Samstag, 25. September 2021

Hockenheim - IDM Finale 2021

Copyright: Motor Presse Stuttgart GmbH/ Dino Eisele

Der Countdown bis zur packenden Action auf dem Hockenheimring läuft. Vom 24. bis 26. September 2021 findet im badischen Motodrom das große Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. In insgesamt sieben Klassen legen sich die Teilnehmer noch ein Mal richtig ins Zeug und kämpfen um ihre Plätze in der Gesamtwertung. Darüber hinaus sorgen in allen Klassen einige Gaststarter für zusätzliche Spannung. Für die Zuschauer, die bei besten Wetteraussichten unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) direkt vor Ort sein können, heißt das: Spannung ohne Pause. Im Eintrittsticket ist der Fahrerlagerzutritt enthalten.

Auch wenn durch die verletzungsbedingte Absage des Kawasaki-Stars Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing) in der IDM Königsklasse Superbike 1000 der neue Titelträger mit Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) rein rechnerisch feststeht, brennt in der Topklasse der IDM beim Finale die Luft. Florian Alt (Wilbers-BMW), Luca Grünwald (Kiefer Racing, BMW), Bastien Mackels (Team SWPN, Yamaha) und Vladimir Leonov (Hertrampf MO Yamaha Racing Team) werden in einer hauchdünnen Partie die weiteren Podestplätze unter sich ausmachen. Alt und Grünwald trennt vor den letzten beiden Saisonläufen zum Beispiel ein einziger Punkt. Wenn am Rennsonntag auch noch der dreifache IDM-Superbike-Champion Markus Reiterberger (BCC Racing, BMW) oder Julian Puffe (GERT56, BMW) zur Höchstform auflaufen, dürfte das entscheidende Auswirkungen an der Spitze haben. In den Top Ten befinden sich vor den Entscheidungen in Hockenheim alle teilnehmenden Marken der IDM Superbike 1000: BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha, dazu Fahrer aus sechs Nationen. Publikumsliebling Alessandro Polita (HRP-Honda) wird am Wochenende allerdings leider fehlen. Der Italiener musste sich kurzfristig einer Blinddarm-Operation unterziehen. Mit seinem Landsmann Luca Vitali wurde ein starker Ersatzfahrer für die Honda gefunden.

Aber nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im IDM-Fahrerlager wird den Zuschauern einiges geboten. Mit eigener Schutzkleidung und einer entsprechenden Fahrerlaubnis können sie selbst aktiv werden. BMW, Honda und Kawasaki reisen zum Saisonabschluss mit ihren Showtrucks an und bieten auf aktuellen Serienmotorrädern Probefahrten an.

In der IDM Supersport 600 will Patrick Hobelsberger (Bonovo action by MGM Racing, Yamaha) noch zwei Rennen gewinnen und sich danach als Meister feiern lassen. Valentin Debise, der als Doppelstarter in zwei Klassen unterwegs war, wird wegen seiner Handgelenksverletzung auch hier den Titel nicht streitig machen können. Der WM-ambitionierte Hobelsberger ist aber ohnehin ein extrem schneller Fahrer und zudem einer der wenigen, die bisher noch keinen Ausfall im Rennen zu beklagen hatten. Dahinter ist zwischen Max Enderlein (MR32 Racing, Yamaha) und Rob Hartog (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen. Glenn van Straalen, im Moment auf Rang 3 in der Gesamtwertung liegend, wird aufgrund eines parallelen WM-Einsatzes nicht mehr in die Punktevergabe eingreifen können.

Das Finale in Hockenheim wird für die IDM Supersport 600 eine brisante Nummer. Immerhin ist dort auch der spät in die Saison eingestiegene Kevin Wahr (MVR-Racing, Yamaha) aus Nagold zu Hause, der im badischen Motodrom schon immer zu den Favoriten gezählt hat und zum Zünglein an der Waage werden kann.

Was geht ab in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300? Mit Lennox Lehmann (Freudenberg KTM WorldSSP Team), Marvin Siebdrath und dessen belgischem Teamkollegen Luca de Vleeschauwer (beide Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) haben noch drei Fahrer eine Titelchance, wobei Lehmann dank 18 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft die besten Aussichten auf den Gesamtsieg haben dürfte. Am vergangenen Wochenende gab der 15-jährige Dresdner in Spanien (Barcelona) sein Debüt in der Supersport 300-Weltmeisterschaft. Wenn er den Schwung von dort mitgenehmen kann, steht seiner IDM-Titelverteidigung nichts im Wege. Lennox Lehmann könnte als erster Titelverteidiger in der hart umkämpften Nachwuchsklasse IDM-Geschichte schreiben. Sein direkter Verfolger Marvin Siebdrath wird aber jede kleine Chance nutzen, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Abgerechnet wird erst zum Schluss.

Für weitere Action im Finale sorgen der IDM Superstock 600 Cup, der bei getrennter Wertung ins das Starterfeld der IDM Supersport 600 integriert ist, der Yamaha R3 bLU cRU Cup, der Twin Cup und der Pro Superstock Cup. Ein Ereignis jagt das andere. 

Quelle: www.idm.de / Anke Wieczorek

Starkes Feld: ADAC GT4 Germany mit vielen Neuzugängen am Sachsenring

  • Zuwachs von Aston Martin, KTM; Porsche und McLaren
  • Gastspiel von GRIP-Moderator Niki Schelle
  • Indy Dontje, Christer Jöns, Mike David Ortmann und Hugo Sasse fahren in der GT4

Foto: Jens Hawrda


Die ADAC GT4 Germany startet auf dem Sachsenring (1. bis 3. Oktober) mit einem starken Feld in die zweite Saisonhälfte. Bei den Rennen auf der Berg- und Talbahn bei Chemnitz dürfen sich Fans auf viele Neuzugänge freuen. Mindestens 26 Fahrzeuge von sieben Marken starten in den beiden Einstundenrennen am Samstag und Sonntag. Zuwachs gibt es bei Aston Martin, KTM, McLaren und Porsche mit zahlreichen aus dem ADAC GT Masters bekannten Fahrern. Dazu absolviert TV-Moderator Niki Schelle (GRIP) einen Gasteinsatz. Fans sind am Sachsenring an der Strecke und im Fahrerlager willkommen, Tickets gibt es für ADAC Mitglieder bereits ab 22.50 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany sind online live bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen, der TV-Sender NITRO zeigt Highlights.

Prosport Racing sorgt für mehr Aston Martin-Power in der ADAC GT4 Germany. Das Team vom Nürburgring kehrt zurück in die Serie und setzt einen Aston Martin Vantage GT4 ein, der von den beiden ADAC GT Masters-Fahrern und Doppelstartern Mike David Ortmann und Hugo Sasse gesteuert wird. Dazu laufen Planungen für den Einsatz eines weiteren Aston Martin.

Auch die Anzahl der KTM X-Bow GT4 verdoppelt sich durch ein Comeback von RTR Projects aus Tschechien. Gesteuert wird der Sportwagen aus Österreich von Ex-ADAC GT Masters-Fahrer Lennart Marioneck und dem jungen Tschechen Matej Pavlicek. RTR Projects reist mit guten Erinnerungen nach Sachsen, beim Saisonfinale 2019 holte das Team dort mit Marioneck einen Sieg.

Bei seinem Heimspiel feiert Sachsenring-Urgestein Steve Kirsch sein Debüt der Serie und hat sich dafür prominente Unterstützung geholt. Der ehemalige Rallye-Fahrer und heutige TV-Moderator Niki Schelle gibt zusammen mit dem Lokalmatador in einem Porsche 718 Cayman GT4 von East Racing Gas.

