Dienstag, 1. März 2016

Kevin Wahr musste nach Sturz auf den WM-Auftakt in Australien leider verzichten

Für den ehemaligen IDM-Piloten Kevin Wahr sollte am vergangenen Wochenende der Auftakt zur Supersport-Weltmeisterschaft in Australien stattfinden. Auf der 4,445 km langen Rennstrecke auf der Insel Phillip Island in der Nähe von Melbourne schaffte der 26-Jährige vor zwei Jahren mit einem hervorragenden sechsten Platz den Durchbruch in der WM. Der Schwarzwälder wurde 2013 souverän Deutscher Supersport-Meister auf Yamaha und stieg dann für die Saison 2014 in die Supersport-WM auf. Mit dem eigenem Wahr-Racing Team konnte er aus Budgetgründen nur an sieben von elf Rennen teilnehmen und erreichte mit 26 Punkten den 16. Gesamtrang. Im letzten Jahr bestritt Kevin Wahr auf einer Honda für das tschechische SMS-Team seine erste komplette WM-Saison und belegte mit 30 Zählern den 17. Gesamtrang. Das beste Saisonergebnis war erneut ein sechster Platz beim Supersport-Rennen in Magny-Cours/Frankreich. Erfolgreich war Kevin Wahr auch beim IDM-Motorradfinale auf dem Hockenheimring, dort feierte er einen Doppelsieg.
Kevin WahrHonda-Pilot Kevin Wahr aus Nagold zeigte im Training gute Leistungen
 Foto: Jaro Havranek/Kevin Wahr-Team

 
Für die neue WM-Saison wurde Kevin Wahr von den Lorini-Brüdern aus Italien für das Gemar Balloons-Lorini Team verpflichtet. Sein Teamkollege im Gemar Balloons-Lorini Team ist der Australier Glenn Scott. Bei den zweitägigen Testfahrten Anfang  letzter Woche in Phillip Island zeigte Kevin Wahr sein großes Talent. Am Montag spulte er auf seiner Honda CBR 600 RR 45 Runden ab und belegte mit nur 0,901 Sekunden Rückstand die sechstschnellste Zeit. Am Dienstag konnte sich der Nagolder sogar auf den fünften Rang verbessern mit einem Rückstand von 0,907 Sekunden. Die Bestzeiten fuhren am Montag der Schweizer Randy Krummenacher (Kawasaki) und am Dienstag der amtierende Supersport-Weltmeister Kenan Sofuoglu (Kawasaki) aus der Türkei.

In die Superbike-WM ist auch der IDM-Superbike-Meister Markus Reiterberger aus Obing aufgestiegen. Der 21-jährige Bayer geht auf einer BMW S1000 RR für das italienische Althea-BMW Team an den Start. Die Supersport-WM wird in 13 Rennen in zehn Ländern ausgetragen, das Finale findet am 30. Oktober in Doha/Katar statt. Nach zweijähriger Pause gibt es auch in Deutschland wieder ein Rennen, dies wird vom 16.-18. September auf dem Lausitzring veranstaltet.
Foto: Hermann Rüger
Leider musste Kevin Wahr am vergangenen Sonntag auf das Auftaktrennen zur Supersport-Weltmeisterschaft in Australien verzichten. Der 26-Jährige stürzte beim Aufwärmtraining vor dem Rennen und durfte vom Rennarzt wegen einer leichten Gehirnerschütterung nicht starten. Beim Training am Freitag war der Honda-Pilot vom Gemar-Balloons-Lorini Team immer unter den Top Ten. Mit dem achten Rang im ersten Training am Freitag hatte Kevin Wahr nur 0,778 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit, im zweiten Training verbesserte er sich mit 0,820 Sekunden Abstand auf die siebte Position.

„Durch meinen Sturz beim Training am Samstag war die Honda-Maschine nach dem Highspeedsturz mit ca. 180 km/h stark beschädigt. Mein Gemar-Balloons-Lorini Team hat das Motorrad wieder reparieren können. Leider bin ich dann beim Warm-up vor dem Rennen erneut gestürzt. Ich wurde im Medical-Center an der Rennstrecke untersucht und der Rennarzt hat mir für das Rennen keine Starterlaubnis erteilt, dies war auch richtig so. Mir geht es bereits wieder gut. Durch die zwei Stürze schmerzen die Knochen, aber bis zum nächsten Rennen in zwei Wochen in Thailand werde ich wieder fit sein. Trotz alledem bin ich zuversichtlich, ich konnte mit meinem neuen Team deutlich schneller fahren als noch im letzten Jahr. Ich gehe fest davon aus, dass ich dies in den nächsten Rennen unter Beweis stellen kann“, meinte der Deutsche Meister von 2013.

Das Supersport-WM Rennen war sehr spannend, am Ende nach 21 Runden siegte der Schweizer Randy Krummenacher (Kawasaki) mit 2,747 Sekunden vor dem Italiener Federico Caricasulo (Honda) sowie dem australischen Lokalmatador Anthony West (Yamaha).  Die ersten sieben Piloten überquerten innerhalb von nur 3,558 Sekunden die Ziellinie. Der Trainingsschnellste und amtierende Weltmeister Kenan Sofuoglu (Türkei/Kawasaki) stürzte in der 16. Runde. Kevin Wahr’s Teamkollege Glenn Scott wurde bei seinem Heimrennen mit 18,334 Sekunden Rückstand Zwölfter und kassierte dafür vier WM-Punkte.

Bei den zwei spannenden Läufen zur Superbike-WM feierte Weltmeister Jonathan Rea (GB/Kawasaki) einen Doppelsieg. Der IDM-Superbike-Meister Markus Reiterberger aus Obing wurde im zweiten Lauf Achter und erzielte damit sein bisher bestes WM-Ergebnis. Im ersten Lauf stürzte der 21-jährige Bayer auf seiner BMW S1000 RR in der letzten Kurve auf dem neunten Rang liegend. Sein spanischer BMW-Teamkollege Jordi Torres wurde im ersten Lauf Achter und konnte sich im zweiten Rennen dann auf den siebten Platz verbessern.
 
Text wurde zur Verfügung gestellt von: Michael Sonnick

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