Donnerstag, 30. April 2015

Auftakt der SUPERBIKE*IDM: Gespannte Vorfreude am Lausitzring

Neue Teams, neue Motorräder, neue Klassen – die SUPERBIKE*IDM startet mit Veränderungen in die Saison 2015. Nach dem dreitägigen Auftakttraining stehen für die Fahrer am Wochenende auf dem Lausitzring die ersten Rennen auf dem Programm. Doch nicht alle Piloten haben sich beim Training in die Karten schauen lassen.

Foto: Jens Hawrda
Etwa 90 Prozent der Fahrer haben die Gelegenheit genutzt und sich beim Auftakttraining am Lausitzring für die Saison vorbereitet. Am Montag und Mittwoch herrschten auf der Rennstrecke optimale Bedingungen. Den verregneten Dienstag nutzten einige Teams, um an ihrem Regen-Set-up zu feilen. Nach dem Training am morgigen Freitag werden am Wochenende auf dem Lausitzring insgesamt 13 Rennen in elf Klassen, darunter auch die spektakulären Sidecars, ausgefahren. „Die Teams haben sich teilweise neu formiert. Yamaha hat ein schönes Motorrad an den Start gebracht, das im Moment noch keiner richtig einschätzen kann. Wir erwarten spannende Kämpfe ums Podium“, sagt Josef Hofmann vom Veranstalter MotorEvents HMP.

Reiterberger und Neukirchner unter 1:39 Minuten
Für Markus Reiterberger und sein Team Van Zon-Remeha-BMW verlief das Auftakttraining im internationalen Teilnehmerfeld erfolgreich. Mit 1:38.687 Minuten war der 21-Jährige offiziell Trainingsschnellster. „Wir konnten mit dem neuen Motorrad viel ausprobieren. Mein Team und das Fahrwerk sind richtig gut, auch mit der Elektronik komme ich bestens zurecht. Deshalb glaube ich, dass wir am Wochenende an der Spitze dabei sind.“ Lediglich der Sachse Max Neukirchner, der seit dieser Saison für das Team Yamaha MGM antritt, unterschritt auf seiner Yamaha YZF-R1M ebenfalls die 1:39-Marke und zeigte, dass er auch mit neuem Team und Motorrad vorne dabei sein wird.

Forés und Lanzi trainieren inkognito
Für die Rennläufe lässt sich anhand der bisherigen Trainingsergebnisse dennoch wenig vorhersagen. Denn sowohl der spanische Titelverteidiger Xavi Forés vom Ducati 3C-Racing Team als auch dessen Teamkollege Lorenzo Lanzi aus Italien waren während des gesamten Auftakttrainings ohne Transponder unterwegs. Die tatsächlichen Kraftverhältnisse zeigen sich spätestens in den Trainings-Sessions am Freitag mit Transponderpflicht. Ein erstes „kleines Finale“ der Superbike- und Superstock 1000-Fahrer steht bereits am Samstag um 15:45 Uhr an: Nach dem Qualifying fahren die besten neun in der zehnminütigen Superpole die endgültige Aufstellung für die ersten drei Startreihen der Rennläufe am Sonntag aus.

Trautmann von null auf hundert in der Klasse Superstock 1000
Nach seinem triumphalen Auftritt im Yamaha R6-Dunlop-Cup des vergangenen Jahres, startet Lukas Trautmann erstmals in der Klasse Superstock 1000 für das Freudenberg Racing Team. Dass der 19-Jährige Österreicher auch hier vorne mitfahren kann, bewies er im Auftakttraining. Mit seiner Yamaha YZF-R1M setzte er sich in allen Trainings an die Spitze und erzielte eine Rundenbestzeit von 1:40.685 Minuten. Der Schweizer Roman Stamm lag mit 1:40.928 Minuten nur knapp hinter Trautmann.

Zwei Favoriten in neuer SuperNaked-Serie
Erstmals gehen bei der SUPERBIKE*IDM auch Naked Bikes an den Start. In der neuen Klasse SuperNaked startet unter anderen Kjel Karthin, der Vorjahres-Champion der Suzuki GSX-R 750 Challenge. Mit der Unterstützung von Suzuki Deutschland tritt er mit einer Suzuki GSR750 an. Dass er kein leichtes Spiel haben wird, beweisen die Ergebnisse des Auftakttrainings auf dem Lausitzring: Den 26-Jährigen trennen lediglich 57 Hundertstel von seinem prominenten Konkurrenten Michael Galinski auf der Yamaha MT-09. Neben dem kernigen Sound der Naked-Maschinen darf am Rennwochenende also auch ein hart umkämpfter Sieg in der neuen Klasse erwartet werden.

Internationaler Nachwuchs fährt um den Moto3-Sieg
Der Nachwuchs wird sich am Rennwochenende in den Klassen Moto3 und ADAC Junior Cup powered by KTM beweisen. Die Moto3-Klasse unterteilt sich in zwei Kategorien: die Moto3 Standard mit identischen Honda NSF250-Motorrädern und die Moto3 GP, in der die Fahrer mit getunten Hondas und Motorrädern anderer Hersteller antreten. Im Auftakttraining stach vor allem Tim Georgi vom Freudenberg Racing Team heraus. Nach seinem Durchmarsch im ADAC Junior Cup des vergangenen Jahres, hat der Berliner auf dem Lausitzring auch in der Moto3 die besten Trainingszeiten seiner Klasse herausgefahren. Viel erwartet wird auch von seinem Teamkollegen Matthias Meggle, der ebenfalls im letztjährigen ADAC Junior Cup auffiel. „In den Nachwuchsklassen starten einige Talente, von denen wir noch viel hören werden“, sagt Hofmann von MotorEvents HMP.

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