Freitag, 31. Juli 2026

DTM: Nächster Halt - Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Motorsport-Action in der Eifel: Vom 14. bis 16. August kommt die DTM an den Nürburgring – und biegt beim sechsten von acht Saisonstopps in die heiße Phase ein. Die kompakte Sprintvariante des Eifelkurses bietet den Fans einen optimalen Blick auf das Renngeschehen. Beste Voraussetzungen für ein packendes Wochenende. Als Spitzenreiter reist Maro Engel an den Nürburgring. Der Mercedes-AMG-Pilot möchte in seiner zehnten DTM-Saison endlich seinen ersten Titel gewinnen.

Auf dem Traditionskurs kämpfen die DTM-Stars um die beste Ausgangslage für den Titelendspurt. Nach dem Event in der Eifel stehen mit dem Sachsenring und dem Finale in Hockenheim nur noch zwei Stopps auf dem Programm. Voll im Angriffsmodus ist Thomas Preining. Der Porsche-Werksfahrer machte zuletzt in Oschersleben mit einem Sieg und einem dritten Platz einen großen Schritt zurück in den Titelkampf. Am Nürburgring möchte der Österreicher beim Heimspiel seines Teams Manthey weitere Top-Ergebnisse einfahren. Ein Heimspiel hat außerdem HRT Ford Racing. Der Rennstall aus Drees setzt auf volle Ford-Power: In den beiden Mustang GT3 greifen Arjun Maini und Finn Wiebelhaus an.

Für ordentlich Action auf der Strecke sorgen zusätzlich zur DTM die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Einen Blick in den Rückspiegel erleben die Fans bei Showfahrten mit Classic-Fahrzeugen aus 40 Jahren DTM. Die Kultautos drehen am Nürburgring ihre Runden und sorgen für einen historischen Streifzug durch vier Jahrzehnte DTM.

Auch abseits der Rennen wartet in der Eifel ein volles Programm. Am Samstagabend erleben die Zuschauer den Show-Wettbewerb "DTM-Trucks Go and Stop", bei dem die Trucker der Zugmaschinen der DTM-Teams auf der Start-Ziel-Geraden gegeneinander antreten. Am Samstag entscheidet sich am Nürburgring zudem, wer neuer Champion der DTM eSports Championship wird.

Das Finale der virtuellen Rennserie steigt im RaceRoom SimRaceCafé Spektakulär wird es bereits am Freitag: Bei der Track Safari geht es für die Teilnehmer in Bussen gemeinsam mit den DTM-Fahrzeugen auf den Eifelkurs. Am Freitag fällt außerdem der erste Rennsieg des Wochenendes. Auf der Ring-Kartbahn treten DTM-Fahrer und Medienvertreter gegeneinander an, Fans können kostenlos zuschauen.

Quelle: dtm.com

Euro Moto Superbike: Schraube im Reifen – Eine Geste rettet den Tag

Ohne Rennsport geht in der Familie Beinlich nichts. Auch in schweren Zeiten halten alle zusammen.
Fotos: Dino Eisele

So hatte sich Chris Beinlich das EURO MOTO-Roll-out in Oschersleben nicht vorgestellt. Der 30-jährige Privatfahrer aus Pößneck schwenkte bereits nach seiner ersten Runde im freien Training mit der Superbike-BMW wieder in die Box ein – eigentlich nur, um eine Fahrwerkseinstellung zu ändern. Doch dann entdeckte sein Mechaniker noch etwas ganz anderes. Im Hinterreifen steckte eine Schraube.

„So etwas ist mir noch nie passiert“, erzählt der Sachse immer noch ungläubig. Für die finanziell ohnehin knapp aufgestellte BRT-Mannschaft hätte der ungeplante Reifentausch ein echter Rückschlag werden können.

Doch dann zeigte sich die EURO MOTO von ihrer besten Seite. Serienmanager Maximilian Graf von Saurma-Jeltsch bekam das Malheur mit und organisierte kurzerhand bei Pirelli einen neuen Hinterreifen. Dank der spontanen Unterstützung konnte Beinlich, der erst seine zweite Saison in der Superbike-Klasse bestreitet, im zweiten freien Training wieder auf der Strecke sein. Manchmal entscheidet im Motorsport nicht nur die Rundenzeit – sondern auch eine helfende Hand in der Boxengasse.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Euro Moto Sportbike: ERC meldet sich in Top-5 zurück

Fast zehn Wochen lang war es still um das ERC Team. Nach dem Saisonauftakt auf dem Sachsenring verschwand die Mannschaft um Teamchef Uwe Reinhardt nahezu komplett von der Bildfläche. Weder in Brünn noch in Most gingen die Kawasakis an den Start. Stattdessen wurden die Ärmel hochgekrempelt. Der Trainingsfreitag in Oschersleben deutete darauf hin, dass sich diese Arbeit gelohnt hat.

Nach den eher durchwachsenen Ergebnissen zum Saisonstart konzentrierte sich das Team vollständig auf die Weiterentwicklung der Kawasaki ZX-6R 636. Das Ziel war klar: Das Motorrad musste konkurrenzfähiger und vor allem schneller werden. „Wir haben die Zeit genutzt, um bei der Abstimmung einiges zu finden“, erklärt Lothar Kraus, Technischer Leiter des ERC Teams. „Außerdem haben wir intensiv am richtigen Mapping gearbeitet, damit die Kawasaki deutlich besser funktioniert.“

Vor drei Wochen absolvierte das Team deshalb noch einen dreitägigen Test in Oschersleben, bei dem noch die letzten Feinabstimmungen vorgenommen wurden. Mit Erfolg: Am ersten Trainingstag nach der Sommerpause standen gleich zwei ERC Kawasakis unter den schnellsten fünf Fahrern der kombinierten Zeitenliste.

Sasha de Vits überzeugte als schnellster Kawasaki Pilot mit Rang zwei. Teamkollege Jules Bercot belegte Platz fünf, während Ersatzfahrer Felix Kauertz bei seinem Debüt in der EURO MOTO Sportbike ebenfalls auf Anhieb den Sprung in die Top Ten schaffte. „Das Motorrad war schon am Sachsenring gut. Es hat nur an Speed gefehlt. Mit der neuen Abstimmung und den Änderungen zieht die Kawasaki spürbar besser nach vorne und ist wesentlich schneller als noch am Sachsenring“, beschreibt de Vits die Entwicklung.

Nach dem vielversprechenden Trainingsauftakt bleibt nun die spannende Frage, ob sich die Änderungen auch unter Rennbedingungen auszahlen. Die ersten Trainings sprechen dafür, dass ERC in den vergangenen Wochen die richtigen Stellschrauben gefunden hat.

Bereits am Samstagvormittag geht es zunächst in den Qualifyings um die besten Startplätze, bevor um 16:20 Uhr das erste Sportbike-Rennen des Wochenendes startet. Dann wird sich zeigen, ob die Kawasaki auch im direkten Duell mit der Konkurrenz um Spitzenpositionen kämpfen kann. 

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Euro Moto Superbike: Florian Alt schlägt zu – pokert Lukas Tulovic noch?

Nach den Bestzeiten im freien Training setzte Florian Alt dem Freitag in Oschersleben ein Krönchen auf. Der Honda CBR 1000R-RR-Fahrer war auch der schnellste EURO MOTO-Superbiker im Superpole Pre-Practice. Doch die große Frage lautet: Hat Tulo auf der Ducati bereits alle Karten auf den Tisch gelegt?

Alt (Holzhauer Racing Promotion) hatte im Superpole Pre Practice eine Zeit von 1:24,251 zu bieten. Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) blieb drei Zehntelsekunden dahinter. Bleibt das bis zum Ende der Veranstaltung in der Magdeburger Börde so? Dafür sieht Tulo fast ein bisschen zu entspannt aus. In der Honda-Box wird unterdessen Klartext geredet. Das Team hat bei zwei Tests im Vorfeld der EURO MOTO-Runde vor allem am Durchhaltevermögen der Honda über die Renndistanz von 66,006 Kilometern gearbeitet. Teamchef Jens Holzhauer spekuliert, dass Tulo zum Schluss aber trotzdem stärker als Alt sein könnte.

Wieder nach vorn will auch Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Sein letzter Auftritt auf der 3,667 km langen Rennstrecke ist vier Jahre her. Hier will er jedoch den bitteren Beigeschmack aus Most, wo er mit zwei siebten Plätzen in den beiden Hauptrennen deutlich hinter den Erwartungen ins Ziel kam, endlich vergessen. Teamchef Werner Daemen glaubt den Grund zu kennen, weshalb in Tschechien überhaupt keine BMW aufs Siegerpodest kam. „Der Pirelli-Reifen, den alle Teams nehmen mussten, um bei der Hitzeschlacht über die Distanz zu kommen, kam unserem Motorrad überhaupt nicht entgegen.“ In Oschersleben ist wieder die Auswahl aus mehreren Mischungen möglich. Reiterberger hat sich zum Ziel gesetzt, schnellster BMW-Fahrer am Wochenende zu werden.

Wenn sich Daemen die Superbike-Klasse anschaut, sieht er vier Fahrer, die herausstechen: Lukas Tulovic, Florian Alt, Marcel Schrötter (GERT56) und Markus Reiterberger. „Sie sind Weltklasse und gehören eigentlich in die WM.“ Und der Belgier fügt hinzu: „In der EURO MOTO Superbike herrscht ein extrem hohes sportliches Niveau. Vor zwei Jahren schien es unmöglich, 1:25er Rundenzeiten zu fahren. Jetzt sind wir schon drunter.“

Die vier genannten Fahrer sowie Jan-Ole Jähnig (GERT56) und Kevin Orgis (ORM Racing) qualifizierten sich im Superpole Pre-Practice für den direkten Einzug in die Superpole 2. Alle anderen Fahrer müssen zunächst durch die Superpole 1, in der die letzten drei Plätze für das finale Qualifying in der Superpole 2 vergeben werden. Dort entscheidet sich schließlich die Startaufstellung für die ersten drei Reihen der beiden Superbike-Rennen am Sonntag.

Superpole Pre-Practice

1. Florian ALT (GER/Honda)

2. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)

3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)

4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)

5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)

6. Kevin ORGIS (GER/BMW)

7. Twan SMITS (NLD/Yamaha)

8. Leon ORGIS (GER/BMW)

9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)

10.Jan MOHR (AUT/BMW)

11.Marco FETZ (GER/BMW)

12.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)

13.Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)

14.Christoph BEINLICH (GER/BMW)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto: Ergebnisse 2. Freies Training Oschersleben

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR-R #66
Foto: Jens Hawrda

Euro Moto Superbike: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Florian Alt Honda CBR 1000 RR-R

2. Lukas Tulovic Duati Panigale V4R

3. Markus Reiterberger BMW M 1000 RR

4. Toni Finsterbusch BMW M 1000 RR

5. Jan-Ole Jähnig BMW M 1000 RR


Dirk Geiger, Yamaha YZF-R9 #60
Foto: Jens Hawrda


Euro Moto Supersport: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Dirk Geiger Yamaha YZF-R9

2. Lennox Lehmann Yamaha YZF-R9

3. Daniel Blin Ducati Panigale V2

4. Luca Göttlicher MV Augusta F3 800 RR

5. Luca de Vleeschauer Yamaha YZF-R9


Euro Moto Sportbike: Ergebnis 2. Freis Training (Top-Five)

1. Stepan Zuda Triumph Daytona 660

2. Sasha de Vits Kawasaki Ninja ZX-6R

3. Tobias Kitzbichler Aprilia RS660

4. Jules Bercot Kawasaki Ninja ZX-6R

5. Ruben Bijman Triumph Daytona 660


Euro Moto: Ergebnisse 1. Freies Training Oschersleben

Florian Alt, Honda BR 1000 RR-R #66
Foto: Jens Hawrda

Euro Moto Superbike: Ergebnis 1.Freies Training (Top-Five)

1. Frorian Alt Honda CBR 1000 RR-R

2. Markus Reiterberger BMW M 1000 RR

3. Lukas Tulovic Ducati Panigale V4R

4. Jan-Ole Jähnig BMW M 1000 RR

5. Toni Finsterbusch BMW M 1000 RR


Dirk Geiger, Yamaha YZF-R9 #60
Foto: Jens Hawrda

Euro Moto Superport: Ergebnis 1.Freies Training (Top-Five)

1. Dirk Geiger Yamaha YZF-R9

2. Lennox Lehmann Yamaha YZF-R9

3. Daniel Blin Ducati Panigale V2

4. Luca de Vleeschauer Yamaha YZF-R9

5. Luca Göttlicher MV Auhusta F3 800 RR

Kiyano Veijer, Triumph Daytona 660 #53
Foto: Jens Hawrda


Euro Moto Sportbike: Ergebnis 1.Freies Training (Top-Five)

1. Kiyano Veijer Triumph Daytona 660

2. Sasha de Vits Kawasaki Ninja ZX-6R

3. Stephan Zuda Triumph Daytona 660

4. Tobias Kitzbichler Aprilia RS660

5. Jacob Rosenthaler Triumph Daytona 600

Euro Moto Sportbike: Mission Sportbike für Felix Kauertz im Team ERC

Kurzfristiger Einsatz für Felix Kauertz: Der Kawasaki Cup Pilot übernimmt beim
EURO MOTO Rennwochenende in Oschersleben den Platz von Oliver Svendsen im ERC Team
Foto: Kauertz privat

Eigentlich war Felix Kauertz gerade in Spanien, um für einen Hersteller zu testen. Dann klingelte beim Joggen das Telefon. Am nächsten Morgen war der Einsatz perfekt: Der 24-Jährige wird beim EURO MOTO Rennwochenende in Oschersleben kurzfristig für das ERC Team in der Sportbike-Klasse an den Start gehen.

Das ERC Team hat schnell auf den kurzfristigen Rückzug von Oliver Svendsen reagiert. Beim kommenden Rennwochenende in Oschersleben übernimmt Felix Kauertz den Platz des Dänen und feiert damit sein Debüt in der Sportbike Klasse.

Der Deutsche ist in der Motorsportszene und im Fahrerlager kein Unbekannter. 2023 holte Kauertz den Vizemeistertitel  im Twin Cup sowie den Gesamtsieg in der GTT Open. 2024 folgte der Vizemeistertitel im Yamaha bLU cRU R7 Cup. 2025 absolvierte der 24-Jährige zwei Rennen in der IDM Sportbike, bevor ihn die finanziellen Rahmenbedingungen zu einem Wechsel in den Kawasaki Ninja ZX4 RR Cup bewegten. Dort sicherte er sich auf Anhieb den Meistertitel.

In diesem Jahr startet Kauertz im Kawasaki Ninja ZX6 R Cup und liegt dort aktuell mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung. Da der Cup in Oschersleben pausiert, bot sich für ihn kurzfristig die Chance auf den Einsatz in der EURO MOTO Sportbike.

Kurzfristiger Anruf, große Chance

Für Kauertz kam die Anfrage völlig überraschend. „Ich bin seit einigen Tagen in Spanien für einen Hersteller testen. Beim Joggen gestern Abend wurde ich angerufen. Am nächsten Morgen haben wir alles fix gemacht, sodass ich an diesem Wochenende mit einer Kawasaki ZX6 R in der EURO MOTO Sportbike an den Start gehe“, erzählt Kauertz.

„Ich freue mich riesig auf das Wochenende und bin gespannt auf das Motorrad und darauf, wie es sich im Vergleich zur Kawasaki aus dem ZX6 R Cup fahren wird“, blickt der Deutsche voraus. Ganz stressfrei verläuft die Anreise allerdings nicht. Kauertz muss sich bei der Rückreise ranhalten: „Mein Flieger geht erst am Donnerstag und ich muss richtig Gas geben, um es rechtzeitig zum Riders Briefing am Abend zu schaffen.“

Für den Kevelaer bietet sich damit die Chance, sich erstmals auf der EURO MOTO Bühne zu präsentieren und sich mit der starken Konkurrenz der Sportbike Klasse zu messen. Wie schnell er sich auf das für ihn neue Motorrad, eine Kawasaki ZX-6R 636 mit neuer Elektronik und anderem Fahrwerk, einstellen kann, wird sich bereits im ersten freien Training am Freitag ab 11.05 Uhr zeigen.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann

Donnerstag, 30. Juli 2026

Euro Moto Superbike: Die Kult-Fahnen bleiben diesmal eingerollt - Hannes Soomer kann nicht starten

Hannes Soomer startet verletzungsbedingt nicht in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Die estnische Flagge an der Rennstrecke ist Kult. Die Fans von Hannes Soomer folgen ihrem Idol an jede Rennstrecke und schwenken das schwarz-weiß-blaue Tuch in jede Himmelsrichtung. Und nicht nur die Esten. Bei der EURO MOTO in Oschersleben am bevorstehenden Wochenende wird es keine Jubelschreie geben. Ihr Superbike-Star wird nicht im Grid stehen. Soomer kommt nicht. Und es sind noch mehr Rennen in Gefahr. Der Grund ist bitter.

Dass er den Titel in der höchsten deutschen Rennsportklasse gewinnt, hatte „The Baltic Bullet“ ohnehin bezweifelt, denn es sei derzeit extrem schwer, ein Rennen zu gewinnen. Aber an vordere Plätze hatte Sommer nach dem Podiumserfolg beim Saisonauftakt geglaubt. Die beiden Rennen in Brünn ließ er bewusst sausen, weil er stattdessen in den der FIM Superbike Worldchampionship den verletzten BMW-Werksfahrer Danilo Petrucci ersetzte. In Most meldete er sich mit zwei sechsten Plätzen zurück.

Dann der Rückschlag. Bei seinem Einsatz in der Langstrecken-WM in Suzuka verletzte sich Soomer an der rechten Schulter. Die Teilnahme an den 8 Stunden von Suzuka endete vorzeitig am letzten Testtag. Knapp vier Wochen nach dem Unfall Anfang Juli ist der Nordeuropäer nicht genesen. „Es geht nicht. In der kommenden Woche muss ich zur nächsten Untersuchung zum Arzt. Dort entscheidet sich, ob ich bei den Rennen in Assen dabei sein werde oder nicht.“ Die EURO MOTO-Runde in den Niederlanden wird vom 14. bis 16. August ausgetragen.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Euro Moto Sportbike: Oliver Svendsen macht vorzeitig Schluss

Oliver Svendson, Kawasaki ZX-6R #69
Foto: Jens Hawrda

Lange war es still um Oliver Svendsen. Lediglich beim Saisonauftakt der EURO MOTO auf dem Sachsenring ging der Däne noch in den Farben des ERC-Teams von Uwe Reinhardt auf einer Kawasaki an den Start. Anschließend verschwand das Team zunächst von der Bildfläche. Der Plan war, sich bewusst Zeit zu nehmen, um die Kawasaki auf den gewünschten Entwicklungsstand zu bringen, bevor man in den Rennbetrieb zurückkehrt.

Nach knapp zehn Wochen Pause folgte vor zwei Wochen schließlich der erste gemeinsame Probe. Bei einem viertägigen Test in Oschersleben arbeitete das ERC-Team gemeinsam mit Svendsen an der Weiterentwicklung des Motorrads und bereitete sich auf die Rückkehr in die EURO MOTO vor.

Doch dazu wird es nun nicht mehr kommen. Der IDM Supersport-300-Champion von 2024 hat die Reißleine gezogen und beendet seine Saison in der EURO MOTO vorzeitig.

Auf seinem Instagram-Kanal erklärt der 22-Jährige die Beweggründe für seinen Rückzug: „In den vergangenen Monaten habe ich viel darüber nachgedacht, wo ich stehe, wo ich hinmöchte und was ich brauche, um den Sport weiterhin genießen zu können. Die Wahrheit ist, dass ich einen Punkt erreicht habe, an dem es sich nicht mehr richtig anfühlt, den bisherigen Weg weiterzugehen.“

Dabei macht Svendsen deutlich, dass seine Entscheidung nicht auf ein einzelnes Rennen, ein bestimmtes Ergebnis oder eine einzelne Person zurückzuführen sei. Vielmehr sei sie das Ergebnis vieler Monate intensiver Überlegungen.

„Im Moment muss ich einen Schritt zurückgehen, den Kopf freibekommen und mich daran erinnern, warum ich mich überhaupt in diesen Sport verliebt habe“, schreibt der Däne weiter. Wie es danach weitergeht, weiß er selbst noch nicht. „Ich habe im Moment nicht alle Antworten und werde heute keine großen Ankündigungen machen. Ich weiß nur, dass dies für den Moment die richtige Entscheidung ist.“

Ob und wann Oliver Svendsen in den Rennsport zurückkehren wird, lässt der 22-Jährige derzeit offen.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Dienstag, 28. Juli 2026

DTM: Maro Engel übernimmt DTM-Meisterschaftsführung in Oschersleben

Maro Engel übernimmt DTM-Meisterschaftsführung in Oschersleben
Foto: Copyright Mercedes-Benz Group


Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel (GER) setzte sich bereits am Samstag an die Spitze der Fahrermeisterschaft und behauptete diese auch am Sonntag.

Insgesamt 20 Fahrzeuge gingen in Oschersleben an den Start. Maro Engel startete von Platz fünf, Jules Gounon (FRA) von Platz zehn, Tom Kalender (GER) von Position 15 und Lucas Auer (AUT), der auf seiner schnellsten Qualifyingrunde von der Strecke abgekommen war, von Platz 16.

Das Sonntagsrennen mit seinen zwei Pflichtboxenstopps bot wie immer zahlreiche strategische Optionen. Vor allem Maro Engel und sein Mercedes-AMG Team RAVENOL profitierten davon. Er kam mit seinem Mercedes-AMG GT3 #80 beide Male spät an die Box. Durch einen erfolgreichen Overcut beim zweiten Boxenstopp gewann er zwei Positionen und sicherte sich Rang zwei.

Jules Gounon verbesserte sich im Rennverlauf um eine Position und kam als Neunter ins Ziel. Lucas Auer machte beim zweiten Boxenstopp die entscheidenden Positionen gut und beendete das Rennen auf Rang zwölf. Tom Kalender sah die Zielflagge auf Position 18.

Am Samstag gingen alle vier Mercedes-AMG Piloten aus den Top Ten ins Rennen: Maro Engel von Rang drei, Lucas Auer von Rang vier, Jules Gounon von Platz sechs und Tom Kalender von Position zehn.

Maro Engel gewann bereits beim Start eine Position. Durch etwas Zeitverlust beim Pflichtboxenstopp verlor er diese Position jedoch auf der Strecke an seinen Verfolger und beendete das Rennen auf Rang drei. Lucas Auer wurde Vierter. Tom Kalender fiel nach einer Penalty Lap wegen einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse um 1 km/h auf Rang 13 zurück. Jules Gounon wurde in der Startphase in ein Gerangel mit drei Fahrzeugen verwickelt.

Dabei musste er die Strecke verlassen und seinen Mercedes-AMG GT3 in Runde 27 vorzeitig abstellen.

Mercedes-AMG Motorsport führt nach dem Rennwochenende in Oschersleben alle drei DTM-Wertungen an: Maro Engel mit 145 Punkten die Fahrerwertung, das Mercedes-AMG Team Winward Racing mit 205 Punkten die Teamwertung und Mercedes-AMG mit 277 Punkten die Herstellerwertung.

Mit den beiden Rennen auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs in der Motorsport Arena hat die zweite Saisonhälfte der DTM-Saison 2026 begonnen.

Die DTM-Läufe elf und zwölf finden vom 14. – 16. August auf dem Nürburgring statt.


EURO MOTO - Die Sommerpause ist vorbei – Punktejagd in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Nach 32 Tagen Sommerpause erwacht die EURO MOTO wieder zum Leben. Vom 31. Juli bis 2. August 2026 startet die Rennserie in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saisonhälfte – und selten lag so viel Nervenkitzel in der Luft. Siege, Verletzungen, historische Erfolge und neue Geschichten sorgten in den letzten Wochen hinter den Kulissen dafür, dass das Wiedersehen in der Magdeburger Börde unter Hochspannung steht.

In der EURO MOTO Superbike reist Tabellenführer Lukas Tulovic (Ducati) mit Rückenwind an. Der Titelverteidiger nutzte die Rennpause für einen Ausflug in die Italienische Meisterschaft. In Misano fuhr er in beiden Rennen aufs Podium - im zweiten Lauf als Sieger vor der 32 Teilnehmer starken Konkurrenz. Mit einem Motorrad, das er nicht kannte. In Italien kam eine Stocksport-Variante zum Einsatz, während in der EURO MOTO die schärfere Panigale V4R ins Rennen geht. Mit ihr führt der 26-Jährige die Gesamtwertung in der EURO MOTO Superbike an. Vier Siege und ein 33-Punkte-Polster vor dem Zweiten Marcel Schrötter machen ihn gelassener als zum Saisonbeginn. „Dadurch kann ich mehr Risiko in Zweikämpfen eingehen.“ Noch lieber spricht er über die Strecke selbst: „Ich liebe den Kurs mit seinem Layout. Außerdem ist es die Strecke, auf der ich die meiste Erfahrung habe. Als Instruktor habe ich hier schon ganz, ganz, ganz viele Kilometer gesammelt.“

Schrötter gibt nicht auf

Verfolger Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) kann das nicht von sich behaupten. Der ehemalige Supersport-WM-Star erinnert sich kaum noch an seinen letzten Auftritt in Oschersleben. Für ihn sind die 3,696 km mit sieben Rechts- und sieben Linkskurven fast Neuland. Zusätzlich kämpft er mit den Folgen seines Sturzes bei den Suzuka 8 Hours. Ein gerissenes hinteres Kreuzband und Innenband im linken Knie bremsen ihn seitdem aus. Auf eine Operation möchte der Bayer zunächst verzichten. „Die Physiotherapie ist Gold wert“, sagt Schrötter. „Trotzdem lässt sich das angeschlagene Knie lässt nicht richtig abwinkeln, aber ich werde am Wochenende alles dafür tun, um den den Rückstand auf Tulo zu verkürzen.“

Vier Hersteller, ein enges Spitzenfeld

Hinter den beiden Spitzenfahrern lauern Florian Alt (Honda), Markus Reiterberger (BMW) und Twan Smits (Yamaha) auf ihre Chance. Vor allem Reiterberger kommt mit einem historischen Erfolg nach Oschersleben. Während für Schrötter in Suzuka schon vor dem Rennen das „Aus“ kam, schrieb Reiti in Japan Motorsportgeschichte: Zum ersten Mal holte eine europäische Motorradmarke einen Podestplatz bei den prestigeträchtigen „Suzuka 8 hours“. Reiti war einer der drei Fahrer im BMW Motorrad World Endurance Team.

Dass alle in der EURO MOTO Superbike beteiligten Hersteller einen Fahrer in den Top 5 der höchsten deutschen Motorradklasse platziert haben, zeigt wie ausgeglichen die höchste deutsche Straßenrennsportklasse ist.

Neue Namen drängen nach vorn

Auch in der EURO MOTO Supersport ist der Spannungsbogen garantiert. Dirk Geiger (Yamaha) reist mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf den polnischen Konkurrenten Daniel Blin (Ducati) nach Oschersleben. Nachdem Blin zuvor vier Rennen gewonnen hatte, schlug Geiger in Most eindrucksvoll zu. Von der Pole Position fuhr er nicht nur zu seinem ersten Sieg auf der neuen Yamaha YZF-R9 und übernahm die Tabellenführung, sondern bescherte dem Motorradmodell zugleich den ersten EURO-MOTO-Erfolg überhaupt. Blin rettete trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung, die er sich im Qualifying zugezogen hatte, immerhin wichtige Punkte. Schlägt er am Wochenende zurück?

Dahinter warten mit Lennox Lehmann (Yamaha), Marvin Siebdrath (Honda) und Luca de Vleeschauwer (Yamaha) weitere Podiumsanwärter. Er setzte vor der Sommerpause einen Meilenstein in der Geschichte von MV Agusta und gewann in der Hitzeschlacht von Most den ersten Podiumsplatz für die italienische Marke in der EURO MOTO überhaupt.

Zuda will die Tabellenführung zurück

Auch die kleinste EURO MOTO-Klasse ist nichts für schwache Nerven. Wenn die Triumph Daytona 660, die Aprilia RS660, die Kawasaki Ninja ZX-6R und die Yamaha YZF-R7 aufeinandertreffen, gibt es keine Verschnaufpause. Stepan Zuda und Jakob Rosenthaler teilen sich bisher die Siege. Weil Rosenthaler das letzte Rennen in Most verpasste, verlor er die Tabellenführung an den Tschechen. Die Scharte will er schnellstmöglich auswetzen.

Rennsport zum Anfassen

EURO MOTO in der Motorsport Arena – das ist ein Fest aus Geschwindigkeit und Begeisterung in Verbindung mit den Fans. Der ADAC Junior Cup, der Kawasaki ZX4-RR Cup, der Moto4 Northern Cup sowie der Twin Cup sorgen zusätzlich für eine Unterhaltung, die jede Minute wert ist. In allen Tickets fürs Wochenende ist der Fahrerlagereintritt und der Zugang zum Fan-Walk enthalten. EURO MOTO in Oschersleben – das ist nicht nur Rennsport auf der Strecke, sondern auch zum Anfassen.

Die Motor Presse Stuttgart setzt als Promoter den Anspruch, mit der EURO MOTO die attraktivste Rennserie Europas zu etablieren – mit neuen Maßstäben, frischen Impulsen und maximaler Leidenschaft für den Sport. Die EURO MOTO ist ein Schritt in die Zukunft für Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans. Die Veranstaltung in Oschersleben hat dafür alles zu bieten.

Euro Moto Superbike: Florian Alt setzt auf einen langen Atem der Honda

Florian Alt, Honda CBR 1000 RR-R  # 66
Foto: Jens Hawrda

Wenn die EURO MOTO vom 31. Juli bis zum 2. August in Oschersleben in die zweite Saisonhälfte einbiegt, geht es für Florian Alt um Tausendstelsekunden. Der Superbiker vom Team Holzhauer Racing Promotion hat sich mit gleich zwei Tests auf das Wochenende vorbereitet.

Der einzige Honda-Fahrer im Feld hatte in der der sechswöchigen Sommerpause alle Hände voll zu tun. Fast eine Woche verbrachte er als Moderator für Sky den Fernsehsender Sky. Gleich zweimal rückte Alt mit dem HRP-Team in Oschersleben zum Test an – erst für zwei Tage, später noch einmal für einen weiteren.

Die Runden auf der Magdeburger Börde waren extrem wichtig, denn genau hier hatten im vergangenen Jahr vor allem die BMW-Fahrer die Messlatte hoch gelegt. Auch Lukas Tulovic war damals nicht zu schlagen. Er gewann beide Rennen auf seiner Ducati Panigale V4R. Alt holte mit den Plätzen zwei und drei das Maximum für Honda heraus.

Diesmal reist der 30-jährige Meister von 2023 mit einem besseren Gefühl an. „Ich glaube, wir sind jetzt näher dran als im letzten Jahr“, meint Alt. In den Tests wurde das Motorrad an vielen Stellen weiterentwickelt. Was genau verändert wurde, bleibt Betriebsgeheimnis. Eines bleibt ohnehin unverändert: „Wir werden wie gewohnt ganz tiefstapeln.“

Der Blick von Florian Alt richtet sich vor allem auf den Rennsonntag. Hier geht es nicht um eine spektakuläre Qualifying-Zeit, sondern das Durchhalten über die 18 Runden beziehungsweise 66,006 Kilometer in der Motorsport Arena Oschersleben. „Wenn ich an Most und Brünn zurückdenke, habe ich auf den letzten Runden richtig Meter gutmachen können. Es geht nicht darum, einmal richtig schnell zu sein – entscheidend ist, am Ende vorne dabei zu sein.“

Dass Titelverteidiger Lukas Tulovic am vergangenen Wochenende bei seinem Debüt in der Italienischen Superbike-Meisterschaft einen Sieg holte, hat Alt imponiert. „Das zeigt, wie hoch das Niveau in der EURO MOTO inzwischen ist. Tulo hat aktuell das beste Gesamtpaket.“

Das Oschersleben-Wochenende naht mit Riesenschritten. Und es wird spannend, was die Honda Fireblade abliefert, wenn die Ampel ausgeht.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Euro Moto Superbike: Tulovic rockt Italien – Sieg bei der Premiere

Laufsieger Lukas Tulovic hat mit 1,386 Sekunden Vorsprung seinen Einstand
in der Italienischen Meisterschaft gegeben.
Fotos: Giulio Di Natale, BMAX

Neue Meisterschaft, neues Team, neues Motorrad, neue Reifen – und trotzdem ganz vorne dabei. Lukas Tulovic hat bei seinem Debüt in der Italienischen Meisterschaft gezeigt, warum er der EURO MOTO Superbike-Champion ist. Auf den dritten Platz im spektakulären Nachtrennen folgte ein krönender Sieg im zweiten Lauf des vergangenen Wochenendes in Misano.

Für Tulovic begann das Abenteuer mit jeder Menge Unbekannten. Er startete für das italienische BMAX-Team auf einer Ducati Panigale V4S. In der EURO MOTO sitzt der 26-Jährige dagegen bei Triple M Racing Ducati Frankfurt auf der deutlich schärferen Panigale V4R. Dazu kamen statt der gewohnten Pirelli-Reifen erstmals Dunlop-Pneus. Ein komplett anderes Paket – und trotzdem war Tulovic vom ersten Training an konkurrenzfähig.

Schon im Qualifying setzte er mit dem vierten Startplatz ein Ausrufezeichen im Umfeld bekannter Namen wie Michael Ruben Rinaldi, Randy Krummenacher und Gabriele Giannini. Das erste Rennen wurde kurz vor 22 Uhr gestartet. Zuvor hatte es auch Nachttrainings gegeben. „So stelle ich mir das in der Langstrecken-WM vor“, sagte Tulovic, für den solch ein Zeitplan Neuland war. Das Rennen beendete er als Dritter. Nur Stunden später fuhr er zu seinem ersten Sieg in der Italienischen Motorrad-Straßenmeisterschaft (CIV – Campionato Italiano Velocità) und ließ 32 Konkurrenten hinter sich.

Das zeigte auch, wie hoch das sportliche Niveau in der EURO MOTO ist. Weil der der italienische Titelverteidiger Alessandro Delbianco im zweiten Rennen stürzte, war Tulovic bei seinen ersten Start in Italien mit 41 Punkten sogar der erfolgreichster Superbike-Teilnehmer des gesamten Wochenendes. „Ich bin meinem deutschen Teamchef Matthias Moser sehr dankbar, dass er mir den Einsatz genehmigt hat. Seine Zustimmung war die Voraussetzung.“ Moser platzte fast vor stolz auf seinen Fahrer.

Der erste Kampf des Wochenendes hatte jedoch nicht auf, sondern neben der Rennstrecke stattgefunden. Tulovic verbrachte in Misano mehrere Stunden mit Anmeldung, Papierkram und der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern. Die Sprachbarriere machte die Sache nicht einfacher. Nur wenige Italiener sprechen Englisch. „Mit ein paar Brocken Italienisch kam ich zumindest ein kleines bisschen weiter“, erzählte Tulo später erleichtert.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


EuroMoto Sportbike: Rosenthaler greift in Oschersleben wieder an

Jacob Rosenthaler, Triumph Daytona 660 #78
Foto: Jens Hawrda

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) wird beim kommenden Rennwochenende der EURO MOTO in Oschersleben wieder an den Start gehen. Der Österreicher hatte die vergangenenen Läufe in Most verletzungsbedingt kurzfristig absagen müssen, nachdem er sich wenige Tage zuvor im Training eine Beinverletzung zugezogen hatte.

Der Ausfall kam für den 20-Jährigen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach zwei Rennwochenenden wäre Rosenthaler als Führender der Meisterschaft nach Most gereist. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz betrug allerdings nur vier Punkte. Für ihn sprang kurzfristig der italienische WM-Pilot Bruno Ieraci ein, der im Team RT Motorsports ein starkes Debüt feierte und im zweiten Rennen nur knapp am Sieg vorbeifuhr.

Die fünfwöchige Sommerpause der EURO MOTOT kam Rosenthaler letztlich zugute. „Meine Beinverletzung ist in den letzten Wochen komplett verheilt und ich kann wieder voll angreifen“, freut sich der Österreicher auf seine Rückkehr in Oschersleben.

Auch wenn Rosenthaler seine Meisterschaftsführung in Most verlor, hielt sich der Schaden in Grenzen. Das erste Rennen wurde nach zwei Rennabbrüchen direkt nach dem Start aus Sicherheitsgründen nicht neu gestartet und nicht gewertet. Dadurch wurden keine Meisterschaftspunkte vergeben. Erst im zweiten Rennen konnten Punkte gesammelt werden.

Dort sicherte sich Lokalmatador Stepan Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auf seiner Heimstrecke den Sieg und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. Mit einem Vorsprung von 21 Punkten reist der Tscheche nun als Spitzenreiter nach in die Magdeburger Börde. Angesichts der noch insgesamt acht ausstehenden Rennen bleibt der Titelkampf in der EURO MOTO Sportbike weiterhin völlig offen.

Das vierte Saisonwochenende der EURO MOTO findet vom 31. Juli bis 2. August in Oschersleben statt.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar aus Oschersleben

Die ADAC GT4 Germany absolvierte in Oschersleben das dritte von sechs Rennwochenenden der Saison 2026. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Boxengasse ADAC GT4 Germany
Foto: Jens Hawrda

Siegerehrung mit Fans: Die ADAC GT4 Germany trat wie üblich im Rahmenprogramm der DTM an – und das machte das Event zu einem echten Zuschauermagnet. Über das Rennwochenende strömten 55.100 Besucher zur Rennstrecke in der Magdeburger Börde. Sie erlebten ein neues Highlight: Die Siegerehrung wurde direkt neben dem Dekra Fan Tower ausgerichtet – und somit inmitten der Fans.

Prominenter Gast: Am Samstag kam der ehemalige Fußball-Profi Torsten Frings nach Oschersleben, um sich die DTM und die ADAC GT4 Germany einmal genauer anzuschauen. „Er war mit seinen Söhnen bereits öfters bei uns auf der Kartbahn und so hat sich der Kontakt weiterentwickelt. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden“, enthüllt Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, ME Motorsport) den Grund für den prominenten Besuch. „Am Nürburgring wollen sie nochmals vorbeikommen.“

Erstmals Podium: Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel) gab sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und pilotierte einen BMW M4 GT4 von Razoon - more than Racing. Mit Erfolg: Am Samstag gewann er zusammen mit Daniel Drexel (25/AUT) die PRO-AM-Wertung und auch am Sonntag stand das Duo auf dem Podest. „Es war einfach nur ein super Wochenende, das richtig viel Spaß gemacht hat. Ich habe viel gelernt. Tatsächlich stand ich zum ersten Mal überhaupt in meiner Karriere auf dem Podium. Das war phantastisch“, strahlte Maniszewski. „Es ist nicht ausgeschlossen, dieses Jahr einen weiteren Gaststart zu absolvieren.“

Sieg nach vier Jahren: Das Sonntagsrennen gewannen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Es war der zweite Erfolg der japanischen Marke in der ADAC GT4 Germany, nachdem zuvor das Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring gewonnen wurde. Spannende Parallele: Auch damals gab es zunächst die Pole-Position und im Rennen einen souveränen Start/Zielsieg für die Supra.

Bus-Tour: In Oschersleben fand auch wieder die DTM Track Safari statt, in der Fans in Reisebussen während einer Session um die Strecke chauffiert werden. Als Reiseleiter dienten die ADAC GT4 Germany-Piloten Maximilian Schreyer (17/Marburg, AVIA W&S Motorsport) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM). „Es war ein schönes Erlebnis gemeinsam mit den GT3-Autos auf der Strecke gewesen zu sein“, meinte Gogollok. „Ob Rennfahrer oder Fan – ich kann jedem nur empfehlen, daran einmal teilzunehmen. Denn die DTM-Jungs lassen es richtig fliegen.“

Schnelle Rookies: In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und am Sonntag Lukas Stiefelhagen (19/NED, ME Motorsport) im BMW – beide waren bereits beim Saisonauftakt und auf dem Norisring erfolgreich. „Die Rookie-Wertung ist perfekt, da man sich mit Fahrern vergleichen kann, die ähnliche Erfahrung haben. Das klare Saisonziel ist der Rookie-Titel“, erklärt Schmid.

Lieblingsstrecke: Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) hat bislang alle Rennen der ADAC GT4 Germany absolviert. Von Zandvoort bis zum Red Bull Ring – der Italiener kennt alle Rennstrecken und hat einen klaren Favoriten: „Natürlich Oschersleben! Das Layout ist spannend und passt sehr gut zum BMW. Außerdem habe ich hier meistens Glück und sportlich gut abgeschnitten“, so Piana, der bereits sechs Siege in der Magdeburger Börde einfahren konnte. Auch diesmal stand Piana in beiden Rennen auf dem Podium.

Quelle: adac-motorsport.de


TGI Team by GRT und Mirko Bortolotti schreiben GT3-Geschichte mit historischem DTM-Sieg in Oschersleben

  • Unaufhaltbarer Mirko Bortolotti holt weltweit ersten Sieg für den Lamborghini Temerario GT3
  • Strategische Meisterleistung ebnet im Sonntagsrennen den Weg zum Erfolg
  • Gottfried Grasser: “Auf unsere gemeinsame Geschichte mit Lamborghini sind wir unbeschreiblich stolz.”

Mirko Bortolotti, Lamborghini Temerario GT3 # 63
Foto: Jens Hawrda

Das TGI Team by GRT hat am vergangenen Wochenende (24. bis 26. Juli) bei der DTM in Oschersleben erneut einen Meilenstein im GT3-Sport gefeiert. Nachdem das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team im Jahr 2015 in der Blancpain GT Series in Monza gleich beim Debüt den ersten Sieg mit dem Lamborghini Huracán GT3 holte, gelang am Sonntag auch der weltweit erste Triumph mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. Von Startplatz sechs eroberte Mirko Bortolotti mit unantastbarer Pace, einem perfekt exerzierten Overcut und einem schnellen zweiten Pitstop den Premierenerfolg für den Nachfolger des legendären Lamborghini Huracán GT3. Sowohl für das TGI Team by GRT als auch für den Italiener bedeutete dies den fünften Sieg in der DTM. Für das Gespann aus Team und Fahrer war es bereits der 20. gemeinsame Triumph in der seit 2015 bestehenden Partnerschaft und zugleich der erste zusammen in der DTM.

Nach dem Unfall von Maximilian Paul am Norisring war das Team in der Magdeburger Börde nur mit einem Auto für Mirko Bortolotti am Start. Der winklige Kurs von Oschersleben mit einer Länge von nur 3,667 Kilometer war für die Mannschaft von Gottfried Grasser in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster. Im Vorjahr gelang mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO2 ein Podium, in der Saison 2024 ein Sieg. Bei sommerlichen Bedingungen zeigte Mirko Bortolotti schon in den Trainings am Freitag, dass auch der Lamborghini Temerario GT3 auf diesem Layout seine Stärken ausspielen kann. Im ersten Training landete er als bestplatzierter Lamborghini-Pilot auf Platz drei, in der zweiten Session wurde er Fünfter.

Diese Form bestätigte der DTM-Champion von 2024 im Qualifying am Samstagmorgen mit Startplatz sieben im 20 Fahrzeuge starken DTM-Feld. Das erste Rennen über 55 Minuten plus eine Runde wurde in Oschersleben wieder einmal von der Track Position bestimmt. In der Startrunde ließ Bortolotti wie üblich nichts anbrennen und machte zwei wichtige Positionen gut. Den fünften Platz behauptete er bis zum Pitstop nach 25 Minuten. Die Pitcrew vom TGI Team by GRT leistete mit 6,9 Sekunden hervorragende Arbeit, der Undercut gegen die direkte Konkurrenz ging jedoch gerade so nicht auf. Im zweiten Stint übte Bortolotti kontinuierlich Druck auf die Rivalen auf den Plätzen drei und vier aus, fand jedoch keinen Weg vorbei. Nach 40 Runden belegte er Platz fünf, nur eine Sekunde hinter dem Drittplatzierten.

Am Sonntag war es bei Temperaturen um 26 Grad Celsius erneut warm, jedoch stark bewölkt. Im zweiten Qualifying stellte Mirko Bortolotti den sechsten Startplatz sicher. Die Lehren aus dem ersten Lauf veranlassten das Team, für das Rennen eine Offset-Strategie zu wählen. Beim Start hielt Bortolotti seine Position zunächst, setzte im ersten Stint aber einen gewagten Overcut um. Erst in der 16. Runde kam er kurz vor Schluss des ersten Boxenstopp-Fensters zum Reifenwechsel. In freier Fahrt hatte er im Fernduell gegen die Konkurrenz genug Zeit gutgemacht, wodurch er vier Plätze gewann und nach dem Pitstop als Zweiter zurück auf die Strecke kam. Bis zur zweiten Boxenstopp-Phase 15 Minuten vor Schluss fuhr er eine Lücke von drei Sekunden auf den Leader zu. Für den letzten Pitstop kam die Spitzengruppe geschlossen an die Box. Die Crew vom TGI Team by GRT arbeitete schneller als der Gegner und Bortolotti übernahm dadurch die Führung. In den letzten zehn Minuten bis zur Zielflagge fuhr der 36-Jährige Lamborghini Factory Driver einen Vorsprung von drei Sekunden auf seine Verfolger heraus und machte nach 39 Runden den historischen ersten Sieg für den Lamborghini Temerario GT3 perfekt.

Im kommenden Monat geht es für das TGI Team by GRT mit zwei Veranstaltungen auf dem Nürburgring weiter. Vom 14. bis 16. August gastiert das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team für das sechste Rennwochenende in der DTM auf der legendären Rennstrecke in der Eifel. Zwei Wochen später steht dort vom 28. bis 30. die vierte Station im diesjährigen GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup mit einem 3-Stunden-Rennen auf dem Programm.

Stimmen zum Rennwochenende in Oschersleben

Mirko Bortolotti: “Den allerersten Sieg für den Lamborghini Temerario GT3 zu holen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin ungemein stolz darauf, gemeinsam mit GRT ein weiteres Stück Geschichte geschrieben zu haben. Es war von Anfang bis Ende eine makellose Leistung, und alle Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir bereit sind, selbst die kleinste Chance zu ergreifen, sobald sie sich uns bietet. Dieses Ergebnis ist eine Belohnung für all die harte Arbeit, die in dieses Projekt geflossen ist. Teil eines so wichtigen Meilensteins zu sein, ist etwas, worauf ich immer stolz sein werde.”

Gottfried Grasser, Teamchef: “Es war ein absolutes Traumwochenende. Das Sonntagsrennen ist perfekt gelaufen, es war von Mirko und der Crew eine fantastische Leistung. Dieser Erfolg ist dem gesamten Team zu verdanken. Fahrer, Pitstops, Strategie – für einen Sieg muss immer alles funktionieren und wir haben diesmal alles zusammengebracht. Für uns alle war es ein wirklich großer Moment. Wir haben vor über zehn Jahren den ersten Triumph für den Huracán GT3 geholt und das nun mit dem Temerario GT3 wiederholt. Auf unsere gemeinsame Geschichte mit Lamborghini sind wir unbeschreiblich stolz. Nach dem bisher sehr herausfordernden Jahr war das wirklich Balsam auf unsere Seelen. Wir hätten vor allem Max in Oschersleben nur zu gerne an unsere Seite gehabt, denn auch er ist ein Teil dieses Erfolges. Seine Genesung läuft gut und wir hoffen sehr, ihn dieses Jahr noch zurück im Auto zu sehen. Bei aller Euphorie bleibt zu sagen, dass mit diesem Einzelresultat natürlich nicht alle Probleme gelöst sind. Wir haben was die Performance des Autos angeht immer noch nicht alle Antworten gefunden, das sehen wir in den Qualifyings und auch auf bestimmten Rennstrecken immer wieder. Es wartet also immer noch viel Arbeit auf uns.”

Quelle: grasser-racing.com


Emil Frey Racing punktet beim DTM-Lauf in Oschersleben dank erneut absolut schnellstem Boxenstopp

Der fünfte Lauf der DTM-Saison 2026 führte Emil Frey Racing in die Motorsport Arena Oschersleben – wie im Vorfeld erwartet, wartete dort ein anspruchsvolles Wochenende auf das Team, denn die BoP-Situation stellte die beiden Ferrari 296 GT3 Evo vor keine leichte Aufgabe.

Matteo Cairoli, Ferrari 296 GT3 #14
Foto: Jens Hawrda

Rennen 1 – Samstag, 25. Juli 2026

Im ersten Qualifying des Wochenendes sicherte sich Matteo Cairoli im #14 Ferrari einen guten achten Startplatz, während Teamkollege Thierry Vermeulen den #69 Ferrari auf Position 16 ins Rennen brachte.

Gleich beim Start war Geschick gefragt: Matteo Cairoli wich dem vor ihm ins Gras geratenen Jules Gounon im #48 Mercedes gekonnt aus, verlor dabei jedoch mehrere Positionen und reihte sich auf Rang 14 wieder ins Renngeschehen ein. Thierry Vermeulen nutzte das Startchaos hingegen zu seinem Vorteil und gewann sofort drei Positionen.

Im weiteren Rennverlauf lieferte sich Matteo Cairoli einen sehenswerten Positionskampf mit Ben Dörr im #25 McLaren, ehe er als Erster der Gruppe an die Box kam. Die Emil Frey Racing Crew fertigte den Italiener in blitzschnellen 6,0 Sekunden ab – kurz darauf folgte Thierry Vermeulen mit einer noch schnelleren Standzeit von 5,9 Sekunden. Damit erzielte Emil Frey Racing zum bereits vierten Mal in dieser Saison die schnellste Boxenstoppzeit im gesamten Feld. Nach den Stopps lagen der #69 Ferrari auf Platz 11 und der #14 Ferrari auf Rang 13.

In der Schlussphase zeigte Thierry Vermeulen nochmals seine Stärke und überholte Ricardo Feller im #90 Porsche, um schliesslich als Neunter die Zielflagge entgegenzunehmen. Matteo Cairoli sicherte sich mit Platz 11 weitere wichtige Punkte in der Meisterschaftswertung.


Rennen 2 – Sonntag, 26. Juli 2026

Ins zweite Rennen des Wochenendes starteten die beiden Emil Frey Racing Piloten von den Plätzen 8 (#14 Ferrari) und 11 (#69 Ferrari) – wie in der DTM üblich, mit bereits gebrauchten Reifen.

Bei warmen 28 Grad behauptete Matteo Cairoli beim Start seine achte Position, während Thierry Vermeulen im Startgetümmel zwei Plätze verlor und anschliessend auch dem #64 Ford von Finn Wiebelhaus im Positionskampf weichen musste. Auch Matteo Cairoli geriet früh unter Druck und konnte Platz 8 gegen Ricardo Feller im #90 Porsche nicht halten.

Kurz vor dem ersten Boxenstoppfenster versuchte Ben Dörr im #25 McLaren ein mutiges Überholmanöver am #69 Ferrari, was Thierry Vermeulen dazu zwang, die Schikane zu umfahren. Die gesamte Gruppe, die um Platz 15 kämpfte, kam daraufhin gemeinsam an die Box. Die Emil Frey Racing Crew fertigte den Niederländer in 6,3 Sekunden ab – der Zweikampf mit Dörr setzte sich in der Boxengasse fort, den Thierry Vermeulen auf der Outlap jedoch für sich entscheiden konnte. Matteo Cairolis Stopp dauerte 6,5 Sekunden, der Italiener kehrte ins Rennen zurück und lieferte sich einen engen Kampf mit Jules Gounon im #48 Mercedes um Platz 9.

Mit noch 22 verbleibenden Rennminuten setzte kurzzeitig Regen ein – nicht genug, um einen Reifenwechsel auf Regenreifen zu rechtfertigen. Als das zweite Boxenstoppfenster öffnete, kam Matteo Cairoli herein und kehrte nach einem Boxenstopp von 6,2 Sekunden wieder auf die Strecke zurück. In der Schlussphase zeigte der Italiener nochmals Kampfgeist und überholte Nicki Thiim im #7 Aston Martin beherzt, um sich zwischenzeitlich Platz 7 zu sichern. Auch Thierry Vermeulen absolvierte mit 6,1 Sekunden erneut einen starken Stopp.

Am Ende belegte Matteo Cairoli den zehnten Platz, Thierry Vermeulen klassierte sich auf Rang 15. Für den Italiener, der in dieser Saison bereits zwei DTM-Rennen für sich entscheiden konnte, war es die erste Rückkehr nach Oschersleben seit acht Jahren.


Stimmen der Fahrer zum Rennwochenende in Oschersleben

Matteo Cairoli (Italien)

„Am Samstag war ich beim Start zur falschen Zeit am falschen Ort und verlor dadurch viele Positionen – das war natürlich ärgerlich. Am Sonntag kam ich besser durch die erste Runde, aber wir mussten uns das gesamte Rennen über verteidigen. Insgesamt lag das Wochenende deutlich unter meinen Erwartungen – umso mehr, da Oschersleben eine Strecke ist, die ich wirklich mag. Aber ich blicke bereits voller Vorfreude auf den Nürburgring, wo ich definitiv wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte."

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Wir hatten uns mehr von diesem Wochenende erhofft und die Pace war leider nicht da, wo wir sie haben wollten. Am Samstag konnten wir jedoch sieben Positionen gutmachen – das war eine starke Leistung des gesamten Teams. Am Sonntag machten uns die gebrauchten Reifen das Leben schwer und wir konnten mit der Konkurrenz einfach nicht mithalten. Immerhin nehmen wir Punkte mit. Ich werde nun analysieren, wo ich in den Zweikämpfen hätte besser agieren können – aber klar ist auch, dass uns an Speed gefehlt hat, und das müssen wir für die kommenden Rennen in den Griff bekommen."

Quelle: emilfreyracing.com


DTM-Punkte und schnellste Rennrunde: Solide Resultate in Oschersleben für Land-Motorsport

Bastian Buus, Porsche 911 GT3 R #29
Foto: Jens Hawrda

Das fünfte Rennwochenende der DTM führte Land-Motorsport in die Motorsport Arena Oschersleben. In der Magdeburger Börde sammelte Bastian Buus als Elfter und Vierzehnter sieben weiter Zähler für die Meisterschaft. Mit der schnellsten Rennrunde am Samstag unterstrich der Däne den Fortschritt über das Wochenende.

„Natürlich hätten wir uns in den Rennen etwas bessere Resultate erhofft, doch der Blick auf die Ergebnisse verrät nicht die ganze Geschichte“, fasst Teamchef Christian Land zusammen. „Für Bastian war die Strecke im Rahmen der DTM neu, er musste viel lernen. Das hat er getan, sich Schritt für Schritt verbessert und die Lücke zur Spitze mit jeder Session verkleinert. Das war eine gute Leistung von ihm am Wochenende.“

Dass es Schritt für Schritt nach vorn ging, unterstrich der junge Däne am Samstag. Im Rennen sicherte sich Buus mit einer 1:23.643 die schnellste Rennrunde aller 20 Fahrer. Mit Position 14 sammelte er darüber hinaus zwei Zähler für die Meisterschaft. Damit punktete er das vierte Mal in Folge. „Es ist gut, dass wir an diesem Wochenende gepunktet haben“, so Buus. „Natürlich sind es nicht so viele Punkte wie erhofft, aber auch Konstanz ist wichtig. So müssen wir weitermachen, dann arbeiten wir uns ebenso weiter nach vorn.“

Noch einen Schritt nach vorn ging es dann am Sonntag. Vom 13. Startplatz aus ging Buus ins Rennen. Dank einer souveränen Leistung am Steuer des Porsche 911 GT3 R #29 und einer fehlerfreien Performance der Boxencrew überquerte Buus die Ziellinie nach einem harten Lauf auf der elften Position. „Das Rennen war ganz schön chaotisch und actiongeladen. Wir haben versucht, das Beste rauszuholen“, erklärte der 23-Jährige nach dem Lauf. „Wir hatten viele Kontakte und das hat es alles andere als leicht gemacht, doch es war gutes, faires Racing und ich konnte am Ende ein paar Plätze gutmachen.“

Weiter geht es für Land-Motorsport vom 14. bis 16. August. Dann steht das sechste Rennwochenende der DTM auf dem Nürburgring an.