Mit innovativer Technologie und der Space Drive-Lenkung von Schaeffler Paravan starten ein Porsche und ein McLaren auf dem Sachsenring. W&S Motorsport ist nach einem Rennen Pause wieder mit einem Porsche 718 Cayman CS MR zurück, auf dem Max Kronberg als erster Fahrer feststeht. Dörr Motorsport vertraut auf zwei Fahrer mit viel Erfahrung aus dem ADAC GT Masters bei ihrem McLaren 570S mit Space Drive. Christer Jöns steuert den britischen Boliden mit Indy Dontje. „Zum ersten Mal sitze ich in einem McLaren 570S mit SpaceDrive, was etwas komplett Neues für mich ist. Unser Testtag hat sich gut angefühlt und zusammen mit Christer Jöns werden wir sicher gutes Racing liefern. Gerade auf den Sachsenring freue ich mich, weil ich da im ADAC GT Masters schon gewonnen habe und ganz besonders tolle Fans habe“, sagt Dontje.

Mit dem bewährten Porsche, aber einem neuen Fahrerduo tritt der Porsche 718 Cayman GT4 mit der Startnummer 1 der Titelverteidiger vom Team Allied-Racing auf dem Sachsenring an. Joel Sturm kehrt zurück in die Serie und teilt sich den Mittelmotor-Porsche mit Neuzugang Alexander Hartvig.


ADAC GT-Masters: Lokalmatadore freuen sich auf anspruchsvollen Sachsenring

  • Marvin Kirchhöfer, Maximilian Paul und David Jahn vor dem Heimrennen
  • Kirchhöfer feiert am Sachsenring 20 Jahre im Motorsport
  • T3 Motorsport aus Dresden und Yaco Racing aus Plauen kämpfen um Punkte

Foto: Jens Hawrda

Fahrer und Teams aus Sachsen sind im ADAC GT Masters traditionell stark vertreten: Corvette-Pilot Marvin Kirchhöfer (27/Leipzig, Callaway Competition) und Lamborghini-Fahrer Maximilian Paul (21/Dresden, T3 Motorsport) haben sich vorgenommen, ihren Fans am Einheitsfeiertags-Wochenende allen Grund zum Jubeln geben. Neben den Fahrern aus der Region können sich die Teams T3 Motorsport aus Dresden und Yaco Racing aus Plauen auf die Unterstützung der Fans verlassen: Zuschauer dürfen auf dem Sachsenring nicht nur an die Strecke, sondern können die Serie auch im Fahrerlager hautnah erleben. Tickets gibt es für ADAC Mitglieder ab 22,50 Euro online unter adac.de/motorsport, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Beide Rennen auf dem Traditionskurs werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. 

Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition

Jubiläum bei Marvin Kirchhöfer

Marvin Kirchhöfer, der mit der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition startet, hat in diesem Jahr bereits einen Rennsieg eingefahren. Seinem Teamkollegen Jeffrey Schmidt (27/CH) gelang im vergangenen Jahr der Sieg auf dem Sachsenring. Zuletzt auf dem Lausitzring musste das Duo allerdings auf Platz vier liegend mit einem Fahrzeugbrand einen herben Rückschlag hinnehmen. „Callaway Competition ist dabei, die Corvette wieder aufzubauen. Die Reparatur ist doch recht aufwendig“, so Kirchhöfer. „Das Rennwochenende ist für den Sachsen ein ganz besonderes: Er feiert sein 20-jähriges Motorsport-Jubiläum. „Es gibt daher auf jeden Fall einen Grund zum Feiern – hoffentlich gibt es auch einen zweiten und dritten. Ich freue mich riesig darauf. Wir zählen nicht zu den Topfavoriten, aber wenn alles passt, können wir wieder vorne dabei sein. Die Fans können sich auf spannende Rennen freuen. Da es auf dem sehr anspruchsvollen Sachsenring viele Kiesbetten gibt, wird jeder Fehler sofort bestraft. Das bringt noch zusätzliche Würze rein.“

Zwei Rennställe aus Sachsen

Ein doppeltes Heimspiel gibt es bei T3 Motorsport: Nicht nur der Rennstall, sondern auch Fahrer Maximilian Paul kommt aus dem rund 100 Kilometer vom Traditionskurs entfernten Dresden. „Der Sachsenring ist auf jeden Fall ein Highlight. Die Strecke ist ganz besonders und anders als alle anderen. Sie ist sehr anspruchsvoll, weil es viele schnelle Kurven gibt und es berghoch und -runter geht. Es hilft, wenn man den Kurs gut kennt, da man dort nur wenig testen kann. Für Fans ist der Sachsenring eine tolle Strecke, man kann viel sehen. Es ist cool, wieder Zuschauer auf den Tribünen und vor allem im Fahrerlager zu sehen und dass es wieder Aktionen wie den Pitwalk gibt. Ich freue mich auf sehr viele Fans.“

Als zweites Team aus dem Freistaat tritt Yaco Racing beim fünften Saisonlauf des ADAC GT Masters an. Die Plauener setzen wie gewohnt einen Audi R8 LMS für Simon Reicher (21/A) und Norbert Siedler (38/A) ein. Das Duo hofft, seinen Auswärtstrend fortzusetzen. „Wenn es uns gelingt, die Leistungssteigerung mit zum Sachsenring zu nehmen und dort weitere positive Schritte zu setzen, haben wir eine gute Chance, den Audi im Zeittraining weiter vorne abzustellen“, ist sich Routinier Siedler sicher.

Mit einem Porsche 911 GT3 R tritt David Jahn (30/Leipzig, Team Joos Sportwagentechnik) an. Der fünffache ADAC GT Masters-Rennsieger ist Wahl-Leipziger. „Ich sehe das Rennwochenende als eines meiner Heimrennen an. Ich muss nur rund eine Stunde fahren und bekomme am Sachsenring auch Besuch von Freunden und Kollegen. Der Kurs ist megagut, aber es ist wichtig, dass das Set-up passt, sonst wird es schwer. Der Porsche sollte gut zum Sachsenring passen, auch wenn es Autos gibt, denen der Kurs vielleicht noch besser liegt. Wir wollen in den Rennen zwei Mal in die Top 10 fahren, ich persönlich möchte im Qualifying einen Platz zwischen fünf und acht erreichen. Denn wenn man von dort losfährt, kann man auch gute Punkte sammeln.“

Attraktive Angebote für Fans

Den Zuschauern vor Ort wird ein volles Programm geboten. Zusätzlich zum ADAC GT Masters starten in Hohenstein-Ernstthal die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany, die ADAC Formel 4 und der Porsche Carrera Cup Deutschland. Im Fahrerlager erwarten die Fans zahlreiche Attraktionen: Beim Meet the Drivers können sie ihre Lieblingsfahrer treffen, gleich drei Mal dürfen sie beim Pitwalk in die offene Boxengasse und es gibt eSports-Simulatoren von RaceRoom. Besondere Perspektiven bieten der knapp neun Meter hohe eBay Tower und die eBay Box. Und auch bei den Online-Magazinen „PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ und „ADAC GT Masters Backstage – live aus der eBay Motors-Box“ können die Fans direkt dabei sein – beide werden live aus dem Paddock des Sachsenrings gesendet.


Dienstag, 21. September 2021

Reinhard Kofler holt historischen ersten KTM-Sieg in der DTM Trophy

  •  Österreicher gewinnt vor Schweizer Mauron und Briten Tregurtha
  •  KTM die fünfte siegreiche Marke in der DTM Trophy
  •  Extreme Ausgeglichenheit: Vier Marken auf den ersten vier Plätzen
  •  Spannung pur im Titelkampf: William Tregurtha holt mit Platz drei wieder auf

Erster Sieg für KTM in der DTM Trophy: R. Kofler (AUT) © DTM

Österreicher gaben in Assen den Ton an. Nach dem Erfolg von Mercedes-Pilot Lucas Auer im Rennen zur DTM, schrieb sein Landsmann Reinhard Kofler Geschichte in der DTM Trophy. Der Österreicher aus der Mannschaft von True Racing by Reiter Engineering bescherte KTM den ersten Erfolg überhaupt in der Nachwuchsserie der hochprofessionellen DTM-Plattform. KTM ist damit nach BMW, Mercedes-AMG, Audi und Toyota der fünfte Hersteller, der sich in die Siegerlisten der DTM Trophy einträgt.

Kofler bestimmte das Geschehen vom Start weg. Beim Sprint zur ersten Kurve setzte er sich von Startposition zwei aus gegen den Schweizer Lucas Mauron durch. Mauron qualifizierte sich im Audi von Heide-Motorsport für die Pole-Position. Nach dem gewonnenen Startduell ließ der Österreicher zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. In souveräner Manier fuhr der KTM-Werkspilot den Sieg nach Hause und gewann nach 18 Runden mit einem Vorsprung von 2,118 Sekunden.

Mauron brachte letztlich den zweiten Platz ins Ziel. Er duellierte sich über weite Strecken mit dem britischen Mercedes-AMG-Piloten William Tregurtha (CV Performance Group), der als Dritter an der Siegerehrung teilnehmen durfte. Tregurtha ging als Gesamtzweiter mit einem Rückstand von 15 Zählern in das Rennen und knabberte sieben Zähler vom Vorsprung seines Landsmanns Ben Green ab.


Ben Green mit Rückschlag im Meisterschaftskampf

Green war im BMW von FK Performance Motorsport in einen sehenswerten Dreikampf um Platz vier verstrickt. Der Brite musste sich über viele Runden gegen seinen Markenkollegen Theo Oeverhaus (Walkenhorst Motorsport) und gegen Koflers Stallgefährten Florian Janits zur Wehr setzen.

Der immense Druck auf Green wurde in Runde 14 zu groß. Nach einem faszinierenden Rad-an-Rad-Duell über mehrere Kurven schlüpfte Oeverhaus durch. Janits nutzte die Gelegenheit und zog seinerseits mit. Damit stand die Reihenfolge hinter den ersten Drei ebenfalls fest: Oeverhaus brachte den vierten Platz nach Hause, vor Janits, Green und dem belgischen Toyota-Fahrer Nico Verdonck (Ring-Racing).

In der Gesamtwertung hat Green noch jene acht Zähler Vorsprung auf Tregurtha, die er durch den sechsten Rang im Sonntagslauf erhielt. Zwischen den beiden Briten steht es nun 171:163 nach Punkten. Greens Markenkollege Michael Schrey (Hofor Racing by Bonk Motorsport) bleibt Gesamtdritter. Er sammelte am Rennsonntag in Assen als Neunter nur zwei Punkte.

Die niederländische Gaststarterin Sandra van der Sloot war am Sonntag im Ziel die bestplatzierte Fahrerin im Feld. Van der Sloot kam im BMW des Team Driverse auf Position 15, direkt hinter ihr liefen Maurons Teamkollegin Sophie Hofmann und Verdoncks niederländische Stallgefährtin Stephane Kox ein.

Die Saison 2021 der DTM Trophy läutet in zwei Wochen ihre Schlussphase ein. Dann geht es für das vorletzte Rennwochenende des Jahres an den Hockenheimring, nur eine Woche später zum Finale auf den Norisring.

Montag, 20. September 2021

Luca Engstler gewinnt Sonntagsrennen in Hockenheim

  •  Fünfter Saisonsieg für Hyundai-Pilot Engstler
  •  Eric Scalvini im Cupra auf Platz zwei
  •  Mit Nico Gruber auch ein Fahrer aus der Honda Junior Challenge auf dem Gesamtpodium

Saisonsieg Nummer 5 für Luca Engstler am Sonntag in Hockenheim
Foto: Jens Hawrda

Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) triumphiert mit einem lupenreinen Start/Ziel-Sieg im Sonntagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg und baut seine Tabellenführung in der Tourenwagen-Serie des ADAC weiter aus. Hinter dem Hyundai i30 N TCR-Piloten kommt Vortagessieger Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición TCR auf Platz zwei. Junior-Fahrer Nico Gruber (20, AUT, Hyundai Team Engstler) komplettiert in einem weiteren Hyundai das Podium. „Ich bin wirklich sehr glücklich und kann es kaum beschreiben, wie ich mich fühle. Es ist einfach wunderschön, dieses Rennen gewonnen zu haben“, strahlte Engstler nach seinem fünften Saisonsieg in der ADAC TCR Germany.

Engstler hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen. Er gewann den Start vor seinem Hyundai Team Engstler-Teamkollegen Martin Andersen (27, DNK) und setzte sich schnell an der Spitze des Feldes ab. Der von Platz drei losgefahrene Eric Scalvini büßte beim Start zunächst eine Position ein, konnte diese aber noch in den ersten Kurven zurückerobern. In Runde zwei überholte der Italiener schließlich auch den zweitplatzierten Andersen bei der Einfahrt auf die Parabolica und blies zum Angriff auf den führenden Engstler.

Den Allgäuer ließ all dies jedoch unberührt und so baute er seinen Vorsprung immer weiter aus. Hinter den beiden Spitzenreitern entwickelte sich über das ganze Rennen ein spannender Zweikampf zwischen Andersen und Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR. Währenddessen fuhr Hyundai-Pilot Nico Gruber auf einem sicheren fünften Platz. In der letzten Rennrunde kam es bei der Anfahrt auf die Spitzkehre dann aber zu einer Kollision zwischen Andersen und Fugel, die den Dänen bis auf die fünfte Position zurückfallen ließ. Honda-Pilot Fugel musste final mit Platz zwölf Vorlieb nehmen.

So erbte Gruber den letzten Platz auf dem Podium und konnte sich zusätzlich noch über den Sieg in der Honda Junior Challenge freuen. Rang vier ging an Jonas Karklys (32, LTU, NordPass) in einem weiteren Hyundai. Mit einer starken Vorstellung in den letzten Rennminuten fuhr Albert Legutko (21, POL, Albert Legutko Racing) im Honda Civic TCR auf Position sechs vor Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit, Regensperger Racing) im Opel Astra TCR, Hyundai-Pilot Robin Jahr (30, Blankenfelde, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und René Kircher (21, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR. Die Top Zehn komplettierte Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler) in einem weiteren Hyundai, der somit auch die Trophy-Wertung der ADAC TCR Germany für sich entschied.

In der ADAC TCR Germany geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Bereits vom 1. bis 3. Oktober 2021 steht auf dem Sachsenring das nächste Rennwochenende an. Dann startet die Serie wieder im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters.

Stimmen zur ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring

Luca Engstler (Hyundai Team Engstler - Sieger): 

„Ich hatte gehofft, dass mein Teamkollege Martin Andersen mir den Rücken frei halten würde. Doch schon nach einer Runde konnte Eric ihn passieren. Da dachte ich, dass er mich kurz darauf auch schnappen würde. Doch so kam es nicht. Er hat wohl ein wenig sein Auto überfahren. Da wusste ich, dass das Thema durch ist. Beim nächsten Rennen auf dem Sachsenring will ich wieder voll attackieren und versuchen, gute Punkte einzufahren.“

Eric Scalvini (Wimmer Werk Motorsport - Zweiter): 

„Platz zwei ist für heute ein gutes Resultat, obwohl ich natürlich auch sehr gerne gewonnen hätte. Wir hatten die Pace, um Luca zu schlagen. Ich blockierte aber zweimal die Vorderräder und verlor dadurch Zeit. Das ist eben Motorsport. Platz zwei ist jedoch gut für die Meisterschaft, die mir insgesamt sehr wichtig ist. Nun geht es an den Sachsenring. Dort bin ich bislang noch kein Rennen gefahren, sondern habe nur einen halben Testtag verbracht.“

Nico Gruber (Hyundai Team Engstler - Dritter): 

„Das Podium kam nach dem Rennverlauf auf jeden Fall unerwartet. Es ist schade für Martin. Im Prinzip war es sein dritter Platz. Beim Start hatte ich durchdrehende Räder und so auch einige Plätze verloren. Danach habe ich alles gegeben und konnte noch gut nach vorne kommen. Ich bin jetzt super happy. Auch das Team hat herausragend gearbeitet. Wir haben über das ganze Wochenende einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt freue ich mich auf den Sachsenring. Da werden wir wieder richtig Gas geben. Es ist eine schwierige Strecke, doch wir sind super vorbereitet.“