Mittwoch, 25. Juni 2014

Sidecar: Hock/Becker übernehmen Meisterschaftsführung

So ein volles Starterfeld gab es bei den Sidecar`s lange nicht, 25 Teams waren in Oschesleben am Start. Durch Ihren Unfall beim WM-Lauf in Rijeka fehlten in Oschersleben Jörg Steinhausen/Axel Kölsch gab es die Chance für andere Teams in der Gesamtwertung Boden gut zu machen.

Foto: Jens Hawrda
Die Spitzengruppe, bestehend aus André Kretzer/Jens Lehnertz (LCR Suzuki), Kurt Hock/Enrico Becker sowie Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki), lag in der Jagd um die schnellste Trainingszeit innerhalb einer Sekunde. Titelverteidiger Kretzer steigerte sich in der zweiten Session um ganze drei Sekunden. In der ersten hatten ihm immer andere Teams im Weg gestanden.

Im Rennen überschlugen sich die Ereignisse. Das erste wurde in der zehnten Runde abgebrochen. Phil Croft hatte seinen Beifahrer Sam Nicholas verloren. Es erfolgte eine Zwischenwertung nach der neunten Runde, in der Hock vor Kretzer und Sattler geführt hatte.

Sidecar-Neuling Patrick Vincon (Rennteam Eilers), der die Kontrolle über das OSR-Suzuki-Gespann verlor und mit seinem Beifahrer Manuel Hirschi abschmierte. Es kam der nächste Abbruch. Zuvor hatten Kretzer/Lehnertz in Führung gelegen, doch durch die Addition der Zeiten aus den absolvierten beiden Sessionen rutschten sie im Gesamtergebnis wieder auf den zweiten Platz hinter Hock/Becker zurück, die jetzt auch in der Gesamtwertung führen und Steinhausen entthronten.
Hock / Becker in Aktion
Foto: Jens Hawrda

Kurt Hock: „Wir hatten zwei super Starts. Im zweiten Teil des Rennens musste ich nur hinter Kretzer bleiben. Dass ich in der Addition vor ihm sein musste, war mir schon klar, nachdem ich im ersten Turn sieben Sekunden Vorsprung vor ihm hatte.“
André Kretzer: „Der zweite Platz ist nicht das, was ich wollte. Aber ich musste Hock im ersten Anlauf ziehen lassen, weil ich zu sehr mit Josef Sattler zu kämpfen hatte. Im zweiten Teil habe ich damit gerechnet, dass Hock hinter mir bleibt. Er war aber immer an meinem Hinterrad dran.“

Josef Sattler: „Wir sind voll zufrieden. Endlich stehen wir mal auf dem Siegerpodest. Und unsere Starts waren einfach geil.“

Ergebnis 1. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Kretzer/Lehnertz,
3. Trautner/Sattler,
4. Zimmermann/Faber,
5. Nussbaum/Aebisch.


Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker (LCR Suzuki) räumte auch im zweiten Sidecar-Lauf die volle Punktzahl ab, während die Titelverteidiger André Kretzer/Jens Lehnertz den Sonntag lieber vergessen wollen.

Hock/Becker, die neuen Führenden in der Klasse Sidecar, blieben von der Konkurrenz im zweiten Rennen in der Magdeburger Börde unbehelligt. Einziger Zwischenfall: Becker verlor schon in der Einführungsrunde den Schleifschutz vom Hintern und fürchtete um seinen Po.

Von Kretzer/Lehnertz  entfernten sich Hock/Becker pro Runde im Rennen um eine knappe Sekunde und dann musste das Verfolgerduo auch noch sieben Runden vor Schluss an die Box fahren. Ein Motorschaden hatte sich angebahnt. Die deutsch-österreichische Kombination Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki) erbte damit den zweiten Platz. Dritter wurde das Gästepaar Bennie Streuer/Geert Koerts aus den Niederlanden.

Siegerpodest des zweiten Laufes am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Hock/Becker: „Ich musste mich zwingen, nicht auf die Tafel mit der Rundenanzeige zu schauen. Es war verdammt schwer, denn die Versuchung ist groß. Ich wollte mich aber ausschließlich um das Rennen kümmern.“

Sattler/Trautner: „Wir haben Kretzer immer vor uns gesehen und von Beginn an versucht, unseren dritten Platz zu halten.     Das hat funktioniert, aber dass es noch der zweite Platz wurde, war eine echte Überraschung.“

Kretzer/Lehnertz: „Am Gespann fing es plötzlich an zu Klackern. Zuerst dachte ich, ein Fremdkörper von außen hat sich irgendwo verhakt. Aber dann war es der Motor und ich habe lieber die Box angesteuert um ihn nicht noch komplett zu zerstören.“


Ergebnis 2. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Trautner/Sattler,
3. Zimmermann/Faber,
4. Rutz/Hofer,
5. Nussbaum/Aebisch.

Meisterschaftsstand (Top-Five):

1. Hock             94 Pkt.
2. Rutz              59,5 Pkt.
3. Steinhausen 56,5 Pkt.
4. Sattler           52 Pkt.
5. Kretzer          52 Pkt.

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