Dienstag, 10. September 2024

Stimmen der Porsche Piloten zum DTM-Rennwochenende auf dem Sachsenring

Ayhancan Güven, Porsche #90
Foto: Jens Hawrda

Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90:

„Das Wochenende hat leider schwierig begonnen, da ich das Freitagstraining aufgrund von technischen Schwierigkeiten nicht beenden konnte. Mein Qualifying am Samstag lief nicht gut, im Rennen konnte ich aber einige Plätze aufholen und bin damit zufrieden. Der Reifenschaden kurz vor Schluss war sehr unglücklich. Am Sonntag haben wir im Qualifying mit Rang neun dann ein gutes Comeback geschafft. Der Start verlief mit einer Berührung nicht so gut, im weiteren Verlauf konnte ich aber durch die super Strategie wieder auf Rang acht vorfahren. Durch die Strafe ist es am Ende Platz 13 geworden. Jetzt blicke ich nach vorne auf das Wochenende am Red Bull Ring.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91:
„Ein anstrengendes Wochenende für uns, das mit der Pole-Runde am Samstag super begonnen hat. Durch die Strafe aus dem letzten Rennen konnten wir nur von Platz sechs starten und sind auch als Sechster ins Ziel gekommen. Das Team hat wieder einmal super Boxenstopps – die zwei schnellsten des Rennens – hingelegt und auch die Strategie war super. Am Sonntag hatten wir im Quali etwas Pech, aber nichtsdestotrotz war es mit Rang sechs eine viel bessere Ausgangsposition als wir sonst diese Saison schon hatten. Im Rennen war es ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem schlechten Start habe ich Plätze verloren, aber mit einer tollen Strategie und erneut den beiden schnellsten Boxenstopps des Tages, ging es vor auf Platz fünf. Nach dem Safety-Car Restart konnte ich dann noch Engel überholen, leider hat die Pace für mehr Überholmanöver nicht ganz gereicht. Aber ich bin trotzdem zufrieden, dass wir näher dran sind und etwas weiter vorne mitfahren können.“


Drei Punkteresultate für Manthey EMA beim DTM-Rennwochenende auf dem Sachsenring

  •  Thomas Preining fährt am Sachsenring einen vierten und einen sechsten Platz ein und rückt auf Rang fünf in der Fahrerwertung vor
  •     Ayhancan Güven erleidet im Samstagsrennen einen unglücklichen Reifenschaden und erreicht in Rennen zwei den 13. Rang
  •     In beiden Rennen gelingen dem Team nicht nur die zwei schnellsten Reifenwechsel, sondern mit 6.336 Sekunden auch der bisher schnellste der laufenden Saison

Thomas Preining, Porsche #91
Foto: Jens Hawrda

Bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Sachsenring fuhr Manthey EMA in den DTM-Läufen elf und zwölf drei Punkteergebnisse ein. Thomas Preining (Österreich) überquerte nach Platz sechs in Rennen eins im Sonntagsrennen die Ziellinie als Vierter. Damit beendete er sein 28. Rennen in Folge seit Beginn der DTM-Saison 2023 in den Punkterängen. Ayhancan Güven (Türkei) erlitt im Samstagsrennen einen unglücklichen Reifenschaden und erreichte am Sonntag den 13. Rang. Für die beiden schnellsten Reifenwechsel in beiden Rennen erhält das Team auf dem Sachsenring insgesamt sechs Punkte und übernimmt die Führung in der Pit-Stop-Wertung (22 Punkte). Der schnellste Boxenstopp im Samstagsrennen war mit 6,336 Sekunden zugleich der schnellste der laufenden Saison.


Das erste Rennen auf dem 3.645 Kilometer langen, traditionsreichen Sachsenring startete Thomas Preining von Rang sechs. Der Österreicher hatte zuvor im Qualifying die schnellste Runde der Session gefahren, wurde jedoch aufgrund einer am Nürburgring ausgesprochenen Strafe um fünf Positionen in der Startaufstellung rückversetzt. Ayhancan Güven ging von Rang 17 ins Rennen. Im Rahmen der Startphase und nach einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug verlor Preining zwei Positionen und kam unmittelbar nach Öffnung des Boxenstopp-Fensters als Achter an die Box. Nachdem er sich durch den schnellsten Reifenwechsel der Saison um eine Position verbesserte, kämpfte der Österreicher lange Zeit mit der Startnummer 3 (Kelvin van der Linde) um den sechsten Rang. 13 Minuten vor Rennende gelang es ihm schließlich, sich mit einem Überholmanöver von van der Linde (#3) abzusetzen und die Ziellinie als Sechster zu überqueren. Ayhancan Güven konnte derweil bis zur Öffnung des Boxenstoppfensters vier Positionen gutmachen und die Punkteränge erreichen. Nach seinem ebenfalls starken Boxenstopp fand er sich auf Rang 12 wieder, den er bis kurz vor Rennschluss behauptete. Ein schleichender Reifenschaden zwang den Türken jedoch seinen Porsche 911 GT3 R anderthalb Minuten vor Rennende abzustellen.

Das zweite Zeittraining des Wochenendes beendeten beide Manthey EMA Fahrer mit den Positionen sechs (#91) und neun (#90) in den Top-Zehn. Nach dem ersten Renndrittel an achter Stelle liegend, steuerte die Startnummer 91 in der zweiten Runde nach Öffnung des Boxenstopp-Fensters die Boxengasse zum Reifenwechsel an und machte mit dieser Strategie und dem schnellsten Reifenwechsel des Rennens drei Plätze gut. Sein Teamkollege Güven kam auf Platz 10 mit 34 verbleibenden Minuten an die Box und komplettierte das gute Zwischenergebnis mit Rang neun. Noch während des 20-minüten Boxenstoppfensters sorgte eine Kollision für eine 5 Runden andauernde Safety-Car-Phase. Nach dem Restart, mit 19 verbleibenden Minuten auf der Uhr, machte Preining mit einem sehenswerten Manöver eine weitere Position gut, erreichte das Ziel auf Rang vier und fügt seinem Meisterschaftszählerkonto damit dreizehn Punkte hinzu. Güven überquerte die Ziellinie als Achter. Durch eine nach dem Rennen ausgesprochene 15-Sekunden-Strafe für eine Kollision mit der Startnummer 19 (Luca Engstler), beendete er das Rennen offiziell auf Rang dreizehn und erhält drei Meisterschaftszähler.

„In erster Linie bin ich an diesem Wochenende sehr stolz darauf, dass wir zweimal die jeweils zwei schnellsten Boxenstopps des Rennens erreichen konnten. Das ist wirklich etwas Besonderes und ich bin der gesamten Crew sehr dankbar für ihre immer wieder harte Arbeit. Auch strategisch haben wir in beiden Rennen wieder auf höchstem Niveau agiert und konnten dadurch, wie fast immer, Plätze gut machen. Die Ergebnisse spiegeln die klasse Leistung derzeit nicht vollumfassend wider, aber ich bin überzeugt, dass wir bald wieder ganz vorne mitfahren werden,“ erklärt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

In der DTM-Fahrerwertung machen beide Piloten am Sachsenring jeweils einen Platz gut. Während Thomas Preining mit 119 Punkten nun auf dem fünften Platz liegt, rangiert Ayhancan Güven mit 32 Zählern auf Platz 16. In der Teamwertung belegt Manthey EMA nach dem sechsten Saisonlauf den siebten Platz (155 Punkte).

In drei Wochen gastiert die DTM vom 27. bis 29. September 2024 zum vorletzten Rennwochenende der Saison auf dem Red Bull Ring in Spielberg.

Ergebnisse für Porsche vom Rennwochenende am Sachsenring

Ergebnisse DTM-Rennen 1 am Sachsenring:

6. Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
DNF. Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90


Ergebnisse DTM-Rennen 2 am Sachsenring:

4. Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91
13. Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90


Stimmen nder BMW-Piloten zum DTM-Rennwochenende am Sachsenring

Renè Rast, BMW #33
Foto: Jens Hawrda

René Rast (#33 RoboMarkets BMW M4 GT3):

„Grundsätzlich ist es natürlich gut zu sehen, dass unser Auto in den Rennen funktioniert und wir dort viel Boden gutmachen können. Das hilft nur nichts, wenn wir diese Pace in den Qualifyings nicht abrufen können und von so weit hinten starten. Das Problem müssen wir unbedingt verstehen und in den Griff bekommen. Der Unfall am Sonntag tut mir leid für Marco und Jordan. Ich hatte einen guten Run aus der letzten Kurve heraus und wollte Jordan überholen. Als ich mich zum Überholversuch auf der Innenseite committed hatte, kam er auch nach innen, und ich habe ihn getroffen. Das war natürlich sehr unglücklich, aber ein Rennunfall.“

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 GT3):
„Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Jungs an diesem Wochenende. Ich denke, wir haben aus den Möglichkeiten, die uns hier zur Verfügung standen, das Bestmögliche herausgeholt. Gegen so einen Reifenschaden kann man nichts machen, das passiert. Dennoch nehmen wir mit Blick auf die kommenden Events viel Positives mit.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3):
„Das Wochenende war extrem frustrierend. Wenn du wie ich am Sonntag so hart in Kurve eins getroffen wirst, kannst du gar nichts machen. Das ist umso ärgerlicher, weil wir bis dahin ein sehr gutes Rennen hatten. Wir hatten ein gutes Reifenmanagement und eine gute Pace und waren auf einer ähnlichen Strategie wie bei meinem Sieg in Zandvoort. Im zweiten Stint war der Plan, weiter zu attackieren und vielleicht sogar die Top-5 anzugreifen. Daher ist der Ausfall brutal enttäuschend.“

DTM Sachsenring: Hart erkämpfte Top-Ten-Resultate für BMW durch Schubert Motorsport

Sheldon van der Linde, BMW #31
Foto: Jens Hawrda

Schubert Motorsport erlebte am sechsten DTM-Rennwochenende der Saison auf dem Sachsenring (GER) eine Achterbahnfahrt. In den Qualifyings taten sich alle drei BMW M4 GT3 schwer, doch in den Rennen folgten eindrucksvolle Aufholjagden. René Rast (GER) machte im Samstagsrennen 13 Positionen gut und wurde Siebter. Am Sonntag verbesserte er sich um elf Plätze auf Rang neun. Auch Sheldon van der Linde (RSA) fuhr in beiden Rennen in die Top-Ten. Marco Wittmann (GER) hatte großes Pech.


Rast hatte in beiden Zeittrainings die größten Probleme der drei BMW M Werksfahrer und musste jeweils vom letzten Startplatz in die Rennen gehen. Dort spielte er die gute Rennpace seines #33 RoboMarkets BMW M4 GT3 dann aber aus und machte über das Wochenende hinweg insgesamt 24 Positionen gut. Das bedeutete am Ende Platz sieben am Samstag und Platz neun am Sonntag.

Van der Linde kam in seinem #31 Shell BMW M4 GT3 in den Qualifyings besser zurecht und startete von den Plätzen 13 und zehn. Während er sich bereits am Samstag um einige Positionen verbessern konnte, war sein achter Platz am Sonntag besonders eindrucksvoll, denn nach einem Reifenschaden früh im Rennen lag er schon nahezu aussichtslos zurück. Er gab aber nie auf und konnte sich nach einer Safety-Car-Phase wieder in die Top-Ten zurückkämpfen.

Wittmann hatte auf dem Sachsenring extrem viel Pech. Am Samstag wurde er in eine Startkollision verwickelt, die die Front seines #11 Schaeffler BMW M4 GT3 beschädigte. Er konnte das Rennen zwar durchfahren, jedoch war aufgrund des fehlenden Abtriebs nicht mehr als Platz 13 drin. Am Sonntag fuhr Wittmann von Startplatz 19 einen hervorragenden ersten Stint und war nach seinem Boxenstopp sogar in Reichweite eines Top-5-Ergebnisses. Dann wurde er jedoch unschuldiges Opfer einer Kollision von Rast und Jordan Pepper (RSA, Lamborghini), die die Rennleitung als normalen Rennunfall bewertete.

Dank der starken Aufholjagden konnte Schubert Motorsport seine Führung in der DTM-Teamwertung verteidigen. Mit 273 Punkten hat die Mannschaft aus Oschersleben (GER) vor den beiden verbleibenden Rennwochenenden auf dem Red Bull Ring (AUT) und dem Hockenheimring (GER) 22 Zähler Vorsprung.

Montag, 9. September 2024

Stimmen der Mercedes-Piloten zum DTM-Rennwochenende am Sachsenring

 

Lucas Auer, Mercedes #22 fuhr am Sachsenring sein 150. DTM-Rennen
Foto: Jens Hawrda

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4

„Zunächst einmal vielen Dank an mein Team. Ich hatte das ganze Wochenende über ein wirklich gutes Auto. Schon im Training konnten wir sehen, dass wir konkurrenzfähig waren. Wir wussten vom letzten Jahr, dass wir hier eine Chance haben können. Ich hatte zwei gute Qualifyings und bin in beiden Rennen von P3 gestartet. Das ist auf einer Strecke wie dem Sachsenring sehr wichtig. Am Sonntag war es ein ziemlich heißes Rennen. Wir haben damit gerechnet, dass wir Zweiter werden. Als ich dann erfahren habe, dass der Führende eine Strafe bekommt, war ich etwas aufgeregt. Ich bin sehr glücklich, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen. Wir haben sehr lange dafür gearbeitet und hatten diese Saison häufig Pech. Deshalb genieße ich diesen Moment.”

Maro Engel, Mercedes-AMG Team WINWARD #130

„Insgesamt war es ein positives Wochenende. Das Podium am Samstag war mein viertes in Folge und für die Gesamtwertung sehr wichtig. Das zweite Rennen lief dafür nicht ganz nach Plan. Ich hatte einen guten Start, wurde dann jedoch in Kurve eins von einem Konkurrenten angeschoben und hatte dadurch Kontakt mit dem Fahrzeug vor mir. Dabei wurde mein Auto beschädigt. Die Balance war danach nicht mehr perfekt, aber wir haben trotzdem Druck nach vorne gemacht. Es war kein leichtes Rennen, aber wir haben mit Platz fünf wieder wertvolle Punkte geholt. Damit ist in der Meisterschaft für uns weiterhin alles drin.”

Arjun Maini, Mercedes-AMG Team HRT #36

„Ich hatte am Samstag ein wirklich gutes Qualifying und war mit dem Setup zufrieden. Die Performance war da und wir haben mit Platz fünf im Rennen gute Punkte geholt. Am Sonntag kam ich aus irgendeinem Grund schon im Qualifying einfach nicht auf Pace. Wir müssen uns die Daten genauer ansehen und das analysieren. Die Schwierigkeiten setzten sich im Rennen fort und letztendlich löste sich nach dem Boxenstopp ein Rad. Das Auto fühlte sich nach dem Reifenwechsel ganz normal an und wir können uns die Ursache dafür noch nicht erklären. Wir müssen der Sache auf den Grund gehen.”

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #22

„Es war ein hartes Wochenende. Ich habe alles gegeben, aber leider wurden wir nicht belohnt. In den Trainings war das Gefühl gut, was wir mit Platz drei auch in den Ergebnissen gesehen haben. Aber im Qualifying konnten wir die Performance plötzlich nicht mehr abrufen. Wir haben wirklich alles versucht, aber die Pace war im entscheidenden Moment einfach nicht da. Wir müssen die Köpfe zusammenstecken und daran arbeiten, in den Qualifyings und den Rennen wieder konkurrenzfähig zu sein.“