Sonntag, 9. August 2015

Superbike*IDM Assen: Reiterberger holt den Meistertitel

Reiterberger wird in Assen vorzeitig Superbike-Meister 2015
Foto: Superbike*IDM
Der Gesamtführende der SUPERBIKE*IDM Markus Reiterberger gegen den Führenden der britischen Superbikemeisterschaft Josh Brookes, das war das Duell des Wochenendes auf das alle mit Spannung warteten. Die Superpole holte sich Reiterberger trotz sieben Kilo Zusatzgewicht am Sonnabend bereits und startete damit von Platz eins.
 
Rennen 1:
 
Brookes erwischte einen schlechten Start und musste sich auf der vierten Position einreihen, auch Reiterbergers Start war nicht optimal. Am Ende der vierten Runde ging Reiterberger an Forés vorbei in Führung.
Markus Reiterberger
Foto: Superbike*IDM
In Folge konnte sich Reiterberger zügig absetzen und fuhr soger in Runde sieben mit 1:36.049 Minuten schneller als in der Qualifikation. Reiterberger wollte es wissen und vergrößerte den Abstand zu seinen Verfolgern systematisch. In der neunten Runde ging Lanzi an Forés vorbei und nicht viel später wurde Forès auch von Brookes überholt.
Lanzi #51, Brookes #2 und Forrès kämpfen um die Plätze hinter Reiterberger
Foto: Superbike*IDM
Reiterberger verlor vorne aufgrund seines aufgearbeiteten Hinterreifens in den letzten drei Runden an Speed. An seinem zehnten Saisonsieg änderte das aber nichts, er siegte vor Lanzi, Brookes und Forés.
Das Podest aus Rennen eins Lanzi, Reiterberger und Brookes (v.L.)
Foto: Superbike*IDM
 
Rennen 2:
 
Im zweiten Rennen brauchte Reiterberger noch acht Punkte um sich die Meisterschaft zu sichern, dafür war Rang acht notwendig. Reiterberger fuhr aber nicht um Platz acht, sondern erneut auf Sieg.

Zunächst stand dem Lorenzo Lanzi im Weg. Der Italiener lieferte auf dem TT Circuit Assen eine starke Performance ab und setzte sich direkt an die Spitze. Xavi Forés hielt sich zunächst an Position drei hinter Reiterberger, musste dann aber in Runde acht Josh Brookes vorbeiziehen lassen. Das Spitzenquartett fuhr mit minimalem Abstand hintereinander her.

In der neunten Runde zog Reiterberger an Lanzi vorbei. Vier Runden vor Schluss kämpfte sich Forés die dritte Position zurück. Mit 0,101 Sekunden Vorsprung siegte Reiterberger vor Lanzi und Forés. Damit ist Markus Reiterberger vorzeitig deutscher Superbike-Meister 2015.

In Assen mit Doppelsieg zum Meistertitel: Markus Reiterberger
Foto: Superbike*IDM
Markus Reiterberger:
„Mit einem Doppelsieg Meister zu werden ist ein unglaubliches Gefühl. Das übertrifft alles. Ich bin so froh, in diesem Team zu fahren. Die haben mir die ganze Saison so ein geiles Moped hingestellt, das ist der Wahnsinn.“
 
Lorenzo Lanzi:
„Ich hatte im zweiten Rennen Probleme mit dem Vorderreifen. Als dann Xavi von hinten ankam, verlor ich den Zweikampf gegen Reiti. Dieses Wochenende war fast perfekt und sehr wichtig, um mich für nächstes Jahr zu empfehlen.“
 
Xavi Forés:
„Ich gratuliere Markus zur Meisterschaft. Er hat in dieser Saison keine Fehler gemacht und ist der verdiente Sieger. Ich bin nicht enttäuscht. Wir haben den Titel am Saisonanfang verloren, nicht jetzt. Mit dem dritten Platz im zweiten Rennen bin ich zufrieden. Ich hatte Probleme mit meinem Vorderreifen. Nach dem schlechten Gefühl im ersten Rennen, ist das jetzt ein gutes Ergebnis.“
 
Josh Brookes:
„Das Motorrad ist sehr unterschiedlich zu meinem in der BSB. Aber davon abgesehen habe ich schon vermutet, dass es hier nicht leicht wird. Die Spitze ist immer schwierig zu schlagen.“

Samstag, 8. August 2015

Reiterberger holt Superpole in Assen

Das Reiterberger und Forès mit dem neuen Piloten bei Yamaha, dem Australier Josh Brookes, einen neuen ernsthaften Konkurrenten in Assen haben hatte sich bereits in den freien Trainings angedeutet. Der neue Mann holte auch im Zeittraing die schnellste Zeit und ging als Favorit vor Forès und Reiterberger in den Kampf um die Superpole. Brookes machte dann im Kampf um die Superpole von Beginn ernst und legte die schnellste Zeit vor, die er auch im zweiten Versuch noch einmal verbessern konnte.
Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Doch Reiterberger legte mit seiner mit sieben Kilo Handicap beschwerten BMW nach und unterbot die Bestzeit von Brookes. Brookes legte zwar noch einmal nach und fuhr persönliche Bestzeit, an Reiterberger kam er aber nicht vorbei.

Stefan Kerschbaumer (Yamaha) fuhr als bester Superstock 1000 Pilot auf einen bemerkenswerten Platz fünf.
 
Ergebnis Superpole Assen (Top-Five):
 
1. Markus Reiterberger (BMW),
2. Josh Brookes (Yamaha),
3, Xavi Forès (Ducati),
4. Lorenzo Lanzi (Ducati),
5. Stefan Kerschbaumer (Yamaha),

Superbike*IDM Assen: Josh Brookes (Yamaha) Bestzeit im freien Training

Josh Brookes (Yamaha MGM) holt Bestzeit im freien Training
Foto: Superbike*IDM
Markus Reiterberger scheint einen neuen Gegner im Kampf um Siege in der Superbike*IDM bekommen zu haben. Josh Brookes staretet das erste mal im Rahmen der SUPERBIKE*IDM. Für das Team Yamaha MGM von Teamchef Michael Galinski, welches die Ausfälle von Max Neukirchner und Damian Cudlin sowie der Verletzung Kev Coghlans in Schleizverkraften muss, soll er um Spitzenplazierungen kämpfen. Brookes fährt erfolgreich in der BSB und hat dort zuletzt zwei Doppelsiege eingefahren.
Markus Reiterberger zweiter Platz im freien Training in Assen
Foto: Jens Hawrda
Am Ende der freien Trainings waren es nur Brookes (Yamaha) und Reiterberger (BMW) die Zeiten unter 1:37 Minuten fuhren. Josh Brookes landete die Bestzeit mit 1:36.841 Minuten. Reiterberger war mit 1:36.994 Minuten nur ein gutes Zehntel langsamer als sein neuer Konkurrent und das angesichts der Tatsache das er sieben Kilo Handicapgewicht zusätzlich bewegen muss.
 
Extragewicht hat auch der Spanier Xavi Forés (3C-Racing Team) seit diesem Wochenende zugeladen. Vier Kilo muss Forés mit auf den TT Circuit Assen nehmen. Merken würde er davon aber nicht viel, meinte er. Im Training war er mit 1:37.288 Drittschnellster.

Freitag, 7. August 2015

Halbzeit in der DTM: Mehr Rennen, mehr Zuschauer, mehr Spannung

Zehn Rennen sind in der aktuellen DTM-Saison absolviert. In den vergangenen Jahren wären nach dieser Anzahl die Pokale bereits verteilt und alle Titel vergeben worden. Im Jahr 2015 haben die Fahrer und Teams jedoch erst Halbzeit im Terminkalender. Das neue Format, das unter anderem zwei Rennen pro Wochenende auszeichnet, macht es möglich. „Wir haben verschiedene Neuerungen eingeführt, um den Fans attraktiven und packenden Rennsport zu bieten. Das ist uns, denke ich, ganz gut gelungen“, sagt ITR-Vorstandsvorsitzender Hans Werner Aufrecht. Der Blick auf die bisherige Saison gibt ihm Recht. Team-Verantwortliche, Fahrer und auch die Fans sind vom neuen Reglement überzeugt.
Foto: Jens Hawrda
An jedem Rennwochenende wird den Besuchern an den Rennstrecken ein geballtes Motorsportprogramm mit harten Duellen auf der Strecke geboten. Aufrecht: „Wir haben insgesamt mehr Tickets verkauft als 2014 – das ist erfreulich und im internationalen Motorsport nicht die Regel. Auch die Quoten der Livesendungen im Ersten sind besser als im letzten Jahr. Das zeigt uns, dass die DTM attraktiv ist und die Zuschauer interessiert.“ Die DTM übt eine ungebrochene Faszination aus, der sich auch die Prominenz nicht entziehen möchte. In Spielberg zählten beispielsweise die Hollywood-Größen Michael Douglas und seine Frau Catherine Zeta-Jones zu den Gästen.
 
Drei Siege in den ersten vier Rennen – in der jüngsten DTM-Vergangenheit wäre diese Bilanz einer Art Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg gleichgekommen. Der Brite Jamie Green dominierte die Konkurrenz in seinem Audi an den ersten Rennwochenenden in Hockenheim und am Lausitzring scheinbar nach Belieben. Durch seine drei Erfolge verschaffte er sich einen komfortablen Vorsprung in der Fahrerwertung. Sein Hersteller war in den ersten vier Läufen das Maß aller Dinge. So standen beim zweiten Rennwochenende in der Lausitz ausschließlich Audi-Piloten auf dem Podium - vieles deutete auf einen furiosen Durchmarsch der Ingolstädter hin. Die Konkurrenz aber schlug zurück. Beim Traditionsrennen auf dem Norisring feierte Mercedes-Benz zwei Siege mit Pascal Wehrlein und Robert Wickens. In Zandvoort jubelten dann die Münchener und schrieben zugleich DTM-Geschichte. Bei Marco Wittmanns Sieg belegten die BMW-Piloten gleich die ersten sieben Plätze – neuer Herstellerrekord. Tags darauf überquerte António Félix da Costa vor vier BMW-Markenkollegen an der Spitze des Feldes die Ziellinie. In Spielberg hatte dann wieder Audi nach packenden Duellen mit Mercedes-Benz die Nase vorn: Edoardo Mortara und Mattias Ekström durften sich feiern lassen. Ein Privileg, das im Jahr 2015 bereits sieben verschiedenen Fahrern zuteil wurde. Zudem schaffte es auch jeder der 24 Piloten mindestens einmal in die Top-Ten und gewannen Punkte für die Gesamtwertung.
 
Die Folge dieser wechselhaften Ereignisse: der Titelkampf ist völlig offen. Derzeit hat der alte Hase Mattias Ekström mit 111 Punkten die besten Karten. Doch Edoardo Mortara (98 Punkte), Pascal Wehrlein (94 Punkte) und Jamie Green (81 Punkte) – der nach seinem fulminanten Auftakt lediglich ein weiteres Mal in die Punkte fahren konnte – sitzen dem erfahrenen Schweden im Nacken. Aufrecht: „Es ist tatsächlich noch überhaupt nichts entschieden. Mattias Ekström ist mein Favorit, Pascal Wehrlein der erste Herausforderer.“
Auch neben dem spannenden Titelkampf bietet die populärste Tourenwagenserie der Welt in dieser Saison reichlich Gesprächsstoff. Neben dem viel diskutierten Manöver von Timo Scheider, der in der letzten Runde des zweiten Laufs in Spielberg Robert Wickens und Pascal Wehrlein von der Strecke beförderte und dafür im Nachhinein disqualifiziert wurde, waren es vor allem die Performance-Gewichte, die viel zu reden gaben. „Die Performance-Gewichte sind grundsätzlich eine gute Sache, die uns hilft, die DTM spannend und attraktiv zu machen. Wie jede derartige Regelung hat auch das aktuelle System gewisse Schwächen, die wir aber demnächst ausmerzen und verbessern wollen“, sagt Aufrecht.
 
Positiv sieht der ITR-Vorstandsvorsitzende hingegen die Einführung der einheitlichen Reifen auf diese Saison hin: „Ich denke, die Zuschauer können die Rennen nun besser verstehen und lesen, insbesondere die Laien, die nicht regelmäßig Motorsport schauen. Es gibt vielleicht jetzt ein paar Überholmanöver weniger, dafür sind heute alle Positionswechsel von Bedeutung für das Klassement. Für die Teams ist mit der Einführung der einheitlichen Reifen eine taktische Komponente weggefallen, die jedoch für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar war.“
 
An welchen Orten sich die Hersteller in der Saison 2016 messen werden, ist derzeit noch nicht entschieden. Aufrecht: „Zum Kalender der nächsten Saison kann ich noch nichts sagen. Dazu ist es noch zu früh. Mein Wunsch ist es, dass wir nächstes Jahr wieder zehn Wochenenden haben. Interessierte Rennstrecken, die gerne DTM-Rennen durchführen möchten, haben wir mehrere.“
 
Der DTM-Tross fiebert nun vorerst dem nächsten Rennwochenende entgegen. Zwischen dem 28. und 30. August präsentiert sich die DTM in Moskau, bevor es dann Schlag auf Schlag in die finale Phase der Meisterschaft geht. Nach dem Stopp in Russland folgen die Rennen in Oschersleben (11. bis 13. September), auf dem Nürburgring (25. bis 27. September) und schließlich das große Finale auf dem Hockenheimring vom 16. bis 18. Oktober.

Donnerstag, 6. August 2015

SUPERBIKE*IDM auf dem TT Circuit Assen: Titelkampf eröffnet

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Schon am kommenden Wochenende (07. bis 09. August) gastiert die SUPERBIKE*IDM auf dem TT Circuit Assen. Für viele Klassen ist es bereits der vorletzte Saisonstopp. In der Kathedrale des Motorsports können manche Piloten bereits den Titel perfekt machen.
Foto: Jens Hawrda
Superbike: Gegenwind aus Down Under
Nach den Ausfällen der Stammfahrer Max Neukirchner und Damian Cudlin beschaffte sich das Team Yamaha MGM nicht weniger illustren Ersatz. Kev Coghlan und Josh Brookes wären auf dem TT Circuit Assen vorgesehen gewesen. Doch das Team scheint vom Pech verfolgt. Coghlan verletzte sich auf dem Schleizer Dreieck und kann in Assen nicht an den Start gehen. Mit dabei sein wird aber Josh Brookes. Der verbuchte in der britischen Superbike Meisterschaft zuletzt einen Doppelsieg und reist beflügelt in die Niederlande. Der Australier liegt in der BSB aktuell an zweiter Position der Gesamtwertung, nur fünf Punkte hinter dem Führenden. Brookes ist nicht nur rennerfahren, sondern kennt auch die neue Yamaha aus dem Effeff. Trotzdem wird er kein leichtes Spiel gegen die permanenten Starter der SUPERBIKE*IDM haben. Markus Reiterberger (Team Van Zon-Remeha-BMW) ist kaum zu bremsen. Im Halbfinale in Assen will auch Xavi Forés (3C-Racing Team) nochmals seine Klasse zeigen und nach Schleiz nun den nächsten Saisonsieg erkämpfen.
 
Superstock 1000: Stamm mit nur einem Punkt Rückstand auf Gines
Beim vorletzten Rennen in der Superstock 1000-Klasse geht es enger zu als je zuvor. Das Stockfeld ist stark besetzt, Nuancen machen den Unterschied. Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) führt seit Saisonbeginn das Gesamtranking an und befindet sich auf direktem Weg Richtung Meisterschaftsgewinn. Doch die Konkurrenz liegt auf der Lauer. Roman Stamm will endlich Meister werden, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren zweimal den Vizemeistertitel in der Klasse Supersport 600 geholt hatte. Nachdem Gines in Schleiz nicht vorne mitmischen konnte, machte Roman Stamm deutlich Boden gut und liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter Gines. Der Meistertitel muss also keineswegs ein Wunschtraum bleiben. Viel drin ist in dieser Saison auch für Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team), der in Schleiz die volle Punktzahl kassierte und jetzt an Platz drei im Gesamtranking liegt.
 