Quelle: land-Motorsport.de

Montag, 27. Juli 2026

Mirko Bortolotti holt weltweit ersten Sieg für den neuen Lamborghini Temerario


 

Nach Bestzeiten in beiden Qualifyings: Sieg und Podium für Manthey und Thomas Preining bei der DTM in Oschersleben

  • Ein Sieg und ein Podestplatz für Thomas Preining in Oschersleben
  • Ricardo Feller fährt zwei Top-Zehn Ergebnisse in der Magdeburger Börde ein
  • In beiden Zeittrainings sichert sich Thomas Preining die Pole Position

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

Manthey feiert ein erfolgreiches DTM-Wochenende in der Magdeburger Börde. Gleich zweimal gelang es Thomas Preining die schnellste Runde im Zeittraining zu setzen. In beide Sprintrennen startete der Österreicher somit von der Pole Position. Damit ging erstmals seit dem Sonntagsqualifying am Lausitzring im Jahr 2024 wieder ein Porsche 911 GT3 R von der Pole Position in ein DTM-Rennen. Während der Meister von 2023 die Führung am Samstag vom Rennbeginn bis -ende für sich behaupten konnte, überquerte er die Ziellinie im Sonntagsrennen an dritter Position. Indes erreichte sein Teamkollege Ricardo Feller (Schweiz) an seinem fünften DTM-Rennwochenende mit Manthey einen zehnten und einen achten Platz in der Motorsport Arena Oschersleben und führt damit seine ununterbrochene Punkteserie seit Saisonbeginn fort. Mit nun 179 Meisterschaftszählern rückt Manthey nach den Rennen in Oschersleben vom sechsten auf den zweiten Rang in der DTM-Teamwertung vor. Thomas Preining macht ebenfalls Boden auf die Spitze gut und belegt mit 117 Punkten den vierten Platz in der Fahrermeisterschaft. Ricardo Feller rangiert nach zehn der 16 Sprintrennen mit 64 Zählern auf Rang 14.

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90
Foto: Jens Hawrda

„Ein erfolgreiches Wochenende für uns in der Motorsport Arena. Thomas hat in beiden Qualifyings extrem gute Leistungen abgerufen und erstmals seit Anfang der Saison 2024 wieder den ersten Startplatz für uns eingefahren. Am Samstag ist es uns durch eine gute Strategie und schnelle Boxenstopps gelungen, die Führung im Rennen zu behalten. Der Rennsieg war eine große Belohnung für Thomas und das gesamte Team. Nach den eher schwierigen Wochenenden zuvor bedeutet er uns viel. Am Sonntag lagen wir bis zum zweiten Boxenstoppfenster ebenfalls auf Siegeskurs. Leider kam es dann zu einem technischen Problem beim Reifenwechsel. Das Sicherungssystem einer Radmutter hat sich verklemmt und es braucht dann relativ viel Kraft, um es wieder zu lösen. Dadurch haben wir in der Boxengasse Zeit verloren. Dass so etwas passiert, ist kein Fehler der Crew, sondern schlichtweg Pech. Dass es ausgerechnet in einer so aussichtsreichen Situation geschieht, ist ärgerlich, aber nicht zu beeinflussen. Wir freuen uns dennoch sehr über den dritten Rang. Die vielen Meisterschaftspunkte sind für uns sehr wichtig, um in den Meisterschaftswertungen den Anschluss an die Spitze zu halten. Ricardo konnte in beiden Rennen unter die ersten Zehn fahren und damit seine Serie fortsetzen, in jedem DTM-Rennen mit uns zu punkten. Es ist seine erste Sprintsaison mit Manthey und Porsche, und wir sind mit seiner Lernkurve und Entwicklung sehr zufrieden. Insgesamt blicken wir sehr zuversichtlich auf unsere Heimrennen in der Eifel. Wir erwarten am Nürburgring viele Gäste, Kolleginnen und Kollegen sowie natürlich Fans und freuen uns darauf, ihnen hoffentlich eine gute Show zu bieten“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH.

Die DTM-Heimrennen des Meuspather Teams finden vom 14. bis zum 16.08.2026 am Nürburgring statt. Zuvor reist das Team in die USA, um am vierten Langstreckenrennen des IMSA Michelin Endurance Cup (31.07.–02.08.2026) teilzunehmen.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende in Oschersleben

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Ein mäßiges Wochenende in Oschersleben für mich. Mit meiner Performance im Qualifying bin ich nur bedingt zufrieden, mit der Rennleistung dafür aber sehr. In Oschersleben ist es immer schwierig zu überholen, aber wir hatten ansonsten ein fehlerfreies Wochenende. Die Boxenstopps waren sehr schnell, die Strategien gut und wir hatten viel Spaß bei der Arbeit. Nun liegt der Fokus darauf, bei den nächsten Rennwochenenden die Leistung im Qualifying zu maximieren.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91:  „Ein mega Wochenende in Oschersleben für uns. Das bisher beste Wochenende dieser Saison. Ein großer Dank geht an das Team. Mein Auto war von der ersten Sekunde an perfekt und Samstag war wirklich ein optimaler Tag. Auch Sonntag lief es bis kurz vor dem Schluss super. Dann ist beim Boxenstopp ein unglückliches technisches Problem aufgetreten. Das ist ärgerlich, aber gehört beim Motorsport einfach auch dazu. Unsere Crew macht immer einen perfekten Job, aber jetzt hatten wir leider einmal Pech in der Boxengasse.“

Quelle: manthey-racing.com

Gelungenes DTM Heimspiel: Schubert Motorsport sammelt wichtige Punkte und begeistert tausende Fans

Schubert Motorsport blickt auf ein erfolgreiches DTM-Heimspiel in der Motorsport Arena Oschersleben zurück. Vor einer beeindruckenden Kulisse überzeugte das BMW-Team nicht nur mit einer guten sportlichen Leistung, sondern begeisterte auch abseits der Strecke mit der eigens errichteten Schubert Motors Fanarea, die sich über das gesamte Rennwochenende zum Treffpunkt für Motorsportfans aus der Region entwickelte.

Marco Wittmann, BMW M4 GT3 #11
Foto: Jens Hawrda

Sportlich zeigte Schubert Motorsport eine geschlossene Mannschaftsleistung. Nachdem Marco Wittmann das Samstagsrennen aufgrund eines technischen Defekts vorzeitig beenden musste, meldete sich der BMW-Pilot am Sonntag eindrucksvoll zurück und fuhr mit Rang vier nur knapp am Podium vorbei. In der Fahrerwertung belegt Wittmann nach dem Heimspiel den siebten Gesamtrang.

Teamkollege Kelvin van der Linde überzeugte mit konstant starken Leistungen und sammelte an beiden Renntagen als Siebter wichtige Meisterschaftspunkte.

Auch abseits der Rennstrecke war das Heimspiel ein voller Erfolg. In der Schubert Motors Fanarea begrüßte die Unternehmensgruppe am Wochenende rund 1.600 Gäste. Kunden, Partner, Mitarbeiter und Motorsportfans erhielten exklusive Einblicke hinter die Kulissen, erlebten Fahrerinterviews, Boxenführungen und die besondere Atmosphäre im Fahrerlager aus nächster Nähe.

Kelvin van der Linde, BMW M4 GT3 # 3
Foto: Jens Hawrda

„Natürlich sind wir mit dem Ziel nach Oschersleben gekommen, um auf das Podium zu fahren. Am Ende hat nicht viel gefehlt, aber wir nehmen viele positive Eindrücke und wichtige Punkte mit. Ich bin überzeugt, dass wir den nächsten Schritt schon in drei Wochen auf dem Nürburgring machen können. Besonders stolz macht mich zudem, was wir gemeinsam neben der Strecke auf die Beine gestellt haben. Die Stimmung bei unserem Heimrennen war einfach hervorragend. Innerhalb kürzester Zeit eine Fanarea für 1.600 Gäste aufzubauen, war für unser gesamtes Team eine echte logistische Meisterleistung. Umso schöner ist es zu sehen, wie viele Fans wir hautnah an unsere Fahrer, an die Strecke und an die einzigartige Atmosphäre der DTM heranführen konnten. Genau dieses Erlebnis macht unser Heimspiel aus. Darauf wollen wir aufbauen und bei unserem nächsten DTM-Heimspiel 2027 nahtlos anknüpfen“, sagt Teamchef Torsten Schubert.

Das DTM-Wochenende in Oschersleben hat einmal mehr gezeigt, wofür Schubert Motorsport steht: Spitzensport auf der Rennstrecke und die Leidenschaft, Motorsport für Fans erlebbar zu machen. Mit einer starken Teamleistung, einer beeindruckenden Kulisse und einer außergewöhnlichen Nähe zu den Besuchern war das Heimspiel 2026 ein Wochenende, das weit über den sportlichen Erfolg hinaus in Erinnerung bleiben wird.

Quelle: schubert-motorsport.com