Sonntag, 21. September 2014

Xavi Forès Superbike-Meister 2014

Der Superbike-Meister des Jahres 2014 heißt Xavi Forés. Mit einem zweien Platz im ersten Lauf  beim Finale der Superbike*IDM hinter Markus Reiterberger sicherte sich der Spanier vom 3C-RacingTeam auf seiner Ducati 1199 Panigale R den Titel.
Xavi Forès - Suoerbike-Meister 2014
Foto: Jens Hawrda
Markus Reiterberger kam am besten vom Start weg, doch Xavi Forés übernahm schnell die Führung im Rennen. Reiterberger ließ sich jedoch nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz des Spaniers. Dessen Teamkollege Lorenzo Lanzi musste sich nach fünf Runden als Dritter schon eine Sekunde hinter den beiden Spitzenreitern anstellen.

Reiterberger vor Forès
Foto: BMW-Motorsport
Reiterberger versuchte immer wieder Forès zu überholen, der wollte kein Risiko eingehen und ließ Reiterberger in der zehnten Runde ziehen. Reiterberger gewann das Rennen vor dem Spanier, der aber als Zweiter den Meistertitel in der Königsklasse des deutschen Motorradstraßenrennsports holte. Neukirchner wurde Dritter des Rennens, nachdem Lorenzo Lanzi (3C-Racing Team) auf dieser Position gestürzt war.
 
Leon Camier, der normalerweise in der MotoGP zu Hause ist, aber als Gastfahrer beim Hockenheim-Finale der Star im Wilbers-BMW-Team war, kam als Sechster ins Ziel und war damit einen Platz besser als Kollege Stefan Nebel, der seine Abschiedsvorstellung im Team gab. Matej Smrz (Team Yamaha Motor Deutschland) kam wieder einmal im Ziel an und wurde als Fünfter abgewunken.

Markus Reiterberger einziger Fahrer der Saison 2014, der mit den Ducati-Piloten mithalten konnte
Foto: BMW-Motorsport
Das zweite Rennen am Nachmittag startete im Regen. Forés kam wieder als Erster aus der ersten Runde, gefolgt von Reiterberger, Neukirchner, Lanzi, Mackels, Smrz und Camier. Smrz stürzte jedoch in der fünften Runde. An der Spitze kämpften Forès, Reiterberger, Neukirchner und Lanzi um die Führung, die Lanzi in der 14. Runde übernahm. In Rund 15 musste dann das Rennen wegen des sintflutartigen Regens vorzeitig abgebrochen werden. Zur Wertung kam die zuvor komplett zurückgelegte Runde. Das bedeutete: Lanzi gewinnt vor Forés und Reiterberger.

Max Neukirchner wurde damit Vizemeister in der Klasse Superbike und Markus Reiterberger Dritter.
 
XaviForés:
Ich bin absolut glücklich, dass ich den Siegerpokal in den Händen halten kann. Zum Saisonbeginn auf dem Lausitzring wusste ich noch nicht richtig, was auf mich in der SUPERBIKE*IDM zukommt. Nach dem ersten Sieg habe ich aber hart daran gearbeitet, auch den Titel zu gewinnen. Er bedeutet mir viel. Ich habe viel erlebt in diesem Jahr. Die Organisation der SUPERBIKE*IDM hat mir gefallen und ich habe auch neue Freunde wie Matej Smrz und Marco Nekvasil gefunden.“
 
Ergebnis Hockenheim 1.Rennen (Top-Five):
 
1. Markus Reiterberger (BMW),
2. Xavi Forès (Ducati),
3. Max Neukirchner (Ducati),
4. Bastien Makels (BMW),
5. Matej Smrz (Yamaha).
 
Ergebnis Hockenheim 2.Rennnen (Top-Five):
 
1. Lorenzi Lanzi (Ducati),
2. Xavi Forès (Ducati),
3. Markus Reiterberger (BMW),
4. Max Neukirchner (Ducati),
5. Bastien Makels (BMW).
 
Meisterschaftsendstand (Top-Five):
 
1. Xavi Forès                 318 Pkt.
2. Max Neukirchner       281 Pkt.
3. Markus Reiterberger 273 Pkt.
4. Bastien Makels         147 Pkt.
5. Stefan Nebel            130 Pkt.
 

Samstag, 20. September 2014

Audi-Sieg im Duell der ADAC GT Masters-Titelkontrahenten

Der Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Auf dem Sachsenring kämpften am Samstag die drei erstplatzierten in der Tabelle um den Sieg. In einem spannenden Duell setzten sich die Tabellenführer Kelvin van der Linde (18, ZA) und René Rast (27, Frankfurt / beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8 gegen den Porsche 911 mit ihren engsten Titelkontrahenten Jaap van Lagen (37, NL) sowie Christian Engelhart (27, Kösching / beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) durch. Das Podium war am Samstag ein Abbild des Tabellenstandes: Rang drei ging an Claudia Hürtgen (43, Aachen) und Dominik Baumann (21, A / beide PIXUM Team Schubert) im BMW Z4. „Der zweite Saisonsieg hat deutlich länger gedauert, als wir uns das gewünscht haben“, jubelte van der Linde nach dem Rennen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir vor allen unseren Verfolgern ins Ziel gekommen sind und damit nun etwas mehr Luft an der Tabellenspitze haben.“

Kevin v.der Linde u. Renè Rast enges Rennen mit Jaap v. Lagen und Christian Engelhart im Porsche
Foto: Jens Hawrda
 
Van der Linde agiert in der Startphase souverän
 
Pole-Setter van der Linde brauchte in der ersten Rennhälfte gute Nerven. Der Audi-Pilot setzte seinen ersten Startplatz in die Führung um, doch dann bremsten zwei Safety-Car-Phasen in den ersten sieben Runden das Feld ein. Nach einem Kontakt zwischen zwischen Alon Day (22, IL / BKK MOBIL OIL Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG und Max Sandritter (25, Raubling / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 in der Startrunde und einem technischen Defekt an der auf der Strecke stehenden Corvette von Patrick Assenheimer (22, Heilbronn / Callaway Competition) in Runde sechs rückte das Safety-Car aus. 
Auslöser der  Safety-Car-Phase Alan Day fährt nach Berührung mit Max Sandritter in die Leitplanke
Foto: Jens Hawrda
Nach den Restart verteidigte van der Linde stets die Führung vor Verfolger Engelhart im Porsche 911, konnte sich aber nicht von seinem Kontrahenten absetzen. Erst nach dem Fahrerwechsel von van der Linde auf Rast konnte sich der Audi an der Spitze einen Vorsprung von bis zu 3,5 Sekunden auf nun von van Lagen gesteuerten Porsche herausfahren. Der Vorsprung egalisierte sich allerdings zehn Minuten vor Rennende, als das Safety-Car abermals auf die Strecke ging, nachdem Corvette-Pilot Sebastiaan Bleekemolen (36, NL / Callaway Competition) auf der Strecke nach technischem Defekt ausgerollt war. Sechs Minuten vor dem Rennende wurde das Rennen für fünf Runden wieder freigegeben, in denen sich Rast und van Lagen ein Duell um Rennsieg und Tabellenführung lieferten. Der Audi-Pilot behielt die Spitze und siegte mit 1,3 Sekunden Vorsprung.
mit dem zweiten Platz weiter im Titelrennen Jaap van Lagen und Christian Engelhart
Foto: Jens Hawrda
„Die Safety-Car-Phase zum Schluß hat uns nicht geholfen, ich konnte dann auf den letzten Runden aber noch eine kleine Lücke herausfahren“, so Rast nach seinem siebtem ADAC GT Masters-Laufsieg. „Wir mussten heute mit der Strategie aufpassen. Eigentlich stoppen wir im ersten Rennen im früh, doch in dem Fall hätte der Porsche vielleicht Zeit gewinnen können und dann wäre es nochmals eng geworden. Daher haben wir die Strategie auf den Porsche abgestimmt und sind spät an die Box gekommen.“
 
Baumann/Hürtgen halten sich mit Rang drei im Titelkampf

wahren mit dem dritten Platz ihre Titelchancen: Claudia Hürtgen und Dominik Baumann
Foto: Jens Hawrda
Eine gute Strategie brachte auch Hürtgen und Baumann auf Rang drei und hielt das BMW-Duo im Titelrennen. Hürtgen lag nach dem Start auf Rang sechs, durch einen frühen Stopp konnte Baumann in der zweiten Rennhälfte auf Rang drei nach vorn fahren. Sebastian Asch (28, Ammerbuch) und Philip Frommenwiler (25, CH / beide Farnbacher Racing) hatten nach längerer Durststrecke wieder ein Erfolgserlebnis und kamen im Porsche 911 als Vierte ins Ziel. Über sein bisher bestes Saisonergebnis durfte Philip Geipel (27, Plauen) jubeln. Der Lokalmatador fuhr bei seinem Heimspiel gemeinsam mit Markus Winkelhock (34, Berglen-Steinach / beide YACO Racing) im Audi R8 LMS auf den fünften Rang.

Eine Durchfahrtsstrafe nach einem Tempoverstoss in der Boxengasse vereitelte einen möglichen Podiumsplatz von Luca Stolz (19, Brachbach) und Maximilian Götz (28, Uffenheim / HTP Motorsport). Nachdem das Mercedes-Benz-Duo in der Startphase auf Rang drei lag, kam der Flügeltürer nach absolvieren der Strafe auf Rang sieben hinter ihren Markenkollegen Maro Engel (29, München) und Jan Seyffarth (28, Querfurt / ROWE RACING) ins Ziel.

David Jahn (23, Leipzig) und Sven Barth (33, Weinheim / RWT Racing Team) steuerten die schnellste Corvette auf Rang acht vor Fabian Hamprecht (19, Hagen) und Nicki Thiim (25, DK / beide Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Herbert Handlos (31, A), Tabellenführer und Klassensieger in der Gentlemen-Wertung, holte als Zehnter im Porsche 911 mit Alfred Renauer (29, München / beide TONINO Team Herberth) noch einen Punkt.

Podium des Samstagsrennens
Foto: Jens Hawrda
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Kelvin van der Linde/René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Ch. Engelhart/J.v.Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
3. Claudia Hürtgen/Dominik Baumann (PIXUM Team Schubert-BMW Z4 GT3), .
4. Philipp Frommenwiler/Sebastian Asch (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),
5. Philip Geipel/Markus Winkelhock (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra).







Audi dominiert das Qualifying auf dem Sachsenring

Auch Wetterkapriolen beim vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring konnten Kelvin van der Linde (18, ZA) und Nicki Thiim (25, DK) im Audi R8 nicht bremsen. Die beiden Fahrer aus dem Team Prosperia C. Abt Racing um den ehemaligen ADAC GT Masters-Champion Christian Abt holten sich die beiden ersten Startplätze im Zeittraining am Freitag für die ADAC GT Masters-Rennen am Samstag und Sonntag

Kelvin van der Linde startet am Samstag am Sachsenring von der Pole
Foto: Jens Hawrda
„Die Pole Position ist nur ein kleiner Schritt und bedeutet noch nichts, ist aber im Titelkampf eine gute Ausgangsposition. Nun hoffe ich im Rennen am Samstag auf einen guten Start“, freute sich Tabellenführer van der Linde nach seiner zweiten Pole Position im ADAC GT Masters.

Jubeln durfte nach dem Qualifying Philip Geipel (27, Plauen / YACO Racing). Bei seinem Heimrennen stellte der Lokalmatador seinen Audi auf Startplatz vier und zeigte damit seine bisher Qualifyingleistung in dieser Saison.

Ergebnis Qualifying 1 (Top-Fünf):
1. Kelvin van der Linde (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Robert Renauer (TONINO Team Herberth-Porsche 911 GT3 R),
3. Christian Engelhart (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
4. Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Luca Stolz (HTP Motorsport-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),

Ergebnis Qualifying 2 (Top-Fünf):
1. Nicki Thiim (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Daniel Dobitsch (kfzteile24 APR Motorsport-Audi R8 LMS ultra),
3. René Rast (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
4. Jaap van Lagen (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
5. Sebastian Asch (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),

Reiterberger holt Pole zum Saisonfinale

Wie zum Saisonauftakt holte Markus Reiterberger auch zum Saisonfinale die Pole-Position in der Superpole. Er geht damit in den beiden Superbike-Rennen am Sonntag von der Pole Position ins Rennen und hofft auf zwei Siege. Nach dem Doppel-Triumph auf dem Lausitzring vor einer Woche, als er zum ersten Mal die Ducati-Armada besiegen konnte, ist er hoch motiviert. Die Favoriten auf die Meisterschaft, die beiden Ducati-Farer Xavi Forès und Max Neukirchner landeten auf den Plätzen zwei und drei und stehen damit neben Reiterberger in der ersten Startreihe.
Markus Reiterberger holt Pole
Foto: Jens Hawrda
Markus Reiterberger:
„In der ersten Superpole-Runde bin ich auf eine sichere Platzierung gefahren und war Zweitschnellster. In der zweiten Runde habe ich zwei kleine Fehler gemacht, war aber trotzdem schneller und bin auf den ersten Rang gefahren. Jetzt müssen wir für morgen nur noch die richtige Rennabstimmung an meiner BMW S 1000 RR finden. Alles läuft super.“

 


Freitag, 19. September 2014

Marco Wittmann von A-Z

Nachdem Marco Wittmann (DE) am vergangenen Sonntag auf dem Lausitzring (DE) jüngster deutscher DTM-Champion aller Zeiten geworden ist, ist er bei Motorsport-Fachleuten und Fans in aller Munde.

Foto: Jens Hawrda
Wir stellen den 24-Jährigen in Form von Zahlen, Fakten und persönlichen Einblicken genauer vor. Marco Wittmann, der neue DTM-Champion, von A-Z.
 
A wie Auto.
Im Ice-Watch BMW M4 DTM hat er den DTM-Titel gewonnen – und im Privatleben ist Marco Wittmann in einem von der BMW Individual Manufaktur exklusiv für ihn veredelten BMW M6 Coupé in Feuerorange mit 575 PS unterwegs.
 
B wie Bruder.
Wittmann lebt mit seinem jüngeren Bruder Nico auf 120 Quadratmetern in einer WG in Fürth (DE).
 
C wie Champion.
Wittmann hat sich am vergangenen Sonntag zum jüngsten deutschen Champion der DTM-Geschichte gekrönt – und das schon drei Rennen vor Saisonende. So früh lag zuletzt Bernd Schneider (DE) in der Saison 2001 uneinholbar in Führung.
 
D wie Dominic.
Dominic Harlow (GB) ist als Renningenieur einer der engsten Vertrauten von Wittmann während der Rennwochenenden. Er stieß mit viel Formel-1-Erfahrung zum BMW Team RMG.

Marco Wittmann mit seinen Eltern und seinem Bruder
Foto: BMW-Motorsport
E wie Eltern.
Vater Herbert und Mutter Angelika waren seit den Zeiten im Kartsport bei nahezu jedem Rennen dabei. Sie reisten mit dem Wohnmobil an, Vater Herbert betreute das Kart technisch, Mutter Angelika kochte. Gemeinsam betreibt die Familie Wittmann einen Karosseriebau-Betrieb in Fürth.
 
F wie Fans.
Wittmann legt großen Wert auf den direkten Kontakt zu seinen Fans und ist auf den großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram vertreten. Auf Facebook folgen seiner Seite „Marco Wittmann – Official“ mittlerweile beinahe 10.000 Fans.
 
G wie Gewicht.
Aufgrund seiner Erfolge im Verlauf der Saison war Wittmann bedingt durch die neu eingeführten Performance-Gewichte in sieben von acht Rennen mit einem der schwersten Autos unterwegs. Lediglich beim dritten Rennen in Budapest (HU) wog sein Ice-Watch BMW M4 DTM 2,5 Kilogramm weniger als die Fahrzeuge seiner BMW Kollegen Augusto Farfus (BR) und Martin Tomczyk (DE).
 
H wie Heimat.
Wittmann wurde in Fürth geboren und wuchs dann im nahe gelegenen 5.700-Einwohner-Ort Markt Erlbach (DE) auf. Im vergangenen Jahr kehrte der 24-Jährige nach Fürth zurück und bezog dort gemeinsam mit seinem Bruder eine eigene Wohnung.
 
I wie Ice-Watch.
Vom ersten Rennen an unterstützt die belgische Uhrenmarke Ice-Watch als Premium Partner von BMW Motorsport das DTM-Engagement von Marco Wittmann. Das Auto im charakteristischen Ice-Watch Design stand in 18 DTM-Rennen schon viermal auf der Poleposition und fuhr viermal auf Platz eins über die Ziellinie.
 
J wie Jubel.
Wittmann steigt zum Jubeln nach seinen Siegen auf das Autodach. Nach dem ausgelassenen Jubel im Parc Fermé am Lausitzring scherzte er: „Vielleicht müssen wir das Dach stabiler machen. Beim Champion-Jubel hat es ein wenig nachgegeben.“
 
K wie Karosseriebauer.
Diesen Beruf hat Wittmann gelernt – und er übt ihn auch als neuer DTM-Champion weiterhin aus. Wann immer es seine Zeit erlaubt, hilft er in der Werkstatt seiner Eltern aus. Vor dem DTM-Rennen auf dem Lausitzring trug er während des Urlaubs seiner Eltern sogar die alleinige Verantwortung für den Betrieb.
 
L wie Lehrzeit.
Obwohl es nahe gelegen hätte, absolvierte Wittmann seine Lehre als Karosseriebauer nicht im elterlichen Betrieb, sondern in einer fremden Werkstatt. Herbert Wittmann war der Meinung, dass in dieser Konstellation das Vater-Sohn-Verhältnis unbelastet bleiben würde.
 
M wie Mega.
Der neue Slogan lautet: „Mega Marco“. Mit diesem Banner und den dazugehörigen T-Shirts hat BMW Motorsport auf dem Lausitzring Wittmanns Titelgewinn gefeiert. „Das ist dann jetzt wohl mein neuer Spitzname“, sagt Wittmann mit einem Augenzwinkern.
 
N wie Norisring.
Das Stadtrennen in Nürnberg (DE) ist das Heimrennen des in Fürth geborenen und lebenden Marco Wittmann. Dort war er schon als Kind Zuschauer und hat die damaligen DTM-Helden bewundert. Selbst ist er dort vor der DTM schon in der Formel 3 Euroserie gefahren. Wittmann ist zudem Mitglied im Motorsport Club Nürnberg, dem Veranstalter des DTM-Rennens auf dem Norisring.
 
O wie Oschersleben.
In der Motorsport Arena ist Wittmann 2007 nicht nur sein erstes Rennen in der Formel BMW gefahren. Dort hat er im gleichen Jahr auch seinen ersten Formel BMW Sieg errungen. In seiner DTM-Champion-Saison 2014 startete er in Oschersleben von der Poleposition.
 
P wie Poleposition.
Auf dem ersten Startplatz stand Wittmann in dieser Saison bisher dreimal – in Oschersleben (DE), in Budapest (HU) und auf dem Nürburgring (DE). Die erste Poleposition seiner Karriere hatte er 2013 beim Rennen in Zandvoort (NL) gefeiert.
 
Q wie Qualifying.
Wittmann bezeichnet das Qualifying als eine seiner größten Stärken. In der Saison 2014 hat er als einziger Fahrer im DTM-Starterfeld in jedem der acht Qualifyings die entscheidende dritte Runde erreicht. Startplatz sieben war bisher sein schwächstes Ergebnis.
 
R wie RMG.
Reinhold Motorsport GmbH – dafür steht das Kürzel RMG. Es ist das Team, das hinter den Erfolgen von Wittmann in diesem Jahr steht. Die Mannschaft aus Niederzissen (DE) in der Nähe des Nürburgrings hat in der Saison 2014 den Durchbruch geschafft und mit Wittmann und dessen Teamkollege Maxime Martin (BE) insgesamt schon fünf Saisonsiege gefeiert.
 
S wie Stefan.
Stefan Reinhold ist der Teamchef von Wittmann beim BMW Team RMG. Nach vielen Jahren in der Formel 1 und in anderen Motorsport-Kategorien bewarb er sich mit seinem Konzept für ein DTM-Einsatzteam in der Comeback-Saison 2012 bei BMW Motorsport – und bekam den Zuschlag.
 
T wie Trophäe.
Nachbildungen seiner Pokale – die Originale werden bei BMW Motorsport aufbewahrt – hat Wittmann in seiner Wohnung in Fürth ausgestellt. Darunter ist neben den DTM-Trophäen auch der Siegerpokal vom Qualifikationsrennen für die 24 Stunden auf dem Nürburgring 2014, das er mit dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS im BMW Z4 GT3 gewinnen konnte, zu finden.
 
U wie Urlaub.
Während der Saison 2014 hat sich Wittmann einmal eine Auszeit auf Teneriffa (ES) gegönnt. Nach der Saison steht ein Skiurlaub auf dem Plan. Diese Ruhephasen sind für ihn besonders wichtig. „Man bekommt dann den Kopf frei – und kehrt umso erfolgshungriger auf die Strecke zurück“, meint er.
 
V wie Vorbild.
Seit er bei BMW Motorsport Alessandro Zanardi (IT) kennengelernt hat, ist der Italiener, der bei einem schweren Rennunfall beide Beine verlor, aufgrund seiner Lebenseinstellung und seiner sportlichen Triumphe das große Vorbild von Wittmann.
 
W wie Wohnmobil.
Wittmanns Eltern fahren wie in alten Zeiten auch heute noch mit dem Wohnmobil zu jedem DTM-Rennen. Normalerweise schläft Wittmann dennoch im Hotel. Nach der Champion-Feier am Lausitzring übernachtete er allerdings der Einfachheit halber im Wohnmobil der Eltern.
 
X wie Mister X.
Vor der DTM-Saison drehte die ARD einen Werbetrailer im Western-Stil, in dem die sieben früheren DTM-Champions im Starterfeld 2014, die „Glorreichen Sieben“, aus ihrem Kreis den Mister X suchen, der sich in diesem Jahr zum Champion krönen würde. Dass Wittmann dieser Mister X sein würde, vermuteten damals nur wenige. Nun hat die ARD eine Fortsetzung des Trailers gedreht – mit dem neuen Champion in der Hauptrolle.
 
Y wie Y-Parkplatz.
Die Parkplätze an den DTM-Rennstrecken sind mit Buchstaben gekennzeichnet. Der Parkplatz, auf dem die Fahrer – also auch Wittmann – ihre Privatautos abstellen, trägt den Buchstaben Y. Sein BMW M6 Coupé mit der Lackierung in Feuerorange sticht an jeder Rennstrecke sofort hervor.
 
Z wie Zandvoort.

Auf dem Kurs in den niederländischen Dünen errang Wittmann 2013 seine erste Poleposition in der DTM. Ein Jahr später kehrt er als Champion an die Nordseeküste zurück. So überrascht es nicht, dass Wittmann sagt: „Zandvoort ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken.“