Supersport 600: Nekvasil mischt auf
Am Schleizer Dreieck bekamen die Fahrer der Klasse Supersport 600 ordentlich Konkurrenz. Marco Nekvasil startet für den Rest der Saison im Team LSG Racing und legte mit einem ersten und einem zweiten Platz gleich richtig vor. In Assen soll es wieder so – oder noch besser laufen. Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) hat aber etwas dagegen. Er fuhr in Schleiz ebenfalls auf Platz eins und zwei und liegt nun im Gesamtklassement an Platz zwei hinter Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer). Platz drei hat Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) inne, gefolgt von Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex) und Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen). Das niederländische Team SWPN schickt Frank Brouwer an den Start. Er liegt im Moment auf Rang sieben. Rob Hartog, der in der Superstock-600-EM unterwegs ist, wird in Assen ebenfalls im Renngeschehen mitmischen.
 
Zuwachs für die Klasse SuperNaked
Auf dem TT Circuit Assen mischt sich ein neues Gesicht unter die SuperNaked-Fahrer. Julian Neumann wird auf der Kawasaki Z800 für das Team Mct-Lohmann Racing an den Start gehen. Der 29-jährige Langenhagener gewann zuletzt das Fischereihafen-Rennen und ist jetzt zum ersten Mal in der SUPERBIKE*IDM unterwegs. „Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung“, sagt Neumann. „Auf dem TT Circuit Assen steht auch Spitzenreiter Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) am Grid. Ebenfalls mit dabei sind Frank Behrje sowie Uwe Reichmann (Völpker NRT 48), der sich in Schleiz zum ersten Mal gegen Karthin durchsetzte.
 
Moto3: Soppe und Dubbink wollen in Assen glänzen
Walid Soppe (Eveno Racing) wollte in Schleiz eigentlich vorne mitmischen. Er vermasselte sich die Tour jedoch durch einen Frühstart selbst. In Assen will der 15-Jährige wieder glänzen. Vor allem, weil er in Assen geboren ist. Mehr Heimrennen geht nicht. Trotz der Nähe halten sich seine Erfahrungen mit dem TT Circuit Assen in Grenzen. Erst zwei- oder dreimal sei er hier gestartet. Und meistens seien die Ergebnisse zum Vergessen gewesen. Dieses Mal soll es besser laufen. Die Konkurrenz ist groß: Tim Georgi und Matthias Meggle (beide Freudenberg Racing Team) sowie Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) sind starke Gegner. In der Moto3 GP-Wertung steht auch für Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno Racing) ein Heimrennen an. In Schleiz lieferte sich der großgewachsene Niederländer einen harten Fight mit Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team), der bis dato alle Saisonsiege der GP-Wertung einfuhr. In Assen soll sich das ändern, denn hier kennt Dubbink sich aus und hat bereits große Erfolge feiern können.
 
Sidecar-Fahrer Gürck: „In Assen waren wir immer stark“
Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) führen die Klasse Sidecar seit Saisonbeginn an. Auch wenn es dort eng zugeht – die Spitzenposition konnte den Routiniers bisher keiner der harten Rivalen streitig machen. Jetzt kommen Gürck/Wechselberger nach Assen, wo sie, wie Gürck sagt „immer stark waren“. Im Jahresendspurt wollen sie einen weiteren Sieg einfahren, aber vor allen Dingen den ersten Platz im Gesamtklassement halten. André Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) waren ihnen bis zuletzt dicht auf den Fersen. Doch ein Sturz in Schleiz bescherte den beiden eine Nullrunde und das Abrutschen auf Platz drei im Gesamtklassement. Auch der aktuelle Champion Josef Sattler (Sattler Motorsport) und sein neuer Partner Uwe Neubert wollen in der Meisterschaft vorne mitfahren. Nach dem überlegenen Sieg in Schleiz liegen sie auf Platz zwei. Als Gaststarter ist u. a. das niederländische WM-Gespann Bennie Streuer und Geert Koerts mit von der Partie, die auch in der Sidecar-WM regelmäßig unter die ersten drei fahren.