Samstag, 5. September 2026

Euro Moto: Supersport: Dirk Geiger mit Rückenwind auf Pole

Dirk Geiger, Yamaha #60 holt sich die Pole
Foto: Jens Hawrda

Mit 13 Punkten Vorsprung ist Dirk Geiger als Spitzenreiter der Gesamtwertung zum Öhlins EURO MOTO-Lauf auf den Nürburgring gekommen. Jetzt hat der Yamaha-Fahrer den nächsten Trumpf in der Hand: Nach dem Doppelsieg in Assen startet er auch in der Eifel von der Pole Position.

Geiger läuft entsprechend gut gelaunt durchs Fahrerlager. Der 24-Jährige vom Apreco-Yamaha-Team wirkt selbstbewusst – und hat allen Grund dazu. In Assen musste er das erste Rennen noch aus der Boxengasse aufnehmen. Nach einer starken Aufholjagd über 13 Runden wurde er am Ende zum Sieger erklärt. Gleichzeitig schnappte er seinem größten Titelrivalen Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) die Führung in der Gesamtwertung weg.

Der Ducati-Fahrer aus Polen hat zwar weiterhin einen Sieg mehr auf seinem Konto, aber die Schulterverletzung in Most riss das erste Loch in seine Erfolgsbilanz. Am Nürburgring bleibt Blin in Schlagdistanz. Mit knapp einer halben Sekunde Rückstand auf Geiger qualifizierte er sich für Startplatz drei und steht damit ebenfalls in der ersten Reihe. Dazwischen steht Geigers Teamkollege Lennox Lehmann. Der Dresdner geht von Platz zwei ins Rennen und hofft, nach gescheiterten Anläufen nun endlich endlich den ersten Saisonsieg zu erringen.

Hinter dem Trio folgt mit Marvin Siebdrath der Gesamtvierte und schnellste Honda-Fahrer. Der MCA-Racing-Pilot teilt sich die zweite Startreihe mit Luca de Vleeschauwer (SWPN Yamaha) und Luca Göttlicher (LJ Racing). Damit sind Yamaha, Ducati, Honda und MV Agusta in den ersten beiden Reihen vertreten. Nur Kawasaki fehlt dort. Der einzige ZX-6R-Fahrer ist Freddie Heinrich und er steht auf dem 11. Startplatz.

Für de Vleeschauwer läuft die Saison bislang allerdings zäh. Nach fünf Podiumsplätzen im vergangenen Jahr wartet der Belgier noch immer auf den ersten Pokal der laufenden Saison. Auch am Nürburgring lief es zunächst nicht rund: Sowohl er als auch Göttlicher stürzten beim zusätzlichen Training am Donnerstag. Beide blieben unverletzt.

Göttlicher hatte nach der starken MV-Agusta-Bilanz zuletzt sogar auf einen Platz in der ersten Reihe gehofft. Nach dem heftigen Highsider musste seine F3 800 RR allerdings erst wieder aufgebaut werden. Bis zum ersten Rennen will das LJ Racing-Team noch die letzten Einstellungen finden.

Die entscheidenden Zeiten fielen ausschließlich im zweiten Qualifying. Auf die nasse Strecke am Morgen hatten bis auf Julius Caesar Rörig (MCA Racing) alle verzichtet. Bei Honda-Fahrer Rörig musste der neue Motor den Funktionstest bestehen. Am bisherigen Antrieb war die Kopfdichtung defekt.

EURO MOTO Supersport, Qualifying

1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)

3. Daniel BLIN (POL/Ducati)

4. Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)

5. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)

6. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)

7. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)

8. Max STAUFFER (AUS/Yamaha)

9.Filip FEIGL (CZE/Yamaha)

10.Jorke ERWIG (GER/Ducati)

11.Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)

12.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)

13.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)

14.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)

15.Marvin KREIMES (GER/Ducati)

16.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)

17Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek