Montag, 22. Juni 2015

Marco Wittmann: Formel-1-Test mit der Scuderia Toro Rosso

Marco Wittmann testet am Mittwoch dieser Woche den Torro Rosso STR10 Formel-1-Renner
Foto: Jens Hawrda
Für Marco Wittmann (DE) geht ein Kindheitstraum in Erfüllung: Der amtierende DTM-Champion bekommt die Gelegenheit, erstmals in seiner Karriere am Steuer eines Formel-1-Autos zu sitzen. Während der offiziellenTestfahrten am 24. Juni auf dem Red Bull Ring wird Wittmann in einem Rennwagen der Scuderia Toro Rosso, dem 2015er STR10, in Spielberg (AT) auf die Strecke gehen. BMW Motorsport war es aufgrund der guten Beziehungen zu Premium Partner RedBull möglich, diesen besonderen Formel-1-Test Realität werden zu lassen. Die Fahrt im STR10 ist die Belohnung von BMW Motorsport an Wittmann für seine außergewöhnliche Leistung in der DTM-Saison 2014, die er mit dem Gewinn des Fahrertitels krönte. Bereits beim Saisonfinale in Hockenheim hatte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt den damals frisch gekürten Champion unter anderem mit dem Formel-1-Test überrascht. Zudem wurde zu Ehren Wittmanns die limitierte BMW M4 DTM Champion Edition aufgelegt.

„Es ist fantastisch, dass BMW Motorsport und Red Bull mir diese Testmöglichkeit geben“, sagte Wittmann. „Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung. Schon als Kind wollte ich einmal am Steuer eines Formel-1-Autossitzen. Die Fahrt im Toro Rosso wird ganz sicher ein einmaliges Erlebnis. Ich bin gespannt darauf, nach vielen erfolgreichen Rennen in meinem BMW DTM-Rennwagen nun für einen kurzen Ausflug wieder in ein Formelauto zurückzukehren – noch dazu in ein fantastisches Auto der Scuderia Toro Rosso. Vor allem aber bin ich auf die noch höhere Endgeschwindigkeit, die Beschleunigung, das noch spätere Bremsen und die Fliehkräfte gespannt.“

Sonntag, 21. Juni 2015

Asch/Ludwig gewinnen Regenkrimi in Spa im Mercedes-Benz

  • Erster Saisonsieg für Mercedes-Benz durch Sebastian Asch/Luca Ludwig
  • Sechs verschiedene Sieger in ersten sechs Saisonläufen
  • Debütsieg für Audi-Pilot Weishaupt in der Gentlemen-Wertung


die Sieger vom Sonntag Asch (l.) und Ludwig
Foto: ADAC-Motorsport
Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) haben bei einem spannenden Regenkrimi in Spa-Francorchamps im Mercedes-Benz SLS AMG ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Die Tabellenführer schrieben unter den Augen von FIA-Präsident Jean Todt, der das ADAC GT Masters in Belgien besuchten, mit dem ersten Sieg des Traditionsteams Zakspeed im ADAC GT Masters eine eindrucksvolle Serie fort. In allen bisherigen Rennen fuhren die Mercedes-Benz-Piloten in die Top-Vier und sorgten als sechste Saisonsieger für weiterhin viel Abwechselung auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Daniel Keilwitz (25, Villingen)/Andreas Wirth (30, Heidelberg/beide Callaway Competition) fuhren in einem komplett verregneten Rennen in ihrer Corvette auf Platz zwei vor dem Audi R8 mit Florian Stoll (33, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau/beide kfzteile24 MS RACING). "Endlich hat es mit dem Sieg geklappt, wir haben lange darauf gewartet", jubelte Asch. "Toll, dass wir zeigen konnten, was wir und das Auto können. Die Saison läuft bisher wie im Bilderbuch."
 
Mercedes-Benz-Duell in der ersten Rennhälfte
 
Der Start wurde für die ADAC GT Masters-Piloten zu einer Nervenprobe. In der Einführungsrunde setzte starker Regen ein, der Rennleiter brach daraufhin das Rennen noch in der Formationsrunde ab, um allen Teams die Möglichkeit zu geben, sicher auf Regenreifen zu wechseln. Nach kurzer Unterbrechung wurde das auf 51 Minuten Dauer verkürzte Rennen gestartet. Gleich nach dem Start trumpfte Ludwig im Mercedes-Benz auf und eröffnete von Startplatz vier kommend noch in der ersten Runde die Jagd auf seinen führenden Markenkollegen Bernd Schneider (50, Bottighofen, CH/HP Racing). Die beiden Mercedes-Benz-Piloten kämpften um die Führung, bis das Safety-Car aufgrund der widrigen Bedingungen das Rennen neutralisierte.

die Bedingungen am Sonntag waren nicht einfach
Foto: ADAC-Motorsport
Nach dem Restart wurde aus dem Duell um die Führung ein Dreikampf, in dem sich Corvette-Pilot Daniel Keilwitz mit ins Spiel brachte. Bis zum Wechsel auf Wirth schaffte es Keilwitz vorbei an Schneider an die erste Position. Nach dem Fahrerwechsel setzte sich Schneiders Teamkollege Hari Proczyk (39, A) wieder vor die Corvette, in der Wirth auf Platz zwei liegend unter Druck von Asch geriet. Asch überholte die Corvette und erbte vier Runden vor dem Rennende die Führung, nachdem Proczyk eine Stop-and-go-Strafe nach einem Vergehen beim Boxenstopp absolvieren musste. Die Führung ließ sich Asch nicht mehr nehmen und stellte 2,8 Sekunden vor Wirth mit seiner fünften Podestplatzierung in sechs Rennen den ersten Saisonsieg von Mercedes-Benz sicher. Nach dem Absolvieren der Zeitstrafe belegten Proczyk/Schneider Rang zehn.
 
"Luca hat mit einer starken Leistung in der Startphase Bernd Schneider gejagt und so den Grundstein zum Sieg gelegt", lobte Asch. "Wir wußten, dass unser Auto im Regen gut funktioniert, ich war überzeugt, dass wir auf nasser Strecke sicher auf das Podium fahren können. Jeder weiß, dass es im Regen etwas besonders ist zu gewinnen. Daher ist das schon ein sehr spezieller Erfolg."
 
"Für mich ist der Sieg eine gewisse Genugtuung, denn die beiden vergangenen Jahre waren nicht einfach, da musste ich einiges einstecken", war Ludwig erleichtert. "Es ist unglaublich toll, dass wir momentan so erfolgreich sind. Das ist eine Belohnung für eine lange Durststrecke. Man muß an sich glauben und weiter machen. Das verbindet Sebastian und mich und daher sind wir besonders stolz auf den Sieg."
 
Auf Platz drei endete ebenfalls eine Durststrecke für das kfzteile24 MS RACING Team. Bei den widrigen und schwierigen Bedingungen, bei denen dennoch alle Teilnehmer die Zielflagge sahen, kämpften sich Florian Stoll/Marc Basseng im Audi R8 bis auf Rang drei nach vorn. Für das Meisterteam der Saison 2012 war es das erste Podium seit dem Titelgewinn und der erste Podestplatz mit dem Audi. Eine starke Leistung lieferten auch Jordan Lee Pepper (18, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing), die in einem weiteren Audi R8 als Vierte zu ihrem bisher besten gemeinsamen Ergebnis fuhren.
 
Die beiden BMW Z4 von Dominik Baumann (22,A)/Jens Klingmann (24, Leimen) und Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf/alle BMW Sports Trophy Team Schubert) kamen auf den Rängen fünf und sechs ins Ziel. Philip Geipel (28, Plauen)/Rahel Frey (29, CH/beide YACO Racing) beendeten das Rennen im Audi R8 als Siebte. Martin Ragginger (27, A)/Klaus Bachler (23, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) kämpften mit einer stark beschlagenen Frontscheibe ihres Porsche 911 und wurden Achte.
 
Weishaupt holt ersten Audi-Saisonsieg in der Gentlemen-Wertung
 
Bei einem Kontakt in der finalen Runden verloren Andreas Weishaupt (42, Ulm) und Christer Jöns (27, Ingelheim/C.Abt Racing) den sechsten Rang, die Audi-Piloten hatten aber auch als Neunte allen Grund zum Jubeln: Weishaupt feierte damit seinen ersten Saisonsieg in der Gentlemen-Wertung vor Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team), der in seiner Corvette am Samstag siegte. Die Tabellenführer in der Gentlemen-Klasse, Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) wurden im Nissan GT-R Vierte.
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
 
1. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
2. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
3. Florian Stoll/Marc Basseng (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
4. Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra), .
5. Jens Klingmann/Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),

Samstag, 20. Juni 2015

BMW-Duo Klingmann/Baumann triumphiert beim ADAC GT Masters in Spa

  • BMW feiert in Spa-Francorchamps den ersten ADAC GT Masters-Saisonsieg
  • Fünfte Sieger im fünften Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • Corvette-Pilot Lips holt Klassensieg bei den Gentlemen
Sieg im ersten Rennen, BMW-Duo: Klingmann/Baumann
Foto: ADAC-Motorsport
Harte Zweikämpfe, spannende Windschattenduelle und die fünften Sieger im fünften Saisonlauf des ADAC GT Masters: Jens Klingmann (24, Leimen) und Dominik Baumann (22, A / beide BMW Sports Trophy Team Schubert) haben im BMW Z4 beim dritten Rennwochenende in Spa-Francorchamps ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Die Tabellenführer Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bonn / beide Team Zakspeed) fuhren im Mercedes-Benz SLS AMG mit 7,4 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Luca Stolz (19, Brachbach)/Jeroen Bleekemolen (33, NL / beide Bentley Team HTP) kämpften sich auf Rang drei nach vorn und sorgten damit für das zweite Podium eines Bentley Continental im ADAC GT Masters. „Es waren tolle und harte Zweikämpfe, aber wir haben uns auf der Strecke Platz gelassen. Wenn man hart und fair kämpfen kann, so wie es im GT-Sport sein sollte, macht es unheimlich viel Spaß am Ende zu siegen“, jubelte Klingmann nach seinem fünften Laufsieg.
 
Klingmann begeistert in der Startphase
 
Ein packender Fünfkampf zwischen Mercedes-Benz, Porsche, BMW, Audi und Bentley prägte die Startphase. Asch ging im Mercedes-Benz von der Pole Position vor Martin Ragginger (27, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) in Porsche in Führung, dahinter rüstete sich Klingmann im BMW zur Attacke. Der BMW-Pilot erwischte keinen guten Start und fiel auf Rang fünf zurück. Klingmann überholte erst Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen / C.Abt Racing) im Audi, der anschließend nach einem Dreher in die Leitplanke ausschied und eine kurze Safety-Car-Phase auslöste, ehe Klingmann sowohl an Asch wie auch an Ragginger vorbei in Führung zog.
 
Einmal an der Spitze liegend, gab es für Klingmann kein Halten mehr: Er baute seinen Vorsprung bis zum Fahrerwechsel auf Baumann auf 8,8 Sekunden aus. Nach dem Boxenstopp lag der Österreicher sogar mit einem komfortablen Vorsprung von 11,1 Sekunden vorn und fuhr seinen fünften ADAC GT Masters-Laufsieg sicher ins Ziel.
 
 Jens Klingmann: „Nach einer schwierigen Saisonstart mit zuletzt einem Doppelausfall, war es für uns wichtig anzukommen. In der ersten Runde habe ich schon gemerkt, dass unser Auto sehr stark ist. Das musste ich ausnutzen und es ging richtig nach vorn.
 
„Ich musste in der Schlussphase sehr auf meine Vorderreifen auf aufpassen. Daher war es gut, dass Jens in der ersten Hälfte schon einen guten Vorsprung herausgefahren hat, ansonsten hätte es zum Schluß nochmals schwierig werden können“, sagte Baumann. „Mit unserer Fahrerkombination hätten wir auch eigentlich in den ersten Rennen weiter vorn stehen müssen, aber ab jetzt geht es Bergauf.“
 
Bentley-Duo erkämpft sich Podiumsplatz
 
Asch/Ludwig bauten mit Platz zwei im Mercedes-Benz ihre Tabellenführung weiter aus und fuhren zum vierten Podiumsplatz in fünf Rennen. Das Bentley-Duo Stolz/Bleekemolen profitierte auf dem Weg zum Podiumsplatz von einer Strafe gegen von Porsche von Ragginger und Klaus Bachler (23, A). Nach Mißachten der Streckenbegrenzung wurde Ragginger mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Bis zum Ende kämpfte sich das Porsche-Duo noch auf Rang vier.
 
Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf / beide BMW Sports Trophy Team Schubert) wurden im BMW Z4 GT3 Fünfte. Die beiden Audi R8 von kfzteile24 MS von Daniel Dobitsch (31, A)/Edward Sandström (36, S) und Florian Stoll (33, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau) lieferten sich in der zweiten Rennhälfte einen packenden Positionskampf mit dem Mercedes-Benz SLS AMG von Hari Proczyk (39, A)/Bernd Schneider (50, Bottighofen/CH, beide HP Racing) und belegten die Plätze sechs und acht, Proczyk/Schneider wurden Siebte.
 
Patrick Assenheimer (23, Heilbronn)/Diego Alessi (43, I, / beide Callaway Competition) und Remo Lips (32, CH)/Sven Barth (34, Weinheim / beide RWT Racing Team) fuhren in ihren Corvette auf den Rängen neun und zehn, Lips siegte damit zum zweiten Mal in dieser Saison in der Gentlemen-Wertung. Audi-Pilot Andreas Weishaupt (42, Ulm / C.Abt Racing) belegte Rang zwei in der Gentlemen-Klasse vor Neuzugang Samuel Sladecka (21, SVK / Senkyr Motorsport) im BMW Z4.
 
Das Bentley-Duo Clemens Schmid (24, A)/Fabian Hamprecht (19, A / beide Bentley Team HTP) sah die Zielflagge auf Rang sechs, wurde aber nach einer 30-Sekunden-Strafe auf Rang 14 gewertet, nachdem Hamprecht in der letzten Kurve mit dem Audi R8 von Rahel Frey (29, CH / YACO Racing) kollidierte.
 
Schneider und Alzen am Sonntag in Startreihe eins
 
Hochspannung und Action verspricht auch das Rennen am Sonntag (ab 11:45 Uhr live bei SPORT1 und im Livestream auf adac.de/gt-masters. Mit Bernd Schneider im Mercedes-Benz und Uwe Alzen im BMW starten zwei Tourenwagen-Ikonen aus der ersten Reihe, gefolgt von Samstagssieger Dominik Baumann im BMW und Tabellenführer Ludwig im Mercedes.

Podium erstes Rennen
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Jens Klingmann/Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
2. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
3. Luca Stolz/Jeroen Bleekemolen (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
4. M. Ragginger/K. Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
5. Claudia Hürtgen/Uwe Alzen (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
 

Audi komplettiert DTM-Test auf dem Lausitzring

Audi hat am Mittwoch und Donnerstag einen zweitägigen DTM-Test auf dem Lausitzring absolviert. Trotz wechselhafter Witterungsbedingungen spulte Audi Sport mit zwei Testträgern des Audi RS 5 DTM insgesamt rund 1.800 Kilometer ab. Die beiden DTM-Champions Mattias Ekström und Mike Rockenfeller nutzten die Testfahrten, um die Basisabstimmung des in der Saison 2015 bisher unbesiegten Audi RS 5 DTM weiter zu optimieren. Am Donnerstagnachmittag übernahm Youngster Antonio Giovinazzi (Italien/21) das Cockpit von Mike Rockenfeller. Der Führende der Formel-3-Europameisterschaft hatte bei einer Nachwuchssichtung von Audi Sport einen starken Eindruck hinterlassen und erhielt auf dem Lausitzring eine weitere Gelegenheit, Erfahrungswerte im DTM-Auto zu sammeln.

Freitag, 19. Juni 2015

Schneider mit Rekordrunde auf ADAC GT Masters-Pole in Spa

  • Doppel-Pole-Position von Mercedes-Benz in Spa-Francorchamps
  • Bernd Schneider mit Rekordrunde auf ersten Startplatz beim ADAC GT Masters-Debüt
  • Sebastian Asch erobert ersten Startplatz für Rennen am Samstag
die beiden Trainingsschnellsten Asch (l.) und Schneider (r.)
Foto: ADAC Motorsport
Bernd Schneider (50, Bottighofen/CH, HP Racing) gelang ein beeindruckender Einstand im ADAC GT Masters. Bei seinem Debüt in der „Liga der Supersportwagen“ im Mercedes-Benz SLS AMG in Spa-Francorchamps/Belgien fuhr der DTM-Rekordchampion auf Anhieb auf die Pole Position. Auf dem Weg zum ersten Startplatz im Rennen am Sonntag setzte Schneider einen neuen Rekord und fuhr mit einem Rundenschnitt von 182 km/h die schnellste jemals im ADAC GT Masters gefahrene Runde. „Ich bin selbst von meiner Pole Position verblüfft“, strahlte Schneider nach dem Qualifying. „Ich hatte mir einen Startplatz in den Top-Fünf ausgerechnet, mit der Pole und so einer Rundenzeit habe ich nicht gerechnet. Bevor Schneider eine Doppel-Pole für Mercedes-Benz in Belgien perfekt machte, stellte Sebastian Asch (29, Ammerbuch / Team Zakspeed) seinen Flügeltürer bereits auf den ersten Startplatz für Rennen eins am Samstag. SPORT1 überträgt beide ADAC GT Masters-Rennen aus Spa-Francorchamps am Samstag und Sonntag ab 11:45 Uhr.

Qualifying 1 für das Rennen am Samstag:

Bei dunklen Wolken am Himmel hatte Sebastian Asch ein perfektes Timing. Der Tabellenführer ging gleich zu Beginn des Qualifyings auf die sieben Kilometer lange „Ardennen-Achterbahn“, setzte die erste Bestmarke und verbesserte seine Rundenzeit in den beiden darauffolgenden beiden Umläufen nochmals. Die Zeit von Asch unterbot bis zum Ende des Qualifying kein Konkurrent mehr. Mit einem von 0,159 Sekunden Rückstand fuhr Jens Klingmann (24, Leimen / BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 die zweitschnellste Zeit. Klingmann verdrängte damit Martin Ragginger (27, A / GW IT Racing Schütz Motorsport) im Porsche 911 aus der ersten Reihe und auf Startplatz drei. Ragginger teilt sich die zweite Startreihe mit Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen / C.Abt Racing) im Audi R8.
 
„Aufgrund der wechselhaften Witterung und drohendem Regen bin ich gleich zu Beginn raus und habe drei Runden Vollgas gegeben“, sagte Asch nach seiner vierten Pole Position im ADAC GT Masters. „Ich hatte freie Runden und unser Mercedes-Benz paßte perfekt. Für die beiden Rennen haben wir eine gute Ausgangsposition, jetzt müssen wir unseren guten Startplatz im Rennen auch umsetzen.“
 
David Russell (33, AUS / Reiter Engineering), zuletzt auf dem Red Bull Ring noch Laufsieger, qualifizierte seinen Lamborghini Gallardo als Fünfter. Der Australier wird daraus aber keinen Nutzen mehr ziehen können, denn nach seiner schnellsten Runde rutschte der Australier in die Leitplanke. Da der beschädigte Gallardo vor Ort nicht mehr reparabel ist, ist das Wochenende für Russell und Teamkollege Steve Owen (40, AUS) vorzeitig beendet.

gehen am Sonntag von der Pole in Rennen: Schneider/Proczyk
Foto: ADAC Motorsport
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag:

Schneider, Alzen und Ludwig: Es waren legendäre Namen des deutschen Motorsports, die im zweiten Qualifying das Tempo machten. Schneider fuhr mit einer Rekordrunde auf die Pole und startet am Sonntag als Erster vor zwei BMW. „Schon im freien Training war unser Auto sehr gut, aber die Rundenzeit im Qualifying war deutlich schneller, als ich das erwartet habe“, freute sich Schneider. „Wir sind hier her gekommen um Spaß zu haben und um so weiter man vorn steht, desto mehr Spaß macht es.“
 
Neben dem DTM-Rekordchampion startet ein guter Bekannter aus vergangenen DTM-Tagen- Uwe Alzen (47, Betzdorf / BMW Sports Trophy Team Schubert) stellt seinen BMW Z4 in die erste Startreihe, als Dritter geht Dominik Baumann (22, A / BMW Sports Trophy Team Schubert) ins Rennen. Luca Ludwig (26, Bonn / Team Zakspeed) qualifizierte sich im Mercedes-Benz für Startplatz vier vor seinem engsten Verfolger in der Meisterschaft, Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing im Porsche 911.