Samstag, 29. August 2015

Marco Wittmanm holt Pole fürs Samstagsrennen in Moskau

Der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann (DE) war im Qualifying für das elfte Rennen der DTM-Saison in Moskau (RU) nicht zu schlagen. Der BMW Team RMG Pilot umrundete den 3,931 Kilometer langen „Moscow Raceway“ am Steuer seines Ice-Watch BMW M4 DTM in einer Zeit von 1:28,810 Minuten und war damit mehr als eine Zehntelsekunde schneller als seine Verfolger. Für Wittmann war es die fünfte Poleposition seiner DTM-Karriere, zum 47. Mal steht ein BMW in der DTM auf Startplatz eins.
 
Doch die Konkurrenz ist Wittmann dicht auf den Fersen: Neben ihm in der ersten Reihe – steht mit Pascal Wehrlein ein Mercedes-Benz-Fahrer auf Startplatz zwei und Jamie Green im Audi qualifizierte sich für die dritte Position. Mattias Ekström, der Führende der Fahrerwertung, steht in der Startaufstellung für das erste Rennen in Moskau hinter Timo Glock und Tom Blomqvist auf dem sechsten Platz. Antonio Giovinazzi schlug sich in seinem ersten DTM-Qualifying gut. Mit 0,677 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit beendete er das Qualifying auf Rang 19.

Wittmann holt Pole fürs Rennen am Samstag
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann:
 
„Es war fantastisch. Ich habe mich bereits im ersten Run gut gefühlt, habe aber hier und da einen kleinen Fehler gemacht. Deshalb wusste ich, dass ich mit dem zweiten Satz Reifen noch mehr rausholen kann, und das war dann auch der Fall. Wir haben den Luftdruck für diesen zweiten Satz noch etwas verändert, und das war ein richtiger Schritt. Die Runde war perfekt, ich habe mich richtig wohl gefühlt. Es ist toll, ganz vorne zu stehen und gut ins Wochenende zu starten. Die Poleposition ist natürlich das Optimum.“

Zweites Freies Training: Spengler Schnellster, BMW wieder stark

Das zweite Freie Training am Moscow-Raceway fand am Samstagvormittag bei äußerst wechselhaften Bedingungen statt, ständig wechselte Regen mit sonnigen Abschnitten ab. BWM zeigte sich, wie am Vortag, wieder stark, den fünf Münchener Fabrikate landeten unter den letzten acht Fahrern des Freien Trainings.
Bruno Spengler nutzte das Wetterfenster optimal
Foto: BMW-Motorsport
BMW-Pilot Bruno Spengler erwischte das kurze Trockenfenster perfekt und setzte die Bestzeit des zweiten Freien Trainings. Nur drei weitere Fahrer schafften es, eine gute Runde auf Slicks zu absolvieren: Miguel Molina legte in seinem Audi RS 5 DTM die zweitschnellste Zeit hin vor Robert Wickens (Mercedes) und Maxime Martin (BMW als Vierter.  Ein Ergebnis, welches aufgrund der Bedingungen sehr wenig Aussagekraft hat. Denn gerade die Runden mit Regenreifen zeigten, dass BMW unter nassen Bedingungen nicht so gut zurechtkommt, wie im Trockenen.  Die Konkurrenz war mit den Regen-Pneus schneller unterwegs.
 

Vor allem Mercedes-Benz – im ersten Freien Training am Freitagabend hinkte die Marke auf trockener Strecke doch recht deutlich hinterher - schlug zurück: Hinter Wickens fuhren vier weitere Fahrer des Herstellers in die Top-Ten: Gary Paffett, Christian Vietoris, Daniel Juncadella und Maximilian Götz.

Für Audi glänzte erneut Mattias Ekström, der von allen Fahrern auf Regenreifen die schnellste Zeit herausfuhr und Fünfter wurde. Jamie Green beendete die zweite Session als Siebter, DTM-Neuling Antonio Giovinazzi wurde als Elfter viertbester Audi-Fahrer – eine beachtliche Leistung.

So gab es am Samstagvormittag eigentlich zwei Wertungen: Die, der vier Piloten, die auf Slicks unterwegs waren. Und eine weitere für die Fahrer, die nur auf Regenreifen Runden zeiten konnten. Bei BMW wird man nun hoffen, dass Qualifying und Rennen unter trockenen Bedingungen stattfinden – Mercedes-Benz sehnt wohl das genaue Gegenteil herbei. Nur Audi scheint es egal zu sein – sie kamen mit beiden Bedingungen gut zurecht.

Freitag, 28. August 2015

Erstes Freies Traing am Sachsenring dominiert Audi

Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde, Schnellste im ersten Freien Training
Foto: ADAC-Motorsport
Gleich fünf Audis belegten die ersten Plätze nach dem im Regen ausgetragenen ersten Freien Training am Sachsenring.  Stefan Wackerbauer und Sachsenring-Vorjahressieger Kelvin van der Linde (C.Abt Racing) sicherten sich den ersten Platz vor Florian Stoll/Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING) die am  letzten Rennwochenende am Nürburgring siegreich waren.Drittschnellste waren Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim vor ihren Teamkollegen Andreas Weishaupt/Christer Jöns (alle C.Abt Racing). Mit dem fünften Platz komplettieren Lokalmatador Philip Geipel und die Schweizerin Rahel Frey (YACO Racing) die starke Audi Leistung.

Dahinter folgen mit der sechsbesten Zeit Hari Proczyk/Andreas Simonsen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (HP Racing) vor den Tabellenführern Luca Ludwig/Sebastian Asch (Team Zakspeed) in einem weiteren Flügeltürer. Dann  folgten Claudia Hürtgen/Uwe Alzen im BMW Z4 GT3 (BMW Sports Trophy Team Schubert) auf Platz acht und Klaus Bachler im Porsche 911 GT3 R (GW IT Racing Team Schütz Motorsport) und Dominik Baumann/Jens Klingmann im BMW Z4 GT3  (BMW Sports Trophy Team Schubert) auf die Ränge neun und zehn.

BMW im ersten Freien Training stark

Schnellster im ersten Freien Training: Marco Wittmann (BMW)
Foto: Jens Hawrda
Wie schon erwartet war BMW im ersten freien Training in Moskau stark und hat seinen Gewichtsvorteil in vordere Plätze umgesetzt. Schnellster Pilot war der Vorjahresmeister Marco Wittmann in seinem BMW M4 DTM. Insgesamt fuhren sechs BMW-Piloten in die Top-Ten. Aber Audi hielt dagegen und  konnte mit Mattias Ekström den zweitschnellsten Fahrer stellen, Dritter  BMW-Pilot Bruno Spengler. Die Ränge hinter den schnellsten Drei belegten Edoardo Mortara (Audi), Augusto Farfus, António Félix da Costa (beide BMW), Miguel Molina (Audi), Martin Tomczyk und Timo Glock (beide BMW). Bester Mercedes-Benz-Fahrer war Daniel Juncadella mit der zehntbesten Zeit auf dem Moscow-Raceway. Der Zeitabstand zwischen dem Schnellsten und dem Letzten im ersten Freien Trainings, Maximilian Götz, betrug lediglich etwas mehr als eine Sekunde.

Audi ersetzt gesperrten Timo Scheider in Moskau durch Nachwuchsfahrer aus der Formel-3-EM

  • Nachwuchstalent Antonio Giovinazzi (21) vertritt Timo Scheider
  • Italiener gibt DTM-Debüt auf dem Moscow Raceway
  • Geburtsjahr „93“ als Startnummer auf dem AUTO TEST Audi RS 5 DTM

der Spitzenreiter der Formel-3 EM Antonio Giovinazzi ersetzt Timo Scheider in Moskau
Foto: Audi-Motorsport
Audi gibt in der DTM einmal mehr einem vielversprechenden Nachwuchsfahrer eine Chance: Der 21 Jahre junge Italiener Antonio Giovinazzi bestreitet die beiden DTM-Rennen auf dem Moscow Raceway (Russland) für das Audi Sport Team Phoenix.

Der Führende der Formel-3-Europameisterschaft startet mit dem AUTO TEST Audi RS 5 DTM, der sonst von Timo Scheider (D) pilotiert wird. Der DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009 wurde vom Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) von der DTM-Veranstaltung in Moskau ausgeschlossen.

Passend zu seinem Geburtsjahr 1993 tritt der aus Martina Franca in Süditalien stammende Giovinazzi mit der Startnummer „93“ an. Der Italiener hatte Ende der vergangenen Saison bei einer DTM-Nachwuchssichtung von Audi Sport einen starken Eindruck hinterlassen und diesen im Juni bei DTM-Testfahrten auf dem Lausitzring bestätigt. Für das Russland-Gastspiel der DTM war Giovinazzi an diesem Wochenende erstmals als Fahrer eines Audi RS 5 DTM Renntaxis vorgesehen. Nun gibt der Italiener sein Debüt in der international populären Tourenwagen-Rennserie, das am Freitag um 12 Uhr Ortszeit (11 Uhr MESZ) mit dem „Roll-out“ beginnt.