Donnerstag, 18. Juli 2013

DTM - Audi-Team kündigt Berufung gegen DMSB-Entscheidung an

  •  Sportkommissare verkünden Wertungsausschluss
  • Audi Sport Team Abt Sportsline kündigt Berufung an
  • Rennergebnis bis zur Gerichtsverhandlung vorläufig

Foto: Audi-Motorsport

Wegen eines angeblichen Verstoßes gegen Paragraph 44 des Sportlichen DTM-Reglements („Parc-fermé-Bestimmungen“) wurde Mattias Ekström am Sonntagabend aus der Wertung des Rennens genommen. Das Audi Sport Team Abt Sportsline kündigte umgehend eine Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare an. Ob Mattias Ekström seinen Norisring-Sieg zurückbekommt, wird vor einem Sportgericht entschieden.
 

Ursache für den Ausschluss soll sein, dass mehrere Personen nach der Zieldurchfahrt und vor dem offiziellem Wiegen, Wasserflaschen in den Overall von Ekström entleert haben sollen. Am Rennsonntag herschten über 30Grad an der Strecke, im Fahrzeug sicherlich um die 55-60 Grad. Kühlung nach dem anstrengenden Rennen war also notwendig und gewünscht.

Die Regeln sind aber klar formuliert: „Auf dem Weg von der Rennstrecke in den Parc ferme und im Parc ferme darf dem Fahrzeug keinerlei Gewicht zugefügt werden. Nach den jeweiligen Sektionen des Qualifying und des Wertungslaufs müssen sich alle platzierten Fahrer zur Feststellung ihres Gewichts sofort vom Parc ferme zum Wiegebereich begeben“, so steht es im DMSB – Regelbuch. Fahrzeug und Fahrer dürfen nach dem Rennen ein Mindestgewicht von 1.110 Kilogramm nicht unterschreiten.
 
 
Die einen sehen einen banalen Vorgang, die anderen einen klaren Regelbruch, leidtragender ist der Sport und die Fans. Jetzt müssen die Sportgerichte entscheiden ob Ekström seinen Sieg zurückerhält, das kann dauern und so lange keine Entscheidung vorliegt bleibt auch der Punktestand in der Meisterschaft unklar.

Kommentare:

  1. wieviel gewicht koennten max. durch 2 trinkflaschen hinzugefuegt werden? es moegen 1 bis 2kg sein.
    das gesamtgewicht (fahrzeug und nassen ekstroem) betrug angeblich1117kg. er hatte also das minimalgewicht definitiv nicht unterschritten.
    eine geldstarfe waere deshalb aus meiner sicht gerechter.

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  2. Das sehe ich genauso. Eine Geldstrafe wäre sicher besser gewesen, weil durch die Zufuhr des Wassers keinen nennenswerten Vorteil entstanden war. Die Entscheidungen der Rennkommisare waren in diesem Jahr oft schon diskusionswuerdig.
    Auf der anderen Seite ist, wenn wann sich den Vorfall nochmal ansieht, die Wasserzufuhr in die Taschen des Overalls schon komisch und wenn das ein Betrugsversuch war muss erst auch bestraft werden.

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