Die Anreise von Marcel Schrötter zum vorletzten Saison-Event der EURO MOTO war hektisch, aber der 33-Jährige BMW-Fahrer vom Team GERT56 by RS Speedbikes gibt alles, um seine Titelchancen in der Superbike-Klasse aufrecht zu erhalten.
Das Öhlins EURO Moto Nürburgring-Wochenende vom 4. bis zum 6. September könnte zu einer Vorentscheidung werden. Titelverteidiger Lukas „Tulo“ Tulovic (Ducati) führt die Meisterschaft in der höchsten Prädikatsklasse an. Sein Vorsprung auf Verfolger Marcel Schrötter beträgt 46,5 Punkte. Theoretisch kann Tulovic bereits an diesem Wochenende seinen zweiten Titel in Folge perfekt machen. Aber bis dahin kann noch viel passieren. Abgerechnet wird zum Schluss. Schrötter weiß das aus Erfahrung. Der Supersport-WM-Dritte von 2023 bestreitet die 24. Saison in seiner Rennsportkarriere.
Bereits am heutigen Donnerstag findet auf dem Nürburgring ein zusätzliches Training statt. Schrötter hatte allerdings eine kurze Nacht. Er kam direkt aus Südfrankreich an den Ring. Dort fanden Vorbereitungen für den in zwei Wochen in Le Castellet stattfindenden „Bol d’Or“ statt. Das 24 Stunden-Rennen um die „Goldene Schale“ ist das Finale der Langstrecken-WM, die Schrötter mit dem ERC Endurance Team bestreitet.
Heute hofft Schrötter, die Weichen für einen erfolgreichen Abschluss seiner ersten EURO MOTO Superbike-Saison zu stellen. „Auch wenn ich wegen der Anreise etwas Stress hatte, kommt der heutige Testtag genau zum richtigen Zeitpunkt. In der letzten Zeit hatten wir etwas mehr Mühe mit dem Speed. Allerdings haben wir zuletzt in Assen viele Ideen gesammelt, die wir während der Testsessions ausprobieren können.“
Für den BMW-Piloten geht es an diesem Wochenende um mehr als nur gute Platzierungen. Er versucht, dass die Entscheidung um den Superbike-Titel erst beim Saisonfinale fällt.
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek