Freitag, 25. Oktober 2013

Die DTM-Saison 2013 im BMW Motorsport Rückblick (Teil 1)


Foto: BMW-Motorsport
Hinter BMW Motorsport liegt eine erfolgreiche zweite DTM-Saison seit dem Comeback in dieser Serie im vergangenen Jahr. Mit fünf Siegen, zwölf Podestplätzen, vier Polepositions und vier schnellsten Rennrunden hat der BMW M3 DTM auch 2013 seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Kein anderer DTM-Hersteller hat in der abgelaufenen Saison mehr Triumphe gefeiert als BMW.

Nach zehn packenden Rennen steht für die Marke wie schon im Vorjahr der Gewinn des Herstellertitels zu Buche. Insgesamt sammelten die acht BMW Fahrer 369 Punkte. Bei den Teams belegte das BMW Team RBM mit insgesamt 148 Zählern den zweiten Platz. In der Fahrerwertung war Augusto Farfus (BR) mit 116 gewonnenen Punkten als Gesamt-Zweiter der bestplatzierte BMW Vertreter, Marco Wittmann (DE) vom BMW Team MTEK schloss die Saison als erfolgreichster Neueinsteiger in die DTM ab.

In unserem DTM-Rückblick schauen wir noch einmal auf die Höhepunkte und besonderen Geschichten einer ereignisreichen Saison 2013 aus Sicht von BMW Motorsport.

Titelverteidigung geglückt: BMW gewinnt Herstellertitel 2013.
Wie schon im vergangenen Jahr beendete BMW die Saison 2013 in Hockenheim (DE) als erfolgreichster Hersteller in der DTM. Mit 369 Punkten liegt die Marke 22 Zähler vor Audi und 103 Punkte vor Mercedes-Benz auf Platz eins der Gesamtwertung. „Die Titelverteidigung bei den Herstellern bedeutet uns sehr viel“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „In der DTM treten drei ehrgeizige Premium-Automobilhersteller im direkten Wettbewerb auf der Strecke gegeneinander an. Dass wir uns dank einer insgesamt starken Mannschaftsleistung wie schon 2012 gegen unsere Konkurrenten durchgesetzt haben, ist fantastisch. Dieser Titel ist eine schöne Belohnung für die harte Arbeit, die bei BMW Motorsport und bei unseren Teams im Jahresverlauf geleistet wurde.“ Das erfolgreichste Wochenende der Saison erlebte BMW beim Rennen in Spielberg (AT). Auf dem Red Bull Ring schafften gleich fünf BMW M3 DTM den Sprung in die Top-Ten und sammelten nicht weniger als 70 Zähler für die Herstellerwertung. Mehr Punkte an nur einem Wochenende konnte keine andere Marke im Saisonverlauf auf sich vereinen.
Joe Hand (USA) vor Augusto Farfus (BR)
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus: Der Durchstarter aus Curitiba.
Egal, in welcher Rennserie er angetreten ist: Binnen kürzester Zeit gehörte Augusto Farfus (BR) immer zu den Schnellsten. In der FIA World Touring Car Championship feierte er für BMW Sieg um Sieg, auf der Langstrecke bewies er langen Atem und gewann die 24 Stunden auf dem Nürburgring (DE). Auch der DTM hat Farfus seit seinem Debüt 2012 seinen Stempel aufgedrückt. Bereits bei seinem zweiten Rennen am Lausitzring (DE) startete er im Vorjahr aus Reihe eins, bei seinem neunten Auftritt in der Serie gewann er in Valencia (ES) sein erstes Rennen. Die Trophäe für den erfolgreichsten Rookie war ihm am Saisonende sicher. Gleich zu Beginn seines zweiten DTM-Jahres machte Farfus mit dem Sieg in Hockenheim deutlich, dass er sich für 2013 noch mehr vorgenommen hatte. Im Jahresverlauf startete der Brasilianer am Nürburgring (DE) von der Poleposition und errang drei Laufsiege, einen mehr als der neue DTM-Champion Mike Rockenfeller (DE), dem er im Titelkampf bis zum neunten Rennen in Zandvoort (NL) Paroli bot. An vier DTM-Wochenenden blieb Farfus ohne Punkte, erwies sich aber dennoch als „Rockys“ schärfster Verfolger.

Farfus stammt aus Curitiba (BR) im brasilianischen Bundesstaat Paraná. Obwohl seine Heimatstadt eine eigene Rennstrecke besitzt, trat er schon früh den Weg ins ferne Europa an, um sein Talent im Formel- und anschließend auch im Tourenwagensport unter Beweis zu stellen. 2007 verpflichtete ihn BMW Motorsport als Werksfahrer für die FIA WTCC, in der er zehn Siege für die Marke feierte. Spätestens nach der Saison 2013 ist klar, dass Farfus auch in der DTM zu den stärksten Fahrern überhaupt zählt. So wie in jeder Serie, in der er bisher gefahren ist.
Timo Glock beendet seine erste DTM-Saison mit einem Sieg
Foto: BMW-Motorsport

51 Siege für die Ewigkeit: der BMW M3 in der DTM.
Als Augusto Farfus in Zandvoort als Sieger die Ziellinie überquerte hatte, konnte er nicht nur seinen persönlich vierten Triumph in der DTM bejubeln. Zugleich war es ein Jubiläumssieg für den BMW M3: Zum insgesamt 50. Mal bescherte der erfolgreichste Tourenwagen der Welt einem BMW Piloten einen DTM-Sieg. Timo Glock ließ beim Saisonfinale in Hockenheim Triumph Nummer 51 folgen. Den Anfang hatte Harald Grohs (DE) in Hockenheim (DE) am 29. März 1987 gemacht. Gleich beim ersten Auftritt des neuen BMW M3 fuhr der Deutsche als Sieger über die Ziellinie, der spätere Champion Eric van de Poele (BE) sorgte als Zweiter für einen Doppelerfolg. Es folgten Siege in Serie, erreicht von Fahrern wie Steve Soper (GB), Fabien Giroix (FR), Johnny Cecotto (VE), Joachim Winkelhock (DE), Christian Danner (DE) und Roberto Ravaglia (IT), der 1989 den zweiten Fahrertitel für den BMW M3 errang. Nach dem DTM-Comeback von BMW in der Saison 2012 errangen die BMW Piloten bis heute zehn weitere Triumphe mit dem BMW M3 DTM. Bruno Spengler (CA) feierte im vergangenen Jahr sensationell den dritten DTM-Fahrertitel für die Ikone des Tourenwagensports. 2014 beginnt eine neue Ära: BMW Motorsport schickt im BMW M4 DTM einen neuen Herausforderer an den Start.

Aus dem Stand schnell: Marco Wittmann ist „Rookie des Jahres“.
Wie Augusto Farfus in der vergangenen Saison sicherte sich auch 2013 ein BMW Fahrer die Auszeichnung „Rookie des Jahres“: Nach zehn DTM-Rennen ist Marco Wittmann der beste Neuling in der Tourenwagenserie. Schon in seinem ersten Jahr war der BMW Team MTEK Pilot konstant schnell unterwegs. An seinem dritten Rennwochenende kam er erstmals in den Genuss einer Sektdusche in der DTM: In Spielberg stand er beim historischen Dreifachsieg von BMW als Zweitplatzierter neben Sieger Bruno Spengler (CA) und seinem Teamkollegen Timo Glock (Platz 3, DE) erstmals auf dem Treppchen. Auch seine erste Poleposition konnte Wittmann in diesem Jahr feiern: Im Qualifying zum vorletzten Lauf in Zandvoort sicherte er sich am Steuer seines Ice-Watch BMW M3 DTM in 1:30,894 Minuten den ersten Startplatz. Insgesamt drei Mal schaffte der schnelle Rookie 2013 den Sprung ins Top-4-Qualifying. Zudem konnte er gleich in seiner Debütsaison zwei schnellste Rennrunden – in Spielberg und Zandvoort – verbuchen. Wittmann hat sein Handwerk in der Formel BMW gelernt. 2012 verstärkte der talentierte Youngster das DTM-Fahreraufgebot als Test- und Entwicklungspilot und stieg 2013 zum BMW Einsatzfahrer auf. Nach Gesamtplatz acht in diesem Jahr ist der 23-Jährige schon jetzt top-motiviert für die kommende Saison. Mit der Erfahrung von zehn DTM-Rennen will er sich in seinem zweiten Jahr weiter steigern.

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