens Hawrda
Sie sind vor knapp drei Wochen das erste Mal Vater geworden. Wie hat sich Ihr Leben durch die Geburt Ihrer Tochter Sofia geändert?

Es ist wirklich großartig Vater zu sein. Man trägt jetzt mehr Verantwortung, aber im Alltag hat sich das Leben für meine Frau deutlich mehr verändert als für mich. Durch das regelmäßige Stillen kommt sie zum Beispiel kaum noch zum Schlafen. Aber ich unterstütze sie bei allen anderen Dingen, soweit es geht.

Sie nutzten die kurze DTM-Sommerpause am vergangenen Wochenende zu einem Start beim 24-Stunden-Rennen in Spa. Wie war es?

Ich habe immer sehr viel Spaß, wenn ich bei 24-Stunden-Rennen antrete – egal ob in Spa oder auf dem Nürburgring. In diesem Jahr bin ich das erste Mal bei beiden Rennen gestartet, das war wirklich eine tolle Erfahrung. Beide Rennen sind von ihrer Charakteristik sehr unterschiedlich. So gibt es auf dem Nürburgring unterschiedliche Klassen, in Spa starten dagegen ausschließlich GT3-Autos. Wir lagen in Spa zwischenzeitlich schon auf Rang fünf, leider warf uns ein Unfall in der Nacht etwas zurück und wir wurden am Ende Gesamtneunte. Ich bin Audi Sport und I.S.R. Racing dankbar, dass ich in Spa fahren durfte. Den Audi R8 LMS zu fahren macht immer wieder Spaß.

Apropos DTM: Sie sind derzeit Tabellendritter, aber der einzige Fahrer, der mehr als ein Rennen gewonnen hat, standen vier Mal auf dem Podest – ebenfalls Bestmarke – und haben die meisten Führungsrunden. Was ist noch drin?

Leider hat mich die unnötige Durchfahrtstrafe im Samstagsrennen in Zandvoort wertvolle Punkte gekostet, sonst läge ich nur wenige Punkte hinter dem Tabellenführer Marco Wittmann. Ich bin mit dem bisherigen Saisonverlauf aber ganz zufrieden. Es ist noch nichts entschieden. Ich werde in den verbleibenden acht Rennen alles geben, und dann werden wir sehen, was am Ende für mich herausspringt.

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