Sonntag, 7. Juni 2015

Weiterer Lamborghini-Sieg beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

  • Zaugg/Bortolotti holen Debütsieg für neuen Lamborghini Huracán
  • Heimsieg für Grasser Racing aus Knittelfeld am Red Bull Ring
  • Nissan-Duo Jöst/Scholze siegt in der Gentlemen-Wertung

Heiß ging's her am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Lamborghini zeigte den Gegnern beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull  Ring in Österreich die Hörner. Adrian Zaugg (28, ZA)/Mirko Bortolotti (25, I / beide Grasser  Racing) sorgen am Sonntag beim Debütwochenende des neuen Lamborghini Huracán für den  ersten Sieg. Für Grasser Racing war der Erfolg besonders süß, denn der Rennstall aus Knittelfeld  am Red Bull Ring siegte erstmals beim Heimspiel. Lamborghini durfte sich über einen  Doppelsieg freuen, denn im ebenfalls neuen Gallardo R-EX belegten die Samstagssieger David  Russell (33, AUS)/Tomas Enge (38, CZ / beide Reiter Engineering) Rang zwei. Da der siegreiche  Huracán als Gaststarter nicht punkteberechtigt war, holten Russell/Enge mit einem Sieg am  Samstag und einem zweiten Platz die maximal mögliche Ausbeute von 50 Punkten. Philip Eng  (24, A) und Lokalmatador Klaus Bachler (23, A / beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport)  fuhren im Porsche 911 auf Rang drei. „Wir probieren im vierten Jahr in Folge unser Heimrennen  im ADAC GT Masters zu gewinnen und nun ist der Traum in Erfüllung gegangen“, freute  Teamchef Gottfried Grasser. „Das Wochenende im ADAC GT Masters hat uns so viel Spaß  gemacht, ich hoffe, dass wir in diesem Jahr nochmals zurückkommen können.“
 
Corvette schnell aber glücklos
 
Ein packendes Duell zwischen Corvette und Lamborghini bestimmte die Hitzschlacht in der  Steiermark bei 30 Grad Aussentemperatur. Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway  Competition) setzte sich nach dem Start in der Anfahrt zur zweiten Kurve gegen Polesetter Enge  im Lamborghini durch und ging in Führung. Enge musste nach einem Lamborghini-internen  Duell mit Bortolotti seinem Markenkollegen den Vortritt lassen. Der in Wien lebende Trentiner  setze den führenden Keilwitz unter Druck und reduzierte seinen Rückstand auf zwei Sekunden.  

Zaugg / Bortolotti im Lamborghini Huracan fahren dem Sieg entgegen
Foto: ADAC-Motorsport
Nach dem Fahrerwechsel in der zweiten Rennhälfte setzten Andreas Wirth (30, D / Heidelberg)  und Zaugg das Duell um die Spitze fort. Der giftgrüne Lamborghini erhöhte den Druck auf die  Corvette und hatte plötzlich freie Bahn, als Wirth fünf Runden vor dem Rennende alle Chancen  auf den möglichen Sieg verlor und nach starken Vibrationen an der Hinterachse an die Box fuhr.

 Damit war der Weg zum Lamborghini-Doppelsieg mit dem Huracán vor dem Gallardo frei. „Ich weiß nicht genau, was bei der Corvette passiert ist, schon zwei Kurven zuvor konnte ich
 erkennen, dass er ein Problem hat. Das habe ich ausgenutzt“, sagte Adrian Zaugg. „Es war der  erste Sieg des neuen Huracán bei einem Sprintrennen, Lamborghini kann sehr stolz sein. Mich  freut es besonders, dass wir dem Team von Grasser bei ihrem Heimspiel einen Sieg schenken  konnten.

die späteren Sieger beim Boxenstopp
Foto: ADAC-Motorsport
„Wir haben gepusht und alles aus dem Auto herausgeholt, ich glaube das man auch gesehen“, sagte Bortolotti. „Der Schlüssel zum Sieg war, dass ich mit einem guten Manöver an dem  Lamborghini von Enge vorbeigekommen bin, dadurch konnte ich die führende Corvette unter  Druck setzen. Wir waren konstant immer etwas schneller als die Corvette, Adrian hat dann mit einem tollen Stint den Sieg sichergestellt. Mich freut es für Lamborghini und die Fans, denen wir  hier bei einer tollen Atmosphäre hier ein gutes Rennen geboten haben.“
 
Lokalmatador Bachler im Porsche auf dem Podium
 
Die beiden Österreicher Eng/Bachler fuhren in einem sauberen Rennen im Porsche auf Rang  drei, während Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bon / beide Team Zakspeed)  als Vierte im Mercedes-Benz SLS AMG ihre am Samstag eroberte Tabellenführung erfolgreich  verteidigten. Ein gute Aufholjagd lieferten Luca Stolz (19, Brachbach)/Jeroen Bleekemolen (33,  NL / beide Bentley Team HTP) ab, die im Bentley Continental von Position zwölf starteten und  sich bis auf Rang fünf nach vorn kämpften. 
 
Nach viel Pech im ersten Lauf am Samstag erlebten Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian  Scholze (42, München / beide MRS GT-Racing) am Sonntag ein problemloses Rennen, brachten  ihren Nissan GT-R auf Rang sechs ins Ziel. Die Nissan-Piloten holten mit ihrem bisher besten  ADAC GT Masters-Ergebnis auch den Sieg in der Gentlemen-Wertung vor Remo Lips (32, CH /  RWT RacingTeam). Der Schweizer kam mit Unterstützung von Sven Barth (34, Weinheim) in  seiner Corvette auf Rang sieben ins Ziel.
 
Clemens Schmid (24, A)/Fabian Hamprecht (19, Hagen/ beide Bentley Team HTP) wurden im  zweiten Bentley Continental Achte vor Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf /  beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im schnellsten BMW Z4. Der beste Audi R8 von  Daniel Dobitsch (30, A)/Edward Sandström (36, S / beide kfzteile24 MS RACING), fuhr nach  einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Start auf Rang zehn. 
das Podium des zweiten Rennens
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five): 
 
 1. Adrian Zaugg/Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3), 
 2. David Russell/Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), 
 3. P. Eng/Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
 4. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),  
 5. Luca Stolz/Jeroen Bleekemolen (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3).

Samstag, 6. Juni 2015

Lamborghini siegt auf dem Red Bull Ring

  • Russell/Enge siegen beim ADAC GT Masters-Debüt des neuen Lamborghini Gallardo
  • Mercedes-Benz-Duo Asch/Ludwig als Dritte neue Tabellenführer
  • Corvette-Pilot Lips holt Gentlemen-Klassensieg in Österreich
Tomas Enge (l.) u. David Russel (r.) holen im Lamborghini Gallardo den Sieg am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Im Zeichen des Bullen zum Sieg auf dem Red Bull Ring: David Russell (33, AUS) und Tomas Enge (38, CZE / beide Reiter Engineering) sorgten beim Gastspiel des ADAC GT Masters in Österreich für ein beeindruckendes Comeback von Lamborghini in der „Liga der Supersportwagen“. Im Gallardo R-EX gelang Enge und dem Neuzugang aus Australien bei einer Hitzeschlacht der erste Lamborghini-Sieg im ADAC GT Masters seit dem Rennen auf dem Red Bull Ring 2011. Der Lamborghini-Sieg beendete eine vier Rennen währende Siegesserie von Corvette-Pilot Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition) auf der Strecke in der Steiermark um 0,944 Sekunden. Keilwitz wurde mit Andreas Wirth (30, Heidelberg) Zweiter vor Luca Ludwig (26, Bonn)/Sebastian Asch (29, Ammerbuch / beide Team Zakspeed), die im Mercedes-Benz SLS AMG im dritten Saisonlauf zum dritten Mal auf das Podium fuhren.

Wirth/Keilwitz machten Druck konnte den Sieg des Lamborghini aber nicht verhindern
Foto: Jens Hawrda
„In den letzten Runden war der Druck der Corvette hoch, aber ich konnte den Abstand kontrollieren. Wir sind ein hohes Risiko eingegangen und haben vom Chevrolet Camaro auf den Lamborghini gewechselt und haben mit David Russell einen schnellen Fahrer aus Australien geholt, der Serie, Strecke und Auto nicht kennt, aber unser hohes Vertrauen in Auto und Fahrer hat sich ausgezahlt“, jubelte Ex-Formel-1-Pilot Enge nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg.

Nissan dominiert die erste Rennhälfte
 
Die erste Rennhälfte stand bei heißen Temperaturen jenseits von 30 Grad ganz im Zeichen des Nissan GT-R. In der ersten Kurve nach dem Start zog Nissan-Pilot Dominic Jöst (36, Absteinach / MRS-GT Racing) an Polesetter Philipp Eng (24, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche vorbei und führte souverän bis zum Fahrerwechsel das Feld an. Hinter dem Nissan musste Eng auch noch Platz zwei an Russell im Lamborghini abgeben, der dem führenden Nissan bis zum Boxenstopp folgte.

führten bis zum Boxenstopp Scholze/Jöst Nissan-GTR NISMO GT3
Foto: Jens Hawrda
Ein um drei Sekunden schnellerer Boxenstopp des Lamborghini-Duos brachte Enge dann die Führung vor Nissan. Doch dann gab es im Nissan-Lager eine Schrecksekunde: 20 Minuten vor Rennende rollte Florian Scholze (42, München) auf Rang zwei liegend nach einem Elektronikproblem aus. Corvette-Pilot Keilwitz erbte Platz zwei und jagte den führenden Enge, musste sich aber mit einem Rückstand von weniger als einer Sekunde geschlagen geben. Asch/Ludwig landeten nach einem guten Start und fehlerfreien Rennen auf Rang drei und übernehmen dadurch die Tabellenführung im ADAC GT Masters.
 
„Mein Start war nicht der Beste, aber er war gut genug, um uns sofort in den Kampf um die Führung zu bringen“, sagte Russell, der erste Australier, der ein ADAC GT Masters-Rennen gewann. „Der Nissan war in der ersten Rennhälfte schon sehr stark, aber ich konnte dran bleiben. Tomas hat das Rennen dann gut ins Ziel gefahren. Mein erstes Rennen in dieser Serie, mein erster Sieg, ich könnte nicht glücklicher sein.“
 
„Das Ergebnis ist deutlich besser als erwartet“ jubelte Enge. „Wir hatten ein großartiges Auto und hier hat sich unsere harte Arbeit in den vergangenen Monaten ausgezahlt. Bisher haben wir uns an diesem Wochenende nicht den geringsten Fehler erlaubt. Die Leistung von David ist unglaublich, denn er war noch nie hier, die Strecke ist schwierig und die Leistungsdichte ist mit 18 Fahrzeugen in einer Sekunde enorm. Morgen wollen noch mal auf das Podium.“

Österreicher Eng/Bachler Fünfte im Porsche
 
Auf Rang vier fuhren Patrick Assenheimer (23, Heilbronn) und Diego Alessi (43, I / beide Callaway Competition) in einer weiteren Corvette. Der Nachwuchsfahrer und der Champion von 2013 setzten sich gegen die beiden Österreichern Eng und Klaus Bachler (23, A) im Porsche 911 GT3 auf Rang fünf durch. Der fünfte Rang war für das Porsche-Duo Schadensbegrenzung, ein Reifenwechsel nach einem schleichenden Plattfuß vereitelte einen möglichen Podiumsplatz des bisherigen Tabellenführers Bachler.

Lips gewinnt die Gentlemen-Wertung
 
Ein starkes Debüt zeigte auch der zweite Lamborghini im Feld, der Huracán der Lokalmatadore von Grasser Racing mit Adrian Zaugg (28, ZA) und Mirko Bortolotti (25, I). Bei der ADAC GT Master-Premiere des Huracán landete der giftgrünen Lamborghini nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund von Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse auf Rang sechs. Siebte und auch Sieger in der Gentlemen-Wertung wurden Remo Lips (32, CH) und Sven Barth (34, Weinheim / RWT RacingTeam) in einer Corvette. Für Lips der erste Gentlemen-Klassensieg in diesem Jahr, der Schweizer siegte vor Andreas Weishaupt (42, Ulm / C.Abt Racing) im Audi R8.
 
Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf/ beide BMW Sports Trophy Team Schubert) beendeten ein von vielen spannenden Positionskämpfen geprägtes Rennen im BMW Z4 auf Rang acht vor den beiden Audi R8 von Florian Stoll (33, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau / beide kfzteile24 MS RACING) und Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen)/Kelvin van der Linde (18, ZA / beide C.Abt Racing).

Lamborghini und Corvette teilen sich am Sonntag erste Startreihe
 
Der Zieleinlauf des erstes Laufes verspricht ein packendes zweites Rennen am Sonntag (live bei SPORT1 ab 13:00 Uhr). Die beiden Ersten vom Samstag, der Lamborghini und Corvette, starten am Sonntag aus der ersten Startreihe. Als Dritter startet Florian Strauß (30, Berlin / MRS GT- Racing) im Nissan GT-R vor Bortolotti im Lamborghini Huracán in den vierten Saisonlauf.

Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
 1. Russell/Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 2. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competiton-Corvette Z06.R GT3),
 3. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG),
 4. Patrick Assenheimer/Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 5. Philipp Eng/Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R).

Porsche und Lamborghini auf Pole in Österreich

  • Österreicher Philipp Eng holt im Porsche ersten Startplatz für Rennen am Samstag
  • Starkes Debüt für zwei neue Supersportwagen von Lamborghini
  • GT-Ass Tomas Enge sichert erste Lamborghini-Pole im ADAC GT Masters seit 2011
 
Enges Qualifying auf dem Red Bull Ring und am Ende Eng und Enge ganz vorn. Selten war ein Qualifying im ADAC GT Masters so spannend wie auf dem Red Bull Ring in Österreich. In den beiden Qualifyings für die Rennen in der Steiermark (Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live bei SPORT1) trennten die schnellsten Drei jeweils weniger als 0,1 Sekunden. Der Österreicher Philip Eng (24, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) stellte seinen Porsche 911 auf den ersten Startplatz für das Samstagrennen des ADAC GT Masters, während sich Tomas Enge (38, CZ / Reiter Engineering) im zweiten Qualifying für das Rennen am Sonntag durchsetzte und beim ADAC GT Masters-Debüt der neusten Entwicklungsstufe des Lamborghini Gallardo auf die Pole fuhr. „Einfach ein perfektes Qualifying“, war Eng mit der Pole zufrieden. „Ich bin im richtigen Moment auf die Strecke, hatte freie Bahn und ein perfektes Auto, so fährt man auf die Pole.“
 
Qualifying 1 für das Rennen am Samstag:
 
Schon im Qualifying für das Samstagrennen machten die Fahrer der Supersportwagen beste Werbung für zwei spannende Rennen auf dem Red Bull Ring. Insgesamt sechs Mal wechselte die Spitze zwischen Corvette, BMW, Nissan, Lamborghini und Porsche, bis Eng am Ende über seine zweite ADAC GT Masters-Pole jubeln durfte. Bereits 2012 fuhr der gebürtige Salzburger in der Steiermark auf den ersten Startplatz. Der schnelle Österreicher springt an diesem Wochenende kurzfristig für Christian Engelhart (28, Kösching) ein und unterstützt Tabellenführer und Lokalmatador Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport). Auf dem Weg zur Pole lieferte sich Eng ein Duell mit Neuzugang David Russell (33, AUS / Reiter Engineering) um den ersten Startplatz. Kurz vor Ende verdrängt dann Dominic Jöst (36, Absteinach / MRS GT-Racing) im Nissan GT-R den Australier noch aus der ersten Startrehe und sorgte damit für das beste Qualifyingergebnis eines Nissan im ADAC GT Masters.
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top 5):
 
 1. Philipp Eng (GW IT Racing Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
 2. Dominic Jöst (MRS GT-Racing-Nissan GT-R NISMO GT3),
 3. David Russell (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 4. Andreas Wirth (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 5. Adrian Zaugg (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3).
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag:
 
Im zweiten Qualifyingdurchgang war Tomas Enge nicht zu stoppen. Der ehemalige Formel-1-Pilot setzte sich im Lamborghini Gallardo an die Spitze, unterbot in der Folge seine eigene Bestzeit zwei Mal und sorgte so für die erste Pole des Supersportwagens aus Italien im ADAC GT Masters seit 2011. „Die Pole ist ein Verdienst des gesamten Teams“, sagte Enge nach seiner ersten Pole Position in der „Liga der Supersportwagen“. „Beim Testen vor zwei Wochen hatte ich mit dem Auto hier einen größeren Ausrutscher. Das Team hat zehn Tage non-stop gearbeitet, damit wir hier starten können. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir nach einer langen Durststrecke beweisen konnten, dass der Gallardo in einer so konkurrenzfähigen Serie wie dem ADAC GT Masters immer noch ganz vorn fahren kann.“ Im Qualifying hatte Enge nur ein kleines Problem: „Wir haben vom Camaro an diesem Wochenende auf den Lamborghini gewechselt und mein Lamborghini-Rennoverall ist noch von 2012, der zwickt mittlerweile etwas.“
 
Neben Enge aus der ersten Startreihe startet am Sonntag Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition), der seit zwei Jahren auf dem Red Bull Ring im Rennen ungeschlagen ist. In den finalen Minuten des Qualifying verdrängte Keilwitz von Nissan von Florian Strauß (30, Berlin / MRS GT-Racing) in die zweite Startreihe. Auch der zweite Lamborghini, der in Österreich an diesem Wochenende sein ADAC GT Masters-Debüt gibt, überzeugte mit einer starken Performance. Mirko Bortolotti (25, I / Grasser Racing) stellte den neuen Huracán der Lokalmatadore von Grasser Racing aus Knittelfeld in die zweite Startreihe auf Position vier, im ersten Rennen startet sein Teamkollege Adrian Zaugg (28, ZA) als Fünfter. Lokalmatador und Tabellenführer Bachler startet im Porsche am Sonntag als Siebter.
 
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top 5):
 
 1. Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 2. Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 3. Florian Strauß (MRS GT-Racing-Nissan GT-R NISMO GT3),
 4. Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3),
 5. Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3).

Freitag, 5. Juni 2015

ADAC GT Masters mit neuen Highlights am Red Bull Ring

  • Premiere für zwei neue Lamborghini im ADAC GT Masters
  • Steirer Klaus Bachler kommt als Tabellenführer zu seinem Heimrennen
  • Heimspiel für fünf Österreicher im ADAC GT Masters
  • DTM-Pilot Lucas Auer besucht ADAC GT Masters in Spielberg
das zweite Rennwochenende der ADAC GT-Masters am Red Bull Ring
 verspricht spannenden Rennsport
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters startet nach einem rasanten Saisonbeginn am kommenden Wochenende (5. bis 7. Juni) in Österreich in die zweite Runde. Auf dem Red Bull Ring in der Steiermark steht das erste von drei Auslandsgastspielen der „Liga der Supersportwagen“ (Samstag und Sonntag live bei SPORT1 ab 13:00 Uhr) mit neuen Highlights an. Mit Porsche-Pilot Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing Team – Schütz Motorsport) startet ein Steirer als Tabellenführer zu seinem Heimspiel vor traumhaftem Alpenpanorama, dazu feiern zwei neue Supersportwagen Premiere im ADAC GT Masters. Bei dem Österreich-Gastspiel starten erstmals der neue Lamborghini Huracán und die finale Entwicklungsstufe des Lamborghini Gallardo.

Wer schlägt die Red-Bull-Ring-Dauersieger Keilwitz und Corvette?

Wer auf einer der schnellsten Strecken im Kalender des ADAC GT Masters ganz nach oben auf das Treppchen will, muss auf dem Red Bull Ring erst einmal an Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition) vorbei. Der Corvette-Pilot, der sich seinen US-Sportwagen mit Andreas Wirth (30, Heidelberg) teilt, hat in der Steiermark eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz und gewann dort die letzten vier Rennen. Das gelang noch keinem anderen Fahrer vor ihm. Doch der Saisonstart in Oschersleben hat gezeigt, wie hart umkämpft die Spitze im ADAC GT Masters ist. Ganz vorn zu fahren ist auch für Lokalmatador Bachler Ehrensache. Der Steirer kommt gemeinsam mit Teamkollege Christian Engelhart (28, Kösching) im Porsche 911 als erster Tabellenführer der jungen Saison zu seinem Heimrennen, in dem neben Corvette und Porsche mit Audi, Bentley, BMW Lamborghini, Mercedes-Benz und Nissan Supersportwagen von acht Marken um die Siege kämpfen.
„Dass ich als Tabellenführer zu meinem Heimrennen komme, und so gut in meine erste Saison im ADAC GT Masters starte, habe ich ganz sicherlich nicht erwartet“, sagt Bachler. „Ich wohne nur 25 Kilometer vom Red Bull Ring entfernt, daher wird das Wochenende sehr besonders für mich. Gegen die starke Konkurrenz wird es dort nicht einfach, die beiden Rennen werden sehr spannend. Man muß auch immer das Wetter mit auf der Rechnung haben, denn die Bedingungen sind am Red Bull Ring oft wechselhaft, was allerdings ein Vorteil für unseren Porsche sein könnte.“

Fünf Österreicher und ein Team aus der Steiermark kämpfen um Laufsiege

Neben Tabellenführer Bachler starten noch vier weitere Österreicher bei ihrem Heimspiel. Dominik Baumann (22, A / BMW Sports Trophy Team Schubert) greift im BMW Z4 mit Jens Klingmann (24, Leimen) an, während sich Daniel Dobitsch (30, A / kfzteile24 MS RACING) einen Audi R8 mit dem Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, Edward Sandström (36, S) teilt. Beim Saisonstart in Oschersleben ist Bentley mit einem Debütsieg in die erste ADAC GT Masters-Saison gestartet, davon will auch Clemens Schmid (24, A) profitierten, der im Bentley Continental mit dem Wahl-Österreicher Fabian Hamprecht (19) startet. Gleich mit seinem eigenen Team tritt Hari Proczyk (39, A) bei seinem Heimrennen an. Der gebürtige Knittelfelder startet mit Andreas Simonsen (25, S) im Mercedes-Benz SLS AMG seiner eigenen Mannschaft HP Racing und fuhr bei Saisonstart gleich in beiden Rennen auf das Podium.


Zwei neue Lamborghini vor ADAC GT Masters-Debüt

Vor einem Heimspiel und einer Premiere steht Grasser Racing. Der Rennstall aus Knittelfeld am Red Bull Ring bringt bei einem Gaststart den neuen Lamborghini Huracán in das ADAC GT Masters. Gefahren wird der Huracán bei seinem ersten Einsatz bei einem Sprintrennen von Mirko Bortolotti (25, I) und Adrian Zaugg (28, RSA). „Ich bin zuversichtlich für unser Heimspiel, denn das Auto hat schon gezeigt, dass es schnell ist“, sagt Teamchef Gottfried Grasser. „Es ist schön, dass Lamborghini seine Zustimmung für den Start mit dem neuen Auto bei unserem Heimrennen im ADAC GT Masters gegeben hat. Von der Charakteristik sollte der Lamborghini mit seinem Mittelmotor dem Red Bull Ring entgegen kommen. Ich gehe davon aus, dass wir konkurrenzfähig sind. Im vergangenen Jahr sind wir am Red Bull Ring Vierte geworden. Mit dem neuen Auto sollte nun ein Platz auf dem Podium möglich sein.“

Neben dem Huracán debütiert ein zweiter Lamborghini im ADAC GT Masters. Reiter Engineering wechselt vom Chevrolet Camaro auf die neu entwickelte finale Ausbaustufe des Lamborghini Gallardo. Nicht nur das Auto ist bei Reiter in Österreich neu, sondern auch der Fahrer. Tomas Enge (38, CZ / Reiter Engineering) teilt sich den Lamborghini mit dem Australier David Russell (33).

Neue Herausforderung für Reifen von Pirelli

Der schnelle Red Bull Ring stellt auch die Reifen von ADAC GT Masters-Exklusivreifenpartner Pirelli vor Herausforderungen. Anna Playford, Trackside Engineer von Pirelli: „Signifikant für die Strecke sind die Höhenunterschiede, die bei Fahrern und Fans für viel Freude und Begeisterung sorgen. Der Mix von Vollgas-Passagen und harten Bremspunkten am Red Bull Ring bringt mit sich, dass hohe Quer- und Längskräfte auf die Reifen wirken.“

Autogrammstunde mit DTM-Pilot Lucas Auer und volles Rahmenprogramm

Das ADAC GT Masters geht in Österreich mit einem starken Rahmenprogramm an den Start. Neben der neuen ADAC Formel 4 treten erstmals die GT4 European Series und die Formel Renault NEC 2.0 im Rahmen der „Liga der Supersportwagen an. Dazu sorgt der Renault Clio Cup Central Europe für ein volles Programm an allen drei Tagen. Einen Abstecher zum ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring macht auch Mercedes-Benz-DTM-Pilot Lucas Auer, der am Samstag bei einer Autogrammstunde den Fans zur Verfügung steht.

Tickets inklusive Fahrerlager ab 20 Euro

Fans, die das ADAC GT Masters live an der Rennstrecke erleben wollen, erhalten ab sofort Karten im Vorverkauf bereits ab 20 Euro inklusive Zugang zum Fahrerlager. ADAC Mitglieder profitieren beim Ticketkauf über das ADAC Vorteilsprogramm. Erhältlich sind die Tickets online unter
www.adac.de/gt-masters, in allen ADAC Geschäftsstellen, unter www.eventim.de oder in einer von europaweit mehr als 20.000 Vorverkaufsstellen von Eventim.


DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten zum Rennen am vergangenen Sonntag

Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien) 6. Platz:

„Mir sind in dieser Saison bislang sehr gute Starts gelungen. Ein Raketenstart ist hier besonders wichtig. Ich machte auf der ersten Runde zwei Plätze gut. Danach war meine Pace gut. Das Auto funktionierte gut und ich möchte mich beim Team dafür bedanken. Ich hatte eine starke Pace. Das hat Spaß gemacht. Am Ende habe ich Mortara angegriffen. Sein Manöver empfand ich nicht als 100% fair. Er verteidigte sich komplett auf der Innenseite, das ist in Ordnung. Ich bremste dann sehr spät und versuchte es außen herum. Für mich sah es so aus, als ob er in mich reingelenkt und mir keinen Platz gelassen hätte. Deshalb musste ich in die Wiese ausweichen. Aber zumindest habe ich es probiert.“
Christian Vietoris bester Mercedespilot am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland) 7. Platz:

„Das war ein gutes Rennen. Vielmehr war von meiner Startposition nicht drin. Das Team hat über Nacht gute Arbeit geleistet und das Auto deutlich verbessert. Wir haben dieses Wochenende einfach mit dem falschen Setup begonnen. Von Freitag bis heute haben wir es stetig verbessert. Das ist positiv, aber beim nächsten Rennen müssen wir mit einer besseren Basis anfangen.“
Pascal Wehrlein schlechter Start wegen Kupplungsproblemen
Foto: Jens Hawrda
Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland) 13. Platz:

„Am Start hatte ich das gleiche Problem mit der Kupplung wie gestern. Leider konnten wir sie über Nacht nicht wechseln, weil die Zeit durch die Parc Fermé-Regelung zu knapp war. Bei meinem Überholmanöver gegen Da Costa war ich in meinen Augen ganz klar vorne. Er ist mir hinten links drauf gefahren. Aber letztlich ist das egal, denn mein Start war nicht gut. Dadurch habe ich viele Plätze verloren. So war es schwierig, in die Punkteränge zu fahren.“
Paul di Resta
schweres Wochenende, fühlte sich nicht wohl im Auto
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland) 15. Platz:

„Ein sehr schwieriger Tag für mich. Ich fühlte mich im Training, Qualifying und Rennen nicht wohl im Auto. Es ging um Schadensbegrenzung. Hoffentlich können wir die Probleme bis zum nächsten Rennen lösen. Der Norisring ist eine besondere Strecke. Leider gab es heute keine Punkte. Es gibt noch viel zu tun, um alle Bereiche zu optimieren.“
Maximilian Götz, am Lausitzring wieder viel gelernt
Foto: Jens Hawrda
Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland) 16. Platz:

„Das war kein einfaches Rennen. Ich konnte einige Positionen gutmachen, habe aber nicht allzu viel riskiert. Unser Setup war nicht ganz optimal. Ich habe in den entscheidenden Kurven, um ins DRS-Fenster reinzukommen, ein bisschen verloren. Als die anderen Piloten aus der Box herausfuhren, habe ich versucht, meine Pace weiterzugehen. Es war ein harter Fight und ich habe wieder viel gelernt. Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns vielleicht erwünscht hatten. Aber gestern war für mich mit Platz 15 ein sehr gutes Ergebnis.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada) 18. Platz:

„Ein Tag zum Vergessen. Im Qualifying fühlte sich alles gut an. Leider wurde ich auf meiner Runde aufgehalten. Somit startete ich von Platz 16. Ich hatte einen guten Start und lag nach der ersten Runde auf Position zwölf. Wir hatten aber nicht genug Speed, um weiter nach vorne zu gelangen. Ich bekam kein DRS von den vorausfahrenden Autos und musste mich das gesamte Rennen über stets verteidigen. Letztlich habe ich mich zu sehr verteidigt und einen Fehler gemacht. Damit war es vorbei. Ein Wochenende zum Vergessen. Jetzt freue ich mich auf den Norisring.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer (20 Jahre, Österreich) ausgefallen:

„Der Start und die erste Runden waren in Ordnung. Dann kam ich ein bisschen in Schwierigkeiten. Ich lag vor einem langen Zug, sodass alle DRS nutzen konnten, nur ich nicht. Nach meinem relativ späten Boxenstopp fuhr ich ziemlich alleine meine Runden und konnte konstant fahren. Am Ende wollte ich wohl ein bisschen zu viel. Ich bekam ein bisschen Übersteuern am Bremspunkt und habe das Auto leider verloren.“

Gary Paffett (34 Jahre, England) ausgefallen:

„Ich hatte einen guten Start und lag danach auf Platz zehn. Als ich dann aus Kurve sieben herausfuhr, konnte ich nicht mehr aus dem dritten Gang hochschalten. Damit war das Rennen für mich leider gelaufen.“