Freitag, 23. September 2016

DTM: Mortara Schnellster im ersten Freien Training

Mortara gibt sich nicht geschlagen, er kämpft um die Meisterschaft
Foto: Jens Hawrda
Wenn das ein Zeichen für den Verlauf des Budapest Wochenendes ist könnte es in der Meisterrschaft noch einmal richtig spannend werden. Bei Sonnenschein und zwanzig Grad am Hungaroring blieben im ersten Freien Training am Freitag gleich 14  Piloten unter der Trainingsbestzeit des Jahres 2014.


Die Trainingsbestzeit am Freitag gelang Edoardo Mortara, der auf seiner schnellsten Runde (1:36.673 Minuten) fast so schnell war, wie Marco Wittmann bei seiner Pole-Zeit vor zwei Jahren (1:36.518 Minuten). Hinter Mortara belegte Robert Wickens mit einer Zeit von 1:36.838 Minuten den zweiten Rang dritter war Audi-Pilot Nico Müller.

Während sich die beiden Verfolger von Spitzenreiter Wittmann in bester Verfassung präsentierten, gelang Wittmann nur die elftschnellste Zeit, war damit aber immerhin noch bester BMW-Pilot.

Antonio Felix da Costa verläßt die DTM

Antonio Felex da Costa verläßt nach dieser Saison die DTM. Damit ist er bereits der zweite BMW -Pilot nach Martin Tomczyk der der DTM den Rücken kehrt.

nach Tomczyk (r.) gibt auch sein Teamkollege da Costa (l.)
den Rücktritt aus der DTM zum Saisonende bekannt
Foto: Jens Hawrda
„Es war eine große Ehre für mich, in der DTM und für BMW antreten zu dürfen.“ Mit diesen Worten eröffnete António Félix da Costa die Pressekonferenz in Budapest, auf der er seinen DTM-Rücktritt zum Ende der Saison 2016 bekannt gab. Damit ist er nach Martin Tomczyk der zweite Pilot des BMW Team Schnitzer, der nach dem Finale in Hockenheim seinen Hut nimmt. „Es war eine tolle Zeit, die mich als Rennfahrer extrem geprägt hat. Es war jedoch immer schwer. Ich war nicht in der Lage, mein ganzes Potenzial zu zeigen, weshalb es sich anfühlt, als hätte ich meine Mission hier nicht beendet.“ Es sei ein trauriger, aber auch zugleich erleichternder Moment. „Ich bin in den vergangenen beiden Jahren DTM und Formel E gefahren. In beiden Serien hat es nicht gut funktioniert, also möchte ich mich in Zukunft nur noch auf eine Sache fokussieren: die Formel E.“ Zudem seien weitere Projekte mit BMW geplant. Genaueres soll dazu in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.„Ich habe in jedem Auto, in dem ich Rennen bestritten habe gewonnen. In der DTM war das in Zandvoort 2015 der Fall. Dabei habe ich im Jahr zuvor kein Bein dort auf die Erde bekommen, was zeigt, wie eng es in der DTM zugeht. Ich habe es nicht geschafft, über längere Zeit konstant vorne mitzumischen“, sagte Félix da Costa, der nun alles geben möchte, um BMW zum Hersteller- und Marco Wittmann zum Fahrertitel zu verhelfen.


„Ich habe in Ungarn schon in verschiedenen Serien gewonnen, beispielsweise beide Rennen in der GP3-Serie – als einziger Fahrer überhaupt. Wenn ich jetzt hier – gerade nach der Bekanntgabe meines Rücktritts – auch im DTM-Auto gewinnen würde, wäre das die Kirsche auf der Torte“, sagte der Portugiese, der sich bei allen DTM-Weggefährten ausdrücklich bedankte – besonders bei Schnitzer-Teamchef Charly Lamm. „Einen Mann wie Charly Lamm zu verlassen ist extrem schade. Ihm habe ich so unendlich viel zu verdanken. Aber, ich bin mir sicher, dass sich unsere Wege auch in Zukunft noch häufiger kreuzen werden.“

"Die Fans werden António auf jeden Fall vermissen. Er war mit seinem spektakulärem Fahrstiel ein Höhepunkt in der DTM, sagte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. "António's Zeit mit BMW in der DTM geht zwar zu Ende, aber wir werden auch weiterhin mit ihm zusammen arbeiten. Ich bin sicher, dass er den Fans von BMW Motorsport  auch in die Zukunft noch viel Freude machen wird. "

Audi unterstützt Ekström im Kampf um WM-Titel

  • Mattias Ekström startet beim Rallycross-WM-Lauf auf dem Estering 
  • René Rast vertritt Mattias Ekström beim zeitgleichen DTM-Finale in Hockenheim 
  • Dieter Gass: „Mattias hat die Möglichkeit, einen Weltmeistertitel zu gewinnen“
Ekström startet nicht beim DTM-Finale
Foto: Jens Hawrda
Audi-Werksfahrer Mattias Ekström wird am 15. und 16. Oktober auf dem Estering in Buxtehude um den Titel in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WorldRX) kämpfen. Zeitgleich gibt Audi Sport René Rast eine weitere Chance in der DTM: Nach seinem starken Debüt beim Rennen in Zandvoort bestreitet der 29-jährige Deutsche auch das DTM-Finale auf dem Hockenheimring.

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Natürlich ist es nicht einfach, ausgerechnet beim DTM-Finale in Hockenheim auf einen unserer besten Fahrer zu verzichten. Aber Mattias (Ekström) hat die Möglichkeit, mit einem Audi den Weltmeistertitel im Rallycross zu gewinnen.“ Audi Sport hat ihm deshalb die Freigabe für den WM-Lauf auf dem Estering erteilt und unterstützt ihn so im Kampf um den WM-Titel. Sein DTM-Cockpit in Hockenheim übernimmt René Rast. Der Audi-Werksfahrer hat beim überraschenden DTM-Debüt einen starken Eindruck hinterlassen. „Ich bin sehr gespannt, wie er sich mit etwas mehr Vorbereitungszeit schlägt“, so Gass.

Mattias Ekström ist mit 21 Siegen und zwei Meistertiteln der erfolgreichste Audi-DTM-Pilot der Geschichte. Vor drei Jahren gründete er parallel zu seinem DTM-Engagement sein privates Rallycross-Team EKS. Mit dem Audi S1 EKS RX quattro steht er nun vor dem möglichen ersten WM-Titel seiner Karriere: Vor den letzten drei WM-Läufen führt der Schwede die Rallycross-Weltmeisterschaft mit zehn Punkten Vorsprung an.

René Rast ist seit Dezember 2014 Audi-Werksfahrer und hat seine Vielseitigkeit bereits am Steuer verschiedener Audi-Rennwagen unter Beweis gestellt. Dazu zählen Siege mit dem Audi R8 LMS bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa, der Titelgewinn im ADAC GT Masters 2014, starke Leistungen am Steuer des Audi R18 bei den 24 Stunden von Le Mans und ein siegreicher Gasteinsatz im Audi Sport TT Cup. In Zandvoort sprang er im Juli im Sonntagsrennen für den verletzten Adrien Tambay ein. Auch in der weltweit ausgetragenen Elektro-Rennserie Formel E feierte Rast in diesem Jahr sein Debüt.
 

DTM auf Stadtrundfahrt durch Budapest

 
Foto: dtm.com

Der Pre-Event zum achten DTM-Wochenende der Saison 2016 in Budapest hat unvergessliche Bilder geliefert. Am Donnerstagmittag donnerten die Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG durch die Straßen der ungarischen Hauptstadt. Vor der Stadtrundfahrt hatten sich die Protagonisten bereits in der Nähe des Heldenplatzes ihren Fans präsentiert: Jamie Green, Nico Müller (beide Audi), Augusto Farfus, Tom Blomqvist (beide BMW), Maximilian Götz und Paul Di Resta (beide Mercedes-AMG) schrieben unzählige Autogramme und erfüllten gerne die mittlerweile obligatorischen Selfie-Wünsche.

Foto: dtm.com

Alles in allem war der Auftritt in der Innenstadt der Donau-Metropole ein gelungener Start in das Rennwochenende. Auf dem Hungaroring stehen die Rennen 15 und 16 auf dem Programm. Die populäre Tourenwagenserie biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade der Saison 2016 ein.

Kevin Wahr verpasst WM-Punkte beim Heimrennen auf dem Lausitzring und freut sich auf das IDM-Finale in Hockenheim

Kevin Wahr (Nagold) möchte in Hockenheim seine Siegesserie fortsetzen Foto: Hermann Rüger

Der Nagolder Motoradrennfahrer Kevin Wahr verpasste beim neunten Lauf zur Supersport-WM auf dem Lausitzring mit dem 16. Platz knapp die Punkteränge. Auf dem 4,265 km langen Lausitzring ging der 27-jährige Honda-Pilot vom Gemar Balloons-Lorini-Team vom 13. Startplatz von 35 Piloten aus der vierten Startreihe in das 19 Runden-Rennen. Nach einem guten Start konnte sich der Schwarzwälder auf den zehnten Rang vorkämpfen, doch danach haben die Reifen nachgelassen und Kevin Wahr fiel auf den 16. Rang zurück. Im Ziel hatte er einen Rückstand 32,781 Sekunden auf den Sieger Kenan Sofuoglu (Türkei/Kawasaki). Zweiter mit nur 1,757 Sekunden Rückstand wurde der Finne Niki Tuuli (Yamaha) vor dem Franzosen Jules Cluzel (MV Agusta). Nach dem Rennen war Kevin Wahr enttäuscht: „Das Wochenende auf dem Lausitzring hatte gut begonnen und ich lag bei allen Trainings unter den ersten 15 Piloten. Vom 13. Startplatz hatte ich einen guten Start und konnte nach zwei Runden meinen vor mir liegenden Teamkollegen Ayrton Badovini (Italien) auf dem 10. Platz überholen. Leider hatte ich aber einen zu weichen Hinterreifen gewählt, der bei den kalten Temperaturen am Sonntag bereits zu Rennmitte anfing nachzulassen. Einige Runden konnte ich dies mit etwas mehr Risiko kompensieren, doch in den letzten Runden verlor ich dann immer mehr Plätze und verpasste mit dem 16. Rang im Ziel knapp die Punkteränge. Das ist natürlich ärgerlich, denn es wäre ein Top-Ten Platz drin gewesen. Aber die Entscheidung mit dem weichen Reifen habe ich selbst getroffen.“ Im WM-Klassement liegt Kevin Wahr nach 9 Rennen mit 17 Zählern auf dem 20. Gesamtrang. Die Supersport-WM führt der vierfache Weltmeister Kenan Sofuoglu mit 171 Punkten souverän vor seinem Kawasaki-Teamkollegen Randy Krummenacher aus der Schweiz mit 118 Zählern an, der auf dem Lausitzring Sechster wurde.

Jetzt am Wochenende startet Kevin Wahr wieder für das HPC-Power Suzuki Racing Team beim Motorrad-IDM Finale auf dem Hockenheim in der Superstock 600-Klasse. Kevin Wahr hat in dieser IDM-Saison bisher nur an drei von sechs Veranstaltungen teilgenommen. Auf den Rennstrecken in Zolder/Belgien, auf dem Schleizer Dreieck und in Assen/Niederlande konnte der Suzuki-Pilot jeweils gleich ein Rennen gewinnen. Zur Zeit liegt er mit 128 Zählern auf dem dritten Gesamtrang. Der Niederländer Bryan Schouten (Yamaha) hat mit drei Siegen in Folge die Führung mit 215 Punkten knapp vor Christian Stange (Heidenau/Kawasaki) mit 207 Zählern übernommen. Kevin Wahr ist für sein Heimrennen in Hockenheim optimistisch: „Ich möchte meinen dritten Gesamtrang verteidigen, in Hockenheim konnte ich die letzten vier IDM-Rennen alle gewinnen und möchte meine Siegesserie fortsetzen. Auf meiner Heimstrecke kommt die ganze Familie sowie viele Freunde und meine Sponsoren. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe, dass es nicht regnet.“ Die zwei Superstock 600-Rennen werden am Samstag um 17.50 Uhr und am Sonntag um 13 Uhr über jeweils 15 Runden gestartet. Weitere Information gibt es im Internet unter www.Superbike-IDM.de .

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof