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| Twan Smits am Freitag mit der schnellsten Zeit Foto: Jens Hawrda |
Der Nürburgring schreibt seine eigenen Gesetze. Das bekam die EURO MOTO Superbike-Elite im Superpole Pre-Practice zu spüren. Weder Titelverteidiger Lukas Tulovic noch Markus Reiterberger konnten die Bestzeit holen. Stattdessen setzte Twan Smits das erste Ausrufezeichen des Wochenendes. Der 22-jährige Niederländer knüpfte nahtlos an seinen Doppelsieg von Assen an und war mit 1:23,592 Minuten der Schnellste.
Twan Smits (Team Apreco-Yamaha), das ist ein Name, den man sich merken sollte. Zwei Wochen nach seinem spektakulären Sturz in Oschersleben und mit einer Handgelenkschiene am Arm hatte Smits beim letzten EURO MOTO-Event in Assen einen Superbike-Doppelsieg für Yamaha geholt. Und das, obwohl er erst seine zweite Saison in der höchsten Klasse bestreitet. Aber 2026 wirkt er deutlich reifer als vor einem Jahr. Und wie er selbst sagt, sind Struktur und Planung ein zentraler Bestandteil seines Erfolgs. Er liebt klare Abläufe.
Mit einer Rundenzeit von 1:23,592 min dominierte Smits das Superpole Pre-Practice ab der dritten Runde. Zuvor hatte Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) die Zeitenliste angeführt. Marcel Schrötter (GERT56), Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion), Jan-Ole Jähnig (GERT56) und Kevin Orgis (ORM) schafften ebenfalls den Sprung in die Superpole 2.
Alt kämpft mit den gleichen Problemen wie im letzten Jahr. „Wenig Grip im Gegensatz zu den anderen Motorrädern.“ Alt ist der einzige Honda-Fahrer im Feld und sagt: „Ich muss deshalb später und tiefer in die Kurve bremsen, aber völlig kompensieren kann ich das nicht.“ Wobei er vor einem Jahr als Elfter gewertet wurde. Beim Öhlins-EURO MOTO-Lauf in diesem Jahr hatte er die viertschnellste Zeit.
Bitter verlief das Training für Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Der vierfache Champion verpasste als einer der Favoriten den direkten Einzug in die Superpole 2. Nur die sechs Schnellsten sind dafür qualifiziert. Die Leistungsdichte ist enorm: Die ersten zehn Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde.
„Das ist alles brutal eng“, sagte Reiterberger und schüttelte den Kopf. „Ich bin am Limit und muss mehr als 100 Prozent geben.“ Dabei hatte sich für den BMW-Piloten zuletzt ein positiver Trend entwickelt. In Oschersleben und Assen war Reiterberger wieder näher an die Spitze gerückt. Doch in den Niederlanden kam es zu einem Zwischenfall. Beim Angriff auf den führenden Twan Smits kam er im zweiten Lauf von der Ideallinie ab, musste durch den Notausgang und kehrte anschließend ohne die vorgeschriebene Verzögerung auf die Strecke zurück. Eine Long-Lap-Strafe war die Folge. Aus den Hoffnungen auf den Sieg wurde Platz sieben. „Mein Fehler. Aber den habe ich schwer verkraftet.“
Während Smits derzeit auf der Erfolgswelle surft, muss Reiterberger morgen bereits in der Superpole 1 liefern, um überhaupt noch in der Superpole 2 um einen Startplatz in den ersten drei Reihen kämpfen zu können. Damit hatte der Dritter in der Meisterschaftswertung nicht gerechnet.
Superpole Pre-Practice
1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)
2. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)
3. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)
4. Florian ALT (GER/Honda)
5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)
6. Kevin ORGIS (GER/BMW)
7. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)
8. Hannes SOOMER (EST/BMW)
9. Markus REITERBERGER (GER/BMW)
10.Leon ORGIS (GER/BMW)
11.Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)
12.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)
13.Marco FETZ (GER/BMW)
14.Jan MOHR (AUT/BMW)
15.Martin VUGRINEC (CRO/BMW)
16.Christoph BEINLICH (GER/BMW)
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek
