Montag, 3. März 2014

Der BMW M4 DTM ist bereit für den Endspurt in der Saisonvorbereitung (Teil 2)

Aerodynamik:

In der DTM spielt die Aerodynamik eine entscheidende Rolle. Deshalb verwendeten die Ingenieure von BMW Motorsport besonders viel Zeit auf Themen wie Luftwiderstand und Luftführung. Wie beim Serienmodell senken die Air Curtains an der Front auch beim BMW M4 DTM den Luftwiderstand. Sich verengende Luftkanäle beschleunigen dabei den durch die Frontschürze einströmenden Fahrtwind, führen ihn gezielt an den Rädern vorbei und verringern die Luftturbulenzen im Bereich der Radhäuser. Neu am BMW M4 DTM ist zudem eine Platte entlang des Seitenkanals, die dem Rennwagen noch mehr Kontur verleiht. Der markante Einzug in der Dachmitte verringert die Stirnfläche des BMW M4 DTM und senkt den Luftwiderstand weiter. Aufgrund der flacher verlaufenden Heckscheibe wird der Heckflügel optimal angeströmt. Ein besonderes Detail sind schon beim Serienmodell die markanten Außenspiegel im Doppelfußdesign. Auch die Spiegel des BMW M4 DTM wurden für den Einsatz auf der Rennstrecke aerodynamisch optimiert, so dass sie die effiziente Führung des Luftstroms in Richtung Heck ideal unterstützen.


BMW M4 DTM gegenüber dem Serien M4 noch einmal aerodynamisch optimiert
Foto: BMW-Motorsport

Leichtbau:

Schon das BMW M4 Coupé ist ein Paradebeispiel für intelligenten Leichtbau. Der Hochleistungssportler bringt es auf ein Leergewicht von 1.497 Kilogramm – das sind 80 Kilogramm weniger als noch bei seinem Vorgänger. Diese Gewichtsersparnis wirkt sich positiv auf die Fahrdynamik und den Verbrauch aus. Möglich wurde dies durch den weitreichenden Einsatz von leichten Materialien wie kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Aluminium. Im Rennsport ist die Verwendung von Carbon ebenfalls weit verbreitet. Nahezu die komplette Karosserie des BMW M4 DTM besteht aus diesem ultraleichten und verwindungssteifen Werkstoff. Die Gewichtsersparnis und die damit verbundene Absenkung des Schwerpunkts sind maßgeblich für die Performance des Fahrzeugs auf der Rennstrecke. Das Gewicht des BMW M4 DTM inklusive Fahrer liegt bei 1.110 Kilogramm.

eine Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff sorgt für weitere Gewichtsoptimierung
Foto: BMW-Motorsport

Sicherheit:

Wie das BMW M4 Coupé bietet auch die Rennversion ein Höchstmaß an Sicherheit. Über 50 der insgesamt mehr als 5.000 Teile, aus denen sich der BMW M4 DTM zusammensetzt, sind Einheitskomponenten, die in allen DTM-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Eines davon ist das Kohlefaser-Monocoque, das in Sachen Sicherheit im Motorsport Maßstäbe setzt. Mit integriertem Tank, einem Stahlüberrollkäfig sowie zusätzlichen Crashelementen schützt es den Fahrer bei einem Unfall wirkungsvoll. Auch Bauteile wie Getriebe, Kupplung, Dämpfer und Heckflügel sind in allen DTM-Rennwagen baugleich. So ist auch sichergestellt, dass die Entwicklungskosten im Rahmen bleiben.

Motor:

Der BMW P66 Motor im BMW M4 DTM leistet mit den vom technischen Reglement definierten Luftmengenbegrenzern ca. 480 PS. Er setzt sich aus 800 verschiedenen Komponenten zusammen und besteht aus 3.900 Einzelteilen. Beim Design des DTM-Antriebs macht sich BMW Motorsport das technologische Know-how der BMW Group gleich in vielerlei Hinsicht zu Nutze. Die an das BMW Werk Landshut (DE) angeschlossene High-Tech-Gießerei steuert wie auch bei der Fertigung des Sechszylinder-Reihenmotors für das BMW M4 Coupé die großen Gussteile wie Zylinderkopf und Kurbelgehäuse bei. Die Bearbeitung der Gussteile, ihre Beschichtung sowie die nötige Wärmebehandlung erfolgen bei den entsprechenden Fachabteilungen in München. Der BMW V8 für die DTM ist Sprinter und Dauerläufer zugleich. So bewältigt der BMW M4 DTM die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa drei Sekunden. Den acht BMW Fahrzeugen stehen lediglich zehn Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Zuverlässigkeit ist somit eine entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg.
der V8-Motor für die DTM leistet ca. 480 PS
Foto: BMW-Motorsport

Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechs-Gang-Sportgetriebe mit pneumatischer Betätigung via Schaltwippen am Lenkrad. Das Getriebe zählt zu den Einheitskomponenten, die von allen DTM-Herstellern verwendet werden. Es verfügt über elf Vorgelege-Übersetzungen, mit denen die Ingenieure und Fahrer beim Set-up auf die jeweilige Strecke und die Motorencharakteristik reagieren können.

Lenkrad:

Zusätzliche Statusanzeigen und eine individuelle Anordnung der Bedienelemente machen die Bedienung des Lenkrads im neuen BMW M4 DTM für den Fahrer noch komfortabler. Die einzelnen Knöpfe können je nach Wunsch des Piloten belegt werden. Wie beim Rennwagen lassen sich die Gänge auch beim BMW M4 Coupé je nach Ausstattung mittels Schaltwippen am Lenkrad wechseln.
das Lenkrad wurde weiter optimiert
Foto: BMW-Motorsport
Licht:

Sowohl im BMW M4 DTM als auch beim Serienmodell BMW M4 Coupé können sich die Fahrer auf die Leistungsfähigkeit moderner LED-Scheinwerfer verlassen. Der Einsatz von Leuchtdioden (LED = Light Emitting Diodes) spart nicht nur Energie. Dank der deutlich kürzeren Reaktionszeit gegenüber herkömmlichen Glühlampen weiß der folgende Pilot früher, wenn ein Fahrer vor ihm verzögert. Und auf der Rennstrecke kommt es auf jeden Sekundenbruchteil an. Das von LEDs erzeugte Licht kommt zudem dem Sonnenlicht sehr nahe und ist damit für das Auge besonders angenehm.
 
Technische Daten BMW M4 DTM:

Chassis:
CFK- Monocoque mit integrierter Tank und Stahlüberrollstruktur; CFK- Crashelemente seitlich; CFK- Crashelemente vorne und hinten
Länge/Breite/Höhe: 4.775 mm/1.950 mm/ca. 1.200 mm

Tankinhalt: 
120 Liter

Motor:
90° V8-Saugmotor, 4 Ventile pro Zylinder, reglementbedingte Luftmengenbegrenzung auf 2 x 28,0mm

Hubraum:  
4.000 ccm

Leistung:
ca. 480 PS (mit Luftmengenbegrenzer per Reglement)
Max. Drehmoment: ca. 500 Nm

Motorsteuerung:
Motorelektronik Bosch MS 5.1, zentrales Display

Getriebe:
sequenzielles 6-Gang-Sportgetriebe, mit pneumatischer Betätigung über Schaltwippen am Lenkrad; 4-Scheiben-ZF Sachs-CFK-Kupplung; einstellbares Lamellen-Sperrdifferenzial

Vorderachse/Hinterachse:
Doppelquerlenker-Achse mit Druckstreben und 6-fach verstellbaren Stoßdämpfern; H&R Schraubenfedern

Bremsen:
hydraulische Zweikreisbremsanlage; Monoblock-Bremssättel aus Leichtmetall; innenbelüftete Kohlefaser-Bremsscheiben vorne und hinten; Bremskraftverteilung vom Fahrer stufenlos einstellbar; elektromagnetisches Startventil

Räder:
Schmiedefelgen aus Aluminium; 18" x 12" vorn, 18" x 13" hinten

Reifen:
Hankook; vorne: 300-680-18, hinten: 320-710-18

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen