Freitag, 19. Juni 2015

Schneider mit Rekordrunde auf ADAC GT Masters-Pole in Spa

  • Doppel-Pole-Position von Mercedes-Benz in Spa-Francorchamps
  • Bernd Schneider mit Rekordrunde auf ersten Startplatz beim ADAC GT Masters-Debüt
  • Sebastian Asch erobert ersten Startplatz für Rennen am Samstag
die beiden Trainingsschnellsten Asch (l.) und Schneider (r.)
Foto: ADAC Motorsport
Bernd Schneider (50, Bottighofen/CH, HP Racing) gelang ein beeindruckender Einstand im ADAC GT Masters. Bei seinem Debüt in der „Liga der Supersportwagen“ im Mercedes-Benz SLS AMG in Spa-Francorchamps/Belgien fuhr der DTM-Rekordchampion auf Anhieb auf die Pole Position. Auf dem Weg zum ersten Startplatz im Rennen am Sonntag setzte Schneider einen neuen Rekord und fuhr mit einem Rundenschnitt von 182 km/h die schnellste jemals im ADAC GT Masters gefahrene Runde. „Ich bin selbst von meiner Pole Position verblüfft“, strahlte Schneider nach dem Qualifying. „Ich hatte mir einen Startplatz in den Top-Fünf ausgerechnet, mit der Pole und so einer Rundenzeit habe ich nicht gerechnet. Bevor Schneider eine Doppel-Pole für Mercedes-Benz in Belgien perfekt machte, stellte Sebastian Asch (29, Ammerbuch / Team Zakspeed) seinen Flügeltürer bereits auf den ersten Startplatz für Rennen eins am Samstag. SPORT1 überträgt beide ADAC GT Masters-Rennen aus Spa-Francorchamps am Samstag und Sonntag ab 11:45 Uhr.

Qualifying 1 für das Rennen am Samstag:

Bei dunklen Wolken am Himmel hatte Sebastian Asch ein perfektes Timing. Der Tabellenführer ging gleich zu Beginn des Qualifyings auf die sieben Kilometer lange „Ardennen-Achterbahn“, setzte die erste Bestmarke und verbesserte seine Rundenzeit in den beiden darauffolgenden beiden Umläufen nochmals. Die Zeit von Asch unterbot bis zum Ende des Qualifying kein Konkurrent mehr. Mit einem von 0,159 Sekunden Rückstand fuhr Jens Klingmann (24, Leimen / BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 die zweitschnellste Zeit. Klingmann verdrängte damit Martin Ragginger (27, A / GW IT Racing Schütz Motorsport) im Porsche 911 aus der ersten Reihe und auf Startplatz drei. Ragginger teilt sich die zweite Startreihe mit Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen / C.Abt Racing) im Audi R8.
 
„Aufgrund der wechselhaften Witterung und drohendem Regen bin ich gleich zu Beginn raus und habe drei Runden Vollgas gegeben“, sagte Asch nach seiner vierten Pole Position im ADAC GT Masters. „Ich hatte freie Runden und unser Mercedes-Benz paßte perfekt. Für die beiden Rennen haben wir eine gute Ausgangsposition, jetzt müssen wir unseren guten Startplatz im Rennen auch umsetzen.“
 
David Russell (33, AUS / Reiter Engineering), zuletzt auf dem Red Bull Ring noch Laufsieger, qualifizierte seinen Lamborghini Gallardo als Fünfter. Der Australier wird daraus aber keinen Nutzen mehr ziehen können, denn nach seiner schnellsten Runde rutschte der Australier in die Leitplanke. Da der beschädigte Gallardo vor Ort nicht mehr reparabel ist, ist das Wochenende für Russell und Teamkollege Steve Owen (40, AUS) vorzeitig beendet.

gehen am Sonntag von der Pole in Rennen: Schneider/Proczyk
Foto: ADAC Motorsport
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag:

Schneider, Alzen und Ludwig: Es waren legendäre Namen des deutschen Motorsports, die im zweiten Qualifying das Tempo machten. Schneider fuhr mit einer Rekordrunde auf die Pole und startet am Sonntag als Erster vor zwei BMW. „Schon im freien Training war unser Auto sehr gut, aber die Rundenzeit im Qualifying war deutlich schneller, als ich das erwartet habe“, freute sich Schneider. „Wir sind hier her gekommen um Spaß zu haben und um so weiter man vorn steht, desto mehr Spaß macht es.“
 
Neben dem DTM-Rekordchampion startet ein guter Bekannter aus vergangenen DTM-Tagen- Uwe Alzen (47, Betzdorf / BMW Sports Trophy Team Schubert) stellt seinen BMW Z4 in die erste Startreihe, als Dritter geht Dominik Baumann (22, A / BMW Sports Trophy Team Schubert) ins Rennen. Luca Ludwig (26, Bonn / Team Zakspeed) qualifizierte sich im Mercedes-Benz für Startplatz vier vor seinem engsten Verfolger in der Meisterschaft, Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing im Porsche 911.

Audi begeistert DTM-Fans am Norisring

  • Red Bull Audi RS 5 DTM von Mattias Ekström im Retro-Design
  • Audi-Sieg beim Debüt auf dem Nürnberger Norisring vor 25 Jahren
  • Demo-Runden von Hans-Joachim Stuck im Siegerwagen von 1990
am Norisring wartet Audi mit einer besonderen Überraschung für die Fans auf
Foto: Audi-Motorsport

Eine außergewöhnliche Fan-Aktion von Audi Sport erwartet die Zuschauer bei den DTM-Rennen am 27. und 28. Juni in Nürnberg: 25 Jahre nach dem Audi-Sieg beim Debüt auf dem Norisring startet Mattias Ekström mit einem Audi RS 5 DTM in den Farben des Audi V8 quattro des Jahres 1990. Dieser ist auf dem Norisring ebenfalls in Aktion zu sehen.
Mattias Ekström startet am Norisring im Retrodesign
Bild: Audi-Motorsport
DTM-Fans schwärmen noch heute von den Einsätzen der großen, allradgetriebenen Limousine in der DTM, mit der Audi 1990 und 1991 auf Anhieb zwei Meistertitel in Folge gewann. Am 1. Juli 1990 feierte Hans-Joachim Stuck am Steuer den ersten Sieg beim „Heimspiel“ auf dem Norisring.

Dieser Erfolg jährt sich 2015 fast auf den Tag genau zum 25. Mal und war für Audi Sport der Anlass, den blauen Red Bull Audi RS 5 DTM von Mattias Ekström umzugestalten und in den typischen Farben von 1990 starten zu lassen: weiß in der Grundfarbe, dazu rot, grau und braun – die damaligen Farben von Audi Sport, aus denen später die markante rote Raute entstand.
 
Mattias Ekström erläutert H.-J. Stuck das Cockpit seines Audi RS 5 DTM
Foto: Audi-Motorsport
„Die Retro-Aktion ist eine ganz tolle Idee, die bei den DTM-Fans bestimmt gut ankommen wird“, sagt Hans-Joachim Stuck. Der DTM-Champion des Jahres 1990 und heutige Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) wird am Norisring-Wochenende vor Ort sein und mit seinem Siegerwagen Demo-Runden fahren. „Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an 1990 denke. Mit dem Audi V8 quattro haben wir damals eine ganz andere, eigene Fangemeinschaft mitgebracht, die bis heute geblieben ist und auch mitgeholfen hat, dass die DTM so groß geworden ist.“
der legendäre Audi V8 quattro mit Stuck am Steuer
Foto: Audi-Motorsport
Auch Mattias Ekström, mit zwei DTM-Titeln in den Jahren 2004 und 2007 sowie 20 Siegen erfolgreichster Audi-Pilot der DTM-Geschichte, ist begeistert: „Ich saß Anfang der 90er-Jahre vor dem Fernseher und habe angefangen, mich für die DTM zu interessieren. Fahrer wie Stuck und Röhrl – das waren meine Helden. Sie haben mir die Motivation für meine Karriere gegeben. Meinen Audi RS 5 DTM und den V8 quattro von damals im selben Design nebeneinander stehen zu sehen und auf dem Norisring mit dem Design von damals starten zu dürfen, ist für mich etwas ganz Besonderes“, so der insgesamt erfolgreichste derzeit aktive DTM-Fahrer.

Stuck und Ekström sind glühende Anhänger des einzigen Stadtrennens der DTM. „Die Atmosphäre am Dutzendteich und auf der Steintribüne ist einfach unglaublich“, sagt „Strietzel“ Stuck. „Das Norisring-Rennen ist eine der wichtigsten Motorsport-Veranstaltungen in Deutschland, bei dem die Zuschauer viel geboten bekommen und alles sehen können. Das ist ganz großer Motorsport.“
H.-J. Stuck erklärt M.Ekström die Technik des Audi V8 quattro
Foto: Audi-Motorsport
„Der Norisring ist und bleibt das Heimrennen von Audi“, ergänzt Mattias Ekström. „Ich versuche seit 15 Jahren, es zu gewinnen. Ich war oft sehr nah dran. Einmal habe ich es sogar geschafft, durfte den Pokal aber nicht behalten. Es ist eines der Rennen, die ich unbedingt gewinnen möchte. Es wäre natürlich ganz besonders toll, wenn es zum 25-jährigen Jubiläum mit diesem coolen Retro-Design-Auto klappt.“


Audi Sport hat Ehemalige aus der Saison 1990 zum Norisring eingeladen. „Ich hoffe, dass viele unserer Einladung folgen und sich auf unserer Terrasse am Dutzendteich treffen“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Er erinnert sich noch gut an die Zeit des Audi V8 quattro in der DTM: „Damals habe ich Audi Sport und die DTM erstmals bewusst wahrgenommen. Die vielen Fans mit roten Audi-Kappen auf den Tribünen, speziell am Norisring, sind mir noch in bester Erinnerung. Ich finde es toll, dass unser Partner Red Bull dieser Aktion spontan zugestimmt hat und es am Norisring in der DTM zum ersten Mal keinen blauen, sondern einen weißen Red Bull Audi gibt. Diese Aktion ist ein kleiner Dank an die vielen treuen Fans, die Audi schon vor 25 Jahren die Daumen in der DTM gedrückt haben und es noch heute tun.“

Mittwoch, 17. Juni 2015

Hochspannung vor ADAC GT Masters-Comeback in Spa

  • DTM-Rekordchampion Bernd Schneider mit Debüt im ADAC GT Masters
  • ADAC GT Masters startet erstmals seit 2013 wieder auf Formel-1-Strecke in Belgien
  • FIA Formel-3-Europameisterschaft im Rahmen des ADAC GT Masters
Ludwig/Asch wollen in Spa gewinnen
Foto: Jens Hawrda
Von den Bergen der Steiermark geht es für das ADAC GT Masters in die Wälder der Ardennen: Die „Liga der Supersportwagen“ startet am kommenden Wochenende (19. bis 21. Juni) nach einem Jahr Pause wieder auf der belgischen Formel-1-Strecke Spa-Francorchamps. Auf dem anspruchsvollen Kurs in den Ardennen, für viele Fahrer ein Highlight im Kalender, steht das dritte Rennwochenende auf dem Programm. Beim zweiten Auslandsgastspiel der Saison darf sich das ADAC GT Masters über einen prominenten Gast freuen: DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (50, Bottighofen/CH) startet erstmals im ADAC GT Masters. Schneider steuert bei seinem Debüt in der „Liga der Supersportwagen“ einen Mercedes-Benz SLS AMG gemeinsam mit Hari Proczyk (39, A / HP Racing).

Neue Fahrer im Porsche und Lamborghini

Schneider ist nicht der einzige Mercedes-Benz-Pilot, der in Belgien im Fokus stehen wird. Als Tabellenführer kommen die Mercedes-Benz-Piloten Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch / beide Team Zakspeed) in die Ardennen. Das Zakspeed-Duo erlebte einen Saisonstart nach Maß und landete in allen bisherigen vier Läufen in den Top-Vier. Für das Rennen in Spa-Francorchamps ist Ludwig zuversichtlich: «Sebastian Asch hat im Interview bei der Liveübertragung von SPORT1 nach dem Rennen auf dem Red Bull Ring schon angekündigt, dass wir in Belgien gewinnen wollen. Da kann ich nun keine kleineren Ziele formulieren. Ich bin mir sicher, dass die Strecke unserem Flügeltürer sehr gut liegen wird.“

Einen ebenso optimalen Saisonstart hatte Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport). Im Porsche 911 startet der Österreicher beim dritten Rennwochenende nun mit dem dritten Teamkollegen. Welches Porsche-Ass Bachler auf der Jagd nach weiteren Podiumsplätzen auf der schnellsten Strecke im ADAC GT Masters-Kalender unterstützt, hat Teamchef Christian Schütz noch nicht entschieden.

Einen beeindruckenden Einstand im ADAC GT Masters feierte zuletzt der Australier David Russell (33, AUS / Reiter Engineering): Nach dem Sieg in Österreich gibt der Australier auch in Spa im Lamborghini Gallardo Gas und holt sich Verstärkung aus seiner Heimat. Russell bekommt Unterstützung durch seinen Landsmann Steve Owen (40, AUS). 

Hoffnungen auf ein gutes Resultat macht sich der Niederländer Jeroen Bleekemolen (33, NL), der im Bentley Continental gemeinsam mit Luca Stolz (19, Brachbach / Bentley Team HTP) antritt. „Spa ist eine sehr schnelle Strecke und sollte unserem Bentley liegen, ich hoffe dort auf ein gutes Ergebnis.“

BMW siegt zuletzt beim ADAC GT Masters in Spa

Mit frischem Mut kommen Claudia Hürtgen (43, Aachen) und Dominik Baumann (22, A / beide BMW Sports Trophy Team Schubert) nach Belgien. Vor zwei Jahren siegten die BMW-Piloten gemeinsam auf der Ardennen-Achterbahn. In diesem Jahr wollen Hürtgen und Baumann mit ihren neuen Teamkollegen Jens Klingmann (24, Leimen) und Uwe Alzen (47, Betzdorf) versuchen, den Erfolg zu wiederholen. Auf ein erfolgreiches Wochenende hoffen auch die Audi-Teams, die zuletzt in Österreich nur wenige Punkte einfuhren. In Belgien stehen die Vorzeichen für ein erfolgreiches Rennwochenende deutlich besser, immerhin gewann der Audi R8 das dort ausgetragene 24h-Rennen drei Mal in den vergangenen vier Jahren.

Porsche tritt gegen Nissan, Corvette und Co. in der Gentlemen-Wertung an

Einen neuen Konkurrenten haben die Spitzenreiter in der Gentlemen-Wertung, das Nissan-Duo Dominic Jöst (36, Absteinach)/ Florian Scholze (42, München / beide MRS GT-Racing) sowie Corvette-Pilot Remo Lips (32, CH / RWT Racing Team), in Spa-Francorchamps. Rene Bourdeaux (40, München / Herberth Motorsport), Zweiter der Gentlemen-Wertung 2013, gibt im Porsche 911 ein Gastspiel und startet gemeinsam mit Alfred Renauer (30, München).

Anspruchsvolles Streckenlayout fordert Reifen von Pirelli

„Hohe Geschwindigkeiten, der Wechsel Bergauf- und Bergab-Passagen, dieser Mix macht die Strecke für die Reifen sowohl in Bezug auf mechanische wie auf aerodynamische Kräfte sehr anspruchsvoll“, sagt Anna Playford, Track Engineer von ADAC GT Masters-Exklusivreifenpartner Pirelli. „Dazu kommt das stets unberechenbare Wetter dort. In Spa können unsere Reifen bei allen Asphaltbedingungen ihre Performance beweisen.“

FIA Formel-3-Europameisterschaft im Rahmenprogramm

Nicht nur die Rennen von ADAC GT Masters und der neuen ADAC Formel 4 sorgen in Spa-Francorchamps für Spannung, ein Highlight setzt auch die FIA Formel-3-Europameisterschaft die in Belgien erstmals im Rahmen der „Liga der Supersportwagen“ startet. Die GT4 Euro Serie und der Renault Clio Cup Central Europe runden das abwechslungsreiche und umfangreiche Rahmenprogramm ab.

Dienstag, 16. Juni 2015

Superbike*IDM Nürburgring: weitere Egebnisse

Superstock 1000: Erster Sieg für Marvin Fritz, fünfter Sieg für Mathieu Gines
Mathieu Gines, nach Sturz in Lauf 1 folgt Sieg im Lauf 2
Foto: Superbike*IDM
Als nach dem Sturz in der ersten Kurve des Rennens auf der Strecke ein Riesentumult herrschte, blieb Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) von den Geschehnissen weitgehend unberührt. Genügend Platz, an der Karambolage vorbeizufahren, hatte auch Marvin Fritz. Der Vorjahressieger der Klasse Supersport 600 nutzte seinen perfekten Start und fuhr von der siebten Startposition vor auf die Zwei. In Runde sechs war für Gines nach einem Sturz Schluss. Warum er gestürzt war, konnte der Leader im Gesamtranking später selbst nicht sagen. Der Weg war geebnet für Marvin Fritz. Dahinter kamen Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex), Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) und Pepijn Bijsterbosch (Van Zon-Remeha BMW). Als auch Trautmann in der 14. Runde zu Boden ging, war Bijsterbosch nur etwa zehn Meter hinter ihm. Der Niederländer wich geschickt aus und nutzte die Chance auf seinen ersten Podiumsplatz in der Klasse Superstock 1000. Fritz gewann mit einem satten Vorsprung von über acht Sekunden vor Stamm und Bijsterbosch.

Im zweiten Durchgang erwischte Lukas Trautmann den besten Start und setzte sich an Position eins. Mathieu Gines folgte auf der Zwei, dahinter Roman Stamm. Doch schon in der zweiten Runde ging Gines an Trautmann vorbei. Der musste sich auch bald gegen Stamm und Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) geschlagen geben und fiel im weiteren Rennverlauf aufgrund von Problemen mit der Elektronik auf den zehnten Platz zurück. Zwischen Stamm und Superbiker Matej Smrz ging es richtig zur Sache. Die beiden kämpften hartnäckig, wenn auch außerhalb der Wertung, um die bessere Position. Vincon schaute sich das Ganze von hinten an und als Stamm einmal zu weit ging, schlüpfte Vincon innen durch und fuhr den zweiten Platz hinter Gines und vor Stamm ins Ziel.

Gesamtstand: Gines (165), Stamm (146), Fritz (93)

Gines:
"Ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich im ersten Rennen gestürzt bin. Ich bin zum ersten Mal auf dem Nürburgring gefahren und vielleicht habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Im zweiten Rennen wollte ich dann auf Sicherheit fahren, weil ich mir nicht zwei Stürze an einem Tag erlauben kann. Als ich dann aber vorne war, wollte ich auch dort bleiben und habe Gas gegeben.“

Stamm:
„Ich konnte kein bisschen schneller fahren. Wir kämpfen immer noch mit den gleichen Problemen. Aber es ist in dieser Saison trotzdem noch alles drin.“

Fritz:
„Ich habe gemerkt, dass ich heute vorne mitfahren kann, aber an einen Sieg hätte ich wirklich nicht gedacht.“

Supersport 600: Siege für Stange und Lauslehto

Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) traf im ersten Rennen nach eigener Angabe eine „radikale Reifenwahl“ und startete von der dritten Position. Vor ihm Pole-Setter Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) und Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer). Am derzeitigen Leader im Gesamtranking Lauslehto konnte Stange gleich in der ersten Runde vorbeigehen, Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex) tat es ihm gleich. In der zweiten Runde überholte Stange auch Bühn und ging in Führung. Lauslehto verlor zwischenzeitlich einen weiteren Platz an von Guntens Teamkollege Jasha Huber, der sich auf Position vier festsetzte. In der siebten Runde ging von Gunten zu Boden und brach sich das Schlüsselbein. Vorne versuchte Bühn, an Stange dranzubleiben. Doch drei Runden vor Schluss warf ihn ein angedeuteter Highsider ohne Sturz zurück. Dies bescherte Stange endgültig den Rennsieg vor Bühn und Huber.

Im zweiten Rennen führte Stange das Feld in die erste Kurve. Auch Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen) glückte der Start, sie fuhr von sechs auf zwei vor. Dahinter reihten sich Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha), Jasha Huber (Kawasaki Schnock Team Motorex), Rafael Neuner (LSG Racing, Kawasaki) und Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) ein. Doch Heide konnte das Tempo nicht ganz mitgehen. Sie wurde zunächst von Bühn, später von Huber und Lauslehto überholt. Während Stange und Bühn sich einen Kampf um die Spitze lieferten, fuhr dahinter das Vierergespann Huber, Lauslehto, Heide und Neuner dicht hintereinander her. In der siebten Runde schob sich Lauslehto an Huber vorbei auf Position drei. Für Stange war der Sieg dann in der zwölften Runde gelaufen, als er das Feld nach einem Ausflug ins Kiesbett nur noch von hinten sah und schließlich als Vierzehnter ins Ziel rollte. Lauslehto zog an Bühn vorbei und übernahm die Führung. Huber klemmte sich dran, nur ein Podiumsplatz war dem Schweizer offenbar nicht genug. In der vorletzten Runde nutzte Huber die Überrundungen und ging an Bühn vorbei. Es gewann Lauslehto vor Huber, Bühn, Heide und Neuner.

Gesamtstand: Lauslehto (153), Bühn (135), Stange (130)

Lauslehto:
„Ich hatte das ganze Wochenende große Probleme beim Bremsen. Aber heute hat endlich wieder alles gepasst.“

Bühn:
„Das Motorrad war an diesem Wochenende perfekt auf mich eingestellt. Diego Romero und das ganze Team haben einen super Job gemacht. Zwei Runden mehr, und ich hätte Stange im ersten Rennen gehabt. Beim zweiten Rennen wählten wir etwas weichere Reifen. Ich wollte mich absetzen, aber die anderen waren zu stark.“

Stange:
„Wir sind Radikalisten, d. h. wir wollen weit nach vorn, und das möglichst schnell. Deshalb mussten wir eine radikale Reifenwahl treffen. Die Mischung verrate ich aber nicht, sonst machen es die anderen nach.“

Sidecar-Sieg für Streuer/Koertz – 25 Punkte für Kretzer/Lehnertz

Es war das größte Starterfeld der Sidecars seit langer Zeit: Auf dem Grid am Nürburgring positionierten sich 27 Gespanne. Neben den regulären Teilnehmern der SUPERBIKE*IDM waren Gäste der holländischen Meisterschaft und das WM-Gespann Bennie Streuer und Geert Koerts aus den Niederlanden dabei. Von der Pole-Position starteten die Local Heros André Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC, F1 LCR). Dennoch setzten sich Streuer/Koerts direkt an die Spitze und führten das Feld in die erste Kurve. Kretzer/Lehnertz bekamen dagegen erst einmal von Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing, BMW LCR) von hinten Druck. Die Routiniers führen die Gesamtwertung seit Saisonbeginn an und lieferten sich wie schon im belgischen Zolder erneut einen harten Kampf mit Kretzer/Lehnertz. Immer wieder wechselten die beiden Teams die Position, so richtig nachgeben wollte keiner. Drei Runden vor Schluss hatten Gürck/Wechselberger einen leichten Dreher und mussten über die Wiese. Kretzer/Lehnertz nutzten die Chance und zogen davon. Streuer/Koerts sicherten sich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Da diese als Gaststarter unterwegs waren, gingen 25 Punkte an die Zweitplatzierten Kretzer/Lehnertz. Gürck/Wechselberger kamen als Dritte ins Ziel, gefolgt von Mike Roscher und Anna Burkard (RSC Roscher/Burkhard). Der amtierende Meister Josef Sattler (Sattler Motorsport, LCR Suzuki) und Beifahrer Uwe Neubert mussten das Rennen aufgrund eines technischen Defekts in der vierten Runde beenden.

Gesamtstand: Gürck/Wechselberger (65), Kretzer/Lehnertz (50), Roscher/Burkard (46)

Gürck:
„Beim Warm-up am Morgen hatten wir einen kapitalen Motorschaden. Peter Heine hat alles gegeben und den ganzen Tag gewerkelt, damit wir im Rennen starten können. Das hat sich rentiert. Es war mal wieder ein geiles Rennen und es ging trotz der vielen Gespanne auf der Strecke sehr fair zu.“

Kretzer:
„Das hat Spaß gemacht. Wir hatten schöne Kämpfe. Nur ist mir dreimal das Motorrad ausgegangen, immer an der gleichen Stelle. Da ist ein leichter Hügel in der Fahrbahn und beim Aufsetzen wurde der Notaus-Schalter aktiviert. Das müssen wir ändern.“

Montag, 15. Juni 2015

Reiterberger überlegen: sieben Siege aus acht Rennen

Nach dem Start übernahm Xavi Forés (3C-Racing Team) die Führung gefolgt von Teamkollege Lorenzo Lanzi und Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW). In der zweiten Runde überholte Reiterberger Lanzi machte sich auf die Verfolgung von Forés. Bastien Mackels (Van Zon-Remeha-BMW) kam beim Start an Damian Cudlin (Team Yamaha MGM) vorbei und ging auf Position vier.

Reiterberger vor Forès
Foto: Superbike*IDM


Die beiden Führenden Forès und Reiterberger konnten sich leicht absetzen, aberum die Dritte Position entbrannte ein enger Kampf zwischen Mackels, Cudlin an Lanzi.

An der Spitze jagte Reiterberger weiter Forés, dahinter duellierten sich Lanzi und Mackels. In der achten Runde ging Reiterberger gleich in der ersten Kurve an Forés vorbei. Der konnte zwar am BMW-Piloten dran bleiben, kam aber nicht mehr an Reiterberger vorbei. Reiterberger sicherte sich den siebten Saisonsieg vor Forès, Platz drei ging an Lorenzo Lanzi.

Rennergebnis Rennen 2 Nürburgring (Top-Five):

1. Markus Reiterberger  (BMW S 1000 RR),
2. Xavi Forès                 (Ducati 1199 Panigale R),
3. Lorenzo Lanzi            (Ducati 1199 Panigale R),
4. Bastien Mackels        (BMW S 1000 RR),
5. Damian Cudlin           (Yamaha R1 M).

Meisterschaftsstand nach acht Rennen (Top-Five):

1. Markus Reiterberger  195 Pkt.
2. Xavi Forès                  140 Pkt.
3. Lorenzo Lanzi             115 Pkt.
4. Max Neukirchner         101 Pkt.
5. Matej Smrz                    75 Pkt.


Stimmen nach den Rennen:


Reiterberger:
„Der Druck war im zweiten Rennen nicht so groß wie im ersten, weil Forés auch mal eine Zeit vor mir war. Sonst fuhr ich ja meistens nur gegen die Tafel. Jetzt kommen weitere zwei Kilos drauf und vielleicht kriegen wir dann bald auch noch das letzte dazu.“


Forés:
„Es fühlt sich an, als hätte die Saison erst jetzt für mich begonnen. Ich bin Reiti und einem möglichen Sieg an diesem Wochenende viel näher gekommen und fühle mich auch wohler auf dem Bike.“

Lorenzo Lanzi, dritte Plätze sind nicht sein Anspruch
Foto: Superbike*IDM
Lanzi:
„Ich hatte viel zu wenig Grip auf der Strecke. Aber unabhängig davon kann ich mich mit dritten Plätzen nicht zufrieden geben. Ich will mehr.“