Sonntag, 27. Oktober 2013

Die DTM-Saison 2013 im BMW Motorsport Rückblick (Teil 2)


Keiner stoppt schneller: BMW Team Schnitzer gewinnt „Best Pit Stop Award“.
Präzision und Geschwindigkeit, darauf kommt es bei einem Boxenstopp an. Denn jede Sekunde kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Umso wichtiger ist es, dass bei den beiden Pflicht-Boxenstopps im Verlauf eines DTM-Rennens alles perfekt läuft. Die stärkste Leistung beim Reifenwechsel hat in dieser Saison die Crew vom BMW Team Schnitzer gezeigt. In fünf von zehn Rennen konnte die Mannschaft um Teamchef Charly Lamm (DE) jeweils den schnellsten Reifenwechsel absolvieren. Am Nürburgring (DE) und in Moskau (RU) gelang dem Team aus Freilassing (DE) sogar der Doppelpack: Bruno Spengler und Dirk Werner landeten jeweils auf den Plätzen eins und zwei in der Wertung für den schnellsten Boxenstopp. Mit dieser Leistung sicherte sich das BMW Team Schnitzer im 50. Jahr seines Bestehens den „Best Pit Stop Award 2013“, den Reifenhersteller Hankook alljährlich auslobt. „Dem BMW Team Schnitzer bedeutet diese Auszeichnung viel“, sagt Lamm. „Nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der Boxengasse geht es in der DTM extrem eng zu. Wenn man dann über das Jahr bei den Boxenstopps die beste Leistung aller Teams zeigen kann, dann ist das eine schöne Belohnung für die harte Trainingsarbeit. Ein großes Dankeschön geht an die Mannschaft, die 2013 wirklich eine starke Vorstellung abgeliefert hat. Und natürlich auch vielen Dank an Hankook im Namen des gesamten Teams. Es ist schön, dass mit dem Best Pit Stop Award auch die Arbeit der Mechaniker mit einem Preis wertgeschätzt wird.“
Bocenstopp Marco Wittmann
Foto: DTM-Media

Nur geborgt: Bruno Spengler will 2014 die Nummer eins zurück.
Im vergangenen Jahr gelang Bruno Spengler die Sensation: Gleich in seinem ersten Jahr in Diensten von BMW Motorsport krönte er sich erstmalig zum DTM-Champion. Die Mission Titelverteidigung 2013 verlief für den Kanadier allerdings nicht nach Plan. Nachdem Spengler seinen BMW Bank M3 DTM drei Mal in Folge von Kollisionen vorzeitig in der Garage abstellen musste, hatte er nach dem achten Rennen in Oschersleben (DE) keine Chance mehr, den Triumph aus dem Vorjahr zu wiederholen. Dabei war ihm als amtierender Champion ein überzeugender Start in die Saison gelungen. Auf den zweiten Platz in Brands Hatch (GB) ließ der BMW Team Schnitzer Pilot im nächsten Rennen in Spielberg (AT) seinen 14. DTM-Sieg folgen. Spengler dominierte den Lauf in der Steiermark von Beginn an und übernahm danach mit 53 Punkten die Führung in der Fahrerwertung, die er bis zum Lauf am Norisring (DE) verteidigen konnte. Am Ende belegte er mit 82 Zählern den dritten Platz. „So ist der Rennsport, man kann nicht immer alles planen“, sagte Spengler. „Natürlich hätte ich gerne meinen Titel verteidigt, aber es hat einfach nicht sollen sein. Mike Rockenfeller hat eine sensationelle und fehlerlose Saison gezeigt, er ist verdient Champion geworden.“

Historischer Triumph: BMW Dreifachsieg in Spielberg.
Beim dritten Saisonrennen auf dem Red Bull Ring (AT) schrieben drei BMW Piloten Geschichte: In Spielberg (AT) überquerte Bruno Spengler, der von der Poleposition gestartet war, nach 47 Runden als Sieger die Ziellinie. Mit einem Rückstand von 1,550 Sekunden kam Marco Wittmann auf Platz zwei. Dahinter machte Timo Glock (DE, DEUTSCHE POST BMW M3 DTM), den ersten BMW Dreifachsieg seit dem DTM-Comeback der Marke 2012 perfekt. Wittmann und Glock, die beiden Rookies vom BMW Team MTEK, standen nach ihrem erst dritten Rennen zum ersten Mal auf dem Treppchen. Zum zehnten Mal in der DTM-Geschichte war das Podium damit komplett von BMW Piloten besetzt. Wittmann gelang zudem in 1:25,505 Minuten die schnellste Runde des Rennens. Augusto Farfus und Dirk Werner sammelten auf den Plätzen sechs und acht ebenfalls wertvolle Punkte. Mit fünf BMW unter die ersten Acht wurde das Rennen in der Steiermark für die Marke zum erfolgreichsten DTM-Lauf des Jahres.
Timo Glock
Foto: BMW-Motorsport

Triumph beim Finale: Glock feiert Sieg in der Premierensaison.
91 Mal war Timo Glock in der Formel 1 angetreten und stand dort drei Mal auf dem Podium, ehe er für die Saison 2013 zu BMW Motorsport zurückkehrte, um in der DTM an den Start zu gehen. Glock nahm die neue Herausforderung top-motiviert in Angriff, lernte Rennen für Rennen dazu und feierte auf Anhieb Erfolge. Nach seinem ersten Besuch auf dem Podium in Spielberg gelang dem 31-Jährigen beim Saisonfinale in Hockenheim der große Wurf: Im DEUTSCHE POST BMW M3 DTM holte er im Regen-Roulette auf der 4,574 Kilometer langen Strecke seinen ersten Sieg in der DTM. „Es ist unglaublich, wie gut mein Auto das ganze Wochenende über war“, meint Glock. „Vielen Dank an meine Jungs für die tolle Arbeit – vor allem auch bei den Boxenstopps. Ebenfalls vielen Dank an BMW, dass sie mir als ehemaligem Formel-1-Fahrer diese Chance in der DTM gegeben haben. Ich freue mich, dass ich dieses Vertrauen heute rechtfertigen konnte.“

Statistik: BMW Erfolge in der DTM:

Titel

1984:   Volker Strycek BMW 635 CSi

1987:   Eric van de Poele BMW M3

1989:   Roberto Ravaglia BMW M3

2012:   Bruno Spengler BMW M3 DTM

Siege:  59

Podestplätze: 209

Fünffachsiege: 2

Vierfachsiege: 2

Dreifachsiege: 10

Doppelsiege: 16

Erster Sieg: 11. März 1984, Zolder (BE), Harald Grohs (BMW 635 CSi)

Jüngster Sieg: 20. Oktober 2013, Hockenheim (DE), Timo Glock (BMW M3 DTM)

Polepositions: 39

Schnellste Rennrunden: 72
 
 

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