- Dritter Saisonsieg für Jan Philipp Springob/Philipp Gogollok in ADAC GT4 Germany
- Zwei BMW in den Top Drei
- Erster Rookie-Erfolg für Ginetta-Fahrer Erik Bertilsson
![]() |
| Großer Jubel vor den Zuschauern: Jan Philipp Springob (li.) und Philipp Gogollok Foto: ADAC-Motorsport |
Dritter Stich für Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Titelrennen 2026 der ADAC GT4 Germany. Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo feierte im Samstagsrennen auf dem Nürburgring den dritten Saisonsieg und konnte dadurch auch die Tabellenführung im ADAC Championat übernehmen. Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) belegten in einem actionreichen Rennen Rang zwei. Ihre BMW M4 GT4-Markenkollegen Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) komplettierten vor vollen Zuschauerrängen das Podium.
Für Springob hat der Nürburgring einen ganz besonderen Stellenwert. Der Kurs in der Eifel ist nicht nur seine Heimstrecke - hier hat er bereits 2023 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany gewonnen. Für den Triumph 2026 legte Springob die Grundlage bereits am Vormittag mit der Pole-Position. Beim Rennstart machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz und setzte sich in der ersten Rennhälfte immer weiter an der Spitze des Feldes ab. Dahinter kämpften Lachlan Robinson (22/AUS, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 und Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) im BMW sehenswert um die zweite Position, wobei sich zunächst der erfahrene Italiener durchsetzte. Markenkollege Linus Hahne arbeitete sich derweil bis zum vierten Rang vor.
Zu Rennmitte gab es die obligatorischen Fahrerwechsel und die Reihung blieb zunächst bestehen. Springobs Partner Gogollok behielt bis zum Rennende unangefochten die Führung und stellte den dritten Saisonsieg klar, der für den Hessen auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Benjamin Sylvestersson(19/FIN) und Denny Berndt (21/Berlin), die für Piana und Robinson eingestiegen waren, taten es ihren Teamkollegen gleich und kämpften hart um die Positionen. Kurz vor Rennende gab es dann jedoch einen Schaden im Bereich der Radaufhängung vorne links am BMW von Sylvestersson, sodass der Finne sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen musste. Berndt überquerte die Ziellinie zunächst auf Rang zwei, wurde nachträglich aber mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden belegt und somit auf Rang sechs gewertet. Profiteur der Situation war Philip Wiskirchen, der von Hahne den ME Motorsport-BMW übernommen hatte und Rang zwei einnehmen konnte. Luis Moser/Luca Link rückten auf Platz drei vor.
Dahinter erzielten Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4 mit Rang vier nicht nur ihr bestes Saisonergebnis, sondern konnten sich für Bertilsson auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Platz sieben sicherten sich Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 vor Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) belegten Rang neun. Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, Mercedes-AMG) komplettierten beim Heimspiel von Prosport Racing die Top Zehn. Den Sieg in der PRO-AM-Wertung holten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.
Stimmen zum Rennen
Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM
„Es sah sicherlich leichter aus, als es tatsächlich war. Ich musste in der ersten Rennhälfte schon ordentlich Gas geben, damit die Lücke zur Konkurrenz zumindest gleich blieb. Somit hieß es von Runde eins bis zum Fahrerwechsel volle Attacke.“
Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM
„Auch in meinem Stint war es das Ziel, die Lücke größer zu machen. Zum Ende hin wurde es nochmals spannend, doch wir haben das Rennen nachhause gebracht. Wir sind super happy mit dem Sieg und hoffen für morgen direkt nochmals auf das Gleiche. So kann es weitergehen.“
Linus Hahne – Platz zwei für ME Motorsport
„Ich bin richtig happy. Natürlich war das Podium am Ende etwas glücklich für uns, aber so ist es manchmal. Wir nehmen das Ergebnis gerne mit. Ich denke, wir haben es auch verdient, da wir die ganze Saison schon hart gearbeitet hatten. Jetzt wurden wir belohnt.“
Philip Wiskirchen – Platz zwei für ME Motorsport
„Ich freue mich sehr über das Resultat, dass aber auch etwas überraschend kam. Ich musste in meinem Stint viel auf die Reifen achten. Morgen wollen wir direkt das nächste Podium klarstellen.“